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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit Gelassenheit gegen Verlustangst?



Inaktiver User
11.08.2008, 14:05
Ich habe gelesen, dass das Thema "Verlustangst" bereits öfter angesprochen wurde - und dennoch steht immer eine eigene Geschichte dahinter, eine eigene Vergangenheit.

Leider bin ich fast "hypersensibel", habe immer erkannt, wenn ich hintergangen, betrogen oder belogen wurde, rein instinktiv. Für den anderen immer ein Grund, mich dann auch gleich zu verlassen.
Mir das einen "Tick" zu oft passiert und jetzt "leide" ich wirklich unter extremer Verlustangst, insbesondere in einer "Partnerschaft", kämpfe gegen Eifersuchtsattacken, die ich allerdings für mich behalte (kein Schnüffeln, keine Vorwürfe etc.)

Irgendwie ist mir der Blick zur Gelassenheit versperrt. Was im Leben ist schon einfach und je älter wir werden, umso mehr Erfahrungen sammeln wir. Bei mir leider negativ, aber vielleicht habe ich es nur immer zu negativ gesehen?

In meinem Leben gibt es gerade eine solch schwierige Situation, viel passiert, alles offen, Vertrauen - hm - ich habe diese Angst, die mich runter zieht. Befinde mich quasi in einer Art "Warteposition". Jeden Tag plagt mich der Pessimismus und bin in Versuchung, alles hinzuschmeißen. Bezweifle aber, ob es mir dann besser geht. Es ist wie verhext, denn ich merke, wie ich immer "extremer" reagiere. Die Gefühle und Sinne sind aus dem Gleis geraten.:peinlich:

Wie erlange ich diese Gelassenheit und wie bekämpfe ich eine innere Unruhe? Gleichgültig, wie jetzt alles ausgeht, diese Angst wird mich wieder treffen.:wie?:

Anima

Inaktiver User
05.11.2008, 09:57
Hm , und wie ist es nun ausgegangen?

SadLisa
09.11.2008, 11:46
Hallo Anima,

ich such auch gerade ein "Mittel" für mehr Gelassenheit. Momentan betäube ich mich mit Johanniskrautpillen, aber die helfen nicht mehr. Denke auch über ärzliche Hilfe nach ( Psychiotherapie oder so).

Inaktiver User
10.11.2008, 21:45
Ja - wie ist es ausgegangen? Noch offen sage ich einfach...

Ich sehe nur langsam, dass meine Ängste nicht unbedingt immer unbegründet waren und ich auf einen ausreichenden Erfahrungsschatz zurückblicken kann.

Mir ist aufgefallen, dass immer, wenn ich krank wurde, der Tod in die Nähe kam (Freunde usw.), dass ich immer dann auch von einem Mann verlassen wurde, gemobbt wurde usw. . Das zieht sich seltsamerweise wie ein roter Faden durch mein Leben.

Sobald es mir also nicht gut geht gesundheitlich, werde ich auch panisch. Habe große Angst, Schwäche zu zeigen, weil ich dann wieder irgendjemanden verlieren könnte. Ich reagiere vollkommen unvernünftig, denn wenn mich jemand nicht so annimmt, wie ich bin, ist es doch eigentlich jemand, auf den ich verzichten sollte.

Dem Gedankenkarussel versuche ich mit "stopp" zu begegnen. Manchmal gelingt es, manchmal nicht.

Anima