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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Essstörung??? Ich???



aqua82
29.09.2008, 10:27
Bei einem anderen Thema wurde ein Link gesetzt, von Wiki, zum Thema Essstörung.

Und: Ich habe mich darin wieder gefunden.

Und jetzt? Bin weder zu dünn, noch zu dick (BMI 20,4), aber ich kämpfe täglich mit meiner Ernährung (daher mal kurz zur Forumsüberschrift: Essen = Frust!!!).

Eigentlich esse ich nicht sooo schlecht. Viel Obst, viel Gemüse, maaal eine Pizza und Schokolade, viel Vollkorn, fettreduziert, vegetarisch sowieso...

Aber ich bin unglücklich. Immer wenn ich esse, denke ich an mein Gewicht (vor allem beim Grillen, trotz vegetarischer Produkte, die kaum Fette enthalten). Wenn ich nicht esse, habe ich "Angst", zu verhungern (Bsp.: Habe heute 5 Knäckebrote mit zur Arbeit (8 Std. + 1 Std. Fahrt + 1/2 Std. Mitag) genommen und zum Frühstück vor der Arbeit 2 weitere gegessen. Nun hatte ich Hunger, habe also mittlerweile nur noch 4 Knäckebrote. Mir geht es mit dem Gedanken nicht gut, nur 4 Knäckebrote zu haben.)

Beides ist völliger Blödsinn, sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Trotzdem dusel ich mich selbst immer wieder in das Thema ein. Esse ich zuviel habe ich ein schlechtes Gewissen wegen Gewichtszunahme, esse ich "zu wenig", bzw. "komme ich grad nicht an was zu Essen", schiebe ich Panik - also nicht so wirklich Panik, aber ich mache mir Gedanken...

Was ist bloß los? Je mehr ich mir auch vornehme, weniger/besser zu essen, desto schneller steht wieder ein "Schokolädchen" vor mir...

Ich möchte doch auch nur 1x wieder einen Tag ohne Gedanken an das sch**** Essen (egal, in welche Richtung) erleben...

:knatsch:

Inaktiver User
29.09.2008, 11:20
Hast Du schon einmal daran gedacht, ärtzliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, eine psycholgische Therapie oder evtl. auch eine Selbsthilfegruppe?

Denke, es ist alleine schwierig, da "raus" zu kommen und wieder normal damit umzugehen.

aqua82
29.09.2008, 11:40
Also ich glaube, ich schwanke zwischen Esssucht/Fressattacken und absolutem "Gesundheitswahn", mit Ekel vor allem fetthaltigem.

Weiß es ja selbst nicht genau, wie gesagt, das Schlimmste ist, dass ich an nichts Anderes mehr denken kann und dadurch immer mehr in diese Situationen komme, dass ich mich ekel, oder eben esse, esse, esse, anstatt einfach nicht mehr oder nicht so sehr darüber nachzudenken.

Heute esse ich kaum etwas, morgen lange ich wieder voll zu. Manchmal esse ich auch eine Woche lang sehr gut, also ausgewogen, weder zuviel, noch zu wenig, aber in der nächsten Woche stopfe ich wieder ungesundes Zeug in mich rein, danach esse ich vor lauter schlechtem Gewissen wieder kaum was und fühle mich viiiieeeel zu fett.

Immer dieses Hin und Her macht mir zu schaffen - und die Gedanken darüber, mir war doch früher (bis vor ca. 1 Jahr) auch sonst immer so etwas egal!?

aqua82
29.09.2008, 11:42
Hä? Warum antworte ich jetzt bzgl. meines Verhaltens auf etwas, dass Du gar nicht gefragt hast? Stand Dein Beitrag nicht grad noch anders da?

Inaktiver User
29.09.2008, 12:10
Sorry :peinlich: Ich hatte das ein wenig blöde formuliert.
Was ich fragen wollte war, in welcher Form der Essstörung Du Dich siehst (bei Wiki sind ja mehrere Formen beschrieben).
Aber das hast Du ja schon in Deinem Post beantwortet. :blumengabe:

Also bis vor ca. 1 Jahr war alles normal - was hat sich in der Zeit alles bei Dir geändert? Privat, beruflich? Hast Du Stress oder Sorgen (abgesehen von den Gedanken ums Essen)?
Hast Du eine Erklärung für dieses "Hin und Her"?

Mir passiert so etwas manchmal vor der Periode - da "haue" ich mir dann auch irgendetwas rein (Schoki etc.) und denke dann ma nächsten Tag, ups, was hast Du gestern gemacht.
Aber das passiert mir nur dann - ansonsten gönne ich mir natürlich auch zwischendurch mal etwas, aber ich denke nicht darüber nach oder ekle mich, sondern geniesse es (ist etwas schwer zu formulieren, aber ich denke, das Du verstehst, was ich meine :smirksmile: ).

aqua82
29.09.2008, 13:22
Also, groß geändert hat sich einiges, aber das erst vor 4-5 Monaten, nicht schon vor einem Jahr. Vor einem Jahr fing es eher irgendwie an, dass ich mich zu dick fühl(t)e (Klamotten saßen zB nicht mehr so gut, was dann ja auch der Beweis war, dass ich zugelegt habe), und seit dem wird es immer schlimmer - da ich ja auch keinen vernünftigen "Essrhytmus" finde - warum auch immer.

Viel Stress habe ich immer ;)

So an 2-3 Tagen vor/während der Periode habe ich auch gründliche Fressanfälle - das meine ich aber nicht.

Ich war mit 16/17/18 ein Moppelchen. Mit 1,74 und 74 kg... Naja, wenn ich mir die Fotos angucke grauts mir davor. Dann habe ich eine Ausbildung angefangen (mit 19) und da musste ich den ganzen Tag hin und her eifern, einigermaßen schwere Sachen dabei tragen etc (Dekoration), da purzelten die Pfunde von ganz allein... Jetzt sitze ich im Büro, gehe 3x am Tag mit meinem Hund und mache 2x die Woche Sport - aber abnehmen tu ich nicht.

Ich will nicht nochmal so dick werden... Aber dieser ständige Verzicht ist auch schei**e...

Naja, seit über drei Jahren habe ich einen festen Partner, der es lustig findet, mich in den Bauch-Hüftspeck zu kneifen. Weiß nicht, wie lange er das schon macht. Das stört mich auch sehr. Sage ihm das auch, aber er hört nicht drauf, was mich wieder zu dem Gedanken bringt, dass er eben entsprechend eine "Diät" damit erreichen will. Spreche ich ihn dann auf meine Gedankengänge an sagt er aber, dass das völliger Blödsinn sei und das ich ihm so gefalle, wie ich bin... Er selbst ist übrigens absoluter Sportfanatiker!

Vielleicht kommt einfach alles zusammen!? Ich finde, dass sich die Bevölkerung immer mehr in dick/fett und dünn/dürr teilt - und ich möchte nicht zur dicken Seite gehören und achte wohl gerade deshalb eher auf die zierlichen und schlanken Personen - und fühle mich dann wieder dick...(wobei mir einige deutlich zu dürr sind)

Es ist kompliziert, steige da selbst kaum durch, warum, wieso, weshalb...

Dachziegel
29.09.2008, 14:25
Partner, der es lustig findet, mich in den Bauch-Hüftspeck zu kneifen. Ganz viel Bauch-Hüftspeck kannst Du bei einem BMI von 20,4 nicht aufzuweisen haben.

Das stört mich auch sehr. Sage ihm das auch, aber er hört nicht draufDas finde ich ziemlich respektlos von Deinem Freund. Ich möchte mich nur da und dann anfassen lassen, wo und wann ich das möchte.

Inaktiver User
29.09.2008, 14:27
Hey,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Zwischenzeitlich bin ich auch ganz schön fixiert aufs Essen, habe Heißhunger-Attaken, finde mich dann wieder fett, etc. Aber ich nehme das jetzt nicht mehr so ernst (weil ich auch weiß, wie ich vernünftig mein Gewicht wieder reduzieren kann, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe).

Mit der Zeit habe ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt, wenn das Gewicht hochgeht, geht es auch irgendwann wieder runter (so lange ich nicht zu verbissen werde, das hat dann keine Effekt).

Als erste Amtshandlung würde ich meinem Partner untersagen, daß er mich irgendwo hinkneift. Ich würde das nicht im Scherz sagen, sondern beim nächsten Mal mit allem Nachdruck deutlich machen (zur Not werde ich dann auch mal richtig sauer und fies). Zeig ihm in diesem Fall klar Deine Grenze. Das Verhalten hilft Dir nicht, Dich wohl zu fühlen und zu seiner Belustigung bist Du nicht da (bin bei solchen Sachen zugegebenermaßen auch sehr empfindlich).

Als nächstes würde ich wieder versuchen, mehr auf Deinen Körper zu hören: Nur noch essen, wenn Du Hunger hast, bzw. Dir bestimmte Essenszeiten vornehmen. Mir geht es z.B. auch so (auch Bürojob), daß ich neben der Arbeit immer essen könnte und auch immer Hunger habe. Ich habe mir jetzt feste Essenszeiten vorgenommen, an denen ich dann auch definitiv Hunger habe. Die Kleinigkeiten zwischendurch (die sich ja mal häufen, zumindest bei mir :smirksmile: ), reduziere ich so auf ein Minimum.

Bin ich irgendwo eingeladen, esse ich auch nicht mehr als ich Hunger habe. Höflichkeitsessen habe ich auch gestrichen.

Mir ist auch aufgefallen, daß ich Gewichtsprobleme bekomme, wenn ich abends esse (inbesondere bei Kohlenhydraten). Abends gibt es bei mir daher nicht mehr die großen Nudelportionen (die dann auch immer mit einer entsprechend gehaltvollen Soße einhergingen:smirksmile: ). Das klappt aber auch nur, weil ich abends eh nicht gerne so viel esse. Lieber gehe ich hungrig zu Bett als vollgegessen. Mit Hunger kann ich besser schlafen als mit einem vollen Magen.

Im Gegenzug: Habe ich mal Hunger auf Eis, Schokolade, u.a. Süßigkeiten, gönne ich mir das auch. Aber nicht aus Langeweile, sondern wenn ich einfach mal die Lust darauf habe.

Alles in allem versuche ich einfach, bewußt zu essen (und zu sündigen) und mir kein schlechtes Gewissen einzureden.

Seitdem schmeckt es auch besser und ich habe das Gefühl, ich esse auch weniger, Zumindest bewußter.

Aber tu Dir den Gefallen und sag Deinem Partner ganz klar, daß er das gefälligst lassen soll.


LG

Inaktiver User
29.09.2008, 14:33
Mmmhh...

Ok - 1. Stress: ist der eher beruflich ist? Oder hast Du privat (abends, an den Wochenenden) auch viel um die Ohren?
Kannst Du daran irgendwie etwas ändern, ist das möglich? Dir - wenn es jetzt beruflicher Stress ist - abends oder am Wochenende "Wohlfühloasen" schaffen, z.B. ein Bad, lesen etc.?

2. Du darfst keine Angst haben und Dich nicht mit den Bildern von früher vergleichen. Also nicht mehr die Fotos anschauen bzw. daran denken, wie Du früher ausgesehen hast. Du lebst jetzt und heute und nicht in der Vergangenheit.
Weiss, das hört sich einfacher an als es ist und deswegen denke ich, das Du um eine Therapie nicht drumherum kommen wirst.
Oder eine Ernährungsberatung vielleicht, wäre das etwas für Dich?

3. Dein Freund. Finde ich unmöglich - weil er weiss, das es Dich stört und Du ihm das dann ja auch immer sagst (was ich sehr gut finde!). Trotzdem macht er weiter. Denke, das er (und jetzt bitte nicht böse sein!) Dich unterschwellig dazu bringen möchte, abzunehmen, auch wenn er es nicht sagt bzw. es abstreitet, wenn Du ihn darauf ansprichst.
Aber das solltest Du natürlich nicht für ihn machen, sondern ganz alleine nur für Dich. Du musst Dir gefallen und keinem anderen Menschen sonst.

Dachziegel
29.09.2008, 14:33
Als erste Amtshandlung würde ich meinem Partner untersagen, daß er mich irgendwo hinkneift. Ich würde das nicht im Scherz sagen, sondern beim nächsten Mal mit allem Nachdruck deutlich machen (zur Not werde ich dann auch mal richtig sauer und fies). Zeig ihm in diesem Fall klar Deine Grenze. Das Verhalten hilft Dir nicht, Dich wohl zu fühlen und zu seiner Belustigung bist Du nicht da (bin bei solchen Sachen zugegebenermaßen auch sehr empfindlich).
Sehr gut ausgedrückt! :allesok:

Kappuziner
29.09.2008, 14:33
ich schramme auch wohl so an einer essstörung entlang und ich kann viel mit dem Satz anfangen "Essen ist Autonomie". selbstbestimmung, auch, eben NICHT zu essen, wenn es erwartet wird usw. daran musste ich denken, als ich das mit deinem Freund las.
vielleicht ist auch bei dir das "Abgrenzen" ein Thema?
nur so ein gedanke...

schön dass du diesen Thread aufgemacht hast. ich komme grad nämlich auch ins grübeln.

aqua82
29.09.2008, 14:41
Ganz viel Bauch-Hüftspeck kannst Du bei einem BMI von 20,4 nicht aufzuweisen haben.
Das finde ich ziemlich respektlos von Deinem Freund. Ich möchte mich nur da und dann anfassen lassen, wo und wann ich das möchte.

Doch, es sammelt sich nämlich alles genau DA

:freches grinsen:

Ich werde wohl mit meinem Freund mal sprechen müssen, wenn nicht grad die Situation da ist, sondern wir allgemein mal "ernster" reden... Vielleicht wirkt das ja... Oder ich setze ihm Bilder von "BMI 15ern" vor und sage, dass das mein Ziel ist, damit er mich nicht mehr ärgern kann... Er benötigt meist die "härteren Geschütze"...

aqua82
29.09.2008, 14:43
....vielleicht ist auch bei dir das "Abgrenzen" ein Thema?
nur so ein gedanke...

schön dass du diesen Thread aufgemacht hast. ich komme grad nämlich auch ins grübeln.

Was meinst Du mit Abgrenzen? Meinst Du: Nicht immer mitessen? Oder versuchen, alles selbst zu bewältigen? Hast Du auch solche Gedankengänge wie ich?

Dachziegel
29.09.2008, 14:53
Was meinst Du mit Abgrenzen?

Ich bin zwar nicht Kappuziner (sorry fürs Vordrängeln:blumengabe: ), aber ich dachte auch an "Abgrenzen". Mit Abgrenzen meine ich neinsagen zu Deinem kneifenden Freund, und zwar egal ob Du einen BMI von 15, 20 oder 32 hast. Dass Du Deinen Wunsch ernstnimmst, dass Du nicht in den Speck gekniffen werden willst, und dass Du es durchsetzt, dass er zukünftig die Finger fernhält.

aqua82
29.09.2008, 14:56
Mmmhh...

Ok - 1. Stress: ist der eher beruflich ist? Oder hast Du privat (abends, an den Wochenenden) auch viel um die Ohren? ....


2. ... Weiss, das hört sich einfacher an als es ist und deswegen denke ich, das Du um eine Therapie nicht drumherum kommen wirst.
Oder eine Ernährungsberatung vielleicht, wäre das etwas für Dich?

3. Dein Freund. Finde ich unmöglich - weil er weiss, das es Dich stört und Du ihm das dann ja auch immer sagst (was ich sehr gut finde!). Trotzdem macht er weiter. Denke, das er (und jetzt bitte nicht böse sein!) Dich unterschwellig dazu bringen möchte, abzunehmen, auch wenn er es nicht sagt bzw. es abstreitet, wenn Du ihn darauf ansprichst.
Aber das solltest Du natürlich nicht für ihn machen, sondern ganz alleine nur für Dich. Du musst Dir gefallen und keinem anderen Menschen sonst.

1) Also "auffe Maloche": Kein Stress, eher Langeweile. Der Stress liegt eher im Zeitlichen allgemein: 5:15/5:30 aufstehen, fertig machen, Hund raus, kurzes Frühstück, zur arbeit fahren (hin und zurück 1 std.) 7:30-16:00 arbeiten, nach Hause, Hund, sauber machen, ums Essen kümmern etc. Mein Freund hilft zwar sehr mit, aber er ist nach mir zu Haus. 2x die Woche 2 Std. Training (18-20h, d.h. 2x bin ich nur 1/2 Std. nach der Arbeit zu Hause, bis ich weiter muss *armes Wautzi*). Der Hund ist auch immer "meine" Sache, ein Spaziergang wird mir leider nicht mal abgenommen (da muss ich schon sehr krank sein...). Dazu kommt noch Einkaufen und eben "das sonstige Tagesgeschäft"... Ach ja, ein Fernstudium mache ich auch, aber das krieg ich meist bei der Arbeit irgendwie geregelt.

2) Behandlung kommt für mich nicht in Frage. Bin wirklich kein Typ, der sich
a) wäre es notwendig Etwaiges eingestehen würde
b) darin eine viel zu große Schwäche sieht.

Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber mein erster Gedanke bei so etwas ist immer "Ey, ich bin doch kein Psycho" - andererseits beneide ich die Leute, die so einen Schritt wagen. Hut ab!

Ernährungsberatung lässt sich da allerdings schon überlegen (zumal ich mit fiesem Cholesterin kämpfe :o) )

3) Mein Freund ist eh etwas "schwierig". Habe dann einfach mal in seine nicht vorhandenen Speckfalten gekniffen (er konnte im Sommer kaum Sport machen), da war er schwer beleidigt, sieht es aber andersherum überhaupt nicht ein, damit aufzuhören. Habe ihm recht deutlich gesagt, was ich von so einem Verhalten halte, aber sowas prallt glaub ich eher an ihm ab... Wie gesagt, werde es mal in einer ruhigen Minute versuchen. Ansonsten bin ich auch zu aufgebracht...

Dass er viell. wirklich möchte, dass ich abnehme kann sein, da er nach meiner Kneiferei sich sofort sämtliche Sportutensilien für zu Hause zugelegt hat... Das zeugt ja von dem Hintergrund, dass er von sich auf andere schließt - also, verstehst/versteht ihr!?

:kuss:

Kappuziner
29.09.2008, 15:24
für mich ist "abgrenzen" noch abstrakter gemeint - nicht nur sich gegen das kneifen abgrenzen - überhaupt gegen alles, wogegen man sich sonst nicht behaupten kann.

ich muss z.b. heute zu einem empfang, auf den ich keine lust habe. und anstatt mich damit auseinander zu setzen üvberlege ich, wie ich mich da ums essen drücken kann. und das ist dann mein "erlfogserlebnis". überhaupt, wenn ich es "schaffe" nicht das zu essen, was die leute wollen, das ich esse.

habe so wie du eine normale figur (1,70, 63 kilo) und sehe nicht essgestört aus, habe aber solche gedanken.
ich denke, ich bin so an der grenze. das essen spielt eine zu große rolle in meinen gedanken. ich sollte mich statt dessen lieber mit dem "kern" beschäftigen (das ist bei mir dieses "Autonomie"-thema

aqua82
29.09.2008, 15:47
habe so wie du eine normale figur (1,70, 63 kilo) und sehe nicht essgestört aus, habe aber solche gedanken.
ich denke, ich bin so an der grenze. das essen spielt eine zu große rolle in meinen gedanken. ich sollte mich statt dessen lieber mit dem "kern" beschäftigen (das ist bei mir dieses "Autonomie"-thema

Genauso ist es bei mir auch. Etwas größer als Du (unwesentlich) und gleiches Gewicht. Völlig normal (bei mir allerdings auch nicht gerade "fest" *g*) und trotzdem dreht sich alles ums Essen...

Lassen wir uns zu sehr von den tollen Bildern etwaiger Models beeinflussen? Oder was ist mit uns los?

Wäre dann (wenn's so ist) vielleicht mal eine Idee für "Brigitte" - Run mit "normalen" Leuten machen/fotographieren... Bei Dove zB finde ich es schon wieder übertrieben deutlich.

Kappuziner
29.09.2008, 15:50
von den models bin ich aus anderen gründen weit entfernt (bin 43 jahre). bei mir ist es - glaube ich - das erfolgserlebnis. ich behaupte mich gegen meine essende umwelt und lasse mir nichts "aufzwingen".

Inaktiver User
29.09.2008, 15:51
Ja, das habe ich mir schon gedacht wegen der Therapie :smirksmile: Da bin ich auch so wie Du.
Aber es freut mich, das Du Dir über eine Ernährungsberatung Gedanken machen würdest - einfach mal ausprobieren und wenn es nicht passt, dann entweder eine neue probieren oder es dann lieber lassen (habe auch schon 3 hinter mir und es war jedes Mal grausig, soll Dich aber jetzt nicht abschrecken! :smirksmile: Es gibt bestimmt viele gute Berater(innen).

Das andere, also Arbeit - fühlst Du Dich denn unterfordert? Oder ist es so in Ordnung?
Und das Fernstudium bereitet Dir wirklich nicht viel Stress? Kannst Du es immer auf der Arbeit "erledigen" oder musst Du abends/ am WE dann auch noch "ran"?

Hoffe, das Du es Deinem Freund verständlich machen kannst, das ist sehr wichtig.
Es ist schade, das er es (wenn er es denn wirklich so meint), es "hintenherum" versucht, Dich zum abnehmen zu bewegen. Meine, normalerweise kann man doch offen und über alles vernünftig reden in einer Partnerschaft.

Inaktiver User
29.09.2008, 15:53
von den models bin ich aus anderen gründen weit entfernt (bin 43 jahre). bei mir ist es - glaube ich - das erfolgserlebnis. ich behaupte mich gegen meine essende umwelt und lasse mir nichts "aufzwingen".

So ist das bei mir auch. Bin zwar ein wenig jünger, aber bei irgendwelchen Veranstaltungen, Taufe, Hochzeit etc. esse ich auch nur das, was mir 1. bekommt und 2. auch schmeckt. Und wenn satt, dann satt - zwänge mir nicht noch etwas rein, weil es lecker ist oder weil der Teller noch nicht leer ist.

aqua82
29.09.2008, 20:03
Jaja, das liebe "Tellerleeressen", was einem in der Jugend ach so eingeprägt wurde.

Wir waren vorhin essen und ich habe nicht viel gegessen und einfach gesagt: So, satt (war ich ja auch)! Habe mir den Rest allerdings für morgen einpacken lassen (soooo lecker!!!) - vielleicht der erste Schritt... Der zweite wäre wohl, gar nicht mehr essen zu gehen *g*

Am Schlimmsten ist wirklich dieses "mitessen müssen". Ist besonders schlimm, wenn ich meine Eltern mal an einem WE besuche. Da bekochen die uns, die Eltern von meinem Freund bekochen uns und wir stolpern von einem "Date" ins andere, weil uns jeder sehen will *würg* Danach wünschte ich manchmal, dass ich es auskotzen könnte - aber ich hasse spucken, also warte ich ab, bis es mir wieder besser geht *g*

Ohne diese "Mitesszwänge" bräuchte ich mir wahrscheinlich nicht mehr soviele Gedanken zu machen. Aber da ich das seit einem knappen Jahr in puncto Vegetarismus auslebe, muss das andere nun auch noch hinterherkommen - nicht für die Tiere, aber einfach mal für mich - vielleicht...

"Für mich" klingt gar nicht übel *g*

Zum Büro: Bin eher unterfordert. Neige also eher zum Boreout als zum Burnout.

Fernstudium: Ist sehr anstrengend, aber ich bin auch froh, etwas für meinen Kopf zu tun. Muss auch am WE nochmal ran (abends verkneif ich's mir schon). Kommt halt darauf an, wieviel Zeit ich im Büro hatte (heute zB 6 1/2 Std. Zeit *würg*)

Ich wundere mich wirklich, warum Essstörungen so zunehmen? Was ist bloß los?

Inaktiver User
29.09.2008, 20:10
für mich ist "abgrenzen" noch abstrakter gemeint - nicht nur sich gegen das kneifen abgrenzen - überhaupt gegen alles, wogegen man sich sonst nicht behaupten kann.

ich muss z.b. heute zu einem empfang, auf den ich keine lust habe. und anstatt mich damit auseinander zu setzen üvberlege ich, wie ich mich da ums essen drücken kann. und das ist dann mein "erlfogserlebnis". überhaupt, wenn ich es "schaffe" nicht das zu essen, was die leute wollen, das ich esse.

habe so wie du eine normale figur (1,70, 63 kilo) und sehe nicht essgestört aus, habe aber solche gedanken.
ich denke, ich bin so an der grenze. das essen spielt eine zu große rolle in meinen gedanken. ich sollte mich statt dessen lieber mit dem "kern" beschäftigen (das ist bei mir dieses "Autonomie"-thema


Oh nein, das Essen auf Empfängen ist etwas Wunderbares! Schon die schön gedeckten Tische und dass ich nicht selbst kochen muss (für die Familie und Katze, na gut, letztere bekommt eine Fertignierendiät :zwinker: ). Und ich muss nicht das Geschirr abräumen und in den Geschirrspüler einsortieren oder selbst abwaschen und den vollgeschweinten Herd putzen und die Katze vom frisch gedeckten Tisch vom Schinken "abräumen"!

Liebe Kappuziner,

jetzt muss ich mal wirklich meckern :peinlich: !!! Da fängst Du von der falschen Seite an.

Liebe verständnislose Grüße herbstblatt2 (58 kg, 164 cm und mit völlig entspanntem Essverhalten - weil das Leben ja schon so schwierig genug ist) :Sonne: :blumengabe: .

Sugarnova
29.09.2008, 22:50
Ich glaube, jede Frau ist in unseren Breitengraten latent essgestoert.

Mein Ausweg: Genussprinzip. Gegessen wird, wenn ich HUNGER habe und es mir schmeckt. Es wird auch LANGSAM gegessen, nie im Stehen. Gekauft wird, worauf ich LUST habe. Ich zelebriere einkaufen.

Ansonsten VERSUCHE ich, das Essen keinen grossen Raum einzuraeumen. Immerhin, Maedels, wollen wir doch die Welt erobern?!

Dem Freund wuerde ich was husten. Und meine Krallen ausfahren.

Inaktiver User
30.09.2008, 01:40
Immer wenn ich esse, denke ich an mein Gewicht (vor allem beim Grillen, trotz vegetarischer Produkte, die kaum Fette enthalten). Wenn ich nicht esse, habe ich "Angst", zu verhungern (Bsp.: Habe heute 5 Knäckebrote mit zur Arbeit (8 Std. + 1 Std. Fahrt + 1/2 Std. Mitag) genommen und zum Frühstück vor der Arbeit 2 weitere gegessen. Nun hatte ich Hunger, habe also mittlerweile nur noch 4 Knäckebrote. Mir geht es mit dem Gedanken nicht gut, nur 4 Knäckebrote zu haben.)



Hallo aqua,

ich glaube, Du hast den "Glauben an Dein Essen" verloren, in Hinsicht darauf, dass es Dich sättigen wird. Und musst deswegen so ängstlich auf die verbleibende Menge gucken. Wann warst Du denn zuletzt richtig satt, selbst gespürt mit der von Dir bestimmten Menge?

Mal voraus (weil das folgende vielleicht paradox klingt) - ich habe keine Essstörung.
Wenn ich weiß, dass ich mich satt essen darf, dann kann ich ein leichtes (!) Hungergefühl vorher sogar genießen - aber eben nur im Vertrauen, dass das auf alle Fälle okay ist!
Mit Angst ginge das gar nicht!

Ich habe das Gefühl, Du "bestrafst" Dich im Vorhinein für etwas Befürchtetes, zu überessen.
Ich würde, solange ich mir selbst helfen muss dabei, an diesem Punkt anfangen: Satt ist okay! Immer. Und von da aus regelt sich alles weitere.

Kannst Du nicht mal "mit Dir in Klausur gehen" um Dein eigenes Satt-Gefühl ein bißchen kennen zu lernen?

LG, T.

P.S: und es liest sich so, als ob Du zu leicht ist (zumindest, was diese Büro-Ration angeht), so dass Du quasi dauernd "am Essen und am Fürchten" bist...
Es ist sicher auch schwieriger als Vegetarierin (?? :nudelholz: :nudelholz: "vorgefasst") ... ich kenne auch/nur diese Phasen, wo ich bei allem, was nach Tomate/Käse riecht weglaufen könnte und etwas hilflos bin ...

aqua82
30.09.2008, 12:10
Wann warst Du denn zuletzt richtig satt, selbst gespürt mit der von Dir bestimmten Menge?

....

P.S: und es liest sich so, als ob Du zu leicht ist (zumindest, was diese Büro-Ration angeht), so dass Du quasi dauernd "am Essen und am Fürchten" bist...
Es ist sicher auch schwieriger als Vegetarierin (?? :nudelholz: :nudelholz: "vorgefasst") ... ich kenne auch/nur diese Phasen, wo ich bei allem, was nach Tomate/Käse riecht weglaufen könnte und etwas hilflos bin ...

Warum fasst Du das Nudelholz vor? Vegtarisch ist natürlich anders, als nicht vegetarisch... Das darf man doch erwähnen?

Jedenfalls verstehe ich Dein PS nicht so ganz!? (So langsam komm ich mir selbst ein bißchen doof vor, schon die 2. Nachfrage *g* - aber eigentlich bin ich nicht doof - nur so zur Info *g*)

Satt war ich das letzte Mal sogar gestern. Ehrlich. Habe Linsencurry gekocht. Da ist kaum Fett drin (hoffe ich), da habe ich richtig zugelangt. (Zwiebeln in Maisöl angebraten, Linsen, Wasser, Gewürze und 1 fettarmer Joghurt)

Ansonsten zB nach'm Grillen, aber da ist das schlechte Gewissen wieder mit von der Partie, und ich bin nicht satt, sondern absolut überfressen, weil ich kein Maß finde, weil die anderen auch soviel essen, weil ich nicht will, dass jemand denkt, ich mache mir Gedanken um's essen.

Wenn ich mal eine Art Fressanfall habe (alles Süsses und Chipsiges muss rein, dazu Nutellabrot und ne Gemüselasagne *g*), dann finde ich auch kein Ende, bis mir kotzübel ist (und ich hasse erbrechen, da leide ich lieber stundenlang), oder aber alles alle ist. Deswegen habe ich nur noch sehr geringe Mengen bis gar nichts mehr zu Hause... Im Notfall hilft mir das aber nichts, weil ich auch spätabends noch "ma eben zur Tanke" fahre - da kenn ich dann nichts...

Oh je, was ist das bloß für ein Hin und Her. Nix, alles, nix, alles, nix, alles... Jetzt bin ich selbst verwirrt :zwinker:

aqua82
30.09.2008, 12:14
PS: Ich habe übrigens trotz "nur 4x Knäcke" den gestrigen Tag überlebt - wie Ihr seht

:freches grinsen:

Sowas Bescheuertes!!!

Inaktiver User
30.09.2008, 12:31
Warum fasst Du das Nudelholz vor?

hi, habe nur ganz kurz Zeit:

Ich fasste nicht das Nudelholz vor, sondern fürchtete das Nudelholz, weil die Meinung einer Nichtvegetarierin, es könnte beim Vegetarischen Essen schwieriger sein, satt zu werden (ohne "Volumen"- und Käseexzesse) ... wahrscheinlich ein Vorurteil ist.

Ich habe selbst nur Phasen, wo ich kein Fleisch essen möchte - und in denen geht es mir so.
Gruß, T.

aqua82
30.09.2008, 13:26
Hehe, also dafür gibt's kein Nudelholz...

Trotzdem muss ich dem widersprechen :) Es gibt ja auch Kartoffeln, Nudeln etc. die machen dann schon satt - ob schneller oder langsamer als Fleisch weiß ich aber nicht :)

VanessaB
04.10.2008, 15:32
Aqua, du bist ganz sicher essgestört, sonst würdest du nicht die ganze Zeit darüber nachdenken.Was man dagegen tun kann kann ich dir leider nicht sagen.Sonst wär ich weder hier noch Moderatorin ausgerechnet dieses Forums...

Was ich bedenklich finde ist die Sache mit dem Knäckebrot, das geht schon ein bischen in Richtung Magersucht, kombiniert mit der Panik vor Fett.

Fette braucht der Körper in der richtigen Menge und Zusammensetzung.Ohne geht es nicht.

Der erste richtige Schritt ist sicher, dass du dir eingestehst, essgestört zu sein. Dein Leidensdruck ist aber noch nicht sehr groß oder groß genug, sonst würdest du vor professioneller Hilfe nicht so zurückschrecken.

Vielleicht kannst du selbst versuchen, dein Verhalten rational zu analysieren.Und dan bewusst dagegen vorgehen.Und versuchen, essen wirklichwieder mehr zum Genuss werden zu lassen.Gar nicht einfach, ich weiss:knatsch:

Inaktiver User
04.10.2008, 16:14
Der erste richtige Schritt ist sicher, dass du dir eingestehst, essgestört zu sein. Dein Leidensdruck ist aber noch nicht sehr groß oder groß genug, sonst würdest du vor professioneller Hilfe nicht so zurückschrecken.


Nun, das sie essgestört ist bzw. sich in dem Beitrag von Wiki wiedergefunden hat, ist schon mal der erste Schritt.
Aber ich denke nicht, das der Leidensdruck nicht gross genug ist - sich sucht ja Hilfe, hier, aber das ist nicht allein der richtige Weg.
Hilfe zu suchen ist nicht leicht - das kenne ich auch. Und wenn man es tatsächlich versucht, muss man auch voll und ganz dahinter stehen, sich den Leuten (Ernährungsberatern, Ärzten, Psychologen) auch "ganz hingeben", also mitarbeiten. Wenn man von vornherein verweigert, kann man sich das auch schenken. :knatsch:

War bei mir auch so - Ärzte, Klinik, Ernährungsberater -alles das hat nichts gebracht. Habe dann den Kampf alleine aufgenommen und es aus der Magersucht geschafft. Habe jetzt Idealgewicht, aber die Gedanken kreisen sich immer noch darum und ich fürchte fast, das dieser Kampf nie ein Ende nehmen wird - es sei denn, ich bin wirklich bereit, mir von professioneller Hilfe helfen zu lassen.

Ich hoffe und wünsche es aber Aqua sehr, das sich der Hebel im Kopf umlegt und sie sich helfen lässt, das sie wieder genussvoll essen kann und sich hinterher (oder auch vorher) keine Gedanken darüber macht.

Sumpfhuhn75
04.10.2008, 18:03
Heute esse ich kaum etwas, morgen lange ich wieder voll zu.

öhm, finde ich aber normal. Wenn du an einem Tag "kaum etwas" ist, biste halt dann hungrig und ißt wieder mehr.

Und noch etwas: du hast einen sehr guten BMI Index, aber mit "kaum etwas essen" kannst du dich ev. wirklich in eine Eßstörung hineinbegeben. Tu das nicht! Sei froh, dass du gesund und normalgewichtig bist!!

alles liebe
Sumpfhuhn

aqua82
06.10.2008, 14:31
Hm, also wie gesagt: Was mich stört ist nicht gerade das, was ich esse sondern, dass ich mir ständig Gedanken darum mache. Daraus resultiert aber eigentlich doch wieder, dass es mich stört was und wie ich esse. *?*

Zwar ist mir schon länger bewusst, dass ich echt fieberhaft über Ernährungsweisen etc. spekuliere, aber so langsam leide ich einfach darunter, dass ich an nichts anderes mehr denken kann.

Auf meine Figur hat es sich noch nicht ausgewirkt (BMI 20 ist ja bei weitem nicht zu dünn oder so (trotz Sport)) und wird sich vielleicht auch nie auswirken, aber es macht mich krank. Ist mir langweilig surfe ich im Netz auf diesen Ana-Seiten (aus Neugier, für mich wäre das überhaupt nichts, also keine Sorgen oder so jetzt machen) aber auch auf "Dicken Seiten".

Zumal man heutzutage ja auch überall damit bombadiert wird - egal, wo man is(s)t.

Furchtbar!

Kappuziner
06.10.2008, 14:36
mich verfolgt das sogar im traum... ich hab heute nacht geträumt, dass ein krieg ausbricht und dass alle leute hamsterkäufe machen. und selbst in diesem traum hab ich dann im supermarkt einige sachen in die hand genommen und wieder zurück getan, weil sie mir zu fettig waren... :smirksmile: da kam ich schon ins grübeln nach dem aufwachen

Inaktiver User
06.10.2008, 15:17
[QUOTE=aqua82](BMI 20 ist ja bei weitem nicht zu dünn oder so /QUOTE]




Also ich finde, das ist so gerade noch normalgewichtig, aber am alleruntersten Ende:wie?: also hart an der Grenze zum Untergewicht:knatsch:


"Bei weitem" nicht zu dünn ist nach meinem Empfinden jemand mit BMI 24 oder 25...also jemand, der auch mal z. B. krankheitsbedingt 5 Kilo verlieren kann, ohne dadurch ins Untergewicht abzurutschen...und wenn ich lese, dass Du Dich auf Ana-Seiten umschaust, gibt mir das sehr zu denken!:blumengabe:

anna21
06.10.2008, 16:13
kann ich fabiola nur recht geben. BMI 20 ist (je nach Alter) schon fast untergewichtig.

aqua82
07.10.2008, 08:25
mein alter ergibt sich aus meinem nick, werde im november 26...

@kappuzziner: sollten wir uns zusammen tun?

Kappuziner
07.10.2008, 08:35
nimm mich mal besser nicht als Vorbild :smirksmile: ich bin schon 43 - allerdings mittlerweile etwas entspannter und ich kanns auch meist mit Humor nehmen. Gaz normal wird mein Verhältnis zum Essen sicher nie, aber es wird besser (und wenn ich das z.B. mit meiner Mutter vergleiche, dann finde ich mich schon fast richtig "normal")

VanessaB
07.10.2008, 14:05
Solange du dir der Gefahr bewusst bist und dein Essverhalten ( und auch Internetverhalten mit den Pro- Ana -Seiten) nicht zu verharmlosen versuchst ist sicher alles im grünen Bereich

Inaktiver User
08.10.2008, 10:42
Also ich kann mich mit dem berichteten hier sehr gut identifizieren. Ich habe innerhalb von einem Jahr ca. 12 Kilo abgenommen. Ich hab mich frisch verliebt und dann gabs da noch andere Dinge, die ich hier lieber nicht erwähne jedenfalls gings ratzfatz und von Kleidergröße 40 war ich auf 36 runter. Ich kann mein Glück kaum fassen und wenn ich mir Bilder von vor einem Jahr ansehe finde ichs unmöglich wie ich damals aussah. Mit dem schwindenden Gewicht kamen aber auch Zweifel und Ängste. Da ich Sport HASSE und überhaupt keinen treibe achte ich jetzt sehr auf meine Ernährung. Ich esse so wenig wie möglich und ein Tag an dem ich nichts außer einen Joghurt gegessen habe ist in meinen Augen ein richtig guter Tag. Heute mach ich mir Gedanken über Dinge, über die ich früher überhaupt nicht nachgedacht habe. ZB wähle ich von 7 Getränken immer das Wasser auch wenn mir Coke besser schmeckt. Hab ich die Wahl zwischen Eissorten nehm ich immer Wassereis weil das weniger ansetzt auch wenn ich viel lieber ein Magnum essen möchte. Ich unterteile mittlerweile Nahrungsmittel in "gut" und "böse" und wenn ich an einem Tag "zu viel" von dem bösen gegessen habe esse ich am nächsten Tag überhaupt nichts mehr. Ich persönlich fahre gut mit dieser Schiene und bin nicht der Meinung, dass ich eine Essstörung habe. Und selbst wenn ist es mir ehrlich gesagt egal denn ich will nie wieder so aussehen wie früher.

In der Bahn vergleiche ich mich immer mit anderen Frauen und schaue ob sie dicker/dünner ist. Ich finde mittlerweile bestimmte Körpermerkmale dünner Frauen (wie zB. vorstehende Beckenknochen, Wangenknochen, sichtbare Schulterblätter und Wirbelsäule usw.) als sehr erstrebenswert und das größte Kompliment in meinen Ohren ist wenn mir mein Mann sagt ich wäre zu dünn geworden.

Hmmm manchmal denk ich schon, dass in meinen Kopf irgendwas schief läuft was das angeht aber ehrlich gesagt ist mir das egal solang ich schlank bin.

Inaktiver User
08.10.2008, 10:45
Ist mir langweilig surfe ich im Netz auf diesen Ana-Seiten (aus Neugier, für mich wäre das überhaupt nichts, also keine Sorgen oder so jetzt machen) aber auch auf "Dicken Seiten".


Das mach ich übrigens auch. Ich finde persönlich, dass manche Tipps, die auf solchen Seiten stehen gar nicht sooooo schlecht sind. zB geh ich mittlerweile ohne Bargeld stattdessen aber nur mit EC Karte in die City. Denn wenn ich kein Bargeld hab komm ich auch nicht in Versuchung etwas zu "snacken" und shoppen kann ich dank Creditkarte trotzdem.

VanessaB
08.10.2008, 11:12
Wenn ein Tag, an dem du nur einen Joghurt gegessen hast, ein guter Tag für dich ist, dann bist du nicht nur schwer essgestört sondern auf dem direkten Weg in eine Magersucht



In der Bahn vergleiche ich mich immer mit anderen Frauen und schaue ob sie dicker/dünner ist. Ich finde mittlerweile bestimmte Körpermerkmale dünner Frauen (wie zB. vorstehende Beckenknochen, Wangenknochen, sichtbare Schulterblätter und Wirbelsäule usw.) als sehr erstrebenswert und das größte Kompliment in meinen Ohren ist wenn mir mein Mann sagt ich wäre zu dünn geworden.

Nein, du bist nicht auf dem Weg, du bist schon mittendrin

Kappuziner
08.10.2008, 11:30
Ladygirl, das finde jetzt sogar ich auch - und ich habe meine Grenzen nach "unten" Richtung Magersucht sehr tolerant gesetzt.

Zumal, wenn du noch jung bist, du zerschießt dir deinen ganzen Stoffwechsel - und dann wirst du später richtig dick! Und das ist nicht schön. Frag mal dicke Leute, wie sie zu ihrem Gewicht gekommen sind, die haben alle so angefangen wie du. Eklatant Gewicht verloren, klar, das ist rauschhaft, das kenne ich auch. Aber irgendwann muss man wieder was essen. Weil man arbeiten muss, oder sonst krank würde oder einfach weil der Körper Gelüste entwickelt, die man nicht mehr kontrollieren kann.

Richtig schlanke Leute essen mal mehr, mal weniger - der Körper braucht auch ab und zu mal richtig eine Überdosis Kalorien, damit er sich nicht an den Hungermodus gewöhnt (wenn man gelegentlich mal richtig losfuttert, davon nimmt man nicht mal zu).
Du solltest schon zusehen, dass du mindestens - echt mindestens - 1200 Kalorien am Tag isst, besser mehr, damit du dir nicht alles kaputt machst.

Dachziegel
08.10.2008, 11:35
und bin nicht der Meinung, dass ich eine Essstörung habe.
Wenn das man keine Fehleinschätzung ist ...
Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an.

Was Du beschreibst ist wie eine Lehrbuchschilderung einer Essstörung. Pass gut auf Dich auf!

Inaktiver User
08.10.2008, 14:01
Also ich glaube, dass sich das für außenstehende krasser anhört als es in Wirklichkeit ist. Ich ess auch mal warm und auch mal was süßes aber ich kann das halt nicht "einfach so" machen. Ich mach mir dann Gedanken, dass ich mir das auch sparen hätte können. Wenn ich Lust auf etwas kriege überleg ich 3 mal ob das jetzt wirklich nötig ist. Mein Freund zB zwingt mich oft zum essen weil er sich sorgt und dann ess ich auch was aber dann denk ich mir sowas wie "oh man jetzt war ich den halben Tag so gut dabei und jetzt ess ich noch was warmes. und das nach 18 uhr. verdammt.". Ich glaub aber trotzdem nicht, dass das eine richtige Essstörung ist denn mein BMI ist im absoluten Normalwert bei 20,3. Andererseits wenn ich manchmal "vernünftig" nachdenke glaub ich manchmal schon, dass irgendwas nicht ganz normal ist. ZB sagen mir alle meine Freunde, dass es jetzt reicht mit dem abnehmen und ich auf keinen Fall noch mehr abnehmen darf, mein Freund sagt sogar er wäre über 5 Kilo mehr nicht enttäuscht aber ich bin dann im Inneren immer total überzeugt, dass mir die Leute das nur erzählen um mir zu schmeicheln. Ich kann sowas nicht ernst nehmen weil wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich noch "Polster" am Bauch und meine Arme sind auch noch nicht schlank genug usw. Ich hab halt eine gewisse Vorstellung von meinem Körper und die möchte ich gern erreichen. Außerdem würde auch kein Mensch auf der Welt auf die Idee kommen, dass ich magersüchtig oder so bin weil so dünn bin ich gar nicht. Oder meint ihr wirklich, dass ich mir Sorgen um mein Gemüt machen sollte?

Horus
08.10.2008, 14:19
Essstörung ist nicht (nur) eine Frage des Gewichts. Sondern vor allem eine Frage des Verhaltens, der Selbst- und Fremdwahrnehmung, dem Stellenwert, dem man Gedanken ums Essen zugesteht.

Und wenn ich das hier so lese, muss ich leider sagen: das ist alles andere als normal. Wenn Gedanken ums Essen und um die Figur einen solchen Stellenwert im Leben einnehmen wie bei dir, dann steckt man leider schon mitten drin in der Essstörung.

Es gibt unter den User in der BriCom einige, die Erfahrungen mit Essstörungen haben (ich glücklicherweise nicht an mir selbst, "nur" in meiner Umgebung) - die könnten dir jetzt eine glasklare und schonungslose Analyse deiner Situation liefern, denn denen kann niemand was vormochen.
Vielleicht äussern sie sich hier ja noch?

Pass auf dich auf und lass nicht dein ganzes Leben von einer absolut überflüssigen Essstörung verzehren.

aqua82
08.10.2008, 15:04
Essstörung ist nicht (nur) eine Frage des Gewichts. Sondern vor allem eine Frage des Verhaltens, der Selbst- und Fremdwahrnehmung, dem Stellenwert, dem man Gedanken ums Essen zugesteht.

Es gibt unter den User in der BriCom einige, die Erfahrungen mit Essstörungen haben (ich glücklicherweise nicht an mir selbst, "nur" in meiner Umgebung) - die könnten dir jetzt eine glasklare und schonungslose Analyse deiner Situation liefern, denn denen kann niemand was vormochen.
Vielleicht äussern sie sich hier ja noch?

Pass auf dich auf und lass nicht dein ganzes Leben von einer absolut überflüssigen Essstörung verzehren.


Schonungslose Analyse wäre sicher mal hilfreich...

Der letzte Satz ist wohl leichter gesagt als getan...

VanessaB
08.10.2008, 15:45
Also ich glaube, dass sich das für außenstehende krasser anhört als es in Wirklichkeit ist. Ich ess auch mal warm und auch mal was süßes aber ich kann das halt nicht "einfach so" machen. Ich mach mir dann Gedanken, dass ich mir das auch sparen hätte können. Wenn ich Lust auf etwas kriege überleg ich 3 mal ob das jetzt wirklich nötig ist. Mein Freund zB zwingt mich oft zum essen weil er sich sorgt und dann ess ich auch was aber dann denk ich mir sowas wie "oh man jetzt war ich den halben Tag so gut dabei und jetzt ess ich noch was warmes. und das nach 18 uhr. verdammt.". Ich glaub aber trotzdem nicht, dass das eine richtige Essstörung ist denn mein BMI ist im absoluten Normalwert bei 20,3. Andererseits wenn ich manchmal "vernünftig" nachdenke glaub ich manchmal schon, dass irgendwas nicht ganz normal ist. ZB sagen mir alle meine Freunde, dass es jetzt reicht mit dem abnehmen und ich auf keinen Fall noch mehr abnehmen darf, mein Freund sagt sogar er wäre über 5 Kilo mehr nicht enttäuscht aber ich bin dann im Inneren immer total überzeugt, dass mir die Leute das nur erzählen um mir zu schmeicheln. Ich kann sowas nicht ernst nehmen weil wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich noch "Polster" am Bauch und meine Arme sind auch noch nicht schlank genug usw. Ich hab halt eine gewisse Vorstellung von meinem Körper und die möchte ich gern erreichen. Außerdem würde auch kein Mensch auf der Welt auf die Idee kommen, dass ich magersüchtig oder so bin weil so dünn bin ich gar nicht. Oder meint ihr wirklich, dass ich mir Sorgen um mein Gemüt machen sollte?

Wenn sich jemand hier neu anmeldet und dann gleich zum Thema *essgestört* ( und ausschließlich hier! ) postet ( wie hast du hier hergefunden???Unter *essstörung* gegoogelt???)

Und dann solche Sätze wie du hier von sich gibt, dann kannst du davon ausgehen, dass da schon eine dicke Essstörung da ist.

Deine Postings klingen nach Magersucht, bei mir schrillen alle Alarmglocken und die Nackenhaare stellen sich auf.

Vielleicht bringst du die Vernunft auf und redest mit jemandem, dem du vertrauen kannst.Und zwar im realen Leben.

Du klingst sehr jung und unreif.

Und wenn ich deine Postings zerpflücken würde könnte ich dir in jedem zweiten Satz deine Essstörung aufzeigen :


Ich esse so wenig wie möglich und ein Tag an dem ich nichts außer einen Joghurt gegessen habe ist in meinen Augen ein richtig guter Tag.


Ich finde mittlerweile bestimmte Körpermerkmale dünner Frauen (wie zB. vorstehende Beckenknochen, Wangenknochen, sichtbare Schulterblätter und Wirbelsäule usw.) als sehr erstrebenswert und das größte Kompliment in meinen Ohren ist wenn mir mein Mann sagt ich wäre zu dünn geworden.



Ich finde persönlich, dass manche Tipps, die auf solchen Seiten stehen gar nicht sooooo schlecht sind


Mein Freund zB zwingt mich oft zum essen weil er sich sorgt und dann ess ich auch was aber dann denk ich mir sowas wie "oh man jetzt war ich den halben Tag so gut dabei und jetzt ess ich noch was warmes. und das nach 18 uhr. verdammt.".


Ich kann sowas nicht ernst nehmen weil wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich noch "Polster" am Bauch und meine Arme sind auch noch nicht schlank genug usw. Ich hab halt eine gewisse Vorstellung von meinem Körper und die möchte ich gern erreichen

Inaktiver User
08.10.2008, 16:03
Wenn sich jemand hier neu anmeldet und dann gleich zum Thema *essgestört* ( und ausschließlich hier! ) postet ( wie hast du hier hergefunden???Unter *essstörung* gegoogelt???)


Son Quatsch. Ich bin hier schon länger angemeldet und das ist das erste Thema welches mir im Forum ins Auge gefallen ist. Bei den anderen schnupper ich mich noch so durch...

Dachziegel
08.10.2008, 16:10
Son Quatsch. Ich bin hier schon länger angemeldet und das ist das erste Thema welches mir im Forum ins Auge gefallen ist.

Seit dem 24.09.2008 angemeldet, steht unter Deinem Nick. Das sind gerade mal 2 Wochen.

VanessaB wollte sicher zum Ausdruck bringen, dass das Thema Essstörung für Dich offenbar von höchster Relevanz ist.

Die Alarmglocken schrillten bei mir auch. Du solltest Dir wirklich Unterstützung holen und Dir nicht das Hungern als tolle neue Lebensform schönreden. Du wärest nicht die erste, die sich plötzlich bei 40kg Körpergewicht wiederfindet und gar nicht versteht, warum ihr Arzt sie in die Klinik schicken will. Lass es nicht so weit kommen!

VanessaB
08.10.2008, 16:19
Tatsache ist, dass alle deine Beiträge von heute sind, vier davon in diesem Thread.

Du bist sehr jung, wie ich aus deinem Profil sehen kann.

Wenn sich deine einzige Antwort auf mein Posting 47 auf deine Anmeldung bezieht kannst du mit ein bischen nachdenken selber sehen, wieviel du vielleicht verdrängst.

Zu Dachziegel Posting ist nichts hinzuzufügen.

Pass auf dich auf

joon
08.10.2008, 20:57
hallo,

ich möchte mal was zum thema fett sagen. vielleicht bin ich hier nicht ganz im richtigen strang, mein bmi lag nämlich bis vor kurzem noch bei fast 29 und tänzelt jetzt um die 27 herum und es geht langsam aber stetig weiter runter. warum eigentlich? ich weiß es nicht, ich sage immer, dass ich angefangen habe abzunehmen, als ich wieder vollmilch zu trinken begonnen habe und wieder butter aß. zudem habe ich angefangen höherwertige lebensmittel zu kaufen (regionale erzeuger, kurze wege).
fett ist nicht böse. fett ist ein lebenswichtiges nahrungsmittel, fettarm zu essen muss nicht bedeuten fettfrei zu essen. vielleicht sollte man auch mal wieder bewusst ein butterbrot zu sich nehmen, um mal feststellen zu können, dass essen auch etwas mit genuß sein kann und nicht das scheißlästigste übel im leben.
diese panik, was fett anbetrifft halte ich sehr gefährlich. geschmack wird so dann über geschmacksverstärker im essen erzeugt und wie gesund die sind, wissen wir alle. außerdem sättigt fett, ein geschmacksverstärker nicht.
ich esse nach wie vor keine buttercremetorte und auch kein eisbein, fleisch gibt es selten, schokolade in kleinen mengen nicht täglich und alles mit genuß.

ich denke mir beim essen, wenn ich für ein kilo 7000 kalorien einsparen muss, dann muss ich 7000 kcal (siebentausend) mehr zu mir nehmen, um ein kilo zuzunehmen. ein gramm fett hat 9,3 kcal (neunkommadrei). frau darf ein wenig entspannter sein, würde ich mal sagen.

ein gedanke, der mir eben kam: heute heißt es nicht mehr:
wer schön sein will, muss leiden, sondern: wer dünn sein will, kann sterben.

Sumpfhuhn75
08.10.2008, 21:21
Über Fett sei dnoch gesagt, dass Cholesterin im Körper auch eine Funktion hat und deshalb auch nicht zu nieder sein darf (ich muß da drauf achten, weil ich kein Fleisch esse)

Euch Mädels alles Gute!

P.S. Wer sich mit dem Gedanken trägt, an einer Eßstörung anzustreifen, sollte sich an einen Psychotherapeuten wenden und das mal besprechen.

Sumpfhuhn

joon
09.10.2008, 10:48
wenn ich manchmal "vernünftig" nachdenke glaub ich manchmal schon, dass irgendwas nicht ganz normal ist. ZB sagen mir alle meine Freunde, dass es jetzt reicht mit dem abnehmen und ich auf keinen Fall noch mehr abnehmen darf, mein Freund sagt sogar er wäre über 5 Kilo mehr nicht enttäuscht aber ich bin dann im Inneren immer total überzeugt, dass mir die Leute das nur erzählen um mir zu schmeicheln.

nein, das machen sie weil sie dich lieben und angst um dich haben oder vielleicht auch, weil sie deinen körper irgendwann eklig und abstoßend finden werden.guckst du mal hier (http://www.welt.de/vermischtes/article1209788/Jeans_Firma_macht_Werbung_mit_Magersuechtigen.html )

aqua82
09.10.2008, 15:55
Wenn ich mir ladygirls Beiträge so angucke kann ich nur sagen: Hey, ich bin doch nicht essgestört...

Klar ist unser Verhalten (bezogen auf ladygirls fred) nach unserer Abnahme sehr ähnlich, aber ich halte mich nicht "für so schlimm". Andererseits finde ich es auch nicht so schlimm, einen Tag mal nur einen Joghurt zu essen - solange dieser Tag viell. nur 1x/Monat stattfindet. Jedoch die zusammengefassten Aussagen machen mich sehr nachdenklich

(, ladygirl)

Horus
09.10.2008, 16:10
Das Problem ist nicht, einen Tag lang nur ein Jogurt zu essen. Das passiert auch mir schon mal, wenn ich keinen Hunger und/oder zu viel zu tun habe und darüber das Essen vergesse.

Das Problem ist vielmehr, welchen Stellenwert die Tatsache, nur ein Jogurt gegessen zu haben, einnimmt.

Mir kann das mal passieren, ich merk es nicht (es ist also keine bewusste Entscheidung), sondern realisiere es erst hinterher, weil ich Hunger habe - "ach, ich hab ja die letzten 24 Stunden kaum was gegessen" - , dann wird gefuttert und gut ist. Abgehakt, vergessen, mehr denke ich darüber nicht nach.

Problematisch wird es hingegen, wenn die Tatsache, nur ein Jogurt gegessen zu haben, einen Tag zu einem "guten" Tag macht. Wenn das Wenig-Essen also eine viel grössere Bedeutung bekommt.

Inaktiver User
09.10.2008, 16:11
Irgendwie hab ich das Gefühl ich hab das hier schlimmer dargestellt als es in Wirklichkeit ist. Es ist nicht so dass ich gar nichts esse oder nur am hungern bin. Es ist halt nur so dass ich nicht essen kann ohne vorher zu überlegen + abzuwägen ob es "nötig" ist. Ich denk halt glaub ich mehr über Essen nach als andere Menschen. Wieviel ich an einem Tag schon zu mir genommen habe, was noch geht, was überhaupt nicht geht und warum ich trotz Heißhunger KEINEN BigMäc essen sollte usw. Es ist so ne Art Hassliebe. Denn ich liebe gutes Essen! Gutes Fleisch, guten Fisch usw aber gleichzeitig weiß ich dass ich das nicht mit gutem Gewissen zu mir nehmen kann und wenn ich Montag essen gehe und ein Hauptmenü zu mir nehme kann ich Dienstag einfach nicht einfach vollwertige Kost essen. Ich hab dann sozusagen ein schlechtes Gewissen... Ich weiß nicht wie ich das erklären soll ich hoffe aber es ist halbwegs verständlich!

Inaktiver User
09.10.2008, 16:13
nein, das machen sie weil sie dich lieben und angst um dich haben oder vielleicht auch, weil sie deinen körper irgendwann eklig und abstoßend finden werden.guckst du mal hier (http://www.welt.de/vermischtes/article1209788/Jeans_Firma_macht_Werbung_mit_Magersuechtigen.html )
wie wunderbar. sie lieben dich,a ber sie befürchten, dass sie dich irgendwann eklig und abstossend finden werden.

:gegen die wand:

Inaktiver User
09.10.2008, 16:18
Das Problem ist nicht, einen Tag lang nur ein Jogurt zu essen. Das passiert auch mir schon mal, wenn ich keinen Hunger und/oder zu viel zu tun habe und darüber das Essen vergesse.

Das Problem ist vielmehr, welchen Stellenwert die Tatsache, nur ein Jogurt gegessen zu haben, einnimmt.

Mir kann das mal passieren, ich merk es nicht (es ist also keine bewusste Entscheidung), sondern realisiere es erst hinterher, weil ich Hunger habe - "ach, ich hab ja die letzten 24 Stunden kaum was gegessen" - , dann wird gefuttert und gut ist. Abgehakt, vergessen, mehr denke ich darüber nicht nach.

Problematisch wird es hingegen, wenn die Tatsache, nur ein Jogurt gegessen zu haben, einen Tag zu einem "guten" Tag macht. Wenn das Wenig-Essen also eine viel grössere Bedeutung bekommt.

Ich glaube das ist ein gutes Beispiel. Bei mir ist das tatsächlich so dass ich wenn ich Abends im Bett liege denk ich oft darüber nach was ich so alles im Laufe des Tages gegessen habe und wenns wenig war gibt mir das ein gutes Gefühl und wenn es "zu viel" oder "etwas verbotenes" war dann denk ich darüber nach dass ich mich am nächsten Tag zusammenreissen muss. Ich denke viel über essen (und trinken übrigens auch) nach seit ich viel abgenommen habe das ist aber auch shcon alles. :-)

joon
09.10.2008, 16:19
hey, bereschit genau lesen bitte.
und natürlich war das auch mit absicht drastisch formuliert.

Inaktiver User
09.10.2008, 16:24
hey, bereschit genau lesen bitte.
und natürlich war das auch mit absicht drastisch formuliert.
okay. sie lieben dich ODER sie finden dich vielleicht irgendwann eklig und abstossend.

ein noch schöneres beispiel für zuckerbot und peitsche. und bist du nicht willig, dann brauch ich gewalt.

und natürlich funktioniert genau drastische formulierung bei essstörung nicht.

sondern ist total kontraproduktiv.

Inaktiver User
09.10.2008, 16:29
Ach was bis man mich als abstoßend dünn bezeichnen könnte müsste ich noch ca. 15. kilo verlieren... :-)

joon
09.10.2008, 16:30
@ladygirl: ich hoffe es ist nicht das einzige ziel in deinem leben, was du abends mit tagesetappenzielen bedenkst.

und klar ist es möglich eine ganz normale hauptmahlzeit pro tag zu essen und vollwertkost ist gesunde nahrung. der körper hat einen grundbedarf an energie, damit die muskeln und das gehirn gut arbeiten können. irgendwo habe ich mal gelesen, das gehirn verbraucht am meisten kalorien pro tag.

wenn du wirklich dein gewicht auf gesunde weise halten möchtest, dann setze dich doch mit deinem hausarzt oder einer ernährungsberatung zusammen, dann musst du auch nicht mehr solche angst haben zuzunehmen.

joon
09.10.2008, 16:35
die körper von magersüchtigen freundinnen oder welche mit massiven essstörungen fand ich immer eklig und abstoßend.
dünne haare, fahle, unelastische haut, wackelige, schlechte zähne - sexy.

ich habe die trotzdem lieb, kein ding, aber meine liebe ist nicht grenzenlos, nicht in diesem fall.

Horus
09.10.2008, 17:26
Ich glaube das ist ein gutes Beispiel. Bei mir ist das tatsächlich so dass ich wenn ich Abends im Bett liege denk ich oft darüber nach was ich so alles im Laufe des Tages gegessen habe und wenns wenig war gibt mir das ein gutes Gefühl und wenn es "zu viel" oder "etwas verbotenes" war dann denk ich darüber nach dass ich mich am nächsten Tag zusammenreissen muss. Ich denke viel über essen (und trinken übrigens auch) nach seit ich viel abgenommen habe das ist aber auch shcon alles. :-)

Das ist aber schon das Problem. Und nicht nur ein kleines.

Eines der Hauptmerkmale von Magersucht (egal, ob man bereits untergewichtig ist oder [noch] nicht), ist, dass das Wenig-Essen direkt dafür verantwortlich ist, dass man ein gutes Gefühl hat.

Anders ausgedrückt: die eigene Stimmung und Laune, das eigene Selbstwertgefühl hängt ganz direkt davon ab, was und wie viel man gegessen hat. Nicht mehr vom Job, nicht mehr vom Studium, nicht mehr von Hobbys, nicht mehr von Freunden, nicht mehr von der Freude über eine schöne Landschaft ... sondern direkt davon, wie wenig man gegessen hat.

So. Das ist die Krankheit. Das ist die Sucht. Das Abhängig-Sein (in der Stimmung, im ganzen Leben) vom Wenig-Essen.

VanessaB
09.10.2008, 17:36
Horus hat das sehr gut dargestellt.

Ladygirl, es geht nicht darum, dass dich hier irgend jemand angreift, du musst dich auch nicht verteidigen.
Auf der einen Seite meinst du schlimmer dargestellt zu werden als du bist.
Auf der anderen Seite schreibst du selber, du hast ein gutes Gefühl, wenn du wenig gegessen hast.Und wieviele deiner Gedanken ums essen kreisen. Das ist sehr gefährlich.

Wenn du noch 15 Kilo verlieren würdest wärest du sicher lebensbedrohlich dünn, wenn du jetzt schon einen BMI von *nur* 20,5 hast.

Tatsache ist: du bist momentan auf einem brutal gefährlichen Weg.Den schon viele Mädchen vor dir gegangen sind.Der für viele tötlich geendet hat. Und das solltest du dir bewusst machen.

Elch
14.10.2008, 16:41
Ladygirl, was du hast, ist nicht nur eine massive Essstörung, sondern ganz schlicht und ergreifend, Magersucht.
WARUM sie auftritt - ob man früher mal dick war und viel abgenommen hat (wobei ich Kleidergröße 40 nun wahrlich nicht als dick bezeichnen würde) oder irgendwie anders reingerutscht ist, ist wurscht. Es gibt viele Wege dorthin.
Aber eigentlich nur einen Weg raus.

Der erste Schritt ist allerdings, dass man selbst ERKENNT, was los ist und das ist meist erst möglich, wenn man leidet. Wenn man selbst genug leidet, um zu erkennen, dass es nicht mehr desto besser ist, je dünner man ist. Ich könnte jetzt wieder mal ewig schreiben, aber mir ist völlig klar, dass es in deinem Fall überflüssig ist.
Du bist in der Phase, in der du genießt, dünn zu sein, in der es dich freut, "zu dünn" genannt zu werden, vom Freund "gefüttert" zu werden, jeden Morgen freudig zu begrüßen, wenn die Waage zufällig 100 g weniger anzeigt. Dich zufrieden abzuwenden, wenn du ANDERE Leute essen sieht. Und zu wissen, dass du NIE WIEDER Kleidergröße 40 willst (das hört sich bei dir an wie eine gefährliche Krankheit...)

Wenn Kranke in diesen Phasen sind, kann man nicht helfen, denn sie wollen ja gar nicht. Sie wollen drin bleiben, ja, eher mehr abnehmen als gar zunehmen.

Lass dir nur eines gesagt sein: was du über dein Denken und Handeln und dein Verhältnis zur Waage/zum Essen/zum Gewicht/zu deinem Körper geschrieben hast, ist eindeutig.
Ich habe seit 18 Jahren mit dem Thema zu tun, als selbst Betroffene, habe alle Stadien der Magersucht erlebt, sie aber überwunden. Die "aktive Zeit" überwunden - im Kopf bleibt es noch ewig, vielleicht für immer.
Deine Gedanken sind die einer Magersüchtigen.

Inaktiver User
14.10.2008, 17:14
Elch, das hast Du sehr gut beschrieben :wangenkuss: Und ich drücke Dir die Daumen, das Du nie wieder einen Rückfall erleidest, das Du stark bleibst. :blumengabe:

Elch
14.10.2008, 17:24
Danke!:kuss:

Wobei ich in der glücklichen Lage bin, dass es mir, seit es mir besser geht (und das hat nicht ausschließlich, aber ganz sicher auch, mit meinem Mann zu tun, den ich seit einigen Jahren kenne), meist schwerer fällt zu hungern - als nicht zu hungern. Ich habe Normalgewicht (1,62 m/54 kg), man sieht mir die Vergangenheit nicht an.
Aber, wie Horus schon sagte und ich auch in verschiedenen Threads: Magersucht hat nicht primär was mit Gewicht bzw. Untergewicht zu tun. Sondern hauptsächlich auch mit dem Denken! Und das lässt sich leider nicht ausschalten...Selbst, wo ich gar nicht mehr 45 kg wiegen möchte, - "es" zählt von allein und "es" sagt mir auf der Waage, weniger wär doch schön...

Allen, die noch nicht jahrelang drin stecken, rate ich daher: versucht, so bald wie möglich rauszukommen, denn je länger ihr aktiv in der Krankheit steckt umso länger dauert es, diese ganzen vergifteten Gedanken und das kranke Wissen wieder loszuwerden.

Diesen Müll im Kopf zu haben und das falsche Körpergefühl zu empfinden - das ist ganz schön anstrengend...

Inaktiver User
14.10.2008, 17:38
Diesen Müll im Kopf zu haben und das falsche Körpergefühl zu empfinden - das ist ganz schön anstrengend...

Diesen letzten - ganz besonderen Satz - möchte ich fett unterstreichen!
Es ist wirklich anstrengend, das kann ich bestätigen.
Aber Schritt für Schritt, auch wenn es nur kleine Schritte sind, klappt das.

Inaktiver User
15.10.2008, 15:53
Hallo Mädels,
nur mal so als Feedback bzw. Frage:


ich behaupte mich gegen meine essende umwelt und lasse mir nichts "aufzwingen".

Ich bin dann wohl "die essende Umwelt". Ich bin schlank und esse total gerne. Das heißt, ich koche möglichst jeden Tag, ich koche gerne mit Fett (Sahne, Öl, Butter - schmeckt mir besser), aber auch viel mit Gemüse etc.

Essen ist für mich etwas Lustvolles, Sinnliches. Was gibt es da zu "behaupten"? Das wäre für mich, als würde ich nur kalt duschen, um mich über alle Warmduscher hinwegzusetzen. Was ist daran "aufzwingen"? Mir kommt das vor, als verbötet ihr euch Sinnliches. Wer versucht euch denn das aufzuzwingen?

Habe ich noch noch verstanden. :wie?:

PS: Tschuldigung, habe geantwortet, als ich erst ca. 20 Postings gelesen hatte, dahinter kam noch einiges andere, von daher hat sich die Frage teilweise beantwortet.

Elch
15.10.2008, 15:56
Das kannst du als Nicht-Betroffene auch nicht oder nur schwer verstehen. Selbst wir Betroffenen verstehen es nicht.
Man kann an psychosomatische Krankheiten nicht gut per Kopf rangehen, es ist intellektuell nur schwer zu erklären.

Kappuziner
15.10.2008, 16:02
Wollte gerade das selbe schreiben wie Elch...

Du fragst

Wer versucht euch denn das aufzuzwingen?

na, so Leute, die mir das sagen, was du schreibst.
Dass man unsinnlich ist, wenn man eben lieber Essen isst ohne Sahne und mit wenig Fett.
Warum kann es nicht einfach jeder nach seinem Geschmack machen, ohne kommentiert zu werden? Ich kommentiere ja auch nicht das Sahnehäubchen auf dem Essen von anderen Leuten.

Inaktiver User
15.10.2008, 16:12
na, so Leute, die mir das sagen, was du schreibst.
:ooooh:

Inaktiver User
15.10.2008, 16:29
Na ja, ich denke, Kappuziner hat das nicht so gemeint, wie es jetzt rüberkommt (oder? :smirksmile: ).

Aber mit dem kommentieren hat sie recht - das ist mir auch schon oft passiert, das Leute mehr auf meinen Teller starren und etwas dazu sagen. Muss ehrlich nicht sein, ich mache das auch nicht, selbst, wenn ich die Gelegenheit habe.

Horus
15.10.2008, 16:44
Das trifft aber nicht das Problem.

Es geht nicht ums Kommentieren oder Nicht-Kommentieren, ums Lebenlassen oder Nicht-Lebenlassen.

Es geht darum, dass man Essen (oder Nicht-Essen, oder Wenig-Essen oder "Das-Richtige"-Essen) instrumentalisiert für etwas anderes. Nämlich dafür, sich gut zu fühlen. Sich stark zu fühlen. Sich ein Stück weit damit zu verwirklichen.

Essen ist dann nicht mehr Essen, Genuss und physiologischer Lebenserhalt. Sondern das Essverhalten ist dann ein Mittel zur Selbstidentität.



@Elch: :blumengabe: Habe gehofft, dass du hier noch mitschreibst.

Inaktiver User
15.10.2008, 17:50
Es geht nicht ums Kommentieren oder Nicht-Kommentieren...

Eben diesen Eindruck hatte ich ja nun doch, aber anders herum. Ich habe hier deutliche Abneigung gegenüber der "essenden Umwelt" herausgehört, gegenüber denjenigen, die sich nicht beherrschen, (wer quatscht hier also wem auf den Teller?) es geht (ausdrücklich) ums Behaupten. Wogegen? War meine Frage. Aber ich bin mit der Antwort einverstanden, dass dies wohl nicht zu verstehen ist für mich.

Schönen Abend. :blumengabe:

joon
15.10.2008, 19:05
ich denke man sollte essen, was man will, so lange es die lebensqualität nicht mindert und das tägliche leben bestimmt.

ich glaube essen ist nicht das problem, sondern erst ein problem wenn es als körperverändernde maßnahme angesehen wird. fett oder nicht fett, sahnehäubchen oder buttermilch, mett oder geschabtes - ist doch alles gar nicht das problem. ich esse mett, weil es mir schmeckt. kein ding. ebenso. ich esse geschabtes, weil es mir schmeckt. schwierig schon eher: ich esse kein mett, weil ich davon fett werde. noch schlimmer: ich darf kein mett essen, weil ich sonst fett werde.
wer hat denn verboten mett zu essen? maximal noch der arzt bei gallenproblemen. natürlich rede hier nicht von einer diät, die geschabtes anpreist, weil der bmi jenseits der 28 ein wenig eingedämmt werden muss. essen darf nicht lebensqualität bestimmend sein, nicht ausschließlich, und ist prmär immer noch ein lebenserhaltendes mittel (lebensmittel!!), sekundär genußmittel, aber kein feind.
wer ist denn die instanz die vorschreibt, dass man nicht essen darf? wer ist denn die instanz, die sagt, dass fett böse ist?

die schriftstellerin birgit vanderbeke, eine feine frau meines erachtens (und tolle bücher!!), hat mal gesagt, dass diese hühnchen-fett-frei-essen-mode zeitgleich mit der popularisierung von porno einher ging. ist glaube ich was dran.

früher hat man gegessen und hatte sex, heute hält man diät und turnt einen porno nach.

Inaktiver User
15.10.2008, 19:08
früher hat man gegessen und hatte sex, heute hält man diät und turnt einen porno nach.

Danke! :ahoi:

Kappuziner
16.10.2008, 08:57
Das ist genau das, was ich meinte :smirksmile: (und böse meinte ich es nicht) - aber halt dass die - nennen wir sich mal "unkompliziert essende" Fraktion der "kompliziert essenden" was unterstellt, allem voran diese "Unsinnlichkeit" (jetzt wieder in dem Zitat).
Da kommt man auf keinen gemeinsamen Nenner.

Mit der Esssörung ist es wie mit jedem anderen Suchtverhalten auch: hatte man es mal, ist eine Rückkehr in den ursprünglichen "jungfräulichen" Zustand wohl ausgeschlossen. Man muss sich sein Leben lang der Problematik bewusst bleiben.

Guten Sex kann man aber trotzdem haben.

Elch
16.10.2008, 09:07
Eben diesen Eindruck hatte ich ja nun doch, aber anders herum. Ich habe hier deutliche Abneigung gegenüber der "essenden Umwelt" herausgehört, gegenüber denjenigen, die sich nicht beherrschen, (wer quatscht hier also wem auf den Teller?) es geht (ausdrücklich) ums Behaupten. Wogegen? War meine Frage. Aber ich bin mit der Antwort einverstanden, dass dies wohl nicht zu verstehen ist für mich.

Schönen Abend. :blumengabe:

Zitronenmond, du hast Recht, du kannst es nicht verstehen. Und das ist keine Kritik und kein Vorwurf. Bei Essstörungen und Magersucht insbesondere ekelt sich so gut wie keine Magersüchtige vor den Essenden. Im Gegenteil. Ist sie mal richtig krank, so krank, dass sie weiß, dass sie da nicht mehr allein rausfindet und so krank, dass sie darunter LEIDET (nicht so wie die TE, die das noch alles sehr genießt und auch nicht wie die Pro-Ana-Mädchen, zu denen ich mich gar nicht äußern möchte - wobei die natürlich auch krank sind), dann wünscht sie sich nichts sehnlicher, als auch essen zu KÖNNEN. Sie WILL, aber wenn sie vor einem Teller sitzt, KANN sie ums Verrecken nicht reinbeißen (nicht in den Teller, sondern in das was drauf liegt...:zwinker: ).

Es geht NICHT um Kommentare. Es geht NICHT darum, die essende Umwelt zu verachten oder zu verdammen.

Aber, soll ich dir was sagen? Dadurch, dass du es null nachvollziehen und verstehen kannst, beweist du, dass du nicht magersüchtig/essgestört bist oder hoffentlich wirst. Und das ist schön!! Ohne Witz - das ist eine Haltung und ein Nicht-Verstehen, um das ich dich fast schon beneide.
Klar, ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, wenn ich nicht magersüchtig gewesen wäre. Aber ich wäre verdammt oft froh, wenn ich wieder diese Naivität, diese Unschuld, diese NATÜRLICHKEIT dem Essen gegenüber hätte, wie ich sie hatte, bis ich 19 war. :engel:


@Horus
Danke! :blumengabe: :wangenkuss:
Ja, bei dem Thema muss ich mich einfach immer mit einbringen - manchmal steige ich dann aus, wenns zu doof wird oder nix bringt, aber ich schaue eben doch oft zu diesen Themen hin. Freut mich, dass du mich schon erwartet hast...!

Inaktiver User
16.10.2008, 09:55
...ein Nicht-Verstehen, um das ich dich fast schon beneide.

Nur kein Neid! :freches grinsen:
Das Beneidenswerte reicht gerade mal fürs Essen.
Ansonsten kämpfe ich nämlich mit der Nikotinsucht auf eine Art und Weise, dass es sein finsteres Grauen hat. :knatsch: :heul:


Klar, ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, wenn ich nicht magersüchtig gewesen wäre.

Ich habe im privaten Umfeld etwas entfernt mit zwei magersüchtigen Mädchen zu tun und da würde ich auch sagen, dass sie - wenn sie heil aus der Sache heraus kommen - bestimmt ganz starke Frauen werden, die diesen Weg der Abgrenzung brauchten. In diesen beiden Fällen kommt es mir vor, als wenn Kontrolle das über allem stehende Thema ist: Wer hat hier eigentlich die Kontrolle über mein Leben? Meine Mutter? Ich selbst? Die Ärzte? Aber das betrifft, wie gesagt, zwei Teenager.

Inaktiver User
16.10.2008, 10:01
(und böse meinte ich es nicht)

Das glaube ich dir aufs Wort, rate aber dennoch, dass du noch mal deinen Beitrag nachliest auf die Möglichkeit hin, Ursache und Wirkung verwechselt zu haben - was ich wiederum bezeichnend fände.

Klingt, als wenn du megaempfindlich bist bei diesem Thema, wenn so schnell so viel Wut hochkommen kann. Und nein, das ist nicht böse gemeint, was ich schreibe.

Elch
16.10.2008, 10:22
Klingt, als wenn du megaempfindlich bist bei diesem Thema, wenn so schnell so viel Wut hochkommen kann.

Das geht mir auch so und das ist auch verständlich bei all dem Dummen, was oft darüber gesagt und geschrieben wird (ich meine das allgemein, nicht auf dich bezogen).

aqua82
16.10.2008, 10:24
Diesen Müll im Kopf zu haben und das falsche Körpergefühl zu empfinden - das ist ganz schön anstrengend...

Ja, ist es... Aber wegen so etwas ist man doch nicht magersüchtig, oder?

Sorry, kenn mich damit ja nicht aus - aber ist es nicht normal, sich darüber Gedanken zu machen? Solange man noch "normal" oder eben "nur leicht darauf achtend" isst, sind die Gedanken nicht so lange noch wurscht? Also für mich sind Magersüchtige diejenigen, die mit einem BMI von 17 oder so immer noch abnehmen wollen, statt das Gewicht zu halten. Aber wie gesagt: Kenne mich damit nicht aus und habe keine Erfahrung damit.

Essstörung ist ja ein Oberbegriff, oder?

Und das "Essen-kommentieren" kenne ich zu gut. Hat man in Gesellschaft wirklich mal nicht soviel Hunger, oder gerade Appetit auf Salat oder so wird es kommentiert. Haut sich jemand den Teller total voll, wird es hinter vorgehaltener Hand kommentiert. In meinem Umkreis wird zB stark mein Vegetarier-Dasein kommentiert - davon lasse ich mich jedoch nicht beeinflussen.

Horus
16.10.2008, 11:44
Nun, das Kommentieren würde ich nicht überbewerten. Es wird doch immer und überall kommentiert, nicht nur beim Essen!

Dass ich ungeschminkt aus dem Haus und Arbeiten gehe, wird kommentiert, und wenn eine Frau einen halben Schminkkasten im Gesicht hat, wird das genauso kommentiert. Dass jemand mit einer Dogge an der Leine durch die Stadt läuft, wird genauso kommentiert wie wenn jemand eine pink-grün-gestreifte Handtasche spazieren führt ...

Mir geht so was am A* vorbei.

Die Tatsache, dass man empfindlich reagiert, wenns um Kommentare zum Essverhalten geht, kann allerdings ein Zeichen dafür sein, dass man in dem Bereich besonders sensibel ist und dass das eigene Essverhalten mehr sein könnte als nur Essen. Dass es die Selbstidentität berührt.

Kappuziner
16.10.2008, 12:44
@Horus "Zeichen dafür" ist diplomatisch gesagt, aber ich stehe dazu, dass ich eine Essstörung habe, muss also insofern da nicht in nach Zeichen suchen. Ich weiß, dass das meine Achillesferse ist. Ich bin zwar kein "akuter" Fall, weil ich gerne und genug esse, aber ich bin mir "des Essens mehr bewusst" als andere Leute (führe auch meistens Buch, indem ich Weightwatchers-Punkte protokolliere, aber ich esse so viel, dass es bei den WW der "Gewichterhaltung" dienen würde, ich mache also keine Diät, esse aber sehr bewußt).

Dass das nicht normal ist, weiß ich, aber es ist "ein" Weg mit einer chronischen Essstörung zu leben.