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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gibt man ein Preislimit vor?



Skorpion78
10.06.2008, 09:26
Hallo ihr,

ich feiere demnächst meinen 30. Geburtstag und da wird natürlich etwas mehr gefeiert als sonst. Für meine Freunde und Familie gebe ich eine große Party, da dürfte es also keine Probleme geben.

Aber auf Arbeit wird mir etwas mau, da ich zeitlich es nicht schaffe selbst etwas vorzubereiten möchte ich meine engsten Mitarbeiter ins Restaurant einladen zu Hauptgang, Dessert und alkoholfreien Getränken. Leider gibt es aber einen der bisher zu jeder Feier sich auf Kosten der anderen durchgefre... hat. Dieser Mann ist von seiner Persönlichkeit her schrecklich, laut, ungehobelt und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht alle dezenten Hinweise bei vorigen Feiern brachten nichts. Letzte Woche gab unsere Sekretärin eine Brötchenrunde alle nahmen 1 -2, nur besagter Herr stopfte sich 6 rein und wollte den Restauch noch mitnehmen. Jeder trinkt nur ein Glas Sekt er gleich eine ganze Flasche.

Als Chefin kann ich zwar direkt vorgeben dass es kein Alkohol gibt, aber um es weiter zu reglemtieren müsste ich bei ihm schon sehr direkt werden. Da ich diesen Mitarbeiter aber überhaupt nicht ausstehen kann, befürchte ich dass ich dies vielleicht zu eng sehe und somit ungerecht handele was ich bei einem anderen durchgehen lassen würde.

Wäre dankbar für eure Meinungen zu diesem Fall.

Ps: Bitte über mangelnde Rechtschreibung hinwegsehen, meine neue Tastatur bringt mich zum verzweifeln.

Inaktiver User
10.06.2008, 09:31
Du könntest "um die Bestellung zu vereinfachen und zu beschleunigen" schon vor der Einladung einen Auszug aus der Speisekarte mit 3 Menüvorschlägen rumgehen lassen, auf dem dann jeder ankreuzt, was er bestellt.
(brauchst ja die Preise nicht dahinterschreiben.)

Also einmal Vegetarisches gericht, einmal Fleisch und einmal Fisch, und jetzt bitte entscheiden....

izzie
10.06.2008, 10:18
Du könntest "um die Bestellung zu vereinfachen und zu beschleunigen" schon vor der Einladung einen Auszug aus der Speisekarte mit 3 Menüvorschlägen rumgehen lassen, auf dem dann jeder ankreuzt, was er bestellt.
(brauchst ja die Preise nicht dahinterschreiben.)

Also einmal Vegetarisches gericht, einmal Fleisch und einmal Fisch, und jetzt bitte entscheiden....Super Vorschlag, dazu übernimmst du noch einen Aperitif pro Person, die restlichen Getränke soll jeder selbst zahlen.

Beim bezahlen könntest du dann ja immer noch die alkoholfreien Getränke übernehmen.

Skorpion78
10.06.2008, 10:43
Nein Alkohol gibt es während der Arbeitszeit bei uns prinzipiell nicht und wir gehen in der Mittagspause essen aber ohne auf die Uhr zu schauen.
Vorgeben mag ich schon gar nicht, da ich dies als Gast auch als ne Frechheit empfände, entweder lädt man ins Restaurant und dann kann sich jeder das aussuchen was man möchte oder man lässt es. Mehr als ein Hauptgang wird er sich nicht bestellen darum geht es auch gar nicht.

Meinetwegen kann sich jeder das teuerste Gericht und Dessert bestellen, mich stört eher dieses absichtliche durchfressen zbsp. hier noch einen salat extra und die dritte große Apfelschorle obwohl man schon lange genug gesessen hat und jetzt los möchte. Da muss ich ihn dann ja direkt vor allen drauf ansprechenund das finde ich nicht nur peinlich sondern zerstört auch die Stimmung.

Irgendwie verstehe ich dies nicht, wenn man mich einlädt, ist mir klar pro Gang gibt es ein Getränk und das wars und nicht noch danach eine Haufen extra.

Horus
10.06.2008, 13:11
Naja, beides geht nicht zusammen.

Entweder, du gibst gewisse Vorgaben, und dafür finde ich den Vorschlag der Knusperhexxe wirklich gut, oder du lässt es und gestattest jedem die Freiheit, kannst aber dann auch nicht davon ausgehen, dass jeder das Gleiche für "normal" hält wie du. Jeder hat andere implizite Regeln, die er/sie für richtig hält.


Irgendwie verstehe ich dies nicht, wenn man mich einlädt, ist mir klar pro Gang gibt es ein Getränk und das wars und nicht noch danach eine Haufen extra.

Für dich ist das offenbar die Norm. Für andere nicht. Andere sehen das anders. Entweder du machst deine Norm explizit - d.h. du machst bestimmte vorgaben - oder du gestattest jedem seine persönliche Norm. Dass hingegen jeder seine impliziten Normen teilt, kannst du nicht erwarten.


Ich hätte als Gast übrigens kein Problem damit, bei einer Einladung im Voraus wählen zu müssen. Bzw. ich halte das sogar für die einzige halbwegs praktikable Variante, um das Ganze im Rahmen zu halten. In der Praxis bin ich schon x-Mal so eingeladen worden, privat oder geschäftlich, und hab das nie als Zumutung oder verminderte Gastfreundschaft empfunden - und schon gar nicht als "Frechheit". Sondern schlichtweg als völlig nachvollziehbare und verständliche Organisation.

Inaktiver User
10.06.2008, 13:12
mich stört eher dieses absichtliche durchfressen zbsp. hier noch einen salat extra und die dritte große Apfelschorle obwohl man schon lange genug gesessen hat und jetzt los möchte. Da muss ich ihn dann ja direkt vor allen drauf ansprechenund das finde ich nicht nur peinlich sondern zerstört auch die Stimmung.

Nun ja, liebe Skorpion, da würde ich ihn doch mal in einer ruhigen Minute in Dein Bureau bitten und ihm dann Deine Bedenken vortragen. Das wird Dir zuerst peinlich sein, aber Du musst Dir nur vor Augen führen, dass er der Verursacher der Peinlichkeit ist.

Übrigens, zu Deinen Bedenken wegen der Rechtschreibung: Du machst das großartig, besser als die meisten mit funktionierender Tastatur :blumengabe:

Mr_McTailor
10.06.2008, 13:19
Leider gibt es aber einen der bisher zu jeder Feier sich auf Kosten der anderen durchgefre... hat. Dieser Mann ist von seiner Persönlichkeit her schrecklich, laut, ungehobelt und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht alle dezenten Hinweise bei vorigen Feiern brachten nichts. Letzte Woche gab unsere Sekretärin eine Brötchenrunde alle nahmen 1 -2, nur besagter Herr stopfte sich 6 rein und wollte den Rest auch noch mitnehmen.
Ich würde ihn nicht einladen.

Und ihm unter vier Augen, mit sehr deutlichen Worten, erklären, warum nicht.

Njarka
10.06.2008, 13:35
Bzw. ich halte das sogar für die einzige halbwegs praktikable Variante, um das Ganze im Rahmen zu halten. In der Praxis bin ich schon x-Mal so eingeladen worden, privat oder geschäftlich, und hab das nie als Zumutung oder verminderte Gastfreundschaft empfunden - und schon gar nicht als "Frechheit". Sondern schlichtweg als völlig nachvollziehbare und verständliche Organisation.

...schon alleine wegen der Zeit, selbst wenn man "ohne auf die Uhr zu schauen" da sitzt! Ich kenne das auch so. Ist doch kein Problem.

Regenwurm
10.06.2008, 13:39
Wenn du keine Vorgaben geben willst, wirst du wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und riskieren müssen, dass er sich „durchfrisst“ (ich mein, wie blöd ist dass denn: Jeder kann sich ruhig das teuerste Gericht und Dessert aussuchen, aber dann wird wegen des dritten Getränkes oder eines Salates gemeckert?)

Oder du lädst ihn halt nicht ein. Denn ich glaube, dass ein solches Gespräch mit jemandem, der laut und ungehobelt ist, nichts bringen wird. Im besten Fall kapiert er nicht mal, wovon du sprichst; im ungünstigsten lästert er nachher über dich hinter deinem Rücken.

Skorpion78
10.06.2008, 13:49
Ihr habt recht ich werde offen mit ihm sprechen, schließlich bin ich der Boss.

Inaktiver User
10.06.2008, 13:53
Ihr habt recht ich werde offen mit ihm sprechen, schließlich bin ich der Boss.

Eben! Daher sind auch die Ratschläge, besagten Herrn nicht einzuladen, ein ziemlicher Quark. Freunde kann man sich aussuchen, Kollegen meist nicht.

Mr_McTailor
10.06.2008, 14:00
Daher sind auch die Ratschläge, besagten Herrn nicht einzuladen, ein ziemlicher Quark. Für Quark halte ich dagegen die Ansicht, jedes x-belibige Arschloch zu seiner Gebutstagsfeier einladen zu sollen, nur weil es ein Kollege oder, wie in diesem Fall, ein Angestellter ist.

Inaktiver User
10.06.2008, 14:03
Für Quark halte ich dagegen die Ansicht, jedes x-belibige Arschloch zu seiner Gebutstagsfeier einladen zu sollen, nur weil es ein Kollege oder, wie in diesem Fall, ein Angestellter ist.

Die TE ist die Vorgesetzte des »x-beliebigen Arschlochs«, Herr McTailor. Ändert das nicht auch Deiner Meinung nach die Situation?

Mr_McTailor
10.06.2008, 14:04
Das ist mir schon klar, aber warum sollte es?

Regenwurm
10.06.2008, 14:13
Wenn das eine eigene Abteilung ist oder ein Team, dass kann sie als Vorgesetzte nicht einfach ihre Lieblingsmitarbeiter einladen und den Rest - oder in diesem Fall - nur einen aussen vorlassen.

Mr_McTailor
10.06.2008, 14:16
Ich kann das auch. Und praktiziere es. Warum also die TE nicht?

Inaktiver User
10.06.2008, 14:17
Ich kann das auch. Und praktiziere es. Warum also die TE nicht?

lass mich überlegen, Mr. McTailor...vielleicht...weil es auf der Welt noch feinsinnige Naturen gibt, die einen Angestellten nicht gleich deswegen brüskieren wollen, weil er mal ein wenig zu viel gegessen hat?

Mr_McTailor
10.06.2008, 14:20
Ich nehme jetzt einfach mal hin, dass wir unterschiedliche Maßstäbe und Auffassungen haben, die nicht vereinbar sind.

Inaktiver User
10.06.2008, 14:23
Ich nehme jetzt einfach mal hin, dass wir unterschiedliche Maßstäbe und Auffassungen haben, die nicht vereinbar sind.

Ja! Und es wäre schlimm, um mal wieder einen alten Allgemeinplatz zu bemühen, wenn alle gleiche Auffassungen hätten :blumengabe:

Skorpion78
10.06.2008, 14:35
So da möchte ich nochmal antworten, insbesondere auf Mc T´s. Vorschlag.

Ich bin zusammen mit meinen Eltern Eigentümerin der Unternehmung, und werde die 20 Personen hier im Hauptbüro einladen mit dennen ich jeden Tag zusammen arbeite. Diesen einen nicht einzuladen sehe ich als Bossing und würde es daher nie tun. Da er dann wirklich hier die einzigste Person wäre die nicht mitkommt. Desweiteren ist besagter Mitarbeiter zwar charakterlich ein A.., aber fachlich absolut top.

Ich habe jetzt die Einladungsmail´s verschickt und für ihn eine gesonderte in der ich offen geschrieben habe das er sich pro Gang nur ein Getränk auf meine Rechnung bestellen kann und alle weiteren selbst zahlen muss. Desweiteren habe ich Ihn gebeten dieses Mal nicht den Alleinunterhalter zu mimen sondern jeden mit seiner Meinung zu Wort kommen lassen.

Vielen Dank für eure Mühe.

Islabonita
10.06.2008, 14:40
.

Ich habe jetzt die Einladungsmail´s verschickt und für ihn eine gesonderte in der ich offen geschrieben habe das er sich pro Gang nur ein Getränk auf meine Rechnung bestellen kann und alle weiteren selbst zahlen muss. Desweiteren habe ich Ihn gebeten dieses Mal nicht den Alleinunterhalter zu mimen sondern jeden mit seiner Meinung zu Wort kommen lassen.

Vielen Dank für eure Mühe.

Echt? Das hast Du schriftlich gemacht?? Na, ich weiß nicht, als Mitarbeiter könnte ich auf so eine Einladung aber auch verzichten.
Alleine das "nur ein Getränk pro Gang", neee.

Regenwurm
10.06.2008, 14:51
Huch! :ooooh:

Skorpion78, jetzt muss du uns aber später unbedingt berichten, wie er drauf reagiert hat, bzw. wie das Essen gelaufen ist!

Inaktiver User
10.06.2008, 14:56
Huch! :ooooh:

Skorpion78, jetzt muss du uns aber später unbedingt berichten, wie er drauf reagiert hat, bzw. wie das Essen gelaufen ist!


Hm...also wenn er Verve hat, packt er nach dem Abendessen ein paar Butterstullen aus und öffnet sich eine mitgebrachte Flasche :freches grinsen:

Skorpion78
10.06.2008, 15:06
Ich hab noch keine antwort hab ihm aber erklärt das ich dies so handhabe da er die vergangenen Male deutlich bei allen über die Stränge schlug und auf höfliche Hinweise nicht reagiert hat. Wenn er nicht mitzkommt umso besser dann schließt er sich halt selbst aus. Bin so und so gespannt wann der großen Knall im Team kommt, da er von niemanden gemocht wird und es da auch schon Besprechungen gab.

Horus
10.06.2008, 15:31
Sorry ... aber man merkt, dass du noch jung bist. Gerade was Personalführung angeht.

Aber das war nicht das Thema. Thema war die Einladung. Du hast ihm gesagt, wie du dir die Einladung vorstellst. Kann sein, dass das Problem damit gelöst ist (was ich allerdings nicht glaube, aber wer weiss?), dann ists ja gut.
Ich verstehe allerdings nicht, weshalb diese Vorgabe dir keine Probleme bereitete, eine vorgängige Menuauswahl aber sehr wohl? Ich sähe das eher andersrum.

Schokoholic
10.06.2008, 17:43
Ich hab noch keine antwort hab ihm aber erklärt das ich dies so handhabe da er die vergangenen Male deutlich bei allen über die Stränge schlug und auf höfliche Hinweise nicht reagiert hat. Wenn er nicht mitzkommt umso besser dann schließt er sich halt selbst aus. Bin so und so gespannt wann der großen Knall im Team kommt, da er von niemanden gemocht wird und es da auch schon Besprechungen gab.

...und das schriftlich??? :ooooh:

Sorry, aber das ist Feigheit vor dem Feind!

demelza
10.06.2008, 18:06
Für Quark halte ich dagegen die Ansicht, jedes x-belibige Arschloch zu seiner Gebutstagsfeier einladen zu sollen, nur weil es ein Kollege oder, wie in diesem Fall, ein Angestellter ist.

Huch? Ich habe TE so verstanden, dass es sich um eine Abteilungsfeier handelt - und da muss sie entweder alle einladen oder kann es gleich ganz bleiben lassen. Bestimmte Kollegen auszuschließen, wäre grob unhöflich und würde das weitere Arbeitsleben bzw. das damit verbundene Betriebsklima ziemlich erschweren.

sina1111
10.06.2008, 18:33
...und das schriftlich??? :ooooh:

Sorry, aber das ist Feigheit vor dem Feind!

Das finde ich nicht!
Ich halte es sogar für eine ziemlich elegante Lösung, die ihm und ihr auch viel Peinlichkeit erspart. Da die TE schon angedeutet hat, dass die besagte Person eher zu hitzigen Gemütsausbrüchen neigt, finde ich das "schriftliche Feedback" gut gewählt.

Schokoholic
10.06.2008, 18:40
Dann muss ich ihn als Vorgesetzte halt wieder auf den Teppich holen (wobei ich eh der Auffassung bin, wenn sie seine Vorgesetzte ist und er würde in ihrer Gegenwart cholerisch, hätte sie ein Autoritätsproblem).

honzina
10.06.2008, 18:54
Schriftlich finde ich das auch eine ganz dumme Sache. Ich bin ja auch eher direkt und manchmal zu spontan, aber so etwas wuerde ich NIE schriftlich sagen, da man dem anderen damit einfach viel zu viel "Beweise" in die Hand gibt, falls die Situation irgendwann mal eskalieren sollte (er beschwert sich wegen Mobbings oder so...)

Au Backe.

Malina70
11.06.2008, 11:07
Hallo zusammen,

den Kollegen kenne ich :Sonne:

Schriftlich hätte ich ich ihn nicht angemahnt. Ich hätte auch Angst, dass diese Mail die Runde macht, aus Rache. Und dann steht man als Vorgesetzter schon doof da.

Ich nehme mal an, dass das Verhalten des Kollegen (Stichwort 6 Brötchen und die Reste mitnehmen) auch bei den anderen Kollegen nicht unbemerkt geblieben ist. D.h. ich hätte unmittelbar vor dem Essen die "Regeln" verkündet. Z.B. dass jeder nach Belieben EINE Vorspeise, EIN Hauptgericht, EINEN Nachtisch und zu jedem Gang EIN alkoholfreies Getränk bestellen kann. Alles weitere muss selbst bezahlt werden. Vermutlich hätten alle am Tisch sich denken können, weshalb und für wen das noch mal so betont wird, wo jeder normale Mensch eh nix anderes tun würde.

Eine andere Alternative wäre für jeden Esser ein bestimmtes Budget zu haben und das auch vorzugeben. Also pro Person stehen maximal X Euro zur freien Verfügung. Irgendein Budget wird es für das Essen ja wohl geben. Bei unseren Abteilungsessen wird das eigentlich immer vorgegeben, und es war auch noch nie ein Problem. Was drüber liegt, wird dann selbst bezahlt.

Mit solchen Vorgaben hättest Du die Handhabe gehabt, ihm Grenzen aufzuzeigen, wenn er gegen die Regeln verstößt. Und dann wäre ich auch konsequent, notfalls auch vor den anderen Mitarbeitern.

Aber ich finde, es sollte klar sein, dass dieselben Regeln für alle gelten.

Viele Grüße,

Malina

izzie
11.06.2008, 11:20
Ich hab noch keine antwort hab ihm aber erklärt das ich dies so handhabe da er die vergangenen Male deutlich bei allen über die Stränge schlug und auf höfliche Hinweise nicht reagiert hat. Wenn er nicht mitzkommt umso besser dann schließt er sich halt selbst aus. Bin so und so gespannt wann der großen Knall im Team kommt, da er von niemanden gemocht wird und es da auch schon Besprechungen gab.Und - schon Rückmeldung erhalten?

Skorpion78
11.06.2008, 12:25
Er war heut früh bei mir, und meinte ganz überrascht wenn es diesmal eine Beschränkung gibt wird er sich selbstverständlich dran halten, allerdings hätte er sich schon so gefreut mal wieder richtig zu schlemmen und jetzt würde er halt an diesem Tag doch frühstücken.
Darauf hab ich nur gesagt" sehen sie für alles findet sich eine Lösung".

Ehrlich gesagt interessiert es mich sonst nicht was meine Angestellten von mir halten oder nicht, auch bei fremden Menschen zählt deren Meinung für mich nicht, daher sind einige der hiesigen Argumente irrrelevant für mich.

So euch allen eine schöne Woche.

Schokoholic
11.06.2008, 12:41
Ehrlich gesagt interessiert es mich sonst nicht was meine Angestellten von mir halten oder nicht, auch bei fremden Menschen zählt deren Meinung für mich nicht, daher sind einige der hiesigen Argumente irrrelevant für mich.


Super Einstellung/Argument :knatsch: - da fragt man sich dann nur, warum Du diesen Thread startest?

Inaktiver User
11.06.2008, 12:42
Was hättet ihr von Gutscheinen gehalten? So machte man das in der Firma meiner Frau...

Inaktiver User
11.06.2008, 12:43
Ehrlich gesagt interessiert es mich sonst nicht was meine Angestellten von mir halten oder nicht

Das hätte man nach DER Mail auch nie vermuten können.:freches grinsen:

Mandelbluete
11.06.2008, 12:43
Hallo,

das scheint mir ein unverbesserlicher Abzocker zu sein - er hat Dein Email also nicht als grundsätzliche Ansage verstanden, sondern nur als einmalige Einschränkung.

Erstaunlich ist, dass es diese Leute wirklich in jeder gesellschaftlichen Schicht gibt. Ich erinnere mich an ein europaweites Forschungsprojekt mit ausschließlich Professoren als Projektmitglieder.

Einer war auch dafür bekannt, beim Essen auf EU-Kosten gut hinzulangen - und genau so habe ich ihn auch erlebt.

Für einen anderen sollte ich Flüge buchen - und die innerhalb unseres selbstgesetzten Preiskorridors (bis ca. EUR 400,-) waren mit einer Zwischenlandung. Er moserte am Telefon rum, "naja, wenn das Budget so knapp ist, grummelgrummelgrummel" - sein Lieblingsflug hätte EUR 1.000,00 gekostet, den doch bitte schön die EU und damit der Steuerzahler finanzieren sollte.

Wieder ein anderer reichte den Beleg für den Espresso am Bahnhof ein (ER 1,80). Gottseidank hat ihm irgendjemand klar gemacht, dass auch auf Dienstreisen es noch kleine Privatvergnügungen gibt, die man anständigerweise auch privat bezahlt.

Mandelblüte

Malina70
11.06.2008, 19:29
Ehrlich gesagt interessiert es mich sonst nicht was meine Angestellten von mir halten oder nicht, auch bei fremden Menschen zählt deren Meinung für mich nicht, daher sind einige der hiesigen Argumente irrrelevant für mich.

So euch allen eine schöne Woche.

Mit Verlaub finde ich diese Einstellung auch etwas befremdlich.

Es geht nicht darum, als Chefin everybodies Darling zu sein und von allen geliebt zu werden. Aber letztlich bist Du von Deinen Mitarbeitern und deren Motivation und Leistung ein ganzes Stück weit abhängig. Und nach meiner Auffassung von Führungsverhalten gehört es zu Deinen Aufgaben, für ein Betriebsklima zu sorgen, wo sich die Mitarbeiter wohl fühlen und entsprechend motiviert arbeiten.

Solche Aktionen, in denen einzelne Mitarbeiter per Mail ermahnt werden, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten, können schnell nach hinten losgehen und einerseits einen Nährboden für Mobbing auch der Mitarbeiter untereinander bilden oder auf Dich zurückfallen.

Sorry, aber ein reifes Führungsverhalten sieht in meinen Augen anders aus.

Gruß,

Malina

Islabonita
12.06.2008, 06:52
Hallo Skorpion,

ich sehe das auch so wie Malina, ich glaube, Du solltest Deine Einstellung überdenken. Ich habe schon seit einigen Jahren Personalverantwortung und es ist nun mal so, dass man nicht jeden mögen kann und manche Menschen eben Verhaltensweisen haben, die man nicht nachvollziehen kann.
Aber das mit der Mail finde ich mehr als grenzwertig, das geht gar nicht.
Du hättest das Problem wirklich eleganter lösen können, indem Du eben - wie schon vorgeschlagen - einen bestimmten Rahmen vorgegeben hättest. Und wenn er dann halt die 3. Apfelschorle bestellt hätte, hättest Du eben einen Spruch gemacht, wie "Na, Herr XY, ganz schön durstig heute, soll ich gleich eine Flasche bringen lassen?"

Horus
12.06.2008, 07:52
Es gibt ein paar "Todsünden" bei der Personalführung und hier finde ich gleich mehrere.

Kardinalsfehler 1: Heikle Dinge unpersönlich, also per eMail oder Brief, mitteilen. Auch Telefon ist Limit in solchen Fällen.

Kardinalsfehler 2: Sehen, dass sich im Team einen Konflikt anbahnt zwischen Mitarbeitenden, aber nichts unternehmen, sondern ihn gären lassen und neugierig abwarten, bis es selber knallt.

Kardinalsfehler 3: Die Haltung "Der Boss hat immer Recht. Der Boss bin ich. Andere Meinungen interessieren mich nicht."

Kardinalsfehler 4: "Es interessiert mich nicht, was meine Angestellten von mir denken."


Kein Wunder, gibt es immer noch so viele schlechte Chefs in der Welt...

marylin
12.06.2008, 11:45
Desweiteren ist besagter Mitarbeiter zwar charakterlich ein A.., aber fachlich absolut top.


Tja, Topkräfte stehen in Deutschland nicht mehr Schlange.
Offensichtlich braucht die TE diesen Mitarbeiter, sonst würde sie dieses A****(wie sie es nennt) ja nicht beschäftigen.
Da würde ich mir schon überlegen, ob ich wegen ein paar Getränken mehr oder weniger so einen Aufstand mache.

Inaktiver User
12.06.2008, 11:48
Tja, Topkräfte stehen in Deutschland nicht mehr Schlange.
Offensichtlich braucht die TE diesen Mitarbeiter, sonst würde sie dieses A****(wie sie es nennt) ja nicht beschäftigen.
Da würde ich mir schon überlegen, ob ich wegen ein paar Getränken mehr oder weniger so einen Aufstand mache.

Da geb ich Dir ganz recht, marilyn. Ohnehin finde ich, dass der Sachverhalt hier auf einer zu persönlichen Ebene diskutiert wird. Im Berufsleben muss man halt manchmal kühler, also mit kühlerem Kopf, an eine Sache rangehen.

Schokoholic
12.06.2008, 12:16
Da würde ich mir schon überlegen, ob ich wegen ein paar Getränken mehr oder weniger so einen Aufstand mache.

Das kommt noch hinzu - ich käme nicht auf die Idee, bei einer Einladung die Zahl der Getränke o. ä. von vornherein zu limitieren - es ist völlig normal, dass einer mehr und ein anderer weniger trinkt oder auch ißt. Wenn einer sich bei Einladungen gerne vollmampft, kann ich das persönlich "schlechtes Benehmen" finden, ein dienstliches Fehlverhalten sehe ich darin nicht.

Das Auftreten der TE als "Führungskraft" finde ich ehrlich gesagt wesentlich schlimmer - und ich behaupte, dass sie sich mit diesem Führungsverhalten und der geringschätzung ihrer Mitarbeiter in dieser Position nie und nimmer halten könnte, wenn Papi nicht der BigBoss wäre...

sleepless
12.06.2008, 14:00
Ich bin nur froh, nicht in diesem Unternehmen zu arbeiten, welches von scorpion geführt wird.

Es ist genauso peinlich, einen Gast (auch wenn es ein Mitarbeiter ist) darauf hinzuweisen, daß er nicht als Alleinunterhalter auftreten soll.

Schmarotzer gibt es überall und sind nicht gerne gesehen, aber ich hätte ihn lieber durchgefüttert, als so eine oberpeinliche, kleinliche Eindladungsmail zu versenden.

Aber gut, jeder wie er will.

Könnte sich aber auch die Arbeitsmoral des Eingeladenen auswirken.

Gruß

sleepless

Sugarnova
12.06.2008, 20:12
Stimmt. Solche sensiblen Themen NIEMALS über Email anschneiden...

Wenn ich einlade, dann lade ich ein. Alkohol würde ich nicht anbieten, aber warum wird über eine Apfelschorle mehr oder weniger so ein TamTam gemacht? Sollte man da als Chef nicht drüber stehen?

Malina70
13.06.2008, 10:55
Egal wie großzügig oder restriktiv man eine Einladung handhabt, die Regeln müssen für alle gelten, auch wenn man nur einen meint. Alles andere empfinde ich als Dikriminierung.

Gruß,

Malina

Complexity
13.06.2008, 12:40
Hallo zusammen,

die Kardinalfehler wurden hier alle schon aufgezählt, und zurecht. Das Grundproblem von Skorpion ist sicher a) mangelnde Erfahrung ("Ich bin der Boss und mache hier die Ansagen" ist ein typischer Anfängerfehler) und b) hat sie noch nicht gelernt, persönliche Zu- und Abneigungen im Beruf zu kontrollieren. Ihr geht es nämlich gar nicht um die vierte Cola, sondern darum einen ungeliebten Mitarbeiter zu maßregeln.

Das geht so nicht, Skorpion. Die richtige Reaktion wäre gewesen, spätestens nach dem zweiten unangenehmen Ereignis mit ihm ein persönliches Gespräch zu führen. In diesem hätte dann auch gern die Worte "Nassauer" und "Manieren" fallen dürfen. Wenn Deine Autorität stimmt hätte sich der Kollege - wenn er nicht total verblödet ist - nämlich künftig und nachhaltig ! zurückgenommen.

Mit der Mail (!) hast Du Dich nur als Zicke geoutet, und es hat noch nicht mal was gebracht: der Kollege sieht die Beschränkung ja als Ausnahme an...also was hast Du transportiert? Gar nichts. Frag Dich immer VOR einer Aktion, was Du eigentlich erreichen willst, und wähle danach die Mittel.
Gruß
complexity

Islabonita
13.06.2008, 12:57
Was ich noch anmerken will, damit sich Skorpion nicht zu sehr kritisiert fühlt: Anfängerfehler in der Personalführung macht jeder mal, wichtig ist, sich entsprechend mit dem Thema zu befassen, sei es auf Seminaren oder zumindest Literatur.

Empfehlen würde ich Dir z.B. Mythos Modivation von Sprenger und ein Buch über Gesprächsführung.

Inaktiver User
13.06.2008, 13:13
Was ich noch anmerken will, damit sich Skorpion nicht zu sehr kritisiert fühlt.

Ich finde es interessant mitanzusehen, wie sich der Wind dreht. Wurde anfänglich der Strangeröffnerin in Ihrer Kritik des Nassauers beigepflichtet, erntet sie nun ihrerseits Kritik.

Ich empfinde es dabei als ungerecht, ihr dabei vorzuhalten, dass sie die Tochter des Firmeninhabers ist. Schließlich muss man nicht so wachsweich mit jedem umgehen, wie einem die ganzen Personalführungstheorien nahelegen wollen.

Damit ist nun von meiner Seite alles gesagt und ich beende das Abonnement dieses Themas :zwinker:

Schokoholic
13.06.2008, 13:37
Ich empfinde es dabei als ungerecht, ihr dabei vorzuhalten, dass sie die Tochter des Firmeninhabers ist. Schließlich muss man nicht so wachsweich mit jedem umgehen, wie einem die ganzen Personalführungstheorien nahelegen wollen.


Ich habe lediglich festgestellt, dass ich nicht glaube, dass sie mit ihrem Führungsstil woanders einen Blumenpott gewinnen könnte.
Selbst Leute mit wesentlich besserem Führungsverhalten haben ohne familiäres Vitamin B seltenst mit knapp 30 eine sichere Führungsposition.

Und wachsweich finde ich gerade die Mail - ich hätte, wenn mir das Thema so wichtig wäre (was es mir nicht ist), die direkte Konfrontation gewählt. So taucht das Problem nämlich beim nächsten Mal wieder auf.

Malina70
13.06.2008, 13:41
Das geht so nicht, Skorpion. Die richtige Reaktion wäre gewesen, spätestens nach dem zweiten unangenehmen Ereignis mit ihm ein persönliches Gespräch zu führen. In diesem hätte dann auch gern die Worte "Nassauer" und "Manieren" fallen dürfen. Wenn Deine Autorität stimmt hätte sich der Kollege - wenn er nicht total verblödet ist - nämlich künftig und nachhaltig ! zurückgenommen.


Wobei sich mir dann noch die Frage stellt, ob es unter das Weisungsrecht des Vorgesezten fällt, den Mitarbeiter über die angemesessen Anzahl an Brötchenhälften, die man bei einem Umtrunk zu sich nehmen darf, zu belehren.

Will heißen, man kann an die guten Sitten, an das "was sich gehört", appellieren, viel mehr aber auch nicht. Und wenn der Mensch fachlich top ist und außer dieser Selbstbedienungsmentalität nichts gegen ihn spricht, würde ich ihn lassen. Wir haben hier auch so einen Fall. Beizukommen ist ihm letztlich nicht. Also verdrehen alle nur noch die Augen und gut ist. Manieren lassen sich kaum verordnen.

Gruß,

Malina

Sugarnova
13.06.2008, 17:10
Es geht hier ja nicht um Führungsqualitäten (nicht nur), sondern um das Miteinander. Dass man sensible Themen NICHT VIA MAIL bespricht, sollte sich doch durchgesetzt haben?!

Ich hatte mal einen entzückenden Kollegen, der das mit Vorliebe gemacht hat - schön mit GROSS-SCHRIFT. Der Typ war vom Fach.

Tante_Karla
16.06.2008, 16:59
Ihr geht es nämlich gar nicht um die vierte Cola, sondern darum einen ungeliebten Mitarbeiter zu maßregeln.


Peinlich wird es, wenn ein anderer beim Geburtstagsessen vier Cola bestellt und der ungeliebte Mitarbeiter ihm laut hörbar zutuschelt, dass das doch diesemla limitiert ist und jeder nur ein Getränk bestellen darf :freches grinsen:

Inaktiver User
17.06.2008, 09:17
In einer großen Runde gibt es doch auch immer ein oder zwei Damen, die sich beim Essen dezent zurückhalten.
Wäre es der Chefin nicht möglich gewesen, das ganze als Mischkalkulation zu sehen und den Vielesser auf diese Weise mitzufinanzieren?
Es ist doch nur eine Einladung, einmal im Jahr?

Inaktiver User
19.06.2008, 14:03
Bei mir hat sich der Wind nicht gedreht. Ich fand das Anliegen von Frau Skorpion von Anfang an ein wenig - sagen wir - befremdlich.