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schneegans
21.05.2008, 20:22
Im Anschluss an "Unerwartetes Hereinplatzen" möchte ich ein ähnliches Thema platzieren und Euch um Eure Meinung bitten. Es geht um Übernachtungsgäste. Man wohnt weit auseinander und möchte sich doch ab und zu sehen mit alten Freunden. Mein Job füllt mich aus. Ich habe eine recht kleine Wohnung ohne Gästezimmer. Zwei Personen kann ich auf der Couch unterbringen, wenn sie denn gemeinsam dort nächtigen wollen. Das mag für Paare ok sein und meiner Meinung nach für eine Nacht. Wie verhält man sich, wenn die Übernachtungsgäste unbedingt mehrere Nächte bleiben wollen? Mich strengt es an in der kleinen Wohnung ohne Ausweichmöglichkeit, wenn ein Paar anrückt und dann den Wunsch äußert, mehrere Nächte bleiben zu wollen. Leider haben die Leute da gar kein Gespür für meine Situation, lassen sich ein ganzes Wochenende bedienen und würden am liebsten noch länger bleiben. Ich bin doch kein Hotel!

Inaktiver User
21.05.2008, 22:04
Hmmmm schwierig...mehrere Nächte in einer kleinen Wohnung auf der Couch würde ich als Gast schon nicht wirklich toll finden, geschweige denn als Gastgeber.

Hitel bist Du natürlich nicht. Wenn wir Gäste haben, die übernachten sind es auch meist Freunde, die uns sehr gut kennen und die packen dann auch normal mit an, sie machen ja schließlich auch das Geschirr schmutzig oder so. Nicht, dass wir darauf bestehen, aber es ist einfach normal.

Gespür finde ich natürlich auch ein süffiges Wort. Wieso sollen Menschen immer für alles Gespür haben? In Deinem Falle ist es sicherlich angebracht mit den Personen zu sprechen, das Dir das zu eng ist. Ich gehe davon aus, dass sie das wirklich nicht wissen (woher auch?).
Sprich mit ihnen. Hat nicht einer im Bekanntenkreis vielleicht ein Wohnmobil oder sowas, wo die Gäste drin pennen können? Das könnte man ja dann auch vor der Haustüre parken, dann hättest Du Ruhe in der Wohnung, zumindest nachts und es wäre nicht soooo eng.

LC
21.05.2008, 22:08
ich glaube da hilft reden, wenn sie nicht wissen was du "erwartest" wie sollen sie dann wissen ob und was sie tun sollen?

und vielleicht gibts ja auch eine günstige schlafmöglichkeit in der nähe

Tabea
21.05.2008, 22:08
Wie verhält man sich, wenn die Übernachtungsgäste unbedingt mehrere Nächte bleiben wollen?
Ich finde das unhöflich und würde fragen, ob sie nicht in ein Hotel gehen können!

Tabea

Grace_Kelly
21.05.2008, 22:23
Da fällt mir nur der alte Spruch ein:

Der Gast ist wie ein Fisch, nach 4 Tagen fängt er an zu stinken!

Karla48
21.05.2008, 22:42
Wie hast Du denn überhaupt reagiert, als sie diesen Wunsch äußerten? Scheinbar mit "mal sehn", nicht mit dem Text, daß Dir das zuviel ist?

Ich denke, man kann schon klar sagen "Sorry, das wird mir alles zu stressig, hat nichts mit euch zu tun, ich bin ruhebedürftig nach einer Nacht Besuch" oder so.

Die Idee mit dem Wohnmobil finde ich super. Vielleicht können die Leute sich auch ein Zimmer irgendwo leisten - muß ja kein Hotel sein, Pension reicht ja.

Hey, unter Freunden sollte man über sowas echt sprechen können, mach Dir keinen Kopf!

LG Karla

Inaktiver User
21.05.2008, 23:05
Da fällt mir nur der alte Spruch ein:

Der Gast ist wie ein Fisch, nach 4 Tagen fängt er an zu stinken!


Ja man sollte drüber sprechen können, vielleicht nicht in obiger Wortwahl...:freches grinsen: :freches grinsen:

schneegans
22.05.2008, 10:05
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Ich fand das Verhalten insgesamt nicht in Ordnung. Niemand hat mal beim Kochen oder Spülen zugepackt, meine Bekannte sass auf dem Balkon und hat gelesen, während ich in der Küche kochte und gleichzeitig spülte. Ihr Mann meckerte, weil ihm mein DSL zu langsam war (er hatte sich zwischenzeitlich eingestöpselt).
Mittlerweile habe ich auch kommuniziert, dass beide bei mir nicht mehr übernachten können, aber die sind so dreist, die fragen glatt noch mal.

Massashi
22.05.2008, 10:27
Mich strengt es an in der kleinen Wohnung ohne Ausweichmöglichkeit, wenn ein Paar anrückt und dann den Wunsch äußert, mehrere Nächte bleiben zu wollen. Leider haben die Leute da gar kein Gespür für meine Situation, ...

1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Wie sieht es denn mit Deiner Fähigkeit aus, Deine Grenzen auch mitzuteilen? Und zwar nicht nur in diesem anonymen Forum, sondern gegenüber Deinen Freunden.

Massashi

Inaktiver User
22.05.2008, 10:31
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."



Sind das wirkliche Freunde von Dir???? :ooooh:

Wer so dreist ist, den würde ich gar nicht übernachten lassen wollen. Waren diese Leute schon mal bei Dir?

Inaktiver User
22.05.2008, 10:32
Schneegans du solltest nicht nur klar sagen, was du willst und was du nich willst - du sollest auch mal darüber nachdenken ob solche Mensch "Freunde" sind.

Meine Freunde würden nicht im Traum solche Aussagen machen - abgesehen davon hätte ich auch die passende Antwort *g*

Dharma

LorenzM
22.05.2008, 10:37
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Ich fand das Verhalten insgesamt nicht in Ordnung. Niemand hat mal beim Kochen oder Spülen zugepackt, meine Bekannte sass auf dem Balkon und hat gelesen, während ich in der Küche kochte und gleichzeitig spülte. Ihr Mann meckerte, weil ihm mein DSL zu langsam war (er hatte sich zwischenzeitlich eingestöpselt).
Mittlerweile habe ich auch kommuniziert, dass beide bei mir nicht mehr übernachten können, aber die sind so dreist, die fragen glatt noch mal.

Mein Beileid! Und ich dachte immer meine Überraschungsgäste wären schlimm. :knatsch: Aber ich sehe, es gibt noch schlimmere.

Inaktiver User
22.05.2008, 11:10
schneegans,
reden, reden, reden!!!!
Es ist DEINE Wohnung, es ist DEIN privater Bereich - und es ist DEINE Verantwortung, den Leuten zu sagen, wie weit Du gehen willst und was ganz klar Deine Grenzen überschreitet.

Wenn ich Übernachtungsgäste habe, dann ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie im Haushalt mithelfen, umgekehrt für mich bei ihnen auch.

Ich werde sogar von meinen Übernachtungsgästen mitunter als Dankeschön für die Logis bekocht.
Das würde ich nie erwarten, aber ich freue mich sehr, dass sie so aufmerksam sind.

Was Deine "Freunde" da machen, das ist dreist und unverschämt.

Inaktiver User
22.05.2008, 12:04
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Ich fand das Verhalten insgesamt nicht in Ordnung. Niemand hat mal beim Kochen oder Spülen zugepackt, meine Bekannte sass auf dem Balkon und hat gelesen, während ich in der Küche kochte und gleichzeitig spülte. Ihr Mann meckerte, weil ihm mein DSL zu langsam war (er hatte sich zwischenzeitlich eingestöpselt).
Mittlerweile habe ich auch kommuniziert, dass beide bei mir nicht mehr übernachten können, aber die sind so dreist, die fragen glatt noch mal.

Oh...das hört sich nicht wirklich nach Freunden an...:knatsch:

fraeulein_minza
22.05.2008, 14:28
@ schneegans

Da schließe ich mich dem Tenor hier an! Was sind das für Freunde? Richtig ist, dass sie nicht riechen können, wann es Dir zu viel wird. Da solltest Du für Dich einstehen und klar sagen was geht, was nicht. ABER - Ihnen scheint ein grundsätzliches Empfinden dafür zu fehlen wie man sich benimmt, geschweigedenn als GAST! Ob da 'Reden' noch hilft bezweifle ich! Bzw. bezweifle ich, dass ich nach so einem Benehmen noch zu irgendwas Lust mit Ihnen hätte...

Warst Du schonmal bei Ihnen zu Besuch?
Wenn ja, wie waren sie als Gastgeber?
Vielleicht solltest eher Du sie besuchen, nicht andersrum?
So kannst DU bestimmen, wie lange Du bleibst, wann es Dir zu viel wird.

Ich hatte des öfteren eine meiner besten Freundinnen aus dem Ausland mit Freund zu Besuch - Einzimmerwohnung. Wir nächtigten zu dritt in meinem Riesenbett. Wochentags ging ich arbeiten, sie empfingen mich zum Feierabend mit lecka Essen, abends luden sie mich beim Ausgehen ein + nachts quatschten wir bis in die Puppen, am Wochenende trafen wir uns mit meinen Bekannten, sie besuchten Museen u.a., in der Zeit war ich für mich allein,... Herrlich!!! :-) Aber das geht m.E. so harmonisch nur unter wirklich guten Freunden: wenn ein gewisses Maß an Grundanstand vorhanden ist, wenn die Freundschaft klare Worte (Grenzen ziehen) verträgt.

KHelga
22.05.2008, 14:42
Liebe Schneegans,

>Leider haben die Leute da gar kein Gespür für meine Situation, lassen sich ein ganzes Wochenende bedienen und würden am liebsten noch länger bleiben.>

Doch, Deine 'Freunde' haben ein besonderes Gespür dafür, wen sie ausnutzen können....

Inaktiver User
22.05.2008, 15:32
Ich muss Fräulein Minza recht geben, unter wirklich guten Freunden ist das kein Problem. Wir haben sehr oft Übernachtungsgäste, dieses Jahr waren es bereits 7 Wochenenden, was ich aufs Jahr gerechnet für überdurchschnittlich halte, und es gibt eigentlich nie Probleme.

Aber ich lege auch gewisse Dinge gleich fest, dann gibt es keine Probleme: wenn es werktags ist, dann bekommen die Gäste einen Schlüssel, können sich frei bewegen aber bekommen auch kein Unterhaltungsprogramm da ich arbeite, abends geht man aus oder oft bekochen uns dann die Gäste als dankeschön, ich hasse es wenn Leute anrücken als lebten wir in Sibirien, also sage ich "ihr braucht nichts mitzubringen" und jeder weiß, dass ich a) ein Nachtmensch bin, also keiner um 21 Uhr Ruhe hat und b) ein Morgenmuffel also sonntags auch bei Gästen sicher nicht vor 10 Uhr aufstehe. Ansonsten beziehe ich Gäste sehr in mein normales Leben ein, nehme sie mit zu Treffen mit Freunden, gehe (mit ihnen) zum Sport usw., gerade in dieser Natürlichkeit liegt glaube ich der Spaß am Gastgeben und auch das Wohlfühlen der Gäste.

Sage einfach was du möchtest und dann klappt das schon! Würde deine Freunde nicht so verdammen, aber wenn du der Typ bist, der sagt, Lass nur, ich mach das schon, dann bleibe ich auch lesend auf der Terrasse sitzen, denn es gibt ja auch Leute die können fremdes Getue in der Küche nicht leiden! :zwinker:
Nur eine ehrliche Botschaft erhält eine ehrliche Reaktion!

schneegans
22.05.2008, 16:00
Vielen Dank für die Reaktionen!
Leider ist es eine Tatsache, dass bei benannten Leuten ein Übermass an Dreistigkeit vorliegt. Erwartet wird ein Hotel, für das man nichts bezahlen muss. Im Gegenzug kommen nur Forderungen. Klar, auch ich verwöhne meine Gäste gerne.
Aber gerade weil der Gast König ist, darf er auch nicht vergessen, dass Adel ja bekanntlich verpflichtet.

campari00
22.05.2008, 16:01
Fast alle Übernachtungsgäste von uns (2-Zimmer-Wohnung) packen mit an, also schnippeln Gemüse, waschen mit ab, etv.
Ein Paar bleibt grundsätzlich 3 Nächte, während wir immer nur eine Nacht bleiben. Ok, bislang haben wir uns noch nicht so oft besucht, aber bei dem Paar ist alles so krampfig.
Es muss ständig Entertainment sein, d.h. es wird gefragt ...und was machen wir jetzt, wo gehen wir hin?
So waren wir an einem WE 2x Essen, Kino, Minigolfen, Cocktailbar, Kultur, sprich Burgbesichtigung etc.,...
Tut mir leid mir ist so etwas zu teuer und zu aufwendig. Eine Freundin von mir hat mal treffend gesagt ...."man lenkt sich doch eigentlich voneinander ab bei so vielen Events". Ich finde das stimmt. An einem WE wenn ich mit meinem Mann alleine bin, gehen wir doch auch nicht ständig essen, Kaffee trinken, etc.
So was möchte ich in Zukunft nicht mehr.

Campari

Knuffilein
22.05.2008, 21:53
Im Anschluss an "Unerwartetes Hereinplatzen" möchte ich ein ähnliches Thema platzieren und Euch um Eure Meinung bitten. Es geht um Übernachtungsgäste. Man wohnt weit auseinander und möchte sich doch ab und zu sehen mit alten Freunden. Mein Job füllt mich aus. Ich habe eine recht kleine Wohnung ohne Gästezimmer. Zwei Personen kann ich auf der Couch unterbringen, wenn sie denn gemeinsam dort nächtigen wollen. Das mag für Paare ok sein und meiner Meinung nach für eine Nacht. Wie verhält man sich, wenn die Übernachtungsgäste unbedingt mehrere Nächte bleiben wollen? Mich strengt es an in der kleinen Wohnung ohne Ausweichmöglichkeit, wenn ein Paar anrückt und dann den Wunsch äußert, mehrere Nächte bleiben zu wollen. Leider haben die Leute da gar kein Gespür für meine Situation, lassen sich ein ganzes Wochenende bedienen und würden am liebsten noch länger bleiben. Ich bin doch kein Hotel!


Hallo,

also ich finde, da helfen nur noch klare Worte sowie ein klares und unmissverständliches Nein!

Und natürlich und ganz klar bist du kein Hotel und wenn die schon gleich mehrere Tage/Nächte bei dir "residieren" wollen, was ich äußerst DREIST finde (alleine diese Forderung schon; selbige überhaupt zu äußern!) - demzufolge dann ERST RECHT NICHT! Also da wären die bei MIR an der falschen Adresse und da wäre bei mir sofort der Ofen aus!

Des Weiteren finde ich, man kann allerhöchstens 1-2 Nächte in einer "fremden" Wohnung übernachten (wollen) und nicht länger! D.h. wenn man sich schon selber zum Übernachten "anmeldet" - wenn man von den Gastgebern darum "gebeten" wird, doch noch länger zu bleiben, ist das etwas anderes und auch da würde ich das nicht bis in die Puppen ausdehnen! Denn irgendwie würde ich mich da länger dann als "Störenfried" fühlen und ich "niste" mich sowieso nicht gerne bei jemandem "längere" Zeit "ein".

Es ist immerhin und immer noch DEINE Wohnung und infolgedessen kannst DU auch bestimmen, WER bei dir übernachten darf und WIE LANGE - und vor allem OB!

Gibt es denn keine schöne und nicht zuuu teure Pension, wo du die beiden "unterbringen" könntest?

Knuffilein
22.05.2008, 22:17
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Ich fand das Verhalten insgesamt nicht in Ordnung. Niemand hat mal beim Kochen oder Spülen zugepackt, meine Bekannte sass auf dem Balkon und hat gelesen, während ich in der Küche kochte und gleichzeitig spülte. Ihr Mann meckerte, weil ihm mein DSL zu langsam war (er hatte sich zwischenzeitlich eingestöpselt).
Mittlerweile habe ich auch kommuniziert, dass beide bei mir nicht mehr übernachten können, aber die sind so dreist, die fragen glatt noch mal.


OH NEIN - ach du allmächtiger Vater - das wird ja immer schöner und besser - nun wollen dir die schon vorschreiben, dass du noch jemanden aufzunehmen hast (und überhaupt: "Dann lohnt sich die Fahrt!" - was ist denn DAS für ein superdämliches "Argument"? Geht's nicht NOCH dämlicher??? *AUGENROLL*!), was du zu kochen und was du zum Essen und zum Trinken im Hause zu haben hast... also ich glaub's ja echt nicht... sind die denn noch ganz bei Trost?!?! Nein, nein, anspruchsvoll sind die ja überhaupt nicht; ist schon klar! Das ist ja an Unverschämtheit und Dummdreistigkeit nicht mehr zu überbieten *KOPFSCHÜTTEL*! GEHT'S EIGENTLICH NOCH?!?!

Und auch sonst ist und finde ich deren Verhalten unter aller Kanone - dass sie dir noch nicht mal im Haushalt (beim Spülen und beim Abtrocknen) geholfen haben, denn DAS wäre ja wohl mehr als selbstverständlich!!! Und was soll DAS denn - an DEINEM PC surfen und über dein angebliches(!!!) zu langsames DSL zu meckern? Das würde es bei mir schon mal gar nicht geben, dass sich die auch in MEINEN PC einloggen und surfen (und die werden ja wohl nicht nur 10 Minuten gesurft haben, oder?! - also DAS könnte ich einfach nicht glauben; so, wie die sonst so drauf sind!) und wenn die über mein zu langsames DSL gemeckert hätten, wäre bei mir gleich Schluss gewesen; dann hätte ich sie den (MEINEN!!!) PC sofort abgeschaltet und hätte die förmlich vom PC weggejagt! Haben sie dich denn wenigstens gefragt, ob sie das dürfen??? - Denn denen traue ich - nach deiner Schilderung - mittlerweile ALLES zu - nur nichts Gescheites!
Ja, so "böse"(???) kann ich dann sein! Musste ich zwar bis jetzt noch nicht, denn solche dreiste und unverschämte Gäste hatte ich (ZUM GLÜCK!!!) noch nicht, aber wenn, dann wäre ich wirklich so "böse"(???) ! Auch wenn dann diese Freund- bzw./oder Bekanntschaft zu Bruch ginge - das wäre mir in solche einer Situation echt egal und außerdem wäre und ist das dann solch eine Freund-/Bekanntschaft sowieso nicht wert!

Ich bin bei Gott NICHT gastUNfreundlich - ganz im Gegenteil - aber SOWAS würde ich im Leben nicht mitmachen und sowas würde bei mir partout nicht laufen!

Diese Leute bräuchten mal allerdringendst einen Knigge sowie einen Benimm-Intensiv-Kurs!

Und überhaupt - "länger" übernachten kann man NUR bei engsten Familienmitgliedern bzw. Verwandten - nicht aber bei Bekannten!

Cariad
23.05.2008, 08:58
Ich habe auch gern und regelmäßig Übernachtungsgäste. Allerdings habe ich inzwischen gelernt, dass man manchen Leuten einfach Grenzen setzen muss. Egal wie nett die Frage ist, ob man nicht noch einen Tag dran hängen könnte - ich sage inzwischen ganz klar nein. Und ich sage auch schon vorher, bis wann ich meine Gäste wieder loswerden möchte. Ein Wochenendbesuch endet bei mir Sonntags nach dem Brunch, spätestens um zwei. Dann hab ich nämlich vor der Arbeitswoche noch Zeit, die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen und mich etwas zu erholen.
Wer einen bestimmten Tee möchte (ist auch schon passiert), dem nenne ich den Weg zum nächsten Teeladen. Und wenn sich noch jemand dazuladen möchte, sage ich schlicht und einfach nein - ein Andermal gerne wieder.

Manchmal hatte ich schon ein schlechtes Gewissen wegen dieser harten Vorgaben... aber insgesamt klappt's so deutlich besser!

Viele Grüße
Cariad

Tabea
23.05.2008, 09:05
Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Schneegans, ich glaube Dir die Geschichte nicht! :smirksmile:

Tabea

Inaktiver User
23.05.2008, 09:20
Schneegans, ich glaube Dir die Geschichte nicht! :smirksmile:

Tabea

doch, ich glaube die Geschichte. Früher konnten auch so einige Mitmenschen mit mir den Affen machen. Es gibt ein sehr schönes Buch zu diesem Thema: "sag nicht JA, wenn Du NEIN sagen willst" - so oder so ähnlich ist der Titel.

Islabonita
23.05.2008, 09:28
Ich habe auch gern und regelmäßig Übernachtungsgäste. Allerdings habe ich inzwischen gelernt, dass man manchen Leuten einfach Grenzen setzen muss. Egal wie nett die Frage ist, ob man nicht noch einen Tag dran hängen könnte - ich sage inzwischen ganz klar nein. Und ich sage auch schon vorher, bis wann ich meine Gäste wieder loswerden möchte. Ein Wochenendbesuch endet bei mir Sonntags nach dem Brunch, spätestens um zwei.

Diese Klarheit finde ich sehr gut, damit habe ich mich bisher schwer getan.

Ich habe eine Freundin (nicht sehr eng), die mag ich zwar gern, aber auf Dauer ist die anstrengend, weil sie mehr oder weniger Dauerbespaßung braucht. Und die war das letzte Mal auch von Freitag bis Montag da, was mir definitiv zu viel ist. Den nächsten Besuch habe ich dann unter Ausreden abgeblockt, aber das kann es ja auch nicht sein.

Nächstes Mal mache ich das so wie Du: klare Ansage! Mein Mann und ich haben beide anstrengende Jobs und diese Zeit am Sonntag ist uns eigentlich auch heilig!

Dani
23.05.2008, 13:20
Ich wundere mich immer wen ihr bei euch übernachten lasst.

Solche unverschämten Freunde würde ich nach so einer Erfahrung gar nie wieder bei mir übernachten lassen.

Meine Freunde und besonders Verwandte, wenn sie denn mal kommen, halten sich bei uns immer an unsere Regeln.

Dafür sind sie auch frei sich im Haus zu bewegen und das zu unternehmen, wonach ihnen grad ist.
Gegessen wird das was ich koche und ansonsten ist jeder so, dass er respektiert, wenn ich mich mal zurückziehen möchte. Bzw. ich respektiere, deren Wünsche hinsichtlich Ruckzug auch.

So verlaufen Besuche bei uns immer so, dass wir jedes Mal traurig sind wenn unsere zeitlich begrenzte Wohngemeinschaft sich auflöst.

Malina70
26.05.2008, 11:46
Hallo zusammen,

ich wundere mich auch, was es so alles für Übernachtungsgäste gibt. Ich hatte bisher zum Glück noch nie solche Probleme, aber es waren auch immer nur gute Freundinnen (ohne Anhang), die bei mir genächtigt haben.

Wenn ich selbst Gast bin, gilt für mich die Devise:
Ein eigens für mich ersonnenes Unterhaltungsprogramm wird nicht erwartet, allenfalls spontan geplant. Ich erwarte auch nicht, dass mein Gastgeber rund um die Uhr für mich da ist.
Ich helfe im Haushalt (sprich spüle ab, decke den Tisch, helfe wenn gewünscht bei der Essenszubereitung) und revanchier mich für die Gastfreundschaft, indem ich den Gastgeber einmal zum Essen einlade und ein kleines Gastgeschenk mitbringe.
Ich passe mich so gut wie möglich an Lebensgewohnheiten des Gastgebers an.
Genörgel und Gemeckere gibt es nicht.
Sollte ich ein besonderes Essen oder Getränk wünschen, bringe ich mir das selbst mit oder besorge es vor Ort.

Da ich bisher noch immer wieder kommen durfte, nehme ich an, dass ich nicht alles falsch mache.

Und ehrlich gesagt erwarte oder wünsche ich mir das so mehr oder weniger auch von meinen Gästen (bis auf Essenseinladung und Gastgeschenk - die sehe ich als freiwillige Leistung an). Und wer sich an diese Regeln nicht hält, der bräuchte kein zweites Mal zu kommen. Ich bin ja schließlich kein Hotel.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
26.05.2008, 16:07
Ich wäre ungern Übernachtungsgast und ich selbst habe solche noch weniger gern.

Selbst war ich es noch nicht, spontane Übernachtungsgäste hatte ich manchmal nach einem Fest (bei Freunden oder bei uns direkt).

Eine Freundin meines Partners (also Freundin im Sinn von Freundin ohne Hintergedanken) hat, nachdem ich Partner und sie von einem Fest glücklich den einen Kilometer heimgebracht habe, sich mal besoffen auf Klo Nr. 1 eingeschlossen.

(Ich wollte die beiden nur getrennt in die Betten bringen und wieder retour zum Fest. Ich war nüchtern.)

Mein Liebster schlief nach einer Minute selig und ruhig.

Diese Freundin, die ich vorher noch niemals sah, reiherte eine Stunde auf Klo Nr. 1. Gut. Ich wartete. Nach dieser Stunde holte ich sie energisch aus dem Klo.

Schön.

Ich fuhr der Dame mit nem nassen Handtuch übers Gesicht und bugsierte sie in den 1. Stock ins Gästezimmer.

Nach dieser Stunde wollte ich auch nicht mehr zurück aufs Fest. Wenn sich jemand eine Stunde lang in Deinem Haus die Seele aus dem Leib kotzt, vergehts Dir, also, mir jedenfalls.

Ich zog Gummihandschuhe aus der Packung und machte mich dran, Klo Nr. 1 zu entseuchen. (Nette Sache, übrigens ....)

Kaum war ich fertig, hörte ich Randalieren in Klo Nr. 2. (oben). Also erklomm ich bange den ersten Stock, um das Alkoholopfer nochmals zu bergen.

Gelang mir auch irgendwann (neue Gummihandschuhe, neues Klo reinigen).

Die Nacht überstand sie ansonsten klaglos. (Ich auch, mir war nach gar nix mehr).

Nach dem Frühstück nahm ich meinen Partner zur Seite und gab ihm 15 Minuten, den Besuch anständig oder nicht anständig zu verabschieden, mit der Androhung, nach dieser Viertelstunde mach ich es selbst.

Sie ward nie mehr gesehen - MICH störts nicht!

Knuffilein
31.05.2008, 18:40
Hallo,

ich jetzt auch noch mal. Also es ist ja beileibe nicht so, dass man als Übernachtungsgast gar keine Anliegen/Wünsche haben -vwas das Unterhaltungsprogramm - anbelangt und äußern darf, aber wenn, dann sollten selbige aber bitte, bitte im Rahmen bleiben und nicht so dermaßen ausufern wie die der "Freunde"(???) der Strangeröffnerin! Die Chuspe, die die an den Tag legen, ist ja wirklich nicht mehr feierlich - meine Herren!

Wenn jemand aber nur meckert und nur vom Stamme Nimm und nicht überhaupt nicht von Stamme Gib ist - das geht natürlich gar nicht!

Sich etwas Bestimmtes zum Essen wünschen?! OK; genehmigt, wenn es der Gast dann auch kauft bzw. anbietet, dies zu spendieren oder sich zumindest an den Kosten beteiligt und obendrein auch noch bei der Zubereitung kräftig mithilft - aber NUR DANN! Denn nur konsumieren (wollen) und noch mals konsumieren (wollen) ohne jemals selbst etwas dazu beitragen, ist schlicht und einfach grottenschlechtes Benehmen und solche Leute wären für mich für immer und ewig meine Bekannten oder Freunde gewesen!

Und wie ich hier bereits erwähnt habe, bin ich wirklich sehr gastfreundlich, alles andere als knickrig und geizig und habe auch sehr gerne Besuch (wenn auch selten/er Übernachtungsbesuch), aber ausnutzen, reglementieren und instrumentalisieren ließe - und LASSE - ICH mich von meinem Besuch NICHT; also da hört's dann echt auf! Aber solche Ekelpakete kannte und kenne ich auch - ZUM GLÜCK UND GOTT SEI DANK(!!!) - nicht!


Nur einmal hatte ich so einen "Fall", aber längst nicht so schlimm, wie es die Strangeröffnerin hier beschreibt: Das war vor über 20 Jahren und da hatte ich eine schon ältere Dame als Bekannte (die wohl inzwischen nicht mehr lebt) und die wünschte sich mal einen Entenbraten zum Mittagessen von mir! Tut mir leid, aber da war sie bei mir an der grottenfalschen Stelle, denn ich lasse mir nicht und von niemandem vorschreiben, was ich zum Mittagessen machen bzw. kochen soll! OK, dann wurde sie halt nicht (mehr) von mir zum Mittagessen eingeladen und ihren gewünschten Entenbraten hat sie somit auch nicht bekommen. Tja... Pech für sie, aber sowas geht nicht (davon mal ab, dass ich damals, Anfang 20, auch noch nie einen Entenbraten fabriziert hatte und, was dies betrifft, von Tuten und Blasen eh keine Ahnung hatte). Aber selbst WENN - wie gesagt, ich lasse mir nicht aufdiktieren, was ich zu kochen habe - und dann auch noch sowas Aufwändiges wie Entenbraten!
Ich habe das damals meiner Mutter und deren Bekannten auch erzählt und die fanden diesen Wunsch auch total unverschämt und empfahlen mir, besagte Dame einfach nicht mehr (zum Mittagessen) einzuladen.

Wie gesagt, über die Chuspe mancher "lieber" Mitmenschen bin ich manchmal ebenfalls echt schockiert!

Knuffilein
07.06.2008, 22:49
Vielen Dank für Eure Antworten!

Um das zu definieren, was ich mit "Gespür" meinte, noch ein paar Zitate aus diesem Wochenende:
1. "Dürfen wir noch einen Freund zum Übernachten mitbringen? Dann lohnt sich die Fahrt."
2. "Mein Mann trinkt ausschliesslich eine Sorte Tee. Hast du die nicht?"
3. "Nein, das wollen wir nicht essen, das hatten wir gestern erst bei..."
4. "Nehmt auf mich keine Rücksicht beim Essen. Ich gehe zu Mc. D."

Ich fand das Verhalten insgesamt nicht in Ordnung. Niemand hat mal beim Kochen oder Spülen zugepackt, meine Bekannte sass auf dem Balkon und hat gelesen, während ich in der Küche kochte und gleichzeitig spülte. Ihr Mann meckerte, weil ihm mein DSL zu langsam war (er hatte sich zwischenzeitlich eingestöpselt).
Mittlerweile habe ich auch kommuniziert, dass beide bei mir nicht mehr übernachten können, aber die sind so dreist, die fragen glatt noch mal.


@Schneegans; noch eine Frage an dich: Haben dir deine sog. "Freunde"(???) denn auch wenigstens etwas mitgebracht, dir auch kräftig im Haushalt mitgeholfen oder dich mal zum Essen eingeladen - wie es sich gehört bzw. gehören würde??? - Ich glaube nämlich eher NICHT, denn, so wie du die (hier im Forum) beschreibst, wissen die nicht mal annähernd, wie man sich benimmt.

Wenn die schon nur am Fordern sind, können die sich schließlich auch mal revanchieren, oder?! Wie gesagt, mit einem - in diesem Fall GRÖßEREM Mitbringsel, kräftiger Mithilfe im Haushalt oder einer Einladung zum Essen, so dass DU damit nicht nur Arbeit hast. Obwohl - diese Dinge gehören auch ohne mords Forderungen zum guten Ton und sind selbstverständlich - zumindest für mich! Denn schließlich ist ein Übernachtungsbesuch für die/den Gastgeber/in auch mit Arbeit und Zeit verbunden und schon allein von daher ließe und lasse ich mich nicht ausnutzen und derart instrumentalisieren wie es deine Gäste tun oder getan haben und ich würde mir solche Schoten auch nicht erlauben.

Karla48
08.06.2008, 00:25
Genau. Diese Leute würde ich nicht mehr einladen, Schneegans, und auf Nachfragen freundlich, aber ehrlich sagen, daß es mir letztes Mal nicht so gutgetan hat, zuviel Arbeit, Kosten...daß eine andere Lösung hermuß. Soll man für diese Leute noch lügen, sich Gottweißwie verbiegen...??

Ich habe einmal eine Bekannte übernachten lassen (weil es für sie praktisch war und ich als Singlefrau auch gerne Leute näher kennenlernte). Dachte, man verbringt den Abend gemeinsam. Pustekuchen. Es war ein Stadtfest, sie zog ihr Ding durch. Und war noch super erpicht darauf, daß ich jaaaa nicht ihr Pfandglas mit abgebe und das Geld kassiere...:ooooh: Ja halloooo? Kein Mitbringsel, keinen ausgegeben, kein nichts, so als wäre ich ihre Putzfrau und ihr Gratishotel.

Das habe ich gar nicht erst mehr diskutiert. Ich wäre fast geplatzt vor Ärger, und habe den ganzen Kontakt einfach abgehakt. Denn: Leute erziehen, das funktioniert nicht. Kinderstube hat man, und wenn man sie nicht hat, dann wird ein Außenstehender das nicht reinprügeln. Wer allerdings von selbst dazulernen will, hat dazu viele Möglichkeiten. Nicht daß ich perfekt wäre - Gott bewahre - aber bei soviel Dreistigkeit wie hier beschrieben wurde wird einem ja regelrecht übel.

Schade, daß man vor lauter Verblüffung in solchen Situationen nicht immer angemessen sich-selbst-schützend reagieren kann. Aber auch daran kann man ja arbeiten, sich entwickeln.

Mich hat damals erstaunt, wie lange mich diese Art von "Behandlung" beschäftigt hat, wie sehr es mich getroffen hat. Das war für mich u.a. Anlaß, mein Grenzensetzen mal zu hinterfragen, und anzufangen, auf dem Gebiet dazuzulernen. Sowas geht scheinbar nur unter "Schmerzen". ? Im Grunde ärgert man sich doch auch über sich selber, daß man das so zugelassen hat, und nicht sofort reagieren konnte, oder?

LG Karla

Inaktiver User
08.06.2008, 10:00
Karla,
ich gebe Dir recht, der Versuch, solche Leute zu "erziehen" kann nur scheitern.
Sie haben etwas ganz Grundsätzliches über menschliches Miteinander nicht verstanden. Da hat es keinen Sinn, ihnen erklären zu wollen, warum man es NICHT als selbstverständlich ansieht, ihnen den Hintern nachzutragen.

Ich kenne ein paar Menschen, die so drauf sind. Sie haben einen Tunnelblick, der ganz klar nur auf ihren Vorteil gerichtet ist, alles andere nehmen sie gar nicht wahr, vor allem nicht die Bedürfnisse oder Vorteile anderer.

Sie müssten eigentlich ihre komplette Blickrichtung ändern.

Inaktiver User
08.06.2008, 10:10
Ich kenne solche Situationen sehr gut:

Ich hatte eine Freundin, die sich tage-, manchmal sogar wochenlang bei mir eingenistet hat, ihren diversen Verabredungen nachgegangen ist, mich bestenfalls zum Einkaufen begleitet hat, nie aufgeräumt oder mal den Staubsauger zur Hand genommen hat (wohlgemerkt während eines vierwöchigen Aufenthaltes, während ich ganz normal arbeiten musste). ... to be continued.

Gegipfelt hat das Ganze dann darin, dass ich - frisch getrennt - an meinem Geburtstag alleine dagesessen habe, weil sie wieder einmal ein Date hatte. Und dass sie, als ich eines Abends von der Arbeit nach Hause gekommen bin, einfach für ein paar Tage verschwunden war - auf einen Kurztrip, mit meinem Lieblingskleid.

Es gibt immer einen, der es macht, aber auch einen, der es mit sich machen lässt. Und das war in dem Fall ich. Ich habe mich im Nachhinein gefragt, was ist es, was ich ausstrahle, dass sie denkt, sie könne so weit bei mir gehen? Bei anderen Menschen war sie deutlich zurückhaltender!

Wir haben später, sehr viel später, einmal darüber gesprochen und sie meinte, sie hätte bei mir tatsächlich nie das Gefühl von Grenzen verspürt, weil wir uns so vertraut und so nahe waren, bei mir hätte sie sich gefühlt, wie zu Hause und angekommen...

Ich habe ihr das sogar geglaubt, aber - so verhält man sich auch zu Hause, was immer zu Hause auch ist und was sie leider nie kennengelernt hat, auch nicht.

Die Freundschaft ist daran und aus anderen Gründen zerbrochen...

Inaktiver User
08.06.2008, 10:38
Wir haben später, sehr viel später, einmal darüber gesprochen und sie meinte, sie hätte bei mir tatsächlich nie das Gefühl von Grenzen verspürt, weil wir uns so vertraut und so nahe waren, bei mir hätte sie sich gefühlt, wie zu Hause und angekommen...


Ach! "Angekommen" sein bedeutet, jemanden nach Strich und Faden auszunutzen? Interessante Weltsicht!

Sie sagt, sie hat bei Dir nie Grenzen gespürt.
Ist sie mal auf die Idee gekommen, dass sie SELBST die Grenzen hätte sehen können?
Mir hat auch noch nie jemanden gesagt, dass ich ihn NICHT erschießen soll und ich habe trotzdem noch niemanden erschossen. :smirksmile:

Inaktiver User
08.06.2008, 10:42
Ach! "Angekommen" sein bedeutet, jemanden nach Strich und Faden auszunutzen? Interessante Weltsicht!

Sie sagt, sie hat bei Dir nie Grenzen gespürt.
Ist sie mal auf die Idee gekommen, dass sie SELBST die Grenzen hätte sehen können?


Nein. Sie hat meine Grenzen und nicht nur in dieser Hinsicht, nicht wahrgenommen. Deshalb gibt es diese Freundschaft auch nicht mehr.

Es gibt Menschen, die diese Grenzen NICHT sehen (können) und Menschen, die es zulassen. Aber ich wollte es nicht länger zulassen, daher habe ich mich von ihr getrennt - im übertragenen Sinne.

Knuffilein
08.06.2008, 17:42
Genau. Diese Leute würde ich nicht mehr einladen, Schneegans, und auf Nachfragen freundlich, aber ehrlich sagen, daß es mir letztes Mal nicht so gutgetan hat, zuviel Arbeit, Kosten...daß eine andere Lösung hermuß. Soll man für diese Leute noch lügen, sich Gottweißwie verbiegen...??

Ich habe einmal eine Bekannte übernachten lassen (weil es für sie praktisch war und ich als Singlefrau auch gerne Leute näher kennenlernte). Dachte, man verbringt den Abend gemeinsam. Pustekuchen. Es war ein Stadtfest, sie zog ihr Ding durch. Und war noch super erpicht darauf, daß ich jaaaa nicht ihr Pfandglas mit abgebe und das Geld kassiere...:ooooh: Ja halloooo? Kein Mitbringsel, keinen ausgegeben, kein nichts, so als wäre ich ihre Putzfrau und ihr Gratishotel.

Das habe ich gar nicht erst mehr diskutiert. Ich wäre fast geplatzt vor Ärger, und habe den ganzen Kontakt einfach abgehakt. Denn: Leute erziehen, das funktioniert nicht. Kinderstube hat man, und wenn man sie nicht hat, dann wird ein Außenstehender das nicht reinprügeln. Wer allerdings von selbst dazulernen will, hat dazu viele Möglichkeiten. Nicht daß ich perfekt wäre - Gott bewahre - aber bei soviel Dreistigkeit wie hier beschrieben wurde wird einem ja regelrecht übel.

Schade, daß man vor lauter Verblüffung in solchen Situationen nicht immer angemessen sich-selbst-schützend reagieren kann. Aber auch daran kann man ja arbeiten, sich entwickeln.

Mich hat damals erstaunt, wie lange mich diese Art von "Behandlung" beschäftigt hat, wie sehr es mich getroffen hat. Das war für mich u.a. Anlaß, mein Grenzensetzen mal zu hinterfragen, und anzufangen, auf dem Gebiet dazuzulernen. Sowas geht scheinbar nur unter "Schmerzen". ? Im Grunde ärgert man sich doch auch über sich selber, daß man das so zugelassen hat, und nicht sofort reagieren konnte, oder?

LG Karla


Hallo,

also das, was deine (Ex)bekannte mit dir gemacht hat und wie die sich dir gegenüber verhalten hat, ist KEIN HAAR BESSER als das, was Schneegans' (Ex)bekannte mit ihr gemacht haben! Ich finde beides total scheiße und einfach daneben!!!

Und wegen des Pfandglases - aber sonst geht es noch geiziger, knickriger und noch päpstlicher als der Papst, oder?!?! *(WUT)SCHNAUB* *KOPFSCHÜTTEL* *AUGENROLL* Allerspätestens DANN hätte ich diese nette Dame rausgeschmissen und sie hätte sehen können, wo sie übernachtet *also ich glaub's ja echt nicht und sowas gibt's ja gar nicht*! Sie missbraucht deine Wohnung als Gratishotel (wie du schon selbst sagst) und dich als ihre persönliche Dienstmagd, während sie auf die Piste geht und sich mordsmäßig amüsiert und vergnügt - nö, aber ganz bestimmt nicht mit mir! Echt nicht zu glauben, wie manche Leute drauf sind...


Und ja, stimmt - LEIDER(!!!) kann man Menschen in/ab einem gewissen Alter nicht mehr erziehen - das habe ich auch schon festgestellt! Aber wenn dies nicht (mehr) der Fall ist, ließ und lasse ich halt (harte!) Konsequenzen walten, denn solche Leute haben es ja nicht anders verdient! Wie gesagt, es gibt halt immer und immer wieder solch eine bestimmte Sorte "lieber" Mitmenschen, die andere für ihre Zwecke und Vorteile instrumentalisieren und gnadenlos ausnützen, aber denen muss sofort und ohne jegliche Umschweife ganz energisch das Handwerk gelegt werden! Und das bedeutet für mich - in DIESEM Fall - nichts anderes als die Kündigung der Freund- bzw. Bekanntschaft und den (baldigen!) Rausschmiss!

Karla48
09.06.2008, 09:47
Danke für Dein Mitgefühl, Knuffilein :smile: :blumengabe: - das tut guuuut!

Ich konnte die Frau damals nicht sofort rausschmeißen, weil wir ja nun unterwegs waren und sie ihre Klamotten bei mir hatte. Und so ein Schritt ist auch groß und heftig, weiß nicht, ob ich das gebracht hätte. Aber ich habe mich halt sobald die Haustür zuwar, getrennt. :freches grinsen:

Ich bin im Prinzip gutmütig, und helfe gerne. Aber wenn Leute das ausnutzen, und meinen mich benutzen zu müssen...RAUS. Lieblosigkeiten jeder Art mache ich nicht mehr mit. Es dauert manchmal nur ein wenig, bis ich begreife, daß jemand zu diesem komischen anderen Planeten "Nimm" gehört. Ich bin nicht gerne "nützlich" für jemanden, und ich suche mir meine Bekannten und Freunde auch nicht danach aus!

LG Karla

Karla48
09.06.2008, 09:51
Ach! "Angekommen" sein bedeutet, jemanden nach Strich und Faden auszunutzen? Interessante Weltsicht!

Sie sagt, sie hat bei Dir nie Grenzen gespürt.
Ist sie mal auf die Idee gekommen, dass sie SELBST die Grenzen hätte sehen können?
Mir hat auch noch nie jemanden gesagt, dass ich ihn NICHT erschießen soll und ich habe trotzdem noch niemanden erschossen. :smirksmile:

Genau, genau !!

Grenzen hat jedes Wesen, und die muß er einem nicht erst groß vorzeigen (Schild hochhalten: Hier Grenze?:freches grinsen: ).

Diese Grenzverletzer tun das oft durchaus überlegt, aus dem Gefühl heraus, den anderen dominieren zu wollen. Weil sie sich aus irgendeinem Grund (meistens materiell) für etwas Besseres halten und sie meinen, das stünde ihnen zu.

Manipulation, Machtgehabe - widerlich.
Stinkwütend macht mich sowas! Aber WIE !!

LG Karla

Inaktiver User
09.06.2008, 10:40
Gestern rief meine Schwiegermutter an und mußte Dampf ablassen:
Eine Cousine meines (vor 17 Jahren verstorbenen) Schwiegervaters, zu der sonst kaum Kontakt besteht, rief letzte Woche an und fragte, ob sie bei meiner Schwiegermutter übernachten kann. Sie sei in der Stadt wegen eines Notartermins, und da der Termin recht spät stattfinde, möchte sie abends im Dunkeln nicht gerne heimfahren.
Meine Schwiegermutter hat sich breitschlagen lassen, obwohl die Dame auch als herausragende Vertreterin des Stammes Nimm bekannt ist.
(Ich selbst habe sie nur einmal gesehen, beim Leichenschmaus meines Schwiegervaters, als sie mich fragte, ob sie sich Reste vom Braten einpacken kann. :knatsch: )

Am Tag darauf ist die Dame abgereist- und es fehlte die italienische Salami aus dem Kühlschrank und die Lieblings-Bodylotion meiner Schwiegermutter.
Außerdem hat das Auto der Dame Öl verloren und auf dem Pflaster vor der Garage eine riesigen Ölfleck hinterlassen.

Meine Schwiegermutter darf sich nun um den Ölfleck und die Bettwäsche kümmern und könnte sich in den Allerwertesten beißen, weil sie sich überreden ließ. Sie hat sich nicht getraut, die Cousine abzuweisen, weil sie "doch zur Familie gehört".

Na, auf so eine Familie kann man gut verzichten. Bei Leuten von diesem Kaliber hilft nur ein deutliches "Nein".

Inaktiver User
09.06.2008, 10:51
Wie bitte? Sie hat die Bodylotion Deiner Schwiegermutter einfach MITGENOMMEN???

Ich glaube, ich würde ihr eine Rechnung schicken.

Inaktiver User
09.06.2008, 11:41
Genauso ist es, die Bodylotion ist weg.

Dringender erscheint mir aber die Sache mit dem Ölfleck.
Ich habe meiner Schwiegermutter ans Herz gelegt, Fotos zum machen und eine Firma zu beauftragen, die das Öl entfernt.
Die Fläche vor der Garage ist gepflastert, nicht geteert, so dass das Öl versickern kann und Schwiegermutter kann sich deshalb schnell eine Anzeige wegen Umweltverschmutzung einhandeln.
Die Rechnung der Firma soll sie dann der Cousine präsentieren.

Gestern war es meiner Schwiegermutter zwar noch sehr unwohl bei dem Gedanken an eine Aueinandersetzung. Für ältere Leute ist so etwas nicht ganz einfach, auch, weil es sich um die Cousine ihres Mannes handelt. Sie meint, dass sie sich dann doch nur dumme Ausreden anhören darf.
Genauso, wie sie Hemmungen hatte, der Dame wegen der Übernachtung abzusagen, hat sie nun Hemmungen, sie für die Verschmutzung ihres Hofs und die geklauten Gegenstände zur Rechenschaft zu ziehen. Das tut man doch nicht bei Familienmitgliedern.
Aber Familienmitglieder beklauen, das tut man doch auch nicht, oder?

Inaktiver User
09.06.2008, 12:14
Die SM hat die Wahl: Sich entweder still ärgern oder der Cousine die Meinung geigen.

Was ich täte, weiß ich jetzt schon.

Der Ölfleck ... naja. Es hat ja in den letzten Tagen geregnet, bei meinem Auto z. B. bildet sich unter dem Unterfahrschutz dann eine dreckige Suppe, die zwar ölig aussieht, aber nicht Öl ist - das verliert das Fahrzeug später dann natürlich. Könnte bei dem Auto der Cousine auch um so was handeln. Um den Fleck würde ich nicht allzu viel Wind machen - auch, wenn es unerfreulich ist.

Sie könnte Ölbinder besorgen und das so regeln. Ölbinder, Wurst und Bodylotion kann sie ja der Dame in Rechnung stellen.

Karla48
09.06.2008, 12:58
Das Geld bekommt sie doch garantiert nicht wieder! Also bloß keine Fachfirma, die nehmen zu viel Geld. Frag doch mal in einer Tankstelle oder Werkstatt, was die empfehlen. Sowas passiert nun mal, und ich finde es oberpingelig, deshalb gleich durchzudrehen. Auffahrten werden von Autos befahren, und das mit der Umweltverschmutzung...ich bitte Dich, das ist doch wohl etwas weit gedacht, meinst Du nicht?

Die älteren Damen scheuen oft Auseinandersetzungen wie der Teufel das Weihwasser - muß die Erziehung sein und auch das mangelnde Selbstwertgefühl. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie irgend etwas tun wird.

Wenn sie Dich um Rat fragt (sonst nicht natürlich) kannst Du ihr ja raten, ein paar letzte Abschieds-Zeilen :freches grinsen: an die Dame zu richten. Aber vorsichtig formulieren (es gibt keine Zeugen), sonst hat sie noch Ärger wegen übler Nachrede oder so.
Das dürfte ihr gut tun. Und dann: Ab-ha-ken.

LG Karla

Inaktiver User
09.06.2008, 13:07
Ja, der Ölfleck passiert täglich öfters als wir denken können ...

Man könnte es ja bewußt provokant machen, wie die Rechnung eines Hotels:

Zusatzkosten:
1. Endreinigung - das Abbinden des Ölflecks Mittel + Arbeitszeit ...€ xxx
2. Zusätzliche Verpflegung: Stange Salami .... € xx
3. Kosmetika, nicht im Zimmerpreis enthalten .... Bodylotion € xx

das ganze ziemlich professionell machen und der Dame per Post und Blankoeinzahlungsformular (bereits mit eigener Kontoverbindung ausgefüllt) mitsenden.

Zumindest weiß die Cousine dann sehr genau, daß sie nicht erwünscht ist und man sehr wohl bemerkt, daß sie sich wie die Axt im Walde benimmt.

izzie
09.06.2008, 13:08
Sie könnte ja auch eine "goldene Brücke" bauen und nachfragen, ob sie aus Versehen die Bodylotion eingepackt hat, die im Bad stand? Bei der Salami aus dem Kühlschrank wird's da natürlich schon etwas schwieriger :smirksmile:

Karla48
09.06.2008, 13:18
Vielleicht hat sie die ja auch gegessen? Nachts nochmal Hunger gehabt oder so? Kommt ja vor.

Die Obige Idee ist witzig, aber wie gesagt denke ich die SM wird das nicht können, das ist einfach nicht ihr Ding schätze ich.

Islabonita
09.06.2008, 14:45
Sie könnte ja auch eine "goldene Brücke" bauen und nachfragen, ob sie aus Versehen die Bodylotion eingepackt hat, die im Bad stand?

So würde ich das machen. Wir können ja alle mal an das Gute im Menschen glauben und annehmen, dass sie die wirklich versehentlich eingesteckt hat. Obwohl - mir ist so etwas noch nie passiert, ich vergesse immer Sachen!

Ich habe allerdings auch einmal "Ausnutzer" bei mir wohnen lassen, die gerade finanzielle Probleme hatten. Der Ofen war bei mir aus, als ich gestresst von der Arbeit nach Hause kam und eine völlig zugemüllte Küche vorfand.

Vielleicht muss man so eine Erfahrung mal machen im Leben, wer weiß.

Inaktiver User
09.06.2008, 21:24
Ich habe gerade nochmal mit Schwiegermutter telefoniert, wie denn nun der Stand der Dinge ist.
Sie hat ihren Nachbarn, der bei der freiwilligen Feuerwehr ist, gebeten, sich um das Öl zu kümmern (wir wohnen 250 km entfernt). Er mußte einige Pflastersteine entfernen und fast eine Schubkarre voll Sand und Humus abschaufeln, da sich das Öl schon verteilt hatte. War also scheinbar doch eine ganze Menge.
Morgen wird er das Loch wieder auffüllen und die Steine setzen.

Mittlerweile kann sie die Sache schon wieder mit etwas Humor betrachten ("Hoffentlich ist ihr von dem Ring Wurst hundeübel geworden!"), aber darauf ansprechen wird sie die Cousine sicher nicht, dafür ist sie einfach zu gehemmt. Aber ins Haus kommt die ihr sicher nicht mehr.

Schade an solchen Vorfällen finde ich, dass man dadurch so die Nase voll hat, dass man in Zukunft niemanden mehr übernachten lassen will. Andere, die sich tadellos benehmen, werden dann abgewiesen und müssen büssen für etwas, was sie gar nicht verbrochen haben.
Unserer Oma kommt so bald keiner mehr ins Haus; mal sehen, ob
wir überhaupt noch rein dürfen.

Liebe Grüße, Rayla

Karla48
09.06.2008, 23:30
Ach so sehe ich das eigentlich gar nicht. Mir z.B. ist die Lust nicht dauerhafter vergangen, aber: Ich überlege jetzt dreimal, bevor ich mir jemanden einlade über Nacht. Will sagen: Hab dazugelernt.

Aber Du bist momentan noch im akuten Schockzustand :zwinker: da sieht man die Dinge etwas drastischer.

Au weia, wenn der Wagen der Tante soviel Öl verloren hat, muß man sich ja fragen, ob die demnächst mal ihr Auto beerdigen muß...das ist ja nun alles andere als normal. Aber zum Glück ist das nicht Euer Bier! Aber vielleicht ein kleiner schadenfroher Trost, der ja kurz mal erlaubt ist vielleicht. :zwinker: *kleinesteuflischeskichern*

LG Karla

Tabea
10.06.2008, 10:17
Schade an solchen Vorfällen finde ich, dass man dadurch so die Nase voll hat, dass man in Zukunft niemanden mehr übernachten lassen will.
Komisch - obwohl wir auch gerne an uns völlig unbekannte Menschen unsere Betten "verleihen" (Kirchentag, Verschwisterungswochenende, Schüleraustausch) haben wir noch niemals nicht schlechte Erfahrungen gemacht - ganz im Gegenteil. Wir erleben es immer als riesige Bereicherungen.

Tabea

Karla48
10.06.2008, 14:20
Vielleicht geht man einfach unter Kirchenleuten anders miteinander um? Und Schüler - die lassen sich ja noch was sagen, sprich sie sind gewohnt, daß ihnen daheim jemand sagt, wo´s lang geht.

Deine Erfahrungen mit Christen haben auch Menschen aus meinem Umfeld gemacht. Wäre ja auch noch schöner - sich untereinander beklauen, Schaden hinterlassen...undenkbar.

LG Karla (Schwester ;-))

Tabea
10.06.2008, 14:21
LG Karla (Schwester ;-)):smirksmile:

Tabea57
14.06.2008, 19:40
@ Tabea,

ist ot, aber: was sind denn Verschwisterungswochenenden???

Lieben Gruß,

Tabea57

Tabea
14.06.2008, 20:01
ist ot, aber: was sind denn Verschwisterungswochenenden???

Na so Wochenenden, wo Menschen aus den Schwesterstädten kommen.
Äh, verstehst, Schwester? :smirksmile:

Tabea

Xani
14.06.2008, 21:47
Hab grad den ganzen Strang gelesen und mich über eure deutlichen, klaren Meinungsäußerungen gefreut. Ich bin auch nicht auf den Mund gefallen, kann normalerweise gut sagen was ich will bzw. was ich nicht will.... doch bei einer Freundin kann ich´s irgendwie nicht. Und langsam beginne ich, mich zu ärgern. Sie besucht mich mehrmals im Jahr übers Wochenende, manchmal allein, manchmal mit Mann und Tochter. Find ich auch super, wir haben ein Gästezimmer mit Bad, alles kein Problem. Was mich nur zunehmend nervt: wenn sie kommt, essen wir schnell zusammen oder trinken einen Tee, und dann düst sie los. Hat mehrere Verabredungen mit Leuten " die sie so lange nicht gesehen hat", kommt dann abends spät zurück. Noch einen Absacker, dann schlafen. Morgens gemeinsames Frühstück, dann muss sie wieder auf Tour (auf den Friedhof, wo ihr Vater beerdigt ist, in die Kirche, deren Gemeinde sie angehörte, auf irgendeinen Flohmarkt oder sie trifft sich wieder mit Freunden, die sie unbedingt noch sehen will. Später haben wir dann vielleicht noch eine Stunde Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang, dann fährt sie wieder nach Hause. Bin ich engstirnig, wenn ich das Gefühl habe, sie schätzt mehr mein komfortables Gästezimmer als meine persönliche Zuwendung? Ich freu mich immer, wenn sie kommt und bin dann enttäuscht, dass sie so wenig Zeit mit mir verbringt.

Tabea57
15.06.2008, 14:10
Na so Wochenenden, wo Menschen aus den Schwesterstädten kommen.

Und kann jede Stadt eine Schwesterstadt sein?


Äh, verstehst, Schwester? :smirksmile:

Tabea


:blumengabe: :blumengabe:

Verschwesterungswochenenden sind sehr schön, Schwester!

Wir hören schon auf mit dem OT, versprochen!

Tabea57

Inaktiver User
15.06.2008, 21:29
Deine Erfahrungen mit Christen haben auch Menschen aus meinem Umfeld gemacht. Wäre ja auch noch schöner - sich untereinander beklauen, Schaden hinterlassen...undenkbar.



Darf ich mit dem OT trotzdem mal kurz weitermachen? :zwinker:

Karla, da hast du ja eine schöne Verallgemeinerung in den Raum gesetzt! :ooooh: (:blumengabe: )
Ich kenne nur wenige Nicht-Christen, aber viele Schmutzfinken, Nervensägen, Mitgehen-Lasser, Essensverschwender, Einnister und Mitesser der hier beschriebenen, aber auch der weniger schlimmen Kategorie.
Vom Christ-Sein im Sinne von Rücksichtnahme auf Andere oder "ein besseres Leben Führen" sieht man da nicht viel.

So, OT Ende. :freches grinsen:

Malina70
15.06.2008, 21:33
Bin ich engstirnig, wenn ich das Gefühl habe, sie schätzt mehr mein komfortables Gästezimmer als meine persönliche Zuwendung? Ich freu mich immer, wenn sie kommt und bin dann enttäuscht, dass sie so wenig Zeit mit mir verbringt.

Nein, bist Du nicht! Ich kenne sowas auch von zwei Freundinnen und habe ich mich schon mal sehr darüber geärgert. In dem einen Fall hat sich das inzwischen erledigt, weil ich nicht mehr in der Stadt wohne, wo sie so viele Kontakte hatte, die sie treffen wollte. Und die andere übernachtet zwar nicht unbedingt bei mir, schiebt mich aber gerne mal als zwei-Stunden-Treffen zwischen zig andere Dates ein. Ihr gegenüber habe ich das mal angesprochen, dass ich mich da so abgefertigt fühle und mal gerne mehr Zeit mit ihr verbringen möchte, wenn sie schon mal in der Gegend ist. Da war sie ganz bestürzt, sie hatte das gar nicht so wahrgenommen. Und dann hat sie sich tatsächlich mal einen ganzen Tag für mich Zeit genommen, was auch richtig schön war. Gut, abends musste sie dann doch noch zu einer anderen Verabredung :zwinker: , aber das habe ich dann nachgesehen, das Bemühen war mir wichtig.

Ich würde das an Deiner Stelle auch mal so ansprechen. Ohne Vorwurf, nur dass Du gerne, wenn sie schon kommt, auch mal was von ihr haben und mit ihr Zeit verbrngen möchtest. Und wenn sie darauf nicht einsichtig reagiert, dann würde ich schon nachschieben, dass Du so ein wenig den Eindruck hast, das Gästezimmer sei ihr wichtiger als Du. Wenn sie dann beleidgit ist, seis drum. Ich finde, die Mensche müssen auch mal damit konfrontiert werden, wie ihr Verhalten auf andere wirkt.

Viele Grüße,

Malina

Karla48
16.06.2008, 01:02
Lavatria, ich schreib hier so locker rein, was ich gerade denke. Da kommen dann auch mal solche Sätze dabei raus. :smile: Und unter uns hier ist es eben so - undenkbar. Klar gilt das nicht für alle. So war es nicht gemeint. Zugegeben, so las es sich aber.

Xani, nein Du bist dann nicht engstirnig, Du handelst folgerichtig so, wie es für Dich besser ist. Du kannst ihr ja nächstes Mal sagen, was ein Zimmer bei Dir kosten würde, denn um einen Besuch speziell bei DIR würde es sich ja erfahrungsgemäß nicht handeln. :freches grinsen:

"Freundin" ...ob Eure Beziehung immer noch eine Freundschaft ist? Was habt Ihr denn ansonsten miteinander zu tun bzw. tut sie auch mal was für Dich?

Es macht einen wütend, wenn man auf Dauer mehr gibt, mehr investiert in eine Freundschaft, als die andere Seite. Das funktioniert in keiner Beziehung. Ob Du mit ihr darüber reden kannst...stelle ich mir schwierig vor...

LG Karla

Xani
17.06.2008, 09:33
Ja, sie ist meine Freundin, auf jeden Fall. Auch wenn ich bei ihr zurückhaltender bin mit meinen Meinungsäußerungen als bei anderen. Ich glaub es liegt daran, dass sie schon einige schlimme Schicksalsschläge wegstecken musste. Da sind alle ihr gegenüber vorsichtiger und milder, vermutlich hat sie sich daran gewöhnt. Ja, ich weiß auch nicht, ehrlicher wäre es tatsächlich, dass nächste Mal zu sagen, dass es so nicht geht, bedeutet es doch auch, dass ich ihr mitteile, dass ich sehr gern mit ihr zusammen bin. Am nächsten Wochenende kommt sie wieder, ich werd mal berichten!

anbel
01.02.2009, 17:57
Mal recht allgemein zum Thema:

Ich habe regelmäßig (und gerne) Übernachtungsbesuch. Freunde, die von weiter her oder sogar aus dem Ausland kommen, bleiben dann natürlich gleich mehrere Nächte. Und gelegentlich habe ich auch Leute über couchsurf da.
Schlechte Erfahrungen gab's nur selten. IMHO gehen Besuche (sogar auf beengtem Raum) mit Gastfreundschaft einerseits und Rücksichtnahme andererseits ohne weiteres.
Normalerweise beziehe ich meinen Besuch stark in mein "normales" Leben mit ein, nehme sie mit zum Sport und durchaus auch mal zu Treffen mit anderen Freunden mit. Aber ich reserviere auch Extra-Zeit für meine Gäste - wenn ein Übernachtungsbesuch von den Entfernungen her erforderlich ist, heißt das ja, dass ich die Person(en) eher selten sehe, und für diese Zeit haben sie auch nahezu Prio 1. Sprich, viele gemeinsame Unternehmungen, z.B. Stadt zeigen etc., gehören dazu.
Meine Gäste bekommen außerdem einen Schlüssel, sodass sie ungehindert ein und aus gehen können.
Bisher wurde ich als Dankeschön immer entweder bekocht oder zum Essen eingeladen, auch (kleine) Geschenke wurden immer mitgebracht.

Meinerseits erwarte ich als Gast weder, dass man mich "versorgt" (Lieblingsessen kocht, Bett bezieht - das ist zwar nett, geschieht aber immer freiwillig und wird auch nicht eingefordert) noch dass man ein Rund-um-die-Uhr-Programm für mich hat, zwischendurch kann ich mich auch sehr gut selbst beschäftigen, und auch wenn die Gastgeber bei Besuch für kurze Zeit ihre eigenen Interessen zurückstellen, ist dies kein absolutes Muss.