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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Adventszeit/ Todeszeit?



hildchen
11.12.2007, 12:44
Hallo @ all!

Ich kann mich an der der Adverntszeit einfach nicht mehr erfreuen.Weil ich im letzten Jahr gleich zwei liebe Menschen verloren habe.Einmal ist meine freundin anz plötzlich verstorben und dan auch noch mein Onkel der hatte Krebs.und dann soll man sich auf weihnachtenten konzentrieren können das geht nicht.Ich habe mich dies jahr dann schon Auf die Adventszeitvorbereitet mann denkt zwar noch dran aber es ist ja doch schon etwas verblasst.Dachte ich jedenfalls.

Bis Gestern.Nun kommt alles wieder hoch, weil nun auch noch meine Grosstante im Sterben liegt.Das geht seit Sonntag Nacht so.Sie hat nur noch schmerzen und muss mit Morphium ruhig gestellt werden.
Ich habe siegestern besucht, weil ich mich von ihr verabschieden wollte.Wäre ich nicht hingefahren, hätte ich mir später vielleicht Vorwürfe gemacht.Aber es war Schrecklich.Sie lag zwar ganz friedlich in ihrem Bett und hat geschlafen, aber den Körperlichenverfall hat man schon deutlich gesehen. Sie war richtig knochig am ganzen Körper.Deshalb durfte man sie auch nicht anfassen weil sie dann vor Schmerzen aufgeschriehen hat.

Und sie hat den Kampf noch nicht beebdet.Ich denke jede Minute das das Telefon Klingelt und ich den anruf bekomme, das sie es geschafft hat.Denn das was sie jetzt durch macht finde ich sehr schrecklich.Ich frage mich, warum sie so leiden muss.
Sie war immer für alle Menschen da und hatte für alles verständniss.Hat nie einen Menschen verurteilt oder schlecht über ihn geredet.
Und trotzdem hat sie jetzt so einen langen leidens weg.

Das macht mich fertig.Bei meinem Onkel war es vor einem Jahr genau das selbe.Er hat sich auch zum Schluss nur noch gequält.Und das war kaum auszuhalten.Er hat allen ausser meiner Tante und meiner cosine und Cosin verboten ihn zu besuchen.

Aber die erzählungen von meiner Tante haben mir gereicht.
Und jetzt geht alles wieder von vorne los.

Einerseits backt man Plätzchen mit den kindern für die Weihnachtsfeier und auf der anderen seite, Muss man sich schon mal gedanken machen um einen Kranz fürs grab.

und dann muss man vor den Kinder immer gute Laune haben.Morgen ist in der Schule adventssingen.Das habe ich aber schon Abgesagt.weil ich as einfach nicht bringe.

Mir ist so als reisst mir jeman den Boden unter den Füssen weg.Und trotzdem muss mann stark tun.

Ich wünsche mir das Meine Grosstante es bald geschafft hat.Denn so ein Leidensweg ist für uns alle und am wenigsten für sie auszuhalten.
Leider ist nichts mehr dran zu rütteln.Sie wird sich definitiv nicht mehr erholen.Was ich zuerst noch gehofft habe.
Aber dazu wäre sie jetzt viel zu schwach.Ihr körper hat seit drei Tagen keine Nahrung mehr aufgenommen und sie hat ein Gewicht von nicht mehr als 40 Kilo.

Ich kann nur jedem der in etwa das gleiche erlebt hat wie ich, raten es nicht so sehr an eienm ran zu lassen.Aber das ist nicht so leicht.
Ich weis nur nicht, wenn es heute im laufe des Tages noch nicht passiert, wie ich die nächste Nacht aushalten soll.

So jetzt kann ich erstmal nichts mehr schreiben.Ich werde mich bestimmt bald wieder melden wenn sie es geschafft hat.

Ricarda44
14.12.2007, 19:02
Hallo, hildchen,

dass das Sterben von Menschen auch in die Vorweihnachtszeit fällt, ist doch leider normal.

Wir besinnen uns meistens auch erst darauf, wie schön es alles war, als alle gesund und munter waren, wenn diese Zeit durch einen Todesfall in der Familie oder Freundeskreis uns wieder wach rüttelt und daran erinnert, dass das Leben doch irgendwann beendet ist.

So wie mir ein Bekannter, Bestatter von Beruf, erzählte, sterben die meisten Menschen nach den Feiertagen oder nach Jubiläen. So lange haben sie noch Motivation ("das möchte ich noch einmal erleben"). Wenn diese Motivation dann weg ist, also der Wille nachgibt, dann geht auch der Körper.

Wenn denn solche Sterbefälle vor Feiertagen passieren, ist der Körper wohl nicht mehr fähig, es länger auszuhalten bzw. der Wille dazu zu schwach.

Jeder von uns wird eines Tages gehen müssen. Was wir in dieser Zeit, in der andere vor uns gehen, lernen müssen ist: ES AUSZUHALTEN und damit klar zu kommen. Denn es trifft uns nun mal ein Schmerz auf Grund des Verlustest oder auch schon vorher auf Grund des Leidens und des zusehen müssen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und finde, Du solltest ruhig weiter Plätzchen backen. Denn am Sterben im Großen und Ganzen können wir alle nichts ändern. Das gehört zum Leben dazu. So bitter es manchmal auch sein mag, ist es doch normal.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Bine0369
16.12.2007, 07:49
Hallo Hildchen,

sicherlich, ein Todesfall in der Familie ist immer schlimm. Meine Mutti hat ihre Eltern beide jeweils im Dezember an den Krebs verloren. Mein Opa starb am 14.12.1986 und meine Oma am 21.12.1995, am 29.12. hätte sie ihren 76. Geburtstag gehabt. Und genau ein Jahr später starb mein über alles geliebtes Katzentier.

Somit war der Advent über viele Jahre eine Zeit der Tränen. Aber die Trauer ist inzwischen leiser geworden, wurde ersetzt durch all die schönen Erinnerungen an unsere Lieben. Es gab in unserer Familie schon immer viele Rituale im Advent und einen Teil davon (bestimmte Dinge am Weihnachtsbaum, eine besondere CD) bringt uns unseren Lieben näher, indem sie jedes Jahr wieder ein Teil der Adventszeit sind. Nur so kamen wir über die schweren Verluste hinweg.

Mit etwas Abstand wirst auch Du wieder eine schöne Adventszeit haben! Bis dahin :liebe:

Inaktiver User
16.12.2007, 12:58
Advent - die Zeit der Erwartung.

Ich denke gerade an eine befreundete Familie. Sie haben in den letzten Jahren in der Adventszeit viele ihrer Lieben hergeben müssen. Jedes Jahr war ein anderer dran. In dem einen Jahr war es ihre Mutter, dann seine Schwester. Dann sein Vater, dann ihr Vater. Dann kam starb ihr Bruder und im Jahr darauf seine Mutter. Letztes Jahr gaben sie dann ihr Liebstes, den einzigen Sohn, ab. Nun sind die beiden allein, wollten Weihnachten in der Ferne erleben. Und was passiert? Das Schicksal schlägt wieder zu. Der Krebs hat ihn fest im Griff. Ob er Weihnachten noch erleben darf? Ich denke viel an diese Familie.

Aus meiner Familie ist bisher ein Onkel im Dezember verstorben. Er wurde am Nikolaustag beerdigt. Mein jüngstes Sternenkind verließ uns im November. Alle anderen gingen aufs Jahr verteilt.

Trotzdem, dass Trauer in den Herzen der Hinterbliebenen ist, der Advent ist eine Zeit der Erwartung. Wir als gläubige Christen erwarten die Ankuft unseres Erlösers.

Sind nicht unsere Verstorbenen erlöst worden? Auch wir als Hinterbliebene sind erlöst - erlöst von Kummer und Schmerz, von Leiden. Ich glaube felsenfest, dass es unseren Lieben dort, wor sie jetzt sind, gut geht. Sie haben keine körperlichen Gebrechen mehr. Wir können uns miteinander verbinden und einander immer alles sagen. Zumindest mache ich es so mit meinen Sternenkindern und allen anderen, die mir nahe sind.