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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HILFE! PKV oder GKV bei über 3.600 Euro



Bobbie
28.02.2008, 20:35
Hallo,

sorry, :blumengabe: muss ein bisschen länger ausholen um meine Geschichte zu erzählen:

Ich bin noch bis 31.03.08 mit 15 WoStd. im öffentlichen Dienst (Angestellte BAT 3) beschäftigt. Dann habe ich Sonderurlaub für vorläufig 1 Jahr, da ich mit meiner selbstständigen Tätigkeit den Vollstress habe und beide Aufgaben nicht mehr zu meiner Zufriedenheit erfüllen könnte.

Ich habe zusätzlich eine Firma und ein zu versteuerndes EK von ca. 80.000 p. a..

War bis dato in der GKV BKK Allianz und hatte das Kostenerstattungsprinzip, sprich ich habe zusätzlich eine PKV, die 60% der Kosten übernimmt. Die restlichen 40% hat die GKV übernommen.

Nun habe ich ab 01.04.08 Probleme. Möchte mich für dieses Jahr komplett bei der PKV versichern lassen, da ich bei freiwilliger GKV einen monatlichen Beitrag von ca. 600,00 zahlen müsste zzgl. die 225,00 PKV.

Nun habe ich die PKV gebeten mir ein Angebot für eine Vollversicherung zu machen.

Heute war die Versicherungdame in meinem Betrieb und ich habe mir die Angebote kopieren lassen. Leider hatte die Dame vergessen, die "Seite nur für den Vermittler" zu entfernen.

Hier hat die PKV geschrieben:

" Höher- bzw. Nachversicherung ist höchstwahrschienlich nicht möglich. Im Falle von Kontrahierung ist mit sehr hohen risikozuschlägen zu rechen.
- NV-Diagnosen vorhanden
- Bestehender RZ bsi 50%
- DA VP in den letzten 2 Jahren nicht durchgängig vollversichert war, nur unvollständige Informationen verfügbar
- Risikoerhebliche Diagnosen vorhanden.

Ich habe bisher an Beiträgen insgesamt 4.050,00 einbezahlt und von dieser PKV ca. 600,00 für eingereichte Arztliquidationen erhalten.

Die Dame von der Versicherung war auch ganz geschockt, da ich als einzige Krankheit einen leichten Bluthochdruck (unbehandelt 140/95, behandelt 80/120) habe.

Sie befürchtet, dass eine PKV nur mit erheblichen Zuschlägen abgeschlossen werden kann.

Ist so was möglich?

LG Bobbie

P. s. War in den letzten 18 Mon. insg. 6 mal in Behandlung (4x wegen Grippe , 1x wegen Steißbeinprellung und 1x wegen Nasenscheidewandkrümmung). Musste aber zum Arzt , da mein öffentl. AG ab dem 3. Tag eine Krankmeldung fordert!!?? Werde ich hierfür bestraft?

Ich komme mir schon vor, als ob ich bereits auf Wolke 7 die Englein sehen würde :zwinker: :freches grinsen:

akademikerin
29.02.2008, 08:06
Warum willst du unbedingt die PKV? Wenn du nur für ein Jahr aussteigst ... hast du mal bei der GKV nachgefragt, dass du dort auch wieder reindarfst dann? Ich bin selbständig (voll) und bleibe in der GKV. Wenn ich es mir irgendwann leisten möchte, werde ich eine private Zusatzversicherung abschliessen, wenn es die dann überhaupt noch gibt.

Die PKV will für alles gesondert Geld haben - wie du ja siehst. Auch ein Schnupfen führt u.U. schon zu Zuschlägen, weil dir eine chronische Nebenhöhlenentzündung unterstellt wird (Originalaussage des Vermittlers, mit dem ich das Thema mal diskutiert habe). Und unkalkulierbar sind die Beiträge auch noch.

Als Selbständiger MUSST du dich nicht über die PKV versichern, du kansnt auch freiwilliges MItglied der GKV sein/bleiben.

Wenn du nicht länger gute bis hohe Umsätze hast und auch nur ansatzweise dazu neigst, ein bisschen krank zu werden während des Jahres, v.a. aber in den anderen Job zurückwillst ... dann bleib in der GKV. Ich habe hautnah mitbekommen,was für Probleme entstehen, wenn die Kosten für die PKV mit steigendem Alter so ansteigen, dass sie unbezahlbar werden. Und da kann mir jemand erzählen, was er will ... ich hab es zu oft mitbekommen im direkten Umfeld, dass ab 50 die Beiträge stiegen, aber kaum noch aufzubringen waren.

Ich würde nicht in die PKV wechseln. Das könnten die mir noch so schön rechnen - es ist und bleibt eine MIlchmädchenrechnung.

maburi
29.02.2008, 10:52
Hallo Bobbie,

leider habe ich was die PKV betrifft keine Ahnung obwohl ich mit Versicherungen zu tun habe. Will die GKV dich nicht mehr ?
Ich würde mir erstmal die Prämie nennen lassen. Das eine Gesundheitsprüfung ansteht ist normal da hier ja eine Besserstellung vorliegt. Übrigens RZ heißt Risikozuschlag und Kontrahierung dass sie dich nehmen müssten und Du nicht ohne Krankenversicherungsschutz wärst. NV heißt nicht versicherbare Risiken (gibts aber bei der Vollvers. nicht). Mach dir mal wegen der Info's die die Vermittlerin bei dir vergessen hat nicht so viele Gedanken. Die Diskussionen wegen der PKV im Alter ist relativ. Das wichtigste hierbei sind ja nunmal die besseren Leistungen !!!Jede PKV muss heute einen Tarif anbieten der sich der GKV anpasst. Also kann man im Alter immer noch auf die Leistungen wie bei der GKV im Notfall zurück greifen. Es kommt hierbei immer noch auf die Einkünfte an, denn in der GKV musst Du für alle Einahmen z. Bsp. aus Betrieblicher Altersversorgung, Einkünfte aus Vermietung etc. Beiträge entrichten.

Schade das ich Dir nicht weiter helfen kann.

LG maburi

Bobbie
29.02.2008, 12:20
Danke Akademikerin und Maburi für Eure schnellen Antworten :blumengabe:

Was mir halt so aufstößt ist, dass ich in der GKV 600,00 monatl. zahlen muesste für nicht perfekte Leistungen.

Diesen Betrag würde ich bei einer PKV bezahlen, da hier die Leistungen in der Regel deutlich besser sind als in einer GKV.

Wenn ich alleine daran denke, wie man als gesetzl. Versicherter bei den Ärzten stellenweise behandelt wird (z. B. Wartezeiten von einigen Std., etc.) :knatsch:

@ Akademikerin
Wenn ich im April 09 wieder im ÖD arbeite, werde ich doch im Normalfall ohne weiteres wieder in der GKV genommen? :wie?: Ich glaube mich zu erinnern, dass man ab 50 Jahren hier erst ein Problem hat. Oder täusche ich mich da?

LG Bobbie

akademikerin
29.02.2008, 12:30
Ohne weiteres gibts gar nicht. Schon aufgrund der neuen Regeln ab 2009 würde ich das mindestens mit der GKV jetzt schon abklären. Ich glaube nicht, dass schon jeder die neuen Regeln wirklich kennt - zumal die Schlussdefinitionen eh noch offen sind.

Ich weiss, dass die PKV angeblich die besseren Leistungen zahlt (Gerüchte), nur ob sie das auch wirklich tut ... diese Frage stellt sich häufiger. Ich habe schon die irrwitzigsten Ablehnungsschreiben gesehen.

Ausserdem ... woher weisst du so sicher, ob du in den ÖD zurückgehst? Vielleicht hast du bis dahin soviel Spaß am Selbständigendasein, dass du dabei bleibst. Und dann?

Im übrigen kostet die GKV keine 600 Euro im Monat. Es gibt Maximalgrenzen. Und die Spannen der Beitragssätze ist ja auch enorm. Perfekte Leistungen kriegst du nie von niemandem. Auch nicht von der PKV. Die macht v.a. die Vermittler glücklich. Die Kunden immer seltener, v.a. wenn die neuen Bescheide kommen.

Inaktiver User
29.02.2008, 19:49
Hallo Bobbie,

ich bin in der Branche tätig und kann idR die PKV nur empfehlen, denn dort hast du vertraglich garantierte Leistungen. Ich bin auch selber PKV versichert, das hat nichts mit "Provisionsorientierung" zu tun, sondern Überzeugung.
Die Konstellation, die du bisher hattest ist ein Spezialkonstrukt, leider bieten immer mehr GKVen solche Dinge an, bei denen schlussendlich keiner mehr richtig durchsteigt.

Ich bin der Meinung, und glaub mir, ich habe schon etliche PKVen bei den verschiedensten Gesellschaften vermittelt, dass keine PKV dich ablehnen würde, nur weil du leichten Bluthochdruck hast. Entweder ist das kräftig was schiefgelaufen bei der Berechnung, oder du hast im ersten Antrag Krankheiten angeben müssen, die jetzt zu RiZ führen, und die du ggf. auch bei einem anderen Antrag angeben müsstest. (die fragen 5-10 Jahre, ist Gesellschaftsabhängig) zurück.
Ich würde dir empfehlen, einen guten Versicherungsmakler aufzusuchen (achte darauf, dass er als Makler bei der IHK registriert ist, nur dann agiert er im Auftrag des Kunden) und dir dort mal einige Angebote machen zu lassen.

Liebe Grüße,
Walkuere

Inaktiver User
29.02.2008, 20:09
Die 600 Euro, die man max. bei der GKV zahlt finde ich auch hoch wenn man bedenkt, dass immer weniger gezahlt wird. Und es sind ca. 600 € wenn man über 3.600 im Monat verdient.

Wie viel sollst du denn nun an die PKV zahlen oder wollen die dich gar nicht nehmen? Ich bin da nicht so ganz durchgestiegen.

Ist es nicht ab 2009 sowieso so, dass jeder in deutschland lebende Bürger krankenversichert sein MUSS? Da frage ich mich was passiert wenn man sozusagen mittellos ist, aus welchen Gründen auch immer, und die Versicherung nicht zahlen kann. Pfänden die dann? Wird man dann sein Haus los?

Und da stellt sich mir eben auch die Frage PKV/GKV. Wenn ich vielleicht kein Einkommen habe, nix gespart und 55 bin. Sagen wir ich bin arbeitslos geworden.

Dann erschieße ich mich am besten oder was?

Inaktiver User
03.03.2008, 15:45
Hallo Bobbie,

ich bin in der Branche tätig und kann idR die PKV nur empfehlen, denn dort hast du vertraglich garantierte Leistungen. ......


Wie kannst Du pauschal eine solche Aussage treffen ???? :ooooh:

Vermutlich triffst Du deshalb ganz klein die Einschränkung "idR", was wohl "in der Regel" heißen soll und was auch genau das Gegenteil zulässt, falls sich Dein Rat am Ende als schlechter Rat heraus stellt.

Gruß justii

Bobbie
06.03.2008, 13:56
Hallo, nochmals danke für Eure Antworten. :blumengabe:

Nach dem Fiasko mit meiner bisherigen Zusatz-PKV, habe ich nun letzte Woche bei der Impuls AG angerufen. Die haben mir sofort einen Mitarbeiter zugewiesen, der erst mal vorab per Telefon alles abgeklärt hat (Gesundheitsfragen), dann verschiedene Gesellschaften kontaktiert hat und nun gestern bei mir zur Antragsstellung war.

Kurz und gut: Ich bin nun bei der AXA PKV versichert und das für 480,-- inkl. Risikozuschlag. Die bisherige Zusatz-PKV (225,00 monatlich) kann ich nun GsD außerordentlich kündigen.

Somit kann ich mir nun bei besseren Leistungen (habe alles genau überprüft) monatlich 340,00 sparen.

@ Akademikerin
Tatsächlich hätte ich bei meiner bisherigen GKV als freiwillig Versicherte monatlich 593,00 zahlen müssen zzgl. 225,00 Zusatz-PKV.
Ich kann auch wieder in die GKV bei Aufnahme meines Dienstes im ÖD zurück.

LG
Bobbie

Ps. Die Dame von meiner bisherigen PKV hat sich bis jetzt noch nicht wieder bei mir gemeldet. Ist jetzt genau eine Woche her, als sie bei mir war. Das nennt man Kundenservice, oder? :zwinker:

Inaktiver User
06.03.2008, 17:17
Warum geht ein Neuabschluß so schnell: Provisions-Motivation (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=3677262&postcount=5)

der_held
09.03.2008, 14:47
Hallo Bobbie,

die momentanen Kosten sind die eine Seite. In der PKV zahlst du in jungen Jahren weniger, mit zunehmendem Alter aber mehr. Wenn es dumm läuft, musst du dann in einen Tarif wechseln, der die Leistungen bringt, die du in der GKV auch hast. Den erziehenden Partner + Kind müsstest du in der PKV auch separat versichern, in der GKV sind nicht berufstätiger Partner und Kinder mitversichert. Ich habe bei diesen ganzen "Gesundheitsreformen" den Überblick verloren, wie schwierig der Rückweg von der PKV in die GKV ist, wenn z.B. die Familienversicherung in der GKV billiger ist.

Bei deinen 6 Arztbesuchen sehe ich keinen Vorteil der PKV durch bessere Leistungen.

Fazit: Ich würde in der GKV bleiben und evtl. private Zusatzverscherungen abschließen.

lg,
Ein Held.