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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sich bücken, wenn jemandem etwas runterfällt?



faial
07.09.2008, 01:28
Hallo,

auch wenn es keine große Sache ist, aber ich stand heute an der Kasse im Supermarkt, vor mir ein groß gewachsener, breitschultriger Endzwanziger und davor eine Dame Ende Vierzig. Als sie die Geldbörse zog, purzelten plötzlich jede Menge Münzen auf den Fußboden. Ich zuckte schon reflexartig zusammen (bin ja schließlich gut erzogen :freches grinsen: ), konnte jedoch nicht helfend eingreifen, da die breitschultrige Barriere vor mir dies unmöglich machte. Während die Dame nun zwischen seinen Beinen herumkrabbelte um die Münzen aufzusammeln, ließ er seinen Feldherrenblick in die Ferne schweifen, wartete aber zumindest geduldig, bis sie fertig war. Nachdem er anschließend sogar von der Kassiererin äußerst freundlich begrüßt und verabschiedet wurde, war ich etwas irritiert. Viele Leute verbitten es sich, wenn sich andere in ihre Geldangelegenheiten einmischen. Gehören Münzen auf dem Fußboden auch dazu? Wie verhalte ich mich, wenn mir das mal passiert?

Ja, ich weiß, es ist wirklich keine große Sache, aber interessieren würde es mich schon...

Sonderzeicen
07.09.2008, 02:28
es kommt drauf an. wenn die muenze nun direkt vor meinem fuss landet und der suchende kaum mit dem sammeln hinterherkommt, dann buecke ich mich auch schonmal. ansonsten bin ich da eher zurueckhaltend.

GuteLaune
07.09.2008, 06:56
Es gehört für mich zu guten Manieren, zu helfen, wenn jemandem so ein Missgeschick passiert. Unabhängig vom Alter usw.

Es kommt natürlich auf die Situation an: Wenn ich mit dem Arm voller Unterlagen vor meinem Geschäftsführer stehe und dem fällt der Kugelschreiber runter, wird er sich selber bücken müssen. Ansonsten setzt bei mir auch so eine Art Reflex ein.Was übrigens schon dazu geführt hat, dass ich mit Leuten heftigst mit dem Kopf zusammengestoßen bin, weil beide sich gebückt haben.

Das mit den Münzen im Laden kommt ja öfter vor. Passiert mir auch. Da helfe ich natürlich aufsammeln (und hätten dem Jung-Mann sicher irgendeine spitze Bemerkung hingesemmelt).
Ob so ein Verhalten genetisch in einem drin ist oder angelernt, weiß ich nicht.
Im Moment tippe ich auf genetisch. Denn ich hab immer versucht, meinen Kindern gute Manieren beizubringen.Aber mein Pubi kann derzeit ungerührt dastehen und zugucken, wie jemand größere Mengen von irgendwas fallen lässt und wieder aufsammelt.
Gestern zum Beispiel: Er sitz beim Frühstück (war so gegen 12 Uhr mittags), ich steh im Nebenzimmer auf einem Stuhl um ein ziemlich weit oben angebrachtes Bücherbord aufzuräumen. Plötzlich kommen mir die Bücher entgegen und krachen um mich rum auf den Boden. Es rumpelt, ich rufe laut "sch...." - und aus dem Nebenzimmer kommt die Frage: "Mama, alles ok?"

Dai
07.09.2008, 12:26
Na, da hat er doch reagiert und sich sogar um dich gesorgt. Er hätte ja auch einfach nur die Tür zumachen können, um von diesem Lärm nicht belästigt zu werden.:freches grinsen:

GuteLaune
07.09.2008, 12:54
Na, da hat er doch reagiert und sich sogar um dich gesorgt. Er hätte ja auch einfach nur die Tür zumachen können, um von diesem Lärm nicht belästigt zu werden.:freches grinsen:

Wernn er grad in ICQ zugange gewesen wäre oder mit seiner neuesten Flamme telefoniert hätte, hätte er das vermutlich auch gemacht....:nudelholz:

schluppi
07.09.2008, 13:56
Wernn er grad in ICQ zugange gewesen wäre oder mit seiner neuesten Flamme telefoniert hätte, hätte er das vermutlich auch gemacht....:nudelholz:

...und das ist ja im Grunde auch okay, denn Kerle können nicht zwei Dinge auf einmal tun. :freches grinsen:

schluppi
07.09.2008, 13:58
Solange es sich nicht um ein Stück Seife handelt, in einem Männerduschraum, da bücke ich mich auch schon mal.:freches grinsen:

Das etwas runterfällt, kann jedem passieren.
Und wenn man dabei hilft, bricht man sich keinen ab.

GuteLaune
07.09.2008, 14:51
Ganz meine Meinung, Schluppi. Und das gilt nicht nur für runtergefallene Sachen. Ich gehöre zu den Leuten, die es auch zu schätzen wissen, wenn ihnen jemand die Tür aufhält oder in den Mantel hilft. Und ich tu's im Gegenzug ja auch - wenn es sich grad so ergibt.

AnnaM
07.09.2008, 16:38
Wenn du dran kommst und die Hände frei hast, helfen! Würde dir doch auch gefallen, oder?

Malina70
07.09.2008, 18:23
Hallo faial,

ich habe auch den "Bückreflex" - vielleicht ist das ja was Frauenspezifisches?

Gut, bei einer Sache würde ich mich nur bücken, wenn ich besser drankäme, das derjenige, dem sie runtergefallen ist. Aber wenn jemanden gleich mehrere Sachen runterfallen, würde ich beim Aufheben helfen, ohne mir viel dabei zu denken. Ich täte mich auf alle Fälle schwer damit, wenn jemand zu meinen Füßen auf dem Boden rumkriecht und seine Münzen zusammensucht und ich nur stumm daneben stünde.

Viele Grüße,

Malina

Nadine75
07.09.2008, 18:41
Ja..
Die Frage stellt sich für mich gar nicht.

AnnaM
07.09.2008, 19:17
vielleicht ist das ja was Frauenspezifisches?


Nö!

schluppi
07.09.2008, 19:40
Ganz meine Meinung, Schluppi. Und das gilt nicht nur für runtergefallene Sachen. Ich gehöre zu den Leuten, die es auch zu schätzen wissen, wenn ihnen jemand die Tür aufhält oder in den Mantel hilft. ....

:wie?: ...wie??? Damit sie eeeendlich gehen? :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

schluppi
07.09.2008, 19:47
Hallo faial,

ich habe auch den "Bückreflex" - vielleicht ist das ja was Frauenspezifisches?



Das denke ich eher nicht. :knatsch: Oder habe ich doch zu viele unenddeckte Frauengene in mir? :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Ich bin mir sicher, wenn da irgendwo auf der Straße ein süßes Mädel etwas verliert, das da meistens gleich ne ganze Schar von Kerlen, sabbernd hinterherhecheln, um dem armen Mädel zu helfen. :freches grinsen: :smirksmile:

LG Schluppi :engel:

faial
07.09.2008, 20:51
Wie es aussieht, bin ich doch noch nicht ganz so weltfremd, wie ich dachte. Wenn ich selbst die Hände voll habe, dann stellt sich die Situation anders dar, aber der von mir beschriebene junge Mann hat seine Hände eigentlich nur dazu benutzt um sie sich in die Seiten zu stemmen.


Gestern zum Beispiel: Er sitz beim Frühstück (war so gegen 12 Uhr mittags), ich steh im Nebenzimmer auf einem Stuhl um ein ziemlich weit oben angebrachtes Bücherbord aufzuräumen. Plötzlich kommen mir die Bücher entgegen und krachen um mich rum auf den Boden. Es rumpelt, ich rufe laut "sch...." - und aus dem Nebenzimmer kommt die Frage: "Mama, alles ok?"
Ich finde das auch sehr nett von ihm, daß er nach Deinem Wohlbefinden gefragt hat. :freches grinsen: Das erinnert mich an den alten Witz von dem Ehemann der zu seiner Frau sagt: "Ich kann gar nicht sehen, wie Du Dich abrackerst. Mach doch die Tür zu."


Hallo faial,

ich habe auch den "Bückreflex" - vielleicht ist das ja was Frauenspezifisches?

Glaube ich nicht. Ich bin nämlich ein Mann. Aber die meisten Männer werden ja von Frauen erzogen (Mütter, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen etc.). Also bleiben da sicher auch ein paar Sachen hängen. Oder auch nicht. :freches grinsen:


Ich bin mir sicher, wenn da irgendwo auf der Straße ein süßes Mädel etwas verliert, das da meistens gleich ne ganze Schar von Kerlen, sabbernd hinterherhecheln, um dem armen Mädel zu helfen.
Die Frage ist, wann passiert das? Ich warte schon seit ewigen Zeiten darauf, daß meiner Traumfrau auf dem Zebrasteifen eine Tüte mit Tischtennisbällen platzt. Aber es passiert einfach nicht.:knatsch:

schluppi
07.09.2008, 23:33
Wie es aussieht, bin ich doch noch nicht ganz so weltfremd, wie ich dachte. Wenn ich selbst die Hände voll habe, dann stellt sich die Situation anders dar, aber der von mir beschriebene junge Mann hat seine Hände eigentlich nur dazu benutzt um sie sich in die Seiten zu stemmen.
...sieht nach einem klassischem Bandscheibenvorfall aus. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
...der aaaarme Kerl. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:



Ich finde das auch sehr nett von ihm, daß er nach Deinem Wohlbefinden gefragt hat. :freches grinsen: Das erinnert mich an den alten Witz von dem Ehemann der zu seiner Frau sagt: "Ich kann gar nicht sehen, wie Du Dich abrackerst. Mach doch die Tür zu."
:ooooh: ...sei vorsichtig, mit deinen Äußerungen. :knatsch:
Du bist hier in einer Frauendomäne. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
Die zaubern dir auch hier, aus einem NICHTS, eine Szene. :freches grinsen:



Glaube ich nicht. Ich bin nämlich ein Mann. Aber die meisten Männer werden ja von Frauen erzogen (Mütter, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen etc.). Also bleiben da sicher auch ein paar Sachen hängen. Oder auch nicht. :freches grinsen:
...hängt sicher mit davon ab, wie schnell du laufen kannst. :freches grinsen:



Die Frage ist, wann passiert das? Ich warte schon seit ewigen Zeiten darauf, daß meiner Traumfrau auf dem Zebrasteifen eine Tüte mit Tischtennisbällen platzt. Aber es passiert einfach nicht.:knatsch:
:in den arm nehmen: Hab Geduld. Irgendwann wird auch dich die Zeit ereilen.
...und dann wärst du froh, wenn du noch warten dürftest. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Sonderzeicen
08.09.2008, 02:05
beim geld ist es eben so eine sache. vielleicht will der andere gar nicht, dass ich nach seinem geld grabsche, das da auf der erde liegt. aus diesem grund wuerde ich mich da im zweifelsfall eher zurueckhalten.

Inaktiver User
08.09.2008, 06:20
vielleicht hatte der gute mann was am rücken, dass er sich nicht bücken konnte? :smirksmile:

ok, ich hab auch den bückreflex, und wenn mir geld vor die füße fällt, helfe ich natürlich, wenn es irgendwie geht. geht ja dann auch an der kasse schneller ... ganz uneigennützig halt :engel:

schluppi
08.09.2008, 09:31
beim geld ist es eben so eine sache. vielleicht will der andere gar nicht, dass ich nach seinem geld grabsche, das da auf der erde liegt. aus diesem grund wuerde ich mich da im zweifelsfall eher zurueckhalten.

Warum Vorurteile???
Sie sind nicht gut für unser Leben und beschränken uns. :knatsch:

Sonderzeicen
08.09.2008, 11:50
Warum Vorurteile???
Sie sind nicht gut für unser Leben und beschränken uns. :knatsch:

das hat mit vorurteil nichts zu tun.

Amphib
08.09.2008, 11:59
Allerdings nicht, ich hatte einmal Glück, weil ich mit meinem "Bückreflex" nicht schnell genug war; es hatte nämlich ein Obdachloser Geld verloren, der schonmal prophylaktisch jedem Schläge androhte, der die Mark anfassen würde, während er sie aufhob.
*puh*

Sonderzeicen
08.09.2008, 13:14
eben. manche menschen sind argwoehnisch.

Inaktiver User
08.09.2008, 14:00
ich finde es ziemlich unangenehm, wenn sich jemand für mich bückt (leider passiert mir runterfallen doch öfter). Irgendwie aufdringlich.

In jedem Fall fände ich es schön, wenn der Helfer seine Aktion kurz ankündigt, so mache ich es jedenfalls ("Moment - ich hebe es Ihnen gleich auf" o.ä.)

Inaktiver User
08.09.2008, 17:04
In jedem Fall fände ich es schön, wenn der Helfer seine Aktion kurz ankündigt, so mache ich es jedenfalls ("Moment - ich hebe es Ihnen gleich auf" o.ä.)
:schild genau: so mache ich es auch. Ich frage dann immer: "Darf ich Ihnen helfen?" Bisher hat noch niemand "nein" gesagt, aber einfach so völlig kommentarlos würde ich es auch nicht machen.

GuteLaune
08.09.2008, 18:11
ich finde es ziemlich unangenehm, wenn sich jemand für mich bückt


Nix für ungut: Aber man kann sich das Leben schon auch selbst kompliziert machen!

Wenn jemandem ein Missgeschick passiert, helfe ich einfach. Und denke nicht lange nach. Und wenn mir ein Missgeschick passiert und jemand hilft spontan, kriegt der ein dickes Dankeschön und ein freundliches Lächeln.... was soll daran denn unangenehm sein?

Inaktiver User
08.09.2008, 18:21
Solange es sich nicht um ein Stück Seife handelt, in einem Männerduschraum, da bücke ich mich auch schon mal.:freches grinsen:


Ach komm, gerade DA gäbe es doch vielleicht hochinteressante Ausblicke :freches grinsen: :zwinker:


Ne, jetzt aber mal ernsthaft:


Das etwas runterfällt, kann jedem passieren.
Und wenn man dabei hilft, bricht man sich keinen ab

Genau, so sehe ich es auch. Und ich denke da gar nicht drüber nach ob ich helfen könnte oder nicht, ich mache es einfach "reflexartig" :smirksmile:

:blumengabe:

Malina70
08.09.2008, 19:47
ich finde es ziemlich unangenehm, wenn sich jemand für mich bückt (leider passiert mir runterfallen doch öfter). Irgendwie aufdringlich.


Ich finde es peinlicher, wenn ich allein über den Boden krabbele und um mich herum etliche Leute interessiert aber tatenlos rumstehen und zugucken.

Ich finde, man hilft auch, um dem anderen ein bisschen das Gefühl der Peinlichkeit zu nehmen. Er ist dann nicht mehr allein mit der Situation und sie ist auch schneller beseitigt.

Gruß,

Malina

Sonderzeicen
08.09.2008, 23:24
kann ich nicht bestaetigen. wenn andere auch noch anfangen, auf dem boden herumzugrabbeln, finde ich es kein stueck weniger peinlich. ausser dass ich auch noch staendig "danke", "danke" sagen muss.

Inaktiver User
09.09.2008, 06:31
wie, da möchte man einem in einer unverfänglichen situation helfen und dem andere KÖNNTE es peinlich sein? :ooooh: die situation ist vielleicht unangenehm, aus welchen gründen auch immer, aber ich fände es einfach nett, wenn mir jemand anderes unkompliziert dabei hilft, so schnell wie möglich wieder aus dieser situation herauszukommen. also mir darf man gerne helfen, wenn mir das geld runterfäll :freches grinsen:

Inaktiver User
09.09.2008, 12:03
für mich ist es in etwas so, wie wenn alle "Gesundheit" sagen, weil ich niesen musste: es lenkt mehr Aufmerksamkeit auf mich/das Missgeschick, das ich allein schneller/unauffälliger beheben könnte.

Aber wie gesagt, nur mein Empfinden - und gerade, wenn ich die Hilfe brauche (z.B. weil ich mich körperlich nicht bücken könnte und/oder gerade in einer Redesituation bin, wo ich nciht auf Tauchstation gehen kann) bin ich natürlich auch froh um Hilfe.

Sonderzeicen
09.09.2008, 12:38
sehe ich aehnlich. manchmal ist es besser, bei missgeschicken moeglichst wenig aufhebens zu machen.

AnnaM
09.09.2008, 16:19
Ist ja auch total unauffällig, wenn einem an der Kasse das Geld aus der Geldbörse fällt und man zwischen den Beinen der Leute rumkrabbelt um es wieder aufzuheben.

Auf die Idee, dass man die Peinlichkeit erhöht, wenn man hilft, bin ich im Leben noch nie gekommen. Wie schräg muss man denn dazu denken können?

Inaktiver User
09.09.2008, 16:24
Wie schräg muss man denn dazu denken können?

Es ist ok, dass du so denkst, wie du denkst. Aber andere Menschen empfinden das ggf. anders (ohne schräg zu denken).

Also wäre es nett, eine derartige Ansicht nicht gleich als seltsam abzutun, sondern mal zu bedenken - und ggf. beim nächsten Hilfseinsatz eine Ankündigung zu bringen, wie oben vorgeschlagen. So kann immer noch abgelehnt werden.

AnnaM
09.09.2008, 16:29
Nö, dann lass ich es lieber ganz! Ich frag doch nicht bei einem einfachen popeligen Helfen (Geld aufheben oder so), ob es genehm ist!
Wie sieht es denn aus, wenn dir die Geldbörse wegfällt und du es nicht merkst? DANN darf man doch bestimmt helfen, oder? Oder wäre es dann auch hochgradig peinlich, wenn jemand hinter dir herläuft und -ruft und dir sie wiedergeben will?

Inaktiver User
09.09.2008, 16:40
ich finde es ziemlich unangenehm, wenn sich jemand für mich bückt (leider passiert mir runterfallen doch öfter). Irgendwie aufdringlich.




Wirklich? *schmunzel*
Hoffentlich treffen wir zwei uns nicht. Ich bück mich nämlich reflexartig, wenn was runterfällt.

Heute war ich bei Tchibo und habe aus einem Regal einen verpackten Schlafanzug genommen. Den vordersten. Alle anderen im Regal kamen nach und sind mir vor die Füsse gepurzelt.

Ich hatte in der einen Hand schon andere Artikel und machte mich also umständlich ans Aufheben der Plastikpäckchen. Um mich rum standen zwei Kundinnen. Keine hat mir geholfen.

Anstatt mich zu ärgern, hab ich die beiden angelächelt. Die dachten wahrscheinlich, ich sei ein bisschen bekloppt.

Ich musste echt darüber lachen, wie daneben diese beiden Frauen sich benommen haben. :zwinker:


Brava

Sonderzeicen
09.09.2008, 18:35
Ist ja auch total unauffällig, wenn einem an der Kasse das Geld aus der Geldbörse fällt und man zwischen den Beinen der Leute rumkrabbelt um es wieder aufzuheben.

Auf die Idee, dass man die Peinlichkeit erhöht, wenn man hilft, bin ich im Leben noch nie gekommen. Wie schräg muss man denn dazu denken können?

nun, was faellt denn mehr auf: wenn sich einer bueckt oder wenn sich gleich drei oder vier leute buecken - von der begleitenden kommunikation mal ganz abgesehen.

AnnaM
09.09.2008, 18:38
Eine, die sich bückt, hat alle Aufmerksamkeit für sich alleine, das andere ist dann schon ein Happening!

faial
09.09.2008, 19:47
Auf die Idee, daß es jemandem peinlich sein könnte, wenn ich helfe, bin ich auch noch nicht gekommen. Aber jeder Mensch ist anders. Manch einer sieht ein Mißgeschick vielleicht als Schwäche an und möchte nicht, daß es andere mitbekommen. Vielleicht leiden Perfektionisten besonders darunter.

Mir wäre es eher peinlich, daneben zu stehen und nichts zu tun. Fragen oder ankündigen, ob es genehm ist, daß ich helfend eingreife, möchte ich aber auch nicht. Wie würde sich das auch anhören? "Bitte nicht erschrecken, ich komme gleich zu Ihnen runter." :wie?:

Wenn mich jemand fragen würde, ob er mir beim Aufheben helfen darf, würde ich wohl sagen "Sehr gerne" und denken würde ich wahrscheinlich "Frag nicht so blöd".

Wie man sieht, ist das Thema komplizierter als man denkt. Oder man kann es auch kompliziert machen. Aber letzten Endes ist es meist eine Sekundenentscheidung und wer einen Bückreflex hat, der wird ihn auch nicht so ohne weiteres los. Und daß man mit dem gleichen Verhalten in ähnlichen Situationen völlig verschiedene Reaktionen hervorrufen kann, ist ja bekanntlich auch nichts Neues.

Malina70
09.09.2008, 20:40
Hallo zusammen,

im Wesentlichen gibt es wohl zwei Haltungen:

A) Indem ich helfe, verringere ich die Peinlichkeit für den Betroffenen, indem ich mit zum Mitbeteiligten mache und ihn nicht allein in seiner Peinlichkeit lasse.

B) Indem ich helfe, lenke ich erst recht die Aufmerksamkeit auf das Missgeschick, da ich dadurch ja kundtue, dass ich es mitbekommen habe, was die Peinlichkeit wiederum vergrößert.

Problematisch wird es nur, wenn Menschen mit Haltung A auf Menschen mit Haltung B treffen. Aber da wir dank dieses Stranges ja nun wissen, dass die Hilfswilligen vermutlich A-Typen sind und keine fiesen Möpse und die Hilfsunwiligen B-Typen und keine ignoranten Egoisten, können wir ja alle mit ein wenig mehr Toleranz durchs Leben gehen :liebe: .

Viele Grüße,

Malina, bekennener A-Typ

AnnaM
10.09.2008, 16:29
:freches grinsen: Wie kann man eigentlich durch ein einfaches Bücken und Helfen die Aufmerksamkeit auf das Missgeschick lenken? Stöhnt ihr dabei herzzerreißend? Oder kommentiert ihr jede Bewegung?

Oder wie kann jemand, dem Geld runterfällt, glauben, dass so was unbemerkt bleibt??? Auf Geldgeklimper reagiert doch so gut wie jeder. :smirksmile:

Außerdem ist mir nicht klar, wieso es peinlich ist, wenn mir was runterfällt. Ist doch ziemlich normal und passiert jedem mal.
Na gut, es hätte mir letzte Woche peinlich sein können, als meiner Tochter ein Trinkpäckchen runtergefallen ist und wir beide es nicht aufheben konnten, weil SIE mal wieder behauptet hat, wir brauchen keinen Wagen für die "zwei" Teile! Aber ich hab mich nur über den netten jungen Mann gefreut, der gleich unsere Blödheit erkannt hat und es für uns aufhob. Danke noch mal dafür! :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Sonderzeicen
10.09.2008, 16:49
:freches grinsen: Wie kann man eigentlich durch ein einfaches Bücken und Helfen die Aufmerksamkeit auf das Missgeschick lenken? Stöhnt ihr dabei herzzerreißend? Oder kommentiert ihr jede Bewegung?

nein, es faellt einfach mehr auf, wenn sich auf einmal alle buecken und strecken als wenn das nur einer macht.


Außerdem ist mir nicht klar, wieso es peinlich ist, wenn mir was runterfällt. Ist doch ziemlich normal und passiert jedem mal.

klar ist, dass es peinlich ist. das warum waere wohl schwerer zu erklaeren.

AnnaM
10.09.2008, 17:42
Mir ist es eben NICHT klar!

Inaktiver User
10.09.2008, 19:39
dann nimms doch einfach hin, dass es so ist ... meine güte ...

GuteLaune
11.09.2008, 06:50
Wisst ihr, was mich wirklich fassungslos macht?

Das hier über etwas, was mir bis jetzt absolut selbstverständlich schien - jemandem fällt Geld runter und ich helfe aufsammeln ohne dass da irgendeine Peinlichkeit dabei ist - überhaupt diskutiert wird. Versteh ich echt nicht? Sind wir schon so weit, dass wir Dinge, die im menschlichen Miteinander eigentlich selbstverständlich sein sollten, schon en Detail diskutieren und kommentieren müssen?

Inaktiver User
11.09.2008, 09:34
nicht unbedingt.
Aber IMHO sind Manieren dazu da, ein angenehmes Zusammenleben zu ermöglichen. Und daher mach ich mir gelegentlich darüber Gedanken, wie andere Dinge empfinden mögen.

ICH empfinde es als unangenehm, wnen sich 10 Leute für mich bücken oder das ganze Meeting "Gesundheit" brüllt, wenn ich niese. ANDERE empfinden es vermutlich genau andersherum, und fühlen sich dadurch wertgeschätzt.
Sich diesen Unterschieds bewusst zu sein, hilft, einschätzen zu lernen, was das jeweilige Gegenüber erwartet.

ZB: wenn mir jemand Gesundheit wünscht, mach ich das in Zukunft halt auch. Ist er (was mir lieber ist) so nett, auf mein Niesen+Entschuldigung zu schweigen, werde ich im Gegenfall auch nichts sagen.

@selbstverständlich: das "Gesundheit" ist übrigens ein schönes Beispiel für gewandelte Selbstverständlichkeit: im Business-Bereich geht das (eigentlich) überhaupt nicht mehr. Höflich ist es, wenn man sich trotzdem auf die Gepflogenheit des anderen einlässt.

Inaktiver User
11.09.2008, 10:22
Also wenn ich sehe, daß sich noch eine weitere Person bückt, um das heruntergefallen Geld aufzusammeln, werde ich doch nicht gerade dort hinsprinten, um auch zu helfen. Ich sehe mir die Personen und die Umgebung erst einmal kurz genauer an. Je nachdem entscheide ich, ob ich mich bücke oder ob ich anders helfen kann.

In gewisser Weise kann ich Tanguera verstehen, mir kommen da die typischen Filmsituationen in den Kopf, in denen einer Person geholfen und dadurch das ganze verschlimmert wird. Aber das hat auch viel mit der Situation und der Person, der geholfen werden soll, zu tun. Das kann man doch kurz durch Beobachtung abklären und dann helfen (oder es lassen).

Aber ich finde es schon Anstellerei, wenn man per se sagt, man möchte keine Hilfe, weil das zu viel Aufmerksamkeit hervorruft.

Ich freue mich immer, wenn sich jemand meiner erbarmt, wenn ich wieder mehr eingekauft habe als notwendig und der Turmbau zu Babel auf meinem Arm einbricht und sich alles im Laden verteilt. Peinlich ist mir meine Blödheit und nicht die Hilfe der anderen. Die Blödheit hat die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt und nicht die anderen, die hilfsbereit sind.

Malina70
11.09.2008, 19:52
Hallo zusammen,

das Interessante an solchen Strängen ist für mich, dass ich plötzlich erfahre, dass man eine Situation, die für eindeutig gehalten habe, auch ganz anders wahrnehmen kann.

Mir war bisher wirklich nicht klar, dass anderen Menschen mein Bückreflex unangenehm sein könnte. Andererseits frage ich mich allerdings auch , wie ich das herausfinden könnte. Ich kann schlecht vorher fragen: "Darf ich Ihnen behilflich sein, oder ist Ihnen das unangenehm" DAS wäre dann mit Sicherheit peinlich. Also bleibt im Zweifel, wenn ich nicht weiß, wie der Betreffende selbst in so einer Situation reagieren würde, nur, mich so zu verhalten, wie ich es mir umgekehrt auch wünschen würde, in der Hoffnung, dass es okay ist. Und mit den paar Menschen, deren Peinlichkeit ich durch mein Bücken vergrößere, muss ich dann wohl leben.

Gruß,

Malina

Sonderzeicen
11.09.2008, 20:00
halte es einfach so wie immer. das ist schon in ordnung, und da wird sich sicher keiner beschweren. ALLEN kann man es sowieso nicht rechtmachen.

GuteLaune
11.09.2008, 20:15
Man kann auch an sich arbeiten. Ich hatte ganz, ganz früher auch oft das "mann ist mir das peinlich"-Gefühl, wenn mir ein Missgeschick passiert ist. Bis ich mir Zug um Zug angewöhnt habe, nicht in erster Linie auf mich, sondern auf andere zu gucken. Und gemerkt habe, dass denen viel peinlichere Sachen passieren.
Erkenntnis daraus: Alles ist menschlich.
Und peinlich ist mir - bei mir und anderen - nicht mehr viel.

challengerseven
11.09.2008, 20:15
Diese "breitschultrige Barriere" erinnert mich an einen anderen Vorfall.Damals habe ich auf die Bahn gewartet, ganz hinten in der Menschentraube. Vor mir ein ganzer Haufen junger starker Kerle.
Als die Türen aufgingen drängte sich alles rein und als ich alleine noch draußen stand, sah ich wie eine Frau mühsam versuchte ihren Kinderwgen aus der Bahn zu bringen.Sie war schlichtweg von allen Einsteigenden völlig ignoriert worden.

Sonderzeicen
11.09.2008, 20:24
Erkenntnis daraus: Alles ist menschlich.
Und peinlich ist mir - bei mir und anderen - nicht mehr viel.

es gibt unendlich viele situationen, die sehr peinlich sein koennten, die einem aber gott-sei-dank nur selten oder nie passieren.

Sonderzeicen
11.09.2008, 20:26
Als die Türen aufgingen drängte sich alles rein und als ich alleine noch draußen stand, sah ich wie eine Frau mühsam versuchte ihren Kinderwgen aus der Bahn zu bringen.Sie war schlichtweg von allen Einsteigenden völlig ignoriert worden.

ja, in solchen situationen ueberwiegt der kampfgeist, denn nur wer ordentlich draengeln kann und den zug moeglichst frueh besteigt, kriegt auch die guten plaetze.

Inaktiver User
12.09.2008, 09:11
Andererseits frage ich mich allerdings auch , wie ich das herausfinden könnte. Ich kann schlecht vorher fragen: "Darf ich Ihnen behilflich sein, oder ist Ihnen das unangenehm"

Das finde ich gerade nicht.
Ich manch meistens eine Ankündigung a la "Moment, ich heb's Ihnen gleich auf". Dann WEISS der andere, was kommt, und kann reagieren - "Danke, sehr freundlich" oder "ach, ich hab's gleich selbst geschafft."

Noch ein Fall, wo mir ankündigungsloses Helfen wirklich sehr unangenehm war: ich war ohnmächtig geworden und gestürzt, wohl auch schon wieder zu mir gekommen - und auf einmal fingerten 5 Leute an mir rum und versuchten, mich wieder auf die Beine zu bringen. Das (und meine eigene Wehrlosigkeit, ich musste ja erst realisieren, was passiert war) hat mich emotional ziemlich beeindruckt (ums positiv zu formulieren).
Die Frage "kann ich Ihnen aufhelfen?" VOR der Aktion hätte mir wirklich weitergeholfen.

Amphib
13.09.2008, 09:06
Aber Du warst doch weggetreten?

Ich fand es viel fieser, als ich in der Kirche zusammengesackt bin und niemand hat es gemerkt (ok, es war dunkel und ich bin einfach nur nach vorne geklappt, aber es hätte doch mein Banknachbar sehen können, dass mir die brennende Kerze aus der Hand gefallen ist).

GuteLaune
14.09.2008, 08:19
Das finde ich gerade nicht.
Ich manch meistens eine Ankündigung a la "Moment, ich heb's Ihnen gleich auf". Dann WEISS der andere, was kommt, und kann reagieren - "Danke, sehr freundlich" oder "ach, ich hab's gleich selbst geschafft."

Man lernt nie aus: auch das hab ich als selbstverständlich vorausgesetzt, dass man denjenigen, dem man helfen will, drauf anspricht und nicht einfach loslegt....


Ich werd nie das eindringliche Beispiel aus irgendeinem Erste-Hilfe-Kurs vergessen,wo uns diese freundliche Ansprache eingetrichtertwurde: Stellt euch vor, da steht ein altes Mütterchen am Straßenrand - ihr beschließt sofort, dass die über dieStraße will, das alleine aber nicht kann und ihr ihr helfen wollt - ihr nehmt sie resolut am Arm, bugsiert sie über die Straße - und erst drüben kommt die dazu zu sagen, dass sie da nun eigentlich gar nciht hin wollte....


Eine kleine Ankündigung - im eingang geschilderten Fall also etwa "Moment, ich helfe Ihnen..." oder "das haben wir gleich..." ist sicher sinnvoll.

AnnaM
14.09.2008, 10:44
Der Satz: Moment, ich helfe ihnen gleich! dauert ja länger als das Bücken und Geld aufheben!
Ich glaube, ab sofort habe ich in solchen Fällen Rücken! Das ist mir echt zu blöde, dass man sich jetzt praktisch schon entschuldigen muss, wenn man jemandem hilft.

VanessaB
14.09.2008, 12:19
Das wär aber schade Anna, wenn das deine Konsequenz wäre.

Denn ich bin überzeugt, dass sich die ganz große Mehrzahl der Menschen einfach über Hilfe freut...

Inaktiver User
14.09.2008, 12:38
Aber Du warst doch weggetreten?


Ich war schon irgendwie wieder am "aufdröseln", halt so halb dazwischen - und wäre wesentlich lieber noch ein bißchen liegengeblieben, anstatt aufgezerrt zu werden (war auch kein Ort, wo ich sofort hätte entfernt werden müssen).

Gute Laune, :blumengabe:

AnnaM
14.09.2008, 14:24
Das wär aber schade Anna, wenn das deine Konsequenz wäre.

Da ich mich automatisch bücke, müsste ich ja erst mal umlernen. Und dazu hab ich keine Lust! Dann haben die paar Peinlichkeitsmenschen eben Pech. (Ich versprech aber, dass ich nicht stöhnen und rumbrüllen werde beim Helfen!)

GuteLaune
14.09.2008, 15:10
AnnaM, wenn du lieber schweigend hilfst, ist das auch ok.
Ich bin halt eher so ein Typ, dass ich keine Gelegenheit auslasse, mit wildfremden Menschen irgendein Gespräch anzufangen... mir fiele sicher auch da was ein.
Ich kann mich dran erinnern, dass ich mal in genau der selben Situation war wie die TE: Ich stand an der Kasse und ein Mann kippte seinen gesamten Geldbeutel aus... Ich hab die Münzen mit aufgesammelt und dabei frecherweise, als ich grad mit dem Kopf halb unter einem Regal steckte gesagt: "Soviel Geld möchte ich auch mal haben, dass ichs rumschmeißen kann..." (Der Typ sah so aus, als könnte der das vertragen). Irgendwie entwickelte sich daraus ein Gespräch in der gesamten Warteschlange. Die einzige, die etwas genervt war, war die Kassiererin, weil ihre Kunden nicht i n die Gänge kamen sondern lieber plauderten.

Malina70
14.09.2008, 15:40
Hallo zusammen,

ich bin mal auf der Arbeit fast ohnmächtig geworden. Hab's gerade noch auf irgendeinem Stockwerk aus dem Aufzug raus und zu einer gepolsterten Sitzbank geschafft, wo ich mich kurz hingelegt habe. Ich war ganz froh, dass mich keiner angesprochen hat, aber wenn jemand gefragt hätte, ob mir nicht gut ist und er den Betriebsarzt rufen soll, hätte ich das keinesfalls ärgerlich gefunden oder mich bedrängt gefühlt. Ich finde so eine Sorge um andere auch dann nett, wenn ich sie selbst gerade nicht unbedingt brauche oder haben will.

Gruß,

Malina

Dani
15.09.2008, 11:42
Der Satz: Moment, ich helfe ihnen gleich! dauert ja länger als das Bücken und Geld aufheben!
Ich glaube, ab sofort habe ich in solchen Fällen Rücken! Das ist mir echt zu blöde, dass man sich jetzt praktisch schon entschuldigen muss, wenn man jemandem hilft.


Das glaube ich auch nicht, dass das jetzt usus ist, erst einmal lang und breit zu klären, ob man die Münzen aufheben darf oder nicht.

Ich bin auch mal gern dankbar und nehme die Hilfe meiner Mitmenschen gern an.
Da bricht mir kein Zacken aus der Krone und ich fühle mich nicht meines Stolzes und meiner Unabhängigkeit beraubt.

Ich finde es menschlich und normal, dass man anderen Menschen hilft und schnell mal mit "anpackt".

Und dem Zweimeterriesen hätte ich gesagt, ob er der Dame nicht helfen will oder wenigstens die vorbei lässt, die ihre guten Manieren noch nicht verloren haben...

Sonderzeicen
15.09.2008, 11:50
Das glaube ich auch nicht, dass das jetzt usus ist, erst einmal lang und breit zu klären, ob man die Münzen aufheben darf oder nicht.

du musst es eben so machen, dass der andere weiss, du willst das geld nicht klauen.

fraueastwood
18.09.2008, 09:00
man fühlt sich eh schon blöd genug vor den anderen auf dem fussboden rumzukriechen:freches grinsen: -da find ich s dann ganz nett, wenn sich irgendjemand erbarmt und die münzen mit einsammelt....

ich find so ein paar gesellschaftliche höflichkeitsregeln ganz nett, zB tür aufhalten, mal lächeln, mal jemanden vorlassen beim autofahren.
kostet nix-aber andere freuen sich drüber und man selbst ist beglückt, auch mal was gutes getan zu haben ( oder so ähnlich)

Lukulla
18.09.2008, 17:15
Ich helfe auch reflexartig, wenn jemand etwas runterfällt. Auf die Idee, das anzukündigen, bin ich noch nicht gekommen, das geht alles so schnell, ehe ich meinen Mund aufgemacht habe, ist der Gegenstand schon aufgesammelt. Ich sage eher etwas hinterher, etwas Nettes und Humorvolles, was eben gerade passt.