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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wurzelspitzenresektion vs. Implantat



Inaktiver User
10.12.2007, 16:50
Hallo allerseits,

bin 27 und hab bisher keine Probleme mit meinen Zähnen gehabt. Hab seit ich 12 bin eine regelmäßig gefülltes Bonusheft und null Angst vorm Zahnarzt.
Bis 22 war ich bei meinem "Kinderzahnarzt" nach meinem Umzug bin ich jetzt bei einer neuen Zahnärztin, mit der ich mich gut versteh auch der ich sogar seinerzeit die Praxisräume vermietet habe.

Soviel dazu....seit letztem JJahr häufen sich die Vorfälle an meinen Zähnen...mal bohren und ne Füllung erneuern ok, dann reichte das nicht mehr aus und sie musste ne Wurzelbehandlung machen, das zog sich ewig hin und uferte nun in den Befund aus, wurzelspitzenkappung bei einem Kieferchirurgen. Paralell bin ich weiterhin bei ihr weil sie hat noch weitere Löcher entdeckt die behandelt werden müssen, bin grad wieder mitten in ner wurzelbehandlung. *kotz*

Zwecks der Wurzelspitzenresektion war ich pflichtbewußt gleich beim Kieferchirurgen, er hat sich alles angesehen hat gleich gesagt dass es nicht klappen muss, aber mein Zahn wohl gute chancen hat von den voraussetzungen her. Ich muss dazu sagen habe in dem Zahn nach der wurzelbehandlung keinerlei schmerzen gehabt, dass die wurzelspitze entzündet ist, wurde erst beim Röntgen erkannt.

Tja nun hab ich nen Termin und paralell flatterte mir Ende letzter Woche der Kosten und Heilplan zur WSR ins Haus, davon hatte der Arzt aber nix gesagt, dass ich die Kosten tragen muss. Auf dem Plan steht abweichende Vereinbarung und dass die Leistungen nicht über die GOZ abgerechnet werden können weil die Kriterien eines erfolges nicht nachgewiesen sind. Das ist doch die Höhe.

Habe daraufhin meine Krankenkasse konsultiert und die sagte generell ist die WSR nicht von den Leistungen ausgeschlossen, aber wenn der Arzt schon einen Kostenplan schickt statt einfach über Karte abzurechenn?

Meine Zahnärztin will mir auch nicht bestätigen dass sich der Eingriff zu 100 % gelingt und schlägt gleich Zahn ziehen und Implantat vor...:ooooh: toll!

Was soll ich noch glauben?

Danke für eure meinungen und liebe Grüße

Frosch

mono1
10.12.2007, 20:45
Ich bin zwar nun keine Expertin, aber mich macht stutzig:

Warum WSR wenn du keine Schmerzen hast ?? :ooooh:
Warum hat sie nicht vorher über die Kosten der Behandlung mit dir geredet? :ooooh:

Gerade aufgrund der letzten Frage würde ich mir eine 2. Meinung einholen... Vielleicht ist es aber auch so, dass deine WSR zu "modern" für die Krankenkassenabrechnung ist (bei den Wurzelkanalbehandlungen ist es ja so...)?

Bei mir wird gerade eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt, wo der Zahn nicht zur Ruhe kommen will und deshalb überlege ich mir, ob ich mir den Zahn nicht lieber ziehen lassen will um mir künftigen Stress zu ersparen. Da an die Stelle ein Implantat müsste, bin ich gespannt auf die Meinung zu Implantaten.... :smile:

LG, Mono

Inaktiver User
10.12.2007, 21:01
Bei solchen aufwendigen Sachen ist ein Heil- und Kostenplan der normale Weg. Du hast jetzt aber noch keine Aussage darüber, wie hoch dein Eigenanteil ist? Ein Implantat wird vermutlich auch nicht vollständig von der Kasse übernommen?

Der Gedankengang ist in etwa folgender: Weil die WSR nicht zu 100 Prozent Erfolg hat, kann es sein, dass danach der Zahn doch noch raus muss, und dann wird es doppelt teuer. Die Kasse muss klären, ob sie das Risiko eingeht, und die Zahnärztin will natürlich nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Als privat Versicherte kam ich schon mehrmals in den Genuss, eine zahnerhaltende Behandlung zu bekommen, die die Gesetzliche nicht übernommen hätte, und die betroffenen Zähne sind alle noch da. Aber kein Neid bitte: Durch hohe Beiträge und hohen Selbstbehalt bleibt doch eine Menge auf mir hängen. Der Heil- und Kostenplan wurde vorher durch die Zahnärztin vorgelegt und die Kasse hat das überprüft. Das ist nicht unseriös, das ist wie ein Kostenvoranschlag vom Handwerker.

Du solltest dir also beides: Zahnerhaltende Behandlung und Implantat durchrechnen lassen. Wobei ich ein Implantat mit 27 schon ziemlich heftig finde :knatsch:

Inaktiver User
10.12.2007, 21:40
Bei solchen aufwendigen Sachen ist ein Heil- und Kostenplan der normale Weg. Du hast jetzt aber noch keine Aussage darüber, wie hoch dein Eigenanteil ist? Ein Implantat wird vermutlich auch nicht vollständig von der Kasse übernommen?

Der Gedankengang ist in etwa folgender: Weil die WSR nicht zu 100 Prozent Erfolg hat, kann es sein, dass danach der Zahn doch noch raus muss, und dann wird es doppelt teuer. Die Kasse muss klären, ob sie das Risiko eingeht, und die Zahnärztin will natürlich nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Als privat Versicherte kam ich schon mehrmals in den Genuss, eine zahnerhaltende Behandlung zu bekommen, die die Gesetzliche nicht übernommen hätte, und die betroffenen Zähne sind alle noch da. Aber kein Neid bitte: Durch hohe Beiträge und hohen Selbstbehalt bleibt doch eine Menge auf mir hängen. Der Heil- und Kostenplan wurde vorher durch die Zahnärztin vorgelegt und die Kasse hat das überprüft. Das ist nicht unseriös, das ist wie ein Kostenvoranschlag vom Handwerker.

Du solltest dir also beides: Zahnerhaltende Behandlung und Implantat durchrechnen lassen. Wobei ich ein Implantat mit 27 schon ziemlich heftig finde :knatsch:

Der KOsten und Heilplan liest sich aber so als ob die GKV sowieso nix übernimmt, da da steht abweichde Vereinbahrung ggü. GOZ...das find ich komisch. werd aber mal der krankenkasse den plan zufaxen mal sehen was sie sagt. Implantat find ich auch heftig, ich glaub die sind da immer recht flink mit so maßnahmen weil bringen ja kohle.

UlrikeAnne
25.12.2007, 18:08
Hallo!

Ich hatte bisher auch keine Problemen mit den Zähnen, aber Wurzelbehandlungen habe ich jetzt fünf (bin 43 Jahre alt). Bisher hatte ich keine Schmerzen.

Ein wurzelbehandelter Zahn schmerzte dann aber und ich ließ beim Kieferchirurgen eine WSP machen. Die Erfolgsquote liegt bei 80 %, dann aber hast du den Zahn für immer. Ein Implantat kostet mehr und wäre dann die letzte Lösung, so mein Chirurg.

Wurzelbehandelte Zähne sind keine gesunden Zähnen und es kann jederzeit zu Entzündungen und Zystenbildungen kommen, denn eine Wurzelbehandlung kann aus rein technischen Gründen nie so gemacht werden, ohne daß Bakterien reinkommen (so mein Arzt). Das Alter des Patienten ist dabei echt egal.

Ich muß die Kosten auch selbst zum Großteil übernehmen. Eine Variante wäre sicher, daß du die Operation in einem Spital machen läßt in der Kieferchirurgie. Die Wartezeiten sind aber beträchtlich und bei einer WSR sollte man nicht zu lange warten.

LG Ulrike

Linda1010
27.12.2007, 19:29
Hallo!

Ich kenne mich zwar mit dem deutschen Kassensystem nicht aus, aber ich habe zwei (erfolgreiche) Wurzelspitzenresektionen hinter mir. Die Zähne haben beide nicht weh getan, man konnte den Entzündungsherd am Röntgenbild aber deutlich sehen. Das ist jetzt zehn Jahre her und ich habe die Zähne (mit Krone drauf) immer noch.

Die Wurzelspitzenresektion an einem Zahn ziemlich weit hinten war absolut kein Spaß, die an einem vorderen Zahn ging so. Wichtig ist nur, dass man hinterher nichts Warmes ist und fleißig Coolpacks auflegt. Dann wird die Backe nicht ganz so dick.

Alles Gute & lg
Linda

kaerra
24.01.2008, 09:58
Hallo Angorafrosch,

wie hast Du dich denn entschieden?

bounty56
26.01.2008, 12:12
hallo,

also ich würde vorher die WSP machen lassen, es bleibt Dein Zahn!
ich hab positive Erfahrungen dazu, Nullproblemo!

fürs Implantat zahlst Du 100%, die Kasse übernimmt nix (außer vielleicht Privatkasse)

LG Bounty

Inaktiver User
09.04.2008, 20:54
so ich wollt den tread nochmal hochholen. hab heute die wsr im krankenhaus machen lassen und es nicht bereut ich hoff es geht nun alles gut mit dem zahn.

grüße:knicks:

Emiliana
10.04.2008, 21:01
Hallo Fröschle! Alles Gute für Dich und Deinen frischoperierten Zahn. Falls es doch schiefgeht: Ich hab ein Implantat (ach das hört sich irgendwie an wie "künstliche Hüfte" ) und bin total zufrieden. Das Einbauen ist wie jede Zahnbehandlung natürlich nicht so angenehm, aber mit guter Kühlung innerhalb von Tagen Geschichte. Und dann kann man das Ding wohl bis mit ins Grab nehmen. No Schmerzen, Karies oder sonst was. Toi, toi, toi.