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gina74
12.09.2008, 16:18
Hallo Zusammen,

ich bin jetzt seit dem 1.Mai, also ca. 4,5 Monate kompletti rauchfrei. Ich habe vorher ca. 15 Jahre geraucht, meistens rund ne Schachtel am Tag.

Ich würde mich wohl als eine der leidenschaftlichste Raucherin bezeichnen, die ich so kenne - und ja, ich spreche hierbei auch immer noch in der Gegenwart, weil ich mich immer als "Raucherin im Ruhestand" bezeichne, denn Nichtraucherin wird man nicht von einem Tag auf den anderen - auch ohne Zigaretten nicht.

Ich haben das Rauchen geliebt, es gab mir ein Gefühl von Freiheit, was ich auch seit dem Aufhören nie mehr erlebt habe, vielleicht höchtens mal bei einem Bierchen zuviel...;-)

Mir fehlt das Rauchen, und ich habe immer noch den selben Zieps wie vor 4 Monaten, natürlich ohne die körperlichen Entzugserscheinungen. Aber ich lebe damit recht gut.

Nun fragen mich manchmal Leute, wie ich denn aufgehört habe...ja, ich habe Nikotinkaugummis gekaut, einfach gegen die richtigen Entzugserscheinungen - 2 Wochen lang...die wirken übrigens durchaus mehr, als ich erwartet hätte. Aber eigentlich habe ich mir angewöhnt einfach nur die Antwort zu geben:

Indem ich einfach nicht mehr rauche...

Was für ein lächerlicher Satz, aber er bescheibt ganz einfach das, was ich täglich empfinde, wenn ich eben NICHT rauche...ich TU´s ganz einfach nicht mehr - und zwar nicht, weil ich das Bedürfnis nicht mehr habe, oder weil ich mich so gut dabei fühle es zu lassen...ich habe es einfach beschlossen...Ich glaube, wenn ich mich jedes Mal, wenn ich in die Situation komme, mir gerne eine anzumachen, fragen würde, was mir das jetzt an Mehrwert bringt, es zu lassen, ginge garnichts, denn es gibt ganz einfach den Moment, wo der Mehrwert der Kippe jeden anderen Mehrwert übersteigt.

Nein, ich tu´s einfach nicht, weil ich beschlossen habe, es zu lassen. Ich wäge auch nicht ab, dass es besser für mich ist, es zu lassen weil "....."
Ich beschäftige mich also in diesem "Sehnsuchtsmoment" garnicht lange mit der Frage, sondern es gibt ganz einfach nur diese eine Antwort...und danach geht das Gefühl recht schnell wieder weg.

Ich weiß, das alles hört sich irgendwie schräg an, aber ich bin selber unfassbar erstaunt, dass ICH aufgehört habe, und es so konsequent durchziehe, denn ich bin in so rein garnichts in meinem Leben ein konsequenter Mensch...

Vermutlich bin ich nicht die größte Hilfe, aber vielleicht kann ich ja wenigstens einem Menschen einen winzigen Antrieb geben...

Glaubt mir: Ich habe immer, wenn ich jemanden kennen gelernt habe, der aufgehört hat, gedacht: super, aber mir ist das nicht bestimmt...

Es ist jedem bestimmt, man muss nur diesen Schalter im Kopf umlegen...und wenn ich das kann - dann kann das wirklich jeder...:-)!!!

Ganz viel Glück wünsch ich Euch,

Eure sich-null-körperlich-besser-fühlende, nicht-besser-aussehende, sogar-6-Kilo-schwerere.....aber dafür ganz einfach nichtrauchende Gina...

netfee
16.09.2008, 14:23
Hi Zusammen!

Ich kann mich Gina nur anschließen, bei mir war es genauso. Ich habe am 02. Juni meine letzte Zigarette geraucht und es dann einfach gelassen. Anders kann ich es nicht nennen.

Ich habe es schon länger vorgehabt, immer wieder und immer wieder, und bei jeder Packung daran geglaubt, dass es die letzte ist, die ich kaufe (was aber nie so war). Und ich fand es ziemlich blöde zu rauchen (ist teuer, macht hässlich und krank, stinkt), hatte aber nicht vor, zu genau diesem Zeitpunkt aufzuhören. Ich habe es dann aber einfach gelassen - und einfach keine Zigaretten mehr gekauft.

Und mir fiel es auch recht leicht. Ich habe zwar im Gegensatz zu Gina noch nicht das Gefühl, dass sich z. B. meine Kondition verbessert hat oder sich meine Geschmacks- und Geruchssinne verbessert haben, dafür habe ich aber bisher auch nicht zugenommen (merkwürdigerweise).

Auch ich hatte und habe zwischendurch natürlich Momente, wo ich zur Zigarette hätte greifen wollen, aber mehr aus Gewohnheit als aus Schmacht. Und wenn ich mir vorstelle, wie eklig die erste Zigarette nach so langer Zeit jetzt schmecken würde - nein danke, da vergeht mir direkt alles. Außerdem müsste ich ja dann wieder von vorne anfangen... :freches grinsen:

Ich wundere mich selbst die ganze Zeit, wie einfach und leicht es war und frage mich, warum ich es nicht schon viel früher gelassen habe.

Somit kann ich wie Gina nur allen empfehlen, es einfach zu lassen! Es ist schon ein gutes bzw. besseres Gefühl!

Viel Erfolg allen!!! :blumengabe:

Netfee

Karla48
16.09.2008, 14:57
Stimmt, wenn man erstmal dabei ist, stellt man oft fest, daß es leichter ist, als gedacht.
Wenn man die erste Woche überstanden hat. Leider find ich den Anfang nicht !!! Da mir eine Reha bevorsteht, habe ich mich entschlossen, mit dem ersten Schritt in dieses Gebäude (irgendwo weiter weg) das Rauchen aufzugeben. Denn diesen Streß will ich mir dort nicht antun. Nirgends darf man, dauernd hetzt man zum Raucherpunkt...grausam. Nein, einfach nur den Rücken gesunden und mich ansonsten erholen, das will ich. Natürlich stecke ich mir Nikotin-Kaugummis ein, für die erste Zeit.

Danke für Dein Posting, Gina, sowas tut gut! Es macht Mut!
:engel: Hast Dein gutes tägliches Werk für heute getan :zwinker:
LG Karla

gina74
18.09.2008, 15:31
Hallo nochmal,

schön, dass mein Beitrag positiv gesehen wird - wo er ja irgendwie nicht grade den Wahnsinnstipp bereit hält...

Übrigens glaube ich, dass noch sehr sehr wichtig ist, dass man den Zeitpunkt so wählt, dass man nicht auch noch anderen Stress hat. Ich wollte ja eigentlich schon lange aufhören, aber ich war vorher in einer sehr sehr üblen Beziehung - und ich musste mich von diesem Mann erstmal trennen, bevor ich mich an das Projekt "Nichtrauchen" machen konnte - ganz klar, in der Zeit der Trennung hätte ich das nicht gepackt, und ich glaube schon, dass das nochmal hart wird, wenn irgendwann wieder eine seelisch sehr anstrengende Zeit anbricht (hoffentlich noch nicht allzu bald...!!!) - denn momentan scheint mir quasi die Sonne aus dem Hintern, weil ich einfach insgesamt sehr zufrieden bin (trotz Mannlosigkeit, aber wer braucht die schon...:zwinker: )

Trotzdem: wie gesagt, ich bin Raucherin - und ich merke es immer wieder...und immer wieder merke ich: niiiiieeeee anfangen, sich zu fragen, WARUM es grade besser ist, keine zu qualmen, denn die positiven Folgen vom Nichtrauchen interessieren den Suchtfaktor im Kopf herzlich wenig in diesem Moment...

@netfee: Ich glaube, Du hattest den letzten Satz ein wenig falsch gelesen, denn auch ich merke wie gepostet irgendwie echt nicht viel, wenn nicht sogar garnichts von den oftmals beschriebenen Folgen, dass man ja sooo super aussieht, oder ne Bombenkondition bekommt...ich glaube, man sollte auch genau dadrauf nicht bauen - das darf nicht der alleinige Grund sein.

Also das Einzige, was ich neben den natürlich nicht sichtbaren, aber mit Sicherheit vorhandenen positiven Folgen wirklich angenehm finde ist:

a) dass die Bude nicht mehr stinkt, und man sich nicht mehr voller Ekel vor sich selbst an die vollen Aschenbecher ranmachen muss

und

b) dass man nach einer durchzechten Nacht einen ganz andern Bumskopf hat, als noch mit Zigaretten (meistens dann ja auch unverhältnismäßig viele)...der Kater fühlt sich wirklich um einiges angenehmer an - denn was gibts fieseres, als nach ner Rotwein- und Nikotinnacht mit diesem ekelthaft drückenden Kopfschmerz, dem fiesen Geschmack im Mund, und dem aschfalen Gesicht aufzuwachen....

In diesem Sinne:

Leute, tut was!!!! Es lohnt sich wirklich....!!!!

Gina

gina74
18.09.2008, 15:32
.

gina74
18.09.2008, 15:40
Mist, der hat das gleich 3 mal gepostet, aber man kann das nur ändern, nicht löschen......sorryyyy.