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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Zuhaus - muss das jeder sehen??



Inaktiver User
02.12.2007, 08:59
Nachdem ich gerade umgezogen bin, scheint die Neugier groß zu sein, ich hab da generell ein Problem damit - weil's eben zum ersten Mal sowas wie mein Zuhause ist, und ich nicht jeden in diesen geschützten Raum (der auch sehr individuell gestaltet ist) reinlassen will.

Aktuell bietet meine entfernt wohnende (und mir nicht allzu nahe stehende) Tante, nach ewige Termin-Trara ihrerseits, so dass sich ihre Anwesenheit nun mit dem Lieferzeitpunkt meiner WaMa überschneidet, an, mich doch gleich hier zu besuchen und mit mir zu Warten; meine Ausweichmanöver (zu weit vom Bahnhof, kein Geschirr/Getränke) will (?) sie nicht verstehen. Eingeladen habe ich sie nicht, und irgendwie bin ich von der Situation ziemlich genervt.
Neben dem Bauchgefühl ist das auch ein bißchen praktisch bedingt; ich will mir nicht anhören müssen, dass ich auf einer Wasserader schlafe, hier die Vorbewohner aus 1880 negativ rumgeistern und Rot ne depressive Farbe ist :zwinker:

Schweigen und reinlassen um des lieben Friedens Willen? Hm. Generell geht mir das gegen den Strich, und ihc möchte mich bei mir wohlfühlen - was ich in dem Moment nicht tue.
Jetzt gleich ne freundliche Email schreiben, dass der gesamte Termin morgen wegen XYZ platzt?
Oder ehrlich sagen ja, aber nicht in meinem Haus?

Was würdet ihr machen?


Danke, T.


PS. mich interessieren auch generelle Ansichten zu dem Thema - die Frage stellt sich öfter. Ich hab kein Problem, gute Freunde hier reinzulassen (pathetisch formuliert: jeder, der mich in Snoopy-Unterhose und in Tränen aufgelöst sehen darf, ist ok), aber ich meine, es darf meine Entscheidung sein, ob ich jemanden bei mir zuhause haben möchte.

Inaktiver User
02.12.2007, 09:04
Natürlich ist es Deine Entscheidung - aber unhöflich finde ich es doch.
Von Dir - nicht von Deiner Tante.

Mir fällt generell auf, dass die Leute sich in ihren Wohnungen immer mehr abschotten und nur noch "gute Freunde" hineinlassen - während meine Vorstellung ein "offenes, gastfreundliches" Haus ist - nicht nur für handverlesene Leute.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
02.12.2007, 09:26
Genau das hab ich auch so im Hinterkopf, Leonie - irgendwie ist es kleinkariert von mir. Andererseits ist es auch nicht ein 100m²-Haus mit Empfangs- und Privatbereich, sondern ein Mini-Häuschen (wo wirklich jeder mehr oder minder meine Privatsachen sieht), und mein Bauch grummelt.

Gegenfrage: macht dir das nichts aus, dass "jeder" einen Einblick in dein/euer Privat-/Familienleben nehmen kann?
Ich meine jetzt nciht unbedingt die Situationen von Feiern/Parties (das wäre mir auch egal; vorher dekorier ich um und alles, was wirklcih meins ist, ist weg), sondern eher den Alltag.

Inaktiver User
02.12.2007, 10:05
Gegenfrage: macht dir das nichts aus, dass "jeder" einen Einblick in dein/euer Privat-/Familienleben nehmen kann?

nein - obwohl es bei uns nicht immer "vorzeigbar" und ziemlich eng ist.

aber vielleicht definiert man seine Privatsphäre auch anders, wenn man in einem Haushalt mit mehreren Personen wohnt?
Da können ja immer Leute, auch über die Kinder, vorbeikommen, die ich nicht so gut kenne.
(obwohl ich auch als Studentin nicht so war).

Was ist denn umgekehrt so "geheim" oder "persönlich"?
Wir räumen vor Parties auf, aber nichts wirklich "um" oder "weg".

Heißt das dann bei Dir auch, dass Du die Nachbarin nicht zum Kaffee einlädst, um sie kennen zu lernen, die Arbeitsgruppe (wovon auch immer - Studium, Ehrenamt, Straßenfest) nicht um Deinen Wohnzimmertisch stattfinden kann, etc.?



Ich kenne es sogar so, dass wenn jemand umgezogen ist, alle Leute zur Schlossbesichtigung kommen - wenn keiner kommt, gibt es Enttäuschung. (Interessiert sich denn keiner mehr für mich?)
So kennt es vermutlich auch Deine Tante.

Versuch' mal in Dich reinzuspüren, worum es geht.
Ein bisschen klingt es so, als seist Du von der Wohnung nicht ganz überzeugt und wollest sie deshalb nicht kommentiert haben.
Lass' sie doch über Wasseradern philosophieren.

Gruß, Leonie

Tahnee
02.12.2007, 10:18
Moin,

Also in meine Wohnung lasse ich auch kaum jemanden rein. Ich habe täglich mit vielen Menschen zu tun und bin froh, wenn ich abends die Tür zumachen kann, ohne daß mich jemand nervt. Ich behalte mir auch ohne weiteres vor, nicht aufzumachen, wenn jemand klingelt.

Wenn's wichtig ist, klingelt derjenige nochmal, fertig.

Tahnee

Inaktiver User
02.12.2007, 10:24
wie bei so vielem, es kommt darauf an :smile:

dein tante, von der du jetzt schon weißt, dass sie herumnörgeln wird, würde ich auch nciht in meiner wohnung haben wollen.

gute freunde können gerne jederzeit vorbei kommen. ich mag eine voranmeldung ganz gerne,d enn ich bin nicht die ordentlichste, möchte aber meinen freunden meine unordnung auch nciht zumuten :zwinker:

wenn ich jemanden nicht gut kenne, bevorzuge ich es mich in einem café zu treffen. denn dann kann ich gehen wann ich will. zu hause mpsste man denjenigen dann "hinauswerfen" das ist dann immer schnell unhöflich. in einem café kann man das eleganter lösen :smirksmile: .

Inaktiver User
02.12.2007, 11:11
Wir leben relativ "offen", einfach schon aus dem Grund, weil "das Jugendamt" auch immer wieder zum Hausbesuch kommt (was für uns als Pflegefamilie eine Selbstverständlichkeit ist).
Auch die Mutter unserer Pflegetochter ist bei uns willkommen!

Ansonsten laden wir gerne gute Freunde und die Familienmitglieder ein, die wir gerne bei uns haben.

Aber: wir suchen uns schon auch aus, wer zu uns in die Wohnung kommt und wer nicht.
Ungebetene/uneingeladene Gäste mag ich nicht, das wissen aber alle, die mit uns zu tun haben.

Auch ich öffne nicht immer, wenn es klingelt - ich bin der Ansicht, dass jeder Mensch ein Recht auf Abgrenzung hat!
Auch darauf, "Besuchsgesuche" abzulehnen ;-).

Inaktiver User
02.12.2007, 11:11
Erstmal - DANKE für die Anregungen, ich glaub, da ist bei mir einiges mehr im Argen, als es so auf den ersten Blick aussieht - eher was Persönliches, auch wenn ich jetzt noch nicht genau weiß, was das ist. Muss ich nachdenken, und deshalb danke! :blumengabe:
Ich versuch's trotzdem mal zu beantworten:


aber vielleicht definiert man seine Privatsphäre auch anders, wenn man in einem Haushalt mit mehreren Personen wohnt?

jein - bei uns früher (4 Jahre in zwei WGs) gab's eigentlich immer ein gemeinsames Wohnzimmer, in das dann auch Besuch eingeladen wurde, insofern war die Situation anders. In meiner alten Wohnung waren auch viele Leute, teilweise auch zum Unterricht: aber das hat mich irgendwann enorm gestört, weil es zu privat war.


Was ist denn umgekehrt so "geheim" oder "persönlich"?
auch das kann ich nicht pauschal sagen. Es sind nicht die Akte an den Wänden, auch nicht die Schuhe auf dem Regalbrett, aber die Tatsache, dass vielmehr von mir drinsteckt, als in meinen Studentenbuden davor.


Heißt das dann bei Dir auch, dass Du die Nachbarin nicht zum Kaffee einlädst, um sie kennen zu lernen, die Arbeitsgruppe (wovon auch immer - Studium, Ehrenamt, Straßenfest) nicht um Deinen Wohnzimmertisch stattfinden kann, etc.?
hm, könnte wohl schon - aber es wäre mich nicht so sehr angenehm, bzw. wenn, dann würde ich vorher richtig umräumen.
Nachbarn kannte ich zum großen Teil schon vorher, daher hat sich die Frage nicht gestellt...


Ich kenne es sogar so, dass wenn jemand umgezogen ist, alle Leute zur Schlossbesichtigung kommen - wenn keiner kommt, gibt es Enttäuschung. (Interessiert sich denn keiner mehr für mich?)
Einweihungsparty soll auch noch kommen - sobald ich von einer Reise zurück komme; aber das sind auch eher alles Leute, die ich auch einzeln hier haben könnte.


Versuch' mal in Dich reinzuspüren, worum es geht.

Ich glaub tatsächlich, darum geht es - und deswegen bin ich dir auch dankbar für deine Anregungen. Einerseits, dass es mein erstes richtiges Zuhause ist - seit der Scheidung meiner Eltern (mit 7), und später auch für Schule/Studium bin ich ständig irgendwie umgezogen (worden), alles war Provisorium. Hier möchte ich bleiben, und bin auch emotional involviert. Das Häuschen, wie ein guter Freund sagt, "ist so genuin du, dass ich nur drin sein muss, um dich zu spüren" - und diese Seite an mir soll eben nicht jeder kennen.

Das "nicht ganz überzeugt" kann teilweise stimmen - eigentlich bin ich sehr stolz auf alles hier. Womöglich steckt - außerhalb der guten Freunde, die mich eh schon als verrückt kennen - die Angst dahinter, dass Nicht-Tango-Leute weder die Wohn- (O-Ton Mutter: "roter Samt ist Bordell") noch die Lebensentscheidung verstehen können?

Nachdenkliche Grüße, T.

Inaktiver User
02.12.2007, 11:18
jetzt hab ich nur Leonies Beitrag gesehen - auch allen anderen Dankeschön!
Der Schlüssel liegt wohl tatsächlich darin, dass bei mir irgendwas anderes mit reinspielt - werd jetzt mal anrufen und um Verständnis bitten; bei vergangengen Treffen waren wir ja auch immer im Café und so möchte ich es auch morgen halten, zumindest bis ich meine Stellung geklärt habe.

Inaktiver User
02.12.2007, 11:21
wenn du 4 jahre in einer WG gewohnt hast, kann ich das sehr gut verstehen, dass du jetzt dich mal abschirmen möchtest udn deine privatsphäre genießen möchtest.

vielleicht ist es nur eine phase, bis du dich an dein privates eigenes gewöhnt hast. :blumengabe:

Inaktiver User
02.12.2007, 12:13
tja, wie menschen nun mal gestrickt sind....die einen lieben den "taubenschlag" und die anderen mögen eben keine "eindringlinge" in ihrem pers. bereich. steh dazu, es ist nämlich dein pers. bereich und da hat dir keiner reinzureden, basta. und laß dir nix erzählen, daß es "unhöflich" wäre wenn du eben nein sagst. niemand, auch keiner von der familie hat das recht sich aufzudrängen.
gruß von nemesis

Inaktiver User
02.12.2007, 14:23
Och naja, unhöflich hin oder her - wenn Du mit der Tante noch irgendwie in Zukunft hinkommen willst (was Du allerdings nicht musst) oder die Probleme zwischen Euch jetzt noch nicht beim Schopf packen kannst, wäre ich nicht so rigoros. Sie wäre sicherlich sehr verletzt, wenn Du ihr absagst, was nicht gut für die Beziehung zur Erbtante :smirksmile: wäre. Einiges, was Du erzählt hast - Rot als depressive Farbe, Wasseradern etc. - hört sich leicht esoterisch an. Musst Du sie darin völlig ernst nehmen? Egal, ich würde versuchen, den Zeitraum ihres Besuchs möglichst zu begrenzen ("Aber um 19.00 Uhr muss ich zum Tangokurs."), und "private" Gegenstände, die eine Wohnung erst wohnlich machen, entfernen. Ich habe meine Wohnung für eine Gemeinschaftsparty zur Verfügung gestellt, und sie sah vor der Party clean wie ein Museum aus (der ganze Nippes, die erotischen Fotos halt in die Kiste). Naja, und wenn's nach der Farbpsychologie ginge, dürfte man seine Wände ja nur rosa streichen (hab' ich mal gehört: macht nix mit Deiner Verdauung usw.)
lg, Ehrenpreis

Nadine75
02.12.2007, 14:38
:lachen: Warum Ausweichmanöver.
Du magst den Besuch nicht haben und dann ist es gut.
Besser, als unwohl zu sein hinterher.
Ich suche mir auch aus, wer mich besuchen kommen kann.
Nicht alle, das steht fest. :lachen:

Nadine75
02.12.2007, 14:40
Sie wäre sicherlich sehr verletzt, wenn Du ihr absagst, was nicht gut für die Beziehung zur Erbtante wäre

Das wäre ja reine Berechnung und nach dem Motto "Ich lade sie jetzt ein, damit ich mal orentlich erbe"
Also sowas ist mir sowas von egal, wenn es um mein Wohlfühlen geht.

Inaktiver User
02.12.2007, 14:47
Liebe Nadine, das mit der Erbtante hatte ich nicht ernst gemeint. Deshalb auch :smirksmile: Jemandem abzusagen, lässt sich immer leicht raten, finde ich, und das ist sicherlich auch konsequent. Ich habe auch schon Leute weggeschickt. Mein Posting schloss aber genau die von mir genannten Fälle aus: Entweder, Tanguera möchte nur noch sehr wenig Umgang mit der Tante haben, dann sollte sie absagen. Tanten verstehen das erfahrungsgemäß selten mit dem Privatsphäre. Mir schien aber eher etwas Grundsätzliches geklärt zu werden müssen, ohne dass T. schon wirklich bereit dazu ist. Meine Hinweise bezogen sich eher auf den Fall, dass T. weiterhin eine Beziehung zu ihrer Tante haben möchte und wie es sich ein allzu starkes gefühlsmäßiges Eindringen in ihre Wohnung und Privatsphäre begrenzen ließe.
Ehrenpreis

Inaktiver User
02.12.2007, 15:00
Och naja, unhöflich hin oder her - wenn Du mit der Tante noch irgendwie in Zukunft hinkommen willst (was Du allerdings nicht musst) oder die Probleme zwischen Euch jetzt noch nicht beim Schopf packen kannst, wäre ich nicht so rigoros. Sie wäre sicherlich sehr verletzt, wenn Du ihr absagst, was nicht gut für die Beziehung zur Erbtante :smirksmile: wäre. Einiges, was Du erzählt hast - Rot als depressive Farbe, Wasseradern etc. - hört sich leicht esoterisch an. Musst Du sie darin völlig ernst nehmen? Egal, ich würde versuchen, den Zeitraum ihres Besuchs möglichst zu begrenzen ("Aber um 19.00 Uhr muss ich zum Tangokurs."), und "private" Gegenstände, die eine Wohnung erst wohnlich machen, entfernen. Ich habe meine Wohnung für eine Gemeinschaftsparty zur Verfügung gestellt, und sie sah vor der Party clean wie ein Museum aus (der ganze Nippes, die erotischen Fotos halt in die Kiste). Naja, und wenn's nach der Farbpsychologie ginge, dürfte man seine Wände ja nur rosa streichen (hab' ich mal gehört: macht nix mit Deiner Verdauung usw.)
lg, Ehrenpreis

erbtante ??? das sollte man besser ganz realistisch sehen denn dann würde es nicht allein darum gehen, daß sie viell. mal was erbt, da kommen mit sicherheit noch mehr "vorleistungen" als bloß der umgang.....

auch esoterische ratschläge werden wohl eher die berühmten UNGEBETENEN ratschläge sein, die auch schläge sind - braucht man aber nicht sowas.

wohnung umräumen bzw. pers. gegenstände wegräumen ??? geht ja ga net !!!:ooooh:

und überhaupt: wenn ein besuch so unerwünscht is , daß man sich lügen ausdenken soll - ds geht noch mehr als überhaupt net. mal davon abgesehn, daß menschen sowas meist merken....

ja. DIE tipps an sich sollte man nicht ernst nehmen:zwinker:

gruß von nemesis

Nadine75
02.12.2007, 15:04
Ach so Ehrenpreis.. ich verstehe :smile: .. :in den arm nehmen:

Inaktiver User
02.12.2007, 16:20
Also, nochmal kurze Aufklärung: Erbtante ist sie nicht (zumindest weiß ich nix davon), esoterisch trifft's ins Schwarze - *grins* zu Ehrenpreis, ich hab sogar ne rosa Wand.

Und das Thema vom Tisch - sie hat die Einladung ins Café (und damit die "Ausladung" von mir) ohne Kommentar und wie's schien gern angenommen.

Damit nochmal danke an alle und schönen Abend!

Inaktiver User
02.12.2007, 16:39
na das nenn ich doch einen guten kompromiß.....:smile:

asphaltratte
02.12.2007, 22:18
Genau das hab ich auch so im Hinterkopf, Leonie - irgendwie ist es kleinkariert von mir. Andererseits ist es auch nicht ein 100m²-Haus mit Empfangs- und Privatbereich, sondern ein Mini-Häuschen (wo wirklich jeder mehr oder minder meine Privatsachen sieht), und mein Bauch grummelt.


Hallo,

also wenn der Bauch schon grummelt.

Ne, dann Tschüß Tante.

Irgendwo ist dann auch mal gut. Und nur des guten Friedens Willen und Meinung anderer ein Magengeschwür einhandeln?

Schön auf neutralem Boden, ja das hat was.

Ja, Willkommen Tante


Asphaltratte

Wmfreundin06
03.12.2007, 11:42
Ist doch schön, dass du deine Tante auch problemlos im Café treffen konntest - ich hoffe, ihr habt euch gut unterhalten.

Allgemein würde ich an deiner Stelle ggf. nochmal überlegen, ob du nicht in deinem Haus einen "halböffentlichen" Bereich haben kannst, in den dann irgendwann auch quasi jeder reindarf.

Wir haben z.B. Wohn- und Esszimmer, Diele und das Gästebad, das ist nicht wirklich privat, da kann auch jeder kommen. Einen Blick ins Arbeitszimmer kann man vom Eingangsbereich auch erhaschen - wenn's da mal zu unaufgeräumt ist, mache ich aber auch die Tür zu.

So kenne ich das von vielen Leuten - typisch z.B. in Reihenhäusern, dass das gesamte Erdgeschoss Besuchern offen steht, der Rest aber nicht. Ist doch auch irgendwie praktisch, wenn man einen Bereich in der Wohnung / im Haus hat, in den man wirklich jeden bei Bedarf mal auf einen Kaffee hereinbitten kann o.ä.

Was ich schlimm finde, sind Leute, die glauben, bei jedem Erstbesuch bei Bekannten sei auch eine komplette Wohnungsführung inclusive. Und die wie selbstverständlich dann in alle möglichen Zimmer spähen.... ist mir sogar schon bei einer Mutter aus der damaligen Grundschulklasse meines Sohnes passiert, die ich überhaupt nicht persönlich kannte und die eigentlich nur ihre Tochter abholen wollte. Mir fällt es in solchen Situationen leider schwer, das abzublocken.
Aber solche Extremfälle sind ja selten.

Inaktiver User
03.12.2007, 20:52
Hallo Tanguera,

ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Meine Meinung ist da ganz klar:
Mein Zuhause ist "mein" Reich, meine Burg, auf die ich mich zurückziehen kann. Hier darf ich allein entscheiden, wen ich reinlasse und wen nicht.
Es ist nicht wichtig, das zu tun, was "man" will und "was sich gehört", sondern was DU SELBER willst!

In meine Wohnung kommen eine ganze Menge Leute nicht (:smirksmile: ). Ich bin sogar so extrem, daß ich die Türe nicht aufmache, wenn jem. spontan vorbeikommt und ich keine Lust auf Besuch habe.
Lange, lange habe ich immer erst auf das Wohl der anderen geachtet, mittlerweile lerne ich, egoistisch zu sein. Und das tut gut!

Ich habe nichts zu verbergen... ich schäme mich auch nicht, für irgendetwas, was in meiner Wohnung herumsteht/-liegt oder ob ich gerade in Blümchen-Hose und rosa T-Shirt herumlaufe... Eher ganz im Gegenteil. Ich bin sehr stolz auf meine schöne Wohnung, fühle mich sooo wohl! :liebe:

Bei mir gibt es ein vielleicht ähnliches "Problem" wie mit Deiner Tante:
Meine Großeltern z.B. akzeptieren bis heute nicht, daß in meiner Wohnung nicht geraucht wird. Kommentar von ihnen "Dann kommen wir dich nicht besuchen." Ja, dann eben nicht.

Das hört sich alles sehr extrem an, das weiß ich. Aber heutzutage müssen wir uns so viel anpassen...unter den Kollegen, im Büro etc... einen Rückzugsort möchte ich gern haben, in den mir keiner hereinredet.
So in etwa.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute in Deiner neuen Wohnung! Mach es Dir schön dort und hab Geduld... Leb Dich gut ein!! :blumengabe:

Islabonita
04.12.2007, 14:35
Interessanter Thread.....

Ich bin nicht so der "offenes Haus" -Typ, der sich auch noch über unangemeldeten Besuch freut.

Aber ich finde es sehr merkwürdig, dass jemand seine Wohnung nicht zeigen will, weil es zu sehr die eigene Persönlichkeit ausdrückt. :ooooh: Das finde ich z.B. so schön an unserem Haus, nämlich gerade DASS es meine bzw. die Persönlichkeit meines Mannes ausdrückt. Und genau aus dem Grund zeige ich unser Haus auch gerne.

Tanguera, für mich hört sich das ehrlich gesagt seeehr überspannt an......

Inaktiver User
04.12.2007, 20:40
oh mei, hier ist ja noch viel passiert - grade mit Interesse reingelesen. Danke nochmals für die guten Wünsche und Anregungen!

Der Tanten-Termin ist mittlerweile gut vorbei, sie hat zwar nochmal gefragt, aber darum kümmer ich mich dann beim nächsten Mal ;-)

Rotfuchs
04.12.2007, 20:56
Interessantes Thema. :smile:

Ich bin mal in mich gegangen und habe überlegt, wie ich es handhabe.

Früher hatte ich oft Besuch, auch unangemeldet. Mit der Zeit nervte mich das. Je stressiger der Job wurde, je älter ich wurde, um so mehr brauchte ich meine "Insel".

Inzwischen wissen alle, dass ich unangemeldete Besuche nicht wünsche (mit Ausnahme ganz weniger, ganz enger Freunde). Verabredungen halte ich ein, ansonsten bleibt die Tür zu.

Ich habe generell kein Problem, wenn Leute in meine Wohnung kommen. Die ist eigentlich immer "vorzeigbar", mein Schreibtisch und meine persönlichsten Dinge liegen in einem Zimmer, in das sowieso kaum jemand kommt.
Und wenn tatsächlich mal was rumliegt - na und? Ist ja eine Wohnung, in der jemand lebt, und keine Möbelausstellung. :freches grinsen:

honzina
05.12.2007, 18:39
Sehr interessantes Thema!

Ich muss sagen, dass mich diese 'my home is my castle'-Einstellung auch etwas ueberrascht. Was machen Eure Gaeste bloss, dass sie Eure Privatsphaere so stoeren? Ich meine, es geht hier ja nicht darum, dass man x-beliebigen Leuten sein Schlafzimmer zeigen soll, sondern dass eine Verwandte zum Tee kommt, den sie vermutlich im Wohnzimmer trinkt. (Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich keinen Bock auf den Tee-Besuch meiner Tante habe, aber das hat halt ueberhaupt nichts damit zu tun, dass ich keine anderen Menschen in der Wohnung haben will, sondern mit der Persoenlichkeit der Tante:lachen: )

Mein Mann ist mit einer extremen 'in meine Wohnung kommt niemand herein'-Mutter aufgewachsen: er durfte nie jemanden mit nachhause bringen, Kindergeburtstage zuhause oder Uebernachtungsbesuch, wie ich das als Kind geliebt habe, gab's schon gar nicht. Er war fast 30, als ich so ziemlich der erste Gast war, der die Wohnung seiner Mutter betreten durfte - und das war schon ein ziemliches Theater. Als meine Eltern kurz vor unserer Hochzeit 400 Km gefahren sind, um meine Schwiegereltern kennenzulernen, durften sie bei meiner Schwiegermutter nicht mal aufs Klo gehen! Und alles das ohne ersichtlichen Anlass, die Wohnung ist weder irgendwie peinlich, haesslich, aermlich, dreckig oder sonst etwas, und bei anderen ist meine Schwiegermutter auch gerne zu Besuch. Ganz ehrlich - ich verstehe es einfach nicht.

Kann mir das jemand erklaeren?

mus-musculus
05.12.2007, 19:13
Also ich laß in meine Wohnung inzwischen nur noch seeehr selten jemand rein. Sie ist aber auch eine Mini-Studentenbude (ein Zimmer) und selten aufgeräumt.
Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist (weil ich zwei Mal in neue Wohnungen eingeladen wurde) und was ich sehr befremdlich finde, ist, daß viele Leute in einer neuen Wohnung alles mit abschätzendem Blick supergenau angucken. So a la ist das jetzt besser als das was ich habe ...
In einem Fall wurden wir Besucher allerdings zur Besichtigung gezwungen :ooooh: . Dabei konnte dann auch jeder im Bad einen Blick auf die dreckige Unterwäsche der Hausherrin erhaschen. Sehr apart.

Inaktiver User
06.12.2007, 09:20
Der abschätzende Blick ist auch das, was mich so stört, Leute zu mir in die Wohnung einzuladen.
Ich habe schon einige blöde kommentare von so Hobbypsychologen über meine Einrichtung, z. B. meine teddysammlung, bekommen.
Früher habe ich in verschiedenen Wohngemeinschaften gewohnt, wo immer viele Gäste herzlich willkommen waren.
Je älter ich werde, desto mehr wäge ich ab und zur Zeit lasse ich nur meine Freunde in die Wohnung. Spontan vorbeikommende Arbeitskollegen oder flüchtige Bekannte bekommen ihren Kaffee in der Küche serviert.

Rotfuchs
06.12.2007, 09:25
Was machen Eure Gaeste bloss, dass sie Eure Privatsphaere so stoeren?

Unangemeldete Gäste stören mich bei dem, was ich gerade tue. Sei es Hausarbeit, Entspannung oder sonst was.

Das hat bei mir etwas mit Zeit zu tun, nicht mit der Wohnung.

Ich habe nicht so viel Freizeit, dass ich mich in dieser auch noch nach der Zeitplanung anderer Menschen richten möchte.
Ich möchte z.B. nicht mein ersehntes Bad verschieben, weil irgendwer gerade jetzt Lust hat, 2 Stunden zu plaudern.

Die Wohnung ist dabei mein geringstes Problem. Wer unangemeldet kommt, muss damit rechnen, dass der rote Teppich nicht ausgerollt ist, das Bügelbrett im Wohnzimmer vor dem laufenden Fernseher steht oder meine Pullover zum Liegend-trocknen überall verteilt sind. :freches grinsen:

honzina
06.12.2007, 10:01
Unangemeldete Gäste stören mich bei dem, was ich gerade tue. Sei es Hausarbeit, Entspannung oder sonst was.

Klar, das kann ich voellig verstehen, geht mir manchmal auch so (wobei es in meinem Bekanntenkreis auch nicht ueblich ist, einfach vor der Tuer zu stehen. Im Zeitalter des Handies ruft man eigentlich immer vorher an und gibt damit dem anderen die Chance, 'Nein' zu sagen.).
Aber hier gab es ja auch einige, die grundsaetzlich keine Lust auf 'fremde Leute' in der Wohnung hatten, und das finde ich halt interessant/schwer nachvollziehbar.

Islabonita
06.12.2007, 10:08
Der abschätzende Blick ist auch das, was mich so stört, Leute zu mir in die Wohnung einzuladen.
Ich habe schon einige blöde kommentare von so Hobbypsychologen über meine Einrichtung, z. B. meine teddysammlung, bekommen.

Mich stört so etwas nicht. Ich stehe hinter dem, wie meine Wohnung eingerichtet und gestaltet ist und daher interessieren mich solche Kommentare wenig. Ich hab so ein paar Lieblingsstücke, die manche Leute kitschig finden, aber es muss doch hauptsächlich mir gefallen.

Was ich mal ganz doof und übergriffig fand, war folgende Situation: ganz frisch in eine neue Wohnung eingezogen, war noch beim Kisten auspacken, wobei mir eine gute Freundin half. Einer ihrer Bekannten, den ich nur ganz flüchtig kannte, holte sie bei mir ab und meinte: Wie kann man denn hier nur einziehen? Direkt an der Hauptstraße? Nee, also die Wohnung hätte ich nie gemietet.

Da war ich echt geplättet, davon mal abgesehen, dass es eine wirklich schöne Altbauwohnung war, auf die ich ziemlich stolz war.

Lakritze
06.12.2007, 10:36
Vor ein paar Wochen hatte ich auch einen unangemeldeten Gast. Um neun Uhr früh rief meine Mutter an, sie steht vor der Haustür, weil sie sich hier mit ihrem Bruder trifft (sie sind dann gemeinsam zu einer Veranstaltung gefahren).
In den 11 Jahren, die ich hier wohnte, war mein Onkel nicht da. Höflich, wie ich bin, habe ich mich schnell angezogen (ich war gerade mit dem Frühstück fertig :peinlich:) und (draußen) meinen Onkel begrüßt. Und schneller, als ich schauen konnte, war er in meiner Wohnung drinnen und schaute sich alle Räume an. Auch das Badezimmer, wo meine Katzen kurz zuvor einer fetten Ratte den Garaus gemacht hatten - Kopf und Rumpf lagen schön verteilt auf dem Badvorleger.
:peinlich: :peinlich: :peinlich:
Ich glaube nicht, daß er noch einmal unangemeldet zu Besuch kommt. :engel:
LG,
Lakritze

Inaktiver User
06.12.2007, 13:22
Sehr interessantes Thema!

Ich muss sagen, dass mich diese 'my home is my castle'-Einstellung auch etwas ueberrascht. Was machen Eure Gaeste bloss, dass sie Eure Privatsphaere so stoeren?

na ja ich gehöre nicht zur ordentlichen spezies. bei mir liegt ständig etwas herum und es ist einfach unordentlich.
ein kleines bsp: manchmal werfe ich meine jacke in ide ecke, weil ich nach hause komme und das telefon klingelt. die jacke bleibt da liegen, bis ich sie wieder brauche. :freches grinsen:

wenn besuch kommt, müsste ich aufräumen. :knatsch: das ist mir zu aufwendig, da treff ich mich lieber mit jemandem im café :zwinker:

mus-musculus
06.12.2007, 16:35
@honzina

Es gibt immer mal wieder Gäste, die halt doch einfach ins Schlafzimmer gucken (auch manche Verwandte tun das), oder aber irgendwelche Schränke öffnen, wenn man grad auf der Toilette oder in der Küche ist. Oder Leute, die sich im Wohnzimmer eine Zigarette anstecken, obwohl man drum gebeten hat, auf dem Balkon zu rauchen. Die lad ich kein zweites Mal ein.

Meiner Mutter ist´s passiert, daß beim Damenkaffeekränzchen ihr silberner (Tauf?) Löffel aus der Zuckerdose verschwunden war. Den sah sie Jahre später bei einer der Damen auf dem Tisch.

Klar, diese Dinge sind nicht an der Tagesordnung, aber wer solche Erfahrungen macht, lädt vielleicht einfach nicht mehr gerne ein :smirksmile: .

Oder aber, meine Eltern haben 2 Hunde. Die werden für Besuch nicht stundenlang eingesperrt. Wer damit so gar nicht kann (ich meine jetzt nicht streicheln usw., sondern die Hunde sind halt einfach da, schnuppern mal und gut ist), braucht nicht zu kommen.

Rina26
06.12.2007, 16:44
Also bei mir ist es nicht so extrem wie bei Tanguera aber ein bischen kann ich es verstehen.
Was ich hasse ist unangemeldeter Besuch.
Das heisst wenn ich meine Ruhe haben will, gerade bade oder fast am eindösen bin und es schellt, habe ich keine Lust aufzumachen oder sogar ans Telefon gehe ich dann nicht.
Mein Mann ist da leider anders, keinAnruf darf verpasst werden und es wird immer die Tür geöffnet.:knatsch:

Als ich noch alleine wohnte und meine erste eigene Wohnung hatte bzw. wieder eine neue Wohnung hatte, wollte ich allerdings auch erstmal keinen da haben.
Zum gucken kurz, aber mehr nicht.
Bei mir ist es einfach so, dass wenn ich für mich was neues errichtet habe, ich es nur für mich allein auch geniessen möchte.
Also erstmal die neue Wohnung nur für mich haben.

Njarka
06.12.2007, 17:21
Als ich alleine bzw. in WG gewohnt hab, war's bei mir auch so wie bei dir, Tanguera!! In mein (e ein)Zimmer(Wohnung) durfte nicht jeder. Jetzt wohn ich komfortabler, und noch dazu im Erdgeschoss nach hinten raus, wo ein großer (wirklich großer) Garten liegt, den sich die Parteien mehrerer Häuser, in denen Freunde wohnen, teilen.

Wir haben ein "Funksystem" entwickelt: Gardinen in der Wohnküche auf: man kann ans Fenster kommen und hallo sagen, wenn zu, dann nicht. Das ist für Viele ein Zwischending zwischen Anruf und Besuch - der Parkplatz liegt umme Ecke, oft genug gibt's Feierabendgespräche.

Ansonsten: Ich hab eine Klingel, die ich auch mal abstellen kann. Meistens bin ich für Besuch zu haben, wenn ich da bin und nicht mit dem Hund weg oder so - manchmal nicht. Dann bleibt es still.
Ach ja, ich hab eine große Wohnküche, da dürfen Tagesform abhängig meistens Leute rein, manchmal gar nicht, manchmal "Auserwählte". Mein Freund (wir wohnen noch nicht zusammen, aber er wohnt im Haus nebenan) weiß, wie es aussieht, und wenn der jemanden mitbringt, weil sich das so ergeben hat, ergebe ich mich meistens auch - und gerne. So viel Spontanität muss sein. Für solche Gelegenheiten sind eh immer genug Nudeln und Pesto im Haus :zwinker:

Ich gelte als eine, die sich gerne mal abgrenzt - hatten bisher aber noch nicht viele ein Problem mit. Mir ist wichtig, dass ich sagen kann, "jetzt nicht".

P.S.: Unabhängig davon bin ich erwachsen, Kommentare zu Inneneinrichtung bzw. Gestaltung gebe ich gerne zurück. Geschmack ist das eine, aber Menschenverstand ("daran wirst du dich doch satt sehen" oder das mit dem roten Samt) das andere - das ist doch deine Entscheidung!! Basta. Ich sag zu meinen Eltern manchmal "Nicht in meiner Kultur" :-)

Wmfreundin06
06.12.2007, 18:15
Meiner Mutter ist´s passiert, daß beim Damenkaffeekränzchen ihr silberner (Tauf?) Löffel aus der Zuckerdose verschwunden war. Den sah sie Jahre später bei einer der Damen auf dem Tisch.


Wenn's ein eindeutig identifizierbarer Löffel war (hört sich so an), hätte ich den einfach zurückgeklaut.

Sachen gibt's.

Inaktiver User
06.12.2007, 18:45
Das kenne ich leider:knatsch: ich hatte jahrelang eine Halskette, die ich im Büro trug, zuhause an der Pinnwand hängen...die war auch weg, nachdem ich einmal das Haus voller Besuch hatte:knatsch: allerdings war die Diebin so schlau, sie nicht später vor meinen Augen zu tragen:ooooh:

Inaktiver User
06.12.2007, 18:51
Meiner Mutter ist´s passiert, daß beim Damenkaffeekränzchen ihr silberner (Tauf?) Löffel aus der Zuckerdose verschwunden war. Den sah sie Jahre später bei einer der Damen auf dem Tisch.

Klar, diese Dinge sind nicht an der Tagesordnung, aber wer solche Erfahrungen macht, lädt vielleicht einfach nicht mehr gerne ein :smirksmile:

Aber lasse ich mir davon, dass so etwas mal vorkommt, meinen Lebensstil durcheinander bringen - und habe deshalb nicht mehr so gerne Besuch?

Dann gibt man so einer Person doch viel zu viel Einfluss.

Inaktiver User
06.12.2007, 18:53
Auf jeden Fall räume ich seitdem meine persönlichen Sachen besser weg:blumengabe:

Tabea
07.12.2007, 09:26
Bei uns kann kommen wer will wann er will. Einen Kaffee gibt es immer.

Wenn es mir gerade nicht passt, sag ich es.

Ich finde es schön, ein offenes Haus zu haben. Gerade gestern stand wieder ein Sohn mit einem unangemeldeten Mittagessensgast vor der Tür - ich freue mich, dass sie mir das "zumuten"!

Tabea

Gruenekatze
07.12.2007, 10:18
Bei uns kann kommen wer will wann er will. Einen Kaffee gibt es immer.

Wenn es mir gerade nicht passt, sag ich es.

Ich finde es schön, ein offenes Haus zu haben. Gerade gestern stand wieder ein Sohn mit einem unangemeldeten Mittagessensgast vor der Tür - ich freue mich, dass sie mir das "zumuten"!

Tabea

Ist bei uns genauso. Zeit für einen Kaffee/Tee ist immer und wir freuen uns über jeden der kommt!

mus-musculus
07.12.2007, 10:22
Aber lasse ich mir davon, dass so etwas mal vorkommt, meinen Lebensstil durcheinander bringen - und habe deshalb nicht mehr so gerne Besuch?

Dann gibt man so einer Person doch viel zu viel Einfluss.

Das hängt vermutlich von der Persönlichkeit jedes Einzelnen ab. Wenn mir jemand blöd gekommen ist, dann lade ich denjenigen eben kein zweites Mal zu mir nach Hause ein, sondern treffe mich woanders. Evt. reduziert sich so aber die Anzahl der potentiellen Besucher im eigenen Heim.

Ich persönlich mag Spontanbesuche eher nicht, sind in meinem Umfeld aber auch nicht an der Tagesordnung. Ich finde es schöner, wenn man eine Einladung ausspricht. Das tu ich allerdings auch nur dann, wenn ich das Gefühl habe, ich müßte mal wieder, weil´s schon zu lange her ist. Meist ist es ja mit Arbeit verbunden, kochen etc. und hinterher sitzt man dann auf Bergen von dreckigem Geschirr (ich hab keine Spülmaschine).

Inaktiver User
07.12.2007, 10:35
Nein, dafür habe ich gar kein Verständnis.

Obwohl ich nicht mit jeder meiner Tanten ein wirklich enges Verhältnis habe, könnte jede auch unangemeldet vorbeikommen. Wenn mich eine Nichte in ein Café bitten würde, weil sie mich nicht in ihrer Wohnung haben will, dann würde ich in Zukunft auf den Kontakt verzichten.

Wie schon jemand schrieb: Seeeehr überspannt.

Poison.
07.12.2007, 10:47
Da ich ein recht unordentlicher Mensch bin und zudem einige Tiere in meiner kleinen Wohnung sind (die noch mehr Unordnung machen *g*), lasse ich unangemeldeten Besuch für gewöhnlich nicht rein bzw. öffne gar nicht erst die Tür. Bin eh eher der Einsiedlertyp.

Wenn aber angemeldeter Besuch kommt, darf der auch überall rein, auch ins Schlafzimmer; mein Schlafzimmer ist nicht persönlicher als mein Bad, meine Küche, mein Flur, mein Wohnzimmer, es ist halt nur entsprechend mit einem Bett und einem Kleiderschrank statt mit Sofa und Sideboards möbliert.

Inaktiver User
07.12.2007, 12:23
Interessantes Thema. :smile:

Ich bin mal in mich gegangen und habe überlegt, wie ich es handhabe.

Früher hatte ich oft Besuch, auch unangemeldet. Mit der Zeit nervte mich das. Je stressiger der Job wurde, je älter ich wurde, um so mehr brauchte ich meine "Insel".

Inzwischen wissen alle, dass ich unangemeldete Besuche nicht wünsche (mit Ausnahme ganz weniger, ganz enger Freunde). Verabredungen halte ich ein, ansonsten bleibt die Tür zu.

Ich habe generell kein Problem, wenn Leute in meine Wohnung kommen. Die ist eigentlich immer "vorzeigbar", mein Schreibtisch und meine persönlichsten Dinge liegen in einem Zimmer, in das sowieso kaum jemand kommt.
Und wenn tatsächlich mal was rumliegt - na und? Ist ja eine Wohnung, in der jemand lebt, und keine Möbelausstellung. :freches grinsen:

Genauso ist es, finde ich.
Ich bin kein Mensch, der grundsätzlich sagt "Ich will nie Besuch". Nein, um Himmels Willen.
Aber ich bin ein Mensch, der sich nie langweilt, immer etwas zu tun hat und gern mit sich allein ist.
Wenn ich abends von der Arbeit komme, platt, erschöpft, hungrig...kann ich es einfach nicht haben, wenn unangemeldet jemand vorbei kommt.
Und ja: Es liegt auch an bestimmten Menschen bzw. ihren Charakteren, daß man sie nicht in der Wohnung haben will, und zwar nie. Daran, daß ich meine Wohnung nicht zeigen möchte, daran liegt es nicht.

Ich habe ein sehr nettes Verhältnis zu den meisten Nachbarn, die bei mir im Miethaus wohnen. Aber wenn mir die "ich wollt mal schauen wie es dir geht-Besuche" zuviel werden, lasse ich die Tür zu.
Wenn ich nicht gestört werden will, hänge ich neuerdings auch gern mein "Türklinken-Stofftier" draußen an die Wohnungstür "Bitte nicht stören".
Nur so als Tip! :smirksmile: Es fruchtet! :freches grinsen:

Islabonita
07.12.2007, 14:57
Unangemeldete Besuche mag ich auch nicht und zwar aus den von Estelle genannten Gründen, da bin ich ähnlich.

Aber es ging ja hier nicht um unangemeldeten Besuch, sondern um Besuch überhaupt. Und das kann ich halt nicht so recht nachvollziehen.

Tahnee
07.12.2007, 15:21
Bin eh eher der Einsiedlertyp.

Geht mir genauso. :zwinker:

Latona
13.12.2007, 13:59
Besuch darf bei mir gerne ins Wohnzimmer, das ist der Repräsentativraum, der auch immer aufgeräumt ist. Ins Schlafzimmer hingegen dürfen nur gute Freunde, und da ist es auch nicht immer aufgeräumt. Unangemeldeten Besuch schätze ich überhaupt nicht, aus Zeitgründen, und bei mir im Freundeskreis ist es üblich, dass man sich bei Besuchen vorher telefonisch ansagt – auch wenn man nur um die Ecke wohnt.

Jemand, von dem ich annehme, dass er an meiner Wohnungseinrichtung rumnörgeln wird oder mir unerbetene Ratschläge dazu aufdrängt, würde ich nicht einladen. Mit solchen Leuten kann man sich auch ausser Haus treffen, wenn es denn sein muss. Ich würde so jemanden auch nicht nur deshalb einladen, damit jemand da ist, wenn die Waschmaschine geliefert wird. Da bitte ich dann lieber einen guten Freund, wenn ich selbst nicht da sein kann.

Ich möchte auch keine ganze Ansammlung an Menschen in meiner Wohnung haben, die mir gänzlich unbekannt sind. Ich würde nicht bei so einer Essenseinladungsveranstaltung mitmachen wollen, wo ich 4 - 5 mir völlig unbekannte Menschen in meiner Wohnung bekochen soll. Nicht wegen des Kochens, das mache ich gerne. Aber ich habe keine Lust, nachher festzustellen, dass was vom Nippes oder von meinen Büchern fehlt. Oder „Bring noch jemanden mit“-Parties würde ich in einer Kneipe oder einer ähnlichen Location veranstalten, aber nie bei mir zu Hause.

Inaktiver User
13.12.2007, 14:24
Ich bin ein gastfreundlicher Mensch, freue mich über spontanen Besuch, mein Mann genauso.

Unangemeldet kommen sowie nur wirklich gute Freunde vorbei. Die kennen unsere Gewohnheiten/Arbeitszeiten und würden nicht zu völlig unmöglichen Zeiten bei uns klingeln.

Unser Haus steht offen für Besuch.
Es ist auch meistens aufgeräumt und für einen Kaffee reicht die Zeit immer.

petersilie
13.12.2007, 15:13
Wir sind im vergangenen Sommer umgezogen und ich freue mich über jeden, der unser neues Haus besichtigen kommt. Schließlich haben wir uns viel Mühe mit der Renovierung und Einrichtung gegeben, wäre doch schade, wenn es dann keiner sieht außer uns. Schließlich sind wir ja auch stolz darauf.

Grundsätzlich freu ich mich immer über Besuch, kann mir kaum eine Situation vorstellen, wo mich Besuch stören würde. Und vorangemeldeter schon gar nicht. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich jemand besuchen kommt, den ich nicht mag. Die kommen doch gar nicht!

Hier ist es immer so ordentlich, dass jederzeit jemand kommen kann. Und vor allem, wenn jemand unangemeldet kommt, erwartet der doch nicht, dass alles für Besuch hergerichtet ist, oder? In mein Schlafzimmer, das aber auch keine Geheimnisse birgt, lass ich eh kaum jemanden, ist auch nicht besonders interessant. Bett und Schrank, so wie überall. Aber wenn es einer sehen will, stört mich das auch nicht. Wenn nicht gerade der Gatte drin rumliegt...

Ich finde das Eingangsposting etwas überzogen, ehrlich gesagt. Aber natürlich darf jeder seine eigene Befindlichkeit haben.

Inaktiver User
13.12.2007, 17:24
petersilie, schalotta (das passt ja :smirksmile: )

So finde ich das irgendwie normal, so ist das bei uns auch.

Vielleicht auch, weil ich so aufgewachsen bin. Es durfte immer jeder rein. Fast immer, fast jeder. Und fast nie war wirklich aufgeräumt.

Aareblitz
26.12.2007, 23:12
Da ich ein recht unordentlicher Mensch bin und zudem einige Tiere in meiner kleinen Wohnung sind (die noch mehr Unordnung machen *g*), lasse ich unangemeldeten Besuch für gewöhnlich nicht rein bzw. öffne gar nicht erst die Tür. Bin eh eher der Einsiedlertyp.

Wenn aber angemeldeter Besuch kommt, darf der auch überall rein, auch ins Schlafzimmer; mein Schlafzimmer ist nicht persönlicher als mein Bad, meine Küche, mein Flur, mein Wohnzimmer, es ist halt nur entsprechend mit einem Bett und einem Kleiderschrank statt mit Sofa und Sideboards möbliert.

Dem schliesse ich mich komplett an (bis auf die Tiere, die habe ich nicht). Kommt dazu, dass ich auf meine Wohnung eigentlicht recht stolz bin und die gerne jemandem zeige.

Besuch der klaut hatte ich noch nie, so etwas kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen :ooooh:

claudya22
27.12.2007, 20:34
Für unsere Wohnung schämen wir uns nicht, im Gegenteil, wir haben gern Besuch, aber nur angemeldeter!

Ich kanns nicht ausstehen wenn Leute unangemeldet vorbeikommen wollen. Den meistens ist es zum unpassendsten Zeitpunkt. Meistens sind wir abends eh müde und wenn dann noch jemand kommen will... Das geht gar nicht.

Ein paar unserer Freunde hatten auch die Mode einfach dann aufzutauchen wenn es ihnen passte... Obwohl wir mehrmals freundlich darauf hingewiesen haben dass es uns lieber wäre wenn sie vorher anrufen würden um mit uns was abzumachen. Leider wurde das sehr selten eingehalten und dann fingen wir an die Türe einfach nicht mehr zu öffnen :freches grinsen: Seitdem rufen sie immer brav an wenn sie kommen wollen.

Inaktiver User
04.01.2008, 11:34
bei uns darf auch jeder gerne in die wohnung und sich auch umschauen - solang er angemeldet ist. mir fallen spontan gar keine persönlichen dinge ein, die mir vor anderen peinlich wären... ok, der wäscheständer mit meiner unterwäsche sollte nicht gerade rumstehen, aber ansonsten??

mir fällt da eine geschichte ein, wie weit die gastfreundlichkeit in anderen ländern geht. und zwar war ich zu besuch bei meiner familie in osteuropa, die haben ein kleines häuschen auf dem dorf. meine familie war in der kirche, ich allein daheim, im bad, als ich höre, dass jemand zur eingangstür reinkommt (die ist nie abgeschlossen, außer nachts). ich stürme aus dem bad, steht da eine mir unbekannte alte frau im flur mit dem kamm meiner tante in der hand und kämmt sich. schaut mich ganz unverständig an, weil ich sie blöd anschaue. und geht dann einfach ihres weges in die kirche. hat sich vorher wohl noch kurz schick gemacht. und das war keine freundin meiner tante, die kenne ich alle. höchstens irgendeine bekannte.
früher hatte meine familie das einzige telefon im ort, da standen dauernd irgendwelche leute im flur und wollten telefonieren. das wird dort total locker und für selbstverständlich genommen. das wäre mir aber auch zu viel :engel:

Inaktiver User
06.01.2008, 18:48
Ich wohne in einem sehr offenen Haus, einem Pfarrhaus:smile:. Und da darf jeder und jede auch unangemeldet vorbei kommen, Tee und einen Snack kann ich immer anbieten.
Aufgeräumt ist nicht immer. Ist auch nicht der Lebenssinn von meinem Partner und mir. Ich gehe davon aus, dass Besuch kommt, um uns zu sehen, nicht um zu inspizieren. Und wenn dann ein Ratschlag kommt, z.B. zu ungeputzten Fenstern, dann biete ich der Person an, dass sie sich jeder Zeit austoben darf an unserer Fensterfront. Wir sind beide berufstätig und in Ehrenämter eingebunden und ich kümmer mich lieber um meinen Besuch. Und was soll ich sagen, mein Papa putzt seitdem ab und an die Fenster, wenn er länger zu Besuch ist, "er hat ja nix zu tun".
Und zu Tangueras Problem, dass ein Haus zu viel über mich aussagen könnte: Ich mag meine Persönlichkeit und wenn die in einem Wohnumfeld gespiegelt wird, umso besser.
LG, Saqiyuq

Nolita
06.01.2008, 20:02
@Saqiyuq
Das hört sich sehr schön und einladend an, ich bin sicher, bei dir fühlt sich der Besuch wohl. :smile:
Ich finde es auch schön, wenn man sich nicht abschottet, sondern Tür und Tor für unangemeldete Besucher öffnet. Ich bin ein eher unordentlicher Typ, aber bis jetzt hat sich noch keiner beschwert. Im Gegenteil, ich glaube, in solchen "gemütlichen" Wohnungen fühlen sich die meisten Leute schnell zuhause.
Sicher hab ich auch schon mal einen Schrecken gekriegt, als ich meine Freundin mit drei Kleinkindern vor der Tür stehen sah, und ich gestehe, dass ich auch schon einmal nicht geöffnet habe. :peinlich: Aber das ist eher die Ausnahme.
Und zu meiner speziellen Einrichtung (teilweise Möbel von der Oma, Espressomaschine im Wohnzimmer, Kissen in allen Ecken) stehe ich voll und ganz.:freches grinsen:

Inaktiver User
06.01.2008, 21:16
@ Nolita: :blumengabe: .
Und dass Besuch solche Wohnungen eher gemütlich als unordentlich empfindet, habe ich auch so erfahren. Vielleicht ist der entspannte, gute Umgang mit sich auch ein Rezept, dass man auf Wohnungsbesuche übertragen kann?
Ich bin zwar gerne mit mir allein, aber mindestens ebenso gerne einladend. Ich finde Menschen, die mir die Tür maximal einen Spalt öffnen, weil es gerade nicht passt, gewöhnungsbedürftig. Aber ich komme ursprünglich auch eher aus einer Gegend Deutschlands, wo man gerne mal auf nen Kaffee 'reinschaut und anderen auch ungefragt 'was erzählt. Das kann anstrengend sein, mir ist die Offenheit aber lieber, als sich und sein Haus zu verschließen.

Sonderzeicen
06.01.2008, 23:01
wie gern man besucher/innen in sein haus oder seine wohnung laesst, haengt wohl in erster linie auch davon ab, wie gern man ueberhaupt leute um sich hat. ich bin ein sehr privater mensch und mich wuerde es nerven, jeden hinz und kunz in meine wohnung zu lassen. allerdings halte ich mich auch selber in puncto besuche eher zurueck, tanze nie unangemeldet an etc.

Sunday
07.01.2008, 08:14
wie gern man besucher/innen in sein haus oder seine wohnung laesst, haengt wohl in erster linie auch davon ab, wie gern man ueberhaupt leute um sich hat. ich bin ein sehr privater mensch und mich wuerde es nerven, jeden hinz und kunz in meine wohnung zu lassen. allerdings halte ich mich auch selber in puncto besuche eher zurueck, tanze nie unangemeldet an etc.

Das sehe ich nicht ganz so.
Ich habe oft gerne Leute um mich herum, an der Arbeit und treffe ich mich auch mehrfach in der Woche mit Freunden.Nur viel lieber woanders als zuhause zum Beispiel Essen gehen, Kino, Sauna, Sport ,Cafe oder zum spazieren gehen...
Bei mir zuhause kommt eher selten vor und unangemeldet schon gar nicht.Wonaders melde ich mich auch selbstverständlich dann an.

Inaktiver User
07.01.2008, 14:11
Liebe Tanguera,

wie Kebmo es schon angedeutet hatte- ich denke, dass du erst einmal vielleicht das Bedürfnis/Recht hast, dich in deiner Wohnung zu "sammeln" und erst einmal ankommen musst/darfst. Nach jahrelang andauernden Provisorien kann ich das gut verstehen. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Seit einem Jahr wohne ich, nach 12 Jahren Untermiete, WGs etc. zum ersten Mal alleine in einer Wohnung, die ich ganz alleine gestaltet habe. Jedes Detail trägt meine Handschrift, so empfinde ich das.
Dadurch dass es eine 1-Zimmer-Wohnung ist, gibt es keinen Stauraum und kein Zimmer, in das man mal eben schnell (wenn Besuch vor der Tür stünde) den Wäscheständer und andere private Dinge reinschmeißen könnte, d.h. die Wohnung muss generell immer recht präsentabel aussehen.
Obwohl es mich nicht die Bohne stört, wenn es bei meinen Freunden oft unordentlich ist (selbst wenn ich meinen Besuch angekündigt habe) so habe ich oft auch bei engen Freunden Angst, dass sie mich aufgrund meiner vielleicht nicht so perfekt aufgeräumten Wohnung beurteilen könnten. Ich arbeite Vollzeit und studiere in Teilzeit und ich schüttel so oft den Kopf über Leute, die es nicht nachvollziehen können, dass ich dann nicht immer die Sauberfrau aus der Reklame sein kann, obwohl sie über mein Monster-Pensum bescheid wissen.

Es ist generell interessant zu beobachten, welche Prozesse dieses erste-Wohnung-Erlebnis für mich in Gang gesetzt hat. Ich denke zum ersten Mal bewusst darüber nach, wen ich überhaupt gerne weiterhin in meinem Umfeld haben möchte und wen ich so nah an mich heranlassen will. Da ich in einer beliebten Stadt wohne, denken manche, dass sie einfach eine billige Unterkunft darstellt und das Interesse am Verbringen der Zeit mit mir ist dem einfach untergeordnet. Überrascht war ich auch, dass Leute einfach in die Wohnung walzen wollten, als ich einfach meine Ruhe haben und ankommen wollte, aber aus Erfahrung weiss ich, dass viele mit dem Konzept des Ankommens und in-sich-Gehens ebensowenig vertraut sind.
Als meine Freunde ins Ausland gezogen sind war es für mich klar, dass SIE mich einladen müssen und ich mich nicht selbst einladen kann. Ich möchte da einfach keinen Druck machen.

Generell habe ich gerne Besuch. Es wird jedoch nur jemand reingelassen, mit dem ich aus irgendeinem Grund nicht hadere. Leute, die nur den Status anhand von Statussymbolen abchecken wollen ("mal gucken wie die wohnt, oh, ist das ein Designersofa..?"), haben bei mir nichts verloren. Ja, und diese Leute gibt es zur Genüge! Genausowenig komme ich den Aufforderungen nach, Fotos von meiner Wohnung zu schicken. (Am besten noch eins in den Geldbeutel, damit es immer gezeigt werden kann).

Ich gebe zu, dass ich manchmal gerne lockerer wäre und bewundere auch Leute, die ständig eine offene Tür für Leute haben. Ich finde das großzügig.

Dennoch gilt bei mir die Regel, dass man vorher anruft, auch wenn man um die Ecke ist, denn dann kann man immernoch ins Cafe ausweichen. Ich melde mich bei Leuten auch immer auf diese Weise an. Im Zeitalter des Handys ist das Standard, finde ich-zumindest meiner.

Gruß,
Parsnip

Tahnee
07.01.2008, 21:30
wie gern man besucher/innen in sein haus oder seine wohnung laesst, haengt wohl in erster linie auch davon ab, wie gern man ueberhaupt leute um sich hat.

Das sehe ich auch nicht so *winke zu Sunday*. Ich habe durchaus gern Menschen um mich rum, aber eben nicht in meiner Wohnung. Das ist mein absoluter Ruhe- und Rückzugsbereich und da möchte ich außer mir & meiner Tochter ansonsten keinen sehen.

Sonderzeicen
13.01.2008, 23:14
wenn dein ruhebeduerfnis so gross ist, dass keiner ausser deiner tochter rein darf, dann stimmt aber auch was nicht...

kayla
14.01.2008, 05:30
Das ist mein absoluter Ruhe- und Rückzugsbereich und da möchte ich außer mir & meiner Tochter ansonsten keinen sehen.
Darf deine Tochter denn auch keine Freundinnen mit nach Hause bringen? Oder will sie das vielleicht gar nicht, weil sie deine Einstellung diesbezüglich schon übernommen hat? Bitte nicht falsch verstehen, es ist natürlich allein deine Entscheidung, ob du andere Leute in deiner Wohnung haben möchtest oder nicht, aber das hört sich ja fast so an, als ob nicht mal jemand, der seinen Besuch angemeldet hat, rein dürfte - das fände ich dann schon auch sehr befremdlich...:wie?:

Tahnee
14.01.2008, 11:26
wenn dein ruhebeduerfnis so gross ist, dass keiner ausser deiner tochter rein darf, dann stimmt aber auch was nicht...

Für Dich vielleicht. Ich sehe das nun mal anders.

Tahnee
14.01.2008, 11:29
kayla, da meine Tochter sich mit ihren Freunden eher draußen (Fußballplatz, Bauspielplatz) trifft, stellt sich die Frage nicht. Natürlich kommen sie auch mal hoch, aber eher selten. Und angemeldeter Besuch kann durchaus, allerdings kommt das zum Glück nicht oft vor. Meine Freunde wissen das nämlich und wir treffen uns dann eher bei ihnen oder im Cafe.

Sonderzeicen
14.01.2008, 17:20
Und angemeldeter Besuch kann durchaus

Nun also doch.

Tahnee
14.01.2008, 22:47
Ich habe ja nicht gesagt, daß ich absolut keinen Besuch reinlasse. Nur halt selten, weil ich nun mal gern meine Ruhe habe zu Hause und auch nur, wenn man vorher anruft. Unangemeldet mache ich keinem auf. Verstehe es oder lasse es halt.

Atis
14.01.2008, 23:10
Ich hasse (!!) unangemeldeten Besuch und mache dann auch einfach nicht auf.

Was mir immer wieder auffällt: In meiner Verwandtschaft gibt es einige Menschen, die das nicht verstehen und die immer wieder betonen: "Also, bei UNS kann jederzeit jemand zu Besuch kommen." (Worauf unsere Antwort dann ganz einfach lautet, "Und bei uns NICHT." :freches grinsen: ) Die gleichen Menschen jedoch, die ihre Gastlichkeit immer so betonen, jammern aber auch immer wieder, "Hach, gestern war plötzlich der XY da - das war mir gar nicht recht, ich wollte doch eigentlich gerade ein Bad nehmen / es mir endlich mal gemütlich machen / eine Arbeit beenden / endlich mal meine Ruhe haben".

Da bin ich doch lieber so ehrlich und lasse alle wissen, dass ich unangemeldeten Besuch nicht ausstehen kann, statt mühsam lächelnd so zu tun, als sei Besuch jederzeit willkommen.

Tahnee
14.01.2008, 23:37
Ich hasse (!!) unangemeldeten Besuch und mache dann auch einfach nicht auf.

Eben, ich nämlich auch.

Sonderzeicen
14.01.2008, 23:37
Ich habe ja nicht gesagt, daß ich absolut keinen Besuch reinlasse.

diesen eindruck musste man aber bei deinem vorherigen posting bekommen. also kein grund, pikiert zu reagieren.

Inaktiver User
15.01.2008, 10:40
diesen eindruck musste man aber bei deinem vorherigen posting bekommen. also kein grund, pikiert zu reagieren.

und selbst wenn...das ist doch jedem selbst überlassen, ob er besuch will oder nicht. kapier jetzt nicht warum das sonderbar ist.

Regenbogenfisch
15.01.2008, 10:56
Hallo,

hmm also wenn ich recht überlege, muß ich feststellen, das ich Besuch gegenüber nicht besonders positiv gegenüber stehe.:peinlich:
Vor allem Überraschungsbesuch. Den kann ich garnicht leiden. Ich mag es einfach nicht. Es macht mich unsicher, und ich habe Angst, das mein Heim nicht "ausreichend" ist. Also einrichtung,Sauberkeit etc.
Wenn irgendwie möglich, vermeide ich es...

LG

Inaktiver User
15.01.2008, 11:26
geht mir genauso. zumal es ja immer in stress ausartet wenn besuch kommt. einkaufen, aufräumen, das noch mit feierabend übereinbringen :knatsch: ne, lieber im kaffee treffen :smile:

Islabonita
15.01.2008, 11:59
Überraschungsbesuch mag ich auch nicht, macht bei uns zum Glück auch niemand.

Aber ansonsten hab ich ausgesprochen gern Besuch. Erstens fühle ich mich in unserem Wohnbereich total wohl, finde es sehr schön da und zeige das auch gerne meinen Freunden bzw. teile es mit ihnen. Zweitens bewirte ich gerne, mein Mann genauso, wir sind auch begeisterte Hobbyköche.
Worauf ich allerdings nur bei sehr engen Freunden stehe, ist Übernachtsungsbesuch. Der schränkt doch sehr in der eigenen Freiheit ein, finde ich. Wie gesagt, es gibt da einige wenige Ausnahmen, aber das beschränkt sich auf den allerengsten Freundeskreis.

Inaktiver User
15.01.2008, 18:25
und selbst wenn...das ist doch jedem selbst überlassen, ob er besuch will oder nicht. kapier jetzt nicht warum das sonderbar ist.

ja ist es jedem selbst überlassen - wir begehen keinen Hausfriedensbruch :smirksmile:

Aber Offenheit und Gastfreundschaft sind für mich immer noch positive Eigenschaften.

Ich will mich nicht mit Menschen umgeben, die mich nicht in ihr Haus lassen - das kann noch nicht einmal eine gute Bekanntschaft werden.


Mit dem Uebernachten, das kann ich besser verstehen.
Ich habe aber auch gerne Besuch, der länger bleibt, wenn der nicht die ganze Zeit bespaßt werden muss - unsere Familie finde ich ja zu klein und ich liebe es, wenn etwas mehr Leben in der Bude ist.
(und nein, aufräumen tue ich dafür nicht viel)
Ich sollte wohl doch mal im Alten-WG-Thread schreiben.

Gruß, Leonie

Tahnee
15.01.2008, 20:34
Aber Offenheit und Gastfreundschaft sind für mich immer noch positive Eigenschaften.

Ja, für mich auch. Nur weil ich ungern Leute in meiner Wohnung habe, heißt das noch lange nicht, daß ich nicht offen oder gastfreundlich bin. Offenheit & Gastfreundschaft kann man auch anders zeigen, als Leute in seine Wohnung zu lassen.




Ich will mich nicht mit Menschen umgeben, die mich nicht in ihr Haus lassen - das kann noch nicht einmal eine gute Bekanntschaft werden.

Was eine gute Bekanntschaft oder Freundschaft ist, ist immer noch Definitionssache. In meinem Freundeskreis wird o.g. nicht daran fest gemacht, wer wie oft in wessen Wohnung ist.

Tahnee

Tabea
16.01.2008, 10:41
Gastfreundschaft kann man auch anders zeigen, als Leute in seine Wohnung zu lassen.
Sorry, aber für mich ist das eine untrennbar vom anderen.
Das schreibt Wikipedia zu Gastfreundschaft: Die Gastfreundschaft ist die freundliche Gesinnung, die einem Besucher bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird.

Tabea

Inaktiver User
16.01.2008, 10:51
Beim überlesen eurer Beiträge stelle ich fest, dass sich die Menschen offenbar immer mehr einigeln.:ooooh: Schade.

Meine Eltern hatten immer ein offenes Haus und jeder war willkommen. Zeit für eine Tasse Kaffee und einen kurzen Plausch fand sich immer.

Ich habe es übernommen und handhabe das auch heute noch so. Bekannte, Freunde, Nachbarn können gerne auch mal eben so vorbeikommen.

Bekannte überwiegend ausserhalb der Wohnung zu treffen, hat für mein Empfinden mit Gastfreundschaft nichts zu tun.

Was ich nicht so mag sind Übernachtungsgäste. Das liegt aber nicht daran, dass ich niemand in der Wohnung haben möchte, sondern daran, dass ich morgens nur schwer in Gang komme und dann keine "Plaudertasche" um mich haben mag.

Inaktiver User
16.01.2008, 11:46
früher gab es auch eine hausfrau und mehr zeit für so etwas. ich habe einfach keine lust, wenn ich abends um 19:00 nach hause komme noch für gäste meine wohnung aufzuräumen und einkaufen zu gehen.

meine kühlschrank ist immer leer, ich könnte gästen noch nicht mal mineralwasser anbieten. :knatsch: und ich muss immer aufräumen. und ja, dann bin ich nicht entspannt, wenn gäste zu mir kommen, dann bin ich nur gestresst :knatsch: also gehe ich lieber mit freunden ins café. das hat für mich nichts mit oberflächlichkeit zu tun, sondern ist einfach pragmatischer und ich bekomme noch was zu essen :fg engel:.

ich kann nicht verstehen, warum man nicht akzeptieren kann, dass es verschiedene lebensentwürfe gibt. und wieso schließt man daraus auf den charakter eines menschen?

Islabonita
16.01.2008, 11:58
früher gab es auch eine hausfrau und mehr zeit für so etwas. ich habe einfach keine lust, wenn ich abends um 19:00 nach hause komme noch für gäste meine wohnung aufzuräumen und einkaufen zu gehen.

meine kühlschrank ist immer leer, ich könnte gästen noch nicht mal mineralwasser anbieten. :knatsch: und ich muss immer aufräumen. und ja, dann bin ich nicht entspannt, wenn gäste zu mir kommen, dann bin ich nur gestresst :knatsch: also gehe ich lieber mit freunden ins café. das hat für mich nichts mit oberflächlichkeit zu tun, sondern ist einfach pragmatischer und ich bekomme noch was zu essen :fg engel:.

ich kann nicht verstehen, warum man nicht akzeptieren kann, dass es verschiedene lebensentwürfe gibt. und wieso schließt man daraus auf den charakter eines menschen?

Ich habe hier nicht herausgelesen, dass andere Lebensentwürfe kategorisch abgelehnt werden. Es wird halt darüber diskutiert, das ist ja Sinn eines Forums.

Ich denke übrigens nicht, dass das Bewirten zu Hause (oder eben nicht) etwas mit "früher gab es eine Hausfrau" zu tun hat. Sondern mit der eigenen Einstellung dazu und mit Organisationstalent. Mein Mann und ich sind beide berufstätig und haben trotzdem gern Gäste zum Essen da, ist alles eine Frage der Organisation und - und ich denke, da liegt der Hund begraben - weil wir einfach gern kochen.

Inaktiver User
16.01.2008, 12:16
Ich habe hier nicht herausgelesen, dass andere Lebensentwürfe kategorisch abgelehnt werden. Es wird halt darüber diskutiert, das ist ja Sinn eines Forums.


ich habe mich darauf bezogen


Beim überlesen eurer Beiträge stelle ich fest, dass sich die Menschen offenbar immer mehr einigeln.:ooooh: Schade.

Meine Eltern hatten immer ein offenes Haus und jeder war willkommen. Zeit für eine Tasse Kaffee und einen kurzen Plausch fand sich immer.


und darauf, dass hier schon unterstellt wurde, dass man wohl einen fragwürdigen chrakter hat, wenn man nicht gerne menschen in seine wohnugn läßt. das finde ich halt seltsam, dass man dann gleich pauschalisiert. :knatsch:

Inaktiver User
16.01.2008, 12:44
ich habe mich darauf bezogen



und darauf, dass hier schon unterstellt wurde, dass man wohl einen fragwürdigen chrakter hat, wenn man nicht gerne menschen in seine wohnugn läßt. das finde ich halt seltsam, dass man dann gleich pauschalisiert. :knatsch:

Sowohl meine Eltern als auch ich waren immer -meistens sogar ganztags- beruftstätig. Zeitweise sogar selbständig mit mehr als 8-Stunden-Tag.
Ich habe übrigens festgestellt, dass mein Haushalt während meiner Berufstätigkeit meist aufgeräumter war, als jetzt. Eben weil ich einfach besser organisiert war.

Dass man einen fragwürdigen Charakter hat, wenn man keine Gäste empfängt, habe ich auch nirgendwo gelesen. Ich finde es nur schade, dass so viele Menschen ihre Mitmenschen als Störenfriede sehen.

Das Wort "Gastfreundschaft" lässt sich für mich nicht mit einem Restaurantbesuch verbinden. Da würde vielleicht eher Geselligkeit passen.

Ansonsten stimme ich Islabonita zu. Die eigene Einstellung ist entscheidend. Wo liegt das Problem, ein paar Flaschen Mineralwasser zu bevorraten, evtl. eine Flasche Wein. Die fressen doch kein Brot und werden so schnell nicht schlecht. Auch ein paar Konserven und/oder TK kann doch jeder im Haus haben.
Obwohl ich nicht mal glaube, dass Freunde und Bekannte bei einem Spontanbesuch ein Essen erwarten. Etwas zum knabbern würde da doch schon reichen.

Tabea
16.01.2008, 12:47
Obwohl ich nicht mal glaube, dass Freunde und Bekannte bei einem Spontanbesuch ein Essen erwarten. Etwas zum knabbern würde da doch schon reichen.
Eigentlich nicht mal das - im Winter reicht mir eine Tasse Tee oder Kaffee, im Sommer ein Glas Leitungswasser - Gastfreundschaft macht sich an was anderem fest - nämlich daran, dass ich spüre, dass Menschen sich freuen, wenn ich sie besuche.

Tabea

Inaktiver User
16.01.2008, 12:54
Eigentlich nicht mal das - im Winter reicht mir eine Tasse Tee oder Kaffee, im Sommer ein Glas Leitungswasser - Gastfreundschaft macht sich an was anderem fest - nämlich daran, dass ich spüre, dass Menschen sich freuen, wenn ich sie besuche.

Tabea

stimmt

Inaktiver User
16.01.2008, 14:22
ich freue mich, wenn menschen mit mir einen kaffee trinken gehen oder sich einem spaziergang mit meinem hund anschließen. das zeige ich dann auch sehr deutlich und genieße es.


und doch für mich ist es schwierig dinge zu bevorraten. ich bin jetzt wieder 10 tage nicht zum einkaufen gekommen und die 2 flaschen mineralwasser, die ich hatte sind seit 5 tagen leer. es ist ein problem für mich, ich bin im privaten nicht gut organisiert udn ich will es auch nicht sein. ich will nicht zu etwas gezwungen werden, nur weil andere sagen "es gehört sich so zu hause gäste zu empfangen". warum? für mich bedeutet das, dass ich mein privatleben anders organisieren müsste. was ich aber nicht will.

mein freunde haben damit kein problem. sie gehen gerne mit mir spazieren oder ins kaffee. ich habe ihnen aber auch nie sagen müssen: ich will nciht, dass du zu mir kommst. das wird einfach so akzeptiert, weil sie mich so mögen wie ich bin. darauf kommt es doch an.




ich bezog mich bei der fragwürdigkeit hier drauf:

wenn dein ruhebeduerfnis so gross ist, dass keiner ausser deiner tochter rein darf, dann stimmt aber auch was nicht...

Inaktiver User
16.01.2008, 14:44
ich freue mich, wenn menschen mit mir einen kaffee trinken gehen oder sich einem spaziergang mit meinem hund anschließen. das zeige ich dann auch sehr deutlich und genieße es.


und doch für mich ist es schwierig dinge zu bevorraten. ich bin jetzt wieder 10 tage nicht zum einkaufen gekommen und die 2 flaschen mineralwasser, die ich hatte sind seit 5 tagen leer. es ist ein problem für mich, ich bin im privaten nicht gut organisiert udn ich will es auch nicht sein. ich will nicht zu etwas gezwungen werden, nur weil andere sagen "es gehört sich so zu hause gäste zu empfangen". warum? für mich bedeutet das, dass ich mein privatleben anders organisieren müsste. was ich aber nicht will.

mein freunde haben damit kein problem. sie gehen gerne mit mir spazieren oder ins kaffee. ich habe ihnen aber auch nie sagen müssen: ich will nciht, dass du zu mir kommst. das wird einfach so akzeptiert, weil sie mich so mögen wie ich bin. darauf kommt es doch an.




ich bezog mich bei der fragwürdigkeit hier drauf:


@Kebmo, wenn alle damit zu frieden sind, ist es ja gut so.

Inaktiver User
16.01.2008, 15:00
Ich fange jetzt mal mit dem "beliebten" Satz an:

Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber ...:freches grinsen:


wen ich in meinem Haus empfange, entscheide ich. Konventionen in dieser Hinsicht gehen mir an einem gewissen Körperteil vorbei. :smile:
Und ich mag es halt lieber abgeschottet.

Tahnee
16.01.2008, 23:02
Sorry, aber für mich ist das eine untrennbar vom anderen.
Das schreibt Wikipedia zu Gastfreundschaft: Die Gastfreundschaft ist die freundliche Gesinnung, die einem Besucher bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird.

Tabea

Als ob das, was Wikipedia schreibt, Allgemeingültigkeit hat. Jeder definiert Gastfreundschaft nun mal anders.

Inaktiver User
16.01.2008, 23:05
Gastfreundschaft setzt voraus, dass jemand bei mir zu Gast ist.

Wenn ich ihn ins Restaurant einlade, dann ist das vielleicht Großzügigkeit.

Wieso ist Dir denn so wichtig, dass Du als gastfreundlich giltst, wenn Du gar keine Gäste haben magst :wie?:

Es gibt eine Reihe positiver Eigenschaften, die ich nicht habe - aber dann fange ich doch keine Diskussion an, in der ich mir das zurechtdefiniere.

Gruß, Leonie

eli65
17.01.2008, 18:11
Also: Griechen, Italiener und Türken gelten im Allgemeinen ja als sehr gastfreundlich -- sagen wir mal, das gilt für ganz Südeuropa und auch Asien. Warum ist das so? Weil sie einfach gerne Gäste bei sich zuhause empfangen und bewirten.

Lädt man seine Gäste aber ins Restaurant ein, dann bewerte ich das als spendabel, oder aber es sind sehr gesellige Menschen, die mit anderen Menschen gerne ein paar schöne Stunden gemeinsam verbringen möchten, Betonung lege ich auf gemeinsam.

Die Kocherei und Bedienerei übernimmt jedoch das Restaurant. Und DAS ist der entscheidende Unterschied dabei. Das ist meine ganz persönliche Meinung dazu, ohne Jemanden angreifen zu wollen. Ich wollte sie gerne loswerden, da ich den Strang schon von Anfang an sehr aufmerksam verfolgt habe.

eli65

Inaktiver User
17.01.2008, 18:49
hm... aber (um mich jetzt mal ganz weit von meinem Ausgangsposting entfernt wieder einzuklinken), in anderen Ländern ist das anders.
In Frankreich (in städtischen Gegenden) wirst du - auch von sehr guten Freunden - seltenst nach zuhause eingeladen, das "macht man dort nicht", man geht gemeinsam aus, ggf. ins Separee. In Argentinien genauso - auch wenn man sich gut versteht und sogar ein bißchen mehr, passiert das nicht in den eigenen vier Wänden, weil diese eben der Familie gehören.

übrigens, witzig genug: mit Übernachtungsbesuch - auch kurzfristigem und von Leuten, die ich gar nicht kenne (bin ziemlich aktiv bei couchsurfing.com dabei) hab ich nun gar keinen Stress. Gerade weil's so anonym ist und mir das persönlich nicht nahegeht, denke ich...

Sugarnova
17.01.2008, 21:25
Dazu muss man jedoch sagen, dass kein Ami oder keine Russin auf die Idee käme, über das Intérieur des Gastgebers zu lästern. Ist schon was anderes in D finde ich - ich kenn das noch so, dass bei Gästen ein Großputz gemacht wurde. In Ländern, wo man spontan hereinschneien kann, wird per se nicht erwartet, dass alles geleckt aussieht.

Also, ich bin bei unterschiedlichen Gästen unterschiedlich drauf. Freunde sollten mich schon so nehmen, wie ich gerade bin. Gemütlich ist es jedoch immer, und was Leckeres zu essen gibbet auch.

Was anderes vom Auwand ist es, wenn ich vermute, dass sich der Gast das Maul zerreißt und ich ihn oder sie irgendwie NICHT loswerden kann - kennt ihr das nicht?

Poison.
17.01.2008, 21:31
Was anderes vom Auwand ist es, wenn ich vermute, dass sich der Gast das Maul zerreißt und ich ihn oder sie irgendwie NICHT loswerden kann - kennt ihr das nicht?

Nein, nicht wirklich - weil ich dann stets irgendwann auf die Uhr schaue und wortwörtlich sage: "So, ich werf Dich jetzt raus, weil ich noch diesdasjenes machen will / muss." Die Worte sind unhöflich, der Tonfall ist allerdings recht humorig und mit einem Lächeln, nichtsdestotrotz aber sehr bestimmt. Bislang sprangen immer alle auf und innerhalb weniger Minuten waren sie fort. Und kamen ein andermal dann halt wieder (wenn sie wieder eingeladen wurden).

Tabea
18.01.2008, 09:08
Poison, ich mache das auch.

Sätze wie "Liebe Freundin,, es ist wirklich schön mit Dir, aber ich muss jetzt Essen kochen! (oder "ins Bett!") " hat bei mir auch noch niemand in den falschen Hals bekommen und bis jetzt sind auch (fast :smirksmile: ) alle wieder gekommen!

Wahlweise habe ich auch schon zu vorgerückter Stunde gesagt: "Kinners, Ihr könnte gerne noch bleiben, aber ich gehe jetzt ins Bett!"

Tabea

Islabonita
18.01.2008, 12:02
Nein, nicht wirklich - weil ich dann stets irgendwann auf die Uhr schaue und wortwörtlich sage: "So, ich werf Dich jetzt raus, weil ich noch diesdasjenes machen will / muss." Die Worte sind unhöflich, der Tonfall ist allerdings recht humorig und mit einem Lächeln, nichtsdestotrotz aber sehr bestimmt. Bislang sprangen immer alle auf und innerhalb weniger Minuten waren sie fort. Und kamen ein andermal dann halt wieder (wenn sie wieder eingeladen wurden).

Dass ein Gast anschließend irgendwie ablästert, diese Bedenken hatte ich noch nie.

Aber das mit den Leute mit Sitzfleisch, das kenne ich auch und handhabe es wie Poison. Und meine Gäste kamen bisher auch trotzdem immer wieder :freches grinsen:

mythenmetz
18.01.2008, 12:06
Früher hatte ich immer gern und viel Besuch. Jetzt habe ich eine Wohnung, die sehr schön ist und in der ich mich sehr wohl fühle. Meine Freude am Besuch hat allerdings nachgelassen, weil einige meiner Freunde (?) die schöne Angewohnheit haben, alles zu kommentieren. Und leider bevorzugt das, was ihnen nicht gefällt. Die eine hackte auf der provisorisch vor der zugigen Wohnungstür aufgerollten Wolldecke rum, die andere mokierte sich über unsere Möbel "Oh, der Tisch ist nur von IKEA? Ich finde den ABER TROTZDEM ganz schön!" (sie kauft neuerdings nur noch Designermöbel). Besagte zweite erzählte beim letzten Besuch von unserer letzten Wohnung, in der an der Decke im Arbeitszimmer noch Bohrlöcher zu sehen waren, weil unsere Bohrmaschine die Betondecke eben nicht packte. Aus der Wohnung sind wir aber auch schon seit über 2 Jahren raus.

Muss so was sein?

Da überlege ich mir jetzt gründlicher, wen ich einlade, die anderen sehen mich dann nur noch im Cafe.

honzina
18.01.2008, 16:41
früher gab es auch eine hausfrau und mehr zeit für so etwas. ich habe einfach keine lust, wenn ich abends um 19:00 nach hause komme noch für gäste meine wohnung aufzuräumen und einkaufen zu gehen.

meine kühlschrank ist immer leer, ich könnte gästen noch nicht mal mineralwasser anbieten. :knatsch: und ich muss immer aufräumen. und ja, dann bin ich nicht entspannt, wenn gäste zu mir kommen, dann bin ich nur gestresst

Das finde ich ziemlich interessant, und die Meinung hat ja nicht nur Kebmo vertreten - dass man fuer Gaeste aufraeumen und einkaufen muss und es fuer den Gastgeber letztlich in Stress ausartet.

Ich denke, das kommt sehr auf die Gaeste und ihre Erwartungen , mindestens genauso viel aber auf den Gastgeber an. Ok, grundsaetzlich achte ich darauf, dass es sauber ist, und fuer meine Eltern/Schwiegereltern oder aeltere Verwandte wuerde ich vielleicht auch noch ein bisschen extra aufraeumen oder schnell mal durchwischen. Aber wenn Freunde kommen, v.a. wenn sie einfach so mal vorbeischauen, wuerde ich keinen (grossen) Aufwand betreiben. Wenn's gar zu arg ist, wuerde ich mich vielleicht fuer die Unordnung entschuldigen oder lachend sagen, dass ich mal wieder putzen muesste, aber schaemen wuerde ich mich deswegen nicht.

Genauso mit dem Essen/Trinken: Angekuendigte und eingeladene Gaeste kriegen natuerlich etwas, und da ich gerne koche, empfinde ich das nicht als Stress. Wer unangekuendigt kommt, kriegt halt nur, was gerade da ist - warum sollte mir das peinlich sein, selbst wenn's nur Wasser und Brot ist?

Insgesamt habe ich ein wenig das Gefuehl, dass diese Art Gastfreundschaft etwas mit Selbstbewusstsein zu tun hat. (Natuerlich gibt es auch noch andere Gruende, die hier ja schon erwaehnt wurden.) Aber dieses 'oh Gott, dann muss ich ja aufraeumen/kochen/putzen/mich fuer meine Wohnung entschuldigen/mich schaemen/mir was anderes anziehen' spricht doch irgendwie dafuer, dass man das Gefuehl hat, man muesse sein Zuhause und sich selber so, wie man zuhause ist, rechtfertigen.

H

honzina
18.01.2008, 16:42
Meine Freude am Besuch hat allerdings nachgelassen, weil einige meiner Freunde (?) die schöne Angewohnheit haben, alles zu kommentieren. Und leider bevorzugt das, was ihnen nicht gefällt.

Das spricht doch nicht gegen Besuch, sondern gegen diese "Freunde". Ich habe echt schon in den fiesesten Bruchbuden gewohnt, v.a. waehrend meiner Studentenzeit. So etwas haetten meine Gaeste nur ein einziges Mal gemacht... :ooooh:

Inaktiver User
18.01.2008, 17:41
Muss so was sein?

Da überlege ich mir jetzt gründlicher, wen ich einlade, die anderen sehen mich dann nur noch im Cafe.

Die sähen mich wahrscheinlich eher gar nicht mehr.

@Honzina, du hast das sehr schön ausgedrückt. Ich denke auch, wenn liebe Freunde oder eine Nachbarin einfach so spontan einmal klingeln, muss die Wohnung nicht einer Möbelausstellung gleichen. Und angeboten wird das, was da ist. Freunde verstehen das und die, die es nicht verstehen, würde ich nicht als Freunde betrachten.

petersilie
18.01.2008, 17:47
Meine Meinung zu diesem Thema kann man ja weiter oben schon nachlesen. Was mir aber im Verlauf des Stranges noch eingefallen ist:

Einige sagen, sie hätten Stress, dass ihre Wohnung nicht aufgeräumt genug sei, wenn Besuch käme, der nicht angekündigt ist. Das denk ich auch so manches Mal. Aber seit ich eine Freundin habe, deren Wohnung, wenn sie aufgeräumt hat, so aussieht wie meine am Umzugstag, mache ich mir da weniger Gedanken. Letztes Jahr hatten sie Kinderkommunion, ich wäre eher gestorben, als Menschen in so ein Chaos einzuladen, sie hatte allerdings nachweislich aufgeräumt, sonst sieht es nämlich noch etwa 100x schlimmer aus. Und trotzdem ist ihr Haus immer voller Leute, denen es offensichtlich egal ist, dass es bei Hempels unterm Sofa ordentlicher ist als bei ihr. Uns ja auch, obwohl es bei mir immer superordentlich ist. Vielleicht sollten wir uns also alle weniger Gedanken machen, was Besuch von uns denken könnte und uns einfach darüber freuen, dass welcher kommt. Sofern wir Besuch nicht sowieso ablehnen, weil wir lieber für uns bleiben.

Inaktiver User
18.01.2008, 17:49
Letztes Jahr hatten sie Kinderkommunion,

*uff* - ein Glück - ich dachte schon, Du redest von mir :smirksmile:

Inaktiver User
18.01.2008, 21:45
Einige sagen, sie hätten Stress, dass ihre Wohnung nicht aufgeräumt genug sei, wenn Besuch käme, der nicht angekündigt ist. Das denk ich auch so manches Mal. Aber seit ich eine Freundin habe, deren Wohnung, wenn sie aufgeräumt hat, so aussieht wie meine am Umzugstag, mache ich mir da weniger Gedanken. ....... Vielleicht sollten wir uns also alle weniger Gedanken machen, was Besuch von uns denken könnte und uns einfach darüber freuen, dass welcher kommt. Sofern wir Besuch nicht sowieso ablehnen, weil wir lieber für uns bleiben.

das hat mich nachdenklich gemacht. ich denke das kommt daher, dass ich meine unordnung als "makel" sehe. und nur wirklich wirklich wirklich gute freunde dürfen meine makel sehen, sprich mein lebensgefährte und meine beste freundinnen.

aber du hast natürlich recht. man sollte dazu stehen und sich nicht so viel gedanken darüber machen was andere denken. so weit bin ich noch nicht, aber auf gutem weg dahin. :smile:

Tabea
18.01.2008, 23:54
Ich habe es schon mal irgendwo geschrieben - eine angeheiratete Tante von mir hat in ihrer Wohnung ein Schild hängen, darauf steht:

My house is clean enough to be healthy and dirty enough to be happy!

Find ich gut!

Tabea

Bauschundbogen
18.01.2008, 23:59
Meiner Meinung nach hat die Ungezwungenheit im Gastgeben auch viel mit (sozialer und räumlicher) Verwurzelung zu tun.

Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, in dem die Nachbarn ganz selbstverständlich "auf einen Sprung" (der sich zuweilen auch stundenlang hinzog) beieinander vorbeikamen. Auch wir Kinder fanden nichts dabei, statt zu klingeln einfach in den Garten zu gehen bzw., wenn wir da niemanden vorfanden, durch die offene Terrassentür ins Haus. Die Nachbarn begriffen sich als eine Art erweiterte Familie, die auch den Alltag miteinander teilte - Unordnung inklusive.
So ähnlich habe ich es auch in meiner Studentenzeit erlebt.

Inzwischen bin ich mehrmals ugezogen, und die Menschen, die ich bedenkenlos jederzeit hereinbitten würde (enge Freunde und ausgesuchte Verwandte) leben alle weit weg. Besuche müssen von langer Hand verabredet werden und sind dementsprechend etwas Besonderes, das ich auch dadurch würdigen will, daß ich mich darauf vorbereite, also aufräume, putze und etwas Leckeres einkaufe.
Nicht, weil ich das bei diesen Menschen "müßte", sondern als Zeichen von Wertschätzung und Freude über den Besuch.

Bei den Bekannten, die vor Ort wohnen und mich theoretisch auch spontan besuchen könnten, fehlt einfach (noch) von beiden Seiten die Vertrautheit. Niemandem von ihnen käme in den Sinn, ohne Anmeldung zu klingeln, und mir ginge es auch nicht gut dabei - das Bedürfnis, "Impression management" zu betreiben, ist (noch) zu groß.

Ich finde es oft schade, daß mir die ungezwungene Gastlichkeit momentan verlorengegangen ist, aber in meiner derzeitigen Situation müßte ich mich dazu zwingen - was aber (natürlich)nicht "ungezwungen" wäre.

LG
B&B

Sonderzeicen
19.01.2008, 01:02
ich weiss nicht, wie weit deine kindheit zurueckliegt, meine liegt in den 60ern und 70ern. und zu dieser zeit hatten viele leute noch kein telefon, das war ein trend, der sich erst seit anfang der 70er allmaehlich durchsetzte. entsprechend war es normal, bei verwandten oder bekannten ganz spontan (meist am wochenende) vor der tuer zu stehen. manchmal wurden ein paeckchen kaffee oder kuchen mitgebracht, und entweder war der "gastgeber" zu hause oder nicht. da hat dann auch niemand grosse ansprueche gestellt an das essen o. ae., es wurde eben improvisiert - wohnzimmertisch hochgekurbelt, ein paar stuehle herangerueckt, tisch gedeckt, lebensmittel aus dem kuehlschrank hingestellt, eventuell noch etwas aus dem keller geholt... der gastgeber musste nicht schick angezogen sein, und es hat auch niemand erwartet, dass das haus wie geleckt aussah, es sah halt aus wie immer. man hat beim gastgeber den alltag erlebt, und das war ganz normal.

seitdem jeder ein telefon hat, ist die kommunikation zwischen den menschen einfacher geworden, dafuer sind alle raeumlich auseinandergerueckt. man kann ja jetzt anrufen, statt dem anderen auf die pelle zu ruecken, und unangemeldete besuche sind ein unding geworden.

Inaktiver User
19.01.2008, 06:58
Gerade diese "Vorbereitung" auf Besuch ist es doch eigentlich, was den Spontanbesuch so unangenehm erscheinen lässt.

@Petersilie hat es gut beschrieben. Die meisten Menschen fühlen sich dort wo Menschen nachweislich wohnen, und nicht im wohldekorierten staubfreien Möbelhaus leben, einfach wohler.
Es muss sicher keine Müllhalde sein, aber eine Wohnung die steril ausschaut, da fühlt sich kaum jemand wohl.

Sonderzeicen
19.01.2008, 19:56
"sterilitaet" einer wohnung hat allerdings weniger mit der sauberkeit als mit ordnungspedanterie zu tun, etwa wenn man nichts anruehren und wieder hinstellen kann, ohne dass es der wachsamen hausfrau sofort auffaellt - weil es um einen halben cm verrueckt wurde. ein kraeftiger hausputz hat noch keine wohnung ungemuetlich gemacht.

Inaktiver User
20.01.2008, 06:57
"sterilitaet" einer wohnung hat allerdings weniger mit der sauberkeit als mit ordnungspedanterie zu tun, etwa wenn man nichts anruehren und wieder hinstellen kann, ohne dass es der wachsamen hausfrau sofort auffaellt - weil es um einen halben cm verrueckt wurde. ein kraeftiger hausputz hat noch keine wohnung ungemuetlich gemacht.

Die Folge des "kräftigen" Hausputzes extra für Gäste hat meist zur Folge, dass Zeichen des Lebens in der Wohnung verschwinden. Es liegt z.B. keine Zeitschrift, kein Buch herum, keine gerade gebrauchten Gläser oder Tassen. Die Deko sieht aus wie aus "Schöner Wohnen".
Das ist das, was ich mit steriler ungemütlicher Möbelausstellung meine.

Sonderzeicen
20.01.2008, 19:44
putzt du etwa nur fuer gaeste richtig "kraeftig" durch?

dann frag ich mal ganz provokativ, ob man nun den kraeftigen hausputz umgehen soll, in der sorge, die wohnung oder das haus koennte hinterher steril aussehen. oder ob leute, die eine gemuetliche wohnung haben, diese etwa nie richtig gruendlich saubermachen.

Latona
20.01.2008, 21:15
Ich finde es schön, für meine Gäste was zu kochen oder auch nur ihnen etwas Gutes zu trinken oder zu knabbern anzubieten. Mir gefällt es, wenn mich Leute besuchen, und mit meinem immer aufgeräumten, schönen Wohnzimmer gibt es da auch wenig Probleme. Einzige Voraussetzung: Voranmeldung.

Und Gäste sind für mich tatsächlich ein guter Anlass, für mehr Sauberkeit zu sorgen. Mich selbst stört mein eigener Dreck nicht so. :freches grinsen:

Kreis
22.01.2008, 23:54
Hallo Tanguera,

ich bin der Meinung, dass man nicht jeden in seine Wohnung lassen muss bzw. nicht jeden willkommen heißen. Es gibt Mensche mit denen ich mich in einem Raum sehr unwohl fühle und die ich dann auf keinen Fall noch in meiner Wohnung begrüßen möchte und die es sich womöglich auch noch bequem machen und nicht mehr gehen wollen.
Dann gibt es natürlich Leute, bei denen man von vorne herein weiß, dass sie aus Neugierde kommen und nicht um mich zu besuchen. Womöglich haben sie noch an der Wohnung und der Einrichtung jede Menge zu meckern und es wimmelt nur so von Verbesserungsvorschlägen.
Ich suche mir genau aus, wen ich in meine Wohnung lasse und wen nicht.
Gruß Kreis

Islabonita
24.01.2008, 13:33
Ich finde es schön, für meine Gäste was zu kochen oder auch nur ihnen etwas Gutes zu trinken oder zu knabbern anzubieten. Mir gefällt es, wenn mich Leute besuchen, und mit meinem immer aufgeräumten, schönen Wohnzimmer gibt es da auch wenig Probleme. Einzige Voraussetzung: Voranmeldung.

Und Gäste sind für mich tatsächlich ein guter Anlass, für mehr Sauberkeit zu sorgen. Mich selbst stört mein eigener Dreck nicht so. :freches grinsen:

Dreck ist bei mir kein Problem, ich habe nämlich eine Putzfrau :fg engel:
Aber ich mag es nicht, wenn nicht aufgeräumt ist. Und da bin ich schon sehr pingelig und frage mich gerade, ob mein Wohnzimmer die "Möbelhaus-Kriterien" erfüllt, also ob das zu aufgeräumt ist. :knatsch: Was ich aber an mir selbst festgestellt habe: je enger die Freunde, desto unaufgeräumter darf es sein. Wenn uns zum ersten Mal jemand besucht oder jemand, der geschäftlich mit meinem Mann zu tun hat, dann bin ich schon fast überordentlich.

Islabonita
24.01.2008, 13:35
Dann gibt es natürlich Leute, bei denen man von vorne herein weiß, dass sie aus Neugierde kommen und nicht um mich zu besuchen. Womöglich haben sie noch an der Wohnung und der Einrichtung jede Menge zu meckern und es wimmelt nur so von Verbesserungsvorschlägen.


Was für merkwürdige Leute Ihr kennt!? Solche habe ich zum Glück nicht im Bekanntenkreis, von Freunden ganz zu schweigen....

petersilie
24.01.2008, 14:29
Was für merkwürdige Leute Ihr kennt!? Solche habe ich zum Glück nicht im Bekanntenkreis, von Freunden ganz zu schweigen....


Genau das dachte ich an dieser Stelle auch.

Niemand, den ich nicht in meiner Wohnung haben wollte, würde auf den Gedanken kommen, mich besuchen zu wollen. Solch unangenehme Zeitgenossen kämen mir gar nicht nahe genug, um überhaupt in Versuchung zu geraten.

Und meine Freunde, die ich gerne um mich habe, die können jederzeit kommen und erwarten auch keine Putzorgien von mir.

Inaktiver User
26.01.2008, 08:59
Ich suche mir genau aus, wen ich in meine Wohnung lasse und wen nicht.



Auch ich suche mir die Leute, die ich in meine Wohnung einlade, genau aus. Natürlich gehören die Freunde dazu, auch die allermeisten Verwandten.

Kollegen würde ich allerdings nicht zu mir einladen. Wie ich wohne, geht sie meines Erachtens nichts an. Ich habe keine Lust darauf, dass hinterher womöglich im Kollegenkreis über meinen biederen, langweiligen (IKEA-artigen) Einrichtungsstil gelästert wird, denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Vor Jahren hat einer der "VIPs" in unserem Hause mal zu sich eingeladen. Da ich zu der Zeit verreist war, konnte ich nicht teilnehmen. Hinterher wurde mir aber im kleinen Kreis erzählt, wie "spießig" doch seine Einrichtung sei, mit Schrankwand im Wohnzimmer etc., "und das bei einer so herausgehobenen Position". Wahrscheinlich mag er es wie ich einfach nur gemütlich mit viel Holz und nicht ach so "futuristisch-innovativ" = komplett in weiß oder schwarz mit Chrom. Die Tratschtante, die das verbreiten musste, macht obendrein noch die größte Karriere bei uns; der besagte Chef ist allerdings inzwischen auch im Ruhestand; wahrscheinlich ist ihm diese Lästerei nie zu Ohren gekommen...

Inaktiver User
26.01.2008, 12:15
Kollegen würde ich allerdings nicht zu mir einladen. Wie ich wohne, geht sie meines Erachtens nichts an.


das sehe ich genauso.....:blumengabe:

Lukulla
27.01.2008, 16:40
Unangemeldeter Besuch ist unhöflich bis unverschämt und wird von mir schlicht nicht reingelassen. Das gilt auch für die nette, aber neugierige Nachbarin, die mit einem oh Du hast auch so einen schönen Teppich, plötzlich vor der Tür steht. Jeder hat ein Handy oder zuhause ein Telefon und kann und wenn's nur 5 Minuten sind, vorher anrufen, deswegen:

Anders sieht es mit angemeldeten spontanen Besch aus: per Handy, wir sind gerade um die Ecke, würde es Dir passen? Dann kann ich abwägen, ja oder nein sagen, und dann lieber ein Treffen im Cafe vorschlagen.

Meine Wohnung ist mein intimes Reich. Da lass ich nur liebe geladene Gäste rein.

Nolita
27.01.2008, 19:14
Unangemeldeter Besuch ist unhöflich bis unverschämt und wird von mir schlicht nicht reingelassen. Das gilt auch für die nette, aber neugierige Nachbarin, ....

:ooooh:

Gastfreundlich sind wir Deutschen wahrlich nicht - in dem Punkt können wir von anderen Völkern noch viel lernen.

Inaktiver User
27.01.2008, 19:18
:ooooh:

Gastfreundlich sind wir Deutschen wahrlich nicht - in dem Punkt können wir von anderen Völkern noch viel lernen.

Nun, im Ausland sind wahrscheinlich auch die Gäste angenehmer, weniger anspruchsvoll und machen nicht nur Besuche, um dann hinterher über die Gastgeber und deren Wohnungseinrichtung zu lästern, wie es hier in Deutschland ja des öfteren vorkommt...

Inaktiver User
27.01.2008, 19:52
Nun, im Ausland sind wahrscheinlich auch die Gäste angenehmer, weniger anspruchsvoll und machen nicht nur Besuche, um dann hinterher über die Gastgeber und deren Wohnungseinrichtung zu lästern, wie es hier in Deutschland ja des öfteren vorkommt...

Da muss ich aber widersprechen!

Ich finde auch, dass wir Deutschen wenig gastfreundlich sind.
Das bestätigt sich hier in diesem Strang.

Im Ausland habe ich das auch ganz anders erlebt.

Wir haben ein offenes Haus und haben gern Gäste - auch unangemeldete!

Dass Besucher über unsere Einrichtung lästern kann ich mir nicht vorstellen, das hätte ich gemerkt.

Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass unsere Gäste gern bei uns sind.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass sie sich bei uns willkommen fühlen.

Lukulla
28.01.2008, 11:24
Ich betrachte mich nicht als Botschafterin des deutschen Volkes, wenn ich in meiner Wohnung keinen unangemeldeten Besuch möchte. Zumal relativ selten Iraker, Italiener oder Spanier, die gerade in unserer Stadt zu Besuch sind, bei mir klingeln, um mal zu prüfen wie es mit der deutschen Gastfreundschaft bestellt ist. :zwinker:

Ich möchte mich auf den Besuch vorbereiten: Wohnung putzen, alles Intime wegräumen und das Silber polieren. Mir ist es peinlich, wenn der Blick der Unangemeldeten eben doch an dem unabgespülten Geschirr, oder dem Wäschekorb mit Sachen hängen bleibt immer mit dem Satz: oh, das macht dich nichts. und einem Gesichtsausdruck, als wären sie eben gerade im Dschungelcamp bei den Kakerlaken gelandet.

Würde der unangemeldete Besuch mir zu verstehen geben, dass er an mir interessiert ist und nicht an dem SchönerWohnen Zustand meines Hauses, wäre das evtl. etwas anderes.

Ich bin ein intimer Mensch, ich mag nicht, dass Leute durch meine Wohnung gehen und sich die Bücher grapschen, die ich gerade lese, in mein Schlafzimmers inspizierend gucken oder im Bad feststellen, dass ich einen Rasierer benutze. Ich finde, das geht Besuch alles nichts an. Ist vielleicht schrullig von mir, aber es ist so. Wenn ich Besuch erhalte, sind diese Dinge alle weggeräumt.

Hat nichts damit zu tun, dass ich deutsch bin. :Sonne:

Tahnee
28.01.2008, 11:53
Ich finde, das geht Besuch alles nichts an. Ist vielleicht schrullig von mir, aber es ist so.

Hat nichts damit zu tun, dass ich deutsch bin. :Sonne:

Ich finde das nicht schrullig, Lukulla, sondern völlig in Ordnung. :blumengabe: Und mit deutsch hat's nun wirklich nichts zu tun.

Inaktiver User
28.01.2008, 12:06
Ich finde das nicht schrullig, Lukulla, sondern völlig in Ordnung. :blumengabe: Und mit deutsch hat nun wirklich nichts zu tun.


ich finde das auch nicht schrullig.

:blumengabe:

Inaktiver User
28.01.2008, 12:07
Ich betrachte mich nicht als Botschafterin des deutschen Volkes, wenn ich in meiner Wohnung keinen unangemeldeten Besuch möchte. Zumal relativ selten Iraker, Italiener oder Spanier, die gerade in unserer Stadt zu Besuch sind, bei mir klingeln, um mal zu prüfen wie es mit der deutschen Gastfreundschaft bestellt ist. :zwinker:

Ich möchte mich auf den Besuch vorbereiten: Wohnung putzen, alles Intime wegräumen und das Silber polieren. Mir ist es peinlich, wenn der Blick der Unangemeldeten eben doch an dem unabgespülten Geschirr, oder dem Wäschekorb mit Sachen hängen bleibt immer mit dem Satz: oh, das macht dich nichts. und einem Gesichtsausdruck, als wären sie eben gerade im Dschungelcamp bei den Kakerlaken gelandet.

Würde der unangemeldete Besuch mir zu verstehen geben, dass er an mir interessiert ist und nicht an dem SchönerWohnen Zustand meines Hauses, wäre das evtl. etwas anderes.

Ich bin ein intimer Mensch, ich mag nicht, dass Leute durch meine Wohnung gehen und sich die Bücher grapschen, die ich gerade lese, in mein Schlafzimmers inspizierend gucken oder im Bad feststellen, dass ich einen Rasierer benutze. Ich finde, das geht Besuch alles nichts an. Ist vielleicht schrullig von mir, aber es ist so. Wenn ich Besuch erhalte, sind diese Dinge alle weggeräumt.

Hat nichts damit zu tun, dass ich deutsch bin. :Sonne:


Du hast aber komische Gäste, Lukulla. Inspizieren die tatsächlich Deine Wohnung?

Unsere Freunde gehen weder neugierig durch unser Haus, inspizieren auch nicht unser Schlafzimmer, "grapschen" sich keine Bücher noch interessieren sie sich für unsere diversen Rasierer.
Unser Silber liegt im Schrank und ist -wenn überhaupt- nur Ostern und Weihnachten geputzt. Auch Schranktüren hat noch niemand unserer Gäste aufgemacht.

Unsere Gäste setzen sich ins Wohnzimmer oder die Diele, wir bieten ihnen etwas an, quatschen und haben einen netten Abend.
Dort bleiben sie auch sitzen, laufen höchstens mal mit uns in die Küche oder gehen auf´s Gäste-WC. Auch dort liegt nichts Intimes herum.
Diese Räume sind bei uns immer aufgeräumt.

Auf die Idee, während ihres Besuches mal in unser Schlafzimmer oder andere Räume zu gehen oder gar Schranktüren zu öffnen ist noch niemand unserer Gäste gekommen.

Was sollten sie denn da suchen? *malverständnislosguck*

Inaktiver User
28.01.2008, 15:04
Du hast aber komische Gäste, Lukulla. Inspizieren die tatsächlich Deine Wohnung?

Unsere Freunde gehen weder neugierig durch unser Haus, inspizieren auch nicht unser Schlafzimmer, "grapschen" sich keine Bücher noch interessieren sie sich für unsere diversen Rasierer.
Unser Silber liegt im Schrank und ist -wenn überhaupt- nur Ostern und Weihnachten geputzt. Auch Schranktüren hat noch niemand unserer Gäste aufgemacht.

Unsere Gäste setzen sich ins Wohnzimmer oder die Diele, wir bieten ihnen etwas an, quatschen und haben einen netten Abend.
Dort bleiben sie auch sitzen, laufen höchstens mal mit uns in die Küche oder gehen auf´s Gäste-WC. Auch dort liegt nichts Intimes herum.
Diese Räume sind bei uns immer aufgeräumt.

Auf die Idee, während ihres Besuches mal in unser Schlafzimmer oder andere Räume zu gehen oder gar Schranktüren zu öffnen ist noch niemand unserer Gäste gekommen.

Was sollten sie denn da suchen? *malverständnislosguck*


Auf die Idee, sämtliche Räume der Wohnung zu besichtigen und Schranktüren zu öffnen, ist bei uns auch noch nie jemand gekommen. Ihr müsst teilweise wirklich sonderbare Menschen kennen :ooooh:

Und ob Besucher über unsere Einrichtung lästern, weiss ich nicht. Wäre mir aber auch nicht so wichtig. Jeder hat einen eigenen Möbelgeschmack und es zählt der Mensch und nicht der Gelsenkirchener Barock oder IKEA.

Lukulla
28.01.2008, 16:03
Du hast aber komische Gäste, Lukulla. Inspizieren die tatsächlich Deine Wohnung?

Ja, aber nur die unangemeldeten! :freches grinsen:

Tabea
28.01.2008, 16:06
Unangemeldeter Besuch ist unhöflich bis unverschämt und wird von mir schlicht nicht reingelassen.Am vergangenen Samstag waren wir beim Regale abschlagen, es war ein ziemliches Chaos. Es klingelt und gute Freunde stehen vor der Tür (sie waren am spazieren gehen). Natürlich bekommen sie eine Tasse Kaffee. Und nach 15 Minuten sind sie wieder gegangen.
Wenn es gar nicht gepasst hätte, hätten wir ihnen das gesagt und dann wären sie eben ohne Kaffee weiter spaziert.

Ich finde Deine oben zitierte Aussage schon ein wenig traurig.

Tabea

Lukulla
28.01.2008, 16:07
Auf die Idee, sämtliche Räume der Wohnung zu besichtigen und Schranktüren zu öffnen, ist bei uns auch noch nie jemand gekommen. Ihr müsst teilweise wirklich sonderbare Menschen kennen :ooooh:

Und ob Besucher über unsere Einrichtung lästern, weiss ich nicht.

Über die Einrichtung wird meines Wissens nicht gelästert, wäre mir auch egal. Geschmack ist individuell. Mir geht es um meine Intimität.

@Schalotta: Und mein WZ und meine Küche und mein nicht vorhandenes GästeWC sind nicht immer aufgeräumt.

Lukulla
28.01.2008, 16:20
Ich finde Deine oben zitierte Aussage schon ein wenig traurig. Tabea

Das kann ich nicht nachvollziehen, Tabea, ich würde Deine Gastfreundschaft niemals kritisieren. Ich nehme zur Kenntnis, dass Du es anders hältst als ich.

Wer mich kennt, und nur ein solcher Mensch klingelt ja unangemeldet, weiss, dass ich unangemeldete Besuche gar nicht ab kann.

Das muss er/sie respektieren, deswegen finde ich solche Besuche unverschämt, weil sie sich über meine Wünsche als Gastgeberin hinweg setzen.

PS: eine persönliche Anmerkung. In diesem Strang fällt mir besonders auf, wie ständig Teilnehmer die Haltung oder gar die Person anderer kritisieren, weil sie eine andere Einstellung zur Gastfreundschaft haben.

Das gefällt mir gar nicht. Ich käme nie auf die Idee, einen Menschen, der ein offenes Haus pflegt, irgendwie abzuwerten. :wie?: :ooooh: :knatsch:

Inaktiver User
28.01.2008, 16:28
.

Ich finde Deine oben zitierte Aussage schon ein wenig traurig.

Tabea

Ich auch, @Tabea


Nochmals zum besseren Verständnis, Lukulla:

Unangemeldete Gäste durchwühlen bei Dir die Schränke und den Waschkorb, gehen unaufgefordert ins Schlafzimmer und schnüffeln im Bad nach persönlichen Dingen.....

Merkwürdig!:freches grinsen:

Wie gut, dass Deine angemeldeten Gäste schön brav sitzen bleiben.


:freches grinsen:

Tabea
28.01.2008, 16:29
Hm. Ist "finde ich traurig" schon Kritik?

Was hätte ich dann schreiben sollen? Das hier ist ein Diskussionsforum, da stoßen schon mal verschiedene Meinungen aufeinander, oder?

Tabea

Inaktiver User
28.01.2008, 16:35
Ich finde Spontanbesuche auch eher unschön. Liegt ebenfalls daran, daß ich gern mal meine Wohnung "zumülle" und dem Besuch diesen Anblick nicht zumuten möchte, aber auch daran, daß ich bestimmen möchte, wie und womit ich meine Zeit einteile. Besuch, gut und schön - aber vielleicht wollte ich an dem Tag etwas anderes machen?

Es gibt Tage, da mag man es z.B. still und liegt lieber Cappu-schlürfend auf dem Sofa und liest ein gutes Buch. Da empfinde ich Besuch, so nett er auch sein mag, als störend. Oder ich raffe mich endlich zum Frühjahrsputz auf (3 Wochen Motivationszeit vorher), der unangemeldete Besuch kommt... und das war's dann.

Man sollte auch bei den Besuchen unterscheiden: Ist es eine Person, die man lange nicht gesehen hat, nimmt man sich automatisch mehr zurück (was die eig. Aktivitäten betrifft) und freut sich, als bei einer Nervbacke, die ständig vorbeikommt, weil es immer leckere Kekse gibt, sie einem einen Knopf an die Backe labern möchte und weil sie kein Zuhause hat.

Es kommt bei mir also auch immer sehr auf den Besuch und dessen Motivation an.

Tabea
28.01.2008, 16:37
Es kommt bei mir also auch immer sehr auf den Besuch und dessen Motivation an.
Vielleicht verstehen wir unter Spontanbesuch auch verschiedene Dinge...

Bei mir bleibt ein Spontanbesuch nie länger als eine halbe Stunde. Es sind Freundinnen oder Freunde, die eben mal auf einen Kaffee vorbeischauen. Merkwürdig fände ich es, wenn um 20.00 Uhr jemand vor der Tür stünde und jetzt seinen Abend mit mir verbringen wollte...

Tabea

Inaktiver User
28.01.2008, 16:40
Ich kenne Spontanbesuche(r), die gern mal ein paar Stündchen bleiben. Die 30-Min.-Besuche sind eher selten.


Vielleicht verstehen wir unter Spontanbesuch auch verschiedene Dinge...

Bei mir bleibt ein Spontanbesuch nie länger als eine halbe Stunde. Es sind Freundinnen oder Freunde, die eben mal auf einen Kaffee vorbeischauen. Merkwürdig fände ich es, wenn um 20.00 Uhr jemand vor der Tür stünde und jetzt seinen Abend mit mir verbringen wollte...

Tabea

Tabea
28.01.2008, 16:44
Okay, da hätte ich dann in den meisten Fällen auch ein Problem mit!

Tabea

Latona
28.01.2008, 17:05
Ich verstehe nicht, warum es an Gastfreundlichkeit mangeln soll, wenn man selbst bestimmen möchte, ob man Gäste empfangen und sich Zeit für sie nehmen will oder nicht. Unangemeldeter Besuch geht davon aus, dass ich ihm ohne weiteres zur Verfügung stehe und keine eigenen Pläne habe, und das finde ich in der Tat unverschämt. Unangemeldet geht bei mir nur in Notfällen.

Inaktiver User
28.01.2008, 17:43
Unangemeldeter Besuch geht davon aus, dass ich ihm ohne weiteres zur Verfügung stehe und keine eigenen Pläne habe, und das finde ich in der Tat unverschämt. Unangemeldet geht bei mir nur in Notfällen.

Ich bin der Meinung, dass unangemeldeter Besuch davon ausgeht, dass der Gastgeber ihm ehrlich sagt, wenn er stört. Was ich auch tun würde. Ein "Ich hab aber nur kurz für einen Kaffee Zeit" oder "Jetzt passt es gerade gar nicht" fände ich besser als einen schmollenden Gastgeber und einen Besuch der sich irgendwie unwohl fühlt.

Generell hab ich gar nichts gegen unangemeldeten Besuch, denn ich würde ihm sagen, wenn es nicht passt. Verstehen kann ich, dass jemand seine Wohnung, speziell das Bad, nicht gerne anderen zur Verfügung stellt und seine Privatsphäre wahren möchte. Ich gehe selbst nicht gern bei anderen Leuten ins Bad und versuche, wenn es mal sein muss, mit Scheuklappen dadurch zu laufen.

Lukulla
29.01.2008, 00:47
Unangemeldete Gäste durchwühlen bei Dir die Schränke und den Waschkorb, gehen unaufgefordert ins Schlafzimmer und schnüffeln im Bad nach persönlichen Dingen...:

Nein.

Islabonita
29.01.2008, 10:20
Ich finde Spontanbesuche auch eher unschön. Liegt ebenfalls daran, daß ich gern mal meine Wohnung "zumülle" und dem Besuch diesen Anblick nicht zumuten möchte, aber auch daran, daß ich bestimmen möchte, wie und womit ich meine Zeit einteile. Besuch, gut und schön - aber vielleicht wollte ich an dem Tag etwas anderes machen?

Es gibt Tage, da mag man es z.B. still und liegt lieber Cappu-schlürfend auf dem Sofa und liest ein gutes Buch. Da empfinde ich Besuch, so nett er auch sein mag, als störend. Oder ich raffe mich endlich zum Frühjahrsputz auf (3 Wochen Motivationszeit vorher), der unangemeldete Besuch kommt... und das war's dann. .

Das ist für mich auch der entscheidende Punkt, warum ich unangemeldeten Besuch eher nicht mag. Notfälle guter Freunde natürlich immer ausgenommen.


..... weil es immer leckere Kekse gibt........


Leckere Kekse? :hunger: Zeta, wie genau ist Deine Adresse?

Latona
29.01.2008, 11:23
@ Trulla
Ich bin der Meinung, dass unangemeldeter Besuch davon ausgeht, dass der Gastgeber ihm ehrlich sagt, wenn er stört. Was ich auch tun würde. Ein "Ich hab aber nur kurz für einen Kaffee Zeit" oder "Jetzt passt es gerade gar nicht" fände ich besser als einen schmollenden Gastgeber und einen Besuch der sich irgendwie unwohl fühlt.Ich hätte überhaupt kein Problem damit, sowas zu sagen. Damit muss der andere rechnen, wenn er unangemeldet kommt. Er hätte sich also den Weg sparen können, wenn er vorher angerufen hätte. Und völlig daneben finde ich es, deswegen auch noch beleidigt zu sein.

Es macht mir nichts aus, wenn meine Gäste meine Kosmetikartikel im WC/Bad sehen, die offen rumstehen. In Schränken, Schubladen oder geschlossenen Wohnräumen hat allerdings niemand ohne meine Zustimmung was zu suchen.

Rina26
29.01.2008, 16:04
Ich mag spontane Besuche auch nicht.

Nicht weil ich total ungesellig bin oder pingelig mit meiner Wohnung.
Das wäre mir egal, wie die Leute meine Einrichtung oder meine Ordnung finden.
Ich muss mich ja wohl fühlen und von meinen Freunden, Bekannten und Familie erwarte ich ja auch, dass die da sind um MICH zu sehen und nicht meine Möbel oder meinen Staub.:freches grinsen:

Ich mag spontane Besuche auch aus dem Grund nicht, dass mir in gewisser hinsicht meine Zeit gestohlen wird.

Wenn ich mich dann den ganzen Tag schon freue: jetzt machst du endlich mal nach Wochen mal einen Abend nur für dich und legst dich schön in die Wanne, dann ist für mich der Horror wenn es auf einmal schellt und ich dann(sei es auch nur für eine halbe Stunde) die Sachen die mir so wichtig waren über Bord werfen muss.

Das heisst wenn ich niemanden erwarte und ich liege in der Wanne,kann man sich totschellen, ich bleibe im Wasser!:smirksmile:

Atis
30.01.2008, 01:01
Unangemeldeter Besuch ist unhöflich bis unverschämt und wird von mir schlicht nicht reingelassen. Das gilt auch für die nette, aber neugierige Nachbarin, die mit einem oh Du hast auch so einen schönen Teppich, plötzlich vor der Tür steht. Jeder hat ein Handy oder zuhause ein Telefon und kann und wenn's nur 5 Minuten sind, vorher anrufen, deswegen:

Anders sieht es mit angemeldeten spontanen Besch aus: per Handy, wir sind gerade um die Ecke, würde es Dir passen? Dann kann ich abwägen, ja oder nein sagen, und dann lieber ein Treffen im Cafe vorschlagen.

Meine Wohnung ist mein intimes Reich. Da lass ich nur liebe geladene Gäste rein.:allesok: :allesok: :allesok:

Holly
31.01.2008, 14:47
Ich mag es im Allgemeinen, wenn Gäste unangemeldet vor der Tür stehen.
Wir wohnen seit einiger Zeit mitten in der Stadt und sind deswegen zu einer Art Treffpunkt für unsere Clique geworden - unsere Wohnung ist meist der Ausgangspunkt, wenn wir mit ein paar Leuten weggehen.

Was ich allerdings gar nicht mag, ist, dass es sich so eingeschlichen hat, dass einige häufig zum Essen zu uns kommen. Mein Mann und ich kochen gerne, kaufen auch besondere Dinge ein - häufig bio - und alle sind begeistert von unseren Kreationen.

Ich koche gerne für Freunde, gar kein Thema, aber wenn dann "zufällig" alle vor der Tür stehen, wenn bei uns grad das Essen auf dem Tisch steht und jeder probieren will ("nur ein kleines bisschen, aber bei euch ist es immer so lecker!"), dann nervt mich das, vor allem, wenn ich den ganzen Tag nix gegessen habe.

Ein weiterer Punkt ist, dass diese "Einladungen" nie auf Gegenseitigkeit beruhen - man futtert bei uns, weil es bei uns die guten Sachen gibt, für die man eigentlich kein Geld ausgeben will.

Genau so ist es mit den Getränken - "super, bei euch gibt es immer Bionade, würd ich mir nie kaufen, viel zu teuer!" und plötzlich ist unser Kühlschrank leer, so passiert bei einer Party, als ich die Bionade ausdrücklich für eine schwangere Freundin gekauft hatte. Glücklicherweise kam sie dann doch nicht, war nämlich alles innerhalb kürzester Zeit weg.

Inaktiver User
31.01.2008, 14:52
oh je holly, das hört sich nicht gut an. meinste nicht du kannst mit deinen freunden mal sprechen?

bei einer meiner freundinnen ist es auch sehr einseitig. ich gehe immer zu ihr. (sie hat ein kleines kind und will wegen hund und den haaren nicht selbst mit kind zu mir). klar wir treffen uns immer dort und klar gibt es dann kaffee/getränke zu essen. ich bringe aber fast jedesmal was mit. einen offenen tee, den sie besonders mag. und neulich habe ich einfach für alle pizza mitgebracht. oder saft oder so. halte das auch für selbstverständlich.

rede doch mal mit deinen freunden, mach ihnen klar, was euch das kostet und sag einfach: wie wärs denn mal ihr bringt mal eine kiste bionade mit...irgendwann nervts dich so, dass du in wut was sagst und dann bekommen es vielleicht alle in den falschen hals.

Sonderzeicen
12.02.2008, 00:58
Ich koche gerne für Freunde, gar kein Thema, aber wenn dann "zufällig" alle vor der Tür stehen, wenn bei uns grad das Essen auf dem Tisch steht und jeder probieren will ("nur ein kleines bisschen, aber bei euch ist es immer so lecker!"), dann nervt mich das, vor allem, wenn ich den ganzen Tag nix gegessen habe.

oh nee - das grenzt ja schon an schnorrerei! das musst du dir wirklich nicht gefallen lassen. es ist ja schon kein besonders guter stil, ohne anmeldung zu kommen, aber spaetestens wenn man merkt, dass der gastgeber sein essen zu sich nehmen will, sollte man sich empfehlen. der gastgeber kann ja, wenn er will, den gast immer noch einladen.

Holly
12.02.2008, 11:44
Die Situation hat sich gerade wieder gestellt - wir hatten das ganze Wochenende über Full House und größtenteils war es auch sehr schön. Die "Schnorrer" kamen grad in dem Augenblick, als wir uns mit unserem offiziellen Besuch zum Mittagessen hingesetzt hatten.

Wir haben ihnen ein Glas Wasser hingestellt und weiter gegessen, es hat ganz offensichtlich nur für vier und nicht für sechs Leute gereicht. War auch kein Problem, dafür gab es nachher noch Kaffee und Kekse für alle, das ist selbstverständlich.

Ich glaube, wir waren bisher einfach zu nett... Aber wenn ich merke, dass nichts zurück kommt, hat das einfach ein Ende.

Nadine75
18.02.2008, 04:35
@Holly
Sowas fange ich erst gar nicht an.
:blumengabe:

Annchristine
18.02.2008, 07:50
>Ich glaube, wir waren bisher einfach zu nett... Aber wenn ich
>merke, dass nichts zurück kommt, hat das einfach ein Ende.

da gebe ich dir recht.

ich bin auch einer von der grosszuegigen sorte und habe auch immer leckereien und leckere getraenke da.
ich freu mich auch ueber unangemeldeten besuch weil das nur leute machen, die ich gerne bis sehr gerne mag.

ich hab da aber auch so einen fall modell billigheimer . . eien freundin von mir . . der ich manches verzeihe, weil sie die einzige ist, die mein hobby naehen mit mir teilt und wir da sehr gut harmonieren . .

ich hab ich mich auch schon bissle geaergert wenn ich bei ihr, die begeistert meinen teuren sekt trinkt, immer billigsekt bekomme . .

bei mir kommt noch dazu, dass genau diese freundin etwas sozialneid hat weil ich selbstaendig bin. sie denkt wohl, ich bade im geld. da wirkt irgendwie die alte ddr noch nach, da ist sie aufgewachsen.

bei einem gemeinsamen freund hat sie es schon fertigggebracht, dass sie eine angefangene flasche wein mit heim nehmen wollte . . war echt peinlich . . der wein war uebrigens von ihm.

so, jetzt lachen wir mal ueber solche schnorrer. wann sagtest du gibts bei dir immer lecker mittagessen?

Sonderzeicen
20.02.2008, 17:39
sorry - bin gerade ueber deinen dritten absatz gestolpert - "hobby anehen" ?

solche geizereien kann ich auch nicht leiden. es muss ja nun nicht genau dieselbe preisklasse sein, wenn man nicht soviel geld hat, aber fuer einen guten sekt sollte es schon reichen.

Annchristine
21.02.2008, 14:39
naehen !!!

>es muss ja nun nicht genau dieselbe preisklasse sein, wenn
>man nicht soviel geld hat, aber fuer einen guten sekt sollte es
>schon reichen.

so ist es.
es geht wirklich nicht ums aufrechnen.

aber wenn sich jemand bei mir recht ungeniert bedient und mir so nebenbei unterschwellig unterstellt wird, dass ich als selbststaendiger sowieso im geld schwimme und alles absetzen (= kostenlos ergattern?!) kann, dann werde ich sehr graetig . . .

Inaktiver User
23.02.2008, 18:55
Ich habe auch sehr gern Besuch, aber mir geht es wie den meisten hier: Es ist mir lieber, wenn er angemeldet ist (mal von Kurzbesuchen über eine halbe Stunde abgesehen), denn wenn man vorher Bescheid weiß, richtet man sich doch auch zeitlich auf die Besucher ein. Kaffe und Kekse oder was Alkoholisches hat man ja immer im Haus, um die Bewirtung geht es also weniger, aber ich lasse mir am Wochenende oder zum Feierabend nicht gern meine Pläne durcheinanderbringen. Da kann ich mich dann auch nicht künstlich über den nichtangemeldeten Besuch freuen, denn das wäre nicht ehrlich...

Inaktiver User
23.02.2008, 20:00
Ich habe auch sehr gerne und oft Besuch. Ich bin aber auch in einem Haus der offenen Tür aufgewachsen. Von uns 5 Kindern hat immer irgendwer einen Freund/Freunde mit nach Hause gebracht - auch unangekündigt war das nie ein Problem. Auch Freunde meiner Eltern oder Nachbarn schauten immer mal kurz vorbei - allerdings natürlich mit dem Risiko niemanden anzutreffen ;-)

In meiner Wohnung möchte ich heute, dass sich Besuch ankündigt. Von mir aus auch 10 Minuten vorher per SMS. Ich möchte die Möglichkeit haben zu sagen: Sorry, geht jetzt nicht.
Ich bin freie Dozentin und arbeite oft zu Hause. Wenn ich zu Hause bin, heißt das also nicht unbedingt, dass ich nicht arbeiten muss. Und das müssen Freunde/Bekannte akzeptieren!
Das war aber auch bisher noch nie ein Problem.