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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat jemand Erfahrung mit Glucosamin + Chondroitinsulfat in Bezug auf Arthrose?



Meggy
13.01.2008, 21:05
Hallo ihr Lieben,

ich habe seit kurz vor Weihnachten eine aktivierte Polyarthrose. Hab jetzt begonnen ein Präparat zu nehmen, in dem Glucosamin, Chondroitinsulfat, MSM und Boswellia Serrata (indischer Weihrauch) enthalten ist.
Hat vielleicht jemand damit schon Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße
Meggy

Dodolin
28.01.2008, 10:38
Hallo Meggy,
ich habe sehr starke Arthrose in der Hüfte und nehme seit etwa einem Jahr Gelenk Kapseln mit Glucosamin und Chondroitin.
Ich bringe meine Schmerzen nicht weg damit, aber ich finde doch, dass mir die Kapseln helfen und ich eine OP noch ein bißchen rausschieben kann.

Meggy
29.01.2008, 11:12
Hallo Dodolin,

hatte gar nicht mehr damit gerechnet, daß mir noch jemand antwortet. Danke!!:blumengabe:
Ich nehme die Kapseln jetzt schon ca. 3 Wochen. Zusätzlich muß ich auch noch hochdosiertes Ibuprofen nehmen, damit die Entzündungen in den Gelenken unter Kontrolle kommen. Ich erhoffe mir von den Kapseln, daß sich zumindest die wenige Knorpelsubstanz, die noch vorhanden ist, stabilisiert und nicht so schnell durch die Entzündungen zerstört werden kann.

Hast du die Kapseln von einem Arzt empfohlen bekommen, oder bist du selbst darauf gestoßen?

Ich drücke dir die Daumen, daß du deine OP noch eine ganze Weile hinauszögern kannst.

Liebe Grüße
Meggy

Regenbogenfisch
29.01.2008, 11:31
Hallo,
darf ich mal fragen wie alt Ihr seit? Und ob Ihr noch voll im Berufsleben steht? Und wie sehr es Euch beeinflußt?

Ich bin 34 leide unter Kniearthrose Endstadium und Hüftarthrose.

LG Fisch

Meggy
30.01.2008, 11:01
Hallo Regenbogenfisch,

ich bin 49 Jahre alt. Ich bin freiberuflich tätig, d.h. daß ich zuhause am PC arbeite. Im Augenblick fällt es mir sehr schwer überhaupt irgendetwas zu tun, weil neben den Knie- und Fußgelenken auch fast alle Fingergelenke und beide Handgelenke stark entzündet sind.
Bisher hat mich die Arthrose nur in den Knien ab und zu stark behindert. Ging aber nach einer Weile meist wieder ganz gut. Ich konnte sogar Kiesertraining machen, was meiner Wirbelsäule sehr gut tat (habe seit Jahren Wirbelblockaden). Jetzt hab ich aber den starken Verdacht, daß es für die Gelenke Gift gewesen sein könnte. Diese von Gelenk zu Gelenk springende Entzündung kam sehr plötzlich und ich kann es mir kaum anders erklären. Naja, und die Ärzte sind sowieso meist ratlos.:knatsch:

Du bist ja noch so jung! Weißt du wie deine Arthrose entstanden ist? Was haben die Ärzte in deinem Fall unternommen? Mir kommt es immer so vor, als würden sie nur blind herumprobieren.

Liebe Grüße
Meggy

Dodolin
30.01.2008, 20:02
Hallo Meggy,
meine Hausärztin hat mir mal gesagt, dass hochdosiertes Glucosamin gut für den Knorpel ist, und so hab ich mir das selbst besorgt.
Früher hab ich immer Teufelskralle eingenommen. Mit Ibuprofen hab ich ziemliche Magenprobleme bekommen.
Übrigens, ein neues Hüftgelenk hab ich schon und die zweite ist nicht mehr fern! Zur Zeit plagt es mich wieder sehr stark!
Regenbogenfisch, ich bin 52 und hab 2006 das künstl. Hüftgelenk bekommen.

VG
dodolin

Inaktiver User
04.02.2008, 11:39
In der Reha wurde uns in einem sehr umfassenden Vortrag über die derzeit gängigen/üblichen/helfenden/heilenden Präparate/Anwendungen/Medikamente erzählt.

Leider ist es so, dass alle Präparate NICHT heilen, sondern lediglich den Schmerz lindern und das Geschehen verzögern können, so sie das können, denn es ist vieles noch im Experimentierstadium. Manchmal hilft es, manchmal nicht, manchmal muss man warten, bis es hilft, manchmal ist es zu spät. Gut für die Nährstoffversorgung des Knorpels ist moderates Gehen, also auf keinen Fall Nordic Walking wegen der Haltung, und das Glucosamin ist auch kein Fehler, auf jeden Fall unterstützt es die Knorpelbildung.

Ich habe meine OP sehr lange hinausgezogen, weil ein Gelenk ja immer nur 15 Jahre halten soll, sagt man. Ich habe aber Menschen getroffen, die ihres schon 20 Jahre drin hatten, bei anderen hat es nach 1 Jahr ersetzt werden müssen. Ich habe eine Vollprothese Hüfte.

Ich habe 40 Jahre unterschiedlich starke Schmerzen ausgehalten und mich letztes Jahr April operieren lassen. Seit September bin ich VOLLLLLL bewegungsfähig, kann sogar in die Hocke und mache stundenlange schmerzfreie Spaziergänge mit meinem Hund, mache seit 20 Jahren wieder Sport und werde diesen Sommer wieder mit dem Radfahren anfangen. Ich kann meine Beine wieder übereinanderlegen, was 20 Jahre nicht ging und bin ca. 2 cm grösser als zuvor, weil ich aufrechter gehen kann (zum einen wegen des Sportes, aber auch, weil ich keine nach vorne gebeugte Schonhaltung mehr einnehme).

Eigentlich eine Idiotie, dann, wenn man jung ist, Schmerzen zu haben und sich deshalb nicht mehr zu bewegen, damit man, wenn man alt ist und sich ohnehin nicht mehr so viel bewegt, beweglich ist. Auf jeden Fall bereue ich es, dass ich mir nicht schon vor 10 Jahren die TEP setzen lies.

Viele Infos gibts auch im Arthrose-Forum.

Liebe Grüsse
Elke

Inaktiver User
08.02.2008, 17:47
huhu,
mein vater hat das als zusatz empfohlen bekommen von einem alternativen arzt (wendet holotherapie an) wg. arthrose in der schulter. er hat deutlich weniger schmerzen, schiebt das aber auf die therapie an sich (so ähnlich hat der mediziner das auch empfohlen, eben als ergänzung und zur erhaltung der deutlichen verbesserung). in einer der letzten ausgaben des ärztblatts wurde kurz eine studie zitiert, aus der leider hervorgeht, dass es wohl nichts bringt, wobei einschränkend gesagt wurde, dass es noch keine langzeituntersuchungen gibt.
ich bin selbst ärztin und würde es bei arthrose nehmen, da ich es logisch finde, allerdings nur unterstützend und nur, wenn ich es mir finanziell gut leisten könnte.

Inaktiver User
08.02.2008, 17:51
ach, noch was. es gibt einige hinweise darauf, dass hagebuttenextrakt hochdosiert sehr hilfreich sein soll - ist aber schweineteuer! könnt ihr mal googeln, initial kenne ich das auch aus dem ärzteblatt, wo eine dänische studie zitiert wurde, meinem vater hat es allerdings null geholfen.

Dodolin
11.02.2008, 08:56
@ Elke

Ich kann dir voll und ganz zustimmen. Man ist ein neuer Mensch wenn die Schmerzen weg sind.

dodolin

rainbow13
19.04.2008, 18:29
Ich bekämpfe mit dem Mittel erfolgreichst meine Kalkschulter, letztlich auch eine Arthroseform.
Ich habe die Einnahme auch mit meinem Arzt besprochen, der meinte, es käme auf die Dosierung des Glucosamin + Chondroitin
an.
Ich habe mir bei meinem letzen USA Besuch "Move Free" besorgt, die wohl die richtige Dosierung haben.
Leider bekommt man die hier in Deutschland nicht.
Aber ich bin seit der Einnahme vor ca. 1 Jahr nahezu beschwerdefrei.

Alles Gute
Rainbow

Annahuna
26.04.2008, 11:18
Seit vielen Jahren weiß ich um meine Kniearthrose und die Arthrose im Grundgelenk meiner großen Zehen. Mit mäßiger Bewegung, Stützmanschetten und Einlagen kam ich einigermaßen klar.

Innerhalb des letzten Jahres sind nun viele Gelenke befallen -an den Händen, Schultern, Hüften, Nacken. Der Orthopäde, den ich inzwischen konsultiere, verschrieb mir auch ein Glucosamin- Chondroitinsulfatpräparat und meinte, nach einen halben Jahr regelmäßiger Einnahme würden sich Besserungen zeigen.

Auf der andern Seite hab ich seiner Meinung nach eine genetisch bedingte Polyarthrose und kann durch moderates Bewegungstraining - Gehen, Rückenschwimmen, Fahrrad fahren, Yoga - nur den Abbauprozess des Knorpels etwas aufhalten.

Gegen die Schmerzen nehme ich bei Bedarf Voltaren und werde akupunktiert, habe aber noch keine wirkliche Verbesserung erfahren. Meine Hausärztin empfahl mir, es mit Enzympräparaten statt des Voltarens zu versuchen.

Hab Ihr damit schon experimentiert und gute Erahrungen gemacht?

Mich erschreckt das Tempo, mit dem innerhalb eines Jahres so viele Gelenke befallen wurden, sehr. Aus diesem Grunde wäre ich glücklich, wenn das GCh-Präparat die Abbauprozesse stoppen und das Enzympräparat die Entzündungen beenden würde.

Was das - dringend empfohlene - Bewegungstraining angeht, habe ich Probleme damit, es konsequent durchzuhalten.
Auch die angemahnte Gewichtsreduktion (10 - 20 kg) schaffe ich nicht wirklich - es bleibt bei einem steten Auf- und Ab.

Ich bin 58 und bin schon in meinem Alter erschrocken über diese Verschleißerscheinungen.
Wie kommt Ihr als junge Frauen damit klar?

Annahuna

Annahuna
26.04.2008, 11:21
Hallo rainbow,

das macht Mut. Wie hoch ist denn die tägliche Dosierung? Kannst Du sie hier mal reinstellen?

Danke und Gruß
Annahuna

rainbow13
26.04.2008, 18:34
Hallo Annahuna,
gerne, die Tabletten, die ich übers Internet gefunden habe und die man auch von Deutschland aus beziehen kann, heissen
Super Flex-3.
Und die enthalten 1500mg Glucosamine, 1200mg Chondroitin und zusätzlich MSM 250 mg. Und das ist die Dosierung bei der mein Arzt durchaus eine Wirksamkeit sieht.
Google mal danach, da kannst Du Dich umfangreich informieren.

Gute Besserung und viele Grüsse
Rainbow