PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Handys im Büro



GuteLaune
29.04.2008, 19:48
Meine Kollegen und ich sitzen in einem kleinen Großraumbüro: Inclusive Sekretärin 16 Leute. Telefonieren ist ein wesentlicher Teil unseres Jobs, so dass es von Haus aus schon recht unruhig ist. Man gewöhnt sich allerdings dran - und meist ist eh ein Drittel der Truppe im Außendienst.

Was mich aber in letzter Zeit zunehmend nervt: Immer mehr Kollegen kommen morgens und parken ihr Handy eingeschaltet auf dem Schreibtisch. Klar, dass jeder einen wahnsinnig originellen Klingelton drauf hat. Bei den meisten geht das Handy vielleicht ein-, zweimal am Tag. Aber der Typ neben mir kriegt pausenlos Anrufe und vor allem SMS. Zudem hat er wohl noch den Vibrationsalarm aktiviert, so dass das Handy immer auf dem Tisch herumschnurrt.
Auf meine Bitte, das Handy doch auszuschalten, kam die Antwort, er tue das nur, wenn es alle andern auch tun. Außerdem sei sein Vater krank und er müsse erreichbar sein.

Es nervt einfach. Zumal private Telefonate bei uns in gewissem Maß gestattet sind und jeder jederzeit auf seiner Nummer angerufen werden kann. Meine Kinder erreichen mich auf auf diesem Weg, wenn mal was ist.

Malina70
29.04.2008, 20:32
Hallo gutelaune,

ich arbeite in einem großen Großraumbüro, und bei uns gibt es ganz schnell böse Kommentare, wenn ein herrenloses Handy auf dem Schreibtisch liegt und klingelt. Diejenigen, die meinen, auch tagsüber nicht ohne eingeschaltetes Handy auskommen zu können, tragen es normalerweise in der Hosentasche. Da stört es die anderen auch am wenigsten.

Welchen Sinn hat denn ein Handy auf dem Schreibtisch? Wenn ich am Platz bin, bin ich auch über das Festnetz erreichbar und die Nummer haben meine engen Angehörigen. Wenn ich nicht am Platz bin, das Handy dort aber liegt, nutzt es auch niemandem was. Vielleicht kannst Du so ja argumentieren und die Leute zumindest dazu bringen, das Teil bei sich zu tragen.

Mitfühlende Grüße,

Malina

Grace_Kelly
29.04.2008, 20:42
Es ist nicht nur schlechtes Benehmen, sondern auch streng arbeitsrechtlich gesehen Arbeitszeitbetrug. Und auch ein Abmahnungsgrund.

Noch Mitte der 1990er war es ein Unding am Arbeitspaltz ständig privat zu telefonieren. Die Leute bewerteten es regelrecht als relativ beachtenswertes Fehlverhalten.

Jetzt, wo handytelefonieren sehr günstig und für jedermann erschwinglich ist und die Gespräche aus eigener Tasche bezahlt werden, ändert sich die moralische Bewertung offensichtlich.
Man sieht es nicht mehr als eine beachtliche Verfehlung an. Tut ja offensichtlich jeder.

Bei Außendienstlern ist es noch vertrackter. In gewisser Weise ist es vom Arbeitgeber gewollt, dass die Leute immer und überall erreichbar sind. Teils wird auch die Freizeit nach Dienstschluss durch dienstliche Gespräche "angeknabbert".
Umgekehrt haben die Leute dann auch wenig Hemmungen sich dies wieder "zurückzuholen" und knapsen was von der Arbeitszeit für privates ab.

Das anrufende Familienmitglied hat auch weniger Hemmungen das Handy anzuwählen. Da ist der gewünschte Gesprächspartner unmittelbar an der Strippe.
Müßte jedesmal die Telefonzentrale oder eine Festnetznummer angewählt werden, wo damit zu rechnen ist, dass man zunächst andere Mitarbeiter am Hörer hat, dann würde sich die anrufende Ehefrau vielleicht 2mal überlegen, ob der Was-willst-Du-zum-Abendbrot-Anruf auch wirklich notwendig ist.
Irgendwann ist der 5te belanglose Anruf peinlich, wenn man statt des Ehemanns immer wieder die Kollegin vom Nachbarschreibtisch am Hörer hat.

Was sagt den die Chefetage überhaupt dazu?
Gibt es eine Verhaltensrichtlinie?

GuteLaune
30.04.2008, 08:49
Noch Mitte der 1990er war es ein Unding am Arbeitspaltz ständig privat zu telefonieren. Die Leute bewerteten es regelrecht als relativ beachtenswertes Fehlverhalten.


Bei Außendienstlern ist es noch vertrackter. In gewisser Weise ist es vom Arbeitgeber gewollt, dass die Leute immer und überall erreichbar sind. Teils wird auch die Freizeit nach Dienstschluss durch dienstliche Gespräche "angeknabbert".
Umgekehrt haben die Leute dann auch wenig Hemmungen sich dies wieder "zurückzuholen" und knapsen was von der Arbeitszeit für privates ab.

Das anrufende Familienmitglied hat auch weniger Hemmungen das Handy anzuwählen. Da ist der gewünschte Gesprächspartner unmittelbar an der Strippe.


Was sagt den die Chefetage überhaupt dazu?
Gibt es eine Verhaltensrichtlinie?

Um hinten anzufangen: Eine wirkliche Verhaltensrichtlinie gibt es nicht. Nur den Appell an alle, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Vermutlich scheut sich der Chef, da noch ein Fass aufzumachen, weil wir ohnehin schon genug "Baustellen" haben: Seit kurzem komplettes Rauchverbot im ganzen Haus, Neuerungen bei der Spesenerstattung (nicht zu unseren Gunsten), Neuregelungen bei der Arbeitszeit usw. usw.

Privat zu telefonieren war/ist bei uns nie ein Problem. Wir haben, wie du sehr richtig sagst, alle Jobs, bei denen man schon auch mal zuhause angerufen wird - zumal wir hier in einer kleinen Ortschaft bekannt sind wie die bunten Hunde. Es kommen auch etliche Aufträge durch rein private Kontakte rein. Sprich: So genau wird nicht zwischen dienstlich und privat getrennt. Ich schätze es zum Beispiel schon, dass mich meine Kinder jederzeit erreichen können - auch mit der Frage, was s zum Abendbrot gibt ;-)
Es hat auch jeder Kollege sein eigenes Telefon mit eigener Durchwahl - für private Anrufer also kein Grund, aufs Handy auszuweichen, um Kollegen aus dem Weg zu gehen.

Nun könnte man argumentieren, dass ja dann, wenn jemand nicht auf dem Handy, sondern auf dem Festnetzanschluss anrufen würde, auch irgendwo was klingeln würde...
Aber die Telefone haben allesamt dezente Klingeltöne und sind sehr leise gestellt. Etliche der Handys hingegen haben sehr individuelle Klingeltöne und sind sehr laut gestellt. Der Kollege, der am meisten nervt, hat wohl für jeden seiner regelmäßigen Anrufer einen eigenen Ton - und immer, wenn seine Mutter anruft, kommt so ein absolut albernes Babylachen. Und seine Mutter ruft oft an!

claudya22
01.05.2008, 21:04
Ich arbeite auch in einem sehr grossen Grossraumbüro.

Bei uns sind Handys auch erlaubt. Jedoch müssen sie auf lautlos sein und ohne Vibra. Dann dürfen sie auch auf dem Bürotisch liegen. Und zuviele privatgespräche während der Arbeitszeit ist natürlich auch nicht gern gesehen.

Ich persönlich halte es so: Meistens hab ich das handy in der tasche, manchmal auf dem Bürotisch und die SMS wo kommen lese ich in der Pause und antworte auch da.
Wenn es etwas dringendes ist oder ich was wichtiges erwarte dann sag ich das vorhin meiner Chefin, dann ist das auch I.O. wenn ich während der Arbeitszeit ein privaten Anruf annehme.

Lukulla
04.05.2008, 19:03
Schau mal hier (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=59189&highlight=handy) hatten wir schon mal einen langen Thread zu dem Thema, vielleicht sind da noch Anregungen dabei?

OceanSoul
05.05.2008, 12:59
Kannst du deinen Kollegen nicht einfach bitten, sein handy auf einen Einzelton einzustellen?
Kurze Gespräche auf dem Handy finde ich nicht schlimm, aber andauernde Geräuschbelästigung schon.

GuteLaune
05.05.2008, 19:51
Kannst du deinen Kollegen nicht einfach bitten, sein handy auf einen Einzelton einzustellen?
Kurze Gespräche auf dem Handy finde ich nicht schlimm, aber andauernde Geräuschbelästigung schon.

Alles, was man probieren kann ohne die Grenzen des Anstands und der Höflichkeit zu verletzen, hab ich bereits probiert. Auch die Kollegen haben es versucht - aber wir haben den Eindruck, je genervter wir sind, desto heftiger wird's bei ihm.
Wenn der Chef mal dazwischengeht, ist eine Weile Ruhe - nach zwei Wochen geht das Spiel von vorne los.

Es ist ja nicht der Klingelton allein. Es ist die Häufigkeit der Anrufe bzw. SMS und vor allem seine Reaktion: Ein lautes Aufstöhnen ist noch das Mindeste. Meist brabbelt er dann vor sich hin, was das heut wieder für ein Stress ist, wie ihn diese ganzen Telefone nerven, dass man sich in diesem Büro nicht konzentrieren kann usw.
Er brabbelt übrigens auch, wenn keine Telefon klingelt. Und in ca. 10 Minuten Abstand stößt er tiefe, laute Seufzer aus.

Cheche
05.05.2008, 20:19
Hallo,
ich arbeite in einem sehr kleinen Büro. Wir sind da nur zu zweit.
Aber ich habe das Handy wirklich nur für den Notfall eingeschaltet. Meine Handynummer hat nur meine Familie und die wird eigentlich so gut wie nie gebraucht.
Obwohl ich das Handy im Büro ohne weiteres nutzen könnte, will ich das gar nicht, weil ich Arbeit und Privat an meinem Arbeitsplatz strikt trenne.
Es sei denn im Notfall.

Regenwurm
06.05.2008, 10:49
Er brabbelt übrigens auch, wenn keine Telefon klingelt. Und in ca. 10 Minuten Abstand stößt er tiefe, laute Seufzer aus.

Wie lustig, das sind gleich zwei meiner Kollegen :smile: Der eine führt Dauer-Selbstgespräche, der eine flucht wie ein Rohrspatz, wenn sein Handy oder normales Telefon klingelt (was es privaterweise ständig tut).

Ich bin für ein generelles Handyverbot im Büro. Und kommt mir jetzt nicht mit Notfällen; man ist immer noch über den normalen Anschluss oder eine Zentrale erreichbar. Himmel, früher ging das doch auch!

Lukulla
13.05.2008, 18:46
Alles, was man probieren kann ohne die Grenzen des Anstands und der Höflichkeit zu verletzen, hab ich bereits probiert.

Dann hilft nur noch Plan *unhöflich mit Holzhammer*:
Du kennst seine Nummer?

Dann sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Manch einer kapiert es nur, wenn er 23 mal auf eine Nachtricht *wir haben dringende Fragen zu ihrem Versicherungsschutz, Ihr Auto ist abgeschleppt worden, bitte rufen Sie XXXXXXX an* in einer kostenpflichtigen Hotline für Sex/Software/Weinprobierpakete landet.

Oder wenn er einen Anruf entgegennimmt und die Ansage hört: Stellen Sie bitte Ihren Rufton auf die höchste Lautstärke und wählen Sie als Klingelton: Heidi Deine Welt sind die Berge, es könnte nämlich sein, dass im Erdgeschoss dieses Bürogebäudes ein Mensch ihr Handy noch nicht gehört hat.

Divino
14.05.2008, 00:03
Also, wenn das von meinem Kollegen klingelt während er kurz mal raus ist, geh ich zu seinem Tisch & schalte es aus. Er hat entsetzliche Klingeltöne auf höchster Lautstärke inklusive Vibration eingeschaltet. Braucht er wohl so. Bei einem seiner älteren Handys klappte das nicht, da hab ich das Ding auf WC eingesperrt und die Tür geschlossen. Wo ist das Problem? Jedenfalls vergisst er es nicht mehr so häufig auf dem Tisch. (Bevor ich es mir noch schnappe und nachher nicht mehr weiss, wo ich es hingelegt habe).

Tahnee
14.05.2008, 11:31
So ein Verhalten ist ja wohl das Allerletzte. Wie kommst Du dazu, so etwas zu machen?

Regenwurm
14.05.2008, 12:21
Ich finde das Verhalten nicht schlimm.

Der Kollege hat mehrere Möglichkeiten: Er nimmt sein Handy immer mit oder er kauft sich eine von diesen kleine Handytaschen, die man sich an den Gürtel schnallen kann oder er schaltet es auf leise ohne Vibration etc.

Divino
15.05.2008, 00:18
So ein Verhalten ist ja wohl das Allerletzte. Wie kommst Du dazu, so etwas zu machen?

Meinst du mich? Ich find eher das Verhalten dass Allerletzte, mich bei einem Kundentelefonat durch dieses superlaute Klingeln, das kein Ende nimmt, völlig aus der Konzentration zu reissen.

Tahnee
15.05.2008, 10:38
Dann rede mit dem Kollegen oder was weiß ich. Aber das Handy verstecken oder so ist nun wirklich keine Art.

Regenwurm
15.05.2008, 11:28
Tahnee, es gibt Menschen, die in dieser Hinsicht derart lernresistent sind, dass es einfach nicht anders mehr geht. Glaube mir, ich spreche aus jahrelanger Erfahrung im Grossraumbüro.

Ich bin daher für ein Handyverbot im Büro, solange die Mitarbeiter für Notfälle über ein normales Telefon erreichtbar sind.

Birgit-Sabine
15.05.2008, 13:54
Hallo zusammen,
Handyverbot im Büro finde ich familienfeindlich! Bedenke, dass selbst "Förderung von Familie und Beruf" ins Gesetz Einzug gehalten hat!
Rücksichtnahme ist erforderlich, vielleicht über ein Gespräch mit dem merkwürdigen Kollegen einzufordern.
Aber ich verzichte nicht auf mein Handy im Büro, weil ich für meine Tochter i m m e r erreichbar sein will!
Gruß

Regenwurm
15.05.2008, 15:03
Und deine Tochter ist nicht in der Lage anstelle der Handynummer die Nummer des dezent klingelnden Normaltelefons einzutippen?

Auch würde ich es mir als Chef verbitten, wenn meine Mitarbeiter jederzeit wegen irgendwelcher Kinkerlitzchen - und das sind es meist - erreichbar sind und somit Arbeitsabläufe stören. Oder wieviele Notfälle hast du täglich?

Lilith
15.05.2008, 15:55
Ich pflichte Regenwurm vollständig bei.

Desweiteren, Birgit-Sabine, hat das Familienleben im Büro oder auch an einem anderen Arbeitsplatz überhaupt nichts zu suchen.

Dem sollte man in seiner Freizeit nachgehen.

Ansonsten (wenn man nun ständigem Telefonieren mit Ehegespons, Freund oder Kindern höhere Priorität einräumt als der Arbeit und der Vermeidung des Ablenkens von Kollegen durch Privatgespräche) sollte man sich überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, sich dem Privatleben ganztägig im häuslichen Bereich zu widmen.

Tahnee
15.05.2008, 16:53
Lilith, übertreibst Du da nicht ziemlich? Ich arbeite auch und trenne beruflich und privat auch sehr. Trotzdem würde ich meinem Chef gehörig die Meinung pfeifen, wenn meine Tochter oder die Schule nicht im Notfall auf meinem Handy oder dem Festnetztelefon anrufen kann.

Ich möchte für meine Tochter auch immer erreichbar sein, wobei meine Lütte auch ganz klar weiß, daß sie in der Arbeitszeit bitte nur anruft, wenn was dringendes ist. Kinkerlitzchen werden zu Hause geklärt. Punkt!

Inaktiver User
15.05.2008, 18:19
Ich muss Tahnee Recht geben. Ich glaube nicht, dass es dabei um stundenlange Privatgespräche geht, sondern im Notfall erreichbar zu sein, wenn das Kind beispielsweise einen Unfall hat oder überraschend krank wird.

Allerdings sehe ich das auch wie Regenwurm: wer auf der Arbeit über einen normalen Festnetzanschluss erreichbar ist, braucht dort kein Handy.

Lilith
15.05.2008, 21:08
@ Tahnee und Marilyn74

Nun, wer ein Handyverbot im Büro als "familienfeindlich" bezeichnet, dann noch die "Förderung von Beruf und Familie" ins Feld führt, der übertreibt hier ganz gewaltig.

Gegen die Erreichbarkeit in Notfällen oder vereinzelt auch einmal einfach "nur" wichtigen Privatsachen habe ich sicherlich nichts einzuwenden.

Wie bereits einige schrieben, sollte diese normalerweise auch per Festnetz gewährleistet sein.

Divino
15.05.2008, 23:12
Dann rede mit dem Kollegen oder was weiß ich. Aber das Handy verstecken oder so ist nun wirklich keine Art.

Alles vorher passiert. Hat höchstens für kurz mal funktioniert. Und jetzt klappts jedenfalls besser! Ist eben nicht meine Art, etwas hinzunehmen das mich stört und locker vermeidbar wäre.

P.S. das mit der ständigen Erreichbarkeit seh ich allerdings genauso wie du. Geht gar nicht, wenn einen der Kindergarten nicht erreicht, und das kann auf dem Festnetz im Büro immer mal passieren. Man braucht nur gerade ein Gespräch zu führen, jemand anders nimmt die Leitung an, sagt es mir vielleicht erst eine halbe Stunde später? No go. Allerdings ist es doch wirklich überhaupt gar kein Problem, einen dezenten Klingelton ohne Vibrationsalarm zu wählen, oder? Das von meinem Kollegen geht gaaaaar nicht. Da erschreckt sich jeder, der es mal zufällig gehört hat. Ich versteh nicht, was das soll.

Tahnee
16.05.2008, 00:32
Wie bereits einige schrieben, sollte diese normalerweise auch per Festnetz gewährleistet sein.

Lilith, in einer onkologischen Tagesklinik ist diese Erreichbarkeit über's Festnetz eben nicht immer gewährleistet, da aufgrund des Praxis-Betriebes und der durchgehenden Öffnung der Tagesklinik sowie aufgrund der Krankheitsbilder eben nicht immer so kurz zu haltenden Gespräche das Telefon einfach wirklich oft belegt ist.

Unser Professor ist da auch ganz klar, daß Handys okay für den Notfall sind (die Betonung liegt hier wirklich auf Notfall) gerade bei den Müttern unter den Arzthelferinnen & Krankenschwestern.

Regenwurm
16.05.2008, 08:54
Ich sagte ja auch: Handyverbot, wenn Mitarbeiter für Notfälle auch über den Festnetzanschluss zu erreichen sind.
Gegen ein im Notfalle dezent klingelndes Handy in der Kitteltasche ist ja auch nix einzuwenden. :smile:

charmyy
03.06.2008, 20:36
Also, wenn das von meinem Kollegen klingelt während er kurz mal raus ist, geh ich zu seinem Tisch & schalte es aus. Er hat entsetzliche Klingeltöne auf höchster Lautstärke inklusive Vibration eingeschaltet. Braucht er wohl so. Bei einem seiner älteren Handys klappte das nicht, da hab ich das Ding auf WC eingesperrt und die Tür geschlossen. Wo ist das Problem? Jedenfalls vergisst er es nicht mehr so häufig auf dem Tisch. (Bevor ich es mir noch schnappe und nachher nicht mehr weiss, wo ich es hingelegt habe).




Also, wenn einer meiner Kollegen an mein Handy gehen würde,
wär aber der Teufel los.:gegen die wand:


Das kann bei mir zwar nicht passieren, weil ich mein Handy immer in der Hosentasche habe.
Aber ein Kollege hat absolut nichts an mein Handy zu suchen.


Bei uns hat fast jeder ein Handy.
Bei dem Einen oder Anderen klingelt´s auch mal.
Hat auch jeder ein anderen Klingelton.

Aber es klingelt nicht pausenlos.
Und so ist das auch nicht nervend.

Der Eine oder Andere bekommt morgends ein Anruf von der Gattin, wie lange er denn heute arbeiten muss.

Aber ein Anruf in 3 Stunden (länger sind wir nicht im Innendienst) ist kein Problem.

Wenn´s nervend wird, würde ich das über den Chef regeln lassen.
Oder Betriebsrat.



charmyy

tamarisk
14.06.2008, 09:05
Ich habe in Bezug auf Privatgespräche gerade ein besonders "nettes" Erlebnis gehabt letzte Woche.

Einer meiner Kollegen hat eine - gelinde gesagt - recht dominante Frau. Diese Dame ruft auch nahezu stündlich ihren Göttergatten an.

Da dieser auch mal ungestört arbeiten möchte, aber sich wohl nicht traut, ihr dies direkt zu kommunizieren, geht der Herr dann einfach nicht ans Telefon. Ihr neuester Trick ist es dann, einen seiner Kollegen anzurufen und sich durchstellen zu lassen. Die meisten gehen schon nicht mehr dran, wenn sie ihre Nummer sehen. Deshalb hat sie ihren Aktionsradius ausgeweitet und es über meine Nummer versucht. Ich habe sie (noch) nett gefragt, was sie denn möchte, und als sie sagte: "Ihren Mann sprechen", habe ich ihr dann geantwortet, dass der wohl derzeit nicht erreichbar sein, weil er doch sonst ans Telefon gehen würde, seine direkte Durchwahl sei XX und sie möge ihn doch zukünftig direkt anrufen, da andere Personen in Ruhe arbeiten möchten. Vieleicht könne sie ihm ja auch eine Nachricht auf sein Handy schicken, das könne er ja dann später abrufen. Alles in einem sehr netten Ton. Darüber hat sie sich megemässig aufgeregt, dass mir so etwas nicht zusteht und blablabla. Ich habe ihre Tirade unterbrochen und ihr einen netten Tag gewünscht, ich müsse weiterarbeiten.

Zugleich hatte ich von unserer Assistenz kurz die Zentrale übernommen, was ein witziger Zufall war, denn jetzt rief sie direkt dort an und wollte unseren Geschäftsführer sprechen. Sie hat nicht gemerkt, dass ich wieder am Telefon war. Unser GF stand während der Gespräche neben mir, ich habe gleich weitergegeben, hat ihr dann nochmals erklärt, dass sie zukünftig bitte nur noch in wirklichen Notfällen anrufen soll und dann bitte ihren Mann direkt an seinem Handy. Seitdem haben wir hier Ruhe.