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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alternative zu Riester



Flens
13.01.2008, 09:45
Hallo,

es wird ja gerade "lautstark" über Riester diskutiert. Solche Verträge machen keinen Sinn usw.

Nun frage ich mich, welche Alternativen gibt es. Bis jetzt wird immer Riester schlecht geredet, es fehlen vielen Leuten aber einfach das Wissen über Alternativen.

Ich glaube Riester lässt sich einfach verstehen und daher schließen viele Leute solche Verträge ab, weil es bequem ist.

Vielleicht könnten wir hier mal die Alternativen diskutieren, was kann man anstatt Riesterrente vernünftiges fürs Alter machen?

Und wer sagt einem, dass andere Einkünfte im Alter (z.B. Mieteinnahmen oder Gespartest) nicht auch bei der "Grundrente" angerechnet werden?

Eteterfon
13.01.2008, 12:08
Und wer sagt einem, dass andere Einkünfte im Alter (z.B. Mieteinnahmen oder Gespartest) nicht auch bei der "Grundrente" angerechnet werden?
Werden bzw. würden sie ja. Wenn Du eine Immoblielie und daraus Mieteinnahmen hättest, und dennoch auf die Grundsicherung angewiesen wärst, würden diese Mieteinnahmen angerechnet werden, wenn ich das richtig verstanden habe. Und auch andere Ersparnisse wie Lebensversicherungen, Fonds etc würden angerechnet.

Das Fiese bei Riester ist, dass es immer so beworben wird und wurde, als ob einem das nie wegenommen werden könnte, sondern später immer oben drauf käme. Das stimmt aber offenbar nur für den Fall, dass Du mal arbeitslos und eine Weile in Hartz4/ALG2 bist. Für die Rente offenbar nicht, auch wenn es anders beworben wird.

Was kann man alternativ tun?

1) Immobilie - also später die Möglichkeit zu haben, mietfrei zu wohnen, ist sicher nach wie vor eine gute Möglichkeit, fürs Alter vorzusorgen. Mit dem Gedanken spiele ich immer mehr, dahingehend tätig zu werden. Aber noch muss ich das näher ausbrüten - und vor allem auch irgendwoher nen Kredit kriegen - als Freiberuflerin nicht einfach.

2) Lottomillionär werden :freches grinsen: Dazu allerdings müsst man erstmal überhaupt spielen...

Im Ernst - ich weiß auch nicht recht, zumal ich auch seit letztem Jahr riestere. Ich werde das alles mal beobachten in nächster Zeit und dann mal sehen, wie es weitergeht. Vorschnell meinen Vertrag kündigen werde ich sicher nicht - aber ob ich ihn noch 36 Jahre weiterbespare, weiß ich auch nicht, aber das muss ich denke ich nicht jetzt und sofort entscheiden ...

Flens
13.01.2008, 14:34
Ok, so sehe ich das auch. Eine Immobilie ist sicher nicht schlecht.

Und das nun Riester angerechnet wird später, ist sicherlich ärgerlich und auch nicht fair, wenn einem das vorher nicht genau gesagt wird.

Aber andere Anlageformen werden auch bei der "Grundrente bzw. Sicherung" angerechnet. Daher ist doch Riesterente allgemein nichts schlechtes?

Eteterfon
14.01.2008, 09:28
Es stellt sich aber dann für Leute, die z. B. jetzt schon wissen, dass ihre Rente mal unter der Grundsicherung liegen wird, warum sie bitte riestern sollten, wenn am Ende nicht mehr dabei rauskommt. Ich kann das natürlich jetzt noch nicht sagen - wer kann schon fast 40 Jahre in die Zukunft sehen und da ist es sicher zunächst egal, ob ich riestere oder anderweitig spare.

Aber es gibt ja Leute, bei denen das jetzt schon klar ist und die seit einiger Zeit freudig riestern, eben WEIL ihnen weisgemacht wurde, dass sie damit dann auf jeden Fall mehr hätten. Was offenbar schlicht nicht stimmt für Leute, die auf Grundsicherung angewiesen sein werden und das jetzt schon wissen (weil z. B. Geringverdiener und nur noch 10 Jahre zur Rente sind). Diese Leute fühlen sich zu recht totatl veräppelt.

Inaktiver User
14.01.2008, 11:59
.......

Ich glaube Riester lässt sich einfach verstehen und daher schließen viele Leute solche Verträge ab, weil es bequem ist.

.......
Das Problem beim Riestern ist gerade, daß es nicht einfach zu verstehen ist. Deshalb fallen viele Leute auf vollmundige Aussagen von Politik und Finanzwirtschaft herein. Sie können es ja nicht überprüfen...

Aus diesem Grund verschenken von den bisherigen Riestersparern auch Zehntausende ihre Förderung, weil das Procedere für einen Laien eher abschreckend als vertrauenserweckend ist.

Selbst für Fachleute sind die Fallstricke des Riesterns oft nicht sofort erkennbar sondern erschließen sich erst bei genauer Betrachtung, wie man an den immer regelmäßiger auftauchenden Medienberichten erkennen kann.

Alternativen bietet der gesamte Finanzmarkt.
Man müsste also eine Liste über sämtliche Kapitalmarktprodukte und -anlagen erstellen.

lg. justii

Strong
14.01.2008, 15:33
Ich mache unterschiedliches, angefangen von der Immobilie über Betriebsrente, klassische private Rentenversicherung bis zum Aktienkauf. Aber das muss man sich auch erstmal leisten können. Für eine Familie mit Kindern und evtl. nur einem Verdienst wirds dann zuviel. Wir werden sicherlich auch mit Kindern schnellstmöglich beide weiterarbeiten aber das mit dem Ziel dann nicht bis zur staatlichen Rente durchhalten zu müssen.
Ich dachte immer Riestern würde sich erst mit Kindern lohnen, ich fand die Aussagen zum Riestern bislang immer zu unübersichtlich. Den Beitrag von Monitor fand ich dagegen sehr gut verständlich und plausibel vorgerechnet.
Ich werde immer misstrauisch, wenn "mein Staat" sich zu fürsorglich gibt, dann will man was von mir, meistens mein Geld.
gruss
strong

Golda
14.01.2008, 18:18
..... für Leute, die auf Grundsicherung angewiesen sein werden und das jetzt schon wissen (weil z. B. Geringverdiener und nur noch 10 Jahre zur Rente sind). Diese Leute fühlen sich zu recht totatl veräppelt.

Aber mal nebenbei: Wieso fühlen sich diese Leute *plötzlich* veräppelt? 10 Jahre bis zur Rente heißt: etwa 55 Jahre alt. Bis zu diesem Alter nur gering verdient? Wovon lebten denn diese Leute BIS zu ihrem Alter von etwa 55 Jahren? Sind es nicht solche, die sich immer an andere hängen? Sich auf andere verlassen? Nicht selber mal anpacken?

Ich *riester* nicht, habe aber andere Anlagen getroffen. Und schon, bevor ich 40 wurde...

:peinlich:

Eteterfon
14.01.2008, 18:55
Das hat aber nix damit zu tun, dass das viele betreffen kann/wird. Vor allem Frauen. Klar hast Du recht damit, früh was getan zu haben. Aber lass mal eine jaherelang Hausfrau und Mutter gewesen sein. Oder alleinerziehend. Oder oder... Für uns, die wir noch viele Jahre hin haben (bei mir sind es wohl etwa 36, aber wer weiß, was die Grenze bis dahin ist...) mag das besser kalkulierbar sein. Aber früher hat man sich doch noch mehr auf die staatliche Rente verlassen. Und die Leute trifft das doch jetzt härter als gedacht, wenn sie unter falschen Annahmen vor einigen Jahren noch hoffnungsvoll das Riestern begonnen haben.

Inaktiver User
14.01.2008, 18:58
Aber mal nebenbei: Wieso fühlen sich diese Leute *plötzlich* veräppelt? 10 Jahre bis zur Rente heißt: etwa 55 Jahre alt. Bis zu diesem Alter nur gering verdient? Wovon lebten denn diese Leute BIS zu ihrem Alter von etwa 55 Jahren? Sind es nicht solche, die sich immer an andere hängen? Sich auf andere verlassen? Nicht selber mal anpacken?

Ich *riester* nicht, habe aber andere Anlagen getroffen. Und schon, bevor ich 40 wurde...

:peinlich:

:gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:

Inaktiver User
14.01.2008, 19:27
Aber mal nebenbei: Wieso fühlen sich diese Leute *plötzlich* veräppelt? 10 Jahre bis zur Rente heißt: etwa 55 Jahre alt. Bis zu diesem Alter nur gering verdient? Wovon lebten denn diese Leute BIS zu ihrem Alter von etwa 55 Jahren? Sind es nicht solche, die sich immer an andere hängen? Sich auf andere verlassen? Nicht selber mal anpacken?

Ich *riester* nicht, habe aber andere Anlagen getroffen. Und schon, bevor ich 40 wurde...

:peinlich:


:ooooh: wie oberflächlich ist so eine denke denn, vor allen wie überheblich.

Tine49
15.01.2008, 15:12
ich unterstelle mal der regierung, dass sie bis in 20/30 jahren mit sicherheit möglichkeiten findet, auch eine riester rente zu versteuern.

ich habe seit 28 jahren die sogenannten direktversicherung, war damals der absolute renner und wurde vom staat auch als das absolut beste und sicherste angeboten. es wurde ausdrücklich vermerkt, dass bei endalter 60 jahre die summe ohne abzüge ausbezahlt wird.

seit 2005 müssen nun für die direktversicherungen sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden. über einen zeitraum von 10 jahren wird von der gesamten summe beiträge zur krankenkasse fällig. in meinem fall bedeutet es eine summe von ca. 80 euro pro monat.

zur zeit laufen entsprechende klagen und mein steuerberater geht davon aus, dass eine entscheidung erst durch das bundesverfassungsgericht getroffen ist.

soweit zum thema unser fürsorglicher staat

lg Tine

Madiba
15.01.2008, 15:14
:gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:
Nicht aufregen... :in den arm nehmen:

Inaktiver User
15.01.2008, 19:33
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:
Nicht aufregen... :in den arm nehmen:


lohnt nicht, hast recht:blumengabe:

Inaktiver User
19.01.2008, 23:20
ich unterstelle mal der regierung, dass sie bis in 20/30 jahren mit sicherheit möglichkeiten findet, auch eine riester rente zu versteuern.


lg Tine


Natürlich wird sie bei einem Rentenbezug über der dann gerade aktuellen Einkommensgrenze besteuert - und zwar zum entsprechenden persönlichen Steuersatz...

Das wurde nie verschwiegen, ich bin erstaunt.

Außerdem wurde immer die Sicherheit der Anrechnung in der Ansparphase betont - anders als bei anderen Geldanlagen - aber das Thema Grundsicherung im Alter wurde nie thematisiert.

Ist aber recht schwierig mit den ganzen Regelungen, finde ich :knatsch:
Wir bräuchten generell einen ganz klaren Finanzanlagemarkt. Und klare Steuern. Dann wäre es nicht so ein Dschungel und nicht alles so fehlerhaft bzw. abhängig von den jeweiligen Finanzberatern.