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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Mann ist schwer krank



Nasaya
22.01.2008, 21:20
Hallo!
Ich stecke zur Zeit in einer echten Lebenskrise.
Mein Mann ist vor ca.1 Jahr langsam krank geworden. Es fing mit geschwollenen Füßen und Augenlieder an. Ziemlich schnell wurde klar, das es an den Nieren lag. Nachdem man ihn mit haufenweise Medikamenten vollgestopft hat, kam es dann eines Tages so schlimm, das er wieder in Krankenhaus mußte. ein paar Tage später erfuhr ich, das er nun ein Dialysepatient ist. Zu dem zeitpunkt konnte noch keiner sagen,das es entgültig um die Nieren geschehen ist. Aber ein paar wochen darauf stand fest, ihm kann nur noch eine neue Niere von der Dialyse befreien.
Das war ein großer Schock für mich, da ich ja noch gehofft hatte es sei eines Tages wieder okay.
Gut, nach der Krise die darauf folgte, kam ich eines Tages wieder auf die Beine. Ich habe, so gut man es zu diesem Zeitpunkt sagen konnte, versucht damit zu leben.
Nun hatten wir ein Gespräch mit der Ärztin, das mein Mann wieder ins KH muß, um die Krankheit zu bestimmen, die für das Nierenleiden verantwortlich ist. Es wird nun eine Lymphknotenpunktion gemacht. Die Ärztin sagte uns auch einen fachausdruck für diese Krankheit, den ich mir aber nicht merken konnte. Nun habe ich gestern den Umschlag geöffnet, der fürs KH ist, und mir die Unterlagen durchgelesen. Da fand ich auch wieder den Namen der Krankheit. Ich habe ein wenig bei googel gesucht, und bin sehr schnell fündig geworden. Es ist eine Krebserkrankung!!!
Und nun bin ich entgültig am Boden. Wie geht man damit um?
Wo nimmt man den Sinn für die Zukunft?
Wir haben drei kleine Kinder. Unsere jüngste war zu Beginn der Krankheit ein wenig über 1 monat alt.
Wie gehe ich mit ihm um?
Ich habe tausend doofe fragen im Kopf, aber keine vernüftige Antwort.
Dazu kommt noch,das wir fast immer nur noch streiten und uns mit Worten arg verletzen, dabei will ich das eigentlich nicht.

Wir hatten doch noch soviele Pläne zusammen!!!!

Wer hat auch einen kranken Partner, und kann einen gedankenanstöße geben damit um zugehen?

Über antworten wäre ich euch sehr dankbar.

Tabea57
22.01.2008, 21:56
Liebe Nasaya,

da hast Du ja viel zu tragen bekommen vom Leben! Ich kann mir vorstellen, dass Dich das erst mal komplett aus der Bahn wirft.

Zuerst einmal::in den arm nehmen: möchte ich Dich virtuell drücken.


Hast Du Hilfe in Deinem Alltag? Versuch Dir alle Hilfe zu organisieren, die Du bekommen kannst:

Freunde, die Dir zuhören und Dir auch mal die Kinder abnehmen können;

Krankenhausseelsorger (da hat mir mal eine sehr geholfen), schau mal, ob es die in dem KH gibt, in dem Dein Mann liegt.

Hast Du Eltern/Schwiegereltern, die Dir zur Hand gehen können?

Du brauchst Deine Kraft für Deinen Mann und für Dich, auch für die Kinder, klar.

Du wirst kinderfreie Zeit brauchen für Besuche im KH und auch für dich, um bei Kräften zu bleiben. Deshalb lass Dir bei den Kindern von den Großeltern und/oder Deinen Freunden helfen.

Vermutlich kannst Du es noch gar nicht fassen und bist voller Angst, was jetzt auf Dich zukommt.

Geh davon aus, dass Dein Mann auch Angst hat. Darüber - über die Angst und auch über die Krankheit - zu reden, ist schwer. Streit ist da ein gutes (sicher nicht bewusst eingesetztes) Ablenkungsmanöver.

Dein Mann ist völlig unter Streß - Du natürlich auch. Auch das ist mit ein Grund für die Streits.

Nasaya, ich möchte Dir Mut machen, auch das bei der Krankenhausseelsorge anzusprechen. Die kennen diese Situationen. Mach Dir nicht auch deshalb noch selber Druck jetzt, Du brauchst kein schlechtes Gewissen, Du brauchst Deine ganze Kraft für anderes. Du bist nicht böse oder schlecht, Ihr Beide seid von dieser Situation überfordert, denke ich mal.

Mein einziger Tipp für die nächsten Tage wäre: versuch erst einmal, möglichst wenig zu reden, wenn Du Deinen Mann besuchst. Auch ohne Worte kann man sehr viel sagen, durch streicheln, Hand-halten.

Lass zumindest alle Themen, die nach Eurer Erfahrung Streit auslöend sind, weg. Gib Dir und ihm Zeit, da anzukommen, wo das Leben Euch hinbeordert hat. Erst einmal Atem holen.

Irgendwann werdet Ihr reden über Eure Angst, und ich vermute, dass ab da der Streit nicht mehr nötig ist.

Ich schick Dir ganz viel liebe Gedanken rüber!
Schreib hier, wenn Du magst, es ist fast immer jemand da.

Und noch was: Krebs muss nicht heißen, dass er stirbt. Es kann sein, ja; aber die Wahrscheinlichkeit, dass er überlebt, ist mindestens genauso groß. Es gibt genug Besipiele dafür. Wann sprichst Du mit seinen Ärzten? Nimm dir jemanden mit, der einen kühlen Kopf bewahrt und schreib vorher alles auf, was Du wissen willst.

Gut, dass Du hier Unterstüztung gesucht hast, bitte nimm Dir auch soveil Hilfe, wie Du kriegen kannst, in Deinem Umfeld.

Alles Gute für Dich und Deinen Mann


wünscht Dir Tabea57

Nasaya
22.01.2008, 22:10
Danke Tabea, für Deine Worte.
In meinem Umfeld will ich niemand mit meinen Sorgen nerven, die kennen mich eh alle als die Starke, die es schon schafft. Das setzt man bei schon voraus.
Und Eltern oder Schwiegereltern habe ich auch nicht in der Nähe. Eigentlich bin ich im Großen und ganzen auf mich alleine gestellt. Das macht es auch so hart und unerträglich.
Zur Zeit kann ich meinen Mann nicht besuchen, da sein KH zu weit weg ist. Das bedeutet für mich hier sitzen und warten. Ist wirklich schrecklich,nicht zu wissen was zur Zeit Fakt ist.

Inaktiver User
22.01.2008, 22:35
mir hat es in einer ähnlichen Situation (mein Vater war schwer erkrankt) geholfen, möglichst viel über die Krankheit und deren Verlauf herauszufinden.

Internet ist schon ganz gut, ein Gespräch/Telefonat mit seinen Ärzten (falls dein Mann zustimmt) wohl nohc besser, weil sie seinen Zustand am ehesten abschätzen können.

Wenn du erstmal weißt, was konkret IST und was schlimmstenfalls sein KÖNNTE, kannst du vielleicht auch leichter sortieren, was du in nächster Zeit planen udn auf die Reihe kriegen musst.

Alles Gute für euch!

Tabea57
22.01.2008, 22:39
Danke Tabea, für Deine Worte.
In meinem Umfeld will ich niemand mit meinen Sorgen nerven, die kennen mich eh alle als die Starke, die es schon schafft. Das setzt man bei schon voraus.
Und Eltern oder Schwiegereltern habe ich auch nicht in der Nähe. Eigentlich bin ich im Großen und ganzen auf mich alleine gestellt. Das macht es auch so hart und unerträglich.
Zur Zeit kann ich meinen Mann nicht besuchen, da sein KH zu weit weg ist. Das bedeutet für mich hier sitzen und warten. Ist wirklich schrecklich,nicht zu wissen was zur Zeit Fakt ist.


Ach Nasaya,

das ist doch kein nerven, und auf Dauer die Starke sein - das geht nach hinten los.

Und ein Beispiel aus meinem Freundeskreis: Ich habe eine Freundin, die auch nicht nerven will. Nie. Sie macht alle Dinge mit sich selbst aus. Und ich? Ich fühl mich ausgesperrt und als ob ich es nicht wert bin, ihr auch mal zu helfen.

Und wenn ich mal was habe und es mir schlecht geht, gehe ich lieber zu anderen, dabei würde ich eigentlich schon gern auch zu dieser Freundin gehen. Aber das mag ich inzwischen nicht mehr.

Lass Dir helfen, Nasaya! Wo sind Deine Freundinnen, wohnen die in Deiner Nähe?

Und können die Großeltern evtl. anders helfen, z.B. mal die Kinder auf Besuch nehmen oder Dich besuchen, um zu helfen/einzuspringen?

Die Gefahr beim alles-mit-sich-alleine-ausmachen ist, dass man sich leicht überfordert.

Pass auf Dich auf!

LG,

Tabea57

Nasaya
22.01.2008, 23:07
Ach Nasaya,

das ist doch kein nerven, und auf Dauer die Starke sein - das geht nach hinten los.

Und ein Beispiel aus meinem Freundeskreis: Ich habe eine Freundin, die auch nicht nerven will. Nie. Sie macht alle Dinge mit sich selbst aus. Und ich? Ich fühl mich ausgesperrt und als ob ich es nicht wert bin, ihr auch mal zu helfen.

Und wenn ich mal was habe und es mir schlecht geht, gehe ich lieber zu anderen, dabei würde ich eigentlich schon gern auch zu dieser Freundin gehen. Aber das mag ich inzwischen nicht mehr.

Lass Dir helfen, Nasaya! Wo sind Deine Freundinnen, wohnen die in Deiner Nähe?

Und können die Großeltern evtl. anders helfen, z.B. mal die Kinder auf Besuch nehmen oder Dich besuchen, um zu helfen/einzuspringen?

Die Gefahr beim alles-mit-sich-alleine-ausmachen ist, dass man sich leicht überfordert.

Pass auf Dich auf!

LG,

Tabea57



Ja, Tabea, ich denke schon das Du Recht hast mit dem was Du mir sagst. Nur ist es halt nicht leicht, den Leuten (Freunden) auf einmal zu signalisieren: hallo, ich schaff es nicht so gut wie ihr denkt, und es geht mir alles andere als gut.
Ich könnt mir vorstellen, das die meisten damit nicht so einfach klar kommen.
Ich bin aber schon mal sehr froh und dankbar das es hier nette Menschen gibt, die auch auf das Schicksal von Anderen eingehen.
Ich konnte bisher halt am besten immer mir die Sorgen und Nöte von anderen anhören (und mache es auch gerne, weil ich meine Freunde sehr mag). Aber nun die Rolle der hilfebedürftigen zu sein, ist nicht so leicht für mich.
Ich danke Dir aber sehr für Deine Antworten.

Tabea57
23.01.2008, 12:39
Ja, Tabea, ich denke schon das Du Recht hast mit dem was Du mir sagst. Nur ist es halt nicht leicht, den Leuten (Freunden) auf einmal zu signalisieren: hallo, ich schaff es nicht so gut wie ihr denkt, und es geht mir alles andere als gut.
Ich könnt mir vorstellen, das die meisten damit nicht so einfach klar kommen.

Du hast es hier geschafft, das ist ein erster Schritt.:blumengabe:
Fang mit einer Freundin an und erzähle ihr, wie es Dir geht.




Ich konnte bisher halt am besten immer mir die Sorgen und Nöte von anderen anhören (und mache es auch gerne, weil ich meine Freunde sehr mag). Aber nun die Rolle der hilfebedürftigen zu sein, ist nicht so leicht für mich.


Das glaube ich Dir gerne! Aber gerade, weil Du Deine Freunde magst - gib ihnen die Chance und die Möglichkeit zu helfen.

Alles Gute für Dich, bis später,

Tabea57

dieterS
23.01.2008, 12:45
Versuche das nicht allein zu tragen. Lass dir helfen. Sprich darüber.

Das musst du jetzt unbedingt lernen.

Akzeptiere es wie es ist. Hadere nicht damit.

Ein Kollege von mir hatte das auch - die Niere wurde entfernt - und lebt ganz gut damit.

Also keine Sorge - das Leben geht weiter.

Am Wichtigsten jetzt: Bringt wieder einen liebevollen Ton
in Eure Beziehung, damit diese nicht leidet.

Streiten kostet nur Kraft. Lass dich nie drauf ein.

Du musst stark bleiben - für deine Kinder.

Und dein Mann braucht seine Kraft zum Gesundwerden.

Nasaya
23.01.2008, 13:45
Akzeptiere es wie es ist. Hadere nicht damit.


Das klingt sehr logisch und richtig. Und ich würde mich schon als ein sehr logischen Menschen bezeichnen. Ich habe es auch versucht mir zu sagen, Du kannst nichts dran ändern, drum nimm es hin. Nur leider ist es nicht so wirklich leicht, auch so zu handeln. Wie soll man es schaffen, wenn man damit rechnen muß, das der Mensch, den man so sehr liebt und der einem so wichtig ist, in absehbarer Zeit nicht mehr da ist???
Der Gedanke ist so schmerzhaft.
Ich will hier nicht rum jammern, aber es ist das schlimmste was ich bisher durch machen mußte. Und ich habe schon viele schlimme Sachen durch machen müssen.
Aber diese Sache ist so viel schlimmer für mich.
Ich will ihn nicht verlieren!
Ich will auch nicht zurück bleiben müssen, mit dem Schmerz und der Trauer und das Leben was wir uns zusammen aufgebaut haben, alleine zuende führen müssen.


Am Wichtigsten jetzt: Bringt wieder einen liebevollen Ton
in Eure Beziehung, damit diese nicht leidet.


Das ist das nächste Problem. Ich denke es ist wirklich eine schlechte Art um mit seinen Ängsten umzugehen. Aber leider passiert es mir immer wieder, sobald eine schlechte Nachricht in puncto Krankheit kommt, das sich bei mir ein Schalter umlegt, und ich mit streit reagiere. Was ich aber eigentlich nicht möchte.
Es ist inzwischen schon wie ein Kreislauf bei uns, aus dem man nicht ausbrechen kann.


Streiten kostet nur Kraft. Lass dich nie drauf ein.


Das stimmt, es kostet schon fast zuviel Kraft. Manchmal bin ich nach unserer Streitattacke völlig ausgepowert. Nur wie kommt man da raus. Wir haben uns auch schon so viele sehr verletzende Worte gesagt, was in wirklichkeit keiner von uns so gemeint hat.
Manchmal habe ich das Gefühl, wir werden nie wieder normal miteinander umgehen können.

Tabea57
23.01.2008, 15:25
Nasaya,

nur schnell (bin im Büro),was das Streiten bzw. die Kommunikation angeht: Gerade dafür wäre eine professionelle Unterstützung für Dich superhilfreich! Ruf im KH Deines Mannes an und frage nach der Krankenhausseelsorge. Lass Dir dort einen Termin geben, das ist vermutlich das Schnellste. Du und Dein Mann, ihr braucht Hilfen bei der Bewältigung Eurer Ängste und ich denke, da findest Du sie.

Hat noch jemand andere Ideen?

LG,

Tabea57

dieterS
23.01.2008, 15:41
Das stimmt, es kostet schon fast zuviel Kraft. Manchmal bin ich nach unserer Streitattacke völlig ausgepowert. Nur wie kommt man da raus. Wir haben uns auch schon so viele sehr verletzende Worte gesagt, was in wirklichkeit keiner von uns so gemeint hat.
Manchmal habe ich das Gefühl, wir werden nie wieder normal miteinander umgehen können.

Das ist jetzt nur Energievergeudung -

aber falls er es nicht überlebt -

wirst du JEDES WORT bereuen.

Wieder und wieder und wieder.

Er kann doch auch nichts dafür!

Er hätte ja auch einen Unfall haben können.

Wärst du dann auch auf ihn böse?

Lass dir helfen.

Lass dir helfen.

Flower111
23.01.2008, 15:58
Hallo,
mir geht es ähnlich. Mein Mann ist auch schwer krank, Asthma, Wir haben eine Tochter. Meine Mutter ist auch krank , sie ist auch an der Dialyse. Jeder hat immer gesagt, es ist nicht so schlimm. Sie geht jetzt schon seit 10 Jahren zur Dialyse. Für eine Spenderniere ist sie schon zu alt. Natürlich muss sie mit dem Essen immer aufpassen und Diät halten. Während der Blutwäsche kann sie ja Musik hören oder TV gucken. Oder mit den anderen Patienten unterhalten. Man kann auch in den Urlaub fahren, es gibt viele Angebote für Dialysepatienten.

Alles Gute und viel Kraft

Flower111

Vivi23
23.01.2008, 16:00
Das ist jetzt nur Energievergeudung -

aber falls er es nicht überlebt -

wirst du JEDES WORT bereuen.

Wieder und wieder und wieder.

Er kann doch auch nichts dafür!

Er hätte ja auch einen Unfall haben können.

Wärst du dann auch auf ihn böse?

Lass dir helfen.

Lass dir helfen.


Natürlich kann er nichts für seine Krankheit. Und trotzdem ist es eine völlig normale Reaktion, wenn Du als seine Frau wütend über diese Krankheit bist. Er ist es vielleicht auch. Diese Wut in einer solchen Situation ist bei vielen Menschen ein Ventil, ein Ausdruck für etwas ganz anderes: Angst, Hilflosigkeit, Verlust, was auch immer. Ich finde es wichtig, das nicht zu unterdrücken, sondern anzuschauen und nachzuforschen, was es eigentlich ist.

Das kann alleine funktionieren, wird mE aber deutlich einfacher mit professioneller Hilfe, weil die weiß, wie man nachfragt und vor allem keine inneren Frage-Verbote hat. KH-Seelsorger sind sicher eine gute Anlaufstelle, aber vielleicht findet sich auch ein Psychologe in Deiner Nähe?

Und noch etwas: Du hast alles Recht der Welt, zu jammern und zu klagen. Das ist eine wirklich schlimme Situation, in der Du bist. Mach es wenigstens hier, besser noch mit einer guten Freundin.

Alles Gute:blumengabe:
vivi

Telly
24.01.2008, 17:44
Hallo Nasaya,

ich war selbst kurz nach der Geburt meiner Tochter krebskrank. Ich hatte zwei Jahre später sogar ein Rezidiv und eine Neuerkrankung. Rückblickend kann ich nur sagen, du mußt Hilfe annehmen. Das Baby kann man, wenn man stillt mit Sicherheit auch mal zu einem Krankenbesuch mitnehmen. Das wird auch deinem Mann Mut und Lebenswillen geben. Die etwas älteren Kinder können vielleicht auch länger bis 16:00 Uhr im Kindergarten bleiben. Oder nach der Schule mal zu Freunden. Das man erst mal den Kopf in den Sand steckt ist normal . Man muß ja plötzlich mit zuviel Schrecklichem fertig werden. Aber dann muß man die Dinge in Angriff nehmen und organisieren.
Unser Kinderschutzbund vor Ort hilft bei der Vermittlung von Tagesmüttern, evtl. gibt es etwas entsprechendes bei Euch.

Laß´dich beraten von der Sozialarbeitertin im Krankenhaus auch hinsichtlich Schwerbehindertenausweis und Erwerbsunfähigkeitsrente auf Zeit für deinen Mann.

Versuch bei wichtigen Terminen mit Ärzten dabeizusein.

Kopiere alle Unterlagen bezüglich der Erkrankung deines Mannes.
Fachärzte sind immer dankbar, wenn man viel Info dabei hat.

Suche dir selber und deinem Mann psychologische Hilfe. Manche Krankenhäuser bieten Krebspatienten diese auch bei stationärer Unterbringung an.
Der Ehepartner kann die psychischen Belastungen denen man ausgesetzt ist nicht alleine auffangen, Proffessionelle Hilfe annehmen und für Entlastung sorgen.


Versuche wieder Mut zu haben !

Es gibt auch viele positive Beispiele.

Viel Glück,

Telly

Inaktiver User
26.01.2008, 14:37
Dieter verzeih, ich möchte Dich nicht angreifen, aber es ist einfach nicht richtig - in meinen Augen - was Du das schreibst, gerade im Hinblick auf den Satz: Du wirst jedes Wort bereuen.

Man darf, ja man muss, auch mit einem schwerkranken Menschen streiten dürfen. Das gehört dazu und ist ein Stück Normalität!

Mein Vater hat es gehasst, dass wir in phasenweise wie ein rohes Ei behandelt haben - redet mit mir auch über Banalitäten, streitet mit mir, behandelt mich wie einen ganz normalen Menschen, der ich immer noch bin, trotz meiner Krankheit, das hat er immer wieder eingeklagt.

Ich bereue kein einziges Wort, auch nicht die weniger schönen Dinge, die ich ihm gesagt habe, obwohl er schwer krank war.

Ich bereue es eher, dass ich - siehe oben - oftmals bemüht war, die Zeit, die wir noch hatten auf eine unnatürliche Weise möglichst sinnvoll und gut zu gestalten. Das hat uns enorm blockiert und ausgebremst.

Dennoch möchte ich mich dem allgemeinen Rat hier anschließen, dass Du das nicht alleine durchstehen musst.

Und eine kleine Bitte habe ich noch an Dich - rede Deinen Mann nicht vorzeitig ins Grab... Mein Vater hatte überhaupt keine Perspektive mehr, da die Diagnose viel zu spät kam. Er hat noch vier Jahre gelebt und im ersten Jahr war ich so sehr damit beschäftigt, mich auf seinen Tod vorzubereiten, dass ich manchmal ganz vergessen habe, dass er noch lebt und dann kam es zu diesen Situationen, die ich oben beschrieben habe.

Man weiß, auch wenn ein Mensch nicht krank ist, nie wie lange man zusammen sein wird (es muss nicht immer der Tod sein, der einen trennt).

Ich weiß, dass Du Angst hast, aber die Angst lähmt Dich und sie macht Dich handlungsunfähig.

Ich wünsche Dir und Deinem Mann von Herzen alles Gute.

Tabea57
01.02.2008, 19:37
Nasaya,


wie geht es Dir jetzt?

Ich denke des öfteren an Dich und Deine Situation.

Lieben Gruß,

Tabea57

Nasaya
07.02.2008, 09:30
Hallo Tabea

wie es mir geht, kann ich immer nur für den Moment sagen. Zur Zeit geht es gerade so. Vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl mich überrollt alles. Das ist bei mir so ein ständiges auf und ab.
Ist aber sehr schön zu wissen, das jemand an mich denkt : danke Dir!

Lieben Gruß,
Nasaya

Inaktiver User
07.02.2008, 09:36
:in den arm nehmen: Wir denken alle an Dich.

Und wenn es dich wieder "überrollt" - einer ist immer hier und kann dich trösten...

Weiterhin wünsche ich dir Kraft und alles Gute für euch beide

Dharma

Amika
07.02.2008, 12:01
Das wünsche ich Dir auch von ganzem Herzen!!!!!

liebe Grüße :in den arm nehmen:

Tabea57
07.02.2008, 17:28
Ich Dir auch!

Was ist mit Hilfe, Du musst das nicht allein tragen?

:in den arm nehmen:

Tabea57