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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst/ Depression/ Beziehungsprobleme



lisa66
24.09.2008, 20:16
Bin sehr froh, dass ich zufällig auf diese Seite gestoßen bin. Mein Leben ist ein ständiges "über Wasser halten", weil ich seit vielen Jahren unter starken Ängsten leide. Ursache ist auch bei mir die gestörte Beziehung zu meiner Mutter. Den Kontakt habe ich bereits einige Jahre abgebrochen, aber in meinem Kopf nehme ich sie als "inneren Kritiker" immer mit.
Leider habe ich Anfang des Jahres auch wieder einen Job verloren, weil Panikanfälle hinzu kamen. Danach folgte ein Reha-Aufenthalt (dort ging es mir auch verhältnismäßig gut) und nun bin ich wieder zu Hause und die Spirale abwärts nimmt wieder ihren Lauf.
In meinen vergangenen Beziehungen habe ich (wie ein kleines Kind) die Liebe, die mir meine Mutter nicht gegeben hat, gesucht. Das war natürlich immer wieder zum Scheitern verurteilt.
Im Augenblick weiß ich nicht genau wie es weitergehen soll. Wer kann mir einen Rat geben?
Übrigens sind meine Ängste zeitweise so stark, dass ich Angst habe die Whg zu verlassen bzw. Menschen zu begegnen.
Würde mich über eine hilfreiche Resonanz sehr freuen!

BRIGITTE Community-Team
25.09.2008, 10:54
Liebe lisa66,

erst einmal herzlich Willkommen hier in der BRIGITTE.de-Community.

Wir gehen davon aus, dass Sie nach der Reha weitergehend in Behandlung sind. Wenn nicht, wäre das sicherlich, neben dem Kontakt zu einer Angst-Selbsthilfegruppe, eine gute Alternative.

Viele Grüße
das BRIGITTE.de-Team

Inaktiver User
25.09.2008, 11:04
Liebe Lisa,

vielleicht magst Du uns mal im citalopram-Strang besuchen? Auch wenn Du das Medi nicht nimmst, bist Du herzlich willkommen und findest eine Menge Menschen, die ähnliches erleben und erlebt haben wie Du! Mich eingeschlossen - zumindest was die Ängste betrifft und die Whg. nicht mehr verlassen können.
Einfach unter suchen "citalopram" eingeben. :lachen:
LG
Finja:blumengabe:

westerwald
25.09.2008, 11:07
Liebe Lisa66,
ich kann Dich ja so gut verstehen. Auch ich nehme meine "innere Mutter" immer noch mit und suche nach Liebe in Beziehungen oder beruflichen Situationen, in denen dies unmöglich ist. Ich habe auch einen Strang aufgemacht: "Grosser Kummer mit dem Chef" da kannst Du näheres nachlesen, wenn Du möchtest. Ich kann Dir aus eigenerer Erfahrungung auch nur dringend raten, suche Dir einen Therapeuten und lasse Dir zunächst, wenn Du die nicht schon hast, angstlösende Medikamente verschreiben. Glaube mir, beides hilft. Und ich finde es auch sehr gut, dass Du Dich hier in der community gemeldet hast. Auch das hilft, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen.

Schreib mehr von Dir, wenn Du magst, viele Grüße von Westerwald

knuddelik
28.09.2008, 21:12
Hallo Lisa,

versuchen abzuschalten und nach vorne zu schauen.

Wenn Du in der Reha warst, dann hast Du hoffentlich auch das Spiel "ich bin ich" mitgemacht.

Du musst Dich bei einem Depri-Anfall einfach vor den Spiegel stellen haust Dir auf den Brustkorb und sagst laut zu Dir
"Ich bin ich" und dann gehst Du mit erhobenem Haupt raus und denkst, was kümmern micht die Anderen.

Mir hilft das.

Viele Grüsse
Knuddelik