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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kribbeln, aber kein richtiger Befund :-(



Inaktiver User
28.08.2008, 15:47
Ich bin 28 Jahre und schon vor vielen Jahren (vor 10?) hab ich das erste Mal ein ganz leichtes Kribbeln am linken großen Zeh gemerkt (Gefühl, als wäre ein Haar hängen geblieben). Seitdem hab ich alle paar Jahre mal über einige Wochen/Monate hinweg immer mal ein Kribbeln, allerdings an den verschiedensten Stellen des Körpers, verschieden intensiv und ständig wechselnd. Am meisten jedoch war es immer im linken Fuß. Ansonsten aber auch im Bein (manchmal auch beide Füße + Beine), am Rücken (ganz leicht an einer bestimmten Stelle der BWS), in den Armen und Händen (Fingerspitzen), auch im Nacken, auf dem Kopf und im Gesicht, sogar auf der Zunge hatte ich es schon. Am schlimmsten war es vor ca. 3 Jahren, da hatte ich noch andere Sensibilitätsstörungen, wie z. B. Kältegefühl, Stechen in den Händen, Schwindel und ein Gefühl wie eine Muskelzerrung, jedoch blieben die jeweiligen Beschwerden nie besonders lange (max. 3 Tage) bzw. sie waren jeden Tag woanders, manchmal ganz weg und ein paar Tage später wieder da, aber auch nie in bestimmten Positionen und auch nicht verstärkt unter Anstrengung – im Gegenteil: Sobald ich lief oder gar Sport trieb merkte ich nichts mehr. Damals wurden alle möglichen Untersuchungen gemacht (MRT v. Kopf, HWS und LWS, Nervenleitgeschwindigkeitstest, Sehtest u. a.), aber außer leichten Verschleißerscheinungen der WBS, die wohl nicht ungewöhnlich seien, wurde nichts festgestellt, auch z. B. MS wurde ausgeschlossen. Die „Verschleißerscheinungen“ waren z. B. leichte Protrusion einer Bandscheibe in der LWS, jedoch ohne Beteiligung der Nervenwurzeln, und das Kribbeln käme laut zweier Ärzte auch nicht davon; und leichte Verschleißerscheinungen in der HWS, die könnten evtl. Kribbeln verursachen, aber keiner der Ärzte sah einen Behandlungsbedarf. Die Beschwerden gingen wieder ganz weg und seit ein paar Wochen ist wieder ab und an mal leichtes Kribbeln da, was z. T. nur Sekunden anhält, manchmal aber auch mehrere Stunden, selten einen ganzen Tag. Dabei ist es mal am Fuß, mal am Bein, mal am Kopf…, aber nie ein bestimmtes „Areal“ (mal links, rechts, vorn, hinten, oben, unten…). Manchmal kann ich es (in den Beinen/Füßen) durch ruckartiges Runterbeugen des Kopfes auslösen; außerdem knackt es ab und zu im Rücken (überall) und meine Hüftgelenke knacken bei bestimmten Drehbewegungen ebenfalls (ohne Schmerzen).
Einmal im Jahr hab ich so was wie einen Hexenschuss, wobei das meist passiert, wenn ich sehr ungünstig oder unbequem (Hotelbett, zu kleines Bett…) gelegen habe und er geht innerhalb weniger Tage weg (Selbsttherapie: Wärme und Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung). Erstmals trat das Kribbeln (aber wesentlich leichter als vor 3 Jahren, wie oben beschrieben) ca. 2 Wochen nach dem „Hexenschuss“ auf, weshalb ich einen Zusammenhang vermutete, den die Ärzte jedoch nicht sahen…

Ich sehe deshalb zur Zeit keinen Sinn darin, die oben genannten Untersuchungen zu wiederholen, um zum gleichen Schluss zu kommen, allerdings lese ich auch viele verschiedene Meinungen über dieses Kribbeln (bei mir nur auf der Hautoberfläche, nicht „innen“). Einige sagen, das ist ein schlechtes Zeichen (Nerven entzündet/geschädigt), andere wiederum sagen, eine solche Nervenirritation kann z. B. bei zu langem Sitzen auftreten, lediglich der Hautnerv sei „komprimiert“, was kein Grund zur Sorge sei.
Hab schon allerhand mögliche Diagnosen von anderen gehört, wie Wirbelgleiten, Beckenschiefstand usw.

Bin hin- und her gerissen und habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal länger als 1 h irgendwo sitze, weil ich denke, ich schade meiner WBS und alles wird noch schlimmer, ich kann schon gar nicht mehr entspannt sitzen, weil ich immer an die „gesunde Rückenhaltung“ denken muss. Ich bewege mich viel und habe mit der Rückenschule (Gymnastik) begonnen und möchte auch einen Kurs dazu besuchen.

Gibt es jemanden mit ähnlichen Beschwerden, der evtl. schlauer als ich daraus geworden ist?

Vielen Dank!

susifee21
29.08.2008, 10:24
ich hab ein bißchen für dich rumgegoogelt - leider aber nichts gefunden, das weiterhelfen würde. :wie?: ich glaube, man muss mindestens ein arzt sein, um dir weiterhelfen zu können... :knatsch: aber wieso probierst du es nicht mit alternativer medizin? vielleicht kann dir die homöopathie oder die traditionelle chinesische medizin weiterhelfen? die ganzen allgemeinmedizinischen untersuchungen von vorne zu starten, nützen m.E. nicht wirklich viel. ich glaube, du brauchst einen anderen ansatzpunkt, eine andere perspektive für deine problematik.
ich wünsch dir viel erfolg beim suchen und finden der geeigneten heilungsmethode*
:blumengabe:

Hermione
30.08.2008, 12:37
Hallo,

vermutlich hast Du ein Kopfgelenksproblem (verschobenen Atlas) u. evtl. eine kraniomandibuläre Dysfunktion.

Geh mal zu einem Kieferspezialisten und schau, dass Deine Kopfgelenke (C0/C1/C2) geröngt werden, bzw. ein MRT veranlasst wird.

Alles Gute

Hermione

Hermione
30.08.2008, 12:56
Noch was, die Kopfgelenke sind für die allermeisten Orthopäden ein Buch mit Sieben siegeln. Der Atlas könnte selbst zu 45 Grad verschoben sein, sie diagnostizieren es nicht, weil er nur schwer repositionierbar ist, bzw. weil sie eben keine Ahnung von dem Thema haben.

Lies Dich im Bandscheiben-Forum in das Thema ein!!