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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kriterien für betreuung



rofl
18.07.2008, 09:30
hallo ihr lieben,
ich möchte kurzfristig in die auswahl einer geeigneten betreuung für den knirps einsteigen. ich stelle mir folgendes szenario vor: ab dem ca. 6 lebensmonat 2 halbe tage, ggf auch etwas mehr. mit 1 jahr dann ganztags betreuung - kita oder tagesmutter.

nun versuche ich grad ne liste mit kriterien aufzustellen (ich liebe listen) - und bin für anregungen/erfahrungen dankbar....

also:

anzahl der betreuten kindern pro betreuer
betreuungszeiten
essen in der betreuung (zB: selbst gekocht, was, wie?)
betreute kinder anschauen: verhalten, zufriedenheitsgrad etc

räumlichkeiten: sauber, ansprechend?



mag blöd klingen, aber ich bin mir momentan echt unsicher, worauf ich noch so achten soll...

Inaktiver User
18.07.2008, 09:35
Ach Du bist wirklich schwanger???? :ooooh: :smirksmile:

Mich würde auch noch interessieren, wie/womit die Kinder so beschäftigt werden in der Kita und welchem Maße (gesundes Verhältnis der Spielzeit und Kreativstunden).

rofl
18.07.2008, 09:47
Ach Du bist wirklich schwanger???? :ooooh: :smirksmile:
.

äääh, ja - aber nicht mehr lange :freches grinsen:

xanidae
18.07.2008, 09:50
hallo rofl,
deine kriterien sind gut.
ich möchte dir eher eine tagesmutter empfehlen. aufgrund des alters und der wunschbetreuungszeit.
bei dieser kannst du auch noch darauf schauen, ob sie eine betreuungsbescheinigung vom jugendamt hat (das variert von bundesland zu bundesland) und ob sie eine 'gemeldete' tagesmutter ist, d. h. das jugendamt kommt regelmäßig und überprüft die tagesmutter.
desweiteren verpflichten sich gemeldete tagesmütter regelmäßige fortbildungen zu machen.
auch wichtig: sie muss richtige rechnungen schreiben, damit du die betreuungskosten bei der steuer einreichen kannst.

dies sind auch punkte, auf die du bei der kita achten solltest.

der unwichtigste punkt auf deiner liste, ist m.e. das essen. tagesmütter und krippen achten alle auf gesunde ernährung. es wird davon ausgegangen, dass alle das gleiche essen (allergien ausgenommen), dem alter entsprechend natürlich. das kann also sein, dass eine tagesmutter dich darum bittet, dir die babybreie vorzukochen oder gläschen mitzugeben, wenn z. b. alle anderen kinder über 1jahr alt sind. dafür zahlst du dann keine essenspauschale.

bei unserer tagesmutter wird alles selbst gekocht. aber es gibt auch mal was schnelles, wenn sie vormittags im wald waren.
nachmittags gibt es obst und/oder rohkost. manchmal einen keks dazu.

und ein wichtiger punkt: fühlst du dich wohl bei dieser tagesmutter oder in dieser einrichtung.

rofl
18.07.2008, 10:13
danke!
ich denke auch, dass das bauchgefühl ein entscheidendes sein wird - stimmt die chemie?.
hier in "unserer" stadt gibt es auch listen mit geprüften tagesmüttern, die hab ich beim jugendamt angefordert.
von den betreuungszeiten her denke ich schon, dass ne tagesmutter sinniger wäre. allerdings fände ich es auch gut, mehr als einen betreuer zu haben. mal sehen und vergleichen!

Meeresblume
18.07.2008, 10:20
und ein wichtiger punkt: fühlst du dich wohl bei dieser tagesmutter oder in dieser einrichtung.

dickundfettunterstreich!

Wenn die Chemie nicht stimmt, fällt das Dalassen deutlich schwerer.

Mir war noch ein eigener Garten wichtig, weil die Betreuer mit so ganz kleinen Kindern mangels Transportmöglichkeit sonst oft zu wenig draußen sind. Auch da ist eine Tagesmutter besser. Sie hat weniger Kinder und bei uns in der Regel einen Zwillings- oder Drillingswagen zum Rausgehen.
Was noch für eine Tagesmutter spricht: sie kann Dein Kind auch mitten im Jahr aufnehmen. Die Kitas und Krippen bei uns nehmen Kinder meist nur zum Kitajahrbeginn (Sommer) auf und nur ganz selten mitten im Jahr (muss man Glück haben). Außerdem war ich zwar bei vielen Kitas, die sich auf die Fahnen geschrieben hatten, dass sie Kinder ab 8 Wochen betreuen, praktisch aber dann wegen des hohen Pflegeaufwands doch erst Kinder ab frühestens 10 Monaten nehmen wollten.
Viel Glück und Erfolg bei der Suche wünschen Meeresblume und Lotte (ab September Mitglied im "Träumerle" mit Fußbodenheizung, großem Garten, 3 Betreuern für 12 Kinder und eigenem Koch)!

milchstern
18.07.2008, 10:23
Hallo rofl,

wenn du Listen liebst: im Buch "Babyjahre" von Remo Largo ist hinten eine Liste abgedruckt, was man bei Betreuung beachten soll! :blumengabe:

Unser Sohn ist seit er 5 Monate alt ist 4 Tage die Woche in einer KiTa. Wir hatten auch an eine Tagesmutter gedacht, fühlten uns dann aber mit mehreren Betreuern irgendwie wohler. Ich finde es auch wichtig, dass er ein einer altersgemischten Gruppe ist (allerdings nur 3 Jahrgängen, die Krippe arbeitet nach dem sog. Tandemmodell). Bei mir war es so, dass ich bei betreten der Krippe und Gespräch mit dem Leiter sofort ein sehr gutes Gefühl hatte. Das hat sich nun bestätigt - wir sind wirklich SEHR zufrieden. Ich finde auch wichtig, dass es die Möglichkeit gibt, dass die Gruppen raus gehen. Lasse ist jeden Tag draussen, wenn das Wetter einigermassen ist.

Was das essen angeht: ich bin sehr froh, dass in der Krippe die Breie selber gemacht werden. Wenn ich das machen müsste, wäre mir (neben Arbeit) zu stressig. Ein Tipp: erkundige dich, welches Milchpulver verwendet wird, dann kannst du gleich mit diesem anfangen zu füttern (wenn du es benötigst).

lg, milchstern

Inaktiver User
18.07.2008, 11:45
leonard war ja ab der 8. woche stundenweise betreut. das essen spielt die ersten anderthalb jahre keine rolle, da gibt man milch oder brei mit. auch der betreuungsschlüssel ist eigentlich nicht sooo wichtig, wenn du erfahrene frauen hast. ich persönlich würde immer eine private initiative bevorzugen. wir haben heute eine gruppe mit 2 tagesmüttern, er ist inzwischen 4 tage die woche für 6 stunden dort. das ist für mich auch die höchstgrenze.


und, rofl, ich bin echt hartgesottene unternehmerin, aber: ab 1 jahr ganztags...das ist wirklich VIEL. selbst wenn das kind es schafft...du vielleicht nicht. :wangenkuss:

bellybee
18.07.2008, 11:51
Noch ein paar weitere Punkte von unserer Liste :zwinker: (z.T. vom Infoblatt des hiesigen JA übernommen):

Organisatorisches:
- Urlaubs- und Schließzeiten der Einrichtung/ Tagesmutter (bzw. wie überbrückt man diese Zeiten)
- Vertretung im Krankheitsfall (bei Tagesmutter!)
- Haftpflichtversicherung (Tagesmutter)
- Ablauf der Eingewöhnung
- Hat das Kind eine feste Bezugsperson? (Krippe)
- sind regelmäßige Eltergespräche vorgesehen?
- Bekomme ich feedback über den Tag (hat das Kind gegessen, geschlafen, gab es Besonderheiten)


Betreuungsqualität:
- gibt es ein bestimmtes Konzept (z.B. offene Gruppen)
- Tagesablauf (Begrüßung, Essens-, Ruhe- und Spielzeiten)
- wie stark wird auf das einzelne Kind eingegangen (das kann man vor der Eingewöhnungszeit aber sicher nur schwer beurteilen)
- Umgang mit Medien (es soll Tagesmütter geben, die die Kinder ausgiebig fernsehen lassen :ooooh: )
- Erzieherische Haltung (z.B. Umgang mit Konflikten zwischen Kindern, Sauberkeitserziehung etc.)


Am allerwichtigsten finde ich auch das gute Bauchgefühl - wir hatten Glück, dass uns sowohl die Krippe als auch Jakobs Haupt-Betreuerin (die nach über 30 Berufsjahren überaus souverän und dabei sehr liebevoll ist) auf Anhieb sehr gut gefallen haben.

Bei den von mir "besichtigten" Tagesmüttern hatte ich leider ein weniger gutes Gefühl und da man in dem Fall nochmal mehr Vertrauen in die Einzelperson mitbringen muss, sollte die Wellenlänge aus meiner Sicht schon gut passen!

Tigerente
18.07.2008, 12:29
Ich will auch nochmal das Bauchgefühl betonen.
Wir hatten vor 1 Jahr zunächst ein Gespräch mit einer Kinderfrau, die uns vom Tagesmutterverein vermittelt wurde. Beste Referenzen, sicher kompetent - aber der Funke sprang nicht über, weder zu uns noch zu unserem normalerweise sehr kontaktfreudigen Sohn. Aus Mangel an einer Alternative hätten wir sie fast eingestellt, aber zum Glück (auch auf Anraten der Vermittlerin vom Tagesmutterverein, die das Problem mit der Chemie wohl spürte) es doch gelassen.

Die, die wir dann genommen haben, hatte null "offizielle" Qualifikationen, eben "nur" 2 Söhne groß gezogen, und wollte den Job mal ausprobieren. Wir haben sie über einen Aushang bei der Minijob-Börse des Arbeitsamtes gefunden. Aber wir und unser Sohn hatten sofort einen Draht zu ihr und haben unsere Wahl nie bereut.
Ihr macht es auch soviel Spaß, dass sie zur Zeit parallel die Tagesmutterqualifikation nachholt.

Zu den Krippen: da gibt es sicher viele tolle Dinge, auf die Du achten kannst. Aber meist sind die Wartelisten soooo lang, dass Du ohnehin nicht auswählen kannst, wo Du was bekommst. Wenn Dir die Qualität der Krippe sehr wichtig ist (was verständlich ist), solltest Du auf jeden Fall 2-gleisig fahren und auch nach einer guten Tagesmutter Ausschau halten.

zuckerschnecke
18.07.2008, 14:04
Ich habe für alle meine vier Kinder mit der Tagesmutter (war bei allen dieselbe) angefangen. Sie hat alle Qualifikationen und der berühmte Funke ist auch sofort übergesprungen. Es hat einfach alles gepaßt. Momantan gehen meine beiden Jüngsten zu ihr.

Lilli und Klara sind mit knapp 1,5 Jahre in die Kita gegangen. Da hatten wir Glück, weil wir bei der Gründung einer Elterninitiative dabei waren. Das ist auch meine absolute Wunscheinrichtung, da es sich um eine bilinguale Kita bzw. Kiga handelt. Da sind Lilli und Klara jetzt etwas über einem Jahr und es funktioniert einfach super. Französisch verstehen beider sehr, sehr gut. Kombiniert haben wir das jetzt noch mit einem französischen Au-pair. Das ist für mich eine zusätzliche Erleicherung in den Abendstunden, da ich dann häufiger alleine bin und mit vier Kleinkindern ist das doch teilweise etwas sehr anstrengend.

Ich fand die Tagesmutter als Einstieg in die Fremdbetreuung ideal; später fand ich die Förderung in der Kita besser. Aber da wird auch wirklich viel bei uns gemacht.

nosmoking
18.07.2008, 19:42
Wir haben die Tagesmuetter, die wir uns angesehen haben, nach ihrem Background gefragt. Da kamen interessante Dinge ans Licht...Eine war eigentlich Maklerin, hatte dann mit 56 Jahren einen Herzinfarkt und konnte nicht mehr als Maklerin arbeiten. Dann war sie Fruehrentnerin und hat sich zu Hause gelangweilt. So ueberlegte sie sich, was sie denn tun koennte und dachte sich, mit kleinen Kindern umgehen koenne ja jeder!!!
Es stand bei dieser Frau auch ein voller Aschenbecher herum, obwohl sie uns versicherte, sie rauche nicht...

Dann haben wir zum Glueck ein echtes Kinderparadies gefunden, 2 Betreuerinnen fuer 7 Kinder, grosser Garten, Tiere etc. und mein Sohn geht so gern dort hin.