PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angststörung - wie geht Eure Familie damit um?



Buffy
07.08.2008, 14:51
Hallo liebe Forianer!

Ich habe schon seit längerem eine Angststörung und leide auch an einigen Zwängen (die jetzt nicht unbedingt jedem auffallen, aber mir das Leben doch sehr erschweren!).
Mein Ehemann kriegt das ja selbstverständlich mit...und mit ihm habe ich auch keine Probleme. Er versucht immer alles zu verstehen und schaut mich nicht an, als ob ich verrückt wäre.
Aber er ist leider auch so ziemlich der Einzige.
Da ich im Ausland lebe, bekommt meine Mama das nicht so mit, halt nur, wenn sie zu Besuch ist.
Und ich sehe, wie verzweifelt sie ist, weil sie mir nicht helfen kann. Sie kann das auch nicht so wirklich verstehen, und sagt mir immer, ich müsste stark sein und mich nicht so hängen lassen!
Einerseits tut es mir weh, wenn sie das sagt, aber andererseits weiss ich auch, dass es nun mal sehr viele Menschen nicht verstehen können!
Gibt es hier jemanden, der das auch so erlebt? Und wie geht ihr damit um?

Freue mich auf Eure Antworten!

Gruss,
Buffy

Inaktiver User
08.08.2008, 22:10
Hallo Buffy!
Erstmal.. du bist nicht verrückt!!!!
Es gibt tausende von Menschen, die unter Ängsten leiden bzw. eine Angststörung haben.
Ich kenne das seit vielen Jahren. Die Frage , wie geht die Familie damit um, ist sehr schwer zu beantworten.
Meine Familie hat mir geholfen, aber nicht mit dem richtigen Weg. Sie waren für mich da, aber niemand sagte mir zb. geh in eine Therapie, oder lies mal dieses oder jenes Buch.
Bis ich dann so eine Wut bekam, mich selber auf den Weg machte und mir eine Therapeutin suchte. Das war nicht einfach.
Keine Mutter ! kann dir helfen. Wenn du Angst bekommst, musst du das ganz alleine durchstehen. Das ist ein harter Weg.
Mein Mann hat mich immer in Schutz genommen, zb. mit den Worten...das kannst du nicht.. oder er hat mich überall hin gefahren. Heute weiss ich, dass das falsch war. !!!
Ich gehe heute noch zur Therapie,Verhaltenstherapie. Ich habe gelernt auf eigenen Füssen zu stehen und es ist wirklich so ,.....".Ein Leben in Angst , ist wie ein Leben nur halb gelebt! " ..
Wie schön das Leben ohne Angst sein kann, weiss ich heute erst nach xxxx Jahren.
Wenn dir deine Familie helfen soll/will, dann müssen sie dich unterstützen mit guten Worten, mit Motivation.!! mit Lob.. zb. das hast du super geschafft.
Aber in welcher Form deine Ängste auftreten, schreibst du ja nicht.
Es gibt auch gute Fachliteratur. zb. Ängste bewältigen, von Doris Wolf.
und Angstfrei leben von Lucida Basset.
Also mach dich ALLEINE auf den Weg.
Gruss
Theresia

Buffy
18.08.2008, 15:22
Hallo Theresia!

Erst einmal sorry, dass ich Dir erst jetzt antworte....hatte keine Zeit!

Und dann auch vielen Dank für Deine Antwort!

Du hast wohl recht, dass ich da ganz alleine durch muss, und mir letztendlich keiner dabei helfen kann (ausser ein Therapeut).
Aber es ist soooooo schwer!
Hinzu kommt noch, dass ich nicht in Deutschland lebe, und hier im Westen Europas ist das alles nicht so leicht mit Therapie machen!
Aber ich schaff das schon....! :-)

Danke auch fuer die Buchtipps...werde ich mir besorgen, vielleicht hilft mir das ja ein wenig weiter!

Vielen lieben Dank!

Buffy