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Inaktiver User
05.02.2008, 16:23
[QUOTE=Uli_F]Aber die Einstellungen seines Gegenübers zu kennen und die eigenen zu kommunizieren ist unerläßlich, um Situationen richtig handhaben zu können.



Ja, ein interessanter Betrag..in einem interessanten Strang, den man nicht hätte schließen müssen..

Ich will das nicht diskutiert wissen, aber sehe nicht ein, dass man das goutieren muss..

Danke

Inaktiver User
05.02.2008, 17:04
Den Titel hast Du sehr gut gewählt! Verstehe ...
Ich hätte Lust, dieses Thema näher zu beleuchten. Aber wie knüpft man da an?

trambahn100
05.02.2008, 17:46
Den Titel hast Du sehr gut gewählt! Verstehe ...
Ich hätte Lust, dieses Thema näher zu beleuchten. Aber wie knüpft man da an?


indem man eigene Erfahrungen einbringt, würde ich sagen.

:blumengabe:

maxima8
06.02.2008, 11:24
Ich will das nicht diskutiert wissen, aber sehe nicht ein, dass man das goutieren muss..
Danke Dem stimme ich vollkommen zu.

Zum Thema würde ich sagen, dass jede Annäherung an einen anderen Menschen den wir nicht kennen eine Grenzbeschreitung darstellt.

Jeder hat seine Tabuzone und die ist noch dazu gegenüber jedem anderen unterschiedlich weit gezogen. Und da das nun mal keine rote blinkende Linie ist, besteht unsere Herausforderung – wenn wir an jemand interessiert sind – darin, uns heran zu tasten und zu schauen, wann wir den ersten Stromschlag bekommen.

Jetzt wäre es schön, wenn man sagen könnte, es kommt nur auf die eigene Sensibilität an, die Grenzen des anderen zu spüren und dann rechtzeitig anzuhalten. Aber so simpel ist es leider nicht, weil diese Grenzen nicht nur gegenüber jedem anderen unterschiedlich, sondern auch noch permanent in Bewegung sind. Was heute erlaubt war, kann morgen schon verboten sein, oder umgekehrt, weil sich winzige Parameter verändert haben.

Ich bekam einmal bei einem Sportkurs wegen ähnlicher Körpergröße – eine Frau als Sparringpartnerin zugeordnet. Alles war ok, bis sie erfuhr, dass ich lesbisch bin. In dem Augenblick wurden meine Berührungen – obwohl diese technisch unabdingbar waren – für sie zur Grenzüberschreitung. Ich könnte mir da allerlei Gedanken machen, aber ausschlaggebend ist, das ich das einfach akzeptiere. Wenn ich nicht aus Zeitgründen aufhören gemusst hätte, hätte ich ihr einfach die Zeit, die sie gebraucht hätte, um ihre Angst abzubauen, eingeräumt. Um das klar zu stellen, das ist nicht das Credo eines Grenzüberschreiters, nach dem Motto: "wer mich nicht ran lässt, hat ein Problem". Es existiert allerdings eine fette Tendenz, Lesben, wenn sie freundlich und fürsorglich sind, einen Frontalangriff auf jegliche weibliche Unschuld zu unterstellen. Gerade so, als wäre die Auswahl unserer Partnerinnen beliebig und das einzige Kriterium das Geschlecht. Für die, die es immer noch nicht wissen sollten: Wir können etwas oder jemand lieben und trotzdem ums verrecken nicht im Bett noch in der Partnerschaft haben wollen.

Es gibt natürlich auch eine Kultur des Sichzierens und Endziehens, die aus alten Strukturen und vielfach aus Angst herrührt. Das fällt dann in die Kategorie Abtasten der Dominanzen. Wer am längsten abwehrt wird am begehrenswertesten – wer Zuneigung zeigt ist der Schwächere.

Wer aus dieser kindlichen Interaktion nicht raus kommt, wird immer nur denjenigen begehrenswert finden, der ihn ablehnt und den ablehnen, der ihn begehrt. Und wenn da kein Gespür für Grenzen existiert, wird es auch häufig zu Grenzüberschreitungen kommen.

Die Grenzen anderer Menschen sind immer zu respektieren. Es muss jedem überlassen bleiben diese zu stecken und zu verändern. Aber zur Annäherung gehört auch, diese Grenzen erst einmal zu kennen. Und dazu gibt es kein Rezept außer der vorsichtigen Annäherung. Und da gibt es tausend Varianten, was jeder einzelne unter Vorsichtig versteht. Es gibt Leute, die glauben, jemanden als erstes zwischen die Beine zu fassen sei ein adäquates Mittel der Annäherung und andere trauen sich ein Leben lang nicht jemand zum Kaffee einzuladen, weil sie fürchten, das könnte ihnen als Zumutung ausgelegt werden.

Ich finde Menschen, die mit ihren Grenzen rumeiern und weder diese noch sich selbst kennen, als Partnerin vollkommen uninteressant. Bei denen bleibe ich von vorneherein auf Abstand und schau, was an Freundschaft oder Bekanntschaft möglich ist. Und bei denen, die erwachsen agieren, hat noch nie eine Annäherung zu Problemen geführt. Einige meiner langjährigsten Freundschaften basieren auf solchen Annäherungen und zwar in beide Richtungen.

Berührungen sind schon ein größerer Schritt auf jemand zu, aber es gibt Worte, die sehr viel weiter gehen können als Berührungen. Darum denke ich, dass Berührungen im gesamten Kontext der Annäherung gesehen werden müssen und es auch hier kein prinzipielles Falsch oder Richtig gibt.

Inaktiver User
06.02.2008, 11:55
Jeder hat seine Tabuzone und die ist noch dazu gegenüber jedem anderen unterschiedlich weit gezogen. Und da das nun mal keine rote blinkende Linie ist, besteht unsere Herausforderung – wenn wir an jemand interessiert sind – darin, uns heran zu tasten und zu schauen, wann wir den ersten Stromschlag bekommen.
...
Ich bekam einmal bei einem Sportkurs wegen ähnlicher Körpergröße – eine Frau als Sparringpartnerin zugeordnet. Alles war ok, bis sie erfuhr, dass ich lesbisch bin. In dem Augenblick wurden meine Berührungen – obwohl diese technisch unabdingbar waren – für sie zur Grenzüberschreitung...

Genau, das Thema könnte heißen Berührung, Beziehung und Grenze

(Ich wollte meinen Text aus dem anderen Strang nicht holen, um die Stimmung nicht mit rüberzuziehen :blumengabe: )

Ist doch interessant, wie dieselben Verhaltensweisen anders eingestuft werden, wenn die sexuelle Orientierung anders liegt.

Inaktiver User
06.02.2008, 23:32
Vielleicht passt es ja doch zum Thema
Contact Improvisation (http://video.google.com/videoplay?docid=2365094610814514426&q=contact+improvisation)

Inaktiver User
07.02.2008, 09:40
Vielleicht passt es ja doch zum Thema
Contact Improvisation (http://video.google.com/videoplay?docid=2365094610814514426&q=contact+improvisation)

interessant und schön..

Danke !

Inaktiver User
07.02.2008, 09:41
Als heterosexuelle Frau reflektiere ich aber seit einiger Zeit verstärkt mein Fühlen bezüglich der Wahrnehmung von sexueller Ausstrahlung.. Reflektiere meinen Blick in Richtung ALLER Frauen und rückte für mich etwas zurecht und öffnete mich auch für einen bestimmten Blick, ein bestimmtes Fühlen ohne Zweifel an meiner Heterosexualität : aber ein schöner Blick, ein schönes Fühlen..

Was ist mit Menschen, die Sensualität sehr stark wahrnehmen : bei allen Menschen ? Die auch eine bestimmte Ausstrahlung haben ? Sie spüren dann mehr als z. B. Sportskameradin oder geschäftige Kollegin..sehen Blicke, empfinden etwas, bei Männern und Frauen.. Ich erkenne lesbische Frauen, erkenne, dass sie mich auch " als Frau " wahrnehmen und anschauen, wie heterosexuelle Männer es tun. Das ist einfach so : das ist in Ordnung, aber es ist gut, sich das klar zu machen.

Das als etwas Schönes und nichts Bedrohliches zu empfinden, das ist vielleicht etwas, was sich manche bewusst machen muss..

Vielleicht ist dieses Fühlen vielleicht sogar häufiger vertreten, als die diffuse Angst, dass die als lesbisch erklärte Kollegin, der Frau " zu nahe treten " würde . Diese Angst ist ja auch völlig gaga..hat man ja auch bei Männern nicht, es sei denn es sind diese Glotzkerle..und die gibt es sicher auch bei lesbischen Frauen..Glotztanten..ja : aber sicher ebenso wenige, wie sabbernde Männer, die unangenehm sind.

Aber das andere, das Fühlen von Sensualität, das ist vielleicht doch " brisanter " und irritierender, wenn klar ist, dass das Gegenüber von seiner sexuellen Ausrichtung aus, auch " Partner " mit mehr als kollegialer Nähe, sein KÖNNTE..
Das birgt Potenzial für ein anderes Fühlen. Die nichtlesbische Frau müsste sich mit ihrem Fühlen auseinander setzen, die lesbische Frau musste es wohl eh schon verstärkt, musste vieles reflektieren.

Da ich ein " sensuel-fühlendes" Wesen bin, nehme ich auch erotische Ausstrahlung eines jeden Menschen wahr und strahle das wohl auch aus : im Prinzip ist das ja etwas sehr Schönes.. aber ich fühle auch in mir, wann ich mich abgrenzen möchte und möchte dass das, was ich kommuniziere, auch richtig gelesen wird.

In unserem Kulturkreis und durch Erziehung ist Berührung unter Menschen eh nicht sehr verbreitet : viele sehen es doch schon als Distanzlosigkeit an, wenn sie angesprochen werden. Nie werde ich vergessen, wie die Mitvierzigjährige im Theater neben mir schaute, als ich sie nach ihrem Parfum fragte, das ich sehr schön fand..: ich glaube sie hatte Angst, dass ich sie " anmache " ..vielleicht..aber sie hatte für mich eh keine fühlbare erotische Ausstrahlung, nicht einmal Wärme, nur das Parfum roch ausgesprochen gut..Es war l ´ eau d`Issey von Miyake, das ab dann mein Lieblingsparfum wurde..

Ich möchte lesbische Frauen auch nicht als " Neutrum " sehen müssen, sondern als sensuelles Wesen erkennen dürfen, das auch mich " berühren " kann..im doppelten Wortsinne..und ich muss das nicht als etwas beängstigendes weder für mein heterosexuelles Fühlen noch ihr etwas unterstellend betrachten, eben Ähnliches wie mit einem Mann : aber ich darf auch wahrnehmen, dass ich " berührt " werde und je nach Person unterschiedlich. Und dass etwas kommuniziert wird : immer : denn man kann ja nicht nicht kommunizieren..

maxima8
09.02.2008, 02:27
Als heterosexuelle Frau reflektiere ich aber seit einiger Zeit verstärkt mein Fühlen bezüglich der Wahrnehmung von sexueller Ausstrahlung.. Reflektiere meinen Blick in Richtung ALLER Frauen und rückte für mich etwas zurecht und öffnete mich auch für einen bestimmten Blick, ein bestimmtes Fühlen ohne Zweifel an meiner Heterosexualität : aber ein schöner Blick, ein schönes Fühlen..

Was ist mit Menschen, die Sensualität sehr stark wahrnehmen : bei allen Menschen ? Die auch eine bestimmte Ausstrahlung haben ? Sie spüren dann mehr als z. B. Sportskameradin oder geschäftige Kollegin..sehen Blicke, empfinden etwas, bei Männern und Frauen.. Ich erkenne lesbische Frauen, erkenne, dass sie mich auch " als Frau " wahrnehmen und anschauen, wie heterosexuelle Männer es tun. Das ist einfach so : das ist in Ordnung, aber es ist gut, sich das klar zu machen.

Das als etwas Schönes und nichts Bedrohliches zu empfinden, das ist vielleicht etwas, was sich manche bewusst machen muss..

Vielleicht ist dieses Fühlen vielleicht sogar häufiger vertreten, als die diffuse Angst, dass die als lesbisch erklärte Kollegin, der Frau " zu nahe treten " würde . Diese Angst ist ja auch völlig gaga..hat man ja auch bei Männern nicht, es sei denn es sind diese Glotzkerle..und die gibt es sicher auch bei lesbischen Frauen..Glotztanten..ja : aber sicher ebenso wenige, wie sabbernde Männer, die unangenehm sind.

Aber das andere, das Fühlen von Sensualität, das ist vielleicht doch " brisanter " und irritierender, wenn klar ist, dass das Gegenüber von seiner sexuellen Ausrichtung aus, auch " Partner " mit mehr als kollegialer Nähe, sein KÖNNTE..
Das birgt Potenzial für ein anderes Fühlen. Die nichtlesbische Frau müsste sich mit ihrem Fühlen auseinander setzen, die lesbische Frau musste es wohl eh schon verstärkt, musste vieles reflektieren.

Da ich ein " sensuel-fühlendes" Wesen bin, nehme ich auch erotische Ausstrahlung eines jeden Menschen wahr und strahle das wohl auch aus : im Prinzip ist das ja etwas sehr Schönes.. aber ich fühle auch in mir, wann ich mich abgrenzen möchte und möchte dass das, was ich kommuniziere, auch richtig gelesen wird.

In unserem Kulturkreis und durch Erziehung ist Berührung unter Menschen eh nicht sehr verbreitet : viele sehen es doch schon als Distanzlosigkeit an, wenn sie angesprochen werden. Nie werde ich vergessen, wie die Mitvierzigjährige im Theater neben mir schaute, als ich sie nach ihrem Parfum fragte, das ich sehr schön fand..: ich glaube sie hatte Angst, dass ich sie " anmache " ..vielleicht..aber sie hatte für mich eh keine fühlbare erotische Ausstrahlung, nicht einmal Wärme, nur das Parfum roch ausgesprochen gut..Es war l ´ eau d`Issey von Miyake, das ab dann mein Lieblingsparfum wurde..

Ich möchte lesbische Frauen auch nicht als " Neutrum " sehen müssen, sondern als sensuelles Wesen erkennen dürfen, das auch mich " berühren " kann..im doppelten Wortsinne..und ich muss das nicht als etwas beängstigendes weder für mein heterosexuelles Fühlen noch ihr etwas unterstellend betrachten, eben Ähnliches wie mit einem Mann : aber ich darf auch wahrnehmen, dass ich " berührt " werde und je nach Person unterschiedlich. Und dass etwas kommuniziert wird : immer : denn man kann ja nicht nicht kommunizieren..

Das mit der Zweifelsfreiheit an der Heterosexualität kann ein sehr angenehmer Zustand sein, weil diejenigen oft weitaus unverkrampfter mit Homosexualität umgehen, als jene, die noch heftigst damit beschäftigt sind sich selbst zu belügen. Allerdings bleibt mir bei der übermächtigen Sozialisation zur Heterosexualität in dieser Gesellschaft immer auch ein gewisser Zweifel an der Zweifelsfreiheit.

Lesben hatten sich ja ganz bewusst gegen alle Konventionen gestellt, um die Ausstrahlung von Erotik bei Frauen nicht nur zuzulassen sondern auch leben zu können. Aber die Lieblingsdiffamierung der Gegenseite sah schon immer so aus, dass sie Lesben Erotik gänzlich abgesprochen hatten (Von der üblichen Verfügbarkeit aufgeilender pseudo-Lesbenspielchen als reinem Männervergnügen mal abgesehen). Und noch heute ist es so, dass Homosexualität eher geduldet wird, wenn sie asexuell daher kommt.

Allerdings erlebe ich in den letzten zehn Jahren gerade bei Frauen über 40 ein erhebliches Interesse an Berührungen. Dieses en passent Streifen und und manchmal auch verharren hat eine ganz andere Qualität als frühere Begegnungen. Wenn ich mir die Interaktionen der Frauen ansehe, die mir in meinem Arbeitsumfeld begegnen, dann kann ich feststellen, dass mindestens vier fünftel mit mir anders agieren als mit anderen Frauen, weil die nicht ganz unberechtigte Vermutung im Raum steht, dass sie sich für Ihre spielerisches Vortasten keine gesellschaftliche Ächtung einfangen. Es existiert also mit Sicherheit eine große Sehnsucht nach Berührungen. Gerade in unserer distanzierten Gesellschaft.
Gleichzeitig herrscht aber auch noch eine hysterische Angst, dass die Freundin doch kein Neutrum ist, und eventuell irgendwo ein winziger Hauch von Errottik im Spiel sein könnte.
Es bleibt weiter spannend.

Inaktiver User
09.02.2008, 05:53
Allerdings bleibt mir bei der übermächtigen Sozialisation zur Heterosexualität in dieser Gesellschaft immer auch ein gewisser Zweifel an der Zweifelsfreiheit.
Das erinnert mich an


Viele Heterosexuelle geben der ständigen Berieselung durch die Massenmedien und deren Verhaltenspropaganda nach und leben entsprechend dieser typisch tyrannischen Klischees. Wir sollten ihnen nicht Ablehnung, sondern Verständnis und Mitleid entgegenbringen, denn die Zurückweisung, mit der sie ihrem eigenen Geschlecht und somit auch sich selber begegnen, ist das Maß dafür, wie weit sie ihre eigene Sexualität und ihre Beziehung zu sich selbst verloren haben.

http://www.tguv.de/baustein.dgb-bwt.de/C10/Heterosexualitaet.html

Inaktiver User
10.02.2008, 11:30
Ich bekam einmal bei einem Sportkurs wegen ähnlicher Körpergröße – eine Frau als Sparringpartnerin zugeordnet. Alles war ok, bis sie erfuhr, dass ich lesbisch bin. In dem Augenblick wurden meine Berührungen – obwohl diese technisch unabdingbar waren – für sie zur Grenzüberschreitung.

Ich erlebte dasselbe - andersrum. Hab sehr lange mit einer Frau getanzt/trainiert, alles prima, schöne Nähe - bis sie mir gestand, sich in mich verliebt zu haben (hatte damals auch gepostet, wie ich die Ablehnung nett rüberkrieg).

Seitdem blokiere ich (größtenteils unterbewusst): ich will auf gar keinen Fall, dass sie denkt, eine tänzerisch (oder noch schlimmer: choreographisch) nötige Bewegung würde irgendwas bedeuten. Die Tanzpartnerschaft ist völlig auseinandergegangen, ebenso der private Kontakt nahezu auf 0. Schade eigentlich, vor allem, weil ich weiß, dass es zum großen Teil an mir und an meiner Angst (sie nicht weiter verletzen zu wollen) liegt.

arouet58
10.02.2008, 17:37
@ Maxima

Es gibt Leute, die glauben, jemanden als erstes zwischen die Beine zu fassen sei ein adäquates Mittel der Annäherung
Was um Himmels willen soll daran falsch sein? Mach ich immer so.
Und mein bißchen Gesabber stört mich auch nicht.

maxima8
10.02.2008, 17:49
@ Maxima

Was um Himmels willen soll daran falsch sein? Mach ich immer so.
Und mein bißchen Gesabber stört mich auch nicht.
Tja, wo habe ich denn geschrieben, dass daran was falsch ist?

arouet58
10.02.2008, 18:16
Tja, wo habe ich denn geschrieben, dass daran was falsch ist?
Hast eigentlich recht.
Weißt Du, Maxima, so viele Menschen reagieren auf mein Verhalten zunächst ein wenig irritiert. Da wird man mit der Zeit ein bißchen arg empfindsam.
Ich hoffe, Du verstehst das.
Man hat ja auch Gefühle.

Inaktiver User
10.02.2008, 20:19
.

maxima8
10.02.2008, 20:29
Ich erlebte dasselbe - andersrum. Hab sehr lange mit einer Frau getanzt/trainiert, alles prima, schöne Nähe - bis sie mir gestand, sich in mich verliebt zu haben (hatte damals auch gepostet, wie ich die Ablehnung nett rüberkrieg).

Seitdem blokiere ich (größtenteils unterbewusst): ich will auf gar keinen Fall, dass sie denkt, eine tänzerisch (oder noch schlimmer: choreographisch) nötige Bewegung würde irgendwas bedeuten. Die Tanzpartnerschaft ist völlig auseinandergegangen, ebenso der private Kontakt nahezu auf 0. Schade eigentlich, vor allem, weil ich weiß, dass es zum großen Teil an mir und an meiner Angst (sie nicht weiter verletzen zu wollen) liegt.
Ich vermute mal, dass Sie minderjährig oder geistig stark behindert ist, so dass Du Ihr die Entscheidung abnehmen musstest, wie sie mit solchen Berührungen umgehen möchte.

Inaktiver User
10.02.2008, 22:00
.

emily2
11.02.2008, 00:13
... Allerdings erlebe ich in den letzten zehn Jahren gerade bei Frauen über 40 ein erhebliches Interesse an Berührungen. Dieses en passent Streifen und und manchmal auch verharren hat eine ganz andere Qualität als frühere Begegnungen. Wenn ich mir die Interaktionen der Frauen ansehe, die mir in meinem Arbeitsumfeld begegnen, dann kann ich feststellen, dass mindestens vier fünftel mit mir anders agieren als mit anderen Frauen...

Frau Maxima – haben Sie schon mal in Erwägung gezogen, diese Erfahrungen in einem Thread mit dem Titel „Hilfe! Andauernd werde ich von Heten angetatscht!“ zu verwerten, vorzugsweise unter Umbenennung Ihres Nicks in „Schwester Rabiata“?

Nein? Haben Sie nicht?
Ich finde, das zeugt von einer gewissen Größe.

maxima8
11.02.2008, 01:35
Du äußerst dich immer so rabiat, Maxima.:zwinker:

Mag daran liegen, dass ich mich nicht wie auf einer Verkaufsausstellung fühle, bei der ich mich als Schöngeistling verkaufen muss.

Einem anderen derartig wichtige Entscheidungen wegzunehmen bedeutet, ihn in nicht ernst zu nehmen.

maxima8
11.02.2008, 01:45
Frau Maxima – haben Sie schon mal in Erwägung gezogen, diese Erfahrungen in einem Thread mit dem Titel „Hilfe! Andauernd werde ich von Heten angetatscht!“ zu verwerten, vorzugsweise unter Umbenennung Ihres Nicks in „Schwester Rabiata“?

Nein? Haben Sie nicht?
Ich finde, das zeugt von einer gewissen Größe.

Sie wissen ja, ich bin hart im Nehmen. Ein paar mehr halte ich schon noch aus, bevor ich mich beschweren renne.

Inaktiver User
11.02.2008, 08:16
.

Inaktiver User
11.02.2008, 08:42
Frau Maxima – haben Sie schon mal in Erwägung gezogen, diese Erfahrungen in einem Thread mit dem Titel „Hilfe! Andauernd werde ich von Heten angetatscht!“ zu verwerten, vorzugsweise unter Umbenennung Ihres Nicks in „Schwester Rabiata“?

Nein? Haben Sie nicht?
Ich finde, das zeugt von einer gewissen Größe.

Liebe Emily2

ich schätze Maximas Beiträge hier sehr, sie als Person auch.. und Dein Kommentar auf Metaebene, dass es vielleicht heterosexuelle Frauen gibt, die Stränge eröffnen und sich von lesbischen Frauen " angetatscht " fühlen, ist deutlich..
Ich las hier in diesem Unterforum jedoch keine solchen, sondern immer etwas von differenzierterem Fühlen..

Vielleicht ist es möglich, hier weiter nett freundlich zu schreiben..ohne neckisches, andere missachtendes Geplänkel..auch wenn ich sehe, dass das schwer fällt, wenn man auf etwas reagiert, weil es gezwickt hat..
Hier muss man wohl auch niemandem zuhülf eilen..Hier sind alle friedlich und nett, eigentlich :-)

Wie wäre es also damit, sich wie erwachsene Leute zu unterhalten ?

Hier schreiben nämlich nette..

ich finde ALLE Empfindlichkeiten interessant und lesenswert..und ACHTENSWERT..auch hinter arouet58 " Sabber "Posting z. B. steckte eine solche.. : so viele Empfindlichkeiten in allen Äußerungen..so schnell fühlt jemand sein persönliches " Lebensthema " " berührt " und wahrscheinlich an Verletzungen und " Ungerechtigkeiten " erinnert..

So ist das nämlich mit " Berührungen " im doppelten Wortsinne.. : alle sind empfindlich..

Das ist doch auch beachtenswert !



vielleicht könnte jeder für jeden ein wenig von seinem selektiven Schauen und Fühlen abrücken..und auch die Empfindlichkeiten anderer achten..

Dann könnte vielleicht auch mehr gegenseitiges VERSTEHEN möglich sein..

Maxima formulierte rabiat Wahrheiten, ja..und nimmt man die Schärfe heraus, läßt sich die Äußerung als WAHRHEIT betrachten, es wäre schade, wenn diese Wahrheit untergeht, weil hier irgendein seltsames " Gegeneinander " heraufbeschworen wird..

Aber es ist WICHTIG zu erkennen, dass es all diese großen Verärgerungen und Verletzungen gibt, JA: aber es gibt auch Ängste und Empfindlichkeiten bei allen Menschen..

Zu deutlich ist all das, was an Empfindlichkeiten zwischen den Zeilen steht, wie wäre es, wenn man darüber erwachsen reden könnte, dann könnte mancher diese vielleicht auch erkennen und sich davon berührt fühlen.. und reflektieren.

Inaktiver User
11.02.2008, 12:04
Würdest du bei einem männlichen Tanzpartner auch so reagieren und den völligen Berührungsrückzug antreten?
vermutlich ja. wobei ich diesen Fall (im Training) noch nie hatte. Die Anziehung war entweder nicht vorhanden oder beiderseitig.
Wenn ich auf der Tanzfläche merke, dass jemand (egal ob w oder m) mehr/enger möchte als ich, bin ich recht schnell und recht dauerhaft "gesperrt" - bis ich merke, dass die Sache gegessen ist.

@maxima: nein, sie ist weder minderjährig noch behindert. Nur war es offensichtlich ihre erste Bi-Verliebtheit - und da halte ich es für Verantwortlich von mir als mehr Erfahrener, rücksichtsvoll und vorsichtig damit umzugehen - auch, um ihr nicht Angst vor einer neuen Verliebtheit zu machen.
Weiterhin muss ich halt auch meine Position bedenken: wenn sie sich in was reinspinnt, falsch interpretiert und dann zurückgewisen wird, kann das ein nettes Skandälchen in der Community geben. Net schlimm für sie (die Tango so nebenbei macht), halbe Katastrophe für mich (weil ich da weiterhin arbeiten will). Und darauf hab ich keine Lust.

Aber das ist ja erstens bereits abgeschlossen und zweitens nicht Thema dieses Threads...

maxima8
11.02.2008, 23:01
vermutlich ja. wobei ich diesen Fall (im Training) noch nie hatte. Die Anziehung war entweder nicht vorhanden oder beiderseitig.
Wenn ich auf der Tanzfläche merke, dass jemand (egal ob w oder m) mehr/enger möchte als ich, bin ich recht schnell und recht dauerhaft "gesperrt" - bis ich merke, dass die Sache gegessen ist.

@maxima: nein, sie ist weder minderjährig noch behindert. Nur war es offensichtlich ihre erste Bi-Verliebtheit - und da halte ich es für Verantwortlich von mir als mehr Erfahrener, rücksichtsvoll und vorsichtig damit umzugehen - auch, um ihr nicht Angst vor einer neuen Verliebtheit zu machen.
Weiterhin muss ich halt auch meine Position bedenken: wenn sie sich in was reinspinnt, falsch interpretiert und dann zurückgewisen wird, kann das ein nettes Skandälchen in der Community geben. Net schlimm für sie (die Tango so nebenbei macht), halbe Katastrophe für mich (weil ich da weiterhin arbeiten will). Und darauf hab ich keine Lust.

Aber das ist ja erstens bereits abgeschlossen und zweitens nicht Thema dieses Threads...
Na, da hat sie aber wirklich Glück gehabt, gleich von Anfang an für einen ersten zarten Versuch ein Brett bekommen zu haben. Ich halte es für enorm wichtig, von "klein" an zu lernen, dass eine vorsichtiges Herantasten zum vollständigen Verlust führt. Das ist sehr heilsam. Man stelle sich nur vor, sie wäre mit ihrer ersten Verliebtheit an jemand geraten, der ihr nicht ganz unmissverständlich klar gemacht hätte, dass man niemals zu seinen Gefühlen stehen sollte. Nicht auszudenken.

Inaktiver User
11.02.2008, 23:45
ich glaube nicht, dass wir das jetzt hier diskutieren müssen.

Falls doch, möchte ich dich bitten, dies in weniger polemischer Form zu tun. Ich (und offensichtlich nicht nur ich) empfinde die als unangenehm, und habe keine Lust, mich weiter darauf einzulassen.

maxima8
12.02.2008, 00:17
ich glaube nicht, dass wir das jetzt hier diskutieren müssen.

Falls doch, möchte ich dich bitten, dies in weniger polemischer Form zu tun. Ich (und offensichtlich nicht nur ich) empfinde die als unangenehm, und habe keine Lust, mich weiter darauf einzulassen.

OH! Ich wollte nur ganz enorm rücksichtsvoll und vorsichtig mit dieser Äußerung von Dir


und da halte ich es für Verantwortlich von mir als mehr Erfahrener, rücksichtsvoll und vorsichtig damit umzugehen

umgehen, um Deine Vorgehen – und vor allem Deine edle Selbsteinschätzung dazu – angemessen zu würdigen.
Eine ganz kleine Ecke in mir fragt sich natürlich, wie dann ein weniger rücksichtsvolles Vorgehen Deinerseits ausgesehen hätte. Erschießen vielleicht?

Du verstehst schon, dass ich das nur für Dich tue? Oder?
Vielleicht ist es Dir jetzt noch nicht so ganz klar, aber irgendwann wirst Du begreifen, dass es nur zu Deinem Besten war.

Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie vorsichtige Annäherung zur Niederlage gemacht wird.

Inaktiver User
12.02.2008, 08:35
So angemessen deine Kritik an meinem Verhalten sein mag - ich habe dich bereits oben gebeten, sie in anderer Form zu äußern. Da dir dies nicht möglich zu sein scheint, ziehe ich mich aus diesem Thread zurück.

Inaktiver User
12.02.2008, 09:08
@ Tanguera

danke für Deine Schilderungen..aber ich verstehe auch Maximas Insistieren..auch DerMarkgrafs Fragen und Schilderungen um Zurückweisungen von Berührungen in nun leider gelöschten Postings wiesen in die Richtung, dass es ein höchst übles Gefühl für die Frau gewesen sein wird, Dein " Sperren " zu fühlen..


Weiterhin muss ich halt auch meine Position bedenken: wenn sie sich in was reinspinnt, falsch interpretiert und dann zurückgewisen wird, kann das ein nettes Skandälchen in der Community geben. Net schlimm für sie (die Tango so nebenbei macht), halbe Katastrophe für mich (weil ich da weiterhin arbeiten will). Und darauf hab ich keine Lust.


bei aller " Fürsorge " in Hinblick auf eine " Neu-Bifrau " war das wohl auch ein Grund, zu " sperren "

Du wolltest Dich rabiat abgrenzen..Das tat der Frau bestimmt bestimmt weh.

Das muss nicht diskutiert oder gar beurteilt weden, Dein Handeln war zutiefst menschlich..es war auch aus dem Unterbewussten geboren, wie Du schriebst, aber es war eben nicht nur eine nette die " Anfängerin " schützende Handlung..es war doch bestimmt ein wenig von dem was etwas rabiat von Maxima eben doch klar und scharf heraus kristallisiert wurde...

Wir sind keine Engel..wir machen nicht alles richtig..

Du hast verletzt und das nicht allein aus Altruismus, Du wolltest auch " keinen Ärger " ist ja o.k. aber eine Verliebtheit mit aller Zartheit steht diesem Denken sehr verletzlich gegenüber..das darf man sicher auch ohne Dein Verhalten verurteilen zu wollen, bemerken.. und man darf auch das Fühlen dieser anderen Frau betrachten und achten..

Außerdem das alles beim Tango ;-) : sad, sensual, sexy, violent and quiet..

maxima8
12.02.2008, 10:55
So angemessen deine Kritik an meinem Verhalten sein mag - ich habe dich bereits oben gebeten, sie in anderer Form zu äußern. Da dir dies nicht möglich zu sein scheint, ziehe ich mich aus diesem Thread zurück.

Aber ich sagte es doch schon. Es war keine Kritik. Ich, als die Erfahrenere, wollte Dir nur einen Gefallen tun. Dazu kann es schon mal notwendig sein Dich und Deine Ansprüche vollkommen zu ignorieren.
Mir ist nicht ganz klar, was daran kritikwürdig ist.