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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossiertalk: Miteinander wohnen



BRIGITTE Community-Team
27.06.2008, 10:25
Liebe Userinnen, liebe User,

Zusammenwohnen ist herrlich und manchmal ein Graus. Er schnarcht? Sie dekoriert wie eine Besessene? Er putzt einfach nie? Und sie hat schreckliche Vorhänge angeschleppt? Mehr zum Thema lesen Sie im Dossier "Miteinander wohnen (http://www.brigitte.de/liebe/beziehung/zusammenziehen-hassobjekte/index.html)" der aktuellen BRIGITTE, die ab 2. Juli am Kiosk zu kaufen ist.

Erzählen Sie uns vom Zusammenleben. Schöne Geschichten und nervige. Gibt es überhaupt Streit? Und wenn ja: Worüber? Glauben Sie, dass Zusammenziehen eine Beziehung rounieren kann? Oder eher perfekt machen? Was haben Sie für Erfahrungen?

Wir wünschen Ihne eine spannende Diskussion!

Ihr BRIGITTE.de-Team

karaoke
16.07.2008, 16:17
ich bin auch mit meinem Freund zusammengezogen und in der ersten Zeit war es grauenhaft. Wir haben uns meist über den haushalt angezofft und es ging manchmal gar nicht mehr. Nach einem knappen halben, dreiviertel jahr haben wir jetzt die aufgaben im haushalt verteilt und jeder ist damit zufrieden. Wenn einer von uns früher Feierabend hat, dann kocht er auch und alles übrigere ergibt sich einfach von selbst. Am Wochenende sind wir dann beide für alles mögliche zuständig. Ansonsten hat das Zusammenziehen uns das Leben verschönert, denn immer einen Menschen um dich zu haben, der dich liebt und mit ihm jeden Morgen aufzuwachen und einzuschlafen ist einfach wunderschön. :liebe:

Karla48
17.07.2008, 23:56
Hach ein herrliches Thema...!!

Ich habe den Artikel in der Brigitte noch gar nicht gelesen, aber meine Mutter sagte was von "...hab ich gelacht!"

Mein Eindruck ist, daß das Zusammenraufen schwerer wird, je älter und versingelter ein Mensch vor dem Zusammenziehen ist.

Junge Leute (so um die 18, 20) werfen hoch erfreut ob der neuen Freiheit (weg von den Eltern) ihre Apfelsinenkisten zusammen, gehen schick zu Ikea und legen los, probieren gemeinsam herum, finden ihre Spielregeln eher locker.

Später (ab wann eigentlich - meist so Mitte 30?) hat man seinen "Stil", seine "No-Go´s" dann aber doch ziemlich verinnerlicht, und man hat auch das dickere Selbstbewußtsein, diese Einstellungen auch zu verteidigen.

So reime ich mir das zusammen. Vielleicht zu "platt".

Bei meinem Mann wäre ich früher nicht eingezogen. No way.
Mein herzlicher Kommentar zu seiner Einrichtung "Hm, sorry, fast alles Sperrmüll, wenn Du mich fragst". Unsere Liebe hat diesen Kommentar überlebt :lachen: , es hat dann noch eine Weile gedauert, bis er durch mein "vor-leben" meinen Stil dann auch besser fand, und jetzt gleichen sich die Bedürfnisse an. Manchmal bin ich ganz erfreut, was er für gute Ideen einbringt. Ungern hingegen erinnere ich mich an seinen erbitterten Kampf um ein Kuscheltier von einer Ex - verstaubt, versifft und häßlich...eben Sperrmüll.
Zauberwort: Tonneeeeeee! :freches grinsen:

Ganz früher mal: Mein damaliger Verlobter (Designer, Künstler, Oberpingel mit seinen Sachen, geradezu aufräumgestört, kein Stift lag schief...;-))) war eine Schlampe in allen Ordnungs- und Sauberkeitsfragen außerhalb seines eigenen Raumes. Ich kannte seine eigene Wohnung als pi-ko-bel-lo !!

Bei uns dann ließ er ewig alles schmutzig herumstehen, beteiligte sich nur widerwillig und auf speziellen Wunsch...es war mir ein ebenso großes Rätsel wie Graus. Nun, als erste-Hilfe-Maßnahme für meine strapezierten Nerven habe ich eine Putzfrau eingestellt, Kosten wurden geteilt. Problem putzen und bügeln also gelöst.

Nur die Küche...blieb ein Alptraum. Alles ließ er ewig rumstehen (und -stinken), schmutziges, sauberes...Ich kündigte an, womöglich gaaaanz sauer zu werden...half auch nix. - Bis ich ihm eines schönen Tages alles, was er in der Küche herumstehen hatte, wütend in seinem Bett (igitt) zu einem schönen Stapel geschichtet habe. Mit Zettel "Darling!You´ve been warned! Errorrrrr!"...oder so.

Insgeheim denke ich, daß ich mit einem täglich putzwütigen Mann, einem Ordnungsfreak, der ausrastet, wenn der Wecker nicht auf der richtigen Stelle vom Nachttischl steht (eine Bekannte hatte so ein Exemplar - Diagnose war dann Kontrollwahn...wurde therapiert...), stark überfordert wäre. Dann lieber ein kleiner Schlamper. :zwinker: Die haben einfach eine gewisse Großzügigkeit. Auch in anderen Fragen des Lebens. Und das ist für mich wirklich unverzichtbar.

Es grüßt
Karla (ab und zu auch mal kleiner Schlamper :freches grinsen: )
Aber merke: Designtes Chaos ist besser als gar kein Design! :freches grinsen: