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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vorm Autofahren auf Autobahnen



Pascale
08.12.2007, 13:08
Hallo,

ich hätte gern mal einen Rat. Bin fast 33, Mutter einer 15 Monate alten Tochter und verheiratet. Seit ca. 15 JAhren leide ich an Ängsten, angefangen hat es mit einer Sozialphobie, ich konnte kaum noch vor Leuten essen oder in einem Supermarkt einkaufen gehen. DAnn habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht und konnte diese Situationen wieder "meistern".
Als ich vor 2 JAhren schwanger war, habe ich begleitend eine Therapie gemacht, die mir auch sehr gutgetan hat.
Zurzeit ist es so, dass ich den Alltag mit KInd und Teilzeitjob ganz gut auf die Reihe kriege, aber wenn's ans Autobahnfahren geht, krieg ich die Krise und breche in Panik aus und könnte sofort losschreien vor lauter Angst, dass ein Unfall passiert.
Ich merke, dass mich diese Angst total einschränkt, ich fliege nicht (mehr), ich fahre nicht mit dem Zug, fahre nur noch selber Auto und mit dem Kinderwagen durch die GEgend.
Was kann man bloß dagegen machen? Ich kann doch nicht in Dauertherapie gehen?
Gruß, Pascale

Inaktiver User
08.12.2007, 19:23
Liebe Pascale, für mich hört sich das so an, als würde sich deine Angst immer wieder ein neues "Opfer" suchen. Erst sind es die Menschen, dann der Straßenverkehr. Die Verhaltenstherapie scheint sich da etwas an der Oberfläche bewegt zu haben, als hätte man an der einen Stelle ein Loch geflickt, was dann an der anderen aufreißt. Wichtig wäre aber, herauszufinden, warum diese Löcher überhaupt entstehen. Mit Tipps, wie du angstfrei Auto fährst, ist dir an dieser Stelle sicher nicht geholfen. Du brauchst bestimmt noch einmal professionelle Unterstützung.

:blumengabe: Nur nicht verzagen!

Karla48
08.12.2007, 21:52
Das denke ich auch: Du brauchst noch einmal professionellen Rat. Es ist ja normal, daß Ängste sich Bahnen suchen, immer wieder neue, wenn die Themen, um die es "in Wahrheit" geht, nicht erledigt werden/sind. Manchmal kommen die gleichen Ängste nochmals wieder. Was meinst Du mit ewig therapieren...sooo lange ist das doch gar nicht. Alles im normalen Rahmen. Mach doch einen Termin mit Deinem Arzt aus, damit Du Dich wieder zur Therapie anmelden kannst, oder für eine Reha oder beides...
LG und gute Besserung
Karla

finn
29.12.2007, 13:23
Hallo Pascale,

ich schließe mich meinen Vorredner/innen an, dass du dir nochmal prof. Hilfe suchen solltest.

Und wie wäre es im Bezug auf Autobahnfahren, mit einer Hypnosebehandlung?
Oder ein paar Fahrstunden/Übungsstunden mit einem Fahrlehrer, der ja von seinem Beifahrerseite aus, auch "eingreifen" kann? Nur so, um mal für dich ein kleines bisschen Gefühl für Fahren auf der Autobahn zu bekommen?

Ich selbst empfinde Autofahren auf den Schnellstraßen und Autobahnen als sehr angenehm und übersichtlich. Ich fahre zu 90% auf den A. und um stressfrei auf der Arbeit anzukommen, hänge ich mich hinter einem LKW. Daraus ergibt sich eine Geschwindigkeit von 80-100. Ist also ganz angenehm und spritsparend obendrein. Ich lasse mich da auch nicht aus der Ruhe bringen.
Im Großstadtverkehr werde ich immer nervös und manchmal auch panisch.

Alles Liebe und Gute!!!
finn