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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : emotionale Persönlichkeitstörung ect. Fragen, Bammel, Zukunft mit ihm??



Sternlicht
12.08.2008, 11:35
hm wo fange ich an?
Also ich versuche es kurz zu machen: habe einen Mann kennengelernt wo sich bisher aufgrund von Entfernung nur seeehr viele (also tägl) lange und wunderschöne, lustige, ehrliche, tiefe Telefonate "leben" lassen. Gesehen einmal- und auch körperliche Anziehungskraft ist bei beiden Seiten.
Er könnte "der Richtige" sein. Er passt in gar keine Schublade ist anders und sehr vielfältig in seiner Art und Weise, wie ich bisher keinen Mann kennen lernen durfte:zwinker:

Einzigst seine Vergangenheit war schon heftig, ist aber absolut abgelegt. Vergangenheit und bleibts auch. Vor ca 2 Jahren hatte dieser (nach außen hin sehr starker Mann, auch körperlich- für Omi/Opi eher "böse" wirkend) einen Nervenzusammenbruch. Durch Klinkiaufenhalt wurde ihm diagnostiziert das er Adhs im Erwachsenenalter hat und eine " emotionale instabile Persönlichkeitstörung" kommt wohl dem Borderlinsyndrom gleich. Ebenso leichte Narzistische Störung.
Nun bemerkt man nahezu nichts von diesen Erkrankungen. Am Sonntag sehen wir uns wieder und ich bleibe über Nacht. Damit wir real mehr Zeit haben. (obwohl er dann frisch op aus dem Khs kommt)
Ich habe NULL Angst vor ihm, er ist sehr offen und beantwortet wirklich jede Frage und findet es auch gut wenn ich frage. Ebenso hat er mir angeboten mit seiner Exfrau (sind sehr gut befreundet) zu sprechen, weil Sie eben alles kennt und die Zeit damals live mitbekommen hat.
Nun er bekommt Tabletten - ist damit wohl gut eingestellt- und macht zusätzlich eine Verhaltenstherapie (um Gefühle immer in angemessenen Bahnen zu lenken oder so)und körperlich als Ausgleich: Kraftsport.

Sooviel nun dazu
ich habe viel recherchiert über diese Erkrankungen und wenn man da so Symptome liest kann einem schon Angst und Bange werden. (er hat übrigens noch nie SVV gemacht) hat aber einen gewisses Suchtverhalten aber nicht so das man sich Gedanken machen muss!
Möchte nun sagen: er ist bestimmt nicht immer einfach, aber wer ist das schon, auch ich bin keine "einfacher" Mensch und vielleicht verstehen wir uns deshalb auch so super??
Würde aber gerne wenn möglich hier Erfahrungen oder so von Menschen lesen die bestenfalls "Angehörige" also Partner sind von Menschen mit "Persönlichkeitstörungen" dieser Art.

Ich möchte ihn nicht "fallen lassen" also es sein lassen - NUR deswegen! Glaube zwar das er nicht immer einfach ist, weil ein recht emotionaler Mensch ist, was ich aber gern mag. Und agressiv gegenüber Frauen ist er nicht. Dennoch beschäftigt mich das Ganze schon auch. Zumal ich auch noch ein Kind von fast 12 Jahren habe.
Selber muss ich gestehen, hab ich mich unter manchen Symptomen auch wiedergefunden, beim recherchieren:ooooh:
Glaub eh das fast alle Menschen ein klein wenig "bluna" sind:zwinker:

er wirkt viiiiel refliktierter als "Otto-normal-verbraucher" kann zuhören, reden, hat humor ect. pp - in meinen Augen ist er etwas Besonderes. Ob nun mit oder gar durch die Erkrankung.

nur wovor hab ich Angst? Nicht wissend, was auf einen zukommen könnte? Weil - wenn- wir würden nicht Jahrelang warten mit zusammenziehen. Wg. der Entfernung schon.

ok, wer bis hierher gelesen hat, danke dafür :)

Inaktiver User
12.08.2008, 12:53
Angst geht ja sehr oft von einem selbst aus.
Wie sieht es mit Deiner Vergangenheit aus? Was für Männer hast Du bisher kennengelernt und wo könnte es Parallelen geben? Nicht auf die Krankheit bezogen, sondern auf das Verhalten?

Anima

leidy
13.08.2008, 01:53
lass es lieber sein solange du noch kannst.

lg
leidy

Dachziegel
13.08.2008, 22:53
Mir wäre es mulmig mit so einem Mann, noch dazu wenn ein 12jähriges Kind mitbetroffen ist.

Sumpfhuhn75
13.08.2008, 23:42
Was sind das für Medikamente?

Antidepressiva, Schlafmittel = relativ harmlos

Psychopharmaka, die eine Psychose unterdrücken = ich würde die Finger von dem Mann lassen, dass klingt zwar gemein, wäre mir aber zu heftig

Sternlicht
14.08.2008, 09:06
danke euch
mein Beweggrund es hier reinzuschreiben war allerdings eher:ne Art "Gleichgesinnte" zu treffen. Nicht Ratschläge die Finger von ihm zu lassen.
Denn das werde ich nicht tun. Sollte es irgendwann schwierig werden, bzw. nein nicht schwierig sondern "unüberwindbar" dann kann ich immer noch mich "zurückziehen"
Bisher wie gesagt: wenn ich es nicht von ihm wüsste, weil er mir alles erzählt hat, wüsste ich nicht das er diese Diagnosen hat.
Ich kenne einige Menschen wo ich mir nahezu sicher bin das sie ähnliche o. selbige Erkrankungen haben (nachdem ich mir viel durchgelesen habe) nur Jene waren und würden damit niemals zum Arzt gehen.

Wie soll ich das sagen, er hat vielleicht durch die Erfahrungen der vorherigen Zeit, einige erstaunliche hm "Fähigkeiten" diese man eher von "gesunden" Menschen erwartet diese bei jenen aber meist vergeblich sucht.
So ist er z.B. ein Mann, der WIRKLICH zuhören kann, und zwar richtig. (auch zwischen den Zeilen) Der nicht einfach nur bla bla macht, der wenn er erzählt, dann so das man wie verzaubert zuhören mag. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll? Z.B. gibt es bei mir körperlich Erkankungen mit den ich in der Vergangenheit bei Männern möglichst lange hinter Berg hielt, er schaffte es (und ich weiß nicht wie) das ich ihm erzählte davon,bevor wir uns überhaupt sahen. Und noch einiges mehr. (und er wollte mich trotzdem sehen, stand für ihn überhaupt nicht zur Debatte)
Die Art des Miteinander ist irgendwie von tiefer Vertrautheit, warum auch immer. Und dazu dann seine Stimme, Augen und küssen kann er (hammer) lach.

nein ein zürück gibts derzeit nicht.
Psychosen? Was ist das nochmal? Soweit ich weiß hat er keine.
Medis nimmt er hauptsächlich gegen das Adhs. Damit er kein "Wippstirt" wird...

Ich weiß es ist nett gemeint von euch, mit lass die Finger von. Wäre ich nur mit dem Verstand dabei und würde ich seine Art nicht "erleben" dann täte ich wohl ähnlich denken....

Nur dann müsste man jedem ja Raten, wer eine Erkrankung hat ob nun psychischer Art oder körperlicher (sofern es eingreift in Alltag)die Finger von solchen Menschen zu lassen. Man bedenke allein wieviele Menschen mit Depressionen es gibt.
Fände das allerdings recht traurig- son bißchen wie: unperfekt-gleich Finger wech.

Aber es gibt KEINE perfekten Menschen. Nur manche haben Diagnosen dafür, sei es durch Zufall oder durch den Mut - hinzugehen-"irgendwas stimmt nicht"

Fastzinierend wenn auch ungewöhnlich finde ich auch: er ist ein Mensch dem ist wirklich völlig schnurz was irgendwer (Nachbarn, Fremde, sogenannte Familie) von ihm denkt. Er hat wirklich dieses "dicke Fell" Aber für Freunde.... ist er zu mehr als 100% da. Tag & Nacht.

also habt dank Leute, mich würde mehr interessieren, ist jemand unter euch mit Adhs oder emotionale Persönlichkeitstörung (wenn das man echt stimmt, grins) oder lebt/liebt einen Menschen mit dieser Erkrankung. (wohlwissend das die Symptomatik von Mensch zu Mensch sehr verschieden ausfallen kann)

Anastasia1960
14.08.2008, 09:14
Naja, wenn du in dein Unglück laufen willst, dann lasse dich auf ihn ein.

Sternlicht
14.08.2008, 09:16
Angst geht ja sehr oft von einem selbst aus.
Wie sieht es mit Deiner Vergangenheit aus? Was für Männer hast Du bisher kennengelernt und wo könnte es Parallelen geben? Nicht auf die Krankheit bezogen, sondern auf das Verhalten?

Anima

dir möchte ich auch nochmal direkt Antworten:zwinker:
Mit Männern aus meiner Vergangenheit gibt es gar keine Parallelen. Nicht mal ansatzweise. Wie gesagt: er ist total anders als alle die ich bisher kennenlernte o. als Partner hatte. Er passt eben einfach in gar keine Schublade-Mensch/Mann. Somit ist er mir eigentlich ein Rätsel.

allerdings möchte ich noch hinzufügen, habe ich auch schon häufiger zu hören bekommen, das ich in keine Schublade passe. Er allerdings kann mich erstaunlich gut einschätzen. (das wiederum schaffe bisher auch noch keiner) *schulterzuck*

Sumpfhuhn75
14.08.2008, 23:14
Fände das allerdings recht traurig- son bißchen wie: unperfekt-gleich Finger wech.


Nein, das nicht, so eine einstellung fände ich menschenverachtend.

Eine Psychose ist allerdings eine ernstzunehmende Sache - ich persönlich würde mit einem psychotischen oder einem suchtkranken Menschen keine Beziehung eingehen. ISt meine Form von Selbstschutz.

So wie ich das verstehe, liegt bei diesem Mann allerdings weder eine Psychose, noch eine Suchtproblematik vor.



Wenn du mit dem Mann eine Beziehung leben willst, würde ich an dir raten:

Auf deine eigenen Grenzen und dein Wohlbefinden zu achten. (Das sollte man ja immer machen)

Ich fände auch wichtig, dass dein Freund weiterhin in Behandlung bleibt (Therapie, Medikamente). Psychopharmka sollten man niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen!!!

wünsch dir alles Gute
Sumpfhuhn


NAchtrag: Du scheinst aber nicht wirklich zu wissen, was er denn hat: In deinem ersten Post erwähnst du Borderline, Nervenzusammenbruch und eine Suchtproblematik. Das sind ernste Probleme.
Dann schreibst du ADHS und eine emotianale Persönlichkeitsstörung. Das kann man bei wahrscheinlich 70 % der Bevölkerung diagnostizieren.
Du solltest dir die Dinge nicht schönreden.
Du hast den Mann erst einmal gesehen - da kennt man einander noch gar nicht.

Dachziegel
14.08.2008, 23:43
Du solltest dir die Dinge nicht schönreden.


Genau desselbe habe ich auch gedacht.

Wenn Du lieber Erfahrungsberichte lesen möchtest statt Warnungen, schau vielleicht in Foren, in denen Partner von z.B. Borderlinern (falls denn Borderline bei Deinem Bekannten vorliegt) sich austauschen.

Es ist übrigens ein Kennzeichen der Menschen mit Borderline, dass sie zu sehr intensiven Beziehungen und zu viel Empathie fähig sind. Das erklärt Deine Begeisterung für ihn. Die Kehrseite dieser Störung (und weiterer Diagnosen wie narzisstsche PS) ist allerdings für die Angehörigen schwer zu ertragen.

Inaktiver User
15.08.2008, 00:12
Hallo Sternlicht,

Ich denke einen Rat zu geben ob du dich auf ihn einlassen sollst oder nicht darum geht es gerade nicht. Wichtig finde ich aber für dich dass du auf dich und deine Grenzen achtest und vor allem dein Kind zunächst mal aus dieser Beziehung raushälst.

Es ist durchaus möglich dass die Beziehung mit zunehmender Nähe wesentlich schwieriger und anstrengender wird - womöglich auch unberechenbarer. Damit meine ich nicht Gewalt in irgendeiner Form sondern eher eine emotionale Instabilität, die dich absolut an deine Grenzen bringen kann.

Darf ich dich fragen wie lange du ihn schon kennst, bzw. seit wann ihr Kontakt haltet? Du sagst ihr habt euch erst einmal gesehen, steht also noch sehr am Anfang einer Bindung.

Kennst du seine Vergangenheit, sprich weißt du was "heftig" war und wie er es "abgelegt" hat? Ich finde das sind wichtige Fragen denn Dinge wie z.B. ein Trauma legt man nicht einfach so ab sondern sie begleiten einen ein Leben lang.

Sternlicht
15.08.2008, 08:18
Nein, das nicht, so eine einstellung fände ich menschenverachtend.

Eine Psychose ist allerdings eine ernstzunehmende Sache - ich persönlich würde mit einem psychotischen oder einem suchtkranken Menschen keine Beziehung eingehen. ISt meine Form von Selbstschutz.

So wie ich das verstehe, liegt bei diesem Mann allerdings weder eine Psychose, noch eine Suchtproblematik vor.



Wenn du mit dem Mann eine Beziehung leben willst, würde ich an dir raten:

Auf deine eigenen Grenzen und dein Wohlbefinden zu achten. (Das sollte man ja immer machen)

Ich fände auch wichtig, dass dein Freund weiterhin in Behandlung bleibt (Therapie, Medikamente). Psychopharmka sollten man niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen!!!

wünsch dir alles Gute
Sumpfhuhn


NAchtrag: Du scheinst aber nicht wirklich zu wissen, was er denn hat: In deinem ersten Post erwähnst du Borderline, Nervenzusammenbruch und eine Suchtproblematik. Das sind ernste Probleme.
Dann schreibst du ADHS und eine emotianale Persönlichkeitsstörung. Das kann man bei wahrscheinlich 70 % der Bevölkerung diagnostizieren.
Du solltest dir die Dinge nicht schönreden.
Du hast den Mann erst einmal gesehen - da kennt man einander noch gar nicht.

Danke Sumpfhuhn
ja klar werde ich auf meine Grenzen achten, da ich das sowieso tue sei es für mich sei es auch für und wg meinem Kind. Ich bin eh ein Mensch, in Beziehungen kämpfe ich solange es Sinn macht wenn nicht - wenn es an meine Substanz geht bin ich weg. War früher mit "scheinbar Gesunden" zusammen und der Vater meines Sohnes z.B. ist nahezu Frauenverachtend, uneinsichtig, colerisch und nie "Gesprächsbereit" gewesen. Es war ein Segen und wichtig sich aus der damligen deskrutiven Beziehung zu befreien. (ohne Kind hätte ich eher einen Schuh gemacht, und wg. meinen Kind habe ich erstrecht den Schuh machen müssen)

soll nun nur zeigen, ich weiß wann es Zeit ist "aufzugeben" und zu gehen. Heutzutage achte ich durch Erfahrung schon viiiiel eher auf mögliche "Hinweise" sprich ich bin nicht bereit mich von einem Mann "scheiße" behandeln zu lassen.
Aber wer zu mir korrekt ist hinter dem stehe ich zu mind. 100%.

seine Diagnosezettel hat er mir vorgelesen am tel. ziemlich zu Beginn des Kontaktes. (vorm ersten Treffen) Adhs, emotionale instabile Persönlichkeitstörung (leicht o. mittel) und leichte tendenzen zur Narzistischen Neigung. Die PS wird aber der Borderline zugerechnet oder so. Deswegen das mit Borderline.

Ich habe mich nun auf einem Borderline-Anhörigen-Board angemeldet weil ich von hier netterweise den Hinweis dahin bekam *lächel* Es ist schon erschreckend wie extrem es sich bei manchen äußern kann. Weiß gar nicht ob ich das so "wissen" möchte:knatsch: Aber Wissen schützt auch. Noch mehr auf meine Grenzen und auf sein Verhalten zu achten.
Nein, die Medis setzt er nicht ab ebenso nicht die Therapie.
Er findet es selber wichtig.

Was seine Vergangenheit betrifft weiß ich seeehr viel. Und er hat mir immer wieder angeboten mit seiner Exfrau zu sprechen, sich zu treffen, sie könnte mir auch von der Zeit des Zusammenbruchs noch mehr erzählen als er selber. (aber wozu ist das gut? es ist vorbei) Sollte es dennoch mal nötig werden, falls er doch mal ich sage jetzt mal "Schub" bekommt, kann ich darauf ja immer noch zurückgreifen.

stimmt wir sehen uns Sonntag jetzt das 2te mal. (weil leider 170 km zwischen uns liegen und im mom. beide nicht soviel Geld haben, er wartet auf Umschulung war vorm Zusammenbrauch Personenschützer & den Stress will er sich nicht mehr antun, weil das dann wieder nach hinten losgehen könnte)

seid 6 Wochen tel. wir halt extrem viel. Also tägl. insgesammt würde ich mal sagen sind so schon 80 Std. tel. zusammengekommen. Eben sehr ehrliche Telefonate nicht nur so Wettergeplapper :zwinker:

liebe Grüsse
Sternlicht

Sternlicht
15.08.2008, 08:32
Hallo Sternlicht,

Ich denke einen Rat zu geben ob du dich auf ihn einlassen sollst oder nicht darum geht es gerade nicht. Wichtig finde ich aber für dich dass du auf dich und deine Grenzen achtest und vor allem dein Kind zunächst mal aus dieser Beziehung raushälst.

Es ist durchaus möglich dass die Beziehung mit zunehmender Nähe wesentlich schwieriger und anstrengender wird - womöglich auch unberechenbarer. Damit meine ich nicht Gewalt in irgendeiner Form sondern eher eine emotionale Instabilität, die dich absolut an deine Grenzen bringen kann.

Darf ich dich fragen wie lange du ihn schon kennst, bzw. seit wann ihr Kontakt haltet? Du sagst ihr habt euch erst einmal gesehen, steht also noch sehr am Anfang einer Bindung.

Kennst du seine Vergangenheit, sprich weißt du was "heftig" war und wie er es "abgelegt" hat? Ich finde das sind wichtige Fragen denn Dinge wie z.B. ein Trauma legt man nicht einfach so ab sondern sie begleiten einen ein Leben lang.


danke dir auch Susi für deine Worte

ich glaube ich habe nun doch alles zusammen drüber beantwortet :freches grinsen: ja seine Vergangenheit kenne ich und es handelt sich nicht um ein "Trauma" sondern durch den Zusammenbruch damals (der durch extrem viel Arbeit + weitere Faktoren zustande kam) da hat man in der Klinik erkannt das er Adhsler ist und wie sehr oft damit verbunden die emotionale Persönlichkeitsstörung.

So stand er ohne es zu wissen schneller unter "Druck" war überfordert - nur wusste eben niemand warum. Dies wird nun mit Tabl. selbige die wohl auch Epeleptiker bekommen, in Schach gehalten. Den Rest lernt er in der Therapie und durch seinen Sport. Also er "merkt" wenn es anfängt zu kribbeln. Er meinte auf viiiele Fragen von mir auch, weil ich immer meinte, wieso merkt man nichts davon?? Es käme auch sehr viel auf das Gegenüber an.
Und er meint ich hätte eine wahnsinnig ruhige entspannte Austrahlung & Art auf ihn. (was mich zwar wundert, wurde mir aber schon öfter gesagt) so spreche ich zwar schnell aber wohl ziemlich ruhig so vom Tonfall oder was weiß ich denn:freches grinsen:
er hat mir allerdings auch von einer Begebenheit erzählt wie eine andere Ex reagierte. Für mich absolut nicht nachvollziebar! Wenn ich weiß das jemand diese Erkrankung hat und wenn xy und z dann zusammen kommen das es "zuviel" werden kann, dann stehe ich meinem Partner bei. Ein Blick reicht - "Schatz brauchst du Hilfe" oder es einfach tun. Ottonormalverbraucher würde in selbiger Situation schon nervös werden können.

Er meinte: ja ich wäre wohl so....
ich vergleiche das so mit Rollstuhlfahrern. Ein Rollstuhlfahrer kann überall und nirgends alleine klarkommen. Wenn Schatzi Rollstuhlfahrer aber plötzlich ne Bodenschwelle vor sich hat, wirds schwierig. Dann warte ich doch nicht bis er es 20zig mal alleine versucht hat das Hinderniss zu überwinden. Es wäre für mich selbstverständlich ohne Worte- schieb rüber- dann kann er wieder alleine fahren....

(aber scheinbar ist son für mich selbstverständliches Verhalten wohl doch nicht so Gang und Gebe):wie?:

Sternlicht
15.08.2008, 08:41
Genau desselbe habe ich auch gedacht.

Wenn Du lieber Erfahrungsberichte lesen möchtest statt Warnungen, schau vielleicht in Foren, in denen Partner von z.B. Borderlinern (falls denn Borderline bei Deinem Bekannten vorliegt) sich austauschen.

Es ist übrigens ein Kennzeichen der Menschen mit Borderline, dass sie zu sehr intensiven Beziehungen und zu viel Empathie fähig sind. Das erklärt Deine Begeisterung für ihn. Die Kehrseite dieser Störung (und weiterer Diagnosen wie narzisstsche PS) ist allerdings für die Angehörigen schwer zu ertragen.

danke dir
Skepsis gehört zum Leben dazu genauso wie das Leben selber "lebensgefährlich" ist :zwinker: erleben/erfahren muss ich das selber. Das ist schon klar, weil niemand kennt ihn noch mich.
Magst durchaus recht haben das das Intensive mich reizt. Obwohl er behauptet das er nicht empathisch wäre. (seh ich anders)
bin schon im Forum wo gelandet

ich bin selber ein Mensch vom Prinzip: Ganz oder Gar nicht. (dennoch habe ich mich ein Leben lang gewehrt zu heiraten, grins)
würde mich selber zu den extremeren Menschen zählen, wobei ich aber harmlos bin.
und er nimmt mich ernst und total so wie ich bin. (schulterzuck)

Anastasia1960
15.08.2008, 08:46
Ob du dich da mal nicht übernimmst. Ich frage mich, ob sich ein Mann, der eine Frau erst 1x gesehen hat, sich so intensiv mit der Krankheit der Frau auseinander setzen würde.

Das Beispiel mit den Rollstuhlfahrer spiegelt dich gut wieder. Du hilfst dem Rollstuhlfahrer obwohl du gar nicht weißt ob er deine Hilfe überhaupt möchte. Vielleciht will er das Hindernis selbst meistern.

Inaktiver User
15.08.2008, 08:49
Ob du dich da mal nicht übernimmst. Ich frage mich, ob sich ein Mann, der eine Frau erst 1x gesehen hat, sich so intensiv mit der Krankheit der Frau auseinander setzen würde.

Das Beispiel mit den Rollstuhlfahrer spiegelt dich gut wieder. Du hilfst dem Rollstuhlfahrer obwohl du gar nicht weißt ob er deine Hilfe überhaupt möchte. Vielleciht will er das Hindernis selbst meistern.


Helfersyndrom?

Inaktiver User
15.08.2008, 10:35
Ich denke nicht, dass Sternlicht ein Helfersyndrom hat.

Sie will verstehen - und das tut sie, indem sie sich informiert und nicht blind in etwas hinein läuft. Die Entscheidung für oder gegen ihn, kann nur von ihr alleine getroffen werden.

Manchmal verstehen sich Menschen, da sie evtl. ähnliche Dinge im Leben erlebt haben...

So wie ich das sehe, arbeiten beide an sich und das ist wichtig.

Sternlicht - Du wirst das Richtige tun:blumengabe:

Inaktiver User
15.08.2008, 11:57
Manchmal verstehen sich auch Menschen weil sie sich gegenseitig viel zu geben haben aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht fasziniert dich gerade dieses "anders sein" an ihm und umgekehrt - und was soll daran verkehrt sein? Vielleicht ist es auch genau der Punkt der dir ein bißchen Angst macht - in der Form hast du das vielleicht noch nie erlebt?

Achte auf dich, hör auf dein Gefühl und du wirst das Richtige tun. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.

Sternlicht
15.08.2008, 12:07
Ob du dich da mal nicht übernimmst. Ich frage mich, ob sich ein Mann, der eine Frau erst 1x gesehen hat, sich so intensiv mit der Krankheit der Frau auseinander setzen würde.

Das Beispiel mit den Rollstuhlfahrer spiegelt dich gut wieder. Du hilfst dem Rollstuhlfahrer obwohl du gar nicht weißt ob er deine Hilfe überhaupt möchte. Vielleciht will er das Hindernis selbst meistern.

Ob "ein" Mann es tun würde, weiß ich nicht. Aber ER tut es andersherum bei meine körperlichen Erkrankungen sehr ähnlich. Wollte alles wissen überlegte ob es noch andere Wege gibt, und meinte, obwohl er da selber gar nichts von hält! Mich dort bei ihm in der Nähe zu so einem Heiler zu schleppen.:freches grinsen: der wird mittlerweile wg. so guter Erfolge wohl schon von einer Uniklinik um "Rat" gefragt.

soo nun aber zum Rollifahrer. Denke mal das hast missverstanden.
Ich würde keinem Rollifahrer oder sonstwie Erkrankten Dinge abnehmen diese sie selber tun können! Erstens schon mal aus Respekt dem Jenigen gegenüber, denn auch Kleinkinder behandelt man nicht so und lässt sie selber lernen... und somit Erwachsene erst recht nicht.
Ich nehme also niemanden ab was er selber kann, eher würde ich sagen: hey das schaffst du ganz allein, das weiß ich. (also motivieren, nicht abnehmen) dennoch sehe ich aber wenn jemand bei einer Schwelle die nicht alleine schaffbar wäre, das jetzt Hilfe ohne Worte angesagt wäre.

jüngstes Beispiel: mein leibl. Vater hat kürzlich beide Beine und fast alle Finger durch ne schwere Blutvergiftung amputiert bekommen. Ganz am Anfang frisch op im Khs. Er konnte erstaunlich schnell selber mit 2 Fingern seine Tasse greifen.... mit dem Stift die Teltasten bedienen. Ich habe ihm gesagt: hey echt cool, man du hast einen klasse Willen.... etwas anderes was er nicht konnte das war zu ersehen, hab ich dann ohne Worte einfach für ihn getan. Und gut ist.

Ich finde so ein Verhalten normal. Helfen wenn Hilfe gebraucht wird. Ich gehöre allerdings auch zu den Menschen die Zivilcourage anwenden, und erlebte oft genug das andere nur dumm da standen und gafften. :ooooh:

Wenn das ein Helfersyndrom ist dann habe ich gerne eins :smile:

Sternlicht
15.08.2008, 12:10
Ich denke nicht, dass Sternlicht ein Helfersyndrom hat.

Sie will verstehen - und das tut sie, indem sie sich informiert und nicht blind in etwas hinein läuft. Die Entscheidung für oder gegen ihn, kann nur von ihr alleine getroffen werden.

Manchmal verstehen sich Menschen, da sie evtl. ähnliche Dinge im Leben erlebt haben...

So wie ich das sehe, arbeiten beide an sich und das ist wichtig.

Sternlicht - Du wirst das Richtige tun:blumengabe:

ich möchte jetzt mal so sagen: Nagel auf den Kopf getroffen
nur hoffe ich das ich wirklich richtig entscheiden kann. Entscheidungen mag ich nämlich gar nicht:knatsch:
danke dir:smile:

Sternlicht
15.08.2008, 12:13
Manchmal verstehen sich auch Menschen weil sie sich gegenseitig viel zu geben haben aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht fasziniert dich gerade dieses "anders sein" an ihm und umgekehrt - und was soll daran verkehrt sein? Vielleicht ist es auch genau der Punkt der dir ein bißchen Angst macht - in der Form hast du das vielleicht noch nie erlebt?

Achte auf dich, hör auf dein Gefühl und du wirst das Richtige tun. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.

wow ja ich glaube das trifft es auch recht gut.
ja genau das wird es sein die Art unsere Miteinanders, dieses wir allerdings beide auch nicht wirklich begreifen. Bisher.
Ich hoffe ich werde das Richtige tun (wenn man das nur voher wüsste.... )
danke dir auch nochmals:smile:

Sternlicht
15.08.2008, 17:18
ich danke euch nochmal für eure Gedanken und Worte
möchte aber hiermit gerne den Tread hier beenden.

cordu73
16.08.2008, 10:28
Bin gerade hier zufällig reingestolpert und hab mit grossem Interesse deinen Beitrag gelesen....
Ich denke ich bin die erste hier die, die nachvollziehen kann, was du meinst....denn ich bin definitv eine "Gleichgesinnte".
Entschuldigung an die anderen, aber ich denke man kann wirklich nur mitreden wenn man die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Jemandem abzuraten von etwas, wovon man nicht wirklich Ahnung hat ist nich in Ordnung.
So nun zu meinen Erfahrungen....mein Freund ist Borderliner...und ich kann jedes einzelne Wort, das du geschrieben hast nachempfinden und bestätigen.
Ich verstehe auch deinen Ängste. Ich kann dir nur das sagen, was ich erlebt habe. Er hat eine Vergangenheit, die sich wie ein Albtraum liest und für mindestens 5 Leben reicht.
Ich habe zwei Kinder die ganz hervorragend mit ihm klar kommen und er mit ihnen. Und ich werde ihn auf keinen Fall aufgeben, weil andere vielleicht denken, ich ticke nicht mehr richtig. Er ist der erste Mensch der mich versteht, oft sogar ohne Worte....ein unglaublich schönes Gefühl.
Ja es stimmt, es ist manchmal nicht einfach und man kommt an seine Grenzen, aber er ist es Wert.
Ich kann dir nur sagen, hör auf dein Herz. Du hast nur ein Leben und warum solltest du es anders leben, als so, wie du es dir wünscht. Und wenn er für dich dazugehört, dann tu es.
Bin gerade dabei meinen Umzug zu planen, denn bei uns liegt auch eine grosse Entfernung dazwischen.
Es ist eine andere Welt, die du betreten hast, in der du viele neue Dinge kennenlernen wirst. Vor allem was es wirklich bedeutet, sich selbst treu zu bleiben und zu leben.
Riskier es, du wirst dafür definitiv belohnt werden. Ich weiss wovon ich spreche, glaube mir.

Drück dir die Daumen....

Wenn du noch was wissen willst, frage, ich antworte gerne....

Sternlicht
16.08.2008, 12:29
danke dir
es ist so verrückt, wir hatten vorhin (bis ich weg musste) ein ziemlich emotionales Gespräch. Ich dachte er will sich zurückziehen, er hat sozusagen auch "kalte Füße" aber er sprach von einer wahnsinngen Wertschätzung mir gegenüber, davon das er Angst hat- Angst mich -wenn wir uns auf "uns" einlassen, mich irgendwann zu enttäuschen.Er sagt damit würde er nicht klarkommen. Gerade weil ich eine so besondere Frau bin (meint er) er hätte im Leben noch nie mit jemanden soviel und so tief & intime Dinge besproche n wie mit mir. Dabei ist ein Kerl wo andere sich fürchten könnten. (also so hmm ich sag mal so, nicht Normal-Schwiegermuttertraum) und er weinte. Himmel- ich verstehe ihn total, und das er mich aus Angst vor (ungelegten Eiern) schützen möchte, man so hab ich ihn immer nochmal mehr lieb. Wir sind uns einig das zwischen uns irgendwas ganz Besondere ist.
Nur ob das je "gelebt/geliebt" werden kann/darf??

also danke dir für deine Worte
und klar... *smile*

Inaktiver User
17.08.2008, 10:06
Liebe Sternlicht,

ehrlich gesagt, lese ich diesen Thread mit ganz großem Bauchweh.
Andererseits glaube ich aber, daß ich Dir ein bißle was zu Deinen Fragen antworten kann, deshalb schreibe ich trotz Bauchweh.

Meine jüngste Schwester ist Borderlinerin.
Ich liebe sie wirklich sehr, aber seit gut einem Jahr ist der Kontakt zwischen uns abgebrochen und ich werde ihn von meiner Seite aus nicht mehr aufnehmen (auch wenn es mir fast das Herz bricht).
Der Alltag mit ihr war extrem schwierig, sie hat jeden Einzelnen aus der Familie immer wieder maßlos verletzt - und war doch selber am allerunglücklichsten.
Irgendwann ist sie dann ans andere Ende der Welt gezogen und versucht nun dort, es mit ein paar Menschen dauerhaft auszuhalten.
Ich hoffe und bete, daß es ihr gelingt und sie fehlt mir wirklich entsetzlich - aber es ist auch ein ziemlich gutes Gefühl, einen Tag beginnen zu können, ohne Angst vor drohenden Dramen haben zu müssen....


Das einerseits.


Andererseits war ich vor ein paar Jahren Partnerin eines psychisch kranken Mannes, den ich ähnlich wie Du über große Entfernung kennen- und liebengelernt hatte.

Ich werde hier jetzt keine Details beschreiben, aber es endete in einer schrecklichen Katastrophe (der angeblich noch nie gegen Frauen gewalttätige Mann hatte plötzlich seine körperlichen Kräfte nicht mehr unter Kontrolle - blöderweise passierte das, als wir gerade miteinander im Bett waren), die ich nur knapp überlebt habe.

Und ich war, wie Du, absolut sicher, daß ich mit seiner Erkrankung zurechtkommen und es uns zusammen nur besser gehen würde.




Liebe Sternlicht, laß' es langsamer angehen, als Du es eigentlich vor hattest.
Es kann so toll werden, wie Du es Dir erträumst ( und ich es Dir selbstverständlich wünsche), aber in einer solchen Konstellation kann es nur sinnvoll sein, sich unglaublich viel Zeit zu lassen.



Von Herzen alles Liebe


Spätzle

Dachziegel
17.08.2008, 10:30
- aber es ist auch ein ziemlich gutes Gefühl, einen Tag beginnen zu können, ohne Angst vor drohenden Dramen haben zu müssen....

aber es endete in einer schrecklichen Katastrophe (der angeblich noch nie gegen Frauen gewalttätige Mann hatte plötzlich seine körperlichen Kräfte nicht mehr unter Kontrolle - blöderweise passierte das, als wir gerade miteinander im Bett waren), die ich nur knapp überlebt habe.


Oh, Spaetzle, das ist ja schauderhaft.

Deine Erfahrungen zeigen, dass diese psychisch schwer belasteten Menschen sicher ihre liebenswerten Seiten haben, aber dass man genausogut beraten ist, den Kontakt zu begrenzen und sehr auf der Hut zu sein.
Alles Schönreden, dass wir ja alle nicht ganz normal sind, man niemanden schubladisieren sollte etc. nützt da nichts. Mit heiler Haut davonzukommen ist immer noch das Wichtigste.

Sternlicht
17.08.2008, 17:31
grusel....
dennoch danke...
wäre ich so "hoch wird schon gutgehen" dann hätte ich keinen Grund gehabt überhaupt hier nach Erfahrungen zu suchen. Klar sind mir die Positiven lieber:zwinker:
Natürlich ist es schaurig zu lesen was dir wiederfahren ist. Gehört habe ich von einigen Frauen schon die schlimmsten Schicksale. Allerdings von (scheinbar) Gesunden ausgeführt.

ein bißchen ist das Leben auch Glücksache, bisher hat mein Bauchgefühl mich immer gut "beschütz" Aber - wenn können wir es so oder so nur langsam (also vor Ort ) angehen....

und irgendwo bin ich ja in dem Versuch mit zu entlieben (oder so) was aber nicht heißt das ich die Freundschaft aufgebe.... obwohl ich das wohl müsste um "loszukommen"

den Weg muss ich alleine gehen...


:blumengabe:

Sumpfhuhn75
17.08.2008, 18:11
bisher hat mein Bauchgefühl mich immer gut "beschütz" Aber - wenn können wir es so oder so nur langsam (also vor Ort ) angehen....



Ich wünsche dir so oder so - alles Gute!:blumengabe:

Sumpfhuhn

Sternlicht
18.08.2008, 12:02
danke :)

jada
29.08.2008, 15:10
Liebe Sternlicht,
ich möchte Dir ans Herz legen, einmal den Thread
Beziehungallstag mit Borderline (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=72104) hier im Forum zu lesen. Da schreiben Borderline und teilweise auch deren Partner. (Vor allem die Beiträge von Penthesileia sind unschätzbar wertvoll)

Ich bin selbst Borderlinerin und habe diesen Strang eröffnet, weil ich den Austausch suchte und gerne wissen wollte, wie andere in ihrer Beziehung damit umgehen.

Kurz zu mir selbst: Borderline habe ich schon lange, aber es wurde erst vor wenigen Jahren diagnostiziert. Seitdem ich weiß, was mit mir los ist, kann ich endlich mit dem Problem arbeiten und lebe mittlerweile seit 3 Jahren in einer glücklichen Beziehung. Weil ich bereit bin, mich weiterzuentwickeln und mich nicht von meiner Störung behindern zu lassen.

Vorher waren stabile Beziehungen entweder nicht möglich oder aber von gegenseitigen Verletzungen geprägt.

Mein Fazit also: kennt jemand seine Diagnose und ist willens, konsequent und hart an sich und der Beziehung zu arbeiten, kann das eine wunderbare Erfahrung sein. Sperrt sich der Betroffene gegen die Diagnose und ist zu keiner Kooperation bereit, geht es mit hoher Sicherheit schrecklich schief in der Beziehung.

Die Offenheit Deines Freundes ist in meinen Augen schonmal ein sehr gutes Zeichen.

Stimmen, die hier pauschalisierend "Lass die Finger von dem, so lange Du noch kannst" raten, sind mir suspekt.

Alles Gute für Dich
Jada

Couscous
29.08.2008, 15:26
.... Gerade weil ich eine so besondere Frau bin (meint er) er hätte im Leben noch nie mit jemanden soviel und so tief & intime Dinge besprochen wie mit mir.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit narzisstisch geprägten Borderlinern kann ich Dir nur von ganzem Herzen empfehlen, GANZ MASSIV auf Dich acht zu geben und Dich (mit Fachliteratur und/oder Internet) über das Thema kundig zu machen. Gerade Sätze wie der obige sind mehr als typisch ... :knatsch:

jada
01.09.2008, 17:47
Gerade Sätze wie der obige sind mehr als typisch ... :knatsch:

In dem Punkt würde ich Dir vermutlich zustimmen, möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass es einen großen Unterschied macht, ob man sich mit der "Krankheit" als Betroffener auseinandersetzt oder nicht.

Ich benenne das auch gerne an meinem persönlichen Beispiel: solche Sätze wie der obige gehören zu meiner Natur. Aber mittlerweile weiß ich die einzuschätzen. Ich kann also Distanz zu mir nehmen und erkennen: wenn ich so etwas sage, meine ich es ernst. Ich fühle das in dem Moment zu 100%. Aber was ich nicht mehr tue ist, diesem Gefühl zuviel Bedeutung beizumessen. Ich erkenne da dann nicht mehr den Heiligen Gral in einem Menschen. Ist es durchaus möglich, an diesem Punkt auch als Betroffener den Verstand einzuschalten und sich nicht heillos in seine Emotionen zu verrennen.

Jedem Partner eines Borderliners würde ich raten, auf diese extremen Gefühlsausbrüche nicht einzusteigen. Wird es abwertend, muss man gehen, um sich selbst zu achten. Wird es zu überschwänglich, muss man auch da Grenzen setzen, um die eigenen nicht einzureißen. Totale Verschmelzung ist das, was der "typische" Borderliner anstrebt, aber es ist für beide NICHT gesund.

Bei Borderline geht es in meinen Augen ohnehin hauptsächlich um Grenzen und deren Definition: wo sind die Grenzen des Bordis? Wo sind die seines Partners? Wie definieren beide die Grenzen ihrer Beziehung?

Ich behaupte immer noch, es ist möglich, eine glückliche Beziehung trotz Boderline zu führen. Immer unter der Voraussetzung, dass seitens beider Partner der Wille zur Entwicklung da ist.

NatalieThor
30.09.2008, 14:33
Vor allem was es wirklich bedeutet, sich selbst treu zu bleiben und zu leben


Diese Entwicklung durfte ich beobachten und hören von Menschen, die sich mit Menschen mit Persönlichkeitsstörung eingelassen haben und die Verletzungen, die geschehen können in Kauf genommen und aufgearbeitet haben.

Ist es das wert?

Ist es MIR das wert?

Sternlicht
24.12.2008, 08:07
:blumengabe::blumengabe::blumengabe:für Alle :zwinker:
war lange nicht hier, wusste gar nicht das noch Antworten kamen. Danke euch! Das Thema - Beziehung mit einem (ihm) Bordie hatte sich dann doch relativ schnell erledigt- Der Cut diesbezüglich kam von ihm. Unter Schuldgefühlen seinerseits. Verrückt daran war, er machte den Cut, bevor es wirklich begann und weinte dabei. (am tel)

Und es dauerte nicht lange, ich war froh drum. Da wir weiterhin tel Kontakt hatten, merkte ich doch- es wäre nicht gutgegangen.
Ob das nun an dem Borderline oder seiner sonstigen Persönlichkeit lag, ist schwer zu sagen. (er ist wie zwei Personen)
Wir haben noch hin und wieder freundschaftlichen Kontakt. Ich bin in eine Beziehung mit jemanden gestolpert- und er auch- laut meiner letzen Info. (von ihm) Nachdem ich alles "verdaut" hatte- war ich doch wirklich froh drum, das es nicht in Beziehung bei uns endete.

Es wäre nicht gutgegangen. Da wir weiterhin tel- wurde mir das klar.

Aber ich möchte diesen Tread stehen lassen, wei lich finde das er wertvolle Infos enthält. Und weil ich weiß das es viele Bordies gibt.
Ebenso nach wie vor der Meinung bin, das sie eine spezielle Ausstrahlung haben- diese eine Anziehungskraft hat. Etwas das ich vergeblich versucht hatte, meiner Freundin zu erklären.

von meinem jetzigen Partner hat eine Freundin von ihm, auch Borderline. Er erzählte mir, das sie "speziell" ist versuchte vorsichtig- zu sagen, mal so mal so...(damit ich mich nicht erschrecke, falls mal flippt) hab gleich gefragt: Borderline? er: ja- hat erstaunt geschaut.
(er weiß somit von der Geschichte, warum ich soviel weiß- darüber)

denn ich finde- es ist ein Erkrankung die Beachtung braucht- damit der Erkrankte und der Partner, Angehörige.... dennoch glücklich miteinander werden können.

also ein Dank an euch:smile:

Titine
28.03.2009, 18:24
* hochschieb*

Aus aktuellem Anlass .

Titine