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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eltern: habt ihr Unfallvers. für Kinder?



Inaktiver User
26.03.2008, 08:02
Hallo an alle Eltern,

habt ihr eine Unfallversicherung für die Kinder?
Mir wollte gestern die Mitarbeiterin in meinem Versicherungsbüro klar machen, wie wichtig das ist. Mir kommts nicht so wichtig vor.

corvus
26.03.2008, 08:07
Mir erscheint es wichtig.

schluppi
26.03.2008, 08:53
Hallo an alle Eltern,

habt ihr eine Unfallversicherung für die Kinder?
Mir wollte gestern die Mitarbeiterin in meinem Versicherungsbüro klar machen, wie wichtig das ist. Mir kommts nicht so wichtig vor.

Hallo Studentin,
...stelle dir mal bitte vor, dein Sonnenschein ist gestern etwas unglücklich gestürzt.
Beim Fahrradfahren übern Lenker abgestiegen.
Rechte Arm, Ellenbogen etwas zertrümmert. In der Folge, die Bewegung bleibt eingeschränkt.

Was bedeutet dies für dein Kind, für die Zukunft?
Könnte es Einschränkungen im Berufsleben geben?
Könnte es Einschränkungen im Privatleben geben?

Mit Sicherheit, an so ein Handykap kann mansich gewöhnen.

Aber was, wenn dein Sonnenschein, nach solch einem Sturz, dann stolzer Besitzer eines AOK-Choppers ist?
Was müßte dann alles verändert werden?
Türenverbreiterung?, ebenerdige Zufahrten schaffen?, eventuell neues/anderes Auto?, wie siehts im Sanitärbereich aus?, eventuell Umbau Kinderzimmer?, Küche?
Solange du lebst, wirst du alles unternehmen, das es ihm gut geht.
Wie sieht es dann mit der Zeit aus, wo du arbeiten gehen wolltest?
Was wird sein, wenn deine biologische Uhr abgelaufen ist? Wenn er/sie alleine auf sich angewiesen ist?
Ob da eventuell Geld gebraucht wird?

Welche Leistungen erwartest du von diesem ach so sozialen Staat?

Gedanke von mir.
Grundsumme bei Invalidität um die 100.000 € und maximal eine Verdreifachung. Kosten dafür dürften sich bei 3 bis 4 € belaufen.
Vielleicht noch eine Todesfalleistung in Höhe von 8000€.

Sinnvoller (aus meiner Sicht) seperat (nicht in der Unfallversicherung einbinden) ergänzen mit einer Absicherung, im Bereich Invalidität. ...ca. 1000€ monatliche Invaliditätszahlung.
Nur jede 10. Invalidität rührt aus einem Unfall heraus. Die restlichen entstehen aus gesundheitlichen Gründen.

Insofern bleibt die Frage: Wie wichtig ist eine Unfallversicherung?

LG Schluppi :engel:

Merya
26.03.2008, 12:49
Natürlich haben wir eine Unfallversicherung für die Kinder.

Aus den Gründen, die meine Vorschreiberin genannt hat.

Bei Tod gibt es keine Entschädigung für die Hinterbliebenen (in dem Falle wir), dafür gibt es eine hohe Entschädigung bei Invalidität.

Es gibt sicher Versicherungen, welche nicht so wichtig sind. Die Unfallversicherung gehört nicht dazu.

viele Grüße
Merya

hillary
26.03.2008, 12:49
Hallo an alle Eltern,

habt ihr eine Unfallversicherung für die Kinder?
Mir wollte gestern die Mitarbeiterin in meinem Versicherungsbüro klar machen, wie wichtig das ist. Mir kommts nicht so wichtig vor.

Kann mich schluppi nur anschließen!
Sie wichtig, in meinem fall betrifft es mich und ich guck ganz dumm aus meiner Wäsche. Kosten über Kosten und null Hilfe.

HansDampf
26.03.2008, 15:46
ja, in Verbindung mit einer "Ausbildungsversicherung" (kapitalbildende Lebensversicherung, die zum 18. Geburtstag ausgezahlt wird). So sind beide Risiken (Tod der Eltern bzw. des Kindes, Unfall) abgesichert und man spart für die Ausbildung (oder den Führerschein oder was eben mit 18 wichtig ist).

Hans

Inaktiver User
26.03.2008, 16:39
Grundsumme bei Invalidität um die 100.000 € und maximal eine Verdreifachung. Kosten dafür dürften sich bei 3 bis 4 € belaufen.
Was heisst "max. Verdreifachung"?
Meinst du mit Kosten von 3-4 Euro die monatlichen Kosten für die Versicherung?



Sinnvoller (aus meiner Sicht) seperat (nicht in der Unfallversicherung einbinden) ergänzen mit einer Absicherung, im Bereich Invalidität. ...ca. 1000€ monatliche Invaliditätszahlung.
Wie heisst solch eine Versicherung?



Insofern bleibt die Frage: Wie wichtig ist eine Unfallversicherung?

Wichtig, aber eine Invaliditätsrente ist auch wichtig?

Inaktiver User
26.03.2008, 16:40
Kann mich schluppi nur anschließen!
Sie wichtig, in meinem fall betrifft es mich und ich guck ganz dumm aus meiner Wäsche. Kosten über Kosten und null Hilfe.
Das würde bedeuten, wir Eltern brauchen auch eine. Vielleicht gibt es auch eine Versicherung für die ganze Familie.

Verräts du mir, wieviel jetzt ungefähr auf dich zukommt?

Inaktiver User
26.03.2008, 16:41
ja, in Verbindung mit einer "Ausbildungsversicherung" (kapitalbildende Lebensversicherung, die zum 18. Geburtstag ausgezahlt wird). So sind beide Risiken (Tod der Eltern bzw. des Kindes, Unfall) abgesichert und man spart für die Ausbildung (oder den Führerschein oder was eben mit 18 wichtig ist).

Hans


Ausbildungsversicherung hat die Oma abgeschlossen. Bis jetzt war ich auch von dieser Versicherung nicht besonders überzeugt.

Inaktiver User
26.03.2008, 16:43
gegen das Leben kann man sich nicht versichern.

und Unfall ist doch nur eines von vielen Risiken - wenn das Kind dauerhaft krank wird, ist es in einer genauso schlechten Situation.

Wir haben keine Extra-Unfallversicherung - und lehnen zuviel Versicherungen auch ab.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
26.03.2008, 16:43
Ausbildungsversicherung hat die Oma abgeschlossen. Bis jetzt war ich auch von dieser Versicherung nicht besonders überzeugt.

bin ich auch nicht!

Inaktiver User
26.03.2008, 16:44
Vielen Dank für eure Antworten. Mein Problem ist, dass ich immer skeptisch werde, je mehr mich jemand von etwas überzeugen will - ich denke, mir soll was aufgeschwatzt werden.

*notier* Gleich mal Finanz-Test kaufen.

Inaktiver User
26.03.2008, 16:47
gegen das Leben kann man sich nicht versichern.

und Unfall ist doch nur eines von vielen Risiken - wenn das Kind dauerhaft krank wird, ist es in einer genauso schlechten Situation.

Wir haben keine Extra-Unfallversicherung - und lehnen zuviel Versicherungen auch ab.

Gruß, Leonie


so in diese Richtung denke ich auch...

ich fands richtig unangenehm, wie ch nach der Geburt mit Angeboten überschüttet wurde und sich die Versicherungsvertreter die Klinke in die Hand gaben ... Unfallversicherung...Ausbildungsversicherung...Nab elschnurblut

AnnaNym
26.03.2008, 17:11
Das sehe ich genauso, wie Leonie. Das Leben ist ein einziges großes Risiko. von der Wiege bis zur Bahre und wie vielen Risiken ist schon mit Geld zu begegnen? Notwendige Umbauten im Haus und notwendige medizinische Geräte zahlt auch die Krankenkasse. Klar kann man immer mehr "brauchen", aber wozu? Ein Onkel von mir hatte für seinen behinderten Sohn im Rollstuhl eine komplette Garage voller teurer "Brauch-ichs", die einmal ausprobiert wurden und dann nie zum Einsatz kamen. Ständig war er auf Jagd nach neuen Leistungen für seinen Sohn, nur Gesundheit lässt sich nicht kaufen - für alles Geld der Welt nicht.

Gib das Geld was du hast lieber für einen schönen Alltag mit deinen Kindern aus und wirf es nicht Versicherungen in den Rachen. Die versichern nur, was sich für sie rentiert, denn Versicherungen wollen Profit machen. Nur das ist ihre Intention. :knatsch:

hillary
26.03.2008, 17:27
Das würde bedeuten, wir Eltern brauchen auch eine. Vielleicht gibt es auch eine Versicherung für die ganze Familie.

Verräts du mir, wieviel jetzt ungefähr auf dich zukommt?
ich zahle für mich + beide mittlerweile erwachsenen Kinder (Studenten) ca 90 € im Jahr. nur Minimalleistung abgesichert.
Nun hatte aber ich den Unfall, bin seit Monaten arbeitsunfähig, 2 OPs, eine Reha, ständige Krankengymnastik und überall zahle ich zu und bekomme nur die in der gesetzlichen KV verankerten Leistungen. Bei 12 x Physiotherapie ist da eigentlich schon Schluß. Muskelaufbautraining und Bewegungsbad, sowie Medikation + Sportgeräte bezahle ich aus eigener Tasche und das bei gekürztem Einkommen. Selbst eine Reihe neuer Klamotten mussten her, da ich mit Gipsschiene nicht in meine normalen Sachen passte.

Genau das gleiche käme auf meine Kinder zu, wenn ihnen dieser Fall passiert wäre. Keine GKV bezahlt zB. notwendige Umbauten, alternative Heilmethoden etc.
Früher habe ich immer gesagt, man kann nicht alles absichern, heute würde ich nicht mehr so sparen.
Aber ich denk, die Fachleute unter uns wissen besser Bescheid.
Ich kanns halt nur aus Betroffenen Sicht sagen.
Übrigens hatte ich als Kind schon mal einen Unfall, bei dem ich mir die Frontzähne ausschlug, Unfallversicherung zahlte.

Almira
26.03.2008, 18:11
Ich hab so eine Versicherung seit ca. zwei Jahren für mein mittlerweile elfjähriges Kind. Vorher war ich nicht darauf gekommen, dass wir die brauchen. Jetzt halte ich sie für sehr wichtig.

Ich fühle mich dafür verantwortlich, gut für meine Tochter zu sorgen, bis sie eine Ausbildung ihrer Wahl abgeschlossen hat und damit die Voraussetzung dafür geschaffen ist, dass sie für sich selbst sorgen kann. Dann ist sie dran.

Alleinerziehend und teilzeitarbeitend, kriege ich das ganz gut hin, solange alles einigermaßen glatt läuft. Wäre meine Tochter aber z.B. durch die Folgen eines Unfalls schwer behindert, reicht mein Geld wahrscheinlich nicht. Wir müssten vielleicht die Wohnung umbauen, ihre Ausbildung könnte wesentlich länger dauern oder sie könnte vielleicht nie in der Lage sein, einen Beruf auszuüben, der sie ernährt. In all diesen Fällen kann Geld, das die Unfallversicherung zahlt, unser Leben erheblich erleichtern.

Ich zahle dafür 72 € im Jahr.

HansDampf
26.03.2008, 19:55
bin ich auch nicht!
Was ist das Problem mit einer kapitalbildenen Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 18 Jahren? Mehr ist ja eine Ausbildungsversicherung nicht. Klar sind die Zinserträge im Keller, aber wer das Geld in Aktien anlegt, guckt auch manchmal in die Röhre.

Gruß

Hans

schluppi
26.03.2008, 21:42
Was heisst "max. Verdreifachung"?

Bis zu einem bestimmten %-Satz wird die Leistung an Hand der Invaliditätssumme (Grundsumme) ermittelt.
Sollte es bei einem Unfall zu einer sogenannten Vollinvalidität kommen, dann hängt es davon ab, wie hoch die Progreßionsstaffel ist.
Manche Vermittler bieten dort bis zu 1000% an.
Das meinte ich mit dieser maximal "Verdreifachung", entspricht 300%, bei der Progessionsstaffel.
Und ist eine optimale Gestaltung Preis-Leistung.

Vermeide eine Unfallversicherung mit "Beitragsrückgewähr". Das ist der größte staatlich genehmigte Betrug an uns Bürgern/Eltern!!!


Wie heisst solch eine Versicherung?
Es gibt Berufsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen.
Sie dienen einzig allein, einen monatlichen Betrag zur Verfügung zu stellen, im Falle gesundheitlicher Einschränkungen.
Diese dienen nicht nur dem Kind!!!
Denn in erster Linie vergesse bitte nicht, das du sicher einen/deinen Volltime-Job an den Nagel hängen kannst, sollte solch ein Versicherungsfall bei deinem Kiddi eintreten.
Mein Gedanke hierbei, mehr auf die Grundfähigkeits- und Pflegeversicherung schauen.


Wichtig, aber eine Invaliditätsrente ist auch wichtig?
In der Tat, denn von Vater Staat kannst du nur Gesabber erwarten. Der hilft dir nicht!
Unfall sichert dich finanziell für unerwartet auftretende Umstellungen/Umbauten. (Hatte schon ein paar anklingen lassen)

Noch ein Tipp,
Wenn du für dein Kiddi schon eine Todesfallabsicherung (ca. 5-8000€) hast, dann lasse diese aus der Unfall heraus.

Geld-/Sparanlagen sind über eine Kapitalversicherung ein Verlustgeschäft, erster Güte.

Familienunfallversicherung macht Sinn, da die meisten Anbieter Nachlässe geben. I.d.R. 10%

Versetze dich mal in die Situation, ob du ein nagelneues Auto mit einer Vollkaskoersicherung absichern würdest, oder nicht? ...geht u.U. dabei um 20-30.000€ Kaufpreis.
Und wieviel Geld wird dann für solch eine Blechhaube ausgegeben?
500,- 800,- gar über 1.000€ im JAHR.
...und wieviel widmet man seinem eigenem Leben?

LG Schluppi :engel:

schluppi
26.03.2008, 22:01
Was ist das Problem mit einer kapitalbildenen Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 18 Jahren? Mehr ist ja eine Ausbildungsversicherung nicht. Klar sind die Zinserträge im Keller, aber wer das Geld in Aktien anlegt, guckt auch manchmal in die Röhre.

Gruß

Hans

Sicher solltest du bei Aktien, dir täglich etwas Zeit nehmen.
Aber alleine die Kosten für Kapitalversicherungen liegen jenseits von Gut und Böse.

Erst war es ein Spaß, jetzt aber Kalkulation.
Seit einigen Jahren kaufe ich mir schon PS-Lose bei der Sparkasse.
Eins kostet (jetzt) 6€.
Ich kaufte monatlich 10 Lose. = 60€ = im Jahr 720,-€
Dafür bekomme ich definitiv mind. 2,50€ im Monat als Gewinn zurück(da ich fortlaufende Nummern habe). Vielleicht erhalte ich ja auch mal 1000€. Wer weiß das schon??? :zwinker:
Am Jahresende wird dann noch eine Rückzahlung fällig, in Höhe von 4,80€. = 576,-€ + die monatlichen 2,50€ = 30,-€ ....
ergibt 606,-€

Ausgegeben habe ich 720,-€ und bekomme 100%-ig mindestens 606,-€ wieder.
Jetzt habe ich diese 606,-€ wieder aufgefüllt auf 720,-€ und bezahle davon die nächsten 10 Lose.
D.h., momentan kaufe ich monatlich 20 Lose.

Jedes kommende Jahr das gleiche Spiel.... irgendwann kaufe ich mir dann 100 Lose.
So bestreite ich dies noch einige Jahre.
Mein eigentlicher "Verlust" beläuft sich optisch auf 1,20€ je Los. (Was im übrigen, einer Spende dient.)
Aber auf der anderen Seite, die Option, auch mal größere Gewinne zu erhalten. ...und die kommen. :zwinker:

Im Grunde begrenze ich meine Verluste, ähnlich wie bei Aktien mit entsprechenden Mitteln.

War nur so eine Idee.... :smirksmile:

schluppi
26.03.2008, 22:13
Das sehe ich genauso, wie Leonie. Das Leben ist ein einziges großes Risiko. von der Wiege bis zur Bahre und wie vielen Risiken ist schon mit Geld zu begegnen? Notwendige Umbauten im Haus und notwendige medizinische Geräte zahlt auch die Krankenkasse. Klar kann man immer mehr "brauchen", aber wozu? Ein Onkel von mir hatte für seinen behinderten Sohn im Rollstuhl eine komplette Garage voller teurer "Brauch-ichs", die einmal ausprobiert wurden und dann nie zum Einsatz kamen. Ständig war er auf Jagd nach neuen Leistungen für seinen Sohn, nur Gesundheit lässt sich nicht kaufen - für alles Geld der Welt nicht.
Laß mich raten: Du hattest noch nie einen Unfall erlitten? Du hast keine körperlichen Gebrechen?
Du kennst die Preise, für Pflegedienste?
Du weißt auch, das dir die Kasse eben mal locker einen Treppenlift sponsort, von der ersten in die zweite Etage?
Die kümmern sich auch rührend um den Umbau deines Autos?
Wenn du mir jetzt noch sagen möchtest, das du in Schlaraffia wohnst, dann lebe wohl.
Klar, mit Geld kannst du keine Gesundheit erkaufen!!!
Darum geht es auch nicht.


Gib das Geld was du hast lieber für einen schönen Alltag mit deinen Kindern aus und wirf es nicht Versicherungen in den Rachen. Die versichern nur, was sich für sie rentiert, denn Versicherungen wollen Profit machen. Nur das ist ihre Intention. :knatsch:
Versicherungen "wollen" nicht nur Profit machen. ...sie machen ihn!!!
Wenn ich dadurch das Leben meines Kindes angenehmer gestalten kann, vor allem, wenn ich dann mal nicht mehr bin, dann sollen sie sich an mir weiterhin, eine goldene Nase verdienen.
Genauso, wie du für deine Arbeit auch Geld verdienst, oooder???

LG Schluppi :engel:

Inaktiver User
26.03.2008, 23:13
Hallo.

Eine Ausbildungsversicherung ist als Unterart der Kapital-Lebensversicherung eine absolut unnötige, überflüssige und falsche Art, für seine Kinder vorzusorgen. Darüber hinaus wird in der Presse nicht umsonst von der "Kunden-Melkmaschine" gesprochen. Das einbezahlte Kapital wird nämlich geschickt umverteilt. Das vom Kunden einbezahlte Kapital bleibt nicht bei diesem, sondern wird äußerst großzügig zwischen Vermittler und Versicherung aufgeteilt. Wenn am Ende noch was für den Kunden übrig bleibt, ist das dann ganz nett.

Ich möchte an dieser Stelle vor diesem Produkt sogar warnen!

Auch bei den Unfallversicherungen gibt es vier Varianten:
sinnvoll: Reine Unfallversicherung - günstiger Beitrag und hohe Leistung bei Invalidität (bei Kindern ist darauf zu achten, daß Kinderkrankheiten, Infektionen, Vergiftungen usw. als Unfall definiert sind). Wegen "geringer Provisionen" nur ungern vermittelt...
sinnvoll: Reine Unfallrente: - äußerst günstiger Beitrag (500.-Euro lebenslange Unfallrente dürfen pro Monat bei einem Kind nicht über 2,80 Euro kosten) und gute/lebenslange Leistung (bei Kindern ist darauf zu achten, daß Kinderkrankheiten, Infektionen, Vergiftungen usw. als Unfall definiert sind). Wegen geringer Provisionen nur ungern vermittelt...
Absolutes NO-Go: Die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr (UPR) oder auch Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR) genannt. Diese ist ein absolutes Abzock-Modell der Versicherungsbranche. Extrem hohe Beiträge lassen meist nur viel zu niedrige Versicherungsleistungen zu. Die Bedingungen sind ebenfalls meist mangelhaft. Am Ende bekommt man seine Beiträge plus einen Minimalgewinn zurück. Dadurch lässt sich die UPR/UBR superleicht verkaufen, was auch sehr im Interesse des Vermittlers ist (weil höchste Provisionen). In Wirklichkeit ist hier eine billigste Unfallversicherung mit einem schlecht verzinsten Sparvorgang verknüpft. Deshalb die hohen Beiträge. Es fließen Höchstprovisionen und die Kosten sind ebenfalls enorm Wenn der Kunde den Gesamtbeitrag nimmt und davon selbst eine günstige "Reine Unfallversicherung" zeichnet und die Beitragsdifferenz plus eine hochwertige Anlage tätigt, hat er am Ende die doppelte bis dreifache Auszahlung wie aus der UPR/UBR. Im Endeffekt ist es ein Produkt für Kunden, die nicht rechnen können... Auch vor diesem Produkt möchte ich eindringlich warnen.
teilweise sinnvoll: Kinder-Invaliditätsvorsorge (modern aufgepepptes Produkt und wegen hoher Provisionen auch gerne verkauft). Dieses Produkt kann bei guten Anbietern durchaus attraktiv sein - aber die zahl der "schlechten Angebote" überwiegt bei weitem...
Hier ist es wie bei vielen anderen Versicherungssparten:
Ein guter Versicherungsschutz ist günstiger als man glaubt.
Leider bekommt man diesen selten genug angeboten, da das Interesse vieler Vermittler ein ganz anderes ist: Nämlich Provisionsmaximierung!

Schöne Grüße
justii

Prijon
26.03.2008, 23:52
Eine Ausbildungsversicherung ist als Unterart der Kapital-Lebensversicherung eine absolut unnötige, überflüssige und falsche Art, für seine Kinder vorzusorgen

Danke. Ich bekam schon ein schlechtes Gewissen.

Prijon

Almira
27.03.2008, 03:35
Reine Unfallversicherung - günstiger Beitrag und hohe Leistung bei Invalidität (bei Kindern ist darauf zu achten, daß Kinderkrankheiten, Infektionen, Vergiftungen usw. als Unfall definiert sind). So eine hab ich, wobei ich noch festlegen konnte, dass die Versicherung bei geringer Schädigung nichts zahlt - ein steifer Ellenbogen ist ärgerlich, stürzt uns aber nicht in finanzielle Not - und im Todesfall auch nicht, dafür aber umso mehr bei dauerhafter Invalidität.


Kinder-Invaliditätsvorsorge Wie unterscheidet sich die denn von der Unfallversicherung?

akademikerin
27.03.2008, 07:16
Dein Kind kann invalide werden ohne Unfall vorher, als Folge einer Erkrankung z.B.

Wenn du eine Unfallversicherung abschliesst für das Kind - was ich äusserst sinnvoll finde - dann würde ich mich gleichzeitig erkundigen, wie es mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung aussieht. Sollte dein Kind einmal einen Unfall mit Folgeschäden haben, aber noch arbeiten können, würde diese Versicherung kaum noch abschliessbar sein. Nur kann man von 500 Euro im Monat nicht leben. Und berufsunfähig kann man nicht nur per Unfall werden.

schluppi
27.03.2008, 08:57
Wenn man sich vor Augen führt, das gut 25% der Berufstätigen, also im Grunde, jeder 4. Mensch bei uns, berufs-/erwerbsunfähig wird, aus gesundheitlichen Gründen, dann ist diese Versicherung ein Gedanke wert.
Genauso, oder parallel, die Pflegeversicherung.

Diese von mir erwähnte "Grundfähigkeitszusatzversicherung" ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherug.
Hier ist nicht ausschlaggebend, ob du 50% berufsunfähig bist und dann deine Leistung erhältst.
Hier wird nach Beeinträchtigung, deiner körperlichen Bewegung (egal, ob durch einen Unfall, oder durch gesundheitlichen "Verfall" hervorgerufen) geleistet. Also auch schon mal bei einer geringeren Beeinträchtigung.
Zudem liegen hier die Gesundheitsfragen auf einer anderen und zeitgemäßen Ebene, als bei einer herkömmlichen Berufsunfähigkeitsversicherung.
Aber egal welche Form. Seit ehrlich beim Beantworten!!! dieser Fragen. (Die Antworten werden auch gerne mal von Vermittlern heruntergespielt. Aus Provisionsgründen, also VORSICHT.)
Es gibt jährlich genügend Prozesse, wo es um die Leistungszahlung geht und meistens streitet man sich vor Gericht, wegen unwahrer Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Nochmals; "Berufsunfähigkeitsvers." und "Grundfähigkeitszusatzvers." sind nicht das selbe.
Sie unterscheiden sich in ihrer Leistungsform, dienen aber dem selben Ziel.
Letztere ist eine neuwertige Alternative und kostet auch etwas weniger.


Bei einer ergänzenden Unfallrente bekomme ich Bauchschmerzen.
Warum?
Ich war 17 Jahre in der Branche tätig. In dieser Zeit habe ich unzählige Unfallschäden bearbeitet.
Die höchste Unfalleistung lag bei 43%.
Und Zahlung einer Unfallrente beginnt ab 50%.
Selbst in Gesprächen mit Geschäftspartnern stellte sich folgendes Bild dar.
Wir betreuten ca. 20.000 Menschen und da kam es zu einem größerem Unall (80% Invaliditätsleistung)
Die meisten Schäden liegen/lagen im Bereich 1-30% Invalidität.
Beispiele dafür sind immer wieder Bein- und Armschäden.

Daher sehe ich einen Sinn darin, die Unfallinvaliditätsleistunggrundsumme mind. bei 100.000,-€ anzusiedeln. Eher höher.
Ist aber eine Frage des Geldbeutels, den man für Absicherungen öffnen möchte.
Bei einem bewegungseingschränkten Arm, von 20% kommen so 20.000,-€ zur Auszahlung.
Das Geld ist dann auch nicht viel, aber zumindest, kann man sein Auto in aller Ruhe wechseln (von Schaltung, auf Automatik), ob man beim Job mit einem kaputten Arm arbeiten kann, steht häufig in Frage. Also steht meist ein Jobwechsel an.
Vielleicht eine Situation, in der man sich selbständig macht. ...und dann braucht man Geld.
Kleinere Umbaumaßnahmen im Sanitärbereich, sind hierbei locker zu tätigen. Haltegriffe etc.

Ich wünsche euch einen unfallfreien Tag

LG Schluppi :engel:

schluppi
27.03.2008, 09:16
...Mein Problem ist, dass ich immer skeptisch werde, je mehr mich jemand von etwas überzeugen will - ich denke, mir soll was aufgeschwatzt werden.
Hier kann ich dir nur empfehlen: Folge deinem Gefühl... :zwinker:


*notier* Gleich mal Finanz-Test kaufen.
Das ist keine schlechte Idee.
Trotzdem ein Gedanke von mir. Schaue auf die Bewertungen der 15- max. 20 großen Gesellschaften.
Es gibt auch "interne" Statistiken, wonach je kleiner das Unternehmen, je mehr Leistungsverweigerungen/Prozesse.
Vermeide auf jeden Fall Direktversicherungen!!! Die sollten bei ihrem Warenhaus bleiben.... :zwinker: oder du schiesst dein Geld in den Cosmos. Im wahrsten Sinne. :freches grinsen:

HansDampf
27.03.2008, 09:35
Hallo.

Eine Ausbildungsversicherung ist als Unterart der Kapital-Lebensversicherung eine absolut unnötige, überflüssige und falsche Art, für seine Kinder vorzusorgen. Darüber hinaus wird in der Presse nicht umsonst von der "Kunden-Melkmaschine" gesprochen. Das einbezahlte Kapital wird nämlich geschickt umverteilt. Das vom Kunden einbezahlte Kapital bleibt nicht bei diesem, sondern wird äußerst großzügig zwischen Vermittler und Versicherung aufgeteilt. Wenn am Ende noch was für den Kunden übrig bleibt, ist das dann ganz nett.

Ich möchte an dieser Stelle vor diesem Produkt sogar warnen!


Hallo Justi,

als "Besitzer" solcher Versicherungen für meine Kinder muß ich jetzt noch mal nachfragen:

Ist jede kapitalbildende Lebensversicherung Humbug? Warum? Was gibt es für Alternativen?

Das Geld jeden Monat in einen Sparplan der Sparkasse einzahlen gibt auch nicht mehr Zinsen, kostet jedes Jahr Steuern.

Oder meinst Du, daß nicht jede kapitalbildende Lebensversicherung jedes Anbieters gut ist? Klar sind die Erträge und Kosten unterschiedlich, dafür gibt es ja Vergleiche.

Gruß

Hans

Inaktiver User
27.03.2008, 09:37
Vermeide auf jeden Fall Direktversicherungen!!! Die sollten bei ihrem Warenhaus bleiben.... :zwinker: oder du schiesst dein Geld in den Cosmos. Im wahrsten Sinne. :freches grinsen:

Was sind Direktversicherungen? Meinst du solche Angebote wie von Karstadt?

schluppi
27.03.2008, 09:46
Was sind Direktversicherungen? Meinst du solche Angebote wie von Karstadt?
:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: ...an den Laden habe ich jetzt garnicht gedacht, aber den gibt es ja auch noch. :freches grinsen:
Genau solche Versicherer meine ich. :smile:

Sinnvoll ist wenn du eine gute Betreuung vor Ort hast.
...in Medienberichten wird des öfteren von Schadensabwicklungen und deren Problemen berichtet.
Dabei ist mir aufgefallen, das diese Schadensmeldungen in der Regel, von den Menschen selber eingereicht wurden.

Auch in meiner Praxis sah ich gelegentlich, wie sich der eine, oder andere abmühte, seinen Schaden bezahlt zu bekommen.
Mit einem Betreuer/Vermittler im Hintergrund, geht dies problemloser.

:engel:

schluppi
27.03.2008, 10:08
...Ist jede kapitalbildende Lebensversicherung Humbug? Warum? Was gibt es für Alternativen?

Das Geld jeden Monat in einen Sparplan der Sparkasse einzahlen gibt auch nicht mehr Zinsen, kostet jedes Jahr Steuern.

Oder meinst Du, daß nicht jede kapitalbildende Lebensversicherung jedes Anbieters gut ist? Klar sind die Erträge und Kosten unterschiedlich, dafür gibt es ja Vergleiche.

Gruß

Hans

Hallo Hans, :smile:
ich bin zwar nicht justi, aber ich glaube, das kann ich dir auch beantworten.

Grundsätzlich ist es für uns Menschen unmöglich zu erkennen, welche Versicherung sinnvoll ist und welche nicht.
Zu viele Angebote, zu viele Variationen, zu viele Anbieter mit unterschiedlichsten Tarifen.
Du brauchst Jaaahhre um dich da durchzufuchsen, und wenn du durch bist, gibt es schon wieder neue Produkte.
...ist wie in der Automobilindustrie. :freches grinsen:
Als Otto-Normalverbraucher kannst du nichts mehr vergleichen!!! Und wenn doch, dann nur da, was die Gesellschaften an Zahlen herausrücken.
Und zeige mir nur eine einzige reale Statistik eines großen Unternehmens, welches nicht profitorientiert dargestellt ist.
Eine Statistik, ist nichts anderes als eine Art Werbeplattform, für noch mehr Profit. Erst Recht im Finanzbereich.

Aus meiner Sicht, macht Produkt "kapitalbildende Vers." einen Sinn, wenn diese als "betriebliche Altersvorsorge" zum tragen kommt. (Noch vorhandene Steuervorteile nutzen)
Besser noch den Todesfall/Hinterbliebenenschutz herausnehmen und eine Rentenversicherung nutzen.
Bist du mal "arm" dran, vorübergehend, dann werden zuerst die Beiträge, der Versicherungen gekürzt. In der Folge reduziert sich der Hinterbliebenenschutz. = Gefahr.

Humbug? das ist Ansichtssache.
Auf alle Fälle kosten kap.Vers. eine Menge Geld!!!
Da bist du auf die Laufzeit gesehen mal schnell mit 20 Cent, pro 1 EURO dabei.
Welche Gesellschaft reicht denn heute noch die Gewinne, die mittlerweile aus Profitgründen, nicht mehr im eigenen Hause erwirtschaftet werden, an seine Kunden weiter?

Alternativen?
Als erstes vergesse diese von den Versicherern gepriesenen durchschnittlichen 6%!!!
Und höhere Gewinne, von irgendwelchen Anbietern, da solltest du schon mal den Anwalt beiholen. :zwinker:

Steuern müsen wir mittlerweile schon auf fast alle Gelanlagen zahlen!

Omas Strumpf könnte wieder interessant werden.
Ausland macht nur bedingt einen Sinn. :zwinker:

Möglichkeiten gibt es sicher noch ein paar, aber diese jetzt aufzählen, würde garantiert eine Lawine loslösen.
Pro und Contra...
und jeder hat seine Erfolgsstorrie usw.

LG Schlupi :engel:

HansDampf
27.03.2008, 10:56
Danke Schluppi:blumengabe:

mir geht es bei diesen Versicherungen allerdings nicht um Maximalprofit, sondern um den Spareffekt als solchen. Ich zwinge mich sozusagen selber, jeden Monat etwas zurückzulegen. Und wenn es dann noch 3% Zinsen gibt, bin ich vollauf zufrieden. Sogar, wenn ich darauf noch 30% Steuern bezahlen muß.

Letztlich täte es das klassische Sparbuch auch.

Das die Versicherungen mehr daran verdienen als ich, stört mich nicht wirklich. Solange meine Einlagen gesichert sind, ist der Gewinn nebensächlich.

Bin eben ein schlechter Kapitalist:freches grinsen:

Gruß

Hans

DerExperte
27.03.2008, 11:12
1. eine klassische ausbildungsversicherung nie abschliessen. zu hohe kosten, zu wenig flexibilität, zu niedriger ertrag.
2. sparen und risiko absichern sollte getrennt erfolgen.
3. für kinder unter drei jahren besteht das unfallrisiko besonders, da es bis dahin keinerlei leistungen seitens des staates gibt!
4. auf die versicherungsbedingungen im detail achten und sich unabhängig beraten lassen. der teufel steckt im detail. es gibt auch im unfallversicherungsbereich mega-grosse unterschiede!!!
eine einigermassen vernünftige und gute ufv kostet für ein kind zw. 50 und 120 eur pro jahr. (individuelle wünsche und tarifwahl haben einfluss auf den beitrag)

beste grüße,

DerExperte

erdbeereis
27.03.2008, 16:24
Habe jetzt nicht alles nachgelesen.

Nein, wir haben keine EXTRA Unfallversicherung.
Es muss jeder selbst wissen, was er mit seinem Geld macht, aber verdienen tuen meist nur die großen Vericherer.

Sollte der Fall X eintreten, dann könnt ihr mit diesen großen Gesellschaften jahrelang prozessieren, um euer mühsam eingezahltes Recht auch ausbezahlt zu bekommen.
DAS finde ich grausam (besonders, wenn es dann um Kinder geht).

Lieber immer was beiseite packen, um für eventuelle Notfälle ein Polster zu haben. Man kann sich nicht gegen alle Lebensrisiken absichern.

Mit Versicherungen haben wir bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Ich denke, das ist die Regel!
Wir haben so wenig wie nötig Versicherungen (KV, RV, Haftpflicht), leben aber zunehmend gesünder und bewusster. Ich denke auch hier entgeht man schon so einigen Risiken (insbesondere Krankheiten, Unfälle).

Meine Tochter hatte vor 2 Jahren einen Fahrradunfall. Die Behandlungen wurden ausnahmslos von der gesetzlichen KV bezahlt. Das kaputte Fahrrad und obendrein 1000 Euro Schmerzensgeld bekam sie von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers. Das Schmerzensgeld mussten wir allerdings erst einklagen. Der Anwalt meinte, er kenne keine Versicherung, die gleich beim ersten Mal und ohne Klage freiwillig irgendeinen Cent bezahlt, auch wenn alle Fakten klar sind.

Inaktiver User
28.03.2008, 15:11
Hallo Justi,

als "Besitzer" solcher Versicherungen für meine Kinder muß ich jetzt noch mal nachfragen:

Ist jede kapitalbildende Lebensversicherung Humbug? Warum? Was gibt es für Alternativen?

Das Geld jeden Monat in einen Sparplan der Sparkasse einzahlen gibt auch nicht mehr Zinsen, kostet jedes Jahr Steuern.

Oder meinst Du, daß nicht jede kapitalbildende Lebensversicherung jedes Anbieters gut ist? Klar sind die Erträge und Kosten unterschiedlich, dafür gibt es ja Vergleiche.

Gruß

Hans

Hallo Hans.

Es stimmt zwar, daß auch bei den kapitalbildenden Lebensversicherungen (auch Aussteuerversicherungen) die Qualtiät/Kosten zwischen den Anbietern unterschiedlich sind, aber das habe hier nicht gemeint.

Ich möchte mich deshalb detaillierter ausdrücken:

Der Bausparvertrag ist sicherlich für den einen oder anderen das richtige Medium, um einen Teil der Finanzierung zu seinem Wunschhaus darzustellen. Mit diesen paar Personen ist es allerdings für die Bausparkasse schwierig, Gewinne einzufahren (damit richtig verdient wird). Aus diesem Grund wird der Bausparvertrag als Massenmedium beworben und im Prinzip an jeden verkauft. Mit einer üppigen Provision für den Vermittler wird dabei gesichert, daß auch entsprechende Stückzahlen produziert werden. Daß es am Ende bei der großen Masse nicht passt, wird dabei billigend in Kauf genommen.

Die Kapitallebensversicherung ist sicherlich auch für den einen oder anderen das richtige Medium seinen Absicherungs-/Sparbedarf zu decken. Doch wie auch oben ist mit diesen paar Leutchen für die Gesellschaften kein Gewinn zu machen. Aus diesem Grund wird auch die KLV als Massenmedium beworben. Mit einer mehr als üppigen Provision für den Vermittler wird auch hier gesichert, daß entsprechende Stückzahlen produziert werden und damit fortwährend große Geldmengen in die Kassen der Versicherung gespült werden. Verschwiegen wird dabei, daß es richtiger und vor allem erheblich günstiger wäre, Kapitalanlage und Versicherungsschutz strikt zu trennen.

Kapitalanlage und Versicherungsschutz sind strickt zu trennen. Ohne wenn und aber..... !



Stell Dir vor, Du würdest bei Deiner Bank einen 30-Jahres-Sparvertrag abschließen, der Dich an die Zahlung bindet. Die Bank würde nun mtl. 100.-Euro bei Dir abbuchen und davon 25.-Euro erstmal in die eigene Tasche stecken (Verwaltungskosten, Risikokosten, Stückkosten usw.). Du bekommst aber für Dein Geld keine festen Zinsen sondern die Bank sichert Dir nur zu, daß Du am Ende vielleicht 6% Zinsen erhalten kannst, daß dies aber davon abhängig ist, wie sie mit dem Geld wirtschaften kann. Als Garantie bekommst Du nur 3,5% auf den Betrag, der nach Abzug aller Kosten übrig ist (also auf die von Deinen 100.-Euro übrig gebliebenen 75.-Euro).

Die Bank zieht Dir also 25% ab und sichert Dir im Gegenzug 3,5% auf den Rest als Garantie zu. Nettes Geschäft, denn 3,5% von 75.-Euro sind gerade mal 2,63 Euro.

Nochmal: Man zieht Dir 25.-Euro ab und verspricht Dir dafür 2,63 Euro Garantie. Juhuuuu!

Aber warum ist dann Dein Vertrag im ersten, im zweiten, im dritten, im vierten, im fünften Jahr immer noch im Minus? Für die Vermittlung des Vertages bekommt der Bank-Schaltermitarbeiter eine Provision von 1.440.-Euro, die in Wirklichkeit nicht die Bank bezahlt, sondern die sofort Deinem Anlagekonto belastet wird. Du mußt also mit Deinen Einzahlungen erstmal das Minus aufarbeiten (ins Plus bringen), bevor Du mit Deiner Anlage Gewinn machen kannst.


Würdest Du bei Deiner Bank diesen Vertrag abschließen?
Wohl kaum.

Wo liegt also der Unterschied, daß man so etwas bei der Versicherung dann doch abschließt?

Achja, bei der Lebensversicherung/Aussteuerversicherung ist noch ein Versicherungsschutz vorhanden. Doch dieser ist i.d. Regel höchst mangelhaft und in der Höhe so gut wie nie ausreichend (da die Beiträge für den Gesamtvertrag sonst in den Himmel wachsen...)

Wenn also sowohl der Versicherungsschutz als auch der Sparvorgang entsprechende Nachteile aufweisen, dann stellt sich die Frage, warum wird trotzdem immer wieder so ein Quatsch unterschrieben?

Weil die Vermittler ihre hohe Provision wirklich wert sind und die Werbung ihr Übriges tut. Weil die Vermittler einen ganzen Katalog an die Hand bekommen (tatsächlich), wenn ein Kunde Einwände einbringt oder gar wagt, logisch nachzudenken.

Es gibt keinen logisch nachvollziehbaren Grund eine solche Aussteuerversicherung abzuschließen.

Schöne Grüße

justii

Nocturna
28.03.2008, 19:35
Wir haben die gesamte Familie unfallversichert. Da wir alle Ski fahren ist das allein schon Grund genug und auch der normale Alltag birgt genug Risiken. Wenn Sohn z.B. auf dem Schulweg einen Abstecher in die Eisdiele macht, hat er seinen gesetzlichen Versicherungsschutz verlassen, wenn er wegen seines Freundes einen kleinen Umweg macht, ebenso.

Vor einen Jahr hat mein Sohn einen Fahrradunfall gehabt, als ihn ein rückwärts fahrendes Auto gerammt hat. Sohn hatte seinen Schutzengel parat, nur das Fahrrad war Schrott und die Kleidung im Eimer. Es hätte anders laufen können, von einer kostspieligen Zahnsanierung bis zum Rollstuhl wäre theoretisch alles möglich gewesen und das bei einwandfreiem Fahrverhalten in Begleitung seines geschockten Vaters.

Eine gute Unfallversicherung schließt auch noch andere Dinge ein wie Impfschäden, Infektionen durch Insektenstiche, Gesundheitsschädigungen bei Rettungsaktionen, usw. Es gibt gute und wirklich günstige Versicherungen für Kinder. Die Versicherung für unseren Sohn kostet ca 45 Euro (ungefähr) im Jahr. Dann lieber einmal eine Klamotte oder ein überflüssiges Geschenk weniger als auf diesen elementaren Schutz verzichten.