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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundsicherung und Krankenversicherung



GuteLaune
18.12.2007, 08:46
Meine Patentante war als Frau eines selbstständigen Handwerkers jahrelang privat krankenversichert. Nach diversen Problemen und Schicksalsschlägen hat sie nun als Rentnerin ein so geringes Einkommen, dass ihr Bezüge aus der Grundsicherung gewährt werden. Die private KV läuft allerdings weiter.
Nun hat ihre Versicherung die Beiträge erneut angehoben; die Kreisbehörde übernimmt über die Grundsicherung nur einen Teil. 90 Euro im Monat müsste sie selbst zahlen. Wenn man eh nicht viel hat, ist das eine Menge Geld.

Nun hat sich meine Tante erkundigt: In die gesetzliche KV kann sie als Rentnerin wohl nicht mehr zurück. Sie kann in der privaten KV den günstigsten Tarif nehmen, das wär finanziell tragbar. Dann stünde sie aber letztlich auch nicht besser da als in der gesetzlichen KV, hätte z.B. keinen Anspruch auf Zweibettzimmer im Krankenhaus.
Das wäre ihr schon wichtig. Chefarztbehandlung usw. braucht sie nicht...
Ich hab den Vorschlag gemacht, den billigsten Tarif zu nehmen und solche Sonderwünsche mit einer Zusatzversicherung abzudecken. Bei der betreffenden Versicherung wäre das teuer. Woanders gäbe es das billiger - aber in ihrem Vertrag steht angeblich, dass weitere Versicherungen bei einem anderen Unternehmen nicht erlaubt sind.

Nun meine Frage an die SpezialistInnen unter euch: Seht ihr eine Möglichkeit, das ganze kostengünstig zu organisieren?

DerExperte
18.12.2007, 11:13
man ist durchschnittlich immer gleich gesund oder krank! das ist fakt. man kann also an einer krankenversicherung nicht sparen.
was du dir vorstellst ist meiner meinung nach so nicht möglich.
eine krankenzusatzversicherung baut in der regel auf einem gesetzlichen krankenversicherungsschutz auf. daher nicht möglich.
selbst wenn es möglich wäre, bezweifle ich, das eine annahme möglich ist. warum? erstens weil das eintrittsalter eine rolle spielt und zweitens, weil ich nicht glaube, daß man im rentenalter im durchschnitt kerngesund ist. die private krankenversicherung fragt ausführlich in den gesundheitsfragen und prüft auch.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
18.12.2007, 19:26
Ich sehe das ähnlich wie der Experte.

Eventuell wäre ein Selbstbehalt-Tarif möglich um die Beiträge zu reduzieren. Allerdings kein Summenselbstbehalt (z.B. 500.-Euro oder 1.000.-Euro im Jahr) sondern ein prozentualer Selbstbehalt bei jeder Rechnung mit einer Höchstsumme pro Jahr.

Es gibt Tarife, bei denen z.B. 90% jeder Rechnung übernommen werden bis eine Eigenleistung von 500.-Euro oder 1000.-Euro oder .... erreicht ist. Darüber leistet die Versicherung dann zu 100%

Wenn die Patentante gesund ist, kann sich ein solcher Tarif u.U. rechnen. Wenn Sie sich z.B. dadurch die 90.-Euro pro Monat spart, wären dies pro Jahr immerhin 1.080.-Euro. Wenn Sie dagegen die normalen Vorsorgeuntersuchungen mit gesamt unter 500.-Euro Kostenaufwand rechnet und davon 10% selbst bezahlen muß, dann wären diese beispielsweisen 50.-Euro sicherlich erträglich...

Ob aber die Gesellschaft einen solchen Tarif anbietet und ein Wechsel ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist, wäre individuell zu klären.

Siehe hierzu meine PN

Schöne Grüße

justii