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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweigen oder beichten...was ist besser ?



Vanilla2
06.08.2008, 17:21
Mir ging gerade beim Lesen in diesem Forum die Frage durch den Kopf, ob es langfristig gesehen, besser ist, wenn der Betrügende die Affaire beichtet oder besser für sich behält.

Habe da ein aktuelles Beispiel: Mein bester Freund hatte 3 Monate eine Affaire, die seine Geliebte nun beendet hat. Nach seiner Aussage ist diese Geliebte eine wirklich große Liebe. Er will aber seine Ehe erst dann aufgeben, wenn er alles versucht hat und mit einem ruhigen Gewissen "rausgehen" kann...woraufhin sich seine Geliebte nun eben - aus meiner Sicht nachvollziehbarer Weise - von ihm getrennt hat. Nun leidet er wie Hund, da seine Entscheidung für seine Frau/Ehe eher die Kopfentscheidung war, sein Herz aber seiner Geliebten hängt (die im übrigen standhaft den Kontakt abgebrochen hat).

Kann sowas gutgehen ? Ich finde, es ehrt ihn erstmal, dass er - trotz großer Gefühle - seine Ehe nicht so einfach wegwirft, aber geht das auf Dauer ?

Ich selbst hatte auch mal eine Affaire, die aufflog, woraufhin derjenige sich von mir trennte...soweit ich weiß, sind die beiden noch zusammen...aber so kommen die Dinge auf den Tisch und können - auch wenn´s hart ist - aufgearbeitet werden...aber wenn quasi alles unter den Tisch gekehrt wird, wie will man das etwas verbessern ?

Freue mich auf Eure Meinungen und Erfahrungen :blumengabe:

LG, Vanilla

Inaktiver User
06.08.2008, 17:25
Jeder hat seine Gründe oder kann einfach nicht anders und jede Konstellation ist etwas anders. Bei einem Partner, den ich nicht liebe würde ich allerdings eher nicht bleiben. Selbst finanzielle Nachteile wären mir dann egal, aber auch das ist bei manchen anders, weils eben finanziell teilweise sehr eng ist. Das Alter der Kinder kann auch eine Rolle spielen und so einiges mehr.

Laufrad
06.08.2008, 18:39
Er will aber seine Ehe erst dann aufgeben, wenn er alles versucht hat

Na dann ran. Das tun, was er angekündigt hat: Alles versuchen, um seine Ehe wieder in bessere Gewässer zu lenken.

Und schweigen.

Und bitteschön die Zähne zusammen beißen, was das Leiden angeht. Wozu soll er beichten? Damit seine Frau dann auch leidet? Nein, das hat er sich eingebrockt, das soll er auch auslöffeln. Und, wie gesagt, jetzt erst mal "alles versuchen".

Inaktiver User
06.08.2008, 18:41
dann ist die Ehe aber auf einer Lüge aufgebaut.

und die Frau merkt ja, dass etwas los ist, kann das aber nicht einordnen - das untergräbt die Beziehung und das Vertrauen.

beichten - und in die Eheberatung.

Gruß, Leonie

fraeulein_minza
06.08.2008, 18:54
beichten - und in die Eheberatung.

Ganz meiner Meinung!

Man spürt auch unausgesprochenes. Man mag es falsch oder richtig deuten, aber man spürt doch, wenn etwas schräg läuft. Die Verletzung der Beziehung ist passiert und kann durch Schweigen m.E. nicht auskuriert werden. Beide sollten voneinander den Standpunkt in der Beziehung kennen um ihn gemeinsam festigen zu können.

Bei einem einmaligen Seitensprung sehe ich das unter gewissen Umständen anders, aber der liegt ja hier eindeutig nicht vor.

Inaktiver User
06.08.2008, 19:00
Ganz meiner Meinung!

meine auch! :blumengabe:
ich habe ich gefragt, in welchem paralleluniversum er existiert. :knatsch: ich hatte das sichere gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Inaktiver User
06.08.2008, 19:21
Wenn er eine Therapie ihr vorschlagen moechte ( und das sollte er!) muss er es begruenden.
Der Satz: "Wir haetten uns beinahe ganz verloren da ich eine Affaire eingegangen bin die aber jetzt beendet ist und ich moechte dringend an unserer Ehe arbeiten damit das nicht wieder passiert"..ist ehrlich, macht ihr den Ernst der Lage bewusst und verletzt gleichzeitig nicht unnoetig. So Saetze wie:" Sie war meine grosse Liebe und wollte mich nicht mehr, deshalb mach ich das jetzt" sind nicht geeignet eine Ehe zu retten .

Laufrad
07.08.2008, 07:01
Wenn er eine Therapie ihr vorschlagen moechte ( und das sollte er!) muss er es begruenden.
Der Satz: "Wir haetten uns beinahe ganz verloren da ich eine Affaire eingegangen bin die aber jetzt beendet ist und ich moechte dringend an unserer Ehe arbeiten damit das nicht wieder passiert"..ist ehrlich,

In Anbetracht der geschilderten Umstände halte ich diesen Satz für ebenso schön und wünschenswert wie, in diesem Fall, unehrlich.


Er will aber seine Ehe erst dann aufgeben, wenn er alles versucht hat und mit einem ruhigen Gewissen "rausgehen" kann...woraufhin sich seine Geliebte nun eben ... von ihm getrennt hat.
...
Nun leidet er wie Hund, da seine Entscheidung für seine Frau/Ehe eher die Kopfentscheidung war, sein Herz aber seiner Geliebten hängt

Je länger ich darüber nachdenke, dass er nur alles versuchen wollte, um sein Gewissen zu beruhigen "ich habe alles probiert, aber leider, leider..." desto mehr finde ich, dass er sich jetzt den Tatsachen, dass es eben nicht nach seinem Plan lief, stellen muss. Wenn er jetzt nicht den Hintern zusammen klemmt und tatsächlich alles versucht, dann trennt er sich besser.

Aber die Ehefrau noch mit süßen Worten zur Therapie bewegen, wenn er die vielleicht selbst nur will, damit er alles versucht hat "wir waren sogar bei der Ehetherapie..."? Nee, jetzt ist Schluss mit reden und Gequatsche, bitte Taten. Fokus auf die Ehe. Und bitteschön Schluss mit Gejammer und leiden.

Oder er trennt sich von seiner Frau.

OK, ich vertiefe mich da jetzt zu sehr. Ich habe selbst ein Exemplar in Freundeskreis, der stundenlang erzählen kann, dass er alles versucht hat, inkl. Therapie. Der hatte aber das Glück, dass ihn seine Neue immer noch wollte, nachdem das alles leider, leider nicht gefruchtet hat.

Inaktiver User
07.08.2008, 08:00
Man mag es falsch oder richtig deuten, aber man spürt doch, wenn etwas schräg läuft. Die Verletzung der Beziehung ist passiert und kann durch Schweigen m.E. nicht auskuriert werden.
Es fragt sich dann nur immer, was zuerst war: Das Huhn oder das Ei? Das heißt, das Beziehungsproblem oder der Seitensprung? Hätte, würde, könnte ist dann unangebracht. Viele Beziehungen laufen teilweise einfach schief und da sind nicht immer 100% kompetente und 100% kommunikationsfähige Partner am Werk, die liebevoll einen Kontext finden wollen und dass das Leben nicht immer 100% gibt, weiß man und deswegen trennt man sich nicht sofort.

Sofort Beichten kann einfach auch ein Fehler sein, finde ich, weil es danach oft so ist, dass einem keine Zeit gelassen wird sich zu entscheiden für das was man wirklich will. Und gerade neue Beziehungen brauchen Zeit. Manches wird einem auch erst durch den Sprungpartner klar.

Inaktiver User
07.08.2008, 08:13
Sofort Beichten kann einfach auch ein Fehler sein, finde ich, weil es danach oft so ist, dass einem keine Zeit gelassen wird sich zu entscheiden für das was man wirklich will.



Fehler hin oder her :smile: . Glaube man muss da unterscheiden zwischen ein bisschen Fremdpoppen ohne weitere Gedanken oder einer Nebenbeziehung bei der ich mir überlege mich zu trennen . Ersteres ist nicht der Rede wert und ich würde da meine Partnerin nicht mit belasten wollen . Bei der zweiten Variante sollte man schon die Karten auf den Tisch legen und sich damit auseinander setzen auch mit dem Risiko dass mir der oder die Partnerin dann die Entscheidung abnimmt und sich ggfs. trennt weil sie oder er nicht damit klarkommen .

fraeulein_minza
07.08.2008, 08:19
Es fragt sich dann nur immer, was zuerst war: Das Huhn oder das Ei? Das heißt, das Beziehungsproblem oder der Seitensprung? Hätte, würde, könnte ist dann unangebracht. Viele Beziehungen laufen teilweise einfach schief und da sind nicht immer 100% kompetente und 100% kommunikationsfähige Partner am Werk, die liebevoll einen Kontext finden wollen und dass das Leben nicht immer 100% gibt, weiß man und deswegen trennt man sich nicht sofort.

Ich sehe die Frage nach "was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei?" nicht!
NATÜRLICH lief es vor der Affaire schon schräg!
Ich gehe doch nicht fremd weil ich mich in meiner Beziehung so pudelwohl fühle?!


Sofort Beichten kann einfach auch ein Fehler sein, finde ich, weil es danach oft so ist, dass einem keine Zeit gelassen wird sich zu entscheiden für das was man wirklich will. Und gerade neue Beziehungen brauchen Zeit. Manches wird einem auch erst durch den Sprungpartner klar.

Genau und wenn einem etwas durch den Seitensprung klar wird, ist es umso förderlicher es für die Heilung zu nutzen!

Kraaf
07.08.2008, 08:29
Habe da ein aktuelles Beispiel: Mein bester Freund hatte 3 Monate eine Affaire, die seine Geliebte nun beendet hat. Nach seiner Aussage ist diese Geliebte eine wirklich große Liebe. Er will aber seine Ehe erst dann aufgeben, wenn er alles versucht hat und mit einem ruhigen Gewissen "rausgehen" kann...woraufhin sich seine Geliebte nun eben - aus meiner Sicht nachvollziehbarer Weise - von ihm getrennt hat. Nun leidet er wie Hund, da seine Entscheidung für seine Frau/Ehe eher die Kopfentscheidung war, sein Herz aber seiner Geliebten hängt (die im übrigen standhaft den Kontakt abgebrochen hat).

Kann sowas gutgehen ? Ich finde, es ehrt ihn erstmal, dass er - trotz großer Gefühle - seine Ehe nicht so einfach wegwirft, aber geht das auf Dauer ?


Was "ehrt" ihn? Verstehe ich nicht.

Selbst die Geliebte hat doch jetzt ein klares Zeichen gesetzt: "Entscheide dich endlich."

Und ja, das sollte er tun.

fraeulein_minza
07.08.2008, 09:06
Zitat:
Habe da ein aktuelles Beispiel: Mein bester Freund hatte 3 Monate eine Affaire, die seine Geliebte nun beendet hat. Nach seiner Aussage ist diese Geliebte eine wirklich große Liebe. Er will aber seine Ehe erst dann aufgeben, wenn er alles versucht hat und mit einem ruhigen Gewissen "rausgehen" kann...woraufhin sich seine Geliebte nun eben - aus meiner Sicht nachvollziehbarer Weise - von ihm getrennt hat. Nun leidet er wie Hund, da seine Entscheidung für seine Frau/Ehe eher die Kopfentscheidung war, sein Herz aber seiner Geliebten hängt (die im übrigen standhaft den Kontakt abgebrochen hat).

Kann sowas gutgehen ? Ich finde, es ehrt ihn erstmal, dass er - trotz großer Gefühle - seine Ehe nicht so einfach wegwirft, aber geht das auf Dauer ?


Was "ehrt" ihn? Verstehe ich nicht.

Selbst die Geliebte hat doch jetzt ein klares Zeichen gesetzt: "Entscheide dich endlich."

Und ja, das sollte er tun.

Hm, ich sehe auch nichts was in ehrt. Eher ein 'wenn die neue mich nicht lieben will, versuche ich es bei der alten nochmal, damit ich was umme Hand hab'!?

Wenn er wirklich die Ehe retten will, muss er wie es scheint alte Muster verlassen! Schweigen und kopflos agieren kann er ja bestens, wie er bewiesen hat.

Vanilla2
07.08.2008, 09:15
Hm, ich sehe auch nichts was in ehrt. Eher ein 'wenn die neue mich nicht lieben will, versuche ich es bei der alten nochmal, damit ich was umme Hand hab'!?

Wenn er wirklich die Ehe retten will, muss er wie es scheint alte Muster verlassen! Schweigen und kopflos agieren kann er ja bestens, wie er bewiesen hat.

Hm, na ja...das mit dem "es ehrt ihn" meinte ich so, dass er eben nicht "einfach so" seine Ehe hinschmeisst, trotz großer Gefühle für die andere Frau sondern seiner Ehe eben eine Chance geben will. Aber vielleicht ist er ja auch einfach nur feige und traut sich nicht, vor seiner Frau die Karten auf den Tisch zu legen...und er hat, das betont er immer wieder, ein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber, da sie so viel für ihn aufgegeben hat (gutbezahlten Job, Umzug weg von Freunden)...ich persönlich finde aber das klingt nach Ausrede.
Fakt ist, seine Frau hat ihm natürlich angemerkt, dass etwas nicht stimmt und er schweigt beharrlich. Das grenzt an Grausamkeit, finde ich...

Mit seiner Geliebten ist er so auseinander gegangen, dass er sagt er liebt sie, aber er kann aus o.g. Gründen nicht heute oder morgen trennen, woraufhin sie "Schluss" gemacht hat.

Inaktiver User
07.08.2008, 09:24
Ich sehe die Frage nach "was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei?" nicht!
NATÜRLICH lief es vor der Affaire schon schräg!
Ich gehe doch nicht fremd weil ich mich in meiner Beziehung so pudelwohl fühle?!


Gut, geantwortet. So gesehen, gebe ich Dir Recht, die Frage stellt sich nicht. Vorher gab es schon Probleme, die in der Beziehung nicht gelöst wurden zu dem Zeitpunkt.


Genau und wenn einem etwas durch den Seitensprung klar wird, ist es umso förderlicher es für die Heilung zu nutzen!

Das sollte die eigene Heilung sein primär und wird nicht immer die Heilung der Paarbeziehung sein.

Inaktiver User
07.08.2008, 09:29
Was "ehrt" ihn? Verstehe ich nicht.


Erster Gedanke: Manche denken, dass es einen Menschen ehrt, wenn er sich nicht leichtfertig für sein Glück entscheidet, sondern lieber leidet.

fraeulein_minza
07.08.2008, 09:35
Das sollte die eigene Heilung sein primär und wird nicht immer die Heilung der Paarbeziehung sein.

YEPP - genau so sehe ich's auch!

Aber da scheint 'er' noch nicht dran gedacht zu haben.
Sein eigenes Verhalten zu reflektieren ist eben nicht angenhem. Er scheint lieber den Weg des geringsten Widerstandes gehen zu wollen. Das ist menschlich, aber nicht un-bedingt fruchtend.

Inaktiver User
07.08.2008, 09:42
YEPP - genau so sehe ich's auch!

Aber da scheint 'er' noch nicht dran gedacht zu haben.
Sein eigenes Verhalten zu reflektieren ist eben nicht angenhem. Er scheint lieber den Weg des geringsten Widerstandes gehen zu wollen. Das ist menschlich, aber nicht un-bedingt fruchtend.


Ich würde noch gar nicht mal so unterstellen, dass es der Weg des geringsten Widerstandes ist, denn innerlich hat er damit sicher große Probleme, aber vielleicht kein Handwerkszeug, um sie zu lösen und ob er dazu noch das Richtige findet, weiß man nicht. Dazu müsste man wissen, wo der Schuh wirklich drückt bei ihm und welche inneren Konflikte er mit sich trägt und warum er so handelt.

Vanilla2
07.08.2008, 09:47
Das sollte die eigene Heilung sein primär und wird nicht immer die Heilung der Paarbeziehung sein.

Das hab ich ihm auch gesagt, aber er meinte: "Wie soll ich denn meiner Frau erklären, dass ich mich jetzt nach nur 2 Jahren Ehe (und 5jähriger Beziehung insg.) aus der Ehe schon wieder verabschiede ?" Er sagt, er sei für sie der absolute Traummann und sie hätte immer nur ihn gewollt.
Vielleicht kann er ihr das nicht antun....habe ihn nur zweifeln angesehen und gemeint, dass auf Dauer niemand so selbstlos ist, wenn ich die andere Frau mehr liebe als meine eigene....

Vanilla2
07.08.2008, 09:48
Was meinst Du mit Handwerkszeug ?

Inaktiver User
07.08.2008, 09:59
Was meinst Du mit Handwerkszeug ?
Keine passende Strategie innere Konflikte zu lösen, wie hier z.B. bei einem Menschen zu bleiben, der einen liebt anstatt sich für den Menschen zu entscheiden, den man liebt.
Ich meine damit einfach Konfliktlösungsstrategien allgemein und auch Umgang mit Abhängigkeiten, Verpflichtungen und dem gesunden Stehen zu sich selbst. Aus welcher Therapie er dazu etwas entnehmen kann oder welches Buch ihm dabei weiterhelfen kann, muss er selbst sehen. Er muss einfach anfangen sich mit sich zu beschäftigen und was dazu geführt hat, dass er sich so verstricken lässt etc..

Inaktiver User
07.08.2008, 10:12
In Anbetracht der geschilderten Umstände halte ich diesen Satz für ebenso schön und wünschenswert wie, in diesem Fall, unehrlich

bist du sicher dass es unehrlich waere? Was waere die Wahrheit? Dass er nur bei seiner Frau bleibt aus rationalen Gruenden? Das erzaehlen Affairenmaennern gerne Geliebten und wenn sie dumm sind glauben sie das ( die hier scheint nicht so dumm zu sein..:smirksmile: ) Ohne Gefuehle fuer seine Frau waere er bei der Geliebten geblieben. Der Satz.. Sie ist meine grosse Liebe und ich bleib nur bei dir aus Kopfgruenden wuerde bei der Frau schlicht und ergreifend dazufuehren dass sie keine Paartherapie fuer noetig erachtet. Es ist ja ausser rationalen Gruenden dann angeblich nichts mehr da. Soll sie Gegenargumente bringen?
Nee, wenn er was an der Beziehung retten will, und das scheint er ja zu wollen, soll er mal schoen solche Saetze sein lassen. Wahre Saetze verursachen eh schon genug Leid in so einer Situation aber unwahre? Muss nicht sein.

Minza.. prinzipiell ist es richtig dass die eigene seelische Gesundheit wichtiger ist als die des anderen. Aber indem Augenblick indem du eine Ehe eingehst versprichst du auch deine Befindlichkeiten etwas zurueckzustecken und auch die des anderen gut im Auge zu behalten.
Wer in einer Ehe ruecksichtslos nur sein Glueck verfolgen moechte hat in einer Ehe nichts verloren

fraeulein_minza
07.08.2008, 10:26
Minza.. prinzipiell ist es richtig dass die eigene seelische Gesundheit wichtiger ist als die des anderen. Aber indem Augenblick indem du eine Ehe eingehst versprichst du auch deine Befindlichkeiten etwas zurueckzustecken und auch die des anderen gut im Auge zu behalten.
Wer in einer Ehe ruecksichtslos nur sein Glueck verfolgen moechte hat in einer Ehe nichts verloren

Habe mich wohl zu drastisch oder kurz oder komisch ausgedrückt.

Ich sehe es wie Du! Selbstverständlich gehört es zu einer Ehe/Beziehung, dass man aufeinander eingeht, Kompromisse sucht/schließt, etc.. Aber ohne ein gewisses Maß an eigener Seelenhygiene gelingt m.E. kein wahrhaftiges Miteinander!

Oder anders:

Ohne, dass er eine Einstellung zu seinem Handeln findet, wird er ihr nicht glauben machen können, was er will. Insofern käme es zu keinem Miteinander (zumindest wie ich es mir in einer funktionierende Partnerschaft vorstelle).

Inaktiver User
07.08.2008, 10:38
Placet :blumengabe:

Ypnowoman2
07.08.2008, 11:12
Große Liebe (3monatige Affäre) vs. Kopfentscheidung (5 Jahre Beziehung).... diejenige von euch die für die "Liebe" plädieren scheinen m.E. nicht zu berücksichtigen dass jede Affäre nach 3 Monaten sich wie die große Liebe anfühlt... ist sie es aber meistens nicht. Ich finde sein Verhalten gut. Und wenn er jetzt die Klappe hält und sich endlich ernsthaft an die Probleme in seiner Ehe rantraut, wünsche ich ihm gutes gelingen.

Inaktiver User
07.08.2008, 12:40
beichten - und in die Eheberatung.


Für viele Leute ist aber eine Affäre des Partners ein klarer Trennungsgrund. Deshalb steht diese Option oft nicht zur Auswahl.

Es geht dann nur noch:

beichten – und die Trennung in Kauf nehmen

oder:

schweigen – und sich an die Arbeit machen.

Klar steht dann die Beziehung auf wackligen Beinen. Aber das ist dann halt so.

Marie35
07.08.2008, 13:50
schweigen – und sich an die Arbeit machen.

Was meinst du danmit?

Inaktiver User
07.08.2008, 14:00
schweigen – und sich an die Arbeit machen.

Was meinst du danmit?

1. Affäre beenden
2. Trauerarbeit leisten, zu sich selbst zurückfinden
3. Langzeitbeziehung/Ehe anschauen/hinterfragen
4. Das Gespräch/die Auseinandersetzung suchen
5. Ev. Paartherapie

So etwa in der Reihenfolge. Das ist aber graue Theorie da ich selbst noch nie in der Situation war.

Aber ich kenne eine Frau, bei der das langfristig (bis jetzt 12 Jahre lang) funktioniert hat. Ihr Mann weiß immer noch nichts von ihrer Affäre. Übrigens war ich ihre Affäre...:smirksmile:

Marie35
07.08.2008, 14:12
1. Affäre beenden
2. Trauerarbeit leisten, zu sich selbst zurückfinden
3. Langzeitbeziehung/Ehe anschauen/hinterfragen
4. Das Gespräch/die Auseinandersetzung suchen
5. Ev. Paartherapie

So etwa in der Reihenfolge. Das ist aber graue Theorie da ich selbst noch nie in der Situation war.

Aber ich kenne eine Frau, bei der das langfristig (bis jetzt 12 Jahre lang) funktioniert hat. Ihr Mann weiß immer noch nichts von ihrer Affäre. Übrigens war ich ihre Affäre...:smirksmile:

Das heisst sie hatte eine Affäre 12 J. lang und ihr Mann wusste von nichts..?
Und sie hat keinen der o.g. Punkte gemacht?

Ich lebe seit März eine Affäre..
Punkt 1 zur Zeit noch nicht
Punkt 2 auch nicht zur Zeit
Punkt 3 hab ich schon gemacht
Punkt 4 auch..oft sehr oft..
Ounkt 5 vorgeschlagen..wollte er nicht

Inaktiver User
07.08.2008, 14:18
Aber ich kenne eine Frau, bei der das langfristig (bis jetzt 12 Jahre lang) funktioniert hat. Ihr Mann weiß immer noch nichts von ihrer Affäre. Übrigens war ich ihre Affäre...:smirksmile:
:freches grinsen: Und wie lange ging die Affäre oder besteht sie noch? Vielleicht sollte man auch Daueraffären hinterfragen, z.B. inwieweit sie Beziehungen stabilisieren? In so so einem Stabilisierungsfall sollte dann wohl eher nicht gebeichtet werden?

Vanilla2
07.08.2008, 14:24
bist du sicher dass es unehrlich waere? Was waere die Wahrheit? Dass er nur bei seiner Frau bleibt aus rationalen Gruenden? Das erzaehlen Affairenmaennern gerne Geliebten und wenn sie dumm sind glauben sie das ( die hier scheint nicht so dumm zu sein..:smirksmile: ) Ohne Gefuehle fuer seine Frau waere er bei der Geliebten geblieben.


Dass er gar keine Gefühle für seine Frau hat, glaube ich auch nicht...aber zumindest sagt er mir (ich bin nicht seine Geliebte), dass er diese Frau von Anfang an mehr geliebt hat, als das bei seiner jetztigen Frau der Fall ist.
Kleine Anekdote am Rande: Seine jetztige Frau war vor ca. 14 Jahren mal seine Affaire, aber er hat sich damals nicht aus seiner Ehe gelöst (kleines Kind, Pflichtgefühl...was auch immer...oh, haben wir hier ein Muster? :-))..war dann 6 Jahre mit einer anderen zusammen und in dieser ganzen Zeit hat seine jetztige Frau immer irgendwo im Hintergrund auf ihn "gewartet" und hat ihn am Ende "bekommen".
Meiner Meinung nach ist sie tatsächlich nicht seine große Liebe, vielleicht hat sich gedacht, er findet keine bessere mehr...keine Ahnung.

Marie35
07.08.2008, 14:24
:freches grinsen: Und wie lange ging die Affäre oder besteht sie noch? Vielleicht sollte man auch Daueraffären hinterfragen, z.B. inwieweit sie Beziehungen stabilisieren? In so so einem Stabilisierungsfall sollte dann wohl eher nicht gebeichtet werden?

Genau der Punkt bei mir..Stabilisierung der Beziehung..seitdem ich die Affäre habe ist unsere Beziehung deutlich besser..keinen Zoff mehr um Sex..ich bin entspannt..und mein Freund auch das er nicht mehr so oft ran muss:zwinker:

Inaktiver User
07.08.2008, 14:30
Das heisst sie hatte eine Affäre 12 J. lang und ihr Mann wusste von nichts..?
Und sie hat keinen der o.g. Punkte gemacht?


Nein. Sie hatte vor 12 Jahren eine Affäre mit mir. Paar Monate lang. Dann habe ich Druck gemacht, sie gezwungen, sich zu entscheiden. Sie hat sich für ihren (damals noch) Freund entschieden, mit dem sie damals seit ein paar Jahren zusammen war.
Sie hat geschwiegen, ihm nie etwas von unserer Affäre erzählt, weil er – gemäß ihrer Aussage – sich sonst sofort von ihr getrennt hätte. Stattdessen hat sie sich gem. oben genannten Punkten an die Arbeit gemacht. Etwa 2 Jahre nach dem Ende der Affäre mit mir hat sie ihn geheiratet. Sie sind immer noch verheiratet, haben inzwischen 2 Kinder. Die Beziehung sei heute gut, sagte sie mir, als wir uns kürzlich über den Weg gelaufen sind.

Inaktiver User
07.08.2008, 14:33
Genau der Punkt bei mir..Stabilisierung der Beziehung..seitdem ich die Affäre habe ist unsere Beziehung deutlich besser..keinen Zoff mehr um Sex..ich bin entspannt..und mein Freund auch das er nicht mehr so oft ran muss:zwinker:
Au, ja. :zwinker: :freches grinsen: Ich meine, das ist ja eine echte Entlastung. Wenn man offener darüber sprechen könnte, wäre es ja kein Thema Sex outzusorcen. Aber ich meine, dass er sicher so zufriedener ist, wenn er nichts davon erfährt. Manche Dinge sollten eben möglichst ohne große Störungen erledigt werden.

Marie35
07.08.2008, 14:38
Au, ja. :zwinker: :freches grinsen: Ich meine, das ist ja eine echte Entlastung. Wenn man offener darüber sprechen könnte, wäre es ja kein Thema Sex outzusorcen. Aber ich meine, dass er sicher so zufriedener ist, wenn er nichts davon erfährt. Manche Dinge sollten eben möglichst ohne große Störungen erledigt werden.

Ja kaum zu glauben aber für ihn wirklich eine Entlastung:zwinker: und für mich auch jetzt..
Er sagte mal beiläufig: wenn du eine Affäre hast würde ich es glaube ich gar nicht wissen wollen...er lebt gerne nach dem Vogel Strauss Prinzip..auch in diesem Bereich..

Inaktiver User
07.08.2008, 14:40
Ja kaum zu glauben aber für ihn wirklich eine Entlastung:zwinker: und für mich auch jetzt..
Er sagte mal beiläufig: wenn du eine Affäre hast würde ich es glaube ich gar nicht wissen wollen...er lebt gerne nach dem Vogel Strauss Prinzip..auch in diesem Bereich..
Ähm, der Vogel Strauss steckt doch nur den Kopf in den Sand oder zieht der auch den Schwanz ein? Tschuldigung bin noch etwas betrunken. Aber gut, ich meine für Dich ist das doch letztendlich schön oder?

Ypnowoman2
07.08.2008, 14:43
ohne große Störungen erledigt werden...
bis zu dem Punkt als der Frau zuviel wird (und das kommt fast sicher - Ausnahmen gibt es auch) oder die Affäre zu Ende geht und kein zufriedenstellender Ersatz gefunden wird.... und reden immer noch nicht weiter hilft.
Dann, aber nur dann!, empfehle ich, Klartext zu reden. Ich persönlich habe es damals so gemacht, mein Mann hat sich nicht! scheiden lassen, dafür ist er endlich wach geworden.
Wenn allerdings die Affäre zufällig rauskommt (sehr wahrscheinlich, wenn der "treue" Partner sich in Computersachen besser auskennt als der andere) und nicht vorher darüber geredet wurde, ist dann .... schlecht. Sehr schlecht.

Marie35
07.08.2008, 14:46
Ähm, der Vogel Strauss steckt doch nur den Kopf in den Sand oder zieht der auch den Schwanz ein? Tschuldigung bin noch etwas betrunken. Aber gut, ich meine für Dich ist das doch letztendlich schön oder?

Lach..nun ja..den Schwanz zieht er nicht ganz ein aber er kommt auch nicht oft genug raus...nicht so wie ich es brauche..:zwinker:

Jetzt geht es mir besser richtig..habe lange hin und her überlegt mit der Affäre..würde mein Freund mich regelmässig besteigen:peinlich: würde wir nicht über meine Affäre reden..:blumengabe:

Inaktiver User
07.08.2008, 14:56
Jetzt geht es mir besser richtig..habe lange hin und her überlegt mit der Affäre..würde mein Freund mich regelmässig besteigen:peinlich: würde wir nicht über meine Affäre reden..:blumengabe:
:blumengabe: Nee, glaube ich Dir. So einen Schritt überlegt man sich reichlich, aber irgendwann ist man an dem Punkt an dem man sagt, dass das Leben doch schöner sein kann. Direkter könnte ich nicht werden.:peinlich: :freches grinsen:

Marie35
07.08.2008, 14:59
:blumengabe: Nee, glaube ich Dir. So einen Schritt überlegt man sich reichlich, aber irgendwann ist man an dem Punkt an dem man sagt, dass das Leben doch schöner sein kann. Direkter könnte ich nicht werden.:peinlich: :freches grinsen:

Richtig 2 J. lang hab ich überlegt..immer wieder das Gespräch gesucht mit meinem Freund..nix hat sich geändert..dauernd seine Lust unterdrücken? Warum sollte man das tun?
Ich habe gern Sex es ist sehr wichtig für mich und ohne Sex bin ich ungeniessbar:smile:

Inaktiver User
07.08.2008, 15:01
Es gibt noch ein anderer Aspekt, der hier noch nicht erwähnt wurde. Der Entscheid, bei der langjährigen Beziehng zu bleiben, ist (wie im Ausgangsposting erwähnt) vorläufig ein reiner Vernunftsentscheid. Das heisst aber nicht, dass dieser Entscheid nicht in der Zukunft auch vom Bauch/Herzen mitgetragen werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Affäre beendet und verarbeitet ist.

Was aber passiert, wenn gebeichtet wird und der langjährige Partner darauf mit Trennung reagiert? Dann wäre man "frei" für die Affäre. Nur ist das dann keine Affäre mehr, sondern eine Beziehung. Genau davor schreckte meine damalige Freundin zurück: statt die Probleme in ihrer Beziehung zu lösen (und wenn diese nicht lösbar sind, sich "sauber" zu trennen) würde sie einfach auf eine neue Beziehung ausweichen. Und dann geht der Tanz von vorrne los und in 3-4 Jahren steht sie wieder am gleichen Ort. Ich finde solche Überlegungen sehr berechtigt.

Inaktiver User
07.08.2008, 15:03
Ich habe gern Sex es ist sehr wichtig für mich und ohne Sex bin ich ungeniessbar:smile:
Ach deswegen bist Du so lustig. Ich sollte mal dringend telefonieren.:freches grinsen:

Marie35
07.08.2008, 15:05
Es gibt noch ein anderer Aspekt, der hier noch nicht erwähnt wurde. Der Entscheid, bei der langjährigen Beziehng zu bleiben, ist (wie im Ausgangsposting erwähnt) vorläufig ein reiner Vernunftsentscheid. Das heisst aber nicht, dass dieser Entscheid nicht in der Zukunft auch vom Bauch/Herzen mitgetragen werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Affäre beendet und verarbeitet ist.

Was aber passiert, wenn gebeichtet wird und der langjährige Partner darauf mit Trennung reagiert? Dann wäre man "frei" für die Affäre. Nur ist das dann keine Affäre mehr, sondern eine Beziehung. Genau davor schreckte meine damalige Freundin zurück: statt die Probleme in ihrer Beziehung zu lösen (und wenn diese nicht lösbar sind, sich "sauber" zu trennen) würde sie einfach auf eine neue Beziehung ausweichen. Und dann geht der Tanz von vorrne los und in 3-4 Jahren steht sie wieder am gleichen Ort. Ich finde solche Überlegungen sehr berechtigt.

Ich würde keine Beziehung zu meinem Affären Mann haben wollen weil er ausser sexuell gesehn so gar nicht zu mir passt..vollkommen unterschiedliche Interessen..dat würde nüx geben..auch wenn mein Freund mich verlassen würde wegen ihm..kein grund für mich mit dem Mann eine Beziehung einzugehen..ausserdem hat er ja auch eine Frau..das ist ein guter Punkt das er nicht frei ist..

Marie35
07.08.2008, 15:06
Ach deswegen bist Du so lustig. Ich sollte mal dringend telefonieren.:freches grinsen:

Genau keine 36 Stunden her...:zwinker:

Inaktiver User
07.08.2008, 15:07
Übrigens ist ein guter Grund nichts zu sagen, der dass man weiß, wie wütend und tratschsüchtig der eigene Partner ist oder werden kann oder könnte. Dann gibt man besser gar keine Infos raus und Punkt.

Marie35
07.08.2008, 15:10
Übrigens ist ein guter Grund nichts zu sagen, der dass man weiß, wie wütend und tratschsüchtig der eigene Partner ist oder werden kann oder könnte. Dann gibt man besser gar keine Infos raus und Punkt.

..richtig..würde ich beichten..wäre es einfach nur ein Mann aus dem Netz..keine Namen..kein Wohnort..kein gar nüx..besser ist das man weiss ja nie wie der Partner reagiert..

Inaktiver User
07.08.2008, 15:13
Ja Vanilla, da ist dann wohl Systen wenn er immer wieder fremdgeht. Wird er dann bei dieser " Grossen Liebe" auch tun. Und bei seiner Frau wohl auch weiterhin falls sie zusammenbleiben. Es sei denn er arbeitet mal an sich und fixiert sich nicht an anderen Frauen zur permanten Gluecksbefriedigung.


Das Argument das eine langfristige Affaire ne Beziehung stabilisieren kann ist ja schon lange da. Und unter Umstaenden fuer ne Beziehung garnichtmal schlecht wenn 20 % der Beduerfnisse woanders befriedigt werden.
Als Geliebte waere ich mir allerdings zu schade dazu zur Unterstuetzung einer Ehe nur gebraucht zu werden. Denn er will mich ja dann nicht 100%. Einm bisschen Anspruch an sich sollte man als Frau schon haben ansonsten kann man sich ja gleich bezahlen lassen, dann wuerde diese Unterstuetzungsarbeit wenigstens ehrlich bezahlt werden, sie wie ein Eheberater.

AnnaNym
07.08.2008, 15:16
Dass er gar keine Gefühle für seine Frau hat, glaube ich auch nicht...aber zumindest sagt er mir (ich bin nicht seine Geliebte), dass er diese Frau von Anfang an mehr geliebt hat, als das bei seiner jetztigen Frau der Fall ist.
Kleine Anekdote am Rande: Seine jetztige Frau war vor ca. 14 Jahren mal seine Affaire, aber er hat sich damals nicht aus seiner Ehe gelöst (kleines Kind, Pflichtgefühl...was auch immer...oh, haben wir hier ein Muster? :-))..war dann 6 Jahre mit einer anderen zusammen und in dieser ganzen Zeit hat seine jetztige Frau immer irgendwo im Hintergrund auf ihn "gewartet" und hat ihn am Ende "bekommen".
Meiner Meinung nach ist sie tatsächlich nicht seine große Liebe, vielleicht hat sich gedacht, er findet keine bessere mehr...keine Ahnung.

Also der Anekdote nach ist er immer schon zweigleisig gefahren. Kann es sein, dass der Gute nicht die Aktuelle, sondern nur das gute Gefühl des Verliebtseins liebt? HInter dem Zaun ist die Wiese immer grüner. Bei dem Muster wird auch die Geliebte mit Sicherheit damit rechnen müssen, dass er sie irgendwann wegen einer anderen Geliebten, die er noch lieber mag, verlassen wird. In der aktuellen Verliebtheitsphase sieht man in dem anderen immer, was man gerade sehen will und nicht, wer einem real gegenübersteht.

Inaktiver User
07.08.2008, 15:29
..richtig..würde ich beichten..wäre es einfach nur ein Mann aus dem Netz..keine Namen..kein Wohnort..kein gar nüx..besser ist das man weiss ja nie wie der Partner reagiert..
Soll ich Dir mal erzählen, wie mein ja niemals eifersüchtiger Ex, der ja selbst auch schon was am Laufen hatte, reagiert hat oder besser nicht? Besser nicht, ich mag den ganzen Mist nicht mehr erzählen, auch wenn es noch nicht vorbei ist und er wieder und wieder irgendeine Aktion startet. Jedenfalls weiß ich sehr gut, warum er mein Ex ist und ich ihm keine Träne nachweine.

Inaktiver User
07.08.2008, 16:07
Für viele Leute ist aber eine Affäre des Partners ein klarer Trennungsgrund. Deshalb steht diese Option oft nicht zur Auswahl.

Es geht dann nur noch:

beichten – und die Trennung in Kauf nehmen

oder:

schweigen – und sich an die Arbeit machen.

Klar steht dann die Beziehung auf wackligen Beinen. Aber das ist dann halt so.


alexis - Du gehst zwar von dem von Dir angeführten Beispiel aus, wo das wohl funktioniert hat mit dem Schweigen.

aber das ändert nichts daran, dass das den Partner entmündigt (denn wenn das für ihn ein Trennungsgrund ist, dann muss er sich trennen können) und dass die Beziehung auf Dauer auf einer Lüge aufgebaut ist.

und dass das Risiko besteht, rauszufliegen - das hätte man sich eben vorher überlegen müssen.

abgesehen davon gibt es doch eine Reihe von Leuten, die immer gesagt haben, dass sie sich sofort trennen würden - und das dann doch - aus guten Gründen - nicht tun. Das ist ja ein Zeitinkonsistenzproblem.


in dem von vanilla beschriebenen Fall ist es ja auch so, dass die Ehefrau längst gemerkt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist - und er schweigt. Ich finde das - wie vanilla - grausam. Sie muss doch an sich und ihrer Wahrnehmung (völlig zu Unrecht) und der Sache verzweifeln. Wie soll da wieder eine solide Basis entstehen?

Gruß, Leonie

Vanilla2
07.08.2008, 16:39
in dem von vanilla beschriebenen Fall ist es ja auch so, dass die Ehefrau längst gemerkt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist - und er schweigt. Ich finde das - wie vanilla - grausam. Sie muss doch an sich und ihrer Wahrnehmung (völlig zu Unrecht) und der Sache verzweifeln. Wie soll da wieder eine solide Basis entstehen?



Genau das frage ich mich eben auch. Es sei denn, dass schlicht die Zeit die "Wunden" heilt...denn mit der Zeit verblassen vermutlich auch die Gefühle für die Geliebte, wenn sie den Kontakt zu ihm nicht will. Und so kehrt er quasi ungeschoren, aber auch ohne Problemlösung in sein altes Leben zurück....bis die nächste "große Liebe" auftaucht....

Inaktiver User
07.08.2008, 16:52
aber das ändert nichts daran, dass das den Partner entmündigt (denn wenn das für ihn ein Trennungsgrund ist, dann muss er sich trennen können) und dass die Beziehung auf Dauer auf einer Lüge aufgebaut ist.

Das sehe ich auch so. Deshalb habe ich auch geschrieben, dass die Beziehung dann wahrscheinlich eben eine zeitlang auf wackligen Beinen steht. Allerdings empfinde ich den Satz, dass die Beziehung dann auf einer Lüge "aufbaut" für übertrieben. Die Beziehung mag dann zwar nur Dank des Schweigens bestehen, aber das heisst ja nicht, dass sie nur darauf aufbaut. Aber dass der Partner dabei entmündigt wird, das sehe ich auch so. Damit muss man dann halt klarkommen.


und dass das Risiko besteht, rauszufliegen - das hätte man sich eben vorher überlegen müssen.

Ebenfalls einverstanden. Doch manchmal bleibt da eben nicht mehr viel Zeit zum überlegen. Vor allem dann nicht, wenn's dir den Kopf "wegbläst". Und vielleicht ist dir der Gedanke ans rausfliegen in der ersten Euphorie gar nicht mal so unangenehm. Aber wenn sich das Gehirn dann wieder zurückmeldet, sieht's dann wieder anders aus. Nur ist es dann schon zu spät. Muss man vielleicht mal erlebt haben, um das nachvollziehen zu können.


abgesehen davon gibt es doch eine Reihe von Leuten, die immer gesagt haben, dass sie sich sofort trennen würden - und das dann doch - aus guten Gründen - nicht tun. Das ist ja ein Zeitinkonsistenzproblem.

Aber vielleicht ist man sich aus verschiedenen Gründen sicher, dass der eigene Partner nicht zu diesen Leuten gehört...


in dem von vanilla beschriebenen Fall ist es ja auch so, dass die Ehefrau längst gemerkt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist - und er schweigt. Ich finde das - wie vanilla - grausam. Sie muss doch an sich und ihrer Wahrnehmung (völlig zu Unrecht) und der Sache verzweifeln. Wie soll da wieder eine solide Basis entstehen?


War in "unserem" Fall auch so. Mich hat das immer gewundert, wie sie es geschafft hat, das geheim zu halten. Sie hat einfach "Lebenskrise" vorgeschoben und er hat das "gekauft". Vielleicht wollte er's gar nicht wissen. Allerdings haben die damals eine Fernbeziehung gelebt. Da geht das vielleicht etwas leichter.
Jedenfalls haben die es offenbar hingekriegt, wieder eine "solide" Basis zu schaffen. Wie solide die ist, wird sich in den nächsten Jahrzehnten zeigen...:zwinker:

ernesto_01
07.08.2008, 17:02
ein Partner, der pauschal behauptet, eine Affaire ist definitiv ein Grund zum Beenden der Beziehung, muss sich nicht wundern, wenn er nicht nicht immer die volle Wahrheit erfahren kann.
Er konstruiert ein Dilemma für seinen Partner- der, wenn er die Beziehung aufrecht erhalten möchte (da unterstelle ich Liebe als Motiv), genau dadurch nicht ehrlich sein kann.
Das Leben hält viele Überraschungen bereit- es wäre gut, auch in einer Partnerschaft/ Ehe sich genügend Raum zu lassen (auch das bedeutet "Liebe"), offen miteinander umgehen zu können und damit situationsgerecht Entscheidungen treffen zu können.

Inaktiver User
07.08.2008, 18:20
Als Geliebte waere ich mir allerdings zu schade dazu zur Unterstuetzung einer Ehe nur gebraucht zu werden. Denn er will mich ja dann nicht 100%.

Viele Geliebte wollen ihren Geliebten aber gar nicht 100%... so wie Marie35. Sie geniesst ja auch nur die 20% an ihrem Geliebten.

Wenn beide mit den 20% zufrieden sind, ist doch alles bestens. Bei dem Pärchen aus dem Thread ist es jedoch so, dass die Geliebte 100% wollte und der untreue Ehemann beide Frauen, 70% zu 30% oder was immer der Prozentsatz sein mag!

Kraaf
07.08.2008, 18:25
Wenn beide mit den 20% zufrieden sind, ist doch alles bestens. Bei dem Pärchen aus dem Thread ist es jedoch so, dass die Geliebte 100% wollte und der untreue Ehemann beide Frauen, 70% zu 30% oder was immer der Prozentsatz sein mag!

Macht dann eher 200% oder? :cool:

Inaktiver User
08.08.2008, 09:45
Macht dann eher 200% oder? :cool:
*lach* Also auch 200% scheinen möglich.

Marie35
08.08.2008, 09:59
Soll ich Dir mal erzählen, wie mein ja niemals eifersüchtiger Ex, der ja selbst auch schon was am Laufen hatte, reagiert hat oder besser nicht? Besser nicht, ich mag den ganzen Mist nicht mehr erzählen, auch wenn es noch nicht vorbei ist und er wieder und wieder irgendeine Aktion startet. Jedenfalls weiß ich sehr gut, warum er mein Ex ist und ich ihm keine Träne nachweine.

hm..ok:blumengabe:

Inaktiver User
08.08.2008, 10:34
Viele Geliebte wollen ihren Geliebten aber gar nicht 100%... so wie Marie35. Sie geniesst ja auch nur die 20% an ihrem Geliebten.

Das sind fuer mich andere Geliebte. Das sind Frauen die von ihrem 20% Lover genau das bekommen was SIE SELBER wollen.. 100% ihrer Beduerfnisse ( in dem Fall ein sexuelles Abenteuer).
Es ist fuer mich nicht die "klassische" Geliebte, schon von der Wortwahl her. Geliebte ist ein Mann bezogener Begriff.. sie ist SEINE Geliebte, waehrend in dem von dir geschilderten Fall ich eher ihn als IHREN Geliebten oder Lover bezeichnen wuerde ( wenn diese sprachliche Unterscheidung fuer dich Sinn macht..)

Diese "Geliebten" sitzen hier allerdings auch nicht und warten auf eine Entscheidung von ihm.. seine Entscheidungsunfaehigkeit ist ihr egal solange er nichts dran aendert. Wenn er was aendert, also Frau verlaesst und nun glaubt Schatzi nimmt ihn mit offenen Armen auf laeuft sie schreiend davon da SIE das nicht will..

Inaktiver User
08.08.2008, 13:36
Diese "Geliebten" sitzen hier allerdings auch nicht und warten auf eine Entscheidung von ihm.. seine Entscheidungsunfaehigkeit ist ihr egal solange er nichts dran aendert. Wenn er was aendert, also Frau verlaesst und nun glaubt Schatzi nimmt ihn mit offenen Armen auf laeuft sie schreiend davon da SIE das nicht will..[/QUOTE]

Das hast du absolut korrekt eingeschätzt, denke ich. Wenn die/derjenige so leben möchte, ist e auch mit dergegebenen Situation absolut zufrieden. Es kann dann trotzdem kompliziert werden, wenn die ganze Sache "auffliegt", einfach weil dann noch andere Beteiligte ins Spiel kommen. Ich weiß nicht, das ist nur was für Leute, die die Heimlichkeit lieben, denke ich. Ist aber auch nur meine Meinung.

Inaktiver User
08.08.2008, 13:50
ein Partner, der pauschal behauptet, eine Affaire ist definitiv ein Grund zum Beenden der Beziehung, muss sich nicht wundern, wenn er nicht nicht immer die volle Wahrheit erfahren kann.
Er konstruiert ein Dilemma für seinen Partner- der, wenn er die Beziehung aufrecht erhalten möchte (da unterstelle ich Liebe als Motiv), genau dadurch nicht ehrlich sein kann.
.

das verstehe ich nicht. für mich ist eine affäre ein grund zur trennung, egal wie lange eine partnerschaft bestand, ich kenne mich gut genug dass ich weiss dass ich mit dem nicht leben könnte und wollte.

habe ich darum kein recht die wahrheit zu erfahren? weil ich konsequent bin? weil ich zu mir und meinen gefühlen stehe?

ich persönlich möchte schon von einer fremdverliebtheit meines partners wissen, nicht wenn er schon eine affäre hat, denn dann würde und könnte ich noch an der beziehung arbeiten.
in dem stadium erwarte ich ehrlichkeit, nicht erst später wenn das kind schon in den brunnen gefallen ist.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 14:02
hm, naja- wo ziehst Du die Grenze zwischen "Fremdverliebtheit" und "Affäre"? Und auch der Begriff der Affäre ist ja nicht eindeutig- geht ihr immer eine Fremdverliebtheit voraus?

für mich ist eine affäre ein grund zur trennung, egal wie lange eine partnerschaft bestand...ohne alle Umstände wirklich zu kennen- ohne Gespräch, mit der Option, sich eine Meinung zu bilden, ein komplettes Bild der Situation zu machen?
Warum ist das ein Grund, eine - wenn denn doch von Deinem Motiv abgesehen - von beiden als sonst erhaltenswert empfundene Partnerschaft aufzulösen?
Das Leben kann seltsame Wendungen nehmen- ich würde mir nicht leichtfertig die Flexibilität nehmen, auf Unvorhersehbares- ja Unvorstellbares, reagieren zu können mit so einem Glaubenssatz wie zuvor zitiert.

Inaktiver User
08.08.2008, 14:12
hm, naja- wo ziehst Du die Grenze zwischen "Fremdverliebtheit" und "Affäre"? Und auch der Begriff der Affäre ist ja nicht eindeutig- geht ihr immer eine Fremdverliebtheit voraus?
...ohne alle Umstände wirklich zu kennen- ohne Gespräch, mit der Option, sich eine Meinung zu bilden, ein komplettes Bild der Situation zu machen?
Warum ist das ein Grund, eine - wenn denn doch von Deinem Motiv abgesehen - von beiden als sonst erhaltenswert empfundene Partnerschaft aufzulösen?
Das Leben kann seltsame Wendungen nehmen- ich würde mir nicht leichtfertig die Flexibilität nehmen, auf Unvorhersehbares- ja Unvorstellbares, reagieren zu können mit so einem Glaubenssatz wie zuvor zitiert.

fremdverliebtheit ist für mich, wenn ich mich für einen anderen mann näher interessiere als nur kameradschaftlich, wenn ich das gefühl des hingezogen-fühlen habe, wenn ich mehr zeit mit ihm verbringen möchte als mit meinem partner, ohne dass wir schon sex oder sonstige zärtlichkeiten ausgetauscht haben. ohne dass der andere dies auch fühlen muss.
da kann ich noch einhaken, da kann ich noch rausfinden wo mir was fehlt in der beziehung, da kann ich noch bremsen. wenn beide es wollen.

affäre ist für mich dass es sex schon gegeben hat. da ist für mich schluss, das ist für mich das finale, da finde ich nicht mehr zurück.
meine partner sahen dies übrigens auch immer so.

nach einer affäre ist es für mich keine erhaltenswert empfundene partnerschaft mehr. vertrauensbruch wiegt bei mir sehr schwer.

ich bin da nicht flexibel und ich stehe dazu. bin mir wert genug auf solch eine beziehung zu verzichten, ich bin da lieber alleine:freches grinsen: .
um es ganz lapidar auszudrücken, wenn er seinen p.... da schon drin hatte brauch ich ihn nicht mehr in mir!

lara

ernesto_01
08.08.2008, 14:22
vertrauensbruch wiegt bei mir sehr schwer.

Wir sollten zunächst einmal nicht zwei Angelegenheiten vermischen: das eine ist Vertrauen, bzw. Missbrauch und Bruch von Vertrauen. Ich sehe das auch so, das ist eine wirklich schwerwiegende Angelegenheit. Das andere ist die Affäre an sich.

wenn ich mehr zeit mit ihm verbringen möchte als mit meinem partner
Das würde eine andere Qualität als die einer Affäre haben, so wie ich sie verstehe. Die Konsequenzen aus einem so geschilderten Sachverhalt wären auch für meine Beziehung/Ehe sicher andere.

wenn er seinen p.... da schon drin hatte brauch ich ihn nicht mehr in mir!

Das mag so sein, ist Dir natürlich auch nicht abzusprechen- jedoch würdest Du einfach damit, Deinem Partner- der aus welchen Gründen auch immer in diese Situation gekommen ist, in das Dilemma bringen: Er kann nicht ehrlich zu Dir sein ohne Dich gleichzeitig zu verlieren.
Er wird in dem Fall die Frage: "Schweigen oder beichten besser?" relativ einfach beantworten können.

Inaktiver User
08.08.2008, 14:29
.
Das mag so sein, ist Dir natürlich auch nicht abzusprechen- jedoch würdest Du einfach damit, Deinem Partner- der aus welchen Gründen auch immer in diese Situation gekommen ist, in das Dilemma bringen: Er kann nicht ehrlich zu Dir sein ohne Dich gleichzeitig zu verlieren.
Er wird in dem Fall die Frage: "Schweigen oder beichten besser?" relativ einfach beantworten können.

aus welchen gründen auch immer kommt man nicht einfach in so eine situation, da braucht es 2 aktive parts dazu:freches grinsen: und vorher kann man noch das hirn einschalten.
sollte er dies nicht tun und eine affäre beginnen während wir eine beziehung haben, dann muss er damit rechnen dass ich ihn verlasse.

klar würde ein mann, der dazu tendiert mich zu betrügen lieber schweigen, aber spüren würde ich dies vermutlich schon dass etwas nicht stimmt und dann würde es herauskommen und ich würde ihn auch dann schicken.
also sollte er lieber vorher das hirn einschalten und sich überlgen was er verlieren könnte. wenn ihm etwas fehlt in der beziehung soll er vorher reden.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 14:36
wenn ihm etwas fehlt in der beziehung soll er vorher reden.

vielleicht ist in vielen beziehungen gerade das nicht möglich? das reden habe ich immer versucht, das würde jede meiner freundinnen bestätigen. allein: was nützt es, wenn es ein monolog bleibt? weil die bedürfnisse des partners keine anerkennung finden? wenn er/sie dabei auf der strecke bleibt, wenn der anderen seine prinzipien reitet?

@ernesto :blumengabe: danke für deine beiträge, sie untermauern das, was ich in den letzten wochen gelernt habe.

ernesto_01
08.08.2008, 14:36
aus welchen gründen auch immer kommt man nicht einfach in so eine situation,
da habe ich (nicht nur hier) schon anderes gelesen, gehört und erfahren. Aber das ist ja nicht hier das Thema. Ich wollte nur meine Sicht schildern, warum denn in bestimmten Fällen häufig das Schweigen als die bessere Alternative gewählt werden muss.

Vanilla2
08.08.2008, 14:36
In dem Fall, den ich im Posting geschildert habe, war es so, dass ER seiner Frau immer wieder gesagt hat, was ihm fehlt und sie hat nichts dran geändert.
Das entschuldigt natürlich keine Affaire, erklärt das Fremdgehen aber auf gewisse Weise. Und die Frau, die merkt, dass etwas ist, steckt lieber den Kopf in den Sand nach dem Motto "ich will das gar nicht wissen". Ich könnte das nicht, aber jeder ist eben anders.

Und was weiter oben mit "Stabilisierung der Hauptbeziehung" steht, sehe ich genauso. Denn jetzt ist das, was fehlte weg....ich bin gespannt, ob sich etwas ändert, oder ob alle wieder in den alten Trott verfallen.

ernesto_01
08.08.2008, 14:46
In dem Fall, den ich im Posting geschildert habe, war es so, dass ER seiner Frau immer wieder gesagt hat, was ihm fehlt und sie hat nichts dran geändert.
Das entschuldigt natürlich keine Affaire, erklärt das Fremdgehen aber auf gewisse Weise. Und die Frau, die merkt, dass etwas ist, steckt lieber den Kopf in den Sand nach dem Motto "ich will das gar nicht wissen". Ich könnte das nicht, aber jeder ist eben anders.

Und was weiter oben mit "Stabilisierung der Hauptbeziehung" steht, sehe ich genauso. Denn jetzt ist das, was fehlte weg....ich bin gespannt, ob sich etwas ändert, oder ob alle wieder in den alten Trott verfallen.
meine Erfahrung bisher war, dass es natürlich immer besser ist, zu reden, sich mitzuteilen- in einer Liebesbeziehung doch ohnehin überhaupt die Form des Umgangs(?). Dazu muss allerdings auch die Beziehung tatsächlich fähig sein, bzw. dies gestatten können, also ganz bestimmt ohne dogmatische Einschränkungen.
Geht das nicht- dann fehlt der Beziehung aus meiner Sicht mindestens ein bedeutendes "Qualitätsmerkmal" .

Inaktiver User
08.08.2008, 14:51
vielleicht ist in vielen beziehungen gerade das nicht möglich? das reden habe ich immer versucht, das würde jede meiner freundinnen bestätigen. allein: was nützt es, wenn es ein monolog bleibt? weil die bedürfnisse des partners keine anerkennung finden? wenn er/sie dabei auf der strecke bleibt, wenn der anderen seine prinzipien reitet?

.

dann trennung, keine affäre! ist ehrlicher zum partner und zu sich selbst.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 14:53
da habe ich (nicht nur hier) schon anderes gelesen, gehört und erfahren. Aber das ist ja nicht hier das Thema. Ich wollte nur meine Sicht schildern, warum denn in bestimmten Fällen häufig das Schweigen als die bessere Alternative gewählt werden muss.

nein, das ist nicht die bessere alternative, trennung wäre die einzige alternative wenn es nicht mehr passt und einer sich eine affäre zulegen muss.
wenn reden nix hilft, wenn nur ein monolog geführt wird usw. dann bleibt nur die trennung.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 14:55
dann trennung, keine affäre! ist ehrlicher zum partner und zu sich selbst.

lara

das sehe ich nicht so, tut mir leid. es kann durch aus möglich sein, dass beide partner dinge in eine beziehung einbringen, die wichtiger als ein nebenkiregsschauplatz sind. und den kann man einebnen, in dem man redekultur erlernt.

immer zu gehen und zu trennen, härtet ab und verbessert nichts. die nächste beziehung ist nicht besser. nur neu. und binnen kurzer zeit sind die gleichen probs wieder da. wer nicht allein sein möchte, kann an seiner beziehung wachsen. und reifen. und aus fehlern lernen.

Inaktiver User
08.08.2008, 14:58
das sehe ich nicht so, tut mir leid. es kann durch aus möglich sien, dass beide partner dinge in eine beziehung einbringen, die wichtiger als ein nebenkiregsschauplatz sind. und den kann man einebnen, in dem man redekultur erlernt.

imme rzu gehen und zu trennen, härtet ab und verbessert nichts. die nächste beziehung ist nicht besser. nur neu. und binnen kurzer zeit sind die gleichen probs wieder da. wer nicht allein sein möchte, kann an seiner beziehung wachsen. und reifen. und aus fehlern lernen.

das mag dein weg sein, meiner ist die trennung.
wenn sich nichts ändert, nur einer eine veränderung will, nur einer reden will, nur einer den kontakt sucht und der andere blockt, dann sehe ich keinen grund mehr zu bleiben.
ich rede übrigens nicht von kurzbeziehungen, ich war 23 jahre verheiratet bevor ich ging.

die neue beziehung muss nicht dieselben probleme haben, ist ja ein anderer mensch den man da an seiner seite hat, im besten fall hat man viel gelernt aus der alten beziehung, viel reflektiert.
dann hat man auch aus den fehlern gelernt und machts besser.

eine affäre zu haben finde ich keine alternative, wenn nicht beide damit einverstanden sind.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 15:00
nein, das ist nicht die bessere alternative, trennung wäre die einzige alternative wenn es nicht mehr passt und einer sich eine affäre zulegen muss.
wenn reden nix hilft, wenn nur ein monolog geführt wird usw. dann bleibt nur die trennung.

lara

wir sind nicht so weit auseinander: wenn es "nicht mehr passt" gibt es auch aus meiner Sicht keine Alternativen mehr, nicht einmal eine Therapie! :zwinker:

...die bessere Alternative ist es aus Sicht dessen, der sich die Frage stellen muss (siehe Thema).

Es wurde schgon viel diskutiert, was Ursachen für eine Affäre sein können. Allein daraus sollte deutlich werden, dass es bestimmt mehr Gründe geben könnte, als den, dass es "nicht mehr passt".

Inaktiver User
08.08.2008, 15:03
Es wurde schgon viel diskutiert, was Ursachen für eine Affäre sein können. Allein daraus sollte deutlich werden, dass es bestimmt mehr Gründe geben könnte, als den, dass es "nicht mehr passt".

dieses nicht mehr passen schaue ich nicht allein als grund für eine affäre an, dieses nicht mehr passen schaue ich als grund für eine trennung an.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 15:03
das sehe ich nicht so, tut mir leid. es kann durch aus möglich sein, dass beide partner dinge in eine beziehung einbringen, die wichtiger als ein nebenkiregsschauplatz sind. und den kann man einebnen, in dem man redekultur erlernt.

immer zu gehen und zu trennen, härtet ab und verbessert nichts. die nächste beziehung ist nicht besser. nur neu. und binnen kurzer zeit sind die gleichen probs wieder da. wer nicht allein sein möchte, kann an seiner beziehung wachsen. und reifen. und aus fehlern lernen.

:blumengabe:

Inaktiver User
08.08.2008, 15:05
das sehe ich nicht so, tut mir leid. es kann durch aus möglich sein, dass beide partner dinge in eine beziehung einbringen, die wichtiger als ein nebenkiregsschauplatz sind.
.

was gibt es wichtigeres als vertrauen und ehrlichkeit?

da passt für mich eine affäre nicht dazu.

ernesto_01
08.08.2008, 15:08
dieses nicht mehr passen schaue ich nicht allein als grund für eine affäre an, dieses nicht mehr passen schaue ich als grund für eine trennung an.

lara

ja, aber was ist mit all den anderen Ursachen, die zu einer Affäre des Partners führen könnten? Es hilft nichts, die Augen zu verschließen, so wie Kinder es tun- und dann rufen :"ich bin nicht da"...

Inaktiver User
08.08.2008, 15:11
was gibt es wichtigeres als vertrauen und ehrlichkeit?

da passt für mich eine affäre nicht dazu.


also: mal ein beíspiel aus meinem bekanntenkreis:

er sagt ihr: ich habe ein tolles angebot im job, allerdings an einem anderen ort. sie: nö, ist nicht. ich bin hier und hier ist unsere ETW. wochenlange nebenkriegsschauplätze a la mein job ist toller und wichtiger als deiner.

er will verhandeln, die bedingungen sind saugemein von ihrer seite. er geht in die andere stadt. sie macht ab sofort beziehungsterror, der so weit geht, dass ihm die möbel zugeschickt werden sollen. er will ja eh nichts von ihr.

ist das eine von vertrauen geprägte basis? ja? er lügt sie an... macht ab sofort alles insgeheim, damit er keinen stress mit ihr kriegt. er braucht die ruhe, weil er sonst nicht arbeiten kann.

es kommt eine junge dame dazu, die ihm erzählt was er für ein toller kerl und schwubst, bekommt er das, was er zur stärkung seines egos bekommt.

die junge dame weiß, dass sie nur die affäre ist und rechnet sich aus, dass sie den posten der hauptfrau bekommen kann.
sie bekommt ihn, weil hauptfrau geht. später treffen sich beide weider und REDEN über alles. suchen nach lösungen, weil BEIDE unglücklich sind. und sie sind wieder zusammen.

Inaktiver User
08.08.2008, 15:12
ja, aber was ist mit all den anderen Ursachen, die zu einer Affäre des Partners führen könnten? Es hilft nichts, die Augen zu verschließen, so wie Kinder es tun- und dann rufen :"ich bin nicht da"...

doch es hilft, wenn ich mir nicht in die augen sehen und meine eigenen anteile eingestehen muss.

Inaktiver User
08.08.2008, 15:14
ja, aber was ist mit all den anderen Ursachen, die zu einer Affäre des Partners führen könnten? Es hilft nichts, die Augen zu verschließen, so wie Kinder es tun- und dann rufen :"ich bin nicht da"...

sag mir welche ursachen?

Inaktiver User
08.08.2008, 15:17
er sagt ihr: ich habe ein tolles angebot im job, allerdings an einem anderen ort. sie: nö, ist nicht. ich bin hier und hier ist unsere ETW. wochenlange nebenkriegsschauplätze a la mein job ist toller und wichtiger als deiner.

er will verhandeln, die bedingungen sind saugemein von ihrer seite. er geht in die andere stadt. sie macht ab sofort beziehungsterror, der so weit geht, dass ihm die möbel zugeschickt werden sollen. er will ja eh nichts von ihr.

ist das eine von vertrauen geprägte basis? ja? er lügt sie an... macht ab sofort alles insgeheim, damit er keinen stress mit ihr kriegt. er braucht die ruhe, weil er sonst nicht arbeiten kann.

es kommt eine junge dame dazu, die ihm erzählt was er für ein toller kerl und schwubst, bekommt er das, was er zur stärkung seines egos bekommt.


.

das verhalten von der frau wäre für mich ein trennungsgrund, ganz klar.
sie nimmt ihn und sein bedürfnis nicht ernst.
da würde ich nicht bleiben, also stellt sich für mich die frage nach einer affäre nicht.

wer meine bedürfnisse nicht ernst nimmt und nicht bereit ist eine lösung zu finden die beiden passt, kann nicht mein partner sein.

ich gehe in 1 bis 2 jahren für 6 monate ins ausland, mein partner weiss das, er wird leiden aber wir werden einen weg finden dass es für beide stimmt. da gibt es keinen terror, kein gezicke, nur lösungen suchen und finden, das ist für mich eine erwachsene beziehung, da brauche ich keine affären.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 15:20
sag mir welche ursachen?
es würde bei diesem Thema hier wohl zu weit führen- andere Stänge sind voll davon, das weißt Du auch.
Es wurde schon einmal geschrieben hier, dass Beziehungen nun einmal nicht nur von geschulten Kommunikationsprofis und Psychotherapeuten geführt werden. So kann es in jeder sonst noch so sehr von Liebe geprägten Beziehung Umstände geben, die eine Äffäre möglich sein lassen. Allein das sehen zu können- und ggf. angemessen darauf reagieren zu können, ist eine wertvolle Option für eine lebendige Beziehung.

Inaktiver User
08.08.2008, 15:28
So kann es in jeder sonst noch so sehr von Liebe geprägten Beziehung Umstände geben, die eine Äffäre möglich sein lassen. Allein das sehen zu können- und ggf. angemessen darauf reagieren zu können, ist eine wertvolle Option für eine lebendigfe Beziehung.

von einer von liebe geprägte beziehung er warte ich eben ein vorher darüber reden.
und für mich ist angemessen darauf zu reagieren eben trennung, vorallem weil ich ja kommuniziert habe, dass ich vorher über ein ungleichgewicht, unstimmigkeiten, fehler von mir, usw. reden möchte und dies selber auch tue.
das hat für mich nichts mit psychologie zu tun sondern mit einer reifen, erwachsenen von liebe geprägten beziehung.
dieses drüber-reden wenn was hakt, wenn was fehlt, etc.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 15:35
dieses drüber-reden wenn was hakt, wenn was fehlt, etc das können nicht alle- und/oder nicht immer. Auch in meiner Ehe gab und gibt es Defizite, ich kann leider nicht nicht für mich alleine, schon gar nicht für unsere Ehe, den Anspruch erheben, "perfekt" zu sein- vielleicht kann das wirklich niemand? Und nun- was machen wir mit dem Rest an Zweifel? Unser Leben, unsere Liebe, unsere Zukunft an dieses Risiko knüpfen? -Eine Liebe ist mir weitaus mehr wert! :liebe:

Inaktiver User
08.08.2008, 15:40
Unser Leben, unsere Liebe, unsere Zukunft an dieses Risiko knüpfen? -Eine Liebe ist mir weitaus mehr wert! :liebe:

eine liebe ist es mir wert nicht zu betrügen, keine affäre zu haben nebenbei.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 15:43
von einer von liebe geprägte beziehung er warte ich eben ein vorher darüber reden.
und für mich ist angemessen darauf zu reagieren eben trennung, vorallem weil ich ja kommuniziert habe, dass ich vorher über ein ungleichgewicht, unstimmigkeiten, fehler von mir, usw. reden möchte und dies selber auch tue.
das hat für mich nichts mit psychologie zu tun sondern mit einer reifen, erwachsenen von liebe geprägten beziehung.
dieses drüber-reden wenn was hakt, wenn was fehlt, etc.

lara

Es gibt Menschen, die leben nicht so bewusst. Die fühlen zwar irgendwie, dass etwas nicht stimmt in der Beziehung, aber statt die Probleme anzugehen, kehren sie sie unter den Teppich. Solche Menschen können in eine Affäre hineinschlittern, bevor sie sich überhaupt der Konsequenzen bewusst sind. Sie verlieben sich Hals über Kopf und "verlieren den Verstand" zumindest für eine gewisse Zeit.
Wenn sie wieder "aufwachen" befinden sie sich bereits mitten im Schlamassel. Wenn ein solcher Mensch nun einen Partner/eine Partnerin hat wie Dich, dann bleibt ihm tatsächlich nichts anderes mehr übrig als zu schweigen oder aber den Partner zu verlieren. Ehrlich zu sein, die Affäre zu beenden und dann ernsthaft an der Beziehung zu arbeiten bleibt dann als Option außen vor.
Und dabei kann eine Affäre durchaus als "Augenöffner" dienen, wenn beide bereit sind genau hinzuschauen. Beim Probleme verdrängen und unter den Teppich kehren waren nämlich meist auch beide Partner beteiligt.

ernesto_01
08.08.2008, 15:45
eine liebe ist es mir wert nicht zu betrügen, keine affäre zu haben nebenbei.

lara
Das ist ja auch schön- so soll es doch auch sein. Ich kann mir nur inzwischen gut vorstellen, dass wir das nicht immer steuern können. Ich halte wohl auch eine Affäre zB. nicht für erstrebenswert- aber bin sehr glücklich, immer und jederzeit mit meiner Frau über alles sprechen zu können, auch wenn es einmal- von welcher Seite und aus welchen Gründen auch immer dazu gekommen sein sollte. :blumengabe:
Damit es nicht falsch verstanden werden kann: eine Entscheidung über Konsequenzen für das Bestehen und Führen der Beziehung sei damit nicht für alle Fälle bereits vorweg genommen!

Inaktiver User
08.08.2008, 15:48
Genauso denke ich auch. Und wer liebt, kann einen FEhler auch mal verzeihen (das hat nichts mit Dummheit zu tun). Zweitens gibt es manchmal wirklich Gründe, die man vorher nicht gesehen hat, oder nicht sehen wollte... es kann so vieles sein. Man kann auch die Affären fragen, warum sie sich sowas antun, denn sie wissen worauf sie sich einlassen und sind trotzdem bereit, sich auf das Teilen von Liebe und GEfühlen einzulassen. Warum muss man immer wegrennen, wenn es Probleme gibt. Weil sie dann auch weg sind, die Probleme? Wohl eher nicht. Ich denke mal, wenn es nur mal ein fremdverlieben war, was jedem passieren kann, dann ist das kein Grund zur Trennung. Zumindest nicht, wenn beide Partner sich trotz allem lieben (soll ja durchaus vorkommen) und bereit sind ihre Defizite gemeinsam zu klären.
Aber wie gesat, da muss man auch schon mal grau anstatt nur schwarz und weiß sehen......

ernesto_01
08.08.2008, 15:48
Es gibt Menschen, die leben nicht so bewusst. Die fühlen zwar irgendwie, dass etwas nicht stimmt in der Beziehung, aber statt die Probleme anzugehen, kehren sie sie unter den Teppich. Solche Menschen können in eine Affäre hineinschlittern, bevor sie sich überhaupt der Konsequenzen bewusst sind. Sie verlieben sich Hals über Kopf und "verlieren den Verstand" zumindest für eine gewisse Zeit.
Wenn sie wieder "aufwachen" befinden sie sich bereits mitten im Schlamassel. Wenn ein solcher Mensch nun einen Partner/eine Partnerin hat wie Dich, dann bleibt ihm tatsächlich nichts anderes mehr übrig als zu schweigen oder aber den Partner zu verlieren. Ehrlich zu sein, die Affäre zu beenden und dann ernsthaft an der Beziehung zu arbeiten bleibt dann als Option außen vor.
Und dabei kann eine Affäre durchaus als "Augenöffner" dienen, wenn beide bereit sind genau hinzuschauen. Beim Probleme verdrängen und unter den Teppich kehren waren nämlich meist auch beide Partner beteiligt.

genau so sehe ich das auch- sehr treffend ausgedrückt!

Inaktiver User
08.08.2008, 15:51
Es gibt Menschen, die leben nicht so bewusst. Die fühlen zwar irgendwie, dass etwas nicht stimmt in der Beziehung, aber statt die Probleme anzugehen, kehren sie sie unter den Teppich.

Wenn ein solcher Mensch nun einen Partner/eine Partnerin hat wie Dich, dann bleibt ihm tatsächlich nichts anderes mehr übrig als zu schweigen oder aber den Partner zu verlieren

Beim Probleme verdrängen und unter den Teppich kehren waren nämlich meist auch beide Partner beteiligt.

so ein mensch wäre nicht mein partner, das wäre keine beziehung für mich wo man probleme unter den teppich kehrt, das hatte ich jahrelang zu genüge. das will ich nicht mehr.

so einen mann lasse ich nicht mehr in mein leben.

ich gebe dir aber in allem recht was du geschrieben hast.:blumengabe:

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 15:53
Warum muss man immer wegrennen, wenn es Probleme gibt. Weil sie dann auch weg sind, die Probleme? Wohl eher nicht. Ich denke mal, wenn es nur mal ein fremdverlieben war, was jedem passieren kann, dann ist das kein Grund zur Trennung. Zumindest nicht, wenn beide Partner sich trotz allem lieben (soll ja durchaus vorkommen) und bereit sind ihre Defizite gemeinsam zu klären.

......

das vom fremdverlieben schreibe ich ja dauernd, da sehe ich noch jede chance für einen fortbestand der beziehung, wenn beide bereit sind ihre defizite aufzuarbeiten.
fremdverlieben passiert ja meistens vor der affäre:freches grinsen:

nur bei einer affäre da sehe ich für mich keinen grund dazu.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 15:55
Auch in meiner Ehe gab und gibt es Defizite, ich kann leider nicht nicht für mich alleine, schon gar nicht für unsere Ehe, den Anspruch erheben, "perfekt" zu sein- vielleicht kann das wirklich niemand?


es kommt auch auf die defizite an, sind die in meiner prioritätenliste weit oben oder nicht.
wenn sie weit oben sind dann werden mich die defizite belasten und die will ich ja mit meinem partner ausfüllen nicht mit jemand anderem.
kann ich diese defizite mit meinem partner füllen, dann frustriert mich das und dann wird es bei mir persönlich auf trennung rauslaufen.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 16:01
es kommt auch auf die defizite an, sind die in meiner prioritätenliste weit oben oder nicht.
wenn sie weit oben sind dann werden mich die defizite belasten und die will ich ja mit meinem partner ausfüllen nicht mit jemand anderem.
kann ich diese defizite mit meinem partner füllen, dann frustriert mich das und dann wird es bei mir persönlich auf trennung rauslaufen.

lara

Ich habe nicht von Defiziten in diesem Sinn gesprochen, sondern von der vielleicht nicht (immer) so ausgeprägten Fähigkeit, zu komunizieren. Defizite gibt es für mich in einer Liebe/Beziehung eher nicht als Makel oder Fehler, schon gar icht als etwas, was es auszufüllen gäbe. Ich war im Urlaub in den Bergen- wie muss zB ein Berg, ein Felsen, ein Baum beschaffen sein, um als "perfekt" und makellos empfunden zu werden? Für eine Beziehung und Liebe sehe ich es einfach ähnlich.

Inaktiver User
08.08.2008, 16:04
Wenn man mit einem Menschen lange zusammen ist und sich gut versteht, dann entwickelt man auch eine gewisse Toleranz in vielen Punkten. Partnerschaft ist immer ein Kompromiss, den beide Seiten (freiwillig- hoffentlich) eingehen. Und da ein Mensch einem nicht "gehören" kann, muss man auch sehen, dass es noch andere Männer/ Frauen gibt. Man kann diese Ausschließlichkeit einfach nicht voraussetzen.

Inaktiver User
08.08.2008, 16:05
Ich habe nicht von Defiziten in diesem Sinn gesprochen, sondern von der vielleicht nicht (immer) so ausgeprägten Fähigkeit, zu komunizieren. Defizite gibt es für mich in einer Liebe/Beziehung eher nicht als Makel oder Fehler, schon gar icht als etwas, was es auszufüllen gäbe. Ich war im Urlaub in den Bergen- wie muss zB ein Berg, ein Felsen, ein Baum beschaffen sein, um als "perfekt" und makellos empfunden zu werden? Für eine Beziehung und Liebe sehe ich es einfach ähnlich.

ah ok, dann habe ich dich missverstanden.

für mich gibt es sehr wohl defizite in einer beziehung die belasten können.
wenn ich sie nicht vor der beziehung bemerkt habe bin ich natürlich selber schuld:freches grinsen: und das hat für mich nichts mit perfektion zu tun sondern mit einem befriedigen von einem bedürfnis, meinem bedürfnis oder im umgekehrten fall seinem bedürfnis.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 16:07
Wenn man mit einem Menschen lange zusammen ist und sich gut versteht, dann entwickelt man auch eine gewisse Toleranz in vielen Punkten. Partnerschaft ist immer ein Kompromiss, den beide Seiten (freiwillig- hoffentlich) eingehen. Und da ein Mensch einem nicht "gehören" kann, muss man auch sehen, dass es noch andere Männer/ Frauen gibt. Man kann diese Ausschließlichkeit einfach nicht voraussetzen.

ich setze keine generelle ausschliesslichkeit voraus, nur eine während der bestehenden beziehung.

und gehören tut mir ein partner auch nicht, aber er sollte passen und zu kompromissen bin ich nicht sonderlich bereit, je älter desto weniger.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 16:14
ah ok, dann habe ich dich missverstanden.

für mich gibt es sehr wohl defizite in einer beziehung die belasten können.
wenn ich sie nicht vor der beziehung bemerkt habe bin ich natürlich selber schuld:freches grinsen: und das hat für mich nichts mit perfektion zu tun sondern mit einem befriedigen von einem bedürfnis, meinem bedürfnis oder im umgekehrten fall seinem bedürfnis.

lara
Belastende Beziehungen kenne ich auch- aber mit denen bin ich nicht verheiratet, und lieben tue ich die Personen schon gar nicht! :zwinker:
Ich bin aber davon überzeugt, dass ich niemanden anderen außer mich für die Befriedigung meiner Bedürfnisse verantwortlich machen kann. Offenbar gehen wir von ganz unterschiedlichen Ansätzen aus.

Inaktiver User
08.08.2008, 16:20
Ich bin aber davon überzeugt, dass ich niemanden anderen außer mich für die Befriedigung meiner Bedürfnisse verantwortlich machen kann. Offenbar gehen wir von ganz unterschiedlichen Ansätzen aus.

nehmen wir mal defizite die ich meine. rein hypothetisch

ich bin ein theaterfreak, mein partner nicht. ich kann mit einer freundin gehen, kein problem.
für mich hat dieses defizit keine hohe priorität weil ich es ausserhalb befreidigen kann ohne ihm weh zu tun.

beim sex sieht das anders aus. den will ich mit ihm haben, wenn ich den nicht bekomme herrscht da ein defizit. dieses will ich aber nicht ausserhäusig befriedigen, also kommt frust auf. usw.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 16:25
nehmen wir mal defizite die ich meine. rein hypothetisch

ich bin ein theaterfreak, mein partner nicht. ich kann mit einer freundin gehen, kein problem.
für mich hat dieses defizit keine hohe priorität weil ich es ausserhalb befreidigen kann ohne ihm weh zu tun.

beim sex sieht das anders aus. den will ich mit ihm haben, wenn ich den nicht bekomme herrscht da ein defizit. dieses will ich aber nicht ausserhäusig befriedigen, also kommt frust auf. usw.

lara

ja- mh. Auch kein ganz neues Thema für mich. Die Entscheidung liegt aber jederzeit bei mir- ich kann das für mich tun, was ich für gut und richtig halte. Ich kann nur keinen Sex mit meinem Partner/Partnerin erzwingen. That`s all...!

Inaktiver User
08.08.2008, 16:28
Die Entscheidung liegt aber jederzeit bei mir- ich kann das für mich tun, was ich für gut und richtig halte. Ich kann nur keinen Sex mit meinem Partner/Partnerin erzwingen. That`s all...!

also du kannst eine affäre haben weil dir das gut tut z.b.? aber tut es deiner frau gut die du liebst?
da ist das ungleichgewicht, du tust dir gut aber ihr nicht. .

du kannst aber auch auf sex verzichten weil du deine frau liebst, irgendwann platzt dir ev. aber trotzdem der kragen und dann......

nicht einfach!

lara

ernesto_01
08.08.2008, 16:36
also du kannst eine affäre haben weil dir das gut tut z.b.? aber tut es deiner frau gut die du liebst?
da ist das ungleichgewicht, du tust dir gut aber ihr nicht. .

du kannst aber auch auf sex verzichten weil du deine frau liebst, irgendwann platzt dir ev. aber trotzdem der kragen und dann......

nicht einfach!

lara
nein, einfach ist es nicht. Es soll sogar Beziehungen geben, die daran scheitern :zwinker:
Ich rede nicht davon, eine Affäre haben zu können, weil mir das gut tut. Aber ich bin Herr meiner selbst- und ich treffe die Entscheidung- wie immer sie ausfällt, eigenverantwortlich. Mehr wollte ich nicht sagen. Ich habe aber auch zB Einfluss darauf, ggf. belogen zu werden oder nicht. Jeder muss es für sich abwägen, welchen Wert die Liebe hat. Solange unsere Wege uns glücklich machen, bei allen Unterschieden...
Ich hoffe Du bist glücklich und wirst nie belogen :blumengabe: ich glaube, was die anderen und ich über Schweigen und Beichten gesagt haben, hast Du verstanden.

Inaktiver User
08.08.2008, 16:46
Ich rede nicht davon, eine Affäre haben zu können, weil mir das gut tut. Aber ich bin Herr meiner selbst- und ich treffe die Entscheidung- wie immer sie ausfällt, eigenverantwortlich. Mehr wollte ich nicht sagen. Ich habe aber auch zB Einfluss darauf, ggf. belogen zu werden oder nicht. Jeder muss es für sich abwägen, welchen Wert die Liebe hat. Solange unsere Wege uns glücklich machen, bei allen Unterschieden...
Ich hoffe Du bist glücklich und wirst nie belogen :blumengabe: ich glaube, was die anderen und ich über Schweigen und Beichten gesagt haben, hast Du verstanden.

eigenverantwortlichkeit ist genau das richtige wort. :blumengabe:

ich habe einfluss darauf betrogen zu werden oder belogen zu werden oder weggeschickt zu werden.

ob ich je belogen werde oder nicht, das wird die zeit bringen, bis jetzt wurde ich in affärendingen nicht belogen weil ich die partner hatte die gleich denken wie ich.
ich denke ich strahle das auch aus und somit wird ein andersdenkender nie meine nähe suchen. genauso wie für mich andersdenkende männer nie interessant waren.
ich glaube schon dass sich da die passenden finden wenn man genau hinsieht.

die liebe zu einem partner stelle ich nie über meine eigenen bedürfnisse. ist für die männer an meiner seite manchmal nicht ganz einfach.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 16:55
ist für die männer an meiner seite manchmal nicht ganz einfach. :zwinker: soso, na wie klingt das denn nun?:ooooh: :freches grinsen:
nee, nee, weiß doch schon, wie Du es meinst. :blumengabe: :smile:

ernesto_01
08.08.2008, 17:11
ich glaube schon dass sich da die passenden finden wenn man genau hinsieht.
sie finden sich, und es funktioniert. Nicht sehr viele Beziehungen sind beständig. Meine Frau hatte, als wir uns kennenlernten, ähnliche Argumente wie Du. Zu meiner- und ganz besonders zu ihrer Überraschung jedoch kam sie in die Situation, eine Affäre zu haben. Darum hier noch einmal: kein Mensch kann generell etwas ausschließen- und wäre meine Haltung gewesen, dass das das Ende der Beziehung bedeutet hätte- hätte ich es vielleicht nie erfahren--- oder einen Riesenfehler gemacht! Unserer Liebe hat es nicht geschadet, aber wir gehen bewusster miteinander um seit dem. Ich sage: immer wenn Du glaubst schon alles gesehen und gehört zu haben...:freches grinsen:

Inaktiver User
08.08.2008, 17:13
ich setze keine generelle ausschliesslichkeit voraus, nur eine während der bestehenden beziehung.

und gehören tut mir ein partner auch nicht, aber er sollte passen und zu kompromissen bin ich nicht sonderlich bereit, je älter desto weniger.

lara

Ich glaube, ich habe mich da etwas dumm ausgedrückt, ich meinte es jetzt auch nicht unbedingt in Bezug auf "Fremdgehen" sondern eigentlich mehr generell. Ich denke einfach und das ist meine Meinung, dass man manchmal halt auch bereit sein muss, Dinge (auch wenn sie einem nicht gefallen) zu nehmen, wie sie sind, wenn es nicht zu ändern ist. Natürlich muss man immer abwägen, und ich muss ehrlich sagen, früher (oder vorher) habe ich auch immer gesagt, das undas würde ich mir nicht gefallen lassen, wenn mein Partner sich fremdverliebt, dann schmeiße ich ihn ´raus, alles in diesem Tenor.
Wenn man dann mal in so eine Situation gerät, dann wägt man aber ganz genau ab, was man tut Und dazu gehören beide Seiten (das meine ich mit Kompromiss), denn jeder muss dem anderen dann schon entgegen kommen, das ist halt einfach so. Entweder man entscheidet sich dann füreinander, oder man lässt es bleiben. Das muss auch jeder für sich selbst entscheiden, was er bereit ist zu tun. Ich habe hier glaube ich noch niemandem da herein reden wollen.
Es ist einfach nur (m)eine Meinung, was man letztendlich macht muss man sehen....

Ich hoffe, dass war jetzt nicht so missverständlich (oder doch, ich kann manchmal Dinge nicht so ausdrücken, dass man genau versteht, was ich meine)

Inaktiver User
08.08.2008, 17:21
. Nicht sehr viele Beziehungen sind beständig. Meine Frau hatte, als wir uns kennenlernten, ähnliche Argumente wie Du. Zu meiner- und ganz besonders zu ihrer Überraschung jedoch kam sie in die Situation, eine Affäre zu haben. Darum hier noch einmal: kein Mensch kann generell etwas ausschließen- und wäre meine Haltung gewesen, dass das das Ende der Beziehung bedeutet hätte- hätte ich es vielleicht nie erfahren--- oder einen Riesenfehler gemacht! Unserer Liebe hat es nicht geschadet, aber wir gehen bewusster miteinander um seit dem. Ich sage: immer wenn Du glaubst schon alles gesehen und gehört zu haben...:freches grinsen:

ich war selber 23 jahre verheiratet, ich weiss dass selten eine beziehung beständigkeit hat.
ich schliesse nicht aus, dass ich nie eine affäre haben werde, aber ich weiss was ich tun würde wenn mein partner eine hätte:freches grinsen: .

nein, im ernst, sicher kann ich nie etwas ausschliessen, aber da ich mir der wichtigste mensch bin und mir nie ein mann so wichtig sein wird wie ich es bin, weiss ich auch was ich tun würde im falle einer affäre.
ich bin gut im loslassen, vielleicht einer meiner fehler oder defizite.

dieses um der liebe wegen bleiben kenn ich nicht. manchmal beschleicht mich das gefühl nicht wirklich tief lieben zu können oder ich bin noch nicht DEM richtigen begegnet.

lara

ernesto_01
08.08.2008, 17:23
Ich glaube, ich habe mich da etwas dumm ausgedrückt, ich meinte es jetzt auch nicht unbedingt in Bezug auf "Fremdgehen" sondern eigentlich mehr generell. Ich denke einfach und das ist meine Meinung, dass man manchmal halt auch bereit sein muss, Dinge (auch wenn sie einem nicht gefallen) zu nehmen, wie sie sind, wenn es nicht zu ändern ist. Natürlich muss man immer abwägen, und ich muss ehrlich sagen, früher (oder vorher) habe ich auch immer gesagt, das undas würde ich mir nicht gefallen lassen, wenn mein Partner sich fremdverliebt, dann schmeiße ich ihn ´raus, alles in diesem Tenor.
Wenn man dann mal in so eine Situation gerät, dann wägt man aber ganz genau ab, was man tut Und dazu gehören beide Seiten (das meine ich mit Kompromiss), denn jeder muss dem anderen dann schon entgegen kommen, das ist halt einfach so. Entweder man entscheidet sich dann füreinander, oder man lässt es bleiben. Das muss auch jeder für sich selbst entscheiden, was er bereit ist zu tun. Ich habe hier glaube ich noch niemandem da herein reden wollen.
Es ist einfach nur (m)eine Meinung, was man letztendlich macht muss man sehen....

Ich hoffe, dass war jetzt nicht so missverständlich (oder doch, ich kann manchmal Dinge nicht so ausdrücken, dass man genau versteht, was ich meine)
Du hast einfach nur nicht aufgehört ihn zu lieben- und dazu gestanden. Ich verstehe das gut. Ich halte Affären und Fremdgehen nicht generell für gut- betrügen schon gar nicht. Aber es kann Situationen geben, die dafür sprechen, eine Liebe und eine Beziehung nicht ausschließlich und generell daran zu koppeln. Die Beziehung in ihrer ganzen Tiefe kann sehr viel mehr sein für das es sich lohnt, einen Partner nicht zu verstoßen. Darüber hinaus wäre es möglich, sich selber damit einen sehr viel größeren Schmerz zuzufügen. Aber jeder Mensch- jede Liebe und jede Beziehung ist anders.

ernesto_01
08.08.2008, 17:31
dieses um der liebe wegen bleiben kenn ich nicht. manchmal beschleicht mich das gefühl nicht wirklich tief lieben zu können ...


Sicher kannst du das. Ich konnte meine Reaktionen nicht voraussehen, alle Szenarien, die ich mir vorgestellt hatte, waren beinah wertlos in der konkreten Situation. Nur über eins war ich froh: nie mir selbst die Wege verbaut zu haben.

Inaktiver User
08.08.2008, 17:32
Sicher kannst du das. Ich konnte meine Reaktionen nicht voraussehen, alle Szenarien, die die mir vorgestellt hatte, waren beinah wertlos in der konkreten Situation. Nur über eins war ich froh: nie mir selbst die Wege verbaut zu haben.

wenn ich bleiben würde, hätte ich das gefühl mir selber nicht treu zu sein, mich nicht wichtig genug zu nehmen.

da ist der unterschied zwischen uns:blumengabe:

Inaktiver User
08.08.2008, 17:39
ich habe einfluss darauf betrogen zu werden oder belogen zu werden oder weggeschickt zu werden.

ob ich je belogen werde oder nicht, das wird die zeit bringen, bis jetzt wurde ich in affärendingen nicht belogen weil ich die partner hatte die gleich denken wie ich.
ich denke ich strahle das auch aus und somit wird ein andersdenkender nie meine nähe suchen. genauso wie für mich andersdenkende männer nie interessant waren.
ich glaube schon dass sich da die passenden finden wenn man genau hinsieht.


Das halte ich für einen Irrtum. Damit will ich nicht sagen, dass Du belogen und betrogen wurdest, ich kenne Dich ja nicht. Aber ich bin sicher, dass dies so nicht generell gilt. Wieviele Frauen und Männer haben sich da schon "in Sicherheit" gewiegt, weil sie überzeugt waren, Partner gefunden zu haben, die ähnlich "denken" wie sie. Und eines Tages kam dann doch das böse Erwachen.

Ich glaube zwar schon, dass man beeinflussen kann, ob man belogen und betrogen wird oder nicht. Aber nicht dadurch dass man Strafe oder ernsthafte Konsequenzen wie Trennung androht im Falle dass der Partner einmal fremdgeht, sondern indem man Bereitschaft signalisiert, auch über unangenehme, kontroverse und heikle Themen zu diskutieren und indem man nicht im Vornherein grundsätzlich ausschließt, einen "Fehltritt" des Partners jemals verzeihen zu können.

ernesto_01
08.08.2008, 17:43
wenn ich bleiben würde, hätte ich das gefühl mir selber nicht treu zu sein, mich nicht wichtig genug zu nehmen.

da ist der unterschied zwischen uns:blumengabe:

"nur eins ist wirklich immer unverändert- der Wandel"... treue sich selber gegenüber ist eine Sache- Starrsinn eine andere. Wir sind lernfähig, können uns auf extreme Situationen einstellen und sie meistern- ohne auf vorgefertigte Postulate und Dogmen zurückgreifen zu müssen. Ich denke, es gibt Grundhaltungen- aber nicht für jede konkrete Situation im Leben einen Plan für den Ablauf im Notfall. Jede Entscheidung wird konkret in der Situation getroffen.

Inaktiver User
08.08.2008, 17:50
Ich glaube zwar schon, dass man beeinflussen kann, ob man belogen und betrogen wird oder nicht. Aber nicht dadurch dass man Strafe oder ernsthafte Konsequenzen wie Trennung androht im Falle dass der Partner einmal fremdgeht, sondern indem man Bereitschaft signalisiert, auch über unangenehme, kontroverse und heikle Themen zu diskutieren und indem man nicht im Vornherein grundsätzlich ausschließt, einen "Fehltritt" des Partners jemals verzeihen zu können.

meine partner waren auch so, für sie war es auch klar, dass im falle eines betruges sie gehen würden. diese partner haben dies auch so in früheren beziehungen gehandhabt.
über heikle themen diskutieren finde ich sehr gut, das heisst für mich aber vor dem betrug reden, nicht danach. denn dann ist es für mich schon geschehen und dann kann ich nur noch sehen wie ich aus der situation rauskomme.
eine affäre ist für mich nicht einfach ein "fehltritt" das ist eher ein ons. eine affäre hat mit gefühl zu tun, mit vermeintlicher liebe zu einem anderen menschen und da bin ich schlecht im verzeihen.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 17:53
"
treue sich selber gegenüber ist eine Sache- Starrsinn eine andere.
.

sturheit könnte ich auch sagen, wenn jemand ums verrecken in einer beziehung bleibt wenn er betrogen wurde.
du nennst es liebe, ich angst vor verlust.

in meinem denken kam eine scheidung nie vor und doch habe ich diesen schritt gewagt und gemerkt zu was ich fähig bin, das habe ich vorher nur geahnt, jetzt weiss ich es.
ich bin lernfähig geworden, ich weiss noch besser was ich will und ertragen kann und was nicht.
zudem glaube ich nicht mehr an die ewige liebe und das glück in einer beziehung.
ich könnte nie mehr mit meinem partner schlafen wenn er mich betrogen hätte, bei dem gedanken wird mir schlecht, körperlich.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 17:58
meine partner waren auch so, für sie war es auch klar, dass im falle eines betruges sie gehen würden. diese partner haben dies auch so in früheren beziehungen gehandhabt.
über heikle themen diskutieren finde ich sehr gut, das heisst für mich aber vor dem betrug reden, nicht danach. denn dann ist es für mich schon geschehen und dann kann ich nur noch sehen wie ich aus der situation rauskomme.
eine affäre ist für mich nicht einfach ein "fehltritt" das ist eher ein ons. eine affäre hat mit gefühl zu tun, mit vermeintlicher liebe zu einem anderen menschen und da bin ich schlecht im verzeihen.

lara

Das ändert aber nichts daran, dass sich viele Paare wieder gefunden haben, trotz Affäre (oder vielleicht auch gerade wegen einer Affäre) und dann einen echten Neubeginn gewagt haben.

Ich persönlich mache da aber noch einen Unterschied zwischen "in eine Affäre reinschlittern" und "aktiv eine Affäre suchen". Ersteres könnte ich meiner Partnerin wohl verzeihen. Letzteres eher nicht.

Inaktiver User
08.08.2008, 18:08
Das ändert aber nichts daran, dass sich viele Paare wieder gefunden haben, trotz Affäre (oder vielleicht auch gerade wegen einer Affäre) und dann einen echten Neubeginn gewagt haben.

Ich persönlich mache da aber noch einen Unterschied zwischen "in eine Affäre reinschlittern" und "aktiv eine Affäre suchen". Ersteres könnte ich meiner Partnerin wohl verzeihen. Letzteres eher nicht.

live kenne ich kein paar bei dem es nach einer affäre wieder wirklich gut läuft, oberflächlich schon aber nicht tief drinnen.
meistens nagt einer noch extrem daran und gibt dies unterschwellig dem anderen immer zu verstehen.
dieser ist dann auf dem verzeih-mir modus und das macht die sache und die belastung auch nicht besser.

ein reinschlittern gibt es in meinen augen nicht.

lara

Inaktiver User
08.08.2008, 18:31
Ich persönlich mache da aber noch einen Unterschied zwischen "in eine Affäre reinschlittern" und "aktiv eine Affäre suchen". Ersteres könnte ich meiner Partnerin wohl verzeihen. Letzteres eher nicht.[/QUOTE]

Den Unterschied mache ich allerdings auch. Denn wie gesagt, dass man sich nie, nie, nie fremdverlieben kann (mein Mann hatte keine körperliche Affäre sondern eher eine platonische und auch nicht lange), das kann man eben einfach nicht ausschließen. Klar, kann man dann nachdenken und es lassen, aber vielleicht merkt man es auch gar nicht so schnell....DArum denke ich "reinschlittern" kann man halt in sowas und davon kann sich keiner wirklich frei sprechen. Deswegen aber eine sonst zufriedenstellende Partnerschaft zu beenden, halte ich für krass. Wie gesagt, wenn Liebe auf beiden Seiten da ist, viel Liebe und Verständnis dann schafft man das schon. Bei einer monate/jahrelangen körperlichen Affäre denke ich da allerdings auch etwas sehr anders und das Verzeihen finde ich dann allerdings zumindest nicht einfach um nicht zu sagen fast unmöglich.....:knatsch:
Denn dann weiß ich tatsäclich nicht welche Basis da wäre und ich glaube die Gedanken dann sind unerträglich.

Inaktiver User
08.08.2008, 19:29
In dem Fall, den ich im Posting geschildert habe, war es so, dass ER seiner Frau immer wieder gesagt hat, was ihm fehlt und sie hat nichts dran geändert.

Um was für Dinge ging es denn da?

Denn das kann ja nicht gemeint sein, dass sie etwas ändern muss, weil er sagt, dass ihm etwas fehlt :ooooh:

Abgesehen davon hilft immer wieder sagen (oder ruhig reden) oft nicht, und insofern ist "ich habe das doch 100mal gesagt" auch keine Entschuldigung - oft braucht es einen "Stolperstein" (wie in der Harmoniefalle (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=60770) hopscotch07 mal so schön gesagt hat) oder eben Nachdruck oder ein auf den Tisch hauen, damit die Dinge ankommen - damit der andere nicht nur weiß, sondern auch "begreift und erlebt", worum es geht.

Und auch dann ist noch nicht gesagt, dass erst einmal der Partner etwas ändern muss - der gemeinsame Weg muss dann doch erst gesucht werden?

Ging/geht es um Sex? Schick ihn in die BriCom :smirksmile:

Gruß, Leonie

ernesto_01
08.08.2008, 22:40
über heikle themen diskutieren finde ich sehr gut, das heisst für mich aber vor dem betrug reden, nicht danach.
natürlich, da bin ich mit Dir einer Meinung- wir haben haben auch vorher darüber gesprochen- so war es dann ja auch kein "Betrug". Ich bin immer noch noch der Meinung- eine "Affäre" und Betrug ist nicht immer dasselbe. Ich bin nicht getäuscht und betrogen worden, meine Frau sah keine Notwendigkeit, mir die Wahrheit vorzuenthalten, denn sie musste nicht fürchten, mich ausschließlich deshalb zu verlieren.
Heute nagt nichts- und niemand fühlt sich zum "verzeih-mir modus" verpflichtet. Aber ohne Offenheit und Ehrlichkeit hätte es vielleicht nicht funktioniert.

Inaktiver User
09.08.2008, 09:40
In dem Fall, den ich im Posting geschildert habe, war es so, dass ER seiner Frau immer wieder gesagt hat, was ihm fehlt und sie hat nichts dran geändert.
Das entschuldigt natürlich keine Affaire, erklärt das Fremdgehen aber auf gewisse Weise. Und die Frau, die merkt, dass etwas ist, steckt lieber den Kopf in den Sand nach dem Motto "ich will das gar nicht wissen". Ich könnte das nicht, aber jeder ist eben anders.



Ehrlich gesagt: Wenn mir ein anderer Mensch sagt, was ich seiner Ansicht nach zu ändern habe, wird das kaum darauf hinauslaufen, dass sich etwas ändert. Da kann derjenige eigentlich auch gleich schweigen - es geht in diesem Fall gar nicht darum, gemeinsam zu schauen, wie sich die Dinge in eine Sackgasse manövrieren konnten, um das, was BEIDE Partner vermissen oder sich wünschen, und um das, was entsprechend BEIDE verändern könnten, sondern darum, einen Schuldigen zu finden, dem die Verantwortung für das Scheitern bequem in die Schuhe geschoben werden kann.

Eine Affäre ist dann natürlich völlig gerechtfertigt. Der Partner hat sich ja nicht wunschgemäss verhalten. Die Affäre war da möglicherweise entgegenkommender :knatsch:

(Warnung: IRONIE BEISST AUS DEM HINTERHALT)

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
09.08.2008, 09:53
live kenne ich kein paar bei dem es nach einer affäre wieder wirklich gut läuft, oberflächlich schon aber nicht tief drinnen.
meistens nagt einer noch extrem daran und gibt dies unterschwellig dem anderen immer zu verstehen.
dieser ist dann auf dem verzeih-mir modus und das macht die sache und die belastung auch nicht besser.

ein reinschlittern gibt es in meinen augen nicht.

lara

Da muss man aber definieren, was "gut läuft" genau heißt und auch die Zeitverhältnisse anschauen. Natürlich braucht das u.U. sehr viel Zeit, sowas gemeinsam zu verarbeiten. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Paar nach einer Affäre einfach zum Alltag übergeht. Sowas verändert die Beziehung in jedem Fall. Und dass da zuerst mal eine zeitlang der Haussegen ziemlich schief hängt, das ist ja wohl selbstverständlich und auch richtig so. Da soll man dem Partner ruhig die Verletzung ins Gesicht schreien sodass er "begreift" was er da angerichtet hat. Und der/die "Fremdgänger/In" muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und die wahren Beweggründe für diesen Fehltritt müssen auf den Tisch kommen. Ohne externe Beratung dürfte das sowieso schwierig werden.
So wie ich das lese, versuchten Deine Bekannten einfach zum Alltag überzugehen und das was passiert war zu verdrängen. Das geht natürlich nicht. Aber dass ein Paar daran wachsen kann und dann auf ein Fundament aufbaut das stärker und tragfähiger ist als vor der Affäre, das halte ich für durchaus möglich und sogar wünschenswert.

ernesto_01
09.08.2008, 10:28
Da muss man aber definieren, was "gut läuft" genau heißt und auch die Zeitverhältnisse anschauen. Natürlich braucht das u.U. sehr viel Zeit, sowas gemeinsam zu verarbeiten. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Paar nach einer Affäre einfach zum Alltag übergeht. Sowas verändert die Beziehung in jedem Fall. Und dass da zuerst mal eine zeitlang der Haussegen ziemlich schief hängt, das ist ja wohl selbstverständlich und auch richtig so. Da soll man dem Partner ruhig die Verletzung ins Gesicht schreien sodass er "begreift" was er da angerichtet hat. Und der/die "Fremdgänger/In" muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und die wahren Beweggründe für diesen Fehltritt müssen auf den Tisch kommen. Ohne externe Beratung dürfte das sowieso schwierig werden.
So wie ich das lese, versuchten Deine Bekannten einfach zum Alltag überzugehen und das was passiert war zu verdrängen. Das geht natürlich nicht. Aber dass ein Paar daran wachsen kann und dann auf ein Fundament aufbaut das stärker und tragfähiger ist als vor der Affäre, das halte ich für durchaus möglich und sogar wünschenswert.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich wäre, soetwas zu verdrängen. Die Beziehung verändert sich, das tut sie ohnehin ständig. Jedoch denke ich, es ist nicht immer hilfreich, das Geschehen als "Fehltritt" im Sinne von "falsch" oder Fehler zu definieren. Es ist einfach ein Verhalten- ob richtig oder falsch kann im Grunde nur die handelnde Person selbst bewerten. Aber innerhalb der Partnerschaft werden beide nicht um eine Auseinandersetzung zum Thema herum kommen können, wenn sie sich lieben.

Inaktiver User
09.08.2008, 10:52
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich wäre, soetwas zu verdrängen. Die Beziehung verändert sich, das tut sie ohnehin ständig. Jedoch denke ich, es ist nicht immer hilfreich, das Geschehen als "Fehltritt" im Sinne von "falsch" oder Fehler zu definieren. Es ist einfach ein Verhalten- ob richtig oder falsch kann im Grunde nur die handelnde Person selbst bewerten. Aber innerhalb der Partnerschaft werden beide nicht um eine Auseinandersetzung zum Thema herum kommen können, wenn sie sich lieben.

Als "Fehltritt" oder "falsch" würde ich eine Affäre auch nur dann bezeichnen, wenn innerhalb der Beziehung sexuelle Treue im Sinne von "kein Sex mit Drittpersonen" abgemacht war. Ich denke in den meisten Beziehungen ist das immer noch so üblich. Und wenn das so abgemacht war, dann kann – wenn schon nicht die Affäre selbst – so doch das Brechen der Abmachung durchaus als Fehltritt interprätiert werden. Falls das Paar verheiratet ist, dann wiegt das sogar noch schwerer, denn dann handelt es sich nicht mehr "nur" um eine Abmachung, sondern um ein Versprechen, das man dem Partner gegeben hat.

Wenn keine solche Abmachung, resp. kein solches Versprechen besteht, dann kann man eine Affäre natürlich auch nicht als Fehltritt oder Fehler bezeichnen.

ernesto_01
09.08.2008, 11:17
naja- für die Aufarbeitung in der Partnerschaft impliziert natürlich eine Bewertung nach "richtig" bzw. "falsch" einen Vorwurf, wenn nicht eine Verurteilung. Es kann aber durchaus aus Sicht des Betroffenen eine "richtige" Entscheidung für ihn sein, sich zB. an ein Versprechen unter bestimmten Voraussetzungen nicht gebunden zu fühlen.

Inaktiver User
09.08.2008, 15:11
Den Unterschied mache ich allerdings auch. Denn wie gesagt, dass man sich nie, nie, nie fremdverlieben kann (mein Mann hatte keine körperliche Affäre sondern eher eine platonische und auch nicht lange), das kann man eben einfach nicht ausschließen.


.

ich spreche nicht von fremdverlieben oder fremdschwärmerei, sondern von mit jemand anderem über wochen oder monate, jahre sex zu haben der nicht die stammbeziehung ist. DAS ist für mich eine affäre.
somit schlittere ich nicht in eine affäre sondern höchstes in einen ons. eine affäre ist eine gemeinsame entscheidung, nämlich sich wieder zu sehen, wieder sex zu haben miteinander.

lara

Inaktiver User
09.08.2008, 15:20
So wie ich das lese, versuchten Deine Bekannten einfach zum Alltag überzugehen und das was passiert war zu verdrängen. Das geht natürlich nicht. Aber dass ein Paar daran wachsen kann und dann auf ein Fundament aufbaut das stärker und tragfähiger ist als vor der Affäre, das halte ich für durchaus möglich und sogar wünschenswert.

ich weiss was du meinst und ich denke dass dies der idealfall wäre, nur glaube ich auch, dass die wenigsten bereit wären sich jahrelang zeit zum heilen zu geben, der fremdgeher kann dann schon mal sagen "hast dudas immer noch nicht überwunden, das ist jetzt schon 6 monate her" usw. (kenn ich aus dem bekanntenkreis) oder die frau haut ihm sein fremgehen noch jahre später um die ohren.

ein wirkliches aufarbeiten ist selten der fall über lange zeit, die geduld ist oft nicht vorhanden. schnell muss es gehen, denn der fremdgeher meint "ich habe ja gebeichtet, den kontakt abgebrochen, bringe dir blumen heim warum glaubst du mir immer noch nicht".
der betrogene will möglichst schnell wieder die alte vertrautheit zurück.
ich bin jetzt 44 jahre alt und ich sehe etliche paare in meinem umfeld daran scheitern. dieser vertrauensbruch ist ev. auch für frauen schwieriger zu verkraften als für männer ich weiss es nicht. frauen beenden ehen auch eher als männer.

eine beziehung die nach so einem fremdgehen (nicht ons sondern einer affäre über monate oder mehr) es schafft wieder auf ein stabiles fundament zu kommen, was wünschenswert wäre, kenne ich nicht, leider.
mir fehlen die positiven beispiele in meinem umfeld.

entweder es krankt oder sie sind getrennt/geschieden.

lara

Inaktiver User
09.08.2008, 15:21
Als "Fehltritt" oder "falsch" würde ich eine Affäre auch nur dann bezeichnen, wenn innerhalb der Beziehung sexuelle Treue im Sinne von "kein Sex mit Drittpersonen" abgemacht war.
Und wenn das so abgemacht war, dann kann – wenn schon nicht die Affäre selbst – so doch das Brechen der Abmachung durchaus als Fehltritt interprätiert werden. Falls das Paar verheiratet ist, dann wiegt das sogar noch schwerer, denn dann handelt es sich nicht mehr "nur" um eine Abmachung, sondern um ein Versprechen, das man dem Partner gegeben hat.
.

das sehe ich auch so, mit diesem brechen des versprechens hätte ich meine grösste mühe.

lara

ernesto_01
09.08.2008, 21:00
ich weiss was du meinst und ich denke dass dies der idealfall wäre, nur glaube ich auch, dass die wenigsten bereit wären sich jahrelang zeit zum heilen zu geben, der fremdgeher kann dann schon mal sagen "hast dudas immer noch nicht überwunden, das ist jetzt schon 6 monate her" usw. (kenn ich aus dem bekanntenkreis) oder die frau haut ihm sein fremgehen noch jahre später um die ohren.

ein wirkliches aufarbeiten ist selten der fall über lange zeit, die geduld ist oft nicht vorhanden. schnell muss es gehen, denn der fremdgeher meint "ich habe ja gebeichtet, den kontakt abgebrochen, bringe dir blumen heim warum glaubst du mir immer noch nicht".
der betrogene will möglichst schnell wieder die alte vertrautheit zurück.
ich bin jetzt 44 jahre alt und ich sehe etliche paare in meinem umfeld daran scheitern. dieser vertrauensbruch ist ev. auch für frauen schwieriger zu verkraften als für männer ich weiss es nicht. frauen beenden ehen auch eher als männer.

eine beziehung die nach so einem fremdgehen (nicht ons sondern einer affäre über monate oder mehr) es schafft wieder auf ein stabiles fundament zu kommen, was wünschenswert wäre, kenne ich nicht, leider.
mir fehlen die positiven beispiele in meinem umfeld.

entweder es krankt oder sie sind getrennt/geschieden.

lara

Aus der Erfahrung: es braucht nicht Jahre, um zu heilen. Es heilt nie- es geht nicht von alleine. Es geht- aber mit größter Ehrlichkeit, und damit meine ich auch die Ehrlichkeit zu sich selbst. Und es geht auch nicht mit "schönreden". Aber es geht- bei uns ist es nun bereits über ein Jahr her, und es ist Teil unseres gesamten bewegten gemeinsamen Lebens. In Deinem Bekanntenkreis/Umfeld werden Dir sicher die Beispiele nicht ins Auge fallen- die Paare sind glücklich und diskret- wenn es funktioniert. Funktioniert es nicht- dann wirst Du eher davon etwas spüren. Daher der Eindruck, es würde in der Mehrzahl der Fälle nicht gehen.

Inaktiver User
09.08.2008, 23:03
ich spreche nicht von fremdverlieben oder fremdschwärmerei, sondern von mit jemand anderem über wochen oder monate, jahre sex zu haben der nicht die stammbeziehung ist. DAS ist für mich eine affäre.
somit schlittere ich nicht in eine affäre sondern höchstes in einen ons. eine affäre ist eine gemeinsame entscheidung, nämlich sich wieder zu sehen, wieder sex zu haben miteinander.

lara

So gesehen hast Du natürlich schon recht. Ab einem gewissen Punkt kann man nicht mehr von "hineinschlittern" sprechen. Dann ist es bewusstes Fremdgehen.
Trotzdem mache ich persönlich einen Unterschied zwischen spontanem Kennenlernen, sich verlieben und dann eine Affäre beginnen, und gezielt eine Affäre suchen, z.B. auf Seitensprungbörsen oder in der Kneipe etc.
Ersteres ist nicht beabsichtigt, es "passiert" einfach. Und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es Situationen gibt, wo man so hin und weg ist dass es kein Halten mehr gibt. Das Gehirn ist ausgeschaltet und die Hormone übernehmen (vorübergehend) die Kontrolle.
Letzteres hingegen ist geplant. Man steuert bewusst eine Affäre an, ja, sucht sie sogar. Das finde ich persönlich viel schlimmer.

Inaktiver User
10.08.2008, 11:00
@alexis_zorbas und @ernesto:

Für Euch mal viele Blümchen verteil ..... :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Inaktiver User
10.08.2008, 16:28
Trotzdem mache ich persönlich einen Unterschied zwischen spontanem Kennenlernen, sich verlieben und dann eine Affäre beginnen, und gezielt eine Affäre suchen, z.B. auf Seitensprungbörsen oder in der Kneipe etc.
Ersteres ist nicht beabsichtigt, es "passiert" einfach. Und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es Situationen gibt, wo man so hin und weg ist dass es kein Halten mehr gibt. Das Gehirn ist ausgeschaltet und die Hormone übernehmen (vorübergehend) die Kontrolle.
Letzteres hingegen ist geplant. Man steuert bewusst eine Affäre an, ja, sucht sie sogar. Das finde ich persönlich viel schlimmer.

es gibt unterschiede ob ich jemanden kennenlerne oder ob ich bewusst eine affäre suche. ich finde beides nicht toll und mir hats noch nie so den kopf weggeblasen dass ich nicht mehr wusste was passiert. meine hormone nehmen nicht überhand.

da finde ich reden bevor eine affäre beginnt für weitaus sinnvoller als die entschuldigung, "mir sind halt die hormone durchgebrannt".
hört sich für mich wie eine entschuldigung an. "ich hilfloses wesen konnte nix dagegen tun".
ne, das ist mir zu einfach.

lara

Inaktiver User
10.08.2008, 16:32
Aus der Erfahrung: es braucht nicht Jahre, um zu heilen. Es heilt nie- es geht nicht von alleine. Es geht- aber mit größter Ehrlichkeit, und damit meine ich auch die Ehrlichkeit zu sich selbst. Und es geht auch nicht mit "schönreden". Aber es geht- bei uns ist es nun bereits über ein Jahr her, und es ist Teil unseres gesamten bewegten gemeinsamen Lebens. In Deinem Bekanntenkreis/Umfeld werden Dir sicher die Beispiele nicht ins Auge fallen- die Paare sind glücklich und diskret- wenn es funktioniert. Funktioniert es nicht- dann wirst Du eher davon etwas spüren. Daher der Eindruck, es würde in der Mehrzahl der Fälle nicht gehen.

da gebe ich dir recht, die negativbeispiele sind sicher ersichtlicher als die wo es danach positiv ausgeht.

die frage ist einfach, will ich, nach so einem vertrauensbruch wirklich mit so einem menschen weiterleben? lohnt es sich daran zu arbeiten? passiert es wieder? kann ich wieder vertrauen?

mir würde die einsicht und das vertrauen fehlen und den glauben daran, dass dies der partner nie wieder machen würde und er es mit dem versucht die beziehung zu retten ernst meinen würde.
ich wäre permanent unsicher und ich denke nicht,dass mir dies gut tun würde und der beziehung sowieso nicht.
ich weiss nicht, aber ich verlange da wohl perfektionismus, das ultimative.
wenn ich dies nicht haben kann, dann würde ich wohl gehen.

lara

ernesto_01
10.08.2008, 16:42
naja- sie hatte es eben einfach nicht nötig, zu betrügen- Vertrauen zu brechen oder missbrauchen. Sie nutzte das Vertrauen- und hat mit mir gesprochen. Das geht aber nur, da sie weiß- ich lasse mir nichts von festzementierten Glaubenssätzen vorschreiben. So fanden wir einen (Aus-) Weg.

Inaktiver User
10.08.2008, 17:15
naja- sie hatte es eben einfach nicht nötig, zu betrügen- Vertrauen zu brechen oder missbrauchen. Sie nutzte das Vertrauen- und hat mit mir gesprochen.
.

hat sie sich denn nun betrogen oder nicht? wenn ja, dann hatte sie betrogen und dein vertrauen missbraucht.
oder hattet ihr nie darüber geredet dass ihr körperliche treue vereinbart?
gehst du davon aus, dass du betrogen wirst?

ernesto_01
10.08.2008, 18:04
hat sie sich denn nun betrogen oder nicht? wenn ja, dann hatte sie betrogen und dein vertrauen missbraucht.
oder hattet ihr nie darüber geredet dass ihr körperliche treue vereinbart?
gehst du davon aus, dass du betrogen wirst?

ich sage doch, sie hatte mich nicht betrogen. Ja, in der Ehe sahen wir es natürlich als selbstverständlich an, treu zu sein. Das kann aber nicht verhindern, dass ein Partner sich fremdverliebt. Sie hatte darüber mit mir gesprochen- und auch mitgeteilt, dass sie der Sehnsucht nach körperlicher Nähe nicht widerstehen wird. Wir sprachen offen darüber, weil es ging. Weil wir Vertrauen hatten und haben- gegenseitig. Sie bat mich auch und besonders in dieser Situation um mein Vertrauen- und ich musste es nicht bereuen.

Inaktiver User
10.08.2008, 19:08
Es gibt Menschen, die leben nicht so bewusst. Die fühlen zwar irgendwie, dass etwas nicht stimmt in der Beziehung, aber statt die Probleme anzugehen, kehren sie sie unter den Teppich. Solche Menschen können in eine Affäre hineinschlittern, bevor sie sich überhaupt der Konsequenzen bewusst sind. Sie verlieben sich Hals über Kopf und "verlieren den Verstand" zumindest für eine gewisse Zeit.
Wenn sie wieder "aufwachen" befinden sie sich bereits mitten im Schlamassel.


Ganz ehrlich? Ein solcher Mensch wäre nicht der richtige Partner für mich. Ich war viele Jahre mit so jemandem zusammen, wurde einmal betrogen und letztlich auch wegen einer anderen Frau verlassen. Oft habe ich versucht, diese Tendenz zum Unter-den-Tisch-Kehren und Verstandverlieren auszugleichen, habe hinterhergefragt, mich bemüht, mir ein Bein ausgerissen um ihn glücklich zu machen. Mit dem Ergebnis, dass es schließlich doch nicht funktioniert hat.

Ich finde, dass es in einer erwachsenen, verantwortungsvollen und von gegenseitigem Respekt geprägten Beziehung einfach nicht geht, erstmal kopflos Porzellan zu zerschlagen und hinterher heulend über den Scherben zu hocken. Wenn es einmal passiert, okay, keiner ist perfekt - aber ich erwarte, dass derjenige aus seinem Fehler lernt und nicht nochmal aus Bequemlichkeit und Ich-war-eben-sooo-verliebt-Attitüde auf meinen Gefühlen herumtrampelt. Das Thematisieren von Beziehungsproblemen, eigenen Bedürfnissen und Wünschen ist für mich eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Beziehung. Wer das nicht kann, ist in meinen Augen nicht beziehungsfähig - zumindest nicht fähig zu einer Partnerschaft, wie ich sie mir vorstelle.

Inaktiver User
10.08.2008, 19:12
so ein mensch wäre nicht mein partner, das wäre keine beziehung für mich wo man probleme unter den teppich kehrt, das hatte ich jahrelang zu genüge. das will ich nicht mehr.

so einen mann lasse ich nicht mehr in mein leben.


Dito. So ein Partner ist wie ein Pulverfass, das jederzeit explodieren kann. Da könnte ich kein Vertrauen mehr fassen.

Inaktiver User
10.08.2008, 19:39
Trotzdem mache ich persönlich einen Unterschied zwischen spontanem Kennenlernen, sich verlieben und dann eine Affäre beginnen, und gezielt eine Affäre suchen, z.B. auf Seitensprungbörsen oder in der Kneipe etc.
Ersteres ist nicht beabsichtigt, es "passiert" einfach. Und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es Situationen gibt, wo man so hin und weg ist dass es kein Halten mehr gibt. Das Gehirn ist ausgeschaltet und die Hormone übernehmen (vorübergehend) die Kontrolle.


Hmm... für mich hat dieses "Es ist einfach passiert" einen faden Beigeschmack. Damit sagt der-/diejenige indirekt zum Partner: "Du, ich kann nichts dafür, dass das passiert ist. Ich konnte das nicht steuern und kann dir auch nicht versprechen, dass sowas nicht mehr vorkommt. Denn theoretisch könnte es jederzeit wieder eine Situation geben, in der ich die Kontrolle über mein Handeln verliere."
Damit gibt der Betrügende die Verantwortung für sein Handeln an irgendeinen mysteriösen Hormoncocktail oder nicht beeinflussbare Umstände ab. Ich möchte mich aber auf meinen Partner so weit verlassen können, dass ich weiß, er würde auch in einem plötzlich auftretenden Hormonrausch Herr seines Verstandes bleiben. Wenn er sagt "Es ist einfach passiert, ich hab den Kopf verloren", dann habe ich als Partnerin keinen Handlungspunkt, an dem ich ansetzen kann, um nicht noch mal in die Situation zu geraten, vom Partner betrogen zu werden. Sondern ich bin auf Gedeih und Verderb dem Zufall ausgeliefert... nein danke, das ist für mich keine stabile Partnerschaft.

Eine Partnerschaft einzugehen bedeutet für mich auch, mich nicht mehr irgendwelchen Hormonschüben hinzugeben. Und mir kann kein erwachsener Mensch weismachen, er könne bei Verliebtheit nicht mehr denken oder frei entscheiden. Ich war auch schon fremdverliebt in einer Partnerschaft und fand mich in einer Situation wieder, in der "es" hätte passieren können. Aber ich habe die Notbremse gezogen und mich zu nichts hinreißen lassen, was ich hinterher bereut hätte. Es geht also.

"Es ist einfach passiert" heißt für mich "Ich wollte es in diesem Moment. Die Befriedigung meiner erotischen Bedürfnisse war mir wichtiger als die Rücksicht auf deine Gefühle." Soviel Ehrlichkeit sollte dann schon sein.

Inaktiver User
10.08.2008, 21:02
Ich finde, dass es in einer erwachsenen, verantwortungsvollen und von gegenseitigem Respekt geprägten Beziehung einfach nicht geht, erstmal kopflos Porzellan zu zerschlagen und hinterher heulend über den Scherben zu hocken. Wenn es einmal passiert, okay, keiner ist perfekt - aber ich erwarte, dass derjenige aus seinem Fehler lernt und nicht nochmal aus Bequemlichkeit und Ich-war-eben-sooo-verliebt-Attitüde auf meinen Gefühlen herumtrampelt. Das Thematisieren von Beziehungsproblemen, eigenen Bedürfnissen und Wünschen ist für mich eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Beziehung. Wer das nicht kann, ist in meinen Augen nicht beziehungsfähig - zumindest nicht fähig zu einer Partnerschaft, wie ich sie mir vorstelle.

Ganz klar. Mehr als einmal würde ich ein solches Verhalten auch nicht tolerieren. Spätestens beim zweiten Mal wäre auch bei mir der Ofen aus. Endgültig.

Inaktiver User
10.08.2008, 21:22
zitat von lara06: nein, im ernst, sicher kann ich nie etwas ausschliessen, aber da ich mir der wichtigste mensch bin und mir nie ein mann so wichtig sein wird wie ich es bin, weiss ich auch was ich tun würde im falle einer affäre.
ich bin gut im loslassen, vielleicht einer meiner fehler oder defizite.

dieses um der liebe wegen bleiben kenn ich nicht. manchmal beschleicht mich das gefühl nicht wirklich tief lieben zu können oder ich bin noch nicht DEM richtigen begegnet.

Was mich so irritiert an deinen Beiträgen ist die Eindeutigkeit, mit der du im Voraus sagst, wie du dich verhalten würdest - denkst du wirklich, daß deine Gefühle für den Partner damit sofort abgestorben wären, weil diese wichtige Abmachung nicht eingehalten wurde, das Versprechen gebrochen? Funktioniert deine Emotionalität so? Versteh mich nicht falsch, ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es auch so wäre bei mir - aber ich wäre mir da niemals so sicher, im Voraus.

Ein weiterer Punkt & Frage an alle:
wie geht man gerade in einer langjährigen Partnerschaft mit solchen Dingen um - man weiß doch schliesslich, daß man sich verändert, und nicht immer bleibt man in Verbindung mit seinem Partner, wie man das sich vorgestellt hat und wie es der Partnerschaft gut täte. Plötzlich ist man fremdverliebt oder hat eine Affaire und erkennt u.U erst dadurch, wo Defizite sind.

Hier war übrigens ursprünglich von einer "Kurzaffaire" über wenige Monate die Rede, die von der Geliebten beendet wurde, weil der Mann sich nicht so schnell für sie entscheiden konnte/wollte... in einer solchen Situation könnte ich mir auch vorstellen, daß ein Schweigen möglicherweise besser wäre. Aber nur, wenn der "Schweigende" an dem Thema arbeitet. Was, zugegebenermaßen, schwierig ist - aber nicht unmöglich.

Was ist, wenn er sich in Kürze an die Stirn schlägt und sich sagt: "wie konnte ich nur!?" Wäre dann die "Wahrheit" höher zu bewerten als der Erhalt der Beziehung? Wollen nicht manche nur ihr Gewissen erleichtern? Und sind nicht manche, die ganz hoch auf dem Treue-Ross sitzen, einfach noch nie ernsthaft in Versuchung geraten?

Inaktiver User
11.08.2008, 07:39
Was mich so irritiert an deinen Beiträgen ist die Eindeutigkeit, mit der du im Voraus sagst, wie du dich verhalten würdest - denkst du wirklich, daß deine Gefühle für den Partner damit sofort abgestorben wären, weil diese wichtige Abmachung nicht eingehalten wurde, das Versprechen gebrochen? Funktioniert deine Emotionalität so? Versteh mich nicht falsch, ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es auch so wäre bei mir - aber ich wäre mir da niemals so sicher, im Voraus.
Ich gehe mit Dir dabei völlig konform @lalunex :blumengabe:

und vielleicht trifft da der Punkt möglicherweise teilweise zu, wo @Lara06 selbst zweifelt

manchmal beschleicht mich das gefühl nicht wirklich tief lieben zu können oder ich bin noch nicht DEM richtigen begegnet. denn wenn man aus tiefsten Herzen Liebe empfindet, das reine Gefühl der Liebe, dann scheitert diese "reife" Liebe nicht an gesellschaftlichen oder selbst auferlegten Normen und moralischen Grund- und Glaubenssätzen, wie auch die Treue einer ist...

Inaktiver User
11.08.2008, 13:43
I
denn wenn man aus tiefsten Herzen Liebe empfindet, das reine Gefühl der Liebe, dann scheitert diese "reife" Liebe nicht an gesellschaftlichen oder selbst auferlegten Normen und moralischen Grund- und Glaubenssätzen, wie auch die Treue einer ist...
:blumengabe: Das denke ich aber auch. :smile:

Vanilla2
11.08.2008, 14:56
[QUOTE=lalunax]Hier war übrigens ursprünglich von einer "Kurzaffaire" über wenige Monate die Rede, die von der Geliebten beendet wurde, weil der Mann sich nicht so schnell für sie entscheiden konnte/wollte... in einer solchen Situation könnte ich mir auch vorstellen, daß ein Schweigen möglicherweise besser wäre. Aber nur, wenn der "Schweigende" an dem Thema arbeitet. Was, zugegebenermaßen, schwierig ist - aber nicht unmöglich.

Du meinst, wenn er sich an den Kopf schlägt und sagt: Gut, dass ich die Geliebte los bin ? Das scheint in diesem Fall eine andere Entwicklung zu nehmen, da ER seine Geliebte sehr schmerzlich vermisst und immer wieder den Kontakt zu ihr sucht. Und dennoch redet er nicht mit seiner Frau, obwohl ihm hier vermutlich alle dazu raten würden...auf die Frage, weshalb er das nicht tut oder sich trennt, antwortet er, dass er seine Ehe nicht abschreiben will, ohne alles versucht zu haben.
Seeeeeeehr konsequent....zum Glück sind nicht alle Menschen gleich :zwinker:

Inaktiver User
11.08.2008, 17:01
ich sage doch, sie hatte mich nicht betrogen. Ja, in der Ehe sahen wir es natürlich als selbstverständlich an, treu zu sein. Das kann aber nicht verhindern, dass ein Partner sich fremdverliebt. Sie hatte darüber mit mir gesprochen- und auch mitgeteilt, dass sie der Sehnsucht nach körperlicher Nähe nicht widerstehen wird. Wir sprachen offen darüber, weil es ging. Weil wir Vertrauen hatten und haben- gegenseitig. Sie bat mich auch und besonders in dieser Situation um mein Vertrauen- und ich musste es nicht bereuen.

aber das sage ich doch die ganze zeit:freches grinsen: :blumengabe: . wenn ich mich fremdverliebe oder mein partner das tut, dann soll er mit mir darüber reden, dann werden wir sicher einen weg finden.
einen der für alle stimmt, einer mit dem wir alle gut leben können.

aber nicht reden und dann jahrelang eine affäre haben, DAS ginge bei mir nicht, da wäre schluss.

wir sind nicht so weit auseinander:blumengabe:

Inaktiver User
11.08.2008, 17:06
Was mich so irritiert an deinen Beiträgen ist die Eindeutigkeit, mit der du im Voraus sagst, wie du dich verhalten würdest - denkst du wirklich, daß deine Gefühle für den Partner damit sofort abgestorben wären, weil diese wichtige Abmachung nicht eingehalten wurde, das Versprechen gebrochen? Funktioniert deine Emotionalität so? Versteh mich nicht falsch, ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es auch so wäre bei mir - aber ich wäre mir da niemals so sicher, im Voraus.


?

ja, das weiss ich. meine gefühle sind nie so tief, dass ich mich selber verlieren würde, dass ich meinen stolz aufgeben würde, meine moralischen grundsätze aufgeben würde.

ich halte versprechen und ich erwarte dies von meinem partner auch.
ich erwarte kommunikation wenn etwas hakt, wenn etwas nicht mehr stimmt, wenn wir uns emotional verlieren usw.
ich tue es auch und dasselbe will ich auch. ein partner der dies nicht kann, mit dem kann ich keine vertrauensvolle beziehung leben.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:10
ja, das weiss ich. meine gefühle sind nie so tief, dass ich mich selber verlieren würde, dass ich meinen stolz aufgeben würde, meine moralischen grundsätze aufgeben würde.

ich halte versprechen und ich erwarte dies von meinem partner auch.
ich erwarte kommunikation wenn etwas hakt, wenn etwas nicht mehr stimmt, wenn wir uns emotional verlieren usw.
ich tue es auch und dasselbe will ich auch. ein partner der dies nicht kann, mit dem kann ich keine vertrauensvolle beziehung leben.

lara


nimm es mir nicht übel, lara :blumengabe: . und du kannst mir glauben, mit dem, was du gerade geschrieben hat, bist du mir - vor dem seitensprung meines partners - seeeeeeehr ähnlich. :knatsch: du bist stolz, du hast angst, verletzt zu werden, du bringst nur wenig vertrauen auf. du hast die lage permanent unter kontrolle.

du bist geradezu prädestiniert, dass ES passiert. und zwar schneller, als du es für möglich hältst. und dann: willst du einen ansonsten wertvollen partner in die wüste schicken deswegen?

nimm es mir, wie gesagt nicht übel, dein hohes maß an selbstkontrolle spricht dafür, dass du nicht verletzt werden willst.

Inaktiver User
11.08.2008, 17:10
Ein weiterer Punkt & Frage an alle:
wie geht man gerade in einer langjährigen Partnerschaft mit solchen Dingen um - man weiß doch schliesslich, daß man sich verändert, und nicht immer bleibt man in Verbindung mit seinem Partner, wie man das sich vorgestellt hat und wie es der Partnerschaft gut täte. Plötzlich ist man fremdverliebt oder hat eine Affaire und erkennt u.U erst dadurch, wo Defizite sind.


?

ich habe damals mit meinem mann geredet als ich interesse für einen anderen mann hegte. übrigens das erste mal in 22 jahren beziehung.
es war nichts passiert, keine küsse, kein händchen halten, kein sex, nur interesse von meiner seite aus, ich war verwirrt, traurig, durcheinander. warum passierte mir dies, ich hatte einen guten mann dachte ich, alles stimmte, alles passte, wir passten.
ich wollte mal eine auszeit und mit ihm eine therapie machen, defizite finden, lösen, arbeiten an so einer langen beziehung, die liebe wieder finden die ev. nur verschüttet war.
dazu musste ich raus aus dem haus weil ich mit seiner immerwährender nähe nicht an uns arbeiten konnte.
er reichte 3 wochen später die scheidung ein und hatte eine neue frau. innert 5 wochen musste ich aus dem haus sein mit kind und haustieren, hatte keinen job.

tja, so ging mein exmann damit um.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:14
und vielleicht trifft da der Punkt möglicherweise teilweise zu, wo @Lara06 selbst zweifelt
denn wenn man aus tiefsten Herzen Liebe empfindet, das reine Gefühl der Liebe, dann scheitert diese "reife" Liebe nicht an gesellschaftlichen oder selbst auferlegten Normen und moralischen Grund- und Glaubenssätzen, wie auch die Treue einer ist...

ich weiss nicht ob es so ist oder nicht, ich zweifle ja nicht, ich stelle nur fest dass ich in dem falle nicht wirklich liebe oder nicht mehr.

ich war mir immer selber wichtiger als ein anderer mensch, ausser mein sohn der ist mir wichtiger als alles andere. ich denke diese "nichts-erwartende-liebe" kann ich nur einem kind geben, nie einem mann.

es kann aber auch sein, dass meine prioritäten nur anders sind als deine. für dich ist treue vielleicht erst an 5. stelle, bei mir ist sie an 1. stelle. somit ist meine entscheidung bei treue-bruch eine andere als bei dir.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:17
meine gefühle sind nie so tief ..., dass ich meinen stolz aufgeben würde, meine moralischen grundsätze aufgeben würde.
Sowohl Stolz als auch Kleinmut sind Unkenntnis über sich selbst. Stolz ist nur eine Maske, um eigene Fehler zu übertünchen und andere beeindrucken zu wollen und Stolz ruft oft nur Unheil hervor, liebe @Lara :blumengabe:

Inaktiver User
11.08.2008, 17:17
du bist geradezu prädestiniert, dass ES passiert. und zwar schneller, als du es für möglich hältst. und dann: willst du einen ansonsten wertvollen partner in die wüste schicken deswegen?

nimm es mir, wie gesagt nicht übel, dein hohes maß an selbstkontrolle spricht dafür, dass du nicht verletzt werden willst.

ich denke nicht dass ich prädestiniert bin, nicht mehr als du oder andere. ich wurde, wissentlich, noch nie betrogen und ich bin schon 44 jahre alt und war 23 jahre verheiratet.
meine männer waren nicht die typen die betrügen, weil sie gleich dachten wie ich.

und ja, ich würde einen sonst wertvollen partner in die wüste schicken, weil er für mich nicht mehr wertvoll wäre wenn er betrügen würde.
er soll reden, nicht fremdvögeln! DAS erwarte ich von einem erwachsenen, reifen mann.

und wer will schon verletzt werden?? du doch auch nicht oder? ich denke DAS braucht keiner wirkich.

Inaktiver User
11.08.2008, 17:19
Sowohl Stolz als auch Kleinmut sind Unkenntnis über sich selbst. Stolz ist nur eine Maske, um eigene Fehler zu übertünchen und andere beeindrucken zu wollen und Stolz ruft oft nur Unheil hervor, liebe @Lara :blumengabe:

bis jetzt habe ich andere erfahrungen gemacht lieber federPeter:blumengabe: .
ich bin ganz gut gefahren mit meinem stolz und glaub mir, ich kenne mich sehr gut.
ich spreche im bezug auf stolz nur vom betrug in einer beziehung. nicht allgemein in meinem leben. ich bin nicht überall zu stolz.
welchen fehler meinst du denn welcher ich übertünchen will?

Inaktiver User
11.08.2008, 17:23
all jene die bleiben wenn die betrogen werden, was wäre für euch ein grund zu gehen in einer langjährigen beziehung?

habt ihr da eine schmerzgrenze?

übrigens bin ich in meinem umfeld bei weitem nicht die einzige die so denkt wie ich, einige meiner freundinnen sind aus ihrer beziehung gegangen weil der mann eine affäre hatte, einige waren da schon 30 jahre verheiratet. in meiner familie und in meinem umfeld ist so eine denke völlig natürlich und legitim.

hier komm ich mir ja langsam wie eine spinnerin vor.


lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:32
all jene die bleiben wenn die betrogen werden, was wäre für euch ein grund zu gehen in einer langjährigen beziehung?


du siehst das viel zu einseitig. leistest du keinen beitrag, wenn so etwas passiert? ich habe versucht, zu reden, aber die art, WIE ich geredet habe, hat unter anderem dazu geführt, dass es passiert ist.

schmerzgrenze?

hat der partner eigentlich auch eine? menschen, die so stolz sind, neigen dazu, eigene verletzungen und daraus resultierende probs zu überspielen. vll kommt dein partner gar nicht an dich heran? vll traut er sich gar nicht, zu sprechen, vlll kann er deine erwartungen nicht mehr erfüllen, vll geht er dann, weil seine schmerzgrenze erreicht ist?

man kann nicht immer alles so STATISCH sehen, lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:46
und ein wort noch zu dem eigentlichen thread-thema. in so einem fall wie deinem - strikteste regularien, kein bisschen flexibilität - kann es erst recht passieren, dass der partner mit der wahrheit nicht herausrückt.

für mich war es der erste vertrauensbeweis, dass er redete, ohne irgend etwas zu beschönigen oder abzustreiten. dass er in der lage ist, meine fragen zu beantworten, jederzeit.

wieviele von denen, die sich rühmen, nie betrogen worden zu sein, wissen einfach nur nichts davon? hier in diesem forum geht es natürlich auch um notorische fremdgeher und seitenspringer, die einfach nicht anders wollen oder können, auch mit duldung ihres partners.

ich denke jedoch nicht, dass diese die regel darstellen, sondern eher die ausnahme. ebenso, wie die meisten partner mehr oder weniger in der lage sind, ihre probleme aufzuarbeiten. leonie hatte dazu heute eine schöne zahl in einem anderen strang.

Inaktiver User
11.08.2008, 17:55
du siehst das viel zu einseitig. leistest du keinen beitrag, wenn so etwas passiert?

hat der partner eigentlich auch eine?

menschen, die so stolz sind, neigen dazu, eigene verletzungen und daraus resultierende probs zu überspielen. vll kommt dein partner gar nicht an dich heran? vll traut er sich gar nicht, zu sprechen, vlll kann er deine erwartungen nicht mehr erfüllen, vll geht er dann, weil seine schmerzgrenze erreicht ist?




sicher habe ich einen beitrag dazu geleisten wenn es soweit sein sollte. nur erwarte ich eben vorher ein gespräch, nicht wenn das kind in den brunnen gefallen ist.

habe ich irgendwo gesagt dass der partner keine schmerzgrenze hat? sicher hat er die und die weiss ich auch und darauf gebe ich acht dass ich die nicht überschreite.

wenn mein partner sich nicht getraut zu sprechen, ist er nicht der richtige für mich. ich beisse nicht, höchstens wenn er nicht redet.
erwartungen kann er erfüllen, die sind nicht so arg¨.
ich erwarte dass ein partner mit mir redet, mich ernst nimmt und bereit ist eine lösung für jedes problem zu finden. ist nicht so viel denke ich.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:56
und ein wort noch zu dem eigentlichen thread-thema. in so einem fall wie deinem - strikteste regularien, kein bisschen flexibilität - kann es erst recht passieren, dass der partner mit der wahrheit nicht herausrückt.


.

nein, kann es nicht, weil meine partner in dem falle auch so unflexibel und mit striktesten regularien behaftet sind wie ich.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 17:59
erwartungen kann er erfüllen, die sind nicht so arg¨.
ich erwarte dass ein partner mit mir redet, mich ernst nimmt und bereit ist eine lösung für jedes problem zu finden. ist nicht so viel denke ich.



das dachte ich auch. :blumengabe: kurioserweise schriebst du genauso hart, wie ich mich wohl noch vor geraumer zeit angehört habe: knallhart. unnahbar. stark. stolz

du wirkst nicht emotional. da kommt keiner dran.

eine sache interessiert mich sehr: warum betonst du, dass du schon einmal dreiundzwanzig jahre verheiratet warst? über die qualität der beziehung sagt das nichts aus. gar nichts. willst du dir bescheinigen, dass du erfolgreich eine langezeitbeziehung zu führen in der lage warst? ist das jetzt nicht mehr so? :blumengabe:

Inaktiver User
11.08.2008, 18:19
das dachte ich auch. :blumengabe: kurioserweise schriebst du genauso hart, wie ich mich wohl noch vor geraumer zeit angehört habe: knallhart. unnahbar. stark. stolz

du wirkst nicht emotional. da kommt keiner dran.

eine sache interessiert mich sehr: warum betonst du, dass du schon einmal dreiundzwanzig jahre verheiratet warst? über die qualität der beziehung sagt das nichts aus. gar nichts. willst du dir bescheinigen, dass du erfolgreich eine langezeitbeziehung zu führen in der lage warst? ist das jetzt nicht mehr so? :blumengabe:

elie, ich schreibe anders als ich rede, ich verwende nur keine blümchen oder wenige. ich schreibe eher wie ein mann, direkt ohne schnörkel, das heisst nicht dass ich im gespräch auch so bin.
meine mimik und gestik siehst du ja nicht, auch meinen tonfall hörst du nicht, nur mein geschreibsel siehst du und das liest du mit deinen gefühlen, nicht mit meinen.

ich will nichts bescheinigen, nur klar ausdrücken dass es möglich ist eine langzeitbeziehung zu führen auch wenn man nicht zu den "flexiblen" menschen gehört.
die qualität der beziehung können nur mein exmann und ich bewerten, für uns war sie viele jahre sehr gut und erfüllend und ich denke wir haben viel hingekriegt in dieser zeit, mehr als viele andere vielleicht.

heute? da denke ich nicht dass ich nochmals fähig bin eine solche langzeitbeziehung hinzubekommen. mir fehlt der mut dazu und die kraft und der glaube daran.

vielleicht ist es verständlicher wenn ich schreibe, dass betrügen in meinem denken nicht vorkommt und dies bei meinem exmann und meinem jetzigen partner auch nicht, aber das ist eine glaubenssache (christlich).

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 18:39
tut mir leid, lara, hier haben schon so viele user dazu geschrieben. du gehst nicht von deiner meinung ab...

Inaktiver User
11.08.2008, 18:43
tut mir leid, lara, hier haben schon so viele user dazu geschrieben. du gehst nicht von deiner meinung ab...

das muss dir nicht leid tun, ich weiss nur nicht welche meinung du meinst.das ich mich im falle eines betruges trennen würde?

ich will dich doch auch nicht umstimmen oder? warum sollte ich umgestimmt werden?

andere user schreiben sehr wohl, nur nicht öffentlich, weil sie wissen dass sie auch nicht verstanden werden.

es ist halt nicht konform eine andere meinung zu haben, schade.

weiisst du elie, es ist unfair eine andere meinung nicht zu akzeptieren und zu implizieren der andere sein unreflektiert, unflexibel, stur, staitsch etc., genauso unfair wäre es wenn ich sage "alle diejenigen die sich im falle eines betruges nicht trennen sind nur zu feige dafür".
stimmt nicht, die haben ihre gründe, genauso wie ich meine habe.

also lassen wir doch jedem seine meinung und sein tun, denn jeder hat seinen grund dafür.

Inaktiver User
11.08.2008, 18:55
Natürlich ist es nicht konform, eine abweichende Meinung zu vertreten. Das kann es gar nicht sein.

Es ist kontrovers.

Ich frage mich, woher jemand, der noch nie mit einem Betrug konfrontiert war, wissen will, wie er in der Situation selbst reagieren wird.

In der Theorie ist das gern mal eine ganz klare Angelegenheit. Die Praxis kann anders ausschauen.

Allerdings schützt es natürlich die Unumstösslichkeit einer Haltung, wenn man ihr Beziehungen unterordnet, beispielsweise indem man sich gar nicht so weit vorwagt, dass eine Verletzung wirklich tief greifen könnte, und man so aus dem Gleichgewicht gerät, dass vorgefasste Ideale, Meinungen und Haltungen buchstäblich aus ihrer Verankerung fliegen, simpel weil diese durch die Erschütterung nicht mehr vorhanden ist.

Dies festzuhalten bedeutet im übrigen nicht, dass Deine Meinung, Lara, nicht dennoch respektiert würde.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
11.08.2008, 19:05
Dies festzuhalten bedeutet im übrigen nicht, dass Deine Meinung, Lara, nicht dennoch respektiert würde.

Grüssle
Seawasp

doch das empfinde ich so, weil elie schrieb, dass ich nicht von meiner meinung abweiche. also wird sie nicht akzeptiert.

und hänge mich bitte nicht an worten auf, deutsch ist nicht meine muttersprache.

ich muss keinen bungeesprung erlebt haben um zu wissen, dass mir schlecht wird dabei.
ich muss nicht alles erlebt haben um zu wissen wie ich reagiere, es kann auch einfach ein gefühl sein zu wissen wie man reagiert.

ich spreche niemandem ab, dass die praxis anders aussehen kann, aber nicht muss und es gibt dinge da bin ich mir zu fast 100 % sicher wie ich reagieren werde, einfach weil mich das leben schon gelehrt hat dass ich so reagiert habe wie ich es mir vorher schon gedacht habe.

aus dem gleichgewicht bin ich schon etliche male gekommen, durch chronische krankheiten, verlust, betrug im anderen sinne, lebensplanungen ändern usw.
es hat mich ja nicht getötet, nur ev. vorsichtiger gemacht und ich habe mich dadurch auch besser kennengelernt.

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 20:02
Das Thema des Threats lautete doch: "Schweigen oder Gestehen" und da wurde um unterschiedliche Ansichten gebeten.
Es kamen einige die sagten Reden ( wobei dann noch die Frage bleibt wie offen man sein sollte oder ob ab einer bestimmten schonungslosen Wahrheit die Wahrheit den zugefuegten Schmerz nicht mehr in Relation bringt) und Lara plaediert fuer Schweigen weil fuer sie es untragbaere waere von der Affaere des Mannes zu erfahren.
Sie sagt aber auch dass ein Verlieben..also wo aus netten Gespraechen Schmetterlinge werden.. sie in einer Ehe nicht fuer unmoeglich haelt und dies als Anlass nehmen wuerde mit ihm an der Ehe zu arbeiten.
Sie sagte auch dass " einmal" auch noch gerade okay ist, also ein ONS wenn er dann erschrocken die Notbremse zieht.
Sie sagt dass eine Affaere, also das mehrmalige verabreden,damit auch das fortgesetze Anluegen und Hintergehen des Partners fuer sie die Grenze waere.

Ja warum denn nicht? Warum wird ihr dann vorgeworfen sie habe kein Verstaendniss fuer menschliche Schwaechen. Sie sieht ja gerade dass ein Verlieben drinne ist.. sie sieht auch dass es halt mal passieren kann. Aber dann ist bei ihr Schluss.
Ich weiss dass ueberrascht hier wenige :freches grinsen: aber ich teile ihre Ansicht.
Ein permantes Beluegen des Partners ist keine menschliche Schwaeche sondern eine fortgesetze und sehr beleidigende Respektlosigkeit, gekroent wenn er mit Partnerin und Affaere schlaeft.
Sie kann durchaus darauf beruhen dass jemand in was hineinrutscht und nicht weiss wie man wieder rauskommt aber dann rutscht es fuer mich sehr stark von menschlicher Schwaeche in eine Charakterfrage ab.

Luegen, vor allem wenn es wiederholt ist hat fuer mich sehr viel mit Charakter zu tun. Luegen in einer Ehe zerstoert viel mehr an Vertrauen als der Seitensprung, der ONS. Ohne Vertrauen ist allerdings auch kein Arbeiten in einer Paartherapie moeglich da Vertrauen nicht ist was der Andere der das Vertrauen zerstoert hat erklaeren, beschoenigen oder wieder herbeischwaetzen kann sondern das was der Betrogene wieder hat.Oder nie mehr.
Ich kenne einige Paare die nach einer Affaeire es wieder versucht haben. Vertrauen ist noch jahrelang ein Problem, auch wenn sie sich besser denn je verstehen.
Die meisten Betrogenen die deswegen vor den Truemmern der Ehe standen haben dieses Vertrauen per se schon nicht mehr ohne weiteres. Das muessen sie sich fuer einen neuen Partner muehsam erarbeiten. Da wird man dann doppelt und dreifach empfindlich.

Affaeren werden mir ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter genommen und mir scheint Tatsache dass derjenige der heutzutage von seinem Partner Treue verlangt als altmodischer Freak angesehen wird und von ihm verlangt wird dass er gefaelligst dem Partner alle Schwaechen zu verzeihen hat und wenn er das nicht tut als unflexibel gilt.

Vielleicht ist auch einfach der Betrueger unflexibel. Denn wenn er das waere koennte er frei vorher entscheiden was er wirklich will.
So entscheidet sein Geschlechtsorgan fuer ihn.
Da dann doch lieber die eigenen Moralvorstellungen zum Zusammenleben zweier Menschen.

Inaktiver User
11.08.2008, 20:10
@alyssumsaxatile

ich danke dir für diese reflektierte anwort! ich dacht schon keiner versteht mich :-)!

lara

Inaktiver User
11.08.2008, 20:23
zitat von lara06: heute? da denke ich nicht dass ich nochmals fähig bin eine solche langzeitbeziehung hinzubekommen. mir fehlt der mut dazu und die kraft und der glaube daran.

vielleicht ist es verständlicher wenn ich schreibe, dass betrügen in meinem denken nicht vorkommt und dies bei meinem exmann und meinem jetzigen partner auch nicht, aber das ist eine glaubenssache (christlich).

lara,

vielen Dank für deine Offenheit, ich finde deine Ansicht stimmig, ohne sie zu teilen. Konsequenz ist immer eine gute Basis!

Interessant fand ich, wie andere hier auch, deinen leisen Selbstzweifel: wie tief kann, darf eine Liebe gehen, um Verletzungen zu vermeiden? Du hast dich wohl entschieden, daß di r dein Selbstschutz wichtiger ist als eine Beziehung ohne Sicherheitsnetz - das ist dein gutes Recht, und darüber sollte auch niemand urteilen!

Nur ist dir auch klar, daß es dann immer eine Beziehung in gewissen Grenzen sein wird - denn ich glaube nicht, daß sich dein vorsichtiges Wesen nur in diesem Aspekt offenbart. Da steckt wohl leider viel traurige Erfahrung drin. Aber auch negative Erfahrungen können sich durch positive Erlebnisse "weichzeichnen" lassen - wenn man offen dafür ist und es will. It's up to you.....

Inaktiver User
11.08.2008, 21:31
ich dacht schon keiner versteht mich

Ich glaube es verstehen dich sehr viel mehr als du denkst.
Dieser Thread hat 163 Beitraege und knapp 4500 Zugriffe.
Hier und in anderen Threads mit demselben Thema ist immer viel Interesse aber es schreiben doch haeufig die gleichen.
Lesen und Schreiben tun doch nur diejenigen die entweder selber betruegen oder betrogen worden sind.
Hier wird manchmal emotional (nicht unbedingt sprachlich) mit harten Bandagen gekaempft.
Die Betrueger verteidigen sich teilweise sehr angriffslustig, die Betrogenen sind haeufig noch zu verletzt um da mitzuhalten.
Hier brauchst du aber starke Nerven und etwas Gleichmut um den Vorwuerfen du seist zu moralfixiert, verklemmt, sexuell nicht befreit, altmodisch und unflexibel standzuhalten.
Insbesondere unflexiebel, der Lieblingsausdruck der BriCom Foren.

Dabei sind manche Menschen hier so "flexibel" dass sie nicht einmal wissen wo ihre Mitte ist und sie deshalb immer bei wechselnden Partnern suchen..

Inaktiver User
11.08.2008, 22:30
Und selbstverständlich gibt es nur "entweder - oder". :smirksmile:

ernesto_01
12.08.2008, 08:28
Hier werden immer wieder zwei verschiedene Angelegenheiten vermischt. Das eine ist "Betrug", also das wiederholte und systematische Belügen und Hintergehen des Partners- das andere ist eine Affäre an sich. Das eine muss nicht zwingend mit dem anderen verknüpft sein, wenn das Vertrauen und die Offenheit in einer Beziehung möglich sind, ohne damit evtl. diese Beziehung eben durch Offenheit zu gefährden.
Eine Sicherheit ist eben nur dann eine Sicherheit, wenn sie im Belastungsfall auch eingesetzt werden kann.

Inaktiver User
12.08.2008, 09:47
Das eine muss nicht zwingend mit dem anderen verknüpft sein
Nein. Dann wenn beide Partner sich einig sind dass auch sexuelle Aussenbeziehungen erlaubt sind.
In dem Augenblick wo ich weiss dass mein Partner dies nicht moechte und damit Schwierigkeiten hat ist es ein Betrug. Wenn es zweimal passiert eine Luege, ein bewusstes geplantes Hintergehen.
Eine Affaire die mehr als ein ONS ist ist geplant.Weil sie rein faktisch nur durch Luegen moeglich ist.

Du argumentierst dass Offenheit in einer Beziehung moeglich sein muss, damit wird wieder dem Betrogenen der schwarze Peter zugeschoben. Er ist schuld wenn die Beziehung auseinandergeht weil es ihm ja an Offenheit mangelt.
Fuer mich ist Vertrauen in einer Beziehung das wichtigste. Nicht nur in einer Liebesbeziehung sondern auch in einer Freundschaft.
Egal wieviel Scheiss der Andere baut, ich muss ihm vertrauen koennen.
In dem Augenblick wo das Vertrauen missbraucht wurde ist die Beziehung erst einmal ohne Halt.
Von demjenigen der diesen Halt verloren hat zu verlangen er sei in der Vorleistung es wieder zu geben ist ziemlich selbstgefaellig vom Betrueger.


Und selbstverständlich gibt es nur "entweder - oder".

ich schrieb manche Menschen hier :zwinker:

Dies beinhaltet dass es auch anders geht in den beiden Extremen.
Der Ausdruck unflexibel oder Schwarz-Weiss Denken wird hier gerne als Totschlagsargument eingesetzt wenn man nicht kapieren moechte dass eben andere Menschen anders denken. Es ist die Aufwertung der eigenen schwachen Argumente durch die Abwertung des Anderen als Person.
So aehnlich wie des hier vorherrschende inflationaere Gebrauch des Worten Differenzierheit.
Das: "Also ich sehe das etwas differenzierter" wird meist von den Menschen gebraucht die etwas ganz anders sehen. Und glauben ihre Meinung wird dadurch aufgewertet dass sie "reflektierter" zu dem Ergebnis gekommen sind waehrend die Anderen es ja nicht sind (wie man anhand des Ergebnisses "sehen" kann).
Es ist nicht nur eine Abwertung der anderen Meinung sondern auch der anderen Person Sie ziehen es garnicht in Betracht dass der Andere genauso lange ueber etwas nachgedacht hat und einfach sich anders entschieden hat.
Im Endeffekt sind sie diejenigen die ueberhaupt nicht differenziert an eine Sache herangehen ansonsten koennten sie sich vorstellen dass man auch zu einem anderen Ergebnis kommen koennte..:smirksmile:

Inaktiver User
12.08.2008, 10:03
ich habe damals mit meinem mann geredet als ich interesse für einen anderen mann hegte. übrigens das erste mal in 22 jahren beziehung.
es war nichts passiert, keine küsse, kein händchen halten, kein sex, nur interesse von meiner seite aus, ich war verwirrt, traurig, durcheinander. warum passierte mir dies, ich hatte einen guten mann dachte ich, alles stimmte, alles passte, wir passten.
ich wollte mal eine auszeit und mit ihm eine therapie machen, defizite finden, lösen, arbeiten an so einer langen beziehung, die liebe wieder finden die ev. nur verschüttet war.
dazu musste ich raus aus dem haus weil ich mit seiner immerwährender nähe nicht an uns arbeiten konnte.
er reichte 3 wochen später die scheidung ein und hatte eine neue frau. innert 5 wochen musste ich aus dem haus sein mit kind und haustieren, hatte keinen job.

tja, so ging mein exmann damit um.

lara


Hallo Lara,

als ich dieses Post gelesen habe, bin ich ganz traurig geworden und nach so einer bitteren Erfahrung... kann ich gut verstehen, dass du dich nicht mehr gerne auf etwas einlassen willst, was dir nochmal so weh tun könnte. Habe ich das richtig verstanden?
Das ist ja einfach nur traurig nach 22 jahren....mehr kann ich dazu nicht sagen.

Inaktiver User
12.08.2008, 12:51
Hallo Lara,

als ich dieses Post gelesen habe, bin ich ganz traurig geworden und nach so einer bitteren Erfahrung... kann ich gut verstehen, dass du dich nicht mehr gerne auf etwas einlassen willst, was dir nochmal so weh tun könnte. Habe ich das richtig verstanden?
Das ist ja einfach nur traurig nach 22 jahren....mehr kann ich dazu nicht sagen.

hallo annie

danke für dein verständnis. ja es ist traurig, aber es ist jetzt 2 jahre her und es war seine entscheidung und wir haben ca. 1 jahr nach unserer trennung angefangen zu reden, zu versuchen das scheitern zu verstehen, uns ausgesprochen, unsere defizite und unsere unerfüllten wünsche und hoffnungen erzählt.
wir sind auf dem weg mit uns im reinen zu sein und wir wissen welche fehler wir beide gemacht haben und welche wir vermeiden sollten in einer neuen beziehung.
manchmal können wir reden, manchmal nicht, mit therapeut geht es noch schlechter.

damit will ich sagen, auch an die anderen, auch wenn eine beziehung wegen betrugs beendet wird, kann man sehr wohl daran arbeiten ohne in der beziehung zu bleiben. ein reflektieren der vergangen beziehung heisst nicht, dass man zwangsläufig bleiben muss.

lara

Inaktiver User
12.08.2008, 12:58
Nein. Dann wenn beide Partner sich einig sind dass auch sexuelle Aussenbeziehungen erlaubt sind.
In dem Augenblick wo ich weiss dass mein Partner dies nicht moechte und damit Schwierigkeiten hat ist es ein Betrug. Wenn es zweimal passiert eine Luege, ein bewusstes geplantes Hintergehen.
Eine Affaire die mehr als ein ONS ist ist geplant.Weil sie rein faktisch nur durch Luegen moeglich ist.

Du argumentierst dass Offenheit in einer Beziehung moeglich sein muss, damit wird wieder dem Betrogenen der schwarze Peter zugeschoben. Er ist schuld wenn die Beziehung auseinandergeht weil es ihm ja an Offenheit mangelt.
Fuer mich ist Vertrauen in einer Beziehung das wichtigste. Nicht nur in einer Liebesbeziehung sondern auch in einer Freundschaft.
Egal wieviel Scheiss der Andere baut, ich muss ihm vertrauen koennen.
In dem Augenblick wo das Vertrauen missbraucht wurde ist die Beziehung erst einmal ohne Halt.
Von demjenigen der diesen Halt verloren hat zu verlangen er sei in der Vorleistung es wieder zu geben ist ziemlich selbstgefaellig vom Betrueger.

..:smirksmile:

genau!:blumengabe: das fettgedruckte unterstreiche ich doppelt.

es hat doch jeder mensch seine grenzen, ich muss kein affenhirn gegessen haben um zu wissen dass ich dies nicht will und mir brechreiz verursacht, ich muss auch nicht gruppensex haben um zu wissen dass ich dies nicht möchte.
denn das sind meine persönlichen grenzen und da gehört eben auch eine affäre (die ich nicht genehmige) dazu, vertrauensbruch, lügen und betrügen im eigenltichen sinne.

lara

Inaktiver User
12.08.2008, 13:02
Interessant fand ich, wie andere hier auch, deinen leisen Selbstzweifel: wie tief kann, darf eine Liebe gehen, um Verletzungen zu vermeiden? Du hast dich wohl entschieden, daß di r dein Selbstschutz wichtiger ist als eine Beziehung ohne Sicherheitsnetz - das ist dein gutes Recht, und darüber sollte auch niemand urteilen!

Nur ist dir auch klar, daß es dann immer eine Beziehung in gewissen Grenzen sein wird - denn ich glaube nicht, daß sich dein vorsichtiges Wesen nur in diesem Aspekt offenbart. Da steckt wohl leider viel traurige Erfahrung drin. Aber auch negative Erfahrungen können sich durch positive Erlebnisse "weichzeichnen" lassen - wenn man offen dafür ist und es will. It's up to you.....

ich rede nicht von verletzungen vermeiden, jeder wird verletzt. ich rede davon verletzungen nicht zu tolerieren und daraus konsequenzen zu ziehen.

wenn ich betrogen werde, dann bin ich verletzt. ich kann aber entscheiden ob ich bleiben will oder nicht. wenn ich nicht bleibe heisst das nicht zwangsläufig dass ich nicht hinterfrage warum ich betrogen wurde, reflektieren kann ich mit meinem expartner auch noch, desshalb muss ich nicht bleiben.
wenn vertrauen fehlt, kann und will ich nicht bleiben und da ich eh schon wenig vertrauen in andere menschen habe, wird es sicherlich extrem schwierig wieder vertrauen zu entwickeln.

ein sicherheitsnetz gibt es in keiner beziehung, aber ich habe entschieden dass ich lieber alleine lebe als in einer beziehung in der ich nicht mal einen hauch von sicherheitsgefühl habe.

ernesto_01
12.08.2008, 13:02
Dann wenn beide Partner sich einig sind dass auch sexuelle Aussenbeziehungen erlaubt sind.
Im Prinzip schon. Jede Beziehung und jede Situation ist anders. Ich persönlich sehe es so: eine "sexuelle Außenbeziehung" kann ich nicht erlauben oder verbieten. Ich bin nicht der Erziehungsberechtigte meiner Partnerin. Es wäre auch grotest- denn ich kann noch sehr viel weniger "verbieten", wenn sie Gefühle wie Liebe auch für jemand anderen emfindet. Ich kann für mich entscheiden, wie ich damit umgehe. Das ist etwas anderes.
Das Wort "Verbot" trifft es nicht- denn für Verbote habe ich kein Mittel, deren Einhaltung zur Erwirken- eine Nichbeachtung würde wohl mit einer "Strafe" geahndet werden müssen, um eine Respektierung zu gewährleisten.
Die angedrohten Konsequenzen sind es dann ja auch, die zwar die Affäre nicht verhindern- aber ein Offenlegen dem unmöglich machen, der seinen Partner nicht verlieren möchte.

Inaktiver User
12.08.2008, 14:12
Die angedrohten Konsequenzen sind es dann ja auch, die zwar die Affäre nicht verhindern- aber ein Offenlegen dem unmöglich machen, der seinen Partner nicht verlieren möchte.

Stimmt, deshalb schweigen Diebe und Moerder auch gerne..sie kennen die angedrohte Strafe :smirksmile:

In einer Partnerschaft ist es nicht anders. Wenn ich weiss dass dies fuer einen Anderern ein No Go ist und ich damit rechnen muss dass er mich verlaesst habe ich zwei Moeglichkeiten. Entweder zu schweigen oder mit den Konsequenzen zu leben.
Sich hinterher hinzustellen und beleidigt zu sagen der Andere haette etwas toleranter sein muessen ist einfach nur unreif.
Der Betrueger nimmt fuer sich die Freiheit im Bett einer Anderen zu landen. Er hat auch die Freiheit es nicht zu tun.
Er sollte dann aber auch Respekt vor der Freiheit des Partners haben..die Freiheit eine Beziehung zu beenden wenn der andere sie zerbrochen hat.
Freiheit bedeutet auch Verantwortlichkeit, nicht nur fuer den Anderen indem man etwas unterlaesst was man tun koennte , sondern auch fuer eigenes Handeln.

Inaktiver User
12.08.2008, 15:53
Die angedrohten Konsequenzen sind es dann ja auch, die zwar die Affäre nicht verhindern- aber ein Offenlegen dem unmöglich machen, der seinen Partner nicht verlieren möchte.

ich persöhnlich hatte noch nie eine beziehung mit einem mann der diese konsequenz nicht auch androhte.

du hast von deiner frau erfahren, dass sie sich verliebt hat und nicht garantieren kann dass sie nicht mit dem mann schlafen möchte.
du konntest dann reagieren und selber entscheiden was du tun möchtest.
du bist geblieben, das stimmt für dich so und dann ist es auch ok.

nur, der unterschied zu dem was ich meine ist, dass deine frau BEVOR sie fremdging mit dir geredet hat, nicht danach, nicht nachem sie jahrelang eine affäre gehabt hatte.
verstehst du worauf ich hinauswill?

für mich bedeutet dies was ganz anderes.

lara

ernesto_01
12.08.2008, 16:46
nur, der unterschied zu dem was ich meine ist, dass deine frau BEVOR sie fremdging mit dir geredet hat, nicht danach, nicht nachem sie jahrelang eine affäre gehabt hatte.
verstehst du worauf ich hinauswill?
ja, natürlich. Ich wollte auch im Prinzip nur aufzeigen, dass es jeden erwischen könnte- auch liebenden und geliebten Partnern. Meine Frau hat so etwas viele Jahre weit von sich gewiesen. Aber es ist passiert- sie hat sich verliebt, der Sex erscheint da in gewisser Weise dann beinah nachrangig.
Eine vorherige Ansage von mir, die Beziehung würde durch soetwas automatisch beendet, hätte an ihrem Verhalten nichts grundsätzliches geändert, aber sie hätte sich sicher sehr genau überlegt, wie weit sie mich ins Vertrauen zieht.

öhm...nein, wenn ich es so lese, stimmt nicht ganz. Sie hätte es in jedem Fall gesagt. Ich denke, so ist sie. Anders ist richtig: Wir wären eher nie Partner geblieben oder geworden, wenn wir nicht diese Basis des Vertrauens erreicht hätten.

Inaktiver User
12.08.2008, 21:30
ja, natürlich. Ich wollte auch im Prinzip nur aufzeigen, dass es jeden erwischen könnte- auch liebenden und geliebten Partnern. Meine Frau hat so etwas viele Jahre weit von sich gewiesen. Aber es ist passiert- sie hat sich verliebt,

öhm...nein, wenn ich es so lese, stimmt nicht ganz. Sie hätte es in jedem Fall gesagt. Ich denke, so ist sie.
.

und genau da liegt des pudels kern, ich verlasse meinen partner nicht wenn er so reagiert wie deine frau reagiert hat, ich verlasse ihn wenn er schon eine laufende affäre hat und ich es erst dann erfahre.

und das es jeden erwischen kann dass man sich fremdverliebt oder zumindest interesse an einem anderen mann hat weiss ich selber am besten:freches grinsen: ist mir ja auch passiert.

du sagst sie ist so, ich bin auch so. ich würde es wieder sagen wenn ich mich fremdverlieben würde, auch mit dem risiko abgeschossen zu werden. denn wenn ich mich fremdverliebe dann fehlt mir etwas in der beziehung und den anlass des fremdverliebens möchte ich anpacken um an der beziehung zu arbeiten. defizite aufdecken usw.

lara

Liv.
13.08.2008, 00:26
Zitat von Lara06

und genau da liegt des pudels kern, ich verlasse meinen partner nicht wenn er so reagiert wie deine frau reagiert hat, ich verlasse ihn wenn er schon eine laufende affäre hat und ich es erst dann erfahre.
...denn die Lüge richtet die Verletzung an. Wenn die Wahrnehmung meiner Gefühle als falsch dargestellt werden. Und mir glaubhaft gemacht werden soll, meine Empfindungen sind nicht richtig. Ich aber das Gegenteil spüre, genau da fühle ich mich dann getäuscht und übervorteilt. Dann muss man "loslassen" können.

LG Liv

ernesto_01
13.08.2008, 08:28
Zitat von Lara06

...denn die Lüge richtet die Verletzung an. Wenn die Wahrnehmung meiner Gefühle als falsch dargestellt werden. Und mir glaubhaft gemacht werden soll, meine Empfindungen sind nicht richtig. Ich aber das Gegenteil spüre, genau da fühle ich mich dann getäuscht und übervorteilt. Dann muss man "loslassen" können.

LG Liv

Die Basis der Lüge ist vielleicht fehlendes Vertrauen. Es sagt einiges über die Form der Kommunikation in der Beziehung insgesamt aus. Möglich, dass das für manche/n der Grund ist, in so einer Situation die Beziehung neu zu bewerten- nicht die Affäre an sich und als solche...?

Inaktiver User
13.08.2008, 09:06
Die Basis der Lüge ist vielleicht fehlendes Vertrauen. Es sagt einiges über die Form der Kommunikation in der Beziehung insgesamt aus. Möglich, dass das für manche/n der Grund ist, in so einer Situation die Beziehung neu zu bewerten- nicht die Affäre an sich und als solche...?
Nein, nicht nur die Beziehung an sich legt die Basis für eine Lüge. Es können genauso Abhängigkeiten sein oder zu wenig Selbstvertrauen, zu wenig Standing. Ein im Grunde unabhängiger und selbstbewusster Partner wird wahrscheinlich weniger Schwierigkeiten haben zuzugeben, was geschehen ist und dazu zu stehen und dafür auch die konkreten Gründe zu nennen. Das wiederum setzt natürlich Klarheit und entsprechende rethorische Fähigkeiten voraus.

ernesto_01
13.08.2008, 10:01
:smile: es läßt sich aber auch rein gar nichts pauschalisieren bei dieser Thematik! Ich denke, darum ist es wirklich nötig, in jedem besonderen Fall sein spezifisches Urteil zu bilden. Vielleicht sollte sich der Partner auch darauf verlassen können?

Inaktiver User
13.08.2008, 10:24
Die Basis der Lüge ist vielleicht fehlendes Vertrauen.

Richtig. Die Basis der Luege ist immer fehlendes Vertrauen. IN SICH SELBER. Die meisten Luegner sind, vor allem wenn sie schon etwas erwachsener sind...notorische Luegner. Der Weg der Luege ist fuer sie immer der leichtere Weg als den der Wahrheit.
Das hat nichts mit der Situation, der Beziehung oder der Person zu tun die belogen wird. Dies sind nur Abstufungen wie schwer moegliche Repressalien fuer die Wahrheit ausfallen koennen.

Inaktiver User
13.08.2008, 10:27
Nein, nicht nur die Beziehung an sich legt die Basis für eine Lüge. Es können genauso Abhängigkeiten sein oder zu wenig Selbstvertrauen, zu wenig Standing. Ein im Grunde unabhängiger und selbstbewusster Partner wird wahrscheinlich weniger Schwierigkeiten haben zuzugeben, was geschehen ist und dazu zu stehen und dafür auch die konkreten Gründe zu nennen. Das wiederum setzt natürlich Klarheit und entsprechende rethorische Fähigkeiten voraus.Und genau da beginnt für mich der springende Punkt: Ist man nicht generell in einer Ehe bzw. eheähnlichen Gemeinschaft vom anderen abhängig? Man muß Absprachen treffen, sich auf den anderen einlassen, verlassen können, Rücksicht nehmen. Eine Beziehung ist nämlich auch eine wirtschaftliche Gemeinschaft. :smirksmile:

Wer in dieser Beziehungsform Lebende kann in der Regel (Ausnahme gibt es da ganz sicher) schon selbstbestimmt und eigenverantwortlich seine Bedürfnisse unabhängig vom anderen ausleben? WER setzt schon „leichtfertig“ all das gemeinsam Geschaffene aufs Spiel? Wer kann schon, so mir nichts dir nichts, alles „loslassen“ (Dabei meine ich jetzt nicht nur den Beziehungspartner an sich, Nein, damit ist alles gemeint, was in einer Beziehung eine tragende Rolle spielt, in der Gemeinschaft, der Familie, der Kinder, all dem was dazugehört)

Ein im Grunde unabhängiger Mensch kann nur der sein, der für sich allein lebt, d.h. nicht in einer sog. „wirtschaftlichen Gemeinschaft“ abhängig ist von anderen. Nur der hat m.E. weniger, wenn überhaupt Schwierigkeiten zuzugeben, was geschehen ist. Weil er nicht abhängig ist und auch nicht der andere von ihm ....

Inaktiver User
13.08.2008, 11:12
Und genau da beginnt für mich der springende Punkt: Ist man nicht generell in einer Ehe bzw. eheähnlichen Gemeinschaft vom anderen abhängig?

WER setzt schon „leichtfertig“ all das gemeinsam Geschaffene aufs Spiel?

Ein im Grunde unabhängiger Mensch kann nur der sein, der für sich allein lebt, d.h. nicht in einer sog. „wirtschaftlichen Gemeinschaft“ abhängig ist von anderen.


Ach, weißt Du, wenn man genug verdient, dann juckt einen letztendlich auch ein kleiner Verlust nicht und bei gemeinsamen Anschaffungen schaut man dann einfach drauf, dass sie gewinnoptimiert sind und man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnt und schon gibt das mehr Unabhängigkeit.
Mag komisch klingen, aber ich wusste schon lange, dass alles jederzeit in die Brüche gehen kann und habe dann einfach geschaut, dass ich mich nicht zu abhängig mache und das hat geklappt für mich. Und so konnte ich auch einfach frei alles zugeben und auch das Aus der Beziehung akzeptieren.
Ich habe mich schon lange nicht mehr verpflichtet und mal schauen, ob mir dies in Zukunft überhaupt noch gelingen wird oder ob ich weiter frei meinen Weg gehe.

Inaktiver User
13.08.2008, 11:35
@ myself_and_ :zwinker: :allesok:

:fg engel:

Inaktiver User
13.08.2008, 11:49
@ myself_and_ :zwinker: :allesok:

:fg engel:
Weiß nicht, ob das so lobenswert ist, aber es ist einfacher für mich und irgendwie passt so das ganz abhängige weder zu mir noch zu meiner Art zu leben. Ich könnte mir das bei aller Liebe auch gar nicht vorstellen, würde mir vorkommen, wie so ein Kind. Es hat zwar manchmal auch etwas Romantisches, das fehlt dann manchmal, aber man kann nicht alles haben und dann verzichte ich dann lieber an diesem Punkt. Meine Meinung ist einfach so, dass ich eben für die Entscheidungen, welche ich treffe auch immer notfalls allein einstehen kann.

Inaktiver User
13.08.2008, 12:03
@myself_and_, so ist eben Dein Weg. :blumengabe: Und für Dich ist er sicher richtig. Du wirst Dir und Deinen Bedürfnissen gerecht.

Wer hat das Recht, darüber und somit über Dich zu urteilen? Ich denke keiner.

Figaro57
15.08.2008, 15:13
Meine Erfahrungen mit diesem Thema:

Wer mit dem Gedanken spielt, fremdzugehen, wird es früher oder später auch tun. Wer es einmal getan hat, wird es immer wieder tun. Wem's nur um Sex geht wird schweigen und nur dann reden, wenn's auffliegt und sich nichts mehr abstreiten lässt. Wer sich fremdverliebt wird vielleicht reden – aber nur wenn er/sie die Beziehung innerlich schon abgeschrieben hat und es nochmals mit einem neuen Partner wissen will.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Vanilla2
15.08.2008, 16:00
Meine Erfahrungen mit diesem Thema:

Wer mit dem Gedanken spielt, fremdzugehen, wird es früher oder später auch tun. Wer es einmal getan hat, wird es immer wieder tun. Wem's nur um Sex geht wird schweigen und nur dann reden, wenn's auffliegt und sich nichts mehr abstreiten lässt. Wer sich fremdverliebt wird vielleicht reden – aber nur wenn er/sie die Beziehung innerlich schon abgeschrieben hat und es nochmals mit einem neuen Partner wissen will.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.


Also, das nenn´ich ja mal "die Dinge auf den Punkt bringen" - herzlichen Dank:blumengabe: ....und da schreiben wir anderen uns die Finger wund......:smile: