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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Muss ich zurück in die GKV ?



Wiange
02.12.2007, 12:42
Liebe BriCom,

ich bin neu hier und habe eine Frage zu meiner Krankenversicherung.

Seit Frühjahr 2005 bin ich in der PKV. Von Sommer 2005 bis Sommer 2007 habe ich im Ausland gelebt, bin aber für Vorsorgeuntersuchungen etc. in Deutschland zum Arzt gegangen, deshalb die teure PKV und nicht die preiswerte "ausländische GKV". Im Ausland habe ich unterhalb der Grenze verdient, die man seit 2007 in Deutschland erreichen muss, um von der GKV befreit zu werden. Seit Sommer 2007 bin ich zurück in Deutschand, verdiene über der GKV-Befreiungsgrenze und mein neuer Arbeitgeber hat anstandslos meine PKV akzeptiert. Nun sagte mir ein MLP Berater, dass ich seit meiner Rückkehr nach Deutschland GKV-pflichtig wäre, und ich solle meiner Personalabteilung Bescheid geben und in die GKV wechseln. Die GKV würde mich aber (noch) teurer als meine PKV kommen.

Nun bin ich ratlos, was ich machen soll/muss und ob ich Probleme bekommen kann, wenn ich in der PKV bleibe. Kann mir jemand einen Rat geben ? Vielen Dank vorab!

blinky
03.12.2007, 22:35
Du verdienst über der GKV - Befreiungsgrenze, "musst" aber in die GKV wechseln??? Kannst du von MLP mal einen anderen Berater ansprechen? Oder ein anderes Unternehmen?

Inaktiver User
04.12.2007, 00:57
Durch die Änderungen der letzten Jahre hat die Politik den Mitgliederschwund der GKV eingedämmt und dafür gesorgt, daß viele Menschen wieder zur GKV zurück kehren mußten.

Ich befürchte fast, daß auch Du darunter fällst (siehe Versicherungspflichtgrenze (http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungspflichtgrenze))

Ich würde diesbezüglich bei Deiner PKV anfragen und den Fall wahrheitsgemäß schildern. Man wird Dir dort eine verbindliche Antwort geben können.

@blinky
Leider reicht es nicht mehr aus, wenn Du nur im aktuellen Jahr über der Grenze liegst:

Mit Inkrafttreten der Gesundheitsreform 2007 wird ein gesetzlich Versicherter jedoch erst dann krankenversicherungsfrei, nachdem sein Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze in den drei vorhergehenden Kalenderjahren (jeweils) überschritten hat. Dies gilt aber nur dann, wenn sein Einkommen auch die im Folgejahr maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze in Voraussicht übersteigen wird.

lg. justii

Wiange
04.12.2007, 20:56
Hallo Justii,

Danke für Deine Antwort. Hört sich ja tatsächlich nicht sehr gut für mich an, aber ich frage wie geraten nochmal bei meiner PKV nach.

Viele Grüße,
Wiange

Inaktiver User
06.12.2007, 01:42
... hältst Du uns auf dem laufenden? Wäre super :-) Dankeschön

Gute Nacht

justii

Peter9
12.12.2007, 09:31
Hallo,

habe ich das richtig verstanden?

Einer mit einer Privaten KV muß bei entsprechend geringem Verdienst und einer unselbständigen Beschäftigung, in die GKV überwechseln.
Er hat ja bereits eine KV.

Gruß

Peter

Inaktiver User
12.12.2007, 10:29
Hallo Peter.

Du hast richtig verstanden. Wer einer unselbständigen Tätigkeit nachgeht und mit seinem Jahresentgelt unter der Versicherungspflichtgrenze verdient, muß zurück in die GKV, auch wenn er bisher in der PKV versichert war.

Gruß justii

Wiange
13.12.2007, 09:36
Hallo zusammen,

die Sache zieht sich ein bisschen, weil niemand wirklich Bescheid zu wissen scheint. Bei meiner PKV habe ich angerufen, der Mitarbeiter hatte keine Ahnung und hat meine Frage weitergeleitet. Im Rücktelefonat wurde mir dann mitgeteilt, dass das meine PKV nicht entscheiden kann, das wäre Sache meines Arbeitgebers und der sollte das durch eine GKV prüfen lassen, die PKV würde mich sicherlich nicht "rausschmeissen". Also habe ich bei meiner Personalabteilung angerufen, auch dort erstmal Unwissen. Nun warte ich wieder auf Rückruf, rechne aber damit, dass sie mich "vorsichtshalber" zurück in die GKV schicken. Tja, dann geht die GKV-Sucherei wieder los.

Wenn ich mehr weiss, lasse ich es Euch wissen.

Viele Grüße,
Wiange

Inaktiver User
13.12.2007, 09:52
Hallo Peter.

Du hast richtig verstanden. Wer einer unselbständigen Tätigkeit nachgeht und mit seinem Jahresentgelt unter der Versicherungspflichtgrenze verdient, muß zurück in die GKV, auch wenn er bisher in der PKV versichert war.

Gruß justii
Gibt es so etwas wie den "Vertrauensschutz" (hiess das so oder ähnlich? nicht mehr.

Ich kam vor einigen jahren auch aus dem Ausland zurück und verdiente (zunächst) unterhalb der Grenze.
Man sagte mir damals, dass das kein Problem sei und ich blieb in der PKV:

Inaktiver User
13.12.2007, 10:06
Hallo Wiange,

da Sie und Ihr ArbG in der GKV mehr zahlen als in der PKV, sprechen bitte Ihren ArbG an, ob er Ihnen eine Gehaltserhöhung (um mind. die Mehrkosten der GKV) gibt. Evtl. überschreiten Sie nun wieder die JAEG.
Weitere Möglichkeiten die JAEG zu überschreiten sind: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Überstunden, Tantiemen.

Gruß

FJK

Yassi
13.12.2007, 12:08
Ganz versteh ich die Panik wegen eines zurückmüssens in die GKV nicht. Mein Mann ist PKV versichert, mittlerweile 50 Jahre alt und zahlt jährlich mehr und mehr. Wenn er mal in Rente geht oder arbeitslos wird (denn dann kann er nicht in die GKV wechseln) kann er den Arbeitgeberanteil dazu zahlen und das frisst fast die Hälfte seiner staatl. Rente auf. Toll! Er hat jetzt einen Tarif bei der PKV gewählt, der ihn mehr oder weniger auf die Stufe gesetzl. Versicherter stellt um nicht noch mehr bezahlen zu müssen. Also keinerlei Vorteile zur Behandlung als GKVler. Wir wären froh, wenn er in die GKV wechseln könnte!!! Sicher hat man, wenn man den Volltarif der PKVen bezahlen kann, bessere Leistungen als in der GKV, aber wer kann das auf Dauer bezahlen? Wir nicht! Wenn man die 50 überschritten hat wirds uferlos teuer! nein danke!

Inaktiver User
13.12.2007, 12:57
Sicher hat man, wenn man den Volltarif der PKVen bezahlen kann, bessere Leistungen als in der GKV, aber wer kann das auf Dauer bezahlen? Wir nicht! Wenn man die 50 überschritten hat wirds uferlos teuer!
Das stimmt so doch auch nicht - meine Eltern gehen auf die 60 zu und sind seid vielen Jahren privat versichert.
Die Beiträge der GKV werden immer weiter steigen und die Zuzahlungen (um die bestmöglichen Leistungen zu erhalten, und nicht den Standard) sind durchaus vergleichbar.

Ich will auf jeden Fall die besseren Leistungen.
Heute und übermorgen.

Ausserdem handeln die GKVs meiner Ansicht nach völlig hirnrissig und sollten sowenig wie möglich unterstützt werden.

Ein Gynäkologe erhält für eine Vorsorgeuntersuchung einer Patientin 10€ von der GKV; die gleiche Patientin erhält dafür, dass sie zur Vorsorge geht 50-60€ von der Krankenkasse.
[Was will/kann ich als Patientin unter solchen Umständen als Leistung erwarten?]
Meine gynäkologische Untersuchung kostet mich etwa 200€ und ich trage die Kosten selbst.
Wenn man sich die einzelnen Leistungen auf der Rechnung anschaut - ist davon gar nichts überteuert und wissenschaftlich analysiert auch nichts überflüssig.

Inaktiver User
13.12.2007, 14:03
Da kann ich tristania nur zustimmen.

Meist ist es allerdings ein Fall von schlechter Beratung, wenn die Beiträge so ausufern. Ich möchte das mal näher erklären.

Zunächst wird man von einem Vermittler geworben.
Dieser ist an hohen Provisionen interessiert und deshalb sehr kooperativ. Man schließt einen neuen günstigen Tarif ab und der Vermittler bekommt seine Provision (und fortan jedes Jahr gute Betreuungsprovision).

Der neue Tarif war günstig, weil dieser vorwiegend an junge und gesunde Personen verkauft wird. Doch auch diese werden älter und damit auf jeden Fall nicht gesünder. Die Gesundheits- oder Krankenkosten steigen und damit auch der Beitrag für den Tarif.

Je länger der Tarif läuft, umso teuerer wird dieser.
Nun wäre es eigentlich spätestens an der Zeit, daß der Vermittler für die erhaltene Betreuungsprovision etwas tut. Doch meist gilt: Betreuung Fehlanzeige...

Dabei wäre dies meist ein Leichtes. Denn aufgrund der hohen Kosten lässt sich der alte Tarif meist nicht mehr an junge und gesunde Kunden (Beitragszahler) verkaufen. Der Tarif vergreist also...

Die Versicherung, die aber natürlich weiterhin ein gutes Geschäft machen will, bringt einen neuen und günstigen Tarif auf den Markt, mit dem auch der vorherige Vermittler wieder neue gesunde und junge Kunden an Land ziehen soll/kann. Viele dieser neuen und günstigen Tarife wären auch offen für die alten Kunden (in den inzwischen teueren Tarifen).

Im Interesse der Versicherung ist es ja nicht, daß die älteren und nicht mehr so gesunden Kunden in einen günstigen Tarif wechseln und auch der Vermittler verdient an Neuabschlüssen mehr als an der Betreuung alter Kunden. Die Versicherung wird also nicht freiwillig auf den Kunden zukommen und ihn darüber aufklären.

Kümmert sich also der Kunde nicht oder erst zu spät, hat er ab einem gewissen Alter kaum mehr eine Möglichkeit, in einen günstigeren Vollleistungstarif zu wechseln. Man wird dann möglichst versuchen, ihn entweder im teueren Tarif zu halten oder wenns finanziell nicht hinhaut, wird man ihn möglichst auf einen Tarif mit weniger Leistung für weniger Beitrag umleiten (evtl. einen Tarif mit GKV-analogen Leistungen).

Beides ist für die Versicherung ein gutes Geschäft.
Der Kunde aber ist oft ein Opfer einer schlechten Beratung geworden...


Kunden mit guter Betreuung kennen zwar auch steigende Beiträge, aber lange nicht in dem Maße...

lg. justii

Inaktiver User
13.12.2007, 14:06
Je länger der Tarif läuft, umso teuerer wird dieser.
Nun wäre es eigentlich spätestens an der Zeit, daß der Vermittler für die erhaltene Betreuungsprovision etwas tut. Doch meist gilt: Betreuung Fehlanzeige...
Gibt es eine Faustregel, in welchen Abständen man über einen Tarifwechsel nachdenken sollte?

Inaktiver User
13.12.2007, 14:28
Ich persönlich rate dazu, den Berater alle 5 Jahre mal ein bisserl zu beschäftigen. Es muß ja nicht alle 5 Jahre eine Umstellung erfolgen, aber man ist dann immer auf der sicheren Seite...

Bevor mich jemand falsch versteht: Ich spreche nicht von einer Umstellung auf eine neue Gesellschaft (Altersrückstellungsproblematik) sondern von der Umstellung auf einen günstigeren Tarif bei der gleichen Gesellschaft.

lg. justii

Inaktiver User
13.12.2007, 14:39
So, so - Danke für den Hinweis!
Meine Versicherung hate mir einen speziellen (teureren) Tarif gegen Gebühr 5 jahre offen gelassen und immer wieder darauf hingewisen.
Mal sehen, wie sich die Zusammenarbeit mit denen entwickelt.

Mein Berater von damals ist leider schon länger nicht mehr bei dem Laden.

Inaktiver User
13.12.2007, 16:08
.....

Mein Berater von damals ist leider schon länger nicht mehr bei dem Laden.

Ja, das ist auch oft ein Problem...

Wiange
15.12.2007, 09:11
Hallo zusammen,

Rückruf aus der Personalabteilung: sie sehen keinerlei Veranlassung dafür, aus der PKV in die GKV zu wechseln. Es gibt wohl ein Papier des Verbandes der GKVs, in dem es zur Auslegung des neuen Gesetzes heisst: "Für am 02.02.2007 privat krankenversicherte Arbeitnehmer und solche, die vor diesem Tag die freiwillige Mitgliedschaft wegen eines Wechsels in die private Krankenversicherung gekündigt hatten, gilt hinsichtlich ihres Versicherungsstatus eine Besitzstandsregelung." Da ich seit 2,5 Jahren in der PKV bin, müsse ich also nicht in die GKV wechseln, ob ich im Ausland war oder nicht. Das habe ich auch schriftlich, für den Fall, dass es später doch mal heisst, ich hätte darauf hinweisen müssen.

Da wohl die Meinung meines Arbeitgebers und die Auslegung des neuen Gesetzes seitens der GKV entscheidend sind, werde ich jetzt in der PKV bleiben und hoffe, dass nichts nachkommt.

@Franck: Jetzt verdiene ich ja schon über der Grenze, nur eben vorher im Ausland nicht, da nützt mir auch eine jetzige Gehaltserhöhung leider nichts. Obwohl, ich könnte ja trotzdem mal fragen... :O)

Viele Grüße,
Wiange

Yassi
17.12.2007, 10:43
Bei der GKV zahlt man Beitrag prozentual vom Einkommen, d.h., als Rentner mit wenig Einkommen zahlt man entsprechend wenig. In der PKV hat man einen festen Beitrag, egal wieviel Einkommen. Zu den günstigeren Volltarifen für Neukunden kann ich nur sagen, dass man die als Bestandskunde nicht bekommt. Wir habens versucht und der einzige Weg Beitrag zu sparen war in Tarife mit weniger Leistung zu wechseln. Mein Mann ist seit 20 Jahren in der PKV und wie schon gesagt, als Rentner kann er die Beiträge schlicht nicht mehr zahlen! Ich würde nie in die PKV wechseln. Meiner Meinung nach ist es zehnmal besser in der GKV zu bleiben und evtl. Zusatzversicherungen abzuschliessen. Die kann man kündigen wenn man das nicht mehr bezahlen kann und hat trotzdem den normalen Kassentarif. X TV Sendungen geben mir recht die Berichte von Leuten sendeten, die gar keine Versicherung mehr haben, da sie privat versichert waren als sie noch gut verdienten und als Rentner nicht mehr in die GKV wechseln konnten und sich nun mit ihrem mageren Rentnereinkommen dumm und dusslig zahlen, was viele nicht mehr leisten können.

Inaktiver User
17.12.2007, 14:06
X TV Sendungen geben mir recht die Berichte von Leuten sendeten, die gar keine Versicherung mehr haben, da sie privat versichert waren als sie noch gut verdienten und als Rentner nicht mehr in die GKV wechseln konnten und sich nun mit ihrem mageren Rentnereinkommen dumm und dusslig zahlen, was viele nicht mehr leisten können.

Das stimmt doch so auch nicht mehr - es gibt seit Anfang des Jahreseine Versicherungspflicht in Deutschland. Die PKVen müssen günstigeTarife eben genau für solche Fälle einrichten.


Was nutzt Dir eigentlich die GKV, wenn sie über kurz oder lang so gut wie nichtsmehr zahlen wird?
Das ist doch heute schon eine Katastrophe - es glaubt doch wohl keiner, dass das besser wird?
Das ist doch wohl auch ziemlich naiv.

Der Glaube, dass die GKV die "sichere" Lösung ist kann auch nur von Leuten vertreten, die das System von aussen über´s Fernsehen beurteilen.

Inaktiver User
18.12.2007, 07:45
Da kann ich tristania nur zustimmen.

Außerdem handeln diese o.g. TV-Berichtige durchweg von Personen, die sich über Jahre, meist sogar über Jahrzehnte nicht um Ihre Krankenversicherung gekümmert haben.

Diese Nachlässigkeit schlägt dann im Alter zurück.
Das ist also nicht anders, als wenn ich über Jahre nicht auf den Zustand meines Hauses sehe. Dann brauche ich mich irgendwann auch nicht wundern, wenns irgendwo reinregnet...

lg. justii

Yassi
18.12.2007, 08:31
Ich beurteile das System nicht über TV-Sendungen, sondern bin mitten drin in der Sch...! Fakt ist, dass die PKVen verdammt teuer werden umso älter man wird. Fakt ist, dass sie einen Festbetrag (abgesehen von den fast jährlichen Preissteigerungen) hat und die GKV prozentual vom einkommen berechnet wird. Und was nützt mir eine PKV wenn ich Leistungstarife nah an den GKV-Tarifen wählen muss, weil ich die horrenden Beiträge nicht mehr zahlen kann?! Wie gesagt, bei meinem Mann bereits der Fall. Begeisterung über die PKV höre ich immer nur von jungen Leuten, die gut verdienen und da NOCH tatsächlich weniger bezahlen und bessere Leistungen haben. Aber - WEHE wenn man mit ner PKV alt wird... im Übrigen waren meine Beispiele Leute, die während ihres Berufslebens sher gut verdient hatten und als sie immer älter wurden aus der PKV- Beitragserhöhungsspirale nicht mehr rauskamen. Im Rentenalter war dann der Beitrag oft mehr als die Hälfte ihres Einkommens! Jeder sollte das bedenken, auch dass man wenn man älter ist nicht mehr so leicht wehcseln kann. Der sogenannte Basistarif, den jetzt die PKVen anbieten sollen (müssen?) ist nix anderes als genau das selbe wie die GKV-Tarife.

Inaktiver User
18.12.2007, 14:13
Außerdem handeln diese o.g. TV-Berichtige durchweg von Personen, die sich über Jahre, meist sogar über Jahrzehnte nicht um Ihre Krankenversicherung gekümmert haben.
Exakt!



Wie gesagt, bei meinem Mann bereits der Fall. Begeisterung über die PKV höre ich immer nur von jungen Leuten, die gut verdienen und da NOCH tatsächlich weniger bezahlen und bessere Leistungen haben. Aber - WEHE wenn man mit ner PKV alt wird...

Du muss auch mal ganz genau hinhören.
Ich zahle weniger BEITRÄGE als wäre ich in der GKV versichert - ich bekomme sogar mittlerweile 6 Monatsbeiträge jährlich zurück.
ABER:
Meine KOSTEN für die Gesundheit sind (obwohl nicht nicht chronisch krank bin) deutlich höher als wäre ich GKV-Patient.

Ich bin jetzt mitte 30 - in 20 Jahren wird das heutige System so garantiert nicht mehr existieren.
Ich möchte noch viel weniger mit der GKV alt werden, das ist ja heute im Falle einer enrnsthaften Erkrankung eine Katastrophe.

Meine Eltern sind langsam alt und ich bin sehr froh, dass sie beide privat versichert sind - mein Dad ist übrigens alles andere als ein Grossverdiener.

Inaktiver User
18.12.2007, 16:28
........ Wie gesagt, bei meinem Mann bereits der Fall. Begeisterung über die PKV höre ich immer nur von jungen Leuten, die gut verdienen und da NOCH tatsächlich weniger bezahlen und bessere Leistungen haben. Aber - WEHE wenn man mit ner PKV alt wird... im Übrigen waren meine Beispiele Leute, die während ihres Berufslebens sher gut verdient hatten und als sie immer älter wurden aus der PKV- Beitragserhöhungsspirale nicht mehr rauskamen. ......

Wie bereits geschildert betrifft das vorwiegend Personen, die sich (wie Du so schön sagst) während der Gutverdienerphase nicht um ihre PKV gekümmert haben. "Läuft doch alles, und was kostet die Welt... ich kanns mir doch leisten".

Im Alter wird dann gejammert.
Dabei hätte man sich nur alle paar Jahre mal mit einem qualifizierten Berater zusammen sitzen müssen, dann säße man jetzt nicht in der Beitragsfalle (wie Du ebenfalls so schön sagst).

Aber dafür war die Zeit zu schade...

Zeit ist Geld, nicht nur beim Verdienen sondern auch hier...

Seien wir mal ehrlich. Du sagst, daß Dein Mann in dieser Beitragsfalle sitzt. Wie oft hat er denn in den letzten 20 Jahren mit seinem KV-Berater über seine Private Krankenversicherung gesprochen?

Gruß justii

Yassi
07.01.2008, 10:55
´tschuldigung?! Was sollte man denn da tun. Mit KV-Berater gesprochen? Na klar! Er hätte die KV wechseln können, leider hat ihn keine genommen, da seit 10 Jahren eine Krankheit vorliegt, die zwar "harmlos" jedoch chronisch und kostenintensiv ist. Und bei der DKV, wo er ist, gibts billigere Tarife nur für junge Einsteiger! Er konnte nur etwas weniger zahlen (was immer noch mehr ist inzaischen als jede gesetzl. KV) als er immer mehr die Leistungstarife runtergeschraubt hat. Eine andere Lösung gabs nicht!!! Aber wer was anderes weiss, gerne her mit den Infos. Danke! Übrigens: Wenn man die PKV wechselt,-vorausgesetzt man ist "pumperlgesund" weil sonst nimmt dich keiner, auch so eine lebenswichtiger Punkt-konnte man die Altersrückstellungen nicht mit nehmen,d .h., dass es im Alter noch viiiieeel teurer wird als wenn man in der alten (teuren) bleibt. Kein sogenannter KV-Berater konnte da was machen!

Inaktiver User
07.01.2008, 11:16
Ich hab grad mal mit der DKV gesprochen.

Würdest Du mir folgende Frage in einer PN beantworten?

In welchem Tarif (genaue Tarifbezeichnung) ist/war er denn so viele Jahre und wann wurde dieser in etwa abgeschlossen?


lg. justii

Yassi
07.01.2008, 12:29
Hallo Justii,
Gerne. Muss nur leider erst nachsehen, kann bis ca. übermorgen dauern, ok? Aber ich bin jetzt neugierig:Was hast du denn mit der DKV besprochen? Gäbs da doch noch ne Möglichkeit?
Danke, Yassi

Inaktiver User
07.01.2008, 12:38
Hallo Justii,
Gerne. Muss nur leider erst nachsehen, kann bis ca. übermorgen dauern, ok? Aber ich bin jetzt neugierig: Was hast du denn mit der DKV besprochen? Gäbs da doch noch ne Möglichkeit?
Danke, Yassi

Ich hab die Thematik mal generell und speziell für die DKV angesprochen. Eine endgültige Antwort kann ich natürlich erst erhalten, wenn wir wissen, wovon wir reden (sprich, die benötigten Angaben haben).

Wenn Deine PN bei mir eingetroffen ist, setze ich mich nochmal mit der DKV in Verbindung und melde mich dann bei Dir.

lg. justii

Yassi
07.01.2008, 12:42
Vielen Dank. Ich melde mich sobald als möglich. LG Yassi

Inaktiver User
14.01.2008, 19:23
Hallo Yassi.

Ich hab da noch was in den allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der DKV gefunden:



Der Versicherungsnehmer kann die Umwandlung
der Versicherung in einen gleichartigen Versicherungsschutz
verlangen, sofern die versicherte Person
die Voraussetzungen für die Versicherungsfähigkeit
erfüllt. Der Versicherer ist zur Annahme
eines solchen Antrags verpflichtet. Die erworbenen
Rechte bleiben erhalten; die nach den technischen
Berechnungsgrundlagen gebildete Rückstellung für
das mit dem Alter der versicherten Person wachsende
Wagnis (Alterungsrückstellung) wird nach
Maßgabe dieser Berechnungsgrundlagen angerechnet.
Soweit der neue Versicherungsschutz
höher oder umfassender ist, kann insoweit ein
Risikozuschlag (§ 8 a Abs. 3 und 4) verlangt oder
ein Leistungsausschluss vereinbart werden; ferner
sind für den hinzukommenden Teil des Versicherungsschutzes
Wartezeiten (§ 3 Abs. 6) einzuhalten.

Klingt eigentlich gut oder? Mal sehen, was wir daraus machen können.

lg. justii

Yassi
15.01.2008, 11:04
Hallo Justii, DANKE! Nur da steht eben, dass, wenn der neue Tarif eine bessere Leistung enthält eben ein Risikozuschlag verlangt wird. Ich habe dir per PN noch nicht geschrieben, da das nicht so einfach schriftlich darzustellen ist. Das ist kein einzelner Tarif den die anbieten sondern eher so Tarifkataloge, d.h. man wählt für die verschiedenen Bereiche wie Zahnarzt, Krankenhaus, Ambulant etc die Tarife aus und das ist ein mittlerer Dschungel... Mein Mann hat eben bei Zahnersatz einen schlechteren, weil billigeren Tarif gewählt und bei der Krankenhaus versorgung die allgemeinen Leistungen, entsprechen der GKV-Leistungen, natürlich auch billiger. Ich habe mit der DKV telefoniert und die meinen, dass er nur an den Leistungstarifen rumschrauben kann um billiger wegzukommen, aber weniger geht ja schon fast nicht mehr, ist schon fast GKV-Leistung. Was anderes kommt nicht in Frage, meinen die. Zumal er wenn er wieder die höheren Leistungstarife haben wollte, sehr viel mehr als früher, als er sie schon mal hatte zahlen müsste, da er ja seitdem diese chronische Krankheit hat. Danke aber für die Mühe! Habe auch bei anderen Versicherern nachgefragt, aber die wollen natürlich eine Gesundheitsprüfung und würden sich das "Risiko" eben auch gut bezahlen lassen... Ich seh da kaum ne Möglichkeit und möchte nochmal sagen, dass ich nicht verstehe wie blauäugig die Leute in die PKVen marschieren. Klar wenn man jung und gesund ist und gut verdient macht man angeblich ein Schnäppchen, aber wehe man wird alt oder und krank, dann ist Schluss mit lusitg.Man kann ja nicht mal die Versicherung wechseln, da einen keiner nimt wenn man krank ist und Altersrückstellungen kann man auch nciht mitnehmen. Also ich würde nie in die PKV wehcseln obwohl ich könnte. Besser sind allemal Zusatzversicherungen finde ich nach den Erfahrungen die wir gemacht haben. Ausserdem habe ich die Horrorbeispiele aus den USA wos ja nur PKVen gibt. Meine Schwester lebt weit 20 Jahren in USA und ein Bericht darüber was sie schon alles erlebt hat würde total den Rahmen hier sprengen. Ich finde die Entwicklung hin zu PKVen, die bei uns stattfindet sehr riskant für die Gesellschaft, man braucht sich als mahnendes Beispiel nur die USA anschauen, wo sehr sehr viele Leute kerinerlei Versicherung haben und viele die eine haben, sich nur Tarife mit ganz schlechten Leisungen leisten können, wies halt bei und auch schon z. T. passiert, siehe unser Beispiel und das vieler anderer.

Inaktiver User
15.01.2008, 11:25
Hallo Yassi.

Bei einer Leistungsverbesserung ist natürlich eine Gesundheitsprüfung erforderlich, aber ich ziele ja darauf ab, daß er früher, als sein Hochleistungstarif langsam aber sicher teurer geworden ist, in einen leistungsgleichen günstigeren Tarif hätte wechseln können (in einen Tarif, der noch nicht vergreist war). Er hätte dazu sogar, wie aus den Bedingungen erkennbar scheint, ein verbrieftes Recht gehabt.

Dies ist ihm damals aber offensichtlich verschwiegen worden.

Ihm ist, um Beiträge zu sparen, ausschließlich die Möglichkeit der Leistungsminderung aufgezeigt worden. Das kommt der Geschäftspolitik der Versicherung zwar sehr entgegen, ist jedoch nicht korrekt und rechtlich meiner Meinung nach sehr zweifelhaft.

Und genau an dieser Stelle würde ich die Versicherung gerne an der Nase nehmen. Denn wenn diese nicht belegen kann, daß sie ihm diesen Weg der Beitragsminderung bei gleichen Leistungen auch aufgezeigt hat, dann kann dies durchaus sehr Eng für die Gesellschaft werden (Haftungsproblematik).

Liebe Grüße
justii

Yassi
16.01.2008, 08:57
Danke Justii, was heisst, du würdest die gerne an der Nase nehmen? Ist das ein Angebot ? ;-) Falls ja, sag mir bitte was ich tun soll: Soll ich dir ein Fax mit der Leistungstarifbeschr. - die ursprüngliche und die neue von der DKV schicken? Oder mit bestimmten Angaben selbst an die DKV wenden? Danke für Antwort!

Inaktiver User
16.01.2008, 09:42
Danke Justii, was heisst, du würdest die gerne an der Nase nehmen? Ist das ein Angebot ? ;-) Falls ja, sag mir bitte was ich tun soll: Soll ich dir ein Fax mit der Leistungstarifbeschr. - die ursprüngliche und die neue von der DKV schicken? Oder mit bestimmten Angaben selbst an die DKV wenden? Danke für Antwort!

Ja :peinlich: ein Angebot (siehe PN) :smile: