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Tabea
08.04.2008, 09:09
Aaaalso.
Eine gute Bekannte von mir heiratet. Sie lädt zu ihrer Hochzeit nur Familie und gute Freunde ein. Weitere Bekannte sind zur Hochzeitsparty eingeladen.
So weit - so gut.

Die Hochzeitsparty findet auch am Tag der Hochzeit statt und zwar ab 22.00 Uhr.

Wie findet Ihr das?

Tabea

Islabonita
08.04.2008, 09:29
Kurze Antwort: unmöglich.

OK, ich bin nicht mehr 20 und kein Nachtmensch - aaaaber 22 Uhr? Ist da nicht schon die Luft raus??

Inaktiver User
08.04.2008, 09:40
Die Hochzeitsparty findet auch am Tag der Hochzeit statt und zwar ab 22.00 Uhr.


Ist das wenigstens am WE ?

Naja - hier in Berlin fangen Parties etc, auch öffentliche auch frühestens um 22 h an - aber zur Hochzeit schon ungewöhnlich.

Andererseits: Vielleicht heiratet sie erst um 18 Uhr und möchte danach erstmal mit ihrer Familie essen gehen ?

Malina70
08.04.2008, 09:58
Ist das wenigstens am WE ?
Andererseits: Vielleicht heiratet sie erst um 18 Uhr und möchte danach erstmal mit ihrer Familie essen gehen ?

Sowas habe ich auch gleich gedacht. Aber ehrlich gesagt würde ich dann die große Party lieber später steigen lassen. Ich fände es auch blöd, irgendwo hin zu kommen, wo mich womöglich noch die Reste des Buffets anlachen oder die Gesellschaft noch beim Nachtisch ist, weil doch alles etwas später geworden ist. Das ist doch für keine Seite angenehm.

Um 22 Uhr würde ich jedenfalls zu keiner Hochzeitsparty mehr gehen.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
08.04.2008, 12:01
Die Methode hab ich auch schon kennengelernt und hat schlicht den Zweck, daß es gar nix zu essen gibt, nur Getränke und damit die sogenannte Party 1. höchstens 3 Stunden dauert und möglichst billig ausfällt. Kann man eigentlich in die Tonne stopfen sowas.Ich geh niemals mehr auf so eine Pseudofeier, schon gar nicht mit teurem Geschenk. Denn Letzteres dürfte solchen Hochzeitern einzig wichtig sein dies zu bekommen.
Na Danke.

Inaktiver User
08.04.2008, 12:03
Hallo Tabea, wie alt ist denn das Brautpaar. Und weißt du, wie der Hochzeitstag vorher ablaufen soll?

Tabea
08.04.2008, 12:08
Die sind beide Anfang 30. Und wie ich schon schrieb - es ist am selben Tag die Trauung und die Feier mit der Familie und den engeren Freunden.

Tabea

Inaktiver User
08.04.2008, 12:11
dann soll man die Feier mit den Freunden lieber sein lassen oder auf nen anderen Tag verschieben.

unmöglich, und genau wie ein Vorredner schon sagte, möglichst billig, kein essen mehr aber Geschenke sind deswegen nicht nur die Hälfte.

Entweder richtig oder ganz sein lassen.
Find es gar nicht schlimm die eigentliche Hochzeit an sich nur mit der Familie zu schmeissen und dann für den Freundeskreis lieber mal ein gerillfest schmeissen ohne Kleiderordnung und Mordsgeschenke.

Inaktiver User
08.04.2008, 12:11
Ich find´s ehrlich gesagt ziemlich unfreundlich den Gästen gegenüber. Ich kann mir gar nicht vorstellen, welcher Grund dahintersteckt. Wann ist denn die Trauung? Um 20 Uhr???

Tabea
08.04.2008, 12:14
Neiiiin, die Trauung ist wohl am frühen Nachmittag, dann Feier mit den engen Freunden und Verwandten.

Wie gesagt, ich finde es völlig okay, nicht zu den engeren Freunden gezählt zu werden und "nur" zu einer Party geladen zu sein. Es geht mir einzig um die Uhrzeit.

Tabea

Inaktiver User
08.04.2008, 12:17
Sehr komisch, bin noch nie zu ner Party die erst 22 Uhr begann eingeladen worden.........

Du findests doch auch komisch Tabea oder?

Ich würde für mich abwägen muss ich da unbedingt dabei sein?

Weil ne Hochzeit ist anstrengend, Wenn Trauung früh ist der Sektempfangmaraton, evtl. noch fotos also bei der letzten hochziet wo ich war war ich um 10 schon ziemlich platt. Wenn da erst noch nen Schwung neuer fitter gäste kommt, na ich weiß ja nicht.....:knatsch:

Inaktiver User
08.04.2008, 12:20
Jetzt wird mir klar, was dahinter steckt. Erst die Pflicht mit Oma Luise, dann die Kür mit Tabea:smile:

Wie gesagt, ich finds nicht gut. Da musst du halt dann ein Nachmittagsschläfchen einlegen, damit du abends fit bist.

Inaktiver User
08.04.2008, 12:25
Jetzt wird mir klar, was dahinter steckt. Erst die Pflicht mit Oma Luise, dann die Kür mit Tabea:smile:

Wie gesagt, ich finds nicht gut. Da musst du halt dann ein Nachmittagsschläfchen einlegen, damit du abends fit bist.

wieso meinst die Party geht dann noch die ganze Nacht wenn die restlichen Partygäste schon seit dem Vormittag auf den Beinen sind?
Da is wahrscheinlich schon das offizielle ende von 1 Uhr einkalkuliert.

Tabea
08.04.2008, 12:27
Du findests doch auch komisch Tabea oder?
Klar, sonst hätte ich die Frage ja nicht gestellt....:smirksmile:
Zumal bei uns (und bei den meisten anderen auch) noch eine Anfahrt von knapp einer Stunde dazukäme...

Ich wollte nur mal hören, ob andere so was schon mal gehört haben - ich nämlich nicht...

Tabea

yorki
08.04.2008, 12:28
War früher mal ganz normal und durchaus guter Stil ...

Ich selbst war zuletzt vor ca. 5 Jahren bei einer piekfeinen Adelshochzeit in dem Stil eingeladen, allerdings ging die Party um 20.00 Uhr los und war dann ehrlich gesagt auch sehr lustig ...
Man hatte nach der kirchlichen Trauung und Empfang noch ein bißchen Zeit zum aufbrezeln - während andere (mir gar nicht näher bekannte Personen) ein Diner verspeisten. Für die Partygäste gab es auch ein kleines, eher einfaches Büffet - eben nicht das Diner.

Ist aber zugegebenermaßen heute ziemlich unüblich. Die, die mehr "partymäßig" heiraten wollen, machen doch eher einen Polterabend.

22.00 Uhr geht m.E. gar nicht.

schneegans
08.04.2008, 15:40
Mir erscheint es zwar etwas ungewöhnlich und ich habe den Eindruck, das Brautpaar nimmt sich ein wenig viel vor für diesen Tag, aber warum denn nicht? Den Abschluss möchte man mit Freunden verbringen, sozusagen nach dem Pflichtteil. Essen für so eine komplette Truppe kann ziemlich ins Geld gehen...Ich find's cool.

Edelherb
08.04.2008, 16:24
aber warum denn nicht?

Weil man dann müde ist. Um die Zeit gehe ich sonst ins Bett.

Wenn schon seit einer Weile Programm ist, ist das etwas anderes, aber wenn es dann erst los geht, bringe ich nicht mehr die Spannung auf. Dafür bin ich zu alt. :freches grinsen:

Islabonita
08.04.2008, 16:50
Mir erscheint es zwar etwas ungewöhnlich und ich habe den Eindruck, das Brautpaar nimmt sich ein wenig viel vor für diesen Tag, aber warum denn nicht? Den Abschluss möchte man mit Freunden verbringen, sozusagen nach dem Pflichtteil. Essen für so eine komplette Truppe kann ziemlich ins Geld gehen...Ich find's cool.

Ist ja schön, wenn das Brautpaar das so sieht. Aber Gäste, die man einlädt, sind doch nicht (nur) zur persönlichen Bespaßung da. Man denkt doch normalerweise auch an die Bedürfnisse der Gäste und versucht diese zu berücksichtigen?

Ich find's echt uncool. :zwinker:

Inaktiver User
08.04.2008, 16:54
Och, manche sind noch "cooler" unter den Hochzeitern, ich hab schon erlebt, daß an einem recht langen Hochzeitfeiertag/Abend MEHRMALS der Geldsammelzylinder einem vor die Nase gehalten wurde, obwohl jeder teils richtige teure Sachen geschenkt hatte.

Inaktiver User
08.04.2008, 16:58
Zumal bei uns (und bei den meisten anderen auch) noch eine Anfahrt von knapp einer Stunde dazukäme...

ich glaube, ich würde zur Trauung fahren (die ist öffentlich, wenn es eine kirchliche Trauung ist), anschließend gratulieren - und sehen, dass ich mir irgendwo in der Nähe dann einen schönen Nachmittag machen kann. Um 22h würde ich den Tag bei einem Glas Rotwein auf meiner eigenen Terrasse ausklingen lassen. :smirksmile:

Gruß, Leonie

Edelherb
08.04.2008, 17:04
ich glaube, ich würde zur Trauung fahren (die ist öffentlich, wenn es um eine kirchliche Trauung ist), anschließend gratulieren - und sehen, dass ich mir irgendwo in der Nähe dann einen schönen Nachmittag machen kann. Um 22h würde ich den Tag bei einem Glas Rotwein auf meiner eigenen Terrasse ausklingen lassen. :smirksmile:

Das klingt gut, so etwas würde ich mir auch überlegen.

Inaktiver User
08.04.2008, 17:35
Ich glaube, ich würde es auch ähnlich wie Leonie machen.

Mag jetzt vielleicht nach "Altersgebrechen" klingen, aber wenn ich abends nicht sowieso unterwegs bin und dann im Anschluss ab 22 Uhr noch Party ist, dann raffe ich mich inzwischen nicht mehr gern auf. Im Gegenteil, gegen zehn ereilt mich in der Regel die erste, sanfte Nachtschwere, gerade dann, wenn ich zuhause bin (auch wenn ich meistens erst gegen 12 ins Bett verschwinde). Die Zeiten, in denen ich abends nach 10 erst damit anfing, mich für die Nacht zu rüsten und entsprechend aufzubrezeln, um dann bis 6 Uhr früh in der Disco rumzuhüpfen, sind vorbei.

Ich finde das nicht sehr glücklich organisiert.

Inaktiver User
08.04.2008, 17:35
ich glaube, ich würde zur Trauung fahren (die ist öffentlich, wenn es eine kirchliche Trauung ist), anschließend gratulieren - und sehen, dass ich mir irgendwo in der Nähe dann einen schönen Nachmittag machen kann. Um 22h würde ich den Tag bei einem Glas Rotwein auf meiner eigenen Terrasse ausklingen lassen. :smirksmile:

Würde ich auch so machen...

Alles andere klingt eher nach Alles-in-einem-Aufwasch-erledigen-wollen und das möglichst kostengünstig.

Man selbst konnte vorher noch ein bißchen ausruhen und kommt locker, fröhlich, frei um diese Zeit dort an - und sieht sich Gästen nebst Brautpaar gegenüber, die mit ihrer (verständlichen) Müdigkeit kämpfen, womöglich noch begleitet vom Restaurantpersonal, welches nach Hause will - vom angefressenen Büfett ganz zu schweigen - also, ich würde mir das gewiß nicht antun. :zwinker:

Tabea
08.04.2008, 18:28
ich glaube, ich würde zur Trauung fahren (die ist öffentlich, wenn es eine kirchliche Trauung ist),
Das hatte ich auch erwogen, aber sie heiraten nur standesamtlich. :smirksmile:

Tabea

Grace_Kelly
08.04.2008, 18:29
Ganz mies finde ich so eine Art von Hochzeitseinladung.

Das stinkt ja gerade danach, dass man sich jegliche Verköstigung für die um 22 Uhr kommenden Gäste sparen will und auf Nummer sicher geht mit dieser Uhrzeit, damit bloß keiner etwas Essbares mehr erwartet. Bestenfalls gibt es Häppchen am Stehtisch und sonst nur Getränke wahrscheinlich.

Hoffentlich paßt die Erwartungshaltung der Brautleute bezüglich der Geschenke auch zu dem, was sie den Gästen als Feier "anbieten".

Wie ich mich kenne, habe ich Hemmungen bei Geschenken knauserig zu sein. Bin so erzogen, dass sich das nicht gehört. Wahrscheinlich würde ich ein großzügiges Geschenk machen und mich am nächsten Tag ärgern, dass ich für knappe 3 Stunden Feier und 2 Gläser Wein Unsummen herausgeschmissen habe.

Manche Gestgeber spekulieren wohl heutzutage sogar auf so eine Situation.


Habe schon mal als "Gast zweiter Klasse" an einer Feier teilgenommen. Trauung um 14 Uhr, dann nachmittags Leerlauf, dann ab 19 Uhr gemeinsames Abendessen und Tanz bis 3 Uhr früh.
Dem Brautpaar war diese Planung am Hochzeitstag furchtbar peinlich und unangenehm. Als sie nach der Kirche merkten, dass sich die "Gäste zweiter Klasse" plötzlich verdünnisiert haben, fingen sie an ganz hektisch zu telefonieren und uns dann doch noch zur Kaffetafel nachträglich einzuladen.
Zu spät!
Da haben wir uns schon bei meiner Mama bequem gemacht. Als "Trost" für die entgangene Kaffetafel hat sie Waffeln mit Kirschen vorbereitet. Freunde, die 300 km angereist sind, waren echt dankbar irgendwo den Leerlauf im warmen Wohnzimmer verbringen zu dürfen.

Nach dieser Erfahrung würde ich niemals eine Hochzeitsfeier mit Leerlauf planen. Blanker Unsinn scheint mir das.

Tabea
08.04.2008, 18:32
Wie ich mich kenne, habe ich Hemmungen bei Geschenken knauserig zu sein. Bin so erzogen, dass sich das nicht gehört. Wahrscheinlich würde ich ein großzügiges Geschenk machen und mich am nächsten Tag ärgern, dass ich für knappe 3 Stunden Feier und 2 Gläser Wein Unsummen herausgeschmissen habe.
Öh, das finde ich jetzt aber auch eine komische Denke. Die Größe meines Geschenkes hat doch nichts mit der Größe der Feier zu tun...:knatsch:

Tabea

Inaktiver User
08.04.2008, 18:34
Ist ja lustig, dass sich alle so einig sind.

Ich find's nicht schlimm, denn ich gehe gerne erst spät aus.

Ungewöhnlich ist es, da gehe ich mit Euch konform.

Grace_Kelly
08.04.2008, 19:24
Öh, das finde ich jetzt aber auch eine komische Denke. Die Größe meines Geschenkes hat doch nichts mit der Größe der Feier zu tun...:knatsch:

Tabea

In gewisser Weise hat es für mich doch etwas damit zu tun.

Ausgehend von der Grundidee für das Geschenk und dem vorher festgelegten Preisrahmen, finde ich es auch mal angemessen etwas mehr zu geben, wenn das Brautpaar sich besonders viel Mühe gibt, die Gäste sehr verwöhnt und sich das auch etwas kosten läßt - ohne zu wissen, ob und was man als Geschenk erhält.

In meinem Freundeskreis habe ich zwei gegensätzliche Typen da. Einmal gutverdienend und großzügige Gastgeberin.
Einmal gutverdienend und äußerst knickerig und fast schon geizig.

Bin mit beiden gleich gut befreundet.
Erstere macht, tut, breitet vor, backt, dekoriert für ihren Geburtstag und macht sich viel Mühe und Arbeit. Mein Geschenk fällt da immer etwas üppiger aus.
Zweitere knausert ohne Ende und hat in den letzten zwei Jahren den Brunch gestrichen und stattdessen nur auswärts im Biergarten eine Getränkerunde für ca. 6 Personen ausgegeben, weil es sonst zu teuer wäre.
Tut mir leid, aber da muss ein Geschenk für 15,00 EUR auch genügen. Ich schenke zwar gerne, aber wenn ich das Gefühl habe, da will jemand nur "absahnen", das unterstütze ich dann auch wieder nicht.

Zurück zu der obigen Hochzeitsfeier:
Ich finde, es ist recht auffällig, dass hier aus Kostengründen "weniger gute"Freunde und Bekannte erst zu 22 Uhr eingeladen werden.

Tabea
08.04.2008, 19:43
Ausgehend von der Grundidee für das Geschenk und dem vorher festgelegten Preisrahmen, finde ich es auch mal angemessen etwas mehr zu geben, wenn das Brautpaar sich besonders viel Mühe gibt, die Gäste sehr verwöhnt und sich das auch etwas kosten läßt.
Schluck.

Dann ist es wahrscheinlich für Dich völlig unvorstellbar, dass ich sogar schon Leuten etwas geschenkt habe, bei denen ich gar nicht eingeladen war?

Mir persönlich gefällt Deine Haltung nicht.

Aber Geschenk hin oder her - darum geht es sowieso nicht.

Tabea

Malina70
08.04.2008, 19:44
Ich sehe das so wie Grace Kelly: Ich schenke nicht, um für mein Essen zu "bezahlen", aber ich finde auch, dass das Geschenk in einem gewissen Verhältnis zur Feier stehen sollte. Wobei ich die finanzielle Lage der Gastgeber dabei auch noch berücksichtigen würde. Großzügigkeit finde ich von daher auch relativ. Wer sich eine kostspielige Feier nicht leisten kann, das aber mit Kreativität und Gastfreundschaft kompensiert, finde ich das genauso viel "wert" (in Geschenken ausgedrückt), wie die edle Feier von Besserverdienenden.

Viele Grüße,

Malina

Grace_Kelly
08.04.2008, 19:57
@Tabea

Ich zähle doch nicht auf Heller und Pfennig nach, was meine Essensportion gekostet hat. :gegen die wand:
Der Rahmen der Feier ist nur ein Anhaltspunkt, ob ich doch etwas mehr gebe, als ich ohnehin schon geplant habe.
Und wenn die Feier nur spartanisch ist, heißt es doch nicht, das Geschenk würde dann plötzlich gestrichen :gegen die wand:

Meistens kennt man die Leute, zu denen man eingeladen ist.
Da kann man auch etwas abschätzen, ob sie trotz bescheidener Mittel versuchen, all ihre Lieben in die Feier einzubeziehen. Oder ob es eher Leute sind, die trotz genügend finanzieller Mittel etwas knickerig sind.

Tabea
08.04.2008, 20:04
Bei mir hat das, was ich schenke, mit der Beziehung zu tun, die ich zu dem zu Beschenkenden habe.

Und jetzt bitte wieder zum Thema.

Tabea

Inaktiver User
08.04.2008, 20:06
@Grace:

Darf ich deine Haltung zum "Rahmen der Feier" umformulieren in:

"Der Stellenwert, den die Gastgeber der Feier und damit auch mir als Gast zuweisen" ?

Damit ist der fade Beigeschmack des Aufrechnens etwas herausgenommen - (und ich bin ganz deiner Meinung.)

Grace_Kelly
08.04.2008, 20:16
"Der Stellenwert, den die Gastgeber der Feier und damit auch mir als Gast zuweisen" ?
Ja. Kann man auch so formulieren.

Damit ist der fade Beigeschmack des Aufrechnens etwas herausgenommen - (und ich bin ganz deiner Meinung.)
Wenn das schon ein unzulässiges Aufrechnen sein soll, dann bitte. Dazu stehe ich.

Ich frage mich, was sich die Leute dabei vorstellen, wenn sie um 22 Uhr Gäste einladen?
Was geht in deren Kopf vor, wenn nicht das oben beschriebene Kalkül? Was haben sie sonst für Gründe und welche Überlegungen haben sie angestellt?
In Großstadtdiskos mag es sein, dass der Startschuss erst gegen Mitternacht fällt, aber bei einer Hochzeit?

Egal welche Vermutungen mir in den Kopf kommen, fände ich sie allesamt unhöflich, wenn sie zuträfen.
Z.B. auch die Vermutung, man wolle nur Erwachsene und ganz sicher keine Kinder dabei haben. :knatsch:

Inaktiver User
08.04.2008, 20:23
Grace, das sollte nicht heißen, dass ich das so wahrgenommen habe - aber die Diskussion schien sich doch an dem Aspekt aufzuhängen.

Ich finde auch, dass so eine 22-Uhr-Einladung nach Abendprogramm mit anderen Gästen einem das Gefühl vermittelt, noch irgendwie als Pflichtprogramm in die Gesamtplanung hineingequetscht zu werden - Wenn ich gerne mit den Gästen Zeit verbringen möchte, dann nehme ich mir die doch eher an einem Anderen Tag, als das ganze so 'abzuhaken'.

Edelherb
08.04.2008, 20:37
Sorry, Tabea, ich weiß, ist auch noch OT, aber ich kann mich nicht zurückhalten.


Darf ich deine Haltung zum "Rahmen der Feier" umformulieren in:

"Der Stellenwert, den die Gastgeber der Feier und damit auch mir als Gast zuweisen" ?

Damit ist der fade Beigeschmack des Aufrechnens etwas herausgenommen - (und ich bin ganz deiner Meinung.)

Schenkst Du zur Feier? Ich schenke zum Anlaß. Und der Anlaß ist die Hochzeit, nicht die Feier derselben.

Und meine Wertschätzung als Gast hänge ich auch nicht daran auf, wie aufwendig eine Feier ist. Der Stellenwert als Gast ist mir andersrum allerdings nicht völlig egal, wenn ich denn eingeladen bin, (und damit bin ich sogar wieder beim Thema :smirksmile: ), solche komischen Abläufe wie hier beschrieben finde ich unhöflich. Allerdings würde ich daraus auch wieder nicht direkt schließen, dass dies jedenfalls Absicht war und aus Sparlaune heraus, manche Leute haben einfach überhaupt keinen Sinn dafür. Die finden das selber vielleicht cool, flippig oder wer weiss. Und dann schreiben sie noch in Hochzeitsforen, wo einem mit Vorliebe erzählt wird, dass man bitte alles ganz genau so machen soll, wie man es will, alles andere zählt nicht, denn schließlich ist es "Dein/Euer Tag" und alle anderen dürfen froh sein, wenn sie überhaupt eingeladen werden. Das verzerrt die Perspektive dann weiter.

@Tabea: das ist natürlich doof, dass es nur standesamtlich ist. Natürlich kann man auch hinfahren und nach dem Standesamt kurz gratulieren, aber das ist dann doch "leerer", als an einem Gottesdienst teilzunehmen.

Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
08.04.2008, 20:47
@Edelherb:

Anlass, wie nah mir die Person steht etc. spielt da nicht weniger stark herein - und, bevor jemand damit ankommt: ich hab KEIN Punktesystem, in dem Verwandtschaftsgrad, erhaltene Geschenke, anzahl der Geladenen Gäste und so weiter Minutiös zusammengefasst werden.

Da kommen soooo viele kleine Faktoren zusammen, die die eigene Stimmung bei der Auswahl beeinflussen - und wenn ich mich von der Art der Einladung (zwischen andere Termine geschoben, als Pflichtteil abgefertigt...) zurückgesetzt (hier fehlt mir jetzt ein schöne Ausdruck für...) fühle, wirkt sich das akut natürlich ganz Negativ auf meine Stimmung aus.

Grace_Kelly
08.04.2008, 20:58
....... manche Leute haben einfach überhaupt keinen Sinn dafür. Die finden das selber vielleicht cool, flippig oder wer weiss. Und dann schreiben sie noch in Hochzeitsforen, wo einem mit Vorliebe erzählt wird, dass man bitte alles ganz genau so machen soll, wie man es will, alles andere zählt nicht, denn schließlich ist es "Dein/Euer Tag" und alle anderen dürfen froh sein, wenn sie überhaupt eingeladen werden. Das verzerrt die Perspektive dann weiter.

Das stimmt.
Man muss nur mal im BriCom-Hochzeitsforum mal lesen, zu welchen Kuriositäten da geraten wird *kopf schüttel ganz heftig*


...alle anderen dürfen froh sein, wenn sie überhaupt eingeladen werden
Das finde ich die unverschämteste Einstellung.
Wenn ich als Gast nur als Statist "mißbraucht" werden soll, dann brauche ich gar nicht erst hinzugehen.
Dass sich das Brautpaar freut mich als Gast dort zu sehen und ich erwünscht bin, ist das Mindeste. Zum "andere sollen froh sein, eingeladen zu sein" steht das im diametralen Gegensatz.

Inaktiver User
09.04.2008, 00:03
Geldsammelzylinder

Biste wohl auf ner Hochzeit der Kelly Family gelandet. :freches grinsen:

sowas hab ich ja noch nie gehört neben Geschenken nochmal Geld sammeln. Was es alles gibt.

kimtim
09.04.2008, 09:44
Guten morgen,

zum Thema, hier in Belgien ist das normal. Ich war schon duzende Male ab 22 Uhr eingeladen (auf Hochzeiten).
Und oft waren es tolle Partys.

Ich muss sagen, hier kommt keiner auf die Idee sich darüber aufzuregen. Oder auch nur anzunehemen Gäste 2. Klasse zu sein *kopfschüttel*

Gruss, Kim

Inaktiver User
09.04.2008, 10:42
Die sind beide Anfang 30. Und wie ich schon schrieb - es ist am selben Tag die Trauung und die Feier mit der Familie und den engeren Freunden.


Das haben wir auch so gemacht: Trauung mittags im kleinen Kreis, danach mit Familie und engen Freunden ausgiebig essen gehen und um 20 Uhr stieg dann die Party mit dem weiteren Freundes- und Bekanntenkreis.

Für die gabs dann auch was zu essen (und kein abgenagtes Buffet!) .:smirksmile:

Die Party war sehr schwungvoll und dauerte bis 4 Uhr morgens.

Wenn Deine Bekannten erst nachmittags heiraten, wollen sie vielleicht zwischendurch eine Verschnaufspause haben ?

22 h ist etwas arg spät, aber ich finde es etwas befremdlich, daß hier unisono die Meinung herrscht, daß hier ein paar knauserige Egoisten nur einen kurzen Umtrunk machen und dabei fette Geschenke absahnen wollen.

Inaktiver User
09.04.2008, 10:45
Weil ne Hochzeit ist anstrengend, Wenn Trauung früh ist der Sektempfangmaraton, evtl. noch fotos also bei der letzten hochziet wo ich war war ich um 10 schon ziemlich platt. Wenn da erst noch nen Schwung neuer fitter gäste kommt, na ich weiß ja nicht.....:knatsch:

Habe ich auch gedacht und wollte deshalb erst getrennt, also zeitversetzt feiern.

Aber bei der eigenen Hochzeit ist man so aufgeputscht und voller Endorphine, daß man weder müde noch betrunken wird .... :smirksmile: Ich war 24 h auf den Beinen und danach immer noch nicht müde ....:smirksmile:

schneegans
09.04.2008, 11:22
Ist ja schön, wenn das Brautpaar das so sieht. Aber Gäste, die man einlädt, sind doch nicht (nur) zur persönlichen Bespaßung da. Man denkt doch normalerweise auch an die Bedürfnisse der Gäste und versucht diese zu berücksichtigen?

Ich find's echt uncool. :zwinker:

Schon klar. Aber das Brautpaar ist offensichtlich an bestimmte Umstände gebunden. Ich finde es fair, mit der offensichtlich lockersten und beliebtesten Gästegruppe eine Art Kehraus zu feinern und noch mal richtig aufzudrehen, die Kür nach der Pflicht. Oma Emma liegt dann schon im Bett und es ist sichergestellt, dass ihr Herzschrittmacher durch die plötzlich laute Rockmusik nicht stehenbleibt.
Unangenehm erscheint es mir, wenn ich, geladen als Freund, mit der unmöglichen Verwandtschaft des Brautpaars umgehen muss, oder wenn sich das Brautpaar finanziell total übernimmt, um dann drei Monate später die Hochzeit annulieren zu lassen. Ich als Gast hätte dann das Gefühl, mich zu Unrecht durchgefressen zu haben.

Edelherb
09.04.2008, 11:28
Unangenehm erscheint es mir, wenn ich, geladen als Freund, mit der unmöglichen Verwandtschaft des Brautpaars umgehen muss, oder wenn sich das Brautpaar finanziell total übernimmt, um dann drei Monate später die Hochzeit annulieren zu lassen. Ich als Gast hätte dann das Gefühl, mich zu Unrecht durchgefressen zu haben.

Um sich nicht finanziell zu übernehmen, muß man aber nicht so komische Regelungen machen. Man kann für alle ein einfacheres Essen anbieten, oder eben doch nur in kleinerem Kreise feiern oder eben die Freundesparty ein andermal machen.

Inaktiver User
09.04.2008, 13:10
Ich schenke zwar gerne, aber wenn ich das Gefühl habe, da will jemand nur "absahnen", das unterstütze ich dann auch wieder nicht.



Wie kommst Du auf die Idee, sie möchte "Absahnen"? Gibt sie zu verstehen, dass sie große Geschenke erwartet? Ist es möglich, dass es ihr lediglich wichtig ist mit ihren Freunden zu feiern und es auf die Geschenke gar nicht so sehr ankommt?

Ist nur mal eine Überlegung, weil ich persönlich z.B. auf Geburtstagsgeschenke etc. auch keinen Wert lege. Ich richte zwar auch gerne Feiern aus, auf denen meine Gäste verwöhnt werden, erwarte aber keine "Gegenleistung" in Form von Geschenken dafür.

Hurricane76
09.04.2008, 15:54
Mir persönlich wäre 22:00 Uhr eigentlich auch zu spät, da ich an normalen Abenden um diese Uhrzeit anfange müde zu werden. Aber es geht ja nur um einen einzigen Abend. Ich würde dann vielleicht versuchen mich nachmittags etwas auszuruhen, damit ich abens fit bin.

Ich würde mir aber auch Gedanken machen, wie es so einer -in meinen Augen- "sonderbaren" Einladung kommen kann. In meinem Bekanntenkreis habe ich so etwas noch nicht erlebt.

Wenn es sich jedoch um gute Freunde handelt, die heiraten, dann würde ich halt um 22:00 Uhr da hingehen und das ganze mal auf mich zukommen lassen. Vielleicht wird es ja doch lustiger als angenommen und nicht jede Hochzeitsfeier ist um 01:00 Uhr schon zu Ende :zwinker: .

LG,
hurricane

Tabea
09.04.2008, 16:09
Ich danke Euch allen für Eure Antworten.

Und bin beruhigt, dass nicht nur ich 22.00 Uhr eine komische Uhrzeit finde.

Kimtims Beitrag fand ich sehr interessant - so was scheint ja in anderen Ländern durchaus üblich zu sein.

Nein, ich glaube auch nicht, dass es dieser besagten Bekannten ums Absahnen geht, sondern eher um den (meiner Meinung nach etwas unglücklichen Versuch) alle an einem Tag unter einen Hut zu bekommen - einen Polterabend gibt es eben nicht.

Ich werde das wohl einfach kurzfristig entscheiden - eigentlich ist mir 22.00 Uhr schon zu spät, aber es liegt in den Ferien und da haben wir doch eher einen anderen Rhythmus.

Also, nochmal Danke!

Tabea

Inaktiver User
09.04.2008, 16:31
sondern eher um den (meiner Meinung nach etwas unglücklichen Versuch) alle an einem Tag unter einen Hut zu bekommen - einen Polterabend gibt es eben nicht.



Ich kann mich ganz dunkel an einen Strang erinnern, in dem jemand sehr pikiert darüber war, nicht zur Hochzeit der Freundin eingeladen zu sein, weil diese nur mit der Familie feiern wollte.

Es könnte sein, dass Tabeas Freundin wirklich niemanden vor den Kopf stoßen möchte und es deshalb zu dieser ungewöhnlichen Hochzeitsplanung gekommen ist.

Es ist eben schwer, es allen Recht zu machen, wenn man von gewohnten Pfaden abweicht.

Inaktiver User
09.04.2008, 16:48
... und wer sagt denn, dass es nichts zum Schmausen gibt?

Wir haben abends auch eine Party nur mit Freunden gemacht, uns zwischen Familienfeier und der Party noch eine kleine Pause gegönnt und deshalb erst um halb neun begonnen. Mit großem Büffet, kalt und warm.

Ja, warum denn auch nicht?

Und es waren einige Gäste ohne Geschenk da (die dachten wohl, wie Ihr, es gibt kein Essen). Denen habe ich für's Essen und Trinken dann jeweils 30 Euro berechnet :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:. Geht gar nicht, das Essen muss man sich verdienen... Oder das Geschenk? Oder wie jetzt?

Irgendwie seid Ihr ganz schön kompliziert für Euer doch noch junges Alter :knicks:

demelza
09.04.2008, 18:29
Ich frage mich, was sich die Leute dabei vorstellen, wenn sie um 22 Uhr Gäste einladen?

vielleicht spekulieren sie darauf, dass viele der Eingeladenen diese späte Zeit abschreckt und deshalb gar nicht erst auftauchen... oder sie wollen sich unkonventionell geben und zeigen, dass sie mit dem so wahnsinnig außergewöhnlichen Zeitpunkt ihrer Feier aus dem üblichen Rahmen fallen.

Grace_Kelly
09.04.2008, 20:52
@demelza

Ich jedenfalls habe keine rationale Erklärung dafür, was durch deren Köpfe gerauscht ist.
Daher die ganzen Vermutungen, welche Überlegungen das Brautpaar bei der Planung angestellt haben könnte. Überwiegend drängen sich mir Vermutungen unschöner Beweggründe auf.

Leute abschrecken wollen, wie du jetzt spekulierst, ist doch im Grunde auch unverschämt, oder?

Die wohlmeinenden Vermutungen, die hier von einigen angestellt wurden, erscheinen mir etwas zu weit hergeholt.
Will man alle Freunde an einem Tag beisammen haben, kann man genauso gut um 20 Uhr starten.
Will man originell und flippig sein, macht es wenig Sinn dies über die späte Uhrzeit auszudrücken.

yorki
09.04.2008, 21:47
Bei Hochzeiten müssen nun einmal in aller Regel sehr unterschiedliche Gruppen unter einen Hut gebracht und zufrieden gestellt werden. Daher finde ich eine solchen "Modulplanung" ganz angemessen. Ich selbst habe eine Unterbrechung zwischen Trauung (mit anschließenem kleinen Empfang) und Abendveranstaltung (mit oder ohne Diner) sogar sehr gern: da kann ich nämlich mein Kostüm aus- und ein Abenddress anziehen.
Schwierig bei der ganzen Geschichte finde ich allein die Zeit. Für die meisten jenseits der 25 ist 22.00 Uhr das vermutlich keine übliche Party-Anfangszeit mehr.
Kann man die Gastgeber nicht einfach einmal dezent fragen, was zu dieser Planung geführt hat?

Wiesenblume
10.04.2008, 06:53
Öh, das finde ich jetzt aber auch eine komische Denke. Die Größe meines Geschenkes hat doch nichts mit der Größe der Feier zu tun...:knatsch:
Tabea

Hallo Tabea,

klingt vielleicht ein wenig komisch, aber ich gebe zu, dass ich mich von diesem Denken auch nicht ganz frei machen kann.

Mir gehen dann Gedanken durch den Kopf wie "Ich gehe davon aus, dass die Gastgeber mit ebensoviel Liebe und Hingabe und mit ebensowenig Knauserigkeit ihre eigene Feier ausrichten, wie ich mich um deren Geschenk bemühe."

Beispiel: wir waren vor Jahren auf einer Hochzeit in Norddeutschland eingeladen. Für uns bedeutete das u.a. "wir müssen dort übernachten".

Wir haben mit den Brautleuten gesprochen und diese bescheinigten uns, es sei für alles gesorgt.

Da wir die beiden als große Genießer bei div. Besuchen kennen gelernt hatten, haben wir uns richtig ins Zeug gelegt und eine Kiste erlesener Rotweine für knapp 250 Euro zusammen gestellt.

Ergebnis: Unterbringung in -naja- einem Stundenhotel oder so etwas in der Art, standesamtliche Trauung in Alltagsklamotten (wir waren ordentlich schick unterwegs; wie es sich halt für eine Hochzeit gehört, bei der nicht ausdrücklich "leger" auf der Einladung steht), anschließend Sektempfang mit Pappbechern; weiter in die Kleingartenkolonie zu kalten Frikadellen mit Industriekartoffelsalat und kollektivem alkoholischem Druckbetanken, so dass Brautleute wie Verwandtschaft bereits gegen 21h völlig hinüber waren.

Wenn ich nicht so kaputt gewesen wäre, wäre ich an diesem Abend noch nach Hause gefahren (ca. 400 km).

Am nähsten Morgen dann der nächste Klopper: wir checken aus, geben den Schlüssel ab. Da meint die Wirtin: "Macht dann xxx Euro."

DAS meine ich mit einem groben Unverhältnis zwischen Feier und Geschenk. Vielleicht mag das doof sein, aber bei so etwas kann ich aus der Hose springen.

Ich habe mir fast den Kopf abgeärgert!
Den Kontakt haben wir dann abgebrochen.

Es grüßt herzlich
*wiesenblume*

Tabea
10.04.2008, 08:18
Mir gehen dann Gedanken durch den Kopf wie "Ich gehe davon aus, dass die Gastgeber mit ebensoviel Liebe und Hingabe und mit ebensowenig Knauserigkeit ihre eigene Feier ausrichten, wie ich mich um deren Geschenk bemühe."
Mir ist diese Denke einfach völlig fremd.

Gehen wir mal von der Hochzeit weg zu (mir gerade näheren) 40sten Geburtstagen. Die werden bei uns im Freundeskreis mal sehr üppig, in angesagten Lokalen mit Menü, mal als "normale" Geburtstagsfeier zu Hause oder auch mal gar nicht gefeiert. Nie-, niemals würde mir einfallen, mein Geschenk nach der Größe des Festes auszusuchen. Wenn eine gute Freundin Geburtstag hat, ist das Geschenk wert-voller (und damit meine ich nicht (nur) im materiellen Sinn), als wenn eine gute Bekannte feiert.
Und bei Hochzeiten halten wir das genauso.

Tabea

Ute1502
10.04.2008, 08:36
Schon klar. Aber das Brautpaar ist offensichtlich an bestimmte Umstände gebunden. Ich finde es fair, mit der offensichtlich lockersten und beliebtesten Gästegruppe eine Art Kehraus zu feinern und noch mal richtig aufzudrehen, die Kür nach der Pflicht. Oma Emma liegt dann schon im Bett und es ist sichergestellt, dass ihr Herzschrittmacher durch die plötzlich laute Rockmusik nicht stehenbleibt.
Unangenehm erscheint es mir, wenn ich, geladen als Freund, mit der unmöglichen Verwandtschaft des Brautpaars umgehen muss, oder wenn sich das Brautpaar finanziell total übernimmt, um dann drei Monate später die Hochzeit annulieren zu lassen. Ich als Gast hätte dann das Gefühl, mich zu Unrecht durchgefressen zu haben.
Ich schließe mich der Meinung von Schneegans an.

Inaktiver User
10.04.2008, 09:17
... Und es waren einige Gäste ohne Geschenk da (die dachten wohl, wie Ihr, es gibt kein Essen). Denen habe ich für's Essen und Trinken dann jeweils 30 Euro berechnet :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:. Geht gar nicht, das Essen muss man sich verdienen... Oder das Geschenk? Oder wie jetzt?


:freches grinsen: :freches grinsen: :allesok:

Inaktiver User
10.04.2008, 09:19
vielleicht spekulieren sie darauf, dass viele der Eingeladenen diese späte Zeit abschreckt und deshalb gar nicht erst auftauchen... oder sie wollen sich unkonventionell geben und zeigen, dass sie mit dem so wahnsinnig außergewöhnlichen Zeitpunkt ihrer Feier aus dem üblichen Rahmen fallen.

Mannomannomann ..... Also, als ich um die 30 war und noch viel auf Parties ging, war es üblich, daß 90 % der Gäste erst um 22 h oder noch später kamen....

Ich weiß also wirklich nicht, was daran so waaahhnnnsssiiinnnig außergewöhnlich sein soll.
Nur das es hier direkt so terminiert ist, damit das Brautpaar zwischen beiden Events eine Verschnaufspause hat.

Wem das zu spät ist, der kann doch einfach fernbleiben - so what ?

Inaktiver User
10.04.2008, 09:24
Schwierig bei der ganzen Geschichte finde ich allein die Zeit. Für die meisten jenseits der 25 ist 22.00 Uhr das vermutlich keine übliche Party-Anfangszeit mehr.
Kann man die Gastgeber nicht einfach einmal dezent fragen, was zu dieser Planung geführt hat?

Sie heiraten nachmittags, danach gehen sie mit der Familie essen.

Dann dürften sie erst um 20 h zuhause sein.

Vielleicht brauchen sie ja die 2 h, um das Buffet etc vorzubereiten ?! :erleuchtung:

yorki
10.04.2008, 09:34
oder es ist ein Überraschungsevent vorgesehen.... Bevor ich mich ärgern würde, würde ich erst einmal versuchen, den Sachverhalt zu klären ...
Bei einer Festplanung gibt es nun einmal mindestens 1001 Wege

Liina
10.04.2008, 09:50
merkwürdig finde ich, dass hier teilweise an die gastgeber erwartungen gestellt werden.

warum kann nicht jeder SEINE hochzeit so feiern wie er das gerne möchte.
es muss doch nicht immer alles so ablaufen wie es "sich eben gehört"

manchmal habe ich das gefühl, dass man als brautpaar ganz schön unter zwang steht es allen recht zu machen.

wir heiraten im juni, im kleinen kreis und werden das so organisieren wie wir uns das wünschen und ich werde auch keine "pflichtpersonen" einladen, sondern wirklich nur die, die ich/wir dabei haben wollen. schließlich ist es UNSER tag. :blumengabe:

Edelherb
10.04.2008, 10:01
merkwürdig finde ich, dass hier teilweise an die gastgeber erwartungen gestellt werden.

warum kann nicht jeder SEINE hochzeit so feiern wie er das gerne möchte.

Das sind zwei Geschichten. Man kann SEINE Hochzeit feiern und man kann Gastgeber sein. Und Gastgeber sein hat auch etwas damit zu tun, sich auf Gäste einzustellen.

Wir hatten auch nur Gäste da, mit denen wir gerne gefeiert haben, und es war für uns selbstverständlich, so zu planen, dass es hoffentlich auch für sie eine schöne Zeit ist. Und dazu gehört eben auch ein Ablauf, bei dem sich Gäste wohlfühlen können. Mit genügend Verpflegung und ohne seltsame Pausen.

Wenn man sich nicht auf Gäste einstellen will, sollte man einfach keine einladen.

Inaktiver User
10.04.2008, 10:08
Wir hatten auch nur Gäste da, mit denen wir gerne gefeiert haben, und es war für uns selbstverständlich, so zu planen, dass es hoffentlich auch für sie eine schöne Zeit ist. Und dazu gehört eben auch ein Ablauf, bei dem sich Gäste wohlfühlen können. Mit genügend Verpflegung und ohne seltsame Pausen.

Und woher weißt Du, daß dieses Paar das nicht tut ?
Nur weil sie die unglaubliche Unverschämtheit haben, zu einer etwas ungewöhnlichen Zeit zu starten ?

Und "seltsame Pausen" gibts nicht ... So, wie ich es verstanden habe, sind die Abendgäste nicht zur Trauung eingeladen.

Edelherb
10.04.2008, 10:15
Und woher weißt Du, daß dieses Paar das nicht tut ?

Meine Aussage war absichtlich allgemein gehalten, als Antwort auf Liina und diesen schon häufiger gehörten Satz: "Schließlich ist es unser Tag", und auf andere Beispiele im Strang von Feiern mit komischen Programmpausen.

Den Beginn um 22.00h halte ich, wie schon oben geschrieben, für undurchdacht, aber gut... Ich weiss, dass es in Großstädten den Trend gibt, keineswegs vor 22h (und mittlerweile angeblich noch später) auf irgendwelchen Partys zu erscheinen, weil es uncool ist, niemand der erste sein will oder was weiss ich. Habe ich noch nie verstanden und finde es seltsam. Für eine Hochzeit umso seltsamer. Und anscheinend besteht die Gästeschar ja nicht nur aus Leuten, die grundsätzlich erst ab 22h feiern, sonst hätte Tabea hier nicht gefragt. :smirksmile:

Inaktiver User
10.04.2008, 10:25
Den Beginn um 22.00h halte ich, wie schon oben geschrieben, für undurchdacht, aber gut... Ich weiss, dass es in Großstädten den Trend gibt, keineswegs vor 22h (und mittlerweile angeblich noch später) auf irgendwelchen Partys zu erscheinen, weil es uncool ist, niemand der erste sein will oder was weiss ich.

Vielleicht haben sie es deshalb extra auf 22 h gesetzt ?

Nichts ist öder, als wenn Gastgeber und 2-3 pünktliche Gäste (ich z.B. :smirksmile: ) 2 Stunden öde rumsitzen und auf den Rest der Gäste warten, damit die Party beginnen kann ... :unterwerf:

So Parties hab' ich früher oft genug erlebt .... Bin meistens früh gegangen, weil ich dann schon keine Lust mehr hatte.

Wir haben bei unserer Hochzeitsparty die Abendgäste ausdrücklich zu 20 Uhr zum Torte-Anschneiden eingeladen.... Weil ich eben auch keine Lust hatte, dumm rumzusitzen und auf nach und nach "eintröpfelnde" Gäste zu warten.

Skorpion78
10.04.2008, 10:25
Hallo Tabea
die Uhrzeit ist für ne Party ansich ja nichts ungewöhnliches und vielleicht soll es auch eher eine Party ( im Sinne von Disco) sein und keine Feier. Ich denke das Brautpaar wird nach der Trauung noch Kaffeetrinken und Abendessen im engen Kreis wollen und das geht dann schon bis 21.00 Uhr dann fahrt zur anderen Location und letzte Handgriffe erledigen naja und dann passt das mit der Uhrzeit.
Zu anderen Party´s geht es ja meistens sogar erst 23 Uhr los, wenn es am Wochenende ist ja kein Problem.

Ich denke das wird hier eher ne richtige Party mit viel Tanzen und Alkohol sowie in einem Club anstatt einer Familienfeier.

Edelherb
10.04.2008, 10:30
Nichts ist öder, als wenn Gastgeber und 2-3 pünktliche Gäste (ich z.B. :smirksmile: ) 2 Stunden öde rumsitzen und auf den Rest der Gäste warten, damit die Party beginnen kann ... :unterwerf:

Klar, auch wenn dieser seltsame Mechanismus dafür sorgt, dass die Party sich immer weiter nach hinten verschiebt. Naja, irgendwann ist man die 24 Stunden durch und kann wieder am frühen Abend anfangen. Zwar einen Tag später, aber egal. :smirksmile:

Wie auch immer, ist dieses Verhalten auch bei Hochzeiten üblich? Ich hätte gedacht, nicht. V.a. nicht, wenn man Essen erwartet. :hunger: Aber ich war bisher auch nur auf Hochzeiten mit durchgehendem Programm, wo keine Gäste erst später dazu kamen.

Liina
10.04.2008, 10:38
. V.a. nicht, wenn man Essen erwartet. :hunger:


...hat man als Gast einer Abendparty das Recht essen zu erwarten?

Natürlich will/sollte man als Gastgeber darauf achten, dass es für alle ein schönes Fest wird, aber man kann es oft nicht allen Recht machen.

Wenn ich den ganzen Tag einlade, verköstige ich natürlich auch alle.
Wenn man aber Abends zu einer Party (und da es ja um 22h beginnt wird es eine sein) eingeladen ist, würde ich kein essen mehr erwarten.
Ich fände das auch nicht schlimm. Es ist doch nett, wenn das Brautpaar noch mit Freunden und Bekannten ein rauschendes Fest feiern will, mit Getränken und evtl. Häppchen, Mitternachtssnack. Wo ist denn da das Problem?

Tabea
10.04.2008, 10:42
Wen es tatsächlich so sehr interessiert (ich finde es zweitrangig, mir ginge es nur um die Uhrzeit!) - sie haben standesamtliche Trauung, fahren dann in ihr Lokal, wo zuerst mit Familie und engen Freunden und ab 22.00 Uhr mit entfernteren Freunden gefeiert wird. Und nein, ich gehe nicht davon aus, dass dann nur noch Krümel auf dem Buffet liegen.

Tabea

Inaktiver User
10.04.2008, 10:49
Also, die Hochzeit ist um die Mittagszeit, anschließendes Essengehen mit nahen Verwandten; ab ca. 17.00 Uhr wartet das Brautpaar (samt Gästen) dann auf das Erscheinen der für 22.00 Uhr angesagten weiteren Partygäste ????

Tabea
10.04.2008, 10:56
Meine Güte, seid doch nicht so kniefiselig.

Ich habe keine Ahnung, wann die Trauung ist - vermute mal um 14.00 Uhr, dann Kaffeetrinken, Abendessen und dann Party.

Tabea

Edelherb
10.04.2008, 10:57
...hat man als Gast einer Abendparty das Recht essen zu erwarten?

Wird einem hier eigentlich jedes Wort auf der Tastatur umgedreht?

Das mit dem Essen schrieb ich in Bezug auf Pünktlichkeit. Dass ich es so kenne, dass man doch halbwegs pünktlich auf einer Feier erscheint, wo man etwas zu essen erwartet. Also mehr als ein paar mitgebrachte Salate und eine Tüte Chips. Bei zweiterem ist es sicherlich typischer, dass die Gäste halt irgendwann eintrudeln, insbesondere bei einer unverbindlichen Party. Eine Hochzeitsfeier würde ich anders ansiedeln. Egal, ob mit oder ohne Verköstigung.

Es ging ja um den Effekt, dass man eine Feier erst um 22h ansetzt, weil vorher sowieso niemand auftaucht, weil jeder Panik hat, der erste zu sein. Diese Befürchtung hätte ich bei einer Hochzeitsfeier niemals, aber das hängt sicherlich auch von den Kreisen ab, in denen man sich so tummelt.

Inaktiver User
10.04.2008, 12:01
Diese Befürchtung hätte ich bei einer Hochzeitsfeier niemals, aber das hängt sicherlich auch von den Kreisen ab, in denen man sich so tummelt.

Eben - diversen meiner Bekannten wäre schon zuzutrauen, daß sie erst um Mitternacht kommen, aber dafür bis 6 Uhr bleiben.

Deshalb habe zum Hochzeitstorten-Trick gegriffen ...:zwinker:

yorki
10.04.2008, 12:57
Woher wisst ihr denn, dass es um ein "abgegessenes Büffet" geht. Vielleicht sind ja ganz andere locations für "Essen mit Verwandten" und die Party vorgesehen. Vielleicht gibt es bei der Party ja eine Art Mitternachtssuppe oder so ...
Ich schlage immer noch vor: nicht grübeln, sondern höflich nachfragen ...
"Pausen" bei Hochzeitsfeiern sind m.E. alles andere als komisch, sondern ganz normal.

Edelherb
10.04.2008, 12:59
Woher wisst ihr denn, dass es um ein "abgegessenes Büffet" geht. Vielleicht sind ja ganz andere locations für "Essen mit Verwandten" und die Party vorgesehen.

Das kannst Du bei Tabea nachlesen. Halte ich aber auch nicht für zentral.


"Pausen" bei Hochzeitsfeiern sind m.E. alles andere als komisch, sondern ganz normal.

Ich meinte Pausen nicht so, dass es eine Weile keine Bespaßung gibt, sondern so, dass Leute zwischendurch nach Hause gehen würden. Und das ist bißchen doof für Leute, die gar nicht da wohnen.

honzina
10.04.2008, 13:59
Ich meinte Pausen nicht so, dass es eine Weile keine Bespaßung gibt, sondern so, dass Leute zwischendurch nach Hause gehen würden. Und das ist bißchen doof für Leute, die gar nicht da wohnen.

Warum ist das eigentlich doof? Habe ich noch nie so ganz verstanden.
Wenn man nicht am Ort der Trauung wohnt, uebernachtet man ja in den meisten Faellen dort. Dann kann man sich doch im Hotel ein Stuendchen aufs Ohr hauen, sich gemuetlich umziehen, sich die Stadt ansehen...
Doof finde ich es hoechstens fuer die Leute, die so weit weg wohnen, dass es sich nicht lohnt, zwischendrin nachhause zu fahren, aber so nah, dass sie nicht im Hotel uebernachten. Bei unserer Hochzeit mit 120 Gaesten war das z.B. genau 1 Paerchen. Die haben sich dann einfach auf die Terrasse unserer Gaststaette gesetzt und da gemuetlich Kaffe getrunken, andere Freunde haben ihnen aber auch angeboten, mit zu ihnen zu kommen.

Edelherb
10.04.2008, 14:13
Doof finde ich es hoechstens fuer die Leute, die so weit weg wohnen, dass es sich nicht lohnt, zwischendrin nachhause zu fahren, aber so nah, dass sie nicht im Hotel uebernachten. Bei unserer Hochzeit mit 120 Gaesten war das z.B. genau 1 Paerchen. Die haben sich dann einfach auf die Terrasse unserer Gaststaette gesetzt und da gemuetlich Kaffe getrunken, andere Freunde haben ihnen aber auch angeboten, mit zu ihnen zu kommen.

Bei unserer Hochzeit gab es eine ganze Menge Leute, die nur für den Tag angereist sind, also ohne Übernachtung. Dazu noch welche, die in der Gegend übernachteten, aber auch nicht genau am Trauort, also mit Fahrerei verbunden. Und nicht alle Orte sind so furchtbar spannend zum Besichtigen...

Ich verstehe allerdings andersrum nicht, warum es überhaupt Pausen geben muss. Ich habe das selber auch noch nicht erlebt.

Tabea
10.04.2008, 14:16
Ich verstehe allerdings andersrum nicht, warum es überhaupt Pausen geben muss. Ich habe das selber auch noch nicht erlebt.
Ich einmal. Da wurde erwartet, dass man zur Trauung und zum Kaffee im kleinen Schwarzen anreiste und Abends die Abendrobe trug.

Uargh......

Tabea

Edelherb
10.04.2008, 14:18
Ich einmal. Da wurde erwartet, dass man zur Trauung und zum Kaffee im kleinen Schwarzen anreiste und Abends die Abendrobe trug.

Ich glaube, da hätte ich leider nicht teilnehmen können, weil ich gar keine passende Garderobe habe. Denn Brautkleid als Abendrobe wäre wohl auch nicht gerne gesehen gewesen. :freches grinsen:

Tabea
10.04.2008, 14:19
Ich glaube, da hätte ich leider nicht teilnehmen können, weil ich gar keine passende Garderobe habe. Denn Brautkleid als Abendrobe wäre wohl auch nicht gerne gesehen gewesen. :freches grinsen:
Ich hab mich zwar umgezogen, aber eine Robe wars auch nicht....
:smirksmile:

honzina
10.04.2008, 15:44
Ich verstehe allerdings andersrum nicht, warum es überhaupt Pausen geben muss. Ich habe das selber auch noch nicht erlebt.

Pausen koennen auch gemacht werden, um die Gaesteschar zu trennen - also dann, wenn man mit verschiedenen Gruppen feiern will. Eine in meinem Bekanntenkreis beliebte Variante ist z.B., dass "alle", also Familie, enge Freunde und auch weitere Bekannte, Kollegen etc. oder wer auch immer, zur Kirche (oder dem Standesamt) am spaeten morgen kommt, und hinterher gibt's einen Empfang mit Essen (Haeppchen, Suppen, Kuchen...) fuer alle. Danach, meist so um 16h. herum, ist fuer die einen Schluss, und fuer die engeren Freunde + Familie geht es abends mit schickem Essen + evtl. Tanz oder so weiter.

Dadurch entsteht halt fuer die abends geladenen Gaeste eine Pause von 2-3 Stunden (die oft noch mit Kleiderwechsel verbunden ist, was ich persoenlich meist ganz angenehm finde, da ich so einen Tag sehr anstrengend finde ich nicht so gerne von morgens bis abends in denselben Klamotten haenge :zwinker: )

Auf jeden Fall finde ich diese Variante sehr viel geschickter, als die auch erlebte, dass gleich nach der Trauung der engere Kreis isst, und dann abends die anderen Freunde dazu kommen. Das finde ich, wenn ich nicht mittags eingeladen bin, immer eher nervig, da diese Pause dann viel laenger ist und man sich eher ein wenig zurueckgesetzt vorkommt, da man dann ja abends wieder auf die Gaeste trifft, die den ganzen Tag dabei sein "durften".

Edelherb
10.04.2008, 15:51
@honzina: bei uns gab es auch einen Wechsel bzw. Ausdünnen. Aber ohne offizielle Programmpause. Es gab ein Kaffeetrinken für alle und später am gleichen Ort das festlichere Abendessen für die geladenen Gäste. Aber da es recht viel Zeit dazwischen gab, sind die anderen von ganz alleine nach und nach gefahren. Mit einigen Leuten haben wir auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht, aber wer einfach gemütlich sitzen bleiben wollte, konnte das eben auch tun.

Annchristine
10.04.2008, 16:23
tabea,

hast du mal nachgefragt wie das ablaufen soll?

ich habe schon alles moegliche erlebt, auch eine hochzeit mit break von 12h bis 19 h.

das war uebrigens klasse, da die brautleute uns tipps gegeben haben.
wir haben mit der halben hochzeitsgesellschaft eine lange hafenrundfahrt gemacht und schon mal auf das brautpaar angestossen . . war echt schoen.

aber man sollte in deinem fall schon wissen, ob es dann um 22h noch ein buffet gibt . . . oder man besser vorher irgendwo essen geht . .

honzina
10.04.2008, 17:02
@honzina: bei uns gab es auch einen Wechsel bzw. Ausdünnen. Aber ohne offizielle Programmpause. Es gab ein Kaffeetrinken für alle und später am gleichen Ort das festlichere Abendessen für die geladenen Gäste. Aber da es recht viel Zeit dazwischen gab, sind die anderen von ganz alleine nach und nach gefahren. Mit einigen Leuten haben wir auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht, aber wer einfach gemütlich sitzen bleiben wollte, konnte das eben auch tun.

Ja, klar, wie "offiziell" so eine Pause dann organisiert wird und wie die Gaeste sie verbringen, da gibt es natuerlich auch wieder 1000 Moeglichkeiten. Bei uns war es so, dass wir gegen Ende des Empfangs Fotos mit dem Fotografen gemacht haben - waehrenddessen haben sich dann einige Gaeste in ihr Hotelzimmer / nachhause verzogen, andere fuhren dann ganz heim (die, die abends nicht dabei waren), und ein paar blieben auch einfach sitzen. Wie gesagt war es nur ein Paar, dass die ganze Zeit ueber in der Location sitzen blieb, was ich sehr nett fand, denn wir haben uns nach unseren Fotos dann da dazu gesetzt und hatten auch mal Gelegenheit, in Ruhe zu quatschen :smile:

Zum eigentlichen Thema: ich finde die Uhrzeit um 22h. etwas ungluecklich gewaehlt, aber an sich die Organisation nicht so ungewoehnlich. Ich wuerde auch sicher hingehen, evtl. wuerde ich mir ueberlegen, mich vorher schon mal mit anderen Gaesten zu treffen und etwas zu essen bzw. vorzugluehen (falls ich die anderen Gaeste kenne und falls es wirklich nichts mehr zu essen gibt). Dann gemeinsam auf die Hochzeitsparty - klingt doch lustig!

Inaktiver User
10.04.2008, 17:51
Ich trete jetzt einigen hier gleich gehörig auf den Schlips. Gehört sich ja eigentlich nicht, im Forum über Umgangsformen.

Trotzdem - zu guten Umgangsformen gehört für mich auch, jemandem, der es "wagt" seine Hochzeitsparty um 22 Uhr anzusetzen, nicht eine ganze Palette niederer Beweggründe und schlechter Absichten zu unterstellen, sondern hinzugehen oder es einfach zu lassen.

Tabea
10.04.2008, 19:29
Ich trete jetzt einigen hier gleich gehörig auf den Schlips. Gehört sich ja eigentlich nicht, im Forum über Umgangsformen.

Trotzdem - zu guten Umgangsformen gehört für mich auch, jemandem, der es "wagt" seine Hochzeitsparty um 22 Uhr anzusetzen, nicht eine ganze Palette niederer Beweggründe und schlechter Absichten zu unterstellen, sondern hinzugehen oder es einfach zu lassen.
Ich hoffe, das geht jetzt nicht gegen mich. Ich unterstelle nämlich gar nichts - ich wollte nur wissen, ob andere schon mal zu dieser Uhrzeit auf eine Hochzeotsparty eingeladen wurden und wenn nein, was sie davon halten.

Und annchristine, es ist völlig wurscht, wie es abläuft - ich bin ab 22.00 Uhr geladen und Ende. Da können sie von mir aus vorher 473 Pausen machen, um 6.00 Uhr in der Früh anfangen oder zwischendurch Flaschendrehen spielen - DARUM GEHT ES NICHT!!!!! Und ich erwarte um 22.00 Uhr auch kein üppiges Abendessen mehr.


Tabea

Inaktiver User
10.04.2008, 21:10
@Tabea,

Du hast nach Meinungen gefragt und welche bekommen...

Die Entscheidung, ob Du an dieser späten Feier teilnehmen willst oder nicht, liegt allein bei Dir. Warum sie einen so späten Termin gewählt haben, hättest Du auch nachfragen können bei den Leuten, die diese Einladung ausgesprochen haben. Ganz einfach.

Niemand der User hier ist mit Euren Gepflogenheiten bekannt und kann deshalb nur auf seine eigenen Erfahrungen zurückgreifen, die naturgemäß ganz andere sein können.

Jeder Jeck is anders.

Tabea
10.04.2008, 21:52
@Tabea,

Du hast nach Meinungen gefragt und welche bekommen...
Ich finde es aber schon sehr drollig, wenn man auf eine Frage nach einer meines Erachtens doch eher ungewöhnlichen Uhrzeit wilde Spekulationen über die Knauserigkeit der Gastgeber gestellt werden oder man mir Tipps geben möchte, wie ich die Pausen überbrücken soll, von denen ich, wenn tatsächlich vorhanden, doch gar nicht betroffen bin....

Ich habe die Gastgeber nach einem Warum gefragt und zur Antwort bekommen, dass sie eben ab 22.00 Uhr mit den Freunden feiern wollen.

Tabea

Inaktiver User
11.04.2008, 08:48
Ich finde es aber schon sehr drollig, wenn man auf eine Frage nach einer meines Erachtens doch eher ungewöhnlichen Uhrzeit wilde Spekulationen über die Knauserigkeit der Gastgeber gestellt werden

Genau das meinte ich :blumengabe:

Inaktiver User
11.04.2008, 13:19
Bei unserer Hochzeit war übrigens keine Pause eingeplant - wir haben im Restaurant mehrgängig bis 6 Uhr abends gegessen + sind dann - eigentlich ! - mit unseren Gästen nach Hause gefahren, um die zusätzlichen Abendgäste "in Empfang" zu nehmen.

Fakt war aber, daß 80% der Leute kurz nachhause oder ins Hotel gefahren sind, um sich kurz auszuruhen, sich frisch zu machen und ggf. umzuziehen, bevor sie zur Party kamen.

Ich selbst war 1x auf ner Hochzeit mit Break... Trauung mit anschließendem Sektempfang und Buffet, abends gings dann in einer Kneipe weiter (wo jeder 3 Getränkegutscheine erhielt).

Ich fands ganz angenehm, nachmittags den ersten Sekt-Schwips auszuschlafen .... :zwinker:

Inaktiver User
11.04.2008, 13:33
Lorelei, sollte ich je wieder heiraten - bist Du eingeladen.
Tabea darf auch kommen, aber nicht vor 22 Uhr, hihi...

Inaktiver User
11.04.2008, 14:27
Lorelei, sollte ich je wieder heiraten - bist Du eingeladen.

Danke ! :blumengabe:

Leandra
13.04.2008, 14:29
Ich verstehe allerdings andersrum nicht, warum es überhaupt Pausen geben muss. Ich habe das selber auch noch nicht erlebt.

Weil es manchmal terminlich nicht anders geht.
Wir haben z.B. keinenSamstagstermin für die Trauung bekommen.
Als beste Alternative erschien uns der Freitag.
Trauungen am Freitag finden nur vormittags statt (wir bekamen einen Termin im 10.00)
Da aber einige Gäste tagsüber keinen urlaub nehmen konnten, fand die eigentliche Feier abends statt.
Der Tag teilte sich dann auf in Trauung mit Sektempfang, Floßfahrt als Überbrückungsprogramm und Feier am Abend.
Zwischendurch gab es Pausen in denen wir nach Hause fuhren und die Gäste ins Hotel gingen oder einen Stadtbummel machten.

LG

Leandra

Edelherb
13.04.2008, 16:40
@leandra: solange man sich überlegt, was die Gäste in der Zeit anfangen können, finde ich es auch vollkommen in Ordnung. Wenn es etwas zu besichtigen gibt, man ihnen Tipps an die Hand gibt etc. Aber es wurden hier schon häufiger Fälle beschrieben, wo das nicht so war und die Gäste nicht so recht wußten, was sie jetzt mit der leeren Zeit anfangen sollen. Sicherlich keine böse Absicht, aber solche Unbedachtheiten empfinde ich trotzdem als Unhöflichkeit.