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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spontane Nichtraucherin mit Fragen



Inaktiver User
04.02.2008, 09:16
Meine Lieben,

bei mir hat es am Samstag 'klick' gemacht, ich rauche seither nicht mehr (habe bei Uri Gellers Show eine schwarze Raucherlunge gesehen, das war für mich überaus deutlich :knatsch: )

Zum WE wars kein Problem, trotz rauchendem Freund daneben. Nun, im Büro, wo ich immer gequarzt habe, was das Zeug hielt, bin ich ein wenig hibbelig ... mir fehlt was.

Was tu ich stattdessen? Unmengen Kaffee und Wasser schütte ich immer in mich rein. Und wenn ich mir eine Ziggi anzünden will, und die eklig schwarze Lunge mir wieder ins Gedächtnis rufe, schmeckts mir nicht mehr.

Aber: Wie mach ich ... anzünden, ziehen versuchen, angeekelt weglegen?

Habt Ihr Tipps für mich? Wär toll!

Danke jetzt schon!

Inaktiver User
04.02.2008, 12:45
Keine Ideen?

Heißt das, ich soll einfach die ersten paar Tage in Würde notfalls an Bleistiften kauen, das wird schon?

Hmm.

Inaktiver User
04.02.2008, 13:29
Hallo Fenetra,

ich bin auch eine von den Spontanrauchbefreiten und ich habe mich die ersten Tage und Wochen mit Nikotinkaugummis beruhigt. Ich hatte ein Päckchen davon noch im Medizinschränkchen und hab´s dann einfach in der Handtasche zwischengelagert. Ich glaube, ich habe von den Dingern vielleicht drei Stück binnen zweier Wochen verbraucht, aber andererseits hat mich immer die Gewissheit beruhigt, dass ich im Schmachtextremfall immer einen "Schuss" Nikotin ersatzbereit hatte. Vielleicht würde dir das ja auch helfen. Klar, toll ist es eigentlich nicht, nochmals zu Nikotin zu greifen, nachdem man den "kalten Entzug" eigentlich schon durch hat. Aber - wie gesagt - für mich waren die Dinger jedenfalls immer eine mentale Stütze.

Good luck, und lass dich nicht vom Nichtraucherinnenweg abbringen - diese so beworbenen "Schmachtteufel" sind nichts anderes als eine weitere Erfindung der Nikotinindustrie um Absatzmärkte nicht preisgeben zu müssen. Im Prinzip solltest du deine Raucherkarriere einfach vergessen, dir ab und an etwas Gutes tun und eventuell ein wirklich ansprechendes Nichtraucherbuch lesen.

Ciao Tanja

Inaktiver User
04.02.2008, 13:45
Servus Tanja

die Nichtraucherbücher kann ich alle auswendig, alleine Allan Carr ist für mich eine Endlosschlefe: Er sagt ja gewissermaßen: Wenn Du es an diesem Punkt nicht begriffen hast, lies von vorne.

Nun gut. Nach 2 x war selbst meine Geduld aufgebraucht.

Vielleicht muß ich es genauer sagen: Ich glaube nicht, daß mir Nikotin fehlt, denn das hätte mir die 2 Tage am Wochenende auch schon fehlen müssen.

Aber im Job bin ich ein Adrenalinjunkie. Ich muß zu 150 % ausgelastet sein. Ich bin derzeit nur zu viel weniger ausgelastet, und das Abbauen von Nikotin frißt nun auch keine Energien mehr.

Und ich habe eine liebgewordene Bewegung: 1. Hand mit Ziggi zum Aschenbecher - 2. aschen - 3. zum Mund - 4. durchziehen - weiter bei 1. nicht mehr.

Ich wußte immer, daß das ein Problem sein wird. (selffulfilling prophecy?)

Deshalb hab ich immer wieder zu Rauchen begonnen. Damit hatte ich diese Dinge wieder.

Aber das kann ich jetzt grade nicht. Ich kann nicht mehr rauchen, wenn ich mir meine schwarze Lunge vorstelle.

... ich fürchte, ich werd mich einfach dran gewöhnen müssen. Menno.... da hört frau auf zu rauchen. Ist glücklich. und hat nachher ein Problem mit den primitiven Gewohnheiten?

PS: Ich hab sogar Nikotinpflaster hier. Die helfen mir vermutlich gar nichts. Es mangelt nicht an Nikotin, es mangelt an "Übersprungshandlungen" - wie bei Hunden ... oder noch primitiveren Wesen ...

Inaktiver User
04.02.2008, 13:56
Hallo Tanja, eines noch:

das spontane, was Du ja auch kennst, offenbar: das läuft ja absolut anders, ohne Nikotinentzug.

Wie bist Du damit zurande gekommen? Was waren Deine Strategien?

..für mich, ist es derzeit so:

Rauchen wäre soooo nett, aber es schmeckt einfach entsetzlich

Rauchen war über 10 Jahre toll (ich rauchte definitiv über 11 Jahre, war aber ein extremes Erlebnis ausschlaggebend) ... und nun ist das vorbei


... zu diesen Überlegungen:

... wenn Du Nikotin aussetzt, könnte es Dir zwar nicht als Substanz fehlen, aber es kann Dich - nervös machen, wenn Du es nicht zuführst.

... 2 Tage ohne Nikotin sind schon eigentlich die Entwöhnungsgrenze. (Ich hab damals immer gelitten, diesmal litt ich nicht. Muß ich das Leiden jetzt anderweitig nachholen?)

Ich schließ mal hier.

Inaktiver User
04.02.2008, 22:37
es gibt genau eine strategie fürs nicht-rauchen: einfach die nächste nicht anzünden!! :smile:

soll heißen fenetra, wenn du im büro 'anzündest, gesicht ziehst, weg legst' - so hatte ich dich verstanden - hast du trotz 'weg legen' schon verloren.

sein lassen. punkt.

kau kaugummi, und zwar - meine empfehlung - KEINE nikotin-kaugummi. normale sind besser, du willst es dir schließlich abgewöhnen. kaffee trinken und wasser - hat mir immer geholfen. tee, wenn ich mir dachte, dass zuviel kaffee auch nicht gut ist. :freches grinsen:

am offenen fenster ein paar züge 'frische' luft nehmen.

und sich immer wieder ins gedächtnis rufen, warum man nicht mehr rauchen mag. und das BEvOR du wieder eine anzündest.

alles gute!

trambahn100
04.02.2008, 22:44
ich habe auch von heute auf morgen aufgehört und mich mit dem Zernagen von roten Rüben befasst, manche sagen auch Mohrrüben dazu.

die haben kaum Kalorien, schmecken gut, machen eine schöne Haut und sättigen.

ich war nachher so begeistert vom Mohrrüben-Essen, dass ich mir auch diese wieder abgewöhnen musste. (das war aber nicht so schlimm).

Inaktiver User
05.02.2008, 07:36
mich mit dem Zernagen von roten Rüben befasst

... das könnt gehen! *lach* Danke trambahn!

Inaktiver User
05.02.2008, 07:38
Bereschit, Du hast ja recht. Mir fehlt diesmal die "intellektuelle Niederkunft". Es schmeckt einfach nur mehr scheußlich und ruft ätzende Assoziationen hervor.

Insofern kann ich durchaus mal eine anzünden, die Assoziationen werden nur schlimmer. Merkwürdige Sache, diesmal!

Nimph
05.02.2008, 11:49
Huhu fenetra,
ich kann so gut nachvollziehen, wie es Dir geht!
Zu meiner eigenen Bestärkung werd' ich mir jetzt wohl gleich auch - so makaber das klingt- ein Bild einer Raucherlunge visualisieren.
Ich habe mir vage für dieses Jahr vorgenommen, das Rauchen aufzugeben und in den letzten Wochen ist der Drang imer größer geworden, ich frage mich, wovor ich eigentlich so Angst habe?
Gestern wollte ich es schon versuchen, aber ich hatte einfach joch so viele Zigaretten im Haus, im Gegensatz zu heute.
Und heute früh habe ich dann einfach beschlossen, dass ich meine letzte gestern geraucht habe.
Es gibt sooo viele Gründe, die ich mir jetzt in der Not vergegenwärtigen will:
Vorbildfunktion fürs Kind
Gesundheit
Mein neuer, nichtrauchender Freund
Der bessere Geruch(-sinn)
Das gesparte Geld
schönere Haut
etc...
Ich habe mir denn vorhin Nikotinkaugummis gekauft, die haben bei meinem letzten Versuch vor 4 Jahren super geholfen, Suchtgefahr besteht da bi mir nicht, weil sie wirklich eklig schmecken:knatsch: aber wunderbar gegen den körperlichen Schmacht helfen.
Dass ich in 10 Tagen einen neuen Job antrete, kann auch nur förderlich sein, von wegen neuer Gewohnheiten :lachen:
Ich WILL es schaffen!!!!

trambahn100
05.02.2008, 22:03
:lachen:
Ich WILL es schaffen!!!!


Klar schaffst Du das !

Dein Freund, Dein Kind, Dein neuer Job !

:allesok:

Nimph
05.02.2008, 22:38
Dankeschön :blumengabe:
Es geht mir gerade wirklich nicht gut, ich habe richtige Entzugserscheinungen und eben sogar angefangen zu heulen :ooooh: Fühle mich vor mir selber lächerlich und bin froh, wenn ich gleich schlafen gehe...
habe jetzt etwa 23 Stunden geschafft, das ist doch schon Mal was...

trambahn100
05.02.2008, 22:44
Dankeschön :blumengabe:
Es geht mir gerade wirklich nicht gut, ich habe richtige Entzugserscheinungen und eben sogar angefangen zu heulen :ooooh: Fühle mich vor mir selber lächerlich und bin froh, wenn ich gleich schlafen gehe...
habe jetzt etwa 23 Stunden geschafft, das ist doch schon Mal was...



na hör mal ! Du gehst jetzt ins Bett wie jeden Abend auch.

hast Du schonmal während des Schlafs geraucht ? Nein.

Und morgen früh gibt es eine schöne Tasse Kaffee mit geschäumter Milch. Mach es Dir nett, geniesse es.

Denke an die Aufgaben, die der Tag Dir morgen bringen wird !

Dabei wirst du sicher einschlafen. Gut Nacht.:in den arm nehmen:

DaisyDee
07.02.2008, 15:21
Hallo,

auch ich geselle mich mal zu den Spontan-Nichttraucherinnen. Bin jetzt den 6. Tag rauchfrei. Ausschlaggebend war mein morgendlicher Husten der langsam richtig nervend wurde. Manchmal bin ich vor dem Wecker aufgewacht und hab nur noch "rumgerotzt" Bäääh

Ich rauchte auch immer mehr zum Schluß. Unter der Woche nur nach Feierabend. Da konnte nicht schnell genug die Fluppe angezündet werden. Ich quarzte dann 3 Stück hintereinander. Oft war mir richtig schwindlig danach. So kamen dann schon mal 12-14 Stück zusammen. Am WE ging auch mal ne Packung in die Luft !

So... jetzt zum Problem. Wenn der Feierabend naht, so wie jetzt, krieg ich soooo einen Schmacht und Sehnsucht nach meiner Feierabend-Zigarette. Es ist schon mehr ein Ritual gewesen als Geschmack am Rauchen. Versteh's einer !

Es ist so ein ... ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll ... Gefühl im Mund, "ich muß jetzt Nikotin inhalieren" ja.. schwierig ??!!

Kennt das jemand ??

Ich sause auch ruhelos durch's Haus. Da gibt es Ecken zum Putzen !! Aber das geht doch nicht immer.

Oh je :wie?:

Mein Freund raucht übrigens 2 Schachteln am Tag. Ist richtig neidisch auf mich :smirksmile:.

stine38
07.02.2008, 15:49
Aber das kann ich jetzt grade nicht. Ich kann nicht mehr rauchen, wenn ich mir meine schwarze Lunge vorstelle.

... ich fürchte, ich werd mich einfach dran gewöhnen müssen. Menno.... da hört frau auf zu rauchen. Ist glücklich. und hat nachher ein Problem mit den primitiven Gewohnheiten?


So ähnlich ging es mir auch. Ich konnte nicht mehr zurück, und wußte nicht wie weiter VOR gehen.
Meine Konzentration im Büro tendierte gen 0. Ich wußte nicht womit ich diesen Hippel-Drang und dieses Gefühl unter einer Käseglocke zu sein im Griff bekommen sollte.
Ich habe massenweise Kaugummis (ohne Nikotin) gemampft. Mich in Nichtraucherforen mit Leidensgenossen ausgetauscht. Mir gaaanz viel Motivation aus dem Internet gezogen: WIE gefährlich Rauchen wirklich ist usw. Viele Berichte gelesen. Mich also damit vollgesogen, weil ich Angst hatte, dass meine Suchtgedanken irgendwann übermächtig würden.

Dann nach einigen Monaten war das Schlimmste vorbei. Es wurde halt jeden Tag "normaler" (und auch besser) nicht zu rauchen. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Und ich bin mir sicher, dass wirst Du auch so sehen.

Mach weiter! Du schaffst das :blumengabe:


Gruss Stine