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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : abgesagte Einladung: trotzdem Geschenkbeteiligung?



Kikiri
20.02.2008, 19:41
Hallo,

wie haltet Ihr es, wenn Ihr eine Einladung absagt?

Speziell, wenn ein besonderes Jubiläum, Geburtstag, Hochzeit,... geplant ist, und schon mindestens 2-3 Wochen vorher bekannt gegeben werden kann, dass man leider keine Zeit hat. (--> keine spontane Absage)

Soll ich mich mit dem (sehr hohen) Geschenk (-Gutschein oder Geldbetrag) beteiligen, oder kann ich ein kleines Präsent übergeben? Was ist dann angebracht (z.B. bei Kollegen)

Manchmal hat man ja lange vorher schon eine Absprache getroffen, durch persönliche Umstände ist man aber leider zum eigentlichen Termin verhindert.
Wie geht man dann mit der Vereinbarung (Zusammenlegen für's Geschenk) mit den Bekannten um?

Da das (oft kostspielige) Essen im Lokal wegfällt, bin ich da immer sehr unsicher...

Habt Ihr einen (möglichst erprobten und bewährten) Rat für mich?

Vielen Dank sagt

Kiki

Inaktiver User
20.02.2008, 19:57
Hoi Kikiri,

ja, solche Zufälle sind mir schon mehrfach untergekommen. Im Allgemeinen beteilige ich mich dann am gemeinsamen Geschenk der Kollegen oder Freunde und - sehr wichtig - achte darauf, dass ich auch die gemeinsame Glückwunschkarte mit unterschreibe. Das als kleiner Wink gegenüber dem Beschenkten, dass ich ihn nicht vergessen habe an seinem Ehrentag, obgleich ich verhindert war.

Dabei ist jedem Kollegen / Freund natürlich selbst überlassen mit welcher Höhe er sich am Geschenk beteiligt. Ich habe die Höhe des Geschenks nie von meiner An- oder Abwesenheit bei der Feier abhängig gemacht.

Der Fall dass niemand ein Sammelgeschenk organisiert und jeder einzeln schenkt, ist mir auch schon untergekommen. Jedes Mal waren es sehr gute Freunde. Einmal habe ich den zu Beschenkenden etwas später zu mir eingeladen und ihm bei Kaffee und Kuchen (diesmal war ich die Gastgeberin) sein Geschenk überreicht. Das andere Mal haben wir uns im Restaurant getroffen, wo ich das Geschenk überreicht habe. Wer damals die Restaurantrechnung bezahlte, weiß ich nicht mehr, tut aber auch nicht zur Sache.

Grüsse

Maël

Grace_Kelly
20.02.2008, 23:33
Ich kenne die Sammlerei so, dass rechtzeitig für alle eine Karte und eine Sammelumschlag ausgelegt wird. Jeder tut dann das hinein, was er für richtig hält und von dem Geld wird dann das Geschenk oder ein Gutschein besorgt.

Bei größeren Anlässen wird eine Empfehlung hinsichtlich des Betrages ausgesprochen, um das anvisierte Präsent in etwa realisieren zu können. Trotzdem steht es jedem frei das in dem Umschlag hineinzulegen, was man für richtig hält.

Die Freiwilligkeit finde ich insofern wichtig, weil ein Kollegenkreis nie einheitlich ist. Manche verdienen besser, manche sind Doppelverdiener,andere haben 4 Kinder und sind "nur" Sekretärin zwischen lauter gutverdienenden Akademikern.

Da den gleichen Festbetrag von allen einzufordern kann eine schlechtergestellte PErson ganz schön belasten.

Wenn Du nicht an dem event teilimmst, ist es OK sich mit einem nur geringeren Betrag zu beteiligen.

Karla48
20.02.2008, 23:47
Da bin ich auch etwas unsicher von wegen was "sich gehört".

Wer nicht auf Rosen gebettet ist, sollte nach meinem Gefühl nicht verpflichtet sein, Geld zu schenken, finde ich, wenn er nicht hingeht. Dann war er halt nicht da, schickt eine liebe Karte und gut.

Man muß nicht aus allem ein Geldausgeben-Spiel machen. Meine persönliche Meinung. Viel wichtiger sind gemeinsame Stunden.
Von daher: Wenn ich absage, dann liege ich wirklich mit dem Kopf unter dem Arm zu Hause. :freches grinsen: "Anderer wichtiger Termin" *gähn* so wichtig bin ich zum Glück nicht. Das meiste läßt sich auch verlegen.

Übrigens habe ich auch schon magere Zeiten erlebt, wo ich nicht zu einer Feier konnte, weil ich die geforderten 40 Mark SB nicht hatte (statt Geschenk ist das hier so üblich oft). Toll, so eine Einladung kann ich nur sagen. :ooooh: Da kann ich auch dick feiern, wenn die Gäste alles bezahlen. :freches grinsen:

LG Karla

Inaktiver User
21.02.2008, 07:03
Da das (oft kostspielige) Essen im Lokal wegfällt, bin ich da immer sehr unsicher...



Wenn mir an dem zu Beschenkenden etwas liegt, würde ich mich genau so am Geschenk beteiligen, wie ich es tun würde, wenn ich an der Feier teilnehmen würde.

Bei sehr entfernten Bekannten reicht auch ein Präsent.

Was der Wert des Geschenkes allerdings mit dem Essen im Lokal zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz. Erkaufe ich mir denn mit dem Geschenk den Eintritt zur Feier?
Wenn ich schenke, dann, weil es mir Spaß macht und nicht, weil ich den Gegenwert des Essens bezahlen möchte. Genauso verhält es sich, wenn ich zu einer Feier einlade. Ich erwarte von meinen Gästen nicht, dass Sie mir meine Auslagen in Form von Geschenken "erstatten". Ich lade sie ein, weil mir ihre Anwesenheit wichtig ist, weil ich gerne Zeit mit ihnen verbringe.

gruentee
22.02.2008, 12:14
Übrigens habe ich auch schon magere Zeiten erlebt, wo ich nicht zu einer Feier konnte, weil ich die geforderten 40 Mark SB nicht hatte (statt Geschenk ist das hier so üblich oft). Toll, so eine Einladung kann ich nur sagen. :ooooh: Da kann ich auch dick feiern, wenn die Gäste alles bezahlen. :freches grinsen:


:ooooh: Entschuldige, wenn ich frage, aber in welcher Gegend ist das üblich?
Das habe ich noch nie gehört- was nicht heißen soll, dass ich dir nicht glaube.:blumengabe:
Das finde ich aber schon recht unverschämt- wo ist denn da bitte schön die Einladung?:wie?:
Finde ja Geldgeschenke zur Hochzeit, von denen anschließend die Feier gezahlt wird, schon immer grenzwertig. Aber auch noch die Summe vorzugeben, schlägt dem Fass doch den Boden aus!

Malina70
22.02.2008, 19:20
Hallo gruentee,

ich habe es in Österreich auf dem Land erlebt, dass es ganz klar die Vorgabe gab, zu einer Hochzeit oder auch Geburtstagsfeier "zahlt" man mit seinem Geschenk quasi sein Essen selbst und gibt noch gut was obendrauf, damit dem Brautpaar hinterher noch was übrig bleibt. Da kommt dann schon eine richtig hohe Summe zusammen.

Und meine Freundin sagte auch ganz klar, dass sie zu einer Feier nicht hingehen würde, wenn sie sich das nicht leisten könnte.

Ich fand es auch ziemlich seltsam, aber wir haben uns dann auch an diese Sitte gehalten.

Ob ich was gebe, wenn ich nicht zu einer Feier gehen kann, mache ich davon abhängig, wie nahe mir die Person steht. Bei engen Kollegen oder guten Freunden würde ich denselben Betrag geben, den ich auch gäbe, wenn ich hinginge. Bei weiter entfernten Personen würde ich wohl weniger geben und bei sehr flüchtigen Bekannten oder Kollegen wohl wirklich nur eine Karte schreiben.

Viele Grüße,

Malina

gruentee
22.02.2008, 22:16
Danke für die Erklärung, Malina! :blumengabe:
Ich finde das zwar immer noch recht befremdlich, aber man lernt ja nie aus.

Zum eigentlichen Strangthema schließe ich mich Malina an- ich würde es auch davon abhängig machen, wie nahe mir die feiernde Person steht, ob und wenn ja in welchem Rahmen ich etwas schenke.

Karla48
23.02.2008, 09:49
Liebe gruentee, das Ganze spielt sich hier bei uns im Norden Deutschlands ab...bei den "Eingeborenen" vom Lande;.))).

In unserem engeren Freundeskreis allerdings ist sowas überhaupt nicht drin. Als wir dann gefeiert haben, wollten wir am liebsten überhaupt keine Geschenke, denn deshalb feiert man nicht (finden wir), sondern um schöne Stunden mit den Menschen zu verbringen und ihnen als Gastgeber einen unvergeßlich schönen Tag zu bereiten. Für Geburtstage gehen 5 Euro an eine Sammlerin, egal wer Geburtstag hat. Mehr gibt es nicht, und das ist gut so. Denn da kann jeder und jede mithalten, und wer mehr geben will, der kann es ja tun (tut aber keiner, ehrer noch ein eigener schöner Blumenstrauß oder so).

Man muß aber auch Gepflogenheiten akzeptieren, die Leutchen hier ändern sich nicht, nur weil ich ihre Bräuche etwas seltsam finde. :-) Für viele ist die "Riesenhochzeit" mit allem pipapo ein Kindheitstraum, den sie sich erfüllen möchten, und das geht eben oft nur, wenn Geld ´reinkommt zum Feiern. Bei diesem einen runden Geburtstag allerdings war ich ziemlich angefressen. Für meinen Geschmack geht es nicht, dafür "Eintritt" zu nehmen, zumal wenn ich nur die Frau kenne und sonst keinen Menschen, und infolge dessen vermutlich nicht unbedingt bis morgens um 3 mein Geld "abesse und -trinke" :-)). Diese Aufrechnerei erlaube ich mir unter diesen Umständen durchaus.

LG Karla

gruentee
23.02.2008, 11:05
Stimmt, Karla, mir ist auch klar, dass man das nicht ändern können wird, wenn das in einer Gegend so üblich ist.
Aber seltsam finden werde ich es auch weiterhin- mag daran liegen, dass ich das aus meinem Umfeld nicht kenne und schon "freiwillige" Geldgeschenke, die zur Finanzierung der Feier genutzt werden, als ungewöhnlich gelten. Aber: andere Menschen, andere Sitten. :blumengabe:

Kikiri
23.02.2008, 18:35
Hallo,
vielen Dank für Eure Meinungen.

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich das gehandhabt werden kann.

Mein Beispiel für eine Hochzeit:

Wenn ich zur Feier mit Essen und allem Pipapo gehe, sind hier pro Person 100-120 Euro als Geschenk üblich.

Dazu kommt natürlich noch die eigene Ausstattung (Kleid, neue Schuhe, evtl. Friseur, Babysitter, evtl. Hotelübernachtung,... puh!).
Zu dem ca. 220 Euro Geschenk pro Paar würde ich nicht tendieren, wenn ich nicht komme.

Klar bezahlt das Hochzeitspaar, aber es soll schon ein Geschenk, und kein Zubrot sein, dass ich komme. Bei Essen und Tanzkapelle ist man ja schon schnell mit mindestens 80 Euro pro Person dabei.

Mal sehen, ob es noch mehr Meinungen gibt.

Grüße von Kiki

Malina70
23.02.2008, 18:46
Hallo zusammen,

ich persönlich finde es ehrlich gesagt übertrieben, als Gast nicht nur meinen Anteil vom Fest zu zahlen, sondern darüber hinaus auch noch ein Geschenk als add-on. Ich denke mir halt, wer groß feiern will, muss sich das auch leisten können oder eben bescheidener und in kleinerem Kreis feiern.

Aber wenn alle im näheren Umfeld das so handhaben, kann man sich wohl nur schlecht entziehen, zumal man dann ja hoffentlich auch mal von derselben Großzügigkeit der anderen profitiert.

Viele Grüße,

Malina

Habnur2haende
25.02.2008, 13:43
Hallo zusammen,

ich persönlich finde es ehrlich gesagt übertrieben, als Gast nicht nur meinen Anteil vom Fest zu zahlen, sondern darüber hinaus auch noch ein Geschenk als add-on. Ich denke mir halt, wer groß feiern will, muss sich das auch leisten können oder eben bescheidener und in kleinerem Kreis feiern.

Aber wenn alle im näheren Umfeld das so handhaben, kann man sich wohl nur schlecht entziehen, zumal man dann ja hoffentlich auch mal von derselben Großzügigkeit der anderen profitiert.

Viele Grüße,

Malina


:schild genau: :schild genau: :schild genau:

und ehrlich gesagt, finde ich sowas eine Unsitte, an der ich mich nicht beteiligen würde (also-genauso einladen )
brrrr
also dinge gibts...