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    Hat das Zukunft oder trennen?

    Hallo zusammen,

    vielleicht könnt ihr mir ja den einen oder anderen Denkanstoß geben…

    Prinzipiell geht’s um die Frage, soll ich mich trennen oder ist das nur feige und bequem und sollte ich das ganze nicht weiterlaufen lassen und mich im „Auseinandersetzen“ üben, weil es ja sowieso ein Trugschluss ist, dass es „von alleine“ einfach so passt…

    Also ich (35) hab seit knapp 6 Monaten einen neuen Freund (38).

    Am Anfang sah es so aus, als würde das richtig gut passen. Wir wollen beide keine Kinder, haben beide ein recht ausgefülltes eigenständiges Leben, das wir nicht zu sehr einschränken wollten.
    Irgendwie war das Zusammenkommen sehr unkompliziert und mir hat extrem gut gefallen, dass ich das Gefühl hatte vor ihm keine Show abliefern zu müssen. Ich fand er äußerte sich da ähnlich offen mir gegenüber.

    Er hat sehr intensiv und schön bei allen möglichen Dingen meines Lebens nachgefragt und innerhalb kürzester Zeit kannte er echt viel aus meinem Leben und Gedanken.

    Tja und da fing nach kurzer Zeit mein erstes komisches Gefühl bzw. Enttäuschung an. Ich habe wohl aus der Art, wie er nach mir gefragt hat geschlossen, dass er sich entsprechende Gedanken zu sich selbst ebenfalls macht. Und dies auch gerne mitteilt.

    Das ist aber nicht so. Er erzählt von sich aus nichts. Nichts, was in aktuell bewegt, aber auch nichts zu seinen Eltern, seiner Kindheit, warum er heute so ist, wie er ist (und genau da hört er bei mir sehr interessiert zu und stellt die „richtigen“ Fragen).

    Ich hab ihn dann irgendwann direkt drauf angesprochen. Ja, er macht sich schon die entsprechenden Gedanken zu sich selbst (ok, da lag ich also schon mal richtig) aber er macht das alles mit sich selbst aus. Er glaubt auch nicht, dass bei ihm im Leben etwas so spannend sei, dass er das von sich aus erzählen muss… ich solle halt nachfragen (das Nachfragen ist aber ein „aus der Nase ziehen“ und dann gibt es eine Antwort nur über die „kalten“ Fakten… kaum wie er sich gefühlt hat).

    Ich kenne es so in meinem Freundeskreis und auch bei meinen Exen: zu Nähe, Freundschaft, Liebe gehört dieses „psychologisieren“ für mich dazu. Ich hab das Gefühl, dass ich von dem einen oder anderen Kollegen (ganz zu Schweigen von meinen Freunden) auf der Arbeit mehr über das Innenleben weiß als von meinem Freund.

    Eine sehr große Krise gab’s dann vor 1 Monat. Ein weiters Problem ist, dass wir unterschiedliche Interessen haben was z.B. Urlaub anbelangt. Ich bin ein Outdoor-Freak und liebe es zu Reisen.
    Er macht fast keinen Urlaub und dann nur eine Woche und immer nach dem gleichen Prinzip / Gegend (Gruppen Reise zum Ausüben einer Sportart, die man aber in gewissem Umfang auch in mehr Outdoor abwandeln könnte…).

    Outdoor hat er noch nie ausprobiert, kann er sich nicht vorstellen. Mag er nicht. „Ich mache nicht viel Urlaub und den möchte ich genau so machen, wie ich weiß, dass ich ihn mag.“ Arghhhh. Ich hätte mir ja nur gewünscht, dass er das einmal ausprobiert.

    Ich hab nicht das Problem, dass er nicht alles mitmacht. Ich mag ja auch nicht alles von den Dingen, die er tut. Ich mag und brauche auch viel Freiheit, aber es muss doch auch etwas Gemeinsamen geben. Sich zusammen weiterentwickeln und nicht nur starr nebenher leben.

    Er ist fürchterlich unflexibel. Wohl auch ängstlich. Alles was neu ist, macht ihm (erstmal ?) Angst. Er lebt in seinem Kosmos und da kommen kaum Anstöße von außen rein. Ist mein Gefühl.

    Und ich bin abenteuerlustig, neugierig auf Neues und die Spinnereien können nicht groß genug sein. Ich hab mir seine Interessen angeguckt und manches find ich cool und mach es mit. Aber andersrum ist da nix passiert... es ist einseitig.

    Vor einem Monat hat er dann einen Urlaub abgesagt, der an sich so war wie er ihn immer macht (sogar mit Leuten die er gut kennt), nur dass es dieses mal in ein anderes (echt harmloses) Land geht… als selbst das dann zu viel Veränderung oder was auch immer war, war ich tierisch enttäuscht.

    Seufz. Ich hab mich schon fast getrennt. Das alles auf den Tisch gepackt. Auch wie ernst es mir ist. Er blieb ruhig, hörte sich das an und wir haben überlegt, wie wir uns annähern können. Er macht keine 180 Grad – Wendungen, aber ich merke, dass er sich bemüht und ein wenig etwas verstanden hat. Erzählt etwas mehr von sich aus über sich, überlegt, welche Abweichungen in seiner üblichen Urlaubsplanung möglich sind etc… Ich frage mich, ob das reichen wird.

    Ich mag an ihm unheimlich, dass er mir mein Leben so lässt wie ich mag. Keine Eifersucht und Theater dass ich so viel Eigenleben habe. Männliche Freunde etc.

    Ich muss mich für ihn nicht verbiegen. Ich will auch nicht, dass er sich für mich verbiegen soll. Aber irgendwie fehlt mir das Gemeinsame.

    Ich mag den Alltag mit ihm an sich. Ich fühl mich so wohl mit ihm.

    Aber ich frage mich, ob ich für immer alleine durch die Wildnis ziehen will (mal theatralisch ausgedrückt)? So mach ich das jetzt ja auch, aber ich hab so ja immer noch die Hoffnung mal jemanden dabei zu haben bzw. ohne Beziehung kann ich ja solche Touren auch mal mit männlicher Begleitung machen… ein Kollege von mir war gerade mit seiner Frau 5 Wochen in Finnland mit dem Kanu unterwegs. Die sind beide weit über 50 und ich werde so was von neidisch, wenn ich das höre. Wenn ich mir vorstelle, wie die zusammen in der Einsamkeit zu zweit vorm Zelt sitzen und ich meinen Kerl bei aller „Weiterentwicklung“ die mit ihm vielleicht doch möglich ist, ich ihn wohl niemals dazu bewegen werde.

    Ohne ihn ist genauso fraglich, ob ich das genau so haben werde. Aber dann kann ich noch davon träumen ;-).

    Und abgesehen von den Dingen, die nicht übereinstimmen und passen. Zu einem gewissen Grad werden Veränderungen möglich sein. Aber ich störe mich dran, dass Bewegung wohl IMMER von mir ausgehen werden wird. Bei allem. Ich werde es auf den Tisch bringen müssen. Er wird sich nie von sich aus rühren.

    Ich bin gerne in einer Beziehung. Im Alltag fühle ich mich wohl mit ihm. Mir fehlt aber Einiges. Reicht das was möglich ist aus um glücklich zu sein? Ist es der „normale“ Kompromiss den ich eingehen müsste? Die Realität? Würde mir zu viel fehlen? Sind diese ganzen Zweifel und doch recht rationalen Gedanken nicht das eindeutige Zeichen, dass es keinen Sinn macht? Oder lauf ich nur vor Auseinandersetzung weg? Mach ich es mir zu einfach, wenn ich mich einfach Trenne und mir einbilde jemanden der besser passt zu finden?

    Ach ja, die bisherigen Partner haben waren zwar „verrückt“ genug, aber dafür dann nicht dauerhaft alltagstauglich… ;-)

    Tja, so sieht’s aus. So ungefähr. Sorry, dass es so lang geworden ist.

    Lg, ISI

  2. Inaktiver User

    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Hallo Isi,

    "was nicht passt, wird passend gemacht"...das funktioniert im zwischenmenschlichen Zusammensein nicht. Entweder, du nimmst ihn so an, wie er ist, oder du trennst dich und suchst dir einen Mann, der besser zu dir passt. Ihn ändern zu wollen, damit er dich glücklich macht, halte ich (sowohl für ihn, als auch für dich), für ziemlich fatal.

    Wie weit deine Kompromissfähigkeit greift, ob die Unterschiede zwischen euch überbrückbar sind, ob es gerechtfertigt ist, dass dein Partner die Ansprüche erfüllen muss, die du an ihn stellst, musst du für dich selbst entscheiden.
    Wenn du zu einem Springturnier antreten willst, holst du nicht deine Milchkuh aus dem Stall und überlegst nach der zwangsläufig folgenden Niederlage, ob du die Kuh verkaufen sollst, weil sie nicht über die Hindernisse kommt- ganz gleich, ob sie eigentlich ganz treue Augen hat, ein glänzendes Fell besitzt, hervorragende Milch gibt und insgesamt ein tolles Tier ist. Du hast die falsche Wahl für dein Vorhaben getroffen und es liegt an dir zu entscheiden, ob du auf die Kuh oder aufs Springreiten verzichten willst oder ob du einen guten Kompromiss finden kannst, um beides zu haben. Aber aus einer Kuh ein Springpferd machen zu wollen, halte ich für (beidseitig) reine Zeitverschwendung.

    Rezeptfrei

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    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Zitat Zitat von Isi_73
    Ich muss mich für ihn nicht verbiegen. Ich will auch nicht, dass er sich für mich verbiegen soll. Aber irgendwie fehlt mir das Gemeinsame.
    Beziehung heißt Miteinander. Aufeinander zugehen. Es ist pure Ideologie, dass Aufeinander-Zugehen immer "Verbiegen" ist. Ihr lebt nebeneinander her mit der Einstellung, dass man sich ja nicht verbiegen soll. Das klappt da, wo ihr sowieso ähnlich seid. Es klappt nicht, wo ihr unterschiedlich seid. Ihr braucht einen Weg, aufeinander zuzugehen! Im Moment lebt ihr Toleranz ("ich toleriere, dass du anders bist"). Das ist prinzipiell eine gute Idee. Aber euch fehlt das Akzeptieren der Andersheit ("es ist gut so, wie du bist"). Du klingst im Moment wie eine Missionarin, die ihren Freund anfüttern will, damit er z.B. Outdoorurlaub auch gut findet ("irgendwann muss er doch merken, dass seine Einstellung zu Urlaub beschränkt ist.") Dein Beitrag sagt im Prinzip aus, dass du ihm beibringen willst, aus seiner Beschränkung zu kommen und endlich richtig zu leben, richtig Urlaub zu machen, richtig offen zu sein. Damit bist du in der Rolle der frustrierten Lehrerin, deren Schulkind nicht richtig lernt. Das ist eine ganz blöde Situation in jeder Beziehung.

    Gruß
    BlauerHimmel

  4. Inaktiver User

    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Hallo, liebe Isi,

    Du sprichst, schreibst, selbst sehr viel von der Outdoor-Geschichte, deshalb greife ich diesen Punkt auf, auch wenn mir klar ist, dass er stellvertretend für die fehlende Gemeinsamkeit bei der Freizeitgestaltung steht.

    Diesen Satz finde ich spannend:

    Ach ja, die bisherigen Partner haben waren zwar „verrückt“ genug, aber dafür dann nicht dauerhaft alltagstauglich… ;-)
    Aus wie viel Alltag besteht Dein Leben und aus wie viel Reisen?

    Bei einem meiner Cousins machen Alltag und Reisen jeweils 50 % aus - hätte er eine Partnerin, die nicht mit ihm mitzieht (er ist auch ein Outdoor-Freak), wären es 50 % seines Lebens, aus dem er sie ausklammern müsste.

    Ist das bei Dir auch so? Oder nimmt nicht vielmehr der Alltag den größeren Raum ein?

    Du empfindest Deinen Freund als unflexibel und nicht offen für Neues, weil er nicht bereit ist, wenigsten ein Mal Outdoor-Urlaub mit Dir zu machen.

    Doch es gibt Dinge, und das gestehe ich jedem Menschen zu, die man nicht selbst erfahren muss, um zu wissen, dass sie einem nicht liegen. Das ließe sich ja auf alle möglichen anderen Bereiche auch anwenden - probiere es erst aus, damit Du überhaupt weißt, wovon Du sprichst.

    Ich glaube nicht, dass das nötig ist und ich hätte das Gefühl, dass mich jemand verbiegen will, wenn er versucht, mich von etwas zu überzeugen, von dem ich weiß, dass es nichts für mich ist. Dafür möchte ich mich dann auch nicht rechtfertigen.

    Ich verstehe Dich, gerade was Eure Gesprächskultur anbelangt, aber ich empfinde Dich auch als sehr druckvoll. Unter Druck entsteht ganz oft nur Gegendruck und es ist uU eine Frage der Zeit, wie lange Dein Freund Dich unter diesen Voraussetzungen noch so sein lässt, wie Du bist - es vielmehr kann!

    Liebe Grüße!

  5. Inaktiver User

    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Zitat Zitat von Isi_73
    Ich kenne es so in meinem Freundeskreis und auch bei meinen Exen: zu Nähe, Freundschaft, Liebe gehört dieses „psychologisieren“ für mich dazu. Ich hab das Gefühl, dass ich von dem einen oder anderen Kollegen (ganz zu Schweigen von meinen Freunden) auf der Arbeit mehr über das Innenleben weiß als von meinem Freund.
    über diesen satz bin ich gestolpert. das „psychologisieren“ von menschen. das lässt mir persönlich einen kalten schauer über den rücken laufen und würde bei mir sofort fluchtreflexe auslösen.
    weißt du, nur weil du das bisher kennst muss es ja nicht bei allen menschen so sein. kann es sein, dass die leichtigkeit bei euch fehlt? bist du ein analysierer?
    es gibt halt menschen die ein problem damit haben sich zu "öffnen". ich bin auch so einer. und ich finde die vorstellung ALLES von meinem partner zu wissen einfach grauselig. das ist doch das spannende an einer beziehung, dass man immer wieder dinge entdeckt, die einem bisher verborgen waren.
    muss man alles in einer beziehung tot „psychologisieren“?

    so wie du schreibst, passt ihr gar nicht zusammen. ihr habt noch nicht mal gemeinsame interessen. menschen sollten aber was gemein haben, wenn sie zusammen sind.
    auf die dauer wirst du nicht glücklich. stellst es ja jetzt schon in frage.

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    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    hallo isi,

    deine bedenken kann ich sehr gut nachempfinden.
    mein rat wäre... höre auf die stimme deines herzens.
    du hast die entscheidung ja schon getroffen.
    liebe ist... wenn man den andern annehmen kann wie er ist, ohne etwas verändern zu wollen.
    auch ich bin oft kompromisse eingegangen, um festzustellen das es sich nicht gut anfühlt.
    unser gefühl zeigt uns den weg...vertraue darauf.
    vielleicht zeigt dieser mann, dass du dich noch nicht in allen belangen akzeptieren kannst, vielleicht zeigt er dir, dass du dich (mal wieder?) mit weniger zufrieden geben willst.

    steh zu dir selbst, du bist das beste und bekommst das beste und alles, wenn du bereit bist und zulässt, wenn es dir nichts mehr ausmacht z.b.alleine zu leben, alleine deine urlaube zu verbringen, wenn du die zeit und aufmerksamkeit dem wichtigsten menschen in deinem leben, dir selbst, entgegen bringst.

    alles ist möglich und nur dein herz, dein gefühl zeigt dir den weg.
    wenn es um entscheidungen geht, die ich nicht sofort konkret (intuitiv)treffen kann, stelle ich mir die verschiedenen möglichkeiten vor und fühle dann in diese vorstellungen hinein.
    wenn du dir vorstellst deinen partner zu verlassen ...was fühlst du?
    wenn du dir vorstellst die beziehung weiter zu führen ... was fühlst du?
    ein ungutes oder neutrales gefühl rät dir von der situation ab.
    ein euphorisches oder positives gefühl rät dir zu diesem weg.

    z.b.
    bei meinem letzten partner habe ich mir diese frage ein paar mal gestellt. ich habe ihn wirklich sehr in mein herz geschlossen, dennoch, als ich mich fragte : soll ich mich trennen, überkam mich ein gefühl von "freiheit" es war positiv. und weil ich meiner inneren stimme nicht folgen wollte, hielt ich an dieser beziehung fest, immer mit dem gefühl "dieser mann ist es nicht", aber ich wollte es mir beweisen... "ich muss nur meine einstellung ändern"... aber unbewusst war ich wohl noch nicht bereit, oder es sollte einfach nicht sein.
    egal wie ... nach 4 jahren reichlicher erfahrung mit leid verbunden, trennte ich mich endgültig, bin dankbar für alles was ich erfahren und lernen durfte (ich brauchte diese zeit eben um zu verstehen).

    und so ist es ... hast du deine aufgabe verstanden und akzeptiert, wirst du dich trennen oder nicht. willst du deine aufgabe noch nicht sehen und verstehen, wirst du dich trennen oder nicht. ;-)

    achte einfach auf dein gefühl, es zeigt dir deinen weg, egal was dein verstand dir sagen will... vertraue darauf.
    und immer geht es weiter... ;-)

    l.g. katrin
    "Die Liebe, o Govinda, scheint mir von allem die Hauptsache zu sein. ... Mir liegt einzig daran die Welt lieben zu können ... mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können."
    Hermann Hesse, Siddhartha

  7. Inaktiver User

    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Wenn das "Hauptproblem" der Urlaub ist, finde ich das nicht schlimm. Mein Mann ist fast jede Woche auf Dienstreise und liebt es daher, am Wochenende und in seinem Urlaub wie ein "Couchpotato" zu entspannen, PC-Spiele zu spielen, DVD zu schauen usw. Ich dagegen habe eher einen "Normalo"-Bürojob und verreise im Urlaub gern. Wir regeln das so, indem ich ohne Mann mit Kind(ern), Schwester, Kusine, Mutter usw. verreise. Damit können wir beide gut leben und keiner ist dem anderen böse. Manchmal fährt mein Mann auch mit, aber halt nicht immer. Im Alltag verstehen wir uns dafür super!

  8. User Info Menu

    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Hallo Loop,

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    über diesen satz bin ich gestolpert. das „psychologisieren“ von menschen. das lässt mir persönlich einen kalten schauer über den rücken laufen und würde bei mir sofort fluchtreflexe auslösen.
    weißt du, nur weil du das bisher kennst muss es ja nicht bei allen menschen so sein. .
    Nein, das weiß, ich dass nicht alle Menschen so sind. Das ist auch vollkommen ok. Psychologisieren klingt vielleicht auch ein wenig mh, heftig.
    Was ich mag ist sich Gedanken über sich selbst zu machen, sich selbst zu reflektieren, ja auch überlegen, woher die eine oder anderen Macke kommt. Dann lässt sich nämlich viel besser mit leben. Finde ich zumindest.
    Wie gesagt, ist auch vollkommen ok, wenn das jemand nicht macht. Mir ist das nur wichtig für mich und auch mit Leuten mit denen ich eng bin. Aber wie gesagt, das ist kann ja jeder so machen, wie er/sie mag.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    kann es sein, dass die leichtigkeit bei euch fehlt? bist du ein analysierer?
    Ne, ich glaub das ist es nicht. Im Alltag ist es eher unkompliziert und leicht. Da genießen wir das Leben. Das meine ich mit gut alltagstauglich.
    Was meinst Du mit "Analysierer"?


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    es gibt halt menschen die ein problem damit haben sich zu "öffnen". ich bin auch so einer. und ich finde die vorstellung ALLES von meinem partner zu wissen einfach grauselig. das ist doch das spannende an einer beziehung, dass man immer wieder dinge entdeckt, die einem bisher verborgen waren.
    muss man alles in einer beziehung tot „psychologisieren“?
    Ich glaube es gibt mehr zwischen gar nix erzählen und "tot psychologisieren". Ich mag es, wenn ich einen Partner habe, dem ich vertrauensvoll von mir erzählen kann, mich öffnen kann und ich mag es auch, wenn ich diese Rolle beim Partner habe.
    Aber auch das ist etwas, das ja jeder so halten kann wir er mag. Ich würde ihn auch gar nicht für einen schlechteren oder böseren Menschen halten, wenn er gar nicht über sich nachdenkt oder nichts erzählen mag. Es ist dann nur für mich (für eine andere vielleicht nicht) schwierig mit ihm dann zusammenzuein.



    Zitat Zitat von Inaktiver User
    so wie du schreibst, passt ihr gar nicht zusammen. ihr habt noch nicht mal gemeinsame interessen. menschen sollten aber was gemein haben, wenn sie zusammen sind.
    auf die dauer wirst du nicht glücklich. stellst es ja jetzt schon in frage.
    Das ist mein Problem. Wir merken, dass bestimmte Gemeinsamkeiten, die wir anfangs dachten zu haben, vielleicht doch nicht existieren. Es gibt auch Dinge in denen wir uns sehr mögen. Die Frage ist halt können wir einen Weg finden mit den Untstimmigkeiten so umzugehen, dass wir damit zufrieden sind und uns wohfühlen.

    Isi

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    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Hallo Katrin!

    vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Wenn das mit dem Herzen so einfach wäre. Ich bin nicht panisch bei der Vorstellung mich zu trennen. Ich wär traurig. Ich kann gut alleine sein. ABer wirklich eingeschränkt bin ich jetzt ja auch nicht. Höchstens dahingehend, dass mir etwas fehlt, was für mich für eine Partnerschaft dazugehören würde...

    So mit voller Überzeugung kann sich mein Herz halt grade nicht drauf einlassen.

    Gleich die Flinte ins Korn werfen mag ich aber auch noch nicht so recht...

    Irgendwann wer ich schon wissen, was richtig ist. Daher beschäftige ich mich ja damit, um's rauszufinden...

    Isi

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    AW: Hat das Zukunft oder trennen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn das "Hauptproblem" der Urlaub ist, finde ich das nicht schlimm. Mein Mann ist fast jede Woche auf Dienstreise und liebt es daher, am Wochenende und in seinem Urlaub wie ein "Couchpotato" zu entspannen, PC-Spiele zu spielen, DVD zu schauen usw. Ich dagegen habe eher einen "Normalo"-Bürojob und verreise im Urlaub gern. Wir regeln das so, indem ich ohne Mann mit Kind(ern), Schwester, Kusine, Mutter usw. verreise. Damit können wir beide gut leben und keiner ist dem anderen böse. Manchmal fährt mein Mann auch mit, aber halt nicht immer. Im Alltag verstehen wir uns dafür super!
    Mh. Wenn es nur der Urlaub wäre, würde ich wohl mit umgehen können. Dann wäre ich dankbar, dass er mich alleine verreisen lassen würde :-) Dass er das nicht mag, hab ich ja schon anfangs gewusst. Problematisch ist, dass er in anderen Bereichen genauso ist. Das ist wie eine rote Linie...

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