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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an die Eltern von ca. 20-25Jährigen:



brizi
26.01.2008, 00:56
Auf unserer kleinen Büroetage (8 Räume, eine langer Flur) gibt es 4 Firmen mit zusammengerechnet ca. 15 festen Mitarbeitern. Eine dieser Firmen beschäftigt außerdem regelmäßig neue Praktikanten im o.g. Alter.
Wenn man selbigen auf dem Flur begegnet, grüßen viele dieser jungen Leute nicht. Von sich aus schon mal gar nicht.
Mir macht es, obwohl erkennbar die Ältere, nichts aus, zuerst zu grüßen, aber oft ernte ich dann nur einen erstaunten Blick. Krönung ist, dass man sich anguckt, und keiner sagt was, aber dazu bin ich (meistens) zu höflich.
Besagte Jugendliche gehen auch an offenen Bürotüren vorbei, schauen hinein, gucken einen an - und gehen dann grußlos weiter.
Dass man eine benutzte (vollgekrümelte, - geschmierte) Spüle kurz abwischen könnte, liegt jenseits ihrer Vorstellungskraft. Kann ja die Putzfrau (1x/Woche) machen.
Über die Herrentoilette kann ich nichts sagen, aber die Damentoilette wird gerne mal mit "Sommersprossen" oder einer hübschen Duftmarke (bei vorhandenem, aber nicht geöffnetem Fenster sowie ungenutztem Raumspray) hinterlassen - nach uns die Sintflut. Als der Vermieter ein Schild mit der Bitte um das Reinhalten der Toilette nach Benutzung (Klobürste!) anbrachte, fragte eine der jungen Damen, ob sie denn auch damit gemeint seien? Denn dafür werde ja schließlich eine Putzfrau bezahlt...

Natürlich benehmen sich eure Kinder nicht so! Aber wie ist es mit deren Freunden/Bekannten? Kennt ihr so ein Nicht-Benehmen auch, speziell in dieser Altersklasse? Das sind übrigens alles Abiturienten/Studenten (Medien), also keine Schüler mehr.... (Und ich bin keine alte frustrierte Zicke, die sich prinzipiell über alle jungen Leute aufregt :zwinker: - aber was da zusammenkommt, ist schon heftig.)

schluppi
26.01.2008, 09:38
Hallo brizi,
ob mein Großer 26 Jahre grüßt? Bin mir nicht sicher. Meinem Kleinen 21 Jahre, traue ich dies eher zu.
Das was du hier schreibst habe ich in einer großen Firma mitbekommen, wo ca. 200 Lehrlinge ausgebildet werden.
Das erste was mir auffiel, egal wann, egal wo, egal wie.... es grüßten von denen etwa 2, oder 3 Lehrlinge zu erst. Ca. 30-40% der anderen erwiederten meinen Gruß und andere nahmen es scheinbar garnicht wahr, das ich sie grüßte.
Dies gilt für Jungens wie für Mädels. :knatsch:

Bei den "Erwachsenen" war das Verhältnis genau andersrum.

Das hat mich auch etwas verwirrt. Denn hier haben wir als Ellis etwas gewaltig falsch gemacht.

Ob die Kiddis sauer sind, wenn sie uns sehen, das sie gleich daran erinnert werden, einen großen Betrag ihres Einkommens an uns, als Rente zahlen zu müssen?
Oder ihre Berufsentwicklung mehr in Richtung Pfleger tendiert?

LG Schluppi :engel:

Grace_Kelly
02.02.2008, 23:02
Hallo britzi,

ich bin Ende 20 und erlebe es teils auch umgekehrt. Scheint keine Frage des Alters zu sein.

Und eine Sekretärin um die 45 haben wir auch, die die Sanitärobjekte gerne mal im beschriebenen Zustand hinterläßt. Ist sehr dem Grunge- oder Grufti-Bekleidungsstil etwas zugetan und pfeifft auf diesseitige Umgangsformen :knatsch:

lindenblatt
03.02.2008, 00:06
Hallo brizi,

meine Tochter ist etwas älter als 25 und hinterlässt ihre Aufenthaltsorte sauber usw. Ist wirklich so.

Da ich aber von Berufs wegen die von dir beschriebenen Verhaltensweisen junger Leute kenne, mache ich mir auch so meine Gedanken darüber.
Dabei bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass Höflichkeit differenziert gesehen werden sollte.

Das Verlassen benutzter Küchen, Toiletten u.a. be- bzw. genutzter Orte in sauberem Zustand halte ich für eine völlig legitime Forderung, denn da geht es auch um das unmittelbare Wohlgefühl anderer Menschen.

Zum Grüßen ist meine Ansicht die folgende: Was ist für mich gewonnen, wenn ich gegrüßt werde. Zumal, wenn ich den potenziellen "Grüßer" nicht kenne.
Das Grüßen kann bewusster Ausdruck von Respekt für andere Menschen sein.
Es kann aber auch der reine Automatismus sein - formale, seelenlose Höflichkeit könnte man das vielleicht nennen.
Warum sollen Menschen unbedingt einander z.B. einen guten Tag wünschen?
Wenn mir jemand sein Nicht-Grüßen damit begründen würde, dass er nur dann grüßt, wenn er die Adressaten mag (was man ja über einen Fremden nicht sagen kann), und nur die, mit denen er regelmäßigen guten Kontakt hat, wäre das für mich in Ordnung.

Und so ist das sicher auch mit anderen Höflichkeitsbekundungen. Sehr oft handelt es sich eben um floskelartige und damit doch bedeutungslose Aussagen.
Undifferenzierte "Rasensprenger"-Höflichkeit führt meiner Meinung nach dazu, dass am Ende niemand weiß, wie aufrichtig sie ist.
Und umgekehrt dazu, dass ein allseits und jederzeit höflicher Mensch auch solche Mitmenschen so (positiv) behandelt, mit denen er in Wahrheit nichts zu tun haben möchte.

Anders, wenn man z.B. einem offensichtlich kranken oder gebrechlichen Menschen Höflichkeit in Form von Hilfe zuteil werden lässt. Auch hier geht es um dessen unmittelbares Wohlgefühl, das man ihm aufgrund sichtbarer Umstände verschaffen möchte.
Alles rein Formale dagegen finde ich nicht notwendig.
Ich glaube, die heute jungen und ganz jungen Leute gehen mit Höflichkeit grundsätzlich eher sparsam um, was ich nicht immer für kritikwürdig halte.

Liebe Grüße,
Linde

schluppi
03.02.2008, 08:10
Hallo brizi,
...
Zum Grüßen ist meine Ansicht die folgende: Was ist für mich gewonnen, wenn ich gegrüßt werde. Zumal, wenn ich den potenziellen "Grüßer" nicht kenne.
Das Grüßen kann bewusster Ausdruck von Respekt für andere Menschen sein.
Es kann aber auch der reine Automatismus sein - formale, seelenlose Höflichkeit könnte man das vielleicht nennen.
Warum sollen Menschen unbedingt einander z.B. einen guten Tag wünschen?
Wenn mir jemand sein Nicht-Grüßen damit begründen würde, dass er nur dann grüßt, wenn er die Adressaten mag (was man ja über einen Fremden nicht sagen kann), und nur die, mit denen er regelmäßigen guten Kontakt hat, wäre das für mich in Ordnung.

Und so ist das sicher auch mit anderen Höflichkeitsbekundungen. Sehr oft handelt es sich eben um floskelartige und damit doch bedeutungslose Aussagen.
Undifferenzierte "Rasensprenger"-Höflichkeit führt meiner Meinung nach dazu, dass am Ende niemand weiß, wie aufrichtig sie ist.
Und umgekehrt dazu, dass ein allseits und jederzeit höflicher Mensch auch solche Mitmenschen so (positiv) behandelt, mit denen er in Wahrheit nichts zu tun haben möchte.

Anders, wenn man z.B. einem offensichtlich kranken oder gebrechlichen Menschen Höflichkeit in Form von Hilfe zuteil werden lässt. Auch hier geht es um dessen unmittelbares Wohlgefühl, das man ihm aufgrund sichtbarer Umstände verschaffen möchte.
Alles rein Formale dagegen finde ich nicht notwendig.
Ich glaube, die heute jungen und ganz jungen Leute gehen mit Höflichkeit grundsätzlich eher sparsam um, was ich nicht immer für kritikwürdig halte.

Liebe Grüße,
Linde

Moin moin, warum sendest du "liebe Grüße"? Linde? Kennst du brizi?
Es mag sein das die jungen Leute heute, eher sachlicher leben. Aber wenn sie einfache "menschliche - höflich - lieb" nicht anwenden, dann taucht in mir die Frage auf, wo haben wir als Eltern versagt.
Ich empfinde ein Grüßen, als eine Art des "Lächelns"
.
Ich glaube nicht, das sie jetzt schon "abkotzen", wenn sie daran denken, das sie später eine "Übermacht" von alten Leuten pflegen müssen. ...oder für eine "Übermacht" von alten Leuten, für deren Unterhalt sorgen sollen. Und deshalb heute schon ihre Freude zum Ausdruck bringen. :knatsch:

LG Schluppi :engel:

Historia02
03.02.2008, 14:10
Mal eine Verständnisfrage: Die 4 Firmen teilen sich die Toilette und die Küche?

Ich kann nur von mir sprechen: Ich würde Mitarbeiter fremder Firmen, die ich gar nicht kenne und die mir nicht vorgestellt wurden, auch nicht grüßen. Egal, wie schmal der Flur ist. Außer, es ließe sich gar nicht vermeiden, z.B. wir würden gleichzeitig die Eingangstür erreichen o.ä.

lindenblatt
03.02.2008, 15:26
Hallo Schluppi!


Moin moin, warum sendest du "liebe Grüße"? Linde? Kennst du brizi?


Nein, natürlich nicht wirklich.

Aber ich habe mich trotzdem so verabschiedet, weil ich hier Kontakt zu ihr aufgenommen habe. Ich fand die Art ihrer Fragestellung an uns sympathisch.
Ich bin längst keine 20- bis 25-Jährige mehr, kann aber einige der Gründe dieser Generation verstehen und teilen, warum sie sich mit herkömmlichen Höflichkeitsäußerungen nicht identifizieren kann.

Schönen Sonntag!
Linde

lindenblatt
03.02.2008, 23:18
Außerdem stimme ich Grace_Kelly zu, es gibt auch genügend ältere Höflichkeits-Muffel. Besonders bei alten Menschen ab ca. 70 fällt mir das sogar ziemlich oft auf.

schluppi
04.02.2008, 08:21
Außerdem stimme ich Grace_Kelly zu, es gibt auch genügend ältere Höflichkeits-Muffel. Besonders bei alten Menschen ab ca. 70 fällt mir das sogar ziemlich oft auf.
Moin moin Lindenblatt,
das kann natürlich sein.
....dann mußt du lauter schreien... :fluestertuete: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :knatsch:

Polarstern
04.02.2008, 10:05
Außerdem stimme ich Grace_Kelly zu, es gibt auch genügend ältere Höflichkeits-Muffel. Besonders bei alten Menschen ab ca. 70 fällt mir das sogar ziemlich oft auf.
In meiner Firma (sehr viele junge Leute, viele Studenten) fällt es durch alle Altersklassen auf...:smirksmile:

Wir haben Grüßer und Nichtgrüßer, Anwäscher und Nichtabwäscher, u.s.w.
Ich würde das nie einer bestimmten Altersklasse anhängen, wir haben zB einen neuen Kollegen: Anfang 40, promoviert, einen Schritt höher in der Rangfolge als die meisten Mitarbeiter auf unserem Flur. Glaubt nicht, daß der grüßt! :zwinker:

Gutes Benehmen ist in meinen Augen eben wirklich eine Erziehungs-, aber keine Altersfrage.

LG
Polarstern

Inaktiver User
04.02.2008, 10:22
Als "alte Zicke" von 36 habe ich manchmal das Gefühl einer Sandwich-Generation anzugehören. Früher verlangten die Erwachsenen, dass man sie zuerst grüßt und heute tun dies die Kids.
Die 20-25jährigen machen´s schlauer: Die grüßen überhaupt keinen mehr .... :schild genau:

Inaktiver User
04.02.2008, 10:32
Gutes Benehmen ist in meinen Augen eben wirklich eine Erziehungs-, aber keine Altersfrage.

LG
Polarstern
Aber der Begriff "gutes Benehmen" ist von der Zeit, in der man aufwächst, geprägt.

schluppi
04.02.2008, 10:35
Gutes Benehmen ist in meinen Augen eben wirklich eine Erziehungs-, aber keine Altersfrage.

LG
Polarstern
:schild genau: :allesok:
laß mich einen Schritt weitergehen Polarstar, :zwinker:
es gibt Menschen wo sich derer Selbstbewußtsein reduziert, sobald sie unter Profilneurosen leiden.
Irgendwann mal ein Diplom (mit ach und Krach) erreicht und schon glauben sie, sie seien etwas Besseres.

:engel:

schluppi
04.02.2008, 10:38
Als "alte Zicke" von 36 habe ich manchmal das Gefühl einer Sandwich-Generation anzugehören.
:wie?: ....:in den arm nehmen: .... bist noch keine "alte Zicke" Perhaps... :in den arm nehmen:

:wie?: ....aber unter "Sandwich" verstehe ich etwas anderes. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :knatsch:
.....upps, in mir sind gerade die Gedanken eines Kerles durchgegangen. :freches grinsen:


Früher verlangten die Erwachsenen, dass man sie zuerst grüßt und heute tun dies die Kids.
Die 20-25jährigen machen´s schlauer: Die grüßen überhaupt keinen mehr .... :schild genau:
Ja jaaaaa..... m Wandel der Zeiten. :zwinker:

:engel:

Inaktiver User
04.02.2008, 10:58
Ist manchmal gar nicht so witzig, Schluppi.
Ich arbeite an der Reception eines Hotels und freue mich über jeden"gut erzogenen" Gast. Mein Horror sind die halberwachsenen Kinder reicher Leute, die zwar gelegentlich eine Erziehung in teuren Internaten genossen haben, sich aber aufführen, als sei der Rest der Welt ihr persönliches Personal. "Zurückgrüßen" ist da nur ein Akt der gnadenvollen Herablassung.
Noch mehr ärgere ich mich allerdings über italiensche Jugendliche. Die sind soo cool und rücksichtslos, dass sie jedes alte Mütterchen im Fahrstuhl glatt an die Wand drücken.
Sind aber alles nur meine eigenen Erfahrungen. Vielleicht ist die Welt außerhalb meines Hotels ja noch vollkommen in Ordnung.

schluppi
04.02.2008, 11:08
... Vielleicht ist die Welt außerhalb meines Hotels ja noch vollkommen in Ordnung.
Ist sie nicht mehr.
Letztlich sind wir Erwachsenen aber mit dran Schuld, an dieser Entwicklung. ...Führen durch Vorführen.

Polarstern
04.02.2008, 11:46
Aber der Begriff "gutes Benehmen" ist von der Zeit, in der man aufwächst, geprägt.
Das stimmt natürlich.
Aber da die meisten unserer Praktikanten und studentischen Mitarbeiter problemlos grüßen können, kann es eigentlich keine Zeiterscheinung sein
- und läßt mich vermuten, daß viele Zugereiste sind, der Mecklenburger hat es nämlich normalerweise nicht so mit der Höflichkeit. Egal, aus welcher Altersklasse er stammt. :smirksmile:

Inaktiver User
04.02.2008, 11:51
@schluppi
Na, weiss ich nicht. Manche politischen und gesellschaftlichen
Veränderungen gehen an den Grundbedürfnissen des Einzelnen vorbei. Und dann gilt nur noch das Ellenbogenprinzip, da der Mensch letztlich auch nur nach den Gesetzen der Natur funktioniert: Er darf nicht untergehen.
Ich wundere mich immer, wieviele Leute z.B.ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis nach Solidarität haben. Und dann tun sie alles, um diese zu zerstören, weil das EGO im Moment Hochkonjunktur zu haben scheint.

(Ich schließe mich übrigens bei nichts aus - bin eben auch ein Teil dieser, unserer Gesellschaft).

Inaktiver User
04.02.2008, 11:53
der Mecklenburger hat es nämlich normalerweise nicht so mit der Höflichkeit. Egal, aus welcher Altersklasse er stammt. :smirksmile:
:freches grinsen: Oweia, das stimmt!!!!!! Damit wieder alle Vorurteile unter Dach und Fach sind .

Inaktiver User
04.02.2008, 12:01
Für mich ist gutes Benehmen nicht nur Erziehungssache, sondern auch eine Frage des Bewusstseins und der Geisteshaltung.

Wenn ich andere grüße, auch wenn ich sie nicht kenne, dann schaffe ich ein freundliches Klima, von dem alle etwas haben. Wenn ich meine Überreste in der Büroküche wegräume, dann achte ich darauf, dass andere nicht durch meinen Dreck benachteiligt sind.

Für mich hat das einfach etwas mit sozialem Bewusstsein zu tun und mit Respekt vor meinen Mitmenschen.
Für mich ist Höflichkeit keine lästige Notwendigkeit, sondern etwas, das ich gern tu.

Ich besuche eine Berufsschule, an der der Altersschnitt zwischen 16 und 25 liegt. Es ist die Regel, dass man sich gegenseitig die Tür vor der Nase zuknallen lässt. Es ist die absolute Ausnahme, dass ein Schüler mir (39) oder einem Lehrer die Tür aufhält.
Es kommt überhaupt nicht vor, dass ein Schüler einem anderen Schüler die Tür aufhält.

Für mich hat das was mit mangelndem Bewusstsein für die Mitmenschen zu tun.

Inaktiver User
04.02.2008, 12:20
Für mich ist gutes Benehmen nicht nur Erziehungssache, sondern auch eine Frage des Bewusstseins und der Geisteshaltung.

:blumengabe:

Inaktiver User
04.02.2008, 12:38
der Mecklenburger hat es nämlich normalerweise nicht so mit der Höflichkeit.

:ooooh: :schild nein:

Nu lass' das nur nicht meinen Großvater hören (...nee, geht auch nicht mehr) - der war nämlich aus "Meggelborch" - eine feinere, warmherzigere Höflichkeit habe ich selten erlebt.

:blumengabe: Heinz war vielleicht ein unnormaler Mecklenburger?

Polarstern
04.02.2008, 13:59
:ooooh: :schild nein:

Nu lass' das nur nicht meinen Großvater hören (...nee, geht auch nicht mehr) - der war nämlich aus "Meggelborch" - eine feinere, warmherzigere Höflichkeit habe ich selten erlebt.

:blumengabe: Heinz war vielleicht ein unnormaler Mecklenburger?
Vielleicht ist er nicht umsonst von hier weggezogen? :smirksmile:

Aber um fair zu sein: es handelt sich bei der hier vorherrschenden Unhöflichkeit häufig mehr um so ein "rauhe Schale, weicher Kern" Phänomen. Und ich kenne mittlerweile auch wirklich nette Mecklenburger!

Polarstern
04.02.2008, 14:01
Für mich ist gutes Benehmen nicht nur Erziehungssache, sondern auch eine Frage des Bewusstseins und der Geisteshaltung.
...
Für mich hat das was mit mangelndem Bewusstsein für die Mitmenschen zu tun.
Das sehe ich auch so. Aber ich denke, daß Du das Bewußtsein für die Empfindungen Deiner Mitmenschen eben auch mal irgendwann vermittelt bekommen hast. Wenn Du Dir ganz kleine Kinder anguckst, entwickelt sich das ja im Laufe der Zeit. Bei einigen mehr, bei anderen weniger... :zwinker:

schluppi
04.02.2008, 14:27
.....
- und läßt mich vermuten, daß viele Zugereiste sind, der Mecklenburger hat es nämlich normalerweise nicht so mit der Höflichkeit. Egal, aus welcher Altersklasse er stammt. :smirksmile:
na naaaa.... :wie?: :knatsch:
:nudelholz:
Ich bin auch eine echte mecklenburger Landkartoffel und mir wird (hinterm Rücken) sogar "Schleimer" hinterher gesagt, von ein paar wenigen Menschen.
Allerdings sind diese Menschen nicht gewohnt gewesen, das, wenn ich sie früh Morgens begrüße, die Hand reiche. ....und sie dabei anlächele... komische (Wald-)menschen. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

schluppi
04.02.2008, 14:30
...Nu lass' das nur nicht meinen Großvater hören (...nee, geht auch nicht mehr) - der war nämlich aus "Meggelborch" - eine feinere, warmherzigere Höflichkeit habe ich selten erlebt....

....dann hast du den uuuuunendlich lieben und in seiner Art, bescheidenen Schluppi noch nicht kennen gelernt. :engel:
....Zicke...:freches grinsen:

brizi
19.02.2008, 23:55
Hallo zusammen und sorry, dass ich mich erst jetzt für eure Antworten und Meinungen bedanke - habe lange nicht mehr hier hereingeschaut.
@Mediterranee: Dein Posting entspricht hundertprozentig dem, was ich zu dem Thema denke!
Erstaunt war ich, dass tatsächlich irgendjemand hier ganz offen sagte, sie grüße Mitarbeiter anderer Firmen prinzipiell erstmal nicht - egal wie schmal der Flur ist.
Nun handelt es sich bei uns auf der Etage um sehr kleine Firmen mit jeweils nur 3-5 Mitarbeitern; man kennt sich also spätestens am zweiten Tag "vom Sehen".
Davon abgesehen bin ich (41) noch so erzogen worden, dass man prinzipiell auf der Arbeit oder auch zuhause im Treppenhaus etc. andere Menschen grüßt. Daher ja auch die Frage an die "Eltern". Mir ist es eben am stärksten bei den Leuten der angesprochenen Altersklasse aufgefallen, bei Älteren und auch jüngeren scheint es im Schnitt etwas "besser" zu sein, aber das mag völlig subjektiv sein.
Und übrigens schreibe icht nicht aus Meck-Pomm - daran liegt´s also nicht :zwinker:
LG brizi

schluppi
20.02.2008, 00:31
:in den arm nehmen: ...ich verzeihe dir, das du nicht aus Meck-Pomm schreibst. :smile: :blumengabe:

....ich wohne da ja auch schon seit 27 Jahren nicht mehr. :freches grinsen:

Oooh sorry, ich hatte vergessen...
Guten Abend brizi... :blumengabe:

schluppi
20.02.2008, 00:34
...
Für mich hat das was mit mangelndem Bewusstsein für die Mitmenschen zu tun.

Und diese Einstellung entsteht im Elternhaus!!!
Sicher werden jetzt sehr viele sagen: Die Umwelt formt den Menschen. Mag sein, aber grundsätzliche Dinge erhalten Kiddis von den Ellis, oder? :zwinker:

LG Schluppi :engel: