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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Namen abkürzen ...



Inaktiver User
23.09.2008, 09:55
Wir arbeiten viel mit Dienstleistern zusammen, die im Rahmen meiner Projekte an mich berichten müssen. Und denen ich als Projektleiterin auch öfters mal "in den A....treten" muß, wenn Dinge nicht so erledigt werden, wie vereinbart. D.h., eine gewisse Distanz ist (mir) wichtig.

Bei dienstlichen e-mails halte ich es nun so, daß ich bei englischen mails "Dear Sonja" schreibe, bei deutschen an die gleiche Person "Sehr geehrte/Hallo/Liebe Frau Müller".

Das einige Leute das nicht raffen und auch im Deutschen zum flotten Du übergehen - ok, das kann ich noch verstehen.

Nun habe ich leider einen Vornamen, den man gut verkürzen kann ... Sagen wir mal, Susanne.

Und erlebe bei einer Dame nun, daß sie mich, völlig merkbefreit, immer als "Liebe Susi" tituliert. Ich finde das ein UNMÖGLICHES Verhalten - ich habe die gute Dame noch nicht mal irgendwann persönlich kennen gelernt. Und das ich sie weiterhin mit "Frau Müller" anschreibe, scheint ihr auch nicht aufzufallen.

Und im Privatleben würde mich niemals jemand mit so einer Abkürzung bezeichnen.

Wie sind Eure Erfahrungen mit sowas - und wie geht ihr mit solchen distanzlosen Menschen um ?

Inaktiver User
23.09.2008, 10:00
Ich habe zum Glück einen Vornamen, der so kurz ist, dass man ihn wirklich nicht abkürzen kann und meine Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen etc. kennen mich gut genug um zu wissen, dass jede Verniedlichung meines Vornamens von mir nicht geduldet wird.

Bei deiner Kolleging würde ich das direkt erwähnen.

also vielleicht so: Sehr geehrte Frau bla bla,

bevor ich zum eigentlich Thema komme, möchte ich Ihnen mitteilen, dass es mir nicht recht ist, wenn Sie mich "Susi" nennen. Mein Name ist Müller, Frau Müller und so möchte ich auch angesprochen, bzw, angeschrieben werden! Danke für Ihre Verständnis.

Dharma

Inaktiver User
23.09.2008, 10:08
also vielleicht so: Sehr geehrte Frau bla bla,

bevor ich zum eigentlich Thema komme, möchte ich Ihnen mitteilen, dass es mir nicht recht ist, wenn Sie mich "Susi" nennen. Mein Name ist Müller, Frau Müller und so möchte ich auch angesprochen, bzw, angeschrieben werden! Danke für Ihre Verständnis.


Das wäre sicher die direkteste Möglichkeit !

Ich hatte auch schon mal daran gedacht, englische mails mit Susanne zu unterzeichnen ... Aber das ist für die Trulla wahrscheinlich zu subtil ?!

Inaktiver User
23.09.2008, 10:11
Das wäre sicher die direkteste Möglichkeit !

Ich hatte auch schon mal daran gedacht, englische mails mit Susanne zu unterzeichnen ... Aber das ist für die Trulla wahrscheinlich zu subtil ?!


Weißt du Lorelei, ich bin immer für Frontalangriff :freches grinsen:

Drum herum reden bringt meistens nichts und dass andere von allein merken was mich nervt? Das klappt meistens auch nicht.

Darum sage ich immer was mich stört und wie ich es statt dessen möchte. Und wer danach beleidigt ist, kann mich mal :zwinker:

Dharma

Inaktiver User
23.09.2008, 10:24
Weißt du Lorelei, ich bin immer für Frontalangriff :freches grinsen:


Das ist gut und Du hast ja recht !:allesok:

Mir ist es nur total unangenehm, eine erwachsene Frau darauf hinweisen zu müssen, daß sie sich daneben benimmt.:knatsch:

Inaktiver User
23.09.2008, 10:25
Das ist gut und Du hast ja recht !:allesok:

Mir ist es nur total unangenehm, eine erwachsene Frau darauf hinweisen zu müssen, daß sie sich daneben benimmt.:knatsch:


Ach, es sollte doch eher I H R unangenehm sein, wenn du sie darauf hinweisen musst? :lachen:

Inaktiver User
23.09.2008, 11:18
Das ist gut und Du hast ja recht !:allesok:

Mir ist es nur total unangenehm, eine erwachsene Frau darauf hinweisen zu müssen, daß sie sich daneben benimmt.:knatsch:

*schulterzuck* na und? Ist das dein Problem?

Inaktiver User
23.09.2008, 11:51
versuch das doch mal mit dem unterschreiben - vielleicht hilft's ja (ich nehme an, dass du bisher nicht unterschrieben hast, oder mit S.)

Andernfalls würde ich das auch direkt klären. Die bayerische Version meines Namens mag ich auch nicht hören (und sage das auch Kollegen etc.), außer vom Spatzerl dann wenn mia bairisch redn tun mitanand ;-)

Socks
23.09.2008, 12:52
Hallo Lorelei,

ich fühle mit! Ich habe einen ansich sehr schönen Namen, der schwer abzukürzen ist. Leider verdanke ich einem deutschen Prominenten namens Herrn Bohlen, dessen Ex-Lebensgefährtin denselben Vornamen trägt und der diesen abartig verniedlichte, daß ich nun ebenso gerufen werde - gerne auch von flüchtigen Bekannten. Ich weise dann immer knapp darauf hin, daß ich das nicht mag, gelte dann meist als zickig, aber damit kann ich leben. Besonders witzige Zeitgenossen meinen dann oft, sie müßten absichtlich meinen Namen verdummbeuteln - ignoriere ich dann eben, irgendwann hören die von selber auf.

Im Job geht sowas gar nicht, finde ich. Mir würde im Leben nicht einfallen, einfach jemanden zu duzen oder seinen Namen abzukürzen! Und ich würde das machen, wie schon oben beschrieben: in meiner Signatur/Unterschrift mit Fettschrift "dezent" darauf hinweisen. Wenn das nicht fruchtet und es mich wirklich stört: direkt ansprechen.

Socks

Inaktiver User
23.09.2008, 12:56
Hallo Lorelei,

ich fühle mit! Ich habe einen ansich sehr schönen Namen, der schwer abzukürzen ist. Leider verdanke ich einem deutschen Prominenten namens Herrn Bohlen, dessen Ex-Lebensgefährtin denselben Vornamen trägt und der diesen abartig verniedlichte, daß ich nun ebenso gerufen werde - gerne auch von flüchtigen Bekannten. Ich weise dann immer knapp darauf hin, daß ich das nicht mag, gelte dann meist als zickig, aber damit kann ich leben. Besonders witzige Zeitgenossen meinen dann oft, sie müßten absichtlich meinen Namen verdummbeuteln - ignoriere ich dann eben, irgendwann hören die von selber auf.

Im Job geht sowas gar nicht, finde ich. Mir würde im Leben nicht einfallen, einfach jemanden zu duzen oder seinen Namen abzukürzen! Und ich würde das machen, wie schon oben beschrieben: in meiner Signatur/Unterschrift mit Fettschrift "dezent" darauf hinweisen. Wenn das nicht fruchtet und es mich wirklich stört: direkt ansprechen.

Socks

Naddel? (:freches grinsen: ) Mein Beileid...DAS dürfte auch niemand zu mir sagen, wenn er weiterleben wollte

Hamster
23.09.2008, 12:59
Hallo Lorelei,

ich habe auch einen solchen Namen und meiner wird auch oft mishandelt, aber ich sage dann immer gleich wie ich wirklich heiße und das ich gerne auch so genannt werden möchte.

In deinem Fall würde ich es ihr kurz un knapp mitteilen oder wie auch schon vorgeschlagen mit Susanne unterschreiben.

Ich finde es auch sehr unhöflich jemanden einfach zu duzen. Es ist für mich immer noch eine Art von Respekt die dahintersteht.

Im Englischen gibt es eben nicht die Möglichkeit Sie zu sagen. Von daher ist es da was anderes.

LG

Lizzie64
23.09.2008, 13:03
Im Englischen gibt es eben nicht die Möglichkeit Sie zu sagen. Von daher ist es da was anderes.

LG

oh, kleiner exkurs, um das mal ein wenig zu korrigieren:

im englischen gibt es streng genommen keine möglichkeit, du zu sagen!

das "you" ist spachgeschichtlich ein vielschichtiges siezen. die alte form "thou" ist verschwunden. im prinzip siezst du im englischen jeden und musst viel größere verrenkungen als im deutschen unternehmen, wenn du die ansprache etwas intimer gestalten willst.

Inaktiver User
23.09.2008, 13:08
Hallo Lorelei,

ich habe auch einen solchen Namen und meiner wird auch oft mishandelt, aber ich sage dann immer gleich wie ich wirklich heiße und das ich gerne auch so genannt werden möchte.

In deinem Fall würde ich es ihr kurz un knapp mitteilen oder wie auch schon vorgeschlagen mit Susanne unterschreiben.

Ich finde es auch sehr unhöflich jemanden einfach zu duzen. Es ist für mich immer noch eine Art von Respekt die dahintersteht.

Im Englischen gibt es eben nicht die Möglichkeit Sie zu sagen. Von daher ist es da was anderes.

LG


Hab gerade mal überlegt - wenn die Kollegin wirklich so strunzdumm ist, nennt sie Lorelei demnächst wahrscheinlich Anne? :freches grinsen:

Socks
23.09.2008, 13:12
Naddel? (:freches grinsen: ) Mein Beileid...DAS dürfte auch niemand zu mir sagen, wenn er weiterleben wollte


So isses :zwinker:
Unsere Nachbarn haben ihren Hund so getauft, eine wunderschöne Dogge. Wenn Herr Nachbar seither nach seinem Hund ruft, stellen sich mir jedes Mal die Nackenhaare.

Socks

Socks
23.09.2008, 13:13
Hab gerade mal überlegt - wenn die Kollegin wirklich so strunzdumm ist, nennt sie Lorelei demnächst wahrscheinlich Anne? :freches grinsen:



:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
Klasse!

Inaktiver User
23.09.2008, 13:18
versuch das doch mal mit dem unterschreiben - vielleicht hilft's ja (ich nehme an, dass du bisher nicht unterschrieben hast, oder mit S.)


Nein, ich unterschreibe englische mails an die Dame mit "Susanne" und deutsche mit "Susanne Lorelei" (ich schreibe mal in deutsch und mal in englisch, je nachdem, ob sie es an ausländische Kollegen weiterleiten muß).

Deshalb macht es mich ja so fassungslos, daß die Trulla mich ungefragt "Susi" nennt.

NIE IM LEBEN würde es mir einfallen, sowas bei irgendwem zu tun - und erst recht nicht im Job.:gegen die wand:

Inaktiver User
23.09.2008, 13:19
Hab gerade mal überlegt - wenn die Kollegin wirklich so strunzdumm ist, nennt sie Lorelei demnächst wahrscheinlich Anne? :freches grinsen:

Das ist ein berechtigter Gedanke ! :freches grinsen:

Inaktiver User
23.09.2008, 13:23
ich fühle mit! Ich habe einen ansich sehr schönen Namen, der schwer abzukürzen ist. Leider verdanke ich einem deutschen Prominenten namens Herrn Bohlen, dessen Ex-Lebensgefährtin denselben Vornamen trägt und der diesen abartig verniedlichte, daß ich nun ebenso gerufen werde - gerne auch von flüchtigen Bekannten.

Du Ärmste ! :blumengabe: :freches grinsen:

proper-gander
23.09.2008, 13:30
ach lori! nun hab dich nicht so.
lieber gruß
proppi

Inaktiver User
23.09.2008, 13:33
ach lori! nun hab dich nicht so.
lieber gruß
proppi

:nudelholz: :freches grinsen:

Du bist ja wie meine Kollegen ....Die finden das "süüüßßßß".....:freches grinsen:

kiki36
23.09.2008, 13:39
Huhu Lorelei,

wenn besagte Kollegin auf so subtile Sachen wie Unterstreichung des vollständigen Namens in der Signatur nicht reagiert, schreibe ihr doch eine E-Mail, die Du als privat kennzeichnest (und somit vertretungsberechtigte Personen von besagter Kollegin nicht öffnen können) und in der Du ihr mitteilst, dass Du nicht Susi genannt werden möchtest, für sie seist Du "Frau soundso" oder eben "Susanne" (ganz wie Du möchtest).

Ich glaube, eine einzelne Mail extra zu diesem Thema könnte in diesem Fall mehr fruchten, als Dein Anliegen in einem P.S. bei der nächsten geschäftlichen Mail untendrunter zu setzen (was bei mehreren Empfängern dann ja eh nicht gehen würde).

Hamster
23.09.2008, 14:43
oh, kleiner exkurs, um das mal ein wenig zu korrigieren:

im englischen gibt es streng genommen keine möglichkeit, du zu sagen!

das "you" ist spachgeschichtlich ein vielschichtiges siezen. die alte form "thou" ist verschwunden. im prinzip siezst du im englischen jeden und musst viel größere verrenkungen als im deutschen unternehmen, wenn du die ansprache etwas intimer gestalten willst.

Man lernt doch nie aus.

Dachte immer es wäre das du, nicht sie.

Danke

Lizzie64
23.09.2008, 14:57
ja, dieses wunschdenken ist verbreitet: "hach, was für eine liebenswerte sprache, die kein siezen kennt"

(wobei ich dieses wunschdenken nicht unterstellen will! aber es begeget mir oft)

Latona
23.09.2008, 17:10
Ja, es ist unangenehm, wenn man Leute drauf hinweisen muss, dass sie einen nicht korrekt ansprechen.

Bei dieser Frau würde ich es aber wirklich direkt ansprechen, denn sonst besteht die Möglichkeit, dass sie es nicht bemerkt. Oft liest man bei Mails auch nicht unbedingt die Unterschriftszeilen bewußt, weil der Absender ja schon oben im Feld steht, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass sie die „Susanne“ überliest und Dich weiterhin „Susi“ nennt, ist groß.

Ich finde es grenzüberschreitend, einfach einen Namen abzukürzen, insbesondere dann, wenn man nicht auf sehr vertrautem Fuß mit jemandem steht, wo man das noch als Koseform sehen könnte. Aber auch dann ist es schwierig, weil viele Menschen keine Abkürzungen ihres Namens wünschen, und das ist ihr gutes Recht. Also sollen sie sich das auch verbitten dürfen.

mara-bln
23.09.2008, 17:46
im beruflichen Umfeld ungefragt einen Namen verkürzen ist schon übergriffig.

Mir ist folgende Variante eingefallen:smirksmile:

"Werte Frau Trulla-Tussi,
ich glaube, Sie verwechseln mich mit jemandem. Ich bin Susanne, nicht Susi."

Wäre das etwas?

Lukulla
23.09.2008, 17:49
Deshalb macht es mich ja so fassungslos, daß die Trulla mich ungefragt "Susi" nennt.

Ich bin fast sicher, dass die "Trulla" das nicht böse meint. Besonders in amerikanischen Kreisen ist es fast üblich, den Vornamen auf die kürzestmögliche Form abzukürzen.

Bill statt William, Jo statt John, Liz statt Elizabeth.
Denk nur an Al Gore, wie albern ist es für unsere Ohren, einen erwachsenen Mann Al zu nennen? Eigentlich heisst er Albert Arnold Gore.

Sag ihr rund und freundlich, dass Dein Vorname ausnahmslos eben Susanne ist und Du bitte so angeredet werden möchtest.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die "Trulla" meint, besonders nett zu sein, wenn sie Susi schreibt.

:wangenkuss: :smile:

Latona
23.09.2008, 18:00
@ Lukulla
Ich bin fast sicher, dass die "Trulla" das nicht böse meint. Besonders in amerikanischen Kreisen ist es fast üblich, den Vornamen auf die kürzestmögliche Form abzukürzen.

Bill statt William, Jo statt John, Liz statt Elizabeth.
Denk nur an Al Gore, wie albern ist es für unsere Ohren, einen erwachsenen Mann Al zu nennen? Eigentlich heisst er Albert Arnold Gore.

Sag ihr rund und freundlich, dass Dein Vorname ausnahmslos eben Susanne ist und Du bitte so angeredet werden möchtest.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die "Trulla" meint, besonders nett zu sein, wenn sie Susi schreibt.

:wangenkuss: :smile:Da magst Du recht haben. Ist vielleicht ein interkulturelles Problem.

Malina70
23.09.2008, 19:33
Hallo Lorelei,

ein Kollege von mir reagiert auch sehr empfindlich auf eine gängige Abkürzung seines Namens. Er sagt dann immer: Ihr könnt mich gerne dicker, fetter Plätenkopp nennen, damit hab ich kein Problem, aber bitte nicht XXX.

Auf die Weise merkt jeder, dass es ihm ernst ist, aber niemand fühlt sich auf den Schlips getreten. Vielleicht fällt Dir ja auch ein entsprechender Spruch ein, um Dein Anliegen auf lockere und witzige Weise rüberzubringen.

Gruß,

Malina

Inaktiver User
24.09.2008, 10:57
Ich bin fast sicher, dass die "Trulla" das nicht böse meint. Besonders in amerikanischen Kreisen ist es fast üblich, den Vornamen auf die kürzestmögliche Form abzukürzen.

Bill statt William, Jo statt John, Liz statt Elizabeth.
Denk nur an Al Gore, wie albern ist es für unsere Ohren, einen erwachsenen Mann Al zu nennen? Eigentlich heisst er Albert Arnold Gore.

Bei Amis bin ich da auch toleranter (da hab ich schon die dollsten Abkürzungen erlebt) - aber die Dame ist Österreicherin.

Und in diesem Land wäre es ja normalerweise sogar eher üblich, mich mit vollem akademischen Titel anzusprechen.

Inaktiver User
24.09.2008, 10:59
im beruflichen Umfeld ungefragt einen Namen verkürzen ist schon übergriffig.

Genau !


Mir ist folgende Variante eingefallen:smirksmile:

"Werte Frau Trulla-Tussi,
ich glaube, Sie verwechseln mich mit jemandem. Ich bin Susanne, nicht Susi."

Wäre das etwas?

Die Variante ist wirklich cool.
Hätte ich aber - wenn - schon machen müssen, als sie das erste Mal "Susi" schrieb.

Mandelbluete
24.09.2008, 11:07
Hallo,

Leute gibts...

Mir würde es auch privat nicht einfallen, jemandes Namen einfach so abzukürzen, es sei denn die Person stellt sich mir schon so vor oder wird so vorgestellt. In anderen Fällen (ich merke, dass andere den Namen abkürzen), frage ich irgendwann nach.

Mandelblüte

Lukulla
24.09.2008, 11:28
- aber die Dame ist Österreicherin.

Dann schreib ihr eine Mail:

Sehr geehrte Frau Magister Trulla!

Da wir verschiedentlich und regelmässig via Mail korrespondieren, ist es mir ein wichtiges und persönliches Anliegen, Sie höflichst darauf hinzuweisen, dass mein Name Susanne Obermaier ist und nicht Susi.

Ihre in wohlaffektionierter Geneigtheit
Oberprojektleiterin Dr. Susanne Obermaier

Inaktiver User
24.09.2008, 11:52
Dann schreib ihr eine Mail:

Sehr geehrte Frau Magister Trulla!

Da wir verschiedentlich und regelmässig via Mail korrespondieren, ist es mir ein wichtiges und persönliches Anliegen, Sie höflichst darauf hinzuweisen, dass mein Name Susanne Obermaier ist und nicht Susi.

Ihre in wohlaffektionierter Geneigtheit
Oberprojektleiterin Dr. Susanne Obermaier

:freches grinsen: :freches grinsen: :allesok:

Chennai
24.09.2008, 16:55
Mal eine Zwischenfrage:

Warum schreibst du denn in der "englischen Mail" überhaupt "Dear Sonja"?

Ich würde bei "englischen Mails" ganz einfach mit "Dear Miss/Mrs. Smith" anreden, und auch mit dem Nachnamen abschließen.

Es wäre für mich als Empfängerin der Mail sehr merkwürdig sein einmal als "dear Sonja" und einmal als "sehr geehrte Frau Müller" angesprochen zu werden. Da hätte ich mit der "dear Sonja" ziemliche Bauschmerzen und wäre fast geneigt dich zu bitten auch auf englisch "Mrs. Müller" zu schreiben.

Dass besagte Mail-Empfängerin aus Susanne einfach Susi macht, geht natürlich gar nicht....

Chennai

PaulineFossil
24.09.2008, 23:48
Chennai, die Anrede im Englischen mit dem Vornamen ist dermaßen üblich, dass es auf die englischsprachigen Mitlesenden der Mail sicher komisch wirken würde, wenn sie 'Ms. Müller' schriebe (übrigens: 'Mrs.' geht nur bei Verheirateten, und 'Miss' heutzutage gar nicht mehr). Die TE hält sich lediglich an die Konventionen. Ich denke, in den deutschen Mails würde ich in diesem Fall zum Hamburger Sie tendieren (das ich eigentlich ganz nett finde).

Das Abkürzen geht wirklich nicht. Auch mich nervt's im privaten Bereich. Mein älterer Sohn hat einen sehr gut abkürzbaren Namen, wobei wir die Abkürzung nie nutzen - trotzdem gibt's Verwandte/Freunde, die das genau wissen und ihn trotzdem abkürzen :knatsch:

Latona
25.09.2008, 12:00
Wenn man bei einer Frau aus dem englischsprachigen Bereich nicht weiß, ob sie verheiratet oder ledig ist, schreibt man
"Dear Ms. Smith" (Miz ausgesprochen, mit stimmhaftem s).

Lukullas Vorschlag finde ich seeehr originell.:freches grinsen:

Horus
25.09.2008, 12:05
Lorelei

Ich würd ihr das ganz einfach direkt sagen.
Betonung auf "sagen". Nicht per eMail mitteilen. Per eMail kommen solche Dinge schnell mal sehr schroff rüber (SMS ist noch viel unsäglicher). Deshalb lieber mündlich erledigen. Face to face oder notfalls am Telefon. Höflich, nett, keine grosse Sache, aber klare Ansage. Message muss sein: Du magst es nicht, wenn dein Name abgekürzt wird, und bittest deshalb darum, dies künftig nicht mehr zu tun.

Ich hatte kürzlich einen Fall, da war ich mit x hohen Tieren an einer Sitzung. Ich bin mit dem Sitzungsleiter per Du, die anderen Teilnehmer waren es nicht (auch mit mir waren nicht alle per du. Und auch untereinander nicht alle). Wie üblich war ich die einzige Frau. Da hat der Sitzungsleiter jeweils angefangen: "sehr geehrte Herren, liebe [Vorname]"
Na, dem hab ich am Ende der Sitzung unter vier Augen klipp un klar gesagt, dass ich das so nicht will und dass er einen Fauxpas begangen hat. Er hat sich entschuldigt, die Sache war gegessen, beleidigt war er deswegen keine Sekunde lang.
Man kann solche Dinge professionell ansprechen, aus dem Weg räumen und vergessen, ohne dass schlechte Nachwehen entstehen.


Tja, und dass auf Englisch die gleiche Person anders angesprochen wird als auf Deutsch, das stiftet tatsächlich Verwirrung. Das würde ich nicht so handhaben - auch wenn "Vorname" in der Tat allen Konventionen entspricht. Ich würde auch bei englischen eMails bei "Ms XY" bleiben (handhaben wir hier übrigens so. Gerade wegen wegen der Gefahr der Verwirrung).

Inaktiver User
25.09.2008, 12:39
Chennai, die Anrede im Englischen mit dem Vornamen ist dermaßen üblich, dass es auf die englischsprachigen Mitlesenden der Mail sicher komisch wirken würde, wenn sie 'Ms. Müller' schriebe (übrigens: 'Mrs.' geht nur bei Verheirateten, und 'Miss' heutzutage gar nicht mehr). Die TE hält sich lediglich an die Konventionen.

Eben. Größtenteils haben wir es in meinem Job mit englischen Muttersprachlern zu tun, die einen auch in der ersten mail schon mit Vornamen ansprechen. Einige andere Nationen tun das auch schnell, z.B. Skandinavier und Ungarn (mit denen ich auch viel zu tun hab).

Ich war schon mal mit wichtigen Kunden bei der britischen Gesundheitsbehörde wegen einem Projekt. Das war für mich und für niemand sonst ein Problem da zu sagen "Please expain, Werner", um ihn vor der Tür wieder auf deutsch mit "Herr Dr. X" anzusprechen. Das ist in meiner Branche üblich.

Es wirkt sogar auf mich inzwischen sehr lustig und ungewohnt, wenn jemand permanent "Dear Ms. XY" schreibt.
Das mache ich nur bei stockkonservativen, alten Professoren oder Behörden etc.


Ich denke, in den deutschen Mails würde ich in diesem Fall zum Hamburger Sie tendieren (das ich eigentlich ganz nett finde).

Das ist eine Super-Idee:blumengabe: , so werde ich es künftig handhaben.


Das Abkürzen geht wirklich nicht.

Eben, Wenn die Trulla mich auch im Deutschen als Susanne duzen würde, hätte ich damit auch kein verschärftes Problem (obwohl ich es nicht mag). Aber Susi ist absolut übergriffig.

Chennai
25.09.2008, 12:41
@ Horus:

ich sehe das genauso wie Du, denn mir würde es gegen den Strich gehen, in einer Sprache "normal" mit Nachnamen angesprochen zu werden und in der anderen Sprache auf einmal mit dem Vornamen.

Auch wenn das englische "you" nicht dem deutschen "Du" entspricht, aber es kommt doch informeller rüber wenn man den Vornamen verwendet. Und das informelle will ich nur, wenn ich auch im Deutschen "geduzt" werde.

Mich wundert es, dass das angeblich so üblich ist mit den Vornamen im englischen Schriftverkehr.

Ich habe in meiner Ausbildung viel über englische Geschäftskorrespondenz gelernt, und das war es immer: "Dear Mr./Ms...., "

Und die Ausbildung ist nicht sooooo lange her...

Chennai

Inaktiver User
25.09.2008, 12:48
Ich würd ihr das ganz einfach direkt sagen.
Betonung auf "sagen". Nicht per eMail mitteilen.

Ob Du's glaubst oder nicht: Ich habe noch NIE mit der Trulla ein Wort gewechselt, weder persönlich noch telefonisch.
Wir haben reinen mail-Kontakt.

Eben drum finde ich diese Vertraulichkeit super-schräg.

Weiterer Fauxpax, der gut zum Thema paßt:

Wenn man viel mit Franzosen/Südländern zu tun hat, gewöhnt man sich ja dran, von weitgehend unbekannten Kollegen abgebusselt zu werden.
Schätze ich nicht, aber damit kann ich als nationale Sitte leben.

Ganz schräg finde ich, wenn auch deutsche GeschäftspartnerInnen, die man kaum kennt, damit anfangen.... :knatsch: :ooooh:
Ist mir auch schon passiert - übrigens auch mit Leuten aus Trullas Firma.:freches grinsen:

Ob es wohl daran liegt, daß ich eine Ausstrahlung habe, daß Leute mich einfach (mütterlich) ins Herz schließen müssen ?:wie?: :freches grinsen: :unterwerf:

Ich bin zu nett zu der Welt ! (Was ich in der Bricom bisweilen kompensiere .... :freches grinsen: )

Hamster
25.09.2008, 12:49
Ich denke nicht das es hier um das DU geht sondern um die Abkürzung von Susanne auf Susi.

Inaktiver User
25.09.2008, 12:52
Mich wundert es, dass das angeblich so üblich ist mit den Vornamen im englischen Schriftverkehr.

Ich habe in meiner Ausbildung viel über englische Geschäftskorrespondenz gelernt, und das war es immer: "Dear Mr./Ms...., "


Ich denke, daß ist vor allem durch den e-mail-Verkehr so gekommen.

Ich würde sicher auch keinen Brief schreiben mit "Hallo Willi, hiermit erteile ich Dir den Auftrag XY zum Preis von 100000 € (plus VAT)....."

Horus
25.09.2008, 12:55
Ich habe noch NIE mit der Trulla ein Wort gewechselt, weder persönlich noch telefonisch.
Wir haben reinen mail-Kontakt.

Eben drum finde ich diese Vertraulichkeit super-schräg.


:ooooh:
Ja, dann erst recht.

Na, aber dann wirkt ein Anruf bestimmt doppelt. An den allerersten Anruf wird sich die Trulla sicher ewig erinnern. :freches grinsen:


Ich denke, daß ist vor allem durch den e-mail-Verkehr so gekommen.

Ich würde sicher auch keinen Brief schreiben mit "Hallo Willi, hiermit erteile ich Dir den Auftrag XY zum Preis von 100000 € (plus VAT)....."

Ja, genau das stört mich an eMails. Dass da andere, so genannt lockerere Regeln gelten sollen. Klar, mit einer Freundin maile ich auch salopp hin und her. Aber im Geschäftsverkehr wende ich für eMails die genau gleichen Regeln an wie für einen Papierbrief.

Horus
25.09.2008, 12:56
PS: Wovon ist denn eigentlich "Trulla" die Abkürzung?

:schild ...uups: :smirksmile:

Inaktiver User
25.09.2008, 13:35
Lt. Tante Google: umgangssprachlich für


eine merkwürdige Frau; ein zappeliges, junges Mädchen; eine Frau, die ständig Unsinn macht

Diese Definition kannte ich noch garnicht - aber paßt doch wie die Faust auf's Auge !

Vielleicht sollte ich sie vertraulich mit diesem Spitznamen ansprechen ? :freches grinsen:

Polarstern
25.09.2008, 21:51
Mich wundert es, dass das angeblich so üblich ist mit den Vornamen im englischen Schriftverkehr.

Ich habe in meiner Ausbildung viel über englische Geschäftskorrespondenz gelernt, und das war es immer: "Dear Mr./Ms...., "

Ich glaube, das hängt sehr mit dem Umfeld zusammen.

In meinem Job (wissenschaftlich, aber sehr hochrangige Leute [bis auf mich natürlich, ich bin hauptberuflich Wurm :smirksmile:]) wird ausschließlich geduzt, bzw. you + Vorname verwendet. Das gilt auch für völlig fremde Menschen oder Leute, die einem eine Förderung in Millionenhöhe bewilligen sollen.
Ausnahmen gibt es bei uns eigentlich nur noch bei Österreichern, deutschen Professoren über einem gewissen Alter und Politikern.

Aber wie gesagt, wir gehören auch nicht wirklich in die Geschäftswelt.

Liebe Grüße
Polarstern

Inaktiver User
26.09.2008, 09:32
Ausnahmen gibt es bei uns eigentlich nur noch bei Österreichern, deutschen Professoren über einem gewissen Alter und Politikern.



:freches grinsen:

Habe der Trulla gestern eine Anranzer-mail geschickt, weil sie mies arbeiten und den Projekt-Fortschritt behindern.
Das hatte den - hoffentlich dauerhaften ! - erfreulichen Nebeneffekt, daß ich seit heute morgen (Antwortmail)wieder "Susanne" bin.... :freches grinsen: :zwinker:

Schokoholic
26.09.2008, 14:33
...bis auf mich natürlich, ich bin hauptberuflich Wurm :smirksmile:...

OT: Wie sieht denn da die Arbeitsplatzbeschreibung aus?:freches grinsen:

Polarstern
26.09.2008, 14:56
Unter anderem "Spaß an ausdauernder Datenwühlerei und penibler Dokumentation dringend erforderlich. Gern auch mit der Fähigkeit, sich im Bedarfsfalle in zwei Individuen zu teilen..."

Polarstern
26.09.2008, 14:57
Habe der Trulla gestern eine Anranzer-mail geschickt, weil sie mies arbeiten und den Projekt-Fortschritt behindern.
Das hatte den - hoffentlich dauerhaften ! - erfreulichen Nebeneffekt, daß ich seit heute morgen (Antwortmail)wieder "Susanne" bin.... :freches grinsen: :zwinker:
Na, wenn das mal kein Erfolgserlebnis ist! :lachen:

Schokoholic
26.09.2008, 14:58
Unter anderem "Spaß an ausdauernder Datenwühlerei und penibler Dokumentation dringend erforderlich. Gern auch mit der Fähigkeit, sich im Bedarfsfalle in zwei Individuen zu teilen..."

:allesok:

Sugarnova
27.09.2008, 02:36
Dass die Amis ihre Vornamen gerne abkuerzen, stimmt wohl. Dass man einen "William" aber einfach so mit "Will" anspricht, stimmt NICHT. Man sollte schon selbst drauf achten, wie sich die Leute selbst bezeichnen.

Und ich mag das deutsche "Sie". Es schafft die Distanz, die man im Beruf manchmal benoetigt.

JustMyOpinion
27.09.2008, 11:42
Zum gegenseitigen Umarmen, was bei manchen kulturell als normal gesehen wird, da nehme ich mir immer die Freiheit, meine kulturelle Eigenheit auszuleben, in dem ich die Hand ausstrecke.

Führt meistens beim 1. Mal zu einem leichten Stoß in den Magen, des Schmusers :freches grinsen:. Dann wird das nicht nochmal probiert, und es bleibt beim Händeschütteln.

Bei manchen gelte ich dann als typisch deutsch=steif. Aber ich bin nunmal in Deutschland aufgewachsen, warum sollte ich mich immer nach den anderen Kulturen richten.

In einem Projekt mit überwiegend Engländern wurde ich daher (und weil mein Vorname sich schlecht auf Englisch aussprechen läßt) als Frau JMO angesprochen.

Das waren alle so gewöhnt, und es machte vom Umgang keinen Unterschied. Man darf ruhig mal auf Eigenheiten Wert legen. :zwinker:

Inaktiver User
27.09.2008, 12:23
Zum gegenseitigen Umarmen, was bei manchen kulturell als normal gesehen wird, da nehme ich mir immer die Freiheit, meine kulturelle Eigenheit auszuleben, in dem ich die Hand ausstrecke.

Führt meistens beim 1. Mal zu einem leichten Stoß in den Magen, des Schmusers :freches grinsen:. :

:freches grinsen: :freches grinsen: :allesok:

Inaktiver User
27.09.2008, 12:28
Und ich mag das deutsche "Sie". Es schafft die Distanz, die man im Beruf manchmal benoetigt.

Ich eigentlich auch, aber in meiner Branche bzw. bei amerikanischen Unternehmen ist das Du üblich - obwohl ich z.B. meinen Chef eigentlich lieber nicht duzen würde.

Ich habe da inzwischen kein Problem mehr mit und kann mit Du genauso distanziert sein wie mit Sie.

Hilfreich ist es auch, daß es eine von mir autorisierte (:freches grinsen: ) Abkürzung meines Namens gibt (NICHT Susi), mit der mich meine Freunde nennen.
Und für meine Kollegen bin ich Susanne.
Und diese Distanz-schaffende Differenzierung ist mir wichtig.

Inaktiver User
27.09.2008, 12:36
doppelt