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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lausige Gastgeber



Inaktiver User
16.06.2008, 10:14
Hallo zusammen

Bitte Strang, wenn möglich löschen!

Primavera

Inaktiver User
16.06.2008, 10:23
Hallo zusammen

Im Moment ärgere ich mich etwas über das Verhalten eine Freundin, die ich schon seit 8 Jahren kenne.

Sie hat drei kleine Kinder (Baby, 4 und 6) und kommt somit nur schwer aus dem Haus. Da sie auch noch arbeitet, machen wir es meist so, dass ich das Essen zu ihr mitnehme (weil ich mich für eine Einladung ja kaum revanchieren könnte) und bei ihr koche und wir dann zusammen essen. Für mich stimmt das so, ich bin ja kinderlos und, zumindest am Sonntag, Herrin meiner Zeit.

Gestern stand wieder ein Besuch an und ich habe meinen neuen Freund zu ihr mitgenommen, damit sie sich kennen lernen. Wir sind dann bei ihnen angekommen mit zu Hause zubereitetem Essen (musste nur noch aufgewärmt werden) und uns hat fast der Schlag getroffen: das Wohnzimmer total chaotisch, ein Chaos in der Küche, das Baby hatte sich grad verbrannt und jemand musste es den ganzen Abend beruhigen (wir sahen somit immer nur einen Elternteil), die Kinder waren ziemlich rabauzig und wollten von uns unterhalten werden, die Babywäsche war sogar noch auf dem Esstisch und ein Wäscheständer stand im Wohnzimmer rum.

Ich mag meine Freundin und weiss, dass sie viel um die Ohren hat. Aber ich habe das Gefühl, ich hätte meinen Teil beigetragen (Weg auf mich genommen, Essen mitgebracht) und mich hat das Chaos gestern schon etwas gestört. Wie seht ihr das? soll ich das Ganze mal ansprechen oder künftig einfach nur noch auf einen Kaffee gehen? Ich mag mir nicht mehr die Mühe machen, Essen zu kaufen und zu kochen und dann eine völlig chaotische Küche zu betreten.

Primavera

Mensch, das ist natürlich ein echter Fall von mangelnden Umgangsformen und schlechten Gastgeberqualitäten. Da kann die Frau aber froh sein, dass sie Dich zur Freundin hat.

Gruss

vita

PS: manchmal staune ich noch über Menschen :ooooh:

Heureka
16.06.2008, 10:27
Du hast natürlich völlig recht! 3 kleine Kinder und dann noch berufstätig. Da kann man wirklich verlangen, dass sie in den Nachtstunden wenigstens putzt und die Wäsche wegräumt. Schlafen kann sie immer noch, wenn die Kinder ausgezogen sind. Und dann verbrennt sich auch noch das Baby und will dafür auch noch getröstet (und womöglich noch verarztet???) werden! Unverschämtheit sowas! Solche Babies gehören bestraft! Jawoll! 3 Wochen Taschengeldentzug mindestens.

:gegen die wand:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:29
Wie spontan war Euer Besuch ?

So wie Du die Situation schilderst, wäre es von Seiten der Freundin wohl besser gewesen, keinen Besuch zu empfangen.

Hatte sie nicht den Mut, Euch abzusagen ?

Inaktiver User
16.06.2008, 10:30
Ehrlich gesagt, wäre ich relativ schnell wieder gegangen. :zwinker:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:34
Liebe Primavera,

lass es mich mal vorsichtig ausdrücken: Du hast offensichtlich keine große Erfahrung damit, wie es in einem Haushalt mit drei kleinen Kindern aussieht.

Schade eigentlich, denn du bist ja schon 8 Jahre mit deiner Freundin befreundet :wie?:

Nein, mit schlechten Umgangsformen hat das nichts zu tun, was du erlebt hast,war schlicht und einfach der Alltag dieser Familie. Dazu noch eine Verletzung des Babies - naturlich muss es getröstet werden!!!

Leider fehlt dir offensichtlich das Gespür für Prioritäten. Anstatt dich zu beschweren, hättest du (und dein Freund) gestern vielleicht einfach mal mit anpacken können.

Ich finde dein Verhalten sehr unschön für eine Freundin.

Sorry.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:35
[QUOTE=antunna]

Inaktiver User
16.06.2008, 10:36
Wenn ich zu einer FREUNDIN komme, mit der ich seit 8 Jahren zusammen bin und finde so ein Chaos vor, weil gerade Not am Mann ist, dann packe ich tatsächlich mit an und helfe, wo ich sehe, dass grade Hilfe gebraucht wird :ooooh:

Und stell dir vor, dann wäre das Chaos womöglich blitzeschnell beseitigt gewesen, und alle hätten noch einen gemütlichen Abend miteinander verbringen können....

Das, was ICH lausig finde in diesem Zusammenhang sind nicht deine "Gastgeber".

Inaktiver User
16.06.2008, 10:39
Liebe Primavera,

lass es mich mal vorsichtig ausdrücken: Du hast offensichtlich keine große Erfahrung damit, wie es in einem Haushalt mit drei kleinen Kindern aussieht.

Schade eigentlich, denn du bist ja schon 8 Jahre mit deiner Freundin befreundet :wie?:

Nein, mit schlechten Umgangsformen hat das nichts zu tun, was du erlebt hast,war schlicht und einfach der Alltag dieser Familie. Dazu noch eine Verletzung des Babies - naturlich muss es getröstet werden!!!

Leider fehlt dir offensichtlich das Gespür für Prioritäten. Anstatt dich zu beschweren, hättest du (und dein Freund) gestern vielleicht einfach mal mit anpacken können.

Ich finde dein Verhalten sehr unschön für eine Freundin.

Sorry.

s

Inaktiver User
16.06.2008, 10:39
4 Wochen vorher vereinbart. Mir kann man immer absagen, sofern es rechtzeitig ist. ....

Wie sollte sie wochenlang vorher wissen, dass sich das Baby die Hand verbrennt ? :ooooh:



aber ich habe keine Lust mehr, dort quasi erst mal die Küche aufzuräumen

Wenn es Deine Freundin ist, sie sich für Dich Zeit nimmt, obwohl sie unter Druck steht ???????


Was hast Du erwartet ? Eine gepflegte Unterhaltung mit einem Glas Prosecco in der Hand ? :wie?:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:45
: ich mag nicht Kinder beaufsichtigen, Wäsche zusammenfalten, die Küche aufräumen und Essen kochen, wenn ich eine Freundin und ihr Mann mit mir und meinem Freund einen schönen Abend verbringen möchten. Das wird mir ehrlich gesagt etwas zu viel und so eng ist unser Kontakt auch wieder nicht.

Ich würde sie auch gerne öfter zu mir einladen, aber meist muss ich dann die ganze Wohnung aufräumen, weil die zwei Grossen kaum einen Stein auf dem anderen lassen. (meine Wohnung ist eben nicht kindergerecht eingerichtet.)

Dann warte mit dem nächsten Treffen noch geschätzte 10 Jahre ab.

Tut mir leid, Primavera, so kommt ihr nicht zusammen, dann beende eure Bekanntschaft.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:45
Ich habe mich ja nicht bei ihr beschwert, sondern mir erst eure Meiung geholt. Wenn ich aber ehrlich bin: bei allem Verständnis: ich mag nicht Kinder beaufsichtigen, Wäsche zusammenfalten, die Küche aufräumen und Essen kochen, wenn ich eine Freundin und ihr Mann mit mir und meinem Freund einen schönen Abend verbringen möchten. Das wird mir ehrlich gesagt etwas zu viel und so eng ist unser Kontakt auch wieder nicht.

Ich würde sie auch gerne öfter zu mir einladen, aber meist muss ich dann die ganze Wohnung aufräumen, weil die zwei Grossen kaum einen Stein auf dem anderen lassen. (meine Wohnung ist eben nicht kindergerecht eingerichtet.)


Dann passt es eben nicht, weil ihr in zwei unterschiedlichen Welten lebt. Such dir halt andere Kontakte, wo es besser passt und du keinen Anpack-und-Aufräum-und-Kinderstress hast. Das Label "lausige Gastgeber" kannst du dir allerdings sparen, das finde ich einfach nur ärgerlich und voll daneben. Deine Ex-Freundin kann nichts dafür, dass du deine Ruhe und entspanntes Ambiente willst, was sie nun mit ihren 3 Kindern nicht bieten kann.

SupaWetta
16.06.2008, 10:47
... Das wird mir ehrlich gesagt etwas zu viel und so eng ist unser Kontakt auch wieder nicht. ...



aber eng genug, um sich eine meinung über "lausige gastgeber" zu bilden, ohne zu wissen, was womöglich an dem tag alles schief lief und drum alles etwas chaotisch zugeht o.ä.?!

seltsam.

noch seltsamer, dass du für jemanden, dem du nicht helfen willst, die bezeichnung "freundin" findest...

S.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:47
Wie sollte sie wochenlang vorher wissen, dass sich das Baby die Hand verbrennt ? :ooooh:


?:

an der verbrannten Babyhand hat mich gestört, dass ich in der Küche den fast weinenden Ehemann trösten musste, weil ihn seine Frau abgekanzelt hat.

minstrel
16.06.2008, 10:47
Gestern stand wieder ein Besuch an und ich habe meinen neuen Freund zu ihr mitgenommen, damit sie sich kennen lernen.

Kann es sein, dass Dich vor allen Dingen stresst, dass dieser Plan gründlich in die Hose gegangen ist?

Wärst Du alleine bei Deiner Freundin gewesen, hätte Dich das Chaos dann genauso mitgenommen? Oder hast Du Dich da irgendwie zwischen zwei Fronten aufgerieben gefühlt?


Ich würde sie auch gerne öfter zu mir einladen, aber meist muss ich dann die ganze Wohnung aufräumen, weil die zwei Grossen kaum einen Stein auf dem anderen lassen. (meine Wohnung ist eben nicht kindergerecht eingerichtet.)

Kannst Du Deine Freundin nicht mal ohne Kinder einladen, damit sie und Dein neuer Freund sich in aller Ruhe beschnuppern können?


Wie seht ihr das? soll ich das Ganze mal ansprechen oder künftig einfach nur noch auf einen Kaffee gehen? Ich mag mir nicht mehr die Mühe machen, Essen zu kaufen und zu kochen und dann eine völlig chaotische Küche zu betreten.

Mach einen Haken dran. Das war einfach einer von diesen Tagen, an denen für alle Beteiligten alles schieflief und niemand seine Vorsätze verwirklichen konnte. Frustrierend, aber kommt vor.

Ich würde mir vornehmen, meine Freundin beim nächsten Mal in ruhiger Umgebung zu treffen, um erst einmal wieder Nähe herzustellen. Die scheint Euch ja grad etwas abhanden gekommen zu sein.
:blumengabe:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:49
an der verbrannten Babyhand hat mich gestört, dass ich in der Küche den fast weinenden Ehemann trösten musste, weil ihn seine Frau abgekanzelt hat.

Du meine Güte. Hier ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Es ist deiner "Freundin" wirklich zu wünschen, dass sie möglichst bald deine Ex ist.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:50
an der verbrannten Babyhand hat mich gestört, dass ich in der Küche den fast weinenden Ehemann trösten musste, weil ihn seine Frau abgekanzelt hat.

Du hast den Mann getröstet? Weshalb das denn?

Inaktiver User
16.06.2008, 10:50
Kann es sein, dass Dich vor allen Dingen stresst, dass dieser Plan gründlich in die Hose gegangen ist?

Wärst Du alleine bei Deiner Freundin gewesen, hätte Dich das Chaos dann genauso mitgenommen? Oder hast Du Dich da irgendwie zwischen zwei Fronten aufgerieben gefühlt?





:blumengabe:

s

Inaktiver User
16.06.2008, 10:51
Na, was für ein Glück, dass Vita den ganzen Eröffnungsbeitrag kopiert hat. :zwinker:

Die Strangeröffnerin hat ihn soeben gelöscht. :freches grinsen:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:51
Du hast den Mann getröstet? Weshalb das denn?


Es war mir peinlich, dass sie in seinem Beisein ständig ihrem Mann Vorwürfe gemacht hat. Er war am Schluss völlig zerknirscht und hat mir wirklich Leid getan.

SupaWetta
16.06.2008, 10:51
weil es halt ein Sonntag war und wir zu viert hätten sein sollen.

dass sie 3 kinder hat, haste doch aber durchaus mitbekommen?! :wie?:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:51
Alleine hätte es mich nicht gestört und an einem Abend an einem Werktag auch nicht. Grundsätzlich stört mich Chaos nicht mal, aber gestern eben schon ein wenig, weil es halt ein Sonntag war und wir zu viert hätten sein sollen. ich werde sie nun nur noch alleine besuchen und an Werktagen, dann macht es mir auch nichts aus. Das lausig nehme ich zurück!

Wieso hättet ihr zu viert sein sollen? Wo sollten denn die Kinder sein?

SupaWetta
16.06.2008, 10:52
Die Strangeröffnerin hat ihn soeben gelöscht. :freches grinsen:




oooch nöö; nich schon wieder sowas...

Tahnee
16.06.2008, 10:52
Primavera, es zeugt nicht gerade von guten Benehmen, was Du hier so darlegst. Deine Erwartungshaltung war wohl zu hoch und was ich davon halte, das Eingangsposting zu löschen, wenn nicht in's selbe Horn geblasen wird --> dazu sage ich jetzt mal lieber nichts.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:52
Na, was für ein Glück, dass Vita den ganzen Eröffnungsbeitrag kopiert hat. :zwinker:

Die Strangeröffnerin hat ihn soeben gelöscht. :freches grinsen:

Ich kenne langsam diese Pappenheimer :freches grinsen:

Tahnee
16.06.2008, 10:53
Du hast den Mann getröstet? Weshalb das denn?

Das frage ich mich auch gerade. :wie?:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:53
weil es halt ein Sonntag war und wir zu viert hätten sein sollen.

Wie? Kinder in den Schrank packen, abschließen und den Schlüssel weg werfen?

An Deiner Stelle hätte ich mal tief durch geatmet und dann gesagt "Also gut, jetzt schaffen wir erstmal das Chaos beiseite, ihr kommt jetzt mal runter, dem Kleinen pusten wir die Verbrennung weg und dann haben wir unseren Spaß.". Nicht passiv sich die Laune verderben lassen, sondern aktiv werden und die Sache locker nehmen.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:55
Das frage ich mich auch gerade. :wie?:

Und vor allem? Wie kommt das Baby an einen Lötkolben, während Gäste erwartet werden und zwei weitere Kinder 4 und 6 im Chaos herum leben? War es da nicht an dem Herrn, den Lötkolben am Sonntag im Schrank zu lassen und sich auf die Gäste vorzubereiten? Hätte vielleicht einiges bewirkt und bewegt, wenn er sich bewegt hätte.

Tahnee
16.06.2008, 10:55
Ich kenne langsam diese Pappenheimer :freches grinsen:

LOOOL :freches grinsen: :zwinker:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:57
Na, was für ein Glück, dass Vita den ganzen Eröffnungsbeitrag kopiert hat. :zwinker:

Die Strangeröffnerin hat ihn soeben gelöscht. :freches grinsen:


Ich ?

SupaWetta
16.06.2008, 10:58
War es da nicht an dem Herrn, den Lötkolben am Sonntag im Schrank zu lassen und sich auf die Gäste vorzubereiten? Hätte vielleicht einiges bewirkt und bewegt, wenn er sich bewegt hätte.

sei nicht so; vielleicht wollte er die platine des notebooks richten, welches die entspannte prosecco-barmusik abspielen sollte für den gemütlichen viererabend!

:zwinker:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:58
Bin ich hier wirklich so daneben?

Nur ein klein wenig.:blumengabe:

Inaktiver User
16.06.2008, 10:58
Bin ich hier wirklich so daneben?

Ja.

Inaktiver User
16.06.2008, 10:59
sei nicht so; vielleicht wollte er die platine des notebooks richten, welches die entspannte prosecco-barmusik abspielen sollte für den gemütlichen viererabend!

:zwinker:

Genau und nebenbei hat er sich noch um das Baby gekümmert, das er auf einem Arm hatte und das völlig unberechenbar zum Lötkolben griffe, während die Mutter in der Küche saß und gelangweilt das Chaos betrachtete.... :zwinker:

Inaktiver User
16.06.2008, 11:00
Das frage ich mich auch gerade. :wie?:

Zitat von Vita
Du hast den Mann getröstet? Weshalb das denn?


Ähem.... vielleicht, weil er in diesem Moment in dieser Sch...Situation Trost nötig hatte? Allerdings tröste ich, wenn ich tröste, einfach so. Wenn ich keine Lust habe, Trost zu spenden, sondern gnarzig bin, lass ich es. Ich finde es furchtbar, hinterher aufzurechnen: Und dann MUSSTE ich auch noch....
Ich finde nun nicht, dass ein paar aufmunternde, nette Worte und vielleicht eine Umarmung ein großer Akt sind, aber da ticken Leute verschiedne.

SupaWetta
16.06.2008, 11:00
Bin ich hier wirklich so daneben?

m.e. "ja".

deine "freundin" hat diesen stress die ganze woche.
du (scheinbar) nicht.
da kann man schonmal für entlastung sorgen, statt sich auch noch zu beschweren.

SupaWetta
16.06.2008, 11:02
Genau und nebenbei hat er sich noch um das Baby gekümmert, das er auf einem Arm hatte und das völlig unberechenbar zum Lötkolben griffe, während die Mutter in der Küche saß und gelangweilt das Chaos betrachtete.... :zwinker:


ich habs: das baby sollte löten!
und weil also auch die anderen mistbälger nicht so spurten wie geplant, versank alles im chaos!

mist, verdammter!

:smile:

Inaktiver User
16.06.2008, 11:04
Primavera, was konkret wirfst du deiner Freundin eigentlich vor???

Das Leben mit mehreren Kleinkindern ist chaotisch und es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass das Chaos dann am größten ist, wenn Gäste vor der Tür stehen. Deiner Freundin wäre es sicher auch lieber gewesen, wenn alles aufgeräumt und die Kinder unsichtbar gewesen wären. Hat halt nicht geklappt.

Inaktiver User
16.06.2008, 11:05
ich habs: das baby sollte löten!
und weil also auch die anderen mistbälger nicht so spurten wie geplant, versank alles im chaos!

mist, verdammter!

:smile:

Hättest Du das nicht früher verraten können? Ich hab nicht druch geblickt...

Danke vielmals

vita

Inaktiver User
16.06.2008, 11:05
Also, danke, dass ihr mir mal den Kopf zurechtgerückt habt.

minstrel
16.06.2008, 11:07
Ähem.... vielleicht, weil er in diesem Moment in dieser Sch...Situation Trost nötig hatte? Allerdings tröste ich, wenn ich tröste, einfach so. Wenn ich keine Lust habe, Trost zu spenden, sondern gnarzig bin, lass ich es. Ich finde es furchtbar, hinterher aufzurechnen: Und dann MUSSTE ich auch noch....

Ich habe die TE so verstanden, dass sie sich da in einer peinlichen Situation wiederfand. Sie war an den Abend mit einer gewissen Erwartungshaltung herangetreten und wollte ihrem neuen Freund eine alte Freundin präsentieren. Jetzt war weder die neue Freundin noch deren Haushalt präsentabel und zu allem Überfluss fand sie sich noch in einer Rolle (Trösterin des Gatten) wieder, die sie in Gegenwart des neuen Freundes eigentlich auch nicht haben wollte, denn dem wollte sie vermutlich ein "gesundes Pärchen" zeigen.
Schliesslich fallen unsere Freundschaften ja doch irgendwie "auf uns zurück".

Bei allem Verständnis finde ich aber die Schlussfolgerungen etwas hart und ich glaube auch nicht, dass Du, Primavera, Dich selbst gerne als "enttäuschte Freundin" siehst.

Manchmal ist es besonders schwierig, grosszügig zu sein und meist ist es gerade dann besonders hilfreich und auch besonders heilsam für die eigene Seele.

Gib Dir einen Ruck, ruf die Freundin an und erkundige Dich nach dem Baby. Mach ein paar lustige Bemerkungen über den Abend à la Murphy und freu Dich, dass Du eine Freundin hast, die Dich auch im grössten Chaos noch gerne empfängt und deren Mann Dich so sehr als "zur Familie gehörig" betrachtet, dass er sich gleich mal bei Dir ausheult.

Ausserdem konntest Du gleich mal einen Test unternehmen, wie sich Dein neuer Freund in Extremsituationen schlägt.

Wie war er denn so`

Inaktiver User
16.06.2008, 11:07
Primavera, was konkret wirfst du deiner Freundin eigentlich vor???

.

Die Missstimmung zwischen ihrem Mann und ihr. Das ist für Aussenstehende sehr ungemütlich. Alles andere wäre sicher noch gegangen, aber wenn sie mit ihm schimpt, wo ich finde, dass er seine Sache ganz gut macht, weiss ich jeweils nicht, wie ich mich verhalten soll.

Inaktiver User
16.06.2008, 11:08
Also, danke, dass ihr mir mal den Kopf zurechtgerückt habt.

Einfach noch so viel: ich bin nicht grundsätzlich abgeneigt, anzupacken. Wenn ich sie an einem Werktag abends besuche, ist es klar, dass ich erstmal den Tisch decke, was koche, damit sie in der Zeit die Kinder versorgen kann und wir dann zusammen essen können. Andererseits bin ich keine Haushälterin und sonntags mag ich dies nicht mehr. Ich werde sie in Zukunft alleine besuchen, dann bin ich auch nicht mehr im Sandwich zwischen ihr, ihren Kindern, mir selber und meinem Freund, für den es etwas unbehaglich war, weil er sich zum ersten Mal gesehen hat. Und den Ärger auf ihren Mann muss sie in Zukunft wirklich für sich behalten, das wird mir dann schon etwas viel, dass ich auch hier noch zwischen die Fronten gerate. (Ich finde ihn nämlich sehr nett und einen treusorgenden Familienvater.)

Wie heißt es in "Casablanca" - "Dies ist der Beginn einer langen Freundschaft..."

Inaktiver User
16.06.2008, 11:08
Was hat Deine Freundin eigentlich zu der Situation gesagt ?

Tahnee
16.06.2008, 11:08
Primavera, die Unterscheidung zwischen Werktag und Wochenendtag ist bei 3 Kindern, die ja nun alle auch noch klein sind, ehrlich gesagt ziemlich überflüssig.

Tahnee
16.06.2008, 11:09
Die Missstimmung zwischen ihrem Mann und ihr. Das ist für Aussenstehende sehr ungemütlich. Alles andere wäre sicher noch gegangen, aber wenn sie mit ihm schimpt, wo ich finde, dass er seine Sache ganz gut macht, weiss ich jeweils nicht, wie ich mich verhalten soll.

Ich wäre gegangen. Kann passieren bei 3 Kindern.

minstrel
16.06.2008, 11:10
Ich finde ihn nämlich sehr nett und einen treusorgenden Familienvater.

Das findet sie sicher auch, wenn er nicht gerade das Baby gelötet hat.

Ich kann ihn immer lieben, aber ich muss ihn nicht immer mögen.


Die Missstimmung zwischen ihrem Mann und ihr. Das ist für Aussenstehende sehr ungemütlich. Alles andere wäre sicher noch gegangen, aber wenn sie mit ihm schimpt, wo ich finde, dass er seine Sache ganz gut macht, weiss ich jeweils nicht, wie ich mich verhalten soll.

Mit Verständnis für alle Beteiligten, denen die Sache über den Kopf gewachsen ist. Oder mit Humor, wenn es einem dann selbst auch über den Kopf gewachsen ist.

Inaktiver User
16.06.2008, 11:10
Die Missstimmung zwischen ihrem Mann und ihr. Das ist für Aussenstehende sehr ungemütlich. Alles andere wäre sicher noch gegangen, aber wenn sie mit ihm schimpt, wo ich finde, dass er seine Sache ganz gut macht, weiss ich jeweils nicht, wie ich mich verhalten soll.

Du bemerktest doch, dass sich das Baby mit dem Lötkolben verbrannte und ich vermute, dass die Frau dem Mann deshalb den Ärger machte. Findest Du das so ein Leichtgewicht, wenn man seine Kinder an gefährliches Werkzeug läßt?

Da hätte ich aber auch reichlich Feuer gespuckt, wenn der Vater von 3 Kindern so naiv ist, dass er ein solches Gerät nicht weg packt.

Inaktiver User
16.06.2008, 11:15
Ich finde, minstrel hat das ganz gut zusammengefasst!

Dennoch Primavera, wenn dir an der Freundschaft wirklich was liegt, solltest du aus diesem Erlebnis erkannt haben, welchen Alltag deine Freundin hat, zusätzlich zu ihrem Beruf. Und das dies natürlich auch zu Spannungen zwischen dem Ehepaar führt,ist ja auch klar. So ganz würde ich das aus meinem zukünftigen Verhalten nicht ausklammern wollen. Frag doch mal, wie du deine Freundin mal entlasten kannst.

Inaktiver User
16.06.2008, 11:15
Da hätte ich aber auch reichlich Feuer gespuckt, wenn der Vater von 3 Kindern so naiv ist, dass er ein solches Gerät nicht weg packt.


s

Tahnee
16.06.2008, 11:16
Aber das passiert halt einfach bei kleinen Kindern, oder nicht? Natürlich ärgert man sich, aber ein Vater macht sich eh schon selber genügend Vorwürfe. Er hat mir wirklich Leid.

Die Mutter wird sich wahrscheinlich sehr erschreckt haben und hat wohl auch aus Reflex so mit ihm gemeckert. Und wer weiß, was vor Eurem Besuch da schon los war.

minstrel
16.06.2008, 11:19
Aber das passiert halt einfach bei kleinen Kindern, oder nicht? Natürlich ärgert man sich, aber ein Vater macht sich eh schon selber genügend Vorwürfe. Er hat mir wirklich Leid.

Vorsicht bei Schnellschüssen. Es ist doch schön, dass in dieser Situation jemand da war, der ihm den Rücken gestärkt hat. Wenn man einen fiesen Fehler gemacht hat und sich dabei selbst sehr erschreckt hat, kann das guttun.
Aber der Mann ist erwachsen und lebt in einer (normalerweise) gut funktionierenden Familie mit der Frau, die er heiraten wollte. Kein Grund, ihm jetzt eine Unterdrückten-Rolle zurechtzuschustern, die er vermutlich weit von sich weisen würde.

Deine Freundin hatte den Kaffee auf. Kommt vor. Auch Du wirst schon mal so richtig sauer auf einen Partner gewesen sein. Und der war dann sicher nicht gleich eine arme Sau.

Jetzt trenn Dich doch mal von all diesen fehl-am-Platz Peinlichkeitsgefühlen.

Deine Freundin wäre sicher nicht Deine Freundin, wenn sie nicht auch eine liebenswerte patente Frau wäre.

Inaktiver User
16.06.2008, 12:38
Also, danke, dass ihr mir mal den Kopf zurechtgerückt habt.



Ist ein bißchen OT - aber ich finde es schön zu sehen, dass Löschen auch mal heißen kann: Ich nehme das zurück.
:blumengabe: T.

Inaktiver User
16.06.2008, 13:31
Aber das passiert halt einfach bei kleinen Kindern, oder nicht? Natürlich ärgert man sich, aber ein Vater macht sich eh schon selber genügend Vorwürfe. Er hat mir wirklich Leid.

Es gibt so ein paar Regeln, die man mit Kindern befolgen kann und die besondere Vorsicht mit Werkzeugen gehört dazu. Ein Baby kann nicht auf einen Tisch und sich daran zu schaffen machen. Also muss der Mann einen Fehler gemacht haben, den er sich beim dritten Kind hätte schenken können.

Utetiki
16.06.2008, 14:14
Irgendwie scheint hier der klassische Gegensatz Single ./. Mutter hochzukochen. Man liest ja des öfteren, dass das Verständnis der einen der anderen gegenüber abnimmt, wenn nicht ganz schwindet, weil man das jeweilige Leben einfach nicht (mehr) kennt.

Ich bin ja nun auch beruftätige Mutter von 3 Kindern. Jetzt ist meine beste Freundin auch berufstätige Mutter mit 3 Kindern. Unter der von Primavera geschilderten Konstellation hätten wir uns die letzten 20 Jahre ja nie mehr gesehen!

Mich würde mal interessieren, warum die Treffen immer bei der Freundin stattfinden mussten, wenn diese doch ein solches Prachtexemplar
sehr nett und einen treusorgenden Familienvater zu Hause hat. :wie?:

In meinen Augen kann man hier jedenfalls nicht von Freundschaft sprechen, allenfalls von Bekanntschaft.

Inaktiver User
16.06.2008, 15:05
Irgendwie scheint hier der klassische Gegensatz Single ./. Mutter hochzukochen. Man liest ja des öfteren, dass das Verständnis der einen der anderen gegenüber abnimmt, wenn nicht ganz schwindet, weil man das jeweilige Leben einfach nicht (mehr) kennt.

Ich bin ja nun auch beruftätige Mutter von 3 Kindern. Jetzt ist meine beste Freundin auch berufstätige Mutter mit 3 Kindern. Unter der von Primavera geschilderten Konstellation hätten wir uns die letzten 20 Jahre ja nie mehr gesehen!

Mich würde mal interessieren, warum die Treffen immer bei der Freundin stattfinden mussten, wenn diese doch ein solches Prachtexemplar zu Hause hat. :wie?:

In meinen Augen kann man hier jedenfalls nicht von Freundschaft sprechen, allenfalls von Bekanntschaft.

Also nochmals, die Threadüberschrift nehme ich zurück! Das stimmt selbstverständlich so nicht.

Also die Treffen finden meist bei der Freundin statt, weil ich

a)

Inaktiver User
16.06.2008, 15:10
Und ich weiss nicht, ob ich ihr was sagen soll oder einfach schweigen, weil ich weiss, dass sie halt mal sehr lebendige Kinder hat.

Genießt sie denn eure Treffen?

Inaktiver User
16.06.2008, 15:13
Genießt sie denn eure Treffen?

sie entschuldigt sich jedes Mal für die umtriebige Stimmung und das Chaos (meine ich nun nicht im Sinne von unaufgeräumt, sondern auch im Sinne von Kindern, die permanent Aufmerksamkeit verlangen)

Sie

Inaktiver User
16.06.2008, 15:13
a) meine Wohnung nicht kindergerecht eingerichtet ist und es auch einfach zu viel Aufwand ist für meine Freundin, mit 3 Kindern zu fahren oder für den Mann 3 Kinder zu beaufsichtigen. (Verstehe ich ja auch irgendwie).

Wieso ist es denn für diesen wunderbaren Vater, den Du zuvor geschildert hast, denn zu viel, seine eigenen Kinder zu beaufsichtigen? Sie arbeitet voll und wer kümmert sich in dieser Zeit um die Kinder? Zur Arbeit wird sie sie doch wohl kaum mitnehmen? Und wenn er nicht dazu in der Lage ist, würde das bedeuten, dass die ganze Last auf ihr hängt....

Inaktiver User
16.06.2008, 15:14
sie entschuldigt sich jedes Mal für die umtriebige Stimmung und das Chaos (meine ich nun nicht im Sinne von unaufgeräumt, sondern auch im Sinne von Kindern, die permanent Aufmerksamkeit verlangen)

Sie möchte mich sehen, aber ob sie m i c h sehen möchte oder ob sie einfach Besuch möchte, weil sie selber nicht gut weg kann, weiss ich nicht.

Arbeitet sie von zu Hause mit den dreien? Ansonsten ist sie doch ohnehin den ganzen Tag ausser Haus?

Utetiki
16.06.2008, 15:17
Also die Treffen finden meist bei der Freundin statt, weil ich

a) meine Wohnung nicht kindergerecht eingerichtet ist und es auch einfach zu viel Aufwand ist für meine Freundin, mit 3 Kindern zu fahren oder für den Mann 3 Kinder zu beaufsichtigen. (Verstehe ich ja auch irgendwie).

Entschuldige, aber das macht mich jetzt fassungslos!


b) es mir weniger Aufwand abverlangt, sie zu besuchen als umgekehrt

Okay, das kann ich einsehen. :zwinker:


c) weil ich sie seit Jahren nicht mehr ohne die Kinder gesehen habe. Ich glaube nicht, dass sie noch ohne sie weggeht.

Du nennst sie Freundin, redet Ihr nicht mal über diese Familiengeschichte?
Vielleicht würde sich Deine Freundin gern mal mit Dir allein in einem Restaurant, Kneipe, Kino sonstwas treffen. Eben ohne den ganzen Anhang.

Warum, um Himmels Willen, ist es für den Mann zuviel Aufwand, auf seine Kinder mal aufzupassen?

Inaktiver User
16.06.2008, 15:17
sie entschuldigt sich jedes Mal für die umtriebige Stimmung und das Chaos (meine ich nun nicht im Sinne von unaufgeräumt, sondern auch im Sinne von Kindern, die permanent Aufmerksamkeit verlangen)

Sie möchte mich sehen, aber ob sie m i c h sehen möchte oder ob sie einfach Besuch möchte, weil sie selber nicht gut weg kann, weiss ich nicht.

Tja, schwierig. Ist natürlich blöd, wenn Du ihr die Besuche aufkündigst und diese irgendwie bisher für sie ein Bereicherung im ansonsten stressigen Alltag waren.

Aber mich wundert dieses Chaos schon ein bischen. Hört sich für mich etwas planlos an, wie da der Haushalt geführt wird.

Inaktiver User
16.06.2008, 15:19
s

Inaktiver User
16.06.2008, 15:20
Arbeitet sie von zu Hause mit den dreien? Ansonsten ist sie doch ohnehin den ganzen Tag ausser Haus?

Tagesmutter, ansonsten ist sie ca. 3 - 4 Halbtage ausser Haus.

Inaktiver User
16.06.2008, 15:25
s

Utetiki
16.06.2008, 15:40
Warum hast Du so viel mehr Verständnis für den Vater als für Deine Freundin? Warum kann der Vater nicht mal auf seine Kinder aufpassen und seiner Frau einen freien Abend/Tag verschaffen?

Ich frag nochmal: Möchte Deine Freundin nicht mehr aus dem Haus alleine?

Gibt´s da keine Großeltern, sonstigen Verwandte, die mal helfend einspringen können?

Inaktiver User
16.06.2008, 15:50
s

Utetiki
16.06.2008, 15:56
Ob meine Freundin nicht mehr aus dem Haus möchte, kann ich nicht sagen. Mir kommt manchmal noch ein anderere Gedanke: wieso soll sich für Primavera aus dem Haus, wenn Primavera mit dem Essen kommt und kocht und nie was sagt. Ist doch bequemer. Vielleicht will sie auch nicht mehr aus dem Haus um mich zu treffen.



Hast Du mal mit ihr darüber gesprochen?

Wenn das in der Tat so wäre, würde ich an der Freundschaft nicht sehr hängen.
Vielleicht ist sie aber einfach völlig überarbeitet und kriegt bei dazu noch anstrengenden Kindern den Hintern einfach nicht mehr hoch. Und es würde ihr evtl. eine Freundin nur fehlen, die ihr mal Dampf macht.
:blumengabe:

Couscous
16.06.2008, 15:59
Primavera, das ist doch mal wieder Dein altbekanntes Problem...

Nofretete
17.06.2008, 21:38
Primavera, das ist doch mal wieder Dein altbekanntes Problem...

Welches??


Also grundsätzlich finde ich Primaveras Erwartungshaltung nicht soo verkehrt. Ich bin selbst Mutter und kenne genug Menschen um mich herum, die auch 3 oder 4 Kinder haben. Natürlich habe ich Verständnis für eine überforderte Mutter, v.a. wenn dann am Abend noch so einiges schief läuft, Ungeplantes passiert, Baby verbrennt sich die Hand, was natürlich Vorrang vor allen anderen Dingen hat. Aber das scheint anscheinend nicht der Hauptgrund für das Unbehangen der Te zu sein.
Trotz meines Verständnisses für die Mutter finde ich es nicht ok meine Wäsche zu machen, wenn der Besuch da ist, den ich immerhin 4 Wochen vorher eingeladen habe. Dazu kommt, daß P.s Freund zum ersten Mal bei ihr ist. Es ist okay soetwas zu erledigen, wenn jemand öfter vorbeischaut oder einfach ungeplant auftaucht. Aber in meinem Verständnis finde ich es nicht ok, soetwas zu erledigen, wenn eine länger geplante Verabredung ansteht, das scheint ja auch keine einmalige Angelegenheit zu sein. Ich lade meine Gäste nicht ein, damit sie mir bei der Hausarbeit zusehen können.
Ich bin sicher auch oft genug überfordert mit Kindern oder dem Haushalt, aber in so einer Situation würde ich mich als Gastgeber selber unwohl fühlen. Entweder falte ich die Wäsche ein anderes Mal und sorge zumindest für einen Kaffee und Kuchen oder ich lade sie erst recht nicht ein - für eine gewisse Zeitspanne, bis ich aus dem Gröbsten raus bin.
Ich glaube es ist eher die Ausdruckweise der Te, die hier so viel Anstoß gefunden hat.

Lg

Inaktiver User
18.06.2008, 17:22
Offen gestanden finde ich die Erwartungshaltung absolut nicht zu hoch.

Ich kenne einige Familien in meinem Bekanntenkreis, wo die Situation absolut ident oder zumindest sehr ähnlich ist.

Alle hausen nicht im entferntesten so, wie die TE das beschrieben hat. Wie gesagt: Ganz ähnlich oft, auch 3 Kinder.

Mich würde - wenn das einmal passiert - das nicht wirklich stören. Wird das aber die Regel, ginge das für mich gar nicht.

(Damit will ich NIEMANDEN angreifen, bevor das "übliche Bricomm-Gezanke" hier los geht!)

Atlas7
18.06.2008, 18:14
Ich kann ja beide Seiten irgendwie verstehen.
Auf der einen Seite ist es schon ärgerlich, wenn man eine Stunde Fahrt auf sich nimmt, sich Mühe mit der Vorbereitung gibt, den neuen Freund vorstellen möchte und es endet in einem Desaster.
Auf der anderen Seite weiß man ja nicht, was genau vorher in der Familie abgelaufen ist. Solche Zwischenmenschlichkeiten können schnell auch missinterpretiert werden.

Aber der Abend ist gelaufen, daran gibt es nichts mehr zu rütteln. Vielleicht wäre es jedoch nicht schlecht, die Unzufriedenheiten mal bei der Freundin anzusprechen. Dann kann dem Unmut mal Luft gemacht werden, und die Freundin hat die Möglichkeit dazu Stellung zu beziehen. Vielleicht können ja Lösungen gefunden werden, damit es in Zukunft besser läuft.

Und mal zu dem Mann: Die Frau ist 24/7 Mutter und der Mann 24/7 Vater. Er hat zwar den ganzen Tag gearbeitet, aber die Frau hat sicherlich auch nicht den ganzen Tag die Füße hochgelegt. Gerade wenn die Kinder so stressig sind. Und sie muss ja auch alleine mit ihnen zurecht kommen. Wenn sie da nie eine Auszeit von bekommt, dann kann ich schon verstehen, wenn sie zu einem Nervenbündel wird.

Heureka
18.06.2008, 18:31
Ich habe mich auch schon mal mit dem Vater alleine getroffen fürs Kino
:ooooh:

Inaktiver User
18.06.2008, 19:00
Ich kenne beide Seiten, bin berufstätig und habe Kinder.

Die dreifache Mutter wußte doch mehrere Tage im Voraus, dass Primavera und ihr Freund zu Besuch kommen. Trotz allem Streß hätte sie doch Zeit genug gehabt, die Wohnung aufzuräumen. Und wenn ihr etwas dazwischengekommen wäre und sie es partout nicht geschafft hätte, dann hätte sie Primavera doch kurzfristig telefonisch absagen können. Ich kenne Haushalte mit mehreren Kindern, in denen es sauberer und ordentlicher aussieht, als in Doppelverdienerhaushalten ohne Kinder:zwinker:

An Primaveras Stelle hätte ich mich beim Anblick des Chaos' gleich wieder verabschiedet:peinlich:

Latona
18.06.2008, 21:39
Ich wäre nach einer freundlichen Verabschiedung wieder gegangen. Schon aus Rücksicht auf das Elternpaar, das im Moment offenbar andere Sorgen hatte, als stilvoll Gäste zu bewirten. Ich finde, zum Anstand gehört auch, zu erkennen, wann man ungelegen kommt. Das kann - wie man sieht - auch bei einer Einladung mal passieren.

Malina70
19.06.2008, 07:47
Welches??


Also grundsätzlich finde ich Primaveras Erwartungshaltung nicht soo verkehrt. Ich bin selbst Mutter und kenne genug Menschen um mich herum, die auch 3 oder 4 Kinder haben. Natürlich habe ich Verständnis für eine überforderte Mutter, v.a. wenn dann am Abend noch so einiges schief läuft, Ungeplantes passiert, Baby verbrennt sich die Hand, was natürlich Vorrang vor allen anderen Dingen hat. Aber das scheint anscheinend nicht der Hauptgrund für das Unbehangen der Te zu sein.
Trotz meines Verständnisses für die Mutter finde ich es nicht ok meine Wäsche zu machen, wenn der Besuch da ist, den ich immerhin 4 Wochen vorher eingeladen habe. Dazu kommt, daß P.s Freund zum ersten Mal bei ihr ist. Es ist okay soetwas zu erledigen, wenn jemand öfter vorbeischaut oder einfach ungeplant auftaucht. Aber in meinem Verständnis finde ich es nicht ok, soetwas zu erledigen, wenn eine länger geplante Verabredung ansteht, das scheint ja auch keine einmalige Angelegenheit zu sein. Ich lade meine Gäste nicht ein, damit sie mir bei der Hausarbeit zusehen können.
Ich bin sicher auch oft genug überfordert mit Kindern oder dem Haushalt, aber in so einer Situation würde ich mich als Gastgeber selber unwohl fühlen. Entweder falte ich die Wäsche ein anderes Mal und sorge zumindest für einen Kaffee und Kuchen oder ich lade sie erst recht nicht ein - für eine gewisse Zeitspanne, bis ich aus dem Gröbsten raus bin.
Ich glaube es ist eher die Ausdruckweise der Te, die hier so viel Anstoß gefunden hat.

Lg

So sehe ich das auch. Es gibt ungeplantes Chaos, dass z.B. durch ein Baby, das sich die Hand verbrennt, entsteht und Chaos, das mit etwas Organisation vermeidbar ist. Und wenn die Freundin kommt, und zum ersten Mal ihren neuen Freund mitbringt, würde ich zumindest dafür sorgen, das vermeibare Chaos auf ein Minimum zu reduzieren.

Ich kenne auch einige Familien mit drei Kindern und muss sagen, dass mir so ein Chaos bei einem angekündigten Besuch noch nicht untergekommen ist. Ich finde, es ist auch ein Zeichen von Wertschätzung, wenn man versucht, im Vorfeld zumindest für ein Minimum an Ordnung und Sauberkeit zu sorgen, wenn Besuch kommt.

Gruß,

Malina

Inaktiver User
19.06.2008, 07:50
Ich kenne auch einige Familien mit drei Kindern und muss sagen, dass mir so ein Chaos bei einem angekündigten Besuch noch nicht untergekommen ist. Ich finde, es ist auch ein Zeichen von Wertschätzung, wenn man versucht, im Vorfeld zumindest für ein Minimum an Ordnung und Sauberkeit zu sorgen, wenn Besuch kommt.

Gruß,

Malina

Malina, ehrlich, so ein Chaos kenne ich nichtmal von unangekündigten Besuchen (z. B. kurz ein Tratsch mit der Nachbarin) nicht.

Das kenne ich eigentlich so überhaupt nicht ...

Ein absoluter Sauhaufen, eine verdreckte Küche, angeschaltete Lötlampen in dem ganzen Krempel ...

Neee ...

Das wollte ich auch ehrlich gesagt nie kennenlernen (die, die sagen, "Willkommen in der Realität" - da bleib ich lieber in "meiner Realität") Ich meine, auch mit bescheidenen finanziellen Mitteln kann man seinen Krempel aufräumen ...

Inaktiver User
19.06.2008, 08:15
Ja, zumindest ein klein bisschen Ordnung sollte sich einrichten lassen. Es muss nicht alles blitzblank sein, aber man könnte zumindest z.B. dreckiges Geschirr in eine Ecke schieben und die Zeitungen und Malbücher, die auf dem Küchentisch herumfliegen, schnell auf einen Stapel legen. Hochgradiges Chaos wäre für mich bei engen Freunden, mit denen ich sehr vertraut bin, okay - auch das kann ein Teil des Alltags sein - aber bei Bekannten, zu denen das Verhältnis höflich, aber doch etwas distanziert ist, wäre es mir unangenehm, in so ein Durcheinander zu platzen. Ich hätte das Gefühl, total ungelegen zu kommen und mich in eine intime Situation hineinzudrängen, obwohl vorher eine Einladung ausgesprochen wurde. Das gilt erst recht, wenn ich wie der Freund der TE zum allerersten Mal bei jemandem zu Besuch bin, den ich noch gar nicht kenne. Deshalb hätte ich es im von der TE geschilderten Fall für alle Beteiligten besser gefunden, die Gastgeberin hätte das Treffen vorher abgesagt.

Auch erschließt sich mir nicht, warum der Mann am Lötkolben arbeitet, wenn Gäste kommen. Sowas kann man doch zu einem anderen Zeitpunkt machen?! Auch das könnte ich an einem schlechten Tag als Signal interpretieren: "Eigentlich haben wir lauter andere Sachen zu tun, als uns um euch Gäste zu kümmern."

Ist alles kein Drama, aber hätte man seitens der Gastgeber besser regeln können, finde ich, zum Beispiel durch klare Ansagen bzw. eine Absage im Vorfeld: "Du, heute sind bei uns ein paar unvorhergesehene Sachen dazwischengekommen, und es herrscht das Chaos. Könnten wir uns alternativ nächste Woche treffen?"

So in der Richtung eben.

Vielleicht ist den Eltern im Nachhinein die Szene auch peinlich...?

Inaktiver User
19.06.2008, 10:04
Ist alles kein Drama, aber hätte man seitens der Gastgeber besser regeln können, finde ich, zum Beispiel durch klare Ansagen bzw. eine Absage im Vorfeld: "Du, heute sind bei uns ein paar unvorhergesehene Sachen dazwischengekommen, und es herrscht das Chaos. Könnten wir uns alternativ nächste Woche treffen?"

So in der Richtung eben.

Vielleicht ist den Eltern im Nachhinein die Szene auch peinlich...?

Hallo nochmal

Also ich bin wirklich die Allerletzte, die eine perfekte Wohnung erwartet. Das dies nicht geht bei drei Kindern ist, mir schon klar. Aber wenn die Babywäsche noch über den ganzen Tisch verstreut liegt und der Wäscheständer mitten im Wohnzimmer steht, die Küche voller dreckigem Geschirr ist, dann kommt man sich sehr unwillkommen vor.

Mein Freund fand meine Bekannten/Freunde zwar nett, aber er möchte mich nicht mehr an einem Sonntag begleiten. Ich weiss nun nicht, ob ich die Sache mit der Freundin ansprechen soll oder ob ich sie einfach nur noch an einem Wochentag und ohne Freund besuchen soll (also wenn meine Sauberkeitsmesslatte viiiieeel tiefer ist und mich Chaos nicht wirklich stört.)

Primavera

Latona
19.06.2008, 10:12
Nun seid doch nicht so streng mit dieser jungen Frau. Klar ist es nicht schön, wenn man sich auf eine Verabredung gefreut hat, und dann ist die Gastgeberin nicht nur nicht vorbereitet, sondern es herrscht einfach nur Chaos. Aber mit drei kleinen Kindern kann eine Frau heute sehr schnell überfordert sein, wenn die Kinder nicht so „funktionieren“ wie sie sollten, und wenn sie von ihrem Mann zu wenig Entlastung bekommt. Ich finde es unfair, nun auf dieser jungen Frau rumzuhacken, weil sie nicht selbstverständlich auf die Reihe kriegt, was andere auf die Reihe kriegen mögen, und was man als Kleinkindmutter gefälligst auf die Reihe zu bekommen hat, will man nicht schief angeschaut werden.


@ Primavera

Am besten fragst Du Deine Freundin mal, ob sie sich denn mit ihrer Familie und ihrem Haushalt überfordert fühlt und nimmst dieses Vorkommnis nicht gleich persönlich. Und sei froh, dass Du nicht in ihrer Lage bist!

Inaktiver User
19.06.2008, 12:22
Du hälst uns schon für arg plöt, gell :smirksmile: Primavera, kann das sein?

Inaktiver User
19.06.2008, 12:33
Bin ich hier wirklich so daneben?


NEIN!
Ich gehe auch nicht gerne zu meiner Schwester mit ihren drei Kindern. Geschreie, gestreite, Chaos, dreckige, unaufgeräumte Wohnung, versiffte Küche, Windelstapel(voll natürlich) neben dem Sofa und alles mit dem Argument Arbeiten und drei Kinder......
Und ich soll mit aufräumen????

Nee, da kann ich mir auch besseres vorstellen. Und komischerweise klappt das bei ihrer Freundin, die direkt über ihr in gleich geschnittener und gleichgroßer Wohnung lebt ganz hervorragend mit drei Kindern. Da sieht es nicht aus, wie bei Hempels unterm Sofa.


Grüße Manuela

Latona
19.06.2008, 13:38
@ manschi
Und ich soll mit aufräumen????
Ehrlich gesagt, das wäre mir persönlich auch ein bisschen zuviel des Guten gewesen, wenn ich eingeladen bin. Aber man könnte es natürlich als besonderen Freundschaftsdienst in Not sehen - so lange es bei einem Mal bleibt und nicht ständig so ist.
Nee, da kann ich mir auch besseres vorstellen. Und komischerweise klappt das bei ihrer Freundin, die direkt über ihr in gleich geschnittener und gleichgroßer Wohnung lebt ganz hervorragend mit drei Kindern. Da sieht es nicht aus, wie bei Hempels unterm Sofa. Was macht diese Freundin in derselben Situation anders als Deine Schwester? Hat sie bessere Methoden, mit der Situation fertig zu werden? Wird sie von ihrer Umwelt effektiver entlastet? Oder ist sie belastbarer und ihre Kinder sind weniger fordernd und anstrengend? Solche Sachen muss man mitberücksichtigen, bevor man eine Kleinkindmutter zur inkompetenten Schlampe abstempelt.

Sugarnova
19.06.2008, 15:22
Natürlich war es ein blöder Anlass, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Wenn ein Baby verletzt ist... also, da hätte ich gesehen, ob ich helfen kann, und mich höflich verabschiedet. Manchmal braucht man halt ein wenig Mitgefühl... Aber ich denke, es geht weniger als den EINEN Abend, als die Tendenz.

Allerdings - wenn ich mich mit einer Freundin treffe, dann möchte ich mich mit IHR treffen, und da geht es halt nicht nur um Kinder, sondern auch um die typischen Mädelsgespräche... Letztens hatten wir auch so ein Großtreffen mit meinen Mädels und ihren Kindern ... War klasse, aber es ging halt hauptsächlich darum, die Kinder zu beruhigen. am Schluss meinte meine beste Freundin, selbst Mutter von zwei Kindern, nur: "Das nächste Mal aber OHNE Kinder!"

Bei manchen Mamas in meinem Bekanntenkreis hab ich so den Eindruck, die müssten "Ausgang" beantragen. Da reicht es nicht, wenn mal Papa die Familie managt, die Oma muss auch noch ran ... und dann ist spätestens um x Uhr Schluss ...

Inaktiver User
19.06.2008, 18:56
Ich finde es unfair, nun auf dieser jungen Frau rumzuhacken, weil sie nicht selbstverständlich auf die Reihe kriegt, was andere auf die Reihe kriegen mögen, und was man als Kleinkindmutter gefälligst auf die Reihe zu bekommen hat, will man nicht schief angeschaut werden.



Hmm, hat das denn jemand verlangt? Hatte ich jetzt nicht so den Eindruck, aber vielleicht habe ich was überlesen. Mir ging es in meinem Beitrag nicht darum, die Mutter schief anzuschauen. Es kam mir aus Primaveras Bericht nur so vor, als hätten die Gastgeber sich keine Gedanken darum gemacht, ob sich Primavera und ihr Freund bei diesem Besuch unbehaglich fühlen könnten. Die Verletzung des Babies war Spontanchaos, aber der Rest - total verdreckte Küche, Mann vor den Augen der Besucher anschreien etc. - hätte sich m.E. so weit reduzieren lassen können, dass sich die Gäste willkommen gefühlt hätten. Und falls das wirklich nicht möglich war, weil an dem Tag alles schief ging, dann wäre es - für mein Empfinden - die taktvollere Lösung gewesen, den Besuch zu verschieben. Mir ist es ein Anliegen, dass sich Gäste bei mir willkommen fühlen. Ob die Gastgeberin das anders sieht oder einfach keine Zeit hatte, weiß ich nicht, da ich sie nicht kenne.

Ich war einmal in einer Chaos-Situation bei einer Bekannten zu Besuch, hatte das Gefühl zu stören und wollte mich wieder verabschieden, um ihr die Intimsphäre zu lassen. Aber daraus entstand erst recht eine peinliche Situation, denn sie hatte den Eindruck, ich würde sie nicht sehen wollen, und es folgten Äußerungen, die uns beiden nicht so angenehm waren. "Bleib doch noch!" - "Nein, du störst wirklich nicht!" (Obwohl ihre Gestik und Mimik genau das Gegenteil ausdrückten.) "Gefällt es dir nicht bei mir? Bist du sauer auf mich?" Ich stand da und wusste nicht, wie ich mich nun verhalten sollte, irgendwie schienen beide Alternativen (Gehen oder Bleiben) falsch zu sein.





Ich weiss nun nicht, ob ich die Sache mit der Freundin ansprechen soll oder ob ich sie einfach nur noch an einem Wochentag und ohne Freund besuchen soll (also wenn meine Sauberkeitsmesslatte viiiieeel tiefer ist und mich Chaos nicht wirklich stört.)



Vielleicht könntest Du eine Weile erstmal nur allein wochentags zu Besuch kommen, bis Du das Gefühl hast, es ist genug Gras über den verhexten Tag gewachsen, und anschließend wieder einen Sonntag mit Freund riskieren?

Malina70
19.06.2008, 19:28
Hallo zusammen,

ich könnte das Argument Überforderung noch akzeptieren, wenn die Freundin alleinerziehende Mutter wäre. Aber gibt es auch einen Vater, beide waren zu Hause und wussten, dass sich Besuch angekündigt hatte. Ist es da wirklich zuviel verlangt, zumindest das gröbste Chaos so zu beseitigen, dass sich der Besuch halbwegs wohl fühlt. Einen Wäscheständer kann man schnell ins Schlafzimmer verfrachten, genauso die Wäsche vom Esstisch, heimwerken muss ich auch nicht gerade um diese Zeit, den Spül kann man in die Spülmaschine räumen und diese laufen lassen, mal eben mit einem feuchten Lappen über die Arbeitsflächen wischen, und schon sieht es nicht mehr ganz so arg aus. Und das sollen zwei erwachsene Menschen mit ein bisschen gutem Willen nicht hinbekommen?

Ich meine, wenn ich drei kleine Kinder habe, dann würde ich von meinem Mann auch erwarten, dass er mal mit anfasst, wenn er zu Hause ist. Erst recht, wenn sich Besuch angekündigt hat.

Gruß,

Malina

eli65
19.06.2008, 21:52
Nun seid doch nicht so streng mit dieser jungen Frau. Klar ist es nicht schön, wenn man sich auf eine Verabredung gefreut hat, und dann ist die Gastgeberin nicht nur nicht vorbereitet, sondern es herrscht einfach nur Chaos. Aber mit drei kleinen Kindern kann eine Frau heute sehr schnell überfordert sein, wenn die Kinder nicht so „funktionieren“ wie sie sollten, und wenn sie von ihrem Mann zu wenig Entlastung bekommt. Ich finde es unfair, nun auf dieser jungen Frau rumzuhacken, weil sie nicht selbstverständlich auf die Reihe kriegt, was andere auf die Reihe kriegen mögen, und was man als Kleinkindmutter gefälligst auf die Reihe zu bekommen hat, will man nicht schief angeschaut werden.


@ Primavera


Am besten fragst Du Deine Freundin mal, ob sie sich denn mit ihrer Familie und ihrem Haushalt überfordert fühlt und nimmst dieses Vorkommnis nicht gleich persönlich. Und sei froh, dass Du nicht in ihrer Lage bist!

Bravo. Ich sehe das genauso.

Inaktiver User
20.06.2008, 08:16
Hallo zusammen,

ich könnte das Argument Überforderung noch akzeptieren, wenn die Freundin alleinerziehende Mutter wäre. Aber gibt es auch einen Vater, beide waren zu Hause und wussten, dass sich Besuch angekündigt hatte. Ist es da wirklich zuviel verlangt, zumindest das gröbste Chaos so zu beseitigen, dass sich der Besuch halbwegs wohl fühlt. Einen Wäscheständer kann man schnell ins Schlafzimmer verfrachten, genauso die Wäsche vom Esstisch, heimwerken muss ich auch nicht gerade um diese Zeit, den Spül kann man in die Spülmaschine räumen und diese laufen lassen, mal eben mit einem feuchten Lappen über die Arbeitsflächen wischen, und schon sieht es nicht mehr ganz so arg aus. Und das sollen zwei erwachsene Menschen mit ein bisschen gutem Willen nicht hinbekommen?

Ich meine, wenn ich drei kleine Kinder habe, dann würde ich von meinem Mann auch erwarten, dass er mal mit anfasst, wenn er zu Hause ist. Erst recht, wenn sich Besuch angekündigt hat.

Gruß,

Malina


Sehe ich auch so.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es Leute gibt, die tatsächlich in einem solchen Chaos hausen - nicht mal, wenn kein Besuch angesagt ist ...

Geht für mich gar nicht, ehrlich. Klingt mir zu sehr nach Asi, Kinder hin oder her.

Latona
20.06.2008, 10:05
@ stella_maris
Es kam mir aus Primaveras Bericht nur so vor, als hätten die Gastgeber sich keine Gedanken darum gemacht, ob sich Primavera und ihr Freund bei diesem Besuch unbehaglich fühlen könnten. Die Verletzung des Babies war Spontanchaos, aber der Rest - total verdreckte Küche, Mann vor den Augen der Besucher anschreien etc. - hätte sich m.E. so weit reduzieren lassen können, dass sich die Gäste willkommen gefühlt hätten. Und falls das wirklich nicht möglich war, weil an dem Tag alles schief ging, dann wäre es - für mein Empfinden - die taktvollere Lösung gewesen, den Besuch zu verschieben.Das bietet sich an. Und wenn die Gastgeberin von selbst nicht auf die Idee kommt, kann man das als Gast ja vorschlagen.
Ich war einmal in einer Chaos-Situation bei einer Bekannten zu Besuch, hatte das Gefühl zu stören und wollte mich wieder verabschieden, um ihr die Intimsphäre zu lassen. Aber daraus entstand erst recht eine peinliche Situation, denn sie hatte den Eindruck, ich würde sie nicht sehen wollen, und es folgten Äußerungen, die uns beiden nicht so angenehm waren. "Bleib doch noch!" - "Nein, du störst wirklich nicht!" (Obwohl ihre Gestik und Mimik genau das Gegenteil ausdrückten.) "Gefällt es dir nicht bei mir? Bist du sauer auf mich?" Ich stand da und wusste nicht, wie ich mich nun verhalten sollte, irgendwie schienen beide Alternativen (Gehen oder Bleiben) falsch zu sein. Das war die Gastgeberin offenbar zerrissen zwischen einerseits ihren eigenen Ansprüchen, eine gute Gastgeberin zu sein und ihren Bedürfnissen nach Gesellschaft, und andererseits ihrem Bedürfnis nach Ruhe und Nicht-mehr-gefordert sein. Auch hier kann man nur einen Besuch zu einem anderen Zeitpunkt anbieten, wo es besser paßt - und hoffen, dass die Gastgeberin diesmal besser vorbereitet ist.


@ Malina
Ich meine, wenn ich drei kleine Kinder habe, dann würde ich von meinem Mann auch erwarten, dass er mal mit anfasst, wenn er zu Hause ist. Erst recht, wenn sich Besuch angekündigt hat. Wenn sich das mal immer so umsetzen läßt. Es gibt genügend Familienväter, die im Haushalt nichts mehr tun, denn wozu hockt denn ihre Frau schließlich den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause rum?

Regenwurm
20.06.2008, 10:13
Ich meine, wenn ich drei kleine Kinder habe, dann würde ich von meinem Mann auch erwarten, dass er mal mit anfasst, wenn er zu Hause ist. Erst recht, wenn sich Besuch angekündigt hat.

Ich habe jetzt mehrere Beiträge gelesen, in denen auf dem Vater herumgehackt wurde. Dabei hat Primavera bereits erklärt, dass der Vater vorbildlich mit anpackt, sobald er von der Arbeit heimkommt und sie in allem möglichen entlastet und sich auch an dem Abend mit um die Kinder kümmerte.

Kommt mir vor, als sei der faule Mann so eine Art Pauschalurteil, sobald frau das Wort 'Vater' liest...

Latona
20.06.2008, 10:21
Ich will jetzt auch nicht auf dem Vater rumhacken. Immerhin hatte sich das Kleinkind verbrannt, und da ist es natürlich wichtiger, sich um die Verarztung des Kindes und die Beseitigung der Gefahrenquelle zu kümmern, als die Bude gästefertig aufzuräumen.

Wir wissen nicht, was an diesem Tag schon alles schief gelaufen ist. Vielleicht wollte die Mutter die Wohnung endlich entsprechend vorbereiten, aber dann hat eins der Kinder sie die ganze Nacht oder den ganzen Tag lang auf Trab gehalten, so dass sie nicht dazu gekommen ist. Manche Kleinkindmütter kommen ja nicht mal mehr zum Duschen.

Okay, das ist vielleicht auch eine Frage, wieviel Zeit man sich als Mutter überhaupt für sich und seine Bedürfnisse zu nehmen traut. Ich persönlich (Nichtmutter) hätte kein Problem, mein Kind auch mal eine Weile plärren zu lassen, damit ich mich einmal in zwei Tagen duschen kann, wenn ich mich völlig verdreckt fühle. Ich halte nichts davon, als Mutter Kindern ständig zur Verfügung stehen zu müssen. Irgendwo hat jede Frau da eine Grenze, und die müssen die Kinder dann eben akzeptieren. Das sehen aber viele Mütter nicht so, viele geben sich selbst buchstäblich für ihre Kinder auf, und die Gesellschaft erwartet es auch von ihnen.

Ich will nur auf folgendes raus: Mütter stehen in dieser Gesellschaft unter einem unglaublichen Druck, und das meiste an der Kinderbetreuung bleibt immer noch an ihnen hängen, plus Haushalt und dann evtl. noch Erwerbsarbeit. Da ist ein bisschen Toleranz, wenn mal was schief geht, doch nun wirklich nicht zuviel verlangt.

Und selbst wenn sowas ein Dauerzustand ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Familie mit der Situation überfordert ist. Dann braucht sie Hilfe, aber kein pikiertes Naserümpfen seitens Singles, die ausser ihrem bisschen eigenen Haushalt zu Hause keinerlei stressige Aufgaben haben.

Inaktiver User
20.06.2008, 11:44
... was mich ein wenig nachdenklich macht:

Ich bin offenbar eine der wenigen, die bei einem solchen Fall nicht sofort sagt: Ooooch, überfordert, sie brauchen Hilfe, nicht Verurteilung (wobei ich nicht direkt verurteile, ich sag nur, für mich ist das untragbar - also generell nicht diese Familie, von der wir gar nicht wissen, ob das nicht eine einmalige Katastrophe war).

Wenn das andere Familien in eben der absolut gleichen Situation hinkriegen, dann orte ich gewisse Defizite, die vielleicht nicht nur mit mangelnden Hilfsangeboten zu tun haben.

Möglich, daß man es nicht anders vorgelebt bekommen hat. Aber das wäre doch dann so, daß man Besseres will: Entweder weniger Kinder, die man dann aber super im Griff hat und nicht überfordert ist, oder - neue Strategien fahren, um mit 3 Kindern auch nicht so zu versagen.

Natürlich ist ein gepflegter Haushalt nicht das Wichtigste im Leben, auch bei mir nicht. Aber so derart nachlässig und schlampig?

Ich meine, da ist immer ein großer Anteil von Eigenverantwortung dabei. Wenn andere mit gleichen Voraussetzungen das hinkriegen ...


... versteht mich bitte nicht falsch. Ich frage mich nur, warum man nicht nach besserem strebt, nach ein wenig idealeren Zuständen?

Das ist eher gesellschaftspolitisch zu sehen, ich weiß. Und mir geht es aus Neugier drum, weil das Streben nach besseren Dingen/Zuständen etc. einfach ein grundlegender Wesenszug von mir ist.

minstrel
20.06.2008, 11:47
Ich meine, da ist immer ein großer Anteil von Eigenverantwortung dabei. Wenn andere mit gleichen Voraussetzungen das hinkriegen ...


... versteht mich bitte nicht falsch. Ich frage mich nur, warum man nicht nach besserem strebt, nach ein wenig idealeren Zuständen?

Eine mögliche Erklärung wäre die, dass die Kraft so vom Alltag aufgezehrt wird, dass nicht einmal für den Ansatz einer Veränderung Zeit ist. Es gibt doch so Zeiten im Leben, in denen man nur noch in halben Stunden denken kann.

Als Freundin fände ich es da auch eher wichtig, langfristige Möglichkeiten aufzuzeigen. Und mir ist immer noch nicht klar, wieso diese Mutter keinen einzigen Abend hat, an dem sie frei hat. Wie lange soll dieser Zustand denn so bleiben?
Dass da keine Energie mehr vorhanden ist, um über Änderungen nachzudenken, finde ich gar nicht erstaunlich - aber verheerend.

Zumal der Vater ja anscheinend doch (mal) die Möglichkeit genossen hat, sich ab und an abzusetzen.

Inaktiver User
20.06.2008, 11:50
Danke für die schnelle Antwort, ministrel.

Doch, das kann ich nachvollziehen.

Die Aufgabe einer Freundin wäre in so einer Situation weniger, beim Aufräumen mitzuhelfen, sondern mal in einer stillen Minute die Mutter aufzurütteln?

minstrel
20.06.2008, 11:54
Ja so würde ich das sehen. Raum schaffen, eine weitere Freundin oder eine Babysitterin zum Kinderhüten engagieren und die Freundin vielleicht mal für zwei Tage zu mir nach Hause oder an irgendeinen nahegelegenen Urlaubsort einladen.

Organisationsformen für die Zukunft aufzeigen, nach Wünschen und Vorstellungen und Träumen und nach Problemen und Hindernissen fragen.

Dranbleiben, wenn man erkennt, dass der andere im ersten Moment mit dieser Zusatzaufgabe (Zukunftspläne) komplett überfordert ist.

Aber natürlich muss man dabei auch stets die eigenen Grenzen im Auge behalten. Man kann nicht langfristig den Coach machen (aber vielleicht einen guten Coach heraussuchen).

Couscous
20.06.2008, 12:01
Welches??

Mal ist es die "Bekannte" des Ex-freundes, mal ist es die Familie des heutigen Freundes, mal ist es die Tatsache, dass der neue Freund nicht mit ihr zusammenziehen will... und diesmal ist es halt die Freundin, die Primavera nicht den gewünschten Stellenwert zukommen lässt.

Das Grundproblem bleibt das gleiche. Leider scheint Primavera ihre eigentliche Baustelle einfach nicht zu erkennen....

Latona
20.06.2008, 12:53
@ fenetra
Wenn das andere Familien in eben der absolut gleichen Situation hinkriegen, dann orte ich gewisse Defizite, die vielleicht nicht nur mit mangelnden Hilfsangeboten zu tun haben.Ich habe es bereits geschrieben: Es gibt sehr anstrengende Kinder, und Du kannst Dir leider nicht aussuchen, wie anstrengend Dein Kind wird. Von daher bin ich mit allgemeinen Äußerungen über Mütter hier immer vorsichtig. Wenn andere Eltern ihre Kinder besser im Griff haben, dann liegt es vielleicht daran, dass diese pflegeleichter sind.
Aber das wäre doch dann so, daß man Besseres will: Entweder weniger Kinder, die man dann aber super im Griff hat und nicht überfordert istKlar. Und die überzähligen Kinder, die sich dann im Nachhinein als zu anstrengend rausstellen, so dass Du ständig überfordert bist, die schmeißt Du dann auf den Müll? Einige Frauen scheinen das ja übrigens zu machen.
Die Aufgabe einer Freundin wäre in so einer Situation weniger, beim Aufräumen mitzuhelfen, sondern mal in einer stillen Minute die Mutter aufzurütteln? Unbedingt! Das meine ich auch mit Hilfe: Dass die Freundin ermutigt wird, zu sehen, dass sie auch noch ein bisschen Recht auf ein eigenes Leben hat, wo sie auftanken kann, z.B. einen ungestörten Abend mit einer Freundin, wo die Kinder dann eben mal "wegorganisiert" werden. Und dass sie von ihrer Umwelt mehr Unterstützung einfordern muss. Und dass sie keine schlechte Mutter ist, wenn sie auch mal was für sich tut.


@ Couscous
Mal ist es die "Bekannte" des Ex-freundes, mal ist es die Familie des heutigen Freundes, mal ist es die Tatsache, dass der neue Freund nicht mit ihr zusammenziehen will... und diesmal ist es halt die Freundin, die Primavera nicht den gewünschten Stellenwert zukommen lässt.

Das Grundproblem bleibt das gleiche. Leider scheint Primavera ihre eigentliche Baustelle einfach nicht zu erkennen.... Du meinst, es ist schon symptomatisch, dass sich die TE permanent von anderen zurückgesetzt und benachteiligt fühlt, auch wo man es eigentlich gar nicht persönlich nehmen müsste? Das wäre in der Tat eine hausgemachte Baustelle.

Inaktiver User
20.06.2008, 13:07
Nee, Latona, überzählige Kinder wird man nicht wegwerfen, hoffe ich doch. Zumal es die Möglichkeit einer Familienplanung gibt, und 3 Kinder fallen seltenst auf einmal vom Himmel.

Also, wenn ich sehe, es geht mit zwei schon nicht mehr gut, dann plane ich doch kein drittes. (Nicht auf die TE-Bekanntenfamilie bezogen! Das geht mich nix an, und wenn sie weitere 3 haben wollen.)

Ich glaub auch, anstrengende Kinder werden zum Teil durch Erziehung anstrengend. Der andere Teil, ein eventuell krankhafter, ist wieder was anderes (ADS, Behinderung, etc.) Wenn ich nun schon einem oder zwei Kindern nicht gerecht werden kann, ohne selbst ins Abseits zu geraten, würde ich persönlich nicht grad noch eines wollen.

Ich verstehe es einfach nicht, wie man möglicherweise systematisch an seinem Lebensglück sägt - DAS ist es vermutlich, was mich so irritiert.

"Kinder" kann doch nicht allein ein Zweck sein. Der Zweck sollte die Familie sein, die ist auch Familie ohne, mit einem oder mit zwei Kindern.

Ich hab da manchmal den Eindruck, die Mütter bzw. die Eltern (wenn beide gleich intensiv Kinder haben möchten) verminen sich ihren Weg selbst.

Disclaimer: NEIN! Ich bin nicht gegen Kinder!

Malina70
20.06.2008, 13:23
Hallo zusammen,

es gibt schließlich auch Singles oder kinderlose Paare, bei denen das Chaos regiert. Ich denke zwar, dass die Wahrscheinlichkeit für Chaos mit der Anzahl der Kinder signifikant steigt, aber die Kinder sind auch nicht immer die alleinige Ursache dafür. Es sind teilweise auch die Erwachsenen, die ihr Leben schlicht nicht im Griff haben, sich nicht organisieren können oder wollen.

Mich persönlich stört ein dauerhaftes, vermeidbares Chaos bei anderen Leuten und ich nehme das auch als Mangel an Wertschätzung wahr. Wenn ich z.B. bei einer Freundin zum Essen eingeladen bin, der Esstisch mit irgendwelchem Krempel überquillt und gerade mal eine Ecke zum Esen freigeräumt wird, solche Sachen halt. Wenn mir die Freundin ansonsten sehr viel bedeutet, toleriere ich das halt. Aber deshalb habe ich trotzdem andere Vorstellungen von Ordnung.

Letztlich glaube ich, dass das auch eine Frage der persönlichen Prioriäten ist. Ich kenne z.B. Familien, da wird jeden Abend das Spielzeug eingesammelt und in die Kinderzimmer verfrachtet, weil die Mutter im Wohnzimmer kein zweites Kinderzimmer haben will und sagt, das ist zumindest abends mein Raum. Andere sehe das relaxter und haben ein ganzes Kinderhaus vom Keller bis zum Dachboden.

Und was den hier so gepriesenen Vater angeht, ist er ja offenbar nicht in der Lage, mal einen Abend auf die Kinder aufzupassen, damit die Mutter mal frei hat. Das Argument, dass die Kinder so anstrengend seien, kann ich da nur bedingt gelten lassen, abends gehen sie ja wohl auch mal ins Bett.

Gruß,

Malina

Nadine75
20.06.2008, 13:52
Ich glaube auch, daß das Chaos kinderunabhängig ist.
Das ist eine Sache der Erwachsenen. Wenn sie vor den Kindern Chaos haben, werden sie es mit Kindern auch haben. Und *nach* den Kindern (volljährige :zwinker: ) ebenso. Es wird halt mehr, weil Kinder sich das Leben abschauen. Sie haben ja nur das eine Vorgelebte. Zumindest erst mal..
Das ist eine Frage der Organisation.

Die Kinder sind so anstrengend.
Na ja.. auf die Kinder wird vieles geschoben was von den Müttern /Eltern selbst nicht klappt.

Genau fenetra.. am Lebensglück sägen.
Und dann jammern... :ooooh: und sich wundern :ooooh: :ooooh: :smirksmile:

Latona
20.06.2008, 14:02
Ich will nicht in Abrede stellen, dass es chaotische Erwachsene gibt, die nichts auf die Reihe kriegen. Nur wird das Leben mit Kindern zwangsläufig immer chaotischer. Wieviel Chaos man dulden will, ist natürlich eine Frage an die Erwachsenen.

Ich finde es durchaus okay, das Spielzeug abends vom Wohnzimmer ins Kinderzimmer zu schaufeln. Und wenn eine Freundin sich so gar nicht mehr für mich Zeit nehmen will, weil sie es sich nicht erlaubt, ihr(e) Kind(er) auch mal von jemand anderem betreuen zu lassen, dann frage ich mich natürlich, wie wichtig ich dieser Freundin noch bin. Aber an solche Grenzen stoßen Frauenfreundschaften zwischen Müttern und kinderlosen Frauen ja oft.

Nofretete
21.06.2008, 10:31
Und wenn eine Freundin sich so gar nicht mehr für mich Zeit nehmen will, weil sie es sich nicht erlaubt, ihr(e) Kind(er) auch mal von jemand anderem betreuen zu lassen, dann frage ich mich natürlich, wie wichtig ich dieser Freundin noch bin. Aber an solche Grenzen stoßen Frauenfreundschaften zwischen Müttern und kinderlosen Frauen ja oft.

Und genaus das ist eine der Sachen, die man halt nicht so einfach pauschal sagen kann. Oft ist die persönliche Situation ganz anders, als man es im vorfeld geplant hat. Ich hatte mir vor meiner ersten Tochter vogenommen, mir ab und zu Zeit zu nehmen. Meine Kleine war aber dermaßen schwierig, daß sie es kaum zuließ, weder vom Vater noch von anderen Verwandten/Bekannten betreut zu werden. Sie war ein sog. Schreikind. Ich war wirklich dir einzige, die sie einigermaßen beruhigen konnte, auch mein Mann, der sich so viel Mühe gab, war erfolglos. Dabei bin ich ausgebildete Pädagogin, also durchaus reflektiert, was mein Verhalten ihr gegenüber betrifft (jemand hatte hier etwas von der Erziehung der Kinder gesagt). Klar, daß ich dann bei einem Treffen mt Freunden keinen klaren Kopf habe, wenn ich weiß, daß mein Baby am anderen Ende der Stadt stundenlang durchschreit.
Das war eine Zeit, die ich einfach "durchstehen" mußte. So sehe ich das im nachhinein. Ich hatte kaum Zeit für mich, es war sehr sehr anstrengend.
Damit will ich sagen, oft gibt es Lebensumstände, die man nicht beeinflussen oder gar vorher planen kann. Das hat wenig damit zutun, daß ich meine Freunde nicht wertschätze.
Glücklicherweise hat sich das alles geändert, meine Tochter ist jetzt sehr lieb (meistens).

Latona
21.06.2008, 12:16
@ Nofretete

Das Gute an den Schreikindern ist ja, dass es sich meistens irgendwann legt. Das muß man dann halt wohl durch, und dafür sollten dann auch die Freundinnen Verständnis haben, wenn man aufgrund solcher Umstände eine Weile nicht so verfügbar ist.

Mir ging es jetzt eher um Mütter, bei denen das ein Dauerzustand bzw. eine grundsätzlich Sache ist, dass sie ihr Kind nicht auch mal abgeben wollen, um was für sich zu machen oder Kontakte zu pflegen.

Malina70
21.06.2008, 21:14
Ich kenne sowohl Frauen mit mehreren Kindern, die sich bewusst auch Zeit für sich selbst nehmen (Sport, Kinobesuche oder gemütliche Abende mit Freundinnen etc.) und solche, die das so gut wie nie tun, aber anscheinend auch nicht sonderlich vermissen.

Ich denke, wenn jemand wirklich das Bedürfnis hat, mal rauszukommen und was anderes zu sehen, mal für sich zu sorgen, findet sich in den allermeisten Fällen auch ein Weg.

Ich könnte mir auch nur schwer vorstellen, standardmäßig zu eine Freundin essen mitzunehmen oder dort zu kochen. In extremen Stressphasen finde ich das eine schöne Geste zu sagen, Du brauchst nix zu machen, ich bring alles mit. Aber als Dauereinrichtung? Noch dazu wenn ich eine weitere Anreise habe. Auch wenn in einer Freundschaft Geben und Nehmen phasenweise durchaus mal einseitig sein können, gehört für mich auf Dauer auch die Ausgewogenheit dazu.

Und wenn sich jemand die Mühe macht, mit Essen zu kommen, dann finde ich es nicht zuviel verlangt, als Zeichen der Wertschätzung zumindest die Wohnung halbwegs präsentabel zu haben. Ansonsten würde ich mich über kurz oder lang schon fragen, ob meine Besuche überhaupt erwünscht sind...

Gruß,

Malina

Cassis
23.06.2008, 00:37
Primavera,

ich finde es toll dass du schon seit Jahren fuer deine Freundin und ihre Familie kochst. Zuhause vorzubereiten ist noch toller. Ausserdem raeumst du ja auch noch hinterher die Kueche auf.:hunger:

Also ich finde es klasse und haette auch gerne mal sojemanden.

Ich finde fuer die Leistung die du erbringst hast du auch Anerkennung verdient. Und das Verhalten deiner Freundin und ihres Mannes sagt etwas anderes aus. Die scheinen deinen Einsatz halt fuer normal zuhalten. Die Primavera kocht halt gern, der macht das gar nichts aus.

Schlecht war natuerlich dass du dich ueber das verletzte Baby beschwert hast, sowas ist schlecht fuer's image.
Aber, ich denke es hat dich geaergert dass der Ehemann noch gebastelt hat statt das Werkzeug beiseite zuraeumen und fuer ein Minimum an Ordnung zusorgen. Und wenn es schon mal einen Zwischenfall mit deinem Ex gab, dann wuerde ich von Freunden erwarten dass sie versuchen werden es dem neuen Freund gemuetlich zumachen und ihn willkommen zuheissen.

Ich habe gedacht ich les' nicht richtig. Ein Kind nimmt gluehende Holzkohle vom Grill und zuendelt an den Gaesten rum??? :ooooh: Sag mal, wie alt war denn das Kind da? Und wie haben die Eltern reagiert? Wenn mein Sohn sowas tun wuerde - ich koennte fuer nichts garantieren.

Wie du mit deiner Freundin jetzt umgehen sollst weiss ich ehrlich gesagt auch nicht. Tu das womit du dich am wohlsten fuehlst.

Nur wenn Du etwas sagst, dann kritisiere auf gar keinen Fall das Baby oder die Wundversorgung. Obwohl ich mir gut vorstellen kann dass das Baby sich nicht so leicht beruhigt wenn sich die Eltern streiten.

Cassis

myDara
08.07.2008, 16:07
Herrlich dieser Strang! Hat wer Popcorn????

Pellegrina
08.07.2008, 16:35
Herrlich dieser Strang! Hat wer Popcorn????

:wie?: