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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Direktversicherung / neue Arbeit in der Schweiz



Inaktiver User
07.02.2008, 20:14
hallo ihr lieben, :Sonne:

bald möchte ich in die schweiz ziehen - wohnen werde ich in zukunft in der nähe von zürich....

nun habe ich hier in deutschland eine direktversicherung (rente und berufsunfähigkeit). was mache ich mit der? ruhen lassen? oder doch kündigen? kann ich die dort weiterführen? kriege ich trotzdem die steuervorteile?

was für tips könnt ihr mir sonst noch geben? vielen dank schon mal. :blumengabe:

P.S. traurig bin ich nicht mehr... ich hab es nur noch nicht geschafft meinen nick zu ändern

Inaktiver User
09.02.2008, 00:30
Altersvorsorge in der Schweiz

3-Säulen-System

1. Säule: Die staatliche Alters- und Hinterbliebenenversicherung, die mit der Invalidenversicherung gekoppelt ist (AHV-IV)
2. Säule: Die "berufliche Vorsorge" ( BVG)
3. Säule: Zum Teil steuerlich begünstigtes, freiwilliges Sparen.
Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (s. Artikel 34) sieht vor, dass die Leistungen der 1. Säule den Existenzbedarf decken und die der 2. Säule die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung angemessen ermöglichen soll.

Kreis der Versicherten

1.Säule:

Obligatorisch versichert sind alle Personen, die in der Schweiz ihren Wohnsitz haben oder dort eine Erwerbstätigkeit ausüben. Die Versicherung bzw. Beitragspflicht beginnt für Erwerbstätige am 1. Januar nach Vollendung des 17. Lebensjahres, für Nichterwerbstätige nach Vollendung des 20. Lebensjahres.

Es ist also eine echte Volksversicherung, da im Gegensatz zur deutschen Rentenversicherung auch Beamte, Selbstständige und Politiker im gleichen System versichert sind.

2.Säule:

Obligatorisch erfasst sind hier Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt zwischen 24.120 und 72.360 SFr/Jahr gegen die Risiken Tod und Invalidität ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Lebensjahres, für die Altersvorsorge ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Lebensjahres.

Die Pensionskassen können jedoch auch Arbeitnehmer mit Einkommen in ihren Geschäftsordnungen berücksichtigen, die außerhalb der obligatorisch vom BVG vorgesehen Einkommen liegen. Hierbei werden Arbeitnehmer mit Einkommen sowohl unterhalb wie auch oberhalb der genannten Einkommensgrenzen versichert (so genannte außerobligatorische Versicherung).

Nach meinem Kenntnisstand können Sie die Direktversicherung (DV) bei Ihrem schweizerischen Arbeitgeber nicht weiterführen.

Sie haben jedoch die Möglichkeit die DV mit privaten Beiträgen weiterzuführen.

Sie können Sie auch beitragsfrei stellen lassen oder wenn, die Abfindungshöchstgrenze noch nicht erreicht ist, sich den Rückkaufswert auszahlen lassen. Das max. Kapital darf dann 2.982 € (West) bzw. 2.250 € (Ost) nicht überschreiten.

Gruß

FJK

Inaktiver User
12.02.2008, 17:01
Hallo Franck

vielen Dank für die sehr ausführliche Informationen.

Beste Grüße

:blumengabe: