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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?



wanderin
16.12.2007, 18:35
Meine Lieben!
Ich lese soviel darüber, auch hier bei Euch in diesem Forum, aber ich kann es nicht wirklich glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.Natürlich nicht ein normales Leben, wie hier auf der Erde, aber es fällt mir so schwer an die Seele zu glauben, die angeblich weiterlebt. Ausserdem hab ich doch noch den Körper meines lieben Mannes, der im August gestorben ist, vor Augen, den Körper, den es nun einfach wirklich nicht mehr geben kann, denn er zerfällt ja jetzt von Tag zu Tag immer mehr. Den Körper, den ich so sehr geliebt und gestreichelt habe. Seine ganzen Gedanken, unsere Liebe zueinander, ich kanns mir so schwer vorstellen, wie er da woanders weiterlebt und vielleicht sogar mit mir kommuniziert, im Traum, in Gedanken.
Ich war bei ihm, wie ergestorben ist, ich hatte das Gefühl, dass er im letzten Augenblick ganz,ganz grosse Angst gehabt hat. Seine Züge haben sich verzerrt, die Hände wurden zu Fäusten. Das ist mir nicht friedlich vorgekommen.
Ich glaube, dass er nirgends hingegangen ist, wo es schön ist. Ich glaube, dass man einfach ohnmächtig wird, das ich ja auch schon manchmal erlebt habe, nur, dass man da nicht mehr aufwacht und zu Bewusstsein kommt.
Das Weiterleben nach dem Tod stell ich mir so vor, dass man so lange weiterlebt, solange es Menschen gibt, die an den Menschen denken und ihn noch immer lieben. Wenn es diese Menschen auch nicht mehr gibt, dann ist man endgültig verstorben und vergessen und kommtnie wieder.
Diese Gedanken machen mich sehr traurig. Vielleicht redet man vom Weiterleben nach dem Tod(in welcher Form auch immer), damit man mehr Trost findet. Ich weiss es nicht.
Wer weiss da mehr und kann mir etwas darüber erzählen?
Alles Liebe Eure Wanderin

Haferflocke
17.12.2007, 05:53
Liebe Wanderin ,
interessant, was Du fragst, vor allem vor dem Hintergrund, dass Du das Gefühl hast, dass Dein Mann im letzten Moment garnicht friedlich war. Ich bin gespannt, was die anderen schreiben.
Falls Du hier keine befriedigenden Antworten bekommst, könntest Du es auch nochmal bei http://sterbeforschung.de versuchen. Auch dort gibt es ein Forum.
Ich für meinen Teil denke, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Und dass es schön ist. Meinen Glauben ziehe ich vor allem aus den Büchern von Elisabeth Kübler-Ross, gepaart mit dem Wunsch dass es so ist. Ich möchte einfach daran glauben, dass er auf der anderen Seite auf mich wartet und ich ihn irgendwann wiedersehe...
Aber ich kann verstehen, dass Dein Erlebnis mit Deine Mann den Glauben daran erschüttert.
Liebe Grüße,
Haferflocke

Inaktiver User
17.12.2007, 08:26
Mit dem Leben nach dem Tod ist es wie mit Gott. Es gibt keine Stichhaltigen Argumente, zumindest habe ich noch nichts finden könnnen.

Ich lasse jetzt mal Äußerungen wie "Ich habe Gott gesehen", "Meine verstorbene Tante hat im Traum mit mir gesprochen", etc außer Acht, da dass keine Nachvollziehbaren Beweise sind.

Ich selbst glaube weder an das Leben nach dem Tod noch an Gott. Aber ich sehe auch kein Problem, wenn jemand daran glaubt - solange es bei dem Glauben bleibt. Wer also erzählt: Gott hat mir Befohlen <irgendewas> zu tun, dem spreche ich demjenige jeglichen Verstand ab.

Der Verlust eines Menschen ist eine schwierige Situation. Trauer läuft zwar prinzipiell in immer gleichen Phasen ab, aber die Trauerarbeit an sich ist doch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Vielleicht wäre es eine Möglchkeit sich mit dem Begriff Trauerarbeit auseinander zu setzen und zu recherchieren was es damit auf sich hat um es dann auch umsetzen zu könnnen.

Jemanden beim sterben zu begleiten ist sicher nicht einfach. Das Menschen einfach so friedlich "einschlafen" ist aber doch eher selten. Letztendlch weis man natürlch nicht was in dem sterbenden vor geht, aber dein Mann ist nicht alleine gestorben und du warst bei ihm. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich dafür entscheiden.

Inaktiver User
17.12.2007, 09:22
Liebe Wanderin,

ich glaube an ein Leben nach dem Tod (und auch an Gott) und habe keine Zweifel.
Wenn du mehr wissen möchtest, schreibe ich dir eine PN.

Pummel
17.12.2007, 11:15
Hallo Wanderin,
mir geht's wie Lavendelmond, ich glaube daran.

Es gibt soviele Hinweise darauf aus Erfahrungsberichten von Fast-Gestorbenen, ruhelosen Seelen u. Seelen die wiedergeboren wurden.
Ich las mal eine Geschichte eines indischen Mädchens, dass mit 3 od. 4 J. ihre vorherige Familie wiederfand, in diesem Alter konnte sie das unmöglich zusammenphantasieren.
Selbst hatte ich eine 'Erscheinung' am Krankenbett i. KHS. Es ging mir sehr schlecht u. plötzlich standen mehrere Personen am Bett die ganz sicher nicht zum KHS gehörten. Sie holten mich nicht ab, allerdings ging es mir kurz darauf besser.
Es gibt ein Seelenleben danach, nur wie es sein wird kann ich auch nicht sagen.

Ich frage mich, wieso so viele Menschen Angst vorm sterben haben, es ist doch jedem klar, dass er eines Tages wird abtreten müssen von diesem Erdenleben. Das ist mal todsicher.

Inaktiver User
17.12.2007, 11:35
Hallo Wanderin,
mir geht's wie Lavendelmond, ich glaube daran.

Es gibt soviele Hinweise darauf aus Erfahrungsberichten von Fast-Gestorbenen, ruhelosen Seelen u. Seelen die wiedergeboren wurden.
Ich las mal eine Geschichte eines indischen Mädchens, dass mit 3 od. 4 J. ihre vorherige Familie wiederfand, in diesem Alter konnte sie das unmöglich zusammenphantasieren.
Selbst hatte ich eine 'Erscheinung' am Krankenbett i. KHS. Es ging mir sehr schlecht u. plötzlich standen mehrere Personen am Bett die ganz sicher nicht zum KHS gehörten. Sie holten mich nicht ab, allerdings ging es mir kurz darauf besser.
Es gibt ein Seelenleben danach, nur wie es sein wird kann ich auch nicht sagen.

Ich frage mich, wieso so viele Menschen Angst vorm sterben haben, es ist doch jedem klar, dass er eines Tages wird abtreten müssen von diesem Erdenleben. Das ist mal todsicher.

Liebe Pummel,
ich denke, das Wissen um den Tod allein nützt nix, denn niemand weiß "wie sich das anfühlen wird", wie die Umstände des eigenen Todes sein werden - das alles kann Angst machen. Vor allem, wenn man nicht an ein Weiterleben der Seele (also des eigentlichen Wesens) glaubt.
Ich habe im Lauf der Jahre so viel gelesen und auch selber erlebt, dass da noch eine "unsichtbare Welt" hinter der Welt ist, das es mir leicht fällt, den unausweichlichen Tod an sich zu akzeptieren. Es ist nämlich das natürlichste der Welt, zu sterben. Es folgt logischerweise aus unserer Geburt. Naja, ist allen klar
:smirksmile:
Unbekanntes löst Angst aus.

Ich kann nur jedem raten, sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. Es gibt seit einigen Jahren so viele gute Bücher und ernsthafte Forschungen, dass wir da klar im Vorteil sind. Früher waren die Menschen auf das angewiesen, was die Kirche erzählt.
Heute weiß man vieles besser.

Woodstock62
17.12.2007, 11:53
Hallo zusammen,

ich sehe das wie Lavendel :kerze:

Ich glaube sowohl an Gott, wie auch an ein Leben nach dem Tod. Vorm Sterben an sich habe ich auch keine Angst, sehr wohl aber vor dem *Wie*. Aber das kann man sich ja leider nicht aussuchen.


Ich kann nur jedem raten, sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. Es gibt seit einigen Jahren so viele gute Bücher und ernsthafte Forschungen, dass wir da klar im Vorteil sind. Früher waren die Menschen auf das angewiesen, was die Kirche erzählt.
Heute weiß man vieles besser.

:allesok: :allesok:


Alles Liebe
Woodstock

prinzessin01979
17.12.2007, 12:48
Hallo,

ich glaube auch an ein leben nach dem tod. Ich habe viele bücher darüber gelesen, was mich noch mehr überzeugt hat, dass mit dem leben hier auf erden nicht alles vorbei ist.


:blumengabe:

Melissa

fuechsine
17.12.2007, 19:14
Ich würde gerne glauben können und beneide Menschen, die daraus Halt beziehen können.
Ich versuche, mich an den Gedanken zu lehnen, das kein Fitzelchen Energie im Weltall jemals verschwinden kann, sondern sich in immer neuen Formen zusammensetzt. Ich stelle mir eine Urgewalt vor, aus der sich Atome lösen und wieder zurückkehren. Unaufhörlich und ohne Anfang und ohne Ende.
Ich hatte kein einziges Zeichen, keinen Traum, keinen Trost, keinen Zufall, von dem ich sagen könnte, daß mein Mann versucht haben könnte, mich irgendwie zu erreichen.Mit all meiner Liebe und Sehnsucht ist mir ungekehrt auch nichts gelungen.
Ich glaube nicht an ein gezieltes Weiterleben nach dem Tode - aber glaube, dass es dort - wie auch immer- weitergeht.

Lyanna
18.12.2007, 01:52
Liebe Wanderin,
auch ich glaube an ein Leben nach dem Tod.
Ich bin überzeugt davon, dass es so ist!
Ich würde mehr davon erzählen, doch dies ist ein Trauerforum und ich vermute mal,
meine Erfahrungen diesbezüglich gehören nicht unbedingt hierher.

Obwohl ich glaube "zu wissen",
entbindet es mich nicht von meiner Trauer und meinem Verlust ...
der war und ist unendlich schmerzhaft,schmerzlich,
wie wir ja alle hier erfahren haben.
Vielleicht erleichtert mir meine Überzeugung meine Trauer ein wenig ...
auch da glaube ich, dass es so ist!
Deswegen vermisse ich meinen Tommy nicht weniger ...:liebe:
er fehlt mir, ich vermisse ihn ...
auch wenn ich von einem Leben nach dem Tod überzeugt bin.

:in den arm nehmen:
Lyanna

Atis
18.12.2007, 02:22
Liebe Wanderin,

zunächst etwas zu dem Moment des Sterbens und den körperlichen Aspekten... Du schreibst:


Ich war bei ihm, wie ergestorben ist, ich hatte das Gefühl, dass er im letzten Augenblick ganz,ganz grosse Angst gehabt hat. Seine Züge haben sich verzerrt, die Hände wurden zu Fäusten. Das ist mir nicht friedlich vorgekommen.


Das ist normal bzw. kommt sehr oft vor (sowohl bei Menschen als auch bei Tieren), leider wissen die meisten Menschen das nicht - der Tod wird ja auch sehr ausgeklammert in unserer Gesellschaft - und erschrecken sich natürlich oder sind sogar geschockt, wenn sie sehen, dass jemand sich so "verkrampft" im Moment des Sterbens. Es kommt aber wie gesagt sehr häufig vor. Ich habe einige Menschen und viele Tiere beim Sterben begleitet, und mein Eindruck ist immer, dass dieses "Verkrampfen" rein körperlich ist, dass die Seele in diesem Moment bereits gegangen ist und keinerlei Schmerz oder Angst empfindet.

Ich habe sehr viel über das Thema "Leben nach dem Tod" gelesen (ich empfehle Dir Bücher von Autoren wie die bereits genannte Elisabeth Kübler-Ross, Raymond Moody, Betty Jean Eadie, Kenneth Ring etc.), und auch eigene Erlebnisse haben mich in meinem Glauben an ein Leben nach dem Tod bestärkt. Ich schreibe "Glauben"... Wenn es nicht so überheblich klingen würde, würde ich viel lieber "Wissen" schreiben - denn manche Erlebnisse lassen einfach keinen Zweifel mehr zu...

Du mußt keine Angst haben, liebe Wanderin. Es GEHT weiter nach dem Tod - und zwar noch viel, viel schöner, als wir es uns mit unserem beschränkten Verstand überhaupt vorstellen können.

Der Körper stirbt, ja. Aber die Seele nicht, im Gegenteil, sie wird in diesem Moment erst frei...

Lyanna
18.12.2007, 03:13
und auch eigene Erlebnisse haben mich in meinem Glauben an ein Leben nach dem Tod bestärkt. Ich schreibe "Glauben"... Wenn es nicht so überheblich klingen würde, würde ich viel lieber "Wissen" schreiben - denn manche Erlebnisse lassen einfach keinen Zweifel mehr zu...

Es GEHT weiter nach dem Tod - und zwar noch viel, viel schöner, als wir es uns mit unserem beschränkten Verstand überhaupt vorstellen können.

Der Körper stirbt, ja. Aber die Seele nicht, im Gegenteil, sie wird in diesem Moment erst frei...

Ich finde es angemessen, wenn du sagst, du "weisst", liebe Atis.
Ich weiss es auch, doch es würde in dieser Abteilung zu weit führen,
ausführlich darüber zu berichten, oder?

Ich habe meine "Wahrheit", doch meine Wahrheit ist nicht massgebend,
muss nicht die eines anderen sein ...
Es geht weiter ...es hört niemals auf ...
das ist der Prozess des Lebens und des Sterbens ...
sie gehören ja von Anbeginn zusammen ...das Leben und das Sterben -
auch nachzulesen in dem wundervollen Buch von
Neale Donald Walsch
"Zuhause in Gott".
Was passiert nach dem Tod?
Was ist Tod?
Über das Leben nach dem Tode.

Dieses Buch "klärte" für mich das, was mit m i r war vor vielen Jahren ...
und ich wusste, wo Tommy ist, was er dort macht und wie er dort lebt ...
er lebt das, was er leben und für sich erfahren will!JETZT!

Ich konnte gar nicht aufhören mit Schluchzen vor lauter Erkennen und Freude ...
es war/ist das "wahrhaftigste und glaubwürdigste",
was ich bislang für mich in Erfahrung bringen konnte ...
ich weiss, dass es wahr ist ...für mich!

Und das ist das einzige, was mich tröstet ...er lebt ...
nur "hinter dem Horizont" und für mich unsichtbar, doch fühlbar!

Danke, liebe Atis:blumengabe: ...ich danke für dieses Thema, liebe Wanderin :blumengabe:

Lyanna

Inaktiver User
18.12.2007, 08:45
Liebe Wanderin und alle Anderen,

mir wurde nach dem Tod meiner Freundin ein Buch über "die Reisen der Seelen" empfohlen. Ich habe noch nicht alles gelesen, es ist teilweise auch sehr schwer zu lesen (für mich jedenfalls) aber das was ich gelesen habe hat mich doch bestärkt zu glauben, dass sie auf keinen Fall allein ist und dass wir uns auf jeden Fall wiedersehen werden.
Und für mich weiß ich, dass auch ich nicht allein sein werde wenn`s mal soweit ist. Meine Freundin wird bestimmt für mich da sein.

LG :blumengabe:
malea

Inaktiver User
18.12.2007, 09:02
Hallo :blumengabe:

Ein sehr interessanter Strang und sehr schön.
Ich finde diese Einstellungen im Leben, damit leben zu können,
wie Alessandro sie beschreibt ,sehr mutig.
Ich frage mich , was solche Menschen im Leben das hier
und jetzt stattfindet , über das Leben an sich wirklich denken?
Wenn es das einzigste Leben deren Ansicht ist.

Vielleicht kann ich das hier mal nachlesen?

Bis dann mal ...ich hab leider nicht so viel Zeit
Liebe Grüße :blumengabe:

Inaktiver User
18.12.2007, 10:22
Ich finde es angemessen, wenn du sagst, du "weisst", liebe Atis.
Ich weiss es auch, doch es würde in dieser Abteilung zu weit führen,
ausführlich darüber zu berichten, oder?


Hm, ja.... Das ist die Frage.

Vielleicht führt es nicht "zu weit", sondern es führt zu neuen Erkenntnissen, öffnet neue Wege des Denkens?

Vielleicht würden diese Erfahrungsberichte sogar willkommen geheißen.

Keine Ahnung.
Ich werde mal eine Umfrage machen, ob die Mehrheit der Trauernden hier so einen ausführlichen Strang begrüßt oder ablehnt.

Pummel
18.12.2007, 19:03
Hi Lavendelmond,
also ich fände es 'beruhigend' und vll nimmt es dem Einen od. Anderen auch etwas die Ängste.
Machte mal 'nen Hospizkurs u. las deswegen auch einige Bücher von Kübler-R. u. andere z.B. über Rückführungen etc. u. fand diese schon hilfreich.
Die Ängste, welche einem schon als Kind im Religionsunterricht od. Kirche eingetrichtert wurden, sitzen allerdings immer noch fest.
Ich frage mich, wieso wir uns denn nicht an ein and. früheres Leben erinnern können u. wieso wir überhaupt mehrere leben müssen/dürfen?

wanderin
19.12.2007, 22:14
Meine Lieben!
Danke für eure Meldungen. Ich bin so traurig. Mein Mann ist jetzt seit August tot.Ich tu mir so schwer daran zu glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.Ich würde so gerne daran glauben, daran glauben, dass er noch da ist in welcher Form auch immer, aber dass er da ist,für mich da ist, dass ich mit ihm ,in welcher Form auch immer, KOntakt aufnehmen kann.Dass ich ihn noch immer so liebe, er hat mich doch auch so geliebt. Ich würde ihm so gerne so nahe sein. Ich kann so schwer glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.
Alles Liebe Eure Wanderin

Inaktiver User
20.12.2007, 18:16
Es gibt nun einen Bereich in der BriCom, wo das ebenso wichtige wie schöne Thema:

"Gibt es ein Leben nach dem Tod? Glaubt ihr daran?"

besprochen werden kann in aller Ausführlichkeit.




klick
(http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?p=3240823#post3240823)

Haferflocke
20.12.2007, 18:43
Liebe Lavendelmond,
vielen Dank, dass Du den Stammtisch eingerichtet hast.
Ich bin gespannt, was die anderen berichten und hoffe, dass ihre Erfahrungen anderen und auch mir ein Trost sein werden.
Liebe Grüße,
Haferflocke

Inaktiver User
20.12.2007, 19:14
Liebe Lavendelmond,
vielen Dank, dass Du den Stammtisch eingerichtet hast.
Ich bin gespannt, was die anderen berichten und hoffe, dass ihre Erfahrungen anderen und auch mir ein Trost sein werden.
Liebe Grüße,
Haferflocke


Ich bin auch sehr gespannt, liebe Haferflocke !

Was ich selber erlebt habe, war für mich eine Gnade.
Hätte ich das alles nicht gehabt, ich wäre immer noch in Depressionen und Trauer gefangen.
Wenn ich die Tage mal echte Ruhe habe, dann schreibe ich davon.
Im Stammtisch natürlich :smirksmile:

Atis
20.12.2007, 19:32
Wenn ich die Tage mal echte Ruhe habe, dann schreibe ich davon.
Im Stammtisch natürlich :smirksmile:Ich auch. :smile: Ich hatte zwar ein bißchen Bedenken (ein bissl hab' ich die immer noch), aber wenn, wie Du in dem neuen Thread schreibst, das Bri-Team ein Auge auf den Strang haben wird und unverschämte / beleidigende u.ä. Beiträge gelöscht werden, dann werde ich dort auch etwas berichten.

Inaktiver User
20.12.2007, 19:33
Hi Pummel,
ich bin keine Expertin, befasse mich nur sehr gerne mit diesem Thema.


Ich frage mich, wieso wir uns denn nicht an ein and. früheres Leben erinnern können u. wieso wir überhaupt mehrere leben müssen/dürfen?

Zu dieser Frage kann ich dir meine Gedanken mitteilen:

Ich glaube daran, dass unser einen Leben einen Sinn hat, sei es um zu lernen, das Leben an sich zu meistern, Spaß zu haben oder was auch immer.
Wenn ich nun wüßte, mein Kind kenne ich von einem früheren Leben und da war es meine verhaßte Schwägerin. Oder mein Vater war mein Freund und hat mich verraten oder oder ...

Das würde das jetzige Leben doch unnötig komplizieren.

Und wieso wir mehrere leben müssen/dürfen?
Das weiß ich nicht. Aber das Leben an sich ist doch wunderschön und erstrebenswert. Ich tippe auf dürfen.

Gruß dingsda

Inaktiver User
20.12.2007, 19:35
Ich auch. :smile: Ich hatte zwar ein bißchen Bedenken (ein bissl hab' ich die immer noch), aber wenn, wie Du in dem neuen Thread schreibst, das Bri-Team ein Auge auf den Strang haben wird und unverschämte / beleidigende u.ä. Beiträge gelöscht werden, dann werde ich dort auch etwas berichten.

Schön, Atis !
Laßt es uns einfach wagen.

Für die, denen es gut tun wird :blumengabe:

Inaktiver User
21.12.2007, 19:31
hallo ihr lieben,

bin neu hier, habe mich gerade mal heute registriert.
Anfang november (eingentlich am 1.11.2007-Gott, was für ein Tag!) ist mein mann (30) von uns gegangen.

Ich durchlebe im moment die hölle! die ersten wochen nach seinem tod war ich so schockiert und hatte so viel um die ohren (behördenwege, begräbnis), dass ich wenig zeit hatte um darüber irgendwie nachzudenken. Die meiste zeit war ich "cool"-war schon selbst verwundert, wie herzlos ich bin.....die nächte waren schlimm, da habe ich viel geheult und wenig geschlafen.

Na ja, schlafen tue ich immer noch schlecht, aber was ich seit 3 wochen durchmache, wünsche ich echt keinem. Der schock ist anscheinend weg, es wird mir immer mehr bewußt, dass mein geliebter mann nicht mehr da ist, mir geht es so was von schlecht, ich sehe kein sinn mehr im leben, habe schuldgefühle....

Seit 3.12. bin ich wieder im büro, am anfang war die arbeit super gut, die arbeitskollegen lieb, ich habe mich sehr wohl gefühlt im büro. Meistens habe ich nur in der früh daheim geheult, dann war gut, am abend habe ich buch gelesen, war ok. Doch mittlerweile heule ich fast überall-sogar in der strassenbahn. Und auch in der früh und am abend und im büro.....Und ich habe tage, wo ich überhaupt den ganzen tag schlecht gelaunt bin und alles, aber auch wirklich alles geht mir dann auf die nerven.

Mir kommt das ganze wie ein schlechter traum vor!

Und ich glaube an ein Leben nach dem Tod, mein lieber mann hat mir in den tagen nach seinem tod wunderschöne zeichen geschickt. Ich habe bis jetzt auch ein paar bücher darüber gelesen und habe keine zweifel mehr, dass das Leben weiter geht. Was ich schlimm finde ist die Tatsache, dass ich eventuell noch so lange zeit vor mir habe, bis wir und wieder begegnen. Und angst davor, dass mit der zeit erinnerungen an ihn verblassen.....

Wie soll ich nur weiterleben? Wir haben so viel geplant, so viel gearbeitet, uns gestresst, das leben nicht genossen. Wir wollten nächstes jahr ein baby. Jetzt ist mir nichts geblieben, ich sitze in einer wohnung, die für unsere familie gedacht war, plötzlich alleine, voller angst vor der zukunft. Sein bett ist leer, er kommt nie wieder. Ich möchte ihn spüren, streicheln, küssen. Doch er ist nicht mehr da. Stattdessen eine leere, in mir, um mich......Egal wo ich auch hingehe, überall sehe ich meinen mann. Wir waren seit 9 Jahren zusammen und fast 6 jahre verheiratet.

Ich sehe ihn immer vor mir, wie er mich um 3 in der früh aufgeweckt hat, weil er nicht schlafen konnte, wg. starker bauchschmerzen. Ich habe ihn ins KH gebracht, er hat starke krämpfe gehabt. Ich sah in seine augen und hoffte, dass er in ein paar tagen nach hause kommt. Am selben tag am nachmittag habe ich mit ihm noch reden können. Dann bin ich nach hause, habe ihm vor dem schlafengehen noch eine SMS gesenden: "schatzi, ich liebe dich über alles, schlaf gut" habe ich ihm geschrieben.....als ich am nächsten tag ins KH kam, war er schon auf der intensivstation, im künstlichen tiefschlaf. Seit dem habe ich mit ihm nicht mehr reden können, nach genau 2 monaten ist er dann von uns gegangen...........ich habe mich nicht mal richtig verabschieden können...........war bei ihm, als er starb, habe seine hand gestreichelt........er ist friedlich eingeschlafen, und hatte dabei gelächelt:smile: ist das nicht wunderschön? Jetzt glaube ich wirklich an das leben nach dem tod, mein mann wurde von seinem geliebten opa abgeholt, da bin ich mir ganz sicher. Und ich habe ihn darum gebeten, dass er mich abholt, wenn meine zeit gekommen ist.

SCHATZI ICH LIEBE DICH!

lg an euch alle

Mimilette
22.12.2007, 10:48
..ja ich glaube daran und je älter ich werde desto sicherer bin ich mir.

Pummel
23.12.2007, 20:28
I.l.D.1 - Tut mir so leid für dich. Ist doch ganz normal, dass du deinen Mann sehr vermisst.
Ich denke mal, Du hast dich zu sehr zusammengerissen am Anfang um eben alles erledigen u. durchstehen zu können. Nun kommt Ruhe u. du merkst die Leere umsomehr.
Auch wenn man sich sicher ist, dass es ein Leben danach gibt, so läßt einen die Trauer doch nicht los, man vermisst eben alles an seinem Liebsten.
Das kann noch sehr lange dauern. Nimm dir die Zeit die du brauchst u. vll hilft er dir ja von 'dort' aus.
Lies doch im Trauerstrang mit, da fühlst du dich dann auch verstanden.

Verbringe die Feiertage nicht alleine. Vll fragst du dich wie er es für dich wünschen würde.

Wünsche dir und allen anderen hier ein schönes Fest.

Pummel
23.12.2007, 20:33
Hallo dingsda,
ja, ich finde mein Leben meist auch schön. Aber wer sagt mir, dass ich wieder in ähnl. Umstände wiedergeboren werde u. nicht in Tubugdu od. sonstwo auf der Welt u. evtl. mit 11 J. an einen 40jähr. alten Bock verkuppelt werde?
Aber du hast Recht, vll ist es besser man weiß es nicht.

Inaktiver User
24.12.2007, 17:01
Aber wer sagt mir, dass ich wieder in ähnl. Umstände wiedergeboren werde u. nicht in Tubugdu od. sonstwo auf der Welt u. evtl. mit 11 J. an einen 40jähr. alten Bock verkuppelt werde?

Hallo Pummel,
da brauchen wir gar nicht bis Tubugdu gehen. Auch hier kenne ich einige Schicksale, wo ich behaupten würde, das würde ich nicht ertragen.

Ich bin ganz sicher, wir bekommen nicht mehr auf unsere Schultern geladen, wie wir auch tragen können. Wenn es schwerer wurde, habe ich immer Hilfe gefunden.

:kerze: Schönes Weihnachtsfest
Gruß dingsda

Inaktiver User
04.01.2008, 14:38
Und ich hatte heute Nacht einen Traum....

Er war wieder da , nah und real.....
Alles war so schön und lustig und sonnig wie in der Zeit in
der er noch lebte.

Doch als ich aufgewacht bin war die Welt nur da.
Er nicht.
Den ganzen Tag sind tiefe Erinnerungen wachgerüttelt
und immerwieder die Frage sehe ich ihn wieder?
Ich bin mir da auch nicht ganz so sicher.

Sturzbäche liefen heute, so real war der Traum und
so real das Aufwachen. :heul: :heul: