PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte?



Seiten : [1] 2 3 4

Noctambuly
21.10.2008, 10:03
Angeregt durch viele Beiträge von Euch, würde ich gern diese Frage diskutieren:

Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

Es kommen immer wieder zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Vorschein:

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf

oder

2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben

Natürlich ist es nicht so schwarz-weiß. Aber mich würde interessieren, wie Ihr das Thema seht!

N.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:07
warum möchtest Du das neu diskutieren - wenn doch ziemlich klar ist, worauf die Diskussion hinausläuft?

meine Meinung ist eindeutig 1.
Die Geliebte ist Mittäterin am Betrug, sie alleine könnte den verhindern, und somit hat sie für mich eindeutig dafür Verantwortung.
Was den Ehemann aus seiner (direkteren) Verantwortung natürlich nicht entlässt.

Und nun?

Inaktiver User
21.10.2008, 10:08
Beides
Die Geliebte traegt dafuer Verantwortung dass sie zur Befriedigung ihrer Wuensche bewusst einem anderen Menschen weh tut.Egoismus pur..nach mir die Sinflut.
Der Ehemann traegt zusaetzlich die Verantwortung dass er ein gegebens Versprechen , in schlechten Zeiten nach Loesungen und nicht nach Fluchten zu suchen, nicht eingehalten hat.

Die Geliebte die ihre eigene Verantwortung ueber ihren Akt abstreifen will indem sie sagt er alleine ist schuld ist nicht nur feige und unreif sondern schiebt ihre verantwortung fuer das Unglueck anderer ausgerechnet dem Menschen zu dem sie ja ein Stueck seiner Sorgen abnehmen will.

Noctambuly
21.10.2008, 10:12
warum möchtest Du das neu diskutieren - wenn doch ziemlich klar ist, worauf die Diskussion hinausläuft?



Ich wusste nicht, dass das hier schon so explizit diskutiert wurde und ich erwarte sicherlich keine Abstimmung. Vielmehr möchte ich einen Austausch fördern zwischen den Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, die sich hier auf dieser Plattform tummeln...
Denkst Du, dass eine solch polarisierende Frage nicht auch neue Aspekte zum Vorschein bringen könnte?

Inaktiver User
21.10.2008, 10:15
Ich halte das für eine Sache zwischen dem Paar, das einmal zusammen bleiben wollte und nun aus welchen Gründen auch immer das nicht tun kann.

Die Geliebte ist nicht für den Umgang zweier anderer Menschen miteinander zuständig oder verantwortlich zu machen.

Meiner Meinung nach kann man sich auch nicht in einer Familie drängen.

Gruss

vita

Noctambuly
21.10.2008, 10:16
Wenn ich meine Erfahrungen dazu nehme (ich war leider mehrfach in der Situation, dass ich mit verheirateten Männern zusammengekommen bin), so kann ich klar sagen, dass ich mir NATÜRLICH Gedanken über die Ehefrau und die Kinder gemacht habe!
Im ersten Hormonrausch ist das schlechte Gewissen betäubt gewesen, das gebe ich zu. Aber ab einem gewissen Punkt habe ich dann das intensive Gespräch gesucht um herauszufinden, mit welcher Intention der jeweilige Mann die Affaire zu mir begonnen hat.

Um nicht an ihnen herumzuzerren, habe ich mich dann zurückgezogen. Um ihn seine Entscheidungen allein (und mit der Familie) treffen zu lassen.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:16
Ich wusste nicht, dass das hier schon so explizit diskutiert wurde und ich erwarte sicherlich keine Abstimmung. Vielmehr möchte ich einen Austausch fördern zwischen den Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, die sich hier auf dieser Plattform tummeln...
Denkst Du, dass eine solch polarisierende Frage nicht auch neue Aspekte zum Vorschein bringen könnte?


In wie fern neue Aspekte?

Die meisten, mich eingeschlossen, denken wie Leonie und alyssumsaxatile. Die die nicht dieser Meinung sind, glauben, dass man Gefühle/Liebe etc. nicht lenken kann, dass einem das einfach "passiert"

Gibts da noch ein Zwischending?

fraeulein_minza
21.10.2008, 10:17
Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf

oder

2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben.

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf.

Der 2. Punkt ist sachlich richtig bzgl. des "Eheversprechens/-vertrags", aber moralisch/emotional argumentativ strötendumm sich selbst und den Betreffenden gegenüber.

Aber was genau interessiert Dich und setzt sich ab zu den zig anderen Strängen zum Thema? (ehrlich geimeinte Frage)

Inaktiver User
21.10.2008, 10:21
1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf.

Woher soll sie das wissen? Eine Freundin von mir lebt seit Jahren von ihrem Mann getrennt mit den Kindern, gut versorgt und hat mit ihrem Mann von Kindergeburtstagen abgesehen vor allem noch den Namen gemeinsam. Er lebt in einer anderen Stadt und sie regte sich vor kurzem auf, dass er mit seiner Freundin zusammen zog, weil sich diese Geliebte angeblich in die Ehe drängt. "Welche Ehe?", fragte ich sie, da mir diese Aufregung nicht klar war.

Da drängt sich meiner Meinung nach niemand rein.

Noctambuly
21.10.2008, 10:23
Aber was genau interessiert Dich und setzt sich ab zu den zig anderen Strängen zum Thema? (ehrlich geimeinte Frage)

Liebe fraeulein_minza,
ich habe natürlich in vielen Threads quergelesen und bin auch immer wieder auf diesen Punkt gestoßen. Leider kommen auch immer wieder boshafte Seitenhiebe zum Vorschein, gerade wenn es sich bei dem Thread um eine emotional geladene, persönliche Geschichte handelt.

Ich wollte losgelöst davon (natürlich geht das nicht, da wir alle hier getrieben werden durch unsere subjektive Erfahrungswahrnehmung) versuchen, diesen Punkt zu diskutieren. Ich glaube nämlich nicht an diese schwarz-weiße Welt und weiß, dass auch viele Geliebte ein schlechtes Gewissen quält. Mich interessiert einfach der Umgang damit.

Wenn Ihr das Thema blöd findet, kann es ja einfach im Sande verlaufen... Sorry!

Jacinta
21.10.2008, 10:25
Meine Meinung:Sie hat eine Teilschuld. Die Frau betritt fremdes Terrain und es war allein ihre Entscheidung. Aber es ist immer noch der Mann der betrügt, nicht die Geliebte.

Ich kann allerdings auch die Frauen verstehen, die zunächst die Schuld der Geliebten gehen. Ich denke einen solchen Verrat muss man langsam verarbeiten und für viele ist es sicherlich einfacher zunächst dem eigenen Mann die Opferrolle zu geben. Schliesslich müssen viele mit ihm noch einige Zeit unter einem Dach wohnen...

Inaktiver User
21.10.2008, 10:27
Meine Devise des Lebens ist: "Tue nichts, was man Dir nicht auch tun könnte."

Bin ich eine liebende Ehefrau und Mutter und lebe in einer glücklichen Beziehung, die mir wichtig ist und an der ich arbeite, möchte ich nicht, dass sich eine andere Frau in meine Beziehung drängt. Und dies würde ich auch keiner anderen Frau antun.

Bin ich eine Frau, die nach Ablauf der Jahre ihren Mann als normales Zubehör betrachtet, die nicht mehr an der Beziehung arbeitet, keinen Sex mehr mit ihm will, ihr seine Belange nicht mehr wichtig sind, muss ich damit rechnen, dass ich dies zurück bekomme.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:32
und für viele ist es sicherlich einfacher zunächst dem eigenen Mann die Opferrolle zu geben. Schliesslich müssen viele mit ihm noch einige Zeit unter einem Dach wohnen...
Oder in der Zukunft weiterhin Eltern bleiben. Gerade in der Anfangsphase wo man zu dem unglaublichen Schmerz der durch den Verrat kommt noch Wege finden muss um Eltern bleiben zu koennen ist es nicht moeglich dem Betrueger die alleinige Schuld zu geben, ansonsten ist es nach meinen Erfahrungen und Erlebnissen auch bei anderen nicht moeglich den anderen als verantwortungsvollen Menschen zu sehn der Vater bleiben kann. Wenn man sich diese Rolle aus Liebe zu den Kindern bewahren will und dem anderen zusprechen will ist es meiner Ansicht nach unumgaenglich die Schuld vorerst zu verlagern. Erst spaeter wenn dieser Punkt stabilisiert ist kann und sollte man dies ueberdenken.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:37
Die Intention sich in die Familie zu drängen war von mir aus definitiv nicht gegeben, da ich sozusagen eine schöne Affäre gesucht habe, vorübergehend eben so lang, wie alles Schöne anhält ohne Verpflichtung. Weder hätte die Ehefrau etwas davon erfahren müssen, noch hätte ich sie jemals verständigt, im Ernstfall hätte ich einfach stillschweigend Schluss gemacht. Nur Dinge entwickeln sich. Gut, das hätte man wissen können, aber letztendlich weiß man das ebenso wenn man eine Ehe führt.
Bei der ersten Affäre ist ja nun Schluss und ich denke eher, dass da etwas zwischen den Beiden ins Rollen gekommen ist, was mehr als überfällig war und das kann durchaus wieder positiv werden. Gut, mit einem Dankesschreiben rechne ich trotzdem eher nicht. Den Eindruck, dass ich dort zusätzlich zerstörrerisch gewirkt habe, hatte ich nicht. Das haben die beiden schon selbst geschafft.

Ich denke, dass es für mich in Ordnung ist, da ich niemanden überredet habe oder ihn stark beeinflusst mit Übernahmeangeboten seine Familie zu verlassen. Er hat mir gut getan für eine gewisse Zeit und die war nun vorbei und das ist ok. so.

Grundsätzlich denke ich, dass in den jeweiligen Beziehung bevor jemand den Schritt zur Affäre getan hat, schon Gespräche gelaufen sind, aber ohne befriedigendes Ergebnis, ohne wirkliche Lösung. Nur oft sind es eben die Männer, die es sein lassen, wenn keine Lösung in Sicht ist und sich jemand damit so sicher wähnt, dass kein Interesse an einer guten Lösung gesucht wird, dann wird selbige allein gesucht.

Ich grundsätzlich übernehme Verantwortung für mein Leben und das meines Kindes, aber sonst muss jeder das ebenfalls für sich tun. Der Ehemann, die Ehefrau und der von beiden, der den Seitensprung angeht und der der nichts davon merkt oder merken will und die beiden, die die Vorgeschichte dazu verursacht haben. Ich habe meine Vorgeschichte und die hat mir derzeit 2 Geliebte nacheinander beschert und das ist für mich o.k.. Verantwortung würde ich allerdings durchaus übernehmen, wenn seine Ehe endgültig zerbricht und mich daran beteiligen die Folgen zu minimieren und da positiv zu wirken. Das aber nur für den Ernstfall, den ich definitiv nicht herbeiführen werde.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:40
Die Intention sich in die Familie zu drängen war von mir aus definitiv nicht gegeben, da ich sozusagen eine schöne Affäre gesucht habe, vorübergehend eben so lang, wie alles Schöne anhält ohne Verpflichtung. Weder hätte die Ehefrau etwas davon erfahren müssen, noch hätte ich sie jemals verständigt, im Ernstfall hätte ich einfach stillschweigend Schluss gemacht.

und deshalb ist es kein Betrug, an dem Du beteiligt bist?

fraeulein_minza
21.10.2008, 10:45
Woher soll sie das wissen? Eine Freundin von mir lebt seit Jahren von ihrem Mann getrennt mit den Kindern, gut versorgt und hat mit ihrem Mann von Kindergeburtstagen abgesehen vor allem noch den Namen gemeinsam. Er lebt in einer anderen Stadt und sie regte sich vor kurzem auf, dass er mit seiner Freundin zusammen zog, weil sich diese Geliebte angeblich in die Ehe drängt. "Welche Ehe?", fragte ich sie, da mir diese Aufregung nicht klar war.

Da drängt sich meiner Meinung nach niemand rein.

Andere Situation!

Ich habe die Beschreibung der TE so gedeutet, dass es um eine zusammenlebende Familienkonstellation geht.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:47
und deshalb ist es kein Betrug, an dem Du beteiligt bist?
Ich betrüge in dem Sinne keinen Partner. Das macht er und muss wissen was er tut und auf was er sich einlässt, da er erwachsen ist. Ich habe seiner Frau kein Versprechen gegeben.

Prijon
21.10.2008, 10:47
Ich habe die Beschreibung der TE so gedeutet, dass es um eine zusammenlebende Familienkostellation geht.

Die aber auch eine Menge unterschiedlichster Facetten haben kann.

Ich glaube, dass die Geliebte oft genauso oder noch mehr betrogen wird wie die Ehefrau. Der Unterschied scheint mir (normalerweise) zu sein, dass SIE das sehen könnte.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 10:49
"Welche Ehe?", fragte ich sie, da mir diese Aufregung nicht klar war.
Es gibt verschiedene Arten von Ehe und nicht immer ist das was du eine kaputte Ehe betrachtest auch dieses sondern einfach ne andere Art. Wenn die Ehe kaputt waere haetten die beiden sich wohl schon lange getrennt. Alleine ihre Aufregung zeigt doch dass sie sich noch als in einer Ehe lebend betrachtet...

Noctambuly
21.10.2008, 10:49
Bei der ersten Affäre ist ja nun Schluss und ich denke eher, dass da etwas zwischen den Beiden ins Rollen gekommen ist, was mehr als überfällig war und das kann durchaus wieder positiv werden. Gut, mit einem Dankesschreiben rechne ich trotzdem eher nicht. Den Eindruck, dass ich dort zusätzlich zerstörrerisch gewirkt habe, hatte ich nicht. Das haben die beiden schon selbst geschafft.



Das könnte heissen (so pervers es auch erst einmal klingen mag), dass eine außereheliche Beziehung tatsächlich eine Ehe stabilisieren oder sogar verbessern kann?! Das habe ich bisher immer für eine Mähr gehalten...

Andererseits habe ich meinem Schattenmann erst vor kurzem ins Gewissen geredet, dass er an seiner Ehe arbeiten muss und dass es so nicht weitergeht (er kompensiert schon seit Jahren aushäusig). Daraufhin hat er sich um eine Paartherapie bemüht, die die beiden nun beginnen werden. Bei allem Schmerz, den ich beim Gedanken an unsere Trennung empfinde, würde es mich sehr freuen, wenn es für die beiden noch einen Weg gibt.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:50
Die aber auch eine Menge unterschiedlichster Facetten haben kann.

Ich glaube, dass die Geliebte oft genauso oder noch mehr betrogen wird wie die Ehefrau. Der Unterschied scheint mir (normalerweise) zu sein, dass SIE das sehen könnte.

Prijon

Ich würde nicht automatisch unterstellen, dass die Geliebte betrogen wird. Sie wird normalerweise am wenigsten betrogen, da sie ja Bescheid weiß. Betrügen oder täuschen kann man sich letztendlich nur selbst indem man Umstände und klare Worte nicht zur Kenntnis nimmt.
Ich für meinen Teil tue das und trotzdem ist meine Affäre derzeit so für mich gut und auch richtig schön, auch wenns nicht in einer Familienplanung mündet.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:51
Das habe ich bisher immer für eine Mähr gehalten... Das gibt es in sehr wenigen Faellen. Aber es ist immer die zynischeste aller Entschuldigungen die Geliebte fuer sich zurechtlegen.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:51
und deshalb ist es kein Betrug, an dem Du beteiligt bist?

Nicht die Geliebte betrügt die Frau um etwas, sondern der Ehemann. Die Geliebte selbst hat keinerlei Beziehung zu der Ehefrau.

Oftmals erfährt die Geliebte auch erst, dass sie Geliebte ist, wenn der Mann dann nach evtl. Vorkommnisssen erzählt, dass er verheiratet ist.

fraeulein_minza
21.10.2008, 10:51
Liebe fraeulein_minza,
(...)Wenn Ihr das Thema blöd findet, kann es ja einfach im Sande verlaufen... Sorry!

Oh nein, blöd ist es weißgott nicht! Es beschäftigt ja immerwieder die Gemüter, inkl. meinem! :smirksmile:
Bin nur neugierig auf 'neue' Blickwinkel/Ansätze!


Ich glaube nämlich nicht an diese schwarz-weiße Welt und weiß, dass auch viele Geliebte ein schlechtes Gewissen quält. Mich interessiert einfach der Umgang damit.

Schwarz-weiß schließt sich ob der Subjektivität per se aus, deshalb das Interesse an den immer wieder neuen/alten Disskussionen!

LG M.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:53
Es gibt verschiedene Arten von Ehe und nicht immer ist das was du eine kaputte Ehe betrachtest auch dieses sondern einfach ne andere Art. Wenn die Ehe kaputt waere haetten die beiden sich wohl schon lange getrennt. Alleine ihre Aufregung zeigt doch dass sie sich noch als in einer Ehe lebend betrachtet...

Anscheinend sieht und nimmt der Ehemann das allerdings völlig anders wahr, zeigt mir irgendwie, dass in der "Ehe" so einiges nicht klar ist.

Wie kann man von einer Ehe sprechen, wenn man sich nur noch an den Geburtstagen der Kinder sieht?

Noctambuly
21.10.2008, 10:53
Ich glaube, dass die Geliebte oft genauso oder noch mehr betrogen wird wie die Ehefrau. Der Unterschied scheint mir (normalerweise) zu sein, dass SIE das sehen könnte.

Prijon

Dabei geht es aber eher um Selbstbetrug, oder?
Sobald ich merke, dass es zwischen süßen Worten und (keinen) Taten eine Diskrepanz gibt, weiß ich doch, dass es sich um leere Versprechungen handeln muss.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:54
Das könnte heissen (so pervers es auch erst einmal klingen mag), dass eine außereheliche Beziehung tatsächlich eine Ehe stabilisieren oder sogar verbessern kann?! Das habe ich bisher immer für eine Mähr gehalten...

Andererseits habe ich meinem Schattenmann erst vor kurzem ins Gewissen geredet, dass er an seiner Ehe arbeiten muss und dass es so nicht weitergeht (er kompensiert schon seit Jahren aushäusig). Daraufhin hat er sich um eine Paartherapie bemüht, die die beiden nun beginnen werden. Bei allem Schmerz, den ich beim Gedanken an unsere Trennung empfinde, würde es mich sehr freuen, wenn es für die beiden noch einen Weg gibt.

Ich wünsche ihm vor allem, dass er glücklich wird, wie auch immer. Klar kann ein aufgeflogener Seitensprung dazu führen, dass ein Paar intensiv beginnt aufzuarbeiten und auch sonst kann das außerhäusige Nebenher stabilisieren, da eben keine Defizite mehr zu Hause sinnlos und frustrierend diskutiert werden müssen. Was anderes ist es dann nach Auffliegen, da sind dann viele angesichts des Ernstes der Lage doch bereit mal zielführend sich zu verändern, weil sie dann wissen, dass sie sonst den Partner verlieren.
Aber das rettende Engelskostüm müssen wir uns deshalb nun auch nicht anziehen, aber eben auch kein schlechtes Gewissen haben.:engel: Letztendlich hatten wir ja auch was davon oder? Ich fand es immer schön mit meinen Leihmännern.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:54
Andere Situation!

Ich habe die Beschreibung der TE so gedeutet, dass es um eine zusammenlebende Familienkonstellation geht.

Ich hatte die Frage generell aufgefaßt. Ausserdem glaub ich nicht so recht an Verführung oder etwas in der Richtung. Das sind doch erwachsene Menschen.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:55
Ich würde nicht automatisch unterstellen, dass die Geliebte betrogen wird. Sie wird normalerweise am wenigsten betrogen, da sie ja Bescheid weiß. Betrügen oder täuschen kann man sich letztendlich nur selbst indem man Umstände und klare Worte nicht zur Kenntnis nimmt.
Ich für meinen Teil tue das und trotzdem ist meine Affäre derzeit so für mich gut und auch richtig schön, auch wenns nicht in einer Familienplanung mündet.

Kommt drauf an. Auch eine Geliebte kann betrogen werden. Wenn z.B. der Geliebte erzählt, die Ehe mit seiner Frau würde nur noch auf dem Papier bestehen, man hätte keinen körperlichen Kontakt mehr, er würde sich trennen etc.

Prijon
21.10.2008, 10:55
Ich würde nicht automatisch unterstellen, dass die Geliebte betrogen wird. Sie wird normalerweise am wenigsten betrogen, da sie ja Bescheid weiß.

Ich unterstelle das nicht automatisch. Und ob sie Bescheid weiß, das sei dahingestellt - sie weiß doch in der Regel nur, was

1. der Mann ihr erzählt
2. was sie für sich davon gerne glauben möchte.


Dass eine Affäre eine Ehe stabilisiert, kann ich mir auch nicht gut vorstellen. Dass das Auffliegen einer Affäre in einer Ehe eine Menge bewegt (wie auch immer), das halte ich für Fakt und verweise auf das hier gerne zitierte Jellouschek-Buch.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 10:56
Die Geliebte ist Mittäterin am Betrug, sie alleine könnte den verhindern, und somit hat sie für mich eindeutig dafür Verantwortung.
Was den Ehemann aus seiner (direkteren) Verantwortung natürlich nicht entlässt.



Wenn der Mann seiner Frau überdrüssig ist oder er will was Neues erleben und keine andere Frau "mitmachen" will, meinst Duwirklich , würde er nicht fremdgehen oder sich von der Frau entfernen und auf eine andere Weise zurückziehen?
Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, um untreu zu sein. Unglaublich viele. Es muss nicht eine Geliebte sein.

Noctambuly
21.10.2008, 10:56
Das gibt es in sehr wenigen Faellen. Aber es ist immer die zynischeste aller Entschuldigungen die Geliebte fuer sich zurechtlegen.

Ja, das klingt tatsächlich zynisch. Aber als Entschuldigung habe ich das noch nie gehört, à la: "Ich verhelfe ihm zum Betrug, damit es seiner Ehe anschließend besser geht?!?" :ooooh:

Inaktiver User
21.10.2008, 10:56
Das gibt es in sehr wenigen Faellen. Aber es ist immer die zynischeste aller Entschuldigungen die Geliebte fuer sich zurechtlegen.
Schnucki, nicht alle schmeißen gleich beim Seitensprung ihre Ehe weg. Das ist eher seltener der Fall, denn ich glaube 85 % bleiben bei ihren Frauen und das heißt ja im Umkehrschluss, dass ihre Frauen sie auch noch wollen, also stimmt das ganz einfach nicht, was Du schreibst, um mal wieder bösartige Worte mit Begründung gebrauchen zu können.:blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2008, 10:56
Dabei geht es aber eher um Selbstbetrug, oder?
Sobald ich merke, dass es zwischen süßen Worten und (keinen) Taten eine Diskrepanz gibt, weiß ich doch, dass es sich um leere Versprechungen handeln muss.

Das müsste dann aber die Ehefrau auch bemerken. Ich kenne das aus mehreren Ehen, der Ehemann hatte eine Geliebte, sie findet es heraus und glaubt dann dem reuigen Ehemann alles, auch wenn er sich nach 4 Wochen schon wieder verhält wie vorher.

Inaktiver User
21.10.2008, 10:57
Es gibt verschiedene Arten von Ehe und nicht immer ist das was du eine kaputte Ehe betrachtest auch dieses sondern einfach ne andere Art. Wenn die Ehe kaputt waere haetten die beiden sich wohl schon lange getrennt. Alleine ihre Aufregung zeigt doch dass sie sich noch als in einer Ehe lebend betrachtet...

Sie hat keinen Beruf und auch keine Ambitionen einen zu ergreifen und er sagt, dass er die Verantwortung übernimmt und sie finanziert, bis die Kinder aus dem Haus sind. Dann ist die Frau mitte 50 und steht vor dem nichts, wie es aussieht. Er regelt alles, dass es dann auch zum wirtschaftlichen Auseinandergehen kommt.

Es sind Freunde von uns und wir erleben das nun schon seit Jahren mit.

fraeulein_minza
21.10.2008, 10:57
Die aber auch eine Menge unterschiedlichster Facetten haben kann.

Logisch.


Ich glaube, dass die Geliebte oft genauso oder noch mehr betrogen wird wie die Ehefrau. Der Unterschied scheint mir (normalerweise) zu sein, dass SIE das sehen könnte. Prijon

"Betrüger" betrügen andere und sich selbst.

Noctambuly
21.10.2008, 10:57
Ich wünsche ihm vor allem, dass er glücklich wird, wie auch immer. (...) Aber das rettende Engelskostüm müssen wir uns deshalb nun auch nicht anziehen, aber eben auch kein schlechtes Gewissen haben.:engel: Letztendlich hatten wir ja auch was davon oder? Ich fand es immer schön mit meinen Leihmännern.


Oh Gott, NEIN, das meinte ich auch nicht so!!!!

Inaktiver User
21.10.2008, 11:00
Anscheinend sieht und nimmt der Ehemann das allerdings völlig anders wahr, zeigt mir irgendwie, dass in der "Ehe" so einiges nicht klar ist.

Wie kann man von einer Ehe sprechen, wenn man sich nur noch an den Geburtstagen der Kinder sieht?

Für diese Frau ist es das, was sie sich immer erwartet hatte: Kinder, wirtschaftliche Versorgung und ansonsten scheint es ihr hauptsächlich um Aussenwirkung zu gehen. Eine gemeinsame Basis können weder wir noch der Mann bei ihnen erkennen und somit wäre für mich das Wort Ehe fehl am Platz.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:01
Wenn der Mann seiner Frau überdrüssig ist oder er will was Neues erleben und keine andere Frau "mitmachen" will, meinst Duwirklich , würde er nicht fremdgehen oder sich von der Frau entfernen und auf eine andere Weise zurückziehen?
Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, um untreu zu sein. Unglaublich viele. Es muss nicht eine Geliebte sein.


Wieso trennt er sich dann nicht von seiner Frau - dann kann er doch machen was er will??

Inaktiver User
21.10.2008, 11:02
Ich unterstelle das nicht automatisch. Und ob sie Bescheid weiß, das sei dahingestellt - sie weiß doch in der Regel nur, was

1. der Mann ihr erzählt
2. was sie für sich davon gerne glauben möchte.


Dass eine Affäre eine Ehe stabilisiert, kann ich mir auch nicht gut vorstellen. Dass das Auffliegen einer Affäre in einer Ehe eine Menge bewegt (wie auch immer), das halte ich für Fakt und verweise auf das hier gerne zitierte Jellouschek-Buch.

Prijon
Vom Jellouschek halte ich nichts. Der ist umstritten.

Mir ist ziemlich egal, was in seiner Ehe läuft ehrlich gesagt, da mich das nichts angeht in der Regel. Paar Sachen weiß ich, aber sie haben nicht die Bedeutung für mich. Für mich zählt in der Zeit der Affäre die Beziehung zu ihm. Sicher mag es Affären geben in denen sich der Ehepartner sehr auskotzt über seine Ehe und es im Hauptinhalt darum geht, aber das ist nicht meins und die Illusion muss ich einfach mal nehmen, dass der andere Ehepartner dabei eine große Rolle spielt. Das kann nach einem Auffliegen in der heißen Phase sein, aber muss es noch nicht mal zwangsläufig.

Und doch, nach bearbeiteten Seitensprung finden viele Paare nochmals nah zueinander und da ist auch mehr Aufmerksamkeit füreinander da und bei manchen wird doch die Liebe wieder entdeckt. 85% bleiben ja auch zusammen. Denkst Du wirklich, dass die das widerwillig tun oder nur aus Verpflichtung? Das würde mir leid tun.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:02
Für diese Frau ist es das, was sie sich immer erwartet hatte: Kinder, wirtschaftliche Versorgung und ansonsten scheint es ihr hauptsächlich um Aussenwirkung zu gehen. Eine gemeinsame Basis können weder wir noch der Mann bei ihnen erkennen und somit wäre für mich das Wort Ehe fehl am Platz.

Naja, eine Ehe ist das für mich dann auch nicht. Eher so etwas wie eine Zweckgemeinschaft, in der sie bekommt was sie möchte.

Auf lange Sicht muss ihr aber klar sein, dass ihr "Mann" eine wirkliche Partnerin finden könnte, die wirklich auch eine Partnerschaft mit ihm haben möchte. Diese Frau dann als "Geliebte" abzustempeln, die eine "Ehe" zerstört, finde ich irgendwie zynisch.

Prijon
21.10.2008, 11:04
Naja, eine Ehe ist das für mich dann auch nicht. Eher so etwas wie eine Zweckgemeinschaft, in der sie bekommt was sie möchte.

Es ist aber wichtig, wie SIE sich damit fühlt. Und für sie ist das eben Ehe.

Ob Jellouschek jetzt umstritten ist oder nicht, finde ich nebensächlich. Ich finde in seinem Seitensprung-Buch eine Menge guter Ansätze.

Ein interessantes Thema ist für mich übrigens auch, warum manche Menschen sich mit "Leihpartnern", wie my-self das nennt, begnügen.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:04
Auf lange Sicht muss ihr aber klar sein, dass ihr "Mann" eine wirkliche Partnerin finden könnte, die wirklich auch eine Partnerschaft mit ihm haben möchte. Diese Frau dann als "Geliebte" abzustempeln, die eine "Ehe" zerstört, finde ich irgendwie zynisch.
Da ist was dran.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:05
Ich habe die Beschreibung der TE so gedeutet, dass es um eine zusammenlebende Familienkonstellation geht.

Also wie sieht eine gesunde, intakte, zusammenlebende Familienkonstellation aus in die man sich plözlich, unerwartet, wie die Pest, wie aus dem heiteren Himmel eine Geliebte drängt?!

Inaktiver User
21.10.2008, 11:05
Wieso trennt er sich dann nicht von seiner Frau - dann kann er doch machen was er will??

Weil sie mit einer Krankheit, Suicid, Entzug der Kinder und ähnlichem droht beispielsweise. So etwas hatten wir vor über 5 Jahren mal bei einer Silvesterfeier - hatte was von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" und ich kann verstehen, dass er wartet, bis die Kinder weg sind.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:06
Es ist aber wichtig, wie SIE sich damit fühlt. Und für sie ist das eben Ehe.

Prijon


Nein, es ist wichtig wie sich BEIDE Partner dabei fühlen, das sollte zumindest in einer Ehe so sein, bei ja BEIDE Partner beteiligt sind.

Sie mag die Situation ja gut finde, weil sie alles hat was sie will, ohne auf die Bedürfnisse ihres Mannes einzugehen. Das ist keine funktionierende Ehe.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:06
Naja, eine Ehe ist das für mich dann auch nicht. Eher so etwas wie eine Zweckgemeinschaft, in der sie bekommt was sie möchte.

Auf lange Sicht muss ihr aber klar sein, dass ihr "Mann" eine wirkliche Partnerin finden könnte, die wirklich auch eine Partnerschaft mit ihm haben möchte. Diese Frau dann als "Geliebte" abzustempeln, die eine "Ehe" zerstört, finde ich irgendwie zynisch.

Aber vermutlich ist es der einzige Weg das Selbstbild zu stabilisieren.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:06
Weil sie mit einer Krankheit, Suicid, Entzug der Kinder und ähnlichem droht beispielsweise. So etwas hatten wir vor über 5 Jahren mal bei einer Silvesterfeier - hatte was von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" und ich kann verstehen, dass er wartet, bis die Kinder weg sind.


Sorry Vita - auf dich war das nicht bezogen. Ich bezog mich auf den Beitrag von milutka.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:07
Es ist aber wichtig, wie SIE sich damit fühlt. Und für sie ist das eben Ehe.

Geht es nicht um ein Paar - also zwei Menschen und deren Gefühle?

Inaktiver User
21.10.2008, 11:07
Die aber auch eine Menge unterschiedlichster Facetten haben kann.

Ich glaube, dass die Geliebte oft genauso oder noch mehr betrogen wird wie die Ehefrau. Der Unterschied scheint mir (normalerweise) zu sein, dass SIE das sehen könnte.

Prijon

Eine weise, menschliche Stimme!

Noctambuly
21.10.2008, 11:07
Sicher mag es Affären geben in denen sich der Ehepartner sehr auskotzt über seine Ehe und es im Hauptinhalt darum geht, aber das ist nicht meins und die Illusion muss ich einfach mal nehmen, dass der andere Ehepartner dabei eine große Rolle spielt. Das kann nach einem Auffliegen in der heißen Phase sein, aber muss es noch nicht mal zwangsläufig.



Hmmm, so pauschal kann ich das nicht bestätigen. Für mich war die Ehefrau (nach dieser berühmten hormonverblendeten Anfangsphase) doch sehr präsent und ich habe mich intensiv mit dem schlechten Gewissen und meinem sichtlichen Solidariätsbruch einer Geschlechtsgenossin gegenüber beschäftigt.

Denn natürlich bin auch ich so erzogen worden:
Was Du nicht willst, das man Dir tut - das füg auch keinem andern zu...

Inaktiver User
21.10.2008, 11:07
Sorry Vita - auf dich war das nicht bezogen. Ich bezog mich auf den Beitrag von milutka.

Ok, ich bin nur von diesem Gespräch und das, wohinein wir scheinbar gezogen wurden, auf diesen Strang gestolpert und rege mich etwas auf.

Prijon
21.10.2008, 11:09
Weil sie mit einer Krankheit, Suicid, Entzug der Kinder und ähnlichem droht beispielsweise. So etwas hatten wir vor über 5 Jahren mal bei einer Silvesterfeier - hatte was von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" und ich kann verstehen, dass er wartet, bis die Kinder weg sind.

Och,

das geht aber doch auch undramatischer. Weil ER sich nicht entscheiden kann. Weil ER meint, irgendwie beide zu lieben. Weil die Geliebte nur irgendwie so für Nebenher ist.

Die Unfähigkeit klare Verhältnisse zu schaffen geht nach meiner Beobachtng erstaunlich oft vom Betrügenden aus.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:09
Weil sie mit einer Krankheit, Suicid, Entzug der Kinder und ähnlichem droht beispielsweise. So etwas hatten wir vor über 5 Jahren mal bei einer Silvesterfeier - hatte was von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" und ich kann verstehen, dass er wartet, bis die Kinder weg sind.

Das ist aber wirklich ein sehr extremes Beispiel und er lässt die Kids bei dieser Frau aufwachsen? Sie ist psychisch krank oder? Kommt sie denn damit klar? Und wissen die Kids das? Ich finde das einfach nur traurig und schlimm, weniger für die Erwachsenen, sondern für die Kinder.

Prijon
21.10.2008, 11:10
Geht es nicht um ein Paar - also zwei Menschen und deren Gefühle?

@ Vita,

UNS ja. Ihr offensichtlich nicht.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:10
Och,

das geht aber doch auch undramatischer. Weil ER sich nicht entscheiden kann. Weil ER meint, irgendwie beide zu lieben. Weil die Geliebte nur irgendwie so für Nebenher ist.

Die Unfähigkeit klare Verhältnisse zu schaffen geht nach meiner Beobachtng erstaunlich oft vom Betrügenden aus.

Prijon

In dem Fall auf den sich die Antwort bezog, sieht es mir allerdings nicht so aus, als könne sich der Ehemann nicht entscheiden.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:12
Wieso trennt er sich dann nicht von seiner Frau - dann kann er doch machen was er will??

Liebe Dharma, eine gute Frage.
Ich möchte auch gerne wissen, wieso sie sich nicht trennen, sondern einen Riesenaufwand betreiben, um sich eine Geliebte zuzulegen.

Vielleicht sollten wir über ein neues Thema diskutieren: er liebt /will Frau nicht, will Sex/nebenbeziehung mit einer anderen und bleibt trotzdem bei Frau, warum?

Da gibt es unheimlich viele Gründe, nehme ich an.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:12
Die Geliebte ist Mittäterin am Betrug, sie alleine könnte den verhindern, und somit hat sie für mich eindeutig dafür Verantwortung.
Was den Ehemann aus seiner (direkteren) Verantwortung natürlich nicht entlässt.

Und nun?

Ich sitze abends an einer Bar, lasse mich auf einen Mann ein und lande mit ihm im Hotelzimmer (weil er gerade auf Dienstreise) ist.
Am nächsten Morgen oder nach mehreren Nächsten stellt sich heraus, daß er verheiratet oder gebunden ist.

.....jetzt bin ich (mit) Schuld daran, daß er seine Partnerin betrügt?


Das wüsste ich aber!

Inaktiver User
21.10.2008, 11:13
Hmmm, so pauschal kann ich das nicht bestätigen. Für mich war die Ehefrau (nach dieser berühmten hormonverblendeten Anfangsphase) doch sehr präsent und ich habe mich intensiv mit dem schlechten Gewissen und meinem sichtlichen Solidariätsbruch einer Geschlechtsgenossin beschäftigt.

Denn natürlich bin auch ich so erzogen worden:
Was Du nicht willst, das man Dir tut - das füg auch keinem andern zu...
Naja, so ist das Leben aber nicht und es ist seine Entscheidung. Ich habe mich viel eher damit auseinandergesetzt, ob ich mit Affäre Nr. 1 so noch glücklich bin und da kam ein Nein heraus.
Wie hättest Du Dir denn vorgestellt seine Ehefrau aufzuklären? Ich könnte das nun wieder nicht, da ich finde, dass er das machen muss. Zum Einen würde ich mir übergriffig vorkommen und zum Anderen wollte ich ja ebenfalls wissen, wie er weiter handelt. Das bringt mir mehr Klarheit so.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:15
Angeregt durch viele Beiträge von Euch, würde ich gern diese Frage diskutieren:

Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

Es kommen immer wieder zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Vorschein:

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf

oder

2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben

Natürlich ist es nicht so schwarz-weiß. Aber mich würde interessieren, wie Ihr das Thema seht!

N.

Nicht jede Geliebte weiß um ihren Geliebtenstatus. Weiß sie es nicht, kann sie unmöglich schuld sein. Auch generell würde mir der Schuldzuspruch an die Geliebte sauer aufstoßen, denn wenn sie es nicht wäre, dann wäre es-irgendwann- eben eine Andere.

Nichtsdestotrotz finde ich die Haltung der wissentlichen Geliebten als bedenklich, einfach weil für mich der Grundsatz "Nicht in eine bestehende Beziehung einmischen" (bis auf ein einziges Mal, dass mus ich an dieser Stelle erwähnen) immer gegeben war. Es gehört eine gewisse Skrupellosigkeit dazu, wobei man es auch als Gleichgültigkeit werten könnte (die u.U. sogar nachvollziehbar ist, denn es besteht ja kein Beziehungsgeflecht zwischen Geliebter und Ehefrau).

Ne moralische Geschichte alles in allem.

Wie gesagt, Schuld trägt sie für mich dennoch nicht. Der Mann ist es in diesem Fall, der fremdgeht, ja, er hat eine Ansprache mit der Partnerin. Die Geliebte nicht. Die Verantwortung obliegt prinzipiell ihm was er tut.

Dennoch verurteile ich das gezielte Einmischen in eine Beziehung. Eine Frau die sich trotz des Wissens, dass bsw. eine Ehe besteht gezielt an einen Mann heranschmeißt, finde ich armselig (und ja, ich veruteile rückwirkend auch mich damit als armselig in dieser Situation). Schuld ist sie dennoch nicht.

Dieses gezielte Einmischen ist etwas, was ich damals gemacht habe. Ohne Rücksicht darauf, dass die Frau schwanger ist (ich erwähne es deshalb, weil wir damals nicht wußten, dass das Kind von einem anderen ist). Ja, war skrupellos. Aus meiner damaligen Sicht hatte ich aber jedes Recht dazu, so albern das klingen mag. Letztendlich bin ich dankend auf die Knie gesunken, dass das Kind von einem anderen war. Ich hätte es mir rückwirkend wohl nie verziehen, der ersten großen Liebe meines Lebens die Familie zerstört zu haben...

Andererseits zeigte sich auch, dass es nicht viel brauchte diesen Mann auf Abwege zu bringen. Das war mir dann auch klar...und half mir letztendlich bei der Aufarbeitung der längst vergangenen Beziehung.

Prijon
21.10.2008, 11:15
...jetzt bin ich (mit) Schuld daran, daß er seine Partnerin betrügt?

Ja wie jetzt - fragst Du vor einem ONS nicht nach der amtlichen Ehelosigkeitsbescheinigung?

Ein ganz schlimmes Mädchen...

Grinst
Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:17
Ja wie jetzt - fragst Du vor einem ONS nicht nach der amtlichen Ehelosigkeitsbescheinigung?

Ein ganz schlimmes Mädchen...

Grinst
Prijon

Da muss man sich direkt eine Liste zusammenstellen, auf was man alles achten muss :smile:

Inaktiver User
21.10.2008, 11:19
Da muss man sich direkt eine Liste zusammenstellen, auf was man alles achten muss :smile:
Wenn Du fertig bist, schicke sie mir zu. Falls ich dann gar keinen mehr kriege, werfe ich sie allerdings weg.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:19
Das ist aber wirklich ein sehr extremes Beispiel und er lässt die Kids bei dieser Frau aufwachsen? Sie ist psychisch krank oder? Kommt sie denn damit klar? Und wissen die Kids das? Ich finde das einfach nur traurig und schlimm, weniger für die Erwachsenen, sondern für die Kinder.

Nein, die Frau ist nicht psychisch krank.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:20
Ja wie jetzt - fragst Du vor einem ONS nicht nach der amtlichen Ehelosigkeitsbescheinigung?

Ein ganz schlimmes Mädchen...

Grinst
Prijon
Ich gestehe, noch niemals einen ONS gehabt zu haben - die Jungs kamen einfach immer wieder nach der ersten Nacht :freches grinsen: .....und auch dann habe ich nicht aktiv danach gefragt, warum auch wenn die Intention an sich glasklar ist?

Ich bin nicht für die globale Moral zuständig - aondern allenfalls für meine eigene.

Man kann gut und gerne diskutieren ob man eine Affaire beendet wenn die der Beziehungsstatus des Opfers herauskristallisiert.
Da kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Aber ich frage keinen Mann der mit mir flirtet aktiv, ob er verheiratet oder gebunden ist.
Allein die Idee ist echt schräg!

Inaktiver User
21.10.2008, 11:20
Ich sitze abends an einer Bar, lasse mich auf einen Mann ein und lande mit ihm im Hotelzimmer (weil er gerade auf Dienstreise) ist.
Am nächsten Morgen oder nach mehreren Nächsten stellt sich heraus, daß er verheiratet oder gebunden ist.

.....jetzt bin ich (mit) Schuld daran, daß er seine Partnerin betrügt?


Das wüsste ich aber!

Wieso solltest Du daran mitschuld sein?

Inaktiver User
21.10.2008, 11:21
Nein, die Frau ist nicht psychisch krank.

Aber irgendwie kann das was Du schreibst doch nicht der Normalität entsprechen? Ich hoffe nur, dass sie den Kindern gerecht wird.

Prijon
21.10.2008, 11:22
Nein, die Frau ist nicht psychisch krank.

Sondern sie ist "von außen" in eine psychische Extremsituation gestoßen worden. Was die süßen Turbeltäubchen ja auch nicht wirklich gerne realisieren, dass das in den meisten Fällen erstmal so ist.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:22
Wieso solltest Du daran mitschuld sein?
Ich hatte Lenonies Ansicht zum Thema zitiert, dass "die Geliebte" (pauschal) immer eine Mitschuld trägt - siehe Posting 2

Es war mir ein Bedürfnis, das zu entzerren....

Kraaf
21.10.2008, 11:23
Angeregt durch viele Beiträge von Euch, würde ich gern diese Frage diskutieren:

Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

Es kommen immer wieder zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Vorschein:

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf

oder

2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben

Natürlich ist es nicht so schwarz-weiß. Aber mich würde interessieren, wie Ihr das Thema seht!

N.

2.

Locker und lässig ist das aber trotzdem nicht, denn die Geliebte hat dafür ihr eigenes Kreuz zu tragen: eben all jene Grenzen, die sie mit einer Geliebtenbeziehung eingehen muss.

Und die sind eigentlich richtig heftig.

Sie kann ihn nicht einfach anrufen, wenn es ihr schlecht geht. Sie werden Weihnachten nicht zusammen feiern und sie werden keine gemeinsamen Zukunftspläne schmieden können. Nur mal so als kleine Beispiele.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:23
Aber irgendwie kann das was Du schreibst doch nicht der Normalität entsprechen? Ich hoffe nur, dass sie den Kindern gerecht wird.

Soweit ich das beurteilen kann, fehlt den Kindern nichts. Wieso sollte es auch? Nur weil die Frau auf der Paarebene eine Meise hat? Als Mutter ist sie eine gute Wahl, würde ich sagen. Allerdings hat sie als Geschiedene keine Perspektive, wie sie sagt.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:24
Sondern sie ist "von außen" in eine psychische Extremsituation gestoßen worden. Was die süßen Turbeltäubchen ja auch nicht wirklich gerne realisieren, dass das in den meisten Fällen erstmal so ist.

Prijon
Naja, also sie kann schon sagen, wenn sie Entlastung durch die Turteltäubchen braucht und das auf andere Weise als durch Selbstmorddrohungen.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:24
Soweit ich das beurteilen kann, fehlt den Kindern nichts. Wieso sollte es auch? Nur weil die Frau auf der Paarebene eine Meise hat? Als Mutter ist sie eine gute Wahl, würde ich sagen. Allerdings hat sie als Geschiedene keine Perspektive, wie sie sagt.
Dann bin ich ja beruhigt.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:25
Angeregt durch viele Beiträge von Euch, würde ich gern diese Frage diskutieren:

Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

Es kommen immer wieder zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Vorschein:

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf



Natürlich trägt auch die Geliebte auch Verantwortung dafür, was sie tut.
Sie weiß, dass da eine Familie existiert, dass der Mann gebunden ist.
Für mich waren gebundene Männer immer tabu, ganz egal wie verliebt ich in sie war.

Jeder Mensch sollte für das was er tut, auch die Verantwortung trage.
Wenn mein Tun Auswirkung auf andere Menschen hat (in solch einem Fall sogar sehr direkte) , so habe ich das auch zu verantworten.

Mal angenommen, ich helfe einem Freund, seine Frau/Eltern/Freunde um Geld zu bringen, sie zu betrügen - trägt dann nur mein Freund die Verantwortung oder trage ich da Mitverantwortung?

Wenn ich einem Kollegen bei einem Projekt helfe und mich da sehr engagiere, ich sehr hilfreich für ihn bin und dieses auch wunderbar gelingt, er ordentlich Lorbeeren dafür einstreicht.....
trägt für diesen Erfolg nur mein Kollege die Verantwortung oder habe ich das mitzuverantworten?




2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben

Natürlich hat der Ehemann/Frau die größere Verantwortung.
Aber, siehe oben, sie hat Mitschuld.
Ich muss keinen Vertrag unterschreiben, um verantwortlich für mein Tun zu sein.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:26
Aber ich frage keinen Mann der mit mir flirtet aktiv, ob er verheiratet oder gebunden ist.
Das steht auch nicht zur Debatte. Wenn die Geliebte nicht weiss oder es ahnen kann dass er gebunden ist traegt sie keine Verantwortung. Allerdings kneifen auch viele gerne die Augen bei ganzen Feuerwerken von Hinweisen feste zu.
Wer allerdings weiss dass da noch eine Drittperson ( oder noch andereBeteiligte wie Kinder) mit im Bild sind traegt fuer sein eigenes Handeln volle Verantwortung. Und dazu gehoert auch auch Egoismus sich ueber andere gestellt zu haben.Auch wenn er noch so viel von kaputter Ehe faselt. Wie auch hier gerade wieder betont wird..eine Ehe besteht aus zwei Personen. Und beide haben vielleicht andere Vorstellungen und sollten das unter sich klaeren.

Noctambuly
21.10.2008, 11:26
Wie hättest Du Dir denn vorgestellt seine Ehefrau aufzuklären? Ich könnte das nun wieder nicht, da ich finde, dass er das machen muss. Zum Einen würde ich mir übergriffig vorkommen und zum Anderen wollte ich ja ebenfalls wissen, wie er weiter handelt. Das bringt mir mehr Klarheit so.

Nein, natürlich hätte ich niemals die Ehefrau informiert, das steht mir nicht zu! Ich habe mich zurückgezogen und den Mann seine Entscheidung treffen lassen.

Ok, ich gebe zu, momentan verhalte ich mich anders, denn mit meinem SM führe ich die Affaire trotz meiner moralischen BEdenken fort. Zumindest bis zum Ablaufdatum...

Prijon
21.10.2008, 11:28
@ myself,

ich wünsche Dir wirklich nicht, dass Du auf einmal in eine Situation kommst, in der Dir von eben auf jetzt Dein ganzes bisheriges Leben davonschwimmen siehst. Was sicher erst mal eine Momentaufnahme ist. Aber genau das ist es, was viele in jenem Augenblick erstmal denken, Was ich völlig verständlich finde.


@ Kraaf.

woher weißt Du, dass die Geliebte gerne mit ihrem Liebhaber Weihnachten feiern möchte? Das gilt womöglich nicht für alle, die diesen Status lebem.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:31
Nein, natürlich hätte ich niemals die Ehefrau informiert, das steht mir nicht zu! Ich habe mich zurückgezogen und den Mann seine Entscheidung treffen lassen.

Ok, ich gebe zu, momentan verhalte ich mich anders, denn mit meinem SM führe ich die Affaire trotz meiner moralischen BEdenken fort. Zumindest bis zum Ablaufdatum...
Na, Du bist ja lustig. Jaja, ich mach dann auch nur eine Ausnahme und die bestätigen die Regel.

Eben, wäre doch komisch die Ehefrau zu informieren und ist definitiv nicht unser Bereich.

Ich habe derzeit eher das Gespräch mit ihm geführt, dass ich weg bin sobald es Trubbel gibt, aber er will dies nicht und will auch seine Frau selbst informieren. Habe auch da um etwas Zeit gebeten. Ich weiß, egoistisch, einfach weil ich eine schöne Zeit mit ihm haben will und mir nichts davon wegnehmen lassen will.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:32
@ myself,

ich wünsche Dir wirklich nicht, dass Du auf einmal in eine Situation kommst, in der Dir von eben auf jetzt Dein ganzes bisheriges Leben davonschwimmen siehst. Was sicher erst mal eine Momentaufnahme ist. Aber genau das ist es, was viele in jenem Augenblick erstmal denken, Was ich völlig verständlich finde.



War ich schon mehrmals und kann damit umgehen. Das Leben ist so und es kann sich jeden Tag ändern, was es sicherlich nicht tut, aber es kann.

Kraaf
21.10.2008, 11:32
@ Kraaf.

woher weißt Du, dass die Geliebte gerne mit ihrem Liebhaber Weihnachten feiern möchte? Das gilt womöglich nicht für alle, die diesen Status lebem.

Prijon

Sie sollte eben einfach die Grenzen sehen, die ihr eine Geliebtenbeziehung setzten wird. Um sich dann eben darüber klar zu sein und dann entscheiden. So oder so. Ob sie selbst das so will und kann und sich nicht bereits selbst total unglücklich macht.

Es gibt sie ja schliesslich auch: die langjährigen Geliebtenbeziehungen, die als solche auch funktionieren.

Marinius
21.10.2008, 11:33
Wieviel Verantwortung trägt die Geliebte gegenüber der Familie des Betrügers?

Es kommen immer wieder zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Vorschein:

1. Die Geliebte weiß, dass sie sich in eine Familie drängt und nimmt damit den möglichen Schmerz anderer Menschen billigend in Kauf

oder

2. Die Geliebte trägt keine Schuld. Es ist der Ehemann, der seiner Frau gegenüber die Treue versprochen und dieses Versprechen gebrochen hat. Die Geliebte hat ja keinen Vertrag mit der Ehefrau unterschrieben



Hallo Noctambuly,

ich persönlich denke es ist ne Mischung aus Beidem.

Für das Scheitern der Ehe bzw. für das Funktionieren der Ehe kann die Geliebte nichts, meiner Meinung nach (ich wurde auch schon betrogen).

Es ist aber der Anteil der Geliebten (wieder nur meine Meinung) ihren Teil dazu beizutragen, dass es (möglichst) menschlich verläuft. Z. B. dafür zu sorgen, dass es kein Dauerzustand wird/bleibt oder sich beim Auffliegen menschlich zu verhalten (gleiches gilt natürlich auch für die anderen Beteiligten).

Brenda
21.10.2008, 11:37
Verantwortung für mein Leben trägt sie eigentlich keine. Sie sollte keine Verantwortung für mein Leben haben.

Nun hat sie gehabt ... fühlt sich mega mies an. Weil sie soviel "Verantwortungsbewusstsein" hatte zu warten bis die Kinder gross waren. Hatte ich über viele Jahre einen Faktor Unbekannt und eine heimliche Zweitfrau mit im Boot. Das fühlt sich nachträglich wirklich scheisse an. Zu wissen ... sie war immer mit dabei. Bei jedem Kindergeburtstag, bei jeder Familienreise .. sogar bei unseren eigenen spärlichen durch die Kinder alleinigen Wochenenden und Urlauben. Sie war mit im Ehebett und sie war mit dabei wenn ich mit ihm Sex hatte. Und ich wusste nichts davon.

Sie schon ... natürlich hat sie geglaubt .. nicht wirklich wie sie heute anscheinend sagt das wir eine Josephs-Ehe führten .. wie auch bei drei Kindern .. nur weil keine mehr dazu kamen ?

Ja ich glaube sie hat eine Mitverantwortung .. und auch die Entscheidung duldsam im Hintergrund zu warten .. ist eine Entscheidung über meinen Kopf hinweg.

Ich hätte das nicht so haben wollen ... also hat sie mir sozusagen mit dem Verantwortung abgenommen .. für mein Denken .. indem sie meinen Mann bei der Heimlichkeit auch aktiv unterstützt hat.

Sie hat die wenigen Kontakte die es auch als Familie mit ihr gab .. oder zwischen uns beiden von Frau zu Frau. In der Zeit hat sie bewusst für sich und für ihre Liebe zu meinem Mann gelogen.

Ich finde sie ist die typische Geliebte .. und eigentlich verdient sie ja einen Preis.

Duldsamste Geliebte im Hintergrund ... aber schon durch ihre Riesenausdauer ... sehr ehezerstörerisch wirkend.

Und seine und ihre und im Endeffekt auch meine psychische Gesundheit zerstörend.

Und dafür hat sie die Mitverantwortung.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:41
@Brenda

das liest sich schlimm. Wie hättest Du denn gern entschieden, wenn es möglich gewesen wäre, Einfluß zu nehmen?

Gruss

vita

Noctambuly
21.10.2008, 11:44
Verantwortung für mein Leben trägt sie eigentlich keine. Sie sollte keine Verantwortung für mein Leben haben.

Nun hat sie gehabt ... fühlt sich mega mies an. Weil sie soviel "Verantwortungsbewusstsein" hatte zu warten bis die Kinder gross waren. Hatte ich über viele Jahre einen Faktor Unbekannt und eine heimliche Zweitfrau mit im Boot. Das fühlt sich nachträglich wirklich scheisse an. Zu wissen ... sie war immer mit dabei. Bei jedem Kindergeburtstag, bei jeder Familienreise .. sogar bei unseren eigenen spärlichen durch die Kinder alleinigen Wochenenden und Urlauben. Sie war mit im Ehebett und sie war mit dabei wenn ich mit ihm Sex hatte. Und ich wusste nichts davon.

Sie schon ... natürlich hat sie geglaubt .. nicht wirklich wie sie heute anscheinend sagt das wir eine Josephs-Ehe führten .. wie auch bei drei Kindern .. nur weil keine mehr dazu kamen ?

Ja ich glaube sie hat eine Mitverantwortung .. und auch die Entscheidung duldsam im Hintergrund zu warten .. ist eine Entscheidung über meinen Kopf hinweg.

Ich hätte das nicht so haben wollen ... also hat sie mir sozusagen mit dem Verantwortung abgenommen .. für mein Denken .. indem sie meinen Mann bei der Heimlichkeit auch aktiv unterstützt hat.

Sie hat die wenigen Kontakte die es auch als Familie mit ihr gab .. oder zwischen uns beiden von Frau zu Frau. In der Zeit hat sie bewusst für sich und für ihre Liebe zu meinem Mann gelogen.

Ich finde sie ist die typische Geliebte .. und eigentlich verdient sie ja einen Preis.

Duldsamste Geliebte im Hintergrund ... aber schon durch ihre Riesenausdauer ... sehr ehezerstörerisch wirkend.

Und seine und ihre und im Endeffekt auch meine psychische Gesundheit zerstörend.

Und dafür hat sie die Mitverantwortung.

Liebe Brenda,
es tut mir so leid, was Dir passiert ist. So ein Vertrauensbruch über Jahre hin ist sicherlich nicht einfach so wegzustecken. Man fragt sich unweigerlich, ob das ganze Leben eine farce, regelrecht ein Potemkinsches Dorf gewesen ist... Schrecklich!

Aber "die Andere" wusste zwar von der Situation, hat Deinen Mann jedoch so sehr lieben müssen, dass auch sie eine eigentlich untragbare Situation mitgestützt hat.

Und er muss doch bei einem derartigen Doppelleben schizophren geworden sein, oder?!? :ooooh:

In dieser Konstellation kann es ja nur tief traumatisierte Beteiligte geben...

Wahnsinn!!!

Prijon
21.10.2008, 11:46
In dieser Konstellation kann es ja nur tief traumatisierte Beteiligte geben...

Gerade hat hier im Strang eine Frau behauptet, sie stecke sowas locker weg...

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 11:47
Liebe Brenda,
es tut mir so leid, was Dir passiert ist. So ein Vertrauensbruch über Jahre hin ist sicherlich nicht einfach so wegzustecken. Man fragt sich unweigerlich, ob das ganze Leben eine farce, regelrecht ein Potemkinsches Dorf gewesen ist... Schrecklich!

Aber "die Andere" wusste zwar von der Situation, hat Deinen Mann jedoch so sehr lieben müssen, dass auch sie eine eigentlich untragbare Situation mitgestützt hat.

Und er muss doch bei einem derartigen Doppelleben schizophren geworden sein, oder?!? :ooooh:

In dieser Konstellation kann es ja nur tief traumatisierte Beteiligte geben...

Wahnsinn!!!

Ich finde das ebenfalls krass, obwohl mein Mann mich ebenfalls mehrere Jahre betrogen hat, allerdings konnte ich zumindest rechtzeitig merken, dass in dieser Ehe nichts mehr stimmt und bin da raus. Nachher war klar warum und heute würde ich sicher eher gehen, wenn mir die Beziehung zu wenig gibt. Ich sah mich irgendwie da selbst in der Verantwortung, dass ich als Ehefrau so genügsam war. Hatte aber in der Zeit auch viele Freiheiten, selbst fremdgegangen bin ich aber leider nicht und so war es nicht die schlechteste Zeit in meinem Leben. Habe mich letztendlich selbst in Ruhe aus dieser Ehe rausentwickelt.

Seine Neue ist im Übrigen extrem eifersüchtig auf mich und das nach 10 Jahren, was mich immer wieder erstaunt.

Brenda
21.10.2008, 11:48
Entweder hätte ich mich damals vor 10 Jahren getrennt. Und nochmal neuanfangen können ..

Wäre hart geworden ... aber ich glaube ich hätte es schaffen können.

Oder wir hätten eben wie es normal ist .. wenn sich einer fremdverliebt in einer Beziehung der Situation stellen müssen .. und schauen .. woran es liegt .. und unsere wahrscheinlich schon vorhanden Defizite ..anschauen.

Und dann entscheiden .. ob wir zusammengeblieben wären.

Und nicht über mich entscheiden lassen ... und trotzdem vom Faktor Familie noch zu profitieren.

Ich bin der Grundehrliche in der Beziehung .. und es wäre sofort auf den Tisch gekommen.

Er ist eher der Lügner .. Verdränger .. Schönredner.

Mir sind die Muster schon klar .. inzwischen .. und trotzdem fühl ich mich um diese Jahre die doch meine waren irgendwie betrogen ... aber er auch.


Wir arbeiten es jetzt miteinander auf ... auch trotz Trennung in Gesprächen. Aber eben nicht alle miteinander .. und deshalb wird auch das nicht Gelingen ... aber ich hab dadurch noch sowas wie Kontrolle über mein Leben.

Versteht das einer ... nein ich glaub nicht.

Hilft mir aber beim Überleben .. beim Weiterleben.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:52
Gerade hat hier im Strang eine Frau behauptet, sie stecke sowas locker weg...

Prijon
Du meinst sicher mich. Mein Mann hat mich jahrelang betrogen und das Kind seiner Geliebten kann ohne mein Wissen davon, ein halbes Jahr nach meinem zur Welt. Ich traure aber dieser Zeit nicht nach und habe mein Leben gut in die Hand genommen, insofern hätte ich mir nur gewünscht, dass ich eher Bescheid gewusst hätte und auch das möchte ich einschränken, denn dann hätte ich kein so wunderbares Kind.

Inaktiver User
21.10.2008, 11:53
Versteht das einer ... nein ich glaub nicht.

Doch, ich denke schon. Es ist wichtig, dass man lebt und nicht gelebt wird.

Alles Gute :blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2008, 11:56
Doch, ich denke schon. Es ist wichtig, dass man lebt und nicht gelebt wird.

Alles Gute :blumengabe:
Sagen wir mal so, nach so einem "Vorfall" sind die Antennen viel feiner, wenns aufgearbeitet ist und da passiert es eher nicht mehr, dass man gelebt wird, man trifft viel schneller Entscheidungen und sucht das eigene Glück.

Brenda
21.10.2008, 12:01
Gelebt hab ich schon.. ich dachte auch im Vordergrund ich bin die die sich manchmal zu sehr aus der Ehe rausentwickelt. Aber das er sich ein Scheinleben dazuaufgebaut hatte.... das hat keiner gedacht. Auch seine Kinder nicht. Niemand der ihn kennt. Das er ein gewissen Hang zum Fabulieren hat .. das ja.

Natürlich wissen sie auch das er viel abwesend war ... in seinen Traumwelten .. beruflicher Natur. Und das nur ich die meiste Zeit wirklich anwesend war. Das ich die Familie zusammengehalten habe .. aber ist das nicht noch normal.

Er ist mehr oder weniger mitgelaufen ... und auch gerne in der sicheren Umwelt Familie geblieben .. hat auch seine Pflichten schön erfüllt. Manchmal wiederwillig aber er hat.

Heute nachträglich seh ich die Stellen alle wo es hackte.

Aber wir sind ja bei der Frau die das von draussen mitmacht.

Was hat sie sich erhofft ... sie hat ihn geliebt. Bzw. den Traummann den er bei ihr gab. Nun haben sie Probleme .. weil er ist ja keiner ..

Was hält eine Frau über 12 Jahre die heimliche Geliebte zu machen .... Bindungsangst .. Unfähigkeit eine Beziehung zu leben.

Muss man sich nur ihre Beziehung anschauen .. die sie vorher hatte .. genau in diese geht sie jetzt mit meinem Mann.

Ich weiss da sehr viel ..aber das ist nicht mehr meines ... Meines ist jetzt mein Leben.

Und Myself wir beiden haben einiges gemeinsam .. nur eben teile ich deine Ansicht nicht .. das Frau nicht auf den Stand (frei oder besetzt) bei einem Mann schauen sollte.

Und ausleihen mag ich mir auch keinen. Ich möchte jetzt einen für mich haben. Der nur für mich da ist .. und den werde ich nicht aus einer anderen Beziehung rauseisen.

:blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2008, 12:07
Was hält eine Frau über 12 Jahre die heimliche Geliebte zu machen .... Bindungsangst .. Unfähigkeit eine Beziehung zu leben.

Muss man sich nur ihre Beziehung anschauen .. die sie vorher hatte .. genau in diese geht sie jetzt mit meinem Mann.

Ich weiss da sehr viel ..aber das ist nicht mehr meines ... Meines ist jetzt mein Leben.

Und Myself wir beiden haben einiges gemeinsam .. nur eben teile ich deine Ansicht nicht .. das Frau nicht auf den Stand (frei oder besetzt) bei einem Mann schauen sollte.

Und ausleihen mag ich mir auch keinen. Ich möchte jetzt einen für mich haben. Der nur für mich da ist .. und den werde ich nicht aus einer anderen Beziehung rauseisen.

:blumengabe:
12 Jahre ist nun wirklich ziemlich lang als Geliebte. Ich hatte einfach mal Lust mir interessante Männer auszuleihen und mir einfach mal überschaubar eine schöne Zeit mit denen zu machen. Heiraten wollte ich die ja nicht.

Ich denke, dass mein jetzige schon relativ schnell seine Frau aufklären wird und das ist dann o.k.. Bei 12 jährigem Betrug würde ich wirklich nur mit dem Mann das bearbeiten, wenns mir gut tut, wenns Qual wird, würde ich damit aufhören. Ich hoffe, dass für Dich bald die Zeit kommt Dich den schönen Dingen zuzuwenden und darauf Kraft zu tanken. Alles Gute!:blumengabe:

Prijon
21.10.2008, 12:13
Führt dann wieder zu der Frage, warum Geliebte Geliebte sind, sich also mit dem "ausleihen" begnügen. Vielleicht hat das ja auch eine Menge mit eigenen Verletzungen zu tun und damit, dass man sich "richtig" gar nicht mehr einlassen KANN.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 12:16
Führt dann wieder zu der Frage, warum Geliebte Geliebte sind, sich also mit dem "ausleihen" begnügen. Vielleicht hat das ja auch eine Menge mit eigenen Verletzungen zu tun und damit, dass man sich "richtig" gar nicht mehr einlassen KANN.

Prijon

Bei mir hatte es etwas damit zu tun, dass ich nicht loslassen konnte :knatsch:

Inaktiver User
21.10.2008, 12:16
Führt dann wieder zu der Frage, warum Geliebte Geliebte sind, sich also mit dem "ausleihen" begnügen. Vielleicht hat das ja auch eine Menge mit eigenen Verletzungen zu tun und damit, dass man sich "richtig" gar nicht mehr einlassen KANN.

Prijon
Genau und die lasse ich jetzt mal schön bearbeiten und das vom Feinsten.
Nee, keine Sorge, ich hatte danach 2 sehr lange ganz stinknormale Beziehungen und bin definitiv nicht sonderlich geschädigt, jedenfalls nicht mehr als andere Normalbürger. Ich wollte jetzt einfach mal was anderes, was Schönes und ohne Verpflichtung.

Inaktiver User
21.10.2008, 12:17
Bei mir hatte es etwas damit zu tun, dass ich nicht loslassen konnte :knatsch:
Was konntest Du nicht loslassen?

Inaktiver User
21.10.2008, 12:25
Aber wir sind ja bei der Frau die das von draussen mitmacht.

Was hat sie sich erhofft ... sie hat ihn geliebt. Bzw. den Traummann den er bei ihr gab. Nun haben sie Probleme .. weil er ist ja keiner ..

Was hält eine Frau über 12 Jahre die heimliche Geliebte zu machen .... Bindungsangst .. Unfähigkeit eine Beziehung zu leben.

Mir wäre das egal. Das ist ihr Leben und damit in ihrer Hand. Mir wäre mein Leben wichtig und das war es nach der Trennung sogar noch viel mehr als vorher und das ist sehr positiv verlaufen.

Inaktiver User
21.10.2008, 12:29
Führt dann wieder zu der Frage, warum Geliebte Geliebte sind, sich also mit dem "ausleihen" begnügen. Vielleicht hat das ja auch eine Menge mit eigenen Verletzungen zu tun und damit, dass man sich "richtig" gar nicht mehr einlassen KANN.

Prijon

Bei mir hatte es damit etwas zu tun, dass ich meine Ehe, besser damalige Zweckgemeinschaft nicht aufgeben wollte, auch für meine Kinder. Gestritten haben wir nicht, die Dinge lagen klar auf dem Tisch, offene Beziehung.

Ich bin dann Teil einer Affäre geworden, WEIL dieser Mann gebunden war und mir und meiner Familie nicht gefährlich werden sollte und konnte (dachte ich).

Dass ich am Ende mich selber belogen habe und sehr wohl eine neue Partnerschaft gesucht habe war meine (Selbst)lüge, die ich auch erst durch Ansicht von Dritten erkennen konnte (hat dann nochmal gedauert, bis ich das angenommen habe). Als ich das dann aber WUSSTE, habe ich mich aus der Zweitbeziehung, sehr schmerzhaft, gelöst. Auf vieles hätte ich verzichten können, bin aber sicher, dass mich diese Prozesse für mich sehr weit gebracht haben.

Man/frau soll ja nie nie sagen, aber ich bin mir sicher, dass ich tatsächlich nie mehr eine Geliebte sein werde.

Viele Grüße,
narrare.

P.S. Fällt mir gerade noch ein. Ich kenne eine Frau, die sich nicht "begnügt", sondern sehr viel Wert darauf legt "nur" Geliebte zu sein, aus den von Dir erwähnten Gründen, mit dem Unterschied, dass sie NICHT (mehr) WILL. Sie ist glücklich mit ihrem Leben. Also auch hier: viele Facetten.

Inaktiver User
21.10.2008, 12:38
Was konntest Du nicht loslassen?

IHN

Prijon
21.10.2008, 13:04
Ich kenne eine Frau, die sich nicht "begnügt", sondern sehr viel Wert darauf legt "nur" Geliebte zu sein, aus den von Dir erwähnten Gründen, mit dem Unterschied, dass sie NICHT (mehr) WILL.

Ich glaube, davon laufen einige rum.

Prijon

Noctambuly
21.10.2008, 13:17
Führt dann wieder zu der Frage, warum Geliebte Geliebte sind, sich also mit dem "ausleihen" begnügen. Vielleicht hat das ja auch eine Menge mit eigenen Verletzungen zu tun und damit, dass man sich "richtig" gar nicht mehr einlassen KANN.

Prijon

Ich dachte eine Zeit lang, dass es tatsächlich mit meinem Selbstwert zu tun hat. Dass ich einem Mann nicht genügen könnte und ich mir daher eine Beziehung gesucht habe, in der ich nur das dritte Rad war.

Aber bei genauerem Hinsehen glaube ich das so nicht mehr. Ich hatte zwei lange Beziehungen zu Männern, die (als es mit mir begann) noch verheiratet waren. Beide haben sich jeweils schnell für mich entschieden und wir führten normale Beziehungen ohne jegliches Versteckspiel.

Bei meinem jetzigen SM begann es ähnlich, entwickelte sich aber durch unvorhersehbare Eigendynamiken anders.

Natürlich suche ich nach einem Muster, habe aber noch kein passendes für mich gefunden... :wie?:

Inaktiver User
21.10.2008, 13:29
Natürlich suche ich nach einem Muster, habe aber noch kein passendes für mich gefunden... :wie?:

Irgendwo war letztlich ein Kommentar, dass es Frauen gibt, die meinen, für ihre Liebe immer kämpfen zu müssen, der Wortlaut ist mir leider entfallen, war sehr gut geschrieben. Natürlich hat auch das mit Selbstwertgefühl zu tun.

Ich "kenne" Dich jetzt noch nicht so gut mit Deiner Geschichte, läßt DU denn die Männer wieder los, wenn Du sie hast oder wie geht das dann weiter, nach dieser "Eroberung" im normalen Beziehungsalltag?

VG,
narrare.

Inaktiver User
21.10.2008, 13:42
Hallo Noctambuly und auch Deinen eigenen Strang (sorry, habe nicht immer die Zeit alles zu lesen),

jetzt habe ich es gefunden...



ich glaube, dass sich ein bestimmter Typ Frau bevorzugt auf eine solche Geliebten-Situation einlässt. Dieser Typ Frau sucht sich mit Vorliebe Männer, die geknackt werden müssen. Oft hängt es damit zusammen, dass bei diesen Frauen das Gefühl exisitert, um Liebe kämpfen zu müssen. So rein küchenpsychologisch gesprochen. Dieses Wettkampf-Prinzip könnte Deine Angst aber erklären. Vielleicht magst Du da etwas genauer hinschauen?


Von Außen betrachtet könnte das vielleicht zutreffen?!

Entpuppen sich die Männer dann eigentlich als doch nicht die Prinzen, oder läßt die Leidenschaft nach, was ist es, was Dich dann "weiter" treibt?

Nena79
21.10.2008, 13:46
Ich habe mir letztens ähnliche Frage gestellt.

Beispiel:

Ich hatte lange Zeit eine Freundin die ohne Probleme mit vergebenen Männern geschlafen hat. Die Männer ihrer Freundinnen waren tabu und das war auch kein Thema.

Ich habe ihr einen Arbeitskollegen von mir vorgestellt, der sehr nett und charmant ist, seit einigen Jahren verlobt ist, Haus gekauft und vor kurzem hat er geheiratet. Meine Freundin hat bei uns einen Nebenjob angefangen und er war ihr Vorgesetzter. Sie haben sich ab und an getroffen. Sie ist jemand - die irgendwie eine Sexuelle Ausstrahlung auf Männer hat, aber mehr wollen Sie meist nie. Er ist unglaublich nett, lieb und umgänglich. Sie meinte irgendwann zu mir, dass Sie ihn locker rumkriegen würde, da sie das gefühl hat manche seiner Sprüche seien Zweideutig und es stecke mehr hinter seiner Freundlichkeit.

Fazit: Wenn Sie mit ihm geschlafen hätte und aufgrund dessen evtl. die Beziehung zu seiner langjährigen Freundin zerstört hätte, habe ich mich gefragt ob ich ein Recht hätte " Sauer auf sie zu sein".

Jawohl Sauer, nach dem Motto " Wie konntest Du nur " ???

Warum macht man Unterschiede, ob man die partner kennt, oder nicht ?

LG nena79

PS.: was ER macht ist sein Ding und ich denke er ist gestraft geung wenn es rauskommt, aber ich bin mit der Fremdgängerin befreundet und sie mischt sich in eine Beziehung aus meinem Bekanntenkreis.

Opalblau
21.10.2008, 14:10
Hallo zusammen

Keine Beziehung, keine Ehe ist ja immer nur gut, 10, 20, 30 Jahre lang oder noch länger. Es gibt sicher Durchhängerphasen, die eigentlich auch normal sind. Aber in diesen Phasen ist es sicher leichter für eine Drittperson in eine Beziehung einzudringen.

Ich war während meiner Ehe auch mal in dieser Situation: ohne berufliche Perspektive damals, etwas gelangweilt (vom Leben, nicht von meinem Mann) habe ich eine Schwärmerei für einen Freund meiner Schwester angefangen. Er hat aber gleich klar gemacht, dass er meinen Mann kenne und nichts, absolut nichts mit mir haben möchte. Ein paar Wochen später war die Schwärmerei zu Ende, ich war sehr froh, dass der Kumpel meiner Schwester gleich den Riegel geschoben hat!

Etwas Ähnliches gab es noch in umgekehrter Richtung: Mit einem Kunden hatte ich immer wieder Kontakt, über einige Wochen lang. Nach Beendigung dieses geschäftlichen Kontaktes hat er mir eine private Mail geschickt (erstmal nur, um nochmals etwas Halbberufliches zu fragen). Wir haben hin und her gemailt, er hat mich schliesslich zum Essen eingeladen. Wir sassen dann also in einem Restaurant, die Stimmung war sehr romantisch, als ich den Ring an seinem Finger sah. Er habe eine feste Beziehung seit 10 Jahren sagte er auf meine Nachfrage. Die Stimmung war dann natürlich nicht mehr so romantisch....

Ich denke, er war zumindest ein wenig verliebt in mich und ich hätte ihn evtl. für mich gewinnen können. Aber was soll man sich in eine bestehende Beziehung eindrängen? So habe ich den Kontakt abgebrochen. Ich glaube schon, dass die beiden danach zusammen geblieben sind. Auf jeden Fall habe ich ihm geraten, seiner Partnerin nichts zu sagen, denn es ist ja nichts passiert zwischen uns.

Ich denke, eine Geliebte hat zumindest Mitverantwortung, es sei denn, sie wird vom verheirateten Mann wirklich angebaggert.

Habe ich schon mal von der tragischen Geschichte eines flüchtigen Bekannten geschrieben? Er war verheiratet mit einem kleinen Kind. Und ja, in dieser Phase mag tatsächlich die Romantik und die Erotik ab und zu zu kurz kommen. Er hat dann eine Frau kennen gelernt, von der er dachte, sie sei die Frau seines Lebens. Dann hat er Frau und Tochter verlassen und ist mit der neuen Frau als erstes in den Urlaub gefahren. Im Urlaub meinte die neue Frau dann, er sei doch nicht der Mann ihres Lebens und hat ihm den Laufpass gegeben. Die Ehefrau wollte ihn nicht mehr zurück. Zuletzt durfte der Mann über 60 % seines Einkommens an Unterhalt zahlen, war ziemlich perspektivenlos und einsam.

Ich finde das Verhalten der Frau verantwortungslos. Gewiss, er ist auch ein "Dödel", dass er einfach so Frau und Tochter verlassen hat, aber für so eine Geschichte braucht es eben zwei...



Opalblau

Divino
21.10.2008, 14:27
Fazit: Wenn Sie mit ihm geschlafen hätte und aufgrund dessen evtl. die Beziehung zu seiner langjährigen Freundin zerstört hätte, habe ich mich gefragt ob ich ein Recht hätte " Sauer auf sie zu sein".

Hätte ist ja grundsätzlich erstmal egal, solange nicht "hat". Ansonsten finde ich schon, dass man Wut über >etwas< haben kann, was einen nicht immer und überall selbst betrifft. Manch einer bekommt die Wut auf einen Zweiten, wenn er sich gegenüber einem Dritten ungerecht und schäbig verhält. Dabei ist es ja erstmal unwichtig, um was es sich dabei genau handelt, ich meine ganz generell - und es gilt auch nicht für ALLES, was "nur" zwei andere etwas angeht, sondern für EINIGES. Was das ist, muss jeder für sich selbst bewerten. Der Bauch wird es einem sagen.

Wär das meine Freundin, würde ich sie fragen, wo ihr Problem liegt, dass sie glückliche Zweisamkeit Anderer einfach nicht sehen kann.

Auf der anderen Seite, wenn er will, dann will er, egal ob es deine Freundin oder eine andere Person sein wird. Das könnte man ihr beispielsweise auch sagen, um ihr mal einen Denkanstoss zu geben.

Inaktiver User
21.10.2008, 14:49
Ich denke, eine Geliebte hat zumindest Mitverantwortung, es sei denn, sie wird vom verheirateten Mann wirklich angebaggert.


Ich finde das Verhalten der Frau verantwortungslos. Gewiss, er ist auch ein "Dödel", dass er einfach so Frau und Tochter verlassen hat, aber für so eine Geschichte braucht es eben zwei...



Opalblau
Irgendwie hast Du ja Recht. Also ich nehm dann auch mal meine Teilverantwortung mit wahr und teile sie mit Ehemann und Ehefrau.
Zu Deiner Geschichte: Die Ehefrau hätte ja auch ein wenig um ihn kämpfen können und er wird sicher nicht auf ewig so viel zahlen müssen, denn irgendwann kann seine Frau wieder arbeiten.

Inaktiver User
21.10.2008, 14:54
zum Thema:

Ich finde, dass man nicht für die Familie und Ehefrau des Geliebten Verantwortung übernimmt solange man ihn dieser Familie nicht wegnimmt.
In meinem Fall ist es so, dass immer klar war, dass er seine Familie nicht verlässt. Das was er mir gegeben hat habe ich seiner Frau nicht geklaut, da es das in der Ehe garnicht gibt. Er wollte es mir geben und er wollte es mehr alles alles andere. Ich musste ihnn nicht überrumpeln.
Was habe ich mit seiner Frau zu tun? Mit den zwischen ihr und ihm vereinbarten Regeln habe ich überhaupt nichts zu tun.
Ich weiß aber nicht ob ich ähnlich denken würde wenn ich ihn als Lebenspartner wollte. Wohl kaum. Aber außer Herumgespinne hat es diesbezüglich nie einen Versuch gegeben.
Frieda

ernesto_01
21.10.2008, 15:02
zum Thema:

Ich finde, dass man nicht für die Familie und Ehefrau des Geliebten Verantwortung übernimmt solange man ihn dieser Familie nicht wegnimmt.
In meinem Fall ist es so, dass immer klar war, dass er seine Familie nicht verlässt. Das was er mir gegeben hat habe ich seiner Frau nicht geklaut, da es das in der Ehe garnicht gibt. Er wollte es mir geben und er wollte es mehr alles alles andere. Ich musste ihnn nicht überrumpeln.
Was habe ich mit seiner Frau zu tun? Mit den zwischen ihr und ihm vereinbarten Regeln habe ich überhaupt nichts zu tun.
Ich weiß aber nicht ob ich ähnlich denken würde wenn ich ihn als Lebenspartner wollte. Wohl kaum. Aber außer Herumgespinne hat es diesbezüglich nie einen Versuch gegeben.
Frieda

ich sehe es auch so, dass es da keine Verantwortung geben kann. Das wäre ja auch noch schöner, wenn andere eine Verantwortung für eine Familie/ Beziehung tragen müßten. Jeder ist für seine Beziehung verantwortlich.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:04
ich sehe es auch so, dass es da keine Verantwortung geben kann. Das wäre ja auch noch schöner, wenn andere eine Verantwortung für eine Familie/ Beziehung tragen müßten.
Kann man allerdings einschränken auf reine Affären des lieben Vergnügens wegen und dann sind auf der anderen Seite noch Affären, die mehr werden oder einfach nur auffliegen und da kann man schlecht der Ehefrau antworten: "Sorry, also das geht mich jetzt nichts an." denke ich mal.

Divino
21.10.2008, 15:05
Ich finde, dass man nicht für die Familie und Ehefrau des Geliebten Verantwortung übernimmt solange man ihn dieser Familie nicht wegnimmt.

Und ab welchem Punkt nimmt eine Geliebte der Ehefrau den Mann weg? Erst ab seinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung?


Das was er mir gegeben hat habe ich seiner Frau nicht geklaut, da es das in der Ehe garnicht gibt.

Woher weisst du das? Du kennst doch nur seine Seite.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:07
Und ab welchem Punkt nimmt eine Geliebte der Ehefrau den Mann weg? Erst ab seinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung?
Vorher ist er nur ausgeliehen.

ernesto_01
21.10.2008, 15:07
da kann man schlecht der Ehefrau antworten: "Sorry, also das geht mich jetzt nichts an." denke ich mal.

*nachdenk* nich..? sondern? Viel konstruktiveres würde mir jetzt auch nicht einfallen. So ist es- es ist die Beziehung der Ehefrau und ihres Partners,- oder war es, wie auch immer. Auch Ehefrauen sind erwachsene und eigenverantwortliche Menschen.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:10
*nachdenk* nich..? sondern? Viel konstruktiveres würde mir jetzt auch nicht einfallen. So ist es- es ist die Beziehung der Ehefrau und ihres Partners,- oder war es, wie auch immer. Auch Ehefrauen sind erwachsene und eigenverantwortliche Menschen.
Ja, schon richtig, aber das würde ich nun einer verletzten Ehefrau nicht gerade ins Gesicht schleudern, da würde mir dann schon was anderes einfallen.

ernesto_01
21.10.2008, 15:12
Ja, schon richtig, aber das würde ich nun einer verletzten Ehefrau nicht gerade ins Gesicht schleudern, da würde mir dann schon was anderes einfallen.
natürlich nicht! :blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2008, 15:15
natürlich nicht! :blumengabe:
Irgendwie kann ich ja auch ihre Seite verstehen, man weiß dass alles und verliebt sich trotzdem. Das ist letztendlich schon irgendwie schwer.

ernesto_01
21.10.2008, 15:19
Und ab welchem Punkt nimmt eine Geliebte der Ehefrau den Mann weg? Erst ab seinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung?



auch Männer sind keine Ware, die sich "weg nehmen" lassen kann. Etwas eigener Wille gehört schon meist dazu. In unserem Kulturkreis finden sich Paare und Partner auf freiwilliger Basis zusammen.

Divino
21.10.2008, 15:19
Vorher ist er nur ausgeliehen.

Und durch das "Ausleihen" nimmt die Geliebte der Ehefrau nichts weg? Ich denke schon, dass ihr da was verloren geht. Mal ganz wertungsfrei gesehen.

ernesto_01
21.10.2008, 15:21
Und durch das "Ausleihen" nimmt die Geliebte der Ehefrau nichts weg? Ich denke schon, dass ihr da was verloren geht. Mal ganz wertungsfrei gesehen.
Definitiv nichts, was nicht ohnehin verloren wäre.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:22
Ich finde das Verhalten der Frau verantwortungslos. Gewiss, er ist auch ein "Dödel", dass er einfach so Frau und Tochter verlassen hat, aber für so eine Geschichte braucht es eben zwei...



Verstehe ich nicht. Wieso IHR Verhalten. Hat sie nicht das Recht, für sich herauszufinden, ob dieser Mann wirklich zu ihr passt oder nicht? Muss sie, weil er seine Ex und Kind verlassen hat, dafür ein Leben lang "herhalten" im Sinne von trenn' Dich ja nicht, dann ist der arme Mann der einsame?
Für eine neue Liebe gibt es keine Garantie, egal wie die Vorgeschichte war.

ER hingegen wird seine eigene Frau doch so gut gekannt haben, dass er da etwas - für sie - nicht mehr verzeihliches tut bzw. er wollte seine Ex ja gar nicht mehr haben.

Ich glaube viel eher, dass es IMMER ein riesen großer Fehler ist, sich WEGEN einer/eines anderen zu trennen und nahtlos in ein neues Leben zu schlüpfen.

Diese Probleme hat man/frau nicht, wenn sie ihre eigenen Beziehungen abarbeiten und entscheiden, ob für oder gegen die Beziehung.

VG,
narrare.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:22
Und durch das "Ausleihen" nimmt die Geliebte der Ehefrau nichts weg? Ich denke schon, dass ihr da was verloren geht. Mal ganz wertungsfrei gesehen.
Phh, kann sein, kann auch nicht sein. Sie hätte ja ein Leichtes es sich zu holen. Also ich wüsste, wie man das so macht. :freches grinsen: Und zumal sie ihren Mann besser kennt und weiß welche Knöpfe zu drücken sind.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:24
Und ab welchem Punkt nimmt eine Geliebte der Ehefrau den Mann weg? Erst ab seinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung?



Woher weisst du das? Du kennst doch nur seine Seite.

Er hat es mir gesagt , ganz einfach. Er hat gesagt, dass ich etwas abdecke was er zuhause nicht hat. Und dass es total anders sei als mit seiner Frau.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:27
Und durch das "Ausleihen" nimmt die Geliebte der Ehefrau nichts weg? Ich denke schon, dass ihr da was verloren geht. Mal ganz wertungsfrei gesehen.

Aber umgekehrt kann ich das auch sagen: das was sie ihm gibt kann ich ihm definitiv nicht geben.

Rotfuchs
21.10.2008, 15:28
Der Ehemann nimmt seiner Frau etwas weg: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Sex, Zeit - was auch immer.

Keine Geliebte kann einer Ehefrau etwas nehmen, was der MANN nicht freiwillig gibt.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:31
Der Ehemann nimmt seiner Frau etwas weg: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Sex, Zeit - was auch immer.

Keine Geliebte kann einer Ehefrau etwas nehmen, was der MANN nicht freiwillig gibt.

Hm, aber wie ich schon geschrieben habe, die Ehefrau hätte aus meiner Sicht ein Leichtes daran sich das alles vom ihr ja doch bekannten Ehemann zu holen. Den kennt sie und weiß, welche Knöpfe zu drücken sind. Im Prinzip sind doch Männer viel einfacher zu händeln als Frauen finde ich.

Noctambuly
21.10.2008, 15:32
Hallo Noctambuly und auch Deinen eigenen Strang (sorry, habe nicht immer die Zeit alles zu lesen),

jetzt habe ich es gefunden...



Von Außen betrachtet könnte das vielleicht zutreffen?!

Entpuppen sich die Männer dann eigentlich als doch nicht die Prinzen, oder läßt die Leidenschaft nach, was ist es, was Dich dann "weiter" treibt?

Liebe Narare,
danke fürs Raussuchen!
Hmmm, so ein bissl erkenne ich mich da schon wieder...

Allerdings war jeweils der Job Schuld daran, dass unsere Beziehung gescheitert ist. Ich bin jedesmal ins Ausland verzogen (jwewils nach mehreren glücklichen Jahren in Zweisamkeit) und an der räumlichen Distanz ist es dann zerbrochen. Ich habe zu ihnen aber nach wie vor ein sehr schönes, freundschaftliches Verhältnis und sie begleiten mich als Menschen weiterhin!

Klar klingt das irgendwie nach Bindungsangst, oder?!? :wie?:

ernesto_01
21.10.2008, 15:33
Der Ehemann nimmt seiner Frau etwas weg: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Sex, Zeit - was auch immer.
genau- und nicht einmal das immer zwingend- er kann durchaus auch dennoch oder sogar grade deswegen sehr präsent sein für seine Frau.


Keine Geliebte kann einer Ehefrau etwas nehmen, was der MANN nicht freiwillig gibt.
so sieht es aus- es gibt keinen Anspruch, jeder liebevolle Blick, jede Umarmung, jede Zärtlichkeit ist ein Geschenk- jeden Moment neu, daraus lassen sich keine Ansprüche ableiten.

Brenda
21.10.2008, 15:34
Ernesto so ganz versteh ich dich jetzt nicht. Deine Frau hat dich gefragt ob sie noch einen Lover haben darf. Ich wäre auch gerne gefragt worden .... vielleicht hätte ich mich ja dann auch wie du entscheiden können oder eben nicht.

Doch sie nimmt der Ehefrau was weg ... sie drängt sich mit in eine Zweierbeziehung. Sie sorgt dafür das er nichts mehr wirklich in seine Ursprungsbeziehung investiert. Das hat sie also unsere Geliebte ihm ja nachträglich auch vorgeworfen .. das er auch daran Schuld wäre das sie nichts mehr in ihre damals aktuelle Beziehung investiert hat. Und die eben dadurch dann auch irgendwann in Auflösung überging.

Weil blosse körperliche Anwesenheit und der Geist ist anderswo .. das fördert keinerlei Beziehung.

Zu einer Dreierbeziehung gehören nicht nur zwei Personen ... zu den jeweiligen darin enthaltenen zwei Zweierbeziehungen halt eben nur ein Mann. Oder bei dir umgekehrt eben deine Frau.

Geliebte und Ehefrau teilen sich wirklich einen Mann .. und deswegen .. kann es die Ehefrau ausblenden .. weil sie es nicht weiss .. vielleicht ahnt .. keine Ahnung .. nachträglich gesehen hätt ich es wissen müssen.

Und wenn ich so eine Beziehung mit einem belegten Mann führe dann hab ich auch ein wenig Mitverantwortung . ... gegenüber seiner anderen Bindung. Vielleicht erwartet er die ja sogar ... ich habs selber erlebt . ich hab schon mit verheirateten Männer geflirtet .. sobald man sie darauf anspricht das sie ja verheiratet sind leider .. und ich auch .. wird es zwar noch der Versuch .. draus .. ja das ist ja kein Hinderungsgrund .. aber er akzeptiert dann auch ... das für mich das doch ein Hinderungsgrund ist. Nett unterhalten ja .. aber poppen und mehr nein.

Das hat was mit Erziehung ... und gesellschaftlichen Grenzen zu tun. Für manche gelten solche Grenzen für manche eben absolut nicht.

Warum konnte mir unsere Geliebte nie in die Augen schauen ... ich ihr schon.

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen uns beiden Frauen .. ich war ehrlich und aufrichtig .. sie nicht.

Ganz einfach.

Noctambuly
21.10.2008, 15:34
Der Ehemann nimmt seiner Frau etwas weg: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Sex, Zeit - was auch immer.



Ich möchte nicht übergriffig oder anmaßend wirken, aber was ist, wenn die Ehefrau daran kein Interesse (mehr) hatte?

Inaktiver User
21.10.2008, 15:37
so sieht es aus- es gibt keinen Anspruch, jeder liebevolle Blick, jede Umarmung, jede Zärtlichkeit ist ein Geschenk- jeden Moment neu, daraus lassen sich keine Ansprüche ableiten.
Lassen sich doch sonst auch nicht unbedingt. Manchmal machen ja gerade diese Forderungen und diese Erwartungshaltung viel kaputt und es kommt viel Druck und viel Stress in die Beziehung und man ist wenig froh miteinander, achtet wenig auf den anderen und sieht in ihm das Positive.
Als Geliebte kann man sich durchaus einen Mann suchen, der genug freiwillig gibt.

Noctambuly
21.10.2008, 15:37
Ich möchte bitte kurz OT einwerfen, dass ich die Entwicklung und den Ton dieses Strangs sehr schön finde!!!

VIELEN DANK AN ALLE!!!:wangenkuss:

...und weiter...

Brenda
21.10.2008, 15:38
Nein er hat sie nicht gezwungen für ihn zu lügen. Sie war ihm eben treu ergeben. Eine ideale Geliebte.

Nun hat sie ihn .. und ist ihm eine treu ergebene Haushälterin .. eigentlich muss ich ja froh sein.... und ihr noch dankbar.

:freches grinsen:

Noctambuly
21.10.2008, 15:40
Nein er hat sie nicht gezwungen für ihn zu lügen. Sie war ihm eben treu ergeben. Eine ideale Geliebte.

Nun hat sie ihn .. und ist ihm eine treu ergebene Haushälterin .. eigentlich muss ich ja froh sein.... und ihr noch dankbar.

:freches grinsen:

Liebe Brenda,
hat er Dir gesagt, WARUM er sich so lange nicht entscheiden konnte?!?

Inaktiver User
21.10.2008, 15:43
Der Ehemann nimmt seiner Frau etwas weg: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Sex, Zeit - was auch immer.

Keine Geliebte kann einer Ehefrau etwas nehmen, was der MANN nicht freiwillig gibt.

Was ist denn mit der Aufmerksamkeit die er seinen Freunden schenkt, mit der Zeit die er woanders verbringt, weil es ihm Spaß macht???
Zuneigung kann man nicht wegnehmen. Man kann mehrere Menschen lieben und mögen. Sex? Na ja, darüber lässt sich streiten. Eigentlich kann man auch Sex mit mehreren haben ohne einem einzelnen etwas wegzunehmen.

Ich würde das nicht so sehen.

ernesto_01
21.10.2008, 15:44
Ernesto so ganz versteh ich dich jetzt nicht. Deine Frau hat dich gefragt ob sie noch einen Lover haben darf. Ich wäre auch gerne gefragt worden ....
nein, ganz so war es nicht. Sie hätte das nicht fragen brauchen- denn ich bin nicht ihr Erziehungs- oder Weisungsberechtigte. Die Frage war schon doch eher mehr danach, wie ich denke, damit umzugehen. Aber dass sich der Lover in unsere Beziehung drängt, den Eindruck hatte ich nie. Ich hätte es auch für ziemlich unsinnig gehalten, wenn der Typ sich für die Qualität unsere Ehe auch nur in geringster Weise für verantwortlich gehalten hätte. Der Punkt ist, jeder ist für seine Beziehung verantwortlich.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:45
N
Nun hat sie ihn .. und ist ihm eine treu ergebene Haushälterin .. eigentlich muss ich ja froh sein.... und ihr noch dankbar.

:freches grinsen:

:freches grinsen: :freches grinsen:

Da wäre ich aber auch froh.

Brenda
21.10.2008, 15:47
Er hätte sich heute noch nicht entschieden. Wäre nicht der Zwang .. von aussen. Von meiner Seite ausgelöst durch Aufdeckung einer anderen Geschichte

Dann hat sich der Lebensgefährte der Geliebten abgesetzt .. sie stand ohne männliche Versorgung da.

Ansonsten ich glaub er wäre nie gegangen ..

Ich war nicht zufrieden .. so wie die Beziehung war .. aber ich dachte halt .. Lebenskrise ... und eben an seine spezielle Persönlichkeitsstruktur. Die ja sich durchaus in anderen Lebensbereichen schon mal bemerkbar machte. Er war ja kein Unschuldslamm .. nur für mich war er und das vertrat er auch .. in der Liebe monogam. Gelebt hat er was ganz anderes.

Nein kann er nicht sagen .. warum er es 12 Jahre nicht gesagt und warum er nicht früher gegangen ist.

Soweit ist er noch nicht ... wir noch nicht.

Wir sind ja jetzt erst wirklich nach mehreren Rückkehrversuchen .. soweit das ich wirklich bei der Trennung bleiben möchte.

Er akzeptiert das jetzt .. obwohl er doch lieber .. noch die Rückkehroption hätte.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:47
Nein er hat sie nicht gezwungen für ihn zu lügen. Sie war ihm eben treu ergeben. Eine ideale Geliebte.

Nun hat sie ihn .. und ist ihm eine treu ergebene Haushälterin .. eigentlich muss ich ja froh sein.... und ihr noch dankbar.

:freches grinsen:
Froh sein, naja, höchstens, wenn sie Dich mal richtig gut bekocht. :freches grinsen:

Ich würde dem vielleicht nicht mehr ganz so viel Raum geben in meinem Leben, um das mal wieder vorsichtig anzusprechen. Du bist doch auch noch da.

Brenda
21.10.2008, 15:50
Aufarbeitung MySelf .. Aufarbeitung .. heut hab ich gerade Zeit.

Nein mich braucht sie nicht bekochen .. ich koch besser
:freches grinsen:

Inaktiver User
21.10.2008, 15:53
Soweit ist er noch nicht ... wir noch nicht.

Wir sind ja jetzt erst wirklich nach mehreren Rückkehrversuchen .. soweit das ich wirklich bei der Trennung bleiben möchte.

Er akzeptiert das jetzt .. obwohl er doch lieber .. noch die Rückkehroption hätte.

Mir würde dieses Hin- und Her tierisch auf die Nerven gehen und ja Trennung wäre in dem Fall für mich ebenfalls klar, auch wenn er eine Rückkehroption haben möchte. Ja, bist Du denn so eine Art Vollkasko für ihn oder Ehemannauffanglager? Wenn ich das lese, werde ich ja sogar ärgerlich. Und ob er mir sagen würde, warum er das gemacht hätte, wäre mir egal, klar wäre, dass er mir damit tierisch auf die Nerven gehen würde und ich glaube bei mir hätte er einige indifferente und provokante Antworten provoziert, aber garantiert keine Geduld damit mir solch blöde Aussagen anzuhören.

Schau Dich doch mal bisschen um in der Männerwelt und mach Dir mal eine richtig schöne Zeit mit denen und falls es nicht läuft, dann reicht ein einfaches: Machs gut, ich liebe Dich nicht mehr!
Du solltest einfach auch mal böser werden bis die richtige Liebe Dich findet, dann kannst Du gern lieb sein.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 15:55
Man muss gar nicht den ganzen Strang lesen und trifft doch direkt wieder auf die üblichen Verdächtigen und die diverse Male vertretenen Meinungen.

Wie wärs damit:
Jeder Mensch trägt die Verantwortung für SEINE Beziehungen.
Wer innerhalb dieser Beziehungen lügt und betrügt. Der trägt dafür die Verantwortung.

Das ist im Fall NICHT die Geliebte, es sei denn sie lebt selbst in einer festen Beziehung und hintergeht ihren Partner.

Wenn jeder einfach die Verantwortung für SEIN Handeln und seine Bindungen tragen würde, dann bräuchte keine Geliebte die Verantwortung für eine ihr völlig fremde Frau und potentiell noch irgendwelche unbekannten Kinder übernehmen.

Inaktiver User
21.10.2008, 15:55
Aufarbeitung MySelf .. Aufarbeitung .. heut hab ich gerade Zeit.

Nein mich braucht sie nicht bekochen .. ich koch besser .. und mein / unser Mann auch.

:freches grinsen:
*g* Dann soll er doch kochen, ja bring ihn mal zum Kochen. Hat der sich verdient und lade immer einen neuen Lover von Dir ein und sage, dass da nichts ist. :freches grinsen:
Im Übrigen glaube ich nicht, dass er nicht weiß, warum er fremdgegangen ist, er traut sich vielleicht einfach nicht es Dir zu sagen oder macht ein Spielchen draus, dass Du Dir noch lang Mühe gibst es zu erfahren.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:00
Wenn jeder einfach die Verantwortung für SEIN Handeln und seine Bindungen tragen würde, dann bräuchte keine Geliebte die Verantwortung für eine ihr völlig fremde Frau und potentiell noch irgendwelche unbekannten Kinder übernehmen.

Ich habe seinen Kids manchmal was geschenkt (das kam dann offiziell von ihm). Fand ich aber nett von mir :freches grinsen:

Divino
21.10.2008, 16:01
Der (gebundene) Mann, mit dem eine meiner Freundinnen eine Daueraffäre führte, sagte ihr -während sie noch Hoffnung hegte, dass sie zusammenkommen -allen Ernstes:

Mit dir würde ich keine Beziehung führen, die Tatsache, dass du mit mir eine Affäre führst, sagt über deinen Charakter so einiges Schlechtes aus.

Brenda
21.10.2008, 16:02
Ach Myself .. das sind nicht meine Vorstellungen vom Leben. Aber trotzdem nett gemeint.



Ich möchte das Vorurteil das ich habe nicht auch noch Bedienen.

Verletzte und verlassene Frauen .. treten (zum Teil bewusst oder unbewusst) als potientielle Geliebten an.

Nein dazu bin ich mir zu schade.


Myself .. mein Seelenheil ist nicht Bestandteil dieses Threads.

Ich wollte nur aufzeigen .. das nicht immer nur die Männer die Entscheider sind.

Es wird genauso oft auch gezerrt und das schon von beiden Seiten.

Paradies oder Schlaraffenland oder Hölle für solche Nichtentscheider .. keine Ahnung.

Die Frage war ja nicht ob sie Verantwortung für die Ehefrau oder die Ursprungsbeziehung trägt .. aber wieviel Verantwortung trägt sie daran .. das die Ehe eventuell durch die Nebenbeziehung scheitert.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:02
Liebe Narare,
danke fürs Raussuchen!
Hmmm, so ein bissl erkenne ich mich da schon wieder...

Allerdings war jeweils der Job Schuld daran, dass unsere Beziehung gescheitert ist. Ich bin jedesmal ins Ausland verzogen (jwewils nach mehreren glücklichen Jahren in Zweisamkeit) und an der räumlichen Distanz ist es dann zerbrochen. Ich habe zu ihnen aber nach wie vor ein sehr schönes, freundschaftliches Verhältnis und sie begleiten mich als Menschen weiterhin!

Klar klingt das irgendwie nach Bindungsangst, oder?!? :wie?:

Irgendwie schon nach Angst vor Nähe? Waren die Männer nicht bereit mitzugehen? So viele Frauen gehen für ihre Männer ins Ausland "mit", warum nicht auch umgekehrt, wenn diese Beziehungen so glücklich waren?

Ich habe vor langen Jahren ein Buch gelesen (und mal immer wieder lese ich dort nach), es geht um eben diese Angst vor Nähe bzw. konkret dann um Beziehungssucht, Sexsucht und Romantiksucht (Anne Wilson Schaef "Die Flucht vor der Nähe", ich hatte es mir mal wegen eines Freundes gekauft und erst später kapiert, dass es mich selber betrifft).
Mit einigen Dingen kann ich überhaupt nichts anfangen, wird mir dann zu "göttlich" im therapeutischen Bereich(glaube eher an eine Art Naturdimension) ABER diese Suchtbeziehungen, die finde ich sehr klar und nachvollziehbar strukturiert und vor allen Dingen, die Fallen, in die man da immer wieder selber tappt.

Sehr viel mehr kann ich von hier aus schlecht sagen, außerdem bin ich ja keine Püschologin. Ich hab' im Rahmen meiner auseinandergehenden Ehe selbige aufgesucht und ein paar Antworten für mich gefunden.

Erstmal alles Gute für DEIN Leben (ja, ich meinte ohne Männer),
narrare.

Prijon
21.10.2008, 16:06
Wenn jeder einfach die Verantwortung für SEIN Handeln und seine Bindungen tragen würde, dann bräuchte keine Geliebte die Verantwortung für eine ihr völlig fremde Frau und potentiell noch irgendwelche unbekannten Kinder übernehmen.

Was ist, wenn es eben keine völlig fremde Frau ist? Sondern zum Beispiel die Nachbarin? Oder auch die beste Freundin. das gab's ja auch schon.

Ich finde, die Grenzen sind da ganz schön fließend.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 16:09
Habe ich schon mal von der tragischen Geschichte eines flüchtigen Bekannten geschrieben? Er war verheiratet mit einem kleinen Kind. Und ja, in dieser Phase mag tatsächlich die Romantik und die Erotik ab und zu zu kurz kommen. Er hat dann eine Frau kennen gelernt, von der er dachte, sie sei die Frau seines Lebens. Dann hat er Frau und Tochter verlassen und ist mit der neuen Frau als erstes in den Urlaub gefahren. Im Urlaub meinte die neue Frau dann, er sei doch nicht der Mann ihres Lebens und hat ihm den Laufpass gegeben. Die Ehefrau wollte ihn nicht mehr zurück. Zuletzt durfte der Mann über 60 % seines Einkommens an Unterhalt zahlen, war ziemlich perspektivenlos und einsam.

Ich finde das Verhalten der Frau verantwortungslos. Gewiss, er ist auch ein "Dödel", dass er einfach so Frau und Tochter verlassen hat, aber für so eine Geschichte braucht es eben zwei...


Sie hat ihn doch nicht mit Gewalt von seiner Frau und Tochter gezerrt, oder?
Verheiratet und meinte eine andere Frau fürs Leben gefunden zu haben...
Hätte er sich nicht getrennt, wäre er sowieso fremdverliebt geblieben, also nicht in die Ehefrau. Wäre so was in Ordnung? Hauptsache, die Fassade stimmt? Ist doch besser für die Frau ihn losgeworden zu sein: sie hat wenigstens noch die Chance für jemanden anderen eine Frau fürs Leben zu werden

Kraaf
21.10.2008, 16:09
Was ist, wenn es eben keine völlig fremde Frau ist? Sondern zum Beispiel die Nachbarin? Oder auch die beste Freundin. das gab's ja auch schon.

Ich finde, die Grenzen sind da ganz schön fließend.

Prijon

War aber nicht die Ausgangsfrage. :smirksmile:

Und so fliessend finde ich das dann auch nicht. Denn dann hat die Geliebte ein eigenes Näheverhältnis zur Frau und ja, das kann sie dann auch selbst hintergehen.

nette Grüsse
Kraaf

Inaktiver User
21.10.2008, 16:12
Was ist, wenn es eben keine völlig fremde Frau ist? Sondern zum Beispiel die Nachbarin? Oder auch die beste Freundin. das gab's ja auch schon.

Ich finde, die Grenzen sind da ganz schön fließend.

Prijon


Stimmt. Aber, wenn man das jetzt nach KB betrachtet *philosphier*, dann würde die Geliebte HIER der Verantwortung in einer anderen BEZIEHUNG, die sie hat, nicht gerecht bzw. diese mit Füßen treten, wenn es dieses schlimmste Szenario "beste Freundin" ist, sprich sie hätte Verantwortung zu tragen (und würde sie ggf. auch "abbekommen", weil sie ihre eigenen Beziehungen verraten hat).

Inaktiver User
21.10.2008, 16:13
Und durch das "Ausleihen" nimmt die Geliebte der Ehefrau nichts weg? Ich denke schon, dass ihr da was verloren geht. Mal ganz wertungsfrei gesehen.

Kommt drauf an. Wenn er z.B. mit der Geliebten die Sexualität auslebt, die es in der Ehe nicht mehr gibt und dafür dann eben z.B. 6 Stunden pro Woche aufwendet, die er sonst damit verbracht hätte mit einem Freund in der Kneipe zu sitzen oder Sport zu treiben, dann hat die Ehefrau je eigentlich nicht weniger von ihrem Mann als ohne Geliebte.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:15
Keine Geliebte kann einer Ehefrau etwas nehmen, was der MANN nicht freiwillig gibt.


Endlich hat es jemand richtig definiert.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:17
Nein er hat sie nicht gezwungen für ihn zu lügen. Sie war ihm eben treu ergeben. Eine ideale Geliebte.

Nun hat sie ihn .. und ist ihm eine treu ergebene Haushälterin .. eigentlich muss ich ja froh sein.... und ihr noch dankbar.

:freches grinsen:

Vielleicht ist sie ganz einfach glücklich mit dem was er ihr bietet und dem was er von ihr erwartet?

Auch wenn es für Dich nichts wäre, kann doch sein, dass seine und ihre Ansprüche an eine Beziehung da einfach zueinander passen.

Brenda
21.10.2008, 16:17
Wenn die Ehefrau aber genau das selber lieber gehabt hätte.

Nimmt dann die Geliebte auch nichts weg.

:wie?:

Kraaf
21.10.2008, 16:18
Endlich hat es jemand richtig definiert.

Stimmt aber nicht ganz. :engel:

Die Geliebte kann der Ehefrau etwa die Illusionen nehmen. Ich erinnere höflich an Kultstränge a la "Blumen für die Betrogene".

*hüsteln ab*

Brenda
21.10.2008, 16:19
Vielleicht ist sie ganz einfach glücklich mit dem was er ihr bietet und dem was er von ihr erwartet?

Auch wenn es für Dich nichts wäre, kann doch sein, dass seine und ihre Ansprüche an eine Beziehung da einfach zueinander passen.


Warum will er dann dort nicht bleiben ..

ernesto_01
21.10.2008, 16:20
Wenn die Ehefrau aber genau das selber lieber gehabt hätte.

Nimmt dann die Geliebte auch nichts weg.

:wie?:

"weggenommen" kann nur etwas werden, wenn es als "Besitz" betrachtet wird- und wer wird das schon für seinen Partner oder gar dessen Gefühle in Anspruch nehmen wollen?

Brenda
21.10.2008, 16:22
Dann halt woanders hingetragen.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:22
Stimmt aber nicht ganz. :engel:

Die Geliebte kann der Ehefrau etwa die Illusionen nehmen. Ich erinnere höflich an Kultstränge a la "Blumen für die Betrogene".

*hüsteln ab*

Die ihr der Ehemann gibt. Diese Konstellation fängt an interessant zu sein!

Inaktiver User
21.10.2008, 16:25
Wenn die Ehefrau aber genau das selber lieber gehabt hätte.

Nimmt dann die Geliebte auch nichts weg.

:wie?:

Es kommt eben in einer Beziehung - so auch einer Ehe - darauf an, dass beide Partner etwas wollen nicht nur einer.

Eine Freundin von mir hat hat sich bei mir bitterböse beschwert, als ihr Freund eine Geliebte hatte, sie hätte ihn ihr entfremdet etc. Sie hat sich beschwert er wolle keinen Sex mehr mit ihr, seit er die Geliebte hatte, er wäre öfter weg etc.

3 Monate vorher hat sie mir noch erzählt, dass sie sich freue, dass ihr Freund endlich akzeptiert, dass sie weniger Sex als er will und dass sie sich freut auch etwas Zeit für sich zu haben, seit ihr Freund öfter ins Fitnessstudio gehen würde.

Ich habe ihr das dann auch so gesagt und letztendlich musste sie mir zustimmen, dass sie das bevor sie die Existenz der Geliebten bestätigt bekommen hatte, durchaus positiv bewertet hatte.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:25
Was ist, wenn es eben keine völlig fremde Frau ist? Sondern zum Beispiel die Nachbarin? Oder auch die beste Freundin. das gab's ja auch schon.

Ich finde, die Grenzen sind da ganz schön fließend.

Prijon

Das passt wunderbar in meine Regel.
Denn dann hat die Geliebte ja irgendeine Art von Beziehung zur anderen Frau und trägt somit auch Verantwortung.

Aber für jemanden, den ich überhaupt nicht kenne, sehe ich das absolut nicht.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:26
Warum will er dann dort nicht bleiben .. und heult rum. Weil er da eben ohne Familie nur mit ihrem Hund . auf einem Hinterweltkaaf hockt.

Ja weil er das wollte.


Sag ich ihm auch immer wieder ... :zwinker:

Die Geliebte ist da glaube ich das kleinere Problem. Der MANN hat hier - mit oder ohne Geliebte - ein großes Problem.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:26
Man muss gar nicht den ganzen Strang lesen und trifft doch direkt wieder auf die üblichen Verdächtigen und die diverse Male vertretenen Meinungen.

Wie wärs damit:
Jeder Mensch trägt die Verantwortung für SEINE Beziehungen.
Wer innerhalb dieser Beziehungen lügt und betrügt. Der trägt dafür die Verantwortung.

Das ist im Fall NICHT die Geliebte, es sei denn sie lebt selbst in einer festen Beziehung und hintergeht ihren Partner.

Wenn jeder einfach die Verantwortung für SEIN Handeln und seine Bindungen tragen würde, dann bräuchte keine Geliebte die Verantwortung für eine ihr völlig fremde Frau und potentiell noch irgendwelche unbekannten Kinder übernehmen.

Ich teile im Grunde Deine Meinung.

Und dennoch tue ich mich manchmal schwer. Ich war Geliebte und ich war in meiner Beziehung offen. Mein Geliebter nicht. Aus einer Affäre, die die Ursprungsbeziehungen nicht sprengen sollte, wurde mehr. So sehr mehr, dass die Affäre nach 2 Jahren endete. Mein Geliebter trennte sich ein halbes Jahr später aus seiner Ursprungsbeziehung, ich war längst getrennt (in der Zeit sahen wir uns nicht, es gab keine Option auf ein wir, im Gegenteil).

Wir wurden dennoch ein Paar. Die Ex meines Freundes hat seinen Kindern, ihm und uns das Leben zur Hölle gemacht. Das hat solche Ausmaße angenommen, dass ich gedacht habe, doch "Schuld" zu tragen, obwohl ich weiß, dass ich nicht der Grund für die Auflösung dieser Beziehung war und bin. Aber, wenn ein Mensch, ein Expartner so ausrastet und so viele involviert sind, bleibt man emotional nicht davon verschont, ich jedenfalls.

Viele Grüße,
narrare.

Marinius
21.10.2008, 16:26
Aber für jemanden, den ich überhaupt nicht kenne, sehe ich das absolut nicht.

Also, liebe Kühlesblondes, heißt das dann für Dich:

Kennen = Verantwortung
Nichtkennen = keine Verantwortung

Ist das so stimmig für Dich? Wirklich?:ooooh:

Larissa06
21.10.2008, 16:28
ER hingegen wird seine eigene Frau doch so gut gekannt haben, dass er da etwas - für sie - nicht mehr verzeihliches tut bzw. er wollte seine Ex ja gar nicht mehr haben.

Nachdem ihn die Neue abgeschossen hatte, war die "Alte" wieder recht.....die wollte ihn nicht mehr.
Eine ähnliche Story kenne ich: ein Mann wurde ebenfalls von der Geliebten abserviert, belog aber seine Frau über den wahren Sachverhalt und verklickerte der, ER hätte Schluss gemacht, weil er seine Frau eben mehr liebte.

Die fiel darauf rein - um dies später bitter bereuen zu müssen.


Ich glaube viel eher, dass es IMMER ein riesen großer Fehler ist, sich WEGEN einer/eines anderen zu trennen und nahtlos in ein neues Leben zu schlüpfen.

Das stimmt.
Die dahinterstehende Feigheit macht nachdenklich....irgendwie....diese Männer, auch Frauen, lösen sich erst dann aus einer - unglücklich empfundenen - Beziehung, sobald das nächste Nest sicher erscheint, weil sie nicht allein leben können/wollen, das muten sie dafür der/dem Verlassenen zu.
Ein solcher Abgang aus der Ehe ließe mich, als Next, an dem Mann/der Frau zweifeln. Oder man blendet es aus.

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

ja, ich orte eine Mitverantwortung einer Geliebten. Hab´s selber getan, ich möchte es nicht mehr tun.

Liebe Grüße

L.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:30
Also, liebe Kühlesblondes, heißt das dann für Dich:

Kennen = Verantwortung
Nichtkennen = keine Verantwortung

Ist das so stimmig für Dich? Wirklich?:ooooh:

Sehe das auch so wie Kühlesblondes.

Ich kann doch nicht Verantwortung für die halbe Welt übernehmen.

Aus meiner Sicht trage ich dann Verantwortung, wenn ich meine eigenen Beziehungen zerstören würde (wie das ein untreuer Ehemann tut). Zu einer Ehefrau, die ich absolut nicht kenne habe ich selbst keine Beziehung, die ich verletzten könnte, zu einer Freundin, Kollegin etc. gibt es schon eine Beziehung.

ernesto_01
21.10.2008, 16:30
Also, liebe Kühlesblondes, heißt das dann für Dich:

Kennen = Verantwortung
Nichtkennen = keine Verantwortung

Ist das so stimmig für Dich? Wirklich?:ooooh:

nicht bezogen auf die Person, sondern auf die Beziehungen. Ich pflege keine Beziehung zu Unbekannten, für die ich irgendeine Verantwortung hätte...ich denke, so meint KB es.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:31
Aber, wenn ein Mensch, ein Expartner so ausrastet und so viele involviert sind, bleibt man emotional nicht davon verschont, ich jedenfalls.


Das kann ich schon auch verstehen und würde sagen: Es spricht für dich und deine Fähigkeit, dich in andere hineinzuversetzen, Mit_leid zu empfinden, andere Perspektiven zuzulassen.

Das ändert aber am eher moralisch-philosophischen Gedanken nichts.

Mir wurde in einem anderen Strang vorgeworfen, ich würde mich in eine wiederaufgenommene Beziehung drängen, weil ich nicht sofort gesagt habe: Na wenn das so ist, dann ziehe ich mich komplett zurück. Obwohl von seiten des Mannes der Vorschlag kam, wir könnten in Kontakt bleiben.

Und das fand ich wirklich unglaublich!

Ich würde niemals jemanden absichtlich und willentlich verletzen und betrügen mit dem ich in einer partnerschaftlichen Beziehung, einer Freundschaft etc. stehe.

Aber dass ich auch noch für das Lebensglück und die Liebe von Menschen verantwortlich sein soll, die ich noch nie gesehen habe und deren Namen ich nicht mal kenne. Da kann ich nur noch sagen: Häääääääääää!

Brenda
21.10.2008, 16:32
Zitat: Annew
Aus meiner Sicht trage ich dann Verantwortung, wenn ich meine eigenen Beziehungen zerstören würde (wie das ein untreuer Ehemann tut). Zu einer Ehefrau, die ich absolut nicht kenne habe ich selbst keine Beziehung, die ich verletzten könnte, zu einer Freundin, Kollegin etc. gibt es schon eine Beziehung.


Aber zur Ehefrau deines Geliebten nicht.

Da besteht ja keinerlei Beziehung .. du gehst nur zufällig mit dem gleichen Mann wie sie ins Bett.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:32
Also, liebe Kühlesblondes, heißt das dann für Dich:

Kennen = Verantwortung
Nichtkennen = keine Verantwortung

Ist das so stimmig für Dich? Wirklich?:ooooh:

Grob gesagt: Ja

Wo ist dein Gegenargument?!

Brenda
21.10.2008, 16:34
Kühlesblondes .. was passiert beim einem eventuellen Kennenlernen / Gegenübertreten. Regt sich dann dein Gewissen.

Würdest du so eines vermeiden.

Ich denke ja ...

ernesto_01
21.10.2008, 16:36
Zitat: Annew
Aus meiner Sicht trage ich dann Verantwortung, wenn ich meine eigenen Beziehungen zerstören würde (wie das ein untreuer Ehemann tut). Zu einer Ehefrau, die ich absolut nicht kenne habe ich selbst keine Beziehung, die ich verletzten könnte, zu einer Freundin, Kollegin etc. gibt es schon eine Beziehung.


Aber zur Ehefrau deines Geliebten nicht.

Da besteht ja keinerlei Beziehung .. du gehst nur zufällig mit dem gleichen Mann wie sie ins Bett.


du gehst nur zufällig mit dem gleichen Mann wie sie ins Bett tja...aber nicht gleichzeitig :smirksmile:

Inaktiver User
21.10.2008, 16:37
Ich wollte nur aufzeigen .. das nicht immer nur die Männer die Entscheider sind.

Es wird genauso oft auch gezerrt und das schon von beiden Seiten.

Paradies oder Schlaraffenland oder Hölle für solche Nichtentscheider .. keine Ahnung.

Die Frage war ja nicht ob sie Verantwortung für die Ehefrau oder die Ursprungsbeziehung trägt .. aber wieviel Verantwortung trägt sie daran .. das die Ehe eventuell durch die Nebenbeziehung scheitert.
In Deinem Fall denke ich ja echt, dass ihm das so gefallen hat mit 2 Frauen. Ist doch ein Traum oder? Das bisschen Gezoppel an ihm, hat er vielleicht als Interesse an ihm umgemünzt und genossen und letztendlich hatte er Euch doch beide eine beachtlich lange Zeit im Griff.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:38
Jeder Mensch trägt die Verantwortung für SEINE Beziehungen.

Wenn jeder einfach die Verantwortung für SEIN Handeln


eben - man trägt nicht nur Verantwortung für seine Beziehungen, sondern auch für sein Handeln.

und die Geliebte handelt - sie beteiligt sich an einem Betrug.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:38
Wenn die Ehefrau aber genau das selber lieber gehabt hätte.

Nimmt dann die Geliebte auch nichts weg.

:wie?:
Aber man/frau spricht doch über Wünsche in der Partnerschaft oder etwas nicht? Gehört doch dazu.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:40
Kühlesblondes .. was passiert beim einem eventuellen Kennenlernen / Gegenübertreten. Regt sich dann dein Gewissen.

Würdest du so eines vermeiden.

Ich denke ja ...

Brenda,

KLAR ich habe sehr viel Gewissen.
Vielleicht mehr als diejenigen, die behaupten, sie würden sich nie auf jemanden einlassen, der liiert ist.

Ich denke, der Ansatz ist, dass ich mich fragen würde, was der Mann, in den ich mich da verliebt habe, für einen Charakter hat, wenn er seine eigentliche Partnerin mit mir bereitwillig hintergeht.
Aber das Wohlergehen und die Gefühle der "anderen Frau", das ist schlicht nicht meine Baustelle.

Brenda
21.10.2008, 16:42
Sprichst du ununterbrochen über deine Wünsche täglich... 30 Jahre lang.

Nein ich nicht ... meine Wünsche wurden ja erfüllt wenn ich sie erfüllt haben wollte .... aber eben ihre auch.

Und ich hätte meinen Wunscherfüller lieber nicht geteilt.


So .. jetzt bin ich raus. Leonie hats geschrieben .. Man ist nicht für die andere Beziehung verantwortlich sondern eben für sein Handeln .. und das ist eben den Betrug am Partner seines ausgeliehenen Partners noch unterstützen ist .. eigenes Handeln. Und das auch noch ziemlich eigensüchtig.

Weil sie den Mann der Freundin .. nur als Beispiel auch haben möchte.


Mehr von mir nicht mehr dazu .. aber diskutiert mal schön weiter.

:blumengabe:

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:42
Und die Geliebte handelt - sie beteiligt sich an einem Betrug.

NEIN NEIN NEIN.

Die Geliebte beteiligt sich erst dann am Betrug, wenn sie eine Beziehung zu der anderen Frau hat.
Ansonsten ist es allein SEIN Betrug, denn die Geliebte hat überhaupt gar nichts damit zu schaffen, was der Mann mit seiner Partnerin lebt und vereinbart hat.

Er lügt (ggf. sogar bei BEIDEN)
Er schläft mit beiden, obwohl er mindestens einer die Treue versprochen hat.

Nur ER begeht einen Betrug.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:46
Man ist nicht für die andere Beziehung verantwortlich sondern eben für sein Handeln .. und das ist eben den Betrug am Partner seines ausgeliehenen Partners noch unterstützen ist .. eigenes Handeln. Und das auch noch ziemlich eigensüchtig.

Erzähl mir nicht, dass es nicht eigennützig ist, dass du deinen Wunscherfüller für dich allein haben willst?!
Und das meine ich völlig wertfrei.


Weil sie den Mann der Freundin .. nur als Beispiel auch haben möchte.


DAS ist wie gesagt ein völlig anderer Fall.
Warum können so viele da nicht differenzieren?!

Ihr erwartet, dass alle Frauen die Verantwortung für sich und für die Männer übernehmen.
Eigentlich schön bequem für die Männer, wenn die Frauen dafür sorgen, dass sie nicht mal mehr der einen oder anderen Versuchung aus eigener Kraft widerstehen müssen.

Brenda
21.10.2008, 16:46
Muss man sich wohl einreden .. sonst kann man nicht mit einem verheirateten Mann ins Bett.

Kühlesblondes ... da solltest du mal rangehen .. da ist irgendwie der Denkfehler verborgen.

Du bist Bestandteil des Betruges.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:47
Nein ich nicht ... meine Wünsche wurden ja erfüllt wenn ich sie erfüllt haben wollte .... aber eben ihre auch.

Und ich hätte meinen Wunscherfüller lieber nicht geteilt.


Tja, nur offensichtlich wollte er eben gern 2 Frauen ihre Wünsche erfüllen.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:47
NEIN NEIN NEIN.

Die Geliebte beteiligt sich erst dann am Betrug, wenn sie eine Beziehung zu der anderen Frau hat.

und sonst ist sie unbeteiligt :wie?:

Inaktiver User
21.10.2008, 16:48
Muss man sich wohl einreden .. sonst kann man nicht mit einem verheirateten Mann ins Bett.

Kühlesblondes ... da solltest du mal rangehen .. da ist irgendwie der Denkfehler verborgen.

Du bist Bestandteil des Betruges.

Das mit dem zusammen ins Bett gehen klappt schon. Es dürften sonst ja auch keine ONS und was auch immer funktionieren. Dann hat die Ehefrau aber auch Anteil am Betrug.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:48
Zitat: Annew
Aus meiner Sicht trage ich dann Verantwortung, wenn ich meine eigenen Beziehungen zerstören würde (wie das ein untreuer Ehemann tut). Zu einer Ehefrau, die ich absolut nicht kenne habe ich selbst keine Beziehung, die ich verletzten könnte, zu einer Freundin, Kollegin etc. gibt es schon eine Beziehung.


Aber zur Ehefrau deines Geliebten nicht.

Da besteht ja keinerlei Beziehung .. du gehst nur zufällig mit dem gleichen Mann wie sie ins Bett.


Wieso sollte es unter Umständen nicht einigermaßen zufällig sein..
Ich meine hier im Forum schon öfters (soweit ich mich entsinne von seiten betrogener Ehefrauen) mal etwas gelesen zu haben wie die Geliebten seien naiv, wenn sie glaubten, sie wären persönlich gemeint, da es den Männern meist nur um Sex/Abenteuer/Verliebtheit/Absprung etc. gehe und die Geliebten als Personen tendenziell austauschbar wären...

Brenda
21.10.2008, 16:49
Erzähl mir nicht, dass es nicht eigennützig ist, dass du deinen Wunscherfüller für dich allein haben willst?!
Und das meine ich völlig wertfrei.




Natürlich ist das eigennützig. Ich bin ja auch die offizelle Partnerin. Solange er mit mir eine Beziehung hat .. und die nicht verlässt .. möchte ich keine andere Frau mit in dieser Beziehung haben.

Das hab ich immer klar artikuliert .. und deswegen bin ich dann auch so schändlich belogen worden. Weil Aufdeckung hätte geheissen ... die Beziehung zu mir ist weg.

ernesto_01
21.10.2008, 16:49
Eigentlich schön bequem für die Männer, wenn die Frauen dafür sorgen, dass sie nicht mal mehr der einen oder anderen Versuchung aus eigener Kraft widerstehen müssen.

:krone auf: echt! immer diese bösen lüsternen Mädchen.... :blumengabe:

Ich bleibe aber doch auch dabei- jeder ist für seine Beziehung selber verantwortlich!

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:50
Kühlesblondes ... da solltest du mal rangehen .. da ist irgendwie der Denkfehler verborgen.

Kein Denkfehler - eine andere Herangehensweise.


Du bist Bestandteil des Betruges.

Passiv ja.
Wie gesagt, meine Überlegung wäre eher: Will ich mit jemandem ins Bett, eine Beziehung haben, der so wenig zu seinem Wort steht.

Verantwortung für den Schmerz der betrogenen Ehefrau lasse ich mir trotzdem nicht aufbürden. Die trägt in vollem Umfang ihr Gatte.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:50
Wieso sollte es unter Umständen nicht einigermaßen zufällig sein..
Ich meine hier im Forum schon öfters (soweit ich mich entsinne von seiten betrogener Ehefrauen) mal etwas gelesen zu haben wie die Geliebten seien naiv, wenn sie glaubten, sie wären persönlich gemeint, da es den Männern meist nur um Sex/Abenteuer/Verliebtheit/Absprung etc. gehe und die Geliebten als Personen tendenziell austauschbar wären...
Jede Beziehung entsteht doch mehr oder weniger zufällig. Was ist denn das für eine Argumentation?

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:51
und sonst ist sie unbeteiligt :wie?:

Am Betrug ja.
Oder wo betrügt und belügt sie jemanden?
Betrügt man jemandem, mit dem man gar nichts zu tun hat?!

Inaktiver User
21.10.2008, 16:52
sie betrügt niemanden - sie ist aber an seinem Betrug beteiligt - und dafür trägt sie die Verantwortung.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:52
Das hab ich immer klar artikuliert .. und deswegen bin ich dann auch so schändlich belogen worden. Weil Aufdeckung hätte geheissen ... die Beziehung zu mir ist weg.

Ja und wer hat gelogen: ER

Und wenn du sie kanntest (das weiss ich jetzt leider nicht), dann natürlich auch: SIE

Und in diesem Fall ist sie genauso schuldig geworden dir gegenüber!

Inaktiver User
21.10.2008, 16:53
sie betrügt niemanden - sie ist aber an seinem Betrug beteiligt - und dafür trägt sie die Verantwortung.


Das mag ja sein, aber dafür offen, die Ehefrau zu hintergehen war er und er allein hat dafür die Verantwortung. Sie hat das zwar mit möglich gemacht, aber letztendlich ist sie der Ehefrau gegenüber nicht in der Pflicht. Das ist er allein.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 16:54
sie betrügt niemanden - sie ist aber an seinem Betrug beteiligt - und dafür trägt sie die Verantwortung.

Tja da können wir uns wohl leider nicht einigen.
Für meine Moral passt es besser, jedem die Verantwortung für seine unmittelbaren Beziehungen zu übertragen.

Warum ist es eigentlich so wichtig, dass nicht allein der Ehebrecher die Verantwortung übernimmt?!

Inaktiver User
21.10.2008, 16:54
NEIN NEIN NEIN.

Die Geliebte beteiligt sich erst dann am Betrug, wenn sie eine Beziehung zu der anderen Frau hat.
Ansonsten ist es allein SEIN Betrug, denn die Geliebte hat überhaupt gar nichts damit zu schaffen, was der Mann mit seiner Partnerin lebt und vereinbart hat.

Er lügt (ggf. sogar bei BEIDEN)
Er schläft mit beiden, obwohl er mindestens einer die Treue versprochen hat.

Nur ER begeht einen Betrug.

muss ich doch noch einmal fragen:

angenommen, du wirst von einem guten Freund um sehr viel Geld betrogen. Ein Bekannter hat ihm bei diesem Betrug tatkräftig geholfen, ihn gut dabei unterstützt:
trägt dann nur dein Freund die Verantwortung für den Betrug oder auch derjenige, der ihm tatkräftig dabei geholfen hat?

Wie war das noch gleich: jeder trägt Verantwortung für sein Handeln?
Nur dann nicht, wenn es um so etwas läppisches wie Beziehungen geht?

Inaktiver User
21.10.2008, 16:56
muss ich doch noch einmal fragen:

angenommen, du wirst von einem guten Freund um sehr viel Geld betrogen. Ein Bekannter hat ihm bei diesem Betrug tatkräftig geholfen, ihn gut dabei unterstützt:
trägt dann nur dein Freund die Verantwortung für den Betrug oder auch derjenige, der ihm tatkräftig dabei geholfen hat?

Wie war das noch gleich: jeder trägt Verantwortung für sein Handeln?
Nur dann nicht, wenn es um so etwas läppisches wie Beziehungen geht?
Die Entscheidung fremdzugehen hat meist der Ehemann allein für sich klar gemacht und das oft lang bevor die Geliebte auftauchte.
Und vielleicht, wenn sie nicht aufgetaucht wäre, wäre diese Ehe zerbrochen.

Brenda
21.10.2008, 16:57
halt ...halt .. meiner erst als sie aufgetaucht ist.

:knatsch:

Inaktiver User
21.10.2008, 16:57
Tja da können wir uns wohl leider nicht einigen.
Für meine Moral passt es besser, jedem die Verantwortung für seine unmittelbaren Beziehungen zu übertragen.

Warum ist es eigentlich so wichtig, dass nicht allein der Ehebrecher die Verantwortung übernimmt?!

Ich finde es wichtig, weil ich der Meinung bin, dass man immer Verantwortung für sein Handeln übernehmen sollte und sich Gedanken machen über das machen sollte, was man tut - und nicht nur dann, wenn es grade in den Kram passt.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:57
halt ...halt .. meiner erst als sie aufgetaucht ist.

:knatsch:
Weißt Du das sicher? Gut, so kann das auch geschehen. Klar.

ernesto_01
21.10.2008, 16:58
muss ich doch noch einmal fragen:

angenommen, du wirst von einem guten Freund um sehr viel Geld betrogen. Ein Bekannter hat ihm bei diesem Betrug tatkräftig geholfen, ihn gut dabei unterstützt:
trägt dann nur dein Freund die Verantwortung für den Betrug oder auch derjenige, der ihm tatkräftig dabei geholfen hat?

Wie war das noch gleich: jeder trägt Verantwortung für sein Handeln?
Nur dann nicht, wenn es um so etwas läppisches wie Beziehungen geht?

In diesem Beispiel geht es um Geld, was jemandem gehört, worauf er einen Anspruch hat? - Beziehungen, Liebe und Gefühle - siehst Du da Parallelen?

Inaktiver User
21.10.2008, 16:58
Warum ist es eigentlich so wichtig, dass nicht allein der Ehebrecher die Verantwortung übernimmt?!

Gute Beobachtung. Meine Vermutung (kenne ich auch von mir aus früheren Tagen), weil frau erstmal nicht so gerne auf den eigenen Mann sehen will, aber einen Schuldigen finden muss. Die Wut, die Verletztheit muss raus und wenn man noch sehr an jemandem hängt, ist die "andere" geradezu perfekt dafür.
Und, Frauen neigen viel mehr dazu, anderen Frauen, nennen wir es mal diplomatisch "nahe zu treten".

Es ist zwar schon lange her, aber auch ich wurde mal betrogen. Das nur am Rande.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:58
Die Entscheidung fremdzugehen hat meist der Ehemann allein für sich klar gemacht und das oft lang bevor die Geliebte auftauchte.
Und vielleicht, wenn sie nicht aufgetaucht wäre, wäre diese Ehe zerbrochen.

das sind Spekulationen, kann genau so gut anders sein, Beispiele gibt es für beides genug.

Und es beantwortet nicht meine Frage.

Inaktiver User
21.10.2008, 16:59
muss ich doch noch einmal fragen:

angenommen, du wirst von einem guten Freund um sehr viel Geld betrogen. Ein Bekannter hat ihm bei diesem Betrug tatkräftig geholfen, ihn gut dabei unterstützt:
trägt dann nur dein Freund die Verantwortung für den Betrug oder auch derjenige, der ihm tatkräftig dabei geholfen hat?

Wie war das noch gleich: jeder trägt Verantwortung für sein Handeln?
Nur dann nicht, wenn es um so etwas läppisches wie Beziehungen geht?

Das ist doch nicht vergleichbar. Beim Fremdgehen geht es sehr viel um die persönliche Einstellung. Es stellt kein Verbrechen mit Mittätern dar. es gibt da auch keinen Konsens in der Gesellschaft (und hier auch nicht)

Inaktiver User
21.10.2008, 17:00
In diesem Beispiel geht es um Geld, was jemandem gehört, worauf er einen Anspruch hat? - Beziehungen, Liebe und Gefühle - siehst Du da Parallelen?

Hier geht es um Verantwortung, Mitverantwortung.
Ja, ich sehe Parallelen, denn es geht darum, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen und da ist es egal ob es sich um Geld, Mobbing oder Beziehungen handelt.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:02
Es stellt kein Verbrechen mit Mittätern dar.

aber ein Unrecht.

nicht umsonst wird das Wort "Betrug" verwendet.

und zu dem Unrecht gibt es sehr wohl Mittäter.

ernesto_01
21.10.2008, 17:04
Die Verantwortung liegt in der Beziehung. Ich hätte es als absurd erlebt, wenn sich der Lover auch nur in irgendeiner Pflicht mir gegenüber gefühlt hätte. Die Verantwortung blieb da, wo sie hingehört- in unserer Beziehung. Etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:05
eben - man trägt nicht nur Verantwortung für seine Beziehungen, sondern auch für sein Handeln.

und die Geliebte handelt - sie beteiligt sich an einem Betrug.

Die meisten Ehen, die ich kenne, die angeblich wegen der Beteiligung der Geliebten an dem Betrug auseinander gingen, waren schon seit langer Zeit eine Illusion. Seit Jahren stimmte etwas in ihnen nicht.
Einige Beispiele:

1. Er legt sich eine Geliebte zu. Aufgedeckt. Frau verzweifelt. Will keine Scheidung. Es kommt zur Scheidung. Tatsache: es war eine Scheinehe seit langer Zeit. ER ist vor und wärdend der Ehe mehrmals fremdgegangen, sie hat ihm immer verzeiehen, er hat kein Respekt für sie gehabt.

2. Der Mann ging in regelmäßigen Anständen ins Bordell. Trotzdem blieben sie zusammen. Haben einen kleinen Sohn. Sie findet einen Geliebten. Trennung.

3. Junges Ehepaar mit Kind. Kein Zusammensein. Sie kümmert sich um alles Alleine. Er ist selten zu Hause. Abends beschäftigt sich mit seinen Hobbys. Er lernt eine andere kennen. Aufgeflogen. Trennung.

Das sind einige Beispiele aus meinem Bekanntenkreis, wo ich nicht als Geliebte sondern Beobachter beteilgt war. Als ich dann von der Trennung "wegen einer anderen" erfuhr, habe ich mich auch nicht sonderlich gewundert. Nach dem Motto: logisch, war zu erwarten.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:05
aber ein Unrecht.

nicht umsonst wird das Wort "Betrug" verwendet.

und zu dem Unrecht gibt es sehr wohl Mittäter.

Nein es ist kein Unrecht. Wer sagt das?

Inaktiver User
21.10.2008, 17:05
aber ein Unrecht.

nicht umsonst wird das Wort "Betrug" verwendet.

und zu dem Unrecht gibt es sehr wohl Mittäter.
Naja, auf der anderen Seite leben wir nicht mehr im Mittelalter und eine Straftat ist es auch nicht. Das Gesetz wurde bei Scheidungen schon längst angepasst, da man davon ausgehen muss, dass an dem Verlauf der betreffenden Ehe zwei beteiligt waren.

ernesto_01
21.10.2008, 17:07
Nein es ist kein Unrecht. Wer sagt das?
eben- das wird in der Beziehung definiert- dort, wo dann auch eben die Verantwortung dafür liegt.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:07
muss ich doch noch einmal fragen:

angenommen, du wirst von einem guten Freund um sehr viel Geld betrogen. Ein Bekannter hat ihm bei diesem Betrug tatkräftig geholfen, ihn gut dabei unterstützt:
trägt dann nur dein Freund die Verantwortung für den Betrug oder auch derjenige, der ihm tatkräftig dabei geholfen hat?

Wie war das noch gleich: jeder trägt Verantwortung für sein Handeln?
Nur dann nicht, wenn es um so etwas läppisches wie Beziehungen geht?

Ein Bekannter von IHM oder von MIR?
Auch hier gilt: Wenn der Typ mit mir nichts zu tun hat, sehe ich wenig Verantwortung bei ihm.
AUßER: Dass er mich als Mittäter bestiehlt, das ist dann ggf. ein Straftatbestand.
Beischlaf mit verheirateten Menschen aber nunmal nicht.
Und die Auswirkungen sind auch völlig andere.

Mit "etwas Läppischem wie Beziehungen" hat das überhaupt nichts zu tun.

Prijon
21.10.2008, 17:07
Und wenn du sie kanntest (das weiss ich jetzt leider nicht), dann natürlich auch: SIE


Soweit ich mich erinnern kann, kannte bzw.kennt Brenda diese andere Frau. Bei mir war es im übrigen so, dass der Liebhaber meiner Frau hier in die Familie eingeführt wurde. IHR guter Freund, den wir nach Möglichkeit auch alle gerne haben sollten.

Da gibt es echt welche, die ticken in solchen Fällen nicht ganz richtig. Was für Brendas Mann ja auch zuzutreffen scheint.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 17:08
Die Verantwortung liegt in der Beziehung. Ich hätte es als absurd erlebt, wenn sich der Lover auch nur in irgendeiner Pflicht mir gegenüber gefühlt hätte. Die Verantwortung blieb da, wo sie hingehört- in unserer Beziehung. Etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.


Ich auch nicht. :blumengabe:

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:09
Die Verantwortung liegt in der Beziehung. Ich hätte es als absurd erlebt, wenn sich der Lover auch nur in irgendeiner Pflicht mir gegenüber gefühlt hätte. Die Verantwortung blieb da, wo sie hingehört- in unserer Beziehung. Etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.

Sehe ich genauso.
Nicht nur absurd .. irgendwie auch unangenehm.

Ich will doch nicht, dass fremde Menschen Verantwortung für MEIN LEBEN übernehmen. Ich bin doch kein bedürftiges Hascherl.

Kraaf
21.10.2008, 17:09
aber ein Unrecht.

nicht umsonst wird das Wort "Betrug" verwendet.

und zu dem Unrecht gibt es sehr wohl Mittäter.

Das ist schlichtweg pseudo-juristischer Humbug. :knatsch:

Wo ist sie denn, die eigene Garantenstellung der Geliebten der Ehefrau gegenüber, die sie zu einem Unterlassen verpflichten würde? Wer hat ein Treue- und Eheversprechen abgegeben?

Wenn das eigene Eheversprechen nicht tragen will und der Ehemann versagt, soll es eben die Geliebte richten oder wie? wie praktisch einerseits und sinnlos andererseits.

Ich würde mit einem Mann, der nicht selbst und alleine seine Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen und tragen kann, jedenfalls nicht zusammen bleiben wollen.

*kopfschüttelnd ab*

Inaktiver User
21.10.2008, 17:09
Soweit ich mich erinnern kann, kannte bzw.kennt Brenda diese andere Frau. Bei mir war es im übrigen so, dass der Liebhaber meiner Frau hier in die Familie eingeführt wurde. IHR guter Freund, den wir nach Möglichkeit auch alle gerne haben sollten.

Da gibt es echt welche, die ticken in solchen Fällen nicht ganz richtig.

Prijon
*lach* Oder sie wollen eben zwei offiziell. Bei manchen klappt das.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:10
Da gibt es echt welche, die ticken in solchen Fällen nicht ganz richtig.


Wie gesagt, das ist ein ganz anderer Fall.
Der aber von meinem Grundsatz auch berücksichtigt wird :zwinker:

Inaktiver User
21.10.2008, 17:11
Tja da können wir uns wohl leider nicht einigen.
Für meine Moral passt es besser, jedem die Verantwortung für seine unmittelbaren Beziehungen zu übertragen.

Warum ist es eigentlich so wichtig, dass nicht allein der Ehebrecher die Verantwortung übernimmt?!

Es ist einfacher für die Ehefrau, besonders wenn sie mit dem Mann noch bleiben will, darf sie ihn nicht völlig verteufeln. Sie wird mit ihm weiter schlafen und leben müssen. es ist einfach, die verantwortung auf die Geliebte zu verschieben - die böse Hexe hat es angerichtet.

Für die Frau ist es etwas wie Selbstschutz: es wäre schon sehr grausam sich selbst gestehen zu müssen: er fand mich nicht mehr sexy und antraktiv, er WOLLTE eindeutig eine andere.

Aber wenn die Geliebte mitschuldig ist, dann ist ER weniger schuldig.

Prijon
21.10.2008, 17:11
Und die Auswirkungen sind auch völlig andere.

Also,
mich würde eine Trenung einen fünfstelligen Eurobetrag kosten.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 17:11
Zitat: Annew
Aus meiner Sicht trage ich dann Verantwortung, wenn ich meine eigenen Beziehungen zerstören würde (wie das ein untreuer Ehemann tut). Zu einer Ehefrau, die ich absolut nicht kenne habe ich selbst keine Beziehung, die ich verletzten könnte, zu einer Freundin, Kollegin etc. gibt es schon eine Beziehung.


Aber zur Ehefrau deines Geliebten nicht.

Da besteht ja keinerlei Beziehung .. du gehst nur zufällig mit dem gleichen Mann wie sie ins Bett.

Nein, nicht zufällig. Aber ich habe, wenn dann eine Beziehung zu dem Mann und nicht zu seiner Ehefrau.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:12
Kühlesblondes .. was passiert beim einem eventuellen Kennenlernen / Gegenübertreten. Regt sich dann dein Gewissen.

Würdest du so eines vermeiden.

Ich denke ja ...

Warum sollte eine Geliebte die Ehefrau des Geliebten kennenlernen wollen?

Inaktiver User
21.10.2008, 17:12
Ich würde mit einem Mann, der nicht selbst und alleine seine Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen und tragen kann, jedenfalls nicht zusammen bleiben wollen.

*kopfschüttelnd ab*

darum, dass der Ehemann seine Verantwortung abschieben kann, geht es doch gar nicht.

sondern darum, ob die Geliebte auch Verantwortung hat.

ja, hat sie.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:13
Ich finde es wichtig, weil ich der Meinung bin, dass man immer Verantwortung für sein Handeln übernehmen sollte und sich Gedanken machen über das machen sollte, was man tut - und nicht nur dann, wenn es grade in den Kram passt.

Ich finde es ziemlich anmassend, dass du mir unterstellst, Verantwortung nur zu übernehmen, wenn es mir in den Kram passt.

Wie wärs, wenn ich dich dafür verantwortlich mache, dass in Afrika Kinder verhungern. Wenn man lange genug sucht und Verbindungen herstellt, lässt sich da sicher eine argumentative Grundlage ausmachen.

Prijon
21.10.2008, 17:13
Oder sie wollen eben zwei offiziell. Bei manchen klappt das.

Für "offiziell" hätten Brendas Mann und meine Frau mal den Mund aufmachen müssen. Das ist zumindest bei mir nicht passiert, bei Brenda liest sich das auch nicht so. Da geschah irgendwas völlig Bekklopptes durch die kalte Küche.



Warum sollte eine Geliebte die Ehefrau des Geliebten kennenlernen wollen?

Weil der Geliebte das will?

Prijon

Brenda
21.10.2008, 17:13
Also wenn ich jetzt Myselfs Rat annehmen würde .. mir einen verheirateten Lover zu suchen. Darf ich kein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Frau haben.

Hätt ich auch nicht .. was Essen gehen .. Ausflüge machen und sonstwas betrifft .. nur wenn ich eben in die Paarbeziehung mit ihm trete .. solange er seine andere Paarbeziehung noch hat .... das ist Knackpunkt bei mir .. solange hab ich der Ehefrau gegenüber eine Mitschuld.

Ich habe nicht gewartet .. bis er ihr gesagt hat .. das er auch mit mir ein sexuelles Verhältnis oder Liebesverhältnis .. wenn es euch so lieber ist.. hat und eingeht.

Und wenn es nur so abhandelt ...


Lieselotte hast du was dagegen das ich auch mit der Brenda ins Bett gehe.


Und das würd ich von jeder .. Frau erwarten .. das sie einfach abwartet .. bis er sich aus seiner Beziehung .. gelöst hat. Bevor sie in eine aktive Beziehung sich mit einem verheiraten Mann .. oder auch umgekehrt begibt.

Dann gebe es das Gebaggere .. und Gebalze von verheirateten Menschen .(Männer) trotzdem .. aber sie hätten vielleicht ..nicht diesen durch die Heimlichkeit ..bedingten Erfolg.

Damit tut die Geliebte sogar sich selbst einen Gefallen. Denn meistens erwarten ja diese Geliebten mehr .. sie erwarten nicht nur .. das er ihr Bett teilt .. sondern auch irgendwann ihr Leben.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:14
Muss man sich wohl einreden .. sonst kann man nicht mit einem verheirateten Mann ins Bett.

Kühlesblondes ... da solltest du mal rangehen .. da ist irgendwie der Denkfehler verborgen.

Du bist Bestandteil des Betruges.

Bestandteil evtl. aber nicht Ausführender.

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:15
Es ist einfacher für die Ehefrau, besonders wenn sie mit dem Mann noch bleiben will, darf sie ihn nicht völlig verteufeln. Sie wird mit ihm weiter schlafen und leben müssen. es ist einfach, die verantwortung auf die Geliebte zu verschieben - die böse Hexe hat es angerichtet.

Für die Frau ist es etwas wie Selbstschutz: es wäre schon sehr grausam sich selbst gestehen zu müssen: er fand mich nicht mehr sexy und antraktiv, er WOLLTE eindeutig eine andere.

Aber wenn die Geliebte mitschuldig ist, dann ist ER weniger schuldig.

DAS vermute ich im Übrigen auch.
Es ist einfach leichter, die eigene Wut und Enttäuschung auf die Person zu richten, die man nicht liebt und vielleicht nicht mal kennt.

Ganz schön bequem eigentlich.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:16
Bei mir war es im übrigen so, dass der Liebhaber meiner Frau hier in die Familie eingeführt wurde. IHR guter Freund, den wir nach Möglichkeit auch alle gerne haben sollten.

Prijon

Ich habe Bekannte, die haben zu dritt gelebt (Frau, Ehemann, Lover). Den Lover gibt es heute nicht mehr. Die Ehe besteht in wirklich bester Freundschaft heute. Die Frau würde gerne wieder den Sex in die Ehe zurückholen (mit ihrem Mann), der aber ist - nach 10 Jahren - noch so tief verletzt, dass er sie körperlich nicht mehr an sich heranlassen kann.

Du konntest Deiner Frau verzeihen, Prijon?

Brenda
21.10.2008, 17:16
Für "offiziell" hätten Brendas Mann und meine Frau mal den Mund aufmachen müssen. Das ist zumindest bei mir nicht passiert, bei Brenda liest sich das auch nicht so. Da geschah irgendwas völlig Bekklopptes durch die kalte Küche.



Weil der Geliebte das will?

Prijon

Nein da war eher das Gegenteil .. er hat Treue erwartet und gefordert.

Ist einmal ausgerastet .. weil er dachte ich hätte jetzt einen Freund.

Und hat meine Mails überwacht .. und und ...

darf ich hier gar nicht alles schreiben

Inaktiver User
21.10.2008, 17:17
halt ...halt .. meiner erst als sie aufgetaucht ist.

:knatsch:

Sagt wer? Er? Und das glaubst Du ihm dann auf einmal?

Kuehlesblondes
21.10.2008, 17:18
Und das würd ich von jeder .. Frau erwarten .. das sie einfach abwartet .. bis er sich aus seiner Beziehung .. gelöst hat. Bevor sie in eine aktive Beziehung sich mit einem verheiraten Mann .. oder auch umgekehrt begibt.

Dann gebe es das Gebaggere .. und Gebalze von verheirateten Menschen .(Männer) trotzdem .. aber sie hätten vielleicht ..nicht diesen durch die Heimlichkeit ..bedingten Erfolg.

Damit tut die Geliebte sogar sich selbst einen Gefallen. Denn meistens erwarten ja diese Geliebten mehr .. sie erwarten nicht nur .. das er ihr Bett teilt .. sondern auch irgendwann ihr Leben.

Genau.
Warum entmündigen wir nicht gleich alle Männer und wir Frauen klären unter uns, wer mit wem zu schlafen hat und wer nicht.

BRENDA, das kann nicht dein Ernst sein.
Ebenso nicht, dass nur das Auftauchen und die Bereitwilligkeit der anderen Frau zum Ende deiner Ehe geführt hat.
Das kann nicht der alleinige Grund sein.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:18
Hier geht es um Verantwortung, Mitverantwortung.
Ja, ich sehe Parallelen, denn es geht darum, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen und da ist es egal ob es sich um Geld, Mobbing oder Beziehungen handelt.

Ich halte die Fälle für zu unterschiedlich, um sie zu vergleichen.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:19
Ich war auch mal eine "Geliebte". Habe mich verantwortlich gefühlt und schuldig und mich geschämt. Diese Gefühle waren komplett überflüssig. Ich hatte mit der Ehe der beiden nichts zu tun. Das kann ich aber eigentlch erst heute für mich so klar sagen. Nicht weil ich irgendeine Verantwortung nicht tragen will. Sondern weil es einfach so war.

Brenda
21.10.2008, 17:19
Ach annew .. so ein bisschen was weiss ich auch noch. Ich war ja in dieser Ehe dabei.

Ja ich weiss wann er sich in sie verliebt hat .. ich habs gespürt. Passiert mal in einer langen Beziehung.

Aber er hatte nicht den Mut .. das auch zu sagen. Er hat von Anfang versucht .. das als Freundschaft darzustellen.

Nachträglich ist Frau immer klüger.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:22
Weil der Geliebte das will?

Prijon

Fände ich extrem seltsam und unverständlich.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:25
Nein da war eher das Gegenteil .. er hat Treue erwartet und gefordert.

Ist einmal ausgerastet .. weil er dachte ich hätte jetzt einen Freund.

Und hat meine Mails überwacht .. und und ...

darf ich hier gar nicht alles schreiben

Das ist wie bei den Frauen, die fremdgehen, sich trennen und dann ausrasten, wenn der Ex eine neue Beziehung eingeht und ihr Machtpotential erhalten wollen...

Schade, dass Du diesen Freund nicht wirklich gehabt hast, es wäre an der Zeit, dass Du mal DIR etwas Gutes - fernab von Deinem Ex - tust. Wurde ja schon gesagt... und:
Es gibt ja auch genügend "ohne Anhang". :blumengabe:

Viele Grüße,
narrare.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:29
Ach annew .. so ein bisschen was weiss ich auch noch. Ich war ja in dieser Ehe dabei.

Ja ich weiss wann er sich in sie verliebt hat .. ich habs gespürt. Passiert mal in einer langen Beziehung.

Aber er hatte nicht den Mut .. das auch zu sagen. Er hat von Anfang versucht .. das als Freundschaft darzustellen.

Nachträglich ist Frau immer klüger.

Aber Du bist Dir sicher, dass er nicht vor ihrem Auftauchen schon nicht mehr zufrieden war? Meiner Meinung nach kann eine Frau oder ein Mann nicht eine Beziehung "einbrechen", in der beide Partner wirklich glücklich sind.

Prijon
21.10.2008, 17:33
Fände ich extrem seltsam und unverständlich.

War aber bei mir so. Meine Frau als Zentrum des Dreiecks wollte das so. Und ich habe Brenda (sie mag mich gerne korrigieren) so verstanden, dass das bei Ihr so ähnlich war.

Ich würde die Ausgangsfrage für mich so beantworten, dass es ganz sicher verschiedene Formen von Affären gibt.

Hätte ich einen ONS mit der Frau in der Hotelbar - deren Mann wäre mir auch egal.

Treffe ich wie auch immer auf eine Frau, die "affärenbereit" ist - z.B., weil es zuhause mit dem Sex nicht mehr klappt - und wir haben unseren Spaß miteinander: Auch dann würde ich keine Verantwortung für den Ehemann übernehmen wollen.

Verantwortung habe ich in meinen Augen dann, wenn es wirklich schwierig wird, zu Verstrickungen kommt. Wenn also (in meinem Fall) Sie nicht mehr weiß, wo sie hingehört. Wenn ein Hin und Her entsteht, ein wirkliches Dreieck - in dem wäre ich dann nach meinem geometrischen Grundverständnis durchaus mit dem Dritten verbunden.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 17:34
War aber bei mir so. Meine Frau als Zentrum des Dreiecks wollte das so. Und ich habe Brenda (sie mag mich gerne korrigieren) so verstanden, dass das bei Ihr so ähnlich war.

Ich würde die Ausgangsfrage für mich so beantworten, dass es ganz sicher verschiedene Formen von Affären gibt.

Hätte ich einen ONS mit der Frau in der Hotelbar - deren Mann wäre mir auch egal.

Treffe ich wie auch immer auf eine Frau, die "affärenbereit" ist - z.B., weil es zuhause mit dem Sex nicht mehr klappt - und wir haben unseren Spaß miteinander: Auch dann würde ich keine Verantwortung für den Ehemann übernehmen wollen.

Verantwortung habe ich in meinen Augen dann, wenn es wirklich schwierig wird, zu Verstrickungen kommt. Wenn also (in meinem Fall) Sie nicht mehr weiß, wo sie hingehört. Wenn ein Hin und Her entsteht, ein wirkliches Dreieck - in dem wäre ich dann nach meinem geometrischen Grundverständnis durchaus mit dem Dritten verbunden.

Prijon

So sehe ich das grundsätzlich auch.

Prijon
21.10.2008, 17:36
Aber Du bist Dir sicher, dass er nicht vor ihrem Auftauchen schon nicht mehr zufrieden war? Meiner Meinung nach kann eine Frau oder ein Mann nicht eine Beziehung "einbrechen", in der beide Partner wirklich glücklich sind.

Typisches Geliebtenargument, nicht unbedingt richtig.

Brendas Mann könnte ganz unabhängig von der Qualität seiner Ehe mit sich selbst nicht im Reinen gewesen sein?!

Prijon

Brenda
21.10.2008, 17:38
Ja genau Prijon

er wollte ja auch .. das ich seine Frau bin. hat er auch ihr so verkauft ... ich bin die Frau .. und sie beide eben die armen Königskinder ...

Wir ich und meine Kinder wussten ja alle von (s)einer Freundin ..

Das er ursprünglich mal in sie verliebt war .. war mir auch klar ..... aber das er / sie beide ein Verhältnis hatten nicht.

War ich wohl zu naiv. Und mir seiner zu sicher.

Pech ... das ist mein Anteil.

Ich kenn den schon.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:39
Typisches Geliebtenargument, nicht unbedingt richtig.

Brendas Mann könnte ganz unabhängig von der Qualität seiner Ehe mit sich selbst nicht im Reinen gewesen sein?!

Prijon

..aber auch das macht ja dann nicht die Geliebte verantwortlich..

Inaktiver User
21.10.2008, 17:39
Typisches Geliebtenargument, nicht unbedingt richtig.

Brendas Mann könnte ganz unabhängig von der Qualität seiner Ehe mit sich selbst nicht im Reinen gewesen sein?!

Prijon

Ich war noch nie Geliebte, das mal vorab.

Sicherlich hast Du recht, aber ich habe ja nur nach der Möglichkeit gefragt und nicht behauptet, dass es so gewesen sein muss.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:41
Aber Du bist Dir sicher, dass er nicht vor ihrem Auftauchen schon nicht mehr zufrieden war? Meiner Meinung nach kann eine Frau oder ein Mann nicht eine Beziehung "einbrechen", in der beide Partner wirklich glücklich sind.

Ich glaube, da irrst Du. Fremdverlieben KANN IMMER passieren. Der Umgang damit allerdings (und da liegt es an beiden Partnern, schade, dass Brenda ihrem Bauch nicht mehr vertraute als den Worten ihres Mannes) kann die Dinge ins Rollen bringen, so oder so.

Fallbeispiel. Sehr gute Ehe, auch sexuell, recht offen mit Partnertausch - im intimen Freundeskreis (immer nur zusammen, will heißen auch noch spannend), Kinder, Haus und Hof. Es läuft wirklich gut ...und Mann verguckt sich dennoch, wird angemacht von neuer Frau aus entferntem Bekanntenkreis, fühlt sich geschmeichelt und vergöttert. Ehefrau nimmt das wahr (seelige Grinsen u.s.w. ihres Mannes) und wird aktiv und handelt dagegen (Tacheles reden mit Ehemann und auch dieser Frau).
Heute, 20 Jahre später, hält diese Ehe immer noch, glücklich. Diese Frau war eine kurze Episode, zum Glück ist nicht mehr passiert.

VG,
narrare.

Prijon
21.10.2008, 17:42
.aber auch das macht ja dann nicht die Geliebte verantwortlich..

Stimmt. Ich mag nur dieses "wenn die Ehe glücklich dann kein Dritter blabla" Argument nicht wirklich. Weil damit immer auch der Ehefrau Verantwortung zugeschoben wird.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2008, 17:42
Ich glaube, da irrst Du. Fremdverlieben KANN IMMER passieren. Der Umgang damit allerdings (und da liegt es an beiden Partnern, schade, dass Brenda ihrem Bauch nicht mehr vertraute als den Worten ihres Mannes) kann die Dinge ins Rollen bringen, so oder so.

Fallbeispiel. Sehr gute Ehe, auch sexuell, recht offen mit Partnertausch - im intimen Freundeskreis (immer nur zusammen, will heißen auch noch spannend), Kinder, Haus und Hof. Es läuft wirklich gut ...und Mann verguckt sich dennoch, wird angemacht von neuer Frau aus entferntem Bekanntenkreis, fühlt sich geschmeichelt und vergöttert. Ehefrau nimmt das wahr (seelige Grinsen u.s.w. ihres Mannes) und wird aktiv und handelt dagegen (Tacheles reden mit Ehemann und auch dieser Frau).
Heute, 20 Jahre später, hält diese Ehe immer noch, glücklich. Diese Frau war eine kurze Episode, zum Glück ist nicht mehr passiert.

VG,
narrare.

Es gibt da sicherlich viele Möglichkeiten.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:44
sie betrügt niemanden - sie ist aber an seinem Betrug beteiligt - und dafür trägt sie die Verantwortung.

Oha. Da begibst Du Dich aber auf sehr dünnes Eis, liebe Leonie!

Letztlich hat die Geliebte doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Macht sie sich zum Schutzengel einer Beziehung, deren Teil sie gar nicht ist, betrügt sie sich selbst.

Handelt sie sich und ihren Bedürfnissen gegenüber authentisch, ist sie in Deinen Augen am Betrug der Partnerin ihres Geliebten beteiligt.

Ich war selbst schon in der Situation, mich mit dem Schmerz des Betruges meines Mannes auseinander setzen zu müssen, und schmerzhaft war das Ganze nun wahrhaftig.

Dennoch war es der Betrug MEINES MANNES, nicht derjenige seiner Affärenfrau. Sie verfolgte nur ihre persönlichen Interessen, und das halte ich für legitim. Mein Ansprechpartner war rein mein Mann, denn er hatte unsere Beziehung geöffnet.

Aus welchen Gründen er dies tat, ist wieder eine andere Geschichte. Daran hatte die Affärenfrau aber ebenfalls keinen Anteil.

Ich kann nachvollziehen, wenn jemand sagt: Ein Mensch, der sich auf einen gebundenen Menschen einlässt, hat andere moralische Standards als ich.

Daraus jedoch eine wie auch immer geartete Verantwortung einer für diesen Menschen vollkommen fremden Beziehung, in der dieser Mensch keinerlei Aktien hält, zu machen, halte ich nicht für legitim.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
21.10.2008, 17:44
Stimmt. Ich mag nur dieses "wenn die Ehe glücklich dann kein Dritter blabla" Argument nicht wirklich. Weil damit immer auch der Ehefrau Verantwortung zugeschoben wird.

Prijon

Ich bin der Meinung, dass es mit der Unzufriedenheit eines Partners anfängt, daran muss dann nicht unbedingt der andere Partner Schuld sein, oder auch nur daran beteiligt sein.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:46
Ich bin der Meinung, dass es mit der Unzufriedenheit eines Partners anfängt, daran muss dann nicht unbedingt der andere Partner Schuld sein, oder auch nur daran beteiligt sein.

Eben das denke ich nicht. Es muss NICHTMAL eine Unzufriedenheit herrschen. Jedenfalls nicht fürs Fremdverlieben.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:46
Stimmt. Ich mag nur dieses "wenn die Ehe glücklich dann kein Dritter blabla" Argument nicht wirklich. Weil damit immer auch der Ehefrau Verantwortung zugeschoben wird.

Prijon

Stimmt. Diesen Automatismus mag ich auch nicht.

Inaktiver User
21.10.2008, 17:48
Fallbeispiel. Sehr gute Ehe, auch sexuell, recht offen mit Partnertausch - im intimen Freundeskreis (immer nur zusammen, will heißen auch noch spannend), Kinder, Haus und Hof. Es läuft wirklich gut ...und Mann verguckt sich dennoch, wird angemacht von neuer Frau aus entferntem Bekanntenkreis, fühlt sich geschmeichelt und vergöttert. Ehefrau nimmt das wahr (seelige Grinsen u.s.w. ihres Mannes) und wird aktiv und handelt dagegen (Tacheles reden mit Ehemann und auch dieser Frau).
Heute, 20 Jahre später, hält diese Ehe immer noch, glücklich. Diese Frau war eine kurze Episode, zum Glück ist nicht mehr passiert.

VG,
narrare.


:wie?: :wie?: :wie?: :wie?: :wie?: :wie?: :wie?: :wie?: :wie?:

Und zum Glück ist nichts MEHR passiert?????

Lebten sie also lange und glücklich zusammen!!!!

Es ist ja ein Märchen!


Vielleicht ist also meine Vorstellung einer sehr gut laufenden, glücklichen Ehe ein bißl .... altmodisch?