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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warten oder gehen?



Inaktiver User
25.01.2008, 13:40
Hallo!

Folgendes raubt mich zwar nicht um den Schlaf, verdutzt mich aber immer wieder. Und darum hätte ich gern einige Meinungen dazu.

Wie haltet Ihr es mit Kollegen und Nachbarn, mit denen Ihr den gleichen Weg habt?

Beispiel: Man parkt nebeneinander, steigt fast zur gleichen Zeit aus, hat auch das gleiche Ziel (Büro, Haustür usw.). Und man sieht, daß der andere auch gerade aussteigt, geht trotzdem aber "vor". Sprich: Es wird nicht gewartet.

Für mich ist es selbstverständlich, auf den anderen zu warten (meistens eh nur wenige Sekunden). Aber ich erlebe es immer wieder, daß die andere Person (die schneller ist) mich zwar sieht, grüßt, aber halt geht und somit die restliche Strecke bis zum Büro immer 3 Meter vor mir geht. Finde ich persönlich saublöd.

Es geht übrigens um Kollegen, mit denen man sehr viel zu tun hat, also keine flüchtigen, die man mehr vom Wegsehen kennt.

Bei Nachbarn und Kollegen, die ich gut kenne, halte ich es grundsätzlich so, daß ich warte. Aber scheinbar bin ich damit allein auf weiter Flur... :knatsch:

Wie handhabt Ihr das in solchen Situationen?

Zeta

fraeulein_minza
25.01.2008, 14:04
Liebe Zeta :smile:

ich bin ganz Deiner Meinung! Wenn ihr sogar im Arbeitsalltag immer wieder miteinander zu tun habt, finde ich so ein Verhalten nicht gerade nett, sehr unhöflich und seltsam... Käme ich gar nicht drauf, weil, wie Du sagst, es ist selbstverständlich mal eben kurz zu warten. So eilig kann man es auf dem Weg zur Arbeit doch gar nicht haben :smirksmile: Oder - habt ihr eine Stechuhr die nur in einem bestimmt Zeitrythmus den Arbeitsbeginn erfasst?

Wie ist denn das Verhalten dieser 'Nichtgrüßer' und 'Nichtwarter' im Arbeitsalltag???

Je nachdem wie ich die betreffende Person finde (doof - nett) würde ich je nach Tagesform einfach mal rufen "warte" und mich mit ein paar schnellen Schritten anschließen und vielleicht noch 'n Jux machen... um mal zu testen, ob hinter dem seltsamen Benehmen Abneigung gegen meine Person steckt. Grmpf :knatsch:

Bei Nachbarn ist das wieder anders... Ich muss zugeben, dass es mir schon ein paar Mal passiert ist, dass ich meinen Nachbarn in außerhäusiger Umgebung nicht erkannt habe. Ansonsten ist auch hier grüßen, ein kurzer Schnack selbstverständlich. Aber wenn mein Nachbar ein paar Meter vor mir sonstwohin geht, lege ich wiederum keinen Wert auf ein gemeinsames Gehen (es sei denn es ist ein besonders netter Nachbar :freches grinsen: ).

LG Minza

Skunk
25.01.2008, 14:06
Bei Kollegen, mit denen ich viel zu tun habe, warte ich. Da findet sich auch immer ein Small-Talk-Thema bis zum Eingang. Eher ankommende Kollegen warten auch eher als dass sie Fersengeld geben.

Auf Mitarbeiter, die ich beim Rundgang vielleicht mal sehe und grüße, warte ich nicht unbedingt. Ist aber echt vom Verhältnis zueinander abhängig. Wenn auf mich gewartet wird, lasse ich mich höflicherweise darauf ein.

Inaktiver User
25.01.2008, 14:26
Wie ist denn das Verhalten dieser 'Nichtgrüßer' und 'Nichtwarter' im Arbeitsalltag???


LG Minza

Gegrüßt wird schon, aber eben nicht gewartet. Meistens hole ich sie an der Haustür ein, weil man unsere Büro-Haustür nicht mal eben aufbekommt (zickige Haustür).

Diese Nicht-Warter sind im Arbeitsalltag normale Leute, mit denen man mal kurz einen unverbindlichen Plausch á la "Schönes Wetter heute" macht.

Eine für mich nette Kollegin, auf die ich mal gewartet habe, war darüber höchst irritiert. Das merkte ich richtig.

Besonders komisch finde ich es, wenn der andere wirklich nur 3 Schritte voraus ist und meine Schritte fast schon in den eigenen Hacken spürt. :smirksmile:

Es scheint aber ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, auf den anderen warten zu müssen. :ooooh:

Inaktiver User
26.01.2008, 18:22
nachdem ihc mich schrecklihc unwohl fühle, wenn jemand 5 Schritte hinter mir geht, und ich mir die "warten oder rennen"-Frage spätestens an der nächsten Tür ("aufhalten oder fallen lassen") stellen müsste, warte ich lieber gleich.

Inaktiver User
26.01.2008, 20:45
Also, ich warte nicht immer.

Wenn ich weiß, dass ich den gleichen Weg habe (mein Laden ist sehr weitläufig) oder wenn jemand mir fast in den Nacken atmet (was ich sehr unangenehm finde), warte ich schon.
Wenn es jemand ist, mit dem ich enger zusammen arbeite oder gerne rede, dann warte ich natürlich auf jeden Fall.

Da mein Laden aber wirklich sehr groß ist, kenne ich viele auch gar nicht, oder nur vom Sehen.
Grüßen ja, aber krampfig ein Small-Talk-Thema suchend neben jemandem herzulatschen, dem ich so gar nichts zu sagen habe, nee.

Karla48
26.01.2008, 21:21
Zeta, ich empfinde das genau so wie Du.
Warten ist normal für mich. Es sei denn, ich sehe diese Person immer nur vom weitem. Aber das ist ja in Deinem Fall nicht so - Ihr sprecht ja auch mal kurz miteinander.

Ich glaube, das ist Unsicherheit auf der anderen Seite. Wer weiß heute schon noch, was für ein "Benehmen" erwartet wird. :freches grinsen:

Ruf doch einfach mal "hallo, guten Morgen Pauline!", dann merken die Leute, daß sie "entdeckt" wurden. :freches grinsen: Wenn sie dann immer noch weiter rennen - bitte sehr.

Und bei nächster Gelegenheit mal einflechten "meine Güte, hast Du es eilig morgens...da scheint Dich ja sogar ein Morgengruß nur unnötig aufzuhalten hahaha".
Sprich: Man kann ja seinen Standpunkt ruhig vertreten, und wir können unsererseits genauso Irritation zeigen. Es ist ja nicht nur die eine Seite, die die "Spielregeln" aufstellt.

Einen Nachbarn von uns habe ich kürzlich dreimal gegrüßt "guten Abend!", bis er zurückgrüßte. :freches grinsen: Da simmer eisern. :freches grinsen: Aber ne dicke Freundschaft wird das nicht mehr. :freches grinsen: Mir tun die Leute leid, die zu frustriert zum Grüßen sind. :engel: :Sonne:

LG Karla

Lukulla
27.01.2008, 15:52
Ich sag mal: es kommt darauf an. :smile:

Manchmal mag man keine Smalltalks machen, übers Wetter oder den Chef plaudern, man mag kurz noch seine Ruhe haben, noch eine SMS nachlesen, da kann ich verstehen, dass man nicit wartet.

Aber dann kann man ja dem anderen signalisieren, dass man es sehr eilig hat, schnell laufen oder sagen, ich geh schon mal vor, oder an dem Handy nesteln, oder Taschentuch rauskramen und sich dabei abwenden.

Es gibt viele subtile Signale, die man höflichkeitshalber aussenden kann.

Was ich nicht machen würde, den anderen darauf ansprechen, warum er schon vor geht, selbst wenn es 3 Schritte sind. Er wird Gründe haben, sonst würde er sich anders verhalten.

Wenn man allerdings fast nebeneinander her geht, ist es grob unhöflich nicht ein paar Takte zu sagen und die Schritte anzupassen. So schlecht könnte meine Laune morgens gar nicht sein, dass ich jemanden düpiere.

.gerrimee.
27.01.2008, 16:03
Hallo Zeta, Du hast bei den Umgangsformen gepostet, und da ist es goldrichtig aufgehoben: Ich finde die von Dir geschilderte Situation grob unhöflich. Das gehört sich einfach nicht.

Da es ja so ist, dass es um engere Kollegen geht, finde ich Karlas Idee gar nicht schlecht. Den Kollegen humorvoll auf die Situation ansprechen. Wer weiss, was für Probleme der hat, den Kopf voll hat etc. und es ist ihm gar nicht bewusst. Wenn er das immer noch nicht schnallt, einfach als Stoffel abhaken :blumengabe:

(gilt auch für "sie")

Lukulla
27.01.2008, 16:30
Ich möchte mal zu Bedenken geben, dass es auch unhöflich ist (sein kann), den Willen der anderen Kollegen, allein vor zu laufen, einfach zu ignorieren, nur weil ich es anders besser finde.

Ich würde, ausser man hätte ein herzliches Verhältnis, den Kollegen nicht darauf ansprechen. Zumal dann nicht, wenn von meiner Seite aus genügend "Kommunikationssignale" wie ein fröhliches Guten Morgen etc. ausgesendet werden.

Wie ich schon sagte, die Kollegen werden ihre Gründe haben und ich sehe es als grob unhöflich an, meine Sicht dem anderen aufzudrängen.

Inaktiver User
27.01.2008, 16:38
hm, von der seite betrachtet....

also, dann bin ich wohl die andere seite!

Ich fahre im winter mit der s-bahn zur arbeit, wie eine gewisse kollegin auch. Die morgens schon immer sehr gesprächig ist. Im gegensatz zu mir. Inzwischen achte ich darauf, dass ich immer im ersten wagen sitze (sie im letzten) so dass sie mir immer ca. 20m voraus ist auf dem weg von der s-bahn zur arbeit.

Sie geht dann vor mir her, meist mit jemand anderes ins gespräch vertieft. Ich kann das morgens einfach nicht! Ich fange auch schon um 7:30 uhr an zu arbeiten, mache ich gern, aber quatschen kann ich erst nach dem frühstück.

Ich bringe es auch nicht übers herz, ihr das zu sagen.... aber mich aus höflichkeit morgens schon zutexten zu lassen, das geht auch nicht.

.gerrimee.
27.01.2008, 16:43
Ich möchte mal zu Bedenken geben, dass es auch unhöflich ist (sein kann), den Willen der anderen Kollegen, allein vor zu laufen, einfach zu ignorieren, nur weil ich es anders besser finde.

Zeta lässt ihn ja, so wie ich verstand, laufen, ärgert sich aber, meiner Meinung nach zurecht.


Ich würde, ausser man hätte ein herzliches Verhältnis, den Kollegen nicht darauf ansprechen. Zumal dann nicht, wenn von meiner Seite aus genügend "Kommunikationssignale" wie ein fröhliches Guten Morgen etc. ausgesendet werden.

Doch. In der richtigen Situation mit den richtigen Worten würde dieser Angelegenheit von beiden Seiten aus viel Sprengkraft genommen. Zeta könnte sagen, was ihr auf dem Herzen liegt und würde damit auch dem Kollegen die Möglichkeit geben. Gespräche sind immer gut, wenn menschlich was schiefläuft. Ansonsten bauschen sich die Eindrücke auf. Unnötigerweise.


Wie ich schon sagte, die Kollegen werden ihre Gründe haben und ich sehe es als grob unhöflich an, meine Sicht dem anderen aufzudrängen.

Dann ist der Kollege genauso grob unhöflich, denn er drängt Zeta SEINE Sicht auf, oder nicht?

Lukulla
27.01.2008, 16:45
Eben. Und das kann/muss man auch respektieren. Die Signale, die Du aussendest, sind eindeutig.

.gerrimee.
27.01.2008, 16:48
Ich bringe es auch nicht übers herz, ihr das zu sagen.... aber mich aus höflichkeit morgens schon zutexten zu lassen, das geht auch nicht.

Da lässt Du sie lieber schmoren, lässt sie überlegen, ob sie Dir vielleicht irgendwas getan hat, Du sie nicht magst etc.? Wie gemein!

Wenn Du Ihr das



quatschen kann ich erst nach dem frühstück


ehrlich sagst, sollte es kein Problem sein...

Ich bin früher mit einer Kollegin zusammen in einem Auto zur Arbeit gefahren, weil wir nebeneinander wohnten. Wir haben nicht gequatscht. Meist wurde nicht ein Wort geredet. Das war nie ein Problem, eben WEIL wir das voneinander wussten (zwei Morgenmuffel).

.gerrimee.
27.01.2008, 16:49
Eben. Und das kann/muss man auch respektieren. Die Signale, die Du aussendest, sind eindeutig.

Nein. Signale aussenden ist nie eindeutig. Eindeutig ist nur das Gesagte.

Lukulla
27.01.2008, 16:51
Dann ist der Kollege genauso grob unhöflich, denn er drängt Zeta SEINE Sicht auf, oder nicht?

Ich habe nochmal nachgelesen: es sind mehrere Kollegen. Offensichtlich ist es bei der Firma eher Usus.

Hm, drängen die Kollegen ihre Sicht auf? Sie verhalten sich wie immer, weil es anscheinend so üblich ist bei denen, Zeta hätte es gerne anders, resp. sieht es als unhöflich an.

Ich würde sagen: nein, die Kollegen drängen nicht. Es ist nicht höflich, würde ich sagen.


Gespräche sind immer gut, wenn menschlich was schiefläuft. Ansonsten bauschen sich die Eindrücke auf. Unnötigerweise.

Grundsätzlich ja. Aber von menschlich schief laufen zu reden, nur weil etliche Kollegen aus dem Auto ins Büro stürmen ohne Smalltalk? :ooooh: :wie?:

Inaktiver User
27.01.2008, 16:54
Nein, ich lass sie nicht schmoren... sie hat ja ein anderes "opfer" gefunden. Ich weiß nicht mal, ob sie mein verhalten durchschaut... ich mach mir wahrscheinlich mehr gedanken als sie!

Ich bin auch nicht stolz darauf, aber ich bin tatsächlich ein paar mal mit ihr gegangen, und sie hat ohne punkt und komma geredet... ich hatte den eindruck, dass sie selber so unsensibel war, dass ihr mein jetziges verhalten (hoffentlich) nicht so nahe gehen könnte. Denn: man muss schon sehr hart gesotten sein, wenn man morgens jemand zutextet, der selber nur "hm" oder "ach" hervorbringt, oder?

Ansonst stehe ich in diesem fall zu meiner unhöflichkeit. Jawoll!

Lukulla
27.01.2008, 16:56
Seufz, gerrimee, willst Du streiten? :knatsch:

Ich finde man kann aus der Mücke einen Elefanten machen. Signale reichen.

Oder soll Zeta eine Betriebsversammlung anberaumen zur
Klärung nicht verbaler Signale bei Kollegen nach dem Verlassen des Autos und dem anschliessenden schnellen alleinigen Gang zur Bürotür ohne Verwendung eindeutiger Smalltalks mit Hinwendung zur auch allein gehenden Kollegin?

.gerrimee.
27.01.2008, 17:13
Seufz, gerrimee, willst Du streiten? :knatsch:

Ich finde man kann aus der Mücke einen Elefanten machen. Signale reichen.

"Signale" reichen nicht. Weil sie nicht unbedingt von dem anderen so verstanden werden, wie der Absender sie gemeint hat. Daran kranken gefühlte 100 % zwischenmenschliche Beziehungen. Warum soll das im Berufsalltag anders sein?

Fakt ist doch, dass Zeta sich durch das Verhalten der Kollegen brüskiert fühlt. Sie fühlt sich blöd dabei. Warum soll sie das nicht - und hier auch noch humorvoll verpackt - den Kollegen das sagen? Lukulla, ich sehe Dein Problem dabei nicht.

Wenn es so üblich ist dort in der Firma, wie Du herausgelesen hast, dann kann das in einem klärendem Gespräch (noch dazu ohne Angriff zetaseits), schnell richtiggestellt werden. Dann ist wieder "reine" Luft.

Inaktiver User
27.01.2008, 18:59
Hui, hier kommt ja richtig Leben in den Strang.

Zu meiner Situation muß ich noch folgendes sagen: Das Betriebsklima ist eher so lala, also Mittelmaß. Als gut würde ich es nicht bezeichnen. Mein Chef und ich sind beide neu in der Firma. Selbst er hat mal mir gegenüber erwähnt, daß er es komisch findet, daß jeder seine Bürotür (fast) immer zumacht. So kommt es, daß der Flur dunkel und "stumm" erscheint. Immerhin hört man manchmal hinter den Türen Gelächter.

Trotzdem sagte er mir, daß er hier (in der Firma) Leben und Lachen (!!!) vermißt. Als ich mal bei einer Kollegin im Büro war und wir beide gackerten, kam besagter Chef dazu und freute sich richtig "Oh Sie lachen ja beide... sowas hört man gern...".

Vielleicht bin ich durch meine beiden letzten Firmen einfach zu verwöhnt? Dort herrschte jeweils ein sehr gutes Klima, und es war eine Selbstverständlichkeit, auf den anderen zu warten. Oft wurde sogar angeboten, beim Tragen (schwere Tüten, Ordner usw.) zu helfen.

Ich könnte beim nächsten Mal (wenn ich die vorlaufende Person an der Tür noch "erwischen" sollte) ja mal scherzhaft sagen: "Sie sehen ja, Sie können mir nicht entkommen, ich habe Sie doch noch eingeholt...".

Wie fändet Ihr das? Zu aufdringlich?

Inaktiver User
27.01.2008, 19:27
Nö, das würde ich dann schon auch lustig finden.:freches grinsen:

Aber von dem, was du sonst noch beschreibst, habe ich jetzt eher den eindruck, als beschliche dich ein allgemeines unbehagen (betriebsklimatisch), und dieses vorausrennen ist nur ein beispiel?

Inaktiver User
27.01.2008, 19:37
Nö, das würde ich dann schon auch lustig finden.:freches grinsen:

Aber von dem, was du sonst noch beschreibst, habe ich jetzt eher den eindruck, als beschliche dich ein allgemeines unbehagen (betriebsklimatisch), und dieses vorausrennen ist nur ein beispiel?

Als unbehaglich würde ich gewisse Situationen evtl. bezeichnen, aber das Vorausrennen ist für mich schon unhöflich. Für mein Empfinden.

Lukulla
28.01.2008, 11:31
Lukulla, ich sehe Dein Problem dabei nicht.

Meine Anmerkung mit dem Seufz, streiten, war jetzt auch nicht bierernst gemeint: :blumengabe:

So wie es Zeta schildert, ist die gesamte Atmosphäre in der Firma etwas bräsig. Das bedeutet man muss mehr Überzeugungsarbeit leisten, als nur einen netten Satz am Morgen zu sagen. :knatsch:

Massashi
29.01.2008, 11:28
... aber das Vorausrennen ist für mich schon unhöflich. Für mein Empfinden.

Guten Morgen!

Ich glaube, das hier ist eine Knigge-Grauzone. Ich persönlich empfinde es nicht als unhöflich, wenn jemand deutlich macht, dass er mit sich allein sein will und daher vorausrennt. Wenn ich selber diejenige bin, die keine Nähe will, dann grüße ich meist sehr freundlich, damit mein Nicht-Kommunizieren nicht als Ablehnung der anderen Person bei ihr ankommt.

Massashi

Divino
17.02.2008, 01:38
Ich tue es je nach Tageslaune mal so und mal so, warte aber auf jeden Fall auf jemand, mit dem ich gern spreche, also keinen "krampfhaften Smalltalk" führen müsste. Auffallen würde mir auch, wenn jemand vor mir herläuft, aber ich würde das nicht so eng sehen. Ist sicher nix gegen dich. Vielleicht haben sich das alle so angewöhnt & hingenommen, weil alle es so machen. Daher wohl auch die Irritierung der einen Kollegin.

Noodie
17.02.2008, 09:37
Also ich bin etwas verblüfft :wie?: Kann nicht ganz fassen wo das Problem, bzw die Unhöflichkeit ist wenn jemand nicht reden oder warten will. Gerade morgens ... ich denke es gibt viele die (wie ich auch) morgens eine Weile brauchen bis sie 'warmgelaufen' sind. Die Kollegen ignorieren dich ja nicht den ganzen Tag, dann wäre was faul, aber so?

Will dir jetzt nicht auf den Schlips treten, zeta, aber redest du viel und gerne, und kann es sein dass manche dich dann morgens vermeiden, weil sie noch keine Lust haben jemandem zuzuhören?

Es ist ja auch nicht so dass die Kollegen wohl aufeinander warten, nur nicht auf dich. Ich würd mir keinen Kopf deswegen machen.

Gruss :blumengabe: Noodie

Inaktiver User
17.02.2008, 09:51
Also ich bin etwas verblüfft :wie?: Kann nicht ganz fassen wo das Problem, bzw die Unhöflichkeit ist wenn jemand nicht reden oder warten will. Gerade morgens ... ich denke es gibt viele die (wie ich auch) morgens eine Weile brauchen bis sie 'warmgelaufen' sind. Die Kollegen ignorieren dich ja nicht den ganzen Tag, dann wäre was faul, aber so?

Will dir jetzt nicht auf den Schlips treten, zeta, aber redest du viel und gerne, und kann es sein dass manche dich dann morgens vermeiden, weil sie noch keine Lust haben jemandem zuzuhören?

Es ist ja auch nicht so dass die Kollegen wohl aufeinander warten, nur nicht auf dich. Ich würd mir keinen Kopf deswegen machen.

Gruss :blumengabe: Noodie


Nein, Noodie, ich rede nicht viel und bin definitiv keine Quasselstrippe. Es geht auch nicht so sehr um's Reden. Ich finde es nur seltsam, wenn die Person lieber 3 Schritte vor mir geht, wo sie doch genauso gut warten und mit mir zusammen zum Büro gehen könnte. Es geht nicht darum, daß ich morgens schon ausführliche Konversation machen möchte und jemanden zum Reden brauche.

Noodie
17.02.2008, 10:52
Ich finde es nur seltsam, wenn die Person lieber 3 Schritte vor mir geht, wo sie doch genauso gut warten und mit mir zusammen zum Büro gehen könnte.

Aber was hat man davon? :wie?: Ich will dich nicht angreifen, bestimt nicht :blumengabe:, aber ich verstehe nicht wozu man zusammen gehen sollte. Man sieht sich doch eh im Büro. Ich würde nur auf eine gute Freundin (oder Freund) warten, aber nicht auf Kollegen oder Bekannte.

Inaktiver User
17.02.2008, 11:11
Aber was hat man davon? :wie?: Ich will dich nicht angreifen, bestimt nicht :blumengabe:, aber ich verstehe nicht wozu man zusammen gehen sollte. Man sieht sich doch eh im Büro. Ich würde nur auf eine gute Freundin (oder Freund) warten, aber nicht auf Kollegen oder Bekannte.

Gegenfrage: Was spricht denn dagegen, die 150 Meter zusammen zu gehen? Zumal es mir unangenehm wäre, den Atem des anderen im Nacken zu haben. :smirksmile:

Du würdest auch nicht auf Bekannte warten??? Jetzt bin ich aber platt, Noodie!

Noodie
17.02.2008, 12:46
Dagegen spricht dass man vielleicht gerade keine Lust zum reden hat. Denn 150m geht man dann ja auch nicht schweigend, das wäre auch komisch, oder?

Bekannte würd ich dann wohl grüssen und dann weiter gehen. Es sei denn es gibt irgendwas zu bereden, also man hat einen Grund, man will was fragen o.ä.

Aber nur weil man jeden Morgen zum gleichen Gebäude geht dann immer zusammen gehen ... ich weiss nicht. Für mich sehr merkwürdig, irgendwie käme es mir zwanghaft vor.

Inaktiver User
20.02.2008, 09:15
Gegenfrage: Was spricht denn dagegen, die 150 Meter zusammen zu gehen? Zumal es mir unangenehm wäre, den Atem des anderen im Nacken zu haben. :smirksmile:


Ich gebe Dir vollkommen recht, Zeta. Beim Lesen Deines Eingangsberichts hatte ich nachgerade ein Déjà-vu. Es war vor einer Woche auf einem recht großen Firmenparkplatz. Ein Mann steigt aus dem Auto, eine Frau steigt aus dem Auto. Grüßen sich, sie lächelt höflich, er wirkt etwas brummig, ja snobistisch. Er sticht los. Ich konnte die Irritation der Frau richtig spüren. Sie geht hastigen Schritts hinterher, um seinen Fauxpas vergessen zu machen und den Weg zum Büro gemeinsam mit ihm zu gehen. Er, mit langen Schritten, lässt sich gar nicht beirren, während sie ihm hinterherstöckelt. Die Arme, dacht ich mir. Sie ist eine attraktive Frau, die Voreingenommenheiten gegenüber ihr durch Herzlichkeit zu kompensieren versucht. Und er...er ist ein Nichts mit Schnauzer und unförmiger Thermojacke.

claudya22
20.02.2008, 13:15
Grundsätzlich warte ich auch. Aber nur bei den Menschen die mir symphatisch sind :zwinker:
Für mich ist das auch selbstverständlich. Allerdings hab ich keine Lust auf jemand zu warten den ich eh nicht sonderlich mag, da bin ich meistens froh wenn ich den Lift allein hoch ins Büro kann ohne ein erzwungenes "wie gehts, wie war das wochenende?" schwätzchen halten zu müssen....

Inaktiver User
20.02.2008, 14:28
Grundsätzlich warte ich auch. Aber nur bei den Menschen die mir symphatisch sind :zwinker:
Für mich ist das auch selbstverständlich. Allerdings hab ich keine Lust auf jemand zu warten den ich eh nicht sonderlich mag, da bin ich meistens froh wenn ich den Lift allein hoch ins Büro kann ohne ein erzwungenes "wie gehts, wie war das wochenende?" schwätzchen halten zu müssen....

Nun ja...schon richtig...andererseits wurden Umfangsformen zu dem Zweck erfunden, dass ein höflicher Umgang nicht in das Belieben einer jeweiligen persönlichen Sympathie gelegt werden...

Inaktiver User
20.02.2008, 14:31
.

Es geht übrigens um Kollegen, mit denen man sehr viel zu tun hat, also keine flüchtigen, die man mehr vom Wegsehen kennt.

Bei Nachbarn und Kollegen, die ich gut kenne, halte ich es grundsätzlich so, daß ich warte. Aber scheinbar bin ich damit allein auf weiter Flur... :knatsch:

Wie handhabt Ihr das in solchen Situationen?

Zeta

Bei Kollegen oder nachbarn mit denen ich viel zu tun habe, warte ich auch aber nur wenn die leute mir natürlich sympathisch sind, sonst gehe ich auch einfach weiter.

lara

Bimbella
22.02.2008, 15:51
Schon erlebt:
Von insgesamt 10 Kollegen in der Abteilung haben sich 4 zu einem halbtägigen Computer-Kurs angemeldet, dh. ich und 3 weitere Kollegen. Dies wurde am Schwarzen Brett im Kaffeeraum auch mittels Anhang kommuniziert, ist bei uns so üblich, also Kollege xy etc. besucht diesen und jenen Kurs.
Am besagten Tag warten die 3 Kollegen untereinander auf sich und machen sich auf den Weg (Kurs fand in einem Nebengebäude statt). Ich im letzten Moment hinterher, sie sehen mich auch, aber sie warten doch tatsächlich nicht auf mich, sondern knallen mir noch Buchstäblich die Türe vor der Nase zu! Um zum Schulungsraum zu gelangen, müssen mehrere Flure mit Türen durchquert werden, auch dort, die Türe wird mir nicht aufgehalten. Anschliessend im Schulungsraum angekommen, würdigen sie mich keines Blickes, sondern quatschen nur untereinander. Dieses Verhalten hat mich schon sehr verletzt, mehr noch, ich fand es unter aller Sau! Mittlerweile ist einige Zeit vergangen. Mit den Kollegen arbeite ich mehr oder weniger gut zusammen.
Deshalb warte ich immer auf Kollegen, die mit mir noch einen Weg bis zum Büro zurückzulegen haben. Ist meiner Meinung nach eine Frage der Höflichkeit.
Gruss Bimbella

Inaktiver User
22.02.2008, 17:17
Da lässt Du sie lieber schmoren, lässt sie überlegen, ob sie Dir vielleicht irgendwas getan hat, Du sie nicht magst etc.? Wie gemein!

Ich glaube, mit Gemeinheit hat das nichts zu tun. Ich bin morgens auch schrecklich verletzlich und nicht ganz da. Dann überlege ich, wie ich es dem anderen am besten sagen könnte und ärgere mich über mich selbst und dass ich so bin wie ich bin - und lasse es lieber bleiben. Ein falscher Tonfall kann die vielleicht richtigen Worte ins schlechte Licht rücken. Und wenn man das Ganze mal weiterspinnt: Das liefe doch darauf hinaus, dass ich mit Kollegin 1 +2 zusammen zur Arbeit laufe, und mir das Geratsche anhören müsste... Es hilft dann vielleicht eher, mal beiläufig nachmittags der Kollegin zu stecken: Ich schlafe morgens noch.
Die Leute funktionieren verschieden und man tut sich selbst ja keinen Gefallen, wenn man alles persönlich nimmt. Allerdings, Zeta, das ist keine Antwort auf Deine Frage. Höflich im eigentlichen Sinne würde ich das Verhalten Deines Kollegen nicht nennen, denn Höflichkeit dient vor allem dazu, um solche Irritationen wie Deine zu vermeiden.
Ehrenpreis

Noodie
23.02.2008, 10:45
Mal andersrum gedacht: Kann es nicht auch sein dass manche Menschen finden es sei vielleicht unhöflich sich morgens einem Kollegen aufzudrängen indem man auf sie/ihn wartet? A la, ich möchte deine Privatssphäre nicht stören da ich weiss dass manche Menschen morgens noch nicht sehr gesprächig sind?

Ich hab nur in England in einem Büro gearbeitet, wo es eher als höflich gilt etwas Abstand zu halten, weiss nicht ob Deutsche Berufstätige auch so denken?

Inaktiver User
29.02.2008, 19:18
Oh, wie schön wäre das!
Ehrenpreis:engel: