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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thma Freundschaft



Jillykiss
06.09.2008, 10:49
Hallo..,

mich würde mal interessieren was ihr von einer Freundschaft erwartet..

Für mich bedeutet Freundschaft, daß man immer für einander da ist.. Da können gerne mal 3 M vergehen, in denen man sich nicht sieht oder hört.. Freundschaft bedeutet für mich, daß man das was man verspricht auch hält.. Freundschaft bedeutet für mich auch Interesse an mir und meiner Familie.., Freundschaft bedeutet für mich auch, daß wenn man es mal nicht schafft, man absagt.. Aber das erwarte ich auch von anderen Bekannten..

HAbe mich vor ein paar Wochen von meiner 30jährigen Freundschaft getrennt.. Weil meine "Freundin" all das nicht geschafft hat.. Weil sie versprach mich anzurufen oder mich zu besuchen und es einfach nie machte.. Keine Absage, nichts.. Das letzte Mal hat sie sich mit mir in einem Bistro verabredet und ist dort nie aufgekreuzt.. NAtürlich hab ich mir Gedanken gemacht, ob vielleicht was passiert sei.. Aber erreichen konnte ich sie auch nicht.. Dann 5 Tage nach dem verpatzten Date simst sie mit: Ich vermisse Dich, HDGDL deine T.
Hallo?!! An mir lag es ja schliesslich nicht..:wie?:

Später sprach ich sie darauf an, bekam aber eine absolute nichtssagende Antwort.. "Ja keine Ahnung, weiß nicht mehr..."
Ich hab ihr dann gesagt, daß sie mich nie wieder anrufen soll..

Natürlich war das für mich ein langer Prozess.. zumal es nicht das erste Mal war.. Zumal wir gut 9M zuvor eine "Aussprache" hatten und sie mir noch erzählte, wie wichtig ich ihr sei und das sie alles besser machen würde..

Fühle mich durch meinen Entschluss jetzt freier.., bereue ihn auch nciht.. wobei ich wirklich dachte: Wirst sicher wieder kippen.. Weil es ja so oft so war.. Und vermutlich dachte T auch, daß es sich mal wieder einränken wird..

Manchmal sollte man seine "Freundschaften" mal ausmisten wie den Kleiderschrank.. Platz schaffen für was Neues..:blumengabe:

elsa66
07.09.2008, 11:47
Hallo Jillkiss,

ja, sowas kenne ich auch.... Meist bin ich diejenige, die Freundschaften aufrechterhält und pflegt. Habe das Gefühl meine Freunde wissen das auch und verlassen sich oft darauf.
Erst kürzlich ist eine jahrelange, wie ich dachte gute und verlässliche Freundschaft im Sande verlaufen. Nachdem mir bewusst geworden war, dass ich die treibende Kraft bin, hatte ich beschlossen, mich vorest mal nicht zu melden.... Das war im Mai. Habe nie wieder was gehört. Mag sein, dass mal ein paar Versuche auf dem Festnetz waren (?) und ich nicht zu Hause war, aber kein Anruf, der mich erreichte, keine SMS...
Nun ja, da wurde mir der Stellenwert auch so langsam klar. Finde es sehr schade, wenn eine Freundschaft so läuft. Es ist ein Abschied der schmerzt.
Manchmal denke ich dann, dass meine Erwartungen vielleicht zu hoch sind? Viele Menschen möchen sich nicht so verbindlich auf andere einlassen. Aber das ist für mich eine Vorraussetzung für Freundschaft. Ansonsten ist`s für mich nur eine Bekanntschaft.

l.g. elsa

Jillykiss
08.09.2008, 10:09
Ich denke, daß man wirklich zuviel erwartet.. Man erwartet, daß man so behandelt wird oder vielmehr man wünscht sich das, wie man d sein Gegenüber auch behandelt.., oder?

Also mir geht das oft so.. stelle mich hin um Jemanden zu überraschen, bastel, stricke oder backe etwas und bekomme nicht mal ein Feetback.. Allerdings wenn, falls es mal umgekehrt sein sollte, daß sich wirklich mal Jemand für einen hinstellt und was macht.., wollen sie mit Lob überschüttet werden..

Mein größter Fehler ist, daß ich mir immer denke: ICh würde.. Und genau das scheint ein FEhler zu sein!!

HAbe ich doch schon gemerkt, wenn man zickig ist oder kühl wirkt (ob man das jetzt ist oder nicht), man einfach interessanter für seine Umwelt ist.. Was doch eigentlich suspekt ist, oder?

elsa66
08.09.2008, 15:37
Nun ja, die Zeit (und auch das Geld) für regelmäßige Geschenke hab ich nicht. Es geht vielmehr um zuhören, getröstet, beraten, bestätigt werden. Für mich ist es selbstverständlich, wenn mich ein/e Freund/in braucht, bin ich da. Und wenn`s um drei Uhr früh ist.
Glaube es ist vielleicht diese Ausschließlichkeit und auch die Treue und Lojalität, die nicht jede/r teilen kann, oder auch geben möchte.
Denke aber auch, dass viele Menschen Dinge, Eigenschaften und Gaben erst schätzen, wenn sie nicht selbstverständlich kommen, oder mit Prestige verbunden sind. So ist das große Auto ja auch viel wichtiger als der tolle Sonnenschein im Garten. Gesundheit wird erst wichtig, wenn du krank bist und Freunde oft erst, wenn du keine mehr hast ?!
Findest du nicht auch, dass es schwer wird, neue Freundschaften zu schließen? Jeder ist so mit sich und seinem Leben beschäftigt, vor allem wenn Familie da ist, dass nur noch wenig Raum bleibt. Geht mir selbst auch immer wieder so, dass ich die Zeit um meine Freundschaften zu pflegen und aufrecht zu halten regelrecht einplanen muss. Das finde ich schade, weil viel Spontanität verloren geht.
Wie denkst du darüber?
l.g. elsa

Jillykiss
09.09.2008, 20:37
Regelmässige Geschenke mach ich auch nicht, aber ab und an eine kleine Überraschung in Form von Gebäck oder so.

Natürlich kommt es mir in einer Freundschaft auch mehr auf zuhören, dasein ect an.. Das nenne ich dann auch Freundschaft..

Ja, muß sagen da muß ich Dir vollends Recht geben, es wird immer schwerer Jemanden zu finden und eine echte Freundschaft drauß wachsen zu lassen. Deshalb ist mir die Trennung zu meiner "Ex-Freundin" nach 30 Jahren auch sehr schwer gefallen.. Aber sie definiert Freundschaft anscheinend anders als ich.
Muss auch sagen, daß ich mich sehr darüber geärgert habe, weil ich ein Kind habe und alles möglich mache für sie und sie keine Kinder hat und es nicht schafft.

Auf Einseitiges befreundet sein kann ich für mich auf jeden Fall verzichten!Werde mich auf solche halben Sachen nciht wieder einlassen.. Es ist auf Dauer nur deprimierend und schmerzhaft..
Und vorallem überlegt man immer wieder: Was mache ich falsch? Warum werde ich immer ausgenutzt? Es muss an mir liegen..

leona30
10.09.2008, 19:27
hallo, ich trage mich auch immer wieder mit dem Gedanken, die ein oder andere Freundschaft zu beenden... und irgendwie ärgere ich mich über dieses " du kannst mich um 5 uhr morgens anrufen"- Gerede! Eine Freundschaft muss man pflegen, Anrufe und Besuche. Man ruft niemanden an, den man ewig nicht gesehen hat bzw. mit dem man alle drei Monate telefoniert. Aber es wird auch immer schwerer mit den Freundschaften, da ist die Sache mit den Partnern, bei beruflich Eingespannten frisst das das bisschen Freizeit schnell auf. Und die sonstige Lebenssituation, wenn einer mehr oder weniger Erfolg, Geld oder Liebe hat. Im Kindergarten war es da netter, aber bei mir ist Neid schon aus beiden Persepektiven ein Problem. Aber das muss es nicht mal sein: wenn einfach die Lebenssituation völlig unterschiedlich ist. Mit einer langjährigen Freundin habe ich auf einmal komplett gegensätzliche Probleme, ich habe in einer Beziehung, was sie sich wünscht und umgekehrt....
seufz.......

elsa66
11.09.2008, 14:47
Ja, als ich mich vor drei Jahren von meinem damaligen Mann trennte, sind auch gleich zwei Freundschaften mit zu Bruch gegangen. Habe plötzlich nicht mehr ins "Familienmuster" gepasst. Der Kontakt wurde (einseitig) nicht mehr aufrecht erhalten. War damals ziemlich traurig darüber, vor allem, weil ich die Sache anders eingeschätzt hatte. Denke, das sind Feundschaften, die viel mit gegeseitigen Interessen und Themen zu tun haben, aber nicht vorrangig mit der Person. Bei einer wirklichen Freundin ist`s mir ziemlich, ob sie verheiratet, geschíeden, mit Mann oder Freund ist. Hauptsache sie ist glücklich dabei.
Hatte mich kürzlich mit meiner Nachbarin unterhalten, die ist über 60 und meinte, wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist die Zeit wieder da, Freundschaften richtig zu pflegen. Sie trifft sich regelmäßig, macht gemeinsame Unternehmungen u.ä.
Tja, bis dahin ist aber doch noch eine Weile...
l.g. elsa

champagne
05.01.2009, 13:52
Mein größter Fehler ist, daß ich mir immer denke: ICh würde.. Und genau das scheint ein FEhler zu sein!!

HAbe ich doch schon gemerkt, wenn man zickig ist oder kühl wirkt (ob man das jetzt ist oder nicht), man einfach interessanter für seine Umwelt ist.. Was doch eigentlich suspekt ist, oder?

ich denke, dass da etwas wahres dran ist...

ich selbst aergere mich auch immer wieder ueber bestimmte freundinnen - wobei ich mich immer dann aergere, wenn ich mich als "notnagel" oder aehnliches fuehle.

beispiel: an sylvester hatten wir eine kleine party bei uns. dazu hatte ich eine freundin von mir eingeladen - auf dem programm standen raclettte, feuerwerk im park, dann in ne bar und anschliessend wieder zu uns.

diese freundin hat dann per sms gemeint, dass sich das feuerwerk im park gut anhoert und sie dazu mit einer anderen freundin kommt, bei der sie auch uebernachtet. dann muesste diese freundin aber "woanders hin" und auch beim essen wollten sie keine umstaende machen...
im klartext: von party zu party tingeln und sich die besten stuecke rauspicken. -> oder bin ich da zu hart?
ich war enttaeuscht, weil kein "danke fuer die einladung" kam, oder "wuerde sylvester gerne mit dir verbringen" etc.
und das finde ich egoistisch, weil ich mir ja schon muehe gemacht habe.

und klar: ich wuerde das niemals machen - entweder mit freunden feiern, oder zur cooleren party gehen. aber vielleicht auch ansprechen und erklaeren (sie ist single, vielleicht hat sie sich einen flirt erhofft? waere ja ok. aber so komisch rumtun muss nicht unbedingt sein).

dazu kommt auch: in unserem alter (ueber 30) - muss man sich da so verhalten? da sollte doch klar sein, dass freundschaften wichtig sind und durch wertschaetzung gepflegt werden sollten.
weil es meiner meinung nach schon so ist, dass sich freundschaften schwerer knuepfen als mit 15 oder 22.