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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonjas Sohn Daniel



Inaktiver User
01.01.2008, 20:22
(verschoben aus anderem Strang)


Hallo ich bin Neu hier deshalb weiß ich nicht wie ich anfangen soll.
Ich bin so voller trauer ich weiß nicht wie ich damit fertig werde.Bei unserem Sohn Daniel 14 Jahre wurde am 1.09.2006 ein Diffuser Hirntumor festgestellt worden es war ein auf und ab,haben immer gehofft das alles besser wird,da mußten wir festellen das man diesen Hirntumor nicht operieren kann weil er Deffus ins Gute Gewebe reinwächst Daniel konnte nicht mehr gehen und den Linken Arm bewegen er war aber immer ganz Stark Daniel machte Krankengymnasik die Chemos und Stammzellenübertragung er war voller Hoffnung,ja was soll ich sagen unser geliebter Sohn wurde uns am 23.6.07 mit 14jahren von uns genommen wie wird man damit fertig ich weiß es nicht.
Traurige Grüße Sonja

Karla48
01.01.2008, 23:42
Von wem ist das, Lavendelmond? Hat Sonja einen Nick?
Du hast den Strang verschoben, aber nicht eröffnet, verstehe ich das richtig?
LG Karla

Inaktiver User
02.01.2008, 00:33
Ja - Sonja, wie erreicht man Dich denn?

Deine Zeilen stehen so alleine da oben... Ich wollte Dir zuerst von einem Text erzählen, der Dir ganz vielleicht helfen könnte - aber ich sehe jetzt, da reiche ich nicht heran; ich werde es wörtlich abschreiben.

(Jemand steht am Grab eines Kindes):

"Die eisernen Pforten öffneten sich. Ich sagte: << Die Antwort heißt:
'In mir drin, ganz in der Mitte'.>>
Und ein kurzer Schreck überfiel mich, als ich Anna sagen hörte:
<< Und auf welche Frage ist das die Antwort, Fynn?>>
<<Das ist leicht. Die Frage heißt 'Wo ist Anna?'>>

Ich hatte sie wiedergefunden. Und ich war sicher, irgendwo saßen Mister Gott und Anna nebeneinander und lachten."

(aus "Hallo Mister Gott, hier spricht Anna" - Scherz Verlag)

Ich weiß nicht, wie man mit diesem Schlimmsten weiterlebt - mit ihm in Dir? Kannst Du sprechen mit ihm?

Liebe Grüße, Tarasjugina.

Inaktiver User
02.01.2008, 08:03
Von wem ist das, Lavendelmond? Hat Sonja einen Nick?
Du hast den Strang verschoben, aber nicht eröffnet, verstehe ich das richtig?
LG Karla



Ach so, natürlich, sorry

das habe ich von hier: klick (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?p=3284976#post3284976)
Beitrag Nr. 10

Smiralda hatte ich angeschrieben, sie ist einverstanden damit.
Wenn ich den Beitrag in den Allg. Bemerkungen zum Trauerforum belassen hätte, wäre er "untergegangen".
Es gibt auch eine techn. Verschiebefunktion, aber die funzt nur von Strang zu Strang, daher habe ich den neuen hier aufgemacht, damit Smiralda möglichst schnell Antworten bekommt.

:blumengabe:

prinzessin01979
02.01.2008, 17:20
Liebe Sonja,

ersteinmal möchte ich Dir mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. :in den arm nehmen:

Liebe Sonja, wann immer Dir danach ist, kannst Du hier schreiben.
Hier sind viele liebe Menschen, die Dir zwar leider den Schmerz nicht abnehmen können, aber Dich vielleicht dann und dann etwas auffangen können..

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und eine :kerze: für Daniel.

Liebe Grüße,
Melissa

Inaktiver User
02.01.2008, 18:38
Liebe Sonja,

ich schließe mich Melissa`s Worten an :in den arm nehmen:

Lieben Gruß,
malea

marko
02.01.2008, 18:40
Liebe Sonja,
ich kann Deinen Schmerz leider voll nachempfinden, mein Sohn ist seit dem 08.07.2007 nicht mehr bei uns. Dieses Wort T.. kann ich immer noch nicht sagen und denken will ich es erstrecht nicht. Du musst damit nicht fertig werden, Du musst damit leben. Es gibt keine Worte die uns dabei wirklich helfen, es geht doch nicht, es ist falsch und wir wollen das nicht akzeptieren. Lass Deinen Schmerz raus und tue Dir selber einen Gefallen versteckt Deine Trauer nicht. Wir müssen nicht stark sein und wir können unseren Schmerz Rauschreien. Ich habe meinen Schmerz, meine Wut und meine Trauer hier in Worte kleiden können. Es hilft und so wie unsere Prinzessin Dir schon geschrieben hat, hier versteht man uns. Man ist wirklich nicht alleine wenn man sich selber ganz unten fühlt. Ich möchte Dir nichts vormachen wir brauchen nicht nur Zeit wir brauchen Hilfe, der Verein verwaiste Eltern könnte so eine Hilfe für Dich leisten. Wenn Du auf die Seite von Kalo http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=70411 gehst, kannst Du einen kurzen Erfahrungsbericht lesen. Kalo hat mir damals den Mut gegeben mir selber Hilfe zusuchen. Ich schreibe meinem Sohn täglich und lasse ihn dadurch auch weiterhin an unserem Leben teilnehmen ( hört sich vielleicht für Dich komisch an), mir hilft es und meine Erinnerungen halte ich genau so fest. Es ist ein Weg mit sehr vielen Tränen und viele Menschen wenden sich von uns ab ( wie soll man mit uns umgehen). Doch es kommen neue Menschen dazu und Menschen denen ich dieses „ für ein da sein“ gar nicht zugetraut hätte sind wichtige Wegbegleiter für mich geworden. Für mich ist mein Sohn nur Nebenan und wartet auf uns. ja er muss noch sehr lange warten und tut dieses auch gerne. Er will das wir weiter leben und erinnert mich immer wieder daran. habe ich so ein tief sehe ich ihn vor mir und mit dem Kopf schütteln. Er hilft mir jeden Tag zu überstehen und viel wichtiger ich darf ihn auch weiterhin lieben. Während ich Dir diese Zeilen schreibe weine ich still vor mir hin und will das er wiederkommt, frage mich warum und bekomme keine Antwort. keine Antwort mit der ich zurechtkomme.

Schreib Dir alles von der Seele und lese nur wenn es Dir hilft

Liebe Grüße

Birgit

Karla48
02.01.2008, 22:11
Lieber Gott,
bitte sei bei den verzweifelten, traurigen Müttern und Vätern, die ihr Liebstes, was sie hatten, zu Grabe tragen mußten. Gib ihnen die Gewißheit, daß diese Kinder "nur" "auf der anderen Seite" sind, und daß es ein Wiedersehen geben wird. Schicke ihnen die Kraft, die Zeit bis dahin so zu überstehen, wie ihre Liebsten sich das wünschen. Stehe ihnen bei in ihren tiefsten, dunkelsten Stunden und gebe ihnen genug Tränen, um ihren Schmerz herauslassen zu können. Schenke Gewißheit, daß Trauer zu einem Zeitpunkt erträglicher, milder empfunden wird und daß trotz allem, was geschehen ist, auch auf diese Mütter und Väter wieder schöne und frohe Stunden zukommen. Schenke bitte auch, daß die Geschwister und Großeltern dieser Kinder Deine Hilfe bekommen, auch sie leiden. Gib, daß die Eltern sich trotzdem bald wieder gut um die lebendigen Kinder kümmern können. Mach, daß dieses eine Geschehen diese Familie noch stärker zusammen schweißt, daß sie ihre Liebe zueinander wachsen fühlen. Es wäre gut, wenn Du jede Art von Schuldgefühl von den Eltern nehmen könntest, falls so etwas vorkommen sollte.

Gott, wir dürfen wissen, daß Du immer an unserer Seite bist - auch und gerade dann, wenn wir uns von dir völlig verlassen fühlen. Danke dafür. Führe uns an deiner Hand und gib uns Vertrauen in Deinen Willen und Kraft für jeden einzelnen Tag, der vor uns liegt.
Amen.

Inaktiver User
03.01.2008, 09:27
Liebe Sonja, mein Herz wird kalt, wenn ich deine Geschiche lese. Wie könnte ich ehrlich - als nichtbetroffenen Mutter - mein Mitgefühl ausdrücken? Ich weiß es nicht. Aber schweigen will ich auch nicht. Meine Gedanken wandern immer wieder zu dir und all den anderen, die diesen furchtbaren Schmerz erleben müssen.

Wenn es dir hilft, schreib ruhig, alles was dir einfällt.

:in den arm nehmen:

smiralda
03.01.2008, 13:45
Hallo an alle hier ist Sonja (Smiralda)
Danke für die vielen dankenden Worte.Ja ich bin auch sehr oft am weinen,vermisse meinen Sohn Daniel sosehr.Wenn ich kummer hatte oder es mir nicht gut ging habe ich immer mit meinem Sohn geredet Daniel konnte mir soviel geben und es hat mir immer geholfen.Daniel sagte immer zu mir Mama du bist nicht nur meine Mama du bist auch meine beste Freundin ich muß sehr oft daran denken wenn es mir nicht gut geht dann habe ich das gefühl Daniel ist bei mir.Im Sommer habe ich angefangen ein Tagebuch zu schreiben schreibe jeden Tag hinein was so alles passiert und das hilft mir sehr.Mein Mann redet nicht viel darüber wenn ich mit ihm rede fängt er immer an zu weinen,cih wußte mir nicht mehr zu helfen ich hatte solche angst um meinen Mann das ich meinen Bruder aus Frankfurt angerufen hatte,der auch daraufhin am nächsten Tag zu uns kam.Er ist dann mit meinem Mann Essen gegangen sie waren sehr lange weg ich weiß nicht was mein Bruder mit ihm geredet hat ich will es auch gar nicht wissen aber mein Mann ist wie ausgewechselt er ist jetzt wieder sehr liebevoll zu mir und wenn uns nach weinen ist weinen wir zusammen.Unser Sohn war ein begeisterter Handballspieler wie mein Mann der heute mit seinen 57Jahren immer noch Handball spielt,da fehlt ihm Daniel doch sehr sie haben sich immer über Handball unterhalten.Als die Krankheit bei Daniel angefangen hatte habe ich gespürt das hier etwas nicht stimmt wir wußten ja noch gar nicht was los war sind von einem Arzt zum anderen weil es Daniel immer schlecht war Kopfweh hatte seine Linke Seite konnte er nicht mehr bewegen,als wir am Anfang im Krankenhaus waren und Daniel sich dann erbrochen hatte haben sie es abgetan mit einer Magen-Darmgrippe aber ich habe nicht locker gelassen habe gesagt sie sollten doch mal ein MRT machen aber die haben gedacht ich hätte sie nicht mehr alle ich wäre zu überängstlich dann hatten sie doch ein MRT gemacht und haben einen Tumor festgestellt daraufhin sind wir am 18.9.06 nach Trier ins Krankenhaus da haben sie eine Biopsi durchgeführt und dann festgestellt das es ein Diffuser Hirntumor ist den man nicht Operieren kann.Dann kamen immer die Krampfanfälle die waren sehr schlimm.Aber mit unserer Liebe war Daniel so stark und hat immer gesagt das schaffen wir.Wir waren in Heidelberg da konnten sie uns auch nicht helfen haben nur gemeint sie wünschen uns alles gute da wußte ich das es schlimmer ist als ich dachte.Hatte dann an die Berliner Charite eine EMail geschrieben an zwei Ärzte auch die meinten mit diesem Tumor könnten sie uns leider nicht helfen.So nach der ersten Chemo und die Stammzellenübertragung ging der Tumor zurück da könnt ihr euch vorstellen wie wir so froh waren wir lagen uns in den Armen und haben geweint Daniel sagte siehst du Mama es wird alles gut,aber bei mir im innern war es anders als gut.Daraufhin sind wir mit Daniel damals nach Lemgo ans Handballspiel worauf er sich so gefreut hatte sein größtes Idol war ja der Handballspieler Daniel Stephan der den Selben Namen trägt wie unser Daniel als wir wieder zuhause waren hatte unser Sohn Daniel sehr viel mit diesem Handballspieler gemailt Daniel hat immer gestrahlt.Dann hatte sich unser Sohn eine Katze gewünscht das war schon immer sein Traum hatte mich dann mit unserem Kinderarzt unterhalten der hatte gemeint er dürfte aufjeden fall eine Katze haben,so haben wir ihm eine katze besorgt eine schöne getigerte Katze Leider hatte Daniel nur 2Wo Freude daran,als er am 26.5.07 mehrere schlimme Krampfanfälle bekam,danach eine Lungenentzündung da mußten sie Daniel in einen Künstliches Koma legen da war ich jeden Tag für mehrere Stunden auf der Intensivstation am liebsten wäre ich auch noch nachts geblieben es war für mich immer ganz schlimm ihn dann alleine zu lassen.Nach 8tagen haben sie Daniel dann aus dem Koma wieder rausgeholt er hatte mich immer gefragt was los war Daniel hatte keine Errinerung daran aber ich habe es ihm immer wieder erklärt da sagte Daniel immer wieder Mama wie schaffen das.Daniel konnte sich nun gar nicht mehr alleine bewegen ich war dann Tag und Nacht im Krankenhaus wollte Daniel nicht alleine Lassen,er meinte Mama ich bin so froh das du immer bei mir bist.Es wurde immer schlimmer bis an dem Freitag den 22.6.07 das Atmen viel Daniel ganz schwer es war ganz schlimm wir waren die ganze Zeit bei Daniel,als mein Mann und ich unsere ganze Kraft zusammen nahmen haben wir unseren Sohn in die Arme genommen und ihm gesagt das Mama und Papa ihm nicht mehr helfen können und wir müßten ihn loßlassen was uns sehr schwerfällt da fing Daniel an zu weinen und hat in dem Moment ganz ruhig und normal geatmet wir sagten auch zu Daniel wo er jetzt hinkommt wäre er nicht mehr krank und er wird immer unser überalles geliebter Sohn bleiben danach ist Daniel ganz friedlich eingeschlafen.Wenn ich diese Zeilen hier niederschreibe fange ich schon wieder an zu weinen.Wir konnten für Daniel nichts mehr machen wir hatten alles versucht was man versuchen kann und das ist so ein kl.trost das man alles versucht hat was möglich war.
Traurige Grüße Sonja (Smiralda)

marko
03.01.2008, 14:11
Liebe Sonja,

beim lesen Deiner Zeilen fühlte ich Deinen Schmerz und bewundere Deine Stärke diese Zeit in Worte zufassen. Dich nochmals an diese Zeit zu erinnern und es nicht einfach vergessen wollen. Ich würde Dir gern helfen nur es geht ja gar nicht. Wir haben das wertvollste verloren, mussten unsere Kinder gehen lassen. Wie soll man da Trost geben? Ich weis nur eins Dein Daniel war wie mein Marko auch Dein Freund und er möchte nicht das Du weinst. Er hat Euch in den letzten Wochen vor er ging Kraft gegeben, hat immer wieder gesagt das schaffen wir. Auch das ihr jetzt getrennt seit wollte er mit Euch schaffen, wollte Dir ein Stück weit Mut machen. Zeige Deinen Daniel das Du es schaffst und über ihn redest, weine wenn Dir danach ist und finde einen Weg ihn für Dich / Euch lebendig zuhalten. Vielleicht ist es Dein Tagebuch, oder Rituale die Du beibehältst. Es hilft mir bestimmte Gewohnheiten lieb gewordenes nicht zu verändern, meine Zwiegespräche mit Marko. Ich höre dann ich mich hinein und finde immer wieder Antworten von Marko. Er bleibt dadurch bei mir, ist ständig um mich und hilft. „Wir schaffen das“ ist die Kraft Deines Sohnes und diese Kraft wird wie ein streicheln, ein Kuss und ein Trost von Daniel sein. immer wenn Du es brauchst. Ich bin im Gedanken bei Dir und wünsche Dir Deiner Familie den Mut zureden. Schreibe Dir alles von der Seele aber vergesse nicht wir brauchen auch Hilfe und müssen über unsere Gefühle reden. Er lebt in Deinen herzen und wird auf Dich achten, schau in den Himmel und suche seinen Stern, dieser Stern wird immer für Dich leuchten denn da ist Dein Sohn in diesem Sternenhimmel ist er frei von Schmerzen und glücklich.

Liebe Grüße

Birgit

Inaktiver User
03.01.2008, 14:14
Meine Gedanken sind bei dir. Mehr kann ich im Moment nicht schreiben.

:in den arm nehmen:

Inaktiver User
03.01.2008, 15:57
Liebste Sonja,
man kann nur in Liebe mit euch weinen!
Ich tu es jetzt gerade.
Ich fühle Trauer und ich fühle Liebe und Mitgefühl.

Sei gewiss, dass dein lieber Daniel jetzt in einer besseren Welt ist. Es gibt diese Welt!
Ihr werdet eines Tages wieder beieinander sein.

Mehr kann ich jetzt nicht sagen, es geht mir sehr nah.


liebe Grüße von Mutter zu Mutter :liebe::blumengabe::engel:

Inaktiver User
03.01.2008, 16:15
Liebe Sonja,

möge Eure Liebe einen Weg zeigen, für alle Mütter, die trauernden und die nicht trauernden.

Du hast viel zu geben, sogar uns hier, - und was Du Daniel gegeben hast, das ist bei ihm angekommen.

Tarasjugina

Inaktiver User
04.01.2008, 09:00
Liebe Sonja,

möge Eure Liebe einen Weg zeigen, für alle Mütter, die trauernden und die nicht trauernden.

Du hast viel zu geben, sogar uns hier, - und was Du Daniel gegeben hast, das ist bei ihm angekommen.


Ja Sonja, du hast gezeigt, dass Liebe unsterblich ist.

Hast du noch weitere Kinder?

Inaktiver User
04.01.2008, 09:17
Liebe Sonja!
Ich sitze hier und lese deine Zeilen und sie berühren mein Herz.
Ich fühle deinen Schmerz und ich weine mit dir.:in den arm nehmen:
Ich bin selber Mutter und kann deinen Kummer trotzdem nur erahnen.
Ich wünsche dir und deinen Mann viel Kraft und viel Liebe für euch. Mir mögen einfach keine Worte mehr einfallen so tief bewegt mich dein Brief. Nur noch eins::in den arm nehmen: :in den arm nehmen: :in den arm nehmen: :in den arm nehmen:

Mit lieben Grüßen
Paige:blume:

Elch
04.01.2008, 14:39
Liebe Sonja,
auch ich sitze hier und kann meine Tränen kaum zurückhalten. Man kann nur sehr schwer ermessen, was ihr, du und dein lieber Mann, durchlitten habt. Und noch weiter durchleidet.
Ihr habt wahre Liebe und Größe bewiesen, wie ihr euch gekümmert und wie ihr euch von Daniel verabschiedet habt. Es geht ihm gut jetzt.

Ich bin sehr froh zu lese, dass das Gespräch mit deinem Bruder deinem Mann gut getan habt und dass ihr nun GEMEINSAM weinen könnt. Haltet euch gegenseitig und weint gemeinsam. Das ist jetzt das Wichtigste. Verliert euch nicht, sondern stärkt euch in eurer Trauer und eurer Liebe zu Daniel und eurer gegenseitigen Liebe.

Alles Liebe euch beiden,
Elch

Jalaka
04.01.2008, 17:09
Hallo liebe Sonja,

ihr tut mir so unendlich leid!
Dem Sterben des eigenen Sohnes mit anschauen müssen und doch nichts tun können, übersteigt wohl alles, was man in Worte fassen kann.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und den Glauben daran, auch irgendwann mal wieder glückliche Stunden zu haben!

Ich weiß nicht ob ich dir damit helfen kann, aber bei mir sind auch schon einige liebe Menschen gestorben, zu Anfang kriegt man kaum Luft vor lauter Schmerz und ist überzeugt, nie wieder am Leben teilnehmen zu können.
Wie ein Leben in schwarzweiß und zeitlupe, aber irgendwann, glaub mir, kommen die Farben nach und nach zurück!

Ich denke jeder von uns hat seine eigenen Methoden, um Trauer zu verarbeiten.
Ich hatte ein Schlüsselerlebnis, das mir sehr geholfen hat.
Mein Papa ist an Krebs gestorben als ich noch relativ jung war, und ich habe danach lange gedacht, es geht nicht mehr weiter.
Und immer wieder haben mich Bekannte meines Vaters aus meiner momentanen Stabilität gerissen und mich auf das Leiden und Sterben meines Papas angesprochen, das ich gerade erfolgreich verdrängt hatte.
Das fand ich immer furchtbar.
Aber einmal traf ich ca. 2 Jahre danach einen Kollegen meines Vaters in der Stadt, er ist mir hinterhergerannt und hat mich gefragt, wie es mir geht, und ich habe mir gedacht, oh Gott jetzt geht das schon wieder los.
Und dann fing er auch schon an zu erzählen, wie er meinen Papa zum letzten Mal gesehen hat als er ihn im Krankenhaus besucht hat.
Und wie bitterlich mein Papa da geweint hat, weil er seine Kinder und seine Frau nun alleine zurücklässt, und er würde doch so gerne seinen Kindern beim groß werden zusehen und dafür sorgen, dass sie glücklich sind und nun muß er uns verlassen.
Mir sind natürlich sofort wieder die Tränen in die Augen gestiegen und ich habe geschaut, das ich wegkomme, damit er mich nicht heulen sieht.
Aber irgendwie ist da ein Knoten bei mir geplatzt.
Ich habe mir ab dann vorgestellt, dass mein Papa uns noch irgendwie beobachten kann und totunglücklich ist, weil er sich nicht bemerkbar machen kann und und uns bei unserer Trauer nicht helfen kann.
Dass er sich wünscht dass wir glücklich sind, und weinend auf uns herabblickt, weil er so gerne hätte das es uns wieder bessergeht und ein schlechtes Gewissen hat, das sein Tod uns so fertigmacht.

Und, ich weiß nicht ob das nachvollziehbar ist, danach wurde es sehr schnell sehr viel besser.
Ich habe vieles wieder angefangen, von dem ich weiß, das es mich glücklich macht.
Ich habe mich bemüht, dem Leben wieder positive Seiten abzugewinnen und nicht mehr so oft traurig zu sein, weil ich mir einbilde, es macht meinen Papa glücklich, mich glücklich zu sehen.

Liebe Sonja, vielleicht kuckt dein Daniel auch ganz sorgenvoll auf euch und wünscht sich so sehr, euch wieder glücklich zu sehen?

Ganz liebe Grüße, Jalaka

Elch
04.01.2008, 17:34
Wie wunderschön und einfühlsam - und wie wahr! - du das geschrieben hast, Jalaka! :in den arm nehmen:

kalo46
05.01.2008, 16:01
Hallo liebe Sonja,
wie Ihr haben auch wir im vergangenen Jahr unseren geliebten Mathias verloren. Er hatte Epilepsie und starb nachts an den Folgen v. 2 Anfällen. Deine Geschichte hat mich sehr berührt, denn auch wir haben 5 Jahre immer geglaubt, so plötzlich wie diese Krankheit kam verschwindet sie auch wieder. Auch mein Sohn war mein Freund u. er fehlt mir unendlich. Diesen SChmerz den wir durchleben müssen kann ich manchmal nicht mit Worten beschreiben. Zu einer Freundin sagte ich einmal "ein Stück von mir wurde mit ihm beerdigt".
Viel hilft mir die Vorstellung, dass es dort wo unsere Kinder jetzt sind, nur schön sein kann. Ich bin mir sicher dass sie auf uns warten.
Heute habe ich erst wieder mit ihm geredet (was ich jeden Tag tue) u. oft ist mir als ob ich ein Lächeln in seinem Gesicht sehe, wenn ich sein Bild anschaue.
Viel Hilfe erfahre ich durch Freunde u. Nachbarn, die mit uns über unseren Sohn reden, aber auch der Besuch eines Seminars für verwaiste Eltern hat uns viel Kraft gegeben. Genau wie Birgit weine ich wenn mir danach ist, egal wo ich gerade bin. An Silvester haben wir blaue Raketen für ihn in den Himmel geschossen (blau war seine Lieblingsfarbe) u. kurz danach fing es an zu schneien, das hatte für mich große Bedeutung, denn E. Kübler-Ross schreibt in einem ihrer Bücher, dass Schneeflocken Seelen sind, die auf die Erde zurückkommen. Für mich war das, als ob mein Sohn uns liebe Grüße zurücksendet. Das half mir über diesen Abend. Denn das alte Jahr zu verabschieden war auch wieder so ein Prozess des Loslassens. "Das erste Jahr seit 20 Jahren ohne unseren Sohn." Diese Worte gingen auch meinem Mann ständig im Kopf rum. Aber seit diesem Silvesterabend bin ich etwas ruhiger geworden, denn es hat mir gezeigt, dass unser Sohn bei uns ist. Er ist nicht von sondern nur vor uns gegangen. Dieser Satz aus vielen Beileidskarten ist mir im Gedächtnis haften geblieben. Wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft für die kommende Zeit u. ich wünsche dir, dass dir das Schreiben in diesem Forum u. in dein Tagebuch viel Kraft geben. In tiefer Verbundenheit mit allen Müttern, die so eine schreckliche Zeit mitmachen müssen - liebe Grüße:in den arm nehmen: :blumengabe:
Kalo

prinzessin01979
05.01.2008, 19:26
Er ist nicht von sondern nur vor uns gegangen. Kalo


Liebe Kalo, liebe Sonja,:in den arm nehmen:

diesen Satz finde ich wunderschön, hab das so noch nie gehört. Du hast Recht, Dein Sohn und alle anderen Sternenkinder ( wie alle anderen Menschen die schon vorrausgegangen sind ) sind nur vor uns gegangen. Die Hoffnung lebt immer in meinem Herzen , dass wir unsere Lieben eines Tages wiedersehen werden. Habe auch einige Bücher von E. Kübler Ross gelesen und kann das nur jedem empfehlen.

Wenn ich immer von Euch lieben, armen trauendern Mütter:heul: lese, denke ich immer an meine Mum. Vieles was ihr schreibt, empfindet sie auch. :heul:

Ich wünsche Euch Kraft und liebe Menschen um Euch herum, die für Euch da sind.

Und diese :kerze: :kerze: :kerze: sollen Euch etwas Licht in der Dunkelheit der Trauer bringen.

Liebe Grüße,
Melissa:in den arm nehmen:

smiralda
06.01.2008, 17:56
Hallo an alle Lieb von euch das ihr mir schreibt das tut mir einfach gut.Nun möchte ich euch noch etwas erzähln von unserem Sohn Daniel.Als Daniel noch bei uns war hörte er damals das Lied von Silbermoon ich nehme an ihr kennst die Band das Lied heißt nur das beste also mein Sohn hatte mich gerufen Daniel hatte schon geschlafen als er mich rief dachte ich oh mein Gott was ist jetzt passiert Daniel sagte daraufhin zu mir wenn ich könnte würde ich euch das Lied schenken da habe ich ihn in den Arm genommen und wir haben geweint.Eines Tages kam meine Freundin und hat Daniel was gegeben ich dachte noch was ist das,er sagte zu uns ich habe ein Geschenk für euch ihr könnt euch vorstellen wie ich geweint habe und mich gleichzeitig auch gefreut habe über diese Liebe von meinem Sohn.Nun möchte ich euch das umgeschriebene Lied von meiner Freundin an Daniel für uns hier aufschreiben.

Ihr seid meine Eltern,ich trage euren Namen
Ihr seid mir so wertvoll,mit keinem Schatz der Welt zu bezahlen

Ihr passt auf mich auf,gebt mir auch Ruhe für die Nächte.
Schaut ob ich schlafe,seht wies mir geht und seid meine Wächter

Ihr schaft es immer wieder,das ich an mich glaube
und wenn ich euch damit den letzten Nerv raube
So Eltern wie ihr,das ich das verdient hab.

Ihr seid das Beste was mir passieren konnte,
Eure Liebe und Wärme tut so gut.
Vergess den Schmerz,die Angst,wenn ihr bei mir seid
Ihr seid das Beste was mir passieren konnte,
Eure Liebe und Wärme tut so gut.
Ich sags euch viel zu selten,ich hab euch schrecklich Lieb.

Ihr muntert mich auf,ist meine Geduld am Ende.
Ihr gebt mir ständig neuen Mut,die Gesten von euch sprechen Bände.

Die ganze Welt soll es hören,ich will mich bedanken.
Schön ists mit euch immer wieder neue Kraft zu tanken.

Erfüllt mich mit Mut,nehmt mir die Angst aus den Augen.
Gebt mir die Hoggnung an die ich kann glauben,
Doch eines bleibt ob ich euch verdient habe.

Ihr seid das Beste was mir passieren konnte,
Eure Liebe und Wärme tut so gut.
Vergess den Schmerz,die Angst,wenn ihr bei mir seid.
Ihr seid das beste was mir passieren konnte
Eure Liebe und Wärme tut so gut.
Ich sags euch viel zu selten,ich hab Euch schrecklich Lieb.

Wenn die Schmerzen sich auch häufen,
seid ihr die Ruhe und die Zuflucht,
Weil alles was ihr mir gebt einfach so unendlich gut tut.

Wenn ich traurig bin,seid ihr die Freude ohne Ende,
Deshalb leg ich meine kleine meine kleine große Welt
in Eure schützenden Hände!

Voller Liebe Euer Daniel.

Wenn ich die Zeilen hier schreibe muß cih schon wieder weinen.
Letzte Nacht hatte ich einen Traum der war nur ganz kurz Daniel hatte Mama gerufen und durch das ich ja rief bin ich wach geworden,war zuerst ganz durcheinander habe gedacht Daniel brauch mich weil er mich rief.
Lieben Dank das ihr so Lieb schreibt.
Mit traurigen Grüße Sonja

prinzessin01979
06.01.2008, 18:59
Liebe Sonja,

ich kenne das Lied von Silbermond und finde es auch sehr schön.
Eine rießengroße Liebeserklärung von Daniel an Euch!!! :in den arm nehmen:

Auch den umgeschriebenen Text, finde ich schön.:smile:

Alles Liebe,
Melissa:in den arm nehmen:

Inaktiver User
07.01.2008, 08:43
Liebe Sonja,

was für eine wunderschöne Liebeserklärung eures Sohnes an euch. :in den arm nehmen: Er hat trotz seiner Krankheit eure Liebe gespürt und angenommen. Und sie an euch zurückgegeben. Was für ein festes Band zwischen euch war!!

Inaktiver User
07.01.2008, 09:42
Letzte Nacht hatte ich einen Traum der war nur ganz kurz Daniel hatte Mama gerufen und durch das ich ja rief bin ich wach geworden,war zuerst ganz durcheinander habe gedacht Daniel brauch mich weil er mich rief.


Liebe Sonja,

solche Träume tun sehr weh... man muss richtig keuchen, wenn man dann wach wird.
Aber vielleicht bedeutet er ja im übertragenen Sinn, dass Dein Kopf "wach" ist, für etwas, das Daniel Euch gesagt hat. Dass Dir jetzt gerade etwas bewusst wird?

Komm' gut durch den Tag. T.

marko
07.01.2008, 12:07
Liebe Sonja,

Eure Liebe ist die Kraft Daniel loszulassen, er wollte Euch mit diesem schönen Text seinen Dank und seine Liebe für immer mit auf den schweren Weg geben. Schöner können unsere Kinder nicht danke sagen und so wie Du hier Deinen Dank an Daniel schreibst zeigt wie nah ihr Euch Heute noch seit. Behalte ihm in Deinen Herzen lass ihm an Euren Leben weiterhin teilnehmen und zeigt ihm das er glücklich sein darf. Wenn wir es unseren Söhnen ( Kindern ) nicht zeigen leiden sie und genau dieses würden wir nicht wollen. Ich will meinen Sohn glücklich sehen und hoffe er ist Nebenan in seiner neuen Welt mit vielen liebenden Menschen zusammen ohne Schmerz und Trauer. Sie sind voran gegangen und warten auf uns wie lange es auch dauern wird, wir werden Sie in unsere Arme nehmen und wissen „ wir waren nie wirklich ohne unsere Kinder“.
Für mich ist er um mich und passt auf uns auf.

Liebe Grüße

Birgit und Marko im Herzen
:engel: :engel:

Tippmaus1973
09.01.2008, 19:45
Liebe Sonja, Deine Zeilen haben mich auch zum weinen gebracht... Das umgeschriebene Lied von Eurem Soh ist wirklich ein schönes Geschenk an Euch.

Eine :kerze: für Daniel.

Wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft.

Moni

marko
11.01.2008, 10:21
Liebe Sonja,

ich hoffe die Tage sind für Dich mit schönen Erinnerungen gefüllt und Du kannst Dich mit Daniel austauschen. Ich brauche diese Zwiegespräche mit Marko und meine Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit um ohne ihn zurecht zukommen. Es hilft mir daran zudenken wie es mit ihm war und wie reich er mich durch seine Liebe beschenkt hat. Mein Sohn hat mir oft gezeigt was wirkliche Stärke heißt und genau diese Erinnerungen lassen mich weiterleben. Es gibt Momente wo ich nur noch zu Marko will, noch einmal seine Stimme hören, ihn in meine Arme nehmen und sehen will es geht ihm gut. Immer wenn ich diese Gedanken habe rede ich mit ihm und er erinnert mich daran das ich jetzt alleine auf seine Schwester aufpassen muss. Für seine Schwester da sein muss um meiner Tochter meine Liebe zu zeigen. Du wirst Dich Fragen wie ich darauf komme, es sind die vielen Bilder wo er immer mit seiner Schwester zusehen ist. Genau mit diesen Bildern zeigt er mir Heute „ auch ihr fehle ich und jetzt musst Du alleine für sie da sein“.
Ich wünsche Dir und Deinen Mann Kraft und viele schöne Erinnerungen

Liebe Grüße
Birgit
:in den arm nehmen: :liebe: :in den arm nehmen:

smiralda
11.01.2008, 11:22
Hallo Birgit
Ja mir gehts auch wie Dir,manchmal denke ich wenn du jetzt krank wirst dann kannst du zu Daniel dann kann ich ihn wieder in meine Arme nehmen,ich vermisse Daniel so sehr das es schon weh tut,aber ich darf nicht nur an mich denken habe ja noch meinen Mann wir müßen ja jetzt in den schweren Zeiten zusammenhalten.Ich rede Abends auch immer mit Daniel das tut mir auch gut.Wie ist es bei Dir gehst du oft auf den Friedhof ich kann das nicht wenn ich davor stehe und weiß das Daniel da drin liegt kann ich bald nicht mehr Atmen,ich frage dann meinen Mann ich hoffe Daniel hat es warm mit dem Gedanken nicht zu wissen wie es bei Daniel jetzt ist macht mich fertig ich hoffe so sehr das Daniel glücklich ist wo er jetzt ist.
Freue mich wenn ihr mir schreibt das tut mir gut.
Ganz Liebe Grüße Sonja :in den arm nehmen: :liebe:

Inaktiver User
11.01.2008, 11:23
Liebe Sonja, ich denke oft an dich und Daniel. Ich hab dir auch einen kleinen Gruß in dein Gästebuch geschrieben.
:in den arm nehmen: