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Belisama
26.09.2008, 17:55
Hei!

Ich werf die Frage mal in den Raum:

1) Kann man mehrere Menschen gleichzeitig lieben?

(und eh irgendwelche Vermutungen aufkommen - es hat jetzt nichts mit irgendwelchen Absichten oder wie auch immer gearteten Befindlichkeiten meinerseits zu tun - es interessiert mich einfach, wie andere darüber denken)

Deswegen erweiter ich mal um

2) selbst wenn Ihr es Euch für Euch selbst nicht vorstellen könnt, könnt Ihr es Euch vorstellen, dass es Menschen gibt, die mehr als einen Menschen gleichzeitig - aufrichtig - lieben können?

Muss ich jetzt selbst für mich auch mal drauf rumdenken.

Grüsse, Belisama

dieandere.1976
26.09.2008, 18:02
Du redest hier "nur" von Liebe !!! Liebe zu wem ???

Ich liebe mein Kind über alles, ich liebe meine Eltern, ich liebe meine Katze....Hm....

..........und ja. Ich liebe zwei verschiedene Männer. Jeden auf seine Art und Weise, jeden so wie er ist. In der Intensivität sind sie verschieden, genauso wie die Empfindung zu jedem anders ist.

Für manchen Menschen mag es unwahrscheinlich klingen, wenn man sagt, man liebe zwei Männer. Manche mögen solchen wie mich den Vogel zeigen oder behaupten, ich wisse nicht, wovon ich rede. Aber ich für mich weiß, dass dies mögllich ist.
Eine zeitlang war es schwer, diese Tatsache an sich zu akzeptieren und ich habe lange gegen mich selber einen harten Kampf angefochten. Seitdem die Akzeptanz der Situation da ist und ich es hin nehme und nicht mehr gegen diese Gefühle ankämpfe, seitdem geht es mir gut.

Inaktiver User
26.09.2008, 18:08
ja. Ich kann das - und ihc kann auch in der Situation leben, wo jemand anderes das tut.

Und es ist mir absolut unverständlich, wieso alles, was außerhalb eines momentanen (!) gesellschaftlichen Konsenses liegt, gleich als unmöglich gilt.

Belisama
26.09.2008, 18:12
Du redest hier "nur" von Liebe !!! Liebe zu wem ???

Hm. Richtig. Ich liebe auch viele Menschen. Ich meinte, die "Liebe" die über die Liebe zu einer Schwester, Kind etc. hinausgeht.

Oder sollte ich umformulieren:

kann man mehrere Menschen "partnerschaftlich" lieben?


..........und ja. Ich liebe zwei verschiedene Männer. Jeden auf seine Art und Weise, jeden so wie er ist. In der Intensivität sind sie verschieden, genauso wie die Empfindung zu jedem anders ist. [..]


Danke für Deine offene Schilderung. Ich kann das nachvollziehen und verstehen. Denn auch als ich in Beziehung war und meinen Partner liebte, war die Liebe zu meinem Affairenmann nicht weg (auch wenn ich nicht fremdging bzw. in den Jahren mit ihm keinen Sex hatte). Ich dachte immer mal wieder voller Liebe an ihn - und dieses Gefühl stand gleichberechtigt zu dem zu meinem Partner.

Für viele sicher nicht vorstellbar. Für mich früher auch nicht. Es.....IST einfach.

Grüsse, Belisama (damit für mich die Frage ja schon beantwortet habe. Daran dachte ich vorhin gar nicht)

ps:
Seitdem die Akzeptanz der Situation da ist und ich es hin nehme und nicht mehr gegen diese Gefühle ankämpfe, seitdem geht es mir gut.

Danke für diesen Ansatz. Der hilft mir jetzt auch in meiner widersprüchlichen aktuellen Situation.

Belisama
26.09.2008, 18:14
ja. Ich kann das - und ihc kann auch in der Situation leben, wo jemand anderes das tut.

Und es ist mir absolut unverständlich, wieso alles, was außerhalb eines momentanen (!) gesellschaftlichen Konsenses liegt, gleich als unmöglich gilt.

Danke. DAS musste ich einfach nochmal fettschreiben. Es geht ja nicht ums akkreditieren - sondern einfach ums Anerkennen, dass es das GIBT.

Grüsse, Belisama

murmeltier
26.09.2008, 18:17
Ich bin absolut überzeugt, dass man das kann.

Liebe ist keine begrenzte Ressource. Ich kann einen anderen Menschen zusätzlich lieben, ohne den ersten dafür weniger zu lieben.

Und das sage ich nicht, um damit eine Affaire zu rechtfertigen. Ich war mein Leben lang immer treu. Habe nicht mal fremdgeknutscht in den 13 Jahren Beziehung.

Aber ich war mal an einem Punkt, an dem ich meinem Partner gesagt habe, dass ich den Konktakt zu jemandem unterbrechen sollte, weil ich im Begriff bin, mich zu verlieben. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, war ich längst verliebt - ohne dass ich darum meinen Freund auch nur einen Deut weniger geliebt hätte.

Deswegen habe ich mich ja auch entschieden, dagegen anzugehen - und heute liebe ich nur noch meinen Freund, was aber nicht heißt, dass mir sowas nicht wieder passieren könnte (z.B. wenn ich den anderen wieder regelmäßig sehen würde).

Was ich mein ist: Ja, man kann 2 Menschen lieben. Ich finde die Idee, dass dies unmöglich sein sollte, sogar absolut abwegig!
Aber ich bin auch der Meinung, dass einen das nicht aus der Verantwortung nimmt oder entschuldigt so nach dem Motto "Liebe darf alles". Auch Liebe bzw. ob man sie zulässt oder ihr die Chance gibt, sich wirklich zu entwickeln, hat immer was mit Entscheidungen zu tun. Und wenn ich mit einem Menschen lebe, für den es wichtig ist, exklusiv geliebt zu werden, dann versuche ich Verliebtheit in andere möglichst nicht zuzulassen bzw. zumindest nicht weiter als bis zu einem bestimmten Punkt, an dem es "ernst" würde...

Inaktiver User
26.09.2008, 18:19
Ja - ich denke schon, dass man mehrere Menschen lieben kann. Es gibt bei mir einen dieser berühmten Schattenmänner: ein Mann, der mir sehr wichtig ist in meinem Leben, mit dem ich vor langer Zeit auch liiert war und der immer noch einen Platz in meinem Herzen hat. Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich glücklich verheiratet bin, meinem Mann sehr liebe und ihn als meinen Partner betrachte, mit dem ich mein Leben teile.

Was ich für mich nicht könnte, ist, zwei gleichberechtigte Beziehungen nebeneinander zu leben. Ich befürchte, das würde mich emotional zerreißen. Und ich weiß auch nicht, wie die anderen Beteiligten damit umgehen könnten, sprich: würden sie darunter leiden, tue ich ja den Menschen, die ich liebe, weh. Und das passt für mich mit Liebe nicht wirklich zusammen.

Wenn Menschen das schaffen, ihre Lieben zu leben, so dass auch diese glücklich und zufrieden sind, mit ihrer Situation, finde ich das bewundernswert. Für mich funktioniert das nicht.

Violine
26.09.2008, 18:22
mal andersrum gefragt: warum sollte man nicht 2 Menschen gleichzeitig lieben können/dürfen?

realitaet
26.09.2008, 18:24
Mal abgesehen davon, dass unter " Liebe " wohl jeder etwas anderes versteht und es wahrscheinlich so viele Arten von Liebe gibt, wie Menschen mein ich: JA. Unbedingt. Klar, man liebt seine Kinder, seine Eltern, Freunde usw. Jeden auf eine andere Art. Und da liebt man mehrere Menschen sowieso.

Aber ich denke, man kann auch mehrere "Partner" lieben. Auch hier wieder jeden auf eine andere Art. Und es macht mich sehr unzufrieden, dass das nicht anerkannt in unserer Gesellschaft ist. Denn mal ehrlich: Welch ein Glück ist es, wenn man den einen Menschen gefunden hat, der alles , was man braucht, erfüllen kann.... genau: ich glaube nicht, dass es dieses Multitalent gibt. Und , nur mal angenommen, es wäre völlig normal, dass man sich auch erlauben dürfte, Liebe zu einem zweiten ( oder von mir aus auch mehreren Menschen ) zu empfinden, und dies in aller Öffentlichkeit einzugestehen, wäre das nicht ein Weg, der alle glücklicher machen würde? Wenn man sich nicht entscheiden müsste, sondern die Freiheit zu haben, denjenigen zu lieben, den man möchte?
Für genau die Eigenschaften, die mich glücklich machen?

Und ich finde nicht, dass das egoistisch ist, wenn dieses Recht jeder hat. Ich glaube, das Leben wär ein ganzes Stück leichter, für alle.

Deswegen sag ich: Ja, man kann mehrere Menschen lieben. Und man sollte das auch dürfen!

Tabea
26.09.2008, 18:27
Ich habe es bisher nicht erlebt.

Und ich stelle es mir auch schwierig vor, weil für mich zu tiefer Liebe auch abolute Offen- und Ehrlichkeit gehört. Wenn überhaupt, dann also nur als offene Beziehung und diese Lebensform schließe ich für mich aus.

Tabea

Inaktiver User
26.09.2008, 18:28
@ realität

Na ja, es verbietet ja auch heutzutage niemand, dass eine Person auch zwei Menschen lieben darf. Bei mir stand die Polizei jedenfalls noch nicht vor der Tür. :smirksmile:

Aber kommunizierst du das deinem Partner dann auch so offen? Das ist doch meist das Problem, dass diese Lieben nicht offen gelebt werden, weil einem schon bewusst ist, dass vielleicht einer der Menschen, die man liebt, nicht so gut damit klarkommt.

Wenn man also das Recht sich herausnimmt (ich beziehe mich da nur auf deine Wortwahl), mehrere Menschen lieben zu dürfen, dann sollte man im Gegenzug auch den Beteiligten das Recht zuzugestehen, selber zu entscheiden, ob sie in so einem Modell leben wollen.

Violine
26.09.2008, 18:30
Und ich stelle es mir auch schwierig vor, weil für mich zu tiefer Liebe auch abolute Offen- und Ehrlichkeit gehört. Wenn überhaupt, dann also nur als offene Beziehung und diese Lebensform schließe ich für mich aus.

Tabea


Ist die Ausgangsfrage so zu verstehen, dass man seine Liebe dem betreffenden zeigt?

oder geht es primär um die emotionale Bereitschaft 2 Menschen zu lieben?

Tabea
26.09.2008, 18:32
oder geht es primär um die emotionale Bereitschaft 2 Menschen zu lieben?
Selbst das kann ich (zumindest im Moment, also seit 19 Jahren) für mich ausschließen.
Flirten, Schmetterlinge - ja. Aber Liebe? Nein.

Tabea

Inaktiver User
26.09.2008, 18:36
Darüber habe ich mir in der VErgangenheit oft Gedanken gemacht, mittlerweilen bin ich überzeugt davon.

Ich stehe seit 8 Jahren in inniger Freundschaft zu einem Mann. Das Ganze hatte seinerzeit als heftiger Flirt angefangen (da war ich noch verheiratet) und wurde dann zu einer leidenschaftlichen Affäre, die aber durch die grosse Distanz nur sporadisch gelebt werden konnte.

Seit ca. 4 Jahren haben wir uns aus verschiedenen, zum Teil auch gesundheitlichen Gründen auf seiner Seite, nicht mehr treffen können (zudem ist der Mann ist gebunden) .
Ich hatte mich zwischenzeitlich auch mal anderweitig verliebt gehabt, und das weiss er auch. Will sagen, ich lebe ganz normal mein Leben als freier Single...

ABer ich liebe ihn - und er mich. Wir sind immer in Kontakt, sei es per E-mail oder Telefon. Ich kann ihn jederzeit auch so erreichen, über alles mit ihm reden...

Ich kriege nach all diesen Jahren immer wieder ab und zu eine E-mail: "Habe ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe und wie schön du bist...:liebe: "....

DEr Mann ist wie gesagt verheiratet, und er liebt auch seine Frau. Ich habe gelernt das zu akzeptieren und es ist in Ordnung so.

Es passt wohl nicht in das gesellschaftliche Verständnis von Partnerschaftsliebe, eben dass man nur eine/n Frau/Mann wirklich lieben kann, aber es gibt es!

Estelle

brighid
26.09.2008, 18:37
kann frau mehrere männer lieben?

a) nacheinander- auf jeden fall.

b) zum gleichen zeitpunkt, mit der gleichen intensität und doch dem gegenüber entsprechend: ja. definitiv ja. auch wenn unsere gesellschaft und die kirchen uns seit dem mittelalter mit ihren syphillis-epidemien, die monogamie predigen.

meine theorie dazu:
das es das gibt, steht schon im alten testament. sonst hätte es ja keinen sinn gemacht, das x. gebot: du sollst nicht begehren, xxxxxxx

(wer etwas bibelfester ist als ich, weiss bestimmt welches der 10 gebote damit gemeint ist)

können schon- gesellschaftlich teilweise geächtet.

also was bleibt? ich mache das mit mir und meinen männern aus.
diese freiheit nehme ich mir. für mich.

murmeltier
26.09.2008, 18:39
Naja gut, da sind wir an der Stelle, was ist "Liebe" ab wann ist es "Liebe"?

Ich würde das, was ich für den anderen Mann empfunden habe, sicher nicht als "tiefe Liebe" bezeichnen. Damit man das empfinden kann, ist einfach auch eine längere Zeit notwendig und das würde ich gar nicht zulassen (weil ich meinen Partner nicht verletzten will und weil ich das eh nicht nebeneinander leben könnte - wozu sich also unglücklich machen?).

Aber verliebt war ich schon. Würde ich sagen. Ich habe geweint als ich mich auf Nimmer wiedersehen von ihm verabschiedet habe (nicht BEIM Abschied, aber danach) und da wurde mir sehr klar, dass das mit dem Verabschieden auch höchste Eisenbahn war...

Inaktiver User
26.09.2008, 18:43
Ich kann es mir nicht vorstellen, habe es selber noch nie erlebt.
Fuer mich heisst einen Menschen lieben auch zu akzeptieren dass er nicht alle Beduerfnisse die ich habe befriedigt weil kein Mensch dies kann. Wenn ich es akzeptiere dann nur weil er entweder die Beduerfnisse die mir am wichtigsten sind befriedigt oder die Postivliste groesser ist als die Negativliste. Ein zweiter Mensch kann daher nicht mit derselben Intentitaet geliebt werden. Warum sollte ich mich also auf was "minderwertiges" einlassen. Nur weil er andere Beduerfnisse von mir befriedigt?
Wie egoistisch ist das denn zu glauben man muss alle Beduerfnisse befriedigt bekommen.

brighid
26.09.2008, 18:44
ich möchte mein posting modifizieren.

kann frau mehrere männer lieben?

ich weiss nicht was andere frauen können.
ich weiss für mich, ich tue es. schon seit geraumer zeit.
und es geht mir dabei gut.

:blumengabe:

VanDyck
26.09.2008, 18:45
... meine theorie dazu:
das es das gibt, steht schon im alten testament. sonst hätte es ja keinen sinn gemacht, das x. gebot: du sollst nicht begehren, xxxxxxx ... Eine gute Theorie. Bin ich noch garnicht drauf gekommen.

Im Übrigen - weil es hier schon anklang:

Liebe ist es immer, wenn jemand für sich meint, dass es Liebe ist.

Wenn man das anerkennt, erübrigen sich fruchtlose Debatten nach echter oder tiefer oder wahrer oder was weiß ich für Liebe.


VanDyck

Inaktiver User
26.09.2008, 18:46
Reden wir hier vom Gefuehl oder geht es schon wieder in die Richtung ob man dieses Gefuehl auch ausleben darf und mehrere Partner haben darf..

brighid
26.09.2008, 18:49
ich rede vom gefühl. nicht von einer general-amnestie für betten-hopping.

brighid
26.09.2008, 18:49
ich kann auch jemanden lieben ohne mit ihm im bett zu sein.

VanDyck
26.09.2008, 18:52
... Ein zweiter Mensch kann daher nicht mit derselben Intentitaet geliebt werden ... Ja - für dich mag das so sein.

Aber eigentlich ist der Sack der Liebe doch

soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

groß!

Bei mir jedenfalls ... :smirksmile:


VanDyck

Belisama
26.09.2008, 18:53
ich kann auch jemanden lieben ohne mit ihm im bett zu sein.

:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Grüsse, Belisama

murmeltier
26.09.2008, 18:53
Reden wir hier vom Gefuehl oder geht es schon wieder in die Richtung ob man dieses Gefuehl auch ausleben darf und mehrere Partner haben darf..

Dazu habe z.B. ich sehr deutlich geschrieben, oder nicht? :zwinker:
Für die anderen kann ich nicht sprechen...

Ich hätte mit dem Mann - selbst wenn mein freund es mir zugestanden hätte - niemals eine Beziehung nebenher führen können! Das wäre aufgrund vieler Dinge nicht möglich gewesen und der Hauptgrund dafür liegt in mir selbst.

Ich hätte mich entscheiden müssen und diese Entscheidung wäre immer zugunsten meines Freundes ausgefallen, daher wäre es unnötig schmerzhaft gewesen, das andere überhaupt weiter voran zu treiben. Ich habe u.A. deswegen dem anderen auch überhaupt nie gesagt, was ich empfinde - mein größter Alptraum war nämlich: Er erwidert es! Was hätte ich dann getan?

Ich habe in dieser Zeit oft phantasiert, dass es schön wäre, man hätte 2 Leben, die prallel laufen und so gar nichts miteinander zu tun hätten. So als könnten sie ganz ohne Berührungspunkte ablaufen, z.B. im täglichen Wechsel heute Leben A, morgen Leben B. Also eben kein Doppelleben wie bei Affaire - versteht jemand was ich meine? Und ich könnte Leben A mit meinem Freund leben und im Leben B Mann B mal antesten... Traumtänzerei halt. Nichts für die Realität...

brighid
26.09.2008, 18:53
:lachen:

Inaktiver User
26.09.2008, 18:54
ich kann auch jemanden lieben ohne mit ihm im bett zu sein.

okay.. also war das hier nur mal wieder "die boese Gesellschaft Gerede.." :smirksmile:

und die kirchen uns seit dem mittelalter mit ihren syphillis-epidemien, die monogamie predigen..denn da geht es um den Akt

Belisama
26.09.2008, 18:54
Ja - für dich mag das so sein.

Aber eigentlich ist der Sack der Liebe doch

soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

groß!

Bei mir jedenfalls ... :smirksmile:


VanDyck

Dem schliesse ich mich an. Und das, obwohl ich selbst in meinen Beziehungen immer treu war.

(wobei ich jetzt - wie allgemeingültig die meisten - die sexuelle Treue meine. Vermutlich wäre im stengsten Kontext dann wohl eher "untreu" gewesen, wenn ich zu mehreren Männern Liebe empfinde)

Grüsse, Belisama

Inaktiver User
26.09.2008, 18:57
Ich denke auch, dass ich in meinem Posting deutlich differenziert habe zwischen dem Gefühl und dem Führen mehrerer Beziehungen.

Aber grundsätzlich soll es auch das geben - ich habe allerdings auch Bauchschmerzen dabei, wenn einem der Beteiligten die Entscheidung, ob er in so einem Beziehungsgeflecht (danke, tanguera, du hast dieses Wort irgendwann mal verwandt und ich fand es sehr passend) leben will, quasi von den anderen abgenommen wird.

brighid
26.09.2008, 18:58
der bezug aufs mittelalter, - erst seit den syphillis epidemien im mittelalter, erst seitdem wird die jungfräulichkeit vor der ehe und die monogamie von der kirche gepredigt.

bis zum mittelalter waren ja selbst die päpste verheiratet und und und und.

in meinen genen liegt die monogamie jedenfalls nicht.
und es unterscheidet mich als mensch vom tier, dass ich nicht nur trieb-gesteuert und auf nur vermehrung aus bin.

mein herz und mein liebes vermögen reicht für mehr als einen mann aus. wie ich diese liebe ausgestalte- das lasst mal meine sorge sein.

ich bin über 18

Belisama
26.09.2008, 18:59
okay.. also war das hier nur mal wieder "die boese Gesellschaft Gerede.." :smirksmile:
..denn da geht es um den Akt

Hm. Liebe schliesst mehr ein, als den "Akt". Und ich denke mal, es ist beides gemeint.

Und "böses-Gesellschafts-Gerede" kann ich bislang in diesem Thread nicht entdecken. Was meinst Du damit?

Grüsse, Belisama

Inaktiver User
26.09.2008, 19:00
Ja - für dich mag das so sein.
Das ist die Frage aus dem EP..ob wir es uns vorstellen koennen.
Ich kann es nicht und glaube dass diejenigen Menschen die glauben mehrere Personen lieben jeder dieser einzelnen Personen anders liebt als ich den einzelnen.
Einfach weil ich es mir nicht vorstellen kann.Weil ich 100% liebe. Und das nur immer eine Person. Ich kann es mir nicht VORSTELLEN dass man zwei Personen zu 70% liebt.

heather-blue
26.09.2008, 19:03
Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag im Brigitte-Forum.

Ich brauche doch meinem Partner nicht zu verschweigen, dass ich noch jemanden anderen liebe - wie bereits gesagt, die unterschiedlichen Charaktere sprechen verschiedene Emotionen bei mir an; jeder für sich ist einzigartig und keiner kann alleine alle meine widersprüchlichen Erwartungen erfüllen. Mein Mann wusste immer um den anderen und dass ich ihn auch, auf andere Art eben "liebe". (Meinem Mann ist nur wichtig, dass ich ihn im Bett nicht teile, das ist auch für mich ok.) Damit man das leben kann, müssen allerdings alle Beteiligten das entsprechende Selbstbewusstsein haben (und nicht klammern).
Leider hat die (jüngere) Frau von ihm dieses (noch) nicht. So dass wir auf Abstand gehen mussten. Aber ich habe Geduld!

"So viele Partnerschaften werden weniger durch Liebe erhalten als durch die Angst, den anderen zu verlieren, weniger durch gemeinsames Glück als durch einsame Verlustängste, die nichts so sehr fürchten wie die Freiheit des Herzens - die Atmosphäre wirklicher Liebe." (unbekannt)

LG, Heather-blue

murmeltier
26.09.2008, 19:03
Einfach weil ich es mir nicht vorstellen kann.Weil ich 100% liebe. Und das nur immer eine Person. Ich kann es mir nicht VORSTELLEN dass man zwei Personen zu 70% liebt.

Man kann auch 2 Menschen 100% lieben... (Ich sage nicht, dass ich das getan hab, ich bin aber sicher, dass ich es könnte).
Ich finde, du erhebst dich bzw. deine Art zu Lieben hier über andere. Das finde ich fragwürdig...

brighid
26.09.2008, 19:04
mal ganz blond gefragt:

wie teile ich liebe in prozentzahlen ein?

also, das kann ich jetzt wiederum nicht. :smile:

Belisama
26.09.2008, 19:04
Das ist die Frage aus dem EP..ob wir es uns vorstellen koennen.
Ich kann es nicht und glaube dass diejenigen Menschen die glauben mehrere Personen lieben jeder dieser einzelnen Personen anders liebt als ich den einzelnen.
Einfach weil ich es mir nicht vorstellen kann.Weil ich 100% liebe. Und das nur immer eine Person. Ich kann es mir nicht VORSTELLEN dass man zwei Personen zu 70% liebt.

Hm. Ich kann dem nur entgegnen, dass es mir so geht bzw. ging. Mit einem meiner Exmänner verbindet mich auch heute - über zehn Jahre nach der Trennung noch eine tiefe Liebe. Wir wollen/können nicht mehr zusammen sein - das tut aber der Liebe keinen Abbruch. Mit Sex hat das nichts zu tun. Er hat einfach ganz einfach einen dauerhaften Platz in meinem Herzen. Auch wenn ich in Liebe in einer Partnerschaft mit einem anderen Mann verbunden bin.

Beide "Lieben" stehen dann völlig unabhängig voneinander gegenüber.

Wie gesagt - bei MIR ist das so. Weil für mich die Liebe mehr ein SEINSZUSTAND weniger ein auf einen Menschen begrenztes Gefühl ist.

Grüsse, Belisama

Inaktiver User
26.09.2008, 19:04
Und "böses-Gesellschafts-Gerede" kann ich bislang in diesem Thread nicht entdecken. Was meinst Du damit?
schon das Posting von Tanguera ist mir schon aufgestossen, weil es fuer mich schon wieder die Frage aus dem EP in einen Gesellschaftlichen Zusammenhang stellte. Und nun das mit der Kirche und Monogamie.
Ich ging beim EP von einer abstrakten Betrachtung aus. Wenn es schon wieder darum geht ob man es duerfen sollte koennen wir den Thread gleich wieder einpacken..

Inaktiver User
26.09.2008, 19:06
Einer kann es sich vorstellen, der andere nicht....Wir gehen immer von unserer Sicht der Dinge aus, deshalb ist es so schwierig, sich in eine andere Person hineinzuversetzen.

Aber Dinge auszuschliessen, weil man es sich nicht vorstellen"kann" (ich kann mir vieles nicht vorstellen, trotzdem halte ich es für möglich), halte ich doch für eher...naja, wenig tolerant.

Estelle

VanDyck
26.09.2008, 19:08
... mein herz und mein liebes vermögen reicht für mehr als einen mann aus ... Gut so.

Schließlich können Männer ganz schön teuer sein ... :freches grinsen:


VanDyck

Inaktiver User
26.09.2008, 19:08
Wer hat hier was ausgeschlossen?:wie?: :wie?:

brighid
26.09.2008, 19:09
grins

nicht finanziell gemeint. aber ich deute dein grinsen so, dass du das schon so verstanden hast.

vandyck

murmeltier
26.09.2008, 19:10
Mein Mann wusste immer um den anderen und dass ich ihn auch, auf andere Art eben "liebe". (Meinem Mann ist nur wichtig, dass ich ihn im Bett nicht teile, das ist auch für mich ok.)

So ähnlich war es hier auch bei meinem Freund - bei mir ginge das nicht.
Wenn ich wüsste, dass mein Freund für eine ander Frau das empfindet, was ich für diesen anderen Mann empfunden habe, würde ich verrückt vor Eifersucht. Ich könnte damit überhaupt nicht leben und das habe ich meinem Freund auch absolut offen gesagt...
Mein Freund sah das total locker, in meinen Augen schon ZU locker, daher habe ich die Eifersucht in ihm geradezu versucht herauszukitzeln... Ohne Erfolg...

Ihm war nur wichtig, dass mit dem anderen nichts "läuft". Und dessen konnte er sich 100%ig sicher sein (das wäre unmöglich gewesen, ohne dass er das mitbekommt, warum kann ich hier nicht erklären).
Daher war ihm völlig egal, was in meinem Kopf vorging und er hat sich sicher gedacht "lass die mal ausspinnen, die kommt schon ohne Wasser wieder zu sich!"

VanDyck
26.09.2008, 19:12
... Einfach weil ich es mir nicht vorstellen kann.Weil ich 100% liebe. Und das nur immer eine Person. Ich kann es mir nicht VORSTELLEN dass man zwei Personen zu 70% liebt.Siehst du. Es geht doch.

Nach deiner eigenen Rechnung sind schon 140% möglich ... :freches grinsen:


VanDyck

Belisama
26.09.2008, 19:14
Siehst du. Es geht doch.

Nach deiner eigenen Rechnung sind schon 140% möglich ... :freches grinsen:


VanDyck

*lautlach*

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: Belisama

Inaktiver User
26.09.2008, 19:16
Liebe ist doch keine feste Größe, die irgendwann aufgebraucht ist.
Bei Kinder oder Freunden, denen man gegenüber ja auch durchaus auch Liebesgefühle haben kann, geht man doch auch nicht davon aus, dass die Liebe für jeden einzelnen kleiner wird, wenn noch ein Kind oder noch eine enge Freundschaft dazu kommt.

Ich liebe meinen Mann so wie ich keinen zuvor geliebt habe - einfach, weil er einzigartig ist, weil die Beziehung mit ihm einzigartig ist, weil wir viel gemeinsam erlebt haben, dass uns verbindet, weil wir gemeinsame Interessen, Träume, Lebenspläne teilen.

Den anderen Mann habe ich auch einmal sehr intensiv geliebt. Eine Beziehung zwischen uns hätte auf Dauer nie funktionieren können, weil gerade der letzte Punkt von oben nicht gepasst hat. Aber er darf mir doch trotzdem noch wichtig sein - da ist eben noch immer ein warmes Gefühl, wenn ich mit ihm spreche oder ihn sehe, der Wunsch, dass es ihm gutgeht, ich mache mir Sorgen, wenn ich lange nichts von ihm höre oder ich weiß, dass er krank ist. Und für mich ist dieses Gefühl immer noch ein Liebesgefühl.

Aber mit meiner Ehe oder mit der Liebe für meinen Mann hat das nichts zu tun.

Inaktiver User
26.09.2008, 19:19
*lach* war mir schon klar.. aber 100 % ist fuer micht ganz. Und wenn ich jemand 100% liebe gibt es auch keine Moeglichkeit jemand anderen zu lieben. Es haette auch kein Mensch die Moeglichkeit da rein zu kommen. Ein bisschen Schwaermerei ja.. aber LIEBE nicht. Liebe ist fuer mich eben auch zu akzeptieren dass es Defizite gibt die nicht befriedigt werden koennen.

murmeltier
26.09.2008, 19:27
mal ganz blond gefragt:

wie teile ich liebe in prozentzahlen ein?

also, das kann ich jetzt wiederum nicht. :smile:

Naja, es geht ja mehr um ein Grundprinzip:

Es scheint bei einigen die Meinung vorzuherrschen, wenn man einen zweiten Menschen (wie einen Partner) liebt, schmälert man die Liebe zum ersten.
Oder man wäre überhaupt nur dazu fähig einen zweiten Menschen zulieben, wenn man den ersten nicht SO sehr liebt, wie es möglich ist (also quasi zu 100%), sondern eben weniger als diejenigen, die nur einen Menschen lieben.

Das halte ich für Grundfalsch.
Wenn ich ein Kind habe, liebe ich dieses Kind über alles. Wenn ich noch in Kind bekomme, liebe ich beide über alles - aber das erste nicht weniger, nur wiel ein zweites da ist.

Bei mir war es so: Ich liebe meinen Freund zu 100%.
Ich lernte den anderen kennen und verliebte mich. am Ende liebte ich ihn - wenn ich mal ins Blaue herein versuche das zu beziffern - vielleicht zu 25%, also etwa ein viertel so stark wie meinen Freund (jaja, sehr abstrakt gedacht!).
Diese 25% wurden meinem Freund aber nicht abgezogen, den habe ich die ganze Zeit über weiter zu 100% geliebt und nicht mehr nur zu 75%

Das ist das was ich meinte mit "Liebe ist eine unbegrenzte Ressource" Man hat nicht nur eine gewisse Menge (100%), die man verteilen muss. Wenn ich mich zusätzlich verliebe habe ich MEHR Liebe zur Verfügung als vorher, ebenso wenn ich z.B. ein weitres Kind bekomme, mir einen weiteren Hund anschaffe o.Ä. Ich finde nicht, dass Gefühle konkurrieren müssen.

Was aber konkurriert, ist die Zeit, Energie, Aufmerksamkeit, Geld, sexuelle Leistungsfähigkeit etc. die man 2 Menschen gibt. Ich bin der Überzeugung, dass so gut wie nie eine Zweitbeziehung läuft, ohne dass der erste Partner dafür Abstriche machen muss, auch wenn ihm das vielleicht gar nicht bewusst ist.
Aber jeden Cent, den ich für jemand anderen ausgebe, jede Stunde, die mit dem anderen telefoniere oder mich gar treffe, habe ich nicht mehr für meine Partner und die Energie die ich in die zwietbeziehung stecke, fehlt mir evtl. für Problemlösungen und Auseinandersetzungen in der ersten.

Daher trenne ich eben strinkt zwischen reinem Kopfkino (was ohne Nachteile für den Partner möglich ist) und der Auslbenung des selbigen - es sei denn alle Beteiligten sind darüber informiert und einverstanden.

murmeltier
26.09.2008, 19:30
*lach* war mir schon klar.. aber 100 % ist fuer micht ganz. Und wenn ich jemand 100% liebe gibt es auch keine Moeglichkeit jemand anderen zu lieben. Es haette auch kein Mensch die Moeglichkeit da rein zu kommen. Ein bisschen Schwaermerei ja.. aber LIEBE nicht. Liebe ist fuer mich eben auch zu akzeptieren dass es Defizite gibt die nicht befriedigt werden koennen.

Die Gedankengänge in diesem Posting - beide - finde ich völlig abwegig, ehrlich!

Inaktiver User
26.09.2008, 19:31
Das Ausleben dieser vielen Lieben ist rein logitisch schon nicht möglich.

Inaktiver User
26.09.2008, 19:31
Das ist das was ich meinte mit "Liebe ist eine unbegrenzte Ressource" Man hat nicht nur eine gewisse Menge (100%), die man verteilen muss. Wenn ich mich zusätzlich verliebe habe ich MEHR Liebe zur Verfügung als vorher, ebenso wenn ich z.B. ein weitres Kind bekomme, mir einen weiteren Hund anschaffe o.Ä. Ich finde nicht, dass Gefühle konkurrieren müssen.

Was aber konkurriert, ist die Zeit, Energie, Aufmerksamkeit, Geld, sexuelle Leistungsfähigkeit etc. die man 2 Menschen gibt. Ich bin der Überzeugung, dass so gut wie nie eine Zweitbeziehung läuft, ohne dass der erste Partner dafür Abstriche machen muss, auch wenn ihm das vielleicht gar nicht bewusst ist.
Aber jeden Cent, den ich für jemand anderen ausgebe, jede Stunde, die mit dem anderen telefoniere oder mich gar treffe, habe ich nicht mehr für meine Partner und die Energie die ich in die zwietbeziehung stecke, fehlt mir evtl. für Problemlösungen und Auseinandersetzungen in der ersten.



Den Teil des Postings von murmeltier möchte ich noch einmal herausstellen, weil er exakt meine Sichtweise ausdrückt. Danke dafür. :blumengabe:

brighid
26.09.2008, 19:32
grübel.

liebe ist das einzige was mehr wird, wenn man es teilt.

oder so ähnlich?????


ich habe für mich gelernt, zu welchen tiefen mein vermögen (seelischen können!) zu empfinden, zu lieben über die jahre herangewachsen ist. und dann bin ich über mich selbst erstaunt und wiederum beglückt wie intensiv ich empfinden KANN und es auch TUE.

mich beglückt das.

VanDyck
26.09.2008, 19:32
... Liebe ist fuer mich eben auch zu akzeptieren dass es Defizite gibt die nicht befriedigt werden koennen.Ganz ohne Flachs:

Diese Herangehensweise erscheint mir (für mich) zu defizitär.

Nö - ich will mit so einer Einstellung eine Liebe nicht beginnen und schon garnicht leben.

Das hört sich so ... mein Gott ... wie soll ich sagen ... 'ich-kriegs-ja-sowieso-nicht' an.

Und das soll dann als Begründung herhalten, miemand zweites lieben zu können?

Hört sich eher so an, als niemand zweites lieben zu SOLLEN - nicht zu DÜRFEN - weil man sich begnügen MUSS geradezu ...


VanDyck

Inaktiver User
26.09.2008, 19:42
nein.. es laeuft natuerlich nicht abstrakt. Aber kein Mensch ist vollkommen genau das was ich brauche. Den gibt es nicht. Und wenn ich das akzeptiere und einen Menschen liebe dann liebe ich ihn in diesem Bewusstsein. Wenn ich aber liebe ist dass ohne wenn und aber. Und damit hat auch kein anderer eine Chance.
Ich koennte garnicht zwei Partner gleich lieben weil Liebe nur 100% fuer mich ist.
Ist schwer zu erklaeren. Aber es war bei mir noch nie so..in keiner Partnerschaft. Insofern kann ich es mir nicht vorstellen wie es gehen soll.

dieandere.1976
26.09.2008, 19:47
Ich kann es mir nicht vorstellen, habe es selber noch nie erlebt.
Fuer mich heisst einen Menschen lieben auch zu akzeptieren dass er nicht alle Beduerfnisse die ich habe befriedigt weil kein Mensch dies kann. Wenn ich es akzeptiere dann nur weil er entweder die Beduerfnisse die mir am wichtigsten sind befriedigt oder die Postivliste groesser ist als die Negativliste. Ein zweiter Mensch kann daher nicht mit derselben Intentitaet geliebt werden. Warum sollte ich mich also auf was "minderwertiges" einlassen. Nur weil er andere Beduerfnisse von mir befriedigt?
Wie egoistisch ist das denn zu glauben man muss alle Beduerfnisse befriedigt bekommen.

Ich liebe meinen Partner, so wie er ist. Mit allen Ecken und Kanten und seine "positive Liste" ist um einiges länger als die "negative Liste".
"Der andere" hat in mir Bedürfnisse gestillt, die mein Partner nie stillen könnte, weil es zu seiner Person einfach nicht passt. Er würde sich verstellen....er würde sich verstellen, wenn er, wie der andere, anfangen würde, stundenlang mit mir über Bücher, Musik und Philosophie zu diskutieren. Er würde sich verstellen, würde er mit mir in Ausstellungen gehen, mir Gedichte schreiben, mich mit Rosenblättern beschmeißen......Er wäre nicht er. Als ich mich dennoch eine zeitlang auf den Anderen einließ, war er dennoch, wie Du sagst, nicht "minderwertig".
Ich habe nicht geglaubt, meine anderen Bedürfnisse befriedigen zu müssen und dennoch....ja, ich war egoistisch und habe es eine zeitlang genossen.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:01
zur Frage:
ja kann ICH, ob MAN das kann ist eine Frage der Einstellung. Ich kann es aufgrund meiner Erziehung, meiner Prinzipien, meiner Moral etc. einfach zulassen oder nicht zulassen.
Ich kann von mir sagen, dass ich zwei Männer sehr liebe. Und dass meine Liebe zu dem ersten nicht weniger geworden ist durch die Liebe zu dem zweiten. Am Anfang aber hatte ich Angst, dass so etwas passieren könnte. Ist aber nicht passiert. Mein Freund, der verheiratet ist, liebt auch seine Frau. Er hat mir am Anfang mal gesagt, dass er nie geglaubt hätte, dass es möglich sei, zwei Menschen "erotisch" zu lieben.
Das Problem ist ES zu leben. Ich denke, dass man durch viele Faktoren daran gehindert wird es zuzulassen und zu leben.

Frieda

Inaktiver User
26.09.2008, 20:02
Ich liebe meinen Mann auch ohne wenn und aber - mit seinen Defiziten, Macken und mit all dem Liebenswerten, das er an sich hat. Ich versteh nicht, wieso das ausschließen soll, dass da immer noch ein Gefühl für jemand anderen ist, der mir vor langer Zeit mal sehr nahe war und der mir eben nicht gleichgültig ist.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:07
Ich liebe meinen Mann auch ohne wenn und aber - mit seinen Defiziten, Macken und mit all dem Liebenswerten, das er an sich hat. Ich versteh nicht, wieso das ausschließen soll, dass da immer noch ein Gefühl für jemand anderen ist, der mir vor langer Zeit mal sehr nahe war und der mir eben nicht gleichgültig ist.


Schliesst es auch nicht aus. Die Vorstellung NUR jemand anderen dann zu lieben wenn man in der ersten Liebe Defizite hat ist etwas merkwürdig. Liebe (ob zu einem oder zu mehreren) beinhaltet natürlich immer die Akzeptanz dieser Personen mit all ihren Macken.

murmeltier
26.09.2008, 20:14
dieandere, ich wollte etwas ähnliches schreiben. Danke! :blumengabe:

Ich akzeptiere absolut, dass mein Freund nicht alle meine Bedürfnisse befriedigen kann. Ich hab eich mich auch nie auf jemand anderen eingelassen, weil dieser jemand andere Bedürfnisse befriediigen könnte. Aber anfällig ist man dafür natürlich schon, wenn so jemand auftaucht, oder nicht? Nicht weil ich erwartet wrde, dass sie mir befriedigt werden oder das von meinem Freund erwachten würde - sondern einfach, weil es anziehend wirkt.

Auch bei mir war es beim "anderen" die Möglichkeit zu ganz ganz langen, tiefen Gesprächen über Musik, Literatur, Philosophie usw. Ich konnte und kann sehr gut damit leben, dass dies n meiner beziehung nicht erfüllt wird. Ich habe es nichtmal vermisst - ich vermisse es nicht mal jetzt! - aber als der andere auftauchte, mit dem das ging, wirkte das eben sehr anziehend auf mich und so vieles, was er sagte und mir zeigte, eröffnete mir völlig neue Blickwinkel und ich dachte so oft nur "Ja, jaaa, genau das!" Als wir uns verabschiedet haben - er wäre gern weiter in Kontakt geblieben, ich habe andere Gründe vorgeschoben" hat er zu mir gesagt: "Wir sehen uns im nächsten Leben!" So wird es sein... Mein jetziges gehört meinem Freund!
Ich habe bei all dem KEINE SEKUNDE daran gedacht, ihn gegen den anderen auszutauschen. Der andere könnte unzählige Bedürfnisse nicht befriedigen, die mein Freund voll erfüllt.

Ich möchte auch mal deutlich sagen, dass es auch absolut nicht MÖGLICH wäre alle meine Bedürfnisse zu erfüllen, weil ich z.T. sehr GEGENSÄTZLICHE Bedürfnisse habe, die sich absolut gegenseitig ausschließen! Ich bin halt so leicht schizophren :zwinker: Deswegen hab ich ja auch gesagt, ich könnte gar nicht beide nebeneinander haben - selbst wenn die beiden dem zustimmen würden.
Beide sprechen absolut gegensätzliche Teile meiner Persönlichkeit an, die nicht miteinander vereinbar sind. Meine Zukunftsvorstellungen mit beiden wären gänzlich verschieden.

Denke ich an mein weiteres Leben mit meinem Freund und meine Wünsche dafür sehe ich ein Haus im Grünen mit Garten und meinen Hunden und einer Tochter, mit ganz viel Zärtlichkeit, Albernheit, Vertrautheit - eben ziemlich typisch spießig, aber so wünsche ich mir ein Leben mit meinem Freund, mit dem ich zusammen alt werden möchte.
Denke ich an den anderen wünsche ich mir wilde Unbeständigkeit, Ein Leben am Rand des gesellschaftlich akzeptierten, bunt, schrill, auffällig, exzentrisch. Das ist meine ANDERE Seite... Beides kann man eben nicht haben... Aber man kann beides lieben. Und beide Männer lieben, weil sie verschiedene Teile meiner Persönlichkeit ansprechen. Daher habe ich auch beide ganz anders geliebt...

Inaktiver User
26.09.2008, 20:14
ich habe auch eine sehr enge Verbindung zu einem Expartner. Aber es ist fuer mich nicht Liebe wie es fuer meinen Nochmann war . Eher wie zu der besten Freundin. Aber dies ist eine andere Ebene von Liebe. keine Partnerschaftliche Liebe.

dieandere.1976
26.09.2008, 20:18
@Murmeltier

:wangenkuss:

:blumengabe:

Gibs zu....Du kannst Gedanken und Gefühle lesen. Meine zumindest...Denn Du sprachst noch den Rest aus, was ich dachte, noch schreiben zu können, es aber nicht tat.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:21
Gut, bei Kindern kann man es ja auch. So gesehen, denke ich zu Anfang in der ersten Verliebtheit liebt man eher nur einen richtig und später könnten es mehr werden.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:24
Gut, bei Kindern kann man es ja auch
Das ist nicht vergleichbar. Kinder liebt man ohne dass sie was zurueckgeben, insofern ist da keine Beduerfnissbefriedigung mit im Spiel. Es ist eine andere Art der Liebe.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:26
Liebe müsste eigentlich etwas viel Selbstloseres sein, nicht geknüpft an das Erfüllen von Bedürfnissen. Ist es aber oft nicht. Man liebt jemanden weil man viele gemeinsame Schnittpunkte hat und ein gemeinsames Ziel. Und man liebt ihn nicht mehr, weil verschiedene Punkte wegfallen.
Man hört auf jemanden zu lieben weil man auf einmal jemand anderen liebt??? Das habe ich nie verstanden.

dieandere.1976
26.09.2008, 20:28
Das ist nicht vergleichbar. Kinder liebt man ohne dass sie was zurueckgeben, insofern ist da keine Beduerfnissbefriedigung mit im Spiel. Es ist eine andere Art der Liebe.


ER, "der Andere" gibt mir auch seit langer langer Zeit nichts mehr zurück....zumindest stillt er seit ewigen Zeiten nicht mehr die genannten Bedürfnisse....nichts ist mehr. Und dennoch ist es so, wie es ist ! Die Gefühle bleiben dennoch !

Inaktiver User
26.09.2008, 20:28
Das ist nicht vergleichbar. Kinder liebt man ohne dass sie was zurueckgeben, insofern ist da keine Beduerfnissbefriedigung mit im Spiel. Es ist eine andere Art der Liebe.
Anders ja und trotzdem sehe ich es ähnlich in dem Bezug, dass man in der ersten Verliebtheit sich auf einen Menschen konzentriert und das kann sich mit den Jahren aber ändern und dann kann es durchaus passieren, dass man zwei Menschen liebt. Aber wenn Du das eben abstreiten willst, von mir aus, wie auch immer. Ich seh es so und Du anders, für mich mittlerweile einfach o.k und nicht mehr der Rede wert.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:30
Liebe müsste eigentlich etwas viel Selbstloseres sein, nicht geknüpft an das Erfüllen von Bedürfnissen. Ist es aber oft nicht. Man liebt jemanden weil man viele gemeinsame Schnittpunkte hat und ein gemeinsames Ziel. Und man liebt ihn nicht mehr, weil verschiedene Punkte wegfallen.
Man hört auf jemanden zu lieben weil man auf einmal jemand anderen liebt??? Das habe ich nie verstanden.
Ja so sehe ich das ebenfalls, man teilt andere Interessen und ergänzt sich anders und liebt anderes an den unterschiedlichen Partnern und vielleicht hat man statt lauter gemeinsamen Zielen eher die eigenen in diesen Phasen im Kopf. So geht es mir jedenfalls und dazu passt es.

Bauschundbogen
26.09.2008, 20:31
Eine Frage an diejenigen, die sagen, sie konnten bzw. können:

Habt ihr Rückmeldungen Euer "zuerst dagewesenen" bzw. "Hauptpartner" darüber, ob sich die Beziehung verändert hat, als es den / die andere gab?
Quasi als Validierung Eures subjektiven Gefühls, es sei "genug da für alle"?

Inaktiver User
26.09.2008, 20:35
Bei mir ist die Konstellation ja anders herum: zuerst war der andere da, mein Mann kam später dazu. Aber mein Mann weiß von dem anderen und dass er mir noch sehr wichtig ist.

@ steinkraut (nicht bös gemeint, aber die Schreibweise des lateinischen Namens überfordert mich)

Es gibt noch den ein oder anderen Ex in meinem Leben, der mir auch nicht gleichgültig. Das Gefühl ist aber bei keinem wie bei diesem einen.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:46
Es gibt noch den ein oder anderen Ex in meinem Leben, der mir auch nicht gleichgültig. Das Gefühl ist aber bei keinem wie bei diesem einen.
Dito. Aber es ist fuer MICH was anderes als partnerschaftliche Liebe. Liegt vielleicht auch daran dass mein "Beuteschema" immer identisch ist.. gebildet, sensible intelligente Maenner mit Ehrgeiz. In der Beziehung sind sie fast alle "austauschbar" und es gibt da draussen noch genuegend Exemplare die das auch erfuellen. Aber fuer partnerschaftliche Liebe ist es halt etwas mehr. Und dieses eine etwas mehr kann ICH nur einem geben. ZWEI ist fuer mich vom Gefuehl nicht moeglich denn ich gebe einen Teil weg den es in mir nur einmal gibt.
Andere Beduerfnisse? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich weiss was ich in einem Mann will und mit weniger gebe ich mich schon als Grundvorrausetzung nicht zufrieden..

PS..Steinkraut ist okay..ich hab da nichts gegen. Das ist ja das was ich so an der Pflanze mag. Die Faehigkeit selbst unter ueblen Bedingungen zu wachsen...

Inaktiver User
26.09.2008, 20:54
Siehst du? Bei mir ist das was anderes. Der Mann, den ich damals liebte und heute immer noch irgendwie ist ganz anders als mein Mann, weswegen ich mir ja auch heute sicher bin, dass es in einer Beziehung niemals hätte passen können. Mit Anfang 20 war es aber nun einmal der Mann, den ich wollte.

Es ist schwer zu erklären, aber für mich fühlt es sich wie zwei Lieben an, die nebeneinander bestehen können.

Inaktiver User
26.09.2008, 20:59
Ich habe es bisher nicht erlebt.

Und ich stelle es mir auch schwierig vor, weil für mich zu tiefer Liebe auch abolute Offen- und Ehrlichkeit gehört. Wenn überhaupt, dann also nur als offene Beziehung und diese Lebensform schließe ich für mich aus.

Tabea

Sehe ich so wie Tabea :blumengabe: .

Inaktiver User
26.09.2008, 21:04
Eine Frage an diejenigen, die sagen, sie konnten bzw. können:

Habt ihr Rückmeldungen Euer "zuerst dagewesenen" bzw. "Hauptpartner" darüber, ob sich die Beziehung verändert hat, als es den / die andere gab?
Quasi als Validierung Eures subjektiven Gefühls, es sei "genug da für alle"?
Meines Erachtens hat jede Beziehung Zeiten der größeren Nähe und Zeiten in denen weniger Nähe da ist, nur bei wenigen ist das sehr konstant und da kann es sein, dass es zur passenden Zeit weniger auffällt. So erging es mir jedenfalls.

murmeltier
26.09.2008, 21:12
Andere Beduerfnisse? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich weiss was ich in einem Mann will und mit weniger gebe ich mich schon als Grundvorrausetzung nicht zufrieden..


Eigentlich macht eine Diskussion gar keinen großen Sinn, weil du nicht verstehen und nachvollziehen kannst, was wir fühlen und meinen. Früher hätte ich vielleicht mal genau so geschrieben - was jetzt nichta usdrückens oll, dass ich dir überlegen wäre ganz und gar nicht! Nur hat sich mein Blickwinkel durch gewisse Erlebnisse verändert, die du nicht hattest und so wie du gestrickt bist vermutlich auch gar nicht haben könntest, daher befinden wir uns auf verschiedenen Ebenen, ohne das zu werten!

Ich versuche dir trotzdem nochmal klar zu machen, warum das was du oben schreibst, auf mich nicht zutrifft:
Es geht mir nicht um WENIGER oder MEHR - sondern eben um ANDERS. Hast du mein langes Posting mit den gegensätzlichen Bedürfnissen gelesen?
Ich liebe an meinem Partner, dass er mir diese Sicherheit und Geborgenheit gibt, dass er bodenständig ist und ich mich auf ihn verlassen kann, dass er zärtlich ist und ich bei ihm albern und kindisch und ichs lebsts ein kann. Und ich liebe all das, was uns verbindet und möchte mit ihm alt werden - spießig im Haus mit Garten...
Würde mein Partner plötzlich gewisse Anwandlungen bekommen, die "der andere" hat, fänd ich das gar nicht spaßig, es würde mich verunsichern und ich würde das gar nicht wollen (also einzelne unbedeutende Kleinigkeiten vielleicht schon, aber eben nicht so im Ganzen). Das wäre dann auch nicht mehr er.

Der andere spricht eine völlig andere Seite in mir an. Natürlich habe ich im Kopf mal durchgespielt, mit ihm durchzubrennen und kam zum Entschluss, dass es mich nichta uf dauer glücklich machen würde. Wir hätten vermutliche ine wilde, heißeudn aufregende Zeit und dann würde ich mich frage, wie dämlich ich war, meinen treuen und beständigen Freund dafür aufzugeben, weil "der andere" meine grundlegenden Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit nie erüllen könnte und dieses aufregende Leben auf Dauer vermutlich viel zu stressig wäre.

Und eine Mischung aus beide? Geht gar nicht, wäre ein fauler Kompromiss und im Grunde schlechter als jedes Extrem für sich allein.

Ich gebe mich also nicht mit wenig zufrieden, ich KANN nicht alles haben. Und vor die Wahl gestellt, wähle ich meinen Partner und das was er mir gibt. Deswegen wirkt der andere (und ähnliche Typen, wenn auch der eine im Besonderen) auf mich aber nicht weniger anziehend und attraktiv.
Ich habe nunmal 2 Seiten in mir, ein Partner wird nie beide befriedigen können... Also gehts nu ums Abwägen und Prioritäten setzen und das tue ich. Und das weiß mein Freund auch.

Bei meinem Partner ist's z.B. nicht so, dass ein Teil von ihm gerne eine andere Partnerin hätte. Aber ein Teil von ihm wäre gern Single :zwinker: Und weil der andere Teil überwiegt, stellt er das eben auch hinten an und sagt sich "im nächsten Leben". Wir können da ganz offen drüber sprechen, weil wir wissen, was wir aneinander haben... Er sagt oft "Im nächsten Leben bleib ich Single!" und ich sag oft "Im nächsten Leben habe ich 'nen wilden, langhaarigen "Rocker" (Metaller, Goth etc.) als Freund". Aber in diesem Leben wollen wir gern zusammen bleiben, auch wenn es Phasen der Verwirrung gibt.

Inaktiver User
26.09.2008, 21:30
Murmeltier.. ich sage es gerne ganz klar fuer dich auch. Ich kann etwas nicht nachEMPFINDEN was ich selber nicht kenne.
Weder habe ich deine Art als unsinnige jemals abgelehnt oder je behauptet dass es das nicht gibt. Alles was ich sagte dass ich es nicht nachempfinden kann weil ich noch nie so gefuehlt habe. Und das sei mir bitte gestattet dass ich meine eigenen Gefuehle habe.

Die Frage im EP war nicht ist es richtig oder falsch sondern koennt ihr es und koennt ihr es euch vorstellen.
ICH kann es nicht und ICH kann es mir deshalb nicht vorstellen.
Das es das geben mag.. moeglich. Aber dazu habe ich kein Wort gesagt.
Ich bitte in einer Diskussion auch zu akzeptieren dass ich anders fuehle. Danke.

Und nein.. ich moechte im naechsten Leben keine Rockerbraut sein. Ich suche mir in DIESEM Leben Maenner die mit mir in meine heissgeliebten Opern gehen und gleichzeitig auf Rockkonzerte. Mein Leben ist mir zu kurz um halbe Kompromisse zu machen. Aber ich kann mir auch ein Leben ohne eine Mann vorstellen, auch wenn ich es schade faende. Ich bin mir selbst genug und darum ist ein Partner eine Bereicherung, eine Sahnehaeubchen, der extra Kick. Ich fuehre ein gutes Leben voller Farben und ein Partner soll diese Farben entweder auch sehen und mir neue Farben zeigen oder er soll genug Neugierde haben um an meinen Farben interessiert zu sein und mir auch was bieten zu koennen. Er ist nicht dazu da um Luecken zu fuellen. Meine Luecken fuelle ich alleine.

Dein Partner ist derjenige der dich gepraegt hat. Ihr seit seit euere Teenagerzeit lange zusammen. Er ist der einzige Partner den du je hattest. Ich hatte viele Partner und Zeiten ohne Partner und mich fuer einen entschieden mit dem ich dann 24 Jahre zusammen war, bin daher wohl im Alter deiner Mutter.
Meine Sicht der Dinge ist eine andere als deine Sicht der Dinge. Sie ist nicht besser oder schlechter sie ist nur anders.
Und ich hatte den Eindruck das war die Frage im EP.. KOENNT IHR ES EUCH VORSTELLEN.. Und egal was ich lese.. die Antwort lautet noch immer NEIN. Bei einer Frage: Glaubt ihr das es das gibt antworte ich mit JA.
Ist das jetzt klar? Du musst mich nicht ueberzeugen weil es nichts zu ueberzeugen gibt.

brighid
27.09.2008, 08:13
nach 11 stunden nachtdienst und sehr viel über das thema nachdenken:

ja, es gibt menschen die es können

und

es gibt menschen, die es nicht können.

wobei ich hierbei auf keinen fall werten will.

ich, für mich, ich weiss, dass ich es kann und das es ein teil meines daseins ist. ich bin niemandem rechenschaft darüber schuldig.

ich kann mir immer noch jeden morgen und jeden abend im spiegel in die augen schauen. und das ist für mich seit einigen jahren mein einziger gradmesser, ob es für mich richtig oder falsch ist.
-wie fühle ich mich dabei?- und mein empfinden ist:
es bereichert mich.

so und jetzt, nach dem nachtdienst, gehe ich schlafen.
:Sonne:

und nein, es fehlt keinem irgendwas dabei.

Inaktiver User
27.09.2008, 08:35
Hei!

Ich werf die Frage mal in den Raum:

1) Kann man mehrere Menschen gleichzeitig lieben?

(und eh irgendwelche Vermutungen aufkommen - es hat jetzt nichts mit irgendwelchen Absichten oder wie auch immer gearteten Befindlichkeiten meinerseits zu tun - es interessiert mich einfach, wie andere darüber denken)

Deswegen erweiter ich mal um

2) selbst wenn Ihr es Euch für Euch selbst nicht vorstellen könnt, könnt Ihr es Euch vorstellen, dass es Menschen gibt, die mehr als einen Menschen gleichzeitig - aufrichtig - lieben können?

Muss ich jetzt selbst für mich auch mal drauf rumdenken.

Grüsse, Belisama

Natürlich kann ich mehrere Menschen gleichzeitig aufrichtig lieben.

Ich kann aber nicht mehrere Lieben parallel leben. Das würde mich zerreissen. Ich werde dann niemandem gerecht.

Daher kann ich lieben, aber wenn es ums LEBEN geht, werden für mich Entscheidungen fällig.

Grüssle
Seawasp

myway
27.09.2008, 08:42
Drei Männer sind mir emotional äußerst wichtig geworden in den letzten paar Jahren - jeder auf seine Art und Weise - besitzen bzw besaßen aber alle eine erotische Wirkung auf mich,
bei zweien von ihnen kann ich eindeutig sagen, dass ich sie liebe,
Sex hingegen will ich nur mit einem von ihnen haben...

LG von myway! :blumengabe:

Inaktiver User
27.09.2008, 09:45
nach 11 stunden nachtdienst und sehr viel über das thema nachdenken:

ja, es gibt menschen die es können

und

es gibt menschen, die es nicht können.

wobei ich hierbei auf keinen fall werten will.

ich, für mich, ich weiss, dass ich es kann und das es ein teil meines daseins ist. ich bin niemandem rechenschaft darüber schuldig.

ich kann mir immer noch jeden morgen und jeden abend im spiegel in die augen schauen. und das ist für mich seit einigen jahren mein einziger gradmesser, ob es für mich richtig oder falsch ist.
-wie fühle ich mich dabei?- und mein empfinden ist:
es bereichert mich.

so und jetzt, nach dem nachtdienst, gehe ich schlafen.
:Sonne:

und nein, es fehlt keinem irgendwas dabei.

Ich sehe das genauso. Man muss Liebe als Gefühl aber zulassen. Wenn es mir meine moralische Einstellung und die Vorstellung der Exklusivität verbietet zwei Menschen gleichermaßen zu lieben dann wird es wahrscheinlich auch nie passieren.
Erotische Liebe ist auch geknüpft an Körperlichkeit. Liebe ich jemanden möchte ich mit ihm wirklich körperlich zusammensein, ihn andauernd berühren. Somit kann ICH mir Liebe ohne Sex schlecht vorstellen.
Liebe sehe ich auch losgelöst von der Optimierung der Erfüllung meiner Bedürfnisse. Wenn ich beschließe mit jemandem zu leben spielt das natürlich eine Rolle. Sonst würde es nicht oder nicht so gut funktionieren.
Mit meinem Freund werde ich nie zusammenleben können, ich denke auch dass es nicht funktionieren würde. Wir sind in vielen Alltagsbereichen schon sehr unterschiedlich. Aber letztendlich werde ich es nie erfahren. Trotzdem ist er "liebenswert".

Frieda

sternchen2002
27.09.2008, 11:54
nach 11 stunden nachtdienst und sehr viel über das thema nachdenken:

ja, es gibt menschen die es können

und

es gibt menschen, die es nicht können.

wobei ich hierbei auf keinen fall werten will.

ich, für mich, ich weiss, dass ich es kann und das es ein teil meines daseins ist. ich bin niemandem rechenschaft darüber schuldig.

ich kann mir immer noch jeden morgen und jeden abend im spiegel in die augen schauen. und das ist für mich seit einigen jahren mein einziger gradmesser, ob es für mich richtig oder falsch ist.
-wie fühle ich mich dabei?- und mein empfinden ist:
es bereichert mich.

so und jetzt, nach dem nachtdienst, gehe ich schlafen.
:Sonne:

und nein, es fehlt keinem irgendwas dabei.

Eine sehr interessante Diskussion, die Frage, ob man mehrere Menschen lieben kann, ist wohl nicht eindeutig zu beantworten. Jeder Mensch ist anders, denkt anders und liebt eben auch anders.

Ich liebe mehrere Menschen, aber es fällt mir schwer.

Ich gebe zu, die Liebe zu meinem Lebenspartner ist durch die Liebe zu meinem Geliebten in den Hintergrund gerutscht ist. Wobei letztendlich nicht die Liebe zu meinem Geliebten daran schuld ist, sondern nur der Auslöser. Aber das dürfte ein anderes Thema sein.

Meinen Lebensparter schätze ich in vielen Bereichen sehr, die mein Geliebter nicht abdeckt, nicht kann und wohl nie wird. Bei meinem Geliebten kann ich eine Seite meines ICHS ausleben, die ich bei sonst niemanden kann, noch nie konnte. Und das widerum möchte ich nicht missen. Ebenso mag ich meinen allerliebsten Freund nicht missen. Ein Freund für den ich alles geben würde, dem es genauso mit mir geht, mit dem ich aber nicht zusammenleben möchte, mit dem mich auch keine Sexualität (mehr) verbindet.

Durch diese Situation ist mein ganz Leben ins Schwanken geraten und wie anfangs gesagt, ich würde gern meine Ruhe darin finden, dass ich alle Menschen so lieben kann wie Du, brighid, es beschreibst.

Trotz allem kann ich mich jeden Morgen und jeden Abend im Spiegel anschauen :smile: und ich möchte keine einzige Sekunde aus meinem Leben streichen.

Inaktiver User
28.09.2008, 00:11
Ja - man kann mehrere Menschen lieben, gleichzeitig.

Wenn es aber an das "Ausleben" dieser Liebe geht, erfordert es viel Gefühl - denn das Verletzungspotential ist hoch.

Anima

When_a_Man
29.09.2008, 13:36
einige Betrachtungen dazu:

1, die Theorie mit den "100%" an Liebesgefühlspotential,über das man unvermehrbar verfügen würde, scheint eine überwältigende Mehrheit zu verwerfen.
2, Ebenso, daß Liebes-Potential auf nur einen Partner beschränkt anwendbar wäre.

3, Die Frage ist nun ob man zahlenmäßig unbegrenzt Liebesgefühlsbeziehungen anlegen könne/solle?
Jeder wird dies spontan verneinen. Selbst Mutter Teresa erreichte nicht jeden persönlich.
Und wo es um intime Beziehungen geht, gilt dies noch weit weniger. Schließlich geht jede Beziehung auch mit einer Vereinnahmung einher.
Und wer will sich schon unbegrenzt mehr und mehr vereinnahmen lassen.

Wo also liegt eine gute Zahl an Liebesbeziehungen, die man auch pflegen kann. So lautet die Frage letztlich.

Die Suche muss jeder für sich selbst machen, denn die individuellen Ressourcen und Bedürfnisse sind stark unterschiedlich.

Jedenfalls fängst an bei
Anzahl Partner= 0
Diese Zahl wählen bekanntlich viele heute, da ihnen jede Bindung, Verpflichtung zuviel ist. Jedenfalls mehr abschreckend erscheint als umgekehrt reinkommt.
Oder sie ergibt sich einfach.


Anzahl Partner= 1 (genauer 1:1)
eine auf ersten Blick recht ökonomische Konstellation.
Man bekommt wichtigste Grundbedürfnisse befriedigt, strapaziert eigene Möglichkeiten nicht über, und erwirbt Anspruch auf volle Ressourcen des anderen. Ein hohes Maß an Verfügbarkeit wird selbstverständlich unterstellt. Handhabung/Installation etc einfach erscheinend , zudem steht gesellschaftlich standardisiertes Rechtsformmodell parat welches stabilisationsoptimiert ist.
Soweit ein günstiges Preis/Leistung-V.


... Fortsetzung folgt

Inaktiver User
29.09.2008, 17:46
Flirten, Schmetterlinge - ja.


bedeuten denn schmetterlinge, dass in deiner stammbeziehung nicht was fehlt? ich kann es mir sonst nicht vorstellen. dauerten diese schmetterlinge lange? oder war es nur flüchtig?

nun zur frage:
ob ich 2 menschen lieben könnte, eher nicht. liebe wächst und das braucht zeit und diese zeit verbringe ich mit meinem partner und nicht mit einem anderen mann.

lara

Inaktiver User
29.09.2008, 17:58
bedeuten denn schmetterlinge, dass in deiner stammbeziehung nicht was fehlt? ich kann es mir sonst nicht vorstellen. dauerten diese schmetterlinge lange? oder war es nur flüchtig?

lara

Nein, ich kenne viele die sehr gerne flirten. Es ist nur flirten und sonst nichts. Wir sind doch draußen keine asexuellen Wesen nur weil wir liiert sind.
Was wäre das Leben langweilig wenn man das nicht mehr hätte.

Inaktiver User
29.09.2008, 18:14
Nein, ich kenne viele die sehr gerne flirten. Es ist nur flirten und sonst nichts. Wir sind doch draußen keine asexuellen Wesen nur weil wir liiert sind.
Was wäre das Leben langweilig wenn man das nicht mehr hätte.

für mich sind flirten und schmetterlinge haben 2 versch. dinge!
aber wenn es für jemanden dasselbe ist, dann gehe ich mit dir einig.

lara

Tabea
29.09.2008, 18:26
bedeuten denn schmetterlinge, dass in deiner stammbeziehung nicht was fehlt? ich kann es mir sonst nicht vorstellen. dauerten diese schmetterlinge lange? oder war es nur flüchtig?Hm. Gute Frage.

Ich glaube, ich setze in diesem Fall "flirten" und "Schmetterlinge" gleich. Also nochmal einen zweiten Blick wagen, den Augenkontakt etwas länger als "normal" halten. Flüchtiges Berühren. Aber immer mit dem (beiderseitigen) Wissen, dass da niemals "mehr" draus werden wird.

Und ob mir etwas fehlt? Ich würde jetzt mal so ganz spontan sagen, dass sich tiefe Vertrautheit und miteinander flirten ein Stück weit ausschließen - man somit das Eine oder das Andere haben kann. Und ich habe mit Flirten kein Problem - selbst wenn mein Mann es in meinem Beisein tut...

Tabea

Inaktiver User
29.09.2008, 18:36
bedeuten denn schmetterlinge, dass in deiner stammbeziehung nicht was fehlt?
Nö. Ein Schmetterling streift mich flüchtig an der Oberfläche, ist unbeständig und genauso schnell aus meiner Wahrnehmung verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Einen Schmetterling als ebensolchen wahrzunehmen und ihn nicht einfangen zu wollen ist für mich ganz im Gegenteil eine sehr bewusste Entscheidung für meine Beziehung und für den Mann an meiner Seite. Gerade dass ich das Flattervieh ohne Wehmut ziehen lasse zeigt mir, dass meine Beziehung stimmt und die Entscheidung für meinen Mann auch beim erneuten Hinsehen immer wieder richtig ist.
Würde mich ein Schmetterling ins Straucheln bringen, müsste das Fundament, auf dem ich meine Beziehung lebe, schon verdammt brüchig sein... und dann wäre der Auslöser für den Fall mit Sicherheit nicht der Flügelschlag.

Rezeptfrei

Tabea
29.09.2008, 18:38
Das hast Du jetzt aber schön gesagt! :smirksmile:

Tabea :blumengabe:

Inaktiver User
29.09.2008, 19:15
Also nochmal einen zweiten Blick wagen, den Augenkontakt etwas länger als "normal" halten. Flüchtiges Berühren. Aber immer mit dem (beiderseitigen) Wissen, dass da niemals "mehr" draus werden wird.

Und ob mir etwas fehlt? Ich würde jetzt mal so ganz spontan sagen, dass sich tiefe Vertrautheit und miteinander flirten ein Stück weit ausschließen - man somit das Eine oder das Andere haben kann. Und ich habe mit Flirten kein Problem - selbst wenn mein Mann es in meinem Beisein tut...

Tabea

hallo tabea

ein lächeln, ein längerer blick, ok das kann ich so stehen lassen.
ABER ein flüchtiges berühren eines anderen mannes, NEIN nie und nimmer würde ich dies tun wenn ich noch genug liebe und nähe für meinen mann empfinden würde.
vor ca. 5.5 jahren merkte ich dies ganz stark, dass eben diese nähe oder diese liebe weniger wurde oder sogar abhanden kam.
ich hatte dieses flüchtige berühren mit einem anderen mann und genoss es obwohl ich ein mensch bin der nicht gerne berührt. dieses heimliche berühren (auch im wissen es passiert nie mehr) gab mir das wissen ,dass die nähe und die liebe zu meinem mann nicht so gut sein kann, sonst hätte ich diese berührung nicht gesucht.
ging übrigens einigen meinen freundinnen so. denen passierte dies auch so. sie sind allesamt geschieden.

ich nehme solche heimlichen gefühle heute für ein ganz klares zeichen und "verharmlose" die nie wieder.

auch der gedanke, dass ein fremdflirten meines partners mir nix ausmacht, den hatte ich auch uund auch dies gab mir zu denken.
warum war das so? wie konnte es mir nichts ausmachen wenn er eine frau berührte, wenn er mit ihr ausging, sich für sie schön machte ,mit ihr redete usw.
heute weiss ich, dass es mir nur nichts ausmachen konnte weil ich schon zu weit von ihm entfernt war.

aber wie gesagt, dies ist nur meine meinung.


lara

Tabea
29.09.2008, 19:32
aber wie gesagt, dies ist nur meine meinung.
Genau! :blumengabe:

Tabea

myway
29.09.2008, 19:46
...........merkte ich dies ganz stark, dass eben diese nähe oder diese liebe weniger wurde oder sogar abhanden kam.
ich hatte dieses flüchtige berühren mit einem anderen mann und genoss es [...............]
dieses heimliche berühren (auch im wissen es passiert nie mehr) gab mir das wissen ,dass die nähe und die liebe zu meinem mann nicht so gut sein kann, sonst hätte ich diese berührung nicht gesucht.
[......]
auch der gedanke, dass ein fremdflirten meines partners mir nix ausmacht, den hatte ich auch uund auch dies gab mir zu denken.
warum war das so? wie konnte es mir nichts ausmachen wenn er eine frau berührte, wenn er mit ihr ausging, sich für sie schön machte ,mit ihr redete usw.
heute weiss ich, dass es mir nur nichts ausmachen konnte weil ich schon zu weit von ihm entfernt war.

aber wie gesagt, dies ist nur meine meinung.




In dem Fall auch meine Meinung - auch bei mir war das so:
Mein "Schattenmann" konnte nur deswegen so viel an Gefühlen in mir wachrufen, weil ich mich von meinem Ehemann schon zu weit distanziert hatte.....!

Wobei ich noch anmerken möchte, dass "flirten" und "Schmetterlinge entwickeln" für mich schon zweierlei Bedeutungen haben - ersteres sehe ich als relativ "harmlos" an, ev eine gewisse Art von "Marktwert abschätzen", wie mal eine Freundin meinte - Schmetterlinge hingegen zeigen für mich einen weiteren Schritt an, für mich ist da schon "Verliebtsein" vorhanden - und ein "Ui, Vorsicht" geboten....!

Lg von myway, kurz mal eingeworfen :blumengabe:

Inaktiver User
29.09.2008, 21:14
In

Wobei ich noch anmerken möchte, dass "flirten" und "Schmetterlinge entwickeln" für mich schon zweierlei Bedeutungen haben - ersteres sehe ich als relativ "harmlos" an, ev eine gewisse Art von "Marktwert abschätzen", wie mal eine Freundin meinte - Schmetterlinge hingegen zeigen für mich einen weiteren Schritt an, für mich ist da schon "Verliebtsein" vorhanden - und ein "Ui, Vorsicht" geboten....!

Lg von myway, kurz mal eingeworfen :blumengabe:

jep für mich auch!:blumengabe:

Inaktiver User
29.09.2008, 21:16
Genau! :blumengabe:

Tabea

und die von einigen frauen in meinem umfeld auch:smirksmile: ! und die von myway anscheinend auch:blumengabe: !
so daneben kann ich also nicht liegen!

Belisama
29.09.2008, 23:39
und die von einigen frauen in meinem umfeld auch:smirksmile: ! und die von myway anscheinend auch:blumengabe: !
so daneben kann ich also nicht liegen!

Nur mal kurz einwerfe: hat das für Dich eine Bedeutung, dass oder ob Du "danebenliegst"? Ich meine: andere sind dafür doch kein Maßstab - oder? Für mich geht es in erster Linie darum was und wie ich etwas empfinde und nicht um "richtig" oder "falsch".

Oder anders ausgedrückt: etwas wird nicht automatisch "richtiger" wenn andere genauso empfinden.

Grüsse, Belisama

When_a_Man
29.09.2008, 23:49
mal nebenbei in Erinnerung gerufen: Es gibt hier keine Wahrheit herauszufinden. Schon gar keine,die für alle gilt in jeder Situation.
Selbst daß man für mehr als eine Person Liebe empfinden kann, muß nicht allgemeingültig sein!

Vielmehr ist es interessant zu erfahren wie verschiedene Leute in verschiedenen Konstellationen die Dinge sehen und mit ihnen umgehen.

sternchen2002
30.09.2008, 08:02
Vielmehr ist es interessant zu erfahren wie verschiedene Leute in verschiedenen Konstellationen die Dinge sehen und mit ihnen umgehen.

Du sagst es. :schild genau:

brighid
30.09.2008, 08:43
für mich ist liebe kein statisches gefühl. es verändert sich.

mal mehr, mal weniger. aber genau wie ich mich im wechsel befinde, so verändert sich auch meine art und intesität zu lieben.

ich liebe heute anders als noch vor 10 jahren, eben weil auch ich mich verändert habe. auch DURCH diese lieben.

Hamster
30.09.2008, 08:54
Also ich für mich, ich habe noch nicht zwei Männer gleichzeitig geliebt, oder auch zwei Menschen gleichzeitig.

Sicher, die Liebe zu den Eltern, Geschwistern usw., aber nicht zu einem anderen Mann, neben meinem Partner.

Das einzige was ich hatte, als ich damals mit meinem Freund zusammengekommen bin, dass ich noch Gefühle für meinen Ex hatte, aber das war in dem Sinne keine Liebe mehr.

Ich habe nebem meinem Partner einen besten Freund, aber ihn liebe ich in dem Sinne nicht, ich fühle eine Vertrautheit auf Grund der langen Freundschaft, aber mehr nicht.

Ich kenne auch keinen Fall in meiner Umgebung.
Außer meine Nachbarin, die liebt mehrere Männer, zusammen und hintereinander.:freches grinsen:

Inaktiver User
30.09.2008, 11:25
Nur mal kurz einwerfe: hat das für Dich eine Bedeutung, dass oder ob Du "danebenliegst"? Ich meine: andere sind dafür doch kein Maßstab - oder? Für mich geht es in erster Linie darum was und wie ich etwas empfinde und nicht um "richtig" oder "falsch".


nein eine bewandnis hat es nicht, es ist nur interessant, dass manche menschen sich nicht hinterfragen ob das was sie fühlen oder tun für den anderen oder für sie selber stimmig ist.
seit ich geschieden bin hinterfrage ich meine gefühle, mein denken und checke sie ab.
dabei ist es egal ob andere mit mir einig sind oder nicht.

lara

maru1234
30.09.2008, 20:16
Ich habe geglaubt, 2 Menschen lieben zu können, musste aber feststellen, dass die Liebe zu meinem Mann wirklich Liebe war, das andere nur Verliebtsein, das sich nach einiger Zeit (auch längerer) irgendwie in Luft auflöste. Zu Liebe gehört mehr, innige Verbundenheit, Zugehörigkeitsgefühl und Vieles mehr....

Inaktiver User
30.09.2008, 21:55
Ich habe geglaubt, 2 Menschen lieben zu können, musste aber feststellen, dass die Liebe zu meinem Mann wirklich Liebe war, das andere nur Verliebtsein, das sich nach einiger Zeit (auch längerer) irgendwie in Luft auflöste. Zu Liebe gehört mehr, innige Verbundenheit, Zugehörigkeitsgefühl und Vieles mehr....

Was heißt nach längerer Zeit?

brighid
01.10.2008, 14:17
für mich gehört dazu: dem gegenüber so wohlgesonnen zu sein, dass mir sein wohlergehen wichtig ist. dass es für meine seele wichtig ist, dass es ihm gut geht.

das, was ihm am herzen liegt, was für ihn wichtig ist- auch als solches akzeptieren. ich brauche kein zugehörigkeitsgefühl.
ich kann auch selbstlos lieben.

brighid
01.10.2008, 14:59
bzw. ich liebe selbstlos.

denn wenn ich für meine gefühle, die ich empfinde, vom gegenüber eine gegenleistung erwarten würde- dann ist es für mich keine liebe, dann ist ein naturalien-tauschhandel.

und meine liebe ist ein geschenk. keine ware

Inaktiver User
01.10.2008, 17:48
Ich finde es schwierig zu definieren, was das überhaupt ist: LIEBE. Es wird oft in Verbindung mit Bedürfnissen erwähnt. Kann ich nur den lieben der meine Bedürfnisse am besten erfüllt? Kann ich jemanden lieben, der mich nicht liebt? Warum verlässt man einen Partner mit dem man bestimmte Vorstellungen nicht leben kann? Gibt es überhaupt so etwas wie selbstlose Liebe?
Gäbe es das, müsste man doch im Prinzip alles verzeihen??!!

When_a_Man
01.10.2008, 17:59
und meine liebe ist ein geschenk. keine ware

ach wie nett, ich finde es riecht schon etwas weihnachtlich :freches grinsen:

maru1234
01.10.2008, 19:50
Liebe frieda-belle,
im konkreten Fall war "längere Zeit" so um die 1-2 Jahre totale Verliebtheit (ohne Sex, denn so weit ließ ich es nicht kommen), aber da war eben das Gefühl für meinen Mann, das viel stärker war auch ohne die Schmetterlinge im Bauch, die ja nach vielen Ehejahren nicht mehr ganz so oft da sind.....brighid hat es gut beschrieben, das Wohlergehen von meinem Mann bedeutet mir wirklich am meisten, wenn es ihm schlecht geht, ist auch mein Wohlbefinden dahin, das hat überhaupt nichts mit Sicherheiten zu tun. Beim Verliebtsein steht ganz was anderes im Vordergrund, ich kann es schwer beschreiben, aber ich empfand es eben so.

brighid
01.10.2008, 19:57
ach wie nett, ich finde es riecht schon etwas weihnachtlich :freches grinsen:

mit einer prise zimt und kakao. lecker!

When_a_Man
01.10.2008, 21:10
mit einer prise zimt und kakao. lecker!
Hm,mm,schmeckt mir auch. Du scheinst ja überdies dezidierten Geschmack zu haben...

aber zum Thema
so selbstlos zu lieben, sich seiner Liebe hinzugeben ohne was zu einzufordern !?--- ich muss schon sagen, MannoMann! Sowas muss man sich leisten können

brighid
01.10.2008, 21:16
was meinst du mit: das muss man sich leisten können?

das verstehe ich nicht. :smile:

Inaktiver User
01.10.2008, 21:25
aber zum Thema
so selbstlos zu lieben, sich seiner Liebe hinzugeben ohne was zu einzufordern !?--- ich muss schon sagen, MannoMann! Sowas muss man sich leisten können

Wie gesagt glaube ich das auch nicht. Mann bzw, Frau behauptet es gerne nur wenn es hinterfragt wird muss man zugeben , dass die Liebe so uneigennützig nicht ist.

twiga4
01.10.2008, 21:25
Ich finde es schwierig zu definieren, was das überhaupt ist: LIEBE. Es wird oft in Verbindung mit Bedürfnissen erwähnt. Kann ich nur den lieben der meine Bedürfnisse am besten erfüllt? Kann ich jemanden lieben, der mich nicht liebt? Warum verlässt man einen Partner mit dem man bestimmte Vorstellungen nicht leben kann? Gibt es überhaupt so etwas wie selbstlose Liebe?
Gäbe es das, müsste man doch im Prinzip alles verzeihen??!!


Selbstlose Liebe heisst, alles verzeihen, sich aber nicht fertigmachen (lassen), also auch niemanden auf einem rumtrampeln lassen (wenn es krass kommt, dann sich besser zurückziehen, da kann man ja trotzdem verzeihen). Selbstlose Liebe ist frei. Ein hohes Ideal, und in der Praxis ganz schön schwer - trotzdem, je mehr man übt, desto besser geht es!! Und es ist dann wie ein Wunder, denn - siehe da - genau dann, wenn man gar nicht damit rechnet, wenn man die eigene 'Bedürfnisbefriedigung' durch einen anderen endlich mal da acta gelegt hat, kommt ganz viel selbstlose Liebe zurück. Von allen möglichen Seiten!!

Ich will gar nicht für mich beanspruchen, dass ich selbstlos liebe. Aber manchmal hab ich so eine Ahnung....und probier's halt immer wieder aus.

Selbstlose Liebe hat wenig mit 'Trennung' oder 'fest Zusammensein' zu tun. Das läuft irgendwie anders. Es hat wenig mit Erwartungen zu tun. Ganz schön schwierig, das stimmt.

brighid
01.10.2008, 21:32
ich sehe mein gegenüber als geschenk des lebens an mich.

ich bin glücklich, dass ich so tief empfinden kann.


mein alltag bleibt MEIN alltag. das ist ne ganz andere baustelle.

brighid
01.10.2008, 21:34
Selbstlose Liebe heisst, alles verzeihen, sich aber nicht fertigmachen (lassen), also auch niemanden auf einem rumtrampeln lassen (wenn es krass kommt, dann sich besser zurückziehen, da kann man ja trotzdem verzeihen). Selbstlose Liebe ist frei. Ein hohes Ideal, und in der Praxis ganz schön schwer - trotzdem, je mehr man übt, desto besser geht es!! Und es ist dann wie ein Wunder, denn - siehe da - genau dann, wenn man gar nicht damit rechnet, wenn man die eigene 'Bedürfnisbefriedigung' durch einen anderen endlich mal da acta gelegt hat, kommt ganz viel selbstlose Liebe zurück. Von allen möglichen Seiten!!
Selbstlose Liebe hat wenig mit 'Trennung' oder 'fest Zusammensein' zu tun. Das läuft irgendwie anders. Es hat wenig mit Erwartungen zu tun. Ganz schön schwierig, das stimmt.


yeap, jo, unterschreib

es hat vie mit erwartungshaltung zu tun.

When_a_Man
01.10.2008, 21:52
was meinst du mit: das muss man sich leisten können?
ich meine um selbstlos zu sein, nichts einzufordern, bist du besser auch auf nichts angewiesen. Stehst gegebenfalls jederzeit für dich allein. Ohne zu klagen,zu nörgeln.

Die Ausdrucksweise mit "Geschenk sein" wie auch "Geschenk bekommen" gefällt mir zwar irgendwie. Ist suggestiv, wie flowerpower vielleicht :smirksmile:
das Finanzamt würde aber sicher sagen : "Nein,Freunde. Um Mehrwertsteuer kommt ihr so nicht herum " - verstehst ?

twiga4
01.10.2008, 21:58
ich meine um selbstlos zu sein, nichts einzufordern, bist du besser auch auf nichts angewiesen. Stehst gegebenfalls jederzeit für dich allein. Ohne zu klagen,zu nörgeln.



Diesen Anspruch hab ich auch an mich. Sollten wir alle haben. Nicht klagen, nicht nörgeln. Aber eben auch - sich nicht ISOLIEREN (also, die einsame Wolf Version dieses 'auf sich selbst angewiesen sein'), sondern sich öffnen. Dafür muss man aber stark sein, wendig, mutig, schlau - denn Öffnung bedeutet auch immer sofortige Verletzungsgefahr.

brighid
01.10.2008, 22:02
mein alltagsleben- das ist mein alltag- auch mit finanzamt.
mit miete zahlen und dreckigem geschirr, dreckiger wäsche und müll runtertragen.


meine liebe, meine seele- das ist für mich nicht der alltag.

nebensatz dazu:
alltag habe ich gehabt. fast 25 jahre. danke, nein danke.
ich kann für mich alleine sorgen. klar, wenn ich nen handwerker brauche, frage ich freund peter.

aber für liebe, gefühle, meine seele-- da bin ich erstmal selbst genug.
denn deinen nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
es steht nicht dass du ihn mehr lieben sollst als dich selbst.
also musst oder solltest du erstmal dich selbst lieben können.

und viele menschen stellen entweder sich selbst oder den anderen höher oder niedriger. und dann wäre ich wieder in einer abhängigkeit. :kuss:

realitaet
01.10.2008, 22:19
nebensatz dazu:
alltag habe ich gehabt. fast 25 jahre. danke, nein danke.
ich kann für mich alleine sorgen. klar, wenn ich nen handwerker brauche, frage ich freund peter.

aber für liebe, gefühle, meine seele-- da bin ich erstmal selbst genug.
denn deinen nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
es steht nicht dass du ihn mehr lieben sollst als dich selbst.
also musst oder solltest du erstmal dich selbst lieben können.

und viele menschen stellen entweder sich selbst oder den anderen höher oder niedriger. und dann wäre ich wieder in einer abhängigkeit. :kuss:[/QUOTE]


Oh ja, wie recht du hast! Wenn man unter Liebe versteht, dass der, den man liebt, die Pflicht hat, einem glücklich zu machen, dann wird das nicht gut gehen. Erst als ich eingesehen habe, dass das Glück nicht von anderen abhängig ist, sondern in mir selbst liegt, kann ich sagen: Ich liebe! Auch wenn diese Liebe nicht erwidert wird, schaffe ich es immer mehr, einfach dazu zu stehen. Ich muss nicht mehr dieses Gefühl bekämpfen, weil ich denke, dass es eh keinen Sinn hat... ich kann ihn einfach lieben, in meinem Herzen. Und erwarte dafür KEINE Gegenleistung. Und seit dies so ist, können wir wieder ganz normale Gespräche führen. Und ich finde, das ist sehr viel.

Swietie
02.10.2008, 12:02
Ja, das kann man. Es ist nicht einfach aber es ist möglich.
Mir ist es passiert, obwohl ich in einer langjährigen Beziehung lebe und immer treu war ist es mir passiert. Ich dachte mir könnte so etwas nicht passieren aber es ist halt passiert.
Diese Empfindungen waren und sind etwas ganz besonderes, nicht geschwisterlich sondern partnerschaftlich, auch wenn ich sie nicht ausleben darf, sie sind da.
Wahrscheinlich ist es auch ein gewisser Reiz am Verbotenen.

Inaktiver User
02.10.2008, 12:28
AW: Kann man mehrere Menschen lieben?

Ich bin sicher, das wir das können. Es gibt aber mehrere Formen der Liebe (siehe Erich Fromm: die Kunst des Liebens)

Du sprichst wohl hier, liebe Belisama, von der erotischen Liebe....

Kann man zu mehreren Menschen erotische Liebe empfinden?

Ich würde mit ja antworten.

Das heisst, ich meine zwei Männer lieben zu können, auch wenn das nicht sehr einfach ist, weil das Gefühl zum einen das Gefühl zum anderen manchmal zu dominieren scheint.

Es herrscht bei mir - gewollt oder ungewollt, das kann ich nicht genau festlegen - oft ein Bedürfnis für oder gegen den einen oder anderen entscheiden zu müssen/wollen.

Ganz genau gleiche Gefühle für zwei Menschen wird es aber wohl nicht geben ( - noch nicht mal von einer Mutter gegenüber ihren Kindern.)

Sicher gibt es, so glaube ich, sehr unterschiedliche starke Gefühle, die "aufgeteilt" werden können, weil sie eben personenbezogen sind und deshalb nicht austauschbar.

Deshalb denke ich auch, dass ein Mann sowohl mich als auch eine andere Frau lieben kann....

Gruß
Amorosa

annapaulemax
04.10.2008, 12:43
Also, gut, dann hier auch noch eine Antwort: :smirksmile:

Ich für mich finde die Vorstellung, zwei Männer gleichzeitig zu lieben und mit beiden eine Beziehung zu führen, nicht leicht wahrscheinlich. Das liegt daran, dass meine Beziehung so viele Bereiche meine Lebens berührt, in so viele Facetten meines Seins involviert ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, mit zwei Menschen so verflochten zu sein. Die Beziehung bekommt von mir auch sehr viel Aufmerksamkeit, Hege und Pflege, auch manchmal Zorn und Streit (auch einen Konflikt zu lösen erfordert Aufmerksamkeit) - es ist für mich schwer denkbar diese Aufmerksamkeit auf noch mehr Personen zu richten.

Ich kann mir jedoch durchaus vorstellen, das andere dies können, Menschen sind unterschiedlich und was mir schwer fällt, fällt anderen vielleicht leicht. Allerdings scheinen die Menschen, die in Liebe zwei Beziehungen gleichzeitig führen können, in der Minderheit zu sein, wenn ich mich mal so umsehe.

Warum fragst du dies?

Viele Grüsse

annapaulemax

Leopardette
09.11.2008, 23:40
ja.

verstehen
10.11.2008, 12:11
Es ist schön für viele, die hier posten, daß sie in der Lager sind 2 Menschen auch partnerschaftlich zu lieben.
Doch gehört zu Liebe nicht auch dazu, dem oder der , die man liebt nicht weh zu tun, und wenn diese Person mit eurem doppelten lieben nicht klar kommen kann, erwartet ihr das dann von dem Partner, darf man so egoistisch sein ? Auch wenn dieser damit unglücklich ist ?
Liebe kann man nicht nehmen, nur geben,
gibt man dem unglücklichen Partner dann Liebe, oder nimmt man sich nur von beiden, die man liebt die Vorteile, mit den Nachteilen sollen die dann alleine klarkommen ?? Ist das dann Liebe ?

brighid
10.11.2008, 12:23
ich, für mich, empfinde es so:

lieben kann ich mehrere menschen, viele menschen.
so unterschiedlich wie die menschen selbst sind.

sexuelle beziehunge- das ist eine andere baustelle.
wenn ich liebe, liebe im edelsten sinn des wortes NICHT mit einer gelebten, sexuellen beziehung verwechsle und gleichsetze;
dann kann ich mehr als einen menschen lieben.

und ich kann auch einen mann lieben ohne forderungen an ihn zu stellen.

denn meine liebe ist ein geschenk, keine verpflichtung.

Xitronela32
10.11.2008, 12:31
Ich glaube schon dass man mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann.
Mehrere Frauen oder Männer.
Man kann ja auch alle seine Kinder lieben.

Denn jeder Mensch ist ein Individuum, hat eigene Stärken und Schwächen.
Und je nachdem wie man einander Reibungsflächen bietet oder sich ergänzt, wäre das für mich durchaus möglich.

Im gröbsten Fall sogar der, mehrere Männer lieben zu können.
Jeden eben auf seine Art und mit einer anderen Art von "Liebe".

Nun was ist Liebe?
Das muss jeder für sich selber definieren.
Für mich jedenfalls etwas freiwilliges, das ich spüre, und auch geben kann (nicht muss)-und zwar ohne etwas zurückzubekommen oder gar Erwartungen zu haben.

:blumengabe:
Nela

Inaktiver User
10.11.2008, 20:38
Liebe ist wohl in erster Linie ein Kind der Freiheit. Und wenn man das akzeptiert kann man auch mehrere Menschen lieben aber auch akzeptieren, dass der Partner andere liebt.
Das ist nicht einfach zu leben....

Inaktiver User
10.11.2008, 21:48
Liebe ist wohl in erster Linie ein Kind der Freiheit. Und wenn man das akzeptiert kann man auch mehrere Menschen lieben aber auch akzeptieren, dass der Partner andere liebt.
Das ist nicht einfach zu leben....

Es erfordert viel Offenheit und Vertrauen, nicht wahr?

Anima

brighid
11.11.2008, 06:55
es ist nicht einfach zu leben.

aber es schmälert in keinster weise die gefühle.

:blumengabe:

dieandere.1976
11.11.2008, 10:02
Liebe ist wohl in erster Linie ein Kind der Freiheit. Und wenn man das akzeptiert kann man auch mehrere Menschen lieben aber auch akzeptieren, dass der Partner andere liebt.
Das ist nicht einfach zu leben....



Mein Mann akzeptiert die Liebe zu diesem anderen Mann, die ich in mir trage und das bewundere ich sehr an ihm....

ICH für mich hätte absolute Schwierigkeiten mit der Tatsache, dass er eine zweite Frau in seinem Herzen trägt.

myway
11.11.2008, 13:22
und ich kann auch einen mann lieben ohne forderungen an ihn zu stellen.

denn meine liebe ist ein geschenk, keine verpflichtung.

Wow! Weise Worte!
Gefällt mir!




Mein Mann akzeptiert die Liebe zu diesem anderen Mann, die ich in mir trage und das bewundere ich sehr an ihm.....

Wohl ein Zeichen innerer Stärke!
Er betrachtet dich eben nicht als seinen "Besitz", sondern als eigenständiges Wesen und lässt dir Freiheiten, weil er dir vertraut?!

myway :blumengabe:

rabeana
11.11.2008, 13:40
Wohl ein Zeichen innerer Stärke!
Er betrachtet dich eben nicht als seinen "Besitz", sondern als eigenständiges Wesen und lässt dir Freiheiten, weil er dir vertraut?!

Also das würde ich auch gerne können. Als mein Mann mir gesagt hat, dass er sowas wie Verliebtheit für noch jemand anderen empfindet, bin ich einfach nur zusammengebrochen. Respekt vor jedem, der die Zweit-Verliebtheit des Mannes als eine Bereicherung empfinden kann! Ich kann es leider nicht ... :-(

Inaktiver User
11.11.2008, 14:37
Also das würde ich auch gerne können. Als mein Mann mir gesagt hat, dass er sowas wie Verliebtheit für noch jemand anderen empfindet, bin ich einfach nur zusammengebrochen. Respekt vor jedem, der die Zweit-Verliebtheit des Mannes als eine Bereicherung empfinden kann! Ich kann es leider nicht ... :-(

Viele, welche das vom Partner erwarten, können das selbst ja nicht so recht und wenn dann mit großen Abstrichen und in Abstufungen.

Wenn man selbst z.B. keinen Sex mehr mit dem Partner möchte, dann kann das durchaus akzeptabel sein, wenn er sich ihn woanders holt, Hauptsache im häuslichen läuft alles ohne Gefährdung weiter. Was anderes wäre dann wahrscheinlich, wenn auch da zurückgefahren würde.
Emotional ist das sicher ebenfalls so eine Sache und hängt sich mit davon ab, wie nah eine Liebe gelebt wird.

Für mich ist Nehmen und Geben in einer Beziehung wichtig und dass es sich die Waage hält. Sicher einfordern kann man nichts, aber sich eine Beziehung suchen die stimmig ist. Ob jemand wirklich so anspruchslos liebt, sieht man wahrscheinlich erst, wenn man seine Beziehung mal genau betrachten kann. Es ist leicht zu sagen, dass man nur geben will und anspruchslos ist, wenn der Partner sehr gut sogar für einen sorgt.

Auf der anderen Seite ist es vielleicht aber auch so, wenn einem der Partner sehr glücklich macht und man nichts zu vermissen hat, dass es einem weniger ausmacht ihn zu teilen.

brighid
11.11.2008, 15:47
und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. {Matthäus.6,2} 6,2
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht,

5sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, {Philipper.2,4} 2,4
und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist. 6sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; {Römer.12,9} 12,9
Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. 7sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.

mit dem dulden habe ich persönlich es nicht. aber der rest ist zu meiner einstellung der liebe gegenüber geworden.

@ myself, du schreibst- wenn der partner einen mit allem versorgt-

nein, ich bin selbstversorger. in jeglicher hinsicht.

Inaktiver User
11.11.2008, 23:13
Also das würde ich auch gerne können. Als mein Mann mir gesagt hat, dass er sowas wie Verliebtheit für noch jemand anderen empfindet, bin ich einfach nur zusammengebrochen. Respekt vor jedem, der die Zweit-Verliebtheit des Mannes als eine Bereicherung empfinden kann! Ich kann es leider nicht ... :-(

Eigentlich ist es auch eine Form von Liebe dem anderen das zuzugestehen. Zumindest sollte man versuchen es zu verstehen, zu verstehen, dass eine andere Liebe nicht das Ende der eigenen bedeuten muss.
Es ist wirklich lebbar, aber dazu gehört ein langer Prozess, ein Sinneswandel quasi.

dieandere.1976
12.11.2008, 05:11
Also das würde ich auch gerne können. Als mein Mann mir gesagt hat, dass er sowas wie Verliebtheit für noch jemand anderen empfindet, bin ich einfach nur zusammengebrochen. Respekt vor jedem, der die Zweit-Verliebtheit des Mannes als eine Bereicherung empfinden kann! Ich kann es leider nicht ... :-(

Ich könnte es beim besten Willen auch nicht und wie ich schon sagte! Ich bewundere meinen Mann, der so offensive damit umgehen kann....den Einen oder Anderen Schmerz, den er mit Sicherheit spürt, zeigt er nicht, generell aber kommunizieren wir offen über diese Sache und über ihn.
Für meinen Mann ist die Veränderung, die ich mit dieser anderen Liebe für mich gemacht habe...diese Dinge, die mich zeichneten, mich erfahren ließen, eine Bereicherung. Er profitiert davon, sagt er.WOW !!! Er ist Buddhist. Es ist sein Glaube, dass ihn so denken lässt.

Ich wünsche mir, dass ich selber nie in seine Situation komme.

Inaktiver User
12.11.2008, 06:17
@ myself, du schreibst- wenn der partner einen mit allem versorgt-

nein, ich bin selbstversorger. in jeglicher hinsicht.
Klar, dass brauchst Du in keiner Hinsicht einen Partner und nichts anzunehmen oder zu wollen befreit unheimlich, obs wirklich weiterbringt steht auf einem anderen Blatt. Ich bezweifle es. Ich brauche in dem Sinne auch keinen und habe trotzdem einen der mir sehr viel gibt.

brighid
12.11.2008, 06:58
myself- missverständnis.

ja da ist jemand bzw. mehrere menschen in meinem leben.
die ich liebe. offenen herzens.

aber durch mein sie -nicht-brauchen- ist es auch keine abhängigkeit in keinster weise. sie sind da und es gut so.

ich kann mich selbst versorgen, aber ich muss es nur in manchen bereichen. nicht in allem.

deine frage, deine anmerkung nach -weiterbringen- verstehe ich jetzt nicht.
ich lebe frei und liebe die menschen, die mein herz sich auserkoren hat.

rabeana
12.11.2008, 11:32
Ich wünsche mir, dass ich selber nie in seine Situation komme.
Liebe dieandere.1976!
Ich verstehe dich! Ich drück dir die Daumen!

Ich hab lange gebraucht, um die Fremd- oder Zweitverliebtheit zu verstehen und zu akzeptieren, bin immer noch dabei das ganze zu verarbeiten und zu verdauen und kann eigentlich nur deswegen ganz frohgemutes in die Zukunft gucken, weil ich mich ein ziemliches Stück von meinem Mann entfernt habe. Seelisch und räumlich. Ich habe aufgehört, ihn zu idealisieren, er ist in meinen Augen nun nicht mehr DER Traummann für mich ... vielleicht ist das ganze so auch viel realisitscher und lebbarer. Ich habe vorher in einer ziemlich überromantisierten Idealwelt gelebt, die es mit ihm so nie gab und geben wird ...

Ich selber glaube, dass man durchaus zwei oder noch mehr Menschen intensiv lieben kann.

Nur ich kann das irgendwie nicht. Ich stürze mich auf einen einzigen Menschen und DER IST es dann. Vielleicht ist es in einer Partnerschaft besser, wenn zwei ähnliche Menschen zusammenkommen, die in dieser Hinsicht identisch ticken?

sonja66
12.11.2008, 11:59
...

Inaktiver User
12.11.2008, 12:06
Vielleicht ist es in einer Partnerschaft besser, wenn zwei ähnliche Menschen zusammenkommen, die in dieser Hinsicht identisch ticken?

rabeana,

dies würde voraussetzen, dass jedem Menschen bewusst ist, wie es ihm hinsichtlich dieser Thematik geht.

Ich denke, dies ist in der Praxis häufig nicht der Fall. Viele derjenigen, die sich im Verlauf ihrer Partnerschaften fremdverliebten, hätten VOR diesem Ereignis die Sache vielleicht ebenso wie Du bewertet.

Mir ging es so - ich hätte es VORHER nicht für möglich gehalten, und wurde eines Besseren belehrt. Das war ein durchaus schmerzhafter Prozess, bei dem ich teilweise sehr hart mir selbst gegenüber war, weil nicht sein durfte, was ja eigentlich gemäss meiner Überzeugung gar nicht sein konnte.

HEUTE weiss ich: Ja, ich kann zwei (oder gar noch mehr?) Menschen lieben, und keine dieser Lieben wertet die jeweils andere in irgendeiner Form ab, reduziert sie, oder machte auch nur einen Vergleich notwendig. Heute weiss ich auch, dass die Anerkenntnis solcher Empfindungen dennoch Entscheidungen im gelebten Alltag notwendig machen. Ich kann zwar zwei Männer lieben, aber nicht zwei Lieben leben - so meine persönliche Überzeugung.

All das musste ich aber erst lernen. Es war mir nicht in die Wiege gelegt, dies über mich zu wissen, ich musste es erfahren. Und ich denke, dass dies vielen Menschen, die in diese Situation geraten, so gehen könnte.

Wir alle befinden uns konstant in Veränderungsprozessen. Es ist letztlich niemandem von uns möglich, ein komplett-komplexes Bild des eigenen Seins zu entwerfen, das auch nur ansatzweise konstant wäre. Identisch ticken ist daher letztlich nichts als eine Momentaufnahme :blumengabe:

Grüssle
Seawasp

rabeana
12.11.2008, 13:39
Wir alle befinden uns konstant in Veränderungsprozessen. Es ist letztlich niemandem von uns möglich, ein komplett-komplexes Bild des eigenen Seins zu entwerfen, das auch nur ansatzweise konstant wäre. Identisch ticken ist daher letztlich nichts als eine Momentaufnahme


Stimme ich voll und ganz zu! Hab ich vorher nur noch nie so gesehen! Aber du hast recht. Ich bin im Grunde tagtäglich dabei, einen völlig neuen Menschen kennen zu lernen: mich selbst! Von dem sich stets situationsbedingt gleichermaßen verändernden Partner ganz zu schweigen!

Ich hab das ganze Konstrukt Mensch und Paarbeziehung bisher wohl zu starr gesehen. Ich habe stets versucht alles in starre Denk-Korsetts zu pressen und die platzen grad auf, hab ich den Eindruck!

:smile:

Xitronela32
12.11.2008, 14:12
Das zu verstehen, sich selber kennenzulernen, die Erziehung umzugestalten, sich gegen den "Strom" zu lehnen-NICHT mitzulaufen, dadurch auch "Freunde" zu verlieren-die dich auf einmal als das Monster sehen (...wie kann man nur solche Einstellungen haben.Man liebt nur einen, hat Haus, Garten,Kind und Hund) das ist ein sehr schmerzhafter Weg.

Den Weg bin ich gegangen, so jetzt muss ich es nur noch leben :smile:
Ich für mich glaube und weiß dass ich mehrere lieben kann, jeden eben auf seine eigene tolle Art.
Warum soll ich denn darauf verzichten? Unterdrücken geht sowieso nicht. ZULASSEN ist das Stichwort.

ABER ob ich das umgekehrt genauso dulden kann (einmal konnte ich es seitdem, dulden dass ER andere liebt) das ist noch die große Frage.Ich konnte damit umgehen, weil er ehrlich war.
Aber Gott sei Dank gibts ja euch falls ich so etwas noch mal erlebe und nicht klarkommen sollte
:liebe:

Ich glaube das wird dann der 2. schwierige Teil dieses Weges.
Es ist immer ein Unterschied was der Kopf einem sagt (ich habe verstanden und will lernen) und was das Gefühl dazu sagt (ich will ihn für mich..meins,meins,meins...)

WOW eigentlich ganz schön anstrengend das Leben.
Trotzdem schön täglich neu zu lernen, andere Blickrichtungen annehmen oder zumindest verstehen können.
Keine Scheuklappen...Menschen die sich auch mit sich beschäftigen und dadurch weiterkommen.

Schön dass es euch gibt :blumengabe:

dieandere.1976
12.11.2008, 15:20
Ich denke, dass die meisten, die noch nicht in so einer Situation waren oder sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben, davon ausgesehen, dass es NICHT möglich ist, zwei oder mehrere Menschen zu lieben....so zu lieben, dass die Liebe zum jeweiligen nicht leidet.....

Den Weg muss man schon gegangen sein, um ihn leben...um ihn lieben zu können !

Jeder Mensch, der zum ersten Mal damit konfrontiert wird, ist schockiert über sich selber und versteht es nicht...deswegen wird erstmal versucht, das Gefühlte zu unterdrücken. Nur irgendwann holt es einen ein und dann heißt es : an sich arbeiten, eine Lösung finden, damit leben zu können....
Der Prozess, bis man zu diesem Punkt gelangt ist, kann so lange dauern....und das Tolle an dem Prozess meiner Meinung nach ist : Ich lerne immer mehr von mir selber kennen...je mehr ich es zulasse, mich damit auseinander setze, es lebe, desto mehr erfahre ich über mich. Und das ist die schöne Seite an der Medaille.

Tabea
12.11.2008, 15:24
Ich denke, dass die meisten, die noch nicht in so einer Situation waren oder sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben, davon ausgesehen, dass es NICHT möglich ist, zwei oder mehrere Menschen zu lieben
Es hat wahrscheonlich einen Grund, warum sie noch nie in der Situation waren - weil sie es nicht können.

Tabea

dieandere.1976
12.11.2008, 15:32
Bis man in so eine Situation "rein schlittert" denkt man vielleicht ebenso, dass man "so etwas nieeeeemals machen kann".....und wenn gewisse Dinge gelebt werden, wird evtl. doch fest gestellt, dass es machbar ist.....

Tabea
12.11.2008, 16:36
Bis man in so eine Situation "rein schlittert" denkt man vielleicht ebenso, dass man "so etwas nieeeeemals machen kann".....und wenn gewisse Dinge gelebt werden, wird evtl. doch fest gestellt, dass es machbar ist.....
Du siehst es so, ich sehe es anders.

Tabea

Marinius
12.11.2008, 16:52
1) Kann man mehrere Menschen gleichzeitig lieben?


2) selbst wenn Ihr es Euch für Euch selbst nicht vorstellen könnt, könnt Ihr es Euch vorstellen, dass es Menschen gibt, die mehr als einen Menschen gleichzeitig - aufrichtig - lieben können?


Ja, ich denke man kann zwei / mehrere Menschen gleichzeitig lieben.

Ich selbst kann das auch - aber nicht in der Praxis

ICH kann es nicht leben und WILL es nicht und halte es eigentlich in den wenigsten Fällen für umsetzbar.

Inaktiver User
17.11.2008, 10:19
Ich bin mir nicht sicher.

Ich kann diesen zweiten Mann von ganzem Herzen lieben und trotzdem bei meinem Mann bleiben wollen. Aber ich weiß nicht, was das Gefühl gegenüber meinem Mann ist. Liebe oder doch mehr Vertrautheit.

Je enger meine Bindung zu dem anderen wird, um so schwieriger fällt es mir meinem Mann gegenüber aufrichtig zu sein.

HansDampf
18.11.2008, 16:22
Ich denke auch, man kann mehrere Menschen lieben.

Aber nach der Schilderung vieler persönlicher Geschichten hier in der BriCom (gerade im Schattenmann-Strang) scheint es so zu sein, daß die beiden Lieben sich in unterschiedlichen Stadien befinden. Eine stabile, geläuterte, vertrauensvolle Liebe neben einer frischen, überschwänglichen, stark erotisierten Liebe. Oder eine aktuelle Liebe neben einer verflossenen, aber nie beendeten Liebe.

Zwei Lieben, die sich quasi identsich anfühlen (von ihrer Intensität und ihrem Charakter nach) scheint es nicht zu geben. Wahrscheinlich, weil man nicht zwei identische Leben parallel leben kann. Und die konkrete Lebenssituation hat sicher einen großen Einfluß auf die konkrete Liebe.

Gruß

Hans

neko9
09.10.2009, 11:14
ich liebe einen mann,der mehre frauen lieben könnte...tut er aber nicht,weil er nicht genug zeit dafür hat...so drückt er es aus...
ich kann es nachvollziehen.
für mich ....ich nenn das bei mir:keine energie haben-oder aufbringen wollen.-mit dem glücklichsein/werden,was ich habe.
ich vergleiche unsere beziehung mit all meinen anderen beziehungen!zu meinen freunden,meiner familie,...meinen mitmenschen...meinen hunden.
er ist alles für mich und nichts.
alles ist alles und nichts.
es geht um respekt und darum jedem den platz in meinem leben zu geben,den ich für gut halte und mit dem derjenige auch einverstanden ist.
der andere hat jeder zeit die wahl...zu gehen.
wenn jemand etwas nicht versteht,kann er nachfragen.und gebe gerne antwort.
es geht darum frei und offen zu sein.
dazu...mein leben :smile: :
wenn es mir nicht gut geht,mach ich das handy aus,ziehe mich zurück und bin mit mir allein(alles andere ist sozusagen draußen-weg-nicht existent: nichts)....es gibt momente,in denen ich in mir zur ruhe kommen muss ...und mit der zeit kommen dann wieder diese natürlichen fragen wie: wer bin ich?-da kommt das leben wieder ins spiel und das heißt alles! alle -die welt da draußen-und das sind alle die ich liebe und hasse und alles was emotionen in mir erweckt,denn das alles sagt mir,wer ich bin!
man würde sagen.spiegelt...blabla...
ich sehe es als "schattending" ...der schatten muss erstmal von etwas geworfen werden-und er muss auf etwas fallen,damit man ihn sehen kann.

so zur liebe irgendwie noch:
wenn ich 2 kinder habe: sage ich dem einen,dass ich es mehr liebe,als das andere?
TUT SICH DIESE FRAGE ALS MUTTER ÜBERHAUPT AUF???
wenn eine mutter sich das fragt,warum(ich sage nicht:"sollte"sie sich nicht fragen-denn alles ist möglich und sollte unterdrückt-wie so vieles!kritik ist nicht immer negativ und selbstkretik schon gar nicht!)

auf jeden fall: die situation im besten fall ist geklärt: beide kinder wissen,wer sie sind,und zwar: die kinder ihrer mutter.- PUNKT.sie wissen,dass sie geliebt werden.
und von der anderen seite: die mutter liebt ihre kinder.Punkt
diese liebe ist das beste beispiel für alles ,denn die wirkliche echte
ELTERNLIEBE ist: BEDINGUNGSLOS.
keine erwartungen von keiner seite ----
komisch das sowas funktioniert :smile:
tuts!!!!

ich hab nen hund...und...ich frag mich nich in erster linie: was gibt er mir.
ich hab ihn gesehen und ...ich liebe ihn.bedingungslos...
alles andere kommt.
...von ihm...
wenn er sich freut...wenn er scheiße baut....
es passiert immer was!
und???
ich freu mich,däääääääääääääääänn:

DAS IST LEBEN

es ist ein spiel,eine aufgabe,welche wie was,muss jeder für sich selbst rausfinden...
und das ist doch mal toll: held sein!

Inaktiver User
09.10.2009, 12:03
Bis man in so eine Situation "rein schlittert" denkt man vielleicht ebenso, dass man "so etwas nieeeeemals machen kann".....und wenn gewisse Dinge gelebt werden, wird evtl. doch fest gestellt, dass es machbar ist.....

:blumengabe: Mir ging es genauso. Ich dachte auch, sowas könnte mir doch nie passieren. Nein mir doch nicht. Ich wurde eines besseren belehrt.

Dieser Song passt gut zum Thema:
YouTube - George Harrison: Something (Anthology version) (http://www.youtube.com/watch?v=C8SB0IqTFmY)

Inaktiver User
09.10.2009, 17:26
Kann man mehrere Menschen lieben?

Und warum nicht? Nur weil es heißt, es gibt nur einen lieben Gott?

Und warum eigentlich wird gerade die Sexualität von der Liebe abgespalten? Weil sie unanständig ist und von daher nur mit einem gelebt werden darf? Warum?

Weil sich vielleicht Besitzansprüche melden? Weil Neid und fehlender Selbstwert uns da ein Schnippchen schlagen? Weil ich verletze? Womit? Wodurch?

ersatzbank
09.10.2009, 19:39
[COLOR="Red"]Und warum eigentlich wird gerade die Sexualität von der Liebe abgespalten? Weil sie unanständig ist und von daher nur mit einem gelebt werden darf? Warum?

:schild genau:

wieso bloß differenziert man da? wir wissen doch, dass jegliche liebe libidinös motiviert ist! tze.


Weil sich vielleicht Besitzansprüche melden? Weil Neid und fehlender Selbstwert uns da ein Schnippchen schlagen? Weil ich verletze? Womit? Wodurch?

super fragen! rechtfertigt euch, ihr schwächlichen exklusivitätsfaschisten!

Inaktiver User
09.10.2009, 22:23
Jeez!

Geht bei dem Thema eigentlich NICHTS ohne Polemik?

Im übrigen finde ich es reichlich daneben, Inzest, und damit häufig eben auch Missbrauch, in einem Atemzug mit diesem Thema zu nennen. Unterirdisch ist da wohl noch gestrunzt.

Inaktiver User
09.10.2009, 22:26
Kann man mehrere Menschen lieben?

Und warum nicht?

Klar kann man mehrere Menschen lieben. Nur kann ich persönlich nicht mehrere Lieben leben- nicht mit den Vorstellungen und Ansprüchen (Stichwort Verantwortung, Intimität, Zeit etc.), die ich an eine Beziehung stelle.

Mit Besitzansprüchen hat das für mich nichts zu tun- ich kann einen anderen Menschen nicht besitzen und eine Beziehung basiert für mich auf Freiwilligkeit und einer stetig neuen Entscheidung füreinander. Neid? Fehlender Selbstwert? Mag sein, sofern man sich ausschließlich über seine Beziehung bzw. die Anerkennung des Partners definiert, aber trifft wohl auch nicht auf den Großteil der Monogam lebenden Menschen zu und ich verneine das für mich selbst ebenfalls.

Für mich zeugt es von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, sich für ein Konzept zu entscheiden und diese Entscheidung konsequent zu leben. Darauf zu schließen, dass jemand, dem mein Lebensentwurf nicht passt, unreifer/ schwächer oder in seiner Weltanschauung beschränkter ist, halte ich für sehr gewagt. Ebenso könnte ich dein Konzept mit der Begründung vom Tisch wischen, dass eine offene Beziehung von der Unfähigkeit zeugt, sich festlegen zu können und somit von mangelnder Reife und von Oberflächlichkeit. Damit würde ich dir wohl ebenso wenig gerecht werden, weil ich es mir viel zu einfach mache, oder? :smirksmile:

schluppi
09.10.2009, 23:23
Was darf ich unter diesem (globalem umfassendem) Wort "LIEBE" verstehen? :wie?:

Ich glaube eher, das es hier um Sehnsüchte geht. :smile:

Es gibt "Partnerschaften", "Beziehungen", "Verbindungen", "Affären" und was weiß ich nicht noch alles...
Und jedes für sich, verbindet sich nicht immer nur mit einem Menschen.
Aber ich kann meine Bedürfnisse stillen, oder befrieden.

Geistig, emotional, körperlich, seelisch...

Hat unsere Geschichte, der arme Gott möge mir verzeihen, durch die "Herrschenden" diktiert, in uns nicht erst dieses Bild aufgebaut, was ich angeblich darf und was nicht?

Und eines der größten Tabu-Themen ist nun mal, der körperliche Bereich.
Kein Mensch regt sich auf, wenn ich an der Arbeit mich mit anders-geschlechtlichen Personen unterhalte. Mal ganz grob gesagt.
"Brisanter" wird es schon, wenn man sich einen Abend gönnt und mit Bekannten/Freunden essen geht. Da werden dann schon die ersten Stimmen laut.

Aber beim Thema Sex, da wird dann ein Sturm der Entrüstung losgetreten.
Sicher hat diesbezüglich jeder seine Ansicht dazu, aber es ist die Seinige. Und was ist, wenn man seine ureigensten Besitzansprüche beiseite stellt? :wie?:


Und sind es nicht diese Doktrinen, die unsere Schuldgefühle erwachen lassen. Warum?
Weil wir nicht "anders" sein wollen, als die Masse auf der Autobahn? Ja nicht auffallen? Lieber auf glückliche Momente verzichten? Lieber unglücklich und mit hängender Gusche durchs Leben ziehen? :wie?:

Beugen wir uns damit nicht der Doktrin? :wie?:

Wir sind rein zufällig hier auf Erden und haben nur eine einzige Aufgabe hier; einfach nur Leben und glücklich sein.
...und mir ist es ass-egal, was andere denken. Es ist ihre Meinung. :smirksmile:

schluppi
09.10.2009, 23:52
Klar kann man mehrere Menschen lieben. Nur kann ich persönlich nicht mehrere Lieben leben- nicht mit den Vorstellungen und Ansprüchen (Stichwort Verantwortung, Intimität, Zeit etc.), die ich an eine Beziehung stelle.
Das dürfte rein physkalisch Probleme geben. Es geht eben nur an einem Ort. Klar, aber es gibt ja die Toleranz, gelle?
An die Arbeit darf der Partner gehen. Da gibt es (normalerweise) die wenigsten Berührungsängste, der eigenen Seele. ...



Mit Besitzansprüchen hat das für mich nichts zu tun- ich kann einen anderen Menschen nicht besitzen und eine Beziehung basiert für mich auf Freiwilligkeit und einer stetig neuen Entscheidung füreinander. Neid? Fehlender Selbstwert? Mag sein, sofern man sich ausschließlich über seine Beziehung bzw. die Anerkennung des Partners definiert, aber trifft wohl auch nicht auf den Großteil der Monogam lebenden Menschen zu und ich verneine das für mich selbst ebenfalls.
Stimmt, wenn wir mal die Anzahl der Tennungen auf "Null" reduzieren, dann magst du richtig liegen. :smirksmile:


Für mich zeugt es von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, sich für ein Konzept zu entscheiden und diese Entscheidung konsequent zu leben. Darauf zu schließen, dass jemand, dem mein Lebensentwurf nicht passt, unreifer/ schwächer oder in seiner Weltanschauung beschränkter ist, halte ich für sehr gewagt.
Warum fallen mir bei solchen Äußerungen immer solche (von Frauen geäußerte) Parolen ein, wie: "Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben."
Wollen sie mir damit genau deine Theorie vermitteln? Ja schön stur gerade aus? Bloß nicht die "Scheuklappen" mal angewinkelt, man könnte seinen Horizont erweitern?
Was heißt denn "Konsequent"? Vorallem, wie willst du konsequent bleiben, wenn das Leben dir täglich neue Entscheidungen abverlangt? :wie?:


Ebenso könnte ich dein Konzept mit der Begründung vom Tisch wischen, dass eine offene Beziehung von der Unfähigkeit zeugt, sich festlegen zu können und somit von mangelnder Reife und von Oberflächlichkeit. Damit würde ich dir wohl ebenso wenig gerecht werden, weil ich es mir viel zu einfach mache, oder? :smirksmile:
Woraus resultiert eine "offene" Beziehung? Könnte es sein, das sich beide Partner "offen" ausprechen? Könnte es sein, das sich beide Partner "offen" akzeptieren?
Dann bedeutet dies aber auch, das beide miteinander kommunizieren.

In einer "geschlossenen" Beziehung, sieht es (leider) etwas anders aus.
Einer bestimmt, was alle in der Familie tun. ....denn es ist immer zum Wohle der Familie. :smirksmile:
Das dieser aber gleichzeitig eigene emotionale Beweggründe damit, für sich, realisiert, ohne die wahren Bedürfnisse des/der anderen zu berücksichtigen, darf man vernachlässigen.

Dieser vermeintliche "gemeinsame" Weg mit seinem Partner ist lediglich annähernd gleich.
Warum? Wenn er real gleich wäre, dann müßten zwei Menschen korrekt an der selben Stelle, am selben Ort sein. Sie müßten zur gleichen Zeit, eine punktgenaue Äußerung machen und sie müßten gleich fühlen, gleich denken usw. :smile:

...und wenn du mir auf unserer Erde, auch nur zwei Menschen zeigen kannst, die dies auch genauso leben, dann werde ich definitiv alles zurück nehmen, was ich jetzt geschrieben habe.

Inaktiver User
10.10.2009, 10:05
Das dürfte rein physkalisch Probleme geben. Es geht eben nur an einem Ort. Klar, aber es gibt ja die Toleranz, gelle?
An die Arbeit darf der Partner gehen. Da gibt es (normalerweise) die wenigsten Berührungsängste, der eigenen Seele. ...

Mein Partner "darf" überall hingehen, wer wäre ich, ihm diesbezüglich Vorschriften zu machen, umgekehrt dito? Ich habe auch keine "Berührungsängste" jenseits des Arbeitskontextes.


Stimmt, wenn wir mal die Anzahl der Tennungen auf "Null" reduzieren, dann magst du richtig liegen. :smirksmile:

Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Erklärst Du ihn mir?


Warum fallen mir bei solchen Äußerungen immer solche (von Frauen geäußerte) Parolen ein, wie: "Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben."
Wollen sie mir damit genau deine Theorie vermitteln? Ja schön stur gerade aus? Bloß nicht die "Scheuklappen" mal angewinkelt, man könnte seinen Horizont erweitern?
Was heißt denn "Konsequent"? Vorallem, wie willst du konsequent bleiben, wenn das Leben dir täglich neue Entscheidungen abverlangt? :wie?:

Das kann ich Dir sagen: Indem ich mich diesen Entscheidungen jeden Tag stelle, und das gern und ganz ohne Scheuklappen. In einer Beziehung zu leben heisst für mich eben nicht, stur geradeaus zu schauen. Ich lebe genau wie ohne Partnerschaft, offen, auf das, was mir begegnet zugehend, wahrnehmend, was um mich herum und mit mir passiert.

Das schliesst auch Versuchungen und Angebote Dritter ein. Ich vertraue darauf, dass ich damit umgehen kann, ebenso wie mein Partner. Und sollte ich das Gefühl haben, dass hier etwas so wichtig ist, dass ich mich darauf einlassen möchte, kann ich auch das. Ich muss nur die Entscheidung treffen, und Wege des Umgangs für mich UND für meine Beziehung finden.


Woraus resultiert eine "offene" Beziehung? Könnte es sein, das sich beide Partner "offen" ausprechen? Könnte es sein, das sich beide Partner "offen" akzeptieren?
Dann bedeutet dies aber auch, das beide miteinander kommunizieren.

Kommunikation setze ich als Basis für funktionierende Beziehungen voraus. Ob offen, geschlossen, gemeinsam auf erotischer Basis für Dritte offen - das ist Verhandlungssache. Und verhandelt sollte in Paarbeziehungen immer wieder, und immer wieder neu werden, schlicht weil Menschen nicht statisch, sondern veränderlich sind, und jeden Tag neues erleben.

So habe ich auch Rezeptfrei verstanden: An jedem Tag treffe ich Entscheidungen für meinen Partner (bitte nicht verwechseln damit, dass ich Entscheidungen an seiner Stelle treffe) im Sinne von: ich entscheide mich für meine Beziehung mit ihm. Sie könnten aber auch gegen ihn, respektive gegen Vereinbarungen ausfallen, auf die wir uns verständigt haben. Spätestens dann ist es Zeit zu - genau, kommunizieren. Wie Du darauf kommst, dass auf Kommunikation, Respekt, Akzeptanz auch für Veränderliches nur Menschen in offenen Beziehungen ein Monopol haben, erschliesst sich mir nicht.


In einer "geschlossenen" Beziehung, sieht es (leider) etwas anders aus.
Einer bestimmt, was alle in der Familie tun. ....denn es ist immer zum Wohle der Familie. :smirksmile:

Mag sein, dass Deine Beziehungen sich so gestalteten. Meine tun das ganz sicher nicht. Ich sehe gar nicht ein, meinem Partner die Eigenverantwortung für sein Leben, sein Sein abzunehmen, umgekehrt liesse ich mir meinen gestalterischen Raum nicht nehmen.

Ich könnte Deine Hypothese im übrigen 1:1 auf offene Beziehungen anwenden. Ich weiss, dass es eine ganze Reiher solcher Beziehungen gibt, in denen einer der Partner mit dem Modell eher zähneknirschend lebt. Offenheit ist dabei also auch das Monopol eines Handelnden, und eines Duldenden. Diese Konstellation macht vor keiner Beziehungsform Halt, es liegt entsprechend allein in der Verantwortung der Beziehungsgestaltenden, wie sie mit den Themen, die ihnen wichtig sind, umgehen, und diese in die Beziehung einbringen, dies unabhängig von der gewählten Beziehungsform.


Das dieser aber gleichzeitig eigene emotionale Beweggründe damit, für sich, realisiert, ohne die wahren Bedürfnisse des/der anderen zu berücksichtigen, darf man vernachlässigen.

Ich weiss nicht, ob Du entschieden hast, das vernachlässigen zu können oder dürfen. Ich könnte das keinesfalls. Ich betrachte Beziehung aber auch nicht als eine Art einengendes Korsett, das mir die Luft zum Atmen nimmt, und mich zu einer fremdbestimmten Person macht.


Dieser vermeintliche "gemeinsame" Weg mit seinem Partner ist lediglich annähernd gleich.
Warum? Wenn er real gleich wäre, dann müßten zwei Menschen korrekt an der selben Stelle, am selben Ort sein. Sie müßten zur gleichen Zeit, eine punktgenaue Äußerung machen und sie müßten gleich fühlen, gleich denken usw. :smile:

Das empfinde ich als eine verzerrte, scheuklappentragende Wahrnehmung. Gemeinsamer Weg bedeutet schlicht, dass man auf diesem Weg eine gewisse Schnittmenge teilt, und das freiwillig, und jeden Tag veränderlich. Wie diese Schnittmenge definiert ist, darüber entscheidet jedes Paar für sich, und im Verlauf Zeit vor allem auch immer wieder neu. Eingehen einer Paarbeziehung bedeutet für mich ganz gewiss nicht, die eigene Identität aufzugeben, und in ein wie auch immer geartetes WIR einzuarbeiten.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
10.10.2009, 11:01
Klar kann man mehrere Menschen lieben. Nur kann ich persönlich nicht mehrere Lieben leben- nicht mit den Vorstellungen und Ansprüchen (Stichwort Verantwortung, Intimität, Zeit etc.), die ich an eine Beziehung stelle.


Darum geht es im Prinzip ausschließlich. Lieben kann man mehrere (mit Sex, ohne Sex, wie auch immer), aber kann man diese Liebe auch leben? Die meisten können es nicht (wie oben), andere aber schon.

Viele lassen eine zweite Liebe garnicht erst zu, da sie blockiert sind in ihren Moralvorstellungen und Prinzipien, d.h. vielen passiert so etwas garnicht erst. Nicht wertend gemeint, ist okay so.
Und klar sind das auch die, die dagegen wettern und das Exklusivitätsprinzip vertreten. relativ einfach aus dieser Position heraus.
Andere wiederum lassen es zu und setzen sich zwangsläufig mit den daraus entstehenden Konflikten auseinander.
Man soll jeden so akzeptieren, wie er das für sich verantworten kann und leben kann.
Diese grundsätzlichen Fragen " kann man...." finde ich eigentlich sinnlos. MAN kann vielleicht nicht, aber MANCHE können.
Und ich finde es auch anmaßend von LIEBE nur dann zu reden , wenn es um exklusive LIEBE geht.

Frieda

Inaktiver User
10.10.2009, 11:02
Dieser vermeintliche "gemeinsame" Weg mit seinem Partner ist lediglich annähernd gleich.
Warum? Wenn er real gleich wäre, dann müßten zwei Menschen korrekt an der selben Stelle, am selben Ort sein. Sie müßten zur gleichen Zeit, eine punktgenaue Äußerung machen und sie müßten gleich fühlen, gleich denken usw. :smile:
.

stimmt! :blumengabe::blumengabe:

Inaktiver User
10.10.2009, 15:47
[...]Ebenso könnte ich dein Konzept mit der Begründung vom Tisch wischen, dass eine offene Beziehung von der Unfähigkeit zeugt, sich festlegen zu können und somit von mangelnder Reife und von Oberflächlichkeit. Damit würde ich dir wohl ebenso wenig gerecht werden, weil ich es mir viel zu einfach mache, oder? :smirksmile:Du darfst das sehen wie Du willst, Rezeptchen

die Freiheit geb ich Dir :knicks:



Im übrigen find ich`s schon erstaunlich wie man sich von bestimmten Dingen auch noch persönlich angegriffen fühlen kann, sich plötzlich zu einer Verteidigung und entsprechender Rechtfertigung der eigenen individuellen Lebensphilosophie genötigt sieht.

:ahoi:

Inaktiver User
10.10.2009, 16:08
Du darfst das sehen wie Du willst, Rezeptchen

Ich sehe es nicht so, shadow(chen) :smirksmile:, deshalb habe ich den Konjunktiv verwendet und darauf hingewiesen, dass man es sich mit Abwertungen anderer Lebensweisen zur Rechtfertigung der eigenen viel zu einfach macht. Mir ging es nicht um den Inhalt, sondern die Art der Argumentation. Letztendlich sehe ich es wie frida- belle:


Man soll jeden so akzeptieren, wie er das für sich verantworten kann und leben kann. :blumengabe:

schluppi
11.10.2009, 15:31
Hallo Seawasp,



Mit Besitzansprüchen hat das für mich nichts zu tun- ich kann einen anderen Menschen nicht besitzen und eine Beziehung basiert für mich auf Freiwilligkeit und einer stetig neuen Entscheidung füreinander. Neid? Fehlender Selbstwert? Mag sein, sofern man sich ausschließlich über seine Beziehung bzw. die Anerkennung des Partners definiert, aber trifft wohl auch nicht auf den Großteil der Monogam lebenden Menschen zu und ich verneine das für mich selbst ebenfalls.


Stimmt, wenn wir mal die Anzahl der Tennungen auf "Null" reduzieren, dann magst du richtig liegen.


Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Erklärst Du ihn mir?
Was darf ich dir erklären?
Das genau das, was Rezeptfrei schrieb, u.a. zu vielen Trennungen führt/führte?
Klar kann ich meinem Partner "alle" Freiheiten lassen, die er haben möchte.
...nur dann schaut euch mal in den Trennungsforen um. :smirksmile:
Genau diesen Usern, welch so eine Ansicht vertreten haben, werden dort die Augen geöffnet.
Einige verstehen es und können dann ihre Sichtweise erkennen und für sich entsprechend handeln. Andere brauchen etwas länger. Und wiederum andere, glauben, das sie alles hundert Prozent "richtig" gemacht haben, nur der andere ist an allem "Schuld".

Die User waren auch der Ansicht, sie hätten ihren Partnern alle Freiheiten gelassen. ...aber es war/ist nicht so!
Die User wollten/brauchten auch keine "Anerkennung". Ihnen reichte offensichtlich, das ein Partner da war. :smirksmile:
(ich liebe "uneigennützige Bescheidenheit" ...die ist so ehrlich. :freches grinsen: )

Naja, das wars dann mit dieser tollen, glücklichen Beziehung. :freches grinsen: ...sprich, Trennung.

Reicht das als Erklärung? :wie?:


Das empfinde ich als eine verzerrte, scheuklappentragende Wahrnehmung. Gemeinsamer Weg bedeutet schlicht, dass man auf diesem Weg eine gewisse Schnittmenge teilt, und das freiwillig, und jeden Tag veränderlich. Wie diese Schnittmenge definiert ist, darüber entscheidet jedes Paar für sich, und im Verlauf Zeit vor allem auch immer wieder neu. Eingehen einer Paarbeziehung bedeutet für mich ganz gewiss nicht, die eigene Identität aufzugeben, und in ein wie auch immer geartetes WIR einzuarbeiten.
Und warum wiederholst du meine Gedanken, mit deinen Worten? :freches grinsen: Wenn diese verzerrend sein sollten?

LG Schluppi :engel:

PS: Sind wir mit unserem Post überhaupt noch am Thema dran? :wie?:

schluppi
11.10.2009, 15:56
Darum geht es im Prinzip ausschließlich. Lieben kann man mehrere (mit Sex, ohne Sex, wie auch immer), aber kann man diese Liebe auch leben? Die meisten können es nicht (wie oben), andere aber schon.
Hallo f-b,
genau, das ist diese Frage. :smile:
Und diese Entscheidung treffen unsere Gefühle. :engel:


Viele lassen eine zweite Liebe garnicht erst zu, da sie blockiert sind in ihren Moralvorstellungen und Prinzipien, d.h. vielen passiert so etwas garnicht erst. Nicht wertend gemeint, ist okay so.
Und klar sind das auch die, die dagegen wettern und das Exklusivitätsprinzip vertreten. relativ einfach aus dieser Position heraus.
Andere wiederum lassen es zu und setzen sich zwangsläufig mit den daraus entstehenden Konflikten auseinander.
Man soll jeden so akzeptieren, wie er das für sich verantworten kann und leben kann.
Diese grundsätzlichen Fragen " kann man...." finde ich eigentlich sinnlos. MAN kann vielleicht nicht, aber MANCHE können.
Und ich finde es auch anmaßend von LIEBE nur dann zu reden , wenn es um exklusive LIEBE geht.

Frieda

Um zu wissen, was hier überhaupt unter diesem globalen Begriff "lieben" zu verstehen ist, wäre es sicher auch sinnvoll, diesen mit zu erwähnen.

Denn ob ich einen Schauspieler innerlich (ohne das dies mein Partner je erfährt) anhimmle und in ihn abgöttisch verliebt bin, oder ob ich zu meinem Partner sage: "Schatz, ich liiieeebe dich. ...ich gehe dann jetzt mal Schuhe kaufen..."
(Was Kerl jetzt antworten? ...sie hat ja gesagt "...ich liebe dich" :freches grinsen: )

Und was ist mit dieser Liebe von vielen Kerlen, zu ihrem liebsten Kind? ...dem Auto? :wie?:

Wenn ich mit einer Frau Sex habe, dann ist es auch eine Frage; Ist es (nur) die Befriedung der eigenen Lust/Sehnsucht?
Dann würde ich in diesen einen winzigen Moment von "Liebe" sprechen. Vorausgesetzt, ich empfinde Sympathie für diese Frau.

LG Schluppi :engel:

Inaktiver User
11.10.2009, 17:09
Schluppi,

ich kann leider aus Deinem Geschreibsel keine kohärenten Gedankengänge mehr heraus lesen, aber sei´s drum - muss ich ja auch nicht. Mir reicht eigentlich zu sehen, welch umfangreiche Urteile Du verallgemeinernd über Beziehungen triffst, die Du nicht einmal ansatzweise im Detail kennen kannst, wenn Du Dich auf irgendwelche virtuellen Foren berufst, um zu Deinen Hypothesen zu gelangen.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
11.10.2009, 17:37
Mir reicht eigentlich zu sehen, welch umfangreiche Urteile Du verallgemeinernd über Beziehungen triffst, die Du nicht einmal ansatzweise im Detail kennen kannst
Naja Du mußtest Dich und Deine Beziehung ja auch nicht gleich zum Maßstab aller Beziehungen küren und Schluppis "Geschreibsel" als einen Angriff oder Anmaßung werten, um dann Deine Beziehungsform hier zu verteidigen.

Zumal Schluppis Antwort eine Reaktion auf das Post von Rezeptfrei war.

Aber ihr könnt Euch auch gerne alle weiterstreiten :freches grinsen:

:musiker::musiker::musiker:

Inaktiver User
11.10.2009, 17:56
shadow,

Du musst nicht Deine Empfindungen auf mich projizieren, und darfst gern weiterhin mir überlassen, wann ich mich in eine Diskussion ein-, und wann auch wieder ausklinke.

Inaktiver User
11.10.2009, 21:38
Jeder versteht unter Liebe für sich was anderes, denke ich.

Manche User schreiben, die Gesellschaft würde es nicht akzeptieren, dass man mehrere Menschen auf einmal liebt. Ich denke, man muss es zu allererst mal seinem PARTNER verklickern, dass es außer ihm noch jemanden gibt, den man in gleichem Maße liebt (ich denke jetzt auch nur an die partnerschaftliche Liebe). Ob der das wohl auch so empfindet, wie man selbst ? Da brauche ich nicht erst die Meinung der gesamten Gesellschaft dazu, um zu wissen, dass die meisten Partner dies wohl nicht akzeptieren können, weil es sofort eine Verletzung der Gefühle des Partners nach sich zieht.

Ich glaube auch nicht dran, dass man wirklich zwei Menschen in gleichem Maße lieben kann. So lange alles eitel Sonnenschein ist, mag das vielleicht gehen. Aber was ist, wenn man zu Entscheidungen gezwungen ist ? Gibt es da nicht doch einen der beiden geliebten Menschen, der dann hinten runter fallen muss ?
Ist man bereit, um zwei Menschen gleichermaßen zu kämpfen, wenn man um sie kämpfen muss oder will ? Hat man so viel Kraft ?
In manchen Situationen entscheidet man sich dann doch für den einen oder für den anderen.

Ich glaube nicht, dass es Liebe ist, wenn man über die Gefühle zu zwei Menschen gleichzeitig spricht. Der eine Mensch mag die und die Bedürfnisse erfüllen, der andere Mensch die anderen Bedürfnisse.
Manchmal muss man aber Prioritäten setzen und entscheiden, welcher Mensch von den beiden einem wichtiger ist.

schluppi
11.10.2009, 22:06
Schluppi,

ich kann leider aus Deinem Geschreibsel keine kohärenten Gedankengänge mehr heraus lesen, aber sei´s drum - muss ich ja auch nicht. Mir reicht eigentlich zu sehen, welch umfangreiche Urteile Du verallgemeinernd über Beziehungen triffst, die Du nicht einmal ansatzweise im Detail kennen kannst, wenn Du Dich auf irgendwelche virtuellen Foren berufst, um zu Deinen Hypothesen zu gelangen.

Grüssle
Seawasp

Hallo Seawasp,

was heißt "kohärenten" in meiner/unserer Muttersprache?

Ich habe mein Post etwas gekürzt.
Verallgemeinert? War nicht meine Absicht. Denn den Strang "Trennung" gibt es hier im Forum. Und dieser ist präzise und punktgenau mit Meinungen und Äußerungen gefüllt.

Meine eigenen Aussagen beruhen nur auf meine eigenen erlebten Situationen. Ergänzend kann ich hinzufügen, das ich diese auch rein sachlich betrachte. :smirksmile: ...soweit bin ich schon. :freches grinsen:

Ach ja, wenn du davon ausgehst, das mein Leben und meine Empfindungen "Hypothesen" sind, dann sollten wir uns zukünftig meiden. :freches grinsen:
...denn dann hast du das wahre Leben nicht begriffen. :smirksmile: ...und lebst eventuell, in irgendeiner (deiner) Traumwelt. :smile:

schluppi
11.10.2009, 22:13
Naja Du mußtest Dich und Deine Beziehung ja auch nicht gleich zum Maßstab aller Beziehungen küren und Schluppis "Geschreibsel" als einen Angriff oder Anmaßung werten, um dann Deine Beziehungsform hier zu verteidigen.

Zumal Schluppis Antwort eine Reaktion auf das Post von Rezeptfrei war.

Aber ihr könnt Euch auch gerne alle weiterstreiten :freches grinsen:

:musiker::musiker::musiker:

:knatsch: ...nu sei mal nicht so pingelich... :freches grinsen:

Inaktiver User
11.10.2009, 22:17
*schnarch*

Wer sich argumentativ nicht auseinander setzen will/kann, wird gern persönlich. Same old, same old.

Denk_Anstösse:

Wie kann ich etwas rein sachlich betrachten, das emotional ist, und sich auf der Beziehungsebene abspielt?

Wie kann ich propagieren, von meinen Erfahrungen zu berichten, wenn ich in meinen Beiträgen von "den Usern", "den Frauen", "den offenen Beziehungen", "den geschlossenen Beziehungen" spreche?

Überzeugend, Schluffi, ist was anderes.

Bonne nuit

schluppi
11.10.2009, 22:27
*schnarch*

Wer sich argumentativ nicht auseinander setzen will/kann, wird gern persönlich. Same old, same old.

Denk_Anstösse:

Wie kann ich etwas rein sachlich betrachten, das emotional ist, und sich auf der Beziehungsebene abspielt?

Wie kann ich propagieren, von meinen Erfahrungen zu berichten, wenn ich in meinen Beiträgen von "den Usern", "den Frauen", "den offenen Beziehungen", "den geschlossenen Beziehungen" spreche?

Überzeugend, Schluffi, ist was anderes.

Bonne nuit

Na Gott sei Dank, bist du eine von den ganz wenigen, die dies so sieht. :freches grinsen:

...im Grunde, die Einzigste. :smirksmile:

Ob dies vielleicht Gründe hat? :wie?:

Aber dann müßtest du (sorry) vielleicht auch andere Menschen akzeptieren können. ...kannst du das? :wie?:


























Kannst du das wirklich? :smile:

buenos noche und saludos
Schluppi

Woltera
16.10.2009, 10:37
Geht es Euch wirklich noch um die Sache an sich oder eher darum aufzurechnen und abzuwerten?

Woltera

schluppi
19.10.2009, 20:52
Geht es Euch wirklich noch um die Sache an sich oder eher darum aufzurechnen und abzuwerten?

Woltera

Hast Recht. Sorry, wenn ich das Thema durch meine Gedanken etwas in Schieflage gebracht habe. :smile:

Neutrum
20.10.2009, 11:43
1) Kann man mehrere Menschen gleichzeitig lieben?

Ja, ich tue das.

Auch für mich stellte sich lange Zeit die Frage "Was ist Liebe" und auch ich habe lange Zeit verweigert, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man mehrere Menschen lieben kann.
Inzwischen bin ich älter, weiser und ich kann Gefühle besser akzeptieren.

Ich halte es für einen enormen Glücksgriff wenn man in einem Menschen alles (wirklich alles!!!) vereint findet was einem etwas bedeutet. Ich habe das noch nie erlebt.

Allerdings gibt es bei mir einen großen Unterschied zwischen Liebe und Respekt. Meine Liebe lasse ich mir von niemandem vorschreiben. Aber aus Respekt dem Menschen gegenüber, dem ich die Ehe versprochen habe und dessen Einstellung ich zur Liebe kenne lebe ich meine Lieben so, dass dadurch kein Problem innerhalb unserer Beziehung besteht.

Neutrum

Inaktiver User
21.10.2009, 11:01
Wie ist das zu verstehen, Neutrum? Warum das ABER?

Allerdings gibt es bei mir einen großen Unterschied zwischen Liebe und Respekt. Meine Liebe lasse ich mir von niemandem vorschreiben. Aber aus Respekt dem Menschen gegenüber, dem ich die Ehe versprochen habe und dessen Einstellung ich zur Liebe kenne
... lebe ich lieber angepaßt, gebe meine Individualität zugunsten des Eheversprechens auf und lebe vordergründig die Wünsche und Erwartungen meines Partners nach "Vorschrift"

Und damit ...


... lebe ich meine Lieben so, dass dadurch kein Problem innerhalb unserer Beziehung besteht.
Oder lieg ich da mit meiner Ergänzung völlig daneben :smirksmile:

Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen Liebe und Respekt?

schluppi
21.10.2009, 20:33
Ja, ich tue das.

Auch für mich stellte sich lange Zeit die Frage "Was ist Liebe" und auch ich habe lange Zeit verweigert, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man mehrere Menschen lieben kann.
Inzwischen bin ich älter, weiser und ich kann Gefühle besser akzeptieren.

Ich halte es für einen enormen Glücksgriff wenn man in einem Menschen alles (wirklich alles!!!) vereint findet was einem etwas bedeutet. Ich habe das noch nie erlebt.

Allerdings gibt es bei mir einen großen Unterschied zwischen Liebe und Respekt. Meine Liebe lasse ich mir von niemandem vorschreiben. Aber aus Respekt dem Menschen gegenüber, dem ich die Ehe versprochen habe und dessen Einstellung ich zur Liebe kenne lebe ich meine Lieben so, dass dadurch kein Problem innerhalb unserer Beziehung besteht.

Neutrum

Der liebevolle und respektvolle Umgang mit Menschen beginnt bei uns selbst. Somit gehören beide Dinge zusammen. :smirksmile:
Wo siehst du einen Unterschied??? :wie?:

Alles andere ist eine Frage der jeweiligen Situation zwischen "Liebe", Sympathie und Respekt. Und diese Fragen stellen sich deiner Seele täglich. :smile: