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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höhe der Versicherungen bei Nebenkosten



Mia36
06.03.2008, 09:47
Hallo,

ich wohne in einer Doppelhaushälfte zur Miete und habe die Nebenkostenabrechnung erhalten. Dort steht auf der Rechnung der Versicherung Wohngebäudeversicherung:Zweifamilienhaus.Wie wird das gewertet? Dem Eigentümer gehört nicht das ganze Haus, sondern nur die von mir bewohnte Hälfte. Ist da ein Fehler unterlaufen? Bevor ich der Nebenkostenabrechnung widerspreche würde ich gerne wissen, ob Versicherungen das bei DHH grundsätzlich so angeben oder geht es nach der qm-Zahl, das Haus hat 124 qm Wohnfläche.
Der Betrag beläuft sich auf 224,34 Euro jährlich.Ich wohne ja nicht in einem Zweifamilienhaus. Vielleicht hat sich der Eigentümer von der Versicherung übers Ohr hauen lassen, er ist mit solchen Sachen nicht sehr geschickt und nachdem er sowieso die ganzen Versicherung über die Nebenkostenabrechnung wieder reinholt kanns ihm ja egal sein.

ch habe mit der NK-Abrechnung eine Kopie der Versicherungspolice erhalten und auch die ganzen anderen Versicherungsbelege:

Ich muss folgendes zahlen für eine Doppelhaushälfte (BJ 2001):

Öltank Haftpflicht : 76,36 euro
(neuer Öltank in extra einbetonierter Wanne,kann eigentlich laut Bauexperte gar nix passieren)

Immobilien-Haftpflicht: 77,03 Euro

Wohngebäudeversicherung:224,34 Euro(124 qm Wohnfläche, geneigtes Dach ohne Dachausbau,versichert sind Feuer,Leitungswasser, Sturm/Hagel)

Glasversicherung, hier steht auch für Verglasung Zweifamilienhaus: 64,90 Euro

Alle Versicherungen wurden über die Bank bei der Allia.. abgeschlossen und mir kommen die Beträge wirklich sehr hoch vor. Der Vermieter hat sich da sicher nicht anderweitig nach günstigen Alternativen informiert,bzw. neutral beraten lassen,ihm ist es auch egal,weil er diese Kosten ja sowieso auf mich umlegt. Aber mich ärgert es schon etwas, aber machen kann ich wahrscheinlich nicht viel, kann ja nicht verlangen, dass er die Versicher wechselt, oder?


Wer kennt sich aus und kann mir helfen?
Vielen Dank
Mia

Inaktiver User
06.03.2008, 16:44
Hallo,

ich wohne in einer Doppelhaushälfte zur Miete und habe die Nebenkostenabrechnung erhalten. Dort steht auf der Rechnung der Versicherung Wohngebäudeversicherung:Zweifamilienhaus.Wie wird das gewertet? Dem Eigentümer gehört nicht das ganze Haus, sondern nur die von mir bewohnte Hälfte. Ist da ein Fehler unterlaufen? Bevor ich der Nebenkostenabrechnung widerspreche würde ich gerne wissen, ob Versicherungen das bei DHH grundsätzlich so angeben oder geht es nach der qm-Zahl, das Haus hat 124 qm Wohnfläche.
Der Betrag beläuft sich auf 224,34 Euro jährlich.Ich wohne ja nicht in einem Zweifamilienhaus. Vielleicht hat sich der Eigentümer von der Versicherung übers Ohr hauen lassen, er ist mit solchen Sachen nicht sehr geschickt und nachdem er sowieso die ganzen Versicherung über die Nebenkostenabrechnung wieder reinholt kanns ihm ja egal sein.

ch habe mit der NK-Abrechnung eine Kopie der Versicherungspolice erhalten und auch die ganzen anderen Versicherungsbelege:

Ich muss folgendes zahlen für eine Doppelhaushälfte (BJ 2001):

Öltank Haftpflicht : 76,36 euro
(neuer Öltank in extra einbetonierter Wanne,kann eigentlich laut Bauexperte gar nix passieren)

Immobilien-Haftpflicht: 77,03 Euro

Wohngebäudeversicherung:224,34 Euro(124 qm Wohnfläche, geneigtes Dach ohne Dachausbau,versichert sind Feuer,Leitungswasser, Sturm/Hagel)

Glasversicherung, hier steht auch für Verglasung Zweifamilienhaus: 64,90 Euro

Alle Versicherungen wurden über die Bank bei der Allia.. abgeschlossen und mir kommen die Beträge wirklich sehr hoch vor. Der Vermieter hat sich da sicher nicht anderweitig nach günstigen Alternativen informiert,bzw. neutral beraten lassen,ihm ist es auch egal,weil er diese Kosten ja sowieso auf mich umlegt. Aber mich ärgert es schon etwas, aber machen kann ich wahrscheinlich nicht viel, kann ja nicht verlangen, dass er die Versicher wechselt, oder?


Wer kennt sich aus und kann mir helfen?
Vielen Dank
Mia

Einen Versichererwechsel kannst Du sicherlich nicht verlangen.
Wenn allerdings ein gutes Einvernehmen mit dem Besitzer besteht, kannst Du die Unterlagen ja mal nehmen und anonym ein Alternativangebot erstellen lassen. Vielleicht lässt sich der Vermieter ja überzeugen.

Oft ist es allerdings so, daß der Hausbesitzer von der Bank, bei der er seine Hausfinanzierung hat, auch zu derene Versicherungen "gedrängt", oder sagen wir lieber "motiviert" wird.
Um Problemen aus dem Weg zu gehen, geht der Immobilienbesitzer dann auf diese Motivation ein.

Ob der Beitrag günstig oder teuer ist, hängt vom versicherten Risiko ab. Ist nur das Feuerrisiko (Brand) versichert oder auch die anderen Gebäuderisiken (Leitungswasser, Sturm und Hagel, Elementarschäden usw.). Darüber hinaus hängt der Beitrag von der Bauart und vom Standort der Immobilie ab. Eine Bewertung kann hier also mit den vorhandenen Informationen nicht erfolgen.


Zum eingemauerten Öltank ein kleiner Tatsachenbericht: Vor einigen Jahren ist bei einem wolkenbruchartigen Regenschauer/Gewitter ein auf einem Hügel gelegener Fischteich geborsten. Die Wasser- und Schlammmassen wälzten sich den Berg hinunter, spülten eine Strasse weg und drangen dann zunächst in die Kellerräume der unterhalb der Strasse liegenden Häuser ein. Die "eingemauerten" Öltanks wurden aus der Verankerung gerissen, aufgeschwemmt und beschädigt. Das Öl stieg mit dem weiter ins Haus dringende Wasser vom Keller bis fast an die Decke des Erdgeschoßes vor. Wände, Möbel, und alles was in Keller und Erdgeschoß untergebracht war, wurde durch das Öl verunreinigt und beschädigt/vernichtet.

Bei der nachfolgenden gerichtlichen Auseinandersetzung meinte auch so ein Bauexperte: "Eigentlich kann bei eingemauerten Öltanks nichts passieren....". Den Mietern, deren Eigentum vernichtet war, war dies nur ein geringer Trost...

Aber mal im Ernst. Eine Großzahl von Nebenkostenabrechnungen ist fehlerhaft. Eine rechtlich verbindliche Prüfung Deiner Nebenkostenabrechnung kannst Du beim Deutschen Mieterbund (http://www.deutscher-mieterbund.de/) bzw. den angeschlossenen Mietervereinen (http://www.deutscher-mieterbund.de/suche_plz_v.html) erhalten.

Damit kannst Du gegebenenfalls auch vor Deinem Vermieter aufwarten.

Schöne Grüße
justii
PS: Ich bin vor vielen Jahren mal, nachdem ich zu schnell die Adresse im Telefonbuch nachgeschlagen hatte, statt beim Vermieterbund in eine Niederlassung eines Mietervereines geraten. Als ich das Problem mit dem damaligen Mieter geschildert habe, sah ich mich offener Agression gegenüber :freches grinsen: Die hatten nämlich schnell geschnallt, daß ich nicht als Mieter sondern als Vermieter, also als natürlicher Feind gekommen war. :freches grinsen: