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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mitgebrachter Wein/Snacks



Kazem
14.07.2008, 10:12
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie ihr das seht.

Wenn man eingeladen wird zu einem Abend zu viert z.B. und die Gäste eine Flasche ganz normalen Wein mitbringen und Snacks, öffnet man diese dann oder tut man die Sachen wie ein Geschenk gleich weg?

Also, ich finde, man öffnet den Wein und isst auch die Snacks. Außer es handelt sich um eine super teuer Flasche Wein, die man nur für ganz spezielle Zwecke aufmacht.

Wie seht ihr das?

Inaktiver User
14.07.2008, 10:20
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie ihr das seht.

Wenn man eingeladen wird zu einem Abend zu viert z.B. und die Gäste eine Flasche ganz normalen Wein mitbringen und Snacks, öffnet man diese dann oder tut man die Sachen wie ein Geschenk gleich weg?

Also, ich finde, man öffnet den Wein und isst auch die Snacks. Außer es handelt sich um eine super teuer Flasche Wein, die man nur für ganz spezielle Zwecke aufmacht.

Wie seht ihr das?

Ich seh das genauso wie Du!

kleinenellie
14.07.2008, 10:37
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie ihr das seht.

Wenn man eingeladen wird zu einem Abend zu viert z.B. und die Gäste eine Flasche ganz normalen Wein mitbringen und Snacks, öffnet man diese dann oder tut man die Sachen wie ein Geschenk gleich weg?

Also, ich finde, man öffnet den Wein und isst auch die Snacks. Außer es handelt sich um eine super teuer Flasche Wein, die man nur für ganz spezielle Zwecke aufmacht.

Wie seht ihr das?

Ich frage dann, ob wir den Wein zusammen picheln wollen. Bei Snacks genauso.:zwinker:
Da wird dann immer JAAA geschrien, lach

Inaktiver User
14.07.2008, 11:17
Ich frage dann, ob wir den Wein zusammen picheln wollen. Bei Snacks genauso.:zwinker:

das finde ich unhöflich, und ich würde nur Ja sagen, um die Sache nicht eskalieren zu lassen und den Gast nicht bloßzustellen.

Wenn es nicht vereinbart ist, dass das mitgebracht wird - dann ist es ein Mitbringsel bzw. kleines Gastgeschenk und ich mache die Sachen selbstverständlich nicht auf. Und fände auch sehr komisch, wenn ich so etwas mitbringe - und die Gastgeber würden die Sache gleich aufmachen.

Zu erwarten, dass die Dinge aufgemacht werden, ist doch "Einmischung in Angelegenheiten des Gastgebers" - als würde man dem nicht zutrauen, etwas Vernünftiges anzubieten.

Und wenn ich eine Flasche Wein mitbringe und die wird gleich aufgemacht - dann gibt mir das doch das Signal, dass der Einladende gar nicht auf mich vorbereitet ist.

Sowieso hat der mitgebrachte Wein doch meist gar nicht die richtige Temperatur.


Etwas anderes ist es selbstverständlich, wenn vereinbart ist, dass die Gäste etwas beisteuern oder wenn sich das in bestimmten Gruppen so eingespielt hat.

Aber sonst - aufmachen - nein, das ist unhöflich.


Gruß, Leonie

Islabonita
14.07.2008, 12:07
Ich sehe das genau so wie Leonie. Aufmachen nur, wenn es vorher vereinbart war, dass man etwas beisteuert.

Malina70
14.07.2008, 12:08
Hallo Kazem,

ich halte es so oder so. Wenn ich einlade, habe ich meist schon genug Zeugs da, so ich die essbaren Mitbringsel nur aufmache, wenn sie wirklich noch mal was anderes sind, als schon auf dem Tisch steht (also nicht die dritte Tüte Chips). Ich finde, dass man da als Gastgeber die Wahl hat, wie man es halten möchte. Sonst sollte der Gast die Sachen nicht überreichen, sondern direkt auf den Tisch stellen für die Allgemeinheit und ggf. auch selbst öffnen. Ich meine, wir reden hier ja nicht von einem hochoffiziellen Essen, sondern von einer lockeren Runde.

Wenn jetzt drei Leute Wein mitbringen und man selbst auch noch welchen gekauft hat, kommt man u.U. ja gar nicht dazu, alle Flaschen aufzumachen. Welche hat dann Vorrang, und ist womöglich ein Gast beleidigt, weil man seine Flasche nicht oder eben doch aufgemacht hat?

Was finde ich gar nicht geht, ist, Mitgebrachtes wieder mitzugeben, weil man es nicht geöffnet hat. Manche Gastgeber machen das ja, oft sicherlich wohlmeinend, aber ich finde es extrem unhöflich. Was mitgebracht und während des Abends nicht verzehrt oder getrunken wurde, betrachte ich als einfach als Gastgeschenk, sowohl aus Sicht Gastgeber als auch als Gast.

Gruß,

Malina

Fender
14.07.2008, 12:15
Also, ich finde, man öffnet den Wein und isst auch die Snacks.

Höflich wäre jedenfalls, die Weinflasche geschlossen zu lassen und auch die Snacks nicht zu verteilen.
Weil ansonsten der Schenker davon ausgehen muss, dass dem Gastgeber das Mitgebrachte nicht schmeckt und er es deswegen auf möglichst viele Gäste verteilen möchte.
Daneben würde sich der Beschenkte selbst blossstellen, weil die anderen Gäste davon ausgehen könnten, dass der Gastgeber nicht ausreichend Wein und Snacks für alle eingekauft hat...

Malina70
14.07.2008, 12:23
Also wenn ich sicher sein wollte, dass das Mitgebrachte als Geschenk betrachtet wird, würde ich entweder etwas wählen, dem man das ansieht (Wein geht sowohl als Geschenk als auch auch Beitrag für den Abend, aber Knabberzeug würde ich nicht als exklusives Geschenk empfinden) oder deutlich sagen: Ich habe Dir etwas mitgebracht, für Deine Mühe heute abend.

Ich kenne durchaus Leute, die etwas pikiert reagieren, wenn man ihr Mitbringsel nicht öffnet. Von daher würde ich im Zweifelsfall lieber fragen.

Und grundsätzlich gilt: ein Geschenk ist ein Geschenk, und der Beschenkte kann damit tun, was er möchte.

Gruß,

Malina

GuteLaune
14.07.2008, 20:34
Es kommt ein bisschen auf den Charakter der Einladung an. Wenn ich zum Essen einlade und meine Gäste wissen, dass ich was koche (was bei mir schon mal etwas aufwändiger ausfällt), dann betrachten sie und ich eine Flasche Wein als Geschenk ("mach dir mal einen schönen Abend") und nicht als Beitrag zum aktuellen Anlass. Ich hab den passenden Wein fürs Essen ja schon da.
Wenn es hingegen ein eher zwangloses Beisammen sein ist so in der Art "lasst uns heut abend doch noch ein bisschen im Garten sitzen", würde ich so ein Mitbringsel schon gleich "verwerten". Ebenso wie die Tüte Chips, die Dose mit Erdnüsschen usw.
Wenn ich mir mehreren Leuten Geburtstag feiere, sehe ich die Weinflaschen als Geschenk - durcheinander trinken mag ich nicht.

Walnuss
14.07.2008, 21:19
Was tun, wenn Ihre geladenen Gäste Wein oder Süßigkeiten mitbringen? Dürfen oder sollen diese am Abend serviert werden?
Haben Sie Bedenken, dass der Gast eventuell beleidigt sein könnte, wenn Sie Ihren Wein servieren? Oder, im umgekehrten Fall, gar meint, Sie hätten selbst nicht vorgesorgt und müssten somit auf sein Gastgeschenk zurück greifen?

knigge.de kann Sie hier beruhigen: Sie können getrost Ihren eigenen Wein servieren. Schließlich haben Sie als Gastgeber dafür gesorgt, dass er exakt zu den angereichten Gerichten passt, richtig temperiert ist und keine Schüttelpartie im Auto hinter sich hat.

murmeltier
14.07.2008, 21:40
Höflich wäre jedenfalls, die Weinflasche geschlossen zu lassen und auch die Snacks nicht zu verteilen.
Weil ansonsten der Schenker davon ausgehen muss, dass dem Gastgeber das Mitgebrachte nicht schmeckt und er es deswegen auf möglichst viele Gäste verteilen möchte.
Daneben würde sich der Beschenkte selbst blossstellen, weil die anderen Gäste davon ausgehen könnten, dass der Gastgeber nicht ausreichend Wein und Snacks für alle eingekauft hat...

:ooooh: :ooooh: :ooooh:

Ich bin gerade wirklich mehr als verwundert, da ja jetzt schon mehrere Antworten in diese Richtung kamen und ich das genau anders sehe. Und auch nie gedacht hätte bzw. auf die Idee gekommen wäre, das man das anders sehen kann - daher finde ich das ja schonmal sehr interessant.

Meine Überlegungen gehen aber genau ins Gegenteil: Ich würde wenn etwas, wa sich mitbringe NICHT sofort geöffnet würde, davon ausgehen, dass es demjenigen nicht schmeckt und er sich eben nicht genötigt sehen will, in meiner Anwesenheit davon zu essen/trinken, sondern es ggf. später weiterverschenkt oder wegwirft :ooooh:

Oder man könnte auch davon ausgehen (das wären nicht meine Gedanken als Schenker, aber als Beschenkter immer meine Befürchtung), dass die Leute mich für geizig und egoistisch halten, weil ich "alles für mich allein" haben und nicht teilen will...

Ich empfinde es also wirklich genau gegenteilig, was die Höflichkeit anbelangt... :knatsch:

Und ich käme nie - wirklich niemals! - auf die Idee, dass jemand, der meine Mitbringsel gleich öffnet, selbst nicht genaug da hat. Das finde ich ehrlich gesagt eine ziemlich abwegige Überlegung...

Das iat jetzt nicht böse oder als Angriff gemeint, im Grunde finde ich es höchst interessant, wie verschieden ein und das selbe Verhalten wahrgenommen werden kann... Auf solche Ideen wäre ich allein nie gekommen...

Aareblitz
14.07.2008, 22:55
Snacks würde ich vielleicht öffnen, Wein eher nicht.

Wenn ich Gäste habe, dann schaue ich, dass mehrere gleiche Flaschen gekühlter Wein vorhanden sind. Die eine Flasche vom Gast würde da dann irgendwie nicht reinpassen.

GuteLaune
14.07.2008, 23:27
Snacks würde ich vielleicht öffnen, Wein eher nicht.

Wenn ich Gäste habe, dann schaue ich, dass mehrere gleiche Flaschen gekühlter Wein vorhanden sind. Die eine Flasche vom Gast würde da dann irgendwie nicht reinpassen.

Genauso isses.
Wenn aber eine von meinen Freundinnen spontan vorbeischaut und eine Flasche Wein oder - kommt häufiger vor - ein Flasche gut gekühlten Sekt - dabei hat, dann wird die aufgemacht. Bei so spontanen Aktionen lebt auch eine Tüte Chips nicht lange.

Mir hat allerdings noch nie jemand zu einer eher "offiziellen Einladung" Chips mitgebracht. Eher mal ein paar noble Pralinen. Und weil ich gerne teile, kann es schon sein, dass die den Abend nicht überleben - wenn in der Schachtel genug für alle sind.

Ich denke, das ergibt sich aus derSituation, ob was für "jetzt gleich" gedacht ist oder zum genießen in einer ruhigen Stunde.

Malina70
15.07.2008, 07:37
Genauso isses.

Ich denke, das ergibt sich aus derSituation, ob was für "jetzt gleich" gedacht ist oder zum genießen in einer ruhigen Stunde.

So sehe ich das auch. Mitgebrachtes Knabberzeug ist in meinen Augen auf alle Fälle zum Aufmachen gedacht, muss aber nicht, wenn schon genug da ist.

Mitgebrachte Pralinen würde ich als Geschenk betrachten und eher nicht anbieten.

Bei Wein finde ich es am schwierigsten. Da ich nicht die Super-Wein-Expertin bin, hätte ich die Befürchtung, dass der mitgebrachte Wein womöglich sehr viel hochwertiger ist als der von mir gekaufte und der Gast empört ist, dass er jetzt mein Gesöff trinken muss, wo er doch so einen guten Tropfen mitgebracht hat (jetzt mal übertrieben formuliert). Da frage ich dann aber auch ganz offen, ob wir den aufmachen sollen.

Bei einer Essenseinladung würde ich Mitgebrachtes grundsätzlich eher als Geschenk betrachten als bei einer informellen Runde (Spieleabend oder sowas).

Aber ich glaube auch, dass da da keine wirklich festen Regeln gibt und man im Zweifel immer gut daran gut nachzufragen.

Mir persönlich ist es wirklich egal, was mit meinen Mitbringseln passiert, so lange man sie mir nicht hinterher wieder in die Hand drückt (die sind doch noch zu, und wir essen sowas an sich gar nicht - alles schon passiert!).

Gruß,

Malina

kleinenellie
15.07.2008, 07:45
Genauso isses.
Wenn aber eine von meinen Freundinnen spontan vorbeischaut und eine Flasche Wein oder - kommt häufiger vor - ein Flasche gut gekühlten Sekt - dabei hat, dann wird die aufgemacht. Bei so spontanen Aktionen lebt auch eine Tüte Chips nicht lange.

Mir hat allerdings noch nie jemand zu einer eher "offiziellen Einladung" Chips mitgebracht. Eher mal ein paar noble Pralinen. Und weil ich gerne teile, kann es schon sein, dass die den Abend nicht überleben - wenn in der Schachtel genug für alle sind.

Ich denke, das ergibt sich aus derSituation, ob was für "jetzt gleich" gedacht ist oder zum genießen in einer ruhigen Stunde.


Ich hatte auch eher an ein "spontanes" Zusammensein gedacht, wo die Leute eben eine Tüte Chips oder eine Flasche Wein zum gleichtrinken mitbringen.

Ein total teurer Wein in einer Geschenkkiste würde natürlich zubleiben. Und das einer zum Geburtstag Chips oder Cracker verschenkt, habe ich eigentlich auch noch nicht erlebt

kleinenellie
15.07.2008, 07:47
Aber ich glaube auch, dass da da keine wirklich festen Regeln gibt und man im Zweifel immer gut daran gut nachzufragen.

Mir persönlich ist es wirklich egal, was mit meinen Mitbringseln passiert, so lange man sie mir nicht hinterher wieder in die Hand drückt (die sind doch noch zu, und wir essen sowas an sich gar nicht - alles schon passiert!).

Gruß,

Malina

Da gebe ich dir Recht. Und wer peinlich berührt ist, weil ich nachfrage, :wie?: mein Gott, dann kann ich es auch nicht ändern.

Ein Geschenk wieder mitgeben finde ich persönlich viel unhöflicher

Inaktiver User
15.07.2008, 09:53
andere Frage: ist es unhöflich, (als Gastgeber) zubereitetes Essen den Gästen nach der Feier mitzugeben?

Bei mir/uns geht öfter mal die Planung schief, so dass immer zuviel da ist; die Gäste nehmen dann eigentlich gerne das berühmt Stückchen Torte o.ä. mit.
Landpartie mit den allerbesten Freunden - ok, denen pack ich auch den Picknickkoffer voll. Aber bei Bekannten, kann man das als Gastgeber anbieten ?

Irgendwie find ich's seltsam, aber z.B. meine Mutter macht's regelmäßig.

izzie
15.07.2008, 09:56
Wenn ich zum Essen einlade, mache ich mir auch Gedanken über den passenden Wein, von daher würde ich mitgebrachten Wein nicht aufmachen. Zumal die Temperatur oft nicht stimmt. Und wenn mehrere Gäste jeweils eine Flasche Wein mitbringen, können wir ja schlecht jeder erst ein Glas von diesem und dann von jenem trinken - *brrr*

Bei einem eher zwanglosen Zusammensitzen könnte die Flasche aber schon dran glauben.

Knabberzeug hat bei mir noch niemand mitgebracht.

Kappuziner
15.07.2008, 10:11
Meiner Erfahrung nach erwarten Gäste eher, dass man als Gastgeber die Mitbringsel serviert.
Und wenn ich ein richtig gutes Essen mache, bin ich ehrlich gesagt ein bischen pikiert, wenn die Gäste dann auch noch etwas zum Essen mitbringen. Für mich gehört es zur Vorfreude, mir auszumalen, wie der Tisch aussieht, wie die Gänge zueinander passen und ich mag dann nicht noch andere Sachen dazustellen.

Über mitgebrachten Wein freue ich mich sehr. Wenn er zum Essen passt, serviere ich den dann auch. Andernfalls nicht - ich finde, beides geht. Wenn es ein wirklich sehr guter Tropfen ist, nehme ich mir auch schon mal die Freiheit, den dann für mich zu "bunkern" :smirksmile:

kleinenellie
15.07.2008, 11:01
andere Frage: ist es unhöflich, (als Gastgeber) zubereitetes Essen den Gästen nach der Feier mitzugeben?

Bei mir/uns geht öfter mal die Planung schief, so dass immer zuviel da ist; die Gäste nehmen dann eigentlich gerne das berühmt Stückchen Torte o.ä. mit.
Landpartie mit den allerbesten Freunden - ok, denen pack ich auch den Picknickkoffer voll. Aber bei Bekannten, kann man das als Gastgeber anbieten ?

Irgendwie find ich's seltsam, aber z.B. meine Mutter macht's regelmäßig.


Also bei einem oder mehreren Stücke Torte finde ich es nicht unhöflich, wenn man nachfragt, ob der Gast es mitnehmen möchte. Der kann ja nein danke sagen.
Ist nur meine Meinung, andere sehen das sicher ganz anders

kleinenellie
15.07.2008, 11:08
Meiner Erfahrung nach erwarten Gäste eher, dass man als Gastgeber die Mitbringsel serviert.
Und wenn ich ein richtig gutes Essen mache, bin ich ehrlich gesagt ein bischen pikiert, wenn die Gäste dann auch noch etwas zum Essen mitbringen. Für mich gehört es zur Vorfreude, mir auszumalen, wie der Tisch aussieht, wie die Gänge zueinander passen und ich mag dann nicht noch andere Sachen dazustellen.

Über mitgebrachten Wein freue ich mich sehr. Wenn er zum Essen passt, serviere ich den dann auch. Andernfalls nicht - ich finde, beides geht. Wenn es ein wirklich sehr guter Tropfen ist, nehme ich mir auch schon mal die Freiheit, den dann für mich zu "bunkern" :smirksmile:


Ich hatte die TE so verstanden, das es ein ganz lockeres Treffen ohne Aufwand ist. Also eher mit Chips und vielleicht ein paar belegten Broten.

Wenn ich zum Essen einlade und mit viel Mühe und Schweiß ein Drei-Gänge Menü auf den Tisch bringe :zwinker: und die Gäste täten belegte Wurstbrote mitbringen, dann wäre ich schon "nicht amüsiert" :freches grinsen: :zwinker:

Islabonita
15.07.2008, 11:27
andere Frage: ist es unhöflich, (als Gastgeber) zubereitetes Essen den Gästen nach der Feier mitzugeben?

Bei mir/uns geht öfter mal die Planung schief, so dass immer zuviel da ist; die Gäste nehmen dann eigentlich gerne das berühmt Stückchen Torte o.ä. mit.
Landpartie mit den allerbesten Freunden - ok, denen pack ich auch den Picknickkoffer voll. Aber bei Bekannten, kann man das als Gastgeber anbieten ?

Irgendwie find ich's seltsam, aber z.B. meine Mutter macht's regelmäßig.

Ich find das ok - machen wir auch manchmal so, vielleicht eher bei Freunden als bei Leuten, die man nicht ganz so gut kennt, aber grundsätzlich finde ich das sehr nett und man kann ja höflich ablehnen.

izzie
15.07.2008, 13:21
Und wenn ich ein richtig gutes Essen mache, bin ich ehrlich gesagt ein bischen pikiert, wenn die Gäste dann auch noch etwas zum Essen mitbringen. Für mich gehört es zur Vorfreude, mir auszumalen, wie der Tisch aussieht, wie die Gänge zueinander passen und ich mag dann nicht noch andere Sachen dazustellen.Aus diesem Grund sage ich auch immer gebetsmühlenartig: "Nein, du sollst nichts mitbringen außer dir selbst." Meine Freunde wissen das eh schon, fragen aber wohl der Höflichkeit wegen trotzdem :freches grinsen:

Wenn ich mir Mühe gebe, ein Essen oder ein Büffet zusammenzustellen, mag ich nicht den Schichtsalat von Paula oder die Minifrikadellen von Gerd dazustellen, selbst wenn das ganz toll schmeckt, aber nun mal nicht zu den anderen Speisen passt.

Inaktiver User
15.07.2008, 13:24
Wowww ...

Ich hätte mir nicht gedacht, daß es da so viele Interpretationsmöglichkeiten gibt!

Wenn z. B. eine Flasche kalter, schöner Sekt mitgebracht wird, schenke ich den gleich aus. Da er bereits kalt ist (außer es ist Winter) gehe ich davon aus, daß der Schenker ihn auch gerne mittrinken würde.

Wenn der Wein oder der Sekt gar nicht zu meinem Menü paßt, dann natürlich nicht, auch nicht, wenn er nicht die richtige Temperatur hat.

Bei Snacks ... uii. Wenn sie nicht speziell für mich sind (also, z. B. die Sorte, die ich beim letzten Mal dort überschwänglich gelobt habe) und frisch selbst gemacht, gehe ich eigentlich auch davon aus, daß der Schenker es für "hinterher" zum Aufpeppen meines Angebots geplant hat.

(Hochoffizielle Einladungen mal davon ausgenommen - die haben ja wieder andere Regeln.)

Malina70
15.07.2008, 13:26
Hallo zusammen,

also dass jemand zu einer Essenseinladung Essen mitbringt, habe ich noch nicht erlebt. Fände ich auch sehr seltsam. Pralinen sind ja was anderes, die würde ich klar als Geschenk betrachten.

@Tanguera:
Den Gästen ein paar Reste mitgeben, finde ich auch völlig okay. Oft freuen sich die Leute ja sogar darüber. Ich frage ich solchen Fällen nach, ob jemand was mitnehmen möchte, bestehe aber auch nicht darauf und bin auch nicht beleidigt, wenn jemand nicht möchte. Ich lehne sowas auch schon mal ab, weil ich weiß, dass ich die nächsten Tage eh kaum zu Hause bin und noch genug verderbliche Sachen im Kühlschrank habe.

Gruß,

Malina

Inaktiver User
15.07.2008, 13:44
danke euch nochmal - dann passt das ja so, zumindest im engen Freundeskreis.

Und ich werd in Zukunft ablehnen üben ;-)

GuteLaune
15.07.2008, 19:07
Rest mitnehmen - aber immer! Wenn es mir geschmeckt hat, nehme ich gerne noch was mit.
Bei uns im Bekanntenkreis ist es auch üblich, dann, wenn viele Reste da sind, zu verteilen - einer allein kriegt das ja gar nicht weg, und bevor man es wegschmeißt....
Wir treffen uns übrigens auch oft einfach so, jeder bringt was fürs Buffet mit - meistens alle Leute immer ihre gewohnten Sachen, die sie gut drauf haben. Da nimmt dann sogar jeder die Reste seines Buffetbeitrags wieder mit.
So haben die Gastgeber - die in diesem Fall vor allem ihre Wohnung oder ihren Garten zur Verfügung stellen - nicht die Restewirtschaft und auch keinen Berg von Tupper-Dosen zu spülen.
Aber das geht wirklich nur bei den besten Freunden.

Bei der Konfirmation meiner Kinder habe ich die "Resteverwertung" schon mit eingeplant. Ich hatte reichlich Pappteller und Alufolie im Haus und jeder Gast hat sich von den Resten am Kuchenbuffet noch einen Teller seiner Wahl zusammengestellt für zuhause.
Das, was dann wirklich übrig war, haben die Kids und ich in den nächsten zwei Tagen bewältigen können.