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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dauerschnupfen nach Entwöhnung?



gummiente
29.10.2008, 20:36
Hallo,

ich habe gerade ein längeres Gespräch mit einer Freundin geführt, die, nachdem sie mit dem Rauchen im Mai aufgehört hat, einen extrem nervigen Dauerschnupfen entwickelt hat. Es geht ihr wirklich schlecht und die Ärzte sind bisher nicht sehr hilfreich. Mit anderen Worten: Ursache unbekannt. Sie geht aber davon aus dass es mit dem Nichtrauchen zu tun hat, da sie dieses Phänomen bereits schon einmal hatte, als sie ein anderes Mal mit dem Rauchen aufgehört hatte. Die Symptome verschwanden als sie wieder mit dem Rauchen begann.

Hat jemand Erfahrungen mit solchen Symptomen und vielleicht einen Rat was man dagegen tun kann?
Grüße
Gummiente

kratzbuerste
30.10.2008, 08:45
Hallo Gummiente!

Das mit Deiner Freundin ist garnicht so ungewöhnlich.
Nach einem Rauchstopp hat das Imunsystem endlich mal Zeit sich um wirkliche Baustellen des Körpers zu kümmern und muss nicht ständig gegen das Nikotingift was man sich zuführt ankämpfen.
Ergo: Es ist nicht ungewöhnlich nach einem Rauchstop vermehrt zu kränkeln...

Trotzdem: Ich kenn nur das Phänomen nach dem Rauchstopp von "chronischer" Dauerbronchitis und Neben-/Stirnhöhlenvereiterung geheilt zu sein. Bin heute den 384. Tag rauchfrei und seit gestern hat sich die erste Erkältung angemeldet (die wohl aber bei dem Mistwetter nicht ausbleibt). Mir gehts jedoch lange nicht so schlecht wie zu Zeiten in denen ich zusätzlich noch gequarzt habe.

Deiner Freundin kann ich nur empfehlen einen HNO aufzusuchen und diesen evtl. mal die Ursache abchecken zu lassen.

Nur nicht aufgeben nicht-mehr-zu-rauchen
die Kratzbuerste

gummiente
30.10.2008, 20:46
Hallo,

ja das mit dem HNO war auch der erste Gedanke meiner Freundin. Der hat auch gleich einen Standard-Allergietest gemacht d.h. einen mit den üblichen Verdächtigen. Das Ergebnis war ok. bis auf eine starke Katzenallegie. Meine Freundin hat keine Katze. Ihr Nasennebenhöhlen sind komplett dicht und sie hat ein Cortisonpräparat verschrieben bekommen. Ich weiß noch nicht ob es wirkt.

Wenn ich die Berichte hier im Forum richtig verstehe geht man davon aus das das Immunsystem "verrückt" spielt und auf Einflüsse reagiert die vorher durchs Rauchen unterdrückt wurden.
Bedeutet das im Grunde vielleicht das das Immunsystem sich einen neuen Feind sucht und irgendwas anderes attackiert?

Eure Meinung würde mich interessieren.
Grüße
Gummiente

kratzbuerste
31.10.2008, 09:02
Bedeutet das im Grunde vielleicht das das Immunsystem sich einen neuen Feind sucht und irgendwas anderes attackiert?

Moin Moin Gummiente!

Erst mal ... so eine Freundin wie Dich wünsch ich mir auch. Jemand der sich sooooo viele Gedanken um mich, mein Wohlbefinden und meine Gesundheit macht. Hut ab!

Nun zu Deiner Frage...

Pie mal Daumen könnte man Deine Fragestellung mit einem klaren "JA" beantworten. Ich würde es jedoch anders forumulieren:
Im Grunde bedeutet es, dass das Immunsystem endlich Zeit hat sich um die eh schon existierenden, aber bis dato durch Rauchvergiftung immer unterdrückten Baustellen zu kümmern.

Ich glaube so ist die Aussage einfach richtiger (zumindest aus meiner Sicht. Denn ... als Raucher macht man eigentlich nix anderes als sich mit jeder angezündeten Kippe auf's Neue zu vergiften. Da bleibt dem Immunsystem für so Pille-Palle wie Schnupfen keine Zeit/Kraft.

Auch wenn ich davon ausgehe, dass sie nicht blöd ist, aber hat Deine Freundin den HNO auf den Rauchstopp und ihr vorheriges Rauchverhalten aufmerksam gemacht? Vielleicht sollte sie auch in Betracht ziehen sich eine 2. Meinung eines Kollegen (evtl. auch eines Allgemeinmediziners) einzuholen?
Auf jeden Fall sollte sie den Rauchstopp weiter durchziehen!

Kratzi

gummiente
31.10.2008, 18:00
Hallo Kratzbürste,

ich gebe mir echt Mühe ´ne gute Freundin zu sein.:engel:
Als absolute Nichtraucherin habe ich meine Freundin schließlich lange genug bearbeitet und mich echt gefreut das sie endlich die Kurve gekriegt hat. Aber ich hatte mir eigentlich vorgestellt das es ihr dann besser und nicht deutlich schlechter geht.:knatsch:

Meine Freundin hat natürlich auch ihren Hausarzt aufgesucht u. alle Ärzte über die Zusammenhänge mit dem Rauchen informiert. Sie ärgert halt das es wie das Hornberger Schießen ausgeht. Wenn der Arzt auf Anhieb keine Ursache findet geht es nicht weiter. Ich habe ein bißchen im Allergieforum geforscht und frage mich ob TCM vielleicht hilfreich sein könnte. Welche Sorte Arzt ist ein Spezialist für das Immunsystem? Beim Praktischen Arzt ist man glaube ich da nicht ausreichend gut aufgehoben.

Grüße
Gummiente

kratzbuerste
31.10.2008, 18:48
Weißt Du was Entchen?
Ich glaube Deiner Freundin geht es schon besser aber sie (ihr) ist schlicht und ergreifend zu ungeduldig.
Guck mal... die Gute hat während ihrer langen Raucherkarriere ständig mit Raucherhusten zu tun gehabt ... hat sie davon jemals großes Federlesen gemacht?
Vielleicht hat sie auch wirklich einfach nur jahreszeitbedingt die Nebenhöhlen dicht?
Ich denke ihr solltet einfach erst mal ein wenig abwarten und wenn es definitiv nicht besser werden sollte könnt ihr immer noch alle Hebel in Bewegung setzen

die Kratzbuerste

joon
06.11.2008, 13:49
hatte ich auch und nervig war es ebenfalls, aber irgendwann wars vorbei und seitdem ist atmen wieder eine wohltat.

bei mir war auch das abhusten vom lungenschleim total nervig, aber seitdem ich nicht mehr rauche gehts mir körperlich wesentlich besser.

der körper stellt sich um, freu dich!