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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Panische Angst vor Krankheiten!



Buffy
03.12.2007, 11:33
Hallo Ihr Lieben!

Hab mich jetzt auch mal durchgerungen hier zu posten!
Es fällt mir echt nicht leicht, aber vielleicht hilft es mir ja mal andere Meinungen oder auch Erfahrungen zu hören!

Ich weiss auch gar nicht so recht wie ich anfangen soll....es ist so...schon vor ca. 10 Jahren war ich mal in einer psychosomatischen Klinik. Der Aufenthalt dort hat mir sehr geholfen. Danach war ich ca. 2 Jahre in ambulanter Behandlung und die war auch sehr gut. Ich hatte zumindest gelernt mit meinen Symptomen umzugehen.

Jetzt bin ich in einer Situation, in der ich super unglücklich bin. Ich weiss das, und ich hab auch schon mit meinem Mann darüber gesprochen, dass so unglücklich bin, und dass wir etwas daran ändern müssen, sonst gehe ich daran zugrunde. Er ist auch sehr verständnisvoll und versucht mir immer zu helfen. Das ist nicht das Problem.
Was mich noch ganz verrückt macht, ist, dass ich jetzt keine sogenannten Symptome wie Schwindel, Herzrasen, oder Angst vor Menschenmengen habe, sondern dass ich jetzt plötzlich eine Riesenangst habe, irgendeine ganz schlimme Krankheit zu haben, an der ich dann sterben könnte. Ich kann dann auch an nichts anderes mehr denken! Dazu kommt noch, dass ich leider arbeitslos bin und sowieso viel zu viel Zeit habe zum Nachdenken, und da kommen mir halt immer diese ätzenden Gedanken, die mich echt noch in den Wahnsinn treiben!

Kann mich jemand verstehen? Geht es hier vielleicht noch jemandem so?
Ich bedanke mich schon mal für das Zuhören bzw. lesen! Und freue mich natürlich auf Antworten von Euch!

Ciao,
und in grosser Verzweiflung,
Buffy

kriena87
04.12.2007, 22:01
hi buffy!
ich kann dir leider nicht groß helfen, aber ich kann dir zumindest sagen, dass du nicht alleine bist. dass es viele menschen gibt mit solchen ängsten.
ich leide seit 5 jahren an emetophobie (angst vorm erbrechen, spezielle panik vor magendarmerkrangungen).
meine angst hat sich oftmals so dermaßen gesteigert, dass ich aus lauter panik wirklich krankheitssymptome wie erbrechen und durchfall bekommen habe. ich musste auch mal den notarzt rufen, weil eine panikattacke so schlimm war, das sich dachte, ich muss sterben. diese attacke ging über stunden und ich konnte es kaum noch ertragen.
aber du hast in dem bereich ja auch schon erfahrungen gemacht (mit therapie), ich ahbe eine ambulante gemacht und muss sagen, dass sie mir leider wenig genützt hat.. mir hat es wirklich nur etwas gevracht, mich trotzdem zu zwingen in die shule zu gehen und einfach mit freunden wegzugehen. die angst wardabei richtig schlimm, aber ich ahbe auch gelernt mit den symptomen umzugehen und kann jetzt ganz gut unterscheiden.

diese angst vor tödlichen krankheiten, wie ist das genau bei dir? wovor hast du genau angst? dass du plötzlich überrascht wirst oder dass du dich mit tödlichen krankheiten anstecken kannst? versuch es mal genauer zu erklären, wenn du kannst.

aber ich kann dich auf jedenfall gut verstehen. wir wissen ja auch, dass unsere ängste eigentlich unbegründet sind, aber ich denke, das muss amn akzeptieren und sich damit abfinden.
ich kann dir nur empfehlen zu versuchen deinem leben weiterhin nachzugehen und vll magst du dich weiter bilden, vhs kurse besuchen oder ein neues hobby entdecken in das du viel energie stecken kannst? das wird dir deine ängste scherlich nicht komplett nehmen, aber es wird dich definitiv ein wenig ablenken! vielleicht suchst du auch nochmal nach einem therapeuten, der dir jetzt wieder beistehen kann?

ich wünsche dir ganz viel glück!!!!!:blumengabe:

Tabea
04.12.2007, 22:10
Liebe Buffy,

könntest Du, bis Du einen neuen Job gefunden hast, vielleicht ehrenamtlich irgendwo mitarbeiten?
Dort würdest Du etwas Sinnvolles tun, es käme Deinem Lebenslauf zugute und Du kämst mal auf andere Gedanken!

Alles Gute!
Tabea

Ricarda44
05.12.2007, 07:00
Hallo, Ihr Lieben,

ich hab hier in den Strängen ja schon einiges über Ängste gelesen. Was ich mich dabei immer so frage ist, was veranlasst das Unterbewusstsein dazu, solche Ängste zu schüren?

Wir sind ja alle irgendwie ein "Produkt unserer Gedanken". Das heißt, was wir denken sind wir bzw. so schlägt sich das körperlich nieder.

Ich hab mal 'ne Geschichte gelesen, in der wurde ein Arbeiter aus Versehen in ein Kühlhaus eingesperrt. Darinnen war ein Überleben über Stunden nicht möglich, weil die Temperaturen echt heftig kalt waren. Aus Versehen wurde der gute Mann dort drinnen eingeschlossen und wusste um sein Schicksal, wenn er da nicht in kürzester Zeit wieder raus käme.

Seine Kollegen fanden ihn am nächsten Tag tot vor. Gestorben an Kälte. Vorhanden waren auch alle Anzeichen eines Erfrierungstodes.

Die Untersuchung ergab jedoch, dass die Kühlanlage gar nicht eingeschaltet, sondern wegen Wartungsarbeiten seit Tagen aus war. In der Kühlzelle herrschten Plusgrade um die 15. Also wäre ein Erfrieren mit solchen massiven Symptomen gar nicht möglich gewesen.

Der Mann ist gestorben an seiner Einstellung. An seinem Wissen "Hier kann niemand überleben". Dieses Wissen ließ auch nicht zu, dass er erkennen konnte, dass er es locker hätte aushalten können bist zum nächsten Tag oder sogar länger.
Da hatte ihm das Unterbewusstsein aus Überzeugung suggeriert: Du wirst sterben. Also starb er.

Sagt Euch das was?

Also mich hat diese und andere Geschichten davon überzeugt, dass auch die Gesundheit und manchmal selbst das Leben mit ganz viel davon abhängig ist, was wir denken.

Ein anderes Beispiel: Ein Mann ging zu seinem besten Freund, der Arzt war. Er beklagte sich über Herzattacken, Schwindelanfälle und andere massive Dinge. Der Arzt, also auch sein Freund, erkannte nach eingehender Untersuchung, dass diese Symptome sich immer erst aufbauten, wenn der Mann drüber nachdachte.

Als sein Freund wieder in die Praxis kam, sagte er ihm, dass ihm sein Herz weniger Sorgen machte. ABER SEIN MAGEN!!!! Der sei ja wohl kurz davor sich mit einem Geschwür zu bedanken für den Stress und die Hektik und all das, was der Gute in sich hinein fraß.

Über kurze Zeit gingen die Symptome Herzrasen, Schwindelanfälle usw. zurück. Der Mann achtete auf gesunde Ernährung, Bewegung, weniger Stress und fokussierte sich voll auf die Gesundung des Magens.

Ja, er hatte weder das eine noch das andere. Seine Krankheit war nur Produkt seiner Gedanken und stressiger Lebensumstände (Bei dem Tempo muss man ja irgendwie zu Grunde gehen!)

Was mir das Ganze gesagt hat?
Wenn mal was kommen sollte - Krankheit z. B., dann werde ich das schon erkennen, auch wenn ich mir vorher keine Gedanken darüber mache. Deshalb haben solche Ängste und Grübeleien in meinem Leben auch keinen Platz.
Was kommt, muss man sowieso akzeptieren. Ein "Vorher Angst haben" verhindert das ja nun auch nicht.

Aus dem was kommt, dann noch das Beste machen - das ist dann eine wirkliche Aufgabe. Aber besser ist es ja, wenn nichts kommt. Und mit diesen Gedanken, dass der Körper mir rechtzeitig sagen wird, wenn was nicht gut läuft, lebt es sich gut. Ich bin 45, hab viel, viel weniger Wehwehchen als andere. Wenn ich mal zur Ärztin gehe, nimmt sie mich voll ernst und hilft nicht nur mit Mittelchen, sondern hinterfragt auch genau, welchen Belastungen ich ausgesetzt war. So selten wie wir uns sehen, erforscht sie die Ursache dann ganz schnell in den Lebensumständen.

Ich finde, man soll gut auf sich aufpassen. Aber man sollte viele Dinge nicht überbewerten. Und aus meiner Sicht sind Ängste unnötig. Wenn was passiert, passiert es auch, ob wir Ängste vorher hatten oder nicht. Aber wenn man sein Unterbewusstsein auf eine Katastrophe ausrichtet, wird diese wahrscheinlich eher eintreten.

Ja, das ist so meine Meinung dazu.

Lieben Gruß @ all!

Buffy
05.12.2007, 23:03
Hallo!

Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten!

@Kriena87: also, bei läuft das folgendermassen ab. Wenn ich z. B. zum Zahnarzt gehe (was in letzter Zeit leider öfter mal der Fall war), dann kommt mir hinterher immer so Gedanken, wie "ob auch alles richtig desinfiziert war, weil, sonst könnte ich da ja irgendwelche Krankheiten bekommen". Oder, im Septemeber musste bei mir leider eine Ausschabung vorgenommen werden, und dann frage ich mich auch immer, ob alles richtig gemacht wurde, und ob auch alles steril war etc. Und dann geht ein Gedanke in den anderen über und alles spitzt sich zu!
Ich weiss ja selbst, dass ich in guten Händen bin, aber ich kriege diese Gedanken einfach nicht weg.
Und dann wiederum traue ich mich nicht den Arzt zu fragen, ob der auch ja alles richtig macht! Der hält mich ja für komplett verrückt!:knatsch:
Weiss jetzt auch nicht, ob Du mich jetzt besser verstehst!

@Tabea: auf die Idee mit dem ehrenamtlichen bin ich noch nicht gekommen! Werde mich mal schlau machen! Danke!:blumengabe:

@Ricarda44: Du hast schon recht! Das versuche ich mir ja auch immer wieder zu sagen. Wenn nur das Wörtchen wenn nicht wär...!
Als ich damals "nur" die Symptome hatte, bin ich ja ständig zu meinem Hausarzt gerannt, damit er mich genau untersucht. Damals dachte ich, ich könnte vielleicht einen Tumor im Kopf haben, weil ich immer Kopfschmerzen hatte. Und ich werde nie vergessen, was er mir damals gesagt hat. Er meinte: "Wenn Du wirklich einen Tumor im Kopf hättest, dann hättest Du garantiert immer Schmerzen und nicht nur ab- und zu mal!" Und ich finde, damit hat er auch Recht!
Ach, Gott, es ist alles zum Verrücktwerden!

Ich freue mich jetzt erst einmal auf meinen Urlaub, den ich in Deutschland verbringen werde (lebe nämlich nicht in D!) Und da werde ich auch mal zu meiner Therapeutin gehen. Vielleicht hilft mir das ja auch schon ein wenig!

Ciao,
Buffy