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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, lang!)



tiptoes
25.02.2008, 01:22
Hallo,
ich bin seit langem stille Leserin und habe heute beschlossen, auch mal "Laut zu geben". Ich habe diesen Beitrag eben bereits unter "Persönlichkeit" geposted, und stell ihn hier auch noch mal rein. Irgendwie passt er an beiden Stellen...

Also. Ich habe in Liebesbeziehungen ein sich immer wieder wiederholendes Problem. Dieses ist schon viiel besser geworden, dennoch habe ich das Gefühl, das es mir ein "normales" Leben unmöglich macht.

Ganz kurz und vereinfacht ausgrdrückt klingt es nicht sonderlich selten, sondern wie etwas, was viele kennen, wenn auch in abgeschwächetere Form: Ich schwanke zwischen den "Polen" der panikartigen Verlustangst und der kaum auszuhaltenden Beklemmung.

Ich weiß, dass meine Verlustangst mitunter nichts mit der jeweiligen Person zu tun hat, sondern damit eine Panik vor Verlassenwerden, Sich-Wertlosfühlen etc einhergeht. So habe ich zB sehr oft Verlustangst bei Partnern gehabt, die ich eigentlich gar nicht wollte. Und nach der jeweiligen Trennung bin ich oft durchgedreht vor Schmerz, Panik etc, OBWOHL ich den jeweiligen Mann eigentlich selber nicht wollte.

Dieser "Pol" meiner Persönlichkeit ist hier jedoch nicht mein Anliegen. Ich erwähne ihn deshalb, damit alle Leserinnen darüber bescheid wissen, denn beide "Pole" sind schließlich ein Teil von mir.

Das andere Extrem, um das es hier geht, habe ich Beklemmung genannt. Dieser Begriff hat sich bei mir so eingebürgert, ist aber eigentlich eine beschönigende Umschreibung dessen, was ich wirklich fühle.

Denn was ich in den Situationen, in denen ich von Beklemmung spreche fühle, ist nicht Beklemmung, sondern ein Gefühl des "Den anderen nicht liebens". Das Gefühl der Beklemmung entsteht wiederum als Reaktion darauf. Eine Reaktion, die eintritt, weil ich auf das eigene "Nicht Lieben" nicht so reagiere, wie man es eigentlich logischerweise sollte: Nämlich mit Distanz zum anderen. Ich entwickle Beklemmungsgefühle/Symptome, weil ich in einer bestimmten Situation verharre, anstatt sie zu verlassen.

Die meisten anderen Menschen würden, wenn sie spüren, dass sie ihren Partner nicht lieben, auf Distanz gehen. Man kann einen Menschen nicht immer lieben. Also geht man für eine Stunde, ein paar Stunden, einen Tag/mehrere Tage mal seiner eigenen Wege. Wenn das Gefühl des Nicht-Liebens nicht nachlässt oder sich manifestiert, trennt man sich. Vielleicht auf Probe, vielleicht ganz. Vielleicht schweren Herzens, vielleicht mit Erleichterung. Egal wie leicht/nicht leicht es fällt: Was die meisten Menschen in diesem Fall tun: Auf ihr Gefühl hören.

Weil ich aber immer so eine Art "Gesetz" in mir trug, das lautet "Es darf keine Trennung geben", habe ich mich nie getrennt. Oder erst nach seeehr viel schmerzhaften, krampfigen Hin- und Her. Daraus, dass ich mich nicht getrennt habe, wenn meine Gefühle diesen Schritt eingentlich signalisiert haben, entwickelten sich die besagten Beklemmungssymptome (Enge in der Brust, Bauchweh, leichtes Lähmungsgefühl linksseitig, Übelkeit).

Und trotz dieser Beklemmungs-symptome habe ich habe in den letzten 12 Jahren in diversen Beziehungen/Beziehungsversuchen nicht das getan, was mein Körper mir signalisiert hat. Ich bin oft geblieben, obwohl ich keine Liebesgefühle für den jeweils anderen hatte. Ich bin oft geblieben obwohl ich Abneigung, Gleichgültigkeit, Ekel, Abscheu etc hatte. Warum ich nicht gegangen bin? Weil ich eben diese Panik vor Trennungen hatte.

Und - und das ist das ENTSCHEIDENDE: weil ich eben manchmal doch Gefühle für den jeweiligen Mann hatte. Und dann wusste ich nie: WELCHEN GEFÜHLEN IST ZU GLAUBEN?? DENEN, DIE "LIEBE!" flüstern, denen die "HURRA" jauchzen, oder denen, die "ICH LIEBE IHN NICHT!" brüllen und mir eine Flagge zuwinken, auf denen "WAHRHEIT" steht!?!?

Weil eben oft beide Gefühlsseiten gleichzeitig da waren, oder kurz hintereinander kamen, wusst ich nie: WAS IST ECHT? Manchmal wechselten beide Gefühle sich innerhalb von wenigen Minuten ab, manchmal ging die Liebe von einer Sekunde zur nächsten "plötzlich irgendwie abhanden", und das oftmals gerade dann, wenn ich sehr glücklich war.

Ich habe wegen dieser Problematik lange Therapie gemacht, in verschiedenen Formen (Gespräch/Körper/Einzel/Gruppe). Was dies bewegt hat: Ich kenne mich selbst wahnsinnig gut, kann vieles sehr präzise benennen... Und ich hab es stellenweise für meine Verhältnisse gut geschafft, die Verlustangst in den Griff zu kriegen, und somit Beklemmung zu vermeiden (im Sinne von: Ich muss nicht fürchten, ohne Beziehung da zu stehen, also muss ich auch nicht an der aktuellen Beziehung krampfhaft festhalten, also entstehen auch keine Beklemmungen).

Nun bin ich akuell (seit 8 Monaten) mit meinem jetzigen Freund zusammen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich das Gefühl, dass ich wirklich mit jemandem zusammengekommen bin, weil ich verliebt war. Doch auch bei ihm verschwinden meine Liebesgefühle mitunter von einer Sekunde zur nächsten. Mal kamen sie nach einer Stunde zurück, mal blieben sie 8 Tage weg, einmal gab eine 6wöchige Phase, in der ich ihn nicht geliebt habe. Wenn ich auf die letzten 10 Wochen blicke, habe ich mehr "NICHT LIEBE" als "LIEBE" gespürt.

Er weiß von meinem Problem und geht sehr toll damit um. Ich habe es ihm gleich am Anfang gesagt, denn ich weiß, dass ich in Phasen der "Nicht-Liebe" meinen Zustand nicht verheimlichen kann. Er hat damals darüber nachgedacht und beschlossen "Es ist ihr Problem, ein altes Problem dazu. Es hat mit meiner Person nichts zu tun. Ich kann ihr nicht helfen es zu ändern. ich kann nur da bleiben und ruhig bleiben, und keine Panik kriegen. Und ich vertraue darauf, dass ihre Liebe zu mir wieder kommt".

Und so handhabt er es auch. Das tut mir sehr gut und hat uns bislang "gerettet". Denn ich kenne es von anderen Partnern, dass sie klammerig/panisch reagieren, wenn sie merken, dass ich wieder emotional "abhaue" oder "umwende". Mit ihm läuft es super. Er bleibt ruhig wenn ich wieder auf Distanz gehe oder Beklemmungen habe. Er ist immer da, bedrängt mich aber nicht.

Was mir sehr zu schaffen macht, ist eine Veränderung, die ich innerhalb dieser Beziehung verspüre: Während ich früher PANISCH wurde, wenn ich merkte, dass meine Liebesgefühle schwanden und mich selbst dafür hasste, macht sich jetzt eher eine Art Gleichgültigkeit breit. Diese ist zwar gesünder als die selbstzermürbenden Vorwüfe, die ich mir einst gemacht habe, und die zu all den körperlichen Symptomen führten.... gleichzeitig macht mir meine Gleichgültigkeit Angst. Dieser Gedanke "Ja, dann liebe ich ihn eben nicht - ist doch egal" - der steht so im Widerspruch zu meinem früheren "IHN NICHT LIEBEN!?!? DAS DARF NICHT SEIN!!".

Was nicht heißt, dass ich jetzt so gleichgültig bin, dass meine Gefühlsschwankungen mich kalt lassen. Im Gegenteil. Ich bin sehr traurig, denn ich wünsche mir nix mehr, als "normal" lieben zu können. So gerne würde ich eine Beziehung führen können, dableiben können. Nicht immer spüren, wie Gefühle plötzlich entwischen, sich in ein kaltes Nix auflösen, sich ins Gegenteil verkehren. Sich nicht immer fragen müssen: WAS IST JETZT DAS WAHRE GEFÜHL? Nicht immer zweifeln, ob das Gefühl von Liebe echt ist, oder ob ich auf das Gefühl hören muss, das laut ruft "Geh weg, er ist es nicht. Du willst ihn in Wahrheit nicht!"

Ich erwarte mir hier weniger einen Rat, als eine Antwort auf die Frage: Kennt eine von euch ähnliches? Gibt es hier wen, der auch extreme Gefühlsschwankungen innerhalb einer Beziehung durchlebt? Weiß jemand wie es ist, sich seine eigenen Gefühle nicht zu glauben? Nicht zu wissen, wann man die Wahrheit spürt?

Ohjeee! Ich hab hier wahrscheinlich sehr konfus geschrieben... Ich hoffe, dass die eine oder andere trotzdem halbwegs durchsteigen konnte.... Und ich danke allen geduldigen Mitleserinnen. Denn auch wenn es hier nicht so zum Ausdruck kommt: ich bin aktuell grad wieder sehr verzweifelt, weil die Liebe seit gut 10 Wochen überwiegend abwesend ist. Und ich nicht weiß, wie lange ich es ihm und mir noch zumuten kann. Und gleichzeitig: Wenn die Liebe da ist, ist es super!

Inaktiver User
02.03.2008, 11:23
Hallo Tiptoes,
das hätte auch von mir geschrieben sein können. Allerdings bin ich das Problem noch nicht in der Form (Therapie) angegangen wie du. Ich zweifel an mir, meinem Verstand, meinen Bauchgefühlen; eben an mir.
Ich bin seit 4 Jh. in einer Beziehung und weiß nicht was ich tun soll. Bleiben oder Gehen (bin ich schon einige Male).
Zusätzlich leide ich darunter wenn mir mein Partner nicht genug Aufmerksamkeit schenkt und bin schnell verletzt. Ach,ist das alles schwierig...
LG

Ella
24.06.2008, 13:25
Liebe Tiptoes,
was du beschreibst, erinnert mich so extrem an mein problem... wobei ich nicht so weit gehen kann, zu sagen, dass ich teilweise nicht liebe: trotz des verzweifelten gefühls, trotz der panikanfälle etc. weiß ich (auch wenn ich außer angst nichts fühle) das ich meinen partner liebe und er zu mir hält. genau wie dein partner, habe ich seit 2 jahren einen lieben freund, der damit umgehen kann. in meinen 2 bisherigen beziehungen, war es immer das selbe, ich hatte plötzlich panikattacken, fühlte nichts außer schmerz& angst.
ich mache seit einigen monate eine therapie, in der ich tatsächlich auch aspreche, worum es geht, das hatte ich in den 3 vorhergegangene therapien nicht getan: aus angst, der therpeut rät mir zur trennung. wie auch du beschrieben hast: das hätte nicht funktioniert. von meinem letzten partner habe ich mich mit ach und krach getrennt, natürlich litt& leide ich noch an depressionen, wobei es mittlerweile wirklich besser wird. ich hatte jetzt seit 5 monaten! keine panik, angst etc. seit letzten mittwoch schleicht sich wieder die angst ein, aber ich bin mir mittlerweile viel sicherer--> ich liebe meinen freund und will mit ihm zusammen sein (ich weiß genauso sicher wie du, es kommt bei jedem partner) ich denke, zumindest bei mir, dass es "einfach" extreme verlustangst ist, du beschreibst, gerade wenn du sehr glücklich werden könntest, kommt dieses gefühl... ich nenne es immer nur angst, sitzt tief im brustkorb, die gedanken stehen nicht mehr still, ich kann dann den ganzen tag nichts anderes denken, fühlen. es ist das schlimmste gefühl was ich kenne. also bei mir ist es genau so: sobald es richtig schön wird, ich kurz davor bin "im glück zu schwelgen" kriege ich wieder panik, kein anderes gefühl hat platz und dann fange ich an, alles zu hinterfragen. ich habe meinem partner auch von anfang an gesagt, was sache ist: er kann damit wunderbar umgehen, es nervt ihn nicht wenn ich ihm 100mal am tag damit bequatsche und er unterstützt mich 100%. ich möchte dir mut zusprechen: erst seit ich ganz ehrlich sage was ich fühle (auch meinem freund gegenüber, zb: ich habe grade angst, dass ich dich nicht liebe- ich weiß nicht was ich fühle etc.) geht es mir besser. die therapie schlägt wohl auch langsam an und solche rückschläge wie gerade sind zwar traurig, aber wohl auch normal. ich habe diesen mist seit meiner ersten beziehung und damals verankerten sich dann auch die ohnmachtsgefühle: damals hätte ich gehen sollen, konnte es wegen der angst nicht--> jetzt hab ich immer angst, dass ich eigentlich gehen sollte und es nicht merke. aber irgendwo fühle ich wieder etwas, weiß tief im hinterkopf dass es richtig ist. ich habe bisher noch niemanden gehört der so präzise beschreibt was ich fühle...
ich hoffe es war nicht zu konfus, was ich geschrieben habe...
alles liebe
ella

Toaster
25.06.2008, 15:05
Hallo

natürlich ist eine Ferndiagnose, gerade via Internet unzulässig.....

Dennoch, die Probleme von Nähe-Distanz, Liebe und Entwertung die Du schilderst, zeigen doch in eine Richtung einer gewissen Problematik, wie z.B. Borderline......

Gebe dir den Tipp mal eine Test zu diesem Thema online zu machen.....

PS Lieb gemeint
Toaster

Lizzie64
26.06.2008, 09:37
Hallo

natürlich ist eine Ferndiagnose, gerade via Internet unzulässig.....

(...)
Toaster
toaster, wenn du doch schon erkannt hast, dass eine solche ferndiagnose unzulässig (!) ist, warum schreibst du sie hier dann trotzdem hin?

ich finde das alles andere als hilfreich für die themenstellerin, und ohne jegliche begründung und untermauerung tatsächlich unzulässig und sehr ärgerlich. "borderline" ist keine diagnose wie schnupfen oder halsweh, sonder ein überaus komplexes krankheitsbild, das meiner meinung nach nicht mal eben so ohne jeden zusammenhang in den raum geworfen gehört, wie das hier in letzter zeit häufiger geschieht.

entschuldigung, aber das wird auch durch ein "lieb gemeint" kein bisschen besser.

gruß,
liz

xxxRuthxxx
26.06.2008, 13:47
toaster, wenn du doch schon erkannt hast, dass eine solche ferndiagnose unzulässig (!) ist, warum schreibst du sie hier dann trotzdem hin?

ich finde das alles andere als hilfreich für die themenstellerin, und ohne jegliche begründung und untermauerung tatsächlich unzulässig und sehr ärgerlich. "borderline" ist keine diagnose wie schnupfen oder halsweh, sonder ein überaus komplexes krankheitsbild, das meiner meinung nach nicht mal eben so ohne jeden zusammenhang in den raum geworfen gehört, wie das hier in letzter zeit häufiger geschieht.

entschuldigung, aber das wird auch durch ein "lieb gemeint" kein bisschen besser.

gruß,
liz


Liebe Lizzie,

Tut mir leid, das sagen zu müssen: beim Lesen dieses ausführlichen Beitrages habe ich auch an Borderline gedacht.

Wir sind nunmal hier im internet und wenn alle Meinungen unzulässig sind, dann müsste konsequenterweise dieser Forumsbereich geschlossen werden.

Das ist ebenfalls freundlich und sachlich gemeint.

:blumengabe:

Lizzie64
26.06.2008, 13:54
und nochmal entschuldigung: wo liest du denn heraus, dass alle meinungen unsachlich sein sollen?

das ist doch undifferenziert, und bitte, so kommen wir wirklich nicht weiter.

was sachlich ist, kann ich ganz gut selbst erkennen :blumengabe: (und hätte auch nicht bezweifelt, dass dein beitrag sachlich ist. soviel urteilsvermögen hab' ich)

xxxRuthxxx
26.06.2008, 15:40
und nochmal entschuldigung: wo liest du denn heraus, dass alle meinungen unsachlich sein sollen?

das ist doch undifferenziert, und bitte, so kommen wir wirklich nicht weiter.

was sachlich ist, kann ich ganz gut selbst erkennen :blumengabe: (und hätte auch nicht bezweifelt, dass dein beitrag sachlich ist. soviel urteilsvermögen hab' ich)


MEIN Beitrag ist sachlich gemeint und nicht persönlich. Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Man will ja nicht falsch verstanden werden.

:knatsch:

Ella
11.07.2008, 10:07
ich denke ich habe ähnliche probleme wie die themenstellerin und habe bereits viele therapien hinter mir, seit einigen monaten mache ich jetzt eine neue therapie und ich denke, das borderline nicht unser problem ist.

ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich sehe da sehr viele parallelen und mein problem ist natürlich nähe- distanz aber vor allem verlustangst.

diese ist so schlimm, dass man selber angst hat zu lieben, bzw. wenn man gerade anfängt sich sicher zu fühlen, tritt die angst auf und lässt nichts anderes zu.

ich bin jetzt seit 2 jahren in einer beziehung und zum ersten mal habe ich phasen, in denen ich mir trotz liebe sicher bin. ich denke es hängt auch stark vom partner ab, inwieweit er mitläuft und sich nicht von diesem muster beeinflussen lässt.

ich glaube, borderline ist tatsächlich nicht die richtige diagnose- es wurde bisher noch keine für uns gefunden. diese gefühle die man hat, sind nicht hilfreich- es ist wie eine sprache die man nicht spricht, demnach weiß man nicht was es bedeutet und fängt an an der liebe zu zweifeln. so ähnlich zumindest.
aber ich finde es gut, dass versucht wird hier zu helfen. auch mit natürlich nicht qualifizierten diagnosen- wir sind ja schließlich keine therapeuten. (die meisten zumindest nicht) ;-)
lg ella

zweifel
15.09.2008, 15:41
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das Thema noch "aktiv" ist. Als ich den Thread gefunden habe, hab ich mich aber so angesprochen gefühlt, dass ich antworten musste.
Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen. Seit drei Jahren habe ich Zweifel an unserer Beziehung und vor allem an meiner Liebe zu ihm.
Vor zweieinhalb Jahren wurde dann bei mir eine Depression diagnostiziert. Ich habe zwei Jahre Medikamente genommen und bin seitdem in Therapie. Seit einem halben Jahr nehme ich keine Medikamente mehr und die Depression ist nicht mehr akut.
Aber die Zweifel und vor allem meine Frage: liebe ich ih ? Wie fühlt sich liebe an? Was ist wenn ich ihn nicht liebe und es einfach nicht wahrhaben will? usw. sind geblieben.
Auf den ersten Blick hört sich das wahrscheinlich so an, als wär halt die Beziehung vorbei und ich will es nicht wahrhaben. Klar, das ist auch eine meiner Ängste. Aber es ist auch so, dass ich total panisch werde bei dem Gedanken, dass ich ihn halt einfach nicht liebe und mir das jetzt einfach mal eingestehen muss. ich ertrage es nnicht, mir vorzustellen, dass wir uns dann halt trennen müssen. Das führt mich zu regelmäßigen Nervenzusammenbrüchen.
Denn natürlich ist da viel zwischen uns, viel Nähe, Vertrauen. Ich bin so gern mit ihn zusammen, umarme ihn, küsse ihn usw. Aber mein ständiger Begleiter ist mein Zweifel und die Frage: Reciht das für eine Beziehung? Ist das Liebe?
Ich hoffe, ich konnte meine Situation einigermaßen verständlich darstellen. Es ist so kompliziert und mein Kopf raucht und dreht sich, weil ich nur am Grübeln und analysieren meiner Gefühle bin.

Vielleicht meldet sich ja eine von Euch nochmal
LG

hannabanana
16.09.2008, 14:47
Hallo Zweifel,

mir geht es ganz genauso wie dir...habe nahezu parallel einen Tread eröffnet. siehe http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=96080 (hoffe, das funktioniert jetzt :smile: )

Ich könnte wirklich jeden Satz, den du geschrieben hast unterschreiben...jedes dieser Gefühle kenne ich genauso, wie du sie beschreibst...
Bei mir überwiegt zwar weniger die Depression als eher Panikattacken, aber das macht es auch nicht besser :zwinker:

Auch wenn das jetzt keine wirkliche Hilfe ist, so weißt du doch zumindest, du bist damit nicht alleine :blumengabe:

Ich werde auch total panisch, wenn ich in Erwägung ziehe ihn nicht zu lieben...und vorallem setze ich mich total unter Druck, dass ich das jetzt wissen muss....
Mein Therapeut meint, es ist wohl eher ein Problem mit mir selbst, als tatsächlich dem speziellen Mann, was ja insofern beruhigend wäre, da ich mich nicht trennen brauche :smirksmile: das ist echt Panne!

Wie geht denn dein Freund damit um?

Atme durch, ich glaube an uns "Psycho-Tanten" !:freches grinsen:

zweifel
17.09.2008, 10:51
Liebe hannabanana (lustiger Name),

das mit dem unter Druck setzen kenn ich nur allzugut. ICH MUSS DAS JETZT ENDLICH WISSEN !!! Es kann doch nicht wahr sein, dass man seit Jahren zweifelt, immer wieder diese Angst, diese Traurigkeit und trotzdem bin ich nicht im Stande eine Entscheidung zu treffen.
Bin gerade glaub ich auch eher negativ, haben uns heute morgen gestritten und das verstärkt bei mir immer gleich diese Zweifel und meine Frage, ob ich ihn denn dann überhaupt lieben kann, wenn mich dies und das an ihm stört usw. Esin ständiges im Kreis drehen, das raubt mir echt so unglaublich viel Energie.
Wie mein Freund damit umgeht? Naja, in den letzten Monaten hab ich nicht mehr so wirklich mit ihm drüber gesprochen. Er hat echt so viel durchstehen müssen, während meiner akuten depressiven Phase, ich hab ihn so oft vor den Kopf gestoßen. Mittlerweile sag ich es ihm gar nicht mehr wirklich, dass ich immer noch Zweifel. ich will ihm nicht ständig weh tun und wirklich ändern tut es ja auch nichts, wenn er es weiß. Auf der anderen Seite muss ich mich manchmal voll zusammenreißen, ihm nicht zu sagen wie schlimm die Zweifel gerade wieder sind, denn absurderweise ist er derjenige, dem ich alles erzählen möchte.
Oh mann, es ist so schwierig. Ich dachte immer, eine Beziehung ist entweder gut oder eben nicht und dann weiß man auch was zu tu ist. Aber so ein Scheiß?

Hab mich gefreut, dass Du Dich gemeldet hast
ICh glaub einfach ganz fest dran, dass irgendwann alles gut und klar sein wird

SupaWetta
17.09.2008, 10:59
hallo zusammen,

ich wüsste gern: in welchen partnerschaftlichen verhältnissen eurer eltern seid ihr aufgewachsen? hattet ihr beide eltern / eine funktionierende ehe vor augen?

oder eben nicht?

lgS

zweifel
17.09.2008, 11:19
Nein, meine Eltern führen eine ziemlich "normale" Ehe. Das sind auch Sachen, die ich in der Therapie schon durchgekaut haben, scheint bei mir aber nicht wirklich "Ursache" zu sein.

Danke fürs Gedanken machen
LG

SupaWetta
17.09.2008, 11:23
was hat / haben denn der therapeut / die therapeuten gesagt, WAS die ursache ist / sein könnte?

lgS

hannabanana
17.09.2008, 13:22
ja, meine Eltern hatten auch eine gute Ehe...wenn mein Vater noch leben würde, wären sie vermutlich immer noch zusammen.

Eine konkrete Erklärung in der Therapie gibt es bei mir noch nicht.
Mein Therapeut meint, dass ich durch Depression und Angst keinen Zugang zu meine positiven Gefühlen habe...Wohlgemerkt, zu den negativen schon:knatsch:

Und, dass es bei einem anderen Mann auch nicht anders wäre, da das Problem bei mir liegt..
Wirklich, ich kann mir faktisch gesehen keinen besseren Mann vorstellen, aber die Angst, dass er nicht der Richtige ist und dass ich mir nur einrede, es könnte funktionieren macht mich so fertig.

Vielleicht spielt auch die Verlustangst eine große Rolle und die Angst davor von jemandem so abhängig zu sein, dass man alleine nicht mehr klar käme...

Es gibt Tage, das sehe ich gar nichts positives mehr an meinem Freund, so wie gestern (da haben wir uns gestritten) und an manchen Tagen, bin ich soweit, dass ich über Hochzeit nachdenke???:wie?:

Das ist so psycho...:gegen die wand:

Mein Therapeut gab mir den Tipp mir ganz bewusst eine viertel Stunde am Tag Zeit zu nehmen um darüber nachzudenken, und wenn die Grübeleien wieder anfangen mir selbst zu sagen: "Jetzt nicht, dafür hast du die viertel stunde zeit"...man zerfleischt sich eben mit solchen Gedanken...

Ich bin soo verunsichert, vorallem wenn ich dann Freundinnen sehe, die sich soo sicher sind! Woher wissen die das???:wie?:

Och Mann....das ist echt schwierig!

zweifel
17.09.2008, 13:49
Das ist echt verrückt, aber auch irgendwie ganz schön "beruhigend". Du schreibst 1:1 das, was mir durch den Kopf geht. Ich kann Dich echt so gut verstehen.
Es gibt auch Tage, da denk ich "Nein, es liegt an mir, bei jemand anderem wers auch nicht anders" und dann wieder die "Gewissheit", bei der sich mir alles zusammenkrampft "Er ist es einfach nicht, siehs doch endlich ein". Und dann komm ich nach Hause und er liegt schon im bett und ich finde ihn so süß und freu mich so ihn zu sehen.
Es ist so absurd.

hannabanana
17.09.2008, 14:46
Absolut absurd!
Gerade eben wieder...ein gutes Beispiel aus dem Leben einer Psychotante:

Er hat mir gerade eine SMS geschickt: "Ich liebe dich sehr...wir schaffen das alles schon" und das, obwohl ich ihn gestern wieder so angefaucht habe und er heute nacht auf der Couch geschlafen hat...:peinlich:

Was in mir nach dieser Mail vorgehen müsste:

Ein warmes Gefühl im Bauch, Freude, Liebe und Dankbarkeit:liebe:

Was in mir nach dieser Mail vorging:

"Wieso liebt der mich, obwohl ich so arschig bin?
Ich kann ihm nicht das geben, was er verdient.
Wieso kann ich ihm nicht das geben was er verdient?:wie?: :heul:
Sch***e ich müsste mich mehr darüber freuen, dankbar sein...
Ich bin es ihm schuldig, dass ich ihm zurückschreibe.
Also, wenn du schon so denkst, hat das ja gar keinen Sinn...du musst es einsehen, da ist keine Liebe...mach Schluss...NEEEEIIIINNNN!!!!!!!! Ich will ihn nicht verlieren! Ich liebe ihn ganz bestimmt, die Liebe ist nur durch deine ganzen Probleme total verschüttet...u.s.w.:wie?:

Das ist so undankbar! Ich will so nicht sein!!!:knatsch:

zweifel
17.09.2008, 15:13
Ich weiß, was Du meinst. Aber siehs doch mal so: Das erste nach der SMS war Dein Gefühl. Und das war ja relativ eindeutig. Ist doch schon mal super, dass Du das so klar fühlen konntest. Das zweite war Dein Kopf. Und der scheint aus irgendeinem Grund falsch zu bewerten, die falschen Maßstäbe anzusetzen.
Ich weiß, bzw. weiß von mir, dass man das zwar kurzfristig glauben will, der nächste Zweifel aber schon lauert und alles wieder in Unsicherheit wirft. Aber dennoch würde ich versuchen, auch so positive Gefühle immer wieder zu erinnern.
Ich weiß nicht, schreibst Du auf? Vielleicht bringt es ja was, sich sowas zu notieren.
Ich versuch das zur Zeit, wobei da meistens wieder die Zweifel gewinnen und ich eher die in den buntesten Farben notiere...

hannabanana
17.09.2008, 16:00
Ich weiß, was Du meinst. Aber siehs doch mal so: Das erste nach der SMS war Dein Gefühl. Und das war ja relativ eindeutig. Ist doch schon mal super, dass Du das so klar fühlen konntest. ...

Na ja...ich HÄTTE es denken müssen :knatsch:

Ich warte halt auch auf irgendwelche Anzeichen oder besser Indizien von Liebe...

obwohl ja klar ist, dass es, so wie es mir gerade geht, nicht kribbeln KANN...wie MUSS es sich denn anfühlen, damit es gut und richtig ist?!

Ich schreibe auch immer mal wieder was auf...bin da aber irgendwie nicht so konsequent...

Weißt du denn, warum du Depressionen hast? (musst du nicht beantworten) und ob das vielleicht irgendwie zusammen hängt?

Habe auch bis vor einem halben Jahr Tabletten genommen und so langsam schleichen sich immer mal wieder einige Symptömchen ein...hoffentlich geht das nicht wieder von vorne los!

zweifel
17.09.2008, 16:15
Wie meinst Du, Du hättest es denken müssen?

Das mit den Depressionen schreibe ich Dir gerne mal privat.

Ich glaube, da schreibst Du was ganz wichtiges: wie soll man denn was spüren, wenn man ständig darauf wartet was zu spüren? Das hat mein Therapeut auch schon ganz oft zu mir gesagt. Wie soll der Kuss sich denn "richtig" anfühlen, wenn ich dabei denke "Spür ich was? kribbelts? Liebe ich ihn usw."
Blöderweise kann ich sowas zwar kurzfristig annehmen, aber mein nächster Gedanke ist dann: Wenn man jemanden liebt, dann braucht man ja gar nicht drüber nachzudenken, dann wär der zweifel ja gar nicht da. und schon bin ich wieder mittendrin.
Ich glaube eine große Angst bei mir ist auch einfach die, dass ich mir was vormachen könnte. Dass ich eines Tages aufwach und denke, ich habs doch immer gewusst, dass es nicht passt und wollte es einfach nicht wahrhaben.
Ich bin da einfach so unlocker, ich MUSS wissen, ob er der Mann fürs Leben ist. Ich MUSS eine Entscheidung treffen. Aber je mehr ich mich da reinsteiger, umso weniger weiß ich.

hannabanana
17.09.2008, 17:42
Wie meinst Du, Du hättest es denken müssen?.

Na ja ich meine, normal wäre, ich würde auf so eine sms Liebe und Wärme empfinden und statt dessen...


Das mit den Depressionen schreibe ich Dir gerne mal privat.
QUOTE]


ja ,mach das...hab das Gefühl, wir kennen uns :freches grinsen:

[QUOTE=zweifel]
Ich glaube eine große Angst bei mir ist auch einfach die, dass ich mir was vormachen könnte. Dass ich eines Tages aufwach und denke, ich habs doch immer gewusst, dass es nicht passt und wollte es einfach nicht wahrhaben.
Ich bin da einfach so unlocker, ich MUSS wissen, ob er der Mann fürs Leben ist. Ich MUSS eine Entscheidung treffen. Aber je mehr ich mich da reinsteiger, umso weniger weiß ich.

Genau das ist auch meine Angst...jetzt zu denken, das wird schon und alles ist gut, ich heirate und kriege Kinder mit ihm und dann funktioniert es nicht!!!
Klar, weiß man nie, ob es klappen wird und ob man bis ans Lebensende glücklich ist, aber wenn es jetzt schon so ist...

Weißt du das mit dem "unlocker"...genau das wirft mir mein Freund vor...er hat gestern auch wieder gesagt "du musst mal lockerer werden, entspannter, gelassener"
Ach nee...ich will das ja! Gibts eine Gebrauchsanweisung?! Ich tu alles!!

Vorallem habe ich auch das Gefühl, dass ich jetzt eine Entscheidung treffen muss...

1. wir sind durchaus in einem heiratsfähigen, gebährfreudigen Alter und alle ums uns rum heiraten und vermehren sich und ich glaube, mein Freund hätte das auch ganz gerne...
2. Wozu noch Zeit verschwende, wenn es evtl. ja sowieso nicht das richtige ist?!

Viele sagen dir jetzt, wenn du schon so denkst, warum bist du dann überhaupt noch mit ihm zusammen?!

Und das ist es ja eben, was mich so wahnsinnig macht...was tun?!

hannabanana
17.09.2008, 17:46
@ zweifel
noch was...hast du manchmal das Gefühl, du kannst gar nicht glücklich sein? So als ob du eine innere Blockade hast, die es nicht zulässt, dass es dir richtig gut geht oder gut gehen darf?!

zweifel
18.09.2008, 10:21
Viele sagen dir jetzt, wenn du schon so denkst, warum bist du dann überhaupt noch mit ihm zusammen?!QUOTE]

Ja, da hast Du wohl recht. Viele Leute würden das so sehen. Aber a) sind sie halt nicht selbst in der Situation und b) ist eben nicht immer alles nur schwarz und weiß. Ich versuche solchen Gesprächen weitestgehend aus dem Weg zu gehen und von meinen besten Freunden weiß ich zum Glück, dass sie sowas nicht sagen.

[QUOTE]@ zweifel
noch was...hast du manchmal das Gefühl, du kannst gar nicht glücklich sein? So als ob du eine innere Blockade hast, die es nicht zulässt, dass es dir richtig gut geht oder gut gehen darf?!

Ja, das Gefühl kenn ich. Zumindest denk ich mir oft, dass ich wahrscheinlich nie zufrieden sein werde in meinem Leben, irgendwie so immer auf der Suche. Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, dann waren die irgendwie hauptsächlich dunkel und dann glaub ich, dass wird immer so bleiben.
Meine Freundin sagt immer, dass alles irgendwie einen Sinn hat und vielleicht ist das sowas wie ne Prüfung oder einfach irgendwas, wodurch ich was über mich selbst lernen soll. Ich glaub da jetzt einfach mal dran, sonst werd ich ja noch verrückt :gegen die wand:

Ich drück Dich einfach mal unbekannterweise:in den arm nehmen:

hannabanana
18.09.2008, 14:52
Ich denke auch, dass viele Dinge im Leben seinen Sinn haben...auch wenn ich den manchmal einfach nicht sehe.

So weiß ich z.B. schon, dass meine Panikattacken ein Signal sind, dass irgendetwas nicht stimmt, ich zu wenig auf mich achte, etc.

Meine Schlussfolgerung aus den Attacken ist eben oft...sie wollen mir sagen, dass mein Freund nicht der Richtige ist...sonst ginge es mir ja gut, wenn wir zusammen sind.:knatsch:
Obwohl ich schon weiß, dass da noch ganz andere Dinge eine Rolle spielen.

Vielleicht wäre es anders, wenn wir mal wieder etwas unbeschwerte Zeit miteinander verbringen könnten...aber die ganze Traurigkeit und Wut in mir lässt mir einfach keinen Raum.

Warum bin ich nur so oft so sehr wütend?
Das ist echt krank...vorallem weil es dann meist der Falsche abbekommt :knatsch:

Ich sehne mich total nach innerer Zufriedenheit, habe aber auch oft das Gefühl, das kann ich gar nicht erreichen...

Drück dich mal zurück:in den arm nehmen: liebe Seelenverwandte :freches grinsen:

zweifel
18.09.2008, 15:29
Meine Schlussfolgerung aus den Attacken ist eben oft...sie wollen mir sagen, dass mein Freund nicht der Richtige ist...sonst ginge es mir ja gut, wenn wir zusammen sind

Oh ja, das kenne ich. Immer wieder dieser schleichende Zweifel, um den sich letztendlich alles dreht: Sollte ich nicht einfach auf mein Bauchgefühl hören? Irgendetwas scheint mich ja davon abzuhalten, die Beziehung als gut anzusehen. Ist das nicht einfach ein Hinweis, eine Warnung, dass es nicht funktioniert?

Ja, vielleicht ist es auch so. Vielleicht wird es sich eines Tages tatsächlich herausstellen, dass es einfach nicht gepasst hat. Aber ich hoffe halt einfach, dass es nicht so ist. Und selbst wenn, dann sind wir momentan vielleicht einfach noch nicht soweit, um das klar zu erkennen und die Konsequenzen zu ziehen. Im Moment hab ich einfach das Gefühl, mir würde es ohne ihn einfach noch schlechter gehen als mit ihm und den Zweifeln.

Klingt vielleicht für viele absurd, ist aber so

SupaWetta
18.09.2008, 16:10
wie gehts euch, wenn ihr den gedanken führt:
a) mit eurem / einen partner in einer langjährigen beziehung zu leben und kinder zu haben?
b) in ebendieser beziehung zu leben, wenn sie schlecht läuft?


lgS (die sehr interessiert mitliest und ausdrücklich nicht immer nur sporadisch hier reinglotzt :smile: )

hannabanana
18.09.2008, 16:11
Im Moment hab ich einfach das Gefühl, mir würde es ohne ihn einfach noch schlechter gehen als mit ihm und den Zweifeln.

Klingt vielleicht für viele absurd, ist aber so

Nee, das ist bei mir auch so...ich weiß auch gar nicht, warum ich nicht akzeptieren kann, dass es jetzt nun mal gerade so ist und ich vielleicht meine Entscheidung einfach noch nicht treffen kann...dass der Zeitpunkt eben vielleicht einfach noch nicht da ist...:wie?:

Ich verstehe gar nicht, warum ich mich so unter Druck setze, dass das JETZT entschieden wird...er setzt mit ja nicht die Pistole auf die Brust oder so...

Ich habe einfach das Gefühl ich kann in diesem Zustand, in diesen Zweifeln nicht mehr länger verharren...es muss was passieren!

Was würde ich denn tun, wenn er mir morgen einen Heiratsantrag macht? Was würdest du tun?
Auch wenn sich die Frage akut nicht stellt :smirksmile: ich hätte soo Schiss mich auf immer und ewig festzulegen!!
Aber es gibt halt keinen rationalen Grund, warum ich nein sagen sollte...:wie?:

hannabanana
18.09.2008, 16:25
wie gehts euch, wenn ihr den gedanken führt:
a) mit eurem / einen partner in einer langjährigen beziehung zu leben und kinder zu haben?
b) in ebendieser beziehung zu leben, wenn sie schlecht läuft?

Ich kann mir persönlich schon sehr gut vorstellen, mit meinem Freund Kinder zu haben.

Ich glaube auch, dass unsere Ansichten in Bezug auf Familie, Erziehung, etc. sehr ähnlich sind.
Es versetzt mich einfach in Panik, mir eine solch feste Bindung wie Kinder/Ehe vorzustellen. Das absurde ist, ich wünsche mir ja Kinder...vielleicht nicht sofort, aber prinzipiell schon...:knatsch:

Wir sind jetzt schon 6 Jahre zusammen und das ist ja auch schon irgendwie langfristig. Aber ich weiß halt einfach nicht, ob das für die Ewigkeit gut gehen kann...oder ob ich lieber gleich die Notbremse ziehe.

Das mit den schlechten Zeiten...ehrlich gesagt hatten wir noch keine wirklich guten...wir kannten uns nicht lange, als mein Vater starb, ich krank wurde und mein Leben sich so verändert hat...er hat das alles mitgemacht und liebt mich immer noch...

Vielleicht brauchen wir Probleme, damit jeder seinen Platz definieren kann in der Beziehung...
Er ist der Starke, ich die Schwache...
Aber das kann es ja auch nicht sein :wie?:

Ich frage mich oft, warum mich an manchen Tagen wirklich ALLES an ihm stört...und an manchen Tagen finde ich ihn genauso wie er ist gut...


lgS (die sehr interessiert mitliest und ausdrücklich nicht immer nur sporadisch hier reinglotzt :smile: )
:freches grinsen: :freches grinsen: :blumengabe:

hannabanana
18.09.2008, 16:27
@ SupaWetta:

Es ist nicht so, dass mich dein Zitat "du brauchst keinen grund, um zu gehen, wenn du keinen mehr hast, um zu bleiben."

in Panik versetzt :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

zweifel
18.09.2008, 16:29
Willkommen im Club :wie?:

Sorry, dass ich Dir da nicht mehr sagen kann, aber ich steck da quasi 1:1 im gleichen Dilemma.

Ich glaube einfach, dass es ganz viel mit falschen Maßstäben an eine Beziehung aber auch mit viel zu weitem Planen in die Zukunft zu tun hat.
Warum muss man eigentlich heute wissen, ob man ihn heiraten will. Warum darf man da nicht dran zweifeln und trotzdem der Beziehung einen Wert für sich zurechnen?
Schlaue Fragen, die mich selbst in Panik versetzen. Weil, wenn man jemanden liebt blablabla. Aber ist das wirklich so? Vielleicht ist das Leben halt auch einfach nicht Rosamunde Pilcher.

Weiß doch auch nicht...

SupaWetta
18.09.2008, 16:30
:smile:

naja; aber wie ist das denn; könntest du aus dem stehgreif dinge nennen, die dir an deinem partner gefallen / wegen derer du mit ihm und eben keinem anderen zusammen bist?

edit: frage gilt nunmehr nicht nur hannabanana, sondern auch zweifel.

hannabanana
18.09.2008, 17:01
Ja, im Planen bin ich auch ganz groß und im sich vorstellen, wie es denn sein müsste...und wehe, es ist dann anders...dabei müsste ich doch mittlerweile gelernt haben, dass das Leben nicht planbar ist..Ich habe tierisch Angst, etwas könnte passieren (wie schon zuvor...) das mein Leben völlig verändert und vorallem jemanden zu verlieren...darf nicht dran denken

Definitv hängt es auch mit falschen Vorstellungen zusammen! Ich WEISS, dass Rosamunde und Co. keine Realität sind und auch wenn ich in irgendwelche schlechten Dokusoaps über verliebte, schwangere Pärchen reinschaue, ist mir schon klar, dass das hinter der Kamera anders aussieht :freches grinsen: :peinlich:

Aber sollte es nicht zumindest kribbeln, wenn ich ihn ansehe...sollte ich nicht zumindest denken, er ist der tollste Typ der Welt und das Beste was mir passieren konnte?!


:smile:

naja; aber wie ist das denn; könntest du aus dem stehgreif dinge nennen, die dir an deinem partner gefallen / wegen derer du mit ihm und eben keinem anderen zusammen bist?

Es gibt einige Dinge, die mir da spontan einfallen, z.B. ist er immer für mich da, er ist zuverlässig, treu, witzig, liebevoll, fürsorglich, etc.

aber ich kann mich genauso gut dermaßen an Dingen (oft Kleinigkeiten) aufhängen, die das alles zu übertreffen scheinen:wie?:

Inaktiver User
19.09.2008, 10:50
Hm, ich habe nur "quergelesen". Mir sind ein paar Parallelen zu mir aufgefallen: ich war in den letzten 10 Beziehungsjahren auch immer so unzufrieden und mir fehlte das Gefühl der starken Verliebtheit.

Nun kann ich sagen, dass ich das erste Mal richtig liebe, mich ganz tief auf jemanden eingelassen habe - und das birgt die Gefahr, verletzt zu werden. Aber lieber dieses Risiko, als die Beziehungserfahrungen der letzte 10 Jahren, mit Männern, die ich definitiv nicht geliebt habe.
Ich glaube ich musste erstmal "vorbereitet" werden, um mich fallenlassen zu können.

SupaWetta
19.09.2008, 11:10
himmelweit, darf ich fragen, wie alt du bist?

lgS

Inaktiver User
19.09.2008, 12:50
Hi supawetta, 36 Jahre..

SupaWetta
19.09.2008, 13:03
na dann hab ich ja noch hoffnung :smirksmile:

hannabanana
20.09.2008, 19:35
na dann hab ich ja noch hoffnung :smirksmile:

Ich auch :freches grinsen:

Aber mal im Ernst...ich glaube tatsächlich, dass die ganze Problematik viel mit Selbstliebe zu tun hat...

Ich komme mit mir selbst kaum klar, wie soll das dann in einer Beziehung klappen...Ich merke einfach, dass ich zuviele ungelöste, unverarbeitete Probleme mit mir herumtrage.
Wie soll ich unbeschwert jemanden lieben können, wenn ich mich noch nicht mal selbst wirklich lieben kann :wie?:

In meinem Falle war einfach auch fatal, dass wir die erste Zeit der Verliebtheit einfach nicht hatten, bzw. genießen konnten...durch den Todesfall, meine Krankheit und diverse andere Probleme war dafür einfach kein Platz. Das fehlt mir jetzt :knatsch:

Immerhin kann man nicht behaupten, wir sind nicht krisenerprobt :zwinker:

Ist das Vorhanden sein von Verliebtheit überhaupt ein Kriterium nachdem man die Beziehung bewerten kann? Wie sollte eine Beziehung denn sein, damit sie "richtig" und "gut" ist? :wie?:

Inaktiver User
21.09.2008, 11:16
Meine Schlussfolgerung aus den Attacken ist eben oft...sie wollen mir sagen, dass mein Freund nicht der Richtige ist...sonst ginge es mir ja gut, wenn wir zusammen sind.:knatsch:


hallo,

bist du dir da sicher? könnte es nicht vll sein, dass du so reagierst, gerade weil er der richtige ist oder daran zumindest sehr nah rankommt?

wenn ich mich vor etwas schützen möchte, stoße ich menschen zuweilen von mir. ich merke, dass mir jemand gefühlsmäßig zu nahe kommt und fühle mich regelrecht bedrängt. manchmal fühlt es sich dann an, als ob mir förmlich die luft wegbleibt. mir ist jetzt schon ein paar mal aufgefallen, dass ich mir die negativen aspekte der beziehung und/oder die negativen eigenschaften dieses menschen herauspicke und ihn vor mir selbst schlecht rede. das ist dann kein großer schwung, sondern ein kleiner zweifel hier und ein kleiner zweifel dort. so ein kleiner zweifel kann größer werden und irgendwann denke ich dann, dass das alles nix ist. trotzdem fällt es auch mir schwer, einen schlussstrich zu ziehen. oftmals provoziere ich dann, dass sich der andere trennt. merkwürdigerweise leide ich dann auch oft wie tier, was ja gar nicht zu meinem vorherigen verhalten passt.

wie auch immer. eigentlich wollte ich nur folgendes sagen: wenn man schwierigkeiten hat, positive gefühle von anderen richtig anzunehmen, so versucht man sich vll davor zu schützen, indem man sich einredet, dass man eh nicht zusammen passt.

lg
luci

SupaWetta
22.09.2008, 08:40
oh; da spricht die luci ein wahres wort, denke ich...

habe auch so meine probleme mit der annahme positiver gefühle :knatsch:

luci; was hast du denn dagegen getan / was tust du dagegen?

lgS

Inaktiver User
22.09.2008, 09:43
luci; was hast du denn dagegen getan / was tust du dagegen?


momentan eher gar nichts :knatsch:. mir ist in den letzten wochen vieles bewusster geworden und ich bin noch dabei, das zu verarbeiten und "in richtige bahnen" zu lenken. ich bin so mit mir selbst beschäftigt, dass eh kein platz für eine beziehung da wäre. daher kann ich meine neuen erkenntnisse auch noch nicht "ausprobieren".

braucht wohl alles seine zeit...

wie äußert es sich denn bei dir, dass du positives nicht annehmen kannst?

SupaWetta
22.09.2008, 11:52
wie äußert es sich denn bei dir, dass du positives nicht annehmen kannst?

tihi; na indem ich´s halt einfach nich annehme :smile:

na mal im ernst: ich musste bis vor einiger zeit noch von außen drauf aufmerksam gemacht werden, dass da gerade ein kompliment gesagt wurde, was auch genauso gemeint war.
positives bewertete ich immer sehr viel niedriger, als es zumeist gemeint war; negatives aber normal bis über. somit kam von ganz allein ein absolutes ungleichgewicht zustande.

mittlerweile weiß ich aber, dass ich absolut ok bin.
mit meinen stärken.
und auch meinen schwächen - die gehören dazu, machen mich aus, sind nichts, wofür man sich selbst weniger wert sein darf.
zudem kommts immer auf die betrachtungsweise der schwäche an; aus manchem blickwinkel wirds womöglich sogar zu ner stärke.


ich merke aber ab und zu noch, dass man mich genau an diesem "negatives zu sehr annehmen-punkt" gut piesacken kann. zum glück bei weeeeiiiitem nicht mehr so oft wie früher. aber an nicht so starken, strahlenden tagen eben doch noch :smirksmile:


luci, warum ist dir gerade in den letzten wochen vieles bewusster geworden? und was ist dir bewusster geworden?

lgS

Inaktiver User
22.09.2008, 13:55
tihi; na indem ich´s halt einfach nich annehme :smile:

:erleuchtung: :zwinker:


positives bewertete ich immer sehr viel niedriger, als es zumeist gemeint war; negatives aber normal bis über. somit kam von ganz allein ein absolutes ungleichgewicht zustande.

das kommt mir (leider) auch bekannt vor. meine mutter kritisiert dies häufig an mir und sagt, ich solle mich doch nicht immer so klein machen. und dann denke ich "tja, woher habe ich das wohl? danke mama!". ich konnte es ihr früher schon nie wirklich recht machen. zumal sie auch gern mal ihre meinung änderte und wenn ich es dann so machte, wie sie es beim letzten mal noch gern gehabt hätte, dann war es dieses mal aber nicht automatisch richtig. in letzter zeit spricht sie mir häufiger mal ein lob aus und ich bin dann regelrecht irritiert und es fühlt sich komisch an.

wie lebst du denn damit? gehst du ganz bewusst dagegen an? musst du dich zwingen oder geht es mittlerweile schon von ganz allein? du schreibst ja selbst, dass du mittlerweile weißt, dass du okay bist.


luci, warum ist dir gerade in den letzten wochen vieles bewusster geworden? und was ist dir bewusster geworden?


hmm. vor ein paar wochen hat's quasi klick gemacht. ich habe wochenlang nur noch auf meinen sommerurlaub hingearbeitet und war im büro nur noch fertig und empfand einen mix aus unter-/ sowie überforderung. die ersten 4 tage meines urlaubs lag ich fast nur im bett oder auf dem sofa. ich war völlig durch. seit monaten angespannt, seit wochen nur noch an dieses eine ziel ("endlich urlaub, da erholst du dich mal so richtig!") denkend und als es dann soweit war, war mit einmal feierabend. seit dem prasselt ganz viel auf mich ein und ich habe eine selbsterkenntnis nach der anderen, was natürlich sehr anstrengend ist. passt aber so gar nicht zum thema ängste und phobien :smirksmile:

mir wurde bewusster, wo meine probleme herkommen und wie sich das sogar im alltag äußert. ich kann zb überhaupt nicht leiden, wenn ich übergangen/ nicht beachtet werde. meine grenze ist da deutlich niedriger als bei anderen. jetzt, wo ich spüre, woher das kommt, kann ich etwas besser damit umgehen. das problem ist natürlich noch da, aber wenn man sich jahrelang teilweise selbst nicht erklären kann, warum man dann und wann patzig und/oder verletzt reagiert, ist es natürlich schwieriger.

so gesehen, kann ich dir leider kein rezept für "so wird mir etwas bewusster" geben. es war einfach da :smirksmile:

SupaWetta
22.09.2008, 17:26
meine mutter ... und dann denke ich "tja, woher habe ich das wohl? danke mama!". ich konnte es ihr früher schon nie wirklich recht machen. zumal sie auch gern mal ihre meinung änderte und wenn ich es dann so machte, wie sie es beim letzten mal noch gern gehabt hätte, dann war es dieses mal aber nicht automatisch richtig.

:ooooh: :ooooh: :ooooh: scheinbar sind unsere mütter getrennte eineiige zwillinge o.ä.; bei mir wars genauso :knatsch:


in letzter zeit spricht sie mir häufiger mal ein lob aus und ich bin dann regelrecht irritiert und es fühlt sich komisch an.

entfällt bei mir leider; bin mit 19 aus- und weit weggezogen. und selbst da hat sie es noch geschafft, mir in mein leben reden zu wollen.



wie lebst du denn damit? gehst du ganz bewusst dagegen an? musst du dich zwingen oder geht es mittlerweile schon von ganz allein? du schreibst ja selbst, dass du mittlerweile weißt, dass du okay bist.

mittlerweile geht es immer besser von ganz allein. ganz am anfang war es tatsächlich eine art "eigenzwang"; mittlerweile würde ich es "gesteigerte eigenaufmerksamkeit" nennen.
wenn also jemand, zu welcher verhaltensweise auch immer, sagt "man muss sich erst zwingen, es zu ändern, damit es irgendwann von allein läuft", kann ich dem nur aus eigener erfahrung zustimmen. man kann etwas / sich selbst ändern; man muss es nur eben wirklich aktiv angehen. is schwierig (finde ich), der lohn (sich mit sich selbst wohlfühlen) ist es aber wirklich wert.


wohnst du alleine oder bei deiner mutter? wie alt bist du?

lgS

Inaktiver User
22.09.2008, 18:33
:ooooh: :ooooh: :ooooh: scheinbar sind unsere mütter getrennte eineiige zwillinge o.ä.; bei mir wars genauso :knatsch:

:smirksmile: ich glaube, das verhalten ist unter müttern häufiger verbreitet, als man allgemeinhin annehmen würde.



entfällt bei mir leider; bin mit 19 aus- und weit weggezogen. und selbst da hat sie es noch geschafft, mir in mein leben reden zu wollen.

da hast du aber insofern glück, als dass sie dich von da ab nicht mehr so beeinflussen konnte.



mittlerweile geht es immer besser von ganz allein. ganz am anfang war es tatsächlich eine art "eigenzwang"; mittlerweile würde ich es "gesteigerte eigenaufmerksamkeit" nennen.
wenn also jemand, zu welcher verhaltensweise auch immer, sagt "man muss sich erst zwingen, es zu ändern, damit es irgendwann von allein läuft", kann ich dem nur aus eigener erfahrung zustimmen. man kann etwas / sich selbst ändern; man muss es nur eben wirklich aktiv angehen. is schwierig (finde ich), der lohn (sich mit sich selbst wohlfühlen) ist es aber wirklich wert.

das klingt alles recht logisch. bis ich das aber wirklich konsequent umsetzen kann, werde ich wohl noch einige zeit an mir arbeiten müssen :knatsch:


wohnst du alleine oder bei deiner mutter? wie alt bist du?


DANKE, das war mein lacher des tages :freches grinsen: :allesok: :blumengabe: ...ich bin doch kein weiblicher norman bates :fg engel:

ich bin 33 und mit 18 zu hause ausgezogen. ich lebe allein. gefühlsmäßig nicht loslassen zu können, hat nichts mit dem lebensalter zu tun oder ob man getrennt wohnt, wie es scheint. aber das wäre dann auch jetzt eher ein mutterthema und kein liebesbeziehungsthema. wobei das eine oder andere sicherlich irgendwie zusammenhängt. leider *seufz*

lg
luci

SupaWetta
23.09.2008, 11:24
:freches grinsen: ich kam nur drauf, weil du geschrieben hast, dass deine ma dich heutzutage schon mal lobt; meine macht das aus der entfernung überhaupt nich?! naja, andererseits hatses früher ja ooch nich gemacht :knatsch:

lgS

hannabanana
23.09.2008, 12:51
positives bewertete ich immer sehr viel niedriger, als es zumeist gemeint war; negatives aber normal bis über. somit kam von ganz allein ein absolutes ungleichgewicht zustande.

Das kommt mir seeehr bekannt vor...leider wiegen bei mir die negativen Eindrücke auch immer schwerer als positive...sogar noch schlimmer: Positives wird oftmals einfach übergangen...:wie?:
Ich denke, das geht mir auch so mit Liebe,etc. Sobald es ernst wird, suche ich Dinge, warum es nicht funktionieren könnte...Schaffe es aber dann nicht, den letzten Schritt zur Trennung zu gehen?!
Ich habe noch nie eine Beziehung beendet....Auch wenn ich jetzt noch nicht soo viele Männer hatte, aber drei ernsthafte Beziehungen waren doch dabei:zwinker:

Ich möchte auf jeden Fall versuchen, meine innere Einstellung zu verändern, aber wie???

Seit zwei Wochen befasse ich mich wieder intensivst mit mir, meinen Gefühlen, meiner Beziehung, etc...seit dem haben sich meine Panikattacken massiv verschlimmern...so ein Mist!

Noch ne Frage: Wie steht es bei euch eigentlich um euer Selbstwertgefühl/-bewusstsein und der Liebe zu euch selbst?:blumengabe:

Inaktiver User
23.09.2008, 13:06
:freches grinsen: ich kam nur drauf, weil du geschrieben hast, dass deine ma dich heutzutage schon mal lobt; meine macht das aus der entfernung überhaupt nich?! naja, andererseits hatses früher ja ooch nich gemacht :knatsch:

lgS

meine eltern und ich wohnen ca. 40 minuten fahrzeit (auto) voneinander entfernt. wir sehen uns ca. alle 10 tage. mal 2,5 wochen gar nicht, mal 2 mal die woche. je nachdem, wie es sich so ergibt. wobei man dazu sagen muss, dass ich für sie finanziell einen bereich verwalte und sich dadurch auch zwischendurch mal telefonkontakt ergibt, um was abzuklären und zu besprechen. hierfür erhalte ich auch den meisten zuspruch, was mich dann so irritiert. der punkt ist wohl der, dass es etwas ist, was sie so nicht könnten, mir aber nicht soo viel ausmacht. klar stoße ich mal an grenzen und es ist anstrengend/nervig, aber ich weiß mir dann zu helfen. sie hingegen wären ziemlich aufgeschmissen und müssten zumindest einen teil davon in fremde hände geben.

ich denke, wenn man so richtig weit von einander entfernt lebt, bekommt man viel zu wenig vom anderen mit, um überhaupt etwas sehen zu können, was man loben könnte :smirksmile:

Inaktiver User
23.09.2008, 13:14
Ich möchte auf jeden Fall versuchen, meine innere Einstellung zu verändern, aber wie???

keine ahnung, wüsste ich aber auch gern :peinlich:


Seit zwei Wochen befasse ich mich wieder intensivst mit mir, meinen Gefühlen, meiner Beziehung, etc...seit dem haben sich meine Panikattacken massiv verschlimmern...so ein Mist!

wie und wann äußern sich deine panikattacken denn? können solche panikanfälle vll deswegen entstehen, damit du dich gar nicht mit gewissen problemen auseinandersetzt? ich frage wirklich nur, lass dir nichts einreden :smile:


Noch ne Frage: Wie steht es bei euch eigentlich um euer Selbstwertgefühl/-bewusstsein und der Liebe zu euch selbst?:blumengabe:

hmm, momentan beides ziemlich im keller. ansonsten ist mein selbstbewusstsein höher als mein selbstwertgefühl. hm, oder umgekehrt? ich kann das gar nicht so genau sagen. manchmal denke ich, dass ich viel besseres als jetzt verdient habe. einfach so, weil ich ich bin. dann widerum schlurfe ich so rum und denke, kein wunder, dass dieses oder jenes genau so ist.

ich trete aber im realen leben oft selbstbewusster auf, als ich in wirklichkeit bin. zumindest dann, wenn ich nicht unter völlig fremden bin.

SupaWetta
23.09.2008, 13:50
selbstbewusstsein höher als mein selbstwertgefühl.

!!!
den unterschied habe auch ich erst vor ein paar jahren begriffen.



ich trete aber im realen leben oft selbstbewusster auf, als ich in wirklichkeit bin.

dto.
und genau deswegen ist es mir durchaus oft passiert, dass man über mich denkt "die?! die packt doch alles und ihr leben läuft aalglatt."
bin aber eben auch nur ein manchmal verdammich schwaches menschlein :knatsch:

hannabanana
23.09.2008, 15:15
wie und wann äußern sich deine panikattacken denn? können solche panikanfälle vll deswegen entstehen, damit du dich gar nicht mit gewissen problemen auseinandersetzt? ich frage wirklich nur, lass dir nichts einreden :smile:
.
Also ein Beispiel z.B. von gestern...ich bin mit dem zug von der Arbeit nach Hause gefahren und auf dem Bahnsteig waren unheimlich viel Leute, es war laut, etc...

Ich hatte das Gefühl, ich bekomme keine Luft mehr..kann nicht mehr richtig durchatmen. Dadurch habe ich angefangen zu hyperventilieren. Mir wurde total schlecht und schwindelig und ich hatte das Gefühl, ich kipp gleich um. Im Zug wurde es dann noch schlimmer...Hatte totale Panik und das Gefühl "ich muss hier raus". Hätte aber auch nix genützt...wäre dann in irgendeinem Kuhkaff gewesen, mich hätte keiner abholen können. Ich war kurz davor den Krankenwagen zu rufen! Und dass, obwohl mein Kopf weiss, was los ist...

Auch mein Notfallmedi hat nicht gewirkt...die Panik hat sich verstärkt, meine Haut hat gebrannt, meine Hände gekribbelt...als ich zuhause war, war ich einfach nur noch fertig und traurig und verzweifelt und panisch (!), dass das jetzt so weiter geht -> ich fahre heute keinen Zug:knatsch:

Blöder Teufelskreis!:wie?:


Ich weiß nicht genau, ob es an irgendwelchen Problemen liegt, damit dass ich mich zuviel oder gar nicht damit beschäftige...aber es macht mich wahnsinnig!


und genau deswegen ist es mir durchaus oft passiert, dass man über mich denkt "die?! die packt doch alles und ihr leben läuft aalglatt."
bin aber eben auch nur ein manchmal verdammich schwaches menschlein :knatsch:

Genau das ist auch mein Problem...man sieht mir nicht an, dass es mir oft nicht gut geht...ich zeige auch nicht oft Schwäche (außer vor meinem Freund) und dann ist die Überraschung ganz groß, wenn ich nicht mehr kann...

Vielleicht würde der Druck ja schon etwas nachlassen, wenn man mal die Karten auf den Tisch legt...

SupaWetta
23.09.2008, 16:31
Vielleicht würde der Druck ja schon etwas nachlassen, wenn man mal die Karten auf den Tisch legt...

meine erfahrung: nein.
oder zumindest nur höchst selten, wenn dein gegenüber jemand ist, der für sowas ohr/auge/gefühl hat.

für alle anderen gilt leider: "erzählen kannst du mir viel; ich glaube nur, was ich sehe."
sprich: du musst schon umkippen, um bemerkt zu werden...

zweifel
25.09.2008, 11:28
Hallo zusammen,

@hannabanana: Wollte mich eigentlich schon früher mal wieder hier blicken lassen, aber die letzten Tage gings mir mal wieder relativ gut, konnte irgendwie durchatmen und hab mich nicht nur im Kreis gedreht. Hatte das Gefühl, dass es besser ist, dann nicht mit anderen drüber zu reden, um die Zweifel nicht noch zu provozieren. Heute sind sie aber von alleine wieder gekommen. jaja, nerver ending story. Wie gehts Dir denn?

hannabanana
25.09.2008, 14:46
@zweifel: lieb, dass du fragst :blumengabe:

Gab es einen konkreten Auslöser, dass du heute wieder zweifelst?

mir geht es heute und die letzten Tage auch nicht so toll...die Panikattacken haben mich ziemlich im Griff..
Ich habe die letzten Tage wieder enorm gezweifelt, heute geht es...

manchmal habe ich so Momente, da glaube ich tatsächlich, dass die Probleme allein bei mir liegen, ich an mir arbeiten muss, um endlich glücklich zu werden...
Dann kann ich vermutlich auch erst mit jemandem anderen glücklich werden...
im Idealfall mit meinem Freund :zwinker:

Frage mich so oft: Wenn ich es jetzt einfach mal laufen lassen würde, so wie es kommt, kommt es, wenn es irgendwann nicht mehr klappt, dann trennen wir uns eben..was wäre denn so schlimm daran?? Klar, es wäre nicht toll, aber die Welt würde davon nicht untergehen?!?

Warum ist diese Vorstellung nur so vollkommen unerträglich und absolut indiskutabel:wie?:

hannabanana
25.09.2008, 14:48
sprich: du musst schon umkippen, um bemerkt zu werden...


Da hast du leider recht :knatsch: :knatsch:
Hätte ich ein Bein gebrochen, würde keiner anzweifeln, dass ich nicht laufen kann :knatsch:

SupaWetta
26.09.2008, 12:46
Da hast du leider recht :knatsch: :knatsch:
Hätte ich ein Bein gebrochen, würde keiner anzweifeln, dass ich nicht laufen kann :knatsch:


genau das meine ich...
doof!


wie gehts euch heute?

lgS

Inaktiver User
26.09.2008, 13:35
Blöder Teufelskreis!:wie?:

ja, allerdings :blume:

da kommt man jat gar nicht richtig zur ruhe. ich habe mal gelesen, dass sich aus ängsten und panikattacken dann auch noch die angst vor der angst entwickeln kann. das stelle ich mir dann auch sehr schwer vor. panikattacken kenne ich selbst gar nicht (ich muss ja nicht alles mitnehmen :smirksmile:), aber es gibt schon manchmal situationen, in denen ich nicht so recht weiß, wohin mit mir. da bin ich wütend oder ungeduldig und merke richtig, wie das in mir hochsteigt, ich mich aber zusammenreißen muss, um nicht auszuflippen.


Vielleicht würde der Druck ja schon etwas nachlassen, wenn man mal die Karten auf den Tisch legt...

das habe ich schon mal probiert. ich habe zwar nur 2 von 10 karten auf den tisch gelegt (sinnbildlich gesprochen), aber das war schon zuviel für mein gegenüber. sie guckte mich nur mit großen augen an und wusste außer "aha" und "hm" nicht viel zu berichten. DAS ist dann erstmal frustrierend. nee, das gebe ich mir nicht mehr, glaube ich. dabei habe ich nicht mal superschlimmes erzählt. das sind dinge, die viele hier verstehen könnten und die es ähnlich oder auch so erleben.

SupaWetta
26.09.2008, 13:38
aber es gibt schon manchmal situationen, in denen ich nicht so recht weiß, wohin mit mir. da bin ich wütend oder ungeduldig und merke richtig, wie das in mir hochsteigt, ich mich aber zusammenreißen muss, um nicht auszuflippen.


kannst du denn dann immer direkt festmachen, woran es liegt?

was machst du dagegen?

lgS

Inaktiver User
26.09.2008, 13:39
..., dann trennen wir uns eben..was wäre denn so schlimm daran?? Klar, es wäre nicht toll, aber die Welt würde davon nicht untergehen?!?

Warum ist diese Vorstellung nur so vollkommen unerträglich und absolut indiskutabel:wie?:

vll ist es schwieriger sich zu trennen, weil man dann die verantwortung für sein unglück und seine trauer selbst übernehmen muss? wenn der andere schluss macht, ist man ja das arme kleine ding, dem MANN (so ein *§&% mal wieder!!) so übel mitgespielt hat, und kann vor sich hinheulen. das KANN einfacher sein.

nur mal so als gedanke. ist völlig unausgegoren von mir :smirksmile:

Inaktiver User
26.09.2008, 13:42
wie gehts euch heute?

lgS

hmm, es ist freitag und die paar stunden bekomme ich hier noch rum. dann ist wochenende und das bessert meine stimmung schon mal. ich würde hier jetzt nicht auf dem tisch tanzen und ich strahle auch nicht vor mich hin, aber ich habe 2 tage zeit für mich. das ist gerade wie der kleine schnaps, welchen man dem alkoholiker in aussicht stellt (bin keiner, nur mal sinnbildlich).

und wie geht es DIR? :smile:

Inaktiver User
26.09.2008, 13:48
kannst du denn dann immer direkt festmachen, woran es liegt?

was machst du dagegen?

lgS

du stellst immer sehr interessanste fragen! wenn auch schwierige :smirksmile:

hmm, was mache ich dagegen? wenn es geht, entziehe ich mich der situation wohl. beende zb das telefongespräch, so schnell, wie es die höflichkeit zulässt ("du sorry, aber ich habe leider nicht mehr viel zeit, weil ich noch blabla") oder versuche das thema umzulenken. letzteres kann manchmal etwas plump rüberkommen, aber das ist mir dann egal. es ist mein strohhalm und ich greife zu. was will man machen?

ansonsten versuche ich, es runterzuschlucken. und manchmal, tja, da bin ich auch einfach zu doof, um überhaupt zu reagieren.

kennst du das denn auch? wenn ja, wie reagierst DU?

SupaWetta
26.09.2008, 13:59
du stellst immer sehr interessanste fragen! wenn auch schwierige :smirksmile:

hmm, was mache ich dagegen? wenn es geht, entziehe ich mich der situation wohl. beende zb das telefongespräch, so schnell, wie es die höflichkeit zulässt ("du sorry, aber ich habe leider nicht mehr viel zeit, weil ich noch blabla") oder versuche das thema umzulenken. letzteres kann manchmal etwas plump rüberkommen, aber das ist mir dann egal. es ist mein strohhalm und ich greife zu. was will man machen?

ansonsten versuche ich, es runterzuschlucken. und manchmal, tja, da bin ich auch einfach zu doof, um überhaupt zu reagieren.

kennst du das denn auch? wenn ja, wie reagierst DU?

ja; kenne ich.

seit einiger zeit versuche ich, wenn ich es nicht direkt festmachen kann, woran es liegt, zunächst mal rauszufinden, was mein wirklicher komisch-werd-grund ist (manchmal sieht man ja auch zunächst die stellvertreterprobleme).
und wenn ich ihn rausgefunden habe, gehe ich meist in irgendeiner form (je nachdem, was es ist) aktiv dagegen vor.
spreche denjenigen in ruhe an.
oder durchdenke in ruhe jedes einzelne detail um zu sehen, ob ich mich zu recht ärgere; manchmal komme ich auch drauf, dass ich unrecht habe :smirksmile:
schreibe meinen ärger nieder, wenns keinen anderen weg gibt / ich derzeit keinen anderen weg will.
oder mache die entsprechende musik (darüber läuft bei mir sehr vieles in sachen emotionen) an; gröle wütend mit oder ergebe mich heulend der trauer. tut erstma weh, reinigt aber.
oder frage (selten) mal einen außenstehenden, wie er die situation beurteilen würde. hilft auch.

und manchmal bin ich einfach nur still und will in ruhe gelassen werden. dann will ich einfach nur sein; nicht mehr und nicht weniger. will nicht reden müssen. nicht denken müssen. kommt auch eher selten vor.

runterschlucken: aber dann haste doch irgendwann nen riesenkloß in dir?? fühlst du dich dann nicht "falsch"?

SupaWetta
26.09.2008, 14:22
mal was "anderes", was ich von mir leider schon von anfang meiner "beziehungszeit" an kenne: ich bin morgens total mistig drauf und mache meinen partner für mich selbst schlecht; ok; das kann gut mit meiner morgenmuffligkeit zu tun haben :smile:

bis mittag enstpannt sich das zusehends - ich fange an, mich sehr auf meinen partner zu freuen.

sehr!

komme nach hause / treffe ihn - und bin wieder sch..., finde ihn und alles andere doof.

so nich immer, aber eben auch nich selten, wenn ich in ner beziehung stecke.

kennt ihr das?
was ist das?

Inaktiver User
26.09.2008, 15:36
seit einiger zeit versuche ich, wenn ich es nicht direkt festmachen kann, woran es liegt, zunächst mal rauszufinden, was mein wirklicher komisch-werd-grund ist (manchmal sieht man ja auch zunächst die stellvertreterprobleme).

das finde ich einen guten ansatz!


...manchmal komme ich auch drauf, dass ich unrecht habe :smirksmile:

:ooooh: unrecht! wassn das? :ooooh:

:smirksmile: mag ich nicht! kann ich aber auch nicht immer von mir weisen. wobei ich gar nicht mal denke, dass ich SACHLICH unrecht habe. es ist "nur" so, dass ich dann möglicherweise (je nachdem wie es mir gerade geht) einfach überreagiere. das kommt dann halt nicht so gut an und wirkt auch immer so unsachlich, so, als hätte man eigentlich unrecht. dabei verkauft man sich in dem moment einfach nur schlecht. reduziert man die negativen gefühle rein auf die sachlage, so steht man eigentlich gut da. reagiert man jedoch über, so gehen die leute gleich in abwehrhaltung und es ist eigentlich egal, ob man sachlich richtig liegt oder nicht :knatsch:



und manchmal bin ich einfach nur still und will in ruhe gelassen werden. dann will ich einfach nur sein; nicht mehr und nicht weniger. will nicht reden müssen. nicht denken müssen. kommt auch eher selten vor.

so geht's mir zuweilen, wenn ich nervlich überlastet bin. dann wünsche ich mir nichts sehnlich als ruhe. ging mir schon als frühe jugendliche so (besonders im zusammenhang mit meiner mutter). es gibt passagen in meinem teenager-tagebuch, die sich nur damit beschäftigen, dass man mich einfach mal in ruhe lassen und nicht belästigen soll.



runterschlucken: aber dann haste doch irgendwann nen riesenkloß in dir?? fühlst du dich dann nicht "falsch"?

ja, deswegen bin ich ja momentan so durch irgendwie. wobei ich momentan sehr viel über mich lerne, da ich mich aktuell mit so einigem auseinandersetze.

Inaktiver User
26.09.2008, 15:41
mal was "anderes", was ich von mir leider schon von anfang meiner "beziehungszeit" an kenne: ich bin morgens total mistig drauf und mache meinen partner für mich selbst schlecht; ok; das kann gut mit meiner morgenmuffligkeit zu tun haben :smile:

bis mittag enstpannt sich das zusehends - ich fange an, mich sehr auf meinen partner zu freuen.

sehr!

komme nach hause / treffe ihn - und bin wieder sch..., finde ihn und alles andere doof.

so nich immer, aber eben auch nich selten, wenn ich in ner beziehung stecke.

kennt ihr das?
was ist das?

ja, kenne ich. beängstigend oder? man wünscht sich eine funktionierende und glückliche beziehung...und ist dennoch ständig in abwehrhaltung. nämlich oft dann, wenn es darauf ankommt. dann, wenn man zeit mit dem partner verbringt. ich finde es zuweilen auch schöner, mich auf den partner zu freuen. trifft man sich dann, ist es erst schön, aber irgendwann fühle ich mich dann "bedrängt". schwer zu beschreiben...hmm, vll passt "eingeschränkt" besser. ich mache mir jedoch gerade gedanken, ob ich mir dann nicht eh immer falsche männer aussuche. männer, die nicht so recht zu mir passen. männer, mit denen es anstrengend ist, weil ich nicht ich selbst sein kann (was bin ich selbst eigentlich?). und durch diese anstrengung und durch das gefühl, nicht ich selbst sein zu können, macht mir zu schaffen und schränkt mich ein. je länger die situation dauert, desto ungeduldiger und unruhiger werde ich.

hannabanana
30.09.2008, 13:38
ich finde es zuweilen auch schöner, mich auf den partner zu freuen. trifft man sich dann, ist es erst schön, aber irgendwann fühle ich mich dann "bedrängt". schwer zu beschreiben...hmm, vll passt "eingeschränkt" besser.

Kenne das auch!
Bei mir ist es allerdings weniger das "sich eingeengt fühlen"..

Beispiel: Mein Freund kommt nach einem langen Wochenende wieder nach Hause und ich freue mich total auf ihn.
Ich stelle mir dann vor, wie es ist, wenn er da ist, was wir machen können, etc.
Ist er dann da, bin ich enttäuscht, dass es anders ist als gedacht, er vielleicht nicht so reagiert, wie ich es gerne hätte, etc.
Ich verstehe mich an diesem Punkt selbst nicht. Ich bin dann so mies drauf, dass ich mich selbst nicht ausstehen kann...:knatsch:
Ist Vorfreude doch die schönste Freude:wie?:

Sehe da bei mir eine Verbindung zu meinen überzogenen Idealvorstellungen und/oder dazu, dass ich mich sehr nach Nähe sehne, wenn ich sie dann bekomme, kann ich sie nicht annehmen.

Was denkst du SupaWetta, woher es bei dir kommen könnte?

Wie geht es euch sonst so heute?:blumengabe:

zweifel
30.09.2008, 16:36
Ich stelle mir dann vor, wie es ist, wenn er da ist, was wir machen können, etc.
Ist er dann da, bin ich enttäuscht, dass es anders ist als gedacht, er vielleicht nicht so reagiert, wie ich es gerne hätte, etc.

Oh ja, das kenne ich auch. Ich werd dann total schlecht gelaunt und sauer. Und dann weiß ich irgendwann gar nicht mehr ob ich wegen ihm schlecht gelaunt bin oder deswegen, weil ich so doof bin und so blöde Erwartungen habe.
Woher soll denn mein Freund auch wissen, was ich mir erwarte und ausmale?
Und manchmal bin ich auch einfach so schlecht drauf. Und das lass ich dann meistens an ihm aus. Oh mann...

Helena_troja
26.01.2019, 11:00
Hey ihr Lieben,

erwische/erreiche ich hier noch jemanden, der mir erzählen kann, wie es euch ergangen ist mit dieser Problematik?

Ich stecke da nämlich auch drin und würde mich über weitere gemachte Erfahrungen und Tipps sehr freuen!

Liebe Grüße ♡

Mambi
26.01.2019, 11:39
Nach 11 Jahren wäre es sicher sinnvoller, einen eigenen neuen Strang zum Thema einzustellen, statt einen uralten Thread zu reaktivieren.
Ein paar weitere Infos zu Deiner Situation bzw. Deinem Problem wären dabei dann u. U. auch hilfreich, damit Du sinnvolle Antworten bekommst.

Malibe
26.02.2019, 23:18
Ja ich habe genau das gleiche Problem. Bin seit zwei Jahren mit meinem Partner zusammen und möchte diese Zweifel nicht wahrhaben. Haben vor einem Monat geheiratet und in einer Woche kommt unser erstes Kind zur Welt. Warum ich das zugelassen habe? Weil ich diesen Zweifeln keinen Raum geben will, weil ICH mich durchsetzen will und nicht die Angst. Ob es funktioniert weiß ich nicht. Und durch das Baby wird der Druck noch größer. Die was wäre wenn-Vorstellungen sind schrecklich und dazu kommen alle paar Wochen diese Panikattacken.