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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Regeneration Lunge / Körper



schneegans
06.04.2008, 17:20
Hallo zusammen,

seit jeher bin ich Nichtraucher, bin mittlerweile Anfang 30 und hatte noch nie das Bedürfnis zu rauchen. Mein Freund ist Kettenraucher. Gerne würde ich ihn unterstützen, aber wenn ich als Nichtraucherin etwas sage, wirkt das unglaubwürdig auf ihn, da ich ja nicht weiß, wie es ist zu rauchen, und was man sich verkneifen muss. Er vertritt die Meinung, dass er einzig und alleine dafür verantwortlich ist, seinen Körper zu ruinieren. Meine Frage lautet: Kann sich die Lunge, wenn man mit dem Rauchen aufhört, vollständig regenerieren und gibt es etwas, womit man den Schaden der Lunge reduzieren kann?
Ich danke Euch für Eure Antworten!

Inaktiver User
06.04.2008, 17:25
*klick* (http://www.nichtraucher-berlin.de/Skripte/Info20.pdf)

bitte. das sind so die veränderungen die im körper passieren, würde dein freund das rauchen aufgeben. das lungenkrebsrisiko entspricht nach rund zehn jahren wieder dem eines nichtrauchers.

aber mit diesen risiken und statistiken ist das so eine sache. ich hatte eine mutter, die nie geraucht hat, nie getrunken hat, immer gesund gelebt hat. lymphdrüsenkrebs, brustkrebs, knochenkrebs, exitus.

ich habe auch eine sehr gute freundin, die ebenfalls höchst gesund lebt und nie geraucht hat: brustkrebs.

man kann das halt nicht einschätzen. grundsätzlich gilt: ein raucher WILL aufhören. alles andere gilt nicht. dein freund kann das dir zu liebe versuchen, aber das hilft nicht viel ...

Billchen
07.04.2008, 09:28
Hallo Schneegans,

ob sich die Lunge wieder ganz erholt hängt u. a. davon ab, wie lange man geraucht hat und inwieweit die Lunge schon geschädigt ist. Hat man z. B. durchs Rauchen bereits eine Krankheit wie COPD, dann kann diese nicht mehr geheilt, wohl aber angehalten werden.

Auf alle Fälle ist es immer sinnvoll, mit dem Rauchen aufzuhören. Zum einen, um die Schädigung nicht noch weiter voran zu treiben, zum anderen kann sich der Körper erstaunlich gut regenerieren. Ich habe vor einem halben Jahr einen Lungenfunktionstest gemacht und der Arzt war ganz erstaunt, als er erfahren hat, dass ich lange Jahre geraucht habe. Mein Lungenvolumen und auch das Röntgen zeigten wohl sehr gute Werte. Ob es jetzt daran liegt, dass ich schon ein paar Jahre nicht mehr rauche und viel Sport mache oder aber weil ich einfach Glück hatte und das Rauchen mir bis dahin nicht geschadet hat, ist mir egal. Ich freu mich natürlich über das Ergebnis und es hat mich darin bestärkt, nie wieder mit dem Rauchen anzufangen. Den Entschluss aufzuhören habe ich wirklich bisher nicht bereut.

Dein Freund scheint nicht soweit zu sein, sich von den Zigaretten trennen zu wollen. Solange das so ist wirst Du leider wenig bewirken können. Ich würde Dir auch vorschlagen, da keinen Druck auf ihn auszuüben, das hat nach meiner Erfahrung genau den gegenteiligen Effekt. Du kannst nur abwarten, dass er von sich aus aufhören möchte und ihn dann bestmöglich unterstützen. Solange aber lass ihn machen. Du musst es nicht gut heißen, aber auch nicht dagegen wettern oder jammern.

Tut mir leid, dass ich Dir keine besseren Tipps geben kann. Ich wünsche Dir trotzdem alles Gute und dass Dein Freund hoffentlich bald von sich aus aufhören möchte zu rauchen

Billchen

schneegans
07.04.2008, 17:45
Vielen Dank Euch beiden! Ihr seid ja wirklich richtig lieb und nett!
Ich möchte ihn auf keinen Fall unter Druck setzen, habe aber Angst, ihn eines Tages an den Krebs zu verlieren, wenn er so weiter macht.

Inaktiver User
08.04.2008, 20:47
Ich möchte ihn auf keinen Fall unter Druck setzen, habe aber Angst, ihn eines Tages an den Krebs zu verlieren, wenn er so weiter macht.

woher kommt denn eigentlich diese angst? hab ich da was überlesen? er hat doch keinen krebs, oder?

wie gesagt: nicht jeder raucher kriegt krebs, nicht jeder nichtraucher bekommt keinen. das läßt sich einfach nicht sagen un dauch an keiner statistik festmachen. statistik würde dir helfen, hättest du hundert kettenrauchende freunde. dan ließe sich mit ziemlicher genauigkeit sagen, wieviele von den hundert du verlieren wirst.

auch raucher können prima-lungenwerte haben. ich war auch kettenraucher, ich bin aber auch taucher, also regelmäßig bei der sportuntersuchung. als raucher wie nichtraucher sind meine volumenwerte gleich, als raucher wie nichtraucher schaffe ich exakt drei minuten zehn ohne luftholen ...

dein freund wird irgendwann aufhören - oder eben nicht. so leid wie es mir tut, aber es ist wirklich seine entscheidung ..
:blumengabe:

Inaktiver User
09.04.2008, 10:42
Liebe Bereschit. Es dürfte doch nun inzwischen klar sein, dass das Rauchen zumindest die Entstehung von Krebs begünstigt. Sonst könnte man doch jetzt auch mit dem "Argument" kommen, die Nichtraucher, die an Krebs erkranken hätten das vom Passivrauchen.

Das ist eine Diskussion, die sich im Kreise dreht.

Weißt Du, was mich veranlasst hat damals von jetzt auf gleich aufzuhören?

Im Bekanntenkreis gibt es einen starken Raucher. Er hat immer viel geraucht und sich nie um seine Gesundheit Gedanken gemacht, ist ja im Endeffekt auch erstmal seine Sache.
Heute ist es seit 4 Jahren nicht mehr nur seine Sache, denn seine Frau ist diejenige, die ihn pflegen muß. Er ist Ende 50 und hat COPD.
COPD ist im Grunde schlimmer als Krebs, denn es verlängert das Leiden. An Atemnot stirbt man nämlich nicht. ER ist Haut und Knochen, blau am ganzen Körper, da sich kaum noch Sauerstoff in seinem Blut befindet, da seine Lunge durch Emphysembildung kaum noch Oberfläche hat um diesen Sauerstoff überzuleiten ins Blut.

Im Blut gibt es daraus resultierend natürlich auch weniger Bindungesstellen für das bisschen Sauerstoff...Hämoglobinwert liegt bei etwa 5,6 g/dl (sollte bei mindestens 12 liegen).

Man könnte sich jetzt natürlich fragen, ob er das nicht auch bekommen hätte, wenn er nicht geraucht hätte....aber was würde das nutzen?

Da das nicht der einzige Fall war, der mich damals so erschreckt hat und heute noch erschreckt (die Ärzte gaben ihm vor 4 Jahren noch etwa ein Jahr zu leben, er quält sich heute noch)
habe ich von jetzt auf gleich aufgehört, weil ich Angst bekam.

Ich bitte alle, die sich ein Bild davon machen möchten um Folgendes: Nehmt einen Strohhalm, steckt ihn Euch in den Mund und setzt Euch eine Klammer auf die Nase. Abgesehen vom Erheiterungeffekt auf die Umgebung atmet bitte NUR durch den Strohhalm. Und keine Angst, Ihr sterbt nicht daran....denn wie gesagt an Atemnot stirbt man nicht.

Inaktiver User
09.04.2008, 11:59
liebe wilde hummel,

weißt du, solche postings wie deins und die haltung dahinter haben auf mich immer noch den effekt, dass es mir peinlich ist zu sagen, dass ich aufgehört habe.

weil ich diesen missionarischen eifer nämlich auf den tod nicht ab kann und befürchte, der würde mir als ex-raucher jetzt automatisch auch unterstellt.

schneegans freund raucht nun mal. du kannst sicher ihm und jedem weiteren raucher von morgens früh bis abends spät das hohe lied vom zusammenhang zwischen rauchen und lungenkrebs singen. vielleicht nimmst du dann auch das lied vom zusammenhang zwischen körperfett und schlaganfall, das vom stress und herzinfarkt, das vom auf-der-autobahn-rasen und autounfällen udn noch das eine oder andere, was ich gerade vergessen haben mag, mit rein.

und ich sag dir dann immer noch: es gibt fette, gestresste, rasende raucher, die komischerweise trotzdem ein hohes lebensalter erreichen. ebenso wie es fitte, schlanke, fahrradfahrende nichtraucher gibt - die trotzdem einen herzinfarkt, schlaganfall, lungenkrebs sonstwas bekommen.

und weiße was? am ende ist das leben für uns alle tödlich.

Inaktiver User
09.04.2008, 12:24
Oh....schade, dass Du mich anscheinend derbe missverstanden hast....

Inaktiver User
09.04.2008, 12:35
Ich habe vor drei Jahren aufgehört zu rauchen, immerhin waren es zum Schluß 2 Schachteln!

Die Lunge regeneriert sich wieder, sofern sie nicht bereits völlig geschädigt ist.

Aber einem Kettenraucher das Rauchen abzugewöhnen oder ihn dazu zu bewegen aufzuhören ist schwierig.

Bei mir war es ein Reitunfall - linke Hand gebrochen und rechter Daumen :knatsch: - und ein Trauma vom Unfall - danach habe ich nicht mehr geraucht, ich reite auch nicht mehr aber das ist eine andere Geschichte.

Missionieren bringt leider nichts, weil der Raucher schon selbst bereit sein muß damit aufzuhören.

Heute allerdings könnte ich mir z.B. nicht mehr vorstellen einen Raucher zu küssen (mein Mann raucht nicht) da ekelt mich schon die Vorstellung.

Dein Freund will nicht, noch nicht oder vielleicht auch nie - ändern wirst du das nicht können. Wieso will er seinen Körper "ruinieren"?

Dharma