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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossiertalk: Hormone



BRIGITTE Community-Team
13.06.2008, 10:46
Liebe Userinnen, liebe User,

Hormone sind eine Art Wunderdroge, die unser Körper selbst herstellen kann. Immer mehr davon gibt es auch per Pille, Spritze oder Pflaster. Und die Forschung läuft auf Hochtouren. Im Dossier der aktuellen Brigitte (Heft 14, ab 18. Juni am Kiosk) dreht sich alles um Hormone: Die Entdeckung der weiblichen Chemie (http://www.brigitte.de/gesund/a_z/hormone/index.html).

Länger jung mit Hormonen - was halten Sie davon?

Wir wünschen Ihnen einen interessanten Austausch!

Ihr BRIGITTE.de-Team

januaria
15.06.2008, 17:49
Hormone sind hochwirksame Botenstoffe, die bereits in kleinsten Mengen große Veränderungen in Befindlichkeit und Funktion von Körper und Seele hervorrufen können.

Ich finde, es sollte vor einer Hormonbehandlung immer eine gründliche Nutzen-/Risiko-Analyse erfolgen. Bei allen positiven Effekten, die sich durch Hormongaben erzielen lassen, gibt es natürlich auch stets irgendwelche Nebenwirkungen.

Was ist mir die erwünschte Wirkung wert, und was bin ich bereit, dafür in Kauf zu nehmen, oder bergen die Nebenwirkungen am Ende sogar Gefahren für mich? Das sollte jede Frau sich und auch ihren Arzt/ihre Ärztin fragen, bevor sie solche hochwirksamen Substanzen einnimmt - ggf. sollte sie sich auch eine weitere Meinung einholen, wenn ihr die Argumentation zu einseitig erscheint! Was durchaus vorkommen kann, wenn Indikationen im Bereich Wellness und Anti-Ageing zusätzliche Einnahmen für Ärzte versprechen ...

Einigermaßen erträgliche Zipperlein, von denen ich noch nicht einmal genau weiß, ob sie tatsächlich auf beginnende Wechseljahre (bin 47) zurückzuführen sind (hier und da mal nicht sooo toll drauf, ab und an eine schlaflose Nacht), würde ich bei mir nicht mit Hormonen behandeln lassen, höchst belastende Zustände schon (z. B. stark erhöhtes Osteoporoserisiko, massive, kaum auszuhaltende psychische Symptome, extremer Haarausfall etc.).

Eine Frau, bei der Körper und Seele komplett aus der Balance geraten sind, kann dieser Balance mittels richtig bestimmter wie auch korrekt dosierter Hormongaben oft wieder näher kommen.

Ist bei einer Frau im Großen und Ganzen alles im Lot, können Hormone dieses Gleichgewicht allerdings auch empfindlich stören.

Inaktiver User
15.06.2008, 20:08
Ich nehme Hormone seit ca. 1o Jahren.Es war ein Segen für mich, denn ich konnte wegen kaputter Nächte nicht mehr arbeiten, die Hitzewallungen haben mir ein eingeschränktes Leben verschafft. Und meine Psyche kam durch die Hormonpflaster wieder ins Lot.
Ich habe auch sehr gut abgewogen, ob ich sie nehme oder n icht. Da ich aber sehr vorsichtig bin, und regelmässig zur Kontrolle gehe, kann ich für mich nur sagen, mir haben Hormone in den Wechseljahren geholfen.

Lalique
16.06.2008, 14:17
Ist bei einer Frau im Großen und Ganzen alles im Lot, können Hormone dieses Gleichgewicht allerdings auch empfindlich stören.
Diese Frau wird auch nicht auf die Idee kommen, Hormone zu nehmen!
Ich wurde von Wechseljahrbeschwerden an sich zwar verschont, aber es gab Veränderungen, gute und schlechte.
Interessant und begrüßenswert war:
Meine Kopfhaut produziert seit dem endgültigen Aussetzen der Periode vor ca. 5 Jahren kein Fett mehr und die Haarwurzeln in den Achseln und an Armen und Beinen verschwanden schlagartig zu 80 Prozent.
ABER meine Vagina Schleimhäute trockneten ebenso schlagartig derart aus, dass es mir sogar weh tat, Hosen zu tragen wegen der Reibung, vom GV ganz zu schweigen!
Das wiederum wird durch lokal angewandte Hormone in der Vagina direkt behoben, Gott sei Dank!
Was haben Frauen da nur in früheren Zeiten gemacht!
Leider bindet mich das an die Frauenärztin, aber da kann man nix machen, das ist nun mal so.

LG
Lalique

Lolletta
16.06.2008, 15:18
Hallo,
länger jung mit Hormon beinhaltet ja sicher auch das Thema Anti-Aging, wie DHEA, Melatonin usw.In diesem Fall lehne ich das für mich total ab. Hier könnte frau die körpereigene Hormonproduktion mit Sport ankurbeln. Noch dazu bringen Sie unsere Fettpölsterchen zum Schmelzen.
Doch in 3 Fällen habe ich auch zu Hormonen gegriffen.

a) die Pille zur Verhütung und zur gezielten Familenplanung ohne böse " Überraschungen ".

b) Schilddrüsenhormone nach einer OP, ohne diese hätte ich sicher mein Leben lang an Unter-o.Überfunktion gelitten.

c) eine HEt zur Bekämpfung der WJ-Beschwerden, ohne die ein normales "Leben "( auch Berufsleben ) sicher nicht möglich war.

Länger jung dadurch sicher nicht ( :smirksmile: ) aber sie waren sehr hilfreich und haben mir die letzen 30 Jahre und hoffentlich noch länger ( Schilddrüse ) ein gesundes, glückliches Leben beschert.

LG
Lolle

Inaktiver User
17.06.2008, 18:16
Hallo zusammen,

ich selbst habe auch über mehrere Jahre Hormone in Form der "Antibabypille" eingenommen, manchmal mit etwas schlechtem Gewissen, weil man sich über die tatsächlichen Langzeit - Auswirkungen auf den Hormonhaushalt vielleicht noch nicht endgültig im Klaren ist.
Ich bin der Ansicht, dass Hormone dann, wenn sie medizinisch indiziert sind wie z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen, schweren Wechseljahresbeschwerden etc., durchaus ihre Berechtigung haben.

Aber diese 2 Sätze in dem Artikel lassen mich dann doch nur den Kopf schütteln:

In der zweiten Lebenshälfte sinkt unser Hormonspiegel, wir werden schlapp, faltig und lustlos. Und dagegen helfen synthetische Hormone.

Also, da klappt mir doch irgendwie das Taschenmesser in der Tasche auf. Ich würde niemals meinen Körper mit Hormonen vollstopfen, um mir damit vermeintliche Jugend zurückzuholen! Und wer sagt, dass wir ab einem bestimmten Alter nur noch schlapp, faltig und lustlos sind?:wie?:

Ich fasse es nicht....*kopfschüttel*

LG
rolu:blumengabe:

Zeitnomade
30.08.2008, 22:12
Bin Mitte 50 und habe mich gegen Extra-Hormone entschieden. Auch meine Ärztin meint, dass Hormone doch gewisse Risiken in sich bergen, z. B. steigt die Brustkrebsgefahr. Das Risiko wurde wohl in den vergangenen Jahren unterschätzt. Ich hatte bis heute noch keine Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Mir geht es auch nach den Wechseljahren mit weniger eigenen Hormonen gut.http://www.brigitte.de/foren/images/brigitte/smilies/neue_smileys_44.gif

Inaktiver User
31.08.2008, 09:46
Ich habe 10 Jahre Hormone gegen Wechseljahrsbeschwerden genommen.Dann musste ich auf Grund einer Krebsdiagnose von heute auf morgen alles absetzen.Das ist 6Monate her.Die Ärzte ist unsicher .Einer sagt auf keinen Fall nochmal Hormone der andere sagt ist möglich.Ich habe Hitzewallungen ohne Ende,schlaflose Nächte und mir tun die Gelenke weh.Trotzdem entscheide ich mich gegen Hormone.Ich versuche es auf natürlichem Weg.Die Angst wieder krank zu werden ginge mir nicht aus dem Kopf.Sie Diagnose war hormonellbedingter Krebs.Ich habe auch Stimmungsschwankungen.Aber ich schaffe das.Mie ging es mit den Hormonen immer ausgezeichnet.

Inaktiver User
31.08.2008, 10:37
Hallo ashley,

ich wünsche Dir erst mal alles Gute!
So, wie Du das schreibst, könnte man die Erkrankung schon mit der Hormoneinnahme in Verbindung bringen.
Ich an Deiner Stelle würde, auch wenn Du jetzt viele Probleme hast, künftig ebenfalls lieber darauf verzichten. Das Risiko wäre mir zu hoch.
Kannst Du gegen Deine Wechseljahresbeschwerden nicht irgendwas anderes unternehmen? Wenn sie so stark sind, muss es doch wenigstens eine Möglichkeit der Linderung geben!
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft - Du schaffst es:wangenkuss: !

Liebe Grüße
rolu

Inaktiver User
31.08.2008, 11:29
Danke Rolu.Ich nehme schon hömopatische Mittel.Aber es dauert bis die andocken.Ashley

Cinja
03.09.2008, 14:06
Hallo ashley,

auch von mir alles Gute und weiterhin viel Kraft. :blumengabe:

Vielleicht könnten Dir Soja-Isoflavone bei Deinen Symptomen helfen? Es gibt sie hochdosiert z.B. in Reformhäusern. Sie werden ja auch hier vermehrt eingesetzt, seit festgestellt wurde, dass asiatische Frauen aufgrund ihres hohen Soja-Konsums längst nicht so massiv unter Wechseljahrsbeschwerden leiden.
Hormongaben würde ich an Deiner Stelle auch vermeiden.

Du schaffst das! :blumengabe:

Cinja

mona-lina
05.09.2008, 10:17
Hallo ihr Lieben!
Ich (34) habe ein ganz anderes Problem! Und zwar, seit ca. 3-4 Wochen fallen meine Haare so dermaßen raus, dass ich langsam richtig Angst bekomme, wo das alles hinführt.
Muss dazu sagen, dass ich seit 5 Monate Mama einer ganz süßen Tochter bin. Ich bin natürlich auch informiert darüber, dass es mit der Schwangerschaft und Co. zu tun hat, ABER dass es soooo schlimm sein wird, hätte ich´s nie gedacht!!!!
Was kann man dagegen machen? Hat jemand von euch das Problem schon mal gehabt? Kann mir, bitte, jemand helfen mit ein Paar gute ("professionelle") Tipps?
Vielen Dank schon mal!
LG
m.

Tinchen1
09.09.2008, 17:43
Laß doch mal dein Blutbild auf Eisen kontrollieren:blumengabe: