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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Loch im Milchzahn - wird vor dem Bohren betäubt? -



erdbeereis
10.12.2007, 11:58
Ihr Lieben,

meine Tochter ist 5 Jahre. Das Loch in einem Backenzahn ist schon sehr groß wie ich finde und ab und an hat sie in den letzten Tagen schon über Zahnweh geklagt. Wir putzen nun wirklich täglich sehr gründlich, aber dieses Loch hat sich regelrecht innerhalb weniger Wochen reingefressen. Wahrscheinlich ganz besonders die letzten 14 Tage, weil es ja auch im Kindergarten fast nur noch Süßigkeiten gibt :ooooh:

Wir waren ja schon mit 4 beiM ZA. Damals hatte sie auch ein fast unsichtbares Löchlein, dass sie sich auch hat ganz tapfer ausbohren lassen (wie gesagt das war Mini!). Diesmal denke ich muss es schon arg whetun ohne Betäubung.
Gibt man 5-jährigen überhaupt schon eine Betäubung? Wie wird sie aber auf eine Spritze reagieren? Nicht dass sie dann davor noch mehr Angst bekommt? Ich will auch kein Zahnarzttrauma, weder durch eine Spritze, noch durch schmerzhaftes qualvolles Bohren. Oder gibts da schon was besseres heutzutage?

crocus53
10.12.2007, 12:35
Da ich keine Betäugungsspritzen vertrage, lasse ich Zahnbehandlungen in Selbsthypnose machen. Dabei ist man keineswegs schmerzunempfindlich. Vor ein paar Tagen mußte leider sogar ein Zahn gezogen werden. War überhaupt völlig unkomliziert, was das Procedere betraf.

Die geistige Einstellung war: das schaffe ich schon.

Ich halte es für gefährlich, bereits im Vorab von


iesmal denke ich muss es schon arg whetun ohne Betäubung.

dies zu "beschließen". Damit suggeriert man sich den Schmerz und betreibt die sich selbst erfüllende Prophezeiung. Und steigert sich in den Schmerz hinein. Und überträgt dazu noch eigene Ängste auf das Kind.

Eine Einstellung, dies könne zwar unangenehm - aber aushaltbar sein ist da wesentlich hilfreicher. Das läßt zwar keine Schmerzlosigkeit zu, hilft aber, die Dinge besser durchzustehen.

Kinder können vor diesen Tatsachen (Zahnbehandlungen) nicht von Eltern geschützt werden. "Es tut nicht weh", ist nicht nur eine Lüge sondern fördert bei erlebter Enttäuschung weitere Ängste.

Und man kann sicherlich ein Spritze geben lassen. Der Einstich kann schmerzlos sein, aber eben auch nicht. Es ist aushaltbar. Kinder können mit Stolz auch einmal tapfer sein, diesen kleinen Stich zu bekommen. Sie halten dies schon aus.

Stellt sich mir die Frage, warum dann hier eine Ängstlichkeitsdramatik bis hin zum Trauma schon in Gedanken hochgepuscht werden muß!

Ein Kind zu stärken heißt, mit ihm auch mal durch unangenehme Dinge durchzugehen. Da der Geist die gedachten Gedanken annimmt, egal ob positiv oder negativ, ist es doch wesentlich positver, sich hier schon mal die Behandlung als gut durch/überstanden vorzustelllen. Mit dem erlebten Gedanken: alles halb so wild....

Das Denken kann man sich nämlich aussuchen. Statt 100 x zu denken: das muß arg weh tun, könnte man auch denken: diesen kurzen unangenehmen Moment stehe ich/ stehst Du klasse durch.

Inaktiver User
10.12.2007, 12:39
also, ich gehöre zu den Menschen die richtige Panik vorm Zahnarzt haben - dabei bin ich sonst gar kein ängstlicher Mensch.

Ohne Spritze läuft bei mir nichts. Allerdings haben Milchzähne keine Wurzeln und nur wenig Nerven, so daß es wahrscheinlich wirklich nicht weh tun würde....aber es geht ja darum, dass deine Tochter nicht so ein Angsthase wird - von daher würde ich auf eine kleine Betäubung bestehen...im Übrigen bekomme ich vor der Spritze ein Spray aufs Zahnfleisch, dann merke ich den Einstich nicht mehr - ja ich weiß, ich bin ein Schisser *g*

Dharma

erdbeereis
10.12.2007, 13:11
Dharma
ich danke dir. ich bin auch Zahnphobikerin (naja oder wie sich das halt nennt). Ist eben in der Kindheit so entstanden. Meine Mutter war weder ängstlich gestimmt, noch hätte sie mir gesagt "es tut garnicht weh". Nichts von alldem. Es entstand irgendwann in mir diese Angst, die bis heute andauert.

crocus
ich denke nicht, dass ich eine negative Ausstrahlung auf meine Tochter habe. ICH habe in dem Moment KEINE Angst und suggeriere und kommuniziere das auch nicht. Als ich mit ihr das erste Mal beim ZA war, hat sie sich gefreut, hat sich bohren lassen (ohne Heulen, nix) und hat ein Riesenlob und ne Belohnung bekommen. Es liegt meiner Meinung nach nur am Zahnarzt selbst.
Sicher kann man sich auch schon vorher verrückt machen, das verstärkt die Angst dann zusätzlich.
Meine Tochter weiß, dass wir das beim ZA behandeln lassen müssen, aber hat bisher keine Angst, sondern hat schon gefragt, wann wir gehen.

Ich wollte nur für mich wissen, ob man bei einem 5jährigen Kind schon Betäubungen gibt oder ob das unüblich ist (kann mich nicht mehr erinnern, wie das bei mir war).

Wenn der Einstich zusätzlich betäubt wird, dann denke ich ist es auszuhalten. Wäre es eventuell auch ganz ohne Betäubung, aber ich finde es für dieses Alter wesentlich stressfreier als diese Anspannung "Gleich tuts weh, gleich tuts weh...." Das SAGT ja keiner, aber auch kleine Kinder denken sicherlich so, vor allem wenn die ZÄ vorher sagt "Wenn etwas wehtut hebst du sofort den Finger, dann höre ich auf"

Yana
10.12.2007, 13:22
Es gibt da so eine Art "Betäubunssaft" beim Kinderzahnarzt.
Das Kind bekommt ihn ca. 30 min vor dem Eingriff zu trinken und ihm wird es etwas schwummrig. Es ist bei der Behandlung wach, aber vergisst nach dem Eingriff alles.

Die Wirkung hält ca. 2 Stunden an.

Inaktiver User
10.12.2007, 20:23
Hallo Erdbeereis,

mein Sohn bekam mit 6 oder 7 Jahren eine kleine Füllung im Backenzahnbereich, das war seine erste und bisher einzige Füllung. Er wurde vom Arzt gefragt, ob er eine Spritze zur Betäubung haben wollte, zog es aber vor, das ohne zu probieren, da es sich nur um ein recht kleines Loch handelte. War auch gut zu ertragen, er fand es nicht so dramatisch.

Aber: Es ist nicht richtig, dass Milchzähne keine Wurzeln haben. Die haben sie sehr wohl und somit auch entsprechend Zahnnerven (sonst würde deine Tochter ja keine Zahnschmerzen haben). Wenn die Milchzähne ausfallen, sieht es lediglich so aus, als wären keine Wurzeln da. Das kommt daher, dass die Wurzeln durch den Druck, den die Bleibenden beim Rauswachsen auf den Milchzahn ausüben, quasi resorbiert werden. Fällt der Zahn aus, ist von der Wurzel kaum etwas zu sehen; das führt manchmal irrtümlich zu der Annahme, dass Milchzähne keine Wurzeln haben.

Ich denke, euer Zahnarzt wird euch beraten können, was bei einem so jungen Kind an Betäubung möglich ist. Wenn ich selbst ei Zahnarzt-Angsthase wäre und die Wahrscheinlichkeit, dass meine Ängste sich dann auch auf mein Kind übertragen groß ist, würde ich betäuben lassen.

Alles Gute für die Kleine. :blumengabe:

Zuza

erdbeereis
11.12.2007, 12:13
Danke auch Dir, zuza:blumengabe:

Wir waren gestern bei der Zahnärztin.
Sie hat ihr das alles ganz prima erklärt und sie auch vorher gefragt, ob sie den Zahn 'schlafen legen' soll, damit nichts weh tut oder ob sie es ersteinmal ohne Betäubung probieren will. Sie wollte erstmal ohne, aber es tat ihr schon gleich weh (die Zahnärztin sagte mir das auch ohne dass es meine Tochter hörte, dass das Loch tief ist und der Nerv freiliegt und es mit Sicherheit weh tun wird, wenn es auch nur der Wasserstrahl ist). Dann sagte sie ihr, dass sie nun einen Pieks bekäme, damit der Zahn schlafen könne und nichts mehr weh tut und damit sie auch den Pieks nicht spüre, würde sie ihr vorher noch ein Gel auf die Stelle machen. Gesagt getan. Kurze Einwirkzeit und dann bohrte sie und fragte ob es noch whetut oder ob es nur rumpelt. Meine Tochter meinte, es tut nichts mehr weh und gut war.
Sie wurde die ganze Zeit über mit Lobeshymnen überschüttet, wie tapfer sie sei und selbst die Erwachsenen wären nicht so tapfer wie sie usw. usw....
Am Schluss gab es sogar 2 tolle Überraschungen aus der Kiste.
Sie war mächtig stolz und glücklich:engel: und ich erst:zwinker:

Inaktiver User
11.12.2007, 12:19
Hallo erdbeereis - das ist ja klasse!

Ja diese Panik kam bei mir auch einfach so - mir hat niemand Angst gemacht und der zahnarzt meiner Kinderheit war so ein netter älterer Herr ...tja aber diese Geräte und der laute Bohrer...


Diesen Saft hätte ich auch gern mal :freches grinsen: vor allem wenn man hinterher alles vergißt!!! Die Einsatzmöglichkeiten sind ja grenzenlos :zwinker:

Dharma

erdbeereis
11.12.2007, 12:56
..
Diesen Saft hätte ich auch gern mal :freches grinsen: vor allem wenn man hinterher alles vergißt!!! Die Einsatzmöglichkeiten sind ja grenzenlos :zwinker:

Dharma


:ooooh: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
Mensch, darauf bin ich ja noch garnicht gekommen. Gibts den auch so zu kaufen?:freches grinsen: :engel:

Inaktiver User
11.12.2007, 13:03
ich wette der wirkt nur bei Kindern...

obwohl diese Wirkung manchmal im Leben sicher sehr hilfreich wäre :freches grinsen:

trambahn100
11.12.2007, 13:09
selbstverständlich tut eine Bohrung weh :lachen:


aber dieses Gepampere von Kindern ist auch unerträglich.

die einen schlagen ihre Kinder tot, die anderen verwöhnen sie nach Strich und Faden.

das ist ja nicht mehr normal.

Inaktiver User
11.12.2007, 13:12
trambahn beruhig dich wieder!

DAS war hier gar nicht das Thema!

Inaktiver User
11.12.2007, 13:30
Das hat mit Pampern doch nichts zu tun, Trambahn. Ich kenne viele Erwachsene, die vor dem Zahnarzt wirklich Schiss haben; bei denen überträgt sich diese Angst dann auch schnell auf die Kinder. Ein guter Zahnarzt wird ein Kind so behandeln, dass es den Zahnarztbesuch nicht gerade als etwas Furchtbares in Erinnerung behält, und dazu gehört eben auch eine Schmerzprophylaxe, wenn sie Sinn macht.

Zuza

erdbeereis
12.12.2007, 11:00
trambahn
das Leben ist eben nicht schwarz oder weiß.
Da gibt es GsD noch ne Menge dazwischen.

Zuza
Ja, genau wie du es in deinem letzten Post geschrieben hast.
Das kann ich nur unterschreiben. So ähnlich war es bei uns und
die Zahnärztin hat das alles ganz richtig gemacht. Meine Tochter hatte keine übertriebene Angst und ich habe mich während der gesamten Behandlung komplett rausgehalten. Das haben die ganz alleine geschafft (ohne mich Angsthasen).

Ich wäre froh gewesen, zumindest ein kleines bisschen 'gepampert' worden zu sein als kleines Kind. Mir wurde der Bohrer brutal reingerammt, ich hab vor Schmerzen gebrüllt, aber so war das und Punkt. Ergebnis kann sich jeder in meinem Munde anschauen. Ich habe höllische Ängste entwickelt, dass ich jahrelang nicht mehr zum ZA gegangen bin (erst aus Angst, dann aus Scham). So manchen Zahnschmerz habe ich sogar als Kind meiner Mutter verschwiegen....
Was ist nun besser?

Yana
16.12.2007, 21:06
In meiner Kindheit hatte ich da ein paar sehr unschöne Erfahrungen mit dem Zahnarzt.

Warum sollte ich meinem Kind Schmerzen und Angst vor dem Zahnarzt zumuten? Mein kleinerer Sohn hat bisher zweimal den Betäubungssaft bekommen und hat sich danach gewundert wie die Milchzahnkrone in seinen Mund gekommen ist.

EllenRipley
25.01.2008, 20:04
Hallo, Dharma,
darf ich dich wegen Milchzähne und Wurzeln korrigieren? Milchzähne haben, genau wie die bleibenden Zähne, Wurzeln. Diese Wurzeln bilden sich aber, wenn sich sie die bleibenden Zähne im Kiefer bilden zurück, so dass, wenn der Milchzahn ausfällt, keine Wurzeln mehr übrig sind.
Aber so lange die Wurzel der Milchzähne noch vorhanden sind, kann das Bohren genauso unangenehm bzw. schmerzhaft sein, wie bei den bleibenden Zähnen.
Aber es gibt ein Gel bzw. Spray, dass ein wenig die Einstichstelle betäubt, bevor der Zahnarzt die Spritze setzt. Ich würde mich vorher beim Zahnarzt erkundigen. Es gibt auch eine Methode, bei der der Zahnarzt leichten Druck an der Einstichstelle ausübt (z.B. mit dem Spiegel), das setzt die Nerven etwas lahm und die Kids merken das Stechen kaum bis gar nicht. Das kann aber leider nicht jeder Zahnarzt.
LG

Dodolin
28.01.2008, 10:30
Es gibt auch für Erwachsene Angsthasen etwas zur Beruhigung! Keinen Saft aber Tabletten, Allerdings darfst du dann nicht Autofahren.