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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nicht eingeladen zur Hochzeit



Inaktiver User
04.02.2008, 06:41
Hallo,

meine beste Freundin heiratet im Sommer. Ich freue mich sehr für sie. Als sie mir mitgeteilt hat, dass sie heiraten wird, hat sie sofort nachgeschoben dass sie nur im sehr kleinen Kreis heiraten wird, also nur mit Familie und einigen wenigen Verwandten.

Ich wollte anfangs noch sagen, dass sie mir das Datum gleich nennen soll, nicht dass ich im Urlaub bin.

Na ja, auf alle Fälle finde ich es nicht besonders gut was sie macht. Das gehört sich einfach nicht, beste Freunde nicht einzuladen. Meine Hochzeit war auch nicht groß, ich hatte allerdings Freunde und Familie eingeladen.

Aber mir geht es gar nicht darum, dass sie mich nicht einlädt sondern eher darum, ob ich ihr dann was schenken soll.

Ganz ohne Groll oder Zorn denke ich nämlich dass ich ihr nichts schenken werde. Sie nimmt sich die Freiheit zu sagen, du kommst nicht, dann kann ich auch nichts schenken, oder wie seht ihr das?

Margali62
04.02.2008, 07:38
Jede wie sie mag!

Zu unserer Hochzeit waren auch keine Freunde eingeladen. Nur unsere Eltern, Geschwister, Tanten und Onkel, Großmütter, Patenkind.

Wir haben allerdings einen großen Polterabend gemacht.

Wie gesagt, jede wie sie mag. Manche machen gar nichts, heiraten in Vegas oder sonstwo. Muß jede selber wissen.


Sie wird ihre Gründe haben! Kostet ja z. B. eine große Stange Geld!

Mocca
04.02.2008, 08:15
Hallo,

meine beste Freundin heiratet im Sommer. Ich freue mich sehr für sie. Als sie mir mitgeteilt hat, dass sie heiraten wird, hat sie sofort nachgeschoben dass sie nur im sehr kleinen Kreis heiraten wird, also nur mit Familie und einigen wenigen Verwandten.

Ich wollte anfangs noch sagen, dass sie mir das Datum gleich nennen soll, nicht dass ich im Urlaub bin.

Na ja, auf alle Fälle finde ich es nicht besonders gut was sie macht. Das gehört sich einfach nicht, beste Freunde nicht einzuladen. Meine Hochzeit war auch nicht groß, ich hatte allerdings Freunde und Familie eingeladen.

Aber mir geht es gar nicht darum, dass sie mich nicht einlädt sondern eher darum, ob ich ihr dann was schenken soll.

Ganz ohne Groll oder Zorn denke ich nämlich dass ich ihr nichts schenken werde. Sie nimmt sich die Freiheit zu sagen, du kommst nicht, dann kann ich auch nichts schenken, oder wie seht ihr das?



Wieso "gehört" es sich nicht, ohne Freunde zu heiraten? :wie?:
Wenn man die Sache klein halten möchte, bleibt einem doch kaum etwas Anderes übrig! Ich hatte dadurch, dass die Einladung des einen Freundes die Einladung weiterer Freunde bedingte, eine ziemlich große Hochzeit (ca. 120 Personen). "Nur Familie" ist doch eine klare Ansage.

Und schenken oder nicht, ist für mich ehr eine Herzensangelegenheit als eine Frage dessen, ob ich eingeladen worden bin oder nicht.

Mocca

thinking
04.02.2008, 08:15
Etwas ähnliches ist mir auch vor einigen Jahren passiert. Êine sehr gute Freundin hat geheiratet. Wir kannten uns noch nicht so lange, dafür war aber unsere Beziehung zu der Zeit (und jetzt auch noch) sehr intensiv, aus verschiedenen Gründen. Zum einen wohnen wir beide im Ausland und hatten gleichaltrigen Nachwuchs. Sie heirateten dann nur im engsten Familien und Freundeskreis, sprich, Eltern und die besten Freunde des Brautpaars waren Trauzeugen. Ich habe auch erwartet eingeladen zu werden, zumal ich ihr bei den Hochzeitsvorbereitungen geholfen habe und wir auch sonst jeden Tag miteinander und den Kindern verbrachten (zu dem Zeitpunkt warn wir beide Hausmütter).
Es kam aber nur eine Einladung zum Kaffee trinken. Das tolle Mittagessen in einem Feinschmeckerlokal (das wir ihr empfohlen haben) nahm die Hochzeitsgesellschaft ohne uns war. Anfangs war ich beleidigt, mein Mann regte sich ziemlich drüber auf (er wollte so gern mal wiede rshclemmen gehen :zwinker: ) Kompliziert wurde es auch noch, weil sich ein Freund des Bräutigams irgendwie selbst eingeladen hat und sie beide unfähig waren ihm klarzumachen, dass er eigentlich unerwünscht ist. Das erzählten sie uns natürlich immer brühwarm. Eigenartig war's dann auch, als sie sich nachträglich fragten, wieso sie uns nicht eingeladen haben :wie?: Tja...

Ich nahm's dann aber locker, die Freundschaft war mir wichtig und mein Standpunkt war schon immer der, dass jeder seine Hochzeit selbst bestimmen soll. Wer eingeladen wird usw, das ist ihr Fest und sie müssen damit leben. Wir waren dann doch noch am Standesamt und haben das Brautpaar mit einem Rosenregen empfangen (das war unser Geschenk). Eine kleine Überraschung, die gut ankam :liebe:

Schau mal, in deinem Fall, ist ja wirklich nur die Familie eingeladen. Nimm es nicht so krumm. Wenn es dich belastet und es wirklich deine beste Freundin ist, dann kannst du vielleciht mit ihr darüber offen reden?
Und überlege mal, ob du dich später vielleicht ärgern wirst, wenn du ihr zu ihrem schönen Tag, nicht doch was geschenkt hast? Wenn's auch nur ne Kleinigkeit wird. Sie wird sich bestimmt freuen. Und sich immer daran erinnern.

Inaktiver User
04.02.2008, 09:23
Vom Gefühl her denke ich ähnlich wie du.
Meine EX-Beste-Freundin hat vor 10 Jahren auch nur mit der Familie geheiratet. Alles so Menschen, die sie nie sieht, die weder ihr Leben kennen noch ihre Gedanken und Gefühle. Aber Familie eben.

Wir Freunde waren zu einem Frauenabend eingeladen und "durften" in der Kirchen gucken kommen (das war echt nett, nicht wahr?!:zwinker: )

Da ich mit der Frau seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr habe, ist mir das heute egal.
Ich wäre aber - falls es sich wiederholen würde - ähnlich pikiert. Denke allerdings auch, dass es die Sache der Brautleute ist, wer dabei sein soll. Entfernte Verwandet als Füllmaterial wären mir aber weniger wichtig als enge Freunde.

Inaktiver User
04.02.2008, 09:28
ich bin auch nicht verärgert oder so, wollte meinen Beitrag auch erst unter Freundschaft posten, hatte dann aber überlegt, dass es mir eher darum geht, ob man zur Hochzeit schenkt wenn man nicht mit dabei ist. Ich meine nach Knigge oder so.

Das mit der klaren Ansage ist ja auch okay, nur ist mir was mein Herz betrifft nicht nach schenken. Beste Freunde habe ich nur 2-3, von daher würde es den Rahmen einer Feier nicht sprengen, diese auch noch mit einzuladen.

Ich wollte einfach hier mal hören, was ihr dazu meint.

Fussl
04.02.2008, 09:48
ich denke, wie man heiratet - mit oder ohne Freunde/Familie, in der Kirche oder nicht, weiß oder bunt... - ist doch jedem selbst überlassen!

Dass es Leute gibt, die beleidigt sind wenn sie nicht eingeladen werden....ok, damit muss man wohl leben. Es steht ja auch nirgends geschrieben, dass man z.B. einen runden Geburtstag feiert groß feiern muss.


Und schenken oder nicht, ist für mich ehr eine Herzensangelegenheit als eine Frage dessen, ob ich eingeladen worden bin oder nicht.
:schild genau: :schild genau:

Wenn du etwas schenken WILLST auch wenn du NICHT eingeladen bist....dann tut es. Wenn nicht, hör auf zu jammern, akzeptiere die Entscheidung deiner Freundin und schenk einfach nichts!

Karla48
04.02.2008, 09:55
Eine Pflicht, Dich einzuladen, sehe ich nicht. Es "gehört sich" auch nicht so. Du hast eine Erwartung, die ist enttäuscht worden, schade. Aber Du mußt ihr die Entscheidung überlassen.

Ebenso wenig hast du eine Pflicht, daß Du ihr etwas schenkst. Wenn Du schenkst, dann gerne und von Herzen - aber doch nicht aus Pflichtgefühl.

In diesen Zeiten meistens knappen Geldes ist es in unserer Gegend sehr häufig, daß nur im kleinen Kreis gefeiert wird. Freunde erscheinen auf dem Standesamt, nach der Trauung, mit einer kleinen Gabe - mehr nicht. Und zwar nicht mit langem Gesicht, bittschön, weil man nicht mit feiern darf hinterher. :zwinker:

Man wird als Freundin vieles tun, um dem Paar einen schönen, unvergeßlichen Tag zu bereiten, ganz und gar uneigennützig. Das ist nach meiner Meinung das, was "sich gehört". Und wenn man sich liebhat, dann macht man es gerne!

LG Karla

Inaktiver User
04.02.2008, 10:20
...und genau das ist der Grund, wieso Hochzeitsfeiern dem Brautpaar selten Spaß machen und häufig nur noch Stress bedeuten. (Meine persönliche Erfahrung, ebenso häufig im Freundeskreis erlebt, hier im Forum mehrmals gelesen....)
Weil immer irgendwer meint, beleidigt sein zu müssen oder an der Art zu feiern was auszusetzen hat.
Wenn deine Freundin dich einlädt und sonst niemanden aus dem Freundeskreis, dann sind Freundin X, Y und Z beleidigt. Deine Freundin kann es also nur falsch machen.
Oder sie macht es allen recht, lädt alle ein, damit auch ja keiner beleidigt ist, und dann feiert sie aber so, wie es die anderen wollen.....aber ist ja egal, Hauptsache, die Anderen sind nicht beleidigt....:knatsch:


Sehr gute (holländische) Freunde von uns heiraten im September und klar, irgendwie hatte ich schon auf eine Einladung spekuliert.
Sie heiraten aber nur mit Familie und machen danach eine fette Hochzeitsreise.
Und wisst ihr was? Sie haben völlig recht. Nie würde ich mir einfallen lassen, deswegen beleidigt zu sein.
Und Schenken oder Nicht-Schenken von einer Einladung abhängig zu machen, finde ich pers. ganz besonders arm, sorry.


Molly, die von ihrer eigenen Hochzeit nicht viel hatte, haufenweise Leute eingeladen hatte, weil sie es "musste", sich von Schwieger- und sonstigen verwandten reinreden ließ, wie sie wo feiert ("Wenn ihr bei F in Karlsruhe feiert, dann komm ich net, das sag ich euch gleich" usw.) und auch heute noch bereut, nicht einfach nach Mauritius oder so abgehauen zu sein....:knatsch:

Inaktiver User
04.02.2008, 10:47
Klar, rational betrachtet sollte so etwas dem Brautpaar überlassen werden und trotzdem kann der Umgang mit der Hochzeit für gute Freunde verletzend werden...

Eine gute Freundin von mir hat sehr überstürzt und zunächst mal nur standesamtlich geheiratet, ein Kind war unterwegs...
und es fertig gebracht mir das erst nach einem halben Jahr, als sie dann ein Gartenfest als Nachfeier plante davon zu erzählen.

Nebenbei gesagt hatte ich kurz vorher erwähnt, dass wenn ich mal heiraten sollte, ich in einem Garten feiern möchte... Es ist so das wir zwar in unterschiedlichen Städten wohnen uns aber mindestens einmal wöchentlich getroffen haben und noch viel häufiger telefoniert!

Auch wenn wir dann auf der Feier waren und ihr Mann mich sogar gebeten hat den Ring für sie mit auszusuchen, ist für mich das Vertrauen seither leider etwas beschädigt. Nicht zuletzt weil ich nie eine wirkliche Erklärung für das Verhalten bekommen habe, außer irgendwann hatte ich ein ganz schlechtes Gewissen weil ich es dir so lange nicht gesagt habe...

Das ist mittlerweile 3 Jahre her und ich hatte mich so weit damit abgefunden. Dann bin ich schwanger geworden und weil wir uns so oft gesehen haben, wollte sie über alles informiert werden. Also, habe ich sie sofort nach dem positiven Test angerufen... sie selbst wurde dann einige Wochen später schwanger und hat es mir wieder einige Wochen lang nicht erzählt. Begründung: am Telefon wäre das so unpersönlich.

Ich kam mir so doof vor, weil ich so offen war und auch viel über meine Schwangerschaft gesprochen habe, ohne zu wissen, das sie selbst in der gleichen Situation ist! Als ich sie darauf angesprochen habe, hat sie das gleich als Vorwurf gewertet und null Verständnis gehabt.

Aber für mich hat Freundschaft eben auch viel mit Selbstenthüllung und Vertrauen zu tun. Und wenn solche Sachen vorfallen auch mit der Möglichkeit so etwas durch eine Erklärung aus der Welt zu schaffen...

ich bin jetzt, bis auf kleine SMS, auf Distanz gegangen. Sie ist total beschäftigt. Schade eigentlich, denn ich hätte gerne so eine ungewöhnliche Zeit intensiver mit ihr gemeinsam erlebt!

Inaktiver User
04.02.2008, 11:25
ich denke, wie man heiratet - mit oder ohne F

Wenn du etwas schenken WILLST auch wenn du NICHT eingeladen bist....dann tut es. Wenn nicht, hör auf zu jammern, akzeptiere die Entscheidung deiner Freundin und schenk einfach nichts!

Ich hatte nach eurer Meinung gefragt und nicht gejammert.

Inaktiver User
04.02.2008, 11:30
Ich wäre an Svendes Stelle auch gekränkt.

Für mich wäre es selbstverständlich, die engsten Freunde einzuladen. Ich hingegen würde nicht Onkel Heinz, den ich eh nur alle 10 Jahre 1x sehe, einladen. An diesem besonderen Tag wollte ich nur Leute dabei haben, die mir am Herzen liegen. Und dazu gehören die engsten Familienangehörigen (im Idealfall) und einige nahestehenden Freunde.

An Svendes Stelle würde ich nur eine Glückwunschkarte senden. Aus die Maus!

Inaktiver User
04.02.2008, 11:54
Ich hingegen würde nicht Onkel Heinz, den ich eh nur alle 10 Jahre 1x sehe, einladen. An diesem besonderen Tag wollte ich nur Leute dabei haben, die mir am Herzen liegen. Und dazu gehören die engsten Familienangehörigen (im Idealfall) und einige nahestehenden Freunde.



Es könnte doch aber sein, dass der Familiensinn bei besagter Freundin sehr groß ist. Dass man sich über das Wiedersehen mit Onkel Heinz freut. Denn so eine Hochzeit ist doch ein Anlass,endlich mal wieder zusammenzukommen. Und vielleicht würden auch sehr gute Freunde das Familiengefühl "stören".

Ich denke, das muss jeder für sich entscheiden. Ob nur Familie oder nur Freunde oder beides zusammen.

Ich verstehe nicht, warum manch einer hier so beleidigt oder enttäuscht auf eine Nicht-Einladung reagieren würde.


Cinderella
(die seinerzeit auch nur mit der Familie Hochzeit gefeiert hat)

Polarstern
04.02.2008, 14:11
Ich verstehe nicht, warum manch einer hier so beleidigt oder enttäuscht auf eine Nicht-Einladung reagieren würde.

Ich finde, daß es schon enttäuschend sein kann. Eine enge Freundin von mir hat auch nur im engsten Familienkreis gefeiert.

Ich fand das verständlich und akzeptabel, aber trotzdem verletzend. Weil ich nämlich seit 15 Jahren die Hochs und Tiefs und Trennungen dieses Paares stundenlang und in allen Einzelheiten geschildert bekommen habe :in den arm nehmen:. Und vor allem seit ich sie kenne ununterbrochen den Heiratswunsch mitgeteilt bekam.

Nun schaffen es die beiden endlich ins Standesamt und dann ist man gerade nicht mehr so wichtig, wie man es immer als Seelenmülleimer war? Irgendwie hätte ich doch gern das (vorübergehende?) Happyend der Geschichte gesehen.

Ich habe mich einerseits sehr für sie gefreut, daß sich dieser jahrealte Wunsch erfüllt hat. Ich wäre aber auch gern dabeigewesen (nicht im Standesamt, aber für einen Sekt davor?).

Im Sommer wird eine andere sehr enge Freundin von mir heiraten. Da das Ganze in sehr beengten Räumlichkeiten stattfindet, werden wir auch nicht bei der Trauung sein. Aber danach gibt es eine kleine Party für Familie und Freunde und ich freue mich total darauf! Einfach weil einer meiner liebsten Menschen hoffentlich sehr glücklich sein wird.:Sonne:

Inaktiver User
04.02.2008, 14:50
für mich ist sie eine wirklich sehr gute Freundin. Wir sind laufend in Kontakt und vertrauen uns alles an. Von daher wäre es einfach schön, wenn ich dabei sein könnte um diesen Augenblick mit ihr zu teilen.

Aber ich werde es wohl machen, wie Zeta schreibt, eine Karte senden und das war es dann. Ich habe ansonsten nicht vor, das groß zu thematisieren, weil es wie ihr schon richtig festgestellt habt, jedem seine eigenen Sache ist, wie und mit wem er diesen Tag verbringen möchte.

Poison.
05.02.2008, 10:36
Hättest Du etwas geschenkt, wenn Du eingeladen gewesen wärst? Vermutlich ja.

Jetzt möchtest Du nichts mehr schenken und sagst, das hat mit der Nicht-Einladung nichts zu tun. Sicher?

Inaktiver User
05.02.2008, 10:44
Ich wäre auch mehr als enttäuscht und würde mich fragen, was eigentlich die Basis dieser Freunschaft ist?

Eine Hochzeit ist doch ein wunderschönes Fest und einer der wichtigsten Tage in meinem Leben, das ich mit den Menschen feiern will, die mich auch sonst durch mein Leben begleiten, die mir wichtig sind, die mir nahestehen.

Soviele wirklich enge Freunde hat doch niemand, dass das den Rahmen sprengen würde, oder??? Ich finde es befremdlich, sich da auf die Blutsverwandschaft zu konzentrieren und meine, dann sollte diese Freundin künftig bei Beziehungsproblemen und Ärger im Job auch auf ihren angeheirateten Vetter Franz zurückgreifen, wenn ihr der wichtiger ist.

Inaktiver User
05.02.2008, 10:46
Meine beste Freundin hat mich auch nicht zur Hochzeit eingeladen, da sie, wie Deine Freundin, Svende, nur im Familienkreis gefeiert hat und dazu gehöre ich nun mal nicht.

Das habe ich auch nie in Frage gestellt, geschweige denn die Freundschaft deswegen hinterfragt - ich finde es selbstverständlich, dass jeder diesen sehr persönlichen Tag so verbringen darf, wie er sich das wünscht.

Geschenkt habe ich ihr trotzdem etwas - denn ich schenke ja nicht wegen einer mit einem Anlass verknüpften Einladung, sondern wegen des Anlasses an sich und um der Beschenkten eine Freude zu bereiten.

Genau das steht beim Schenken für mich im Vordergrund: Jemandem eine Freude bereiten. Oder habe ich da was falsch verstanden...??? :smirksmile:

Inaktiver User
05.02.2008, 10:51
morchee.ba :allesok:

genauso sehe ich das auch.

Keiner ist verpflichtet, Freunde zur Hochzeit einzuladen.

einen Grund, verschnupft zu sein gäbe es höchstens, wenn sie 20 Freunde, aber nicht Dich eingeladen hätte.

Und Geschenk sehe ich völlig unabhängig von der Einladung.
(Ich schenke z.B. auch nicht größer, wenn ich eingeladen bin - das Geschenk gibt es zur Eheschließung (durchaus großzügig) - und ggf. bin ich eingeladen - dann aber eben eingeladen).

Wenn Du ihr nichts schenken würdest - das fände ich ziemlich daneben. DA würde ich mich anstelle der Braut fragen, was das für eine Freundschaft ist.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
05.02.2008, 10:54
Meine beste Freundin hat mich auch nicht zur Hochzeit eingeladen, da sie, wie Deine Freundin, Svende, nur im Familienkreis gefeiert hat und dazu gehöre ich nun mal nicht.



Nein, aber es zeigt doch den Stellenwert, den sie dir als bester Freundin zumisst. Nämlich einen geringeren als Cousine XYZ. Das ist nicht meine Vorstellung von Freundschaft. Dann soll sie doch auch andere Dinge in ihrem Leben mit ihrer Sippe teilen, wieso soll ich denn dann dafür gutsein, aber zum Feiern nicht???? :wie?:

Inaktiver User
05.02.2008, 10:56
Geschenkt habe ich ihr trotzdem etwas - denn ich schenke ja nicht wegen einer mit einem Anlass verknüpften Einladung, sondern wegen des Anlasses an sich und um der Beschenkten eine Freude zu bereiten.

Hier ist es aber so, daß die Freundin Svende von dem "Anlaß" ausklammern möchte, das zeigt die nicht erfolgte Einladung. Daraus folgt, die Freundin möchte diesen Anlaß/diesen besonderen Moment nicht mit Svende teilen. Wozu sollte sich Svende also noch speziell für diesen Anlaß engagieren? Da reicht eine Glückwunschkarte völlig aus.

Inaktiver User
05.02.2008, 10:58
Hier ist es aber so, daß die Freundin Svende von dem "Anlaß" ausklammern möchte, das zeigt die nicht erfolgte Einladung. Daraus folgt, die Freundin möchte diesen Anlaß/diesen besonderen Moment nicht mit Svende teilen.

Das ist der Punkt. Muss man nicht schön finden, oder??

Tina70
05.02.2008, 11:15
In meinen Augen schwieriges Thema..:in den arm nehmen: einerseits die beste Freundin, mit der Du ja vermutlich weiterhin Kontakt halten willst, auf der anderen Seite eine - in meinen Augen doch nicht ganz unerhebliche - Kränkung, weil sie nicht mal einen Platz für ihre beste Freundin an der Hochzeitstafel bereit halten will. Hätte ich auch ein Problem mit, es sei denn, sie würden zu zweit feiern wollen, das wäre dann wieder eine andere Sache.

Ich denke, ich würde über meinen Schatten springen und ihr trotzdem ein Geschenk machen (die Grösse bleibt ja schliesslich Dir überlassen), aber wenn Dir was an der Freundin liegt, würde ich nicht wollen, dass sich da ein noch schalerer Geschmack einschleicht - das steht dann nämlich noch zusätzlich zwischen Euch. :blumengabe:

Sonnigen Gruss

Tina

Inaktiver User
05.02.2008, 12:08
Ich denke man muss nicht zur Hochzeit einladen, genauswenig muss man dann aber auch was schenken. Wird man aber eingeladen, sollte man aber schon was schenken.

Beleidigt musst du aber auch nicht sein. So eine Feier bedeutet viel Stress, nicht jeder fühlt sich dem gewachsen. Nur die Familie einzuladen ist wohl Sitte ich find's schade denn vielfach stehen einem die Freunde einfach näher, vor allem wenn man jung ist.

Allerdings glaube ich, dass den Feier-Muffeln was entgeht. Die Behauptung nur zu zweit zu feiern, so ganz intim, sei doch am schönsten, kann ich nach fast 38jähriger glücklicher, sehr engerer Zweierbeziehung (davon 30 Jahre verheiratet) nicht nachvollziehen. So ein rauschendes Fest (mit Reden, weinender Brautmutter mit großem Hut, Tanz, Braut-Raub und allem) ist unvergesslich, allein zu zweit ist man noch genug, kleine gemeinsame Rituale und Festlichkeiten sollte man da immer mal zwischenschienben und schließlich gibt es ja auch noch die Hochzeitsreise, die doch auch eine schöne Sitte ist oder?

Aber das gehört jetzt vielleicht weniger in das Forum Umgangsformen.

Pirlipat

Violaveilchen
05.02.2008, 13:23
Ich bin auch so eine böse. die ohne Freunde geheiratet hat :smirksmile:
Wir haben heimlich geheiratet, mein Trauzeuge war mein Bruder, mein Mann hatte einen Freund. Und einige Leute waren ziemlich beleidigt. Insbesondere meine beste Freundin konnte nicht einsehen, warum sie es nicht vorher erfahren hat. Nichteinmal mein Argument, dass es auch meine Mutter vorher nicht erfahren hat, hat sie nicht überzeugt.
OT: Ich bereue die Entscheidung nicht. Wir hatten eine richtig entspannte Hochzeit. Unsere wenigen Gäste schwärmen noch heute davon. Wir hatten Zeit für sie, wir hatten Zeit für uns.

LG Judith

Inaktiver User
05.02.2008, 13:25
Ich bin auch so eine böse. die ohne Freunde geheiratet hat :smirksmile:
Wir haben heimlich geheiratet, mein Trauzeuge war mein Bruder, mein Mann hatte einen Freund. Und einige Leute waren ziemlich beleidigt. Insbesondere meine beste Freundin konnte nicht einsehen, warum sie es nicht vorher erfahren hat. Nichteinmal mein Argument, dass es auch meine Mutter vorher nicht erfahren hat, hat sie nicht überzeugt.
OT: Ich bereue die Entscheidung nicht. Wir hatten eine richtig entspannte Hochzeit. Unsere wenigen Gäste schwärmen noch heute davon. Wir hatten Zeit für sie, wir hatten Zeit für uns.

LG Judith

Das find ich aber was anders: ihr habt doch wohl auch die Leute eingeladen, die euch am Herzen liegen, oder?? Das kann ich schon nachvollziehen, aber ich würde dann bei der Nicht-Einladung den Schluss ziehen, dass ich eben nicht zum inner circle gehöre.

Aber nur die Familie einzuladen, also auch Cousine Helga, mit der man sonst nie zu tun hat, aber nicht die beste Freundin, die vielleicht seit 20 Jahren mit einem durch dick und dünn gegangen ist - das ist für mich was anderes.

Polarstern
05.02.2008, 14:53
Ich bin auch so eine böse. die ohne Freunde geheiratet hat :smirksmile:
Wir haben heimlich geheiratet, mein Trauzeuge war mein Bruder, mein Mann hatte einen Freund. Und einige Leute waren ziemlich beleidigt. Insbesondere meine beste Freundin konnte nicht einsehen, warum sie es nicht vorher erfahren hat. Nichteinmal mein Argument, dass es auch meine Mutter vorher nicht erfahren hat, hat sie nicht überzeugt.
OT: Ich bereue die Entscheidung nicht. Wir hatten eine richtig entspannte Hochzeit. Unsere wenigen Gäste schwärmen noch heute davon. Wir hatten Zeit für sie, wir hatten Zeit für uns.

LG Judith
Das kann ich zB auch völlig verstehen. Ihr habt aber auch außer den zweien keinen eingeladen, oder? Und Eure Familien haben es auch erst später erfahren.
Meine Freundin hat aber zB kurz nach dem Antrag allen erzählt, daß sie an dem und dem Tag heiraten wird, aber niemanden aus dem Freundeskreis dabei haben möchte. Allerdings wurde auch die letzte verschwurbelte Cousine, die sie nach eigenen Erzählungen gräßlich findet, eingeladen. Ich finde, wenn man seine gesamten Sorgen öffentlich zelebriert (incl. Sex- und sonstiger Probleme), dann kann man auch die Freude teilen.

Ich habe auch nichts geschenkt, weil ich mir blöd vorkomme, bei dem nächsten Besuch in ein paar Monaten ein Geschenk zu überreichen: "Ihr habt ja vor einem halben Jahr geheiratet..."

Ich habe mir immer gewünscht, sollte ich je heiraten, das nur mit meinem Partner im Ausland zu tun. Und danach dann ein großes Fest mit allen Freunde zu feiern. Aber ich würde sicher nicht meinen Hochzeitstag mit der buckligen Verwandschaft in meiner heimatstadt verbringen... :freches grinsen:

Inaktiver User
05.02.2008, 14:54
Meine beste Freundin hat mich auch nicht zur Hochzeit eingeladen, da sie, wie Deine Freundin, Svende, nur im Familienkreis gefeiert hat und dazu gehöre ich nun mal nicht.

Das habe ich auch nie in Frage gestellt, geschweige denn die Freundschaft deswegen hinterfragt - ich finde es selbstverständlich, dass jeder diesen sehr persönlichen Tag so verbringen darf, wie er sich das wünscht.


Meine beste Freundin und Mutter meines - damals schon vorhandenen - Patenkindes hat auch nur im Familienkreis geheiratet.
Klar wäre ich gerne dabei gewesen - aber wenn es ihnen so lieber war, sollten sie es doch eben auch so machen. Es war ja schließlich IHR großer Tag, nicht meiner.
Verübelt habe ich es ihr nicht, ein Geschenk haben sie auch gekriegt - und bei meiner Hochzeit war sie meine Trauzeugin.

Inaktiver User
05.02.2008, 14:56
Nein, aber es zeigt doch den Stellenwert, den sie dir als bester Freundin zumisst. Nämlich einen geringeren als Cousine XYZ. Das ist nicht meine Vorstellung von Freundschaft. Dann soll sie doch auch andere Dinge in ihrem Leben mit ihrer Sippe teilen, wieso soll ich denn dann dafür gutsein, aber zum Feiern nicht???? :wie?:

Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Eine Hochzeit ist in erster Linie ein familiäres Fest - warum degradiert man Freunde unter Verwandte, wenn man dieses Fest in der Familie feiert ?

Davon abgesehen: Wenn man Freundin X einlädt, müssen A,B, C.... H, I, J,K .... auch noch eingeladen werden, sonst sind sie stinkig. Und selbstverständlich mit Männern, wie zu diesem Thema hier ja auch immer betont wird. Und schon ist man bei einer Riesenfeier, die man nicht wollte.

Tabea
05.02.2008, 14:57
Nein, aber es zeigt doch den Stellenwert, den sie dir als bester Freundin zumisst. Nämlich einen geringeren als Cousine XYZ.
"Einige wenige Verwandte" lassen aber darauf schließen, dass gerade Cousine xyz auch nicht eingeladen ist, sondern (ich vermute jetzt einfach mal) vielleicht die Patentante.

Tabea

Inaktiver User
05.02.2008, 14:57
Aber ich würde sicher nicht meinen Hochzeitstag mit der buckligen Verwandschaft in meiner heimatstadt verbringen... :freches grinsen:

Da tickt aber vielleicht jeder Mensch anders. Und warum sollte man nicht akzeptieren, wenn das Paar nun mal nur mit der "buckligen" Verandschaft feiern möchte? Jedem so, wie es ihm gefällt ... ist jedenfalls meine Devise.

Polarstern
05.02.2008, 15:50
Da tickt aber vielleicht jeder Mensch anders. Und warum sollte man nicht akzeptieren, wenn das Paar nun mal nur mit der "buckligen" Verandschaft feiern möchte? Jedem so, wie es ihm gefällt ... ist jedenfalls meine Devise.
Das finde ich doch völlig ok, jeder soll doch bitte heiraten, wie er mag!

Nur soll man dann bitte nicht vorher mit mir stundenlang am Telefon die Vorbereitungen für den großen tag, die Reaktionen der einzelnen Familienmitglieder und das Brautoutfit besprechen wollen.
Außerdem würde ich dann nicht ein halbes Jahr später beim nächsten Treffen ein Geschenk mitbringen, sondern dann auch gleich zur Tagesordnung übergehen wollen (die aber, so wie ich meine Freundin kenne, dann im gemeinsamen Ansehen der Hochzeitsbilder bestehen würde).

Mich hat in diesem Fall verletzt, daß meine Freundin augenscheinlich ein großes Mitteilungsbedürfnis hat, ich aber an diesem Tag trotzdem nicht dabeisein soll.

Einige weniger enge Freunde haben im Ausland allein geheiratet und dann später zu Kuchen eingeladen oder eine Party gefeiert. Da wurde dann aber auch nicht im Vornherein alles beredet. Und ich habe nichts seit über 10 Jahren jedes Beziehungsproblem ausgiebig anhören müssen. :unterwerf:

Inaktiver User
05.02.2008, 16:26
Und ich habe nichts seit über 10 Jahren jedes Beziehungsproblem ausgiebig anhören müssen. :unterwerf:

@Polarstern,
vielleicht bist Du genau darum u.a. nicht eingeladen ?

Weil Du ihre Vertraute für Beziehungsknatsch bist - und an genau den will sie an ihrem Strahletag nicht erinnert werden, z.B. durch Deine Anwesenheit ?!
Nicht gerade nett, aber menschlich - stehe drüber.:zwinker:

Die langen Vorträge über Hochzeitsvorbereitungen würde ich mir in höflicher Form verbitten bzw. ablenken, wenn sie zu dem Thema kommt.

Schenken würde ich wahrscheinlich auch nichts, sondern es bei einer Glückwunschkarte belassen.

Inaktiver User
05.02.2008, 16:51
Daraus folgt, die Freundin möchte diesen Anlaß/diesen besonderen Moment nicht mit Svende teilen.

wenn das nicht mit einer großen Reise verbunden wäre, würde ich zur kirchlichen Trauung gehen - ganz ohne verschnupft zu sein und nicht als Demo.
Dann erlebe ich auch den besonderen Moment.


Und von Cousine Helga, mit der man nichts zu tun hat, war keine Rede.


Gruß, Leonie

Polarstern
05.02.2008, 17:26
@Polarstern,
vielleicht bist Du genau darum u.a. nicht eingeladen ?

Weil Du ihre Vertraute für Beziehungsknatsch bist - und an genau den will sie an ihrem Strahletag nicht erinnert werden, z.B. durch Deine Anwesenheit ?!
Nicht gerade nett, aber menschlich - stehe drüber.:zwinker:
Hallo Lorelei,

die Idee kam mir auch schon. Und ich versuche es.

Ich bin sowieso sicher, daß wir uns auch demnächst wieder entspannter gegenüber stehen. Sie ist eine gute Freundin und ich mag sie sehr. Aber manchmal, da könnte ich sie wirklich an die Wand...:freches grinsen:

LG
Polarstern

Inaktiver User
05.02.2008, 17:49
Obwohl ich schon auch bißchen finde, dass man diejenigen zur Hochzeit einlädt, die auch möglichen Falle einer Scheidung für einen da sein sollen... nicht weil alles immer eins zu eins aufgerechnet werden sollte, sondern einfach weil man sich ja in der Regel den Menschen anvertraut, die einen in schlechten Tagen so nehmen, wie man ist!
Warum man die dann ausgerechnet bei den fröhlichen Anlässen ausklammert, habe ich immer noch nicht so recht verstanden. Klar, vielleicht in Hinblick auf "so ist es Brauch", aber nicht umbedingt in Sinne von "uns verbinden freundschaftliche Gefühle"!

Außerdem hängt das für mich auch mit der Intensität der Freundschaft zusammen. Wohnt eine Schulfreundin weiter weg und wir teilen keinen Alltag miteinander und telefonieren nur in unregelmäßigen Abständen, verstehe ich wenn ich nicht zum auserlesenen Kreis der geladenen Hochzeitsgäste gehöre und freue mich sogar über die Aussicht zu einem späteren Zeitpunkt auf dem allgemeinen Fest für alle dabei zu sein...

Gehe ich aber durch tägliche Telefonate, oder regelmäßige Treffen, durch Hilfeleistung, Unterstützung, Vertrauen, Zuneigung von einer engen Freundschaft aus bei der ich mich sozusagen zum "Inner Circle" zählen, dann wäre ich schon enttäuscht und hätte da dann einfach auch Klärungsbedarf bevor ich zur Tagesordnung übergehe und trotz schlechter Gefühle ein Geschenk kaufen gehe... das wäre für mich verbiegen! Und gefährdet dann auch die Freundschaft. Geschenke machen fällt mir leicht, wenn ich mich unbelastet und frei fühle. Wenn meine Sympathien zu anderen Menschen frei fließen...

dann braucht es auch keinen Anlass!

Inaktiver User
05.02.2008, 18:57
Obwohl ich schon auch bißchen finde, dass man diejenigen zur Hochzeit einlädt, die auch möglichen Falle einer Scheidung für einen da sein sollen... nicht weil alles immer eins zu eins aufgerechnet werden sollte, sondern einfach weil man sich ja in der Regel den Menschen anvertraut, die einen in schlechten Tagen so nehmen, wie man ist!



Bei mir war das so. Diejenigen, die bei der Hochzeit dabei waren, haben mich während der Trennung/Scheidung am meisten unterstützt: Meine Familie!:zwinker:

Inaktiver User
05.02.2008, 19:04
Das klingt doch dann sehr stimmig!

Inaktiver User
05.02.2008, 20:03
Nur soll man dann bitte nicht vorher mit mir stundenlang am Telefon die Vorbereitungen für den großen tag, die Reaktionen der einzelnen Familienmitglieder und das Brautoutfit besprechen wollen.


Genau so ist es derzeit bei mir. Sie erzählt mir über Ihre Vorbereitungen, wie ihre Eltern reagiert haben auf die News etc. Dass sie einen Fotografen engagiert, der dann Bilder macht, die sie ihren Verwandten und Freunden schickt. Sehr seltsam :knatsch:
Da würde ich dann zumindest erwarten, sich etwas zurückzunehmen. Ich von meiner Seite gehe nicht so sehr auf das Thema ein. Ist ja irgendwie verständlich, oder?

thinking
05.02.2008, 20:10
Svende, sprich doch mal offen mit ihr. Bräute sind manchmal ziemlich 'ferngesteuert'. Vor lauter Aufregung merken sie nicht, dass sie manchmal übertreiben. Wenn ihr so gut befreundet seid, dann kannst du doch das ansprechen.

Inaktiver User
05.02.2008, 22:41
Obwohl ich schon auch bißchen finde, dass man diejenigen zur Hochzeit einlädt, die auch möglichen Falle einer Scheidung für einen da sein sollen...


Erst wollte ich so: :ooooh: :ooooh: :ooooh: gucken bei diesem Rat - aber ein bißchen ist schon daran. :smirksmile:

Jedenfalls haben wir die Trauzeugen unter dem Gesichtspunkt, "wem wäre es bei echten Problemen ein aufrichtiges Anliegen, uns zu unterstützen?" ausgesucht...

Aber ein bißchen krass ist es schon gesagt! :blumengabe: T.

Grace_Kelly
05.02.2008, 23:13
Am allerliebsten habe ich ja Leute, die sich X JAhre lang von einer Feier zur nächsten hangeln, immer kräftig zulangen, die Sau herauslassen und zig Verbesserungstipps parat haben und dann selbst schmalspurig mit zitroniger Schnute verkünden "Wir feiern ja im so ganz, gaaanz klaaaaainem Kraaaais"!

Darf nman die dann nachträglich ausladen oder aus den Bildern herausschnibbeln?
:gegen die wand:

Inaktiver User
05.02.2008, 23:48
Mich würde wirklich hier noch einmal interessieren, was engster Familienkreis heisst.

Unsere standesamtliche Hochzeit war auch nur im engsten Kreis: d.h. Eltern, Großeltern (war nur noch meine Oma) und Geschwister, deren Partner und Kinder. Waren dann trotzdem fast 20 Leute, was aber mit der Patchworkgeschichte auf meiner Seite zu tun hatte.

Ich war Ende 7. Monat schwanger und mehr als eine schöne standesamtliche Trauung und einem schönen Essen wollte ich mir nicht zumuten.

Wir haben dann nach der Geburt kirchliche Hochzeit und Taufe verbunden. Bei uns waren allerdings nicht die Freunde beleidigt, sondern Onkel und Tante auf meiner Seite, die dann nicht zu der großen Feier erschienen sind. Ich glaub, als Hochzeitspaar kann man so vieles falsch machen, dass ich manchmal froh bin, diese Hochzeitsgeschichte hinter mir zu haben.

Inaktiver User
06.02.2008, 06:54
Bei uns waren allerdings nicht die Freunde beleidigt, sondern Onkel und Tante auf meiner Seite, die dann nicht zu der großen Feier erschienen sind. Ich glaub, als Hochzeitspaar kann man so vieles falsch machen, dass ich manchmal froh bin, diese Hochzeitsgeschichte hinter mir zu haben.

Eben, allen kann man es nie recht machen. Deshalb finde ich es auch verständlich, wenn man wirklich nur mit der Familie feiert und Freunde ausklammert ... oder andersrum. Denn wird für eine Freundin eine Ausnahme gemacht und sie wird zur Familienfeier eingeladen, wird die nächste beleidigt sein usw.

Ich finde es auch nicht schlimm, wenn die Braut mir trotzdem von den Hochzeitsvorbereitungen erzählt, hinterher Fotos zeigt, etc. Ich freue mich dann für sie. Auch meine beste Freundin war nicht zu meiner Hochzeit, die im Familienkreis stattfand. Wir haben auch über die Hochzeit geredet. Umgekehrt war ich auch nicht zur Hochzeit meiner Freundin. Die Fotos habe ich mir gerne angesehen. Unserer Freundschaft hat das keinen Abbruch getan.

Inaktiver User
06.02.2008, 12:38
Eben, allen kann man es nie recht machen. Deshalb finde ich es auch verständlich, wenn man wirklich nur mit der Familie feiert und Freunde ausklammert ... oder andersrum. Denn wird für eine Freundin eine Ausnahme gemacht und sie wird zur Familienfeier eingeladen, wird die nächste beleidigt sein usw.



Also ich weiß ja nicht, wen ihr alles als beste Freunde bezeichnet, bei mir sind das wenige und seit Jahrzehnten die gleiche. Das kann man schon differenzieren. Für mich ist entscheidend, wer mich durch mein Leben begleitet.

Für mich ist das kein Argument, zu sagen, wenn ich meine beste Freundin eingeladen hätte, hätte ich auch alle anderen Bekannten einladen müssen.

Inaktiver User
06.02.2008, 12:51
Also ich weiß ja nicht, wen ihr alles als beste Freunde bezeichnet, bei mir sind das wenige und seit Jahrzehnten die gleiche. Das kann man schon differenzieren. Für mich ist entscheidend, wer mich durch mein Leben begleitet.

Für mich ist das kein Argument, zu sagen, wenn ich meine beste Freundin eingeladen hätte, hätte ich auch alle anderen Bekannten einladen müssen.

2-3 beste Freunde auf ihrer Seite, 2-3 beste Freunde auf seiner Seite plus die Partner plus eventuelle Kinder. Und schon hat man 15 Leute mehr.... das wäre mir schon wieder zuviel gewesen. Ich fand als Hochschwangere den Tag so schon stressig genug... auch, wenn er schön war.

Inaktiver User
06.02.2008, 13:04
2-3 beste Freunde auf ihrer Seite, 2-3 beste Freunde auf seiner Seite plus die Partner plus eventuelle Kinder. Und schon hat man 15 Leute mehr.... das wäre mir schon wieder zuviel gewesen. Ich fand als Hochschwangere den Tag so schon stressig genug... auch, wenn er schön war.

Das ist ja auch eine Ausnahmesituation... ich bin grad Ende 7. Monat und habe noch nicht mal richtig Lust mit Bauch und ohne Sekt zu feiern, geschweige denn 1000 Gäste zu bespaßen.

Deshalb ist eine eventuelle Hochzeit auch erstmal auf später verschoben!

Aber ich stimme, Einewiekeine, zu. Eine gute Freundin muss nicht zwangsläufig einen Rattenschwanz an anderen Beleidigtheiten nach sich ziehen, kommt halt auf viele Faktoren, wie Größe des Freundeskreises an.
Oder ob man eher viele oberflächliche Bekannte oder eher wenig gute Freunde hat... letztlich muss das Paar schon entscheiden, aber wenn ich mich als gute Freundin ausgeschlossen fühle, muss ich das im Interesse der Freundschaft zur Sprache bringen, bevor ich wieder bereit bin fürs Verstehen und Geschenke machen...

Schneckentempo1
06.02.2008, 14:45
Hallo,

meine beste Freundin heiratet im Sommer. Ich freue mich sehr für sie. Als sie mir mitgeteilt hat, dass sie heiraten wird, hat sie sofort nachgeschoben dass sie nur im sehr kleinen Kreis heiraten wird, also nur mit Familie und einigen wenigen Verwandten.

Ich wollte anfangs noch sagen, dass sie mir das Datum gleich nennen soll, nicht dass ich im Urlaub bin.

Na ja, auf alle Fälle finde ich es nicht besonders gut was sie macht. Das gehört sich einfach nicht, beste Freunde nicht einzuladen. Meine Hochzeit war auch nicht groß, ich hatte allerdings Freunde und Familie eingeladen.

Aber mir geht es gar nicht darum, dass sie mich nicht einlädt sondern eher darum, ob ich ihr dann was schenken soll.

Ganz ohne Groll oder Zorn denke ich nämlich dass ich ihr nichts schenken werde. Sie nimmt sich die Freiheit zu sagen, du kommst nicht, dann kann ich auch nichts schenken, oder wie seht ihr das?

Also wenn generell keine Freunde eingeladen werden, finde ich es nicht so schlimm, auch wenn es die beste Freundin ist, die heiratet.

Aber das Gefühl kenne ich auch: mein Halbbruder heiratet demnächst und ich fürchte, ich bin auch nicht eingeladen, weil wir in den letzten Jahren wenig Kontakt hatten und uns erst wieder aneinander annähern. Das tut schon weh, aber man muss es eben wegstecken.

Ich habe leider keinen Partner, den ich heiraten könnte oder wollte, aber wenn, würde ich auch nur im kleinen Kreis heiraten wollen. Ich bin einfach nicht gern ausgestellt und finde ein Fest nur mit Trauzeugen viel schöner. Und wenn man anfängt, Freunde auch einzuladen, wird eine kleine Feier fast unmöglich.

Aber es stimmt, man kann sich mit Hochzeitseinladungen herrlich Freundschaften versauen. Mein Ex-Ex und ich sind vor Jahren auch an die Hochzeit eines befreundeten Paares eingeladen worden. Sie haben es besonders kompliziert gemacht, indem sie die Gäste in drei Kategorien eingeteilt haben: Empfang nach der Kirche, Kaffee und Kuchen und Nachtessen. Mein Ex-Ex, Chemiker, hatte dann den Auftrag, Helium zu besorgen und viele Ballone aufzublasen und diese im Lokal, wo das Nachtessen stattfand, zu füllen. Wir waren etwa eine Stunde beschäftigt damit. Ich habe im Vorfeld das von der Braut halbfertig genähte Kleid fürs Standesamt fertig genäht, weil sie nicht mehr weiterwusste und na ja, das Gefühl war schon nicht besonders schön. Zum Arbeiten waren wir gut genug, für die Feier hat es aber nicht gereicht.

Die Freundschaft hat es aber überlebt.

Schnecke

Regenwurm
06.02.2008, 15:00
Genau so ist es derzeit bei mir. Sie erzählt mir über Ihre Vorbereitungen, wie ihre Eltern reagiert haben auf die News etc. Dass sie einen Fotografen engagiert, der dann Bilder macht, die sie ihren Verwandten und Freunden schickt. Sehr seltsam :knatsch:
Da würde ich dann zumindest erwarten, sich etwas zurückzunehmen. Ich von meiner Seite gehe nicht so sehr auf das Thema ein. Ist ja irgendwie verständlich, oder?

Ach kommt, wenn sich das Paar hier zurücknehmen würde, würden wir möglicherweise am nächsten Tag Postings lesen wie "erst läd sie mich nicht ein, jetzt will sie mich nicht mal an den Vorbereitungen teilhaben lassen" :unterwerf:

Jeder wie er mag. Ich persönlich finde die Ansprüche der nicht eingeladenen Freunde ganz schön dreist, die daraus resultierenden Entschlüsse peinlich (keine Einladung, kein - nicht mal kleines - Geschenk: ätsch!).

Von den Überzogenen Selbsteinschätzungen ("Was, ich ihre Freundin bin weniger wert als eine direkte Verwandte??") gar nicht zu sprechen :peinlich:

Inaktiver User
06.02.2008, 15:30
Ich glaube die unterschiedlichen Einstellungen hier im Forum,auch die Gekränktheiten rühren daher, dass einerseits noch die überkommene Auffassung besteht, Hochzeiten seien Familienfeste, andererseits sich aber die traditionelle Großfamilie in Auflösung befindet.

Wo kann man denn bitte noch sagen 2 Familien verbinden sich bei einer Hochzeit miteinander? Anstellle der traditonellen famillären Bindungen sind Freundschaften getreten und da ist es für mich nur logisch, dass man da seine Freunde zue Hochzeit einlädt.

Von daher ist für mich das Unverständnis der nicht eingeladenen Freunde verständlich.

Würde jedenfalls dann nix schenken, schon aus Trotz.

Pirlipat

Inaktiver User
06.02.2008, 15:36
Vor allem ist es wegen der vielen Scheidungen auch mit Familie nicht immer einfach... meine Eltern sprechen seit 10 Jahren eigentlich nicht mehr miteinander. Wen von beiden oder doch beide sollte ich also einladen?
Mein Vater fing schon damit an, dass man ja nicht umbedingt mit neuem Partner kommen müßte, was ich der neuen Partnerschaft meiner Mutter gegenüber wiederum nicht besonders nett fände...
Eigentlich sollte es an diesem Tag doch nicht um alte Geschichten, sondern um einen selbst gehen, ob ich das mit meiner Familie überhaupt hinbekommen würde? Ich weiß nicht!

Polarstern
06.02.2008, 15:44
Jeder wie er mag. Ich persönlich finde die Ansprüche der nicht eingeladenen Freunde ganz schön dreist, die daraus resultierenden Entschlüsse peinlich (keine Einladung, kein - nicht mal kleines - Geschenk: ätsch!).
Dann finde mich ruhig peinlich. Mir wäre es an Stelle der Freundin peinlich, wenn ich sie nach einem halben Jahr besuche und dann ein Geschenk überreiche "Hier Süße, ich habe mich ja so für Euch gefreut, als Ihr damals geheiratet habt!" :freches grinsen:

Mir sind Menschen suspekt, die sie sich sicher sind, daß sie immer alles richtig machen, sich noch nie ausgeschlossen gefühlt haben und immer ein offenes Ohr für die Probleme der Freundin haben "Ach, er hat Dich wieder betrogen? Und das so kurz nach der Hochzeit? Mensch, erzähl doch mal wie es Dir geht, klar hab ich jetzt ein Stündchen Zeit auf der Arbeit..."

Aber ich schenke übrigens auch nichts zu Geburtstagen, bei denen ich nicht bin. Das ist in meinem gesamten Freundeskreis nicht üblich...

Regenwurm
06.02.2008, 15:46
Ich glaube die unterschiedlichen Einstellungen hier im Forum,auch die Gekränktheiten rühren daher, dass einerseits noch die überkommene Auffassung besteht, Hochzeiten seien Familienfeste, andererseits sich aber die traditionelle Großfamilie in Auflösung befindet.

Wo kann man denn bitte noch sagen 2 Familien verbinden sich bei einer Hochzeit miteinander? Anstellle der traditonellen famillären Bindungen sind Freundschaften getreten und da ist es für mich nur logisch, dass man da seine Freunde zue Hochzeit einlädt.

Von daher ist für mich das Unverständnis der nicht eingeladenen Freunde verständlich.

WIESO ist es so schwer, seiner angeblich besten Freundin diesen so immens wichtigen Tag so gestalten zu lassen, wie sie es für richtig hält?

Gehört es nicht auch zu einer Freundschaft, dass man zurücktreten kann, um der Freundin den so Tag zu lassen, wie sie es sich - warum auch immer - wünscht? Mal ein Ohr zu leihen, auch wenn man nicht direkt involviert ist? Eine Gefälligkeit zu tun oder Rat zu geben, ohne gleich den Wert eines möglichen Geschenkes dagegen aufzurechnen?

Aber nein, statt dessen wird sich empört, dass man weniger wichtig ist als die buckelige Verwandschaft, dass das Brautpaar lieber mehr Geld für die Hochzeitreise oder Wohnung sparen will,man ist gekränkt, kündigt die Freundschaft und wenn die nächste Freundin dran ist geht das Gemotze wieder von vorne los. Widerlich.


Würde jedenfalls dann nix schenken, schon aus Trotz.

Meine Freundinnen sind Gott sei Dank aus dem Kindergartenalter heraus, daher müsste ich mit solchen Reaktionen wohl nicht rechnen :smirksmile:

Inaktiver User
06.02.2008, 15:48
Mir wäre es an Stelle der Freundin peinlich, wenn ich sie nach einem halben Jahr besuche und dann ein Geschenk überreiche "Hier Süße, ich habe mich ja so für Euch gefreut, als Ihr damals geheiratet habt!" :freches grinsen:




Wenn es um die beste Freundin geht, warum siehst Du sie/Ihr Euch dann so selten? Ich meine, ein halbes Jahr ist eine lange Zeit. Oder wohnt sie so weit weg von Dir?

Regenwurm
06.02.2008, 15:51
Mir sind Menschen suspekt, die sie sich sicher sind, daß sie immer alles richtig machen, sich noch nie ausgeschlossen gefühlt haben und immer ein offenes Ohr für die Probleme der Freundin haben "Ach, er hat Dich wieder betrogen? Und das so kurz nach der Hochzeit? Mensch, erzähl doch mal wie es Dir geht, klar hab ich jetzt ein Stündchen Zeit auf der Arbeit..." ...

Das ist aber jetzt wie ein Vergleich von Birnen und Kartoffeln.

Ich habe keineswegs immer Zeit für meine Freunde, heiraten tun die meisten aber nur einmal im Leben, da kann man schon mal über seinen eigenen Schatten springen.

Ich hätte durchaus Verständnis für Svende, wenn zum Beispiel ein paar Freunde neben der engsten Verwandschaft eingeläden wäre - nur sie nicht! Das wäre für mich ein Anlass, mein Stellenwert in dieser Freundschaft zu überdenken.

Inaktiver User
06.02.2008, 16:29
Gehört es nicht auch zu einer Freundschaft, dass man zurücktreten kann, um der Freundin den so Tag zu lassen, wie sie es sich - warum auch immer - wünscht? Mal ein Ohr zu leihen, auch wenn man nicht direkt involviert ist? Eine Gefälligkeit zu tun oder Rat zu geben, ohne gleich den Wert eines möglichen Geschenkes dagegen aufzurechnen?



Als (echte) Freundin leiht man eben der Freundin immer das berühmte Ohr, gibt Ratschläge und steht ihr in allen Lebenslagen bei - ohne das ganze aufzurechnen.

Und weil man eben durch dick und dünn geht, empfindet es die Freundin als kränkend, wenn sie an diesem besonderen Tag nicht dabei sein darf. Heißt übersetzt so viel wie: Danke, daß Du mein seelischer Mülleimer bist, aber feiern geh ich ohne Dich! (mal krass gesagt)

Da man im Normalfall eben nicht 10 beste Freundinnen hat, sondern 1-2, finde ich die Ausrede, daß es zu teuer wird, diese auch noch einzuladen, eher peinlich.

Der "Blut ist dicker als Wasser"-Spruch wird gern zitiert von Leuten, die sich dem Druck der Verwandtschaft beugen wollen/müssen. Komischerweise wird aber nie Tante Else angerufen, wenn's brennt, sondern die Freundin. Wieso nur?

Stattdessen wird Tante Else eingeladen, "weil man das halt so macht". Das letzte Mal sah man sie 1987, als Kind konnte man sie nie sonderlich gut leiden, aber das macht alles nichts. Else wird eingeladen; was sollen sonst die Leute denken?

Für mich sind wahre, echte Freunde meine Familie. Meine Seelenfamilie sozusagen. Und diese Familie gehört für mich zum großen Tag auch dazu. Punkt.

Margali62
06.02.2008, 16:47
Schönes Posting aber noch schöner ist Deine Signatur :freches grinsen:

Polarstern
06.02.2008, 17:33
Wenn es um die beste Freundin geht, warum siehst Du sie/Ihr Euch dann so selten? Ich meine, ein halbes Jahr ist eine lange Zeit. Oder wohnt sie so weit weg von Dir?
Ich habe zu meinen drei wirklich engen Freunden Distanzen von 200-900 km, das ist nichts, was man bei einer 50-70 Stunden Woche mal eben so fährt. Nicht mal am Wochenende. Wenn wir Glück haben, sehen wir uns auf Konferenzen, aber regelmäßige wirklich private Treffen finden nur nach großer Vorplanung statt.

Polarstern
06.02.2008, 17:35
Als (echte) Freundin leiht man eben der Freundin immer das berühmte Ohr, gibt Ratschläge und steht ihr in allen Lebenslagen bei - ohne das ganze aufzurechnen.

Und weil man eben durch dick und dünn geht, empfindet es die Freundin als kränkend, wenn sie an diesem besonderen Tag nicht dabei sein darf. Heißt übersetzt so viel wie: Danke, daß Du mein seelischer Mülleimer bist, aber feiern geh ich ohne Dich! (mal krass gesagt)
:allesok:

Tante_Karla
06.02.2008, 21:17
Ich habe mich einerseits sehr für sie gefreut, daß sich dieser jahrealte Wunsch erfüllt hat. Ich wäre aber auch gern dabeigewesen (nicht im Standesamt, aber für einen Sekt davor?).


Und warum bist Du nicht hingegangen?
Bei uns ist gerade der Sektempfang vor dem Standesamt für Menschen, die nicht zur Feier eingeladen wurden - Nachbarn, Arbeitskollegen, Bekannte usw.

Ich persönlich wäre zwar traurig, dass ich den grossen Tag meiner Freund nicht miterlebe, niemals aber sauer oder beleidigt.

Da die Frage im Umgangsforum steht: Man sollte auch berücksichtigen, dass es früher üblich war, nur im Familienkreis zu heiraten. Ich kenne niemanden aus der Generation meiner Eltern und Grosseltern, die Freunde zur Hochzeit geladen hatten; da gab es sogar die Trauzeugen aus dem Familienkreis.
Und ich weiss, heute ist nicht mehr früher aber gerade bei Hochzeiten legen viele Menschen Wert auf alte Traditionen - da lassen sich Frauen in unschuldigem weiss vom Vater zum Altar führen, die schon seit 10 Jahren mit ihrem Partner zusammenleben und lange nicht mehr "unschuldig" sind :smirksmile:

Wir haben auch in grösserem Rahmen geheiratet - leider war das auch keine Garantie :smirksmile: - aber das soll jeder halten wie er mag.

Ein Geschenk an die Freundin und den Bräutigam wäre für mich selbstverständlich und nicht an eine Einladung gekoppelt. Wir haben damals auch Geschenke von Nachbarn, Bekannten und Geschäftsfreunden erhalten, die natürlich nicht alle eingeladen waren. Diese Geschenke bekamen wir auch nicht ein halbes Jahr später beim nächsten Besuch, die wurden geschickt - persönlich oder per Post.

Genau so halte ich es auch und beschenke auch Paare zur Hochzeit, bei denen ich selbstverständlich nicht eingeladen bin. Kürzlich hat beispielsweise der erwachsene Sohn aus der Nachbarschaft geheiratet, wir haben mit den Eltern guten, nachbarschaftlichen Kontakt, da ist für mich eine Kleinigkeit selbstverständlich. Eingeladen sind wir natürlich nicht.

Einer guten Freundin nichts zu schenken, wäre für mich undenkbar.

Inaktiver User
06.02.2008, 21:21
Stattdessen wird Tante Else eingeladen, "weil man das halt so macht".

Ja, aber ... auch wenn das jetzt ein bißchen ab vom Thema ist: wo sind denn dann die Gelegenheiten, zu denen "man" die erweiterte Verwandschaft sieht - abgesehen von den Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen und runden Geburtstagen?

Sicher rufe ich nicht nachts Tante Else an, weil ich einen Kummer habe ... oder nur mal so zum Quatschen..., aber gern habe ich sie doch; bin schon zu Taufen etc. gegangen und habe nicht nur an Täufling (oder Brautpaar) gedacht, sondern auch
"schön! dann siehst du auch x und y und z endlich mal wieder."

Vielleicht sind wir da furchtbar steif - dass wir uns nicht mal locker zum Tee treffen; aber es wohnen ja auch nicht alle gleich "um die Ecke".
:peinlich: es wurden sogar schon auf Begräbnissen die Worte "aber wenigstens haben wir uns mal wieder gesehen!" gesprochen - und das war ernst gemeint.

Ach, sorry fürs OT, aber ich vermisse gerade ein paar von denen so :knatsch: - vielleicht sollte ich nochmal heiraten.

tamarisk
06.02.2008, 21:26
Und genau das ist der Grund, warum ich meinen "Mann" noch nicht geheiratet habe. Hätte ja ganz gar nichts gegen das verheiratet sein, aber der Weg dahin ... ist schon verdammt steinig.

In unserem Freundeskreis sind grosse Hochzeiten an der Tagesordung, jeder will es noch größer und toller als der davor machen. Und es wird selbstverständlich erwartet, dass man bei diesem Spiel mitmacht. Und selbstverständlich muss man jeden einladen, der einen eingeladen hat oder einladen würde, also jeden! Und auf drei Tage minutiös durchplantes Feiern habe ich 0 Bock, soll ja unser Tag sein und nicht der der Gäste. Ich habe z.B. dieses Jahr tatsächlich von 2 unserer Bekannten und Freunden unaufgefordert ihre Urlaubsplanungsdaten bekommen, damit ich unsere Hochzeit (die bisher 0 beabsichtigt ist) entsprechend legen kann.

Kann mich also dafür entscheiden, ob ich mich da durchquäl oder standhaft bin und mir den Zorn des gesamten Verwandten- und Freundeskreises durchziehe. Bisher hat es ein Paar "gewagt" aus der Reihe zu tanzen und über die wird noch nach 4 Jahren hergezogen.

Also mein Plädoyer: Lasst die Leute heiraten, wie und wo und wann und mit wem sie wollen!

Tante_Karla
06.02.2008, 21:32
Ich habe z.B. dieses Jahr tatsächlich von 2 unserer Bekannten und Freunden unaufgefordert ihre Urlaubsplanungsdaten bekommen, damit ich unsere Hochzeit (die bisher 0 beabsichtigt ist) entsprechend legen kann.

:ooooh:

Inaktiver User
07.02.2008, 06:23
Und genau das ist der Grund, warum ich meinen "Mann" noch nicht geheiratet habe. Hätte ja ganz gar nichts gegen das verheiratet sein, aber der Weg dahin ... ist schon verdammt steinig.

In unserem Freundeskreis sind grosse Hochzeiten an der Tagesordung, jeder will es noch größer und toller als der davor machen. Und es wird selbstverständlich erwartet, dass man bei diesem Spiel mitmacht. Und selbstverständlich muss man jeden einladen, der einen eingeladen hat oder einladen würde, also jeden! Und auf drei Tage minutiös durchplantes Feiern habe ich 0 Bock, soll ja unser Tag sein und nicht der der Gäste. Ich habe z.B. dieses Jahr tatsächlich von 2 unserer Bekannten und Freunden unaufgefordert ihre Urlaubsplanungsdaten bekommen, damit ich unsere Hochzeit (die bisher 0 beabsichtigt ist) entsprechend legen kann.

Kann mich also dafür entscheiden, ob ich mich da durchquäl oder standhaft bin und mir den Zorn des gesamten Verwandten- und Freundeskreises durchziehe. Bisher hat es ein Paar "gewagt" aus der Reihe zu tanzen und über die wird noch nach 4 Jahren hergezogen.

Also mein Plädoyer: Lasst die Leute heiraten, wie und wo und wann und mit wem sie wollen!

Genau das hab ich gemeint.
:knatsch:
Sowas find ich nur traurig. Wer solche Freunde hat, braucht kene Feinde mehr.
Andererseits: das, was GraceKelly vor einigen Beiträgen gesagt hat, hat natürlich auch was für sich (dass sie sich ärgert über Paare, die überall kräftig mitfeiern und dann selbst nur im kleinen Kreis feiern).
In deinem Fall könntest du es doch evtl. so halten, dass ihr für euch so heiratet, wie ihr es möchtet, und dann später eine Party für alle schmeißt (die dann einfach nicht so aufwändig und teuer sein muss). Wäre jetzt so eine Idee von mir, ich weiß ja nicht, ob du dich damit anfreunden kannst.....:blumengabe:

Wie gesagt: ich bin, was das Thema angeht, gebranntes Kind. Obwohl in meinem Fall eher die Familie quergeschossen hat als die Freunde.
Nö, sollte ich ein drittes Mal heiraten (was ich für unwahrscheinlich halte), dann auf Hawaii, Mauritius, meinetwegen auch in einem Erdloch auf den Lofoten - aber nie mehr zuhause!

Gruß

Regenwurm
07.02.2008, 09:20
Kann mich also dafür entscheiden, ob ich mich da durchquäl oder standhaft bin und mir den Zorn des gesamten Verwandten- und Freundeskreises durchziehe. Bisher hat es ein Paar "gewagt" aus der Reihe zu tanzen und über die wird noch nach 4 Jahren hergezogen.

Also mein Plädoyer: Lasst die Leute heiraten, wie und wo und wann und mit wem sie wollen!

Eben. Diese ganzen Diskussionen hier lassen doch schon die Vorfreude im Keim ersticken. Jeder schliesst fleissig von sich auf andere und ist beleidigt, wenn dem nicht Rechnung getragen wird.

Sollte Frau Regenwurm in diesem Leben doch noch heiraten, tut sie das ganz sicher auf irgendeiner fernen Insel nur mit Bräutigam. Aber ich bin mir sicher, das ich dadurch trotzdem diverse Leute vergrätzen werde, die besser wissen, wie ich meinen (wie kann ich nur) Tag zu verbringen habe... Wem das nicht passt, naja, auf diese Leute kann ich in Zukunft wohl auch verzichten.

Polarstern
07.02.2008, 09:50
Und warum bist Du nicht hingegangen?
Bei uns ist gerade der Sektempfang vor dem Standesamt für Menschen, die nicht zur Feier eingeladen wurden - Nachbarn, Arbeitskollegen, Bekannte usw.

Ich persönlich wäre zwar traurig, dass ich den grossen Tag meiner Freund nicht miterlebe, niemals aber sauer oder beleidigt.
Ich habe angeboten, die über 200 km zu fahren, um VOR dem Standesamt zu warten, damit ich dort mit Ihnen anstossen kann, und dann ohne Einladung zu irgendwelchen Feierlichkeiten einfach friedlich zurückzufahren. Meine Freundin hat mir explizit mitgeteilt, daß sie das nicht möchte.
Mag ja sein, daß Dich das nicht kränken würde - mich schon.


Einer guten Freundin nichts zu schenken, wäre für mich undenkbar.Das ist für mich absolut problemlos. Ich erwarte von meinen Freunden keine Geschenke, und ich schenke nur ungern zu bestimmten Anlässen. Dafür bringe ich häufig Dinge von meinen Reisen für Freunde mit, wenn ich spontan etwas sehe und denke, daß es ihnen gefällt.

Ich käme auch nie auf die Idee, meinen Nachbarn etwas zu schenken, wenn sie mir nicht sehr nahe stehen. Abgesehen von der Tatsache, daß ich nicht in diesem sozialen Netz lebe, verdiene ich für solche Scherze auch einfach zu wenig. Ich kann mir selber keine netten Kleinigkeiten leisten - wenn ich auf etwas verzichte, dann eben wirklich für Freunde, aber nicht für Nachbarn, mit denen ich sonst nichts zu tun habe.

Eine andere Freundin von mir heiratet dieses Jahr. Sie wissen schon, daß bei der Trauung nicht viel Platz sein wird, also warten wir auch dann vor der Tür. Aber sie haben uns eingeladen und wünschen sich von allen Gästen, daß diese statt ein Geschenk mitzubringen ihre Anreise und Hotelzimmer selber bezahlen. Deren Standpunkt ist eben, daß sie ihren Tag mit ihren Liebsten verbringen möchten, und Geschenke nicht so wichtig sind wie die Menschen, die kommen. (Übrigens bekommen sie natürlich Geschenke, aber eben nicht als Pflicht, sondern als Kür :blumengabe:).

Vielleicht ist diese Einstellung schwer zu verstehen für Leute, die ihr Leben lang am selben Platz wohnen und sich in einem "das war schon immer so" Beziehungsgeflecht befinden. Für Menschen wie mich, die der Generation Praktikum angehören, nichts oder wenig verdienen und alle zwei bis fünf Jahre umziehen, haben die wirklich engen Beziehungen einen unglaublich viel höheren Stellenwert.
Ich schenke meinem Nachbarn nichts - aber ich würde bedenkenlos in ein anderes Land fliegen, um dort mit meiner Freundin auf ihre Hochzeit anzustoßen.

Regenwurm
07.02.2008, 11:21
Ich habe angeboten, die über 200 km zu fahren, um VOR dem Standesamt zu warten, damit ich dort mit Ihnen anstossen kann, und dann ohne Einladung zu irgendwelchen Feierlichkeiten einfach friedlich zurückzufahren. Meine Freundin hat mir explizit mitgeteilt, daß sie das nicht möchte.


Deren Standpunkt ist eben, daß sie ihren Tag mit ihren Liebsten verbringen möchten, und Geschenke nicht so wichtig sind wie die Menschen, die kommen. (Übrigens bekommen sie natürlich Geschenke, aber eben nicht als Pflicht, sondern als Kür.


Vielleicht ist diese Einstellung schwer zu verstehen für Leute, die ihr Leben lang am selben Platz wohnen und sich in einem "das war schon immer so" Beziehungsgeflecht befinden. Für Menschen wie mich, die der Generation Praktikum angehören, nichts oder wenig verdienen und alle zwei bis fünf Jahre umziehen, haben die wirklich engen Beziehungen einen unglaublich viel höheren Stellenwert.

Was mir hierbei eben nicht so glatt runtegeht, ist die Tatsache, das du die Wünsche deiner Freunde für diesen wichtigen Tag nicht einfach akzeptieren kannst. Einerseits wird der Beziehung ein immens hoher Stellenwert beigemessen, andererseits werden die Wünsche der Freundin schlicht ignoriert. Das passt für mich nicht zusammen.

Wenn die Freundin von Svende nur mit der Familie feiern will, dann ist das eben so. Es werden ja nicht bestimmte Leute aus der "gleichen Gruppe" (enge Freunde) gezielt ausgeschlossen.

Ich finde es auch unpassend, Geschenke zu geben, die ausdrücklich nicht gewünscht werden. Damit stellst du das Brautpaar und - wahrscheinlich eher noch - andere Freunde bloss, die die Wünsche des Paares akzeptiert haben. Und warum das Ganze? Doch in erster Linie, weil es dir selbst Freude bereitet und ein guten Gefühl gibt. Deiner heiratenden Freundin könnte das eher peinlich sein, aber das wird nicht respektiert.

Ragna
07.02.2008, 11:39
Ich habe z.B. dieses Jahr tatsächlich von 2 unserer Bekannten und Freunden unaufgefordert ihre Urlaubsplanungsdaten bekommen, damit ich unsere Hochzeit (die bisher 0 beabsichtigt ist) entsprechend legen kann.



Genau das ist uns auch passiert!!!! :ooooh: :ooooh: :ooooh:

Hat nix genützt, wir haben uns trotzdem zu zweit allein ins Ausland abgesetzt und hinterher Karten verschickt. Gab einige "Anfeindungen" nachher, aber genauso viele fanden's mutig und haben bedauert, dass sie sich das bei ihrer Hochzeit nicht getraut haben. Es war superschön, und ich würd's immer wieder so machen.

Ich kann diese Erwartungshaltung überhaupt nicht nachvollziehen, in der Richtung: Wir haben Euch schließlich auch eingeladen, oder: Ihr kommt ja schließlich auch zu jeder Hochzeit. Tja, wenn ich zu einer Hochzeit eingeladen werde, gehe ich davon aus, dass das Paar genau so feiern will, das für sich tut und ich ihnen mit meiner Anwesenheit eine Freude mache. Ich gehe nicht davon aus, dass sie damit eine Pflich erfüllen und zu meiner oder Tante Friedas Bespaßung heiraten :freches grinsen:

Thema Geschenke: Wir haben viele Karten gekriegt nachher, was sehr sehr lieb war. Geschenke wollten wir ausdrücklich nicht. Ein paar konnten's nicht lassen ("Ja was wollt Ihr denn nun zu Eurer Hochzeit!?!?"), das war super-unangenehm.

LG
Ragna

Polarstern
07.02.2008, 11:47
Was mir hierbei eben nicht so glatt runtegeht, ist die Tatsache, das du die Wünsche deiner Freunde für diesen wichtigen Tag nicht einfach akzeptieren kannst. Einerseits wird der Beziehung ein immens hoher Stellenwert beigemessen, andererseits werden die Wünsche der Freundin schlicht ignoriert. Das passt für mich nicht zusammen.
Wo genau ist für Dich das ignorieren ihrer Wünsche? Ich bin nicht hingefahren, habe mich nicht gemeldet, und gut ist. Aber verletzt bin ich und darf ich auch sein, auch wenn Du so etwas nicht verstehen kannst.


Wenn die Freundin von Svende nur mit der Familie feiern will, dann ist das eben so. Es werden ja nicht bestimmte Leute aus der "gleichen Gruppe" (enge Freunde) gezielt ausgeschlossen.Ich hatte auch nicht den Eindruck, das Svende einen Aufstand plant. Sie wird einfach nicht glücklich mit der Lösung sein. Und das steht ihr zu.


Ich finde es auch unpassend, Geschenke zu geben, die ausdrücklich nicht gewünscht werden. Damit stellst du das Brautpaar und - wahrscheinlich eher noch - andere Freunde bloss, die die Wünsche des Paares akzeptiert haben. Und warum das Ganze? Doch in erster Linie, weil es dir selbst Freude bereitet und ein guten Gefühl gibt. Deiner heiratenden Freundin könnte das eher peinlich sein, aber das wird nicht respektiert.
Kommst Du selber nicht auf die Idee, daß wir uns als Freunde und Familie hinter dem Rücken des Paares darüber unterhalten haben? Ich kenne ihre Familie seit 20 Jahren, wir sind uns einig, daß wir etwas Kleines, aber Persönliches schenken möchten und dadurch keiner bloßgestellt werden wird. Ich weiß nicht, was für Beziehungen Du hast, aber wir sprechen uns über so etwas ab.

Zeta hat perfekt beschrieben, was mich verletzt hat:
weil man eben durch dick und dünn geht, empfindet es die Freundin als kränkend, wenn sie an diesem besonderen Tag nicht dabei sein darf. Heißt übersetzt so viel wie: Danke, daß Du mein seelischer Mülleimer bist, aber feiern geh ich ohne Dich! (mal krass gesagt)

Ich finde Euch hier zum großen Teil sehr überraschend, alle so tolerant und immer bereit, für die Interessen der anderen zurückzustecken, nie verletzt oder persönlich berührt (und halte auch vieles hier geäußerte für schneller dahingesagt als erlebt - einige werden fröhlich weiterhin mit ihren Freunden ihre Hochzeiten feiern und nie in die Verlegenheit kommen, bewußt ausgeschlossen zu werden), Hut ab.

Ich bin mit besagter Freundin noch befreundet, uns verbindet nach über 15 Jahren einfach zu viel, aber unter meine engsten rechne ich sie nicht mehr. Findet das kleinlich, ich finde es für mich heilsam.

Regenwurm
07.02.2008, 12:06
Ich hatte auch nicht den Eindruck, das Svende einen Aufstand plant. Sie wird einfach nicht glücklich mit der Lösung sein. Und das steht ihr zu..

Das habe ich auch nicht behauptet und natürlich steht es ihr zu. Es wurde aber gefragt "wie seht ihr das" und ich sehe es eben anders und habe geschrieben wie ich es sehe.


Kommst Du selber nicht auf die Idee, daß wir uns als Freunde und Familie hinter dem Rücken des Paares darüber unterhalten haben? Ich kenne ihre Familie seit 20 Jahren, wir sind uns einig, daß wir etwas Kleines, aber Persönliches schenken möchten und dadurch keiner bloßgestellt werden wird. Ich weiß nicht, was für Beziehungen Du hast, aber wir sprechen uns über so etwas ab..

Ich kann nicht hellsehen. Ragnas Beispiel zeigt, dass es in manchen Freudeskreisen eben nicht üblich zu sein scheint, sich abzusprechen. In meinen Beziehungen sind solche Absprachen wie bei dir auch üblich.


Ich finde Euch hier zum großen Teil sehr überraschend, alle so tolerant und immer bereit, für die Interessen der anderen zurückzustecken, nie verletzt oder persönlich berührt (und halte auch vieles hier geäußerte für schneller dahingesagt als erlebt - einige werden fröhlich weiterhin mit ihren Freunden ihre Hochzeiten feiern und nie in die Verlegenheit kommen, bewußt ausgeschlossen zu werden), Hut ab..

Warum verallgemeinerst du so? Es geht nicht darum, ob ich/wir alles hinnehmen und nie beleidigt sind, es geht hier um ein konkretes Beispiel einer bestimmten Hochzeit und mich würde das Verhalten der Freundin wohl nicht kränken.


Ich bin mit besagter Freundin noch befreundet, uns verbindet nach über 15 Jahren einfach zu viel, aber unter meine engsten rechne ich sie nicht mehr. Findet das kleinlich, ich finde es für mich heilsam.

Wie gesagt, wären ein paar Freunde eingeladen und nur Svende nicht, wäre ich an ihrer Stelle auch arg enttäuscht. Da aber strikt nur Familie gewünscht wird - das kann ich das akzeptieren.

honzina
07.02.2008, 12:32
Frage: warum widersprechen sich 'akzeptieren' und 'enttaeuscht sein'? Akzeptieren wuerde ich alles - deswegen kann ich aber trotzdem traurig oder enttaeuscht sein.

Wir haben letztes Jahr geheiratet und auch eine gute Bekannte, frueher mal engere Freundin, mit ihrem Verlobten eingeladen. Sie konnten leider nicht, haben aber kurz danach selbst geheiratet. Davon hat sie uns noch per Email erzaehlt, genauere Infos z.B. uebers Datum oder so gab's nicht, und eingeladen waren wir nicht. Etwas peinlich war, als eine gemeinsame Freundin bei unserer Hochzeit sagte: 'wir sehen uns ja dann bei xys Hochzeit...'

Natuerlich 'akzeptieren' wir das, vielleicht hat sie ja im kleinen Kreis gefeiert, und zu dem haette sie bei uns wohl auch nicht (mehr) gehoert. Trotzdem waren wir etwas traurig und vor den Kopf gestossen - im umgekehrten Fall haette ich das ganze wohl einfach mal angesprochen, da so eine etwas seltsame Schieflage entstanden war.

Karte oder Geschenk gab's von uns nicht - wenn wir nicht mal wissen, wann und wo gefeiert wird... sie haben sich bei uns auch nicht gemeldet.

Inaktiver User
08.02.2008, 07:09
Sollte ich in diesem Leben noch jemals heiraten (werde nächsten Monat 45, daher eher unwahrscheinlich), dann wäre es mir auch wichtiger, dass gute Freunde dabei sind als Verwandte, zu denen ich kaum Kontakt habe und die sich auch nicht für mich interessieren.

Meine langjährige beste Schulfreundin hat vor sechs Jahren geheiratet. Zu dem Zeitpunkt war der Kontakt allerdings seit Jahren eingeschlafen. Ihr Vater rief sehr kurzfristig eine Woche vorher bei mir an, ob eine andere frühere Freundin und ich nicht zur Hochzeit kommen wollten (aber offenbar auch nur zum Gucken in der Kirche, über 100 km von meinem damaligen Wohnort entfernt). Die andere Freundin muss ihm gegenüber von vornherein sehr eingeschnappt und ablehnend reagiert haben; ich konnte nicht teilnehmen, da ich just an dem Wochenende umzog. Allerdings habe ich dann einen großen Blumenstrauß und eine Karte geschickt, was auch gut ankam. Seitdem ist der Kontakt wieder aufgelebt, und mit dem Mann meiner Freundin verstehe ich mich auch gut.

Wenn dir die Freundschaft wichtig ist, Svende, würde ich im Zweifel großzügig sein.

Inaktiver User
08.02.2008, 10:45
Ich habe angeboten, die über 200 km zu fahren, um VOR dem Standesamt zu warten, damit ich dort mit Ihnen anstossen kann, und dann ohne Einladung zu irgendwelchen Feierlichkeiten einfach friedlich zurückzufahren. Meine Freundin hat mir explizit mitgeteilt, daß sie das nicht möchte.


Na - das wäre ja wohl eine SUPERBEKNACKTE, peinliche Situation.
Wundert es Dich wirklich, daß Deine Freundin das nicht wollte ?

Ich war letztes Jahr zu einer kirchlichen Trauung eingeladen, nicht zu dem Sektempfang oder whatever danach ....

Weißt Du, wie peinlich es war, als mich die Freundin der Braut vor der Kirche fragte, ob ich Leute in meinem Auto mitnehmen könne und ich sagen mußte "Ähm, äähhh - ich bin zu nichts weiter eingeladen :peinlich: ". Ich hätte im Boden versinken mögen.

Nochmal würde ich so einer "limitierten" Einladung nicht nachkommen.

Polarstern
08.02.2008, 11:38
Weißt Du, wie peinlich es war, als mich die Freundin der Braut vor der Kirche fragte, ob ich Leute in meinem Auto mitnehmen könne und ich sagen mußte "Ähm, äähhh - ich bin zu nichts weiter eingeladen :peinlich: ". Ich hätte im Boden versinken mögen.
Örgs, das kann ich verstehen. Aber das Risiko hätte hier ja nicht bestanden, es ist ja auch sonst nur Familie eingeladen... :lachen:

Ind den letzten Jahren haben wir es schon manchmal so gemacht, aber eher zu Verteidigungen: man trifft sich mit ein paar Leuten vor dem Raum, schmeisst einen Spontansektempfang und geht dann einfach mit den Freunden allein essen, während der Jubilar mit der Familie feiert. Das macht selbst bei großen Entfernungen wirklich Spaß.

Aber eigentlich ist es auch wirklich egal, ich freue mich sehr auf die anderen Hochzeiten in diesem Jahr (kommen die eigentlich immer schubweise, also: keine oder mindestens drei?) und habe das letzte Jahr in der Hinsicht abgehakt.

Lg
Polarstern

Inaktiver User
08.02.2008, 11:48
Örgs, das kann ich verstehen. Aber das Risiko hätte hier ja nicht bestanden, es ist ja auch sonst nur Familie eingeladen... :lachen:


Na, ich meinte es eben so als generelles Beispiel, wenn man x Leute bei der Trauung hat und dann nur eine Teilmenge davon mit zur Feier nimmt, während die anderen sich trollen müssen ....
Da kommt man sich dann wirklich als Mensch 2. Klasse vor.

Deshalb finde ich persönlich die Sitte mancherorts, uneingeladen zur Trauung zu gehen, mehr als daneben.
Bei uns kam ein entfernter Onkel und Tante meines Mannes, mit denen wir keinen Kontakt haben + die nicht eingeladen waren, einfach dazu .... Ich habe mich als Braut dann schon genötigt gesehen, sie spontan mit ins Restaurant - wo alles für die eingeladenen Gäste (enger Freundes- und Familienkreis)vorgeplant und mit Platzkarten gedeckt war - einzuladen; zum Glück wollten sie nicht.

Also, wie gesagt: Wenn mich jemand nicht einlädt, habe ich damit kein Problem, auch nicht bei guten Freunden, wenn ich das nachvollziehen kann.
Aber blöd ist es, bei der Trauung 2 Kategorien von Gästen zu haben. Sowohl für die Zweiter-Klasse-Gäste, als auch für die Brautleute.

Inaktiver User
08.02.2008, 12:18
Ich habe angeboten, die über 200 km zu fahren, um VOR dem Standesamt zu warten, damit ich dort mit Ihnen anstossen kann, und dann ohne Einladung zu irgendwelchen Feierlichkeiten einfach friedlich zurückzufahren. Meine Freundin hat mir explizit mitgeteilt, daß sie das nicht möchte.


Kann es sein, dass Deine Freundin Dir die weite Reise für die paar Minuten nicht zumuten wollte? Dass sie in Deinem Interesse abgesagt hat? Außerdem wäre die Situation für sie sicher nicht angenehm gewesen, wenn alle Gäste feiern gegangen wären und sie hätte Dich dann nicht gebeten, doch noch mitzukommen. Denn dazu hätte sie sich sicherlich verpflichtet gefühlt. Ich denke, so einer Peinlichkeit wollte sie entgehen.

Inaktiver User
08.02.2008, 13:00
Außerdem wäre die Situation für sie sicher nicht angenehm gewesen, wenn alle Gäste feiern gegangen wären und sie hätte Dich dann nicht gebeten, doch noch mitzukommen. Denn dazu hätte sie sich sicherlich verpflichtet gefühlt. Ich denke, so einer Peinlichkeit wollte sie entgehen.

Eben !

Ehrlich gesagt hätte ich Polarsterns Angebot, 200 km hin und zurück zu fahren um "mal eben" zu gratulieren entweder als Selbsteinladung durch die Hintertür oder als gezielte Provokation aufgefaßt.

Polarstern
08.02.2008, 13:42
Ehrlich gesagt hätte ich Polarsterns Angebot, 200 km hin und zurück zu fahren um "mal eben" zu gratulieren entweder als Selbsteinladung durch die Hintertür oder als gezielte Provokation aufgefaßt.
Leider war es weder das eine noch das andere. Ich habe solche Touren früher recht häufig unternommen und stelle nun vielleicht einfach fest, daß ich in dem Alter angekommen bin, in dem man plant und nichts mehr halbwegs spontan oder unzeremoniell passiert (was bei einer Hochzeit vielleicht auch zuviel verlangt ist :smirksmile:).

Vielleicht ist es auch einfach normal, und nur ich spinne. Wie ich schon sagte: für mich ist das Thema (aber eben auch teilweise die Freundschaft) abgehakt, die Sache ist mir nur durch den Strang wieder eingefallen.

Off topic: Ich fange im Moment an, meine Freunde etwas mehr zu sortieren. Ich lerne einfach immer noch unendlich viele Menschen kennen und kann nicht zu allen eine gute Beziehung haben, auch wenn ich möchte. Und wenn mir jemand so eindeutig die Rolle des Seelenmülleimers zuweist, der zu Freudentagen dann nicht dazu gehört, dann tut mir dieser jemand nicht gut.

Ich habe für besagte Freundin zB eine kleine Untersuchung gemacht, die in mein Spezialgebiet fällt. Kurz darauf war sie mit ihrem Projekt in der Zeitung und ich las überrascht, daß sie diese spezielle Analyse vorgenommen hätte. So etwas macht man nicht, auch wenn es ein Freundschaftsdienst und keine offizielle Zusammenarbeit war.

Ich gehöre eher zu den Menschen, die sich von Freunden ausnutzen lassen. Und ich sehe es mitterweile als Teil meiner Selbstfürsorge, darauf zu achten, daß mir das nicht passiert. :smile:

demelza
08.02.2008, 14:10
Deshalb finde ich persönlich die Sitte mancherorts, uneingeladen zur Trauung zu gehen, mehr als daneben.

Huch :ooooh: dann hätte ich ja nie "nur zum Gucken" in die Kirche gehen dürfen, als eine Schulkameradin, mit der ich nur sporadisch Kontakt hatte, kirchlich geheiratet hat. Neugierig auf die kirchliche Trauung war ich schon, deswegen bin ich auch hin, als ich davon in der Zeitung las - aber auf den Gedanken, auf die Feier mitgenommen zu werden, wäre ich nie gekommen, also bin ich anschließend wieder gegangen, nachdem ich ihr und ihrem Mann alles Gute gewünscht hatte.

Inaktiver User
08.02.2008, 14:13
Huch :ooooh: dann hätte ich ja nie "nur zum Gucken" in die Kirche gehen dürfen, als eine Schulkameradin, mit der ich nur sporadisch Kontakt hatte, kirchlich geheiratet hat. Neugierig auf die kirchliche Trauung war ich schon, deswegen bin ich auch hin, als ich davon in der Zeitung las - aber auf den Gedanken, auf die Feier mitgenommen zu werden, wäre ich nie gekommen, also bin ich anschließend wieder gegangen, nachdem ich ihr und ihrem Mann alles Gute gewünscht hatte.

Wie gesagt: Das ist nur meine bescheidene Meinung ! ;-)


Ich hätte auf meiner Hochzeit keine Leute gewollt, die ich nicht eingeladen habe - schließlich ist das ein privates Fest von mir.

Wenn man das in die Zeitung setzt, ist man da natürlich selbst schuld.

Inaktiver User
08.02.2008, 14:16
Und wenn mir jemand so eindeutig die Rolle des Seelenmülleimers zuweist, der zu Freudentagen dann nicht dazu gehört, dann tut mir dieser jemand nicht gut.

Ich habe für besagte Freundin zB eine kleine Untersuchung gemacht, die in mein Spezialgebiet fällt. Kurz darauf war sie mit ihrem Projekt in der Zeitung und ich las überrascht, daß sie diese spezielle Analyse vorgenommen hätte. So etwas macht man nicht, auch wenn es ein Freundschaftsdienst und keine offizielle Zusammenarbeit war.

Diese "Freundin" würde ich wohl auch zur "Bekannten" runterstufen .... So entwickeln sich die Dinge halt manchmal.

Wahrscheinlich war die fehlende Hochzeitseinladung für Dich nur noch das Pünktchen auf dem i, gelle ? :zwinker:

Ich lebe auch ganz gut damit, daß ich Kontakte zu meinem Umfeld mittlerweile differenziere und nicht jeden vorbehaltlos tief in mein Herz schließe.

Regenwurm
08.02.2008, 14:23
Wie gesagt: Das ist nur meine bescheidene Meinung ! ;-)


Ich hätte auf meiner Hochzeit keine Leute gewollt, die ich nicht eingeladen habe - schließlich ist das ein privates Fest von mir.

Wenn man das in die Zeitung setzt, ist man da natürlich selbst schuld.

Moment mal! In meiner kleinen Heimatstadt war es damals so, dass Hochzeiten und Taufen während entweder in den normal Gottesdienstes mit eingebunden waren oder direkt danach stattfanden - da konnte jeder mit in die Kirche wer wollte. Ob das generell so war, oder auch nur die Hochzeitsgesellschaft zu einem anderen Zeitpunkt in die Kirche konnte, weiss ich aber nicht mehr.

Inaktiver User
08.02.2008, 15:03
Off topic:
Ich habe für besagte Freundin zB eine kleine Untersuchung gemacht, die in mein Spezialgebiet fällt. Kurz darauf war sie mit ihrem Projekt in der Zeitung und ich las überrascht, daß sie diese spezielle Analyse vorgenommen hätte. So etwas macht man nicht, auch wenn es ein Freundschaftsdienst und keine offizielle Zusammenarbeit war.



Was das betrifft, kann ich Dich gut verstehen Polarstern. Dieses Verhalten Deiner Freundin geht gar nicht. Da wäre ich auch sehr ungehalten drüber gewesen.:blumengabe:

Inaktiver User
08.02.2008, 15:27
Moment mal! In meiner kleinen Heimatstadt war es damals so, dass Hochzeiten und Taufen während entweder in den normal Gottesdienstes mit eingebunden waren oder direkt danach stattfanden - da konnte jeder mit in die Kirche wer wollte. Ob das generell so war, oder auch nur die Hochzeitsgesellschaft zu einem anderen Zeitpunkt in die Kirche konnte, weiss ich aber nicht mehr.

Bei meiner Bekannten war das schon auch ein Gottesdienst mit ihrer Hochzeit - aber schon speziell für sie, denke ich.
Jedenfalls waren nur von ihr Eingeladene in der Kirche.

Naja, öffentlich in einer Kirche ist ja vielleicht nochmal was anderes ....

Aber wenn ich im kleinen Kreis standesamtlich heiraten wollte und dann ständen uneingeladen Kollegen, Nachbarn und sonstige Hinze und Kunze vor der Tür, um mir zu gratulieren, wäre ich ziemlich stinkig.
Und ich persönlich würde nie im Leben auf die Idee kommen, uneingeladen bei einer Trauung vorbei zu schauen.

demelza
08.02.2008, 19:41
Wenn man das in die Zeitung setzt, ist man da natürlich selbst schuld.

Genau. Vor allem, weil man die Kirche wohl schlecht in einer Großstadt zu einem Raum mit geschlossener privater Veranstaltung umfunktionieren konnte, und es ein öffentlicher Raum war, zu dem jeder Zutritt hatte.

Tante_Karla
09.02.2008, 08:44
Aber wenn ich im kleinen Kreis standesamtlich heiraten wollte und dann ständen uneingeladen Kollegen, Nachbarn und sonstige Hinze und Kunze vor der Tür, um mir zu gratulieren, wäre ich ziemlich stinkig.
Und ich persönlich würde nie im Leben auf die Idee kommen, uneingeladen bei einer Trauung vorbei zu schauen.

Als ich schrieb, dass das bei uns so üblich ist, meinte ich nicht die Trauung selbst sondern das "danach". Man geht also nicht ins Standesamt und ist einfach bei der Trauung dabei sondern wartet vor dem Amt oder Rathaus und bejubelt und gratuliert das Paar beim Rauskommen nach der Trauung. Man wünscht Glück, stösst an und geht wieder. Das ist bei uns völlig üblich und ich kenne das nur so. Auch bei Hochzeiten in anderen Regionen, zu denen ich eingeladen war, standen dort Kollegen oder Nachbarn und Bekannte vor dem Amt und der Kirche, um Reis zu werfen und zu gratulieren.

Und es kam nie jemand auf die Idee, dass die Spontan-Gratulanten mit zur Feier kommen müssen.

Inaktiver User
09.02.2008, 10:09
Als ich schrieb, dass das bei uns so üblich ist, meinte ich nicht die Trauung selbst sondern das "danach". Man geht also nicht ins Standesamt und ist einfach bei der Trauung dabei sondern wartet vor dem Amt oder Rathaus und bejubelt und gratuliert das Paar beim Rauskommen nach der Trauung. Man wünscht Glück, stösst an und geht wieder. Das ist bei uns völlig üblich und ich kenne das nur so. Auch bei Hochzeiten in anderen Regionen, zu denen ich eingeladen war, standen dort Kollegen oder Nachbarn und Bekannte vor dem Amt und der Kirche, um Reis zu werfen und zu gratulieren.

Und es kam nie jemand auf die Idee, dass die Spontan-Gratulanten mit zur Feier kommen müssen.

So kann ich es auch und finde es schön!
Daß diese Gratulanten es gar nicht darauf anlegen, eingeladen zu werden, sieht man übrigens auch daran, daß sie vorbeikommen, wie es ihr Tagesgeschäft erlaubt - in Bürokleidung oder mit den Einkäufen vom Markt unterm Arm.

demelza
09.02.2008, 15:21
Genau, das hatte ich gemeint - als ich meinen Beitrag schrieb. Nachdem ich gratuliert hatte, bin ich still und vergnügt meiner Wege gegangen und habe das schöne Wetter genossen.

Inaktiver User
10.02.2008, 10:22
Als ich schrieb, dass das bei uns so üblich ist, meinte ich nicht die Trauung selbst sondern das "danach". Man geht also nicht ins Standesamt und ist einfach bei der Trauung dabei sondern wartet vor dem Amt oder Rathaus und bejubelt und gratuliert das Paar beim Rauskommen nach der Trauung. Man wünscht Glück, stösst an und geht wieder. Das ist bei uns völlig üblich und ich kenne das nur so. Auch bei Hochzeiten in anderen Regionen, zu denen ich eingeladen war, standen dort Kollegen oder Nachbarn und Bekannte vor dem Amt und der Kirche, um Reis zu werfen und zu gratulieren.


Das hatte ich schon verstanden und wenn es in einigen Regionen üblich ist, ist es halt so ... In meiner zum Glück nicht.:zwinker:

Ich halte z.B. Berufs - und Privatleben strikt getrennt und würde auch nicht wollen, daß meine Kollegen vor dem Standesamt warten, um mir zur Hochzeit zu gratulieren. Es ist meine private Veranstaltung und da möchte ich sie nicht sehen. Sondern nur die Leute, die ich einlade und an denen mir liegt.

Wenn ich nicht meinen Namen geändert hätte, hätten meine Kollegen garnicht erfahren, daß ich überhaupt geheiratet habe.:zwinker:

Polarstern
10.02.2008, 16:34
Das hatte ich schon verstanden und wenn es in einigen Regionen üblich ist, ist es halt so ... In meiner zum Glück nicht.:zwinker:
In meiner schon... :zwinker:

Tante_Karla
10.02.2008, 18:50
Wenn ich nicht meinen Namen geändert hätte, hätten meine Kollegen garnicht erfahren, daß ich überhaupt geheiratet habe.:zwinker:

Dann hätte auch keine Gefahr bestanden, dass jemand dort zum Gratulieren steht - wenn es denn bei Euch üblich gewesen wäre :smirksmile:
Das kann man nur machen, wenn man Ort und Zeit der Eheschliessung kennt.

Leandra
10.02.2008, 23:39
Ich habe lange darübe nachgedacht, meine Hochzeit nur im kleinen Kreis zu feiern. Am Ende ist es doch eine mittelgroße Feier mit ca. 45 Leuten geworden (allerdings mehr Freunde als Familie, weil wir beide Minifamilien haben).

Hätte ich aber im kleinen Kreis gefeiert, hätte ich von den nicht eingeladenen Leuten auch keine Geschenke erwartet. Man ist natürlich niemandem gegenüber zu einer Einladung verpflichtet, genauso wenig ist man aber auch bei Nichteinladung zu einem Geschenk verpflichtet. Ich würde in der beschriebenen Situation der Freundin eine Karte schicken oder vielleicht eine Kleinigkeit schenken, aber sicherlich weniger als wenn ich eingeladen worden wäre.

Wir feierm in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Geburtstage z.B. eher unrgelmäßig. Wenn einer Lust hat zu feiern lädt er ein, dann bringen die Gäste auch ein Geschenk mit.
Wenn man keine Lust hat rufen die Freunde halt an und bringen da kein Ereignis zum Mitbringen auch kein Geschenk mit.

So ähnlich sehe ich das hier auch. Wer nicht einlädt, verzichtet auch aufs Geschenk.

LG

Leandra

Sisma
11.02.2008, 13:52
wir hatten die Fall auch mal mit einer engen freundin. im gleichen satz wie die Hochzeitsankündigung kam die Ansage "nur ganz klein". uns wäre nie im Traum eingefallen, da nicht eingeladen zu werden, weil wir uns so lange kannten. der gipfel war, das aber sehr wohl eine dabei, war, die sie ganz kurz kannte. gut sie hatten nur standesamt und mittagessen.
aber wir kamen uns so ausgeladen vor, dass wir auch nichts vor dem Standesamt arrangiert haben, (soll das doch die "neue" freundin machen, die auch willkommen war)
aber ich glaube sie war dann auch enttäuscht, dass wir nicht an einem Arbeitstag, mitten am Tag 30km vor dem Standesamt waren.. zum offiziellen Hochzeitsbrunch ewig später, war uns dann etwas anderes wichtiger und ein geschenk bekam sie zwar, aber nichts besonderes.
und inzwischen hat sie mitbekommen, wie kreativ und liebevoll wir uns etwas ausdenken, wenn wir uns willkommen fühlen.
ich glaube sie bereut die Art und weise ihrer Hochzeit inzwischen, dann das stand sehr lange zwischen uns. auch heute noch. es wird kein Wort über ihre Hochzeit verloren, über andere schon. wir haben bis heute kein bild gesehen.
hätte sie gesagt "nur Familie" wäre es nicht si schlimm gewesen, aber das sie eine Frau, die sie erst kurz kannte uns langjährigen Freundinnen vorzog, konnten wir nicht verstehen!

Pellegrina
11.02.2008, 18:48
ich glaube sie bereut die Art und weise ihrer Hochzeit inzwischen, dann das stand sehr lange zwischen uns. auch heute noch. es wird kein Wort über ihre Hochzeit verloren, über andere schon. wir haben bis heute kein bild gesehen.
hätte sie gesagt "nur Familie" wäre es nicht si schlimm gewesen, aber das sie eine Frau, die sie erst kurz kannte uns langjährigen Freundinnen vorzog, konnten wir nicht verstehen!

Und weil Ihr es nicht verstehen konntet freut es Euch jetzt, dass sie ihre Hochzeit bereut und an ihrem Hochzeitstag enttaeuscht war?
Das verstehe ich nun wiederum nicht.

Ragna
11.02.2008, 19:08
ich glaube sie bereut die Art und weise ihrer Hochzeit inzwischen, dann das stand sehr lange zwischen uns. auch heute noch.

Sie bereut die Art und Weise ihrer Hochzeit, weil IHR es zwischen Euch stehen lassen habt, weil IHR so verärgert und enttäuscht wart?!?!?:ooooh: Das dann soll ja sicher eigentlich denn heißen, oder?

Toll gemacht, wirklich :knatsch:

Auf solche Freundinnen könnte ich dankend verzichten, die mir nicht gönnen können, wenn ich mir meine Traumhochzeit verwirkliche. Denn es ist doch meine Hochzeit und die meines Zukünftigen, sie soll unseren Vorstellungen entsprechen, nicht den Vorstellungen derer, die ein "Anrecht" auf Teilnahme zu haben glauben...

An der Stelle Eurer Freundin würde ich nicht "meine" Art zu feiern bereuen - die sie sich sicher vorher gut überlegt hat, solche Entscheidungen trifft man nämlich nicht leichtfertig, da spreche ich aus Erfahrung - ich würde stattdessen schleunigst meinen Freundeskreis aussortieren und mich an die halten, die sich mit mir über mein Glück freuen können und nicht kleinlich aufrechnen, ob sie vielleicht zu kurz gekommen sind und mich das dann ewig spüren lassen.....

Mitternachtsfee
11.02.2008, 21:32
ich glaube sie bereut die Art und weise ihrer Hochzeit inzwischen, dann das stand sehr lange zwischen uns. auch heute noch. es wird kein Wort über ihre Hochzeit verloren, über andere schon.

Mir tut die Braut leid. Wer solche Freunde hat....:knatsch: Naja, andererseits hat sie doch ganz richtig entschieden, indem sie euch nicht eingeladen hat. :smirksmile:

Ich habe mich von meiner (kirchlichen) Trauzeugin getrennt, die partout nicht verstehen wollte, dass die standesamtliche Trauung nur intim mit uns als Paar und den Beamten stattfinden sollte. Das ging soweit, dass sie mir wirklich "drohte", einfach aufzukreuzen. Zudem nur 6 Stunden später die Party für alle stieg und sie ein halbes Jahr später in der Kirche auch noch Zeit für ihren Auftritt gehabt hätte.

Kurzum - die Freundschaft war kurz danach und exakt aus diesem Grund für mich beendet und ich habe es nie bereut.

Insofern sehe ich keinen Grund, beleidigt zu sein, wenn ich nicht geladen bin, denn als Freund erwarte ich nicht, dass ein Paar an seinem Hochzeitstag exklusiv an mich denkt - das finde ich sogar ziemlich anmaßend. Schenken mache ich nicht von einer Einladung abhängig, sondern das gehört für mich viel mehr zum guten Umgang dazu - ich schenke, weil ich dem Paar Glück wünsche, aber doch nicht nur, weil ich geladen bin.

Fee

Inaktiver User
12.02.2008, 10:26
Schenken mache ich nicht von einer Einladung abhängig, sondern das gehört für mich viel mehr zum guten Umgang dazu - ich schenke, weil ich dem Paar Glück wünsche, aber doch nicht nur, weil ich geladen bin.



Diese Einstellung habe ich auch. Ich schenke, weil ich dem zu Beschenkenden eine Freude machen möchte und nicht, weil ich eine Gegenleistung in irgendeiner Form erwarte.

Leider verhält es sich aber scheinbar so, dass man bei Hochzeiten mit dem Geschenk eine Art "Eintrittsgeld" zur Hochzeit abliefert. Das finde ich nicht schön und unromantisch. Das ist mir zu geschäftsmäßig. Zumindest bekam ich diesen Eindruck, als ich mich im Hochzeitsforum in den Strang "Wieviel Geld als Geschenk`bei Hochzeit?" eingelesen habe. Da und in diesem Strang hier bekomme ich dann den Eindruck, dass heutzutage geschenkt wird, um den einen/seinen Beitrag als Gast zur Hochzeitsfeier zu leisten. Daher dann auch die Einstellung mancher Menschen: Wenn ich nicht eingeladen bin, schenke ich auch nichts. (Mit anderen Worten: Ich kann das Geld nicht "abessen/-trinken", warum soll ich mich beteiligen.)

Und auch bei den Brautpaaren sind häufig nur Geldgeschenke gewünscht. Gut, das kann ich teilweise noch verstehen. Bei vielen sind schon zwei komplette Haushalte vorhanden, da braucht es dann kein drittes Bügeleisen. :smirksmile:

Aber wenn ich da so an meine Hochzeit denke. Das war noch anders. Das Essen haben wir selber finanziert, Kaffee/Abendessen gabs im Garten. Brautkleid hat die Mutter einer (nicht eingeladenen Freundin) genäht. Es war keine teure Hochzeit, aber warum müssen diese Fest heute zig 1000de Euros kosten?

Geschenke haben wir auch bekommen, kein Geld, sondern "Aussteuer", auch von Menschen, die nicht geladen waren. Z.B. von der Nachbarsfrau, die mich von Geburt an kannte, etc. Damals wurde noch nicht alles so aufgerechnet wie heute.

demelza
13.02.2008, 17:49
aber das sie eine Frau, die sie erst kurz kannte uns langjährigen Freundinnen vorzog, konnten wir nicht verstehen!

So etwas tut natürlich weh, aber andererseits... wenn ich bedenke, mit wievielen Leuten ich erst kurz befreundet bin und bei deren älteren oder langjährigen Freunden das Gefühl haben muss, dass meine Freundschaft eventuell "weniger wert" sein könnte, dann würde ich mich sehr traurig fühlen.

Und wie sollen sich da neue Freundschaften entwickeln, wenn man als "Neue" das Gefühl hat, dass man nicht so willkommen ist...

Liebe Sisma, vielleicht lag Deiner langjährigen Freundin die neue Freundin einfach näher oder sie hatten eine gemeinsame Wellenlänge bzw. einen Draht zueinander, der euch irgendwo fehlt oder verloren gegangen ist?

Sisma
14.02.2008, 09:53
Mir tut die Braut leid. Wer solche Freunde hat....:knatsch: Naja, andererseits hat sie doch ganz richtig entschieden, indem sie euch nicht eingeladen hat. :smirksmile:

Ich habe mich von meiner (kirchlichen) Trauzeugin getrennt, die partout nicht verstehen wollte, dass die standesamtliche Trauung nur intim mit uns als Paar und den Beamten stattfinden sollte. Das ging soweit, dass sie mir wirklich "drohte", einfach aufzukreuzen. Zudem nur 6 Stunden später die Party für alle stieg und sie ein halbes Jahr später in der Kirche auch noch Zeit für ihren Auftritt gehabt hätte.

Kurzum - die Freundschaft war kurz danach und exakt aus diesem Grund für mich beendet und ich habe es nie bereut.

Insofern sehe ich keinen Grund, beleidigt zu sein, wenn ich nicht geladen bin, denn als Freund erwarte ich nicht, dass ein Paar an seinem Hochzeitstag exklusiv an mich denkt - das finde ich sogar ziemlich anmaßend. Schenken mache ich nicht von einer Einladung abhängig, sondern das gehört für mich viel mehr zum guten Umgang dazu - ich schenke, weil ich dem Paar Glück wünsche, aber doch nicht nur, weil ich geladen bin.

Fee

na mal richtig lesen Fee, hätte sie ganz alleine sein wollen wäre das ok gewesen.
sie hat uns das gefühl gegeben, nicht willkommen zu sein und im nachhinein war sie enttäuscht, dass wir nicht trotzdem am Standesamt waren.
das passt nicht.

Sisma
14.02.2008, 09:59
Sie bereut die Art und Weise ihrer Hochzeit, weil IHR es zwischen Euch stehen lassen habt, weil IHR so verärgert und enttäuscht wart?!?!?:ooooh: Das dann soll ja sicher eigentlich denn heißen, oder?

Toll gemacht, wirklich :knatsch:

Auf solche Freundinnen könnte ich dankend verzichten, die mir nicht gönnen können, wenn ich mir meine Traumhochzeit verwirkliche. Denn es ist doch meine Hochzeit und die meines Zukünftigen, sie soll unseren Vorstellungen entsprechen, nicht den Vorstellungen derer, die ein "Anrecht" auf Teilnahme zu haben glauben...

An der Stelle Eurer Freundin würde ich nicht "meine" Art zu feiern bereuen - die sie sich sicher vorher gut überlegt hat, solche Entscheidungen trifft man nämlich nicht leichtfertig, da spreche ich aus Erfahrung - ich würde stattdessen schleunigst meinen Freundeskreis aussortieren und mich an die halten, die sich mit mir über mein Glück freuen können und nicht kleinlich aufrechnen, ob sie vielleicht zu kurz gekommen sind und mich das dann ewig spüren lassen.....

Die Hochzeit war ein totaler Schnellschuss innerhalb von 2 Wochen geplant und umgesetzt. Nix Traumhochzeit!
ich glaube ihr tut es leid, weil sie sieht, wieviel mühe wir uns mit anderen Hochzeiten geben. wir ahben auch lange überlegt, ob wir zum standesamt gehen, und uns noch was einfallen lassen, um ihr eine freunde zu machen. aber sie hat uns wirklich nicht zu verstehen zu geben, dass das erwünscht sei. allerdings hatten wir den eindruck, als hätte sie es wirklich doch erwartet.
das ist damals alles sehr sehr blöd gelaufen. hat sie auch selbst zugegeben.

Sisma
14.02.2008, 10:01
So etwas tut natürlich weh, aber andererseits... wenn ich bedenke, mit wievielen Leuten ich erst kurz befreundet bin und bei deren älteren oder langjährigen Freunden das Gefühl haben muss, dass meine Freundschaft eventuell "weniger wert" sein könnte, dann würde ich mich sehr traurig fühlen.

Und wie sollen sich da neue Freundschaften entwickeln, wenn man als "Neue" das Gefühl hat, dass man nicht so willkommen ist...

Liebe Sisma, vielleicht lag Deiner langjährigen Freundin die neue Freundin einfach näher oder sie hatten eine gemeinsame Wellenlänge bzw. einen Draht zueinander, der euch irgendwo fehlt oder verloren gegangen ist?

wir sind immer ja noch befreundet, haben uns ausgesprochen und reden nicht mehr drüber.

Ragna
14.02.2008, 10:05
Die Hochzeit war ein totaler Schnellschuss innerhalb von 2 Wochen geplant und umgesetzt. Nix Traumhochzeit!
ich glaube ihr tut es leid, weil sie sieht, wieviel mühe wir uns mit anderen Hochzeiten geben. wir ahben auch lange überlegt, ob wir zum standesamt gehen, und uns noch was einfallen lassen, um ihr eine freunde zu machen. aber sie hat uns wirklich nicht zu verstehen zu geben, dass das erwünscht sei. allerdings hatten wir den eindruck, als hätte sie es wirklich doch erwartet.
das ist damals alles sehr sehr blöd gelaufen. hat sie auch selbst zugegeben.

Das klingt ja nun wieder etwas anders als Dein erster Bericht, der klang eher nach "Wenn die uns nicht einlädt, kann sie uns mal, soll doch die neue Freundin machen", nicht nach "uns vielleicht doch noch was einfallen lassen"....
Trotzdem find' ich's unter aller Kanone, die Braut im Nachhinein fast schon zu schneiden, vor allem wenn sie, wie Du jetzt schreibst, ganz von sich aus nicht mehr zufrieden ist mit ihrer Entscheidung....

Sisma
14.02.2008, 10:54
Das klingt ja nun wieder etwas anders als Dein erster Bericht, der klang eher nach "Wenn die uns nicht einlädt, kann sie uns mal, soll doch die neue Freundin machen", nicht nach "uns vielleicht doch noch was einfallen lassen"....
Trotzdem find' ich's unter aller Kanone, die Braut im Nachhinein fast schon zu schneiden, vor allem wenn sie, wie Du jetzt schreibst, ganz von sich aus nicht mehr zufrieden ist mit ihrer Entscheidung....

wir schneiden sie nicht, wir haben das offen ausgesprochen. wir sind immer noch eng befreundet und sie sagt: heute würde sie es anders machen! es war auch nicht ihre Traumhochzeit, zumal sie sonst immer so eine aktive Hochzietsplanerin war!
aber über die Hochzeit reden wir nicht!

claudya22
20.02.2008, 13:40
Es ist die Hochzeit deiner Freundin, sie kann sie so feiern wie sie will, also auch ohne Freunde. Das musst du akzeptieren.
Nimm das nicht persönlich, wenn sie nur mit der Familie feiern will dann ist das halt so, aber das geht doch nicht gegen Dich!

Sei nicht beleidigt, schenke ihr trotzdem was. Ich würde es jedenfalls so machen. das tut sie bestimmt nicht gegen Dich! Komisch wäre es wenn sie andere Freunde einladen würde aber dich nicht, dann wäre es ganz anders.
Aber so, wenn sie nur die Familie dabeihaben will dann kann man ihr das wirklich nicht verübeln.

Aurel
16.04.2008, 14:51
Letztens habe ich einen Film gesehen, die Freundin sagt zur Braut:
Bei dieser Hochzeit geht es doch nicht um DICH!
So scheint mir das hier auch zu sein. Wenn du eine wahre Freundin bist, freust du dich mit ihr und schenkst ihr was aus ganzem Herzen, egal mit wem (oder wem nicht) sie feiert.

Inaktiver User
19.04.2008, 21:14
Die Enttäuschung der hier Postenden kann ich verstehen. Ich komme aber gerade mal so auf den Trichter, dass ich selbst nur auf ganzen zwei Hochzeiten eingeladen war. ( Meine Schwester und die Tochter einer Jugendfreundin meiner Eltern) Also war ich sonst nie jemandem besonders wichtig. Meine jetzigen Freundinnen habe ich erst verheiratet kennen gelernt.

Zu den meisten Gästen meiner eigenen Hochzeit habe ich keinen Kontakt mehr. Waren Leute aus dem Karnevalsverein dabei und Verwandte nur die, bei denen Kontakt besteht. So kann es auch gehen......
Freunde hatten sich damals auch leider kurz vorher verabschiedet-da war nichts mehr übrig geblieben.

In der Kirche haben sich damals einige Leute aus der Nachbarschaft blicken lassen, die mich schon von Kindesbeinen an kannten. Das fand ich sogar sehr nett und aufmerksam. Kleines Kärtchen mit kleinem Scheinchen wurde uns auch überreicht und es hat wirklich freude gemacht. Die Erwartung der Leute war aber auch nicht da, irgendwie jetzt mit eingeladen zu werden.

Zum Thema nur in die Kirche "zum gucken kommen" einladen: Da sollten sich Brautpaare ernshaft fragen, ob das nicht nur gemacht wird, um die Kirche "voll" zu bekommen, wegen des schönen Flairs und bewundert werdens! Das finde ich nämlich auch mehr als merkwürdig.....:knatsch:

Die Karnevalsgarde hatte aber immer vor der Kirche "Spalier"gestanden, wenn jemand aus dem Verein geheiratet hatte, das war immer ziemlich witzig.

Ich würde heute anders heiraten, so toll fand ich im Nachhinein die Hochzeit leider nicht wirklich. ( Aber wir sind noch zusammen-und das können viele Paare mit Pomp- und Traumhochzeit nicht behaupten:zwinker: )


Grüße Manuela

Karla48
20.04.2008, 09:00
Ach was - zu den meisten keinen Kontakt mehr?!?! Ist das nicht ziemlich frustrierend? Man macht und tut, wird geküßt wie sonstwas, und dann - das? Ziemlich oberflächlich, oder?

Wir haben auch "nur" klein und fein geheiratet, und das war gut und sehr schön so. Eine hundert Jahre nicht kontaktete Tante von meinem Mann kam zum Standesamt (und auch mit zur Zeremonie), die überhaupt nicht eingeladen war. Ich war baff. Viel zu baff um zu sagen "Äh, wieso denn das jetzt??". :wie?: Auf den Trichter käme ich ja nun niemals - einfach irgendwo mit reingehen, wo ich nicht eingeladen bin, die Braut nicht kenne, und mich auch ansonsten für die Familie nicht interessiere...
komische Leute gibts. (Danach ist sie auch nie wieder in Erscheinung getreten):freches grinsen: .
Zwei Freundinnen von mir standen anschließend da, mit jeweils einer Sonnenblume. Geschenk - nein. Habe ich auch nicht erwartet.

Kirche füllen, der Gedanke ist mit Sicherheit richtig. Wie blöd ist dieses ganze oberflächliche Getue eigentlich??

Wo ich eingeladen war, da bestehen dicke feste Freundschaftsbande, unkaputtbar sozusagen. Der Rest hat entweder nicht geheiratet (die Mehrzahl), oder im engsten Kreis. Dann war da noch eine Hochzeit von Freunden meines Freundes - Riesentamtam, zwei Jahre später Scheidung...schade. Hauptthema der Feier war "Alkohol", ein blöder Abend für mich. Nicht daß ich keinen Alkohol mag, aber doch nicht als Sport. :freches grinsen:

Das Geld für eine Bombenparty sollte man das nicht besser in einige Ehevorbereitungs-Seminare usw. investieren? :freches grinsen: Da gibt es so tolle Sachen inzwischen.

Am schlimmsten finde ich die Hochzeiten, wo die Schwiegereltern so viel reinreden und bestimmen, daß die Brautleute schon Monate vorher völlig abgenervt sind. Siehe diverse Stränge hier und anderswo.

LG Karla

Inaktiver User
20.04.2008, 15:22
Hallo Karla, nein frustriert bin ich nicht. Wir sind jetzt aber auch schon 14 Jahre verheiratet und ein gewisser Abstand ist da.

Ich würde heute werder Kirchlich( war ein fauler Kompromiss wegen Mann und Meiner Mutter:knatsch: ) noch mit großartiger Feier heiraten.
Bei meinen Eltern war es eigentlich Klasse, die haben sich direkt von der Kirche aus verabschiedet. Schnell zum Flughafen mit Brautmontour in den Flieger nach Wien. Und alles, weil meine Oma mütterlicherseits so ein Trara gemacht hat. Allerdings konnte es meine Mutter auch nicht besser.......
Freunde von uns, die wir aber auch erst verheiratet kennen gelernt haben, haben sich in Frankfurt nach dem Standesamt in den ÄppelEx ( Nostalgische Straßenbahn mit kleiner Bewirtung) gesetzt und eine Rundfahrt genmacht.Wir haben uns mal den Film angeschaut, das fand ich sehr witzig.
Alles in allem würde ich vielleicht gar nicht mehr so viel Trara drum machen.


Grüße MAnuela

amarylle
21.04.2008, 23:00
Die Enttäuschung der hier Postenden kann ich verstehen. Ich komme aber gerade mal so auf den Trichter, dass ich selbst nur auf ganzen zwei Hochzeiten eingeladen war. ( Meine Schwester und die Tochter einer Jugendfreundin meiner Eltern) Also war ich sonst nie jemandem besonders wichtig. Meine jetzigen Freundinnen habe ich erst verheiratet kennen gelernt.

Freunde hatten sich damals auch leider kurz vorher verabschiedet-da war nichts mehr übrig geblieben.

Manschi, das ist fast unheimlich... so geht`s mir auch (allerdings bei bevorstehender Hochzeit...:knatsch: ).

Selbst auch eingeladen auf ganzen zwei Hochzeiten (davon eine lange her - inzwischen läuft die zweite Ehe - und die andere eher "Abteilungseinladung" als persönlich). Und genauso wie bei Dir: auch einige Kontakte relativ kurz vorher eingeschlafen (eben noch nicht extrem lange, aber lange genug, um sie als "eingeschlafen" zu registrieren).

Was zum Threaderöffnungsthema genauer passt: ich bspw. wäre darüber nicht so traurig, wenn ich nicht eingeladen bin, weil die Betreffende nur im kleinen Kreis oder nur mit Familie heiratet. Das Gefühl wäre da nur ein "Och schade, hätte gern mal wieder bissl gefetet..." :musiker:.

Anders empfinde ich es bei größeren Hochzeiten, wenn man selbst die Person hätte gern einladen wollen, sie einen aber nicht (ich fürchte, das erlebe ich gerade... weiß es noch nicht definitiv, da (noch?) kein Statement vorhanden, ob es vielleicht doch eine kleine Hochzeit oder eine "en famille" wird/ war).

Bitte nicht falsch verstehen mit dem "Statement": ich halte mich nicht für wunder wie toll, dass andere bei Nichteinladung "Begründungen auffahren" müssen; es macht mich nur traurig bei Leuten, die man zumindest bei einer größeren Hochzeit denn doch fest eingeplant hätte... und man selbst dort mit der größten Selbstverständlichkeit der Welt NICHT eingeladen ist.

Und natürlich könnte ich es selbst anders machen und die Leute trotzdem einladen: soll auch kein Dogma oder "Strafe" oder sonst was sein, aber die Lust dazu ist mir irgendwie vergangen...:knatsch:

Habnur2haende
22.04.2008, 11:45
Meine eigene Hochzeit war auch im kleinen Familienkreis plus Trauzeugen. Auch da gab es andere Familienmitglieder, die sich ärgerten, dass wir keinen großen Tamtam gemacht haben.
(deren problem).
Heute hätte ich nur noch die Trauzeugen dabei oder irgendwo im Urlaub. na ja vielleicht schaffen wir es in 10 jahren zur Silberhochzeit.
Eingeladen war ich früher bei Arbeitskollegen, heute 1mal bei freunden (die meisten sind verheiratet oder wollen nicht mehr heiraten).
neee, ich muss nicht eingeladen sein. Oft gehen wir Freunde mit zum Standesamt oder mit in die Kirche sozusagen als zusätzliche Trauzeugen- aber wir feiern irgendwann später unter uns. Ohne die Omas Tanten etc. Da haben wir dann alle Spass.
Diesen ganzen steifen Kram mögen wir doch nicht.
Ich schenke, weil es mir Freude macht und ich den anderen erfreuen möchte und nicht um eingeladen zu werden.
Ich verschenke auch zwischendurch einfach mal so was an meine freunde- weil sie für mich da sind.

Inaktiver User
22.04.2008, 13:03
Es kam aber nur eine Einladung zum Kaffee trinken. Das tolle Mittagessen in einem Feinschmeckerlokal (das wir ihr empfohlen haben) nahm die Hochzeitsgesellschaft ohne uns war. Anfangs war ich beleidigt, mein Mann regte sich ziemlich drüber auf (er wollte so gern mal wiede rshclemmen gehen :zwinker: )

na euch will man aber auch nicht freiwillig als Freunde.
Wenn ich das lese, ihr regt euch auf weil ihr nicht mit in das Lokal eingeladen worden seit, obwohl ihr doch so gern mal wieder schlemmen wolltet.....:wie?:

Das zieht einem ja echt die Schuhe aus!

Inaktiver User
22.04.2008, 20:43
:peinlich: :peinlich: :peinlich:

Frau M. hat Alzheimer!!! Jawoll, ich habe vier Hochzeiten unterschlagen.....
Mann, wie peinlich. Allerdings war ich da nur bei einer bei der Trauungszeremonie dabei, die anderen wurden Abends mitgefeiert, deshalb habe ich die hier nicht so gleich auf Schirm gehabt.

Na gut, was solls.

Grüße Manuela underst mal jammern, bevor man nachdenkt:gegen die wand:

bka64
07.05.2008, 09:53
Ein Zeichen

Karla48
07.05.2008, 10:07
Wieder mal ein schönes Beispiel, wie Kinder ungefragt in die Machenschaften und Streitigkeiten der "Großen" hinein gezogen werden.:gegen die wand: :nudelholz: Da hat der Bruder also dafür gesorgt, daß Ihr nicht eingeladen werdet. Super. Kann er sich was drauf einbilden. :zahnschmerzen:

Also - laß den Satz weg ("wir wären ja gerne...). Dann hast Du die Chance, daß der Sohn nebst Braut sich wirklich freuen können. Ansonsten ist es ein Schrieb, den Du mehr Dir zuliebe, als denen zuliebe losläßt.
Das hieße: Überflüssig. Jedenfalls dem Brautpaar gegenüber!

Steh drüber und freu Dich einfach ehrlich mit den Brautleuten. Alles andere hat in dem Moment überhaupt keinen Platz zu haben. Die Sache mit Deinem Bruder kläre mit ihm. Und nur mit ihm.

LG Karla

minstrel
07.05.2008, 10:31
Ich stimme Karla zu. Lasst die Nickeligkeiten weg - vor allem den letzten Absatz - und schreibt einfach eine rundum nette Karte. Wenn Ihr nicht in erster Linie gratulieren, sondern in erster Linie Eurer Kränkung Ausdruck verleihen wollt (so klingt der Text jetzt), dann lieber in einem persönlichen Gespräch.

thinking
07.05.2008, 12:59
na euch will man aber auch nicht freiwillig als Freunde.
Wenn ich das lese, ihr regt euch auf weil ihr nicht mit in das Lokal eingeladen worden seit, obwohl ihr doch so gern mal wieder schlemmen wolltet.....:wie?:

Das zieht einem ja echt die Schuhe aus!


Hast du überhaupt meinen post zu Ende gelesen??
:wie?:

Divino
02.06.2008, 00:36
Wenn eine Freundin sich nach Knigge fragt, ob sie etwas schenken soll - und sich darüber noch weitere Meinungen einholt statt von Herzen etwas zu geben... dann war´s wohl die richtige Entscheidung, nur mit der Familie zu feiern.

Und dann die Begeisterung nicht zu teilen... dass die Braut sich dann mal lieber zurücknehmen sollte, wenn sie schon keine Einladung übrig hat... da bin ich ja froh, dass ich nicht solche Freunde habe.

Henner
03.06.2008, 14:18
Genau das, was ich hier lese, bestätigt meine ganzen Befürchtungen.

Mein Partner und ich wollen auch heiraten. Und zwar wirklich im kleinsten Kreis (Eltern und Bruder). Mein Freund hat mit seiner Familie keinen Kontakt mehr, Freunde hat er nur ganz wenige. Ich hingegen habe einen weitverzweigten Freundeskreis und verbrachte die gefühlten letzten fünf Jahre nur an Hochzeiten. Ausserdem gehöre ich zur Fraktion, die bis vor einigen Jahren behaupteten, nieeee und nimmer zu heiraten.
Aus diesen Gründen – und weil ich «romantische» Hochzeiten mit Kirche und drumherum nicht ausstehehn kann – heiraten wir ganz profan standesamtlich. Ohne Pipapo.
Ich habe nun aber die Befürchtung, dass meine ehemals beste Freundin eingeschnappt sein wird. Denn sie wird wie alle anderen auch nach der Heirat eine Karte erhalten mit der Info drauf, dass wir geheiratet haben.
Ich bin die Patentante ihres Sohnes. Wir sehen und regelmässig. Aber seit zwei, drei Jahren, entwickeln wir uns in total unterschiedliche Richtungen. Wenn der Kleine nicht wäre, dann würden wir uns wohl auch nicht mehr regelmässig sehen. Ich mag sie auch nicht als Trauzeugin fragen, nur damit sie nicht eingeschnappt ist. Natürlich kann man nun sagen, dass sie dies zu akzeptieren hat. Ich befürchte einfach - und die diversen Einträge hier bestätigen dies - dass sie eingeschnappt sein wird.

Die Trauzeugen stehen noch nicht fest. Werden aber voraussichtlich Freunde von uns sein.

Henner (weiblich)

Inaktiver User
03.06.2008, 14:42
ganz ehrlich, wenn man selbst auf Hochzeiten waren dann finde ich es gut, zumindest die besten Freunde, also die, die einem wichtig sind einzuladen.

Ich hatte auch eine Freundin zu meiner Hochzeit eingeladen. Sie hat mir für Ihre Hochzeit eben diese Karte geschrieben, mit dem Bild, dass sie geheiratet hat. Mir wurde richtig schlecht beim Lesen, unsere Freundschaft besteh seitdem nicht mehr.

Inaktiver User
03.06.2008, 14:46
Wenn eine Freundin sich nach Knigge fragt, ob sie etwas schenken soll - und sich darüber noch weitere Meinungen einholt statt von Herzen etwas zu geben... dann war´s wohl die richtige Entscheidung, nur mit der Familie zu feiern.

Und dann die Begeisterung nicht zu teilen... dass die Braut sich dann mal lieber zurücknehmen sollte, wenn sie schon keine Einladung übrig hat... da bin ich ja froh, dass ich nicht solche Freunde habe.

Ich finde es gut, so ein Forum zu haben, in dem ich mir andere Meinungen einholen kann und werde das auch künftig weiter nutzen - ganz ohne schlechtes Gewissen. So eine Aktion sagt sicherlich nichts über die Qualität einer Freundschaft aus, sondern eher, wie sich Menschen in solchen Situationen verhalten.

Meine Freundin hat übrigens bereits geheiratet, ich habe ihr von ganzen Herzen gratuliert und eine Karte mit Geschenk geschickt und sie hat sich gefreut. Ich denke mal, unsere Freundschaft hat das überstanden und dieser Strang hier, hat mir dabei geholfen mich zu entscheiden.

Inaktiver User
03.06.2008, 14:48
Das versteh ich nun wirklich nicht. Ein Paar, mit dem wir sehr gut befreundet sind, war bei uns auf der kirchlichen Hochzeit. Sie haben ein paar Monate später auch geheiratet, nur die beiden in Australien. Wir haben eine wunderschön gestaltete Karte mit den Neuigkeiten bekommen und haben uns einfach nur für die beiden gefreut. Ich lade doch Leute nicht auf meine Hochzeit ein, weil ich eine eventuelle Gegeneinladung erwarte, sondern weil ich diese mit Menschen verbringen will, die ich mag.

Aber vielleicht verstehe ich die Beweggründe besser, weil unsere standesamtliche Trauung auch nur im kleinen Kreis stattgefunden hat.

Henner
03.06.2008, 14:49
ganz ehrlich, wenn man selbst auf Hochzeiten waren dann finde ich es gut, zumindest die besten Freunde, also die, die einem wichtig sind einzuladen.

Ich hatte auch eine Freundin zu meiner Hochzeit eingeladen. Sie hat mir für Ihre Hochzeit eben diese Karte geschrieben, mit dem Bild, dass sie geheiratet hat. Mir wurde richtig schlecht beim Lesen, unsere Freundschaft besteh seitdem nicht mehr.


Das heisst, ich soll nur meinen Freunden zuliebe eine Hochzeit organisieren, die mir überhaupt nicht entspricht? Damit sie auf ihre Rechnung kommen?
Ausserdem wurden die Lieben von mir grosszügig beschenkt. Einer diesbezüglichen «Schuld» bin ich mir nicht bewusst.

Henner

Inaktiver User
03.06.2008, 14:51
Das heisst, ich soll nur meinen Freunden zuliebe eine Hochzeit organisieren, die mir überhaupt nicht entspricht? Damit sie auf ihre Rechnung kommen?
Ausserdem wurden die Lieben von mir grosszügig beschenkt. Einer diesbezüglichen «Schuld» bin ich mir nicht bewusst.

Henner


nein nur der Freunde zuliebe würde ich das nicht machen.

Aber wieso warst du bei allen Hochzeiten mit dabei? Hat es nicht Spaß gemacht, so einen wichtigen Tag gemeinsam zu erleben? Das ist es doch, worum es geht. Mir zumindest.

Henner
03.06.2008, 14:54
Meiner Meinung nach geziemt es sich nicht – ausser man hat wirklich gute Gründe – nicht an einer Hochzeitsfeier teilzunehmen.

Ich bin nicht gläubig und nicht romantisch veranlagt. Ergo sagt mir diese wichtige Feier nicht wirklich viel. Bei einigen war ich dabei, weil sie mir wirklich wichtig sind/waren. Bei vielen aber nur weil ich fand, ich könnte nicht einfach absagen. Eine Hochzeitsfeier habe ich mir dann aber geschenkt. Sie war die fünfte in einer Reihe, die alle GENAU gleich waren.

Henner

Henner
03.06.2008, 14:57
Ach ja. In diesem Zusammenhang kommt mir wieder in den Sinn, welch groteske Situation es war, als ich erkannte, weshalb mich meine Cousine auf ihre Hochzeit einlud (wir hatten jahrelang keinen Kontakt mehr). Weil sie unbedingt in einem Märchenschloss heiraten wollte, man man eine bestimmte Anzahl Gäste mitbringen musste, um im Rittersaal speisen zu können. Alle an unserem Tisch gehörten wohl zu den «Listenfüllern». Denn nachdem man einiges gekippt hatte, kam die Sprache darauf, weshalb man eigentlich an diesem Fest zugegen war....

Divino
03.06.2008, 22:56
So eine Aktion sagt sicherlich nichts über die Qualität einer Freundschaft aus, sondern eher, wie sich Menschen in solchen Situationen verhalten.

Seh ich anders... denke schon, dass manche Aussagen wie z.B. schenken/nicht schenken nach Knigge oder gesammelten anderen Meinungen auf eine eher oberflächliche Freundschaft hindeuten. Wenn ich mich da reinversetze... mir vorstelle, meine Freundin holt sich diverse Meinungen ein, ob sie mir was schenken >soll< etc... ich wäre ziemlich sauer und traurig.

Divino
03.06.2008, 22:58
Ich hatte auch eine Freundin zu meiner Hochzeit eingeladen. Sie hat mir für Ihre Hochzeit eben diese Karte geschrieben, mit dem Bild, dass sie geheiratet hat. Mir wurde richtig schlecht beim Lesen, unsere Freundschaft besteh seitdem nicht mehr.

>>> hier noch so ein Ding. Deine Freundin (noch eine weitere?) hat -grosser Fauxpas- ohne dich geheiratet. Deine Antwort: Die Kündigung der Freundschaft. Hallo? Gehts noch?

Karla48
03.06.2008, 23:12
Hm, das finde ich auch erstaunlich. Ich glaube aber auch, daß dann die Verbindung nicht sooo eng war. Denn dann hätte man doch versucht, was zu kitten. Die eine oder die andere hätte gemerkt, daß es keinen Spaß macht, ohne die Freundin zu sein.

Eigentlich überrascht mich inzwischen das offensichtlich ganz allgemeine Geeiere rund um die Hochzeits-Einladungen.
Das was "man" tut, was "man" nicht tut, der ganze Knigge-Kram - wer hält sich denn noch großartig daran in diesen Alterskreisen? Im Prinzip sind schon so viele Spielregeln nicht mehr wirklich vorauszusetzen, daß es dann auf die eine auch nicht mehr ankommt. Oder? Denk ich grade so.

Also: Man sollte nicht anfangen, wie Frau Gräfin zu tun, wenn man ansonsten eher ungräflich unterwegs ist. Es muß ja alles irgendwie passen.

Ansprüche an andere zu stellen, zeigt m.E. vielleicht auch, was für hohe perfektionistische Ansprüche wir an uns selber haben können. Was ganz und gar nicht gut ist. Locker bleiben macht das Leben rundum angenehmer, für alle Beteiligten. Sich vielleicht öfter mal fragen "Wie kommt das, was ich tue, beim anderen an? Was könnte er für Gründe haben für sein Verhalten?". Man halte sich nicht für den Nabel der Welt, und gerade Freunden kann man doch einiges verzeihen. Die Erwartung, daß alles immer glatt läuft und sonst ist die Freundschaft aus - finde ich furchtbar. Da hab ich ja Angst, Freundin zu werden!

LG Karla

Regenwurm
04.06.2008, 14:49
Locker bleiben macht das Leben rundum angenehmer, für alle Beteiligten. Sich vielleicht öfter mal fragen "Wie kommt das, was ich tue, beim anderen an? Was könnte er für Gründe haben für sein Verhalten?". Man halte sich nicht für den Nabel der Welt, und gerade Freunden kann man doch einiges verzeihen. Die Erwartung, daß alles immer glatt läuft und sonst ist die Freundschaft aus - finde ich furchtbar. Da hab ich ja Angst, Freundin zu werden!LG Karla

:allesok: :blumengabe:

Inaktiver User
08.06.2008, 15:27
c

Inaktiver User
09.06.2008, 06:16
Finde das von deiner Freundin auch ein wenig seltsam. Ist sie denn sonst der absolute Familienmensch?
Die Freundschaft würde ich ihr nicht gleich kündigen aber in Zukunft darauf achten, ob ihr euch auch anderweitig in verschiedene Richtungen entwickelt.

Übrigens finde ich die Hochzeiten mit hohem Familienanteil langweiliger als die mit vielen Freunden.

Inaktiver User
09.06.2008, 10:09
Sie ist sonst kein Familienmensch und sehr auf Freundschaft bedacht. Daher wunderte ich mich auch.

Ich habe ihr nun ein Geschenk gegeben, gratuliert und erst mal ist es auch gut zwischen uns beiden. Mal sehen, wie das "Ereignis" unsere Freundschaft künftig beeinflusst.

Divino
10.06.2008, 00:23
Oh je, was wohl aus der Freundschaft wird, jetzt wo sie sich nach eigener Vorstellung mit einem Mann verbunden hat? Bist du eigentlich auch gekränkt, wenn eine deiner Freundinnen mit einem Mann zusammenkommt und dir das erst im Nachhinein erzählt?

Das "Ereignis" beeinflusst gar nichts, wenn dann beeinflusst du den weiteren Verlauf eurer Freundschaft.

Inaktiver User
14.06.2008, 18:08
Oh je, was wohl aus der Freundschaft wird, jetzt wo sie sich nach eigener Vorstellung mit einem Mann verbunden hat? Bist du eigentlich auch gekränkt, wenn eine deiner Freundinnen mit einem Mann zusammenkommt und dir das erst im Nachhinein erzählt?

Das "Ereignis" beeinflusst gar nichts, wenn dann beeinflusst du den weiteren Verlauf eurer Freundschaft.


Ich werde dir über den weiteren Verlauf unserer Freundschaft als erstes Berichten, versprochen :kuss:

Divino
15.06.2008, 00:50
Tatsächlich? Kann ich mir jetzt grad nicht vorstellen, aber mach´s doch gern mal hier im Strang. Wird schon alles wieder werden... hat dir ja niemand was furchtbares angetan!

Bine0369
22.06.2008, 18:35
Hm, also so ein wenig hatte ich das Problem mit dem "wen einladen und wen nicht" ja auch.

Wir haben einen ganz ansehnlichen Freundeskreis und darüber hinaus verzweigt noch eine ganze Menge Leute, die ich nicht wirklich als Freunde sondern mehr als gute Bekannte bezeichnen würde. Dafür ist meine Familie sehr klein und überschaubar und auch die meines Mannes.

Mein Mann hat mir seinen Antrag am Abend der standesamtlichen Trauung meiner Schwester gemacht. Dieses Ereignis hat mein Schwager (mit Einverständis meiner Schwester, denn es war ja eigentlich "ihr" Tag) am Abend als Aufhänger zur Rede an die Hochzeitsgesellschaft genommen. Auf die Art und Weise haben wir schon mal die Karten zur Verlobung gespart..... :freches grinsen:

Als es an die Gästeliste ging, haben wir zunächst einfach erst mal alle Leute aufgeschrieben, die uns eingefallen sind, die wir einladen würden. Denn dass wir das richtig feiern wollten, war uns klar. Die Liste hatte dann insgesamt über 100 Leute. Also mussten wir doch bei einigen Leuten überlegen, denn sonst hätte unser Budget nie und nimmer gereicht. Dabei hatten wir zugunsten der Feier sogar schon auf die Hochzeitsreise verzichtet, wir wollten lieber mit den Leuten ein tolles Fest feiern, statt teuer in den Urlaub zu fahren. Nach einigem Hin und Her - und nachdem wir ein nettes Geldgeschenk als Verlobungsgeschenk in unserem Briefkasten "gefunden" haben, haben wir also alle eingeladen. Natürlich konnten nicht alle kommen. Klar, es gab auch Ärger mit einigen - so z.B. weil wir nicht für alle Leute die Unterkunft bezahlen konnten/wollten. Aber insgesamt war es ein Abend mit über 70 Leuten, an den ich mich noch heute - über 7 Jahre später - immer wieder gerne erinnere. Ja, zu einigen meiner Gäste habe ich heute keinen Kontakt mehr, aber deshalb bereue ich es nach wie vor nicht, sie eingeladen zu haben. Sie waren an diesem Tag genau die Menschen, mit denen ich dieses Ereingnis feiern wollte. Ohne Hintergedanken oder Berechnung. Es waren sogar sehr viele Leute da, zu deren Hochzeit ich nicht eingeladen worden bin. Aber das hat mir nie was ausgemacht.