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h.j.m.r.
21.01.2008, 21:02
Hallo möchte euch so kurz wie möglich eine lange Geschichte erzählen.
Es geht um meine Frau, mit der ich gute 11 Jahre zusammen bin. Muß dazu sagen, dass meine Frau keine schöne Kindheit hatte, ihre Eltern sich jeden Tag stritten und ihre Mutter früh verstorben ist als sie 16 war. Angeblich bekomm durch denn Streit der Eltern meine Frau Neurodermitis und später Asthma um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Was ihr auch geraume Zeit gelungen ist.

Am Anfang war alles super bis die Kinder auf der Welt waren, sie sagte immer meinen Kindern soll es nicht so ergehen wie mir. Ihre ganze Liebe gab sie den Kindern ich war nur noch da um gewisse Dinge zu erledigen. Ich bekomm so gut wie keine Zärtlichkeiten mehr, versuchte auch immer auf sie Rücksicht zunehmen, da sie keine schöne Kindheit hatte und um sie nicht zu verletzen. Sie ist sehr Sensibel und schnell verletzt.

In den ganzen 11 Jahren hatten wir nie einen Streit. Wenn wir uns unterhielten und ein Kind kam oder rief war unsere Unterhaltung sofort beendet, wenn ich zu hier sagte, das kann doch nicht sein bekam ich nie Recht. Im Haushalt oder in der Erziehung konnte ich ihr nie etwas recht machen, ich durfte Windeln wechseln und spazieren gehen, wenn ich was anderes machen wollte, sagte sie immer du kannst das nicht, ich mache das, wie gesagt im Haushalt war es genauso.

Meine Frau ist ein Perfektionist und niemand kann es ihr recht machen und auf der anderen Seite warf sie mir vor, ich würde nichts machen. Doch ließ sie mich gar nicht, alles riss sie an sich und der Streß wurde für sie immer mehr, nahm aber keine Hilfe an. Sie war dann auf Mutter-Kind-Kur, dort sprach sie mit einer Psychologin, auf solche Menschen hört sie ohne wenn und aber. Sie sagte zu ihr ich würde mich wie ein puppertierender 19jähriger verhalten.

Wie kann sich jemand so äußern ohne den anderen zu kennen. Sie kam nach Hause und sagte wir müssen etwas ändern, ich änderte etwas, sie nicht. Zu dieser Zeit fing sie wieder an zu arbeiten. Alles wurde ihr zuviel, sie war einfach überfordert, sie meinte sie müsse immer Leistung erbringen um Anerkennung zu bekommen. Am 1 Mai 2006 sagte sie zu mir abends im Bett, ich glaube ich liebe dich nicht mehr so, wir können ja so nebeneinander herleben. Ich konnte das nicht, denn ich liebe meine Frau. Ich schrieb ihr Gedichte über unser Leben, doch sie lehnte alles ab, sie fühlte sich nur verletzt, auch wenn nur liebe Sachen darin standen.

Im November bin ich ausgezogen weil sie eine räumliche Trennung wollte, ich sollte uns doch die Chance geben, am Februar zog sie aus unserer gemeinsamen Wohnung aus. Zwischendurch war sie bei einer Psychologin die zu ihr sagte, wenn sie sich trennen wollen, dann machen sie es. Als ich mit der Psychologin sprechen wollte, sagte sie, Ihre Frau ist bei mir Patientin und nicht sie.

Ich muß auch sagen, sie hat eine Freundin die viel Einfluss auf sie hat, die selbst geschieden ist. Bei ihr holt sie sich immer wieder die Bestätigung, dass sie alles richtig macht. Diese sprach auch nicht mit mir, sie sucht sich immer diese Leute aus von denen sie weiß die geben ihr Recht, kennen aber alle nicht die andere Seite. Kurz nach dem 1Mai waren wir beim Eheberater, da war sie einmal mit dabei und meinte der steht nicht auf meiner Seite, da gehe ich nicht mehr hin.

Egal was ich mache, fühlt sie sich verletzt und angegriffen, ich glaube schon wenn ich zu ihr sage ich liebe dich. Sie hat einen Dickkopf und holt sich aber immer die Bestätigung bei andern. Sie sagt selbst ihr geht es nicht besser und sie wär auch nicht glücklicher als vorher. Bei andern spielt sie immer die Glückliche und Fröhliche, doch wenn sie sich unbeobachtet fühlt, hat sie einen starren Blick in ein Loch.

Sie sagt, wenn sie zurückkommen würde, würde sie sich selbst anlügen, doch irgendwie findet sie immer einen Anlass 2-3mal die Woche anzurufen, meist wegen den Kindern. Ich weiß, dass sie psychische Probleme hat, doch erkennt sie es nicht sie meint ich mache alles richtig und die andern haben Unrecht und ich habe daran Schuld, daß sie unglücklich ist. Ich bin schon 1Jahr in psychische Behandlung.
Was kann ich machen, denn ich liebe sie, auch wenn sie mir schon oft weh getan hat.

melli55
21.01.2008, 21:26
Deine Frau hat ne ziemlich schlimme Macke, wie alt sind denn Eure Kinder?

h.j.m.r.
21.01.2008, 21:30
Sie sind 5 und 8 Jahre, aber das was sie erlebt hat, sollen sie ja nicht erleben, sie wollte immer die Familie die sie nie hatte.

Inaktiver User
23.01.2008, 09:33
Hallo h.j.m.r,

liest sich so, als würde Deine Frau seelische Gewalt an Dir verüben.
Das klingt erst mal platt, und ist auch schwer nachzuweisen. Sie tut es auch nicht bewußt.
Du leidest halt, weil sie sich willkürlich verhält, und Du das zulassen mußt, weil Du sie liebst.

Eine schwere Kindheit kann dazu führen, daß man nicht lieben kann. Du mußt Dir irgendwann einmal darüber klarwerden, ob die Verletzungen, die Du Dir in dieser Beziehung einfängst, tatsächlich Dir selbst gerecht werden. Oder ob Du nicht Besseres verdient hast ... auch wenn Deine Frau nach außen blendend dasteht.

Eure Beziehung läßt sich schlecht auf Augenhöhe führen, scheint mir. Sie haut Dir ein "pubertierender 19-jähriger" um die Ohren, und Du machst Dir einen Kopf.
Vermutlich mußt Du so eine Verhalten in einer anderen Beziehung nicht ertragen.

Meine Ex hatte auch eine schwierige Kindheit. Vater mit 2.5 Jahren gestorben. Die Mutter dann, als sie 30 war. Sie machte eine Psychotherapie. Mir gegenüber hatte sie dadurch vermeintlich gute Karten, denn jeder, der keine Psychotherapie gemacht hat, hat ja überhaupt keine Ahnung.
Auf die gleiche Tour wurde letztendlich vieles positiv für sie und negativ für mich ausgelegt. Ich gewann den Eindruck, daß sie die Therapie auch deswegen machte, um Waffen zu finden gegen ihren Partner.

Irgendwann habe ich mich auf den Standpunkt gestellt, daß ich mich nicht mehr verletzen lassen möchte und bin gegangen. Allerdings war das "einfach", es waren keine eigenen Kinder im Spiel.

Avus